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Pornografie im Internet Leben und Politik im Netz

Pornografie im Internet:

Extremisten tun sich leicht auf Facebook. in Zahlen noch harmloser aussieht. Auch Sie haben oft keine Gesichter und verbrei- das ist einer meiner politischen Schwerten unter dem Deckmantel der Anonymität punkte. Inhalte, die einer zivilisierten Diskussion Das Netz ist etwas vom Spannendsten, was unwürdig sind. Beispielsweise wurden in ei- je erfunden wurde. Aber es ist sehr viel komner Facebook-Gruppe radikaler Ausrichtung plexer, als man bei den ersten Gehversuchen Filme von Enthauptungen publiziert. Derlei im Internet zu ahnen wagte. Irrlichter belasten das Netz – und es ist eines meiner vorrangigen politischen Ziele, solche InhalteSchweizerische aus dem Netz zu verbannen. Das Weisse Kreuz ist die Fachstelle für Lebensschutz,

➜ Über das Making-of reden Tipps an Eltern

Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig Die meisten Telefonkomund Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die munikationsanbieter (z. B. SwissSexualität.

Das Internet ist kein Spielzeug

Wer sich ein Profil in einem Social Network zulegt, schafft sich nicht nur einen Plauderkanal zur Freundespflege. Nein, er oder sie schafft sich damit eine virtuelle Identität. Während wir uns im richtigen Leben Jahr für Jahr verändern, bleibt alles, was wir ins Netz geschrieben haben, für immer dort. Also muss man sich sehr gut überlegen, wie man aussehen will im Netz – für immer und vor den Augen Simone Spätigder ganzen Welt. Praktische Fragen kommen hinzu: Was macheSpätig, ich mit meiner Identität, Frau Sex istvirtuellen ein wichtiges wenn ich mit meiner Familie in die Ferien Thema. Wie beschäftigen sich Jufahre? Kommt die Identität mit? Sodass alle gendliche damit? wissen, dass ich weg bin – auch mögliche Diebe? Oder bleibt sie zuerleben Hause,wir, wodass sie Im Sexualkundeunterricht jemand Fragen sich dieanders Fragenunterhält? in vier Solche Hauptbereiche stellen sich lassen: insbesondere Personen, in auffächern Beziehung, «das die erste der Öffentlichkeit stehen. Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben der Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der schrittweisen Zuwendung zu einem Gegenüber – das erfahren wir etwa im geschlechtergetrennten Gruppenaustausch – stehen aberim primär persönliche Fragen zurverloren, eigenen Wer Internet zum Opfer wird, hat sexuellen nach Identität zur Diskussion. Einige jedenfalls heutigem Recht. Alle «Blickdavon lauten: bin wurde, ich?», Leser» wissen, «Wie dass attraktiv ich gehackt «Werde als rufschädigende heranwachsendeFacebookFrau von dass miricheine Mädchen (Konkurrenzkampf) und DageJungs Freundschaft angedichtet wurde. (potenzielle wahrgenommen?» gen ist man Liebhaber) machtlos. Der Fall war schon oder «Bekomme als Junge eine ebenso verjährt, bevor dieich Amtshilfegesuche in den hübsche Freundin wie mein USA gelesen wurden. Und Kollege?» wie es um die Je nach Alter, Biografie undwir: persönliBullying-Thematik steht, wissen Etwa in chen Erfahrungen erhalten aber auch die Grossbritannien und Deutschland werden praktischen Fragender rund um die Sexualigegen 30 Prozent Jugendlichen Opfer tät (Anmache, Freundschaft, von Online-Belästigung, bis zuAnleitungen 30 Prozent zu sexuellen Verhütung davon brechen Praktiken, deswegen alle sozialen einer KonSchwangerschaft, Schutzwird vor Geschlechtstakte ab. In der Schweiz das Problem krankheiten) Bedeutung. noch verharmlost, nur weil es im Moment

Opfer haben keine Rechte

com oder Cablecom) offerieren Kinderschutzprogramme. Lassen Sie ein solches installieren, dann können Kinder beispielsweise vor pornografischen Bildern geschützt werden. Computer gehören nicht ins Kinderzimmer. Stellen Sie diese in einen für alle zugänglichen Raum. Kinder, welche im Internet sexuell belästigt werden, getrauen sich oftmals Michael Rechernicht, darüber zu sprechen. Sollte Ihr Kind sich auffällig verhalten, sprechen SieComHerr Recher, der Schritt zum mit ihm. puter scheint heute nicht weit.

Konsumieren viele Jugendliche Pornografie im Internet? Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der Schweiz halten sich regelmässig im Internet auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatten schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn «man» weiss, dass es im Internet gratis, anonym und unverbindlich Informationen zum Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass diese Quelle gecheckt wird. Die Studien sagen aber nichts über die Häufigkeit, die Motivation und den persönlichen Umgang mit den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeführt sind, die nur ein einziges Mal auf eine Seite mit pornografischen Darstellungen gegangen sind, aus Versehen oder Neugierde. Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, dass sich unter den übrigen 21 Prozent Jugendliche befinden, die sich im Netz regelmässig Pornos reinziehen, sich aber für ihr Verhalten schämen und darum keine Angaben machen wollten. Insofern sind die

Sicher surfen / Gefahren im Internet

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CPV - Gefahren im Internet - Sicher Surfen  

Das Internet hat in vielen Lebensbelangen Erleichterung gebracht. Es birgt aber auch Probleme und Risiken, so zum Beispiel durch Grenzverlet...

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