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Internet

Pornografie im Internet

Pornografie Internet: im Internet: Alltags-Medium ➜ Über das Making-of reden mit TUcken

Das Schweizerische Weisse Kreuz ist die Fachstelle für Lebensschutz, Sexualethik57 und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig Insgesamt Prozent der Kinder zwischen sechs und 13 Jahren nutund zumindest Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die zen ab und zu das Internet. Die deutsche Kim-Studie belegt Sexualität. dabei eine deutliche Zunahme der Nutzung sozialer Netzwerke. Nach Schätzung der befragten Haupterzieher verbringen die sechs- bis 13-Jährigen durchschnittlich 24 Minuten pro Tag im Internet. Die Eltern stehen dem Internet häufig mit zwiespältigen Gefühlen gegenüber: 59 Prozent stimmen der Aussage zu, dass das Internet Kinder zu «Stubenhockern» macht, dennoch finden 60 Prozent, «Kinder sollten so früh wie möglich an Computer gewöhnt werden». In Deutschland haben sich die Kim- (Kinder + Medien, Computer + Internet) und die Jim-Studie (Jugend, Information, [Multi-]­­­ Media), in der Schweiz die James-Studie (Jugend, Aktivitäten, Medien – Erhebung Schweiz) mit der Mediennutzung von Jugendlichen befasst. Daraus geht hervor, Simone Spätig dass Computer und Internet zum Alltag gehören und somit mehr als «Neue Frau Spätig, Sexnicht ist ein wichtiges Medien» bezeichnet werden können. Thema. Wie beschäftigen sichEltern Juund Pädagogen sind gefordert: Sie müssen gendliche damit? sich selbst einen Überblick verschaffen, um so Kindern und Jugendlichen verIm den Sexualkundeunterricht erlebeneinen wir, dass antwortungsvollen Umgang mit Computer sich die Fragen in vier Hauptbereiche und Internetlassen: vorleben zu können.«das erste auffächern Beziehung, Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben der Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der schrittweisen Zuwendung zu einem Gegenüber – das erfahren wir etwa im geschlechtergetrennten Gruppenaustausch – stehen aber primär persönliche Fragen zur eigenen sexuellen Identität zur Diskussion. Einige Laut der Kim-Studie besitzen in Deutschdavon attraktiv bin ich?», land 45 lauten: Prozent «Wie der Kinder zwischen sechs «Werde ich als einen heranwachsende Frau von und 13 Jahren eigenen Fernseher im Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs Kinderzimmer. Jedoch nur 15 Prozent sind (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» im Besitz eines eigenen Computers, und nur oder «Bekomme alseinen Junge eine ebenso jedes zehnte Kindich hat eigenen Interhübsche Freundin wie mein Kollege?» netanschluss. Computer und Internet werJe nach Alter, Biografie undSopersönliden aber regelmässig benutzt. sind 43 chen Erfahrungen abereinmal auch pro die Prozent der Kinder erhalten mindestens praktischen Fragen rund um die SexualiWoche online. Als häufigste Tätigkeiten am tät (Anmache, Freundschaft, Computer werden Spielen und Anleitungen Arbeiten für zu Schule sexuellen Praktiken, Verhütung einer die (Texte schreiben, Informationen Schwangerschaft, Schutz nutzen) vor Geschlechtssuchen, Lernprogramme genannt. krankheiten) Innerhalb derBedeutung. Schule kam bislang nur etwa

Internet vor allem privat genutzt

jedes dritte Kind mit Computern in Berührung. Das Internet wird also vor allem im privaten Bereich genutzt. Gut die Hälfte der Kinder kann man zu den «Onlinern» zählen, von diesen jedes vierte so gut wie jeden Michaelgeht Recher Tag ins Internet. Beliebt sind dabei nicht nur Kinderseiten wie der «schülerVZ» Herr Recher, Schrittoder zum«SpielAfComfe», sondern auch Plattformen wie YouTube, puter scheint heute nicht weit. Suchmaschinen immerJugendliche häufiger auch Konsumierenund viele Communitys. Vor allem die Nutzung dieser Pornografie im Internet? Communitys bringt eine deutliche Ausweitung der Preisgabe Daten mit Es stimmt: Praktisch persönlicher alle Jugendlichen in der sich. Hierhalten gilt es,sich die Kinder zu sensibilisieren. Schweiz regelmässig im Internet auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatDie hat zudem ergeben, dass die ten Befragung schon 42 Prozent der Elfbis 13-Jährigen Haupterzieher diffuse Ängste Kontakt mit Pornografie. Bei den gegenüber 14­ bis 17­ dem Internet So vermuten sie,Wenn dass Jährigen sind hegen: es bereits 79 Prozent. dieses einen hohen Einfluss auf die Gewalt«man» weiss, dass es im Internet gratis, anbereitschaft hat, dass die Kinder ungeeigonym und unverbindlich Informationen zum nete Dinge zu Stubenhockern Thema Sexerfahren gibt, istoder es naheliegend, dass werden. Andererseits aber klar, dass das diese Quelle gechecktist wird. Die Studien saInternet derüber Computer generell die wichtig gen aberbzw. nichts die Häufigkeit, Mofür das schulische Weiterkommen der Kintivation und den persönlichen Umgang mit der Die Haupterzieher den ist. Inhalten aus. Es ist gutschätzen, möglich, dass ihre Kinder rund 24auch Minuten pro Tag im Netz bei den 79 Prozent Jugendliche aufgesind. führt sind, die nur ein einziges Mal auf eine Seite mit pornografischen Darstellungen geDie Kim-Studie zudem auf, dass es gangen sind, auszeigt Versehen oder Neugierde. wichtig ist, sowohl diekann Eltern die Auf der anderen Seite ichals mirauch gut vorPädagogen den aktuellen Entwicklungen stellen, dassmit sich unter den übrigen 21 Provertraut zu machen und Hilfestellung zent Jugendliche befinden, die sich imanzuNetz bieten. Dies vor allemreinziehen, im Bereichsich sozialer regelmässig Pornos aber Netzwerke sowie Computerund Konsofür ihr Verhalten schämen und darum keine lenspiele. Angaben machen wollten. Insofern sind die

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CPV - Gefahren im Internet - Sicher Surfen  

Das Internet hat in vielen Lebensbelangen Erleichterung gebracht. Es birgt aber auch Probleme und Risiken, so zum Beispiel durch Grenzverlet...

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