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Pornografie Cybermobbing im Internet

Cybermobbing Pornografie ➜ das kannst du dagegen tun! im Internet:

Falsche Informationen über eine Person im Internet verbreiten, peinliche Fotos verschicken, Fotos verändern und ins Netz stellen, eine Person ständig über E-Mail, im Chat oder in Communitys belästigen, bedrohen Das Schweizerische Weisse Kreuz ist im dieInternet Fachstelle Lebensschutz, oder gar erpressen und so fort. Auch sindfür nicht immer alle Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig nett zueinander. Man nennt diese Form, andere systematisch fertigzuund Michael behandelnKinder mit Jugendlichen Themen rund die machen, auchRecher Cybermobbing. und Jugendliche nutzen dieum Neuen Sexualität. Medien immer häufiger auch für solche fiesen Machenschaften.

➜ Über das Making-of reden

Kinder und Jugendliche waren früher auch nicht netter zueinander als heute, aber mit den neuen technischen Hilfsmitteln können sie mit einfachen Klicks grossen Schaden anrichten. Texte, Bilder und Filme können sehr schnell übers Internet verbreitet werden, und es ist kaum möglich, sie wieder daraus zu entfernen. Auch weiss niemand, wohin die Informationen weiterverschickt werden und wer was damit anstellt. Viele meinen auch, sie können, ohne erkannt zu werden, Gemeinheiten über andere verbreiten. Das Spätig Internet fördert diese feigen AttaSimone cken. Viele wissen aber gar nicht, dass man fast alles im Internet kann. Frau Spätig, Sexzurückverfolgen ist ein wichtiges Beleidigen, beschimpfen, drohen, erpresThema. Wie beschäftigen sich Jusen und falsche Informationen verbreiten gendliche damit? ist verboten und bei einer Anzeige werden die Täter auch meist gefunden. Im Sexualkundeunterricht erleben wir, dass sich die Fragen in vier Hauptbereiche auffächern lassen: Beziehung, «das erste Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben der Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der schrittweisen Zuwendung zu einem Wir können dir im Folgenden einigeGegenTipps über Ratschläge – das erfahren wir etwa im geschlechund geben, die dir helfen, gar tergetrennten – stehen nicht erst OpferGruppenaustausch von solchen fiesen Attacken aber primär Wenn persönliche Fragen zur eigenen zu werden. du doch gemobbt wirst, sexuellen zurmachen Diskussion. Einige zeigen wir Identität dir, was du solltest. davon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», «Werde ich als heranwachsende Frau von Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso hübsche Freundin wie mein Kollege?» Je nach Alter, Biografie und persönlichen Erfahrungen auch die Überlege dir genau,erhalten welche aber Informationen praktischen rund und welche Fragen Bilder du vonum dirdie im SexualiInternet tät (Anmache, Freundschaft, preisgibst. Je mehr Infos du ins Anleitungen Netz stellst, zu sexuellen Verhütung einer desto grösser Praktiken, ist auch die Angriffsfläche. Schwangerschaft, Schutzder vorAngebote, GeschlechtsPrüfe die Einstellungen die krankheiten) du nutzt: WerBedeutung. hat Einsicht in deine Profile?

Was kannst du tun?

➜ Schütze deine PrivatsphÄre von Anfang an

Bei den meisten Angeboten musst du selbst die Privatsphäre einrichten und dafür sorgen, dass nicht alle Informationen von dir öffentlich im Internet verfügbar sind. Gib deine E-Mail-Adresse und deinen Namen in Google ein und schaue, wo und welche Infos von dir im Netz auftauchen. Denke auch immer daran, dass die Bilder und Infos auch kopiert, verfremdet und weiter verbreitet werden können und du keine Kontrolle mehr darüber ausüben kannst.

Michael Recher

➜ Gib niemandem dein Passwort preis

Herr Recher, der Schritt zum Computer scheint heute nicht weit. Konsumieren viele Jugendliche Pornografie im Internet?

Wenn jemand dein Passwort hat, kann er oder sie inPraktisch deinem Namen und unterindeiEs stimmt: alle Jugendlichen der nem Internetauftritt auch Unsinnim anstellen, Schweiz halten sich regelmässig Internet auch andere mobben. «Bravo-Studie» Darum gilt es, sein auf. Laut der aktuellen hatPasswort wieProzent den eigenen Hausschlüssel ten schon 42 der Elf- bis 13-Jährigen zu betrachten und es niemandem zu geben, Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ auch deiner Freundin / deinemWenn besJährigen sindbesten es bereits 79 Prozent. ten Freund nicht. «man» weiss, dass es im Internet gratis, anFreundschaften können zerbrechen, undzum mit onym und unverbindlich Informationen deinem Sex Passwort andere in deinem Thema gibt, können ist es naheliegend, dass Namen im Netz Informationen diese Quelle gecheckt wird. Dieverbreiten. Studien saEs empfiehlt sichüber auch, Passwort regel­ gen aber nichts diedas Häufigkeit, die Momässig und zu wechseln, so sinktUmgang das Risiko, tivation den persönlichen mit dassInhalten sich jemand im Internet den aus. deine Es istIdentität gut möglich, dass aneignen bei den 79kann. Prozent auch Jugendliche aufgeführt sind, die nur ein einziges Mal auf eine Seite mit pornografischen Darstellungen gegangen sind, aus Versehen oder Neugierde. Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, dass sich unter den übrigen 21 Prozent Jugendliche befinden, die sich im Netz regelmässig Pornos reinziehen, sich aber für ihr Verhalten schämen und darum keine Angaben machen wollten. Insofern sind die

Sicher surfen / Gefahren im Internet

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CPV - Gefahren im Internet - Sicher Surfen  

Das Internet hat in vielen Lebensbelangen Erleichterung gebracht. Es birgt aber auch Probleme und Risiken, so zum Beispiel durch Grenzverlet...

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