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GEFAHREN IM INTERNET I N F O R M AT I O N S B R O S C H Ü R E G R AT I S | A U S G A B E 1 _ 2 0 16 B E R N S TA D T / B E R N L A N D / S E N S E B E Z I R K


Inhalt

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Editorial Felix Ceccato, Präsident CPV

Pornografie im Internet

Pornografie im Internet: 9

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Internet Alltagsmedium mit Tücken; Studien zur Nutzung des Internets Leben und Politik im Netz Barbara Schmid-Federer, Nationalrätin CVP

➜ Über das Making-of reden

Das Schweizerische Weisse Kreuz ist die Fachstelle für Lebensschutz, Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Simone Spätig Gefahren imSexualpädagogen Internet 17 und Michael Recher behandeln mitKoordinationsstelle Jugendlichen Themen Tipps der zur rund um die Sexualität. Bekämpfung der Internetkriminalität KOBIK

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«Cybermobbing ist kein Kavaliersdelikt» Rolf Nägeli, Stadtpolizei Zürich

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Cybermobbing Das kannst du dagegen tun!

Viel unterwegs – wenige Spuren Jessica (30) bewegt sich oft im Simone Spätig Michael aber Recher Internet, hinterlässt kaum Fährten, die auf sie hinweisen. Frau Spätig, Sex ist ein wichtiges Herr Recher, der Schritt zum ComThema. Wie beschäftigen sich Ju- puter scheint heute nicht weit. Herausforderung Facebook gendliche damit? 47 Konsumieren viele Jugendliche Interview derPornografie Christliche-Lebensberatung.ch im Internet? Im Sexualkundeunterricht erleben dass Lerch von Levada.ch mitwir, Simon 33

sich die Fragen in vier Hauptbereiche Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der auffächern lassen: Beziehung, «das erste Schweiz halten sich regelmässig im Internet Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben Laut der «Bravo-Studie» hatTipps für auf. Kinder undaktuellen Jugendliche 53 der Auseinandersetzung mit der tenmit schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen zumeigenen Umgang dem Internet Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ schrittweisen Zuwendung zu einem Gegen- Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn über – das erfahren wir etwa «man» dass es im Internet gratis, anPornografie imweiss, Internet 61 im geschlechtergetrennten Gruppenaustausch – stehen onym undreden unverbindlich Informationen zum Über das Making-of aber primär persönliche Fragen zur eigenen Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass sexuellen Identität zur Diskussion. Einige diese Quelle gecheckt wird. Die Studien sadavon lauten: «Wie attraktiv bin ich?»,diegen aberSchlampe nichts über die Häufigkeit, die MoHäsch geili 67 «Werde ich als heranwachsende von tivation im Frau Internet gseh?und den persönlichen Umgang mit Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeoder «Bekomme ich als Junge ebenso führt sind, die nur ein einziges Mal auf eine Glossar 71 eine hübsche Freundin wie mein Kollege?» Seite mit pornografischen Darstellungen geJe nach Alter, Biografie und persönli- gangen sind, aus Versehen oder Neugierde. chen Erfahrungen erhalten auch die Auf der anderen Seite kann ich mir gut vor77 aber Linkliste praktischen Fragen rund um die Sexuali- stellen, dass sich unter den übrigen 21 Protät (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zent Jugendliche befinden, die sich im Netz zu sexuellen Praktiken,87 Verhütung regelmässig Pornos reinziehen, sich aber Die einer Christliche Polizei Vereinigung Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtsund darum keine Schweiz – für ihr Verhalten |schämen Impressum krankheiten) Bedeutung. Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Pornografie im Internet Editorial

Pornografie Liebe im Internet: Leserinnen ➜ Über das Making-of reden und Leser!

Das Schweizerische Weisse Kreuz ist die Fachstelle für Lebensschutz, Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig und Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die Sexualität.

Felix Ceccato, Präsident CPV Schweiz Simone Spätig

Michael Recher Die Informationsund Kommunikationstechnologie (ICT) hat in den letzten zehn Jahren weltweit die Kommunikationsstrukturen derRecher, Gesellschaft grundlegend veränFrau Spätig, Sex ist ein wichtiges Herr der Schritt zum Comdert. Neue Medien sind für viele Jugendliche und junge Thema. Wie beschäftigen sich Ju- puter scheint heute nicht weit. Erwachsene («Digital Natives») unverzichtbar geworden. gendliche damit? Konsumieren viele Jugendliche Die EntwicklungPornografie zeigt eine nochim nie Internet? da gewesene Dynamik undwir, scheint Im Sexualkundeunterricht erleben dass erst der Anfang der Verknüpfung realer und virtueller Welten sein. Praktisch alle Jugendlichen in der sich die Fragen in vier Hauptbereiche Eszu stimmt: auffächern lassen: Beziehung, «das erste Schweiz halten sich regelmässig im Internet Mehr und mehr auf. zeigtLaut sich,der dass die Nutzung Neuer Medien Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben aktuellen «Bravo-Studie» hataucheigenen zu Problemen führen42kann. Bestimmte Angebote des der Auseinandersetzung mit der ten schon Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Internets habenKontakt ein besonderes Potenzial, Nutzer/-innen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ sehr Gegenstark an sich zu binden. Imbereits psychosozialen Bereich schrittweisen Zuwendung zu einem Jährigen sind es 79 Prozent. Wenn sich problematisches Verhalten in Form eines über – das erfahren wir etwa imzeigt geschlech«man» weiss, dass es im Internet gratis, anKontrollverlustes mit und negativen Auswirkungen auf soziale tergetrennten Gruppenaustausch – stehen onym unverbindlich Informationen zum Leistungen in Beruf aber primär persönliche FragenBeziehungen, zur eigenen Freizeitverhalten Thema Sex gibt, und ist es naheliegend, dass und Schule. allem in drei Bereichen ist Studien ein Suchtsexuellen Identität zur Diskussion. Einige Vor diese Quelle gecheckt wird. Die saauszumachen: davon lauten: «Wie attraktivpotenzial bin ich?», gen aber nichts über die Häufigkeit, die Mo➝ Online-Games (betroffen vor allemUmgang männliche «Werde ich als heranwachsende Frau von tivation und densind persönlichen mit Mädchen (Konkurrenzkampf) Jugendliche) und Jungs den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass ➝ Online-Kommunikation (zum Beispiel Chats, betroffen (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeFrauen) oder «Bekomme ich als Junge sind eine besonders ebenso führt sind, die nur ein einziges Mal auf eine ➝ Konsum vonSeite Sex-mit undpornografischen Pornoseiten (der Anteil jüngerer hübsche Freundin wie mein Kollege?» Darstellungen geMänner scheintgangen hier besonders zu sein) Je nach Alter, Biografie und persönlisind, aus hoch Versehen oder Neugierde. chen Erfahrungen erhalten aber auch die Auf der anderen Seite kann ich mir gut vornur das stellen, Suchtpotenzial Internetangeboten ist praktischen Fragen rund um Nicht die Sexualidass sichvon unter den übrigen 21 ProDas Jugendliche Internet birgtbefinden, auch in anderen tät (Anmache, Freundschaft, problematisch. Anleitungen zent die sich Zusamim Netz menhängen und Risiken, zum Beispiel zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer Probleme regelmässig Pornos so reinziehen, sichdurch aber Grenzverletzungen im Verhalten sexuellen und im Gewaltbereich (illeSchwangerschaft, Schutz vor Geschlechtsfür ihr schämen und darum keine gale Pornografie, Gewaltdarstellungen) durchsind Überkrankheiten) Bedeutung. Angaben machen wollten.oder Insofern die

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Pornografie im Internet Editorial

Pornografie im Internet:

griffe in Chats. Vor allem Kinder und Jugendliche laufen Gefahr, mit Inhalten konfrontiert zu werden, die sich negativ auf die soziale und psychosexuelle Entwicklung auswirken. Weitere Aspekte sind die Online-Glücksspielsucht (z. B. Online-Poker) oder das Cybermobbing (z. B. via Netzwerke wie Facebook oder Twitter).

Die Präventionsbroschüre der Christlichen Polizei Vereini➜ Über das Making-of reden

gung Schweiz CPV nimmt einige dieser Fragestellungen

auf. Wir haben gesprochen, bestehende Das Schweizerische Weisse Kreuz ist mit die Experten Fachstelle für Lebensschutz, Präventionsangebote analysiert, uns inSimone die Begriffe der Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Spätig sozialen Medien und des Internets vertieftrund und Tipps zuund Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen um die sammengestellt, die Eltern, Lehrern, aber auch JugendSexualität. lichen und Kindern helfen sollen, sich vor den Gefahren des World Wide Webs zu schützen. Den Schwerpunkt haben wir auf das Thema aus polizeilicher, aber auch aus seelsorgerischer Sicht gesetzt – so wird die CPV Schweiz ihrem Namen gerecht. Mit herzlichen Grüssen

Felix Ceccato, Präsident CPV Schweiz

Simone Spätig

Michael Recher

Frau Spätig, Sex ist ein wichtiges Thema. Wie beschäftigen sich Jugendliche damit?

Herr Recher, der Schritt zum Computer scheint heute nicht weit. Konsumieren viele Jugendliche Pornografie im Internet?

Im Sexualkundeunterricht erleben wir, dass sich die Fragen in vier Hauptbereiche Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der auffächern lassen: Beziehung, «das erste Schweiz halten sich regelmässig im Internet SICHER GEFAHREN IM INTERNEThatMal», Verhütung und Sexstellungen. Neben SURFEN auf. Laut– der aktuellen «Bravo-Studie» der Auseinandersetzung mit der eigenen ten schon 42 Prozent der Elf-der bis 13-Jährigen ist eine kostenlose Informationsbroschüre Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ schrittweisen Zuwendung zu einem Gegen- Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn über – das erfahren wir etwa im geschlech- «man» weiss, dass es im Internet gratis, antergetrennten Gruppenaustausch – stehen onym und unverbindlich Informationen zum aber primär persönliche Fragen zur eigenen Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass in Zusammenarbeit demgecheckt wird. Die Studien sasexuellen Identität zur Diskussion. Einige diesemit Quelle davon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», gen aber nichts über die Häufigkeit, die MoInformationsverlag Schweiz GmbH 18 · 6343 Rotkreuz «Werde ich als heranwachsende Frau von tivationGrundstrasse und den persönlichen Umgang mit Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass Hinweise auf weitere gemeinsame Publikationen (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgefinden Sie auf der letzten Seite. oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso führt sind, die nur ein einziges Mal auf eine hübsche Freundin wie mein Kollege?» Seite mit pornografischen Darstellungen geDANKE! Je nach Alter, Biografie und persönli- gangen sind, aus Versehen oder Neugierde. Die Herausgabe und die kostenlose Verteilung chen Erfahrungen erhalten aber auch die Auf der anderen Seite kann ich mir gut vordieser Broschüre werden zu einem grossen Teil durch praktischen Fragen rund um die die inserierenden Sexuali- stellen, dass sich unter den übrigen 21 ProFirmen ermöglicht. tät (Anmache, Freundschaft, Wir Anleitungen zent Jugendliche befinden, die sich im Netz bitten Sie daher, bei Ihren Besorgungen bevorzugt zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer unserer regelmässig Pornos reinziehen, sich die Angebote Inserenten zu berücksichtigen, umaber Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtsfür ihr Verhalten schämen darum keine deren Engagement auch in Zukunft möglichund zu machen. krankheiten) Bedeutung. Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Internet

Pornografie im Internet

Pornografie Internet: im Internet: Alltags-Medium ➜ Über das Making-of reden mit TUcken

Das Schweizerische Weisse Kreuz ist die Fachstelle für Lebensschutz, Sexualethik57 und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig Insgesamt Prozent der Kinder zwischen sechs und 13 Jahren nutund zumindest Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die zen ab und zu das Internet. Die deutsche Kim-Studie belegt Sexualität. dabei eine deutliche Zunahme der Nutzung sozialer Netzwerke. Nach Schätzung der befragten Haupterzieher verbringen die sechs- bis 13-Jährigen durchschnittlich 24 Minuten pro Tag im Internet. Die Eltern stehen dem Internet häufig mit zwiespältigen Gefühlen gegenüber: 59 Prozent stimmen der Aussage zu, dass das Internet Kinder zu «Stubenhockern» macht, dennoch finden 60 Prozent, «Kinder sollten so früh wie möglich an Computer gewöhnt werden». In Deutschland haben sich die Kim- (Kinder + Medien, Computer + Internet) und die Jim-Studie (Jugend, Information, [Multi-]­­­ Media), in der Schweiz die James-Studie (Jugend, Aktivitäten, Medien – Erhebung Schweiz) mit der Mediennutzung von Jugendlichen befasst. Daraus geht hervor, Simone Spätig dass Computer und Internet zum Alltag gehören und somit mehr als «Neue Frau Spätig, Sexnicht ist ein wichtiges Medien» bezeichnet werden können. Thema. Wie beschäftigen sichEltern Juund Pädagogen sind gefordert: Sie müssen gendliche damit? sich selbst einen Überblick verschaffen, um so Kindern und Jugendlichen verIm den Sexualkundeunterricht erlebeneinen wir, dass antwortungsvollen Umgang mit Computer sich die Fragen in vier Hauptbereiche und Internetlassen: vorleben zu können.«das erste auffächern Beziehung, Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben der Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der schrittweisen Zuwendung zu einem Gegenüber – das erfahren wir etwa im geschlechtergetrennten Gruppenaustausch – stehen aber primär persönliche Fragen zur eigenen sexuellen Identität zur Diskussion. Einige Laut der Kim-Studie besitzen in Deutschdavon attraktiv bin ich?», land 45 lauten: Prozent «Wie der Kinder zwischen sechs «Werde ich als einen heranwachsende Frau von und 13 Jahren eigenen Fernseher im Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs Kinderzimmer. Jedoch nur 15 Prozent sind (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» im Besitz eines eigenen Computers, und nur oder «Bekomme alseinen Junge eine ebenso jedes zehnte Kindich hat eigenen Interhübsche Freundin wie mein Kollege?» netanschluss. Computer und Internet werJe nach Alter, Biografie undSopersönliden aber regelmässig benutzt. sind 43 chen Erfahrungen abereinmal auch pro die Prozent der Kinder erhalten mindestens praktischen Fragen rund um die SexualiWoche online. Als häufigste Tätigkeiten am tät (Anmache, Freundschaft, Computer werden Spielen und Anleitungen Arbeiten für zu Schule sexuellen Praktiken, Verhütung einer die (Texte schreiben, Informationen Schwangerschaft, Schutz nutzen) vor Geschlechtssuchen, Lernprogramme genannt. krankheiten) Innerhalb derBedeutung. Schule kam bislang nur etwa

Internet vor allem privat genutzt

jedes dritte Kind mit Computern in Berührung. Das Internet wird also vor allem im privaten Bereich genutzt. Gut die Hälfte der Kinder kann man zu den «Onlinern» zählen, von diesen jedes vierte so gut wie jeden Michaelgeht Recher Tag ins Internet. Beliebt sind dabei nicht nur Kinderseiten wie der «schülerVZ» Herr Recher, Schrittoder zum«SpielAfComfe», sondern auch Plattformen wie YouTube, puter scheint heute nicht weit. Suchmaschinen immerJugendliche häufiger auch Konsumierenund viele Communitys. Vor allem die Nutzung dieser Pornografie im Internet? Communitys bringt eine deutliche Ausweitung der Preisgabe Daten mit Es stimmt: Praktisch persönlicher alle Jugendlichen in der sich. Hierhalten gilt es,sich die Kinder zu sensibilisieren. Schweiz regelmässig im Internet auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatDie hat zudem ergeben, dass die ten Befragung schon 42 Prozent der Elfbis 13-Jährigen Haupterzieher diffuse Ängste Kontakt mit Pornografie. Bei den gegenüber 14­ bis 17­ dem Internet So vermuten sie,Wenn dass Jährigen sind hegen: es bereits 79 Prozent. dieses einen hohen Einfluss auf die Gewalt«man» weiss, dass es im Internet gratis, anbereitschaft hat, dass die Kinder ungeeigonym und unverbindlich Informationen zum nete Dinge zu Stubenhockern Thema Sexerfahren gibt, istoder es naheliegend, dass werden. Andererseits aber klar, dass das diese Quelle gechecktist wird. Die Studien saInternet derüber Computer generell die wichtig gen aberbzw. nichts die Häufigkeit, Mofür das schulische Weiterkommen der Kintivation und den persönlichen Umgang mit der Die Haupterzieher den ist. Inhalten aus. Es ist gutschätzen, möglich, dass ihre Kinder rund 24auch Minuten pro Tag im Netz bei den 79 Prozent Jugendliche aufgesind. führt sind, die nur ein einziges Mal auf eine Seite mit pornografischen Darstellungen geDie Kim-Studie zudem auf, dass es gangen sind, auszeigt Versehen oder Neugierde. wichtig ist, sowohl diekann Eltern die Auf der anderen Seite ichals mirauch gut vorPädagogen den aktuellen Entwicklungen stellen, dassmit sich unter den übrigen 21 Provertraut zu machen und Hilfestellung zent Jugendliche befinden, die sich imanzuNetz bieten. Dies vor allemreinziehen, im Bereichsich sozialer regelmässig Pornos aber Netzwerke sowie Computerund Konsofür ihr Verhalten schämen und darum keine lenspiele. Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Pornografie im Internet Internet

Pornografie im Internet: 80 Prozent mit eigenem Computer

Aufgrund der Alltäglichkeit der Mediennutzung ist es laut der Studie wichtig, wachsam zu sein, die Entwicklung aufmerksam zu verfolgen und sowohl den Jugendlichen als auch den Eltern und Pädagogen Informationen und Hilfestellung zu bieten.

Die aktuelle Situation der Jugendlichen dokumentiert die Jim-Studie. Das Internet hat sich für die meisten Jugendlichen zu einemSchweizerische alltäglichen MediumWeisse entwickelt. Von ist die Fachstelle für Lebensschutz, Das Kreuz «Neuen Medien» kann also im Zusammen- Die Sexualpädagogen Simone Spätig Sexualethik und Beziehungsfragen. hang Michael mit Computer und Internet eigentlich und Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die nicht mehr gesprochen werden. Bereits vier Die in der Schweiz durchgeführte JamesSexualität. Fünftel der Zwölf- bis 19-Jährigen besitzen Studie kam zum Schluss, dass die techeinen eigenen Computer. Dieser wird vor allem nische Computerkompetenz bei Jugendgenutzt, wenn die Jugendlichen alleine zu- lichen hoch ist – insbesondere bei den Hause sind. Zu den wichtigsten Medienaktivi- Knaben –, und sie steigt mit dem Alter weiter täten gehören Musik hören und die allgemei- an. Das Netz wird zur Informationsbeschafne Nutzung des Internets. Die Jugendlichen fung, zur Unterhaltung, aber auch für Arverbringen rund 138 Minuten pro Arbeitstag beit und Schule genutzt. Neben klassischen im Internet. Während der Hälfte dieser Zeit Suchmaschinen interessieren sich die Juwird das Netz zur Kommunikation genutzt. gendlichen vermehrt für Social Networks. Dabei tummeln sich die Jugendlichen nicht So wird Facebook immer häufiger als eine nur in sozialen Netzwerken, sondern sie nut- Art Tageszeitung für das Geschehen im sozen auch Instant Messengers. Enormen Zu- zialen Umfeld genutzt. Nicht ganz klar ist, lauf hat die Plattform Facebook. Diese wird wie viele Facebook aktuell nutzen. Die puinzwischen von mehr als einem Drittel (Stand blizierten Nutzerzahlen von www.checkfaSimone Spätig Michael Recher 2010) der Jugendlichen genutzt. Positiv ist, cebook.com sprechen für das Jahr 2009 dass die Jugendlichen mehr im Herr von 333.400 Schweizer Facebook-Nutzern Frau Spätig, Sex ist einSensibilität wichtiges Recher, der Schritt zum ComUmgang mit persönlichen Daten entwickelt im Alter zwischen 14 und 17 Jahren.weit. Laut Thema. Wie beschäftigen sich Ju- puter scheint heute nicht haben. Es werden weniger persönliche DaBundesamt für Statistik würden somit rund gendliche damit? Konsumieren viele Jugendliche ten ins Netz gestellt, und die Zugänglichkeit 94,3 Prozent dieser Pornografie im Altersgruppe Internet? über einen solcher Daten wird immer häufiger Im Sexualkundeunterricht erleben auf wir, einen dass Facebook-Account verfügen. Diese Zahl ist bestimmten Personenkreis zu hoch mit Vorsicht zu sich die Fragen in vier eingeschränkt. Hauptbereiche wahrscheinlich Es stimmt: Praktisch alle und Jugendlichen in der auffächern lassen: Beziehung, «das erste geniessen. Schweiz halten sich regelmässig im Internet Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatDie schon Ergebnisse in Deutschland und der der Auseinandersetzung mit der eigenen ten 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Schweizmit sind sehr ähnlich. Jedoch haben Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der Kontakt Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ in der Schweiz bereits drei79von vier Jugendschrittweisen Zuwendung zu einem Gegen- Jährigen sind es bereits Prozent. Wenn lichen weiss, einen eigenen Computer. Dies entüber – das erfahren wir etwa im geschlechdass es im Internet gratis, anHinsichtlich der Gefahren im Netz nennen die «man» sprichtund einem Viertel mehr als in Deutschtergetrennten Abzocke/Betrug, Gruppenaustausch – stehen unverbindlich Informationen zum Jugendlichen Viren, Daten- onym land. Schweizer scheinen aber primär persönliche Fragen zurHingegen eigenen Thema Sex gibt, istJugendliche es naheliegend, dass missbrauch und Cybermobbing. ausserdem Privatsphäre anderer mehr sexuellen Identitätnur zurvon Diskussion. Einige diese Quelledie gecheckt wird. Die Studien sawerden Pädophile einer Minderheit zu respektieren unddieweniger Fotos und davon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», aber nichts über Häufigkeit, die Mowahrgenommen. 15 Prozent beklagen, dass gen Videos von Personen Umgang ins Netz mit zu «Werdepeinliche ich als oder heranwachsende Frau von tivation und anderen den persönlichen schon beleidigende Bilder stellen. Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass ihnen im Internet verbreitet wurden. Jeder den (potenzielle wahrgenommen?» vierte Nutzer Liebhaber) berichtet sogar, dass im Freun- bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeTrotzdem weiteroder «Bekomme ich als Junge eine ebenso führt sind, sollten die nur die ein Jugendlichen einziges Mal auf eine deskreis jemand übers Netz «fertiggemacht» hin über Konsequenzen eines zu offenen hübsche Freundin wiewegen mein Kollege?» mitdie pornografischen Darstellungen gewurde oder es Ärger Beleidigungen Seite Umgangs mit aus privaten Infosoder aufgeklärt werJe nach Alter, Biografie persönlisind, Versehen Neugierde. oder ins Netz gestellter Bilder und gegeben habe. gangen den.der Voranderen allem die Jüngsten schützen ihre chen Erfahrungen aber auch von die Auf Seite kann ich mir gut vorOft wird das Interneterhalten auch zum Knüpfen Privatsphäre in den Social praktischen Fragen rund Dabei um die Sexualineuen Kontakten genutzt. geht es bei stellen, dass sich unter den Networks übrigen 21noch Prozu wenig. Die erwachsenen Bezugspersotät Prozent (Anmache, Freundschaft, Anleitungen 25 der Jugendlichen sogar über den zent Jugendliche befinden, die sich im Netz nen sollten ihnen darum einen produktiven zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer regelmässig virtuellen Kontakt hinaus. Die Begegnungen Pornos reinziehen, sich aber Umgang, selbstverantwortliches Handeln Schwangerschaft, Schutz im realen Leben waren abervor für Geschlechtsjeden fünften für ihr Verhalten schämen und darum keine sowie diemachen nötige Abgrenzung vorleben. krankheiten) Bedeutung. eher unangenehm. Angaben wollten. Insofern sind die

➜ Über das Making-of reden Technische Kompetenz hoch

Mobbing ist prÄsent

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Pornografie im Internet Leben und Politik im Netz

Pornografie im Internet:

➜ Über das Making-of reden

Das Schweizerische Weisse Kreuz ist die Fachstelle für Lebensschutz, Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig und Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die Sexualität. Von Barbara Schmid-Federer, Nationalrätin CVP ZH

➜ Social Network – dieser Name ist Programm: Die Gesellschaft vernetzt sich heute zunehmend virtuell. Das gilt auch für die Politik. Eine Bilanz nach einer ersten «virtuellen Legislatur». Politik ist auch Netzwerken: Wer in einem bestimmten Thema etwas bewegen will, muss sich Verbündete suchen, weit über die Reihen der eigenen Partei hinaus. Der Rückhalt in Verwaltung, Wirtschaft und Bevölkerung ist wichtig. Michael Recher Was liegt da näher, als die modernen Formen des Sich-Vernetzens zu nutzen? Für mich lag Frau Spätig, Sex ist ein wichtiges Herr Schritt zum Comdas von Anfang anRecher, auf der der Hand. Ausgehend von einer eigenen Internetseite mit Blog habe ich Thema. Wie beschäftigen sich Ju- puter scheint heute nicht weit. meinem politischen Profil via Facebook, VIMENgendliche damit? Konsumieren viele Jugendliche TIS und Twitter ein digitales Gesicht gegeben. Pornografie im Internet? Simone Spätig

Im Sexualkundeunterricht erleben wir, dass sich die Fragen in vier Hauptbereiche Es stimmt: Praktisch allenicht Jugendlichen in der Ich werde oft gefragt, ob das ein riesiger auffächern lassen: Beziehung,Aufwand «das erste sich regelmässig imbringe. Internet sei –Schweiz und obhalten es überhaupt etwas Mal», Verhütung und Sexstellungen. auf. LautLegislatur der aktuellenvirtuellen «Bravo-Studie» hatNachNeben einer ganzen Dialogs der Auseinandersetzung mit der eigenen ten schon Prozent Bilanz der Elf- bis 13-Jährigen kann ich heute eine 42 positive ziehen: Die Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ zeitliche Anfangsinvestition war aufwendig, aber schrittweisen Zuwendung zu einem GegenJährigen sind gelohnt. es bereits 79 Prozent. Wenn sie hat sich nachhaltig über – das erfahren wir etwa im geschlech- «man» weiss, dass es im Internet gratis, antergetrennten Gruppenaustausch – stehen onym und unverbindlich Informationen zum aber primär persönliche Fragen zur eigenen Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass sexuellen Identität zur Diskussion. Einige diese Quelle gecheckt wird. Die Studien sadavon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», gen aber nichts über die Häufigkeit, die Mo«Werde ich als heranwachsende Frau von tivation und den persönlichen Umgang mit Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» bei deneinen 79 Prozent auch Jugendliche aufgeFacebook hinterlässt verspielten Eindruck, sodass oder «Bekomme ich als Junge die einePlattform ebenso von führtmanchen sind, die Verwaltungen nur ein einziges Mal aufwird. eine gesperrt hübsche Freundin wie mein Kollege?» mitals pornografischen geAber Facebook Seite ist mehr ein TummelfeldDarstellungen für Teenager und Je nach Alter, Biografie und persönlisind, aus Versehen oder Neugierde. Beamte. Was ingangen der öffentlichen Diskussion Wellen wirft, chen Erfahrungen erhalten aber auch die Spiegel Auf derimanderen findet seinen Web. Seite kann ich mir gut vorpraktischen Fragen rund um Die die positive Sexuali-Seite stellen, sich unter denJedes übrigen 21 Prodarandass ist offensichtlich: konstruktät (Anmache, Freundschaft, tive, Anleitungen zent Jugendliche die sichNatürlich im Netz kritische Gespräch ist einebefinden, Bereicherung. zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer reinziehen, sichwoaber brauchen dieseregelmässig Dialoge Zeit,Pornos gerade auf VIMENTIS, die Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtsfür ihrsind. Verhalten schämen und darum keine Kommentare länger Aber diese Zeit muss haben, wer krankheiten) Bedeutung. Angaben machen wollten. sind die als Politikerin das Volk vertreten will. DieInsofern Schattenseite:

Das Internet ermÖglicht wertvolle Dialoge

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Pornografie im Internet Leben und Politik im Netz

Pornografie im Internet:

Extremisten tun sich leicht auf Facebook. in Zahlen noch harmloser aussieht. Auch Sie haben oft keine Gesichter und verbrei- das ist einer meiner politischen Schwerten unter dem Deckmantel der Anonymität punkte. Inhalte, die einer zivilisierten Diskussion Das Netz ist etwas vom Spannendsten, was unwürdig sind. Beispielsweise wurden in ei- je erfunden wurde. Aber es ist sehr viel komner Facebook-Gruppe radikaler Ausrichtung plexer, als man bei den ersten Gehversuchen Filme von Enthauptungen publiziert. Derlei im Internet zu ahnen wagte. Irrlichter belasten das Netz – und es ist eines meiner vorrangigen politischen Ziele, solche InhalteSchweizerische aus dem Netz zu verbannen. Das Weisse Kreuz ist die Fachstelle für Lebensschutz,

➜ Über das Making-of reden Tipps an Eltern

Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig Die meisten Telefonkomund Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die munikationsanbieter (z. B. SwissSexualität.

Das Internet ist kein Spielzeug

Wer sich ein Profil in einem Social Network zulegt, schafft sich nicht nur einen Plauderkanal zur Freundespflege. Nein, er oder sie schafft sich damit eine virtuelle Identität. Während wir uns im richtigen Leben Jahr für Jahr verändern, bleibt alles, was wir ins Netz geschrieben haben, für immer dort. Also muss man sich sehr gut überlegen, wie man aussehen will im Netz – für immer und vor den Augen Simone Spätigder ganzen Welt. Praktische Fragen kommen hinzu: Was macheSpätig, ich mit meiner Identität, Frau Sex istvirtuellen ein wichtiges wenn ich mit meiner Familie in die Ferien Thema. Wie beschäftigen sich Jufahre? Kommt die Identität mit? Sodass alle gendliche damit? wissen, dass ich weg bin – auch mögliche Diebe? Oder bleibt sie zuerleben Hause,wir, wodass sie Im Sexualkundeunterricht jemand Fragen sich dieanders Fragenunterhält? in vier Solche Hauptbereiche stellen sich lassen: insbesondere Personen, in auffächern Beziehung, «das die erste der Öffentlichkeit stehen. Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben der Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der schrittweisen Zuwendung zu einem Gegenüber – das erfahren wir etwa im geschlechtergetrennten Gruppenaustausch – stehen aberim primär persönliche Fragen zurverloren, eigenen Wer Internet zum Opfer wird, hat sexuellen nach Identität zur Diskussion. Einige jedenfalls heutigem Recht. Alle «Blickdavon lauten: bin wurde, ich?», Leser» wissen, «Wie dass attraktiv ich gehackt «Werde als rufschädigende heranwachsendeFacebookFrau von dass miricheine Mädchen (Konkurrenzkampf) und DageJungs Freundschaft angedichtet wurde. (potenzielle wahrgenommen?» gen ist man Liebhaber) machtlos. Der Fall war schon oder «Bekomme als Junge eine ebenso verjährt, bevor dieich Amtshilfegesuche in den hübsche Freundin wie mein USA gelesen wurden. Und Kollege?» wie es um die Je nach Alter, Biografie undwir: persönliBullying-Thematik steht, wissen Etwa in chen Erfahrungen erhalten aber auch die Grossbritannien und Deutschland werden praktischen Fragender rund um die Sexualigegen 30 Prozent Jugendlichen Opfer tät (Anmache, Freundschaft, von Online-Belästigung, bis zuAnleitungen 30 Prozent zu sexuellen Verhütung davon brechen Praktiken, deswegen alle sozialen einer KonSchwangerschaft, Schutzwird vor Geschlechtstakte ab. In der Schweiz das Problem krankheiten) Bedeutung. noch verharmlost, nur weil es im Moment

Opfer haben keine Rechte

com oder Cablecom) offerieren Kinderschutzprogramme. Lassen Sie ein solches installieren, dann können Kinder beispielsweise vor pornografischen Bildern geschützt werden. Computer gehören nicht ins Kinderzimmer. Stellen Sie diese in einen für alle zugänglichen Raum. Kinder, welche im Internet sexuell belästigt werden, getrauen sich oftmals Michael Rechernicht, darüber zu sprechen. Sollte Ihr Kind sich auffällig verhalten, sprechen SieComHerr Recher, der Schritt zum mit ihm. puter scheint heute nicht weit.

Konsumieren viele Jugendliche Pornografie im Internet? Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der Schweiz halten sich regelmässig im Internet auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatten schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn «man» weiss, dass es im Internet gratis, anonym und unverbindlich Informationen zum Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass diese Quelle gecheckt wird. Die Studien sagen aber nichts über die Häufigkeit, die Motivation und den persönlichen Umgang mit den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeführt sind, die nur ein einziges Mal auf eine Seite mit pornografischen Darstellungen gegangen sind, aus Versehen oder Neugierde. Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, dass sich unter den übrigen 21 Prozent Jugendliche befinden, die sich im Netz regelmässig Pornos reinziehen, sich aber für ihr Verhalten schämen und darum keine Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Gefahren im InternetPornografie im Internet

Pornografie im Internet:

KOBIK ist die nationale Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität. Verdächtige Inhalte können und sollen jederzeit bei der Koordinationsstelle gemeldet werden: www.kobik.ch. Äusserst aktuell sind das Cyberbullying, sexuelle Belästigungen, Betrug und illegale Inhalte auf Computern und Handys von Kindern und Jugendlichen. Die Hinweise auf die Gefahren im Internet sowie Tipps für Eltern, Lehrer und Pädagogen stammen von KOBIK; www.cybercrime.admin.ch.

➜ Über das Making-of reden

➜ Cyberbullying:

Das Schweizerische Weisse Kreuz ist die Fachstelle für Lebensschutz, Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig und Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die Unter Cyberbullying versteht man das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Sexualität. Blossstellen oder Belästigen von Personen im Internet oder über das Handy – und das über einen längeren Zeitraum hinweg.

Tipps für Kinder und Jugendliche Sperre die, die dich belästigen. Antworte nicht auf Nachrichten, die dich belästigen oder ärgern. Simone Spätig

Frau Sichere Spätig,dirSex ist ein wichtiges Beweise. Lerne, wie du Kopien von Thema. Wie beschäftigen sich Juunangenehmen Nachrichten, gendliche damit? Bildern oder Online-Gesprächen kannst. Sie werden Im machen Sexualkundeunterricht erleben wir, dass dir die helfen, anderen zu zeigen, sich Fragen in vier Hauptbereiche was passiert ist. Beziehung, «das erste auffächern lassen: Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben der Auseinandersetzung Melde Probleme! mit der eigenen Zukunft, Ablösung vonnicht zu Hause und der Nimmder Belästigungen einfach schrittweisen Zuwendung einem Gegenhin, sondern sprich mitzueiner über – das erfahren wir(deinen etwa im geschlechVertrauensperson Eltern/ tergetrennten Gruppenaustausch – stehen Lehrern) über die Vorfälle. aber persönliche Fragen zur eigenen Duprimär kannst auch umgehend sexuellen Identität zurder Diskussion. die BetreiberInnen Website Einige davon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», informieren. «Werde ich als heranwachsende Frau von Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs Schütze deine Privatsphäre. (potenzielle Liebhaber) Sei vorsichtig, welchewahrgenommen?» Angaben oder als Junge eine ebenso du «Bekomme im Internetich machst. hübsche Freundin wie mein Kollege?» Je nach Alter, Biografie und persönlichen Erfahrungen erhalten aber auch die praktischen Fragen rund um die Sexualität (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtskrankheiten) Bedeutung.

Tipps fÜr Eltern und PÄdagogen Eltern und Lehrpersonal sollten sich stets über die technischen Neuerungen unserer Kommunikationsmittel Michael Recher auf dem Laufenden halten.

Herr Recher, der Schritt zum ComIhr Kindheute oder Ihrnicht Schülerweit. puterFalls scheint Opfer von Cyberbullying Konsumieren viele Jugendliche geworden ist,im raten wir Ihnen, Pornografie Internet?

mit den gespeicherten Texten, und Es Kommentaren stimmt: Praktisch alleBildern Jugendlichen in der direkt halten zur Polizei zu gehen und Schweiz sich regelmässig im Internet Anzeige zuaktuellen erstatten. auf. Laut der «Bravo-Studie» hatten schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn «man» weiss, dass es im Internet gratis, anonym und unverbindlich Informationen zum Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass diese Quelle gecheckt wird. Die Studien sagen aber nichts über die Häufigkeit, die Motivation und den persönlichen Umgang mit den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeführt sind, die nur ein einziges Mal auf eine Seite mit pornografischen Darstellungen gegangen sind, aus Versehen oder Neugierde. Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, dass sich unter den übrigen 21 Prozent Jugendliche befinden, die sich im Netz regelmässig Pornos reinziehen, sich aber für ihr Verhalten schämen und darum keine Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Pornografie GefahrenimimInternet Internet

➜ Pornografie «Böse» Bekanntschaften im Internet: im Netz: ➜ Über das Making-of reden

Über soziale Netzwerke oder in Chaträumen können Jugendliche auch auf Menschen treffen, die den Kontakt zu Minderjährigen suchen, um sie Das Schweizerische sexuell zu belästigen.Weisse Kreuz ist die Fachstelle für Lebensschutz, Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig und Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die Sexualität.

Tipps für Kinder und Jugendliche

Gib keine persönlichen Daten (Adresse, Name, Telefonnummer etc.) an. Auch in deinem «Nickname» solltest du nicht deinen richtigen Namen verwenden. Melde User, die dir unangenehme Simone Spätig Nachrichten schicken, beim Betreiber überSpätig, die Funktion Frau Sex «Missbrauch ist ein wichtiges melden». Thema. Wie beschäftigen sich Ju-

gendliche damit? Triff dich nicht mit Unbekannten, du nur aus dem Chat kennst. Im die Sexualkundeunterricht erleben wir, dass sich die Fragen in vier Hauptbereiche auffächern Beziehung, Wennlassen: du belästigt wirst «das erste Mal», Verhütung Sexstellungen. (wenn dir z. B.und Pornobilder oder Neben der-filme Auseinandersetzung mit der eigenen geschickt werden), Zukunft, der Ablösung von zu dich Hause und der zögere nicht und wende sofort schrittweisen Zuwendung zu einem Gegenan eine Vertrauensperson. über – das erfahren wir etwa im geschlechtergetrennten Gruppenaustausch – stehen Blockiere Personen, aber persönliche Fragen zur eigenen dieprimär dich belästigen. sexuellen Identität zur Diskussion. Einige davon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», «Werde ich als heranwachsende Frau von Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso hübsche Freundin wie mein Kollege?» Je nach Alter, Biografie und persönlichen Erfahrungen erhalten aber auch die praktischen Fragen rund um die Sexualität (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtskrankheiten) Bedeutung.

Tipps für Eltern und Pädagogen

Bei Fällen von sexueller Belästigung über das Internet oder bei Anbahnung sexueller Kontakte zu Kindern («Cybergrooming») sollten Eltern und Pädagogen die Chatprotokolle bzw. E-Mails und Dialoge sichern und sich umgehend an die Polizei wenden. Michael Recher

Herr Recher, der Schritt zum Computer scheint heute nicht weit. Konsumieren viele Jugendliche Pornografie im Internet? Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der Schweiz halten sich regelmässig im Internet auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatten schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn «man» weiss, dass es im Internet gratis, anonym und unverbindlich Informationen zum Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass diese Quelle gecheckt wird. Die Studien sagen aber nichts über die Häufigkeit, die Motivation und den persönlichen Umgang mit den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeführt sind, die nur ein einziges Mal auf eine Seite mit pornografischen Darstellungen gegangen sind, aus Versehen oder Neugierde. Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, dass sich unter den übrigen 21 Prozent Jugendliche befinden, die sich im Netz regelmässig Pornos reinziehen, sich aber für ihr Verhalten schämen und darum keine Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Pornografie GefahrenimimInternet Internet

Pornografie ➜ Betrug: im Internet: ➜ Betrug beim Online-Shopping

Ob Internetauktionshäuser, Websites für Kleinanzeigen oder Online-Fachmärkte: Keine Internetplattform ist vor Betrügern sicher. Der Betrug beginnt typischerweise damit, dass das potenzielle Opfer einen besonders preisgünstigen Artikel im Internet findet. Überzeugt, ein Schnäppchen zu machen, bestellt das Opfer den und bezahltWeisse ihn sofort. Der ist bestellte Artikel wird nie geliefert. Das Artikel Schweizerische Kreuz die Fachstelle füraber Lebensschutz, Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig ➜ undVorschussbetrug Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die Bei dieser Betrugsart wird dem Opfer meist per Mail mitgeteilt, es erhalte einen Sexualität. grossen Gewinn (z. B. in einem Lotteriespiel). Um dieses Geld tatsächlich zu bekommen, wird dazu aufgefordert, für einige Unkosten aufzukommen und das Geld im Voraus zu überweisen. Vom versprochenen Geld sieht man nie etwas.

➜ Über das Making-of reden

➜ Abo-Falle Viele Internetseiten locken mit vermeintlichen Gratis-Angeboten wie Klingeltönen, Musikdownloads, Horoskopen, IQ-Tests, Gratis-SMS etc. Damit man diese Dienste auch in Anspruch nehmen kann, muss man die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) akzeptieren. Dadurch, dass die meisten Leute diese AGB nicht durchlesen, tappen sie häufig in eine sogenannte Abo-Falle und gehen so ungewollt ein kostenpflichtiges Abonnement ein.

Tipps für Kinder Frau Spätig, Sexund ist ein wichtiges Thema. Wie beschäftigen sich JuJugendliche gendliche damit? Simone Spätig

Im Sexualkundeunterricht erleben via wir, dass Informiere dich vorgängig sich die Fragen (Google, in vier Yahoo) Hauptbereiche Suchmaschine über auffächern lassen: «das erste die Seriosität desBeziehung, Internetangebots. Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben der Auseinandersetzung mitzuder eigenen Scheint ein Angebot schön, Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der um wahr zu sein, ist Vorsicht schrittweisen geboten. Zuwendung zu einem Gegenüber – das erfahren wir etwa im geschlechtergetrennten – stehen BesprichGruppenaustausch jede kostenpflichtige aber primär persönliche Handlung mit deinenFragen Eltern.zur eigenen sexuellen Identität zur Diskussion. Einige davon Vergewissere lauten: «Wie dich, attraktiv dass bin die ich?», «Werde ich als heranwachsende Frau gewünschte Zahlungsart sicher ist.von Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs (potenzielle wahrgenommen?» Sei beiLiebhaber) Gratis-Angeboten und oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso Gewinnspielen stets misstrauisch. hübsche Freundin wie mein Kollege?» Oft handelt es sich um LockJe angebote, nach Alter, und persönlibei Biografie denen später chen Erfahrungen aber auch die laufende Kostenerhalten entstehen. praktischen Fragen rund um die Sexualität (Anmache, Freundschaft, Anleitungen Lies die AGB des Anbieters zu immer sexuellen Praktiken, einer durch, bevor duVerhütung diese Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtsbestätigst. krankheiten) Bedeutung.

Tipps für Eltern Herr Recher, der Schritt zum ComMichael Recher

puter scheint heute nicht weit. Vermitteln Sie Ihren Jugendliche Kindern ein Konsumieren viele kritisches Einschätzungsvermögen Pornografie im Internet?

gegenüber Internetangeboten und auf die möglichen Es weisen stimmt: Sie Praktisch alle Jugendlichen in der Gefahren hin. Schweiz halten sich regelmässig im Internet auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatten schon Prozent der Elf- bis Für 42 Eltern ist wichtig zu 13-Jährigen wissen, Kontakt Pornografie.zwischen Bei den 14­ bis 17­ dass mit Minderjährige sieJährigen sind bereits Prozent. Wenn ben und 17 es Jahren als79 beschränkt «man» weiss, dass gelten. es im Internet gratis, angeschäftsfähig onym unverbindlich Informationen zum Sie und können zwar in eigenem Thema SexVerträge gibt, istabschliessen, es naheliegend, dass Namen diese gecheckt wird.aber Die Studien sadie Quelle Wirksamkeit hängt genvon aber nichts die oder Häufigkeit, die Moeiner im über Voraus im Nachtivation den persönlichen Umgang mit hineinund erteilten Zustimmung des Sorgeberechtigten ab. Alsmöglich, Eltern dass den Inhalten aus. Es ist gut Sie somit nicht bezahlen, beimüssen den 79 Prozent auch Jugendliche aufgewenn Ihre ohneMal Ihreauf eine führt sind, dieKinder nur einsich einziges Erlaubnis bei einem solchen Dienst geSeite mit pornografischen Darstellungen angemeldet haben und oder Sie die gangen sind, aus Versehen Neugierde. Nachhinein AufZustimmung der anderen im Seite kann ich mir gut vorablehnen. stellen, dass sich unter den übrigen 21 Prozent Jugendliche befinden, die sich im Netz regelmässig Pornos reinziehen, sich aber für ihr Verhalten schämen und darum keine Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Pornografie GefahrenimimInternet Internet

Pornografie ➜ Illegaler Inhalt im Internet: auf Computern ➜ Über das Making-of reden und MobilgerAten: Das Schweizerische Weisse Kreuz ist die Fachstelle für Lebensschutz, Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig Jugendliche machen sich strafbar durch den Besitz, das Verbreiten und und Weitergabe Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die die von Texten, Bildern und Videos, die andere Personen Sexualität. bedrohen und in ihrer Integrität verletzen. Dies gilt auch für beleidigen, Bilder und Videoclips mit harter Pornografie, Extremismus und Gewaltdarstellungen.

Tipps für Kinder und Jugendliche Wenn dir jemand merkwürdige Bilder bzw. Filme schickt, lösch sie sofort, denn findet man sie bei dir, machst du dich strafbar. Simone Spätig

Frau Kennst Spätig,duSex ist einder wichtiges jemanden, solche Bilder bzw. Filme besitzt Thema. Wie beschäftigen sich Juoder verschickt, weise ihn oder gendliche damit? sie auf die Konsequenzen hin. Im Sexualkundeunterricht erleben wir, dass sich die Fragen in vier Hauptbereiche auffächern lassen: Beziehung, «das erste Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben der Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der schrittweisen Zuwendung zu einem Gegenüber – das erfahren wir etwa im geschlechtergetrennten Gruppenaustausch – stehen aber primär persönliche Fragen zur eigenen sexuellen Identität zur Diskussion. Einige davon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», «Werde ich als heranwachsende Frau von Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso hübsche Freundin wie mein Kollege?» Je nach Alter, Biografie und persönlichen Erfahrungen erhalten aber auch die praktischen Fragen rund um die Sexualität (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtskrankheiten) Bedeutung.

Tipps für Eltern Für ein kontrolliertes Surfen im Netz gibt es KinderschutzSoftware, die einfach auf dem PC zu installieren ist. Diese hat zum Ziel, möglichst viele Seiten mit illegalem Michael RecherInhalt automatisch zu sperren.

Herr Recher, der Schritt zum ComSie Ihrem klar, weit. puterMachen scheint heuteKind nicht dass der Besitz und die Konsumieren viele Jugendliche Weitergabe von und Pornografie im Bildern Internet?

Videos mit Gewaltdarstellungen Pornografie Es und stimmt: Praktisch strafrechtliche alle Jugendlichen in der Konsequenzen sich ziehen Schweiz halten sichnach regelmässig im Internet können. auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatten schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn «man» weiss, dass es im Internet gratis, anonym und unverbindlich Informationen zum Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass diese Quelle gecheckt wird. Die Studien saBei einem begründeten genVerdacht aber nichts diestrafrechtHäufigkeit, die Moaufüber einen tivation und den persönlichen mit lich relevanten Umgang mitUmgang dem den Inhalten aus. Sie Es ist möglich, Handy können eingut Handy zur dass beiBeweissicherung den 79 Prozent auch Jugendliche aufgebeschlagnahmen. führt die nur eineiner einziges Mal auf eine Siesind, müssen nach Seite mit pornografischen solchen SicherstellungDarstellungen umgehend gegangen sind, aus Versehen oder Neugierde. die Polizei verständigen. AufBei derweicher anderenPornografie Seite kann ich mir gut vorsteht stellen, dass sich unter den übrigen 21 Prodie Weitergabe an Jugendliche zent Jugendliche befinden, die sich im Netz unter 16 Jahren unter Strafe regelmässig reinziehen, und muss Pornos von Amts wegen sich aber fürverfolgt ihr Verhalten schämen und darum keine werden. Angaben machen wollten. Insofern sind die

Tipps für Pädagogen

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Pornografie im Internet Cybermobbing

Pornografie «CYBERMOBBING ist kein Kavaliersim Internet: ➜ Über das Making-of reden delikt» Das Schweizerische Weisse Kreuz ist die Fachstelle für Lebensschutz, Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig und Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die Sexualität.

Simone Spätig

Leutnant Rolf Nägeli, Experte und Leiter des Kommissariats Prävention der Stadtpolizei Zürich, ist seit über zehn Jahren im Bereich des Kinderschutzes tätig. Das Internet wurde dabei in den letzten Jahren immer mehr zum Thema. Michael Recher Gerade Cybermobbing sei kein Kavaliersdelikt, betont er.

Frau Spätig, Sex ist ein wichtiges Herr Recher, der Schritt zum ComHerr was scheint bedeutet Cybermobbing Thema. Wie beschäftigen sichNägeli, Ju- puter heute nicht weit. genau? gendliche damit? Konsumieren viele Jugendliche Pornografie im Internet?

Im Sexualkundeunterricht erleben wir, dass Mobbing bedeutet im weiteren Sinn, andere Menschen sich die Fragen in vier Hauptbereiche ständig, wiederholt und regelmässig schikanieren, zu Es stimmt: Praktisch allezu Jugendlichen in der auffächern lassen: Beziehung,quälen «das erste und seelisch zu verletzen. sprechenim von MobSchweiz halten sichWir regelmässig Internet Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben bing am Arbeitsplatz, deraktuellen Schule «Bravo-Studie» und neu auch hatvon auf. Lautinder der Auseinandersetzung mit der eigenen ten Cybermobbing. Dies kann42so weit führen, Personen schon Prozent der Elf- dass bis 13-Jährigen Zukunft, der Ablösung von zu Hause der im Kontakt über und E-Mail, Chat oder CommunitysBei belästigt, mitinPornografie. den 14­bedroht bis 17­ schrittweisen Zuwendung zu einem Gegenoder gar erpresst werden.sind Vor allem Kinder Jugendliche Jährigen es bereits 79und Prozent. Wenn über – das erfahren wir etwa imnutzen geschlechdie Neuen Medien immer auch gratis, für solche «man» weiss, dass häufiger es im Internet antergetrennten Gruppenaustausch – stehen fiesen Machenschaften. onym und unverbindlich Informationen zum aber primär persönliche Fragen zur eigenen Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass sexuellen Identität zur Diskussion. Einige diese Quelle gecheckt wird. Die Studien saSie unterscheiden zwischen Cyberbullying, davon lauten: «Wie attraktivCybermobbing bin ich?», gen aber über die Häufigkeit, die beMoundnichts Cybergrooming. Was «Werde ich als heranwachsende Frau von tivation und den persönlichen Umgang mit deuten die Begriffe und wo liegt der UnterMädchen (Konkurrenzkampf) schied? und Jungs den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeoder «Bekomme ich als Junge Unter eine ebenso führt sind, nur ein einziges Malman auf eine Cyberbullying oder die Cyberstalking versteht das hübsche Freundin wie mein Kollege?» mit pornografischen Darstellungen geBelästigen undSeite Schikanieren anderer Menschen mithilfe Je nach Alter, Biografie und persönli- Kommunikationsmittel gangen sind, aus Versehen oderInstant Neugierde. elektronischer (Internet, Meschen Erfahrungen erhalten aber auchMobiltelefon), die Auf derausgehend anderen Seite ich mir gut vorsaging, von kann Einzelpersonen. Das praktischen Fragen rund um Cybermobbing die Sexuali- unterscheidet stellen, dass sich unter dennicht übrigen Prosich inhaltlich vom21 Cybertät (Anmache, Freundschaft, bullying. Anleitungen Der Unterschied besteht befinden, darin, dassdie essich sich im beiNetz den zent Jugendliche zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer Tätern um mehrere Personen (eine Gruppe) handelt. Cybergrooregelmässig Pornos reinziehen, sich aber Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtsming ist das gezielte Ansprechen Kindernund und Jugendlichen für ihr Verhaltenvon schämen darum keine krankheiten) Bedeutung. im Internet mit dem Ziel der Anbahnung sexueller Kontakte. Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Pornografie im Internet Cybermobbing

Pornografie im Internet:

Sie sagen, dass Cybermobbing kein Kavaliersdelikt sei. Wofür können Täter bestraft werden? Bei einer Anzeige prüft die Polizei folgende Tatbestände: Art. 143 bis StGB,

unbefugtes Eindringenreden ➜ Über das Making-of in ein Datenverarbeitungssystem

Das Schweizerische Weisse ist die Fachstelle für Lebensschutz, Art.Kreuz 147 StGB, betrügerischer Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Missbrauch Sexualpädagogen Simone Spätig einer Datenverarbeitungsanlage und Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die Art. 144 bis StGB, Datenbeschädigung Sexualität. Art. 179 novies StGB, unbefugtes Beschaffen von Personendaten Art. 156 StGB, Erpressung Art. 173 StGB, üble Nachrede Art. 174 StGB, Verleumdung Art. 177 StGB, Beschimpfung Art. 180 StGB, Drohung Art. 181 StGB, Nötigung

Wie können sich Jugendliche schützen? Können Sie uns ein paar konkrete Tipps geben? Schütze deine Privatsphäre. Michael Gib niemandem deineRecher Passwörter. Reagiere nicht auf Attacken. Frau Spätig, Sex ist ein wichtiges Herr Recher, der Schritt zum ComSammle bei einem Angriff alle Informationen zu Beweiszwecken. Thema. Wie beschäftigen sich Ju- puter scheint heute nicht weit. Protokolliere Konsumieren die Angriffe (wo, wie, wann). gendliche damit? viele Jugendliche Wende dich an eine erwachsene Bezugsperson Pornografie im Internet? Lehrer usw.) Im Sexualkundeunterricht erleben(Eltern, wir, dass sich die Fragen in vier Hauptbereiche Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der Zusammen kann entschieden werden, auffächern lassen: Beziehung, «das erste Schweiz halten sich regelmässig im Internet ob eine Anzeige bei der Polizei Mal», Verhütung und Sexstellungen. Nebenwerden auf. soll. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatgemacht der Auseinandersetzung mit der eigenen ten schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Zukunft, der Ablösung von zu Hause undDank, der Herr Kontakt mit für Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ Besten Nägeli, Ihre Angaben! schrittweisen Zuwendung zu einem Gegen- Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn über – das erfahren wir etwa im geschlech- «man» weiss, dass es im Internet gratis, antergetrennten Gruppenaustausch – stehen onym und unverbindlich Informationen zum aber primär persönliche Fragen zur eigenen Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass sexuellen Identität zur Diskussion. Einige diese Quelle gecheckt wird. Die Studien sadavon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», gen aber nichts über die Häufigkeit, die Mo«Werde ich als heranwachsende Frau von tivation und den persönlichen Umgang mit Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeoder «Bekomme ich als Junge eine ebenso führt sind, die nur ein einziges Mal auf eine hübsche Freundin wie mein Kollege?» Seite mit pornografischen Darstellungen geJe nach Alter, Biografie und persönli- gangen sind, aus Versehen oder Neugierde. chen Erfahrungen erhalten aber auch die Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorpraktischen Fragen rund um die Sexuali- stellen, dass sich unter den übrigen 21 Protät (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zent Jugendliche befinden, die sich im Netz zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer regelmässig Pornos reinziehen, sich aber unter www.stadtpolizei.ch/praevention Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtsfür ihr Verhalten schämen und darum keine krankheiten) Bedeutung. Angaben machen wollten. Insofern sind die

Simone Spätig

Weitere Informationen

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Pornografie Cybermobbing im Internet

Cybermobbing Pornografie ➜ das kannst du dagegen tun! im Internet:

Falsche Informationen über eine Person im Internet verbreiten, peinliche Fotos verschicken, Fotos verändern und ins Netz stellen, eine Person ständig über E-Mail, im Chat oder in Communitys belästigen, bedrohen Das Schweizerische Weisse Kreuz ist im dieInternet Fachstelle Lebensschutz, oder gar erpressen und so fort. Auch sindfür nicht immer alle Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig nett zueinander. Man nennt diese Form, andere systematisch fertigzuund Michael behandelnKinder mit Jugendlichen Themen rund die machen, auchRecher Cybermobbing. und Jugendliche nutzen dieum Neuen Sexualität. Medien immer häufiger auch für solche fiesen Machenschaften.

➜ Über das Making-of reden

Kinder und Jugendliche waren früher auch nicht netter zueinander als heute, aber mit den neuen technischen Hilfsmitteln können sie mit einfachen Klicks grossen Schaden anrichten. Texte, Bilder und Filme können sehr schnell übers Internet verbreitet werden, und es ist kaum möglich, sie wieder daraus zu entfernen. Auch weiss niemand, wohin die Informationen weiterverschickt werden und wer was damit anstellt. Viele meinen auch, sie können, ohne erkannt zu werden, Gemeinheiten über andere verbreiten. Das Spätig Internet fördert diese feigen AttaSimone cken. Viele wissen aber gar nicht, dass man fast alles im Internet kann. Frau Spätig, Sexzurückverfolgen ist ein wichtiges Beleidigen, beschimpfen, drohen, erpresThema. Wie beschäftigen sich Jusen und falsche Informationen verbreiten gendliche damit? ist verboten und bei einer Anzeige werden die Täter auch meist gefunden. Im Sexualkundeunterricht erleben wir, dass sich die Fragen in vier Hauptbereiche auffächern lassen: Beziehung, «das erste Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben der Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der schrittweisen Zuwendung zu einem Wir können dir im Folgenden einigeGegenTipps über Ratschläge – das erfahren wir etwa im geschlechund geben, die dir helfen, gar tergetrennten – stehen nicht erst OpferGruppenaustausch von solchen fiesen Attacken aber primär Wenn persönliche Fragen zur eigenen zu werden. du doch gemobbt wirst, sexuellen zurmachen Diskussion. Einige zeigen wir Identität dir, was du solltest. davon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», «Werde ich als heranwachsende Frau von Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso hübsche Freundin wie mein Kollege?» Je nach Alter, Biografie und persönlichen Erfahrungen auch die Überlege dir genau,erhalten welche aber Informationen praktischen rund und welche Fragen Bilder du vonum dirdie im SexualiInternet tät (Anmache, Freundschaft, preisgibst. Je mehr Infos du ins Anleitungen Netz stellst, zu sexuellen Verhütung einer desto grösser Praktiken, ist auch die Angriffsfläche. Schwangerschaft, Schutzder vorAngebote, GeschlechtsPrüfe die Einstellungen die krankheiten) du nutzt: WerBedeutung. hat Einsicht in deine Profile?

Was kannst du tun?

➜ Schütze deine PrivatsphÄre von Anfang an

Bei den meisten Angeboten musst du selbst die Privatsphäre einrichten und dafür sorgen, dass nicht alle Informationen von dir öffentlich im Internet verfügbar sind. Gib deine E-Mail-Adresse und deinen Namen in Google ein und schaue, wo und welche Infos von dir im Netz auftauchen. Denke auch immer daran, dass die Bilder und Infos auch kopiert, verfremdet und weiter verbreitet werden können und du keine Kontrolle mehr darüber ausüben kannst.

Michael Recher

➜ Gib niemandem dein Passwort preis

Herr Recher, der Schritt zum Computer scheint heute nicht weit. Konsumieren viele Jugendliche Pornografie im Internet?

Wenn jemand dein Passwort hat, kann er oder sie inPraktisch deinem Namen und unterindeiEs stimmt: alle Jugendlichen der nem Internetauftritt auch Unsinnim anstellen, Schweiz halten sich regelmässig Internet auch andere mobben. «Bravo-Studie» Darum gilt es, sein auf. Laut der aktuellen hatPasswort wieProzent den eigenen Hausschlüssel ten schon 42 der Elf- bis 13-Jährigen zu betrachten und es niemandem zu geben, Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ auch deiner Freundin / deinemWenn besJährigen sindbesten es bereits 79 Prozent. ten Freund nicht. «man» weiss, dass es im Internet gratis, anFreundschaften können zerbrechen, undzum mit onym und unverbindlich Informationen deinem Sex Passwort andere in deinem Thema gibt, können ist es naheliegend, dass Namen im Netz Informationen diese Quelle gecheckt wird. Dieverbreiten. Studien saEs empfiehlt sichüber auch, Passwort regel­ gen aber nichts diedas Häufigkeit, die Momässig und zu wechseln, so sinktUmgang das Risiko, tivation den persönlichen mit dassInhalten sich jemand im Internet den aus. deine Es istIdentität gut möglich, dass aneignen bei den 79kann. Prozent auch Jugendliche aufgeführt sind, die nur ein einziges Mal auf eine Seite mit pornografischen Darstellungen gegangen sind, aus Versehen oder Neugierde. Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, dass sich unter den übrigen 21 Prozent Jugendliche befinden, die sich im Netz regelmässig Pornos reinziehen, sich aber für ihr Verhalten schämen und darum keine Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Pornografie im Internet Cybermobbing

Pornografie im Internet: ➜ Reagiere nicht auf Attacken

schaften anderen grossen Schaden zufügen und du machst dich unter Umständen auch strafbar. Solche fiesen Attacken sind nicht cool und auch nicht harmlos. Es ist auch keine Entschuldigung, dass es andere auch machen. Im Gegenteil, es gehören Mut und Selbstvertrauen dazu, nicht mitzumachen und auch erwachsene Vertrauenspersonen zu informieren, wenn du von Opfern und von weisst. istCybermobbing-Vorfällen die Fachstelle für Lebensschutz,

Wenn dich jemand in der Community, im Chat oder über das Handy belästigt, antworte nicht darauf. Wenn du auf Angriffe von Unbekannten reagierst, bietet dies dem AnDas Schweizerische Weisse Kreuz greifer nur weitere Angriffsflächen. Wenn du Die Sexualpädagogen Simone Spätig Sexualethik und Beziehungsfragen. solche feigen Attacken ignorierst, und Michael Rechereinfach behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die verliert der Täter schnell das Interesse. Sexualität. Wähle deshalb auch nur Anbieter, die dir ermöglichen, unerwünschte Kontakte zu ignorieren und zu blockieren.

➜ Über das Making-of reden

Mitwisser sollten nicht schweigen!

Was kann ich tun, wenn ich gemobbt werde? Wenn du über längere Zeit von mehreren Personen attackierst wirst, falsche Informationen über dich verbreitet, gefälschte Profile dir erstellt oder peinliche Bilder Simonevon Spätig verbreitet werden, solltest du reagieren. Je schneller, desto Sex besser. alle InforFrau Spätig, istSammle ein wichtiges mationen der Angriffe und mache Kopien. Thema. Wie beschäftigen sich JuDies kann später allenfalls zu Beweiszwegendliche damit? cken verwendet werden. Wende dich an eine erwachsene Vertrauensperson, die Im Sexualkundeunterricht erleben wir, dass dir Zusammen könnt ihr dann sichhelfen die kann. Fragen in vier Hauptbereiche entscheiden, ob eine Anzeige bei der erste Poliauffächern lassen: Beziehung, «das zei gemacht werden soll oder nicht.Neben Wenn Mal», Verhütung und Sexstellungen. die schlimm sind, Polider Attacken Auseinandersetzung mitkann der die eigenen zei nach der einer Anzeigevon beizuden MobilfunkZukunft, Ablösung Hause und der betreibern und bei den Internetprovidern schrittweisen Zuwendung zu einem Gegendie des oder Täter feststellen überIdentität – das erfahren wirder etwa im geschlechlassen. tergetrennten Gruppenaustausch – stehen aber primär persönliche Fragen zur eigenen sexuellen Identität zur Diskussion. Einige davon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», «Werde ich als heranwachsende Frau von Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso hübsche Freundin wie mein Kollege?» Je nach Alter, Biografie und persönlichen Erfahrungen erhalten aber die Wenn du selbst andere über dasauch Internet praktischen Fragenund rund um diehast Sexualigeplagt, attackiert belästigt oder tät (Anmache, Freundschaft, Anleitungen sogar peinliche oder verfremdete Bilder herzu sexuellen Praktiken, Verhütung einer gestellt und verbreitet hast, ist es höchste Schwangerschaft, Schutz Zeit, damit aufzuhören. Wievor wirGeschlechtsoben ausgekrankheiten) Bedeutung. führt haben, kannst du mit solchen Machen-

Und wenn ich mich selbst an Cybermobbing beteiligt habe?

Auch wenn du «nur» von solchen Angriffen weisst, selbst aber nicht mitmachst, solltest du etwas tun. Cybermobbing lebt oft von sogenannten stillschweigenden Mitwissern. Versetze dich in die Rolle des Opfers, das sich nicht wehren kann und (vermeintlich) anonymen Angriffen ausgeliefert ist. Würdest du nicht auch wollen, dass jemand für dich einspringt und dir hilft? Suche das Gespräch mit deinen Kolleginnen und KolleMichael Recher gen, von denen du weisst, dass sie andere mobben, und informiere deine Eltern die Herr Recher, der Schritt zumoder ComLehrerinnen und Lehrer, wenn du die Täteputer scheint heute nicht weit. rinnen und Täter nicht überzeugen kannst, Konsumieren viele Jugendliche dass Mobben nur feige und gemein ist. Das Pornografie im Internet? hat nichts mit Verrat zu tun, sondern mit Mut und Zivilcourage! Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der Schweiz halten sich regelmässig im Internet Quelle: Schweizerische Kriminalprävention, auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatwww.skppsc.ch ten schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn «man» weiss, dass es im Internet gratis, anonym und unverbindlich Informationen zum Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass diese Quelle gecheckt wird. Die Studien sagen aber nichts über die Häufigkeit, die Motivation und den persönlichen Umgang mit den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeführt sind, die nur ein einziges Mal auf eine Seite mit pornografischen Darstellungen gegangen sind, aus Versehen oder Neugierde. Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, dass sich unter den übrigen 21 Prozent Jugendliche befinden, die sich im Netz regelmässig Pornos reinziehen, sich aber für ihr Verhalten schämen und darum keine Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Pornografie Viel unterwegs – wenige Spuren im Internet

Pornografie Jessica, 30, im Internet:

➜ ist seit vielen Jahren begeisterte Internetnutzerin. Sie hat früher viel gechattet, führte einen Blog und ist jetzt vor allem auf Facebook (FB) und Twitter aktiv. Trotzdem: Sucht man sie via Google, findet man nur wenige Spuren. In einem Skype-Interview ist sie uns Rede Dasund Schweizerische Weisse Kreuz ist die Fachstelle für Lebensschutz, Antwort gestanden. Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig und Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die Sexualität.

➜ Über das Making-of reden

Simone Spätig

Michael Recher

Frau Spätig, Sex ist ein wichtiges Thema. Wie beschäftigen sich Jugendliche damit?

Herr Recher, der Schritt zum Computer scheint heute nicht weit. Konsumieren viele Jugendliche Pornografie im Internet?

Im Sexualkundeunterricht erleben wir, dass sich die Fragen in vier Hauptbereiche Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der auffächern lassen: Beziehung, «das erste Schweiz halten sich regelmässig im Internet Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatder Auseinandersetzung mit der eigenen ten schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ schrittweisen Zuwendung zu einem Gegen- Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn über – das erfahren wir etwa im geschlech- «man» weiss, dass es im Internet gratis, antergetrennten Gruppenaustausch – stehen onym und unverbindlich Informationen zum aber primär persönliche Fragen zur eigenen Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass sexuellen Identität zur Diskussion. Einige diese Quelle gecheckt wird. Die Studien sadavon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», gen aber nichts über die Häufigkeit, die Mo«Werde ich als heranwachsende Frau von tivation und Stelle keine persönlichen Informationen online, dieden du persönlichen nicht auch Umgang mit Mädchen (Konkurrenzkampf) und Gegenüber Jungs dengeben Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass im Gespräch mit einem direkten würdest: (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» beiund denFremden 79 Prozent auch Jugendliche aufgeAuch online machst du zwischen Freunden Unterschiede. oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso führt sind, die nur ein einziges Mal auf eine hübsche Freundin wiedaran: mein Kollege?» Seite mit pornografischen Darstellungen geDenke immer Was du ins Netz gibst, bleibt irgendwo hängen – Jeüberlege nach Alter, Biografie und persönligangen sind, aus in Versehen oder Neugierde. dir also immer genau, was du von dir preisgibst, zehn Jahren chen Erfahrungen erhalten aber auch die Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorkönnte es auf dich zurückfallen. praktischen Fragen rund um die Sexuali- stellen, dass sich unter den übrigen 21 Protät (Anmache, Freundschaft, AnleitungenWenn zent befinden, die sich im Netz Höre immer auf dein Bauchgefühl: duJugendliche dich bei einem OnlinezuGespräch sexuellenplötzlich Praktiken, Verhütung einer regelmässig Pornos reinziehen, sich aber nicht mehr wohlfühlst, dann beende es einfach. Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechts- für ihr Verhalten schämen und darum keine Du darfst dies jederzeit tun. krankheiten) Bedeutung. Angaben machen wollten. Insofern sind die

Tipps für Kinder und Jugendliche

Sicher surfen / Gefahren im Internet Sicher surfen / Gefahren im Internet 24 17


Pornografie im Internet Viel unterwegs – wenige Spuren

Pornografie im Internet:

➜ Wir publizieren das Interview eins zu eins so, wie es sich im Skype abgespielt hat – inklusive Smileys, Abkürzungen und Verschreiber. Diese Interview-Form bringt es auch mit sich, dass Fragen und Antworten nicht immer in einer logischen Reihenfolge aufgelistet sind respektive sich überschneiden.

➜ Über das Making-of reden

Das Schweizerische Weisse Kreuz ist die Fachstelle für Lebensschutz, Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig und Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die Interview Seite 1/ 6 Sexualität.

[14:51:47]­­­ Lucilia Hallo Jessica – den Nachnamen soll ich weglassen – warum? [14:52:59]­­­ Jessica weil ich die Empfänger der Broschüre nicht kenne und deshalb lieber anonym bleiben möchte [14:53:55]­­­ Lucilia Wovor fürchtest du dich denn? [14:54:16]­­­ Lucilia resp. hast du schon schlechte Erfahrungen gemacht? [14:5:15]­­­ Jessica ich habe noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, gerade weil ich eher vorsichtig bin mit dem Verteilen persönlicher Daten im Netz [14:56:03]­­­ Lucilia okay. Du bist aber recht aktiv im Netz … wo sonst noch? Simone Spätig unterwegs: Twitter, FacebookMichael Recher Und wie intensiv? [14:56:28]­­­ Jessica Sex es istist nicht dass ich das Herr Internet ganz streng Frau Spätig, einso, wichtiges Recher, der Schritt zum Comvom «analogen Leben» trenne, aber wenn ich Thema. Wie beschäftigen sich Ju- puter scheint heute nicht weit. den Empfänger meiner Nachrichten nicht kenne,viele Jugendliche gendliche damit? Konsumieren dann bin ich sehr vorsichtig Pornografie im Internet? [14:57:27]­­­ Jessica ich nutzeerleben alle möglichen Im Sexualkundeunterricht wir, dassFormen der Online… Habe eben Facebooksich die FragenKommunikation in vier Hauptbereiche Esein stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der profil, ein Profil «das auf weiteren network auffächern lassen: Beziehung, erste social Schweiz haltenSeiten sich regelmässig im Internet Jessica und aberSexstellungen. bin immer darauf bedacht, Mal», Verhütung Neben auf. Laut der aktuellen [14:58:03]­­­ «Bravo-Studie» hatdie Einstellungen so zu halten, ich der Auseinandersetzung mit der eigenen tendass schon 42weiss, Prozent der Elf- bis 13-Jährigen wer was von mir sehen und lesen kann Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ [14:58:41]­­­ Jessica ich habezu auch schon regelmässig gebloggt, schrittweisen Zuwendung einem GegenJährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn selber gepostet und andere «man» Blogs kommentiert über – das erfahren wir etwa im geschlechweiss, dass es im Internet gratis, anLuciliaGruppenaustausch Nun hast du aber– deinen auf und Eis gelegt. tergetrennten stehenBlog onym unverbindlich[14:58:57]­­­ Informationen zum Warum? aber primär persönliche Fragen zur eigenen Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass [14:59:06]­­­ Jessica binzur in Chatrooms gewesen und sexuellen Identität Diskussion.unterwegs Einige diese Quelle gecheckt wird. Die Studien salese tweets, mich interessieren davon lauten: «Wie attraktivdiebin ich?», gen aber nichts über die Häufigkeit, die Mo[14:59:45]­­­ ich habe gemerkt, dass sich tivation das Interesse «Werde Jessica ich als heranwachsende Frau von und den persönlichen Umgang mit der Onliner eher von den relativ aufwändig Mädchen (Konkurrenzkampf) undweg Jungs den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass gestalteten Blogs hin zu kürzeren (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» bei denInformationen 79 Prozent auch Jugendliche aufgehin als verschiebt oder «Bekomme ich Junge eine ebenso führt sind, die nur ein einziges Mal auf eine [15:00:00]­­­ sich nicht mehr extra hübscheJessica Freundindie wieLeute mein laden Kollege?» Seite mit pornografischen Darstellungen geeine Blogseite den Browser Je nach Alter, Biografie und inpersönligangen sind, aus Versehen oder Neugierde. chen Erfahrungen erhalten aber auch die Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorpraktischen Fragen rund um die Sexuali- stellen, dass sich unter den übrigen 21 Protät (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zent Jugendliche befinden, die sich im Netz zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer regelmässig Pornos reinziehen, sich aber Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechts- für ihr Verhalten schämen und darum keine krankheiten) Bedeutung. Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Pornografie im Internet: Interview Seite 2/ 6

➜ Über das Making-of reden

Das Schweizerische Jessica stattdessen Weisse wollenKreuz sie die ist geballte die Fachstelle Ladung für[15:00:29]­­­ Lebensschutz, Kurzinfos zusammengefasst zum Beispiel via Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig Twitter oder eben übermit F Jugendlichen Themen rund um die und Michael Recher behandeln [15:00:30]­­­ Jessica B Sexualität. [15:00:32]­­­ Jessica [15:00:54]­­­ Lucilia hmm … aber wirklich viel sieht man nicht von Dir auf Facebook. Also bist du vor allem am «zwitschern»? [15:05:52]­­­ Jessica Ich habe nicht mehr so viel Freizeit und bin am Schaffen auch ständig online, dann habe ich abends gar nicht mehr so grosse Lust, mich noch auf FB und Co. rumzutreiben [15:06:06]­­­ Jessica meistens logge ich mich nur noch kurz ein und schaue, ob es was Neues gibt Jessica oder ich höre von anderen «hast du gesehen …» [15:06:20]­­­ und dann schau ich nach [15:06:24]­­­ Lucilia also bist du im Moment eher eine Konsumentin? [15:06:30]­­­ SimoneJessica Spätig genau Michael Recher [15:06:34]­­­ Lucilia schade! [15:06:40]­­­ Jessica Sex nee, ist ist ok Frau Spätig, ein wichtiges Herr Recher, der Schritt zum Com[15:07:03]­­­ Lucilia für dich schon, für deine Blog-Leserschaft nicht Thema. Wie beschäftigen sich Ju- puter scheint heute nicht weit. [15:07:30]­­­ Jessica die hat ja eine Menge Alternativen ;_) gendliche damit? Konsumieren viele Jugendliche [15:07:45]­­­ Jessica ich weiss nicht, ob das interessant ist: Pornografie im Internet? [15:08:25]­­­ Jessica als ich das Chatten habe, Im Sexualkundeunterricht erleben wir, kennengelernt dass älter als die heutigen Jugendsich die Fragenwar in ich vierschon Hauptbereiche Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der lichen, die sicher schon chatten auffächern lassen: Beziehung, «das erstefrüher Schweiz halten sich regelmässig im Internet Jessica und ich Sexstellungen. war jedenfalls knapp Mal», Verhütung Neben16 und auf. voll Lautbegeistert der aktuellen [15:08:34]­­­ «Bravo-Studie» hat[15:08:54]­­­ Jessica habe oft mit und der lange in Chatrooms getalked der Auseinandersetzung eigenen ten schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Lucilia was von hastzu duHause in Chats evtl. mit?Pornografie.[15:08:56]­­­ Zukunft, der Ablösung und gesucht? der Kontakt Bei den 14­ bis 17­ [15:09:07]­­­ schrittweisen Zuwendung zu einemnicht Gegen- Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn Jessica nein, überhaupt [15:09:30]­­­ über – das erfahren im geschlech«man» weiss, dass es im Internet gratis, anJessica es wir waretwa einfach spannend, sich via Tastatur tergetrennten Gruppenaustausch stehen onym und unverbindlich Informationen zum mit jemandem zu– unterhalten aber primär persönliche Fragen zur eigenen Thema Sex gibt, ist es[15:09:31]­­­ naheliegend, dass Lucilia also keine uncoolen Chat-Begegnungen sexuellen Identität Diskussion. Einige diese Quelle gecheckt wird. Die Studien saim zur realen Leben gehabt? davon lauten: attraktiv bin ich?», gen aber nichts über die[15:09:33]­­­ Häufigkeit, die MoJessica «Wie das war total neu [15:09:57]­­­ «Werde Jessica ich als heranwachsende Frau von ichtivation und Umgang mit aber schon damals hatte teilweise einden persönlichen Mädchen (Konkurrenzkampf) und dass Jungs Verständnis dafür, es nicht gut sein den nur Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» kann, und dass man auch vorsichtig sollte …auch Jugendliche aufgebei densein 79 Prozent [15:10:29]­­­ oder «Bekomme Junge eine ebenso Jessica ich ich als habe tatsächlich auch Chatpartner führt sind, gehabt, die nur ein einziges Mal auf eine hübsche Freundinda wiebin mein ich Kollege?» heute froh, dass ich mich zu Seite mitnicht pornografischen Darstellungen geJe nach Alter, Biografie undhabe persönlieinem Treffen bewegengangen lassen!sind, aberaus eben: Versehen oder Neugierde. chen Erfahrungenich erhalten aberimmer auch vorsichtig die Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorwar schon praktischen Fragen rund um die Sexuali- stellen, dass sich unter den übrigen 21 Protät (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zent Jugendliche befinden, die sich im Netz zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer regelmässig Pornos reinziehen, sich aber Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechts- für ihr Verhalten schämen und darum keine krankheiten) Bedeutung. Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Pornografie im Internet: Interview Seite 3/ 6

➜ Über das Making-of reden

Das Schweizerische Lucilia wirklich nie? Weisse WarstKreuz du nicht istneugierig??? die Fachstelle für[15:11:09]­­­ Lebensschutz, [15:11:10]­­­ Jessicaund undBeziehungsfragen. ich hoffe, dass auch die Jungen Sexualethik Dieheutigen Sexualpädagogen Simone Spätig auf dieses Bauchgefühlmit hören und sich nicht Themen zu und Michael Recher behandeln Jugendlichen rund um die etwas überreden (oder überschreiben :-]­­­) lassen, Sexualität. wobei sie sich nicht gut fühlen [15:12:31]­­­ Jessica ich habe schon Leute getroffen, die ich im Chat kennengelernt habe, aber nur, wenn ich diese schon länger virtuell gekannt habe [15:12:55]­­­ Jessica zufürsten Treffen habe ich einmal eine Freundin mitgenommen Jessica heute ist diese so getroffene Person einer meiner [15:13:09]­­­ besten Freunde [15:13:28]­­­ Jessica mit dem ich heute auch noch maile, talke ( = im googletalk via Internet oder Handy), skyle [15:13:32]­­­ Jessica skype [15:13:33]­­­ Jessica meinte ich [15:13:34]­­­ Jessica Simone Spätig Lucilia und negative Erfahrungen hast Michael du nieRecher gemacht? [15:13:51]­­­ Dass Dir irgendwer was vorgegaukelt hat oder so? [15:13:56]­­­ Lucilia Sex ist ein wichtiges Herr Recher, der Schritt Frau Spätig, zum Com[15:13:58]­­­ Jessica ne Thema. Wie beschäftigen sich Ju- puter scheint heute nicht weit. [15:14:01]­­­ Lucilia wow gendliche damit? Konsumieren viele Jugendliche [15:14:03]­­­ Jessica zum glück nicht Pornografie im Internet? [15:14:03]­­­ Jessica Im Sexualkundeunterricht erleben wir, dass sich die Lucilia Fragendas in klingt vier ja Hauptbereiche alles irgendwie extrem Es stimmt: vernünftig Praktisch alle[15:14:12]­­­ Jugendlichen in der auffächern lassen: Beziehung, «das erste Schweiz halten sich regelmässig Jessica aber da haben meine Sensoren wohl einfach [15:14:16]­­­im Internet Mal», Verhütung und Neben auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatgut Sexstellungen. funktioniert der Auseinandersetzung mit der eigenen ten schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Jessica ist es auch [15:14:21]­­­ Zukunft,Jessica der Ablösung von zuist Hause und der Kontakt mit Pornografie.[15:15:14]­­­ Bei den 14­ bis 17­ eigentlich das online-Kommunizieren schrittweisen Zuwendung zu einemalGegen- Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn unspektakulärer, über – das erfahren etwa im geschlech- «man» weiss, dass es im Internet gratis, anLucilia Beiwir deinem Internet-Einstieg gabs aber auch [15:15:18]­­­ tergetrennten Gruppenaustausch – stehen onym und unverbindlich Informationen zum noch nicht so Sachen wie Facebook und Co. aber primär persönliche Fragen zurdiesen eigenen Thema Sex gibt, ist es[15:15:52]­­­ naheliegend, dass Jessica nein, da gab es Swisstalk sexuellen Identität zur der Diskussion. Einige diese Quelle gecheckt wird. Die Studien sa(hiess glaub) und halt Emails davon lauten: attraktiv bin ich?», gen aber nichts über die[15:16:16]­­­ Häufigkeit, die MoLucilia «Wie du bist ein ziemlicher Internet-Fan, oder? «Werde Jessica ich als heranwachsende Frau vonInternetgänger tivation und den persönlichen Umgang mit jedenfalls für «normale» [15:16:18]­­­ Mädchen (Konkurrenzkampf) und das Jungs Jessica schon – ich finde, Internet einem deneröffnet Inhalten aus. Es ist[15:16:45]­­­ gut möglich, dass (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» viele Möglichkeiten, die es früher nicht gab bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeoder «Bekomme Junge eine ebensozugreifen Jessica ich ich als kann auf Neuigkeiten wie die nur ein einziges [15:17:00]­­­ führt sind, Mal auf eine hübsche Freundinauf wiealtes meinWissen Kollege?» Seite mit pornografischen Darstellungen geJe nach Alter, Biografie und persönli- gangen sind, aus Versehen oder Neugierde. chen Erfahrungen erhalten aber auch die Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorpraktischen Fragen rund um die Sexuali- stellen, dass sich unter den übrigen 21 Protät (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zent Jugendliche befinden, die sich im Netz zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer regelmässig Pornos reinziehen, sich aber Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechts- für ihr Verhalten schämen und darum keine krankheiten) Bedeutung. Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Pornografie im Internet: Interview Seite 4/ 6

➜ Über das Making-of reden

Das Schweizerische Jessica man muss Weisse einfach Kreuz genau wissen, ist diewie Fachstelle man für[15:17:27]­­­ Lebensschutz, sich sicher unter all diesenDie Informationen und Sexualethik und Beziehungsfragen. Sexualpädagogen Simone Spätig Menschen virtuell bewegt und Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die Lucilia und wo siehst du die Nachteile? [15:17:43]­­­ Sexualität. welche Entwicklungen im Netz findest du nicht so toll? Jessica im falschen Umgang mit dem Netz, [15:18:51]­­­ will heissen mit unüberlegtem Verteilen von persönlichen INformationen Jessica und im Vernetzungspotential von Kriminellen [15:19:10]­­­ Lucilia also ist nicht das Internet das Problem, [15:19:24]­­­ sondern der User? Jessica definitiv [15:19:29]­­­ Lucilia hmm … [15:19:34]­­­ Jessica eigentlich müsste man in der Schule schon lernen, [15:19:55]­­­ wie man mit Medien und mit dem Internet im Speziellen umzugehen hat [15:20:34]­­­ SimoneJessica Spätig dann wird das Internet für «Heimlifeisse» Michael Recher bis fiese Betrüger und noch gefährlichere Menschen mehr interessant Frau Spätig, Sex ist einnicht wichtiges Herr Recher, der Schritt zum ComLucilia aber hei, jetzt mal ehrlich? Findet von Dir heute [15:22:30]­­­ Thema. Wie beschäftigen sich Ju- puterman scheint nicht weit. keine «Leichen» im Internet? gendliche damit? Konsumieren viele Jugendliche Hast Du dir nie einen Fauxpas erlaubt? Pornografie im Internet? Lucilia Im Sexualkundeunterricht erleben wir, dass [15:22:42]­­­ sich dieJessica Fragensorry, in vier he Hauptbereiche Es stimmt: Praktisch alle[15:22:47]­­­ Jugendlichen in der auffächern lassen: Beziehung, «das an, erste Schweiz halten sich regelmässig [15:22:57]­­­im Internet Jessica kommt immer drauf Mal», Verhütung und Neben wasSexstellungen. einem schon zu viel ist auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatder Auseinandersetzung der eigenen ten schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen [15:23:16]­­­ Jessica in meinenmit aktiven Bloggerzeiten habe ich Zukunft, der Ablösung von zuDinge Hauseüber undmich der geschrieben, Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ bestimmt schrittweisen Zuwendung zu einem Jährigen sind sind es bereits 79 Prozent. Wenn die anderen schonGegenviel zu persönlich über – das erfahren wir etwa «man»machen weiss, dass es im Internet gratis, anLucilia nichts, dassimdugeschlechgerne rückgängig [15:23:27]­­­ tergetrennten Gruppenaustausch – stehen unverbindlich Informationen zum möchtest? Man sagt ja: «wasonym man und ins Netz stellt, aber primär persönliche Fragen zur eigenen Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass bleibt ewig drin» sexuellen Identität zur Diskussion. Einige dieseschon Quellegeahnt gecheckt wird. Die Studien saJessica genau, aber das habe ich früher [15:23:43]­­­ davon lauten: «Wie attraktiv ich?», nichts über und dessen binbin ich mir heutegen um aber so bewusster …die Häufigkeit, die Mo«Werde ich als heranwachsende von gegooglet! tivation und den persönlichen Umgang mit Lucilia Hab dich geradeFrau mal rasch [15:24:29]­­­ MädchenLucilia (Konkurrenzkampf) Jungs Inhalten aus. Es ist[15:25:00]­­­ gut möglich, dass du hinterlässt und wirklich wenigden Spuren! (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» bei den 79 Prozent auch[15:25:05]­­­ Jugendliche aufgeLucilia oder «Bekomme als Junge eine ebenso führt sind, die nur Mal auf eine [15:25:26]­­­ Lucilia ich Verrätst du mir – als nicht Twitter-Kennerin – ein einziges hübsche Freundindeinen wie mein Kollege?» Seite mit pornografischen Darstellungen geaktuellen Status? Je nachLucilia Alter, Biografie und man persönligangen sind, aus Versehen oder Neugierde. [15:25:34]­­­ (oder wie sagt dem) chen Erfahrungen erhalten aber auch die Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorpraktischen Fragen rund um die Sexuali- stellen, dass sich unter den übrigen 21 Protät (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zent Jugendliche befinden, die sich im Netz zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer regelmässig Pornos reinziehen, sich aber Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechts- für ihr Verhalten schämen und darum keine krankheiten) Bedeutung. Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Pornografie im Internet: Interview Seite 5/ 6

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Das Schweizerische Weisse Kreuz Arbeit, ist diedie Fachstelle für[15:25:38]­­­ Lebensschutz, Jessica höchstens eine schlechte ich an derBeziehungsfragen. Uni mal abgegeben habe, die der Prof. Sexualethik und Die und Sexualpädagogen Simone Spätig dann online gestellt hatmit – diese findet man, wenn und Michael Recher behandeln Jugendlichen Themen rund um die man mich googelt – das finde ich blöd Sexualität. Jessica [15:25:38]­­­ [15:26:09]­­­ Jessica es ist meiner Meinung nach Ehrensache, dass man keine Sachen anderer ins Netz stellt, ohne dessen Erlaubnis zu haben Jessica ja, ich habe gerade letztens aufgeräumt: [15:27:34]­­­ einige inaktive Profile in Foren und lahmen social networks löschen lassen – jetzt findet man mich noch weniger beim Googelln Jessica ich war aber übrigens erstaunt, wie schwierig [15:28:12]­­­ es teilweise war, diese (wirklich leeren und inaktiven) Profile löschen zu lassen! eben: ich ich muss nur schnell nachschauen, was mein letzter Tweet war SimoneJessica Spätig na toll Michael Recher [15:29:26]­­­ Lucilia bin gespannt! [15:29:28]­­­ Lucilia Sex was ist denn? Frau Spätig, ein wichtiges Herr Recher, der Schritt zum Com[15:29:32]­­­ Jessica jetzt hat mich mein Browser vor lauter [15:29:42]­­­ Thema. Wie beschäftigen sich Ju- puter scheint heute nicht weit. Sicherheitseinstellungen nichtKonsumieren einloggen lassen viele Jugendliche gendliche damit? [15:30:15]­­­ Lucilia super!!! Pornografie im Internet? [15:31:16]­­­ Im Sexualkundeunterricht wir, dass Jessica also: ich erleben habe Werbung für einen Blog eines sich die FragenFreundes in vier gemacht Hauptbereiche Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der [15:31:36]­­­im Internet auffächern lassen: Beziehung, «das Schweiz halten sich regelmässig Jessica «Über den Inhalt dererste Menschheit: Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatwww. remonstration.ch» [15:32:24]­­­ der Auseinandersetzung tenlesen schon Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Lucilia also wirdmit mander voneigenen dir nie was im42 Sinn Zukunft, der Ablösung von zugerade Hause und derKüche Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ von «sitze in der und trinke einen schrittweisen Zuwendung zu einem Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn Jasmintee» – oderGegenso ähnlich? über – das erfahren wir– etwa im geschlech«man» weiss, dass es im Internet gratis, an[15:32:48]­­­ Jessica nein das interessiert mich von anderen tergetrennten Gruppenaustausch – stehen onym und unverbindlich Informationen zum auch nicht, was die jetzt gerade trinken aber primär persönliche Fragen zurpolitisch eigenen oder Thema Sex gibt, ist es[15:32:55]­­­ naheliegend, dass Jessica ich twittere eher halt einfach sexuellen Identität zur Diskussion. Einige die diese Quelle gecheckt «interessante Neuigkeiten», aber selten direkt wird. Die Studien sadavon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», gen aber nichts über die Häufigkeit, die Momit mir zu tun haben «Werde ich als heranwachsende von tivation und Ersatz den persönlichen Umgang mit [15:33:35]­­­ Lucilia sorry, aber dann Frau ist also Twitter def. kein Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass für Deinen Blog! (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» bei den 79 Prozent auch[15:34:01]­­­ Jugendliche aufgeJessica nein, obwohl ich da auch einen Wandel oder «Bekomme ich Junge eine führt sind,hatte die nur ein einziges Mal auf eine vonals persönlich zu ebenso politisch vollzogen hübscheJessica Freundin wie mein Kollege?» Seite mit pornografischen Darstellungen ge[15:34:02]­­­ Je nach Alter, Biografie und persönlimeine Leserschaft weiss dasgangen sind, aus Versehen oder Neugierde. chen Erfahrungen erhalten aber auch die Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorpraktischen Fragen rund um die Sexuali- stellen, dass sich unter den übrigen 21 Protät (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zent Jugendliche befinden, die sich im Netz zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer regelmässig Pornos reinziehen, sich aber Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechts- für ihr Verhalten schämen und darum keine krankheiten) Bedeutung. Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Pornografie im Internet: Interview Seite 6/ 6

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Das Schweizerische Lebensschutz, Lucilia Touché Weisse Kreuz ist die Fachstelle für[[15:35:15]­­­ Jessicaund Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen [15:35:24]­­­ Sexualethik Simone Spätig [15:36:12]­­­ und Michael mitund Jugendlichen rund um die Lucilia Recher wer also behandeln in Zukunft Fotos persönliche – Themen nicht politische – Statements von Dir geniessen Sexualität. will, muss sich schon im «real life» mit Dir treffen? Jessica oder auf FB mit mir befreundet sein [15:36:25]­­­ und im «real life» so gut mit mir befreundet sein, dass er/sie in die Gruppe fällt, die Fotos und Co. sehen dürfen Jessica ich habe «Freunde» und Freunde auf FB [15:37:27]­­­ Jessica so wie im echten Leben, erzähle ich auch [15:37:38]­­­ nicht allen gleich alles Lucilia okay, dann danke aber, [15:38:19]­­­ dass Du hier mitgemacht hast! [15:38:28]­­­ Jessica naja [15:38:50]­­­ Jessica irgendwie bin ich wohl nicht sooo der spektakulärste inti-partner he :_) [15:39:02]­­­ SimoneJessica Spätig halt zu vorsichtig Michael Recher [15:39:15]­­­ Lucilia na so ein bisschen Sex und Crime und so Frau Spätig, Sex wichtiges Herr Recher, der Schritt zum Comhätteist mirein schon gepasst [15:39:37]­­­ aber die Welt schreit auch puter nach Vorbildern! Thema.Lucilia Wie beschäftigen sich ja Juscheint heute nicht weit.

gendliche damit? Im Sexualkundeunterricht erleben wir, dass sich die Fragen in vier Hauptbereiche auffächern lassen: Beziehung, «das erste Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben der Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der schrittweisen Zuwendung zu einem Gegenüber – das erfahren wir etwa im geschlechtergetrennten Gruppenaustausch – stehen aber primär persönliche Fragen zur eigenen sexuellen Identität zur Diskussion. Einige davon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», «Werde ich als heranwachsende Frau von Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso hübsche Freundin wie mein Kollege?» Je nach Alter, Biografie und persönlichen Erfahrungen erhalten aber auch die praktischen Fragen rund um die Sexualität (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtskrankheiten) Bedeutung.

Konsumieren viele Jugendliche Pornografie im Internet? Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der Schweiz halten sich regelmässig im Internet auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatten schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn «man» weiss, dass es im Internet gratis, anonym und unverbindlich Informationen zum Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass diese Quelle gecheckt wird. Die Studien sagen aber nichts über die Häufigkeit, die Motivation und den persönlichen Umgang mit den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeführt sind, die nur ein einziges Mal auf eine Seite mit pornografischen Darstellungen gegangen sind, aus Versehen oder Neugierde. Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, dass sich unter den übrigen 21 Prozent Jugendliche befinden, die sich im Netz regelmässig Pornos reinziehen, sich aber für ihr Verhalten schämen und darum keine Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Facebook

Pornografie im Internet

Herausforderung Pornografie im Internet: Facebook ➜ Über das Making-of reden

Facebook ist in aller Munde. Was im Jahr 2003 von Gründer Mark Zuckerberg lanciert wurde, ist für den Business-to-Business-Bereich zu einem Das Schweizerische Weisse geworden, Kreuz ist die für Lebensschutz, lukrativen Geschäftsmodell fürFachstelle Familien hingegen zu einer Sexualethik und Beziehungsfragen. Sexualpädagogen Simone Spätig grossen Herausforderung. Kids sindDie täglich im Internet und stellen oftund Michael Recher behandeln mit und Jugendlichen rund die um die mals, ohne nachzudenken, Bilder Daten aufThemen Facebook, Sexualität. «dumm» dastehen lassen, oder es werden Menschen via Betroffenen Chat beschimpft. Das Internet vergisst nichts: Was veröffentlicht wurde, ist für immer draussen. Das Besondere: Die Kids kommunizieren meist mit denselben Kollegen, die sie sowieso schon täglich sehen.

➜ Interview Christliche-Lebensberatung.ch (CL) mit Simon Lerch (SL) von Levada CL: Welchen Gefahren und Risiken sind die Kids ausgesetzt? Simone Spätig

Frau Spätig, Sex ist ein wichtiges Thema. Wie beschäftigen sich Jugendliche damit? Im Sexualkundeunterricht erleben wir, dass sich die Fragen in vier Hauptbereiche auffächern lassen: Beziehung, «das erste Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben der Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der schrittweisen zu einem GegenSimon Lerch,Zuwendung Familiencoach, über – das erfahren wir etwa im geschlechSupervisor/Organisationsberater i. A. tergetrennten Gruppenaustausch – stehen aber primär persönliche zur eigenen CL: Simon Lerch, Fragen wo liegen die sexuellen Identität zur Diskussion. Einige Herausforderungen von Facebook davon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», für Familien? «Werde ich als heranwachsende Frau von Mädchen und Medien Jungs SL: Für die (Konkurrenzkampf) Eltern können die Neuen (potenzielle wahrgenommen?» dadurch eineLiebhaber) Herausforderung darstellen, oder «Bekomme ichnicht als Junge eineteilweise ebenso dass sie sich damit oder nur hübsche Freundin wie mein Kollege?»sind. auskennen und deshalb überfordert Je nach Alter, Biografie und persönliAndererseits können sich aber genau durch chen Plattformen Erfahrungengute erhalten aber auch die diese Gelegenheiten ergepraktischen um die ben, mit den Fragen Kindernrund Umgang und SexualiRegeln, tätB.(Anmache, Freundschaft, Anleitungen z. auf Facebook, zu thematisieren. Kinder zu sexuellen Praktiken, Verhütung gehen immer früher ins Internet und einer sind Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtsin den Chats und Communitys (Facebook) krankheiten)Risiken Bedeutung. erheblichen ausgesetzt.

Michael Recher SL: Cybermobbing unter Schülerinnen und Schülern oder gegen Lehrkräfte sind verHerr Recher, der Schritt zum Combreitet. Jugendliche sind gefährdet, sich in puter scheint heute nicht weit. den Online-Welten von Games und sozialen Konsumieren viele Jugendliche Netzwerken zu verlieren und Suchtmuster Pornografie im Internet? zu entwickeln. Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der Schweiz halten sich regelmässig im unterInternet CL: Was kann man dagegen auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatnehmen? ten schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Kontakt mit ist, Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ SL: Wichtig dass die Jugendlichen mögJährigen sind es Medienkompetenz bereits 79 Prozent. entwiWenn lichst früh eine «man» dass es im Internet ckeln. weiss, Medienkompetenz kann gratis, durch andie onym und unverbindlich Auseinandersetzung mit Informationen den Gefahren zum und Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass Chancen des Internets gefördert werden. diese Quelle gecheckt wird. Die Studien saDie Offenheit im Einzelgespräch und eine gen aber Neugierde nichts überscheinen die Häufigkeit, die Mogesunde mir wichtig zu tivation und denkann persönlichen mit sein. Verbieten in diesemUmgang Fall kontraproduktiv sein. den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeführt sind, die nur einziges auf eine CL: Können Sieeinein paar Mal konkrete Seite mit pornografischen Darstellungen gePraxisbeispiele geben, wie man gangen sind, aus Versehen oderder Neugierde. die Medienkompetenz Kids Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorfördern kann? stellen, dass sich unter den übrigen 21 Prozent Jugendliche hat befinden, die sich im Netz SL: Beeindruckt mich der Fall Claudio regelmässig Pornos Er reinziehen, sich aber (Name abgeändert). ist ein 13-jähriger für ihr Verhalten schämen und darum keine Junge mit grossem technischem Interesse. Angaben machen die Er ist fasziniert vonwollten. Geräten,Insofern die den sind Zugang

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Pornografie im Facebook Internet

Pornografie im Internet:

zum Internet ermöglichen, und besitzt die die Frage, ob es ihn denn interessieren würFähigkeit, Webseiten zu programmieren de, wurde er neugierig. Hier sprechen wir in und zu designen. Sein Wissen erwarb er der Fachsprache von Perspektivenwechsel, vor allem im Internet durch Foren und in- Anschlussfähigkeit oder auch Empathie in teraktive Chats. Auch Facebook ist ihm Bezug auf das Gegenüber. Diese Anschlussbestens bekannt. Leider nutzte er diese fähigkeit hat auch mit Werten, Normen und Plattformen auch für negative Aktivitäten: Er Haltung zu tun. Dies erarbeiteten Claudio verunglimpfte Kameraden auf Facebook und und ich zusammen in Einzelgesprächen. programmierte eine Hass-Website gegen einen Kollegen (Kevin*). Das Schweizerische Weisse Kreuz istCL: die Reichen FachstelleGespräche für Lebensschutz, allein

➜ Über das Making-of reden

Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig denn aus? CL: steht er jabehandeln bekanntlich und Damit Michael Recher mit Jugendlichen Themen rund um die Sexualität. nicht alleine da. Wie sind Sie im SL: Die Praxisfelder waren direkt betroffene

Fall Claudio vorgegangen? SL: Der Schulleiter beauftragte mich, mit Claudios Eltern, Kevins Eltern sowie Claudio und Kevin eine Lösung zu erarbeiten. Meine Vermutung war, dass Claudio durch diese Taten bei anderen Kollegen Lob und Anerkennung erkaufen wollte. Dies bestätigte er mir in mehreren Gesprächen. Die Eltern von Kevin waren einverstanden, keine Anzeige gegen Claudio zu erstatten.

CL: Das ist sicher ein erster Erfolg. Simone Spätig hat Claudio ja seine Doch damit Einstellung noch nicht geändert, Frau Sex ist ein wichtiges oder?Spätig, Will heissen, die Gefahr Thema. Wie beschäftigen sichweiJufür Verunglimpfung besteht gendliche damit? terhin?

fiktive Szene

SL:Sexualkundeunterricht Im Richtig. In diesen Gesprächen erleben mit wir, Claudass sichwollte dio die Fragen ich von in ihmvier wissen, Hauptbereiche ob er sich auffächern könne, vorstellen lassen: wie Beziehung, Kevin sich «das dabei erste gefühlt Mal», Verhütung habe. Diesund verneinte Sexstellungen. Claudio klar. Neben Auf der Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der schrittweisen Zuwendung zu einem Gegenüber – das erfahren wir etwa im geschlechtergetrennten Gruppenaustausch – stehen aber primär persönliche Fragen zur eigenen sexuellen Identität zur Diskussion. Einige davon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», «Werde ich als heranwachsende Frau von Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso hübsche Freundin wie mein Kollege?» Je nach Alter, Biografie und persönlichen Erfahrungen erhalten aber auch die praktischen Fragen rund um die Sexualität (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtskrankheiten) Bedeutung.

Orte wie der Pausenhof und das Informatik-Schulzimmer. Mehr und mehr lernte er, auf kritische Situationen und Auseinandersetzungen zuzugehen und sie altersentsprechend zu lösen. So konnte er seine grosse Leidenschaft, das Programmieren und Designen, in der Schule nun positiv einsetzen, indem er die Verantwortung für das Layout der Schülerzeitung übernahm. Bei technischen Computerfragen fiel der Name Claudio sogar in Lehrerkreisen. Auch bei Fragen im Umgang mit Facebook sprachen die Lehrer Claudio an – und er konnte ihnen oft Antwort geben. Durch diese ErfahrunMichael Recher gen wuchs sein Selbstwertgefühl, er lernte, seine eigene Meinung auszusprechen und Herr Recher, der Schritt zum Comzu vertreten sowie den Umgang mit Kritik. puter scheint heute nicht weit. Durch seine neu gewonnene SelbstsicherKonsumieren viele Jugendliche heit war er weniger versucht, Pornografie im Internet?auf dumme Jungenstreiche einzusteigen – mehr noch, er Verantwortung für sich und Esübernahm stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in ander dere. Auch seinsich neuregelmässig gelernter Umgang mit Schweiz halten im Internet den technischen Geräten und den Neuen auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatMedien Chatrooms usw.) hat ten schon(Facebook, 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen sich positiv verändert. Bei den 14­ bis 17­ Kontakt mit Pornografie. Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn «man» weiss, dass esInteresse im Internet gratis, anCL: Claudios wurde onym und unverbindlich zum sozusagen auf dieInformationen richtige Spur Thema Sex Das gibt, ist es naheliegend, dass gelenkt. klingt nach einem diese Quelle … gecheckt wird. Die Studien saEinzelfall gen aber nichts über die Häufigkeit, die Motivation und den Beispiel persönlichen Umgang mit SL: Nein, dieses ist kein Einzelfall. den Inhalten aus. ist gut möglich, dass Es scheint, dass dieEs Medienkompetenz eine bei den 79 Prozent mit auch Jugendliche aufgeenge Verknüpfung der Sozialkompetenz führt sind,Selbstwert die nur ein eines einziges Mal auf eine und dem Menschen hat. Seite pornografischen Darstellungensind geAuch mit Nähe und Distanz (Abgrenzung) gangen Versehen im oder Neugierde. für Kidssind, und aus Jugendliche Umgang mit Auf anderen Seite kann ich wichtig mir gut und vorden der Neuen Medien unglaublich stellen, sich werden. unter denDa übrigen 21 Promüssendass gelernt es sich, wie zent befinden, die sich imWerte Netz obenJugendliche schon erwähnt, um Themen wie regelmässig Pornos reinziehen, aber und Normen handelt, sollte diesessich Lernfeld für ihr Verhalten schämen und darum keine durch die Eltern/Erziehungsberechtigten Angaben machen wollten. Insofern sind die gelehrt und gefördert werden.

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Pornografie im Facebook Internet

Tipps

Pornografie im Internet: CL: Also gilt für Eltern, statt die Schuld auf Facebook und die Teenies zu schieben, bereit zu sein, mehr Zeit in die Beziehung zu investieren?

Verstehen bedeutet zuhören und nachfragen – dieses Prinzip gilt auch beim Thema Facebook.

SL: Wie Sie sicher schon bemerkt haben, Freunde auf Facebook können geht es weniger um die Beantwortung techdie realen Freunde nicht ersetzen. nischer Unklarheiten zu Facebook, sondern vielmehr um das ErlernenWeisse der SoftKreuz Skills ist die Suchen Das Schweizerische Fachstelle Sie das füroffene Lebensschutz, Gespräch sowie um die Stärkung und Begleitung der Die mit den Kids, nur so erfahren Sexualethik und Beziehungsfragen. Sexualpädagogen SimoneSie Spätig Jugendlichen. ermutige diejenigen Elvon schwierigen und kritischen und MichaelIch Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die tern / Erziehungsberechtigten, die eine Situationen wie z. B. Cybermobbing, Sexualität. skeptische Haltung gegenüber den Neuen Drohungen via Facebook. Medien haben, einen Schritt auf ihr Kind zuzugehen. Er / sie braucht Unterstützung und vielleicht können die Eltern ja auch noch etwas von ihren Kindern lernen.

➜ Über das Making-of reden

CL: Simon Lerch, besten Dank für das Gespräch. CL = Christliche-Lebensberatung.ch, (räber marketing & internet GmbH, Andreas Räber) Stationsstrasse 3, 8335 Hittnau, info@r-mi.ch Simone Spätig SL = Simon Lerch, Frau Spätig, Sex ist ein wichtiges Familiencoach, Supervisor / OrganisationsThema. Wie beschäftigen sich Juberater i. A. gendliche damit? Levada; Einzel-, Team- und Familienberatung; Reichsgasse 25, 7000 Chur, Im Sexualkundeunterricht erleben wir, dass simon.lerch@levada.ch / www.levada.ch sich die Fragen in vier Hauptbereiche auffächern lassen: Beziehung, «das erste Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben der Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der schrittweisen Zuwendung zu einem Gegenüber – das erfahren wir etwa im geschlechtergetrennten Gruppenaustausch – stehen aber primär persönliche Fragen zur eigenen sexuellen Identität zur Diskussion. Einige davon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», «Werde ich als heranwachsende Frau von Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso hübsche Freundin wie mein Kollege?» Je nach Alter, Biografie und persönlichen Erfahrungen erhalten aber auch die praktischen Fragen rund um die Sexualität (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtskrankheiten) Bedeutung.

Michael Recher

Herr Recher, der Schritt zum Computer scheint heute nicht weit. Konsumieren viele Jugendliche Pornografie im Internet? Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der Schweiz halten sich regelmässig im Internet auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatten schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn «man» weiss, dass es im Internet gratis, anonym und unverbindlich Informationen zum Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass diese Quelle gecheckt wird. Die Studien sagen aber nichts über die Häufigkeit, die Motivation und den persönlichen Umgang mit den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeführt sind, die nur ein einziges Mal auf eine Seite mit pornografischen Darstellungen gegangen sind, aus Versehen oder Neugierde. Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, dass sich unter den übrigen 21 Prozent Jugendliche befinden, die sich im Netz regelmässig Pornos reinziehen, sich aber für ihr Verhalten schämen und darum keine Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Internet Tipps fürPornografie Kinder und im Jugendliche zum Umgang mit dem Internet

Pornografie Die elf wichtigsim Internet: ➜ Über Regeln das Making-of fürs reden ten Internet

Das Schweizerische Weisse Kreuz ist die Fachstelle für Lebensschutz, Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig und Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die Sexualität.

➜ www.jugendallianz.ch 1. Wenige persönliche Daten weitergeben

Im Netz sollte man immer darauf achten, was man von sich preisgibt. Das meiste, was einmal ins Internet gekommen ist, ist kaum zu entfernen – auch wenn du die ursprünglichen Daten wieder löschst. Simone Spätig

2. Sich Nicht alleine mit InternetbekanntIm Sexualkundeunterricht erleben wir, dass sich die Fragen in vier Hauptbereiche schaften treffen auffächern lassen: Beziehung, «das erste

Frau Spätig, Sex ist ein wichtiges Thema. Wie beschäftigen sich Jugendliche damit?

Mal», und Sexstellungen. Du Verhütung kannst einfach nicht wissen, Neben derwer Auseinandersetzung mit der eigenen die Person vor dem anderen Zukunft, der Ablösung und Bildschirm ist, mit von der zu duHause gerade in der schrittweisen Zuwendung zu einemLisa GegenKontakt stehst. Die 13-jährige über – das erfahren wir etwa im geschlechkann in Wirklichkeit der 60-jährige tergetrennten Gruppenaustausch – stehen Jörg oder der 17-jährige Alex sein. aber primär persönliche Genau wie im echtenFragen Lebenzur gibteigenen sexuellen zur Menschen Diskussion.mit Einige es auchIdentität im Internet davon «Wie attraktiv bin ich?», üblenlauten: Absichten. «Werde ich als heranwachsende Frau von Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso hübsche Freundin wie mein Kollege?» Je nach Alter, Biografie und persönlichen Erfahrungen erhalten aber auch die praktischen Fragen rund um die Sexualität (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtskrankheiten) Bedeutung.

ACHTUNG

3. Sich Fair verhalten und für andere eintreten Es ist nicht in Ordnung, falsche oder herablassende Sachen über andere Personen in Foren, Chats oder per SMS zu verbreiten. Auch peinliche oder brutale Filme, die per Handy aufgenommen wurden, dürfen nicht ins Netz Michael Recher gestellt werden. Auch wenn du davon nichtzum ComHerr Recher, der Schritt persönlich betroffen bist, sondern puter scheint heute nicht weit. dieses Verhalten in der Schule Konsumieren viele Jugendliche oder im Internet mitbekommst, Pornografie im Internet? sollst du Mut fassen und Wege «Opfer» unterstützen. Es finden, stimmt: das Praktisch allezu Jugendlichen in der Cybermobbing strafbar und Schweiz halten sichist regelmässig im kann Internet angezeigt werden. «Bravo-Studie» hatauf. Laut der aktuellen ten schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn «man» weiss, dass es im Internet gratis, anonym und unverbindlich Informationen zum Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass diese Quelle gecheckt wird. Die Studien sagen aber nichts über die Häufigkeit, die Motivation und den persönlichen Umgang mit den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeführt die nur einziges Mal auf eine Amsind, besten, sie ein werden sofort Seite mit pornografischen gegelöscht. Spam-Mails Darstellungen können gangen sind, aus Versehen Neugierde. problematische Inhalte oder haben: AufSie derwollen anderen Seite kann ich mir gut vorzum Kauf eines stellen, dass sich unter den übrigen 21 ProProduktes verleiten, persönliche zent Jugendliche befinden, die sich im Netz Daten herausfinden oder regelmässig Pornos reinziehen, sich aber aber sie beinhalten Viren, fürdie ihr den Verhalten schämen und darum keine Computer beschädigen. Angaben machen wollten. Insofern sind die

4. E-Mails von Fremden mit unbekanntem Inhalt nicht öffnen

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Internet Tipps fürPornografie Kinder und im Jugendliche zum Umgang mit dem Internet

Pornografie 5. Die richtigen 8. «Recht am Schutzprogramme eigenen Bild» – im Internet: Fotos nur mit installieren

➜ Über das Making-of reden Rechenschafts-, Filter- sowie Erlaubnis Virenschutzprogramme können Das Weisse Kreuz istveröffentlichen die Fachstelle für Lebensschutz, dasSchweizerische Surfen sicherer machen.

Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig und Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die Fotos und Videos, auf denen Sexualität. andere Menschen zu sehen sind,

6. Gesundes Misstrauen gegenüber Behauptungen aus dem Internet

Jeder kann einen Text schreiben und ins Internet stellen. Man sieht oft nicht, woher die Informationen stammen oder wer sie mit welcher Absicht eingestellt hat. Folgende Simone Spätig Fragen können helfen: Wie aktuell ist die Website? Was ist der HinterFrau Spätig, Sex ist einman wichtiges grund des Autors? Kann eine Meinung/Absicht erkennen? Thema. Wie beschäftigen sich Ju-

gendliche damit? Im Sexualkundeunterricht erleben wir, dass sich die Fragen in vier Hauptbereiche auffächern lassen: Beziehung, «das erste Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben der Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der schrittweisen Zuwendung zu einem Gegenüber – das erfahren wir etwa im geschlechtergetrennten Gruppenaustausch – stehen aber primär persönliche Fragen zur eigenen sexuellen Identität zur Diskussion. Einige davon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», «Werde ich als heranwachsende Frau von Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso hübsche Freundinliegt wie im mein Kollege?» Das Problem KleingedruckJe ten, nach Biografie undoder persönliwo Alter, der Preis versteckt chen Erfahrungen erhalten aberwird. auch die Abo-Verpflichtung vertuscht praktischen Fragen rund alles um die SexualiDaher sollst du immer genau tätdurchlesen, (Anmache, bevor Freundschaft, du etwasAnleitungen zu herunterlädst sexuellen Praktiken, oder dichVerhütung irgendwo einer Schwangerschaft, Schutz vor anmeldest – auch wenn esGeschlechtslästig ist. krankheiten) Bedeutung.

ACHTUNG

7. Vorsicht bei «kostenlosen» Angeboten

dürfen nur mit deren Einverständnis ins Internet gestellt werden – sonst verletzt man ihre Privatsphäre. Ähnliches gilt für Werke von anderen – wie Musikstücke, Filme, Texte, Grafiken … Wenn diese unerlaubt verwendet werden, kann es richtig teuer werden.

9. Kostenloser Download Michael Recher von Musik Herr Recher, der Schritt zum Comund Filmen puter scheint heute nicht weit. Konsumieren Jugendliche ist oft viele illegal Pornografie im Internet?

Wenn du also auf ein kostenloses Es Angebot stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der stösst, sollst du zunächst Schweiz sich regelmässig Internet einmalhalten misstrauisch werden,im denn auf. Laut der aktuellen der Besitz von nicht«Bravo-Studie» rechtmässig hattenerworbenen schon 42 Prozent der Elf- bis Filmen 13-Jährigen Musikstücken, Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ usw. kann strafbar sein. Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn «man» weiss, dass es im Internet gratis, anonym und unverbindlich Informationen zum Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass diese Quelle gecheckt wird. Die Studien sagenFolgende aber nichts über die Häufigkeit, die MoRegeln einhalten: tivation und Einstieg den persönlichen Umgang mit Vor dem in den Chat den Inhalten Es ist gut möglich, prüfen, obaus. es Moderatoren gibt. dass beiMit denFremden 79 Prozent auch Jugendliche nicht gleich flüsternaufgeführt sind, die nur einDaten einziges Mal auf eine oder persönliche Seite mit pornografischen Darstellungen (Skypeoder Telefonnummer etc.) gegangen sind, aus Versehen oder Neugierde. weitergeben. AufBei derpersönlichen anderen Seiteund kann ich mir gut vorintimen stellen, dass sich unter den übrigen 21 ProFragen sollten die Alarmglocken zent Jugendliche befinden, die sich im Netz läuten. regelmässig Pornos reinziehen, sich aber Bei (sexuellen) Belästigungen fürsollte ihr Verhalten schämen und darum keine man Anzeige erstatten. Angaben machen wollten. Insofern sind die

10. Den Chat bewusst nutzen

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Tipps fürPornografie Kinder und im Jugendliche Internet zum Umgang mit dem Internet

Pornografie 11. Den Selbsttest wagen Zeit im Internet:

Wie viel Zeit pro Woche verbringe ich im Internet?

➜ Über das Making-of reden

Das Schweizerische Weisse Kreuz ist die Fachstelle für Lebensschutz, Sexualethik unddas? Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig Will ich und Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die Sexualität.

Was verpasse ich dadurch?

Inhalt Auf welchen Seiten surfe ich?

Was sehe und lese ich dort? Simone Spätig

Michael Recher

Frau Spätig, Sex ist ein wichtiges Herr Recher, der Schritt zum Comich dadurch geprägt? Thema.Wie Wiewerde beschäftigen sich Juputer scheint heute nicht weit. gendliche damit? Konsumieren viele Jugendliche Pornografie im Internet?

Im Sexualkundeunterricht erleben wir, dass sich die Fragen in vier Hauptbereiche Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der auffächern lassen: Beziehung, «das erste Schweiz halten sich regelmässig im Internet Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatder Auseinandersetzung mit der eigenen ten schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Habe ich die Kontrolle darüber, was ich mache? Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ schrittweisen Zuwendung zu einem Gegen- Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn über – das erfahren wir etwa im geschlech- «man» weiss, dass es im Internet gratis, antergetrennten – stehen onym undabstellen? unverbindlich Informationen zum KannGruppenaustausch ich den Computer problemlos aber primär persönliche Fragen zur eigenen Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass sexuellen Identität zur Diskussion. Einige diese Quelle gecheckt wird. Die Studien sadavon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», gen aber nichts über die Häufigkeit, die Mo«Werde ich als heranwachsende Frau tivation den bewusst persönlichen Umgang mit Wähle ich die Seiten, aufvon denen ichund surfe, aus? Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeoder «Bekomme ich als Junge eine ebenso führt sind, die nur ein einziges Mal auf eine hübsche Freundin wie mein Kollege?» Seite mit pornografischen Darstellungen geJe nach Alter, Biografie und persönli- gangen sind, aus Versehen oder Neugierde. chen Erfahrungen erhalten aber auch die Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorpraktischen Fragen rund Vertrauensperson, um die Sexuali- stellen, den übrigen 21 ProHabe ich eine mitdass dersich ich unter regelmässig tät (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zent Jugendliche befinden, die sich im Netz meinen Medien- und Internetkonsum besprechen kann? zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer regelmässig Pornos reinziehen, sich aber Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechts- für ihr Verhalten schämen und darum keine krankheiten) Bedeutung. Angaben machen wollten. Insofern sind die

Kontrolle

Verantwortung teilen

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Tipps fürPornografie Kinder und im Jugendliche Internet zum Umgang mit dem Internet

Pornografie Schütze deinen PC: im Internet: ➜ Tipp Passwortstärke ➜ Über das Making-of reden Das Schweizerische die Fachstelle der für Lebensschutz, Polizei Zur StärkeWeisse Kreuz istTipps Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig für Kinder und eines und MichaelPasswortes Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die Sexualität. Jugendliche sei gesagt: Verwende niemals deinen Namen, den Namen deiner Freundin, deines Freundes oder deiner Eltern, denn diese sind leicht zu erraten! Auch Orte sind nicht besonders geeignet! Wähle ein Passwort, welches nicht mit dir in Verbindung gebracht werden kann! Verwende Gross- und Kleinbuchstaben gemischt. Simone Spätig Verwende Zahlen von 0 bis 9.

Frau Spätig, Sex ist ein wichtiges Thema. Wie beschäftigen sich Jugendliche damit? Die Sicherheit erhöht sich enorm, das Passwort mindestens Im wenn Sexualkundeunterricht erleben wir, dass 13 Zeichen lang in ist vier und Grossund sich die Fragen Hauptbereiche Kleinbuchstaben sowie Zahlen auffächern lassen: Beziehung, «das erste enthält. Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben der Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der schrittweisen Zuwendung zuPasswort einem GegenBei einem 13-stelligen über – das erfahren wir etwa im geschlechgibt es zehn Billionen Kombinationstergetrennten Gruppenaustausch – stehen möglichkeiten, bei einem vierstelligen aber primär persönliche Fragen eigenen Passwort sind es gerade malzur 10.000. sexuellen Identität zur Diskussion. Einige davon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», «Werde ich als heranwachsende Frau Sonderzeichen wie @, # oder _ von Mädchen und Jungs sowie ä,(Konkurrenzkampf) ö oder ü sollten vermieden (potenzielle Liebhaber) werden, da bereits in wahrgenommen?» Deutschland oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso eine andere Tastatur verwendet hübsche Freundin mein Kollege?» wird und solchewie Sonderzeichen Je dann nachnicht Alter, Biografie und persönlimehr gefunden werden. chen Erfahrungen erhalten aber Damit wird das Einloggen zumauch die praktischen Problem. Fragen rund um die Sexualität (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtskrankheiten) Bedeutung.

Gib NIE persönliche Daten über dich, deine Familie oder deine Kollegen bekannt, weder bei der Anmeldung noch im Chat (KEINE Angaben über Name, Vorname, Adresse, Telefonnummer, Schulort, Adresse von Freunden, Fotos etc.). Dein Nickname soll keine persönlichen Daten enthalten oder sexistisch klingen (GUT: simba, aladin, spinne, falter, gecko usw., SCHLECHT: Michael RechergirIl3, bunnyl5, teenil4, stefan, ponyl2, heidi usw.).

Herr Recher, der Schritt zum ComTriffscheint dich nichtheute gleich mit puter nicht weit. Personen aus dem Chat! Wenn es Konsumieren viele Jugendliche zu einem Treffen kommt, dann Pornografie im Internet? nur

in Begleitung eines Erwachsenen. Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der Schweiz halten sich Chat-Partner regelmässig imzu Internet Wenn dir dein auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» persönliche oder sexuelle Fragen hattenstellt schon 42 Prozent derein Elf-schlechtes bis 13-Jährigen oder wenn du Kontakt mithast Pornografie. den den 14­ bis 17­ Gefühl – stoppeBei sofort Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn Kontakt! «man» weiss, dass es im Internet gratis, anonymWenn und unverbindlich Informationen zum du dich unsicher fühlst Thema gibt, ist sprich es naheliegend, dass oder Sex Angst hast, mit diese Quelle gecheckt wird. Die Studien saeinem Erwachsenen darüber gen(Eltern, aber nichts über die Häufigkeit, die MoLehrer, Verwandte). tivation und den persönlichen Umgang mit den Inhalten aus.Bilder Es istaus gut möglich, dass Lade keine beiunbekannten den 79 Prozent auch Jugendliche Quellen herunter. aufgeführt sind, die nur ein einziges Mal auf eine SeiteSei mit freundlich pornografischen Darstellungen geund anständig, gangen Versehen oder Neugierde. aber sind, bleibeaus immer misstrauisch. Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, dass sich den übrigen 21 ProVergiss nie: unter Dein Chat-Partner zent befinden, dieanderer, sich im Netz istJugendliche vielleicht jemand ganz regelmässig reinziehen, sich aber als er oderPornos sie vorgibt zu sein! fürQuelle: ihr Verhalten schämen und darum keine Kantonspolizei Aargau www.ag.ch/kantonspolizei/de/pub/ Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Pornografie im Internet

Pornografie im Internet:

➜ Über das Making-of reden

Das Schweizerische Weisse Kreuz ist die Fachstelle für Lebensschutz, Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig und Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die Sexualität.

Simone Spätig

Michael Recher

Frau Spätig, Sex ist ein wichtiges Thema. Wie beschäftigen sich Jugendliche damit?

Herr Recher, der Schritt zum Computer scheint heute nicht weit. Konsumieren viele Jugendliche Pornografie im Internet?

Im Sexualkundeunterricht erleben wir, dass sich die Fragen in vier Hauptbereiche auffächern lassen: Beziehung, «das erste Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben der Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der schrittweisen Zuwendung zu einem Gegenüber – das erfahren wir etwa im geschlechtergetrennten Gruppenaustausch – stehen aber primär persönliche Fragen zur eigenen sexuellen Identität zur Diskussion. Einige davon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», «Werde ich als heranwachsende Frau von Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso hübsche Freundin wie mein Kollege?» Je nach Alter, Biografie und persönlichen Erfahrungen erhalten aber auch die praktischen Fragen rund um die Sexualität (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtskrankheiten) Bedeutung.

Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der Schweiz halten sich regelmässig im Internet auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatten schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn «man» weiss, dass es im Internet gratis, anonym und unverbindlich Informationen zum Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass diese Quelle gecheckt wird. Die Studien sagen aber nichts über die Häufigkeit, die Motivation und den persönlichen Umgang mit den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeführt sind, die nur ein einziges Mal auf eine Seite mit pornografischen Darstellungen gegangen sind, aus Versehen oder Neugierde. Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, dass sich unter den übrigen 21 Prozent Jugendliche befinden, die sich im Netz regelmässig Pornos reinziehen, sich aber für ihr Verhalten schämen und darum keine Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Pornografie PornografieimimInternet Internet

Pornografie im Internet: statistischen Erhebungen zu dieser Frage nicht sehr aussagekräftig.

Frau Spätig, welche Inhalte sind besonders interessant? Wie wird die Sexualität im Internet dargestellt?

Man kann davon ausgehen, dass Pornografiekonsum verwirrt und negative Auswirkungen hat, wenn: Gewalt verherrlicht oder als etwas Genussvolles dargestellt wird.

➜ Über das Making-of reden

Interessant ist alles, was beschäftigt. Alles, was irgendwo aufgeschnappt, gesehen, geunrealistische biologische lesen oder im Austausch mit anderenKreuz gehört ist die Das Schweizerische Weisse Fachstellegezeigt für Lebensschutz, Hochleistungen werden. wird. Jugendliche wollen kurze, präzise und Die Sexualpädagogen Simone Spätig Sexualethik und Beziehungsfragen. bildliche Antworten. Sie sind es gewohnt und Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die Stellungen und Praktiken (und werden darin gefördert), Fragen und dargestellt werden, die mit dem Sexualität. Informationen für Vorträge, Hausaufgaben normalen Sexualverhalten nichts und den Freizeitbereich zu googlen, das zu tun haben. macht vor Fragen rund um die Sexualität nicht halt. Sexualität wird im Internet in allen Klischees und GeschlechterSchattierungen dargestellt. Zum Suchbestereotypen gebildet respektive griff «Sex» lässt sich im Internet von guten gefestigt werden. aufklärerischen Tools über freizügig dargeEin typisches Beispiel: stellte Musikclips bis zu Hardcore-Pornos Frau sagt zuerst immer Nein, mit illegalen Darstellungen alles finden. wenn man sie aber richtig küsst, berührt oder anmacht, wird sie zum Tier, reisst sich die Kleider vom Ist Pornokonsum schädlich oder Leib und bekommt nicht genug. gehört er heutzutage zu einer nor-

malen Entwicklung? Simone Spätig Kinder und Jugendliche wachsen heute viel Frau Spätig, Sex mit ist sexualisierten ein wichtiges selbstverständlicher Inhalten auf als wir in unserer Kindheit. Weil Thema. Wie beschäftigen sich Judie Generation, die sich bereits als Kinder gendliche damit? mit der Internetpornografie beschäftigen musste, noch nicht erwachsen Im Sexualkundeunterricht erlebengeworden wir, dass ist, verursachte wenig sichkann die über Fragen in vier Schäden Hauptbereiche gesagt werden. KlarBeziehung, ist aber, dass auffächern lassen: «dasKinder erste und dieSexstellungen. mit stark verzerrten, Mal»,Jugendliche, Verhütung und Neben gewaltbesetzten Bildern, biologischen Under Auseinandersetzung mit der eigenen wahrheiten und abstrusen Darstellungen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der konfrontiert alleingelassen und schrittweisen werden, Zuwendung zu einem Gegendamit können über – überfordert das erfahrensein wir können. etwa im Sie geschlechdiese Eindrücke nicht einordnen, verarbeitergetrennten Gruppenaustausch – stehen ten relativieren. Sie können auch aber und primär persönliche Fragen zur ja eigenen mit niemandem darüber sprechen, weil sie sexuellen Identität zur Diskussion. Einige sich dadurch einerseits als Pornobetrachter davon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», und andererseits als «Unwissende» outen «Werde ich als heranwachsende Frau von müssten. bleiben Verwirrung ein Mädchen Zurück (Konkurrenzkampf) und und Jungs Zerrbild von Liebhaber) Sexualität. wahrgenommen?» (potenzielle oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso hübsche Freundin wie mein Kollege?» Je nach Alter, Biografie und persönlichen Erfahrungen erhalten aber auch die praktischen Fragen rund um die Sexualität (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtskrankheiten) Bedeutung.

Michael Recher Werte wie Respekt, Familie, Treue, Vertrauen infrage gestellt werden. Herr Recher, der Schritt zum Com-

puter scheint heute nicht weit. sexueller Leistungsdruck Konsumieren viele Jugendliche entsteht [Man(n) kann und Pornografie im Internet?

will immer]. Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der Schweiz halten sich regelmässig im Internet auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatHerr Recher: Erfahrungsberichte ten schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen zeigen, dass Pornografiekonsum Kontakt mitauf Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ Einfluss reale SexualbeziehunJährigen sind es bereits Wenn gen hat. Gehen Sie 79 mitProzent. Jugendli«man» dass es im Internetein? gratis, anchen weiss, auf diese Thematik onym und unverbindlich Informationen zum Thema Sexwir. gibt, ist es naheliegend, dass Ja, das tun Es gibt Eltern, die schockiert diese Quelle gecheckt Die Studien sasind darüber, dass wirwird. mit ihren Kids über gen aber nichts über die Häufigkeit, die MoPornografie sprechen. Unsere Erfahrung tivation undPornografie den persönlichen Umgangeine mit zeigt, dass für Jugendliche den Inhalten ist, aus.die Esangesprochen ist gut möglich, dass Wirklichkeit werden bei den 79 die Prozent auch Jugendliche aufgemuss und von ihnen gerne besprochen führt wird. sind, die nur ein einziges Mal auf eine Seite mitfragte pornografischen Darstellungen Neulich mich ein Sechstklässler, obgees gangen sind, aus Versehen oder Neugierde. eine Frau eigentlich nicht schmerze, wenn Auf anderen SeiteFaust kann in ichdie mir Scheide gut vorder der Mann ihr seine steckt. Er sprach damitden die übrigen in der Fetischstellen, dass sich unter 21 ProSzene bekannte befinden, Sexualpraktik zent Jugendliche die sich«Fisting» im Netz (engl.: fist für «Faust») an. Jugendliche regelmässig Pornos reinziehen, sich aber brauchen Hilfestellungen Gesehenes für ihr Verhalten schämendarin, und darum keine einordnenmachen und verarbeiten zu können. Angaben wollten. Insofern sind die

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Pornografie PornografieimimInternet Internet

Pornografie im Internet:

Mir als Mann ist es wichtig, dass ich mit Jugendliche wissen genau, mit welchen Theden Jugendlichen über das «Making-of» von men sie ihre Eltern konfrontieren dürfen und Pornos spreche und ihnen aufzeige, was oft welche sie besser vermeiden. Das geht bis rein biologisch gar nicht Sinn macht. Ältere hin zu einem «Doppelleben», weil Mami nicht Jugendliche können Realität und Fiktion bes- will, dass sie einen Freund oder eine Freunser auseinanderhalten, jüngeren gelingt dies din haben. Wenn wir Kinder wollen, die sorgschlecht, weil sie noch mitten in der emo- fältig mit sich selbst und anderen Menschen tionalen und körperlichen Entwicklung ste- umgehen, müssen wir bereit sein, ihnen diehen. Den Jungs tut es zudem gut, wenn sie se Werte vorzuleben. Dazu gehört ein nicht hören,Schweizerische dass man die fiktiveWeisse Sexwelt, Kreuz die nur ist abbrechender Dialogfür mit Lebensschutz, ihnen, auch wenn Das die Fachstelle im eigenen Kopf besteht, nicht auf Knopf- Die dies streckenweise anstrengend sein kann. Sexualethik und Beziehungsfragen. Sexualpädagogen Simone Spätig druck Michael abstellen Recher kann. Die behandeln Botschaft, dass und mit Jugendlichen Themen rund um die man später, wenn man in einer festen BeSexualität. ziehung ist, nicht alle Gedanken ausblenden kann, fördert das Bewusstsein für die Eigenverantwortung in Bezug auf Pornografie.

➜ Über das Making-of reden

Frau Spätig: Wie können sich Jugendliche gegenüber dem Gruppendruck, Sex im Netz zu konsumieren, abgrenzen? Für mich muss diese Frage ausgeweitet werden: Wie gut kann sich ein einzelnes Kind/ein einzelner Jugendlicher in Gruppen grundsätzlich abgrenzen? Da sind ja noch viele andere Themen wie Rauchen, AlkoSimone Spätig hol, Mobbing, Randalieren usw. auf dem Tablett. Frau Spätig, Sex ist ein wichtiges Ein gesundes, Selbstvertrauen Thema. Wiestarkes beschäftigen sich kann Juman nicht verordnen. Ich glaube, wir haben gendliche damit? da als Eltern, Lehrpersonen und Fachleute einen gemeinsamen Auftrag, nämlich die Im Sexualkundeunterricht erleben wir, dass Förderung von Sprachkompetenz und der sich die Fragen in vier Hauptbereiche Fähigkeit, eigenständig Entscheidungen zu auffächern lassen: Beziehung, «das erste treffen. Dazu gehört es auch auszuhalten, Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben wenn unsere Kinder einmal Umweg der Auseinandersetzung miteinen der eigenen nehmen, den wir nicht Wenn Zukunft, der Ablösung vongutheissen. zu Hause und der Jugendliche dass wir sieGegenernst schrittweisen merken, Zuwendung zu einem nehmen und ihnen grundsätzlich vertrauen, über – das erfahren wir etwa im geschlechdann sind sie auch bereit, mit uns–Themen tergetrennten Gruppenaustausch stehen abzuhandeln, Fehler einzugestehen und die aber primär persönliche Fragen zur eigenen Konsequenzen auszutragen. sexuellen Identität zur Diskussion. Einige Matchentscheidend mich ist auch, dass davon lauten: «Wiefürattraktiv bin ich?», wir bereitich sind, Kinder gut zu Frau informie«Werde alsunsere heranwachsende von ren: Wer sich kompetent fühlt, kann sich besMädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs ser abgrenzen. Es ist ein hoher Anspruch an (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» Jugendliche, dass ich sie ihren Internetkonsum in oder «Bekomme als Junge eine ebenso «Eigenverantwortung» sollen. hübsche Freundin wie kontrollieren mein Kollege?» Je nach Alter, Biografie und persönlichen Erfahrungen aber auch die Was empfehlenerhalten Sie Eltern? praktischen Fragen rund um die Sexualität Gespräch (Anmache, Im mitFreundschaft, Jugendlichen Anleitungen höre ich imzu sexuellen Praktiken, mer wieder: «Mit meinen Verhütung Eltern kanneiner ich Schwangerschaft, vor Geschlechtsüber solche DingeSchutz nicht sprechen, das ist krankheiten) Bedeutung. denen voll peinlich!»

Toll ist eine Sprachkultur, in der jedes Familienmitglied zu Wort kommen darf, so schrill die aktuelle Meinung auch ist, damit sich unsere Kids an uns reiben, messen und orientieren können. Das Thema Sex gehört so selbstverständlich dazu wie Hausaufgaben, Naturkatastrophen und andere aktuelle Themen aus dem Zeitgeschehen. Michael Recher

HerrWer Recher, der Schritt zum Comsteht hinter der Organisation «Schweizerisches Weisses Kreuz»weit. puter scheint heute nicht und welches sind ihre Hauptanliegen? Konsumieren viele Jugendliche Das Schweizerische Weisse Kreuz Pornografie im Internet?

ist eine Fachstelle für Lebensschutz, und Beziehungsfragen. EsSexualethik stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der Es ist ein gemeinnütziges, christlichSchweiz halten sich regelmässig im Internet diakonisches, überkonfessionelles auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatpolitisch unabhängiges tenund schon 42 Prozent der Elf- bisWerk. 13-Jährigen Der Arbeitszweig „Jugend+Sex“ Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­bietet bis 17­ in Schulund Jährigen sind esKonfirmandenklassen bereits 79 Prozent. Wenn sowie in TeenagerundInternet Jugendgruppen «man» weiss, dass es im gratis, anAufklärungsmodule zuInformationen den Themen zum onym und unverbindlich Freundschaft, Sexualität an. Thema Sex gibt,Liebe ist esund naheliegend, dass Wir Quelle sind überzeugt, dass Die der Studien Umgangsadiese gecheckt wird. mit sich selbst unddie anderen – gerade gen aber nichts über Häufigkeit, die Moauch im der Sexualität – von mit tivation undBereich den persönlichen Umgang Respekt und Verantwortungsbewusstden Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass seinauch soll.Jugendliche Dabei gilt es, beisein dengeprägt 79 Prozent aufgediesind, eigenen klar zu deklarieren führt die Grenzen nur ein einziges Mal auf eine undmit diepornografischen Grenzen des anderen zu Seite Darstellungen gerespektieren. aufNeugierde. dem gangen sind, ausJugendliche Versehen oder dieser Seite Haltung dürfen Fehler AufWeg der zu anderen kann ich mir gut vormachen und daraus Und sie stellen, dass sich unter lernen. den übrigen 21 Prohaben vor allembefinden, das Recht, man zent Jugendliche die dass sich im Netz ohne TabusPornos offen auf ihre Fragen rund regelmässig reinziehen, sich aber Sexualität eingeht. fürum ihr die Verhalten schämen und darum keine Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Pornografie PornografieimimInternet Internet

Tipps für Jugendliche Pornografie imSurfe Internet: bewusst

Jugendlichen, die sich einen verantwortungsbewussten Umgang mit Internetpornografie wünschen, raten wir:

➜ Über Making-of reden Entscheide dich das im Voraus: «Was will ich sehen und was nicht?» Das Internet ist eine Fundgrube mit viel Positivem, aber auch Tummelplatz von Müll.

Das Schweizerische Weisse Kreuz ist die Fachstelle für Lebensschutz, Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig und Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die Du Michael musst weder dir noch sonst jemandem etwas beweisen. Sprich mit einer Vertrauensperson über Dinge, die dich beschäftigen. Sexualität.

Sei ehrlich mit dir selbst!

Damit brichst du ein Tabu. Wer sachlich Dinge thematisieren kann, über die andere schweigen, macht sich verletzlich, gewinnt dafür aber an Selbstsicherheit.

Häsch die geili Schlampe im Internet gseh? Simone Spätig

Michael Recher

Frau Spätig, Sexaller ist ein wichtiges Herr Recher, der Schritt Über 60 Prozent Männer, zunehmend aber auch Frauen,zum undComüber 80 Prozent der 15bis 17-jährigen Jugendlichen konsumieren Pornografie, Thema. Wie beschäftigen sich Ju- puter scheint heute nicht weit. gefördert das Internet, das jederzeit verfügbarviele sowie Jugendliche anonym und gendlichedurch damit? Konsumieren kostengünstig ist. Der Pornokonsum fördert den Frauenund KinderhanPornografie im Internet? Im Sexualkundeunterricht erleben wir,von dassMillionen von Menschen bei. Dagegen del und trägt zur Ausbeutung sich die Irene FragenHirzel in vier Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der kämpft vonHauptbereiche der Christlichen Ostmission. auffächern lassen: Beziehung, «das erste Mal», Verhütung undnehmen Sexstellungen. Neben Frau Hirzel, wie Sie heute der Auseinandersetzung mitihren der eigenen die Jugendlichen und InterZukunft, der Ablösung netkonsum wahr?von zu Hause und der schrittweisen Zuwendung zu einem Gegenüber – Hirzel: das erfahren wir etwatauschen im geschlechIrene Jugendliche Infortergetrennten Gruppenaustausch – stehen mationen miteinander aus, ein gesunder aber natürlicher primär persönliche zur eigenen und Prozess.Fragen Sätze wie «Häsch sexuellen Identität im zurInternet Diskussion. Einige die geili Schlampe gseh?» gedavon aber lauten: «Wie attraktiv bin ich?», hören immer öfters auch dazu. Was «Werde ich als Frauauch von Jugendliche im heranwachsende Internet sehen, eben Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs Pornofilme, die sie gratis herunterladen, (potenzielle Liebhaber) wird ausgetauscht und wahrgenommen?» weiterempfohlen. oder geschieht «Bekomme ich anderem als Jungeauf eine ebenso Dies unter ganz norhübsche Freundin wieinmein Kollege?» malen Pausenhöfen Schulen. In Pornos Je nachFrauen Alter, aber Biografie persönliwerden verbal und erniedrigt und chen Erfahrungen erhalten die als Schlampen, Huren, Fotzenaber und auch so weiter praktischen Fragen rund Handys, um die in Sexualibetitelt. Mit den neuesten Social tät (Anmache, Freundschaft, Anleitungen Media wie Chaträumen ist die Möglichkeit, zu sexuellenauszutauschen, Praktiken, Verhütung einer Bildmaterial immens angeSchwangerschaft, wachsen. WährendSchutz Kinder vor undGeschlechtsJugendliche krankheiten) Bedeutung. sich die neuesten Entwicklungen im Internet

Schweiz halten sich regelmässig im Internet auf.Leichtigkeit Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatmit aneignen, tun sich die meisten schon Prozent der Elf13-Jährigen Eltern 42 schwer damit undbis können nicht Kontakt mitDass Pornografie. Bei den 14­häufiger bis 17­ mithalten. Kinder dabei immer Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn mit pornografischem Material konfrontiert «man» weiss, dass esKann im Internet gratis, anwerden, ist Realität. ein Kind einordonym undesunverbindlich Informationen zum nen, was sieht? Tatsache ist: Die meisten Thema Sex Jugendlichen gibt, ist es naheliegend, dass Kinder und klären sich heute diese Quelle gecheckt über Pornografie auf. wird. Die Studien sagen aber nichts über die Häufigkeit, die Motivation und den persönlichen mit Was steckt hinter derUmgang Pornoden Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass industrie? bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeführt sind, die nur einisteinziges Mal auf Das Pornogeschäft im Internet in eine kürSeite pornografischen Darstellungen gezestermit Zeit um 1500 Prozent gewachsen und gangen aus Versehen oder generiertsind, Milliardenumsätze. UmNeugierde. die rasant Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorwachsende Nachfrage zu stillen, benutzt die stellen, dass sich nicht unter mehr den übrigen 21 ProIndustrie längst nur freiwillige zent Jugendliche befinden, im Netz Pornodarstellerinnen. Vieledie dersich gehandelregelmässig Pornos sich aber ten Frauen, das sind reinziehen, in westeuropäischen für ihr Verhalten darum Ländern 500.000schämen pro Jahr,und werden aufkeine den Angaben machen wollten. sind die Strich geschickt und oft Insofern gezwungen, in

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Pornografie PornografieimimInternet Internet

Pornografie im Internet: Pornofilmen mitzuwirken, vor allem in «Hardcore-Filmen», wo sie extrem brutal behandelt und aufs Äusserste erniedrigt werden. Sie werden durch Drohungen, Folterungen, Vergewaltigungen und Drogen gefügig gemacht. Kinder und Frauen geraten in den Handel, weil sie keine Perspektive haben, durch extreme Armut in ihrem Herkunftsland, durch Not- und Krisensituationen.

Das gilt genauso für Frauen, deren Zahl an Pornokonsumentinnen deutlich angestiegen ist. Pornokonsum ist sehr oft ein Kompensationsverhalten, das heisst, das eigentliche Problem wird mit Pornografie überlagert.

➜ Über das Making-of Gibt esreden einen geistlichen Aspekt?

Das Schweizerische Weisse Kreuz istJa.die fürderLebensschutz, DieFachstelle Warnungen in Bibel sind diesSexualethik und Beziehungsfragen. Sexualpädagogen Spätig bezüglich sehr klar und,Simone wenn man die Welche Auswirkungen hat der Die Hintergründe kennt, auch nachvollziehbar. und Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die Pornokonsum auf die EntwickPornokonsum und Ehebruch sollten nicht Sexualität. lung der Jugendlichen? Die Gefahr, in eine Sucht zu geraten, Sex zu kaufen oder Gewalt an Frauen anzuwenden, ist um ein Vielfaches erhöht. Die Chancen, eine gesunde Beziehung aufzubauen, wird reduziert, und Mädchen werden zum Sexobjekt degradiert. Übersexualisierung kann zu Impotenz führen.

Wie meinen Sie das? Pornografie hat eine unheimliche Anziehungskraft. Es ist wissenschaftlich belegt, Simone dass bei Spätig regelmässigem Pornokonsum die Hirnstruktur verändert wird. Der Konsument wird – vereinfacht gesagt konditioniert und Frau Spätig, Sex ist–ein wichtiges gewöhnt sich an die Bilder. Diese müssen, Thema. Wie beschäftigen sich Juähnlich dem damit? Drogenkonsum, dann immer gendliche härter und noch ausgefallener werden, damit die Glückshormone, gleich wiewir, beidass der Im Sexualkundeunterricht erleben stofflichen Sucht, überhaupt noch ausgesich die Fragen in vier Hauptbereiche schüttet werden. weiss man, dass auffächern lassen:Heute Beziehung, «das erste eine stoffliche am gleichen Ort Mal»,nicht Verhütung undSucht Sexstellungen. Neben im stattfindet wie eine Der derHirn Auseinandersetzung mitstoffliche. der eigenen psychologische Aspekt istzu dieser: Zukunft, der Ablösung von HauseDie undFasder zination der Pornografie beim Konsum schrittweisen Zuwendungwird zu einem Gegenso gross, alles,wir was umimeinen herum über – dasdass erfahren etwa geschlechgeschieht, unwichtig wird, die Ehefrau, Kintergetrennten Gruppenaustausch – stehen der, Freundeskreis, Glaube Die aberder primär persönlicheder Fragen zur usw. eigenen Anzahl an Identität Stunden,zur dieDiskussion. am Computer im sexuellen Einige Internet verbracht steigert sich, davon lauten: «Wiewerden, attraktiv bin ich?», der Konsument wird zunehmendFrau asozial. «Werde ich als heranwachsende von Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs (potenzielle wahrgenommen?» Den PC im Liebhaber) Wohnzimmer aufzustellen oder ich zu alsvereinbaren, Junge eine ebenso oder«Bekomme eine PC-Zeit kann hübsche Freundin mein Kollege?» zum Schutz der wie Kinder beitragen. Je nach Alter, Biografie und persönlichen Erfahrungen erhalten aber auch die praktischen Fragen rund um die Sexualität (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtskrankheiten) Bedeutung.

unterschiedlich gewertet werden. «Wandelt in Liebe und weist den Götzen der gestörten Sexualität ab», Eph. 5, 1–7 (die Bibel).

Wie können sich Eltern verhalten, um ihre Kinder zu schützen? Allein schon den PC im Wohnzimmer aufzustellen, hilft. Der heimliche Internetkonsum wird damit unterbunden. Eine PC-Zeit mit den Kindern abmachen und einhalten. Kinder sollen offen mit den Eltern sprechen und sagen können, was sie im Internet sehen. Michael Recher

Tipps

Herr Recher, der Schritt zum Computer scheint heute nicht weit. Filter einbauen, um unliebsame Konsumieren viele Jugendliche Überraschungen zu verhindern. Pornografie im Internet? Es stimmt: alle Jugendlichen in der ElternPraktisch müssen über Social Media Schweiz halten sich regelmässig im Internet Bescheid wissen und versuchen, mit auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» den Kindern Schritt zu halten. Die hattenPräventionsbroschüre schon 42 Prozent der Elfbis 13-Jährigen «Click it» der Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ Schweizerischen Kriminalprävention Jährigen sind hilfreich. es bereitsSiehe 79 Prozent. Wenn ist da sehr «man» weiss, dass es im Internet gratis, anwww.stopp-kinderpornografie.ch. onym und unverbindlich Informationen zum Thema gibt, ist aber es naheliegend, dass DasSex Wichtigste ist: diese wird. Die Studien saDASQuelle TABUgecheckt BRECHEN UND gen aber nichts über die Häufigkeit, die MoDARÜBER SPRECHEN. tivation und den persönlichen Umgang mit den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeführt sind, die nur ein einziges Mal auf eine Seite mit pornografischen Darstellungen gegangen sind, aus Versehen oder Neugierde. Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, dass sich unter den übrigen 21 Prozent Jugendliche befinden, die sich im Netz regelmässig Pornos reinziehen, sich aber für ihr Verhalten schämen und darum keine Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Glossar

➜ Blog ➜ Cyberstalking

Pornografie im Internet

Blog CyberMobbing Pornografie im Internet:

Unter Cybermobbing versteht man das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Blossstellen oder Belästigen anderer mithilfe moderner Kommunikationsmittel – meist über einen längeren Zeitraum. Auch hier geschieht dies häufig über Social Networks. Das Schweizerische Weisse Kreuz ist die Fachstelle für Lebensschutz, Wird oftmals als Tagebuch im Internet bezeichnet. Ein festgelegter Autorenkreis verfasst Einträge, die der Leser mit Kommentaren versehen kann. Jugendliche berichten hier häufig aus ihrem Privatleben.

➜ Über das Making-of reden Chat

Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig und Das Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die Wort Chat ist englisch (to chat) und bedeutet so viel wie Sexualität. plaudern. Im Internet werden damit Websites oder Programme bezeichnet, die die Möglichkeit bieten, Botschaften (Text, Ton, Bild oder Video) zwischen zwei oder mehreren Personen in Echtzeit auszutauschen.

Chatiquette/ Netiquette

Cybergrooming

Gezielte sexuelle Belästigung von Kindern und Jugendlichen im Internet. Dabei wird zunächst das Vertrauen mit dem Ziel ausgenutzt, später Straftaten an Minderjährigen, wie etwa die Anfertigung kinderpornografischer Aufnahmen oder sexueller Missbrauch, zu verüben.

Cybersex

Benimmregeln, die beim Chatten eingehalten werden sollten. Simone Spätig keine Beleidigungen. Zum Beispiel:

Steht für den Austausch von sexuellen Fantasien im Internet. Michael Recher

Frau Spätig, Sex ist ein wichtiges Thema. Wie beschäftigen sich JuVirtuelle damit? Gemeinschaften von gendliche

Herr Recher, der Schritt zum ComStalking, engl.heute für «Pirschjagd», puter scheint nicht weit. muss nicht unbedingt dem Konsumieren viele mit Jugendliche Internet in Verbindung stehen. Pornografie im Internet? Leider

Communitys

Internetnutzern, die ähnliche ImInteressen Sexualkundeunterricht erleben wir, dass haben und sich austausich die wollen. FragenDamit in vier Hauptbereiche schen ist oft eine auffächern lassen: Beziehung, «das Gruppe von Chattern gemeint, dieerste Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben einen bestimmten Chat besuchen. der Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der schrittweisen Zuwendung zu einem Gegenüber Darunter – das erfahren wir etwa versteht man im dasgeschlechBlosstergetrennten Gruppenaustausch – stehen stellen von Personen im Internet mitaber primär persönliche Fragen zur eigenen hilfe von entwürdigenden Bildern sexuellen zur Diskussion. Einige (z. B. aufIdentität Social Networks wie Facedavon book lauten: und Co.)«Wie attraktiv bin ich?», «Werde ich als heranwachsende Frau von Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso hübsche Freundin wie mein Kollege?» Je nach Alter, Biografie und persönlichen Erfahrungen erhalten aber auch die praktischen Fragen rund um die Sexualität (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtskrankheiten) Bedeutung.

Cyberbullying

Cyberstalking

werden aber die Neuen Medien immehr für diese Esmer stimmt: Praktisch alleGewaltform Jugendlichen in der missbraucht. Beim Stalking handelt Schweiz halten sich regelmässig im Internet esLaut sichder umaktuellen «das willentliche, wiederhatauf. «Bravo-Studie» tenholte schon 42 Prozent der Belästigen Elf- bis 13-Jährigen Verfolgen oder Kontakt Pornografie. Bei den 14­und bis 17­ einer mit Person, deren physische Jährigen sind es bereits 79 Prozent. psychische Unversehrtheit und Wenn «man» weiss, dass es im Internetwird». gratis, anSicherheit dadurch bedroht onym unverbindlich Informationen zum Diesund kann in Form von falschen Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass Einträgen in Foren oder Gästebüchern diese Quelle wird. Die Studien saoder auchgecheckt durch E-Mail-Terror gen aber nichts über die Häufigkeit, die Mogeschehen. tivation und den persönlichen Umgang mit den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeführt sind, die nur ein einziges Mal auf eine Seite mit pornografischen Darstellungen gegangen sind, aus Versehen oder Neugierde. Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, dass sich unter den übrigen 21 Prozent Jugendliche befinden, die sich im Netz regelmässig Pornos reinziehen, sich aber für ihr Verhalten schämen und darum keine Angaben machen wollten. Insofern sind die

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➜ Fake ➜ Nickname

Pornografie im Internet Glossar

Fake IP-Adresse Pornografie im Internet:

Fake ist englisch und bedeutet Die Internet-Protokoll-Adresse Fälschung oder Schwindel. ist so etwas wie eine unverwechselJemand ist ein Fake, wenn er im bare Nummer jedes einzelnen ComChat falsche Angaben zu seinem puters im Internet. Die Polizei kann Alter, seinem Geschlecht oder mithilfe der IP-Adresse den Namen seinen Interessen macht. Er täuscht und die Adresse des Besitzers dann jemanden vor, der er nicht ausfindig machen. Das bedeutet, wirklich ist. Manche Chatter nutzen dassFachstelle man im Internet nicht wirklich Das Schweizerische Weisse Kreuz ist die für Lebensschutz, das aus, umund andere Nutzer zu anonym unterwegs ist! Sexualethik Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig nerven oder zu belästigen. und Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die

➜ Über das Making-of reden

Sexualität.

Filterprogramm

Auch für den Computer gibt es Filter, denn im Internet gibt es nicht nur Lustiges und Wissenswertes, sondern leider auch schockierende, beleidigende und verbotene Seiten. Ein Filterprogramm hilft dabei, diese Seiten voneinander zu unterscheiden. Der Filter lässt die unerwünschten Seiten nicht durch, sie werden nicht mehr angezeigt.

Media-SharingPlattformen Interessierten Benutzern bieten diese Plattformen (z. B. YouTube) die Möglichkeit, ein Profil anzulegen, Mediendaten wie Fotos und Videos zu speichern und Inhalte anderer Nutzer zu konsumieren sowie zu bewerten.

Netiquette/ Netikette

Simone Spätig

Michael Recher

FrauAuf Spätig, Sex ein wichtiges Deutsch: derist Ignorier-Knopf. In vielen Chats kann der Nutzer Thema. Wie beschäftigen sich Juauf «ignorieren» clicken, um die gendliche damit?

HerrMit Recher, der «Netikette» der Schritt bezeichnet zum Comman Benimmregeln im Internet. puter scheint heute nicht weit. Netikette setzt sich aus Jugendliche den Wörtern Konsumieren viele Internet und Etikette, das bedeutet Pornografie im Internet?

Ignore-Button

Nachrichten eines Chatpartners zu der nervt oder die wir, Userdass Im blockieren, Sexualkundeunterricht erleben beschimpft. sich die Fragen in vier Hauptbereiche auffächern lassen: Beziehung, «das erste Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben der Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der schrittweisen Zuwendung zu einem Gegenüber Diese – das erfahren wirsofortigen etwa im geschlechdienen zur tergetrennten Gruppenaustausch – stehen Nachrichtenübermittlung zwischen aber primär Fragen zur eigenen zwei oderpersönliche mehreren Teilnehmern sexuellen Identität zur Diskussion. Einige (z. B. MSN, Skype, ICQ). davon «Wie attraktiv Über lauten: diese Programme wird bin auchich?», «Werde als heranwachsende immerich häufiger «telefoniert». Frau von Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso hübsche Freundin wie mein Kollege?» Je nach Alter, Biografie und persönlichen Erfahrungen erhalten aber auch die praktischen Fragen rund um die Sexualität (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtskrankheiten) Bedeutung.

Instant Messenger

Umgangsformen, zusammen. Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der Schweiz halten sich regelmässig im Internet auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatten schon 42 Prozent(wird der Elf13-Jährigen Der Nickname of bis in Chats Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ verwendet) ist ein Spitzname. Jährigen esaus bereits 79 Prozent. Wenn Dieser sind sollte Sicherheitsgrün«man» es imwirklichen Internet gratis, anden weiss, nichts dass mit dem onym und unverbindlich zum Namen zu tun haben Informationen und nichts Thema gibt, ist es naheliegend, über Sex den Wohnort oder das Alter dass diese Quelle gecheckt wird. Die Studien saverraten. gen aber nichts über die Häufigkeit, die Motivation und den persönlichen Umgang mit den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeführt sind, die nur ein einziges Mal auf eine Seite mit pornografischen Darstellungen gegangen sind, aus Versehen oder Neugierde. Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, dass sich unter den übrigen 21 Prozent Jugendliche befinden, die sich im Netz regelmässig Pornos reinziehen, sich aber für ihr Verhalten schämen und darum keine Angaben machen wollten. Insofern sind die

Nickname

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➜ Pädokriminelle ➜ wiki

Pornografie im Internet Glossar

Pädokriminelle Podcast Pornografie im Internet: Dabei handelt es sich um Personen, die strafbare sexuelle Handlungen an Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren vornehmen.

Bezeichnet das Veröffentlichen von Audio- und Videodateien im Internet, die abonniert werden können.

➜ Über das Making-of reden Social Network Das Schweizerische Weisse Kreuz ist dieBei Fachstelle für Lebensschutz, Pädophil den Social Networks

Sexualethik und Die (soziale Sexualpädagogen Simone Netzwerke) handelt es Spätig sich Eine Person istBeziehungsfragen. pädophil, um Internetplattformen, auf denen und Michael behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die wenn sie sichRecher sexuell zu Kindern die Nutzer Inhalte verfassen und hingezogen fühlt. Solche Personen Sexualität. finden es zum Beispiel schön, Fotos von nackten Kindern anzuschauen oder Minderjährige unsittlich zu berühren.

Passwort

Ein Passwort ist ein geheimes Kennwort, das dir zu etwas Zutritt verschafft. Du brauchst es zum Beispiel, um dich ins Internet einzuwählen oder in einem Chat anzumelden. Folgendes sollte bei der Wahl eines Passwortes beachtet Simone Spätig werden: Es sollte mehr als sechs Zeichen enthalten, man sollte BuchFrau Spätig, Sex ist ein wichtiges staben und Zahlen mischen sowie Thema. Wie beschäftigen sich Juauf die Grossund Kleinschreibung gendliche damit? achten. Namen, Wohnort oder anpersönliche Datenerleben solltenwir, nicht Imdere Sexualkundeunterricht dass für die das Passwort werden. sich Fragen inverwendet vier Hauptbereiche Und ganzlassen: wichtig: Man sollte«das sich erste auffächern Beziehung, dasVerhütung Passwortund merken können ;-)Neben Mal», Sexstellungen. der Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der schrittweisen Zuwendung zu einem Gegenüber – das erfahren wir etwa im geschlechtergetrennten Gruppenaustausch – stehen aber primär persönliche Fragen zur eigenen sexuellen Identität zur Diskussion. Einige davon lauten: «Wie attraktiv bin ich?», «Werde ich als heranwachsende Frau von Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso hübsche Freundin wie mein Kollege?» Je nach Alter, Biografie und persönlichen Erfahrungen erhalten aber auch die praktischen Fragen rund um die Sexualität (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechtskrankheiten) Bedeutung.

gestalten und sich so mit Freunden und Bekannten austauschen können (z. B. www.facebook.com, www.netlog.ch, www.twitter.com). Dabei erstellen sie ein Profil mit Fotos und persönlichen Angaben und kreieren so einen elektronischen Steckbrief. Das eigene Profil wird mit anderen Mitgliedern vernetzt. Über diese Netzwerke werden Nachrichten verschickt, es wird gebloggt und kommentiert. Man sollte aber gut darauf achten, welcheRecher Informationen man preisMichael gibt und wie sicher das verwendete Netzwerk ist. der Schritt zum ComHerr Recher,

puter scheint heute nicht weit. Konsumieren viele Jugendliche Pornografie im Internet?

Wiki

Eine Ansammlung von Webseiten, Es die stimmt: alle Jugendlichen von Praktisch Benutzern frei erstellt, mitin der Schweiz imwerInternet Inhalt halten gefülltsich undregelmässig überarbeitet auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatden können (z. B. www.wikipedia.ch). tenWikipedia schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen ist mit diesem Prinzip Kontakt mit Pornografie. den 14­ bis 17­ zu einem gewaltigen,Bei aktuellen, Jährigen sind Nutzern es bereits 79 Prozent. Wenn von vielen erstellten Lexikon «man» weiss, dass es im Internet gratis, angeworden, das allerdings nicht onym und fehlerfrei unverbindlich immer ist. Informationen zum Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass diese Quelle gecheckt wird. Die Studien sagen aber nichts über die Häufigkeit, die Motivation und den persönlichen Umgang mit den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeführt sind, die nur ein einziges Mal auf eine Seite mit pornografischen Darstellungen gegangen sind, aus Versehen oder Neugierde. Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, dass sich unter den übrigen 21 Prozent Jugendliche befinden, die sich im Netz regelmässig Pornos reinziehen, sich aber für ihr Verhalten schämen und darum keine Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Linkliste *

Pornografie im Internet

www.skppsc.ch Pornografie im Internet:

Die Website der Schweizerischen Kriminalprävention veröffentlicht unter der Rubrik «Internet» eine Vielzahl von sehr hilfreichen Infos zu den Themen «Soziale Netzwerke», «Safer Chatten», «Kinderpornografie» sowie «Internetbetrug». Eltern finden zum Beispiel dort einen «Gesprächsleitfaden Soziale Netzwerke». Videos sollen helfen zu begreifen, welche Auswirkungen Cybermobbing kann welche Das Schweizerische Weissehaben Kreuz ist oder die Fachstelle für Lebensschutz, Sicherheitseinstellungen man bei den bekanntesten Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig Netzwerken soll. und Michael vornehmen Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die

Sexualität.

www.cybersmart.ch

Beim Projekt cybersmart geht es um Neue Medien – also Computer/Internet, Handy, Facebook, YouTube, Videogames etc. – mit all den Möglichkeiten für Kommunikation, Unterhaltung und Games. Aber auch um problematische Aspekte, die damit verbunden sind, wie Missbrauch, Gewalt/Cybermobbing, Onlinesucht etc. Die Berner Gesundheit bietet Unterstützung für Schulen, Familien und Einzelpersonen. Sie hat ein breites Spektrum an Angeboten, die aufeinander abgestimmt sind. Dabei stehen die Entwicklung von Medienkompetenz und Medienerziehung sowie ein unproblematischer Umgang mit Neuen Medien im Zentrum. Simone Spätig Michael Recher

Frau Spätig, Sex ist ein wichtiges Thema. Wie beschäftigen sich Jugendliche damit?

➜ TOPLINKS

➜ Über das Making-of reden

Herr Recher, der Schritt zum Com-

www.kinderschutz.ch puter / scheint heute nicht weit. Konsumieren viele Jugendliche www.netcity.org Pornografie im Internet?

Ob zu Hause oder in erleben der Schule – das Internet gehört Im Sexualkundeunterricht wir, dass zumdie Alltag von Kindern. surfen, chatten, bloggenPraktisch alle Jugendlichen in der sich Fragen in vier Sie Hauptbereiche Es stimmt: und ladenlassen: sich Bilder, Musik «das oder Klingeltöne herunter. auffächern Beziehung, erste Schweiz halten sich regelmässig im Internet Sie Verhütung haben dasund Internet im Griff und reden auf. fachmänMal», Sexstellungen. Neben Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatdarüber. Aber sind sich wirklich ten der schon Risiken dernisch Auseinandersetzung mitsieder eigenen 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen bewusst, mit denenvon siezu imHause Internet müssen? Zukunft, der Ablösung und rechnen der Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ Eine Bestandsaufnahme technische schrittweisen Zuwendung zu zeigt, einemdass GegenJährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn Gewandtheit keinwir Synonym Sicherheit «man» ist. Medienüber – das erfahren etwa im für geschlechweiss, dass es im Internet gratis, ankompetenz müssen Kinder erst– erwerben. Gefordert tergetrennten Gruppenaustausch stehen onym und unverbindlich Informationen zum sind hier neben den Kindern auch die Eltern und Schulen. aber primär persönliche Fragen zur eigenen Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass DieIdentität Stiftung zur Kinderschutz Action sexuellen Diskussion.Schweiz Einige und diese Quelle gecheckt wird. Die Studien saInnocence «netcity.org» lanciert, eine über die Häufigkeit, die Modavon lauten:haben «Wie zusammen attraktiv bin ich?», gen aber nichts schweizweite Kampagne zur Prävention mit den «Werde ich als heranwachsende Frau von der tivation und den persönlichen Umgang mit neuen Informationsund Kommunikationstechnologien Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass verbundenen Risiken.wahrgenommen?» bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufge(potenzielle Liebhaber) oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso führt sind, die nur ein einziges Mal auf eine hübsche Freundin wie mein Kollege?» Seite mit pornografischen Darstellungen geJe nach Alter, Biografie und persönli- gangen sind, aus Versehen oder Neugierde. chen Erfahrungen erhalten aber auch die Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorpraktischen Fragen rund um die Sexuali- stellen, dass sich unter den übrigen 21 Protät (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zent Jugendliche befinden, die sich im Netz zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer regelmässig Pornos reinziehen, sich aber Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechts- für ihr Verhalten schämen * kein Anspruch und darum keine krankheiten) Bedeutung. auf Vollständigkeit Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Pornografie im Linkliste Internet *

www.schau-hin.ch Pornografie www.elternet.ch im Internet:

Tipps gegen sexuellen Missbrauch im Chat

unterstützt Eltern in der Medienerziehung

➜ Über das Making-of reden

www.opferhilfe-schweiz.ch

➜ Eltern

Das Schweizerische Weisse Kreuz ist die Fachstelle für Lebensschutz, Linkliste mit Beratungsstellen Sexualethik und Beziehungsfragen. Die Sexualpädagogen Simone Spätig und Michael Recher behandeln mit Jugendlichen Themen rund um die Sexualität.

Simone Spätig

www.actioninnocence.ch Prävention und Sensibilisierung

www.fit4chat.ch

Kurzinfos und Tipps zum sicheren Chatten für Kinder, umfassende Informationen für Erwachsene. Keine interaktiven Angebote

www.jugendallianz.ch Hilft im Umgang mit Web 2.0 wie Facebook, MSN, Twitter etc.

Michael Recher www.kobik.ch

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➜ Kinder / Jugendliche

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Simone Spätig Michael Recher Informationen zum Thema Jugendschutz im Frau Spätig, ist einAnleitungen wichtigesfür SicherheitsHerr Recher, der Schritt zum ComInternet. HierSex findet man einstellungen von Browsern, Betriebssystemen Thema. Wie beschäftigen sich Ju- puter und scheint heute nicht weit. Social Networks. gendliche damit? Konsumieren viele Jugendliche

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Tipps gegen sexuellen Missbrauch im Chat

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Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der Schweiz halten sich regelmässig im Internet auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatten schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn «man» weiss, dass es im Internet gratis, anonym und unverbindlich Informationen zum Thema Sex gibt, ist es naheliegend, dass diese Quelle gecheckt wird. Die Studien sagen aber nichts über die Häufigkeit, die Motivation und den persönlichen Umgang mit den Inhalten aus. Es ist gut möglich, dass bei den 79 Prozent auch Jugendliche aufgeführt sind, die nur ein einziges Mal auf eine Seite mit pornografischen Darstellungen gegangen sind, aus Versehen oder Neugierde. Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, dass sich unter den übrigen 21 Prozent Jugendliche befinden, die sich im Netz regelmässig Pornos reinziehen, sich aber für ihr Verhalten schämen und darum keine Angaben machen wollten. Insofern sind die

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Beratung und Hilfe von Pro Juventute:

➜ Über das Making-of reden per Telefon, SMS oder Chat

hier findet man Hilfe !

➜ Betroffen?

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Simone Spätig

www.143.ch

www.opferhilfe-schweiz.ch Linkliste mit Beratungsstellen für Kinder und Jugendliche

www.internet-seelsorge.ch Erfahrene SeelsorgerInnen bieten Menschen in schwierigen Situationen sinnstiftende Beratung an.

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Michaelzur Recher Koordinationsstelle Bekämpfung von Internetkriminalität

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Im Sexualkundeunterricht erleben wir, dass sich die Fragen in vier Hauptbereiche Es stimmt: Praktisch alle Jugendlichen in der auffächern lassen: Beziehung, «das erste Schweiz halten sich regelmässig im Internet Mal», Verhütung und Sexstellungen. Neben auf. Laut der aktuellen «Bravo-Studie» hatder Auseinandersetzung mit der eigenen ten schon 42 Prozent der Elf- bis 13-Jährigen Zukunft, der Ablösung von zu Hause und der Kontakt mit Pornografie. Bei den 14­ bis 17­ schrittweisen Zuwendung zu einem Gegen- Jährigen sind es bereits 79 Prozent. Wenn über – das erfahren wir etwa im geschlech- «man» weiss, dass es im Internet gratis, antergetrennten Gruppenaustausch – stehen onym und unverbindlich Informationen zum aber primär zur eigenen Sex gibt, istFrauen es naheliegend, dass ➜ Wir sindpersönliche christlicheFragen Polizistinnen und Thema Polizisten sowie und Männer sexuellen Identität zur Diskussion. Einige diese gecheckt wird. Studien saaus anderen Blaulichtorganisationen oderQuelle Institutionen wie Die dem Grenzdavon lauten: und «Wieder attraktiv bin ich?», genchristlichen aber nichts über die Häufigkeit, die Mowachtkorps Bahnpolizei, die den Glauben verbindlich «Werde Unser ich als Hauptanliegen heranwachsende Frau von tivation und den persönlichen Umgang mit leben. ist es, unseren Kolleginnen und Kollegen gute Mädchen (Konkurrenzkampf) und Jungs denuns Inhalten aus. Es istzugut möglich, Kameradinnen und Kameraden zu sein, gegenseitig helfen unddass zu (potenzielle Liebhaber) wahrgenommen?» bei den Frieden 79 Prozentzu auch Jugendliche aufgeermutigen, uns sozial zu engagieren sowie stiften. Wir bieten oder «Bekomme ich als Junge eine ebenso führt sind, die und nur ein einziges Mal auf Uneine unseren Kolleginnen und Kollegen seelsorgerliche psychologische hübsche Freundin wie mein Kollege?» mit pornografischen Darstellungen geterstützung in schwierigen Situationen,Seite fördern die Berufsethik im In- und Je nach und Alter,engagieren Biografie und persönligangen sind, Versehen oder Neugierde. Ausland uns in gemeinnützigen undaus sozialen Projekten. Friechen Erfahrungen und erhalten aber auch die sind Auf der Seite kann ich mir gut vordensförderung Menschenrechte unsanderen ein grosses Anliegen. Dazu praktischen Fragen rund um dieChristlichen Sexuali- stellen, dassVereinigung sich unter denSchweiz übrigen 21CPV Prohaben wir uns im Verein der Polizei tät (Anmache, Freundschaft, Anleitungen zent Jugendliche befinden, die sich im Netz zusammengeschlossen. zu sexuellen Praktiken, Verhütung einer regelmässig Pornos reinziehen, sich aber Schwangerschaft, Schutz vor Geschlechts- für ihr Verhalten schämen und darum keine krankheiten) Bedeutung. Angaben machen wollten. Insofern sind die

Die Christliche Polizei Vereinigung Schweiz – CPV

Weitere Informationen finden Sie auf www.cpv.ch

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Die Christliche Polizei Vereinigung Schweiz – CPV

Impressum

CPV-Publikationen MALBUCH FĂ&#x153;R KINDER ÂŤKinder brauchen mehr als einen SchutzengelÂť â&#x20AC;&#x201C; nämlich Vorbilder und Gebet! Unter diesem Motto gibt es Ausmalseiten zu ÂŤErste Schritte im StrassenverkehrÂť, ÂŤmit dem Velo, Auto oder im Alltag unterwegsÂť. Selbstverständlich mit LĂśsungen und Antworten! Das Malbuch gibt es in drei Sprachen, jeder Kanton hat eine eigene Farbe. ,;F<O

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Herausgeber: Christliche Polizei Vereinigung Schweiz

Ă&#x153;berreicht von:

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CH-8000 ZĂźrich Tel. 044 77 00 117 office@cpv.ch www.cpv.ch Spendenkonto: PC-Konto: 80-859-3

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Ausgabe: 1 / 2012_1285/Aargau Nord Hierzegger

AUSGABE 1/2007 ¡ BASEL-STADT

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ÂťKINDER BRAUCHEN MEHR ALS EINEN SCHUTZENGELÂŤ

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Präsident: Felix Ceccato

JUGENDBROSCHĂ&#x153;RE ÂŤWir lassen nur unsern Frust ab!Âť Mit Vorworten aus der Politik Ăźber Beiträge zu ÂŤEltern und ErziehungÂť, ÂŤKonzepte und StrategienÂť, ÂŤMedien und GewaltÂť werden Auswege aus der Jugendgewalt erĂśrtert. Zudem: Was tut die Polizei z. B. in Basel und ZĂźrich dagegen? PersĂśnliche Erlebnisberichte und Porträts runden das Thema ab.

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Das kleine Ethikhandbuch Frieden stiften im Polizeialltag ist unsere Polizei-Bibel. Es ist ein persÜnliches Einsatzbuch, welches auch Sie zu einem Friedensstifter oder einer Friedensstifterin machen kann, und besteht aus drei Teilen: 1. Lehrteil zu Ethik (80 Seiten) 2. Neues Testament (Hoffnung fßr alle), ausgewählte Psalmen und Sprßche (555 Seiten) 3. Bewegende Lebensberichte und Hilfe fßr Menschen in Not (80 Seiten) Bestellen Sie das Ethikhandbuch Frieden stiften im Polizeialltag beim Brunnen-Verlag Basel ßber kundendienst@bibelpanorama.ch Tel.: 061 295 6003; Fax: 061 295 6068. Frieden stiften im Polizeialltag ISBN 978-3-937103-74-7 Einband Kunststoff, erschienen im April 2010

Tel.: 032 621 76 13 info@apacom.ch www.apacom.ch

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Beide BroschĂźren kĂśnnen exemplarisch beim IV-Verlag bezogen werden.

FRIEDEN STIFTEN IM POLIZEIALLTAG

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Das Internet hat in vielen Lebensbelangen Erleichterung gebracht. Es birgt aber auch Probleme und Risiken, so zum Beispiel durch Grenzverlet...

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