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vorbeugen ist besser …

Schwerpunkt «Prävention» in Solothurn

Um die Präventionsarbeit bei Jugendlichen und den altersgerechten Umgang mit minderjährigen Straftätern zu verbessern, haben mehrere Kantone in den letzten Jahren JugendpolizeiAbteilungen eingerichtet. Im Kanton Solothurn hat die Jupo 2007 begonnen. Neun Polizisten und eine Polizistin kümmern sich um die Zehnbis 18-Jährigen. Ein Fünftel ihrer Kräfte setzt die Einheit für die Prävention an den Schulen ein. «Wir besuchen pro Schultag rund zwei Klassen. Mit den Elternabenden und anderen öffentlichen Anlässen ergibt das ungefähr 350 Auftritte im Jahr. Die meisten 18-Jährigen im Kanton Solothurn haben die Jupo mindestens einmal im Unterricht erlebt», sagt Marcel Dubach, Leiter der Jupo Kanton Solothurn. Bei der Prävention im Schulzimmer lag der Fokus ursprünglich auf Gewalt, Alkohol und Drogen. Seit 2010 stehen Neue Medien im Zentrum. Nur an den Berufsschulen sei Gewalt das Hauptthema geblieben. Daneben sucht die Jupo, die in Zivil arbeitet, das Gespräch mit Jugendlichen in den Strassen. Drogen und Alkohol sind dabei zentrale Themen, besonders wenn die Teens beim Konsum angetroffen werden. «Solothurn ist ein eher ländlicher Kanton. Bei Jugendlichen haben wir es selten mit ‹harten› Drogen zu tun. Natürlich ist auch hier Canna-

Bild: © Burlingham/fotolia.de

« Manchmal sind wir die Ersten, die einem Jugendlichen Grenzen setzen!»

bis sehr verbreitet. Wir machen selten gezielte Grosskontrollen bei Jugendlichen. Aber wenn sie erwischt werden, erfolgt eine Strafanzeige.» Konkret bedeutet das, dass die Jugendlichen neben der Strafe zum Besuch eines Informationsanlasses zur Gefahr von Drogen verknurrt und die Eltern benachrichtigt werden. In jedem Fall werden die Drogen konfisziert. «Alkohol bereitet uns aber mehr Probleme als Cannabis. Da ist das Potenzial von Gewaltausbrüchen und Zerstörungswut viel grösser als beim Kiffen», relativiert der Jupo-Leiter das Drogenproblem. ➔

Wussten Sie, dass … GHB, auch bekannt als «Liquid Ecstasy», zu plö­tzlichem Tiefschlaf oder Koma führen kann? In Kombination mit anderen Wirkstoffen oder mit Alkohol kann die Flüssigkeit zum Tod durch Ersticken führen. Quelle: Kantonspolizei Zürich

Alles im Griff? Für ein Leben ohne Drogen.

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CPV - Für ein Leben ohne Drogen  

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