Page 15

Null Toleranz statt Kompromissen

| links & adressen

➜ Bis zum Beginn der kontrollierten Drogenabgabe in den Neunzigerjahren des letzten Jahrhunderts war in der Schweiz klar: Illegale Drogen müssen mit allen Mitteln bekämpft werden. Im Umgang mit Menschen, die süchtig nach solchen Substanzen waren, galt die Enthaltsamkeit als oberstes Ziel. Der übliche Weg zu diesem Ziel führte über einen Entzug mit anschliessender mehrmonatiger Therapie und Lebensberatung. Trotz Therapieabbrüchen und Rückfällen war dieses Vorgehen in der Gesellschaft breit abgestützt. Mit der kontrollierten Heroinabgabe 1994 hat sich die Wahrnehmung illegaler Drogen in der Gesellschaft verändert. An die Stelle der Null Toleranz ist die Vorstellung getreten, dass Schwerstsüchtige mit der ärztlich kontrollierten Abgabe sauberer Drogen besser leben als ohne Drogen. Die Leidtragenden dieses Umdenkens sind die Süchtigen, ihre Familien und Freunde. Manche Eltern beklagen heute, dass sie sich mit den Ängsten um ihre Kinder von staatlichen Drogenberatungsstellen im Stich gelassen fühlen. Nach wie vor gibt es Organisationen, die sich für eine radikale Befreiung von illegalen Drogen einsetzen. Hier finden Jugendliche und Erwachsene eine Liste nützlicher Links. In der Folge finden Sie zwei kurze Porträts und weitere nützliche Web-Adressen von Vereinigungen, die sich für die Null Toleranz gegenüber Drogen einsetzen.

Eltern gegen Drogen Die «Schweizerische Vereinigung Eltern ge­ gen Drogen» mit Sitz in Bern bringt Eltern, deren Kinder von Drogensucht bedroht sind, miteinander in Kontakt und vermit­ telt Adressen von Fachleuten. Aus der Er­ fahrung heraus, dass gutes Zureden bei Jugendlichen oft auf taube Ohren stösst, ermutigt der Verein Eltern dazu, mit ihren Kindern vertraglich festzulegen, dass diese

im Ausgang clean bleiben und dies mittels Urin­Schnelltests überprüfen. Die Konse­ quenzen für Vertragsbrüche – zum Beispiel Hausarrest – sollen Eltern und Kinder ge­ meinsam ausarbeiten, wenn sie den Vertrag abschliessen, rät der Verein. ● www.elterngegendrogen.ch ● Kontakt:eltern_ g_drogen@bluewin.ch

Jugend gegen Drogen Der Verein «Jugend gegen Drogen» wurde Anfang 1994 in Zürich gegründet und ist auf die gesamte Schweiz ausgerichtet. Ebenso wie die «Schweizerische Vereinigung Eltern ge­ gen Drogen» nimmt «Jugend gegen Drogen» Stellung zu aktuellen Fragen der Schweizer Drogenpolitik. Ziel sind die Verbreitung sach­ gerechter Information für alle Altersgruppen, die Förderung der Drogenprävention, beson­

ders durch die Stärkung der Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen. Ausserdem werden Aktivitäten gefördert, die helfen, Kin­ der und Jugendliche vor Drogenmissbrauch zu schützen. Bei jungen süchtigen Menschen setzt der Verein auf den Entzug.

● www.jod.ch ● Kontakt: info@jod.ch

Alles im Griff? Für ein Leben ohne Drogen.

Zum Heraustrennen

Profile for IV Group

CPV - Für ein Leben ohne Drogen  

CPV - Für ein Leben ohne Drogen  

Profile for ivgroup
Advertisement