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Pornografie im Internet

Häsch die geili Schlampe im Internet gseh? Über 0 Prozent aller Männer, zunehmend aber auch Frauen, und über 80 Prozent der 15- bis 17-jährigen Jugendlichen konsumieren Pornografie, gefördert durch das Internet, das jederzeit verfügbar sowie anonym und kostengünstig ist. Der Pornokonsum fördert den Frauen- und Kinderhandel und trägt zur Ausbeutung von Millionen von Menschen bei. Dagegen kämpft Irene Hirzel von der Christlichen Ostmission. Frau Hirzel, wie nehmen Sie heute die Jugendlichen und ihren Internetkonsum wahr? Irene Hirzel: Jugendliche tauschen Informationen miteinander aus, ein gesunder und natürlicher Prozess. Sätze wie «Häsch die geili Schlampe im Internet gseh?» gehören aber immer öfters auch dazu. Was Jugendliche im Internet sehen, eben auch Pornofilme, die sie gratis herunterladen, wird ausgetauscht und weiterempfohlen. Dies geschieht unter anderem auf ganz normalen Pausenhöfen in Schulen. In Pornos werden Frauen aber verbal erniedrigt und als Schlampen, Huren, Fotzen und so weiter betitelt. Mit den neuesten Handys, in Social Media wie Chaträumen ist die Möglichkeit, Bildmaterial auszutauschen, immens angewachsen. Während Kinder und Jugendliche sich die neuesten Entwicklungen im Internet mit Leichtigkeit aneignen, tun sich die meisten Eltern schwer damit und können nicht mithalten. Dass Kinder dabei immer häufiger mit pornografischem Material konfrontiert werden, ist Realität. Kann ein Kind einordnen, was es sieht? Tatsache ist: Die meisten Kinder und Jugendlichen klären sich heute über Pornografie auf. Was steckt hinter der Pornoindustrie? Das Pornogeschäft ist im Internet in kürzester Zeit um 1500 Prozent gewachsen und generiert Milliardenumsätze. Um die rasant wachsende Nachfrage zu stillen, benutzt die Industrie

längst nicht mehr nur freiwillige Pornodarstellerinnen. Viele der gehandelten Frauen, das sind in westeuropäischen Ländern 500.000 pro Jahr, werden auf den Strich geschickt und oft gezwungen, in Pornofilmen mitzuwirken, vor allem in «Hardcore-Filmen», wo sie extrem brutal behandelt und aufs Äusserste erniedrigt werden. Sie werden durch Drohungen, Folterungen, Vergewaltigungen und Drogen gefügig gemacht. Kinder und Frauen geraten in den Handel, weil sie keine Perspektive haben, durch extreme Armut in ihrem Herkunftsland, durch Not- und Krisensituationen. Welche Auswirkungen hat der Pornokonsum auf die Entwicklung der Jugendlichen? Die Gefahr, in eine Sucht zu geraten, Sex zu kaufen oder Gewalt an Frauen anzuwenden, ist um ein Vielfaches erhöht. Die Chancen, eine gesunde Beziehung aufzubauen, wird reduziert, und Mädchen werden zum Sexobjekt degradiert. Übersexualisierung kann zu Impotenz führen. Wie meinen Sie das? Pornografie hat eine unheimliche Anziehungskraft. Es ist wissenschaftlich belegt, dass bei regelmässigem Pornokonsum die Hirnstruktur verändert wird. Der Konsument wird – vereinfacht gesagt – konditioniert und gewöhnt sich an die Bilder. Diese müssen, ähnlich dem Drogenkonsum, dann immer härter und noch ➔­

cybermobbing / Gefahren im Internet

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Cybermobbing - Gefahren im Internet  

Informationsbroschüre der CPV Schweiz zum Thema Gefahren im Internet - Cybermobbing

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Informationsbroschüre der CPV Schweiz zum Thema Gefahren im Internet - Cybermobbing

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