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Pornografie im Internet liche können Realität und Fiktion besser auseinanderhalten, jüngeren gelingt dies schlecht, weil sie noch mitten in der emotionalen und körperlichen Entwicklung stehen. Den Jungs tut es zudem gut, wenn sie hören, dass man die fiktive Sexwelt, die nur im eigenen Kopf besteht, nicht auf Knopfdruck abstellen kann. Die Botschaft, dass man später, wenn man in einer festen Beziehung ist, nicht alle Gedanken ausblenden kann, fördert das Bewusstsein für die Eigenverantwortung in Bezug auf Pornografie.

Man kann davon ausgehen, dass Pornografiekonsum verwirrt und negative Auswirkungen hat, wenn: Gewalt verherrlicht oder als etwas Genussvolles dargestellt wird. unrealistische biologische Hochleistungen gezeigt werden. Stellungen und Praktiken dargestellt werden, die mit dem normalen Sexualverhalten nichts zu tun haben. Klischees und Geschlechterstereotypen gebildet respektive gefestigt werden. Ein typisches Beispiel: Frau sagt zuerst immer Nein, wenn man sie aber richtig küsst, berührt oder anmacht, wird sie zum Tier, reisst sich die Kleider vom Leib und bekommt nicht genug. Werte wie Respekt, Familie, Treue, Vertrauen infrage gestellt werden. sexueller Leistungsdruck entsteht [Man(n) kann und will immer].

Frau Spätig: Wie können sich Jugendliche gegenüber dem Gruppendruck, Sex im Netz zu konsumieren, abgrenzen? Für mich muss diese Frage ausgeweitet werden: Wie gut kann sich ein einzelnes Kind/ein einzelner Jugendlicher in Gruppen grundsätzlich abgrenzen? Da sind ja noch viele andere Themen wie Rauchen, Alkohol, Mobbing, Randalieren usw. auf dem Tablett. Ein gesundes, starkes Selbstvertrauen kann man nicht verordnen. Ich glaube, wir haben da als Eltern, Lehrpersonen und Fachleute einen gemeinsamen Auftrag, nämlich die Förderung von Sprachkompetenz und der Fähigkeit, eigenständig Entscheidungen zu treffen. Dazu gehört es auch auszuhalten, wenn unsere Kinder einmal einen Umweg nehmen, den wir nicht gutheissen. Wenn Jugendliche merken, dass wir sie ernst nehmen und ihnen grundsätzlich vertrauen, dann sind sie auch bereit, mit uns Themen abzuhandeln, Fehler einzugestehen und die Konsequenzen auszutragen. Matchentscheidend für mich ist auch, dass wir bereit sind, unsere Kinder gut zu informieren: Wer sich kompetent fühlt, kann sich besser abgrenzen. Es ist ein hoher Anspruch an Jugendliche, dass sie ihren Internetkonsum in «Eigenverantwortung» kontrollieren sollen. Was empfehlen Sie Eltern? Im Gespräch mit Jugendlichen höre ich immer wieder: «Mit meinen Eltern kann ich über solche Dinge nicht sprechen, das ist denen voll peinlich!» Jugendliche wissen genau, mit welchen Themen sie ihre Eltern konfrontieren dürfen und welche sie besser vermeiden. Das geht bis hin zu einem «Doppelleben», weil Mami nicht will, dass sie einen Freund oder eine Freundin haben. Wenn wir Kinder wollen, die sorgfältig mit sich selbst und anderen Menschen umgehen, müssen wir bereit sein, ihnen diese Werte vorzuleben. Dazu gehört ein nicht abbrechender Dialog mit ihnen, auch wenn dies streckenweise anstrengend sein kann. ➔­

cybermobbing / Gefahren im Internet

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Cybermobbing - Gefahren im Internet  

Informationsbroschüre der CPV Schweiz zum Thema Gefahren im Internet - Cybermobbing

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Informationsbroschüre der CPV Schweiz zum Thema Gefahren im Internet - Cybermobbing

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