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Suizidalität bei Kindern und Jugendlichen kann gemeinsam mit den Eltern und ihrem Kind die nächsten Schritte planen und gegebenenfalls entscheiden, ob eine stationäre Behandlung notwendig und unmittelbar einzuleiten ist. In Notfallsituationen (bei einer vermuteten, geäußerten oder bereits geplanten Selbstmordabsicht, also bei einer sogenannten „akuten Selbstgefährdung“ eines Kindes oder Jugendlichen) können Eltern sich auch an die zuständige Kinder- und Jugendpsychiatrie vor Ort wenden, die auch zu Zeiten, in denen ambulante Arztpraxen geschlossen sind, durch Notfalldienste besetzt ist. Hilfreich ist es in diesem Fall, zuvor telefonisch zum diensthabenden Arzt Kontakt aufzunehmen und die Vorstellung anzukündigen.

eigene Kind in eine Klinik eingewiesen werden könnte, oft sehr groß ist, sollte hier die Verhältnismäßigkeit die Grundlage der Entscheidung sein. Erkennen von Suizidalität setzt Kontakt voraus. Dies bedeutet, dass Eltern an dieser Stelle zunächst den Kontakt zu ihrem Kind herstellen müssen. Bei dem weiteren Vorgehen ist es legitim und dringend notwendig, sich professionelle Unterstützung zu suchen. In Anbetracht der eigenen emotionalen Betroffenheit und aufgrund der Nähe und der Liebe zum eigenen Kind wird es häufig auch von Eltern als entlastend erlebt, wenn das Entscheiden über das weitere Vorgehen nicht alleine getroffen werden muss.

Auch wenn an dieser Stelle häufig eine starke Hemmschwelle seitens der Eltern besteht und die Befürchtung, dass das

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BDK - Sichere Kindheit, verantwortungsvolle Gesellschaft  

Mit der Broschüre „Sichere Kindheit" möchte die Redaktion von „Kripo-Tipps" eine Information und Handreichung für Eltern, andere Erziehungsv...