Page 8

Rate mal, wer am Telefon ist Informationen zum sogenannten „Enkeltrick“ Als „Enkeltrick“ bezeichnet die Polizei Straftaten, bei denen die Täter telefonisch Kontakt aufnehmen und die Opfer mit vertrauten und allgemein üblichen Formulierungen ansprechen. Es wird dabei dem Opfer überlassen, ob es in dem Anrufer oder der Anruferin anhand der Stimme und Formulierung einen Verwandten oder Bekannten erkennt. Die Täter selbst wissen häufig auch nach der erfolgreichen Tat nicht, für wen sie eigentlich vom Opfer gehalten wurden. Die einfache Formulierung „Hallo Oma“ suggeriert, dass ein Enkel am Telefon ist. Andere Eingangsformulierungen wie „Hallo Tante Gertrud“ oder einfach nur „Ich bin’s“ führen dazu, dass andere Verwandte oder Bekannte erkannt werden sollen. Weil ursprünglich bei diesen Taten überwiegend vermeintliche Enkel anriefen, hat sich für diesen Modus Operandi (Arbeitsweise) bei der Polizei der Begriff „Enkeltrick“ etabliert. In den Medien tauchen auch Begriffe wie „Neffentrick“ oder „Bekanntentrick“ auf. Das sind aber keine neuen Tricks oder andere Tätergruppen. Das Opfer 1

z. B.

Joachim Ludwig Kriminalhauptkommissar Polizeipräsidium Köln

entscheidet selbst, für wen es den Anrufer hält. Ursprung des Enkeltricks Ähnlich funktionieren Betrugstaten durch angebliche Teppichhändler, die es schon sehr viel länger gibt.1 Dabei geben sich die Täter als Teppichhändler aus, bei dem man Jahre oder Jahrzehnte vorher mal einen Teppich gekauft hat. Nachdem zunächst ein kleines Geschenk versprochen und anschließend günstige Teppiche in der Wohnung angeboten werden, läuft es auch bei dieser Betrugsvariante hinterher darauf hinaus, dass man um ein Darlehen für eine finanzielle Notlage bittet. Wertlose Teppiche werden dann als Pfand hinterlassen.

http://www.focus.de/politik/deutschland/teppich-mafia-grossbetrug-mit-plastik-persern_aid_154520.html

8

BDK - Sicherheit für Senioren