Page 3

Senioren als Opfer Ich traue mich nicht mehr vor die Türe In der heutigen Zeit der Mediengesellschaft wird über Straftaten und insbesondere Gewalttaten sehr zeitnah, sehr umfangreich und oftmals auch übertrieben berichtet. Die Meldungen erreichen insbesondere ältere Menschen, die in der Regel über eine große Lebenserfahrung verfügen, unverhofft. Sie sind erschrocken und betroffen von derartigen Mitteilungen. In der Gedankenwelt der Seniorinnen und Senioren verfestigt sich aufgrund solcher Ereignisse zuweilen das Gefühl, selbst leicht Opfer eines Verbrechens oder auch eines Verkehrsunfalles zu werden. Es gilt daher, das Gefühl „Ich trau mich nicht mehr vor die Türe“ aufzunehmen und durch gezielte polizeiliche Kriminal- oder Verkehrsunfallprävention das Selbstbewusstsein zu stärken. Der demografische Wandel führt immer mehr zur Erörterung dieses Präventionsgedankens in der Öffentlichkeit, aber auch in das vermehrte Bewusstsein von Polizei und anderen mit der Hilfe und Sorge beschäftigten öffentlichen und ehrenamtlichen Diensten.

Hermann-Josef Borjans Erster Polizeihaupt­kom­­missar Polizeipräsidium Bonn

Opfer werden und Opfer sein Opfer einer Straftat zu werden wird subjektiv so empfunden, dass man als „älterer Mensch“ besonders gefährdet ist. Die statistischen Erfahrungen zeigen aber, dass Seniorinnen und Senioren weit unter 10 % in der Opferstatistik der Polizei ausmachen. Tatsächlich ist es so, dass es aufgrund der Lebensumstände und des eigenen Verhaltens eine Opferdisposition bei älteren Menschen in bestimmten Lebenssachverhalten gibt. Bei mir hat einer das Schlafzimmer durchwühlt Nicht nur ältere Menschen werden Opfer eines Wohnungseinbruchs.

3

BDK - Sicherheit für Senioren  
Advertisement