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Keine Angst vor dem Geldautomaten Variante 1: Der Bankkunde wird, nachdem er seine PIN über die Tastatur des Geldautomaten eingegeben hat und die EC-Karte vom Automaten wieder freigegeben wird, plötzlich von einer oder mehreren Personen angesprochen, geschubst oder in anderer Weise bedrängt, sodass er seine Aufmerksamkeit vom Geldautomaten abwendet. Dies genügt, damit ein Täter blitzschnell die Geldscheine im Ausgabeschacht ergreift und damit flüchtet. Variante 2: Täter befestigen am Geldausgabeschacht einen mit Klebeband versehenen Aufsatz („Cash-trapping“ = Bargeld fangen). Bei einem Abhebevorgang bleibt das Geld vom Kunden nicht sichtbar am Klebeband hängen. Der Kunde geht davon aus, dass seine Abhebung keinen Erfolg hatte. Er entfernt sich vom Automaten, um mit einem Bankangestellten darüber zu sprechen oder um von zu Hause sein Konto zu überprüfen. Der Täter nutzt diese Zeit und entfernt den Aufsatz mit dem anhaftenden Geld vom Automaten.

Besonders gefährdet sind Bankautomaten, die in Terminal-Center oder direkt an öffentlichen Straßen installiert sind. Die Täter agieren vornehmlich außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende, da dort die Wahrscheinlichkeit gering ist, vom Bankpersonal oder anderen Kunden ertappt zu werden. Einige Verhaltenstipps • Nutzen Sie nur die Ihnen bekannten Geldautomaten Ihrer Hausbank, nach Möglichkeit während der Geschäftszeiten. • Wenn Ihnen Veränderungen an den Geldautomaten auffallen, informieren Sie sofort einen Bankangestellten. • Achten Sie darauf, dass Sie am Geldautomaten unbeobachtet sind. Fordern Sie zu dicht aufgerückte Personen laut und eindeutig auf, einige Schritte zurückzutreten. • Wenn Sie einen fremden Automaten nutzen müssen, meiden Sie Geräte, die an öffentlichen Straßen und Plätzen installiert sind. Wählen Sie Geldautomaten,

* Quelle: Bundeskriminalamt

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BDK - Sicherheit für Senioren  
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