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Mobbing eine Analyse Ver­­lauf ist durch das stetige Austesten der Grenzen bedingt. Wie kann es zu solchen schweren Mobbingverläufen kommen, die in Misshandlungen enden, bevor jemand etwas merkt und hilft? „Mobbing ist eine Pflanze, die im Dunkeln blüht.“ Dieser Satz trifft den Kern: Mobbing findet immer in einer für die Täter schützenden Umgebung statt, z. B. in den Schulpausen, in den Toiletten, auf dem Nachhauseweg, aber auch in der Anonymität des Internets. Diese Anonymität gewährleistet dem Täter einen unentdeckten, daher quasi gesetzesfreien Schutzraum innerhalb dessen er, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen, einen maximalen Machtgewinn erfährt. Damit ist jegliche „Dunkelzone“ grundlegend für den Erhalt der Mobbingstruktur. So kommt es auch vor, dass Lehrer z. B. oft gar nicht wissen, dass ein Kind aus ihrer Klasse gemobbt wird. Auch Eltern bekommen nicht zwingend etwas davon mit, weil manche Kinder sich nicht trauen, das Thema anzusprechen, um die Eltern nicht zu belasten und als schwach dazustehen.

„Warum machen die Täter das? Das Opfer kann sich doch einfach wehren.“ Wie schön einfach wäre das! Leider entspricht das nicht der Realität. Das Opfer kann sich eben nicht wehren, weil es in einem Machtgefälle steckt, das seine eigene Hilflosigkeit sicherstellt: Der Täter ist

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BDK - Jugendgewalt  

Mit der Broschüre "Jugendgewalt" informiert sie der BDK über eines der kriminalpräventiven Themen, die in den vergangenen Wochen und Monaten...

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