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Der Weg in eine Drogenkarriere …und wie man ihn verhindern kann Die meisten Menschen sind häufig ratlos in Bezug auf illegale Drogen. Sie hatten häufig selbst keinen Kontakt zu diesen und können deshalb die Abhängigkeitspotenziale und Gesundheitsgefahren durch Drogen nicht richtig einschätzen. So könnten erste Anzeichen, die bei Kindern, Freunden und Bekannten für eine Drogengefährdung oder einen Drogenkonsum sprechen, nicht erkannt werden. Raucher neigen dazu, das Rauchen ihrer Kinder zu verharmlosen. Eltern, die regelmäßig Alkohol trinken, sehen in dem Alkoholkonsum ihres Nachwuchses keine Probleme. Erwachsene, die früher selbst Haschisch geraucht haben, halten dies auch bei Jugendlichen für eine ganz normale Etappe des Erwachsenwerdens. Die eigene Erfahrungswelt bestimmt hier die Wahrnehmung und das Reaktionsverhalten in Fällen, in denen Kinder, Freunde und Bekannte mit illegalen Drogen in Kontakt kommen. • Wie aber kann ich erkennen, ob eine Person drogengefährdet ist oder sogar schon die

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Rolf Rainer Jaeger Leitender Kriminaldirektor a. D.

ersten Sprossen der fragwürdigen „Drogenkarriereleiter“ betreten hat? • Wie kann verhindert werden, dass ein Haschisch konsumierender Jugendlicher auch den Griff zu Amphetaminen, Crys-tal Meth, Kokain und Heroin wagt? • Wie kann verhindert werden, dass der gelegentliche Haschischkonsum zum Dauerkonsum wird? Der Haschischkonsument Der Haschischkonsument fühlt sich regelmäßig nicht als abhängig. Er glaubt, seine Sucht im Griff zu haben, folgt allen Argumentationen, die Haschisch verharmlosen, und bestreitet das Suchtpotenzial. Auch die Tat-

BDK - Drogen und Sucht  

Mit Schlagzeilen wie „Kiffen ist cool“ oder „Saufen bis der Arzt kommt“ sehen viele Eltern Gefahren auf ihre Kinder zukommen, die Ängste wec...

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