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Volkskrankheit Medikamentensucht Benzodiazepine und Barbiturate Medikamente werden zunehmend zum Konsumgut. Die Opioidkrise in den USA verdeutlicht zudem, dass Medikamentenmissbrauch längst nicht mehr nur Angehörige einschlägiger Milieus betrifft. Vielmehr zieht sich das Thema durch alle Altersklassen und gesellschaftliche Schichten. Oftmals entsteht eine Sucht nachdem ein Medikament verschrieben aber nicht den Angaben des Arztes zufolge eingenommen wurde. Aus diesem Grund boomt auch der Schwarzmarkt, der zu Rauschzwecken besonders folgende Medikamentenklassen verfügbar macht: Benzodiazepine: Benzodiazepine sind verschreibungspflichtige Medikamente, die vor allem bei Schlaf-, aber auch Angststörungen eingesetzt werden. Die bekanntesten Vertreter sind Rohypnol (Flunitrazepam), Valium (Diazepam) und Xanax (Alprazolam). Sie alle haben eine beruhigende, sedierende Wirkung. Aus diesem Grund wird vor allem Rohypnol auch als Vergewaltigungsdroge bezeichnet

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Tobias Scholl ESA-Test GmbH, Gesellschaft für Prüftechnik Eisenach

mit der kriminelle Täter ihre Opfer gefügig machen. Schätzungen zufolge sind in Deutschland über eine Million Menschen abhängig von Benzodiazepinpräparaten. Risiken und Symptome bei der Einnahme beider Varianten sind: • Müdigkeit, Mattheit, Benommenheit, Konzentrationsschwierigkeiten • Gedächtnislücken, Störung der Bewegungsabläufe • Übelkeit, Durchfall, Mundtrockenheit • Muskelschwäche, langsame, verwaschene Sprache, Blutdruckabfall • Gereiztheit, Abstumpfung

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BDK - Drogen und Sucht  

Mit Schlagzeilen wie „Kiffen ist cool“ oder „Saufen bis der Arzt kommt“ sehen viele Eltern Gefahren auf ihre Kinder zukommen, die Ängste wec...

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