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Drogen im Straßenverkehr Führerscheinentzug droht bei Alkohol und Drogen Reaktionsvermögen sind beeinträchtigt. Ärzte sind verpflichtet, Patienten zu informieren, wenn Nebenwirkungen eines Medikaments eine Fahruntüchtigkeit darstellen können. Verursacht der Verkehrsteilnehmer einen Unfall, so drohen empfindliche Bußgelder oder auch Geld- und Freiheitsstrafen, insbesondere dann, wenn andere Beteiligte verletzt oder sogar getötet werden. Kripo-Tipp: Insbesondere Jugendliche erkennen oftmals nicht die Folgen, wenn sie „betrunken oder bekifft“ mit einem Fahrrad, Motorroller oder Pkw unterwegs sind. Auch ist vielen nicht bekannt, dass bereits ohne das tatsächliche Fahren die Versagung der Erteilung einer späteren Fahrerlaubnis möglich ist, wenn der Führerschein beantragt wird. Sollte in der Jugendzeit ein Eintrag in das polizeiliche Führungszeugnis erfolgt sein, da vorher Drogen konsumiert wurden oder auch im Besitz waren, wird die Fahrerlaubnis zumindest zeitweise versagt.

§ 2 StVG

(Straßenverkehrsgesetz) (1) … (2) Ziffer 3 Eine Fahrerlaubnis darf nur erteilt werden, wenn der Bewerber zum Führen von Kraftfahrzeugen ge­eig­net ist. (3) … (4) Geeignet ist, wer die notwendigen körperlichen und geistigen An­for­der­ungen erfüllt und nicht erheblich oder wiederholt ge­­gen verkehrsrechtliche Be­stim­mun­ gen ver­stoßen hat. … (5, 6) … (7) Die Fahrerlaubnisbehörde hat zu ermitteln, ob der An­trag­stel­ler zum Führen von Kraft­fahrzeugen ge­eignet und befähigt ist. (8) Werden Tatsachen bekannt, die Be­ denken gegen die Ei­ gnung oder Befähigung zum Füh­ren eines Kraft­fahrzeugs be­gründen, so kann die Fahr­er­laubnisbehörde die Beibrin­gung eines Gutachtens an­ord­nen. (9–11) …

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BDK - Drogen und Sucht  

Mit Schlagzeilen wie „Kiffen ist cool“ oder „Saufen bis der Arzt kommt“ sehen viele Eltern Gefahren auf ihre Kinder zukommen, die Ängste wec...

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