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Drogen im Straßenverkehr Führerscheinentzug droht bei Alkohol und Drogen Die Einnahme von Drogen oder der „Genuss“ von Alkohol am Lenkrad oder auch auf dem Fahrrad führen in Deutschland zu Fahrverboten oder auch dem längerfristigen Entzug der Fahrerlaubnis. Insbesondere für „junge Fahrer“ im Alter unter 21 Jahren gelten strenge und konsequente Verbotsregeln. Alkoholkonsum Der Alkoholgenuss hat insbesondere im Straßenverkehr verheerende Wirkungen auf den menschlichen Organismus. Wahrnehmung und Bewegung sind eingeschränkt. Der Körper reagiert auf den Konsum mit mangelnder Koordination und Hemmungslosigkeit. Sehleistung, Hörvermögen, die Konzentration und auch die Reaktionszeit werden beeinträchtigt. In Deutschland gilt seit April 2001 die 0,5-Promille-Grenze. Aber bereits bei 0,3 Promille und sogenannten Ausfallerscheinungen führt eine Kontrolle zur Blutprobe und Sicherstellung des Führerscheins. Besonders strenge Regeln gelten seit August 2007 bei Verkehrsteilnehmern in der Probezeit oder unter 21 Jahren. So sollen unerfahrene oder junge

Fahranfänger zu mehr Sorgfalt in Bezug auf Alkohol im Straßenverkehr gezwungen werden. Es gilt 0,0 Promille und ein Verstoß führt immer zu einem Fahrverbot. Übersicht der unterschiedlichen Promillegrenzen: • 0,0 bei Verkehrsteilnehmern unter 21 Jahren oder innerhalb der Probezeit • 0,3 bei Fahruntauglichkeit oder Verwicklung in einen Unfall • 0,5 auch ohne äußerliche Anzeichen des Alkoholkonsums oder Teilnahme an einem Unfall

Bußgelder Bei Alkoholkonsum am Steuer drohen verschiedene Bußgelder bis hin zu Fahrverbot, Punkten in Flensburg und sogar Gefängnisstrafen. Anfänglich liegen Geldstrafen bei 500 Euro und zwei Punkten in der Verkehrssünderkartei. Fahrverbote liegen zwischen einem und drei Monaten. Ab einem Promillewert von 1,1 am Steuer wird der Verstoß als Straftat gewertet. Erreicht man 1,6 Promille, so wird eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet.

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BDK - Drogen und Sucht  

Mit Schlagzeilen wie „Kiffen ist cool“ oder „Saufen bis der Arzt kommt“ sehen viele Eltern Gefahren auf ihre Kinder zukommen, die Ängste wec...

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