Page 32

Alcopops und Co. machen k. o. Irgendwann ist der Spaß vorbei Organismus. Eine besondere Pro­­­­ blematik stellen die Alcopops dar, die „Appe­tit­ma­cher“ auf Alkohol. Fast je­der zweite Ju­gend­liche im Alter von 14 bis 17 Jahren trinkt regelmäßig Alco­pops oder Biermixgetränke. Der Al­ko­hol­­ge­halt kann von Mar­ke zu Mar­­ke variieren, liegt jedoch meist bei fünf bis sechs Vol.–%. Damit enthält eine Premix-Flasche – Alco­ pops sind vorgefertigte Al­ko­­­hol­mix­ge­trän­ke – mehr Alkohol als ein 0,2-Liter-Glas Bier oder ein 0,1-Liter-Glas Wein und auch mehr als zwei Schnapsgläser Korn. Auf­grund der starken Ver­teu­­er­ung der Alco­pops stehen heu­te die Bier­mix­ge­trän­ke im Vor­­ dergrund und erfreuen sich immer größerer Be­­liebtheit. Sie sind wesentlich preis­­werter und gel­ten gerade auf­grund ihres süßen Ge­ schmacks im Som­mer als wahre Durst­ löscher. Sie löschen aber auch schnell Sinn und Geist, was oft zu spät bemerkt wird und zu erheblichen Ausfällen führen kann. Diese Getränke sind süß und bieten Geschmacks­rich­tun­gen für jeden. Ins­be­son­dere junge Mädchen trinken gerne die­se „süßen Sa­chen“.

Be­schrän­kungen vor: Brannt­ wein oder brannt­weinhaltige Ge­ tränke dürfen in Gaststätten, Ver­ kaufsstellen und in der Öf­ fent­­lichkeit we­der abgegeben noch darf der Verzehr ge­stattet wer­den. Bier und Wein bil­den die Ausnahme für Ju­gend­li­che im Alter zwischen 16 und 18 Jahren. Besonders während Volks­fes­ten, der Karnevals- oder Fa­schings­zeit erhöht sich der Alko­hol­kon­sum bei den jungen Menschen wie auch bei den Erwachsenen. Wichtig ist für die Erziehungs­ver­ant­wort­li­chen und auch die Be­treiber von Gaststätten, Dis­ ko­ theken oder auch Verkaufs­stel­­len, dass der Zugang insbesondere zu hochprozentigem Al­ko­hol verhindert wird. Wer nicht in den Besitz kommen kann, hat nicht die Gele­gen­heit, sich zu betrinken. Hier muss ein ge­samtgesellschaftliches Um­den­ ken geschehen, bis dieser Alkoholsumpf trockengelegt wer­den kann. Feten feiern, bis der Arzt kommt, muss unterbunden werden – denn ansonsten ist tatsächlich der Spaß ein für alle Mal vorbei.

Auch die jugendgesetzlichen Be­ stim­mungen sehen konsequente

32

BDK - Drogen und Sucht  

Mit Schlagzeilen wie „Kiffen ist cool“ oder „Saufen bis der Arzt kommt“ sehen viele Eltern Gefahren auf ihre Kinder zukommen, die Ängste wec...

Advertisement