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Vorwort Drogen und Sucht – das Thema geht alle an Mit Schlagzeilen wie „Kiffen ist cool“ oder „Saufen, bis der Arzt kommt“, sehen viele Eltern Ge­ fahren auf ihre Kinder zu­kommen, die Än­gste wecken. Oder sie verdrängen das Problem („Das wird meinem Kind schon nicht passieren“). Mit den vorliegenden „Kripo-Tipps“ möchte der Bund Deut­­­scher Kri­mi­nal­be­am­ter in­ formieren und auf das The­­ ma Sucht und Drogen auf­merk­­sam machen. Es stellt sich die Frage, wie ich verschiedene Drogen erkenne, was ich selbst für mei­ne Kin­der tun kann und wo ich Rat und Hilfe bekomme. Unter Sucht versteht man eine zwanghafte, ja sogar krank­­hafte Abhängigkeit von Stof­ fen, wie e­ben Rausch­gif­ten oder aber Al­ ko­­hol. Dazu gehören auch Ver­hal­ tens­wei­sen wie Kauf-, Com­pu­­teroder auch Esssucht. Der ab­­hän­­gige Mensch kann durch die Sucht nicht mehr selbst ent­­­scheiden. Daraus folgen mangelndes Selbst­ ver­ trau­en, Un­selbst­ständigkeit oder auch die Unfähigkeit, Probleme zu bewältigen.

Hermann-Josef Borjans Erster Polizeihaupt­kom­­missar Polizeipräsidium Bonn

Die gesellschaftliche Ent­wick­lung zeigt, dass Jugend­liche, aber auch vermehrt Ki­n­der mit Al­ko­hol und Drogen in Kon­takt kommen und sie re­gel­mäßig konsumieren. Ein­ mal gekifft zu ha­ben, ist für viele ein tem­poräres Erei­gnis. Cannabis und Marihu­a­na gelten als die beliebtesten ille­galen Dro­gen. Jahrelang wur­den sie für ungefährlich ge­halten. Doch Wis­sen­ schaft­ler war­­­­­­­­nen vor schweren ge­sund­heitl­ichen Gefahren. Be­ sonders wenn Jugendlichen see­ lischer Rück­­ halt fehlt oder die eigenen Pro­bleme durch Rau­sch­er­leb­nis­se vermeintlich besser be­wäl­tigt werden, beginnt ein fataler Kreis­­lauf, den es früh zu erkennen gilt.

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BDK - Drogen und Sucht  

Mit Schlagzeilen wie „Kiffen ist cool“ oder „Saufen bis der Arzt kommt“ sehen viele Eltern Gefahren auf ihre Kinder zukommen, die Ängste wec...

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