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Infos zum Betäubungsmittelgesetz

insbesondere wenn diese injiziert werden sollen. Krankheitserreger verseuchen den Stoff und hochwirksame synthetische Rauschmittel können zum Tode führen. Jede Abgabe und Veräußerung sowie jeglicher Eigenbedarf sind mit Strafe bedroht. Dies gilt auch bei kostenloser Abgabe. Der Handel mit Betäubungsmitteln setzt Besitz und Konsum fast immer voraus. Auch die Bereitstellung von Geld oder Vermögenswerten zum Handel mit Rauschmitteln wird bestraft. Das Gesetz sieht schwere Strafen für diejenigen vor, die ohne Rücksicht auf das Leben, die Gesundheit und das Leid anderer Vorteile erstreben. Eine milde Strafe soll dem in Abhängigkeit geratenen Straftäter – möglichst durch eine Therapie – die Rehabilitation erleichtern.

Drogen lediglich zum Eigenverbrauch in geringer Menge besitzt oder konsumiert. In allen Bundesländern bestehen hier unterschiedliche Grenzen, bei welcher geringen Menge ein Strafverfahren eingestellt wird. Informationen gibt hier die Internetseite www.drug-infopool.de. Mit mehreren Bestimmungen des BtMG sollen betäubungsmittelabhängige Straftäter zu einer notwendigen therapeutischen Behandlung motiviert werden (§§ 35ff BtMG). Darüber hinaus hat der Richter während eines Ermittlungs- oder Strafverfahrens die Möglichkeit, einen Straffälligen vorläufig unterzubringen. Im § 64 des Strafgesetzbuches wird die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt geregelt. Es

Im Betäubungsmittelgesetz sind Strafen bis zu fünf Jahre bei geringen Verstößen, in besonders schweren Fällen bis zu 15 Jahre vorgesehen. Um den Gedanken der Therapie und Rehabilitation zu berücksichtigen, kann das Gericht beispielsweise von einer Bestrafung absehen, wenn der Täter die

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BDK - Drogen und Sucht  

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