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Übersicht über illegale Drogen De­pres­sio­nen, Leber- und Nie­­­ ren­­be­schwer­­­den, Kopf­schmer­ zen, Schlaf­­­­­­­­losig­keit und HerzKreis­lauf-Beschwer­den mög­lich. Eine Studie des Ham­bur­ger Uni­klinikums* hat ge­zeigt, dass Ecstasy eine schä­di­gen­de Wirkung auf die Ner­ven­zellen des Ge­ hirns hat. Die Anzahl sogenannter serotonerger Ner­­­­­­­ven­zel­len ist bei Kon­su­men­ten ver­mindert. Die Schä­di­gu ­ ng tritt dabei bereits nach der Einnahme von ge­ringen Mengen von Ecs­ta­sy auf.

Ein Mischkonsum kann besonders gefährlich sein. In Verbindung mit Alkohol wird der Alkoholrausch nur abgeschwächt wahrgenommen. Hier ergibt sich zwangsläufig eine erhöhte Gefahr einer Alkoholvergiftung in Verbindung mit einer extrem ansteigenden Körpertemperatur. Bei Konsum von Ecstasy und Cannabis kann das zu starken Halluzinationen und Bewegungsunfähigkeit führen.

Außerdem konnten bei einem Viertel der Untersuchungsteilnehmer psychotische Störungen, z. B. Halluzinationen, Angststörungen, festgestellt werden, die unmittelbar durch den Drogenkonsum ausgelöst wurden. Zusätzlich kann es zu Nieren- und Leberversagen, Kreislaufkollaps, Herzversagen mit Todesfolge kommen. Es entwickelt sich eine starke psychische Abhängigkeit.

* Dr. Alexander Konietzky, „Psychopathologische Gesundheitsschäden und das Leben abeeinträchtigende Folgen des Mißbrauchs“, Universität Hamburg, 2004

Bilder: cake Webdesign | Annika Elsner

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BDK - Drogen und Sucht  

Mit Schlagzeilen wie „Kiffen ist cool“ oder „Saufen bis der Arzt kommt“ sehen viele Eltern Gefahren auf ihre Kinder zukommen, die Ängste wec...