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DAS MAGAZIN DER INDUSTRIE

März 2018

POWERPLAY FÜR DEN

KAPITALMARKT

Österreichische Post AG, MZ 03Z034897 M Vereinigung der österreichischen Industrie, Schwarzenbergplatz 4, 1030 Wien Fotos: istock, Matthias Rhomberg

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GERECHTIGKEIT STEUERN TEIL 3

STANDORT Mehr entlasten, weniger quersubventionieren

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KONJUNKTUR Industrie stärkster JobmotorimLand

IV-VORARLBERG Jobmesse2018 Seite 5

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T GKEI CHTI GERE EUERN ST TEIL 4

Die Angst vor Hartz IV in Österreich Die Skepsis gegenüber dem geplanten „Arbeitslosengeld Neu“ zeigt, wie sehr Österreich noch immer vom Gedanken der Verteilungs- und nicht der Beitrags- oder gar der Leistungsgerechtigkeit geprägt ist.

Verteilungsgerechtigkeit sticht Beitragsgerechtigkeit Erstens: Die Arbeitslosenversicherung ist vom politischen Willen des ASVG dem Äquivalenzprinzip unterworfen. Das heißt, die Risiken der Arbeitslosigkeit sollen unter den Beschäftigten und Arbeitswilligen aufgeteilt, und nicht deren Beiträge zwischen Arm und Reich umverteilt werden. Die gelebte Praxis sieht jedoch anders aus: Die Betroffenheit der Arbeitslosigkeit ist in den Bevölkerungsgruppen mit niedrigem Einkommen wesentlich stärker ausgeprägt als in den oberen Einkommensgruppen. Daher bekommt das untere Einkommensdrittel 80 Prozent der Leistungen der Arbeitslosenversicherung (aktive und passive Leistungen) und zahlt nur 17 Prozent der Beiträge.

ständige Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage über der Inflation verwässert dieses Versicherungsprinzip noch weiter. Damit wurde aus der ursprünglich angedachten Versicherung mit Beitragsgerechtigkeit zunehmend ein weiteres indirektes Vehikel zur allseits populären Verteilungsgerechtigkeit.

Verteilungsgerechtigkeit sticht Leistungsgerechtigkeit Zweitens: Eine praktisch unbefristete Gewährung kombiniert mit einer großzügigen

Zuverdienstmöglichkeit und immer geringeren Zugangshürden haben in Österreich aus der Notstandshilfe eine selbstverständliche Versorgungsleistung statt einer punktuellen Hilfe in einem „Notstand“ gemacht. Auch hier hat sich die beliebte Verteilungsgerechtigkeit durchgesetzt, diesmal gegen die Leistungsgerechtigkeit. Dabei ist spätestens seit dem Nobelpreis an Dale Mortensen und Christopher A. Pissarides 2010 bekannt, dass höhere Leistungen für Arbeitslose zu höherer Arbeitslosigkeit führen (Stichwort „Reservationslohn“).

Arbeitslosenquote Österreich - Deutschland Deutschland

Wir lernen daraus: Wenn aus diesen „Reformschrittchen“ der Bundesregierung schon ein „Hartz IV-Bashing“ betrieben wird, dann können wir uns bei den echten angekündigten „Revolutionen“ (Stichwort Föderalismus) schon auf einiges gefasst machen…

Österreich

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INFORMATION

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Die vorhergehenden Teile der Serie finden Sie unter iv.at/iv-positionen/Maerz18. Die aktuelle Broschüre „GERECHTIGKEIT STEUERN. Mehr Fairness – weniger Ideologie“ finden Sie auf iv.at/mediathek bzw. erhalten Sie unter positionen@iv.at. Clemens Wallner, clemens.wallner@iv.at

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Deutschland hat sich vom „kranken Mann Europas“ zur „Beschäftigungslokomotive“ entwickelt.

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Das politisch opportune Herabsetzen der Beiträge für niedrige Einkommen und die

Die geplante Reform der neuen Bundesregierung, die Versicherungsleistung kürzer und degressiv zu gewähren und etwas mehr an die Beitragsleistung zu koppeln, ist daher ein Schritt in die richtige Richtung. Dabei gäbe es aus Fairnessüberlegungen sogar wesentlich weitreichendere Reformansätze. Sie reichen von einer freiwilligen Arbeitslosenversicherung nach dem Vorbild des „Genter Modells“ in Dänemark, Finnland, Schweden oder Belgien bis hin zur Einführung von „Sozialkonten“, deren „Überschuss“ bei der Arbeitslosenversicherung z.B. auch als Pensionsleistung bezogen werden kann.

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2005 Einführung von Hartz IV in Deutschland

Quelle: Eurostat

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artz IV“ klingt in Österreich eher wie ein Schimpfwort als ein gelungenes Best Practice-Beispiel für Arbeitsmarktreformen, das unseren Nachbarn vom „kranken Mann Europas“ wieder zur „Beschäftigungslokomotive“ katapultiert hat. Dabei hat Österreich beim derzeitigen Zustand der Arbeitslosenversicherung in zweierlei Hinsicht einen deutlichen Reformbedarf.

2019

GASTKOMMENTAR

Die Medien sind die neue Opposition Demokratische Macht braucht Kontrolle. Das gilt seit jeher und insbesondere für eine Regierung, die einen neuen Stil predigt und für positive Veränderung stehen will. gel, Energie und Klimaschutz bedürfen unserer vollen Aufmerksamkeit. Gas geben und bremsen gleichzeitig, lautet also das Motto. Die Zukunft wartet nicht auf das kleine Österreich. Eine rückwärtsgewandte, nationalistische „Österreich-zuerst-Politik“ wäre angesichts der internationalen, teils globalen Herausforderungen völlig fehl am Platz.

Das budgetäre Zahlenwerk für die Hochkonjunkturjah- Letzteres ist vor allem ein Problem des kleineren Koalitire 2018 und 2019 wird konkreter als bisher zeigen, wie onspartners FPÖ. Es ist schon erstaunlich, wenn sich eine ernst es Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache mit Regierungspartei eines Landes im Herzen Europas, noch ihrem Willen nach Veränderung nehmen. Ihr Anspruch, dazu mit seiner Geschichte, im Jahr 2018 der AufarbeiÖsterreich zurück an die Spitze zu bringen, ist sehr zu tung seiner braunen Vergangenheit und mitunter rechtsbegrüßen. Ob die Umsetzung hält, was das 183-seitige extremen Gegenwart widmen muss. Wo da die Kraft für Regierungsprogramm verspricht, muss sich erst zeigen. zukunftstaugliche Lösungen bleibt, Lösungen, die die Gleich mehrere Fallen Menschen im Land zu Recht und mögliche Stolpereinfordern, müssen die Frei„Der insgesamt wohl größte Fehler wäre es, steine warten auf die heitlichen erst noch zeigen. Wie Koalitionspartner. groß der internationale Imagedie wirtschaftlich guten Zeiten nicht zur schaden möglicherweise schon Vorsorge für schlechtere Jahre zu nutzen.“ Der insgesamt wohl ist, mögen andere beurteilen. größte Fehler wäre es, die wirtschaftlich guten Zeiten nicht zur Vorsorge Speziell die zweite Hälfte des Jahres und Österreichs für schlechtere Jahre zu nutzen, die mit Sicherheit wie- EU-Vorsitz werden hier zur echten Belastungsprobe. Der der kommen. So muss das Doppelbudget die Vorarbeit Brexit und die jetzt schon hitzige Debatte über das künffür einen ausgeglichenen Staatshaushalt samt großer tige EU-Budget sind ein Mega-Thema, das mit dem HinSteuerstrukturreform im Jahr 2020 leisten – darf aber weis – „Wir zahlen sicher nicht mehr“ – kaum zu lösen nicht stecken bleiben im unkreativen Sparen und blo- sein wird. Diesen Ansatz verfolgen im Zweifel alle Nettoßen Zusammenstreichen. Bildung, Forschung, eine mo- zahler. So droht der Streit mit den osteuropäischen Partderne IT-Infrastruktur, Reformen am trägen Staat und nern, der in der Flüchtlingsfrage begonnen hat und sich seiner aufgeblähten Verwaltung – das alles kostet zu- im Budgetstreit zuspitzt, vollends zu eskalieren. Eine Renächst. Auch Pflege, Pensionen, der Fachkräfteman- gierungspartei, die immer erst an das gemeinsame Europa

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und seine Vorzüge erinnert werden muss, sich ansonsten aber gern als außenpolitischer Geisterfahrer betätigt, wird schnell zur kaum mehr tragbaren Zusatzbelastung. Auch auf die neu aufgestellten Sozialpartner kommt große Verantwortung zu. Der Wechsel an der Spitze von Wirtschafts- und Arbeiterkammer, speziell auch jener im ÖGB, kann und wird nicht spurlos an der innenpolitischen Verfasstheit des Landes vorübergehen. Über allem steht: Angesichts einer völlig implodierten Opposition bleibt diese demokratiepolitisch so essenzielle Funktion den Medien überlassen. Sie müssen der Politik, wo es nötig ist, auf die Finger klopfen. Pauschale Verunglimpfungen einzelner Journalisten oder gar Angriffe auf die Presse- und Medienfreiheit dürfen in einer Demokratie keinen Platz haben. Sonst waren die schönen Worte vom neuen Stil und vom respektvollen Umgang miteinander nur Schall und Rauch.

Michael Bachner, KURIER-Innenpolitik-Journalist mit langjähriger Wirtschaftserfahrung

Foto: KURIER

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as erste Doppelbudget unter der Regie von Finanzminister Hartwig Löger ist eines der wesentlichsten sachpolitischen Themen in der zweiten März-Hälfte. Die Sachpolitik muss endlich wieder Vorrang haben vor unreflektiertem Journalisten-Bashing, außenpolitischen Irrläufen und fast täglichen Einzelfällen am äußersten rechten Rand.


Leitartikel

Kapitalmarkt nützen

Die Regierungspläne für eine aktive Kapitalmarktpolitik sind im Interesse des gesamten Standortes konsequent umzusetzen.

Dass es vom „unbekannten Wesen“ zum vermeintlich „benn en n esen o n ein e i is ei s epi n eson e s n e n es issen ne Populisten und Ideologen Tür und Tor, um den Kapitalmarkt zu verteufeln und Menschen diesbezüglich zu verunsichern. s en eine ne tiven ti n e en e e pi ie ie o iti n e ei von si e ema mit dem notwendigen Engagement zu widmen. Das ist nun anders. Das Programm der neuen Bundesregierung lässt positive i n e eine tiv e n e pi po iti erkennen. ie e ie n sp i ie i ti en e en n es e e in n i ie e ie tivie n von sen en is n e o tin o e n e s es Der Regulierungssand muss aus dem Kapitalmarktgetriebe, ie es tien o s- si en o e e o ie sie e Coverstory Seite 6-7).

Die Industriellenvereinigung begleitet die Umsetzung der ei is en pi po iti i n e esse i e i ie e in ensiv enn pi po iti is ein i ti e spe eine s e is en n o po iti e s e n onsequenter die avisierten Maßnahmen umgesetzt werden, desto besser für Unternehmen und den gesamten Standort.

der Befragung, die manche Ideologen überraschen wird: Die ens en ns en si e i ie e i s s- n Finanzbildung an heimischen Schulen. Ein entwickelter Kapitalmarkt ist kein Selbstzweck, sondern ein Instrument, das Unternehmen und Anlegern nützen soll. ies ss ie o e s e i e e o iti sein enn es darum geht, den Kapitalmarkt vom „unbekannten Wesen“ eine se s ve s n i en ei es i s s e ens zu machen.

Ganz Österreich muss aber letztlich ein Interesse daran haben, dass der Kapitalmarkt einen Turnaround erlebt und nicht n e s pi istis e i en- e ns n en n ie i ie i is es ein e iti es n ie en vie e s e eicherinnen und Österreicher, sich für das Alter auch außerhalb der staatlichen Pension durch private Vorsorge abzusichern. Sicherheit spielt dabei natürlich eine große Rolle. Umso wichti e is ss s e sti e n ei e n fundiertes Wissen machen den Unterschied. Die Tatsache, dass in einer aktuellen Umfrage gerade einmal vier Prozent angeben, sich sehr gut mit Veranlagungen auszukennen, unterstreicht den großen Handlungsbedarf. Weitere Erkenntnis

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Christoph Neumayer, IV-Generalsekretär

Aktuelles in Kürze TWEET DES MONATS

DIE WAHRHEIT ÜBER DEN 12-STUNDEN-TAG

ZITATE DES MONATS

„Die Refinanzierung der Entlastung muss aus Einsparungen im System und aus der Verwaltung kommen.“

Bei der von der Bundesregierung angekündigten Modernisierung der Arbeitszeit muss es aus Sicht der Industrie vor allem darum gehen, eine faire, praxisgerechte und zeitgemäße Regelung umzusetzen, die den Anforderungen in den Unternehmen

Finanzminister Hartwig Löger über Ziele der Bundesregierung

sowie den Bedürfnissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerecht wird. Doch schon seit längerer Zeit kommt es immer wieder zur Verei n von s in o tionen e ie ep n e e e elung der Arbeitszeit. Das jüngste Beispiel im Februar war die von e tion o i e o tis e e e s e nnen lancierte sogenannte „Arschkarte“ – ein Printprodukt, mit dem in en e ie en ti n e en einen ve ein i en ene e en 12-Stunden-Tag gemacht werden sollte.

„Als einziger Vegetarier werden wir es in der Welt der Fleischfresser verdammt schwer haben.“

Sicher! ber

Deutscher Außenminister Sigmar Gabriel über Europas Rolle in der Welt

F le xi be l?

Mit dem Medium „Die Wahrheit über den 12-Stunden-Tag“ hat die IV daher für ihre Mitgliedunternehmen ein ausdruckbares no tionsp entwickelt. Weitere no tionen e halten Sie unter iv.at/de/arbeitszeit bzw. positionen@iv.at

rheit u Die Wah nden-Tag tu den 12-S

„Wenn in der Bevölkerung die Meinung herrscht, Forschung ist cool, dann werden sich auch die Politiker um nachhaltige Forschungsstrategien bemühen, weil sie keine Wählerstimmen verlieren wollen.“

sich nichts. Tag ändert Am 8-Stundendie Ausnahme. -Tag bleibt Der 12-Stunden it bleibt bei enarbeitsze liche Woch chtlinie vor. Die durchschnitt en. Das gibt eine EU-Ri Stund maximal 48 bsebene. ltung auf Betrie de. tszeitgesta e und Freun , faire Arbei Famili für duelle Zeit Indivi itblöcke, mehr Längere Freize . tundenklau aub oder Übers ft abgegolten. Kein Lohnr Zukun in werden auch berstunden

Markus Hengstschläger, Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik

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www.iv.at/ar

. Die Industrie

IMPRESSUM e s e e e ienin - nsp en e in eie n e o tis e in n en es n e e oi e

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Foto: IV/Prinz

e e e e en o ne s ein n so ien en e n n es e ien ese es iv-positionen e s Themen für Mitglieder der Industriellenvereinigung und Meinungsträger in Österreich. Siehe auch unter www.iv.at s

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SERIE: DIE REGIERUNG IM INTERVIEW

Wirtschaftspolitik

Wie unsozial ist Österreich? n e po itis en is ssion e se en Meinungen und Gefühle zunehmend Fakten. Dies gilt vor allem für Aussagen, die auf den ersten Blick gut aussehen – aber eben nur auf den ersten Blick. Eine genauere Betrachtung zeigt, warum manche e p n en ni n ep in eno men werden sollten.

Die Einkommen gehen immer weiter auseinander. Für die einkommensschwachen Gruppen wird zu wenig getan – es braucht mehr Umverteilung.

„Die richtigen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft und Leitbetriebe schaffen“ Wie die neuen Bundesminister die Industrie und den Standort einschätzen und welche Projekte sie in diesem Jahr umsetzen möchten – das fragen die iv-positionen in dieser und den nächsten Ausgaben. Diesmal an der Reihe: Infrastrukturminister Norbert Hofer. Welche Bedeutung hat die Industrie für Österreich im Jahr 2018? Unser vorrangiges Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken und die richtigen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft und insbesondere für Leitbetriebe zur Verfügung zu stellen. Das steigert die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich und sorgt langfristig für mehr Arbeitsplätze. Ich bin stolz auf unsere Produkte aus Österreich, die weltweit anerkannt sind, vor allem aufgrund ihrer hohen Qualität. Was braucht der Standort am dringendsten – welche Projekte möchten Sie in den nächsten Monaten unbedingt umsetzen? Um den Standort Österreich für Wirtschaft und Industrie interessant zu

Tatsache ist: In kaum einem anderen Land sind die staatlichen Transferleistungen so hoch wie in Österreich. Über ein Drittel (über 36 Prozent) der verfügbaren Einkommen eines Durchschnittshaushalts wird heute in Österreich nicht mehr aus Arbeitseinkommen und Eigenleistungen verdient, sondern aus Transferleistungen des Staates.

gestalten, ist eines unserer Ziele, die Senkung der Steuer- und Abgabenquote voranzutreiben und bürokratische Hürden zu mindern. Langfristig gibt es Bestrebungen zur Realisierung der Verlängerung des transsibirischen Breitspurkorridors aus den Staaten im Osten und dem Zusammenschluss mit den transeuropäischen Verkehrsachsen im Verkehrsknoten Wien. Für die Industrie Österreichs bietet sich hier ein hervorragendes Sprungbrett für zukünftige Geschäfte und Aufträge. Wir möchten sicherstellen, dass große überregionale und geostrategische Leitinitiativen und Infrastrukturvorhaben (Thema Seidenstraße 2.0) nicht an Österreich vorbeilaufen, sondern wir als Hub ein Teil davon sind. Wir wollen für österreichische Unternehmen die Basis schaffen, österreichische Technologien erfolgreich zu vermarkten und zu etablieren. Wichtig ist dafür die Zurverfügungstellung der richtigen Infrastruktur. Deshalb starten wir noch heuer den Verkauf der 5GLizenzen im Bereich des Mobilfunks. In der Sektion Luftfahrt ist die dritte Piste für den Wiener Flughafen ein langfristiges Vorhaben.

ZUR PERSON Die Fakten zeigen: • Die Ausgaben für Sozialleistungen sind mit Abstand der größte Ausgabenposten des Staates: Rund 100 Mio. Euro ie en p o in iesen e ei Vergleich: Die Gesamteinnahmen aus Steuern und Sozialbeiträgen belaufen si i e s e s io Euro. Österreichs Sozialausgaben lagen 2016 (letztverfügbarer Wert) mit einem Anteil von über 30 Prozent am BIP an vierthöchster Stelle in der EU. • In Österreich werden jedes Jahr staatlie ns e s en o ie o i schutzausgaben“) in der Höhe von knapp o p o op s e e en s sind Aufwendungen für Altersversorgung, Krankheit, Invalidität, Familie, Arbeitslosigkeit, Wohnen und soziale Ausen n e s e eini ie Österreich damit auf Platz drei der EU. e - ni ie s o pro Kopf und Jahr unter dem österreichischen Wert. • Untere Einkommen steigen in Österreich i in e n tion en e ei s n tisti s i en ie in o en der einkommensschwächsten Haushalte i i e sei in tions e eini um 12,3 Prozent zugenommen. Bei jenen s en ie i es i e en lag das Plus bei 9,3 Prozent. Bei den einkommensstärksten Haushalten waren es o en ei e e n o tionen iese e so ie ei en n e en i s sn ese s spo itis en en n en IV-Mitglieder in ihrer IV-TopApp. Diese ist verfügbar für iOS im App Store und für Anoi i oe ei e e n o tion dazu erhalten Sie unter positionen@iv.at.

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Norbert Hofer lebt in Wien und im Burgenland, ist verheiratet und hat vier Kinder. Im Dezember 2017 übernahm er das Amt des Bundesministers für e e nnov tion n e no o ie

Politik oder Wirtschaft – was ist der große Unterschied? Die Mobilität wird automatisiert und umweltfreundlicher sein. Mobilität und Verkehr, egal ob auf der Straße, der Schiene, in der Luft oder am Wasser, haben eine dienende Funktion und sind über soziologische, demografische, wirtschaftliche und infrastrukturelle Parameter mit der gesellschaftlichen Entwicklung verbunden. Je besser also die Mobilität in unserem Land funktioniert, umso erfolgreicher können wir agieren. Welche Rolle spielt die Industriellenvereinigung bei der Gestaltung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen für Sie? Die Industriellenvereinigung ist die Vertretung der größten Industrieunternehmen in Österreich, unter anderem auch vieler großer Familienunternehmen. Diese Unternehmen sind Motoren für Innovationen und wichtiger Arbeitgeber in ihrer jeweiligen Region. Viele dieser Betriebe exportieren ihre Produkte in die ganze Welt und sind zudem oft auch noch Weltmarktführer in ihrem Bereich. Die Industriellenvereinigung hat gemeinsam mit der Bundesregierung die Aufgabe, Abwanderungstendenzen entgegenzuwirken und den Betrieben die Chance zu geben, in Österreich wettbewerbsfähig zu produzieren. Das sichert den Wirtschaftsstandort Österreich, die hier geschaffenen Arbeitsplätze und den Wohlstand in unserem Land.

Mehr entlasten, weniger quersubventionieren Trotz erster positiver Schritte bleibt der Faktor Arbeit in Österreich vergleichsweise hoch belastet. Eine Wachstumsbremse, die nicht nötig wäre. Denn Spielräume für eine Lohnnebenkostensenkung gäbe es genug.

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ie i in e n tion en e ei i e no sehr hohen Lohnnebenkosten sind für Öse ei ein n es e e e e sn ei n ein ei e es o e en von es i n ie si in e jüngsten Vergangenheit erfolgreich für eine Entlastung eingesetzt, immerhin im Ausmaß von rund einer Milliarde Euro pro Jahr. Dennoch muss das Ziel bleiben, die Lohnnebenkosten generell zumindest auf deutsches Niveau zu senken. Laut Eurostat liegen diese in Österreich mit rund 26 Prozent vier Prozentpunkte höher als in Deutschland. Möglichkeiten dafür sind laut IV ausreichend vorhanden – sei es bei der Allgemeinen Unfallversicherung (AUVA) oder ei nso ven en e on s

Auf Kernaufgaben konzentrieren, Kostentransparenz sicherstellen Die im Regierungsprogramm vorgesehene Senkung des - ei s io o e ein i ti e i e si e e s e i en ie e ine sei s es ie n en n ien s ei e n en e ein n e von e eis n en n e nanzierungen. Das betonten jüngst IV-Präsident Georg Kapsch und AUVA-Obmann Anton Ofner in einem gemeinsamen Pressegespräch. So ist etwa die Zahl der Arei s n e sei n ie e es n en e muss beitragsmäßig Rechnung getragen werden, fordert

ie n s ie e in s e en - i e ne en für unfallversicherungsfremde Zwecke eingesetzt: Unter n ee ie en e s io o i s es ventionie n in ie n enve si e n o sinkender Arbeitsunfallzahlen müssen Unternehmen etwa einen jährlich steigenden Pauschalbeitrag an die Krankenversicherung für die Behandlung von Arbeitsunfällen leisten. Gelingt es, die Unfallversicherung auf ihre Kernen o ssie en ien - n ne iepo en ie ei e s ei e n so ie e eis n en n e nanzierungen abzubauen, wäre eine Beitragssenkung von 1,3 auf 0,8 Prozent möglich – bei unvermindert hoher Qualität der Unfallversorgung.

IEF-Beitrag endlich senken Längst überfällig ist aus Sicht der Industrie auch die Retion es iens e e ei s ei nso ven en e on s ie si ie n e o reich für eine Entlastung der Unternehmen eingesetzt. Dennoch gibt es ausreichend Spielraum für eine neueri e en n n esi s es positiven e ens ei ei eiti s e nso ven en i n e eine e tion es iens e e ei s e ei s i ve n enen Jahr geboten gewesen. Die IV fordert daher, den Beitrag um 0,1 Prozentpunkte zu senken – damit könnte die i s i e in ei e e io opo entlastet werden.

Foto: BMVIT

IV-FAKTENCHECK


Industrie stärkster Arbeitsplatzmotor in Österreich 24.000 neue Jobs entstehen 2018 im produzierenden Bereich – mehr als in jedem anderen Sektor. Um den fulminanten Konjunkturverlauf zu stärken, muss die Politik eine Fachkräfteoffensive starten.

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ie Industrie ist in Österreich der bei weitem größte Arbeitsplatzmotor und liefert den entscheidenden Schwung für die derzeit gute Konjunktur. Kein anderer i s s e ei en i e si n is e s es ti s e e - onjunkturbarometer. Doch die erfreuliche i s i e es e eine tenseite: Immer mehr Unternehmen sind i eine e e s en e n e on ontie s i e ei e so ei ss e ie e e e nen ssen ei i ie es e son e ie n s ie o e e von e o iti s es n e n um gegenzusteuern und durch kluge Maßnahmen den Aufwärtstrend zu verlängern.

die Konjunkturerwartungen hellen sich auf – nach Rücksetzern in den beiden Vorquartalen. Die gute Lage in der Industrie ist wiederum zum Wohle der Menschen im Land: Laut IV-Berechnungen entstehen im produzieen en e ei e e s i e Arbeitsplätze, deutlich mehr als in allen ane en i s sse o en es n es ie Arbeitslosigkeit im produzierenden Sektor ist i o ve i en Prozent zurückgegangen. Insgesamt sichert iese i s s e ei n beitsplätze – deutlich mehr als alle anderen Sektoren in Österreich.

10.500 Fachkräfte fehlen in Österreich Allerdings ist es in einigen industriestarken e ionen i e ei e n i i ziertes Personal zu bekommen. Das Problem verdeutlichen auch folgende Zahlen: ie e e e in e heimischen Industrie bei rund 60.000 Personen. Die IV rechnet mit einer Lücke von e en s e e e e s o en e en ti en es e en i p o ie en en e ei nnen e e ni ese e en e s wird das Problem durch die starke Performane e i e - n os e op is en en wo es für Österreich kaum noch möglich ist,

Industrie trägt Aufschwung Zurück zu den Zahlen: Österreich erlebt im Frühjahr 2018 einen lupenreinen Aufschwung, der von der Industrie getragen ist. Diese ist im vergangenen Jahr mit 6,6 Proen oppe so i e sen ie ie es i s e en e s p n drei Prozent zunahm. Das IV-Konjunkturbaroee e e n e n e ei damit zum ersten Mal seit der großen Rezession 2009 wieder Hochkonjunktur. Dabei schätzen die Betriebe nicht nur die aktuelle i tion esse ein s e son e n

ei s e e innen so i ti s en - n e e e mehr als vier Prozent.

sen ie e ei s

Um den Aufschwung zu bestärken, fordert ie n s ie e eine eo ensive Österreich sollte gerade in jenen Ländern werben, in denen es Menschen mit den Quai tionen i ie en ti e en e ist eine Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte drinen n ti n e ssen s ne e ewickelt werden. Ebenso sollten ausländische e sonen i eo - s ss i es „Blue Card“ Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt haben. Auch die Mangelberufsliste, die bisher eine Minimalliste ist, sollte regional gestaltet werden, um vor allem in jenen Bundesländern zu helfen, wo die Industrie besonders stark ist. Wie geht es konjunkturell weiter? Für 2018 ist die Industrie zuversichtlich. Die größten Unsicherheitsfaktoren für die heimische i s ie en i s n eine sei s eopo itis n e e sei s in e n tion - onn e o i i s in e n tion e e e es i e e e so e die Bundesregierung die kommenden sechs favorablen Monate nutzen, um standort-stärkende Maßnahmen – etwa eine Senkung der Lohnnebenkosten – ab 2019 umzusetzen.

Konjunkturbarometer 60

Fachkräftebedarf der Industrie 2018

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Der Konjunkturverlauf zum Jahreswechsel ist in Österreich fulminant ausgefallen, der Ausblick ist gut. Kein anderer Wirtschaftsbereich weist derzeit eine auch nur annähernd vergleichbare Wachstumsdynamik auf wie die Herstellung von Waren.

60.000 Menschen 10.500 Menschen

6. „Kindertag der Industrie“ – KIDI 26./27. Juni 2018

Industrie weckt Lust auf Technik

Die IV setzt seit Jahren einen Schwerpunkt, wenn es darum geht Kindern und Jugendi en ie e spe tiven n n en in technischen Berufen zu zeigen. So hat die Industrie spezielle Bildungskonzepte als Richts n ie o iti e ei e n n n Ländern wurden und werden eine Vielzahl von niti tiven es e o e n e s Ein Höhepunkt ist zudem der „Kindertag der Industrie“ – KIDI, der 2018 bereits in sechster es n e n ni werden Kinder und Jugendliche im Alter von n is en ie s inie en e e e n s ie ie e e e - n n ei e os en enn nn e en i nen innov tive n e ne en n issens i e nsti tionen i in e tiven o s ops n tionen einen sp nnen en n e ni n issens e i en Die IV lädt ihre Mitgliedunternehmen ein, i i e von in e tiven nio s in e zum Staunen zu bringen und sie so selbstständig wie möglich die MINT-Welt entdecken zu lassen. Im vergangenen Jahr besuchten rund in e n en i e en e als 30 Unternehmen und Einrichtungen beteii en si n e niti tive

INFORMATION Heidi Abentung, heidi.abentung@iv.at

EU braucht Budget mit mehr Zukunftsorientierung Forschungs- und energiepolitische Fragen standen im Mittelpunkt bei einem Treffen von Unternehmern und EU-Abgeordneten im Haus der Industrie.

Fotos: IV-Wien

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ine von Paul Rübig geleitete Delegation es ss sses n s ie Forschung und Energie im Europäischen Parlament sowie Vertreter forschungs- und energieintensiver n e ne en is tie en i e e e e in s iepo itis e e en EU-Ebene. Besonderes Augenmerk wurde ei ie n i e s i n e e op is en o s n spo iti e i e s ezeit laufende 8. EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizon 2020“ ist das weltweit größte nsn tion e o os n n nnov tion n i in ensiv e s folgeprogramm „FP9“ verhandelt – die Europäische Kommission hat angekündigt, die Eckpunkte bis Sommer vorzulegen. Für die n s ie is op is e o iti ss ein klares Augenmerk auf F&E- und Innovationspo iti e en e o e i is eine e op is e e ie ie si n e n o ientie s ss si n e n e e in eine en sp e en itionie en e n nnov tion i e spie e n o allem F&E-intensive Unternehmen, wie in der Industrie, brauchen Unterstützung bei ihren

- tivi en ie e op is en e s p n s e en si e n n s en. Denn Unternehmen sind das notwendige Bindeglied für die Umsetzung von Ideen auf e n i in e ese s

Faire Rahmenbedingungen Zweites großes Thema des Abends: die EU-Ene ie- n i po iti n ie vo e s umfassende Energiepaket, das derzeit auf EU-Ebene verhandelt wird. Hier plädiert die Industrie für einen echten europäischen Energie-Binnenmarkt auch im Sinne der weiteen e op is en n e tion ie e e e der energieintensiven Industrie betonten, wie i ti e eins e n ie en e ingungen bei der Energieregulierung sind. Sehr s eptis se en ie n e ne en en po itis otivie en e i e ee Ziele bei den Anpassungen der Erneuerbarenn ne iee ien - i inie e enso ie Diskussionen über eine weitere Erhöhung des es e op is en i ie s von oen is essen so e eno so e mehr Aufmerksamkeit auf die Erreichbarkeit der Ziele gelegt werden.

V.l.n.r.: MEP Paul Rübig, MEP Theodor Dumitru Stolojan, MEP Barbara Kappel, MEP Werner Langen, IV-Generalsekretär Christoph Neumayer; die Industrie fordert einen echten europäischen EnergieBinnenmarkt und eine strategische Forschungspolitik.

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Thema Coverstory

Freie Bahn

Kapitalm

Die Bundesregierung bemüht sich um eine aktiv gemana Standort Österreich wichtiger denn je. Auch eine Umfrag und Aktienforum dokumentiert den großen Handlungsbe

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s pi e n o tis p isn es ten und an EU-Standards zurückführen, neue Börsen e tiv en ie in n i ie in e steuerliche Begünstigung auf Veranlagungen 32 9 39 9 10 ev e n e n einen pi e en zur privaten Pensionsvorsorge einsetzen, die Finanzmarktaufsicht reformieren: An VorWirtschafts- und Finanzbildung en i inne eine o ensiven pi po iti n e es e 30 13 36 11 10 in den Schullehrplänen neuen Regierungsprogramm nicht. Dafür hat sich die Industrie eingesetzt, enn pi po iti is n o po iti i en ns s on is e eine staatliche Garantie für Aktien wie die 26 12 37 15 10 Einlagensicherung bei Sparbüchern en ie se i se s i e o ni tions ei eis en n sind Falschdarstellungen und Populismen beim Thema Kapitalmarkt konseeine staatliche Förderung quent entgegengetreten. Jetzt geht es darum, dass die Regierung zugunsten 22 13 41 12 13 betrieblicher Pensionskassen eines n o n s en pi p o tiv n e so - ene sekretär Christoph Neumayer. Massiven Handlungsbedarf ortet auch der Präsi en es tien o s o e e e e ie n ss n ss s e pi e ie e en e n e en s e ei en ti eine p isn e weniger gute Idee gar keine gute Idee weiß nicht/k.A. eher gute Idee sehr gute Idee e ien e n os ensp en e pi e ie n s e i so o In der Bevölkerung längst mehrheitsfähig: bessere Wirtschafts- und die Verbesserung gesetzlicher Grundlagen als auch die Verwaltungspraxis.“

Vorschläge zur Motivierung zu mehr Börseinvestments

Finanzbildung in den heimischen Schulen.

Quelle: Peter Hajek Public Opinion Strategies; Angaben in Prozent

Nur 4 Prozent „sehr gut“ informiert ss o n ein n ni n sen

s e ei einen e en po itis en ie ese s i en nin pi en n e s ei eine e von sos e ee e ie ie i von n s ie enve ein tien o e ss si i o en e e n e e ise n n en n n ei en ein seinves en sie e en

Die ernüchternden Ergebnisse: se s o en e e en e en n tien esi en n o en en tien on s ei o en i ei e tien e is e on s se en sie en o en nves en on s on ssp en se s o en s p in ipie e n e esse ene ie eine en is von ei si ni

Wie gut kennt man sich mit Veranlagungen an der Börse aus? sehr gut eher gut weniger gut gar nicht gut

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48 weiß nicht/k.A. 2

Geringe Börse-Kenntnis: Nur vier Prozent geben an, sich sehr gut mit Veranlagungen an der Börse auszukennen.

n i e e o en n estie en

e issens n e n e n n en n e se is o o en es ehen ein, sich „gar nicht gut“ auszukennen. 29 Prozent geben an, „weniger gut“ informiert zu sein. Nur vier Prozent meinen, „sehr gut“ Bescheid zu wissen. on eine tien e en s p sionsvo so e se

29

Quelle: Peter Hajek Public Opinion Strategies; Angaben in Prozent

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e p pie e esi en n von sie en e

se

e e en ie en si o en ie en si tien otivie en

o en einen

enn ie en i en - e ei e en-

Zu mehr Börseinvestments würden sich die Österreicherinnen und Österreicher laut Umfrae e e en ssen enn ie p iv e ensionsvo so e s e e i e nsti e Prozent eine „sehr gute Idee“ und weitere 39 Prozent eine „gute Idee“), wenn es eine entspreen e i s s- n in n i n in en e p nen e o en enn eine s i e ntie tien n o p e - in ensi e n Verfügung stünde (26 bzw. 27 Prozent) oder wenn es eine staatliche Förderung von Pensionsssen e o en

„Jetzt geht es darum, dass die Regierung im Sinne eines Turnarounds für den Kapitalmarkt proaktiv handelt.“ IV-Generalsekretär Christoph Neumayer

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März 2018 | iv-positionen

Foto: iStock

Wirtschaftliche Allgemeinbildung stärken „Die Tatsache, dass gerade einmal vier Prozent angeben, sich sehr gut mit Veranlagungen auszukennen, ss ein si n ie o iti sein n so e e ns eno en e en i n is s ie i e es e ne e s es ie - ene se e e e ies n e s ei o e e si en es tien o s ei i s s- n in n i n in s e ei e in e n tion en n i n e i in e e ei ve eis e e ene e s s ne i s i s n ei e en en en ein e e ei e e e e in n e e e so e n e


Thema Coverstory

ahn für den

almarkt!

aktiv gemanagte Kapitalmarktpolitik. Das ist für den h eine Umfrage im Auftrag von Industriellenvereinigung Handlungsbedarf.

o en n e p i e ein esti es sis issen n i s i en enn nissen ve en enn s in en i e o pe e e n sp i en ie n en e e e o men, wenn die Kundinnen und Kunden diese nicht verstehen?“ Zudem es ti e ie e ss es in e ev e n ei e epn e i s in s e ei s i n i on e e os von n s ie enve eini n n tien o s Pisa-Tool zu „Financial Literacy“ soll auch in Österreich abgefragt werden. Zudem braucht es eine ideologiefreie Diskussion über die Einführung eines es i s

„Österreich benötigt eine praxisnahe, effiziente und kostensparende Kapitalmarktregulierung.“ Aktienforum-Präsident Robert Ottel

Hürden abschaffen i e ie n s ie enve eini n ss ie o iti einen pi e en s ni s e e is en i s n o iti ein i en e iese ne e n tion so e e i e es en n es e ie n ins e en e en e en ei pi e en s e s ni s e ien eis e e e esso s e e en inne eine p o tiven pi po iti o e ie i s ss in es s e e i is en isti e pe tion n n isti e nvestition e zur Altersvorsorge, unterschieden werden muss. Neumayer: „Die KESt-Steuerfreistellung bei einer Behaltefrist von über einem Jahr sollte, erneut eingeführt werden.“ Um wieder e n e ne en n ie se in en p ie en n s ie n tien o se n e eine s e e i e n ei po iti nes en n ie is i inie n von i en pi een en e e is e n ei e - os en in e tion issionsvo en e i e o en ei io o s ee issionen (ca. 2–3 Prozent bei 300 Mio. Euro).

40,0 37,8

Effizienz auch beim Regulator gefordert e sie ie i s ei e in n si ei e ien n e e es ei e e o s i e ie i ne en e ie n sp o n e n i e s n von oppe s en ei e si is sinnvo e e - ene se e n iese s en n s e ie os ene ien e e s n o en si Personalstand und Personalaufwand der FMA zwischen 2002 und 2016 mehr als verdreifacht. e e ie en e ei e os en i von en e si ti en se s e e eine o en i e e on o e n ien i e ien so e e se s ve s n i sein n ss i es enn nisses des Verfassungsgerichtshofes (VfGH), dass nun sehr hohe Verwaltungsstrafen auch durch die FMA als Verwaltungsbehörde festgelegt werden können, plädiert die Industrie für gesetzliche Nachschärfungen: Richter und Ankläger müssen bei sensiblen Geldstrafen in Millionenhöhe unterschiedliche Personen sein. Die Kurzformel, um den Kapitalmarkt auf Vordermann zu bringen, lautet für Neumayer n e e issen n eni e en e i en e n o s e ei einen n ti tiven pi

31,5 28,8 26,7 24,8

Fotos: xxxx

Was der österreichische Kapitalmarkt jetzt braucht • - n ss o tin • Förderung von „Financial Literacy“ • pi e e e n es e ie n • ien e s n e in n si s iens eis e • s n e e en i n sp i in e iene ei n • KESt-Steuerfreistellung bei einer Behaltefrist von über einem Jahr

356

21,1

9,6

12,1 12,1

14,1

13,2

275

197

373

380

335 308

15,9 16,3

235

eo tivi

DIE 6 TOP-FORDERUNGEN DER INDUSTRIELLENVEREINIGUNG:

34,9

Personalstand und Personalaufwand der FMA

314

282

241

201

198

141 137 2002

2006

2010

2016

Die Kosteneffizienz der FMA auf dem Prüfstand: Personalstand und Personalaufwand der FMA haben sich zwischen 2002 und 2016 mehr als verdreifacht. Die Wirtschaft fordert hier mehr Effizienz und Effektivität.

Personalstand (Vollzeitbeschäftigte)

Personalaufwand (in Mio. Euro)

Quelle: BMF

WEBTIPP: Die Ergebnisse der Meinungsumfrage sowie weitere no tionen e pi n en ie n e iv.at/iv-positionen/Maerz18 bzw. erhalten Sie unter positionen@iv.at.

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Junge Industrie Thema

E TRI US ATIV D IN NOV IN

UNSERE STÄRKE LIEGT IN DER AGILEN VORGANGSWEISE KNAPP investiert jährlich rund 30 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Mit innovativen Technologien bietet das Unternehmen ein breites Lösungsportfolio rund um Digitalisierung und Industrie 4.0-Anforderungen. Über die Innovationskraft seines Betriebs sowie Stärken und Schwächen des heimischen Standorts sprachen die iv-positionen mit COO Franz Mathi.

Was macht Ihr Unternehmen so innovativ? Wo findet man Resultate der Innovationskraft Ihres Unternehmens? Problemlösungskompetenz ist fest in unserer Unternehmens-DNA verankert. Nachdem einerseits nahezu täglich neue Branchenanforderungen zu lösen sind und andererseits basistechnologische Entwicklungen zügig voranschreiten, entstehen immer wieder neue Ideen. Unsere Stärke liegt in der agilen Vorgangsweise: Kurze Entscheidungswege und eine klare Entwicklungsstrategie bilden dafür die Grundlage. So wurden unter anderem in den vergangenen Jahren die o pe e o e- i e e ei e ie ei ie weiterentwickelt, Vision-Systeme für die Qualitätssicherung e n n vie e ei e e nnov tionen in en ebracht. Allein in den vergangenen fünf Jahren konnte KNAPP n seine nnov tions s ni i o en pro Jahr wachsen.

ZUR PERSON Franz Mathi ist seit 1999 bei KNAPP. 2007 übernimmt er die Geschäftsleitung der KNAPP Logistik Automation GmbH (ab 1. Juli 2009 KNAPP AG) und wird 2012 als Chief Operating Officer in den Vorstand der KNAPP AG berufen.

Wie werden sich Innovationsprozesse in den nächsten Jahren verändern – wie stellt sich Ihr Unternehmen darauf ein? i e e en e eine se is ptive se e i e ie n s ie n i i isie n sin in e n e n in vie en ei s i en s s on in tion e tisie

Faktum ist jedoch, dass der Mastertrend der Individualisierung des Produktes nicht aufzuhalten sein wird. Dabei spielt Digitalisierung eine maßgebliche Rolle. Nur wer es versteht, die dadurch entstehenden neuen Möglichkeiten schnell für sich n en i ptie e o e n i ne e es s odelle entwickeln können. Wir stehen im permanenten Austausch mit unseren Kunden. Viele unserer Entwickler arbeiten intensivst mit unseren Kunden an diesen neuen Trends. Dabei spie ti e- oe eine i ti e o e nnov tions en werden immer kürzer und neue Technologien immer schnele ve es sin i e ei i n en o schungseinrichtungen vernetzt, um unserem Anspruch eines agilen Unternehmens gerecht zu werden. Wo sehen Sie die Stärken und Schwächen am Innovationsstandort Österreich? Was muss sich ändern, was sollte fortgesetzt bzw. verstärkt werden? in e n tion en e ei s e en i es ss ie o e i tion e e ni e ein es sse s e ei s is ositiv e nen is e enso ie e n spo iti in se ei o i ein e e e e svo ei e ie i ie o tis en en e in n en ie i n e ne e vo n en sin e o e o en ie ei s e hat sich in den letzten Jahren verändert, Unternehmen müssen agiler werden. Starre Arbeitszeitmodelle und bürokratis e en ve in e n so e positiven n i n en s is n in ss ie o i p ne s en i i 21. Jahrhundert ankommt.

Was plant die neue Bundesregierung im Bildungsbereich?

Einzigartige Ausbildung im Burgenland

B

D

ildungsminister Heinz Faßmann berichtete im IV-Ausschuss für Biln s- n ese s spo iti e das Bildungsprogramm der Bundesregierung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf folgenden Reformplänen:

• Stärkung der Elementarbildung: Einfühn eines ve p i en en in e tenjahres und einheitliche und höhere Ausbildungsstandards für das Personal. • Bildungsreform („Schulautonomiepaket“): ie n von i n s i e tionen i dungskonzepten, Qualitätskontrollen und Prüfung der Erreichung der Bildungsziele.

• Einführung von Deutschförderklassen ab es s p s n s i nose, mehr Deutschstunden. • i n sp i n n e p i in eine i n sp i i eis über erworbene Grundkompetenzen. • e i e i n ei e en i n von n n i s s- n Industriebedarfen, stärkerer Fokus auf Digitalisierung und den MINT-Bereich. • se n eine nive si s n n ierung NEU und Ausweitung des Zugangsmanagements an den Universitäten. • Ausbau des Fachhochschul-Sektors, insbesondere im MINT-Bereich, sowie verbes-

serte Durchlässigkeit und Anrechenbarkeit. in n eines os n s n n ierungsgesetzes (dreijährige Finanzierungsperiode).

Berufliche Bildung weiterentwickeln Die Industrie bewertet einen großen Teil e i n spo itis en e p n e positiv vie e e o en ie e ei s in den vergangenen Jahren in ihren Konep en e tisie eson e s i ti sin ei ie n e e en pädagogik, der Fokus auf Deutschförderung sowie die Einführung einer Bildungsp i enso sinnvo is ss e o s ie ei e en i n e e i en Bildung gerichtet werden soll.

Langjährige IV-Forderung umgesetzt

V.l.n.r.: Christian Friesl (IV-Bereichsleiter Bildung & Gesellschaft), Bildungsminister Heinz Faßmann, Günter Thumser (Vorsitzender des IV-Ausschusses für Bildungs- und Gesellschaftspolitik)

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März 2018 | iv-positionen

Einen Paradigmenwechsel im Hochschulbereich hat die Regierung mit der neuen nive si s n n ie n ein e ei e mit wird eine langjährige Forderung der IV ese itis e ei ie n s ie hingegen die Aufrechterhaltung des differenzierten Schulwesens und die Rücknahme der eingeführten Standortautonomie für die Schulen bei der Notengebung. ie i n i ie on e e se n des angekündigten Reformpfades kons tiv n s i e ei en

ie IV-Burgenland hat sich gemeinsam mit Unternehmen erfolgreich dafür eingesetzt: Im Schuljahr s e ie e s e sse eramische Werkstofftechnik“ an der HTL Eisenstadt. Sie ist damit österreichweit die einzige HTL, die theoretische und praktische Grundlagen der metallischen und keramischen Werkstofftechnik vermittelt. Auf dem Lehrplan stehen etwa Konstruktion sowie Interaktion der passenden Werkstoffe, Werkstoffprüfung, Anwendung und umweltgerechtes Recycling bzw. Wiederverwertung. Zusätzlich erhalten die Schüler auch Einblicke in die Bereiche Betriebstechnik und Produktionsmanagement. Zu Beginn wird mit zehn Wochenstunden gearbeitet, wobei das Thema „Keramik“ bereits ab der ersten Klasse in allen betreffenden Gegenständen berücksichtigt wird. Die Initiative erfolgt durch eine schulautonome Schwerpunktsetzung, die – im Gegensatz zu einer umfassenden Lehrplanänderung – die schnellstmögliche Umsetzung ermöglicht.

INFORMATION ei e e n o tionen n en ie n e iv.at/iv-positionen/maerz18

Fotos: IV, Knapp AG

Wie wurde Ihre Begeisterung für Technik, Forschung und Innovation geweckt und geprägt? Es liegt in der Natur des Menschen zu beobachten, zu ergründen, zu erforschen. Schon als Jugendlicher konnte ich mich endos i e o s en e issens en es i en


Junge Industrie/Aktuelles

Was stillsteht, stirbt Entscheidungen zu treffen, ist manchmal nicht leicht – meist ist es aber sogar besser, einmal danebenzuliegen, als gar nichts zu tun. ie n e n s ie si i vergangenen Jahr intensiv mit dem Thema „Nein zum Jein“ auseinandergesetzt. Ein allgemein i ti es e o in i s o iti o e e iv e en in s e s sti s e sti s n e ne e ennen i s n s Wer in seinem Unternehmen nicht bereit ist, n s ei n en e en e i ni n e Unternehmer sein. Es ist meist besser und wichti e isi o ne en n s ei n en efen und gegebenenfalls auch einmal danebenzuliegen, als nichts zu tun. Der Unternehmer muss eben etwas unternehmen, um zu überleben. Die Verlockung, einfach keine Entscheidung zu e en es en ssen is e ve s n lich, weil allzu menschlich. Dabei gilt die alte Weisheit, dass man nur aus Fehlern lernen kann. Aufgeschobene Entscheidungen führen langfri-

sti e en o e en n s e ei man eher die Tendenz, lieber nichts zu tun, bevor man das Risiko eingeht, womöglich das Falsche zu tun. Fehler werden leider von vielen nicht als ei es e nens son e n s ti ve s n en

n en ne e e ie s e e ne e e i e Angebote für den Kunden – und plötzlich kann ein solches Unternehmen wieder am Weltmarkt es e en n p o e sein o s ei en e ten – in Österreich.

Bei Unternehmen wird eine solche Verhaltenseise e s ne es n e o iti n ese s sin ie o en o e s eine enetion sp e sp en n si ni e eine Reform des Pensionssystems? Die nächsten ene tionen en o e ne n nn si nicht auf Bildungsreformen einigen? Die Arbeitsosen von o en e en n sein

Technologische Entwicklungen sind nicht aufzuen n nn e ie n s ei n e en auf diesen fahrenden Zug aufzuspringen und das pti sein n e ne en e s o en isi en e en nnov tionen s en n gen – manches wird klappen, manches vielleicht nicht. Aber alles ist sicherlich besser, als sich vor e e en o e en n en ti s n en ein ein

Ein aktuelles Beispiel ist die „Digitalisierung“ – o es o o eni e s n nis ei enen die es in den Mund nehmen. Aber der Tenor ist o n s ses os e o s n so ep ie o o e ei is vie es ei eni e spektakulär: Manche produzierende Unternehmen in Europa können kaum mit Billiglohnländern konkurrieren. Hier ergeben sich heute neue

JI-Salzburg mit neuem Vorstand

C

lemens Usner (37), Geschäftsführer der Usner GmbH, übernimmt den Vorsitz der JI-Salzburg von Bernhard Bachofner es s e e ie pie berger-Gruppe. Bestätigt wurden durch die Wahl außerdem sieben weitere Vorstandsmitglieder. Sie werden zusammen mit Clemens Usner in den kommenden drei Jahren die Ausrichtung der JI-Salzburg gestalten. Im Bild von links: Katharina Schneider, Clemens Kurz, Carina Perez, Clemens Usner, Lisa Weise, Bernd Fleissinger, Agnes Böhm. Nicht im Bild, aber ebenso weiter im Vorstand der JI-Salzburg ist zudem Bundesvorsitzender Andi Wimmer.

Herzlichst

Andi Wimmer, Bundesvorsitzender der Jungen Industrie

Auf einen Blick NEUER HONORARKONSUL

Fotos: istock, IV-Salzburg / Eva trifft, Bertsch Holding GmbH, Andi Bruckner

Russland ist für Österreich ein wichtiger Wirtschaftspartner – und aufgrund seines enormen wirtschaftlichen Potenzials nach wie vor ein Zukunftsmarkt: So sind die heimischen Exporte nach Russland im Vorjahr um 17 Prozent gestiegen. Außerdem sind russische Unternehmen die zweitgrößten Investoren hierzulande. Der Unternehmer und IV-Vizepräsident Hubert Bertsch wurde zum Honorarkonsul der Russischen Föderation für Vorarlberg bestellt. Das neue Honorarkonsulat hat im November 2017 den regulären Betrieb aufgenommen. Zu seinen wichtigsten Aufgaben zählt unter anderem die Förderung des kulturellen Austausches, die Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen und die Unterstützung der politischen Kontakte.

INDUSTRIEPOLITISCHER AUSTAUSCH

IV-Vizepräsident Hubert Bertsch (rechts) mit dem Botschafter der Russischen Föderation in Österreich, S.E. Dmitry Lyubinskiy

Verantwortung für die Industrie: Auf Einladung von IV-Vize-Generalsekretär Peter Koren stellte sich die neue Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, Elisabeth Köstinger, im Haus der Industrie einer intensiven Diskussion in einem hochkarätigen Kreis von Unternehmensvertretern. Mehrfach angesprochen und kritisch hinterfragt wurde dabei die Verschiebung der hoch-industrierelevanten Energie- und Bergbausektion aus dem Wirtschafts- in das „Nachhaltigkeitsministerium“. Köstinger versicherte in dem sehr offenen und sachlichen Gespräch, sich der hohen Verantwortung ihres politischen Portfolios, insbesondere für die energieintensive Industrie, sehr bewusst zu sein.

März 2018 | iv-positionen

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iv-positionen

VORARLBERG

Jobmesse 2018 – Trotz vollem Erfolg wird der Fachkräfteengpass spürbar Mit 102 ausstellenden Unternehmen war die Jobmesse so groß wie noch nie. Rund 1.700 Jobinteressierte kamen an die FH Vorarlberg nach Dornbirn, um sich über das Angebot am regionalen Arbeitsmarkt zu informieren. Großer Andrang bei der Jobmesse von IV und FHV

IT/Software/Hardware/ Programmierer/Big Data/ SAP/Datenbank/Prozesse

19 %

Technik/Produktion/ Fertigung/Montage/CNC/ ICT/ Engineering/ Mechatronik/ Konstruktion/Robotik/ Elektronik

13 %

Kaufm. Berufe/Steuerberatung/ Controlling/Buchhaltung

11 %

Forschung/Entwicklung/ Produktmanagement/ Produktentwicklung

11 %

Projektmanagement/ Prozessmanagement/ Business Developement/ Automatisierungstechnik

10 %

Vertrieb/Verkauf

A

ngesichts der guten Konjunktur stocken viele Unternehmen ihren Personalstand auf. Der Wettbewerb um gut ausgebildete und motivierte Arbeitskräfte ist entsprechend groß und bringt sehr attraktive Karrieremöglichkeiten für ihre berufliche Zukunft. Angesichts dieser Rahmenbedingungen zeigten sich die Fachhochschule und Industriellenvereinigung Vorarlberg als Mitveranstalter der Jobmesse 2018 sehr zufrieden mit deren Resonanz.

Fachkräftemangelwirdbedenklich Eine aktuelle Auswertung der Jobmesse vom 26. Jänner unterstreicht jedoch andererseits auch den sehr akuten Handn s e s en si i e ei e ie ve ei e en Gesichter von Personalverantwortlichen, weil sie die notweni en e ins eson e e i e nis en n - o petenzen, nicht ausreichend besetzen können“, analysiert - o e - es s e i s s e e ei s e nstie von ss e e n ie n e e is e n Unternehmen, die an der Jobmesse teilnehmen wollten, zeigt en e i ve s en e e n e ne en

Marketing/Kommunikation/ Redaktion/Grafik

4%

Soziales/Gesundheit/Pflege

3%

Einkauf

2%

Logistik Sonstiges (Energie/Recht/ Verwaltung/etc.)

3%

10

März 2018 | iv-positionen

Gefragt nach den Einsatzbereichen, in denen neue Mitarbeiter es e en e en o en e enn n en i tionen i - in e n enso vie e enn n en Prozent) der ausstellenden Unternehmen gehen in klassisch e nis e e ei e n i e e e e eis en nn en Einsatzbereiche, in denen neue Mitarbeiter gesucht werden, sin nnis e e e n o en e enn n en e en in iesen e ei n vie e e e e en ie n e ne en n i ei e s en e ei en s en e o en i ei e in en e ei en o e n een o ess n e en n siness eve op en sin mit ebenfalls elf Prozent sehr gefragt. Es folgen Nennungen i e ei e ie e e n o en n etin o ni tion se s o en ie ei e en enn n en ei en si in ie e ei e o i es es n ei ee vie o en in ei o en o isti ei o en n onsti e ei o en

AktuelleInitiativennichtausreichend ie

e e i ei e ie in en e ei en e os n es e en en e ie e e enn n en s e i es ie e p n e nse es i n s- n s i n ss s e s no s e ie i ei en so e ti n o ti issens en n e ni e en ie e en nititiven sin ni s ei en e e n e in Vorarlberg entgegenzuwirken, muss es uns zudem gelingen, s o e o en i n no ni e s ti en en n en n i- o e e tive e en n e es es e en i in n e no vie s e eine i ie e n e n n e iesen sein n dazu werden wir die Marke Vorarlberg stärken müssen“, so s e ei e n se e n en en s is e p n si ie eine e ie e o ensive Vorwärtsstrategie einsetzt und mit „Vorarlbergs urbaner Weg“ on e e s n s ns e ei ni

MehralsVerdoppelungvonoffenenJobs

6%

ITerstmalsgleichaufmitklassischerTechnik

eine ie n e ne en n nis tionen ie n e Jobmesse teilnahmen, könnten über 2.700 Einstellungen auf den unterschiedlichen Ausbildungsniveaus vornehmen, insbeson e e in en e ei en n e ni s e s eine n se e on e en o p o e e o esse s en riereportalen der Unternehmen und aus den Gesprächen mit en e son ve n o i en vo e vo e e ie e in o e e e ne e s e von eine no heren Zahl aus. Noch gar nicht hinzugerechnet sind über 1.000 o s ie e vie e son ve i n s os ei e o esse n e o en en ve n enen en von en ausstellenden Unternehmen über 1.000 Jobs angeboten. Die Anzahl hat sich daher in einem Jahr mehr als verdoppelt – ein es n i en s ei en en e n e

n

Foto: Matthias Rhomberg

19 %


VORARLBERG

Industrie bleibt auf Erfolgskurs

Saldo aus den Prozentanteilen positiver und negativer Antworten

Der wirtschaftliche Erfolg Vorarlbergs hält weiter an. Zu verdanken ist das vor allem einer guten Industriekonjunktur.

39,70

40

30

20

A

n der quartalsmäßigen Ume e p e n s ie in der Wirtschaftskammer o e n e n s ie enve eini n en si n e ne en i ins es n pp es i en e ei i e „Geschäftsklima-Index“ der Vorarlberger Industrie – das ist der Mittelwert aus der aktuellen Geschäftslage und der Einschätzung der Geschäftslage in sechs Monaten si e en e e ei ve esse s ie von o en p n e s e e e en

drittbesten Wert in den letzten fünf Jahren. 75 Prozent der befragten Unternehmen bezeichnen ihre derzeitige Geschäftslage als gut, sechs Prozent sprechen von einer s e en i ion e en i iese e e e von e po i ei e Industrieunternehmen. Die Auslandsaufträe e en i vie en posi ive s no i i en e ei Die Metalltechnische Industrie ist weiterhin e e e en on n eson e s die Auslandsaufträge bringen derzeit volle Auftragsbücher. Ähnlich gut, nämlich mit o en e e e ie e ens i e in -

s ie en s es n n e e i in strie wird die aktuelle Geschäftslage eher mäßig bis durchschnittlich gesehen, gefolgt von einer eher schwierigen Geschäftslage in der Elektro- und Elektronikindustrie.

Neue Mitarbeiter dringend gesucht ositiv is e s i s n se e ie es s e in se s Monaten wird von elf Prozent als noch nsti e ein es o en e en eine in es ei ei en e i tion o en e e en o en in en nächsten drei Monaten zusätzliche Mitar-

beiterinnen und Mitarbeiter einstellen. Die esi tion ei e in s ei e n esp nn i es i e lingen einen Höchststand, allerdings wird s o e es e n es die vielen bevorstehenden Pensionierungen no ein e i ve s e odert die Industrie als wesentliche Maßnahme e en en e n e eine ei e e e ein ei von i ie n e ie ndustrie geht hier mit immer individuelleren Arbeitszeitregelungen voran. Gefordert is n n ie en i e n i i en e e n s n e o en

Lange Nacht der Forschung in Vorarlberg Überraschungseier im Computertomografen, Roboter als Arbeitskollegen und Hightech-Textilien aus dem Windkanal – am 13. April darf wieder gestaunt werden. Die Lange Nacht der Forschung (LNF18) bietet Wissenschaft und Technik zum Mitmachen.

Fotos: Roger Eggenberger, istock

G

ei e e n o

tionen n e www.facebook.com/lnfvorarlberg

anze 87 Forschungsstationen nnen von is n ne n n o en in on in n s en ostenfrei entdeckt werden, 20 e s no ei e e en n en der Forschung im Jahr 2016. Und nicht nur ie n e ionen wird in Vorarlberg deutlich steigen. Das neue Programm biee s i e issens e ie e e en n o e o nnen es e ei pee in i - pe en onkrete Antworten auf ihre Fragen erhalten, ei ien e esi n pe i e e cha Night Dornbirn Hirnforscher aus Harvard und Meteorologen von ZAMG lauschen sowie bei einer sozialwissenschaftlichen Vernissage Projekte zu aktuellen sozialen Fragestellungen in Vorarlberg kennenlernen.

JungeForschergebenEinblicke es

e e en ie tionen von n os en n i en n issens en i ei sin p ie e issens sp eis e es n es o berg sowie junge Nachwuchsforscher aus ei is en en ie e en in in e tiven o n en pe i en en n mit Anschauungsmaterialien Einblicke in ihre spannende Arbeit. ie o

n e e o s n i in e von e i s s- n o o e e Vorarlberg, der Wirtschaftskammer o e n e n s ie enve eini n o e in oopeion i e n e ne ensgruppe organisiert.

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iv-positionen

VORARLBERG

Industriellenvereinigung Vorarlberg, Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV) und das Land Vorarlberg starten eine Initiative für Europa und wollen mit gezielten Maßnahmen in Schulen, Betrieben und in der Bevölkerung Aufklärungsarbeit leisten.

E

Der IV-Vorarlberg-Präsident sieht in der österreichischen - sp si en s in e ei en es e eine ein i ti e e e en ei s e ei ei en no endigen Weichenstellungen der EU mitzuarbeiten: „Erstens um mehr über das Projekt Europa für die Menschen zu in o ie en ei ens ie en n en ei e en i e n n i ens ie n s iepo iti und die Industrie ist der Wohlstandsmotor in der EU – neu auszurichten.“ Ohneberg sieht das Potenzial der EU in der e i en ons e tion ni s es p n eine ne en o e s e ei s n o e s i e op is en on e enn es vie e ens en o iti e eien n nis tionen ni e ne en ei es ni so populär klingt oder einfach ist: Die Europäische Union e n einen i e en ie en ns in e n op ie e ei e en en en o e in e e ei i n spo iti ine e tie n e vo e in en e i s spo iti n e n s nion n ei eiti eine in e i en e e en n s esen i e e e ie n in - n n tion e esetzgebung zu vermeiden.“

ensionie en e n en in innov tiven o schungsförderungen, die sich beispielsweise mit künstlicher n e i en o oti o e i e o n e o p tin befassen. Abschließend richtete Präsident Ohneberg einen in s iepo itis en ppe n n n n si eine i e itionie e ei n e spo iti ein se en „Der Abschluss von weiteren EU-Freihandelsabkommen ist von o e e e n e e eine po e ion ie o e i sin e in e essie n o en n s aber auch daran, dass unsere Unternehmen mit ihren Mitarbeitern Garant für Wohlstand und Arbeitsplätze sein können. Die EU sollte globales Vorbild sein.“

Faire,ambitionierteFreihandelspolitik ei e s e e es ne e i inne e o en e e e s i ei ie e ve ei n ne s i en von ns e s so ientie en e ei en Das heiße auch den Weg einzuschlagen, weg von überdi-

V.l.n.r.: WKV-Vizepräsident Michael Grahammer, Landeshauptmann Markus Wallner und IV-Vorarlberg-Präsident Martin Ohneberg

Fotos: IV-Vorarlberg/WKV

ine n e e op is en ee e s n nis für die europäische Integration und die Eurozone n n e s ei s ema „Wir sind Europa“ – all das steht im Zentrum der gemeinsamen Anstrengungen von IV, WKV n n o e e e en i n einen traktiven Mix aus Veranstaltungen, Vorträgen, Präsentationen ve s ie enen n e o en e n e in e - os en s e n e ne e s ssis e e ien ei so ie o i - e i - ivi en on ei en der IV-Vorarlberg bedankte sich Präsident Martin Ohneberg für die gemeinsame, wichtige Europainitiative mit einem klaen e enn nis op n ie sin sei e e ein e zensthema der Industriellenvereinigung und ihrer Mitglieder. i en ns n esen i en - ei i seei s ein ese ie e ie e ie i ei e n ie evölkerung haben profitiert und jetzt müssen wir uns weiter i vo e e e n ie ei e en i n einse en

Weichenstellungenfürdie österreichischeEU-Ratspräsidentschaft

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iv-positionen März 2018  
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