Page 1

Arbeitskreis Software-Qualität und -Fortbildung e.V.

Arbeitskreis Ausgabe 35 |Software-Qualität Juni 2015 und -Fortbildung e.V.

Mehr Qualität mit

SoftwareProjektManagement

Motivation: Das L.U.S.T.-Prinzip Seite 12

Agilität: (Projekt-)Management in Bewegung setzen Seite 16

Im Gespräch: mit Norbert Kastner Seite 18


The Mobile App Conference for: MANAGERS

MARKETERS

DEVELOPERS

DESIGNERS

TESTERS

Apps and Mobile Technologies - Creating our Future Today The international conference dedicated to passionate mobile app experts and professionals.

Extract of well-known companies giving a talk or a workshop

September 28 – 29, 2015 at the Dorint Sanssouci in Potsdam

HURRY UP and get the Early Bird discount! Register now: www.mobileappeurope.com


3

Editorial

Ausgabe 35  |  Juni 2015

Teure Fehlplanungen Jetzt haben wir es auch schwarz auf weiß: Öffentlich finanzierte und geplante Großprojekte sind echte Geldvernichter. Sie sind oft wesentlich teurer als geplant und kosten den Steuerzahler viele Millionen extra. Auf die Spitze treiben es Projekte aus dem IT-Sektor. Sie verursachen in absoluten Zahlen viele Milliarden Euro an Mehrkosten. Das ergibt eine aktuelle Studie der Hertie-School of Governance.* Die Wissenschaftler haben ganz genau nachgerechnet und Projekte bis hinein in die 1960iger Jahre analysiert. Als Ursachen für die Kostenexplosionen nennen sie eine falsche Projektorganisation und mangelndes Fachwissen.

Bei IT-Projekten ist das anders. Hier scheitert es meistens schon daran, den Sinn des Projektes zu verstehen. Das mag zum einen an der Kommunikation der Projektbeteiligten liegen, zum weitaus größeren Teil aber an der inhaltlichen Materie. Sie ist den meisten Menschen nicht so nahe wie der Bau eines Hauses oder einer Straße. Der noch viel bedeutendere Unterschied liegt aber darin, dass Fehlplanungen von IT-Projekten die Bürger nicht nur finanziell sondern auch in persönlicher Hinsicht teuer zu stehen kommen. Schlecht geplant heißt eben auch, schlecht gemacht. Und ich möchte mir gar nicht ausmalen, was Fehler beispielsweise für die Datensicherheit bedeuten können.

Obwohl die meisten IT-Großprojekte ein absoluter Kostenalptraum sind, stehen sie jedoch weit weniger in der öffentlichen Kritik als Fehlplanungen aus dem Bausektor wie der Berliner Flughafen BER oder die Hamburger Elbphilharmonie. Woran könnte es liegen, dass sie in der Wahrnehmung weniger thematisiert werden und deshalb weniger sichtbar sind?

Nicht der geringste Preis ist entscheidend. Qualität kostet. Made in Germany war nie zum Dumpingpreis zu haben. Standard sollte daher sein, dem qualitativ besten Anbieter den Vorrang zu geben. Darum haben wir diesem Heft den Schwerpunkt Projektmanagement gegeben.

Zu tun hat das offenbar damit, ob die Prozesse für uns nachvollziehbar sind. Auch wenn der Bau eines Flughafens ein ungeahntes Maß an komplexen Aufgaben darstellt, haben viele von uns zumindest eine wage Vorstellung davon, was getan werden muss, um das Ziel zu erreichen.

In diesem Sinne

Stephan Goericke, Hauptgeschäftsführer ASQF e.V.

Ihr Stephan Goericke

*Quelle: Prof. Dr. Genia Kostka / Jobst Fiedler: Großprojekte in Deutschland – Zwischen Ambition und Realität. www.hertie-school.org/de/infrastruktur


Inhalt

Ausgabe 35  |  Juni 2015

4

Qualität kommt nicht von allein Hervorragendes Software-ProjektManagement ist ein wichtiger Erfolgsund Qualitätsfaktor für IT-Unternehmen. Bei der Planung, Überwachung, Steuerung und dem Abschluss eines Projekts müssen zahlreiche Anforderungen von unterschiedlichster Ausprägung berücksichtigt werden. Deshalb umfasst Projektmanagement als Querschnittsaufgabe vielfältige Themengebiete. Fachübergreifendes

Qualitätsdenken und -handeln spielen in diesem Zusammenhang eine ausschlaggebende Rolle, denn die technische Entwicklung von Software allein führt nicht zwangsweise zum Markt- und Unternehmenserfolg. In dieser Ausgabe widmen sich die SQ-Autoren besonders dem Projektleiter als Dreh- und Angelpunkt für die erfolgreiche Durchführung und Qua-

litätssicherung. Er trägt als Vorbild eine große Verantwortung und soll gleichzeitig alle Teammitglieder für die Notwendigkeit qualitätssichernder Maßnahmen sensibilisieren. Abhängig von der Teamgröße ergeben sich hierbei ganz unterschiedliche Herausforderungen. Lesen Sie mehr zu unserem Schwerpunktthema auf den folgenden Seiten.

3 EDITORIAL

28 iSQI-NEWS

6

30 IM FOKUS

ASQF-NEWS

10 TITELTHEMA

30 Warum Konzerne wie Start-ups funktionieren wollen.

10 Qualität ist kein Zufallsprodukt –

Und wieso das selten gelingt …

Der Projektleiter stellt die Weichen für eine

38 Security – Jetzt erst recht

hochwertige Software

40 Agilität und Qualität – Mission impossible?

12 Das L.U.S.T.-Prinzip

14 Unterschiedliche Projekttypen erfordern

32 JUBILÄUM

jeweils spezifische Ausbildungen

10 Jahre exzellente Zusammenarbeit

16 Agilität – eine Sache des Trainings – Wie Sie Ihr (Projekt-)Management in

34 BEST PRACTICE

Bewegung setzen

18 IM GESPRÄCH

34 Projektmanagement: Steuerrad für die Software-Qualität

mit Norbert Kastner

36 Mehr Zeit für Qualität –

„Gutes Projektmanagement muss sich

Gezieltes Testdatenmanagement

auf veränderte Rahmenbedingungen

schont Ressourcen und schafft

einstellen“

Synergieeffekte für das gesamte Projekt

21 SCHULUNGEN UND SEMINARE

43 BRANCHENTICKER

26 BUCHVORSTELLUNG Qualitätsmanagement erfolgreich einführen, betreiben und verbessern


5

Gründe "Danke" zu sagen. iSQI feiert 100.000 Prüfungen und möchte sich herzlich bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben!

Wie haben Sie zu dies

em Erfolg beigetragen?

Teilen Sie Ihre Geschi

chte mit uns und schreiben Sie an: marketing@isqi.o rg

Dankeschön!


ASQF NEWS

Ausgabe 35  |  Juni 2015

6

Digital mit Köpfchen Unternehmen gehen die digitale Transformation strategisch an Viele Unternehmen haben sich bereits auf den digitalen Wandel eingestellt und gehen die Transformation ihrer Geschäftsprozesse strategisch an. Das geht aus einer aktuellen Mitgliederbefragung des ASQF hervor. Die Unternehmen scheinen den digitalen Wandel als Chance zu begreifen und passen sich dementsprechend an. Im Vordergrund stehen für die Unternehmen die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse und der sinnvolle Umgang mit Big Data. Smart Home und Smart Factory spielen eine eher unbedeutende Rolle. Eng verzahnt mit der Digitalisierung der Geschäftsprozesse und der Nutzung von Big Data sind sicherheitsrelevante Aspekte und rechtliche Rahmenbedingungen, die von den Unternehmen erfüllt werden müssen. Wohl auch deshalb steht für die meisten der Befragten das Thema IT-Security im Mittelpunkt. Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer beschäftigt sich mit Fragestellungen rund um den Bereich und sieht diesbezüglich in den kommenden zwei Jahren eine hohe Relevanz für den eigenen Betrieb. Das Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter und Kompetenzen ist dabei hoch. Die Unternehmen rüsten auf und investieren besonders in die eigenen IT-Abteilungen. Mehr als drei Viertel der befragten Unternehmen fühlen sich gut gewappnet. Sie schätzen ihre Fähigkeit, den digitalen Wandlungsprozess zu meistern, mittel bis hoch ein. Digitale Transformation wird strategisch angegangen Die Unternehmen scheinen ihr Vertrauen in die eigenen Kompetenzen vor allem aus dem strategischen Angehen zu schöpfen. Die Stimmung ist selbstbewusst. Über ein Drittel ist davon überzeugt, den digitalen Wan-

del bereits mit einer gut funktionierende Strategie zu meistern. Weitere 44 Prozent setzen sich momentan mit einer möglichen Strategie auseinander. Lediglich 15 Prozent der befragten Unternehmen haben sich noch nicht mit einer Planung auseinandergesetzt und keine Strategie erarbeitet. Die Ergebnisse der Befragung zeigen: Es wird gezielt in die Digitalisierung investiert, wenn auch in unterschiedlichem Maße. Der überwiegende Teil ist noch zurückhaltend. 40 Prozent planen geringe Investitionen. Dagegen beabsichtigen 22 Prozent hohe Investitionen in dem Bereich. Fachmedien dienen zur Orientierung Zu Vorbereitung und Planung der digitalen Transformation nutzen die Unternehmen verschiedene Kanäle und Quellen. Die Komplexität des Themas könnte zu der Annahme führen, dass besonders externe Beratungsangebote in Anspruch genommen werden. Diese Aussage lässt sich jedoch für die befragten Unternehmen nicht bestätigen. Der Besuch von Fachkonferenzen wird zur Vorbereitung kaum genutzt. Orientierung scheinen die Unternehmen vorzugsweise in Fachmedien zu suchen. Rund ein Drittel von ihnen nutzt diese nach eigenen Angaben stark zur Vorbereitung. Externe Berater werden von knapp einem Drittel der Befragten konsultiert. Weiterbildungsangebote werden von den Unternehmen als dritthäufigste Informationsquelle angegeben. Die befragten Unternehmen versuchen, ihre Kompetenzen noch am ehesten über die Investition in die eigene IT-Abteilung aufzubauen, allerdings in einem geringen Maß. Rund 20 Prozent geben an, sich mit Investitionen in die eigene IT-Abteilungen vorzubereiten. Ob diese Investitionen

eher technischer oder fachlich qualifizierter Natur ist, bleibt offen. Unternehmen fordern uneingeschränktes Internet Im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung wünschen sich die Befragten vor allem eins: ein Netz ohne Schranken. Beim Thema Netzneutralität ist die Meinung eindeutig. So fordert die überwältigende Mehrheit der Befragten (über 86 Prozent) ein freies und für alle Seiten gleichermaßen zugängliches Internet. Allerdings sind weitaus weniger zuversichtlich, dass diese Forderung in den kommenden Jahren erfüllt wird. Mehr als 40 Prozent sagen, dass sich die aktuelle Regierung nicht ausreichend für eine Wahrung der Netzneutralität einsetzt. Sie erwarten zukünftig sogar eine Verschlechterung der Situation. Zudem sind rund 20 Prozent davon überzeugt, dass das Internet in naher Zukunft nicht mehr frei und für alle zugänglich sein wird. Demgegenüber stehen etwa 22 Prozent, die optimistischer sind und die Frage bejahen. Der überwiegende Teil der Befragten bleibt skeptisch, denn mehr als ein Drittel stimmt der Aussage nur bedingt zu. Aktives Vorgehen von Wirtschaft und Politik gleichermaßen gefordert Die Mehrheit der Unternehmen hat erste Schritte in Richtung digitaler Transformation bereits unternommen. Insbesondere durch die Umstellung der Geschäftsprozesse sind sie zu einer aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema gezwungen. Die große Mehrheit setzt sich proaktiv mit Chancen und Herausforderungen auseinander und feilt bereits an einer eigenen Strategie oder hat diese nach eigenen Angaben bereits erfolgreich auf den Weg gebracht. Unterstützung erwar-


7

ten die Unternehmen von der Politik. Die Frage, ob diese durch eine zeitgemäße Gesetzgebung mit der Dynamik der digitalen Transformation mithalten kann, bleibt auch in Zukunft spannend.

Wie bewerten Sie Ihre Unternehmensstrategie zur Bewältigung der digitalen Transformation?

15,24%

Stimmung zur gesamtwirtschaftlichen Lage bleibt positiv Auch angesichts der neuen Herausforderungen durch die Digitalisierung hält die positive Stimmung der Befragten über die gesamtwirtschaftliche Lage im deutschsprachigen Raum in den IT-gestützten Branchen weiter an. Mehr als 90 Prozent der Unternehmen bewerten die momentane nationale wirtschaftliche Situation mit gut bis sehr gut und erwarten für ihr eigenes Unternehmen im Jahr 2015 ein Wachstum. Von dieser positiven Geschäftserwartung vieler Unternehmen dürfte auch der Arbeitsmarkt weiterhin profitieren. Wie schon im Vorjahr gaben auch in der aktuellen Umfrage 60 Prozent der Befragten an, dass in ihren Unternehmen weitere Personaleinstellungen geplant sind. Nach Einschätzung der Unternehmen scheint sich hierfür die Fachkräftesituation auf dem Arbeitsmarkt zu entspannen. Nur noch 6 von 10 Befragten sehen im Fachkräftemangel den größten Hemmnisfaktor für die Entwicklung ihres Unternehmens (8 von 10 im Vergleich zum Vorjahr).

3,81% 1,9%

34,29%

44,76%

Wir haben eine gut funktionierende Strategie. Unsere Strategie ist gerade erst in Entstehung. Wir haben eine Strategie, die aber

nicht umgesetzt wird.

Unsere Strategie funktioniert nicht. Wir haben keine Strategie

Wie hoch schätzen Sie die Fähigkeit Ihres Unternehmens ein, die digitale Transformation zu meistern? 4,76% 12,38% 36,19%

Qualitätssicherung und Weiterbildung haben hohen Stellenwert Die Qualitätssicherung spielt für die Unternehmen eine immer größere Rolle, um am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Insbesondere die Weiterbildung der Mitarbeiter steht dabei im Fokus. Das Bewusstsein für "lebenslanges Lernen" ist weiterhin hoch. 94 Prozent der Befragten gaben an, mindestens einmal im Jahr eine

46,67%

hoch mittel gering keine Angabe

Weiterbildung zu absolvieren, 5 von 10 Befragten sogar mehrmals im Jahr. Das eigene Fachwissen auf dem aktuellen Wissens- und Forschungsstand zu halten und innerhalb der Branche vergleichbar zu machen, bleiben die wichtigsten Gründe bei der Entscheidung für eine Weiterbildung mit international anerkanntem Zertifikat als Abschluss. Die Bereitschaft der Unternehmen in Weiterbildung zu investieren, ist konstant hoch. Wie schon in den letzten Jahren sind rund 70 Prozent der Befragten bereit, Zeit und Geld in Weiterbildungsmaßnahmen zu investieren. Laut der Umfrage legen die Unternehmen dieses Jahr am meisten Wert auf Weiterbildungen in den Bereichen Testing, Projektmanagement sowie im Bereich der agilen Methoden.

ASQF-Branchenreport Spezial An der Befragung zum ASQF-Branchenreport 2015 mit dem Schwerpunkt "Digitale Transformation" nahmen 121 Personen teil, davon 47 Prozent aus kleinen und mittelständischen Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern, weitere 12 Prozent Unternehmen mit 250 bis 1000 Beschäftigten, etwas mehr als ein Viertel der Befragten stammte aus Unternehmen mit über 1000 Angestellten. MEHR ZU DEN ERGEBNISSEN DER UMFRAGE AUF: www.asqf.de.


ASQF NEWS

Ausgabe 35  |  Juni 2015

8

Präsidiumsreise in den USA mit erfolgreichem Ergebnis Anbahnung neuer wertvoller Kooperationen mit Vorteilen für ASQF-Mitglieder terbildungsmarkt und erörterten mit Branchen-Insidern vertriebs- und marketingspezifische Fragen hinsichtlich geschäftlicher, politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen. Zudem trafen sich die Mitglieder auch mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik des Bundesstaates New Hampshire. Zu den Gesprächsgästen zählten unter anderem die Senatoren Andrew Hosmer, Jeff Woodburn und Molly Kelly sowie Vertreter des New Hampshire Department of Resources and Economic Development.

Rahmen einer organisierten Reise in den USA. Sie wurde federführend durch die iSQI, Inc. in Boston durchgeführt.

Innovationen in der Informations- und Telekommunikationstechnologie werden von den USA gezielt gefördert und weisen einen zunehmenden Anteil am Bruttoinlandsprodukt auf. Das für die IT-Branche prognostizierte Wachstum wird langfristig die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften weiter ankurbeln. In diesem Zusammenhang steigen auch die Forderungen nach einem international anerkannten Qualifizierungsnachweis. Einen Überblick über die aktuelle Marktsituation in den USA und damit verbundene Wachstumschancen für das International Software Quality Institute sowie daraus resultierende Vorteile für den ASQF erhielten kürzlich dessen Präsidiumsmitglieder im

Zum Aufbau neuer Geschäftskontakte für die iSQI, Inc. besichtigten die Präsidiumsmitglieder zusätzlich Referenzprojekte vor Ort und erhielten von Stephan Goericke aus erster Hand Informationen über die Marktentwicklung in den USA. Darüber hinaus wurden für den ASQF zahlreiche Kontakte zu anderen Verbänden und IT-Netzwerken geknüpft.

Nach dem Markteintritt vor knapp einem Jahr ist das International Software Quality Institute auch in den USA aktiv und als Zertifizierungsstelle für IT-Fachkräfte bekannt. „Die Rahmenbedingungen, um sich weiterzuentwickeln sind gut. Als Folge der Wirtschaftskrise ist in den USA eine Öffnung gegenüber ausländischen Anbietern erfolgt, die ihren Beitrag zum Wachstum leisten möchten. Wir konnten bereits einige fruchtbare Geschäftskooperationen schließen und befinden uns im stetigen Ausbau unserer Produkt- und Serviceleistungen“, sagt Stephan Georicke, der die iSQI, Inc. in den USA aufgebaut hat und gleichzeitig ASQF-Hauptgeschäftsführer und CEO der deutschen iSQI GmbH ist. In kürzester Zeit erhielten ASQF-Präsidiumsmitglieder einen tiefen Einblick in den amerikanischen Aus- und Wei-

Auf der ASQF-Präsidiumsreise wurden viele neue Kontakte zu Unternehmen, Netzwerken und Verbänden geknüpft.


ASQF NEWS

9

Automotive & Testing Day BaWü Tester mit Drive waren Ende April auf dem ASQF Automotive & Testing Day in Ostfildern in Baden-Württemberg gefragt. Die regionalen Fachgruppen Software Test und Automotive hatten zum Thema eingeladen und warteten mit einem interessanten und abwechslungsreichen Programm auf. Nach einer kurzen Einführung durch die Fachgruppenleiter Stefan Vogel und Dr. Sebastian Oster eröffnete Michael Weber von der Daimler AG mit der Keynote „Innovation dri-

ven @ Mercedes Benz“ die Vortragsreihe. Diese bot Erfahrungsberichte, Best Practices und viel Raum für das Netzwerken. In den Pausen fand sich genug Zeit für Fachgespräche und den Austausch an den zahlreichen Messeständen im Foyer. Der ASQF bedankt sich bei den Ausstellern und Sponsoren, sowie insbesondere bei den regionalen Fachgruppen Software Test und Automotive für die inhaltliche Organisation des Tages.

Der Workshop bildet die Fortsetzung des Experten-Treffens im Rahmen des Technologie Forums 2014. Inhalt: Vorträge, Gruppenarbeit, Open-Space-Diskussion Kosten: 300 Euro je Teilnehmer zzgl. MwSt Rabatt für ASQF-Mitglieder: 20% Rabatt-Code: „asqf20“ (Bitte bei Anmeldung Mitgliedsnummer angeben.) WEITERE INFORMATIONEN UNTER: www.asqf.de/fachgruppentermine.html

bitsea GmbH Sankt Augustin www.bitsea.de Daimler Financial Services Stuttgart www.daimler.com

HEICON – Global Engineering Schwendi www.heicon-ulm.de

FOKUS in Berlin einen Informationsund Diskussionstag zum Thema. Die Teilnahme ist für ASQF-Mitglieder kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist auf 50 Personen begrenzt. INFO UND ANMELDUNG UNTER www.asqf.de/fachgruppentermine.html

Exklusive Rabatte für ASQF-Mitglieder VariantenmanagementExpertenworkshop 11.06.2015, Stuttgart

ANOVIO AG München www.anovio.de

dSPACE digital signal processing and control engineering Paderborn www.dspace.com

ASQF Smart Sourcing Day Die Nutzung von Outsourcing-Optionen und insbesondere auch die Nutzung von Cloud-Angeboten erfordern deren Analyse und Beurteilung nicht nur im Hinblick auf die jeweils angebotene Funktionalität, sondern in vielen Fällen auch im Hinblick auf die Qualität der Systeme und Programme „hinter“ den Optionen und Angeboten. Smart Sourcing soll System- und Programm­analysen und Bewertungen der Qualität umfassen. Der ASQF veranstaltet am 16. Juni im Fraunhofer

Zuwachs: Neue Mitglieder

German Testing Day 17.07.2015, Frankfurt / Main Der German Testing Day ist die größte firmenunabhängig organisierte Konferenz zu den Themen Qualitätssicherung und SoftwareTest in Deutschland. Ticketrabatt für ASQF-Mitgliederund SQ-Leser: 10% Rabattcode: „Aktion-ASQF“ oder „Aktion-iSQI“ oder „SQ-Magazin-2015“ WEITERE INFORMATIONEN UNTER: www.germantestingday.info

ITGAIN Consulting Gesellschaft für IT Beratung mbH Hannover www.itgain.de PerfecTo Mobile GmbH Siegen www.perfectomobile.com TZM Transferzentrum Mikroelektronik Göppingen www.tzm.de Ranorex Graz – Österreich www.ranorex.com

Werden Sie Mitglied im ASQF! www.asqf.de/mitgliedschaft-vorteile.html

Einfach und schnell: Jetzt unter abo.sq-magazin.de registrieren und die aktuelle Ausgabe des SQ-Magazins als PDF lesen.


Titelthema

Ausgabe 35  |  Juni 2015

10

Qualität ist kein Zufallsprodukt Der Projektleiter stellt die Weichen für eine hochwertige Software

Horst Kostal

V

on allen Domänen stellt die Software-Entwicklung die höchsten Anforderungen an alle Disziplinen, da hier die größte Dynamik herrscht und sich die Probleme vielschichtig präsentieren. Damit in Software-Projekten auf der Wertschöpfungsebene Qualität entstehen kann, müssen einige Voraussetzungen geschaffen werden: Etablierte und gelebte Prozesse sind die Grundlage. Gleichzeitig darf es nicht dem Zufall überlassen sein, dass eine hohe Produktqualität erstellt wird. Und wie immer, wenn aus intuitivem Handeln ein geregeltes und planbares Vorgehen entstehen soll, kommt einer ins Spiel: der Projektleiter. Qualität entsteht auf der Wertschöpfungsebene Es ist gleich, ob Qualitätsprozesse organisationsweit existieren oder nicht, ihre Umsetzung findet immer erst dann statt, wenn diese Prozesse in den Projekten auch instanziiert werden. Somit ist die Implementierung der Qualitätsmaßnahmen das Maß aller Dinge. Die Prozesse dienen nur als Hilfestellung und letztendlich als Messlatte für eventuelle QualityGates. Erfolg kann erst vermeldet werden, wenn die Maßnahmen in den Entwicklungsprojekten durchgeführt wurden. Nichts leichter als das also! Aber warum krankt es in Software-Projekten dann immer wieder beim Thema Qualität? Weit verbreitet ist nach wie

vor die Ansicht, dass allein die Abteilung für Qualitätssicherung oder die Test-Teams für die qualitätssichernden Maßnahmen – also auch die Prüfung − zuständig sind. Doch – wie der Volksmund sagt – vom Wiegen wird das Schwein nicht fett. Gemeint ist: Die Produktqualität wird in den Entwicklungsteams erstellt – genauso wie die Funktionen – und ist somit jedermanns Sache. Die Prüfung – also das Wiegen – ist ein nachgelagerter Vorgang, der nur noch die Wirksamkeit der Maßnahmen nachweisen soll. Die Mitglieder der Entwicklungsteams werden diese Maßnahmen zur Qualitätssicherung jedoch nur dann durchführen können, wenn sie dazu sowohl befähigt als auch befugt sind, denn die Durchführung von Qualitätssicherungsmaßnahmen erzeugt Aufwände. Und Aufwände verursachen Kosten, ebenso wie die zu implementierenden Funktionen. Was nicht geplant ist, wird auch nicht gemacht! Somit könnte man die These wagen, dass Qualitätssicherungsmaßnahmen planerisch mit Funktionen gleichzusetzen sind. Dies ist ja auch schlüssig, denn Produkte, die die an sie gestellten Qualitätsansprüche nicht erfüllen, werden genauso abgelehnt werden, als wenn es ihnen an geforderter Funktionalität fehlt. Es hat sich der Minimalanspruch durchgesetzt, dass Funktionen, die implementiert werden müssen, einer Zeit- und Ressourcenplanung unterliegen. Dies lässt sich sehr einfach auch auf die Umsetzung von Qualitätsmaßnahmen übertragen.

Qualität ist in der Regel das erste Opfer, wenn zeitliche Engpässe auftreten. Erst recht wird dies passieren, wenn sich Projektmitarbeiter die Zeit für Qualitätspakete „aus den Rippen schneiden“ müssen. Sind die Aktivitäten identifiziert, geschätzt, zeitlich ausgeplant und die Ressourcen zugewiesen, dann haben die Arbeitspakete für die Qualitätsmaßnahmen den gleichen Stellenwert wie die der Funktionen. Hier leistet der Projektleiter den entscheidenden Beitrag. Gefordert: Projektleiter mit diplomatischem Geschick Der Projektleiter muss eine Kultur etablieren, in der eine hohe Produktqualität oberste Priorität hat, d.h. die Umsetzung von Qualitätsmaßnahmen ebenso selbstverständlich ist wie die der funktionalen Arbeitspakete. Kann der Projektleiter dem Team die Bedeutung der Qualitätsarbeitspakete vermitteln, indem er selbst die ihm zugeteilten Aktivitäten jederzeit mit der entsprechenden Sorgfalt erledigt, also für sein Team hierin eine Vorbildfunktion erfüllt, dann steigt in der Entwicklungsmannschaft die Akzeptanz für qualitätssichernde Maßnahmen. Gleichzeitig muss der Projektleiter auch für eine ausreichendende Ausplanung dieser Maßnahmen sorgen, diese in Arbeitspaketen organisieren und den Entwicklern ausreichend Zeit für deren Erledigung einräumen. Erst dadurch wird jedem im Projekt klar: Qualität gehört zum Produkt und kommt nicht von ungefähr. Ohne die Unterstützung durch das Unternehmensmanagement geht es jedoch nicht. Das Management muss


11

dem Projektleiter jederzeit den Rücken stärken und allen Entwicklerteams deutlich signalisieren, dass eine hohe Qualitätskultur „von ganz oben“ gewünscht, gefördert und mit den nötigen personellen und finanziellen Ressourcen ausgestattet wird.

die Einsicht vermitteln muss, dass Qualitätsprozesse nicht nebenläufig sind, sondern zum Alltag gehören. Das gelingt ihm, wenn er in seinem Team durch Know-how und Kompetenz (fachlich wie organisatorisch) die entsprechende Akzeptanz und den nötigen Respekt hat.

eines guten Qualitätsmanagements, dann ist das Projekt „auf einem sicheren Gleis“. Auf diese Weise kommt der Kunde zurück und nicht das Produkt.

Qualität ist kein Selbstzweck! Sie hat einen reellen Nutzen, ihre Erzeugung verursacht Aufwände und Kosten und ist somit etwas wert. Der Kunde erwartet Qualität und bezahlt auch dafür. Ein guter, erfolgreicher Projektleiter hat ein ausgeprägtes Qualitätsverständnis und weiß um die Notwendigkeit qualitätssichernder Maßnahmen. Er ist es, der dem Entwicklungsteam

Gleichzeitig ist der Projektleiter die Schnittstelle zwischen seinem Team und dem Management. Seine diplomatischen und vermittelnden Fähigkeiten sind gerade in der zeit- und kostenaufwändigen Umsetzung von Qualitätsprozessen gefragt. Werden diese Prozesse, auch mit aller nötigen Unterstützung aus dem Organisationsmanagement, bewusst umgesetzt, wissen die Projektmitarbeiter um den Nutzen und die Kriterien

Horst Kostal ist als Principal Consultant bei Method Park für alle Fragestellungen rund um das Thema Projektmanagement zuständig.


Titelthema

Ausgabe 35  |  Juni 2015

12

Das L.U.S.T.-Prinzip Sigmund Freud erkannte: „Durch Worte kann der Mensch den anderen selig machen oder zur Verzweiflung treiben“. Den umtriebigen Psychoanalytiker faszinierte das menschliche Denken und Handeln. Vor Jahrzehnten formulierte er das Lustprinzip, dessen These besagt, dass es Ziel jeglicher seelischer Aktivität ist, Unlust zu vermeiden und Lust zu gewinnen. Der Mensch strebe nach einem Ausgleich von Bedürfnissen und Mängeln. Freuds Erkenntnis lässt sich auch für das Projektmanagement nutzen, meint Software-Koordinator und Projektleiter Werner Motzet. Er sagt: „Der Mensch ist gezwungen, immer wieder nach Lust zu suchen – aber auch nach Enttäuschungen. Deshalb sollte im Projekt vor allem die Lust an einer Aufgabe oder Tätigkeit gefördert werden.“ Motzet sieht in der Interaktion aller Projektbeteiligten den Schlüssel zum Erfolg. Sprache und Worte spielen hierbei eine wichtige Rolle. Auf Basis seiner Vorüberlegungen hat er

vor rund zehn Jahren das Projektmanagement nach dem L.U.S.T.-Prinzip entwickelt. Nachfolgend beschreibt Werner Motzet das exemplarische Vorgehen:

L

Das wichtigste Werkzeug des Projektleiters ist das Lob. Ich meine damit echtes persönliches Lob, keine Preisverleihung oder Nennung in der Firmenzeitung oder auf einem Monitor. Lob ist das Salz in der Suppe des Projekts, richtig dosiert wirkt Lob Wunder. Wenn es nie Lob gibt, werden Menschen krank. Aufgrund der Einmaligkeit eines Projekts gibt es immer wieder neue Themen und Probleme, daher gibt es im Projekt immer etwas zu „lernen“. Das gilt sowohl für den Einzelnen als auch für das Team und ganz besonders für den Projektleiter, der auch in diesem Punkt Vorbild sein darf.

Lachen ist gesund, sagt der Volksmund. Lachen unterstützt auch das Lernen und schafft eine gute Stimmung. Als Projektleiter sorge ich dafür, dass die Projektmitarbeiter „etwas zu lachen haben“, denn Lachen hat eine „entspannende“ Wirkung. Organisationen neigen dazu, alles regeln zu wollen, dadurch wird die Zusammenarbeit nicht einfacher. Im Sinne von lightweight oder agil geht es darum, den Organisationsaufwand so schlank wie möglich zu gestalten. Loslassen meint, dass ich als erfahrener Projektleiter auch neuen, jungen Mitarbeitern die Chance gebe zu zeigen, was sie können und nicht alles selber mache, nur weil ich es eventuell etwas schneller oder besser kann. Projektmitarbeit und -leitung fordert immer auch eine Menge Leidenschaft und Engagement. Das deutsche Wort zeigt auch, wie wichtig dabei das richtige Maß ist. Wer es übertreibt merkt, wie Engagement auch „Leiden schafft“.


13

U

Projektarbeit ist immer wieder etwas Neues. Daher ist es wichtig, dass der Projektleiter auch mal unkonventionell vorgeht, neue Wege versucht, andere Perspektiven nutzt. Aber egal, was der Projektleiter tut, er muss dabei ursprünglich und echt bleiben. Nur so ist er glaubwürdig für alle Beteiligten. Leider muss ich das „U“ hier zu einem „V“ verbiegen. Eine der wichtigsten Aufgaben des Projektleiters ist der Vertrauens-Vorschuss. Nur wenn er damit selbst in Vorleistung geht und seinen Teammitgliedern das Vertrauen schenkt, das er von ihnen erwartet, kann Projektarbeit gelingen.

S

Die Sprache ist sehr wichtig. Zum einen verrät unsere Sprache unser Denken, zum anderen ist die Sprache ständiger Anlass für Missverständnisse. Daher gilt: Ohne Regeln funktioniert Sprache im Projekt nicht zuverlässig. Der Projektleiter muss auch ShowMaster und Speaker sein. Es geht darum, dass er die Ergebnisse gut präsentieren muss und die „Sprache der Manager“ spricht. SCRUM ist im Moment sehr angesagt. Leider sehe ich öfter, dass die Vorgehensweise so sehr verdreht wird, dass MURCS (scrum rückwärts) rauskommt. Das bedeutet: Scrum kann man nicht nach Belieben anpassen. Auch beim Schätzen im Projekt kann man viele Fehler machen. Ich bin der Überzeugung, dass wir Menschen nur bis zu vier Wochen präzise schätzen können. Alles was darüber geht, ist die „Multiplikation von Erfahrungswerten“.

T

Über die Bedeutung des Teams für das Projekt muss ich nicht groß und breit schreiben. Ganz wichtig ist dabei, dass der Projektleiter sich als Mitglied des Teams und nicht als etwas „Besseres“ versteht! In Franken sprechen wir das T ja weich aus, daher ist der nächste Begriff auch zulässig: Die Demut, sie ist eine wichtige Eigenschaft des Projektleiters, zum einen gegenüber der Machbarkeit und zum anderen als Mitglied des Teams. Der erfahrene Projektleiter weiß: Nicht alle Dinge kann man erzwingen und man ist einfach auf sein Team angewiesen. Ohne Team da geht nichts. Im Projekt geht auch nichts ohne Transparenz, es gilt: TT (Transparency creates Trust). Ich werde öfter gefragt: „Kann das nicht zu viel werden, wenn alles transparent ist?“ Nein, im Gegenteil! Wenn nicht jedes Projektmitglied alle Informationen hat, die es für seine Tätigkeit braucht – und, wenn es nicht alle Zusammenhänge kennt – dann wird spekuliert mit entsprechend Folgen...

Abschließend können wir zusammenfassen: Es geht um die „M&M“ (Menschen) im Projekt. Je mehr „Freiheitsgrade“ , desto besser das Ergebnis für alle Beteiligten. Für die Eigenständigkeit des Projektleiters gilt: „Mache nichts nach, sondern wende an“. KVP und „Retrospektive“ heißt nicht nur, aus eigenen Fehlern lernen, sondern ganz besonders die eigenen Stärken auszubauen. Erfahrungsaustausch = ist notwendig (wendet Not) Vertrauensvorschuss wird belohnt. Gesunder Menschenverstand ist der Maßstab.

Direkt verwand mit „TT“ ist das Teilen. Im Projekt gilt: „Teilen macht reich“. Oft fehlt den Mitgliedern die Erfahrung, dass das klappt. Daher hilft es sehr, wenn der Projektleiter in Vorleistung geht. Teil eines jeden Projektplans sollte das Training der Teammitglieder und ganz besonders des Projektleiters sein. Neben dem Training geht es dabei auch um Erfahrungsaustausch. Das muss nicht immer die mehrtägige Schulung sein, auch kürzere Veranstaltungen (dafür öfter) bringen viel.

Werner Motzet ist Software-Koordinator in Forschung und Entwicklung bei der Wavelight GmbH in Erlangen. Er arbeitet seit 1989 als Projektleiter in SoftwareProjekten, von 1997 bis 2011 überwiegend im LotusNotes/Domino Umfeld. Seit 2009 gibt er auch Projektmanagement-Kurse auf Entwickler- und Admin-Camps.


Titelthema

Ausgabe 35  |  Juni 2015

14

Unterschiedliche Projekttypen erfordern jeweils spezifische Ausbildungen Gerold Herold Projektmanagement bedeutet, Projekte durch Initiieren, Planen, Steuern, Kontrollieren und Abschließen erfolgreich abzuwickeln. Dafür wurden z.B. durch das Project Management Institute [PMI] sogenannte Wissensgebiete definiert, die für alle Projekte relevant sind. Reicht es für die Ausbildung von Projektmanagern aber aus, diese allgemeinen Wissensgebiete zu schulen, um erfolgreich Projekte führen zu können? Richtig ist sicher, dass sie als solide Basis notwendig, aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen verschiedener Projekttypen aber nicht hinreichend sind. Research

Development

Engineering

Service

Klassifiziert man Projekte nach RDES, ergeben sich für die Projekte in diesen Klassen ganz unterschiedliche Treiber und Erfolgsfaktoren und damit auch eine unterschiedliche Umsetzung der prinzipiellen PM-Methoden. In Research-Projekten werden neue Ideen generiert und analysiert, um eine Vision möglich zu machen. In Development-Projekten geht es um die Realisierung eines Produkts, dass dann am Markt verkauft oder in kundenspezifischen Lösungen eingesetzt werden kann. In Engineering-Projekten wird für einen Kunden eine individuelle Lösung zusammengefügt und angepasst, die vorher in einem Vertrag vereinbart worden ist. In Service-Projekten wird ein System lauffähig und aktuell gehalten, um z.B. Ausfälle zu vermeiden. Betrachtet man beispielsweise Development (Produktentwicklungs)- und Engineering (Kunden)-Projekte, bewegt sich der Projektmanager in beiden Fällen im „Magischen Dreieck“ aus Zeit, Kosten und Inhalt. Um das Projekt aber nicht nur zu verwalten, sondern es auch wirklich zu leiten und zu steuern, benötigt der Projektmanager dem jeweiligen

Umfeld angepasste Methoden, Wissen und Erfahrungen. Bei der Umsetzung eines Kundenprojekts muss der Projektleiter dafür sorgen, dass (a) alle Leistungen des vereinbarten Vertrages umgesetzt werden und (b) aber auch nicht mehr, da es nicht bezahlt werden muss. Deshalb muss er ein solides Verständnis über Vertragsmanagement haben. Dazu gehört Wissen über die Angebotsphase, den Vertrag selbst und mögliche spätere Claims. Nur mit diesen Kenntnissen kann er (mit Unterstützung oder in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Experten) gute Entscheidungen im Projekt treffen.

KUNDENPROJEKTE

Magisches PM-Dreieck

Verträge

ENTWICKLUNGSPROJEKTE

Magisches PM-Dreieck

3C Business Modell

Anders sieht es bei (internen) Produktentwicklungs-Projekten aus. Hier gibt es keinen rechtlich bindenden Vertrag als Basis für Entscheidungen. Hier hat der Produktmanager ein Produktkonzept für einen angenommenen Markt definiert. Für Entscheidungen benötigt der Projektmanager ein Verständnis über die Markt-Zusammenhänge mit den Aspekten Customer (was will der Kunde, Markt), Competitor

(was machen die Wettbewerber) und Company (die Situation in der eigenen Firma) [3CModell]. Deshalb ist Wissen über Produktmanagement wichtiger als Wissen über Kundenverträge. Damit ergeben sich z.B. im Risikomanagement unterschiedliche Handlungsoptionen. In Kundenprojekten sind der Inhalt und die Termine im Vertrag festgeschrieben. Der Projektmanager kann häufig nur an der Variable „Kosten“ (bzw. Ressourcen) drehen, um die Nichtabnahme oder sogar spätere Vertragsstrafen zu verhindern. Bei Entwicklungsprojekten kann in Absprache mit dem Produktmanager auch der Inhalt reduziert bzw. vereinfacht werden oder die Fertigstellung verspätet erfolgen, solange der Markt es akzeptieren würde. Diese und weitere wichtige Unterschiede in der Implementierung der PM-Methoden sind in [ASQF2015] beschrieben. In der theoretischen 10.000 Fuß-Perspektive ist das Projektmanagement aller Projekttypen zwar sehr ähnlich, in der Praxis wird jedoch ganz unterschiedlich vorgegangen. Deshalb können und müssen die Projektmanager in den verschiedenen Projekttypen unterschiedlich agieren und benötigen jeweils spezifische Ausbildungen, wenn es um die konkrete Umsetzung der generellen Projektmanagement-Methoden geht. L I T E R A T U R : [PMI] – Project Management Institute, PMBOK Guide, 5th Edition, PMI, 2013 [3CModell] - Kenichi Ohmae, The Mind Of The Strategist: The Art of Japanese Business, 1991 [ASQF2015] – G. Herold - PM Education for Customer vs. R&D Projects, ASQF PM Day 01/2015

Gerold Herold ist Learning Manager bei der Siemens AG, Human Resources. Er ist global verantwortlich für die Weiterbildung der R&D Projektmanager und für die Einführung von agilen & lean Methoden in der Entwicklung.


Advertorial

Neu und einmalig: Erste Zertifizierung für Software-Tester im Automobilbereich Certified Automotive Software Tester (CTFL®-CAST) schließt branchenspezifische Lücke zum ISTQB® Certified Tester – Foundation Level Intelligente Automobile von heute sind nicht zwangsläufig sicher. Gerade unter diesem Aspekt müssen die Anwendungen von Beginn an zuverlässig funktionieren. Das zu gewährleisten ist Aufgabe des Software-Testers. Als erste branchenspezifische Zertifizierungsausbildung für diese Berufsgruppe stellt der Certified Automotive Software Tester (CTFL-CAST) auf die Besonderheiten beim Test von softwarebestimmten Systemen in der Automobilindustrie ab. Vom Allgemeinen ins Besondere Mit weltweit mehr als 380.000 ISTQB Certified Testern und mehr als 40.000 Certified Testern in Deutschland hat sich das Weiterbildungsschema als der Standard für die Berufsgruppe der Software-Tester etabliert. Doch fehlte in der Vergangenheit das wichtige Bindeglied zu den branchenspezifischen Ausprägungen. Mit der Erweiterung zum Certified Automotive Software Tester (CTFL-CAST) existiert nun genau dieses Bindeglied für die Automotive-Branche! Als erster branchenspezifischer Kurs bildet CTFL-CAST eine wichtige Verbindung zwischen dem Grundverständnis des ISTQB Certified Tester – Foundation Level und dem spezialisierten Testen im Automotive-Bereich. „Wir schließen eine Lücke und schaffen einen Mehrwert für den Certified Tester im Automotive-Bereich“, sagt Horst Pohlmann, Vorsitzender des German Testing Boards, das CTFL-CAST in Zusammenarbeit mit Fachexperten aus der Industrie, Trainingsanbietern und autorisierten Zertifizierungsstellen entwickelt hat.

„CTFL-CAST“-Tester können mehr Mit der Erweiterung zum Certified Automotive Software Tester (CTFL-CAST) sind Tester in der Lage,→Teststrategien fundiert abzuleiten, normenkonforme Testverfahren auszuwählen, Tests durchzuführen, die gemäß der Sicherheitseinstufung des Steuergeräts relevant sind und auch einem Audit standhalten. Die spezifische Zertifizierungsausbildung ist ein Gewinn für alle Seiten. Tester können mit dem Zertifikat ihr erworbenes Spezialwissen gegenüber dem Arbeitgeber nachweisen. Der wiederum profitiert von bestens qualifizierten Fachkräften und kann seinen Kunden ein erstklassig entwickeltes Produkt anbieten. Mit einer Kursdauer von zwei Tagen (inklusive Prüfung) ist das Zertifikat als Ergänzung zum Foundation Level zudem höchst zeit- und kosteneffizient.

Haben wir Sie neugierig gemacht? Dann sollten Sie sich unbedingt weiter informieren. Eine Übersicht zum Certified Automotive Software Tester (CTFLCAST) sowie zu den Inhalten und akkreditierten Zertifizierungsstellen finden Sie auf: www.german-testing-board.info Besuchen Sie auch die Linked In Gruppe GTB Foundation Level Extension Certified Automotive Software Tester (CTFL-CAST) und bleiben Sie auf dem Laufenden.

Ralf Bongard ist Geschäftsführer der ISARTAL akademie GmbH und als Mitglied des German Testing Board e.V. stellvertretender Leiter der GTB Arbeitsgruppe „CTFLCAST“.


Titelthema

Ausgabe 35  |  Juni 2015

16

Agilität – eine Sache des Trainings Wie Sie Ihr (Projekt-)Management in Bewegung setzen Dr. Wolfgang Brandhuber „Nichts von dem, was das Management tut, geht an den Endkunden – zumindest meistens.“ Mit dieser provokanten These zieht Dr. Wolfgang Brandhuber das Interesse seiner Zuhörer in Seminaren und bei Veranstaltungen auf sich. Er ist seit über zehn Jahren als IT-Berater für die Unternehmensberatung Accenture vor allem im agilen Umfeld tätig. Brandhuber verfügt über Erfahrung als Entwickler, Product Owner, Scrum Master und Chief Scrum Master und hat als selbständiger Berater bereits zahlreiche Start-ups und Großprojekte bei der Einführung von agiler Entwicklung unterstützt.

„Wenn mehrere selbstorganisierte Teams zusammenarbeiten, braucht es eine Ebene, die ihre Arbeit koordiniert, eine Management-Ebene als Dienstleister, um die Schnittstellen der Teams untereinander und die Einbettung des Projekts innerhalb der Firma zu optimieren. Ist das Projekt nicht allzu groß und können die Teams diese Koordination zum Beispiel über ein Scrum of Scrums selbst tragen, sollte auf ein explizites Management verzichtet werden“, erklärt Brandhuber. „Funktionierende Selbstorganisation ist für viele zwar immer noch viel zu radikal, aber auf

© Mark Rehberg

„Wenn in einem Software-Projekt am Ende nur die Arbeit der Entwickler zählt, und die sich in agilen Projekten selbst organisieren − wofür brauchen wir dann in unserer schönen neuen Entwicklungswelt das Management überhaupt noch?“, hakt Wolfgang Brandhuber nach. Allein um Provokation geht es dem Experten allerdings nicht. Ihn beschäftigt die Frage, wie und mit welcher Geschwindigkeit das (Projekt-)Management täglich agiler werden kann.

Dauer wesentlich belastbarer und billiger“, stellt der Experte klar. Management muss Agilität vorleben Nach Meinung Brandhubers beschränkt sich die Aufgabe des Managements in einem agilen Projekt auf zwei Bereiche: die Koordination der einzelnen Projektteile und das Trainingsvorbild im Arbeitsalltag: „Trainingsvorbild für alle Teams im Arbeitsalltag zu sein, ist meiner Erfah-

rung nach der Punkt, an dem schnell klar wird, ob das Management agile Entwicklung nur als ein Allheilmittel zum Kurieren von ´Krankheiten´ im Entwicklerteam betrachtet oder, ob das Management agile Entwicklung für sich entdeckt hat, um selbst jeden Tag ein bisschen besser zu werden.“ Die Agilität in einem Projekt oder einer Organisation wird durch die Agilität des Managements stark begrenzt. Die Geschwindigkeit, mit der sich Agilität im System vollzieht, kann daher mit einer einfachen Faustformel gemes-


17

sen werden, sagt Brandhuber: „Nur in dem Maße, in dem das Management agiler wird, kann auch der Rest des Systems agiler werden; zuzüglich einer Latenzzeit, um diese Erkenntnisse an alle anderen Mitarbeiter weiterzugeben.“ Gezielte Trainingseinheiten steigern die Agilität Seine Erkenntnis hat Brandhuber mit weiteren Agile-Coaches in dem Trainingsprogramm „Agile Moves“ zusammengefasst und in verschiedenen Projekten über mehrere Jahre ausprobiert. Der versierte Coach setzt dabei auf einen einfachen Erklärungszusammenhang: Agilität kann durch spezielle Trainingseinheiten, sogenannte „Moves“, gezielt trainiert werden. Je mehr davon durchlaufen werden, desto agiler wird das Unternehmen oder die Organisation. Anhand des Trainingsfortschritts lässt sich auch messen, wie schnell die Agilität im Management und im Projekt zunimmt. Üben wie beim Tanzen „Agilität ist wie das Tanzen ein Teamspiel. Daher liegt es nah, Agilität genau wie das Tanzen in einzelnen ´Moves` zu trainieren, die mit zunehmender Fertigkeit erweitert und später zu komplexeren Choreographien zusammengesetzt werden. Jeder Aspekt der agilen Entwicklung lässt sich in Moves verpacken. Ideen-Moves zum Beispiel eignen sich hervorragend zum Einstieg.“ Ideen-Moves sollen dabei helfen, den Ideenfluss im eigenen Kopf und im Team in Schwung zu bringen und zu trainieren. Brandhuber rät, alle Ideen, die einem im Laufe des Arbeitstags in den Sinn kommen, aufzuschreiben. Ob man seine Gedanken auf einem Post-It, in einem „Ideen-Buch“ oder auf dem Computer abspeichere, sei dabei egal: „Ziel ist es, den eigenen Ideenfluss in Gang zu bringen. Darü-

ber hinaus liefert mir der „Move“ jede Menge Material, das ich mit meinen Kollegen diskutieren kann, z.B. in einer Retro.“ Vor einem überstürzten Beginn rät Brandhuber jedoch ab. Wie auch das Tanzen erfordert die Durchführung der „Moves“ eine gewisse Selbstdisziplin. „Bevor ich mit einem dieser „Moves“ beginne, sollte ich mit meinem Team genau festlegen wie ich mir meinen „Move“ im Detail vorstelle.“ Kleinere Teilziele in einem überschaubaren Zeitraum abzustecken, hilft dabei, den Überblick zu behalten. „Sie können zum Beispiel sagen: Ich schreibe mir innerhalb von zwei Wochen mindestens zwölf Ideen auf.“ Sind die Ideen gesammelt, kann man sie in ein Team-Blog niederschreiben. Jedes Teammitglied erhält dadurch die Möglichkeit, die Ideen zu kommentieren. Laut Brandhuber hat es sich bewährt, die Ideen mit einem anschließenden Ranking von einem bis fünf Sternen zu versehen. Je höher die Anzahl der vergebenen Sterne, desto positiver die Bewertung der Idee bzw. vorgeschlagenen Maßnahmen. „Haben Sie Ihre selbstgesteckten Vorgaben – zwölf Ideen in zwei Wochen mit anschließender Bewertung durch die Teammitglieder – erreicht, können Sie sich den erfüllten „Move“ durch Ihr Team mit einem „Move-Zertifikat“ beurkunden lassen. Hierzu unterschreibt jedes Teammitglied eine Urkunde, auf der steht, was Sie geleistet haben. Wenn Sie Teil des Managements sind, können Sie sich entweder von Ihrem Management-Team oder Ihren Untergebenen zertifizieren lassen. Am besten, sie machen beides“, rät Brandhuber.

Einfache Projektsteuerung Das „Agile Moves“-Konzept kann sowohl in kleineren als auch größeren Teams angewendet werden. „Wenn andere im Team Lust haben mitzumachen, könnte der dritte Schritt sein, die Ideen aller Teammitglieder nach der kumulierten Anzahl der Sterne in einem Team-Ideen-Board zu priorisieren; in einem größeren Projekt mit mehreren Teams auch in einem Projekt-Ideen-Board. Die Ideen mit den höchsten Bewertungen werden als erstes umgesetzt. Das ist einfache Projektsteuerung und funktioniert hervorragend“, ist Brandhuber überzeugt. „Wer also nachvollziehen will, mit welcher Geschwindigkeit sein Projekt agiler wird: Einfach dem Management helfen, sich zu zertifizieren und die Move-Zertifikate mit unterschreiben.“

Dr. Wolfgang Brandhuber arbeitet als Agiler Coach für die Unternehmensberatung Accenture und bloggt unter anderem auf blog.agile-moves.de


Im Gespräch

Ausgabe 35  |  Juni 2015

18

„Gutes Projektmanagement muss sich auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen“ Täglich wird in Unternehmen und Organisationen eine neue Projektidee geboren. Doch wie kann daraus der größtmögliche Wert geschöpft werden? Nicht nur unter dieser Fragestellung beschäftigt sich die ASQF-Fachgruppe mit dem Projektmanagement. Am Wissenstransfer sowie Projekten, Aktionstagen und Fachdiskussionen zum Thema sind die Mitglieder der Fachgruppe unmittelbar beteiligt. Unter Berücksichtigung von aktuellen Anforderungen in der Praxis werden Empfehlungen und Leitfäden entwickelt, die für den Markt und jedes Unternehmen von Relevanz sind. So agiert die Fachgruppe mit ihren Erfahrungswerten zum Projektmanagement und verstärkt damit den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Norbert Kastner führt seit neun Jahren die Fachgruppe. Er weiß um die Herausforderung, die verschiedenen Interessenslagen aller Beteiligten zusammenzubringen.

SQ: Die ASQF-Fachgruppe Projektmanagement hat sich den Aufbau eines Netzwerkes für IT-Projektleiter aus allen Branchen ins Programmheft geschrieben. Haben Sie dieses Ziel bereits erreicht? Norbert Kastner: Die Einführung von Agilen Methoden in der SoftwareEntwicklung in den letzten Jahren hat zu einer grundlegenden und ausführlichen Auseinandersetzung mit den neuen Methoden und deren Rahmenbedingungen geführt, zum Teil in der Fachgruppe Projektmanagement und auch in eigenen Fachgruppen. Klassische Projektmanagement-Themen waren dadurch in letzter Zeit nicht so wichtig. Wir spüren jetzt allerdings wieder eine stärkere Fokussierung auf Themen, die über die direkte Projekt­ abwicklung hinausgehen. Dies wird, davon bin ich überzeugt, das Thema Projektmanagement in seiner Gesamtheit wieder mehr in den Fokus rücken und dem Aufbau des Netzwerkes neue Impulse verleihen. SQ: Ein weiteres Fachgruppenziel ist die Weiterentwicklung des interna-

tional anerkannten Zertifikats ASQF Certified Professional for Projectmanagement. Welche neuen Erkenntnisse aus Wirtschaft und Wissenschaft fließen darin ein? Es wird eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft gegründet, die sich dieses Themas annehmen wird. Ohne den Ergebnissen vorzugreifen, lassen sich beispielhaft folgende zwei Themenkomplexe für die strukturelle und inhaltliche Überarbeitung festhalten: Eine Anpassung des Lehrplans an internationale Standards bezüglich der Hinterlegung von Lernzielen und Business Outcomes ist dringend erforderlich. Damit sind die Bedeutung und der Nutzen besser transportierbar. Dies wird der Vermarktung neue Impulse verleihen. Agile Vorgehensweisen sind bereits oder werden der Standard für die meisten IT-Projekte. Dieser Entwicklung ist verstärkt Rechnung zu tragen. Es gilt die zugrundeliegenden Vorgehensmodelle und Rahmenbedingun-

Norbert Kastner leitet seit neun Jahren die ASQF-Fachgruppe Projektmanagement.

gen im Lehrplan stärker in den Vordergrund zu rücken. Die agilen Methoden setzen mehr Eigenständigkeit und Verantwortungsübernahme von den Teams bzw. den Mitarbeitern voraus. Dies bedingt einerseits eine sukzessive Kompetenzentwicklung der Teammitarbeiter vom reinen Projekt-Doing hin zum Erkennen und Umsetzen von unternehmerischen Zielen. Andererseits benötigen die Teams für die Umsetzung der agilen Selbstorganisation auch die

Gutes Projektmanagement muss sich auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen, ist im Kern aber von den temporären Trends unabhängig. nötigen Freiräume. Dies erfordert einen anderen Führungsstil im Management, weg vom Macher und Allrounder und hin zum Enabler.


19

SQ: Agiles Arbeiten hat sich inzwischen für die Durchführung von Projektarbeit und die Produktentwicklung etabliert. Neben dem klassischen Projektmanagement wird agiles Management in Form von iSQI® Certified Agile Essentials, Scrum und Kanban insbesondere in der IT eingesetzt. Auch in anderen Branchen, wie z. B. in der Entwicklung der Automobilindustrie gewinnt die agile Arbeitsweise weiter an Bedeutung. Werden wir in Zukunft von einem Agilen Projektmanagement 4.0 sprechen? Gutes Projektmanagement muss sich auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen, ist im Kern aber von den temporären Trends unabhängig. Deshalb halte ich nicht viel von entsprechend angepassten Bezeichnungen, die eine Lösung aktueller Probleme vorspiegeln. Unter Industrie 4.0 wird u.a. auch die zunehmende Aufgabenverschiebung aus zentralen Systemen in untereinander vernetzte Subsysteme mit jeweils einem eigenen Funktionsspektrum verstanden. Ziel ist die bessere Beherrschbarkeit der Komplexität einer enorm steigenden Funktionalität sowie die schnellere inkrementelle Fertigstellung von lieferbaren und wartbaren Systemen. Agile

Vorgehensweisen unterstützen exakt diese aktuellen Forderungen. Insofern ist Industrie 4.0 meines Erachtens nur agil umzusetzen. In einiger Zeit werden aber andere Entwicklungsziele in den Vordergrund rücken. Agiles Management ist jetzt ein wesentlicher Enabler für Industrie 4.0, wird aber auch noch eine wichtige Rolle spielen, wenn der Begriff Industrie 4.0 aus der Mode gekommen sein wird.

ASQF-Fachgruppe Projektmanagement Der ASQF e.V. ist das Expertennetzwerk im Bereich Software-Qualität im deutschsprachigen Raum. Ein wesentlicher Baustein der Vereinsarbeit wird von Fachgruppen geleistet. Sie bringen fach- und themenspezifisch Experten aus Wirtschaft und Forschung zusammen. Anerkannte Referenten geben in den Veranstaltungen ihr Know-How über neue Trends, Technologien und Erfahrungen weiter, die Teilnehmer tauschen untereinander ihre Erfahrungen aus. Die Fachgruppe Projektmanagement unterstützt diese Aktivitäten und beschäftigt sich mit den verschiede-

nen Disziplinen eines professionellen Projektmanagements, d.h. Projektstrukturierung, -planung, -controlling, Risiko- und Konfliktmanagement, Kundenansprache und Teamkommunikation sowie Ressourcenplanung in komplexen IT-Projekten, aber auch Vorgehensmodelle und Projektqualitäts-Management. Darüber hinaus wird die Weiterentwicklung des iSQI-Zertifikats „Certified Professional for Project Management“ sowie der weitere Aufbau eines Netzwerkes für Projektmanagement angestrebt. Die Fachgruppe gliedert sich in die Regionalgruppen BerlinBrandenburg, Nordrhein-Westfalen und Franken.

KONTAKT Überregionaler Leiter: Norbert Kastner Telefon: +49 9131 91910-0 norbert.kastner@asqf.de Die Treffen der Fachgruppe werden regelmäßig über die Homepage des ASQF unter der Rubrik „Fachgruppentermine“ und im SQ-Magazin bekannt gegeben. www.asqf.de/fachgruppentermine.html

Anzeige

Anonymisierung

www.q-up-data.com

mit Q-up auf der sicheren Seite

www.q-up-data.com


Das ASQF-Karriereportal Wir haben den passenden JOB für Sie.

Consultant: Software Tester / Testautomatisierung (m/w) Qytera Software Testing Solutions GmbH

FINARIS

FINANCIAL SOFTWARE PARTNER

Frankfurt am Main

Eschborn

Online Marketing Manager / Online Redakteur (m/w) iSQI GmbH Potsdam

(Junior) IT-Consultant (m/w) F I N A R I S GmbH

FINARIS

FINANCIAL SOFTWARE PARTNER

(Junior) Consultant (m/w) Financial Services. F I N A R I S GmbH Frankfurt am Main

Software Entwickler C#/.Net - (w/m) IBA Dosimetry GmbH

Testanalyst (m/w) für CarIT Produkte der Zukunft SQS AG

Schwarzenbruck

Wolfsburg, München, Stuttgart

IT-Berater(m/w) Software qs o. Software Test Engineer ITGAIN Consulting Gesellschaft für IT-Beratung mbh

Senior Consultant - Banking SQS AG

Hannover

Projektleiter (m/w) Direct Line Versicherung AG Teltow

Frankfurt

Consultant: Software Tester (m/w) Proventa AG Frankfurt am Main

Teamleiter Test & QS (m/w) Direct Line Versicherung AG

Architekt Software-Testautomatisierung (m/w) ANECON Software Design und Beratung G.m.b.H.

Teltow

Wien

Entwicklungsingenieur(m/w)– Software–Qualitätssicherung IAV GmbH

Software-Entwickler(m/w) „Embedded“ im Bereich Automotive Method Park Software AG

Gifhorn

Erlangen

Entwicklungsingenieur Embedded (w/m) ITPower Solutions GmbH

Software-Entwickler (m/w) Automotive Method Park Software AG

Berlin

Erlangen

Qualitätsmanager (m/w) Embedded Software IAV GmbH

Tester/Testmanager Ebcont

Gifhorn

Software-Tester (m/w) netcare Business Solutions GmbH Neustetten

Software-Testing-Engineers (m/w) PPI AG Informationstechnologie

Wien

Mitarbeiter/-in Prüfungsauswertung iSQI GmbH Potsdam

(Senior) Testmanager / Testspezialisten (m/w) ckc group Braunschweig

Hamburg

Die ausführlichen Stellenangebote finden Sie auf www.asqf.de/stellenangebote.html


Termine to go

einfach aus

Schulungen 2015

der Hef tmitt

e heraus tren

Juli bis September 2015 Certified-Schulungen werden ausschließlich von akkreditierten Unternehmen durchgeführt. Das iSQI fungiert hier als Vermittler. Anmeldeformular und Preise unter www.isqi.org.

nen

Mehr als 100 weitere Termine finden Sie unter: www.isqi.org/de/schulungen-liste-op.html

Schulungstitel/Seminartitel

Ort

Datum (Start)

Dauer

Anbieter

ASQF® Certified Professional for Project Management ASQF Certified Professional for Project Management

Frankfurt

24.08.15

4

SQS

ASQF® Certified Professional for Project Management

Sibiu

14.09.15

4

Method Park Consulting GmbH

CMAP Mobile App Testing – Foundation Level

Frankfurt

02.07.15

2

Loyal Team GmbH

CMAP Mobile App Testing – Foundation Level

Berlin

13.07.15

2

Loyal Team GmbH

CMAP Mobile App Testing – Foundation Level

Düsseldorf

24.08.15

2

Sogeti Deutschland GmbH

CMAP Mobile App Testing – Foundation Level

Braunschweig

31.08.15

2

BREDEX GmbH

CMAP Mobile App Testing – Foundation Level

Frankfurt

21.09.15

2

Sogeti Deutschland GmbH

®

CMAP Mobile App Testing

CMAP Mobile App Test Automation CMAP Mobile App Test Automation

Düsseldorf

26.08.15

3

Sogeti Deutschland GmbH

CMAP Mobile App Test Automation

Frankfurt

23.09.15

3

Sogeti Deutschland GmbH

2

Díaz & Hilterscheid GmbH

iSQI® Certified Agile Business Analysis iSQI® Certified Agile Business Analysis (EN)

Berlin

01.09.15

iSQI Certified Agile Essentials ®

iSQI® Certified Agile Essentials

Frankfurt

02.07.15

2

Loyal Team GmbH

iSQI® Certified Agile Essentials

Berlin

07.09.15

2

Loyal Team GmbH

iSQI® Certified Agile Essentials

München

17.09.15

2

Method Park Consulting GmbH

iSQI‘s CAT Certified Agile Tester® iSQI‘s CAT Certified Agile Tester ®

Wien

01.07.15

5

ANECON

iSQI‘s CAT Certified Agile Tester ®

Hamburg

06.07.15

5

SQS

iSQI‘s CAT Certified Agile Tester ®

München

15.07.15

5

Loyal Team GmbH

iSQI‘s CAT Certified Agile Tester ®

Berlin

27.07.15

5

Díaz & Hilterscheid GmbH

iSQI‘s CAT Certified Agile Tester ®

Berlin

26.08.15

5

Loyal Team GmbH

iSQI‘s CAT Certified Agile Tester

Hamburg

07.09.15

5

Integrata / CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

iSQI‘s CAT Certified Agile Tester ®

Berlin

07.09.15

5

Díaz & Hilterscheid GmbH

iSQI‘s CAT Certified Agile Tester ®

Wien

14.09.15

4

Software Quality Lab GmbH

iSQI‘s CAT Certified Agile Tester ®

Düsseldorf

14.09.15

5

Sogeti Deutschland GmbH

iSQI‘s CAT Certified Agile Tester ®

München

21.09.15

4

Software Quality Lab GmbH

iSQI‘s CAT Certified Agile Tester ®

Röttenbach

21.09.15

5

sepp.med gmbh

®

ISTQB Certified Tester – Foundation Level ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Bremen

06.07.15

4

ANECON

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Düsseldorf

06.07.15

4

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Stuttgart

07.07.15

4

Lysant GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

München

07.07.15

3

Philotech Systementwicklung und Software GmbH

ISTQB Certified Tester – Foundation Level

Frankfurt

08.07.15

3

Loyal Team GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

München

13.07.15

4

ISARTAL akademie GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Erlangen

13.07.15

4

Method Park Consulting GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level (EN)

Berlin

20.07.15

3

Díaz & Hilterscheid GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

München

20.07.15

4

Sogeti Deutschland GmbH

ISTQB Certified Tester – Foundation Level

München

21.07.15

3

Software Quality Lab GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Lustenau

21.07.15

3

Software Quality Lab GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Münster

27.07.15

3

Díaz & Hilterscheid GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Hamburg

03.08.15

4

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Stuttgart

03.08.15

4

Lysant GmbH

®

®

STAND: Juni 2015

®


ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Dortmund

17.08.15

3

Díaz & Hilterscheid GmbH

ISTQB Certified Tester – Foundation Level ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Graz

17.08.15

4

Software Quality Lab GmbH

Berlin

19.08.15

3

Loyal Team GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Berlin

24.08.15

3

Díaz & Hilterscheid GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

München

25.08.15

4

Software Quality Lab GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Hamburg

07.09.15

4

SQS

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Stuttgart

08.09.15

4

Lysant GmbH

ISTQB Certified Tester – Foundation Level

Cottbus

08.09.15

3

Philotech Systementwicklung und Software GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Bielefeld

14.09.15

3

Díaz & Hilterscheid GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Berlin

14.09.15

3

Loyal Team GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

München

14.09.15

4

Sogeti Deutschland GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Köln

14.09.15

4

SQS

ISTQB Certified Tester – Foundation Level

Frankenthal

21.09.15

4

EXCO GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

München

21.09.15

4

ISARTAL akademie GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Hamburg

21.09.15

4

Sogeti Deutschland GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Wien

22.09.15

4

OBJENTIS

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Leipzig

28.09.15

4

ANECON

ISTQB Certified Tester – Foundation Level

München

28.09.15

4

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Braunschweig

29.09.15

4

Muth Partners GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level

Stuttgart

29.09.15

4

Muth Partners GmbH

®

®

®

®

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level Extension, Agile Tester ISTQB® Certified Tester – Foundation Level Extension, Agile Tester (EN)

Berlin

23.07.15

2

Díaz & Hilterscheid GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level Extension, Agile Tester

München

28.07.15

2

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

ISTQB Certified Tester – Foundation Level Extension, Agile Tester

Berlin

20.08.15

2

Díaz & Hilterscheid GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level Extension, Agile Tester (EN)

Frankfurt

15.09.15

2

Díaz & Hilterscheid GmbH

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level Extension, Agile Tester

Köln

23.09.15

2

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

ISTQB® Certified Tester – Foundation Level Extension, Agile Tester

Berlin

24.09.15

2

Díaz & Hilterscheid GmbH

®

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager

Berlin

06.07.15

5

Díaz & Hilterscheid GmbH

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager

München

06.07.15

5

ISARTAL akademie GmbH

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager

München

06.07.15

5

ANECON

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager

Frankfurt

06.07.15

5

SQS

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager (EN)

Berlin

13.07.15

5

Díaz & Hilterscheid GmbH

ISTQB Certified Tester – Advanced Level, Test Manager

Frankenthal

13.07.15

5

EXCO GmbH

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager

Linz

20.07.15

4

Software Quality Lab GmbH

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager

Graz

20.07.15

4

Software Quality Lab GmbH

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager

München

27.07.15

5

Software Quality Lab GmbH

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager

Lustenau

27.07.15

5

Software Quality Lab GmbH

ISTQB Certified Tester – Advanced Level, Test Manager

München

27.07.15

5

SQS

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager

München

10.08.15

5

Sogeti Deutschland GmbH

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager

Düsseldorf

17.08.15

5

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager

Köln

17.08.15

5

SQS

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager

Berlin

02.09.15

5

Loyal Team GmbH

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager

Linz

07.09.15

5

Software Quality Lab GmbH

ISTQB Certified Tester – Advanced Level, Test Manager

Frankfurt

14.09.15

5

Sogeti Deutschland GmbH

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager

Frankfurt

16.09.15

5

Loyal Team GmbH

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager

Wiesbaden

21.09.15

5

Muth Partners GmbH

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager

München

21.09.15

4

Software Quality Lab GmbH

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager

Lustenau

21.09.15

4

Software Quality Lab GmbH

®

®

®

ISTQB Certified Tester – Advanced Level, Test Analyst ®

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Analyst

Berlin

24.08.15

4

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Analyst

Wien

14.09.15

4

Software Quality Lab GmbH

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Analyst

Graz

14.09.15

4

Software Quality Lab GmbH

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Analyst

Wiesbaden

15.09.15

4

Muth Partners GmbH

ISTQB Certified Tester – Advanced Level, Test Analyst

Frankfurt

21.09.15

4

SQS

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Test Analyst

München

22.09.15

4

Software Quality Lab GmbH

®

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Technical Test Analyst ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Technical Test Analyst

Berlin

06.07.15

3

Díaz & Hilterscheid GmbH

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Technical Test Analyst

Köln

25.08.15

3

Díaz & Hilterscheid GmbH

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Technical Test Analyst

Köln

14.09.15

3

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

ISTQB Certified Tester – Advanced Level, Technical Test Analyst

Linz

21.09.15

3

Software Quality Lab GmbH

®


ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Technical Test Analyst

München

29.09.15

3

Software Quality Lab GmbH

ISTQB® Certified Tester – Advanced Level, Technical Test Analyst

Lustenau

29.09.15

3

Software Quality Lab GmbH

iSQI® Certified Model-Based Tester iSQI® Certified Model-Based Tester

Röttenbach

09.07.15

2

sepp.med gmbh

iSQI® Certified Model-Based Tester

Hamburg

13.07.15

2

Integrata / CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

3

TBK Academy

ISPMA® Certified Software Product Manager SPM Foundation Level Training + ISPMA Zertifizierung (EN)

Kopenhagen/Dänemark

07.09.15

SOF T WA RE TEST

PROJECT MANAGEMENT

SPI

SECURIT Y

MEDICAL

OTHER

Seminare 2015 Juli bis September 2015 Das iSQI fungiert hier als Vermittler. Ausführliche Seminarbeschreibungen, Preise und Anmeldeformular: www.isqi.org

Mehr als 100 weitere Termine finden Sie unter: www.isqi.org/de/seminare.html

Seminartitel

Ort

Datum (Start)

Dauer

Anbieter

Agile / Scrum Agiles Software-Projektmanagement

Hamburg

21.09.15

4

oose Innovative Informatik eG

Agile Testing in a Nutshell

Wien

03.08.15

1

ANECON

TTCN-3® TTCN-3 Training "Theory and Practice of TTCN-3"

Berlin

Effiziente Testautomatisierung mit TTCN-3 Grundlagen und Anwendungen Erlangen

15.09.15

2

Testing Technologies IST GmbH

30.06.15

2

FraunhoferFokus

Requirements Moderationstechnik im Requirements Engineering

Linz

20.07.15

2

Software Quality Lab GmbH

Moderationstechnik im Requirements Engineering

München

28.07.15

2

Software Quality Lab GmbH

Moderationstechnik im Requirements Engineering

Graz

20.07.15

2

Software Quality Lab GmbH

Professionelles Requirements Engineering und Management

Linz

15.09.15

3

Software Quality Lab GmbH

Professionelles Requirements Engineering und Management

Graz

15.09.15

3

Software Quality Lab GmbH

Professionelles Requirements Engineering und Management

Lustenau

29.09.15

3

Software Quality Lab GmbH

Requirements-Engineering in der Praxis

Stuttgart

15.07.15

2

SOPHIST GmbH

Requirements-Engineering in der Praxis

Frankfurt am Main

28.09.15

2

SOPHIST GmbH

Kornwestheim

22.09.15

4

KUGLER MAAG CIE GmbH

Troy /USA

14.09.15

5

KUGLER MAAG CIE GmbH

Automotive Automotive System Design nach ISO 26262. TÜV-Zertifikat: Functional Safety Engineer Automotive SPICE® - iNTACS™ certified Provisional Assessor in USA Test Basics

Stuttgart

20.07.15

2

Lysant GmbH

TMap NEXT® Test Manager (TMPTM)

München

13.07.15

5

Sogeti Deutschland GmbH

360° Testautomatisierung

München

20.07.15

2

ANECON

Testen für Softwareentwickler mit Unit-Tests

Linz

21.07.15

3

Software Quality Lab GmbH

Testen für Softwareentwickler mit Unit-Tests

Wien

21.07.15

3

Software Quality Lab GmbH

Testen für Softwareentwickler mit Unit-Tests

München

28.07.15

3

Software Quality Lab GmbH

Testen für Softwareentwickler mit Unit-Tests

Lustenau

28.07.15

3

Software Quality Lab GmbH

GUI-Testautomatisierung in Theorie und Praxis

Linz

22.09.15

2

Software Quality Lab GmbH

GUI-Testautomatisierung in Theorie und Praxis

Wien

22.09.15

2

Software Quality Lab GmbH

GUI-Testautomatisierung in Theorie und Praxis

München

29.09.15

2

Software Quality Lab GmbH

TPI NEXT® Foundation (TPIF)

München

28.09.15

2

Sogeti Deutschland GmbH

"Einführung in CMMI für Services (CMMI-SVC v1.3) &

Puchheim bei München

01.07.15

3

Anywhere.24 GmbH

Einführung in CMMI für Services (CMMI-SVC v1.3)"

Puchheim bei München

08.09.15

3

Anywhere.24 GmbH

Einführung in CMMI® for Development V1.3

Kornwestheim

29.09.15

3

KUGLER MAAG CIE GmbH

CMMI Einführung in CMMI für Produktentwicklung (CMMI-DEV v1.3) " "Einführung in CMMI für Produktentwicklung (CMMI-DEV v1.3) &

STAND: Juni 2015

Test


ISO 26262 FMEA Training

München

28.09.15

2

Engineers Consulting GmbH

FMEDA Training

Stuttgart

17.09.15

2

Engineers Consulting GmbH

FTA Training

Stuttgart

16.09.15

1

Engineers Consulting GmbH

Hamburg

13.07.15

5

oose Innovative Informatik eG

Hamburg

21.09.15

5

oose Innovative Informatik eG

UML Objektorientierte Analyse und Design mit UML inkl. UML-Zertifizierung OCUP2-F Objektorientierte Analyse und Design mit UML inkl. UML-Zertifizierung OCUP2-F

weitere Seminare Prozesse visualisieren und zum Leben erwecken - Online-Seminar

online

14.09.15

3 LiveMaud Schlich, THE QUALITEERS Sessions

Erfolgreich im Reviewteam mitarbeiten - Online-Seminar

online

16.09.15

2 LiveMaud Schlich, THE QUALITEERS Sessions

Aufwandsschätzung in Softwareprojekten

Linz

08.07.15

2

Software Quality Lab GmbH

Aufwandsschätzung in Softwareprojekten

Graz

08.07.15

2

Software Quality Lab GmbH

Aufwandsschätzung in Softwareprojekten

Lustenau

15.07.15

2

Software Quality Lab GmbH

Aufwandsschätzung in Softwareprojekten

Wien

22.09.15

2

Software Quality Lab GmbH

Aufwandsschätzung in Softwareprojekten

Graz

22.09.15

2

Software Quality Lab GmbH

Aufwandsschätzung in Softwareprojekten

Lustenau

22.09.15

2

Software Quality Lab GmbH

Aufwandsschätzung in Softwareprojekten Business Analyse - Geschäftsprozesse für alle Beteiligten verständlich abbilden Continuous Integration and Delivery

München

22.09.15

2

Software Quality Lab GmbH

Nürnberg

09.07.15

2

SOPHIST GmbH

München

17.09.15

1

Software Quality Lab GmbH

Design Thinking erleben und begreifen

Hamburg

07.07.15

3

oose Innovative Informatik eG

Funktionale Sicherheit - kompakt

Linz

08.09.15

2

Software Quality Lab GmbH

Funktionale Sicherheit - kompakt

Graz

08.09.15

2

Software Quality Lab GmbH

Funktionale Sicherheit - kompakt

München

29.09.15

2

Software Quality Lab GmbH

Model-Based Testing Hands-On (MBT)

Wien

08.09.15

2

Software Quality Lab GmbH

Model-Based Testing Hands-On (MBT)

Graz

08.09.15

2

Software Quality Lab GmbH

Model-Based Testing Hands-On (MBT)

München

22.09.15

2

Software Quality Lab GmbH

OMG Certified Systems Modeling Professional

Hamburg

11.09.15

1

oose Innovative Informatik eG

Risikomanagement in Softwareprojekten

Wien

07.07.15

1

Software Quality Lab GmbH

Risikomanagement in Softwareprojekten

Graz

07.07.15

1

Software Quality Lab GmbH

Risikomanagement in Softwareprojekten

München

14.07.15

1

Software Quality Lab GmbH

Software Craftsmanship

Hamburg

24.08.15

4

oose Innovative Informatik eG

Software Usability

München

08.07.15

3

Software Quality Lab GmbH

Software Usability

Wien

13.07.15

3

Software Quality Lab GmbH

Software Usability

München

22.09.15

3

Software Quality Lab GmbH

Software Usability

Wien

22.09.15

3

Software Quality Lab GmbH

AGILE / SCRUM

TEST

SOF T WA RE A RCHITEC T URE

AUTOMOTIVE

V-MODEL X T

UML

CMMI

ISO 26262

WEITERE SEMINARE

REQUIREMENTS

T TCN-3®

Zusätzliche Schulungs- und Seminartermine finden Sie auf www.isqi.org! Irrtümer, Termin- und Preisänderungen vorbehalten. Es gelten die allgemeinen Geschäfts- und Preisbedingungen des jeweiligen Veranstalters.

Alle Themen auch als Inhouse-Angebot buchbar!

iSQI GmbH | www.isqi.org Henkestr. 91, Haus 8, 3. OG 91052 Erlangen Tel.: + 49 9131 91910-0 Fax: + 49 9131 91910-10

Friedrich-Engels-Straße 24 14473 Potsdam Tel.: + 49 331 231810-0 Fax: + 49 331 231810-10

Ansprechpartner: Beatrice Michelis Trainings and Seminars Tel.: +49 331 231810-16 trainings@isqi.org

SIE WOLLEN IHR SEMINAR AUCH IM NÄCHSTEN SQ-MAGAZIN BEWERBEN? Wir freuen uns über eine Nachricht. Bitte senden Sie uns Ihre Termine per E-Mail zu: trainings@isqi.org


INFOS

ANMELDUNG

www.conquest-conference.com

D i g i t a l e Tr a n s f o r m a t i o n strategisch managen

17. + 18. November 2015 | Nürnberg

Jetzt Tickets sichern oder Aussteller werden und Vorteile nutzen! mehr auf: www.conquest-conference.com

Für alle Early Birds

Jetzt das 2-Ta

gesticket zum Preis des 1-Tagestickets sichern!

Top-Referenten u.a.:

Catharina van Delden

Prof. Dieter Kempf

Thomas Spreitzer

Thomas Schott

Klaus Vitt

Geschäftsführerin & Gründerin innosabi

Vorstandsvorsitzender DATEV eG

Chief Marketing Officer T-Systems

Chief Information Officer REHAU

Chief Information Officer Bundesagentur für Arbeit

Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer

Sponsoren

Unter der Schirmherrschaft von: Dr. Markus Söder Bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat

Mit freundlicher Unterstützung von:

Geschäftsführer & Gründer Scheer Group GmbH


Buchvorstellung

Ausgabe 35  |  Juni 2015

26

Qualitätsmanagement erfolgreich einführen, betreiben und verbessern Ein Leitfaden mit vielen praktischen Beispielen Das 2014 bei epubli erschienene Buch richtet sich an alle, die modernes Qualitätsmanagement (QM) verstehen und in ihrem Umfeld erfolgreich einführen, betreiben und verbessern wollen. Es bietet hierfür einen praxisorientierten, mit vielen konkreten Beispielen ausgestatteten Leitfaden, der Schritt für Schritt durch das Projekt „Aufbau QM-System“ führt.

Qualitätsmanagement erfolgreich einführen, betreiben und verbessern Ein Leitfaden mit vielen praktischen Beispielen von Dieter Flöge Seiten: 180 Preis: 24,00 Euro Druck und Verlag: epubli GmbH, Berlin, www.epubli.de ISBN 978-3-8442-8901-5

Der Autor war 28 Jahre in der Industrie tätig, unter anderem als Leiter IT-Qualitätsmanagement und QMBeauftragter für unterschiedliche Unternehmensbereiche. Er hat beim Schreiben dieses Buches eine Reihe von wesentlichen Ansprüchen an sich selbst gestellt, die letztlich dazu geführt haben, dass das anspruchsvolle Thema Qualitätsmanagement für jeden Interessierten gut verständlich und nachvollziehbar dargestellt werden konnte:

Der umfassende, gut gegliederte Text ist leicht verständlich, angenehm zu lesen und enthält viele wertvolle Beispiele, wodurch die Leserin / der Leser in die Lage versetzt wird, folgende Aufgaben effektiv umsetzen zu können: Qualitätsmanagement für das eigene Unternehmen optimal positionieren, ein QM-System pragmatisch aufbauen – mit hohem Nutzen und minimalem Aufwand, die Akzeptanz aller Beteiligten gewinnen, einen ständigen Verbesserungsprozess etablieren und steuern, Ziele und Messgrößen zur ständigen Verbesserung nutzen, kritische Risiken eines QM-Systems von ihren Ursachen her verstehen und vermeiden. Fazit

Erfahrungen aus der Praxis für die Praxis weitergeben – dies alles aus der Perspektive eines Protagonisten, der „mitten im Geschehen agiert“, nicht nur als Berater „von außen mitwirkt“. Strategien aufzeigen, um die Spannungsfelder des Qualitätsmanagements zu überwinden: Auf einem Weg zum Erfolg, der sich in einem anspruchsvollen, innovativen Umfeld bewährt hat. Den Leser mit treffenden Beispielen auf diesen Weg führen. Leicht verständlich geschrieben, hier und da mit einer Prise Humor und Ironie gewürzt. Das Buch eignet sich in hervorragender Weise für Qualitätsmanager, QMBeauftragte, QS-Beauftragte, etc. kurz: Für alle, die schon mit Qualitätsmanagement befasst sind oder sich gut darauf vorbereiten wollen.

Ein schlankes, umsetzungsorientiertes Buch, das dem Untertitel „Leitfaden“ in besonderem Maße gerecht wird: Angefangen bei dem äußerst lesefreundlichen Satz, über das leicht nachvollziehbare, schrittweise Vorgehen bis hin zu den vielen Hilfen in unterschiedlicher Form.

Dr. Walter Wintersteiger ist selbständiger Unternehmensberater für Management und Informatik sowie Lehrbeauftragter an Universitäten und Fachschulen. Er ist Gründer und Ehrenpräsident der Österreichischen Vereinigung für Software-Qualitätsmanagement und Träger des Deutschen Preis für Software-Qualität 2013.


Advertorial

Basiswissen Testautomatisierung 2. überarbeitete Auflage jetzt erschienen! Testautomatisierung ist ein mächtiges Werkzeug, um Tests wiederholbar zu machen und effizienter zu gestalten. Das Buch „Basiswissen Testautomatisierung“ erklärt, wie Testautomatisierung mit Fokus auf den funktionalen Systemtest konzipiert und in bestehende Projekte und die Organisation eingegliedert wird. Dabei werden sowohl fachliche als auch technische Konzepte vorgestellt. Beispiele aus verschiedenen Einsatzgebieten (z.B. Webapplikationen, Data-WarehouseSysteme) und Projektarten (z.B. Scrum, V-Modell) erläutern die methodischen Grundlagen. Auch auf Werkzeuge sowie Qualitätsgewinne und Einsparpotenziale durch Testautomatisierung wird eingegangen. Die 2. Auflage vertieft insbesondere die Bereiche Architektur, Automatisierungs-Framework und Agilität. Zudem werden neue Themen wie z.B. Testautomatisierung mobiler Applikationen (Apps) und Crowd-Testing behandelt. Außerdem erläutern die Autoren die Vorteile des neuen Ansatzes „Advanced Automation Approach“.

wenn sie ein ganzes Software-Leben lang eingesetzt werden kann. Und in so einem Leben kann viel passieren: Es gibt technische Umstellungen oder Werkzeug-Wechsel, die Anforderungen verändern sich, Know-how-Träger verlassen das Unternehmen, die Software wächst und die Testfälle sind nicht mehr wartbar oder „es läuft ganz einfach nicht so richtig“. Das langjährige Wissen rund um Testautomatisierung hat ANECON in der praxiserprobten Methode „Advanced Automation Approach“ (kurz: A2A) vereint. Die Methode unterstützt bei der nachhaltigen Sicherung der wertvollen „Investition Testautomatisierung“. A2A beschränkt sich dabei nicht nur auf die Wahl des richtigen Werkzeugs, sondern befasst sich mit dem gesamten Lebenszyklus einer Testautomatisierungslösung, deren Einbettung in das Unternehmen und den Ereignissen, die das Software-Leben zu verschiedenen Zeitpunkten beeinflussen können – und wird so perfekt auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten.

Basiswissen Testautomatisierung 2. aktualisierte und überarbeitete Auflage dpunkt-Verlag, 220 Seiten ISBN-10: 386 490 1944

Gewinnen Sie eine von drei Ausgaben der neuen Auflage! Einfach E-Mail mit Kontaktdaten an marketing@anecon.com schicken, die Gewinner werden ausgelost.

Der „Advanced Automation Approach“ für die optimale Testautomatisierung Software lebt. Sie formt sich, sie wächst und soll dennoch stabil bleiben. Marktanforderungen ändern sich, Software-Anpassungen sind notwendig und doch muss das Gesamte fehlerfrei funktionieren. Testautomatisierung hilft dabei, die hohe Qualität zu halten – und gibt den Verantwortlichen so die notwendige Sicherheit. Oft wird ein Testautomatisierungsprojekt aber zu einem Drahtseilakt zwischen Investition und Qualität. Es birgt Risiken von der Einführung, über die Steuerung bis hin zur Optimierung der damit verbundenen Technologien und Prozesse. Testautomatisierung ist jedoch dann am erfolgreichsten,

Alle Infos im Video „A2A in 90 seconds“ www.anecon.com/A2A


iSQI NEWS Aus dem iSQIKonferenzplaner Die iSQI GmbH ist auf qualifizierten und namhaften Veranstaltungen als Aussteller, Sponsor oder Co-Sponsor vertreten. Treffen Sie die gefragten Spezialisten des iSQI am Stand oder erhalten Sie in Vorträgen immer topaktuelle Informationen zu Möglichkeiten der Zertifizierung von (IT-)Fachkräften:

Ausgabe 35  |  Juni 2015

28

Object Management Group® und iSQI vereinbaren gemeinsame Vermarktung von Zertifizierungsstandards im Software-Bereich Richard Soley und Stephan Goericke.

8. Juni ASQF 10. Rhein-Main Testing Day Frankfurt/ Main, Deutschland 10. und 11. Juni Better Software Conference West/ Agile Development Conference West Las Vegas, Nevada (USA) 8. bis 12. Juni ISTQB-GA Meeting Kopenhagen, Dänemark 17. Juni Swiss Requirements Day Zürich, Schweiz 17. Juni Italian Software Testing Forum Mailand, Italien 30. Juni AgileBoston Cambridge, Massachusetts (USA) 15. Juli ASQF Automation Day Nürnberg Nürnberg, Deutschland 15. - 17. Juli German Testing Day Frankfurt/ Main, Deutschland

Am Rande einer Informationsreise des ASQF e.V.-Präsidiums unterzeichneten Richard Soley, Chairman und CEO der Object Management Group® (OMG®), und Stephan Goericke, Hauptgeschäftsführer des ASQF e.V und CEO des International Software Quality Institute (iSQI GmbH), Mitte Mai eine Kooperationsvereinbarung. Ziel der Partnerschaft ist es, Wissen und Expertise beider Institutionen im Bereich des modelbasierten Testens auszubauen und das Zertifizierungsprogramm für IT-Experten weiterzuentwickeln. Die Object Management Group® (OMG®) ist ein internationales Konsortium, das sich mit der Entwicklung von Standards für die herstellerunabhängige, systemübergreifende objektorientierte Programmierung beschäftigt. Die OMG® Task Force entwickelt Integrationsstandards für ein breites Technologieangebot und für diverse Branchen. Mit Beginn der Kooperation bietet OMG® parallel zum eigenen Zertifizierungsangebot auch iSQI’s Certified Model Based Tester (CMBT) in den Bereichen Software Modeling, Business Modeling, Model-based Systems

Engineering und Realtime sowie Embedded Systems an. Im Gegenzug unterlegt iSQI seine CMBT-Zertifizierung mit dem OMG-Zertifizierungsangebot sowie allen CMBT relevanten Printund Online-Materialien. „Als Marktführer in der Zertifizierung von (IT-)Fachleuten sind OMG® und iSQI davon überzeugt, dass IT-Professionals durch eine kontinuierliche berufliche Weiterbildung einen wichtigen Nachweis ihrer fachlichen Qualifikation erbringen. Mit der heutigen Kooperation kommen wir auch unserem Ziel näher, Standards und Software-Qualität im Sinne einer höheren Kundenzufriedenheit zu fördern“, sagte Soley. „Die Anerkennung durch OMG® unterstreicht das gemeinsame Ziel, Qualitätsstandards in der Software-Entwicklung durch die Zertifizierung von (IT-)Fachkräften zu fördern. Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit und die gegenseitige Unterstützung“, erklärte Goericke. MEHR INFORMATION ZU iSQI‘s Certified Model Based Tester finden Sie hier: www.isqi.org/de/modellbasiertes-testen-mbt.html


29

iSQI nimmt hunderttausendste Prüfung ab Jedes Jahr erwerben tausende (IT-) Fachkräfte mit einem Zertifikat des International Software Quality Institute (iSQI GmbH) einen qualifizierten Nachweis ihres Fachwissens. Im Juni dieses Jahres erreicht der Marktführer von Personalzertifizierungen einen neuen Rekord und nimmt voraussichtlich die hunderttausendste Zertifizierungsprüfung ab. Eine so hohe Zahl lässt auf ein ausgereiftes Zertifizierungsportfolio schließen, dass von hoher Relevanz für (IT-) Fachkräfte ist. Ein Blick auf die von iSQI entwickelten Zertifikate und ein Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen bestätigen diesen Eindruck. Als eine weltweit anerkannte Zertifizierungsstelle prüft das International Software Quality Institute pro Jahr mehr als 18.000 Fachkräfte und ist Ausbildungspartner für zwei Drittel der DAX-30-Unternehmen. Die anspruchsvollen Prüfungsverfahren stehen für einen international anerkannten, von unabhängiger Seite bestätigten Nachweis von aktuellem Fachwissen und Fähigkeiten. Zu denen mit Abstand am häufigsten abgelegten Prüfungen am iSQI gehört das ISTQB® Certified Tester – Foundation und Advanced Level. Mit mehr als 50 Prozent Anteil an allen abgelegten Prüfungen ist das Zertifikat das Zugpferd des Instituts. Der kontinuierlich wachsende Anteil in dem Zertifikatsbereich lässt auf einen hohen

Stellenwert für den IT-Arbeitsmarkt schließen. Besondere Anerkennung findet diesbezüglich iSQIs CAT Certified Agile Tester ®. Mit jährlich mehr als 1.000 abgenommenen Prüfungen und einer Vervierfachung des Prüfungsvolumens seit dem Einführungsjahr 2011 ist das Zertifikat als Standard für Testingenieure, Testmanager, Testberater und entwicklungsnahe Tester im agilen Bereich etabliert. Ein weiteres wichtiges Zertifikat im Portfolio des iSQI ist das IREB® Certified Professional for Requirements Engineering Foundation und Advanced Level. Beide Zertifikatsgruppen verzeichnen jährlich gleichmäßig wachsende Prüfungszahlen. Bei den Prüfungen am International Software Quality Institute geht Klasse vor Masse. Der Erwerb der Zertifikate setzt eine qualifizierte Auseinandersetzung mit dem Wissensgebiet und bereichsübergreifende Soft Skills voraus. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Stoffgebiet und eine gute Vorbereitung sind deshalb ein Muss. Trainingspartner von iSQI und unterstützendes Lehrmaterial helfen dabei. Eine ständige Weiterentwicklung des Lehrplans und Adaptionen an die Bedürfnisse aus der Berufspraxis garantieren den Zertifikatsinhabern Knowhow auf dem neuesten Stand nach international anerkannten IndustrieStandards.

iSQI informiert über IT-Zertifizierungsstandards Um Wirtschaft und Politik die Bedeutung eines standardisierten Qualifizierungsnachweises für IT-Fachkräfte in den USA näher zu bringen, hatte die iSQI, Inc. Mitte Mai zum einem Expert Dinner in Boston eingeladen. Im Fokus standen die Möglichkeiten einer produktunabhängigen Personalzertifizierung nach international einheitlichen Kriterien und die daraus resultierenden Vorteile für die US-amerikanische IT-Branche. Zu den geladenen Experten gehörten u.a. Vertreter der Computer Aid, Inc., der Fresenius Medical Care North America, Schneider Electric, des German American Business Council und Fraunhofer-Instituts für offene Kommunikationssysteme FOKUS sowie des Deutschen Generalkonsulats in Boston.

Neu ab 1. August in der Schweiz: iSQI als Zertifizierungsstelle für IREB® CPRE-Prüfungen Angesichts seiner langjährigen Erfahrung wurde das International Software Quality Institute nun auch für die Zertifizierung zum IREB ® CPRE – Foundation und – AdvancedLevel in der Schweiz akkreditiert. iSQI bietet die schriftliche Prüfung ab dem 1. August parallel zum PCbasierten Prüfungsverfahren an, welches zusätzlich in über 40 Pearson VUE-Testcentern in der Schweiz

angeboten wird. „Wir freuen uns, dass wir nun auch in der Schweiz noch intensiver mit dem IREB zusammenarbeiten können und als Zertifizierungsstelle zugelassen wurden. Die Akkreditierung ist Ausdruck einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen dem IREB und iSQI und eine Anerkennung unserer Leistung“, sagt iSQI-CEO Stephan Goericke.


Im Fokus

Ausgabe 35  |  Juni 2015

30

Warum Konzerne wie Start-ups funktionieren wollen. Und wieso das selten gelingt … Einer der großen Trends in den letzten 24 Monaten in der deutschen Wirtschaft ist zweifelsohne die Annäherung von Konzernen und junger Digitalwirtschaft. Immer mehr Unternehmen der Old Economy erkennen, dass Start-ups mit ihren Denk- und Arbeitsweisen, ihren unkonventionellen und überraschenden Methoden der Produktentwicklung und ihrer Agilität mittlerweile zu einem ernst zu nehmenden Wirtschaftsfaktor geworden sind, vor allem aber diejenigen sind, die für Innovationen sorgen.

Jan Bechler

Sind es früher die F&E-Abteilungen von Großunternehmen oder universitäre Forschungseinrichtungen gewesen, die Produkt-, Technologie- und Prozess-Innovationen getrieben haben, kommen genau solche Neuerungen heute vielmals eben nicht aus dem Hochsicherheitsforschungstrakt großer Konzerne sondern dem Coworking-Space in Berlin-Kreuzberg oder der Garage im Silicon Valley. In der Konsequenz versuchen immer mehr Großunternehmen diese Start­ up-Mentalität in ihre Häuser hineinzuholen, indem sie „Labs“ einrichten, in denen ausgewählte Mitarbeiter sich nun über Innovationen Gedanken machen und Start-up-Mentalität ins Unternehmen bringen. Bierbänke, ein Tischkicker und Club Mate-Kühlschränke mögen zwar vordergründig jung, innovativ und hip aussehen und sind sicherlich kreativitätsfördernd. In einer Vielzahl der Fälle sind es aber nicht die Büroeinrichtung oder die ITAustattung, sondern falsche Denkweisen und Mentalitäten, die Konzerne daran hindern, Innovationen mit dem Innovationsgeist und der Geschwindigkeit von Start-ups anzugehen. Hier sind einige von ihnen:

Zu starke Prozessund Strukturdenke Konzerne denken und funktionieren in Prozessen, Strukturen, Richtlinien. Sie sind darauf optimiert, dass ein Zahnrad in das andere greift, um das große Konstrukt nicht aus dem Takt zu bringen. Schnelle Innovation, Disruption und Erneuerung sind aber genau darauf ausgerichtet, Bestehendes in Frage zu stellen, etablierte Prozesse und Technologien zu verändern. Wer Innovation will, muss geradezu fordern, Unruhe zu erzeugen und die einzelnen Bausteine in Bewegung zu bringen, damit diese sich neu sortieren – auch gegen den Widerstand von Besitzstandswahrern. Kein Mut zum Risiko und Fehler „Move fast and break things“ war lange Zeit das Mantra, das Facebook seinen Entwicklern gegeben hat. Es bedeutet nichts anderes als „Geschwindigkeit vor Perfektion“. Genau dieses Denken haben große Unternehmen aber nicht. Sie sind darauf optimiert, Fehler zu vermeiden und Risiken zu minimieren. Typischerweise machen in Unternehmen diejenigen Karriere, die ihre Arbeit möglichst effizient und fehlerfrei machen – eine Denkweise, mit der aber Disruption, das Aufbrechen und Infrage stellen von bestehenden Produkten und Prozessen aber nicht möglich ist. Innovation ist eben nicht kalkulierbar. Wer bestehende Dinge in

Frage stellt, geht immer das Risiko ein, mit neuen Ansätzen zu scheitern. Nicht das Vermeiden von Fehlern oder Scheitern ist die Kunst, sondern die richtige Ableitung von Learnings aus solchen Erfahrungen. Solange die Angst vor Konsequenzen aus Fehlern für die persönliche Karriere größer ist als die Anreize und Incentivierungen für die Entwicklung von Neuerungen (und auch die möglichen Fehler, die hierbei entstehen können), wird Innovation hier weiterhin gehemmt werden. „Cover my ass“-Mentalität Große Strukturen führen zu häufig dazu, dass Menschen sich hinter Vorgesetzten verstecken, insbesondere dann, wenn es um Konsequenzen aus Fehlern geht, für die niemand die Verantwortung tragen möchte. Sie ziehen unzählige Abstimmungsrunden an, die oftmals nur ein Ziel haben: Sich bei Vorgesetzten und anderen Kollegen abzusichern, um für den Fall des Misserfolgs zur Absicherung noch einmal auf jemand anderes zeigen zu können. Genau hier geht die Geschwindigkeit verloren, die Start­ ups und ihre „Make faster and better mistakes tomorrow“-Mentalität ausmacht. Die falschen Leute Viele Unternehmen bauen in diesen Tagen interne Innovationsbereiche auf, aus denen heraus in Start-up-Manier Innovation entwickelt werden soll. Neben dem oben beschriebenen Mut und den entsprechenden Ressourcen ist insbesondere die richtige Ausstattung mit Personal hier von zentraler Bedeutung. Solche Projekte, die oft hohe Management-Attention genießen und per se „sexy und fancy“ sind, erzeugen immer Begehrlichkeiten innerhalb des Unternehmens. In vielen


31

Fällen werden verdiente Nachwuchskräfte aus dem Unternehmen mit solchen Projekten „belohnt”, um sich hier zusätzliche Sporen zu verdienen . Ein Fehler! Die gewünschte Mentalität und Veränderung kann an dieser Stelle nur von außen kommen. Konzerne und große Unternehmen sind vielmehr gefragt, Modelle und Strukturen zu finden, die es für Menschen mit den benötigten Kompetenzen attraktiv machen, mit Großunternehmen zusammenzuarbeiten. Wer aus den bestehenden Strukturen kommt, wird diese niemals mit der notwendigen Radikalität hinterfragen und verändern. Perfektionismus Viele der heute großen Unternehmen sind mit Produkten groß geworden, die langen Entwicklungs- und Produktionszyklen unterworfen sind, weshalb die Denkweise vorherrscht, dass nur perfekt durchdachte und konzeptionierte Produkte auf den Markt gebracht werden können, da ansonsten die notwendigen Optimierungen jeweils viel Zeit in Anspruch nehmen würden. Die Digitalisierung und neue Möglichkeiten ermöglichen heute vollständig andere Herangehensweisen. Produktionszyklen können in vielen Fällen und für viele Produkte und Prozesse signifikant verkürzt werden. Gleichzeitig kann da, wo früher aufwendige Marktforschungen über längere Zeiträume notwendig waren, heute Markterfolg von digitalen Produkten deutlich schneller (in einigen Fällen nahezu Realtime) gemessen werden. Die Konsequenz: Perfektionismus in der Produkt-Entwicklung kostet Zeit und Geschwindigkeit, die rein digitale Player nutzen, um schon mit ersten (immer unperfekten) Prototypen an den Markt zu gehen und sehr schnell ein erstes Nutzerfeedback zu bekommen, das dann als Leitplanke für weitere Optimierungen dient. Das Konzept des „Lean Startup“ ist hierbei eine hilfreiche Orientierung

Keine Chefsache „Eat your own dogfood“ – Digitale Transformation von Unternehmen und Geschäftsmodelle funktioniert nur dann, wenn sie von allen ernst genommen wird. Hierfür braucht es Vorund Leitbilder, die glaubwürdig vorangehen und die Bedeutung solcher Veränderungen selber vorleben. Für Führungskräfte betroffener Firmen ist es unerlässlich, sich intensiv mit diesen Themen auch öffentlich auseinanderzusetzen. Nur wer vorangeht, kann

Mitarbeiter mitnehmen. Nur wer Digitalisierung selber nutzt und versteht, wird in der Lage sein, hierfür die richtigen Weichenstellungen zu treffen. Falsche Incentives Zu viele Unternehmen incentivieren ihre Mitarbeiter nach rein monetären Kriterien. Solange Faktoren wie EBIT, Budgeteinhaltung etc. maßgebliche Treiber für Gehaltsboni sind, entste­ hen falsche Handlungsanreize für Mit­ arbeiter. Sie werden sich besonders in Projekten engagieren, die auf ihren eigenen Bonus einzahlen. Keiner von ihnen wird seine Energie in Innovationsprojekte stecken, die nicht von Tag eins an Profit abwerfen und womöglich sogar kontraproduktiv für die persönliche Wertschöpfung sind.

Wenn etablierte Unternehmen der „old Economy“ sich der Konzepte junger Start-ups bedienen und sich ihnen annähern wollen, sollten sie sich an den „4 M“ orientieren: Methoden: Von den flexiblen Prozessen und der schnellen Iteration des „lean startup“ lernen. Mut: Fehler und Scheitern als notwendige Bestandteile von Disruption und Innovation anerkennen. Machen (statt zu reden): Geschwindigkeit in der Umsetzung wird mehr und mehr zum Erfolgsfaktor. Menschen: Innovation und Disruption wird nur in den seltensten Fällen von denen ausgehen, die Bestandteil des zu disruptierenden Systems sind, und braucht daher neue, unkonformische Personen

Jan Bechler ist Digitalchef von Thjnk und ist als Journalist, Referent und Dozent tätig.


Jubiläum

Ausgabe 35  |  Juni 2015

32

10 Jahre exzellente Zusammenarbeit

Dr. Bernd Hindel ASQF-Präsident von 1996 bis 2006

Thomas Thurner ASQF-Präsident von 2006 bis 2013

Rudolf van Megen ASQF-Präsident seit 2013

(Gründungspräsident)

Herzlichen Glückwunsch! Vor zehn Jahren nahm Stephan Georicke seine Tätigkeit als Geschäftsführer der iSQI-GmbH auf. Goericke, der auch Gründer des SQ-Magazins ist, hat in dieser Zeit sowohl das Institut als auch den ASQF als Hauptgeschäftsführer maßbeglich mitgestaltet und gemeinsam mit den drei ASQFPräsidenten Rudolf van Megen, Thomas Thurner und Dr. Bernd Hindel den Weg in die Zukunft bereitet. Es gäbe an dieser Stelle viel Spannendes darüber zu erzählen, leider ist der Platz begrenzt. Deshalb haben wir die drei gebeten, ausgewählte Fragen der SQ-Redaktion zu beantworten. Herausgekommen sind viele spannende Einblicke in eine lange Zeit intensiver Zusammenarbeit. Sie haben in Ihrer Amtsperiode als ASQF-Präsident gemeinsam mit Herrn Goericke erfolgreich zum Wachstum des Vereins und des iSQI beigetragen und Meilensteine gesetzt. Woran erinnern Sie sich besonders? Dr. Bernd Hindel: Tom DeMarco schreibt in seinem Buch Der Termin: „Suche die richtigen Leute aus … alles andere sind Administrivialitäten“. Und genau so war es im Fall Stephan Goericke. Ich erinnere mich noch genau an das Vorstellungsgespräch von Stephan am 7. Januar 2005 in unserem neu eröffneten Berliner Büro. Es dauerte keine drei Minuten und ich wusste, er ist der richtige für den Job. Natürlich hat das Vorstellungsgespräch länger gedauert. Es war interessant zu hören, was er alles schon vorher gemacht hatte. Und wer Stephan kennt, weiß, dass es ein Genuss

ist, ihm zu zuhören, wenn er einmal in Fahrt gekommen ist. Den wichtigsten Meilenstein in der frühen ASQF/iSQIGeschichte meisterte Stephan dann auch im selben Jahr. Er übernahm die Federführung der Weltkonferenz für Software Qualität im September 2005 in München. Die nach wie vor größte Veranstaltung, die der ASQF bzw. iSQI durchgeführt hat, mit über 750 Teilnehmern aus 42 Ländern, mit einem Social-Event auf dem Oktoberfest. Diese Veranstaltung hatte nicht nur eine exzellente Außenwirkung, sondern war auch finanziell ein riesen Erfolg. Damit bestand Stephan nicht nur seine Probezeit, sondern er hatte dadurch ein Meisterstück geliefert, das seinesgleichen sucht. Thomas Thurner: Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Bereinigung, Reorganisation und Professionalisierung der internen Struktur und

Organisation des iSQI und des ASQF. Der Umzug des iSQI nach Potsdam und die damit verbundene Abnabelung vom ASQF-Standort bedeuteten einen weiteren Einschnitt. Wichtige weitere Meilensteine waren die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems am iSQI, die zunehmende Ausweitung des Portfolios und die Internationalisierung des iSQI. Rudolf van Megen: Nach der vorangegangenen Konsolidierung des iSQI haben wir in 2013 die Chance gesehen und genutzt, nach vorne zu schauen; so haben wir einen Plan entworfen, wo wir in 2018 stehen wollen. Hierin haben wir gemeinsam mit Stephan Goericke in diversen kreativen Meetings gefeilt und sind zu einem aus unserer Sicht respektablen Ergebnis gekommen. Schön ist zu sehen, dass es nicht nur ein Plan war. Inzwischen sind einige Meilensteine bereits erreicht:


33

die Etablierung der Dependancen in UK und den Niederlanden als eigene LTD. bzw. B.V., die Gründung der USNiederlassung mit ersten Erfolgen in den USA. Was war Ihrer Meinung nach die größte Herausforderung beim Aufbau des International Software Quality Institute? Dr. Bernd Hindel: Die größte Herausforderung für iSQI sind die beiden „i“. Zum einen eine echte Internationalisierung, d.h., Software-Qualität wirklich international zu vertreten und voranzutreiben. Zum anderen ein echtes Institut zu werden. Bei der Internationalisierung ist Stephan und das iSQI sehr gut unterwegs: London, Boston, Amstelveen, Potsdam, Erlangen, … in über 90 Ländern auf sechs Kontinenten in zehn Sprachen – ein Institut aus dem iSQI zu machen, ist noch schwerer. An dieser Herausforderung muss noch gearbeitet werden. Dazu braucht es weitere finanzielle Mittel, die eine inhaltliche Weiterentwicklung der Personalzertifizierung erlauben. Dazu muss sich das iSQI an Forschungsund Gremienarbeit beteiligen können und dies auch im internationalen Maßstab. Leider sind hierfür die mehrfach angefragten finanziellen Hilfsmittel aus der Politik noch nicht zugesagt worden. Das ist Schade und eine vertane Chance für Deutschland, das Thema Personalzertifizierung noch besser zu verankern.

ist Stephan der stete Tropfen und hat die richtigen Kontakte, so dass es irgendwann klappen wird. Thomas Thurner: Durch seinen unermüdlichen und stets zuversichtlichen persönlichen Einsatz konnte er zahlreiche Kunden und Märkte gewinnen. Begleitet mit Entscheidungen, die zum richtigen Zeitpunkt mutig gefällt wurden, hat Stephan Goericke meiner Ansicht nach maßgeblich für die international anerkannte Positionierung des iSQI beigetragen. Rudolf van Megen: Stephan Goericke ist mit seiner nachdrücklichen Art ein wichtiger Promoter dieses Gedankens gewesen. Zudem haben wir aber heute durch die Arbeit am iSQI weit mehr als die damaligen Papierbasierten Examen: Mit Initiative und unter der Leitung von Stephan Goericke wurden bis dato völlig undenkbare neue Prüfungsformen gefunden: SMEX und Flex neben Pearson VUE, die das Leben für alle Beteiligten (Trainingsprovider, Zertifizierungsstellen, Prüfungsteilnehmer) viel einfacher und kundenfreundlicher machen. Das iSQI trägt deutlich Stephan Goerickes Handschrift. In welchen Bereichen hat er ihr am meisten Ausdruck verliehen?

Welchen Beitrag hat Stephan Goericke mit seiner Arbeit hierzu geleistet?

Thomas Thurner: Die Antwort steckt eigentlich schon in dem einleitenden Satz vor der Frage: „Das iSQI trägt deutlich Stephan Goerickes Handschrift.“ Der Umkehrschluss wäre interessant: Gibt es Bereiche, in denen das nicht ersichtlich ist?

Dr. Bernd Hindel: Keiner könnte die Internationalisierung besser vorantreiben als Stephan. Er hat seinen Lebensmittelpunkt nach Boston verlegt um voranzukommen. Ein größeres Engagement ist hier nicht vorstellbar. Auch bei dem Thema der Instituts-Werdung

Dr. Bernd Hindel: Das iSQI macht einen sehr selbstbewussten und offenen Eindruck. Dies liegt auch mit an den Leuten, die dort arbeiten, und die hat Stephan mit ausgesucht. Alles andere sind „Administrivialitäten“. Jetzt bleibt mir nur noch zu sagen: Glück-

Stephan Goericke ist seit zehn Jahren CEO des International Software Quality Institute (iSQI GmbH).

wunsch zum Erreichten und weiter so. Es macht Spaß die Entwicklung weiter zu verfolgen und mitzuwirken. Rudolf van Megen: Stephan Goericke hat es geschafft, zusammen mit den verschiedenen Präsidiumsmitgliedern in den letzten zehn Jahren, das iSQI aus dem leicht Provinziellen in eine größere Welt zu führen, was durchaus nicht immer einfach für den einen oder anderen Mitarbeiter war. Das iSQI von heute wäre nicht ohne die vielen kleinen Dinge, aber es hat heute eine zukunftsorientierte Ausrichtung, an die bei der Gründung des ASQF noch niemand gedacht hatte – aber das ist meistens so. Und ich persönlich freue mich schon auf viele weitere Jahre von und mit Stephan Goericke.


Best Practice

Ausgabe 35  |  Juni 2015

34

Projektmanagement: Steuerrad für die Software-Qualität Sören Schmock Entgegen der vorherigen Planung nehmen IT-Projekte mitunter eine ungewollte Richtung. Im schlimmsten Fall steht an ihrem Ende ein Produkt, das weder den eigenen Ansprüchen noch den Anforderungen des Kunden entspricht. Doch warum ist es scheinbar so schwierig, ein Projekt auf Kurs zu halten und die eigenen Qualitätsstandards zu erfüllen? Und noch viel wichtiger: Was trägt zum erfolgreichen Gelingen bei? Fragen wie diese beantwortet Sören Schmock, Teamleiter Qualitätsmanagement einer Hannoveraner Beratungsgesellschaft beinah täglich. Mit Hilfe eines gezielten mehrstufigen Analyseverfahrens hilft er seinen Kunden bereits im Vorfeld ihres geplanten Projekts, potentielle Hürden und Fallstricke zu analysieren. Ein bekanntes Problem, auf das der Beratungsexperte dabei immer wieder trifft, ist das Fehlen eines abteilungsübergreifenden Qualitätsverständnisses. Sören Schmock betrachtet das Projektmanagement als einen bedeu-

tenden Steuerhebel für das erfolgreiche Gelingen von IT-Projekten. „Projektmanagement umfasst als Querschnittsaufgabe vielfältige Themengebiete und spielt deshalb für die Gestaltung eines fachübergreifenden Qualitätsdenkens und -handelns eine ausschlaggebende Rolle. Seine Aufgabe ist es, Denk- und Handlungsprozesse für alle Beteiligten nachvollziehbar zu gestalten und bei Bedarf steuernd einzugreifen.“ Doch das scheint leichter gesagt als getan. Immer wieder hört Schmock den Einwand, dass für eine abteilungsübergreifende Qualitätssicherung im Projektmanagement – neben allen anderen Aufgaben – keine Zeit sei. Er zeigt für die Argumentation sogar ein wenig Verständnis: „Um ehrlich zu sein, fehlt den Verantwortlichen neben der Zeit meist auch der Überblick, denn je länger ein Projekt dauert, desto größer ist die Gefahr, dass die einzelnen Prozesse auseinanderdriften.“ Wie dieser Gefahr entgegengewirkt werden kann und was vor Projektbeginn zu unternehmen ist, das beschreibt Sören Schmock anhand einer standardisierten Methode:

„Im vorliegenden Fall bat uns ein Kunde aus der IT-Branche um Hilfe. Er stand vor der Herausforderung, seinen Qualitätssicherungsprozess abteilungsübergreifend zu optimieren. Zwar gab es Richtlinien und Vorgaben, diese liefen aber mit der Zeit und für unterschiedliche Projekte immer weiter auseinander. Zunächst betrachteten wir deshalb in einem übergreifenden Workshop das gesamte Qualitätsmanagement. Schnell wurde in der ersten Analysestufe deutlich, dass unterschiedliche Vorgehensweisen und Werkzeuge zum Tragen kamen. So nutzte eine Abteilung für das Anforderungsmanagement eine „Anforderungsliste“ auf Excel-Basis. Dagegen sammelte die Nachbarabteilung ihre Anforderungen zunächst auf einem ScrumBoard. Während in der Excel-Version die Priorisierung der Anforderungen erfolgte, wurden die Anforderungen des Scrum-Boards in das Projektmanagementwerkzeug „Redmine“ verschoben und hier priorisiert. Die Excel-Listen wurden im Projektverlauf immer unübersichtlicher, so dass es im Projektverlauf mehrere solcher An-


35

ITGAIN QM-Check: Vorgehensmodell in Anlehnung an das CMMI-Referenzmodell

forderungslisten gab. Diese wurden jedoch nie konsolidiert. Da es keine zentrale Ablage aller Anforderungen gab, konnte nicht ad-hoc beantwortet werden, ob jemals alle Anforderungen berücksichtigt wurden. Das Vorgehen des Kunden ist kein Einzelfall. In unserem Berateralltag beobachten wir oft, dass festgeschriebene Vorgehensweisen mit den Jahren kippen und nicht angeglichen werden. Eine Werkzeugempfehlung oder gar Verpflichtung gibt es in Projekten oft nicht. So entsteht eine nahezu unübersichtliche Prozess- und Software-Vielfalt die letztlich alle die gleichen Ziele – eine hohe Qualität – verfolgen. Dabei könnten hier Kosten eingespart und Prozesse neu und optimal ausgerichtet werden. Jedoch, auch wenn eine Qualitätsstrategie vorhanden ist und gelebt wird, gelingt es vielen Unternehmen nicht, diese zu optimieren. Die Prozesse sind zwar definiert, greifen aber nicht. Hauptgrund dafür ist das fehlende einheitliche Verständnis für die Prozesse und oftmals auch Unsicherheit über die Werkzeugnutzung. Die Effektivität schwindet. Die Frage war also: Wie gelingt abteilungsübergreifend die optimale Umsetzung und Vereinheitlichung des Qualitätsmanagements?

In der zweiten Analysestufe ermittelten wir deshalb gemeinsam mit dem Kunden und aus Sicht des Qualitätsmanagements den bestehenden Prozess der Wertschöpfungskette. Dabei wurde nicht nur das Anforderungsund Testmanagement, sondern auch das Entwicklungs- und Abweichungsmanagement mit einbezogen. In dem Workshop wurde den Beteiligten klar, dass Qualitätsmanagement nur im Ganzen richtig funktioniert und das „Silodenken“ alle Bemühungen und Prozesse unterwandert.

heben. Werkzeuggestützt erfassten wir die wichtigsten Charakteristiken des Prozesses zur Qualitätssicherung um diesen wiederum auf die Ziele, die Prozesse selbst und die Arbeitsergebnisse nochmals zu analysieren.

Diese und weitere Erkenntnisse flossen in die Neugestaltung und Optimierung der Prozesse ein. So wurden z.B. die Anforderungserfassung und deren Review umgestaltet. Schnittstellen und Verbindlichkeiten wurden transparent und zentral organisiert sowie die Pflichttypen und die Ergebnisdokumentation standardisiert. Im Ergebnis wurden die Prozesse, unter Berücksichtigung der Mitarbeitererfahrungswerte, schlank und effizient ausgerichtet, Werkzeuge vereinheitlicht und „Schrankware“ abgeschafft. Durch und mit einem eigenen Vorgehensmodell in Anlehnung an das CMMI-Referenzmodell prüften wir sehr detailliert die Bemühungen unseres Kunden im Qualitätsmanagement, um weiteres Verbesserungspotential zu

Durch nur eine Kennzahl für jeden der genannten Bereiche wurden die Ziele und Anforderungen mess- und vergleichbar gemacht. Auf diese Weise gelang es Sören Schmock und seinem Team dem Kunden einen detaillierten Status Quo seines Qualitätsmanagements zu benennen und Handlungsempfehlungen für das Projekt- und Qualitätsmanagement auszusprechen.

Dabei wurden Spezifika aus dem Anforderungs- und Testmanagement ebenso wie aus den operativen und unterstützenden Testprozessen betrachtet. Infrastrukturthemen fanden sich in einem eigenen Bereich wieder.“

Sören Schmock ist Teamleiter für Qualitätsmanagement der ITGAIN Consulting Gesellschaft für IT-Beratung mbH in Hannover.


Best Practice

Ausgabe 35  |  Juni 2015

36

Mehr Zeit für Qualität Gezieltes Testdatenmanagement schont Ressourcen und schafft Synergieeffekte für das gesamte Projekt

Projektziele und Anforderungen Neben der Vereinheitlichung der bis dato regional unterschiedlichen In­ frastruktur und der Anbindung der bereits bestehenden Serversysteme zur Datenversorgung, lag der Fokus vor allem auf der Erfüllung der angestrebten Performance- und Stabilitätsziele. Nur

SQL

Fachexperte

...

TESTDATENGENERATOR Webanwendung

TestdatenDatenbank

AutoLoader

MOCK-OBJEKTE

pr o

pr i

r

XM

ON

Services

etä

Abbildung: Plattform zur Definition und Generierung synthetischer Testdaten

mit Erfüllung dieser Qualitätsanforderungen kann das Sendungsaufkommen zu Spitzenzeiten, wie etwa der Vorweihnachtszeit, bewältigt werden, was wiederum besondere Anforderungen an die Testprozesse stellt. Das geplante System aus Handscannern, Backend-Server und Verbindungs-Server wurde durch verschiedene systemrelevante Server des Systemkontextes mit Daten versorgt. Um eine umfangreiche Testabdeckung zu erreichen, wurde daher eine große Anzahl an Testdaten benötigt. Sie mussten sowohl den technischen Spezifika der Schnittstellen, als auch den fachlichen Anforderungen der Logistikprozesse genügen. Zusätzlich wurde eine Wiederverwendbarkeit der Testdaten in den verschiedenen Teststufen und die Nutzung einer gemeinsamen Datenbasis durch alle Projektbeteiligten angestrebt. Um diese Anforderungen zu erfüllen und Redundanzen bei der Testdatenerzeugung zu vermeiden,

Message Queue XML

Allgemeine Stammdaten

SQ L

Fahrtfolgenberechnung

SQ L

Im Rahmen des Projektes eines großen Logistikunternehmens sollte eine einheitliche Lösung für die Datenversorgung der im Zustellbetrieb verwendeten mobilen Handscanner entwickelt werden. Zur Bearbeitung der verschiedenen Logistikprozesse sollten die Handscanner der Zusteller aus verschiedenen Quellen mit den notwendigen Sendungs- und Stammdaten versorgt und auch mobil angebunden werden.

SQL

Tester

L

Aufträge

L

Gesucht: Einheitliche Lösung für die Testdatenversorgung

SQL

SQ

Nur ein zufriedener Kunde kommt wieder und bleibt. Ausschlaggebend dafür ist ein konstant hohes Maß an Qualität. Was gute Qualität im Einzelnen bedeutet, wird im Software-Projektmanagement durch Qualitätsziele vorgegeben. Um diese Ziele zu erreichen, muss eine Vielzahl von Prozessen im Testbereich definiert werden. Neben der Umsetzung der Prozesse und der korrekten Testfallermittlung, sollte man den verwendeten Testdaten besondere Beachtung schenken. Das gilt vor allem für umfangreiche Testprojekte, bei denen eine große Anzahl von Daten benötigt wird. Mit einem Testdatengenerator kann der anfallende Arbeitsaufwand für den Tester erheblich reduziert werden, wie das folgende Praxisbeispiel zeigt.

PROJEKTTEAM

JS

Daniel Simon

Geographische Stammdaten

HandscannerResponses

Sendungsdaten

wurde im Testkonzept der Aufbau eines zentralen Testdatenmanagements vorgesehen, welches die folgenden Anforderungen erfüllen sollte: Abbildung der externen Systeme des Systemkontextes Nachbildung aller benötigten Schnittstellen Schaffung einer zentralen Testdatenbasis Wiederverwendbarkeit der Testdaten Multiplizierbarkeit der Testdaten Erzeugung individueller testfallspezifischer Testdaten Unterstützung von Negativtests Lösungsansatz Um die umfangreichen Anforderungen des Testdatenmanagements zu erfüllen und den damit verbundenen Arbeitsaufwand für Tester und Entwickler so gering wie möglich zu halten, wurde ein webgestützter Testda-


37

tengenerator auf Basis von Microsoft ASP.Net, AJAX, Microsoft SQL Server und dem Testdatentool Q-up der GFB Software-Entwicklung realisiert. Die neu geschaffene Plattform erlaubt es nun Testern wie Entwicklern des Logistikunternehmens, synthetische Testdaten auf der Weboberfläche je nach Bedarf zu erzeugen und zu modifizieren. Wie in der Abbildung dargestellt, kann der Benutzer Testdaten direkt in der Web-Oberfläche des Testdatengenerators definieren oder modifizieren. Aus den Vorgaben erzeugt der Testgenerator wiederum schnittstellenkonforme Testdaten. Diese stehen anschließend für die Ausführung der Tests in den Mock-Objekten der verschiedenen Testumgebungen bereit. Weniger Kosten, mehr Zeit für Qualität Die umgesetzte Lösung zur Erzeugung synthetischer Testdaten bietet eine Vielzahl von Vorteilen:

Abbildung aller relevanten Systeme als Mock-Objekte Schnittstellenkonforme Testdaten (XML, JSON, Message Queues, Datenbanken etc.) Unterstützung proprietärer Datenformate Abbildung von Schnittstellen, welche noch in der Entwicklung sind Erzeugung aktueller Testdaten zu jedem beliebigem Zeitpunkt Unbegrenztes Volumen der erzeugten Testdaten Reproduzierbarkeit von Testdaten Multiplizierbarkeit von Testdaten Erhaltung von Eindeutigkeiten Automatische Abgrenzung von Testdaten Nachvollziehbarkeit und -verfolgbarkeit von Testdaten Generierung von Negativdaten Der unterstützende Einsatz von speziellen Werkzeugen kann den Arbeitsaufwand für die Testdatengenerierung erheblich reduzieren. Während die ein-

zelnen Tester und Fachexperten weniger Zeit für die Erzeugung der Testdaten und deren anschließende Prüfung benötigen, können andere Projektbeteiligte auf bereits erzeugte Ergebnisse zurückgreifen, die Daten für andere Teststufen wiederverwenden oder beispielsweise auch für den anschließenden Schulungsbetrieb einsetzen. Die dadurch gewonnenen Ressourcen an Zeit und finanziellen Mitteln können für die Realisierung weiterer Ziele des Testmanagements eingesetzt werden. Auf diese Weise können Unternehmen die Qualität ihres entwickelten Software-Produktes weiter steigern. Daniel Simon studierte Bauingenieurwesen mit Schwerpunkt Informatik an der Technischen Universität Darmstadt. Er arbeitet als Consultant im Bereich Testdatenmanagement bei der GFB EDV Consulting und Services GmbH. Anzeige


Im Fokus

Ausgabe 35  |  Juni 2015

38

Security – Jetzt erst recht Toni Gansel

Telegrafen, Telefone, Handys, Smartphones: Mobile Devices! Die Funktionen dieser Geräte sind nicht mehr auf einfache Kommunikation beschränkt. Fitnesstracking, Kartendienste, unterschiedliche Verwaltungstools und eine starke Integration in fast jedes soziale Netzwerk sind Standard-Funktionen, die jedes Smartphone beherrscht. Tablets sind dabei, PCs zu verdrängen, Smartwatches und Wearables sind Vorboten neuer fundamentaler Änderungen in unserem alltäglichen Leben. Diese Geräte unterstützen uns dabei, einfach und günstig zu kommunizieren. Informationen sind für jeden zugänglich − unabhängig von Zeit und Ort. Sie helfen uns dabei, unser Arbeits- und Privatleben zu organisieren, unterhalten uns und wissen immer den richtigen Weg. Mit ihnen können wir jederzeit Fotos schießen und unsere Lieblingslieder hören. Sie unterstützen und verbessern uns: Deus ex machina! Diese neuen Technologien haben neue Märkte erschaffen, deren Gesamtumsatz äußerst schwer zu schätzen ist. Sie berühren nahezu jeden existierenden Markt: Apple ist aufgrund des iPhones das wertvollste Unternehmen der Welt. Videospiele­ hersteller haben eine nie dagewesene Reichweite für ihre Produkte. Automobil- und Kleidungshersteller verbessern ihre Produkte mit neuen Sensoren und Apps.

dass die Kosten für Cybercrime in Deutschland 1,6 Prozent des Bruttosozialprodukts betragen. Weltweit sollen es rund 575 Milliarden Dollar sein. Der Telekommunikationskonzern Verizon berichtet von 63.437 IT-Sicherheitsvorfällen im Jahr 2014, die Anzahl der Zero-Day-Exploits sei im vergangenen Jahr um 64 Prozent gestiegen. Diese Zahlen sind alarmierend und sie steigen weiter.

Jeden Tag werden neue Lösungen entwickelt, die sowohl alte als auch neue Probleme lösen. Auch der Bereich der Cyberkriminalität hat sich an die neuen Technologien angepasst und einen neuen Höhepunkt erreicht. Der Softwarehersteller McAfee schätzt,

Selbst wenn wir heute noch nicht sagen können, welche Daten für die Nutzer, die Regierung oder die Unternehmen bestimmt sind, wissen wir, dass Informationen wertvoll und schützenswert sind. Um einen stärkeren Schutz zu erreichen, entwickeln

die Regierungen Rahmenbedingungen; diverse Institutionen schaffen technische Standards und Unternehmen starten Initiativen, um auf unterschiedliche Weise das Vertrauen ihrer Kunden zu gewinnen. Was muss man beachten, wenn man sichere Apps entwickeln will? Wo fängt Sicherheit an und wo hört sie auf? Häufig sind sehr grundsätzliche Probleme gar nicht adressiert und simple Lösungen werden nicht genutzt. Hier ist eine kleine Hilfestellung. Design und Usability Wenn man mit einem modernen Auto losfährt ohne angeschnallt zu sein,


39

wird das Auto anfangen zu piepen. Es ist ein nervendes Piepen, es ist klar was das Auto will: „Schnall Dich an!“ Bei diesem Verhalten wird ganz bewusst auf Usability verzichtet, um die Sicherheit der Autoinsassen zu erhöhen. Schon beim Entwurf von App Software stellen sich sehr grundsätzliche Fragen, die die IT-Sicherheit des betreffenden Produktes wesentlich beeinflussen. Bei einem Instant-Messenger könnte man beispielsweise fragen: „Ist es wirklich notwendig, die Kommunikation endlos zu protokollieren, oder reicht es, wenn die Nachrichten nur innerhalb eines bestimmten Zeitraumes abrufbar sind?“. Wenn man den Benutzern die Möglichkeit bietet Inhalte zu kommentieren, ist es meistens sinnvoll, anonyme Kommentare anzubieten. Generell sollte genau geprüft werden, welche Benutzerdaten erhoben werden müssen und welche Berechtigungen eine App auf einem Smartphone benötigt. Braucht ein QR-Code-Scanner wirklich Zugriff auf die Kontakte? Des Weiteren sollten die Standardeinstellungen einer App auf die maximale Sicherheit zielen. Nicht jede dieser Einstellung muss änderbar sein. Falls doch, sollte der Benutzer über die Risiken aufgeklärt werden. Hier kann man gut von Apple lernen. Stichwort: Security by default. Typische Fehler vermeiden In den „OWASP Top 10 Mobile Risks“ sind die häufigsten Sicherheits-Probleme von Mobile Apps beschrieben, dort werden auch passende Lösungen angeboten. Probleme wie Client -Side-Injections, Poor-Authorization and Authentication und Weak-Server-Side-Controls sind auch nicht Mobile-spezifisch. Diese Probleme

sind schon seit Jahren sehr zentrale Sicherheitslücken in der Software und sie werden immer wieder ausgenutzt. Es gibt zahlreiche Testdienstleister, die eine App günstig hierauf prüfen können. Hier sollte man das Geld in die Hand nehmen und diese Tests durchführen lassen. Es ist nicht teuer, bringt aber sehr viel. Diese Tests nicht durchzuführen, kann sehr viel teurer werden und wäre verantwortungslos. Sichere IT-Infrastruktur schaffen Eine sichere App betrifft nicht nur das Endprodukt, sondern auch die Infrastruktur im Unternehmen. Es ist sicherzustellen, dass die Software in einer sicheren Umgebung entwickelt wird. Hier bietet das BSI mit dem ITGrundschutz eine starke, staatlich anerkannte Basis. Diese konkurriert mit vielen branchenspezifischen Standards. Es gibt hier zahlreiche etablierte Standards, die dabei helfen, Sicherheit und Vertrauen zu schaffen – man muss nur einen wählen.

kein Feature, sondern eine zwingende Anforderung an jedes Unternehmen, welches mit IT arbeitet. Besonders, wenn das Unternehmen Apps entwickelt und Benutzerdaten erhebt. Unternehmen wie Volvo haben bereits gezeigt, dass Sicherheit eine Marketingstrategie ist, Microsoft hat dies auf die harte Tour gelernt. Apple, Google und Facebook versprechen, die Anstrengungen in diese Richtung zu erhöhen. Datenschutz und IT-Sicherheit sind adressiert, forciert und gefordert. Es wäre wünschenswert, wenn Nutzer bald sagen könnten: „Meine Daten sind sicher.“

Ebenso wichtig, ist die Frage, wie mit Sicherheitslücken umgegangen wird, wenn welche bekannt werden. Ein Security-Response-Prozess wird benötigt. In diesem ist beschrieben, wie die Sicherheitslücken kommuniziert und Patches ausgeliefert werden. Man sollte davon ausgehen, dass Schwachstellen auftreten werden. Dies wird erst dann zu einem Problem, wenn man schlecht reagiert. Fazit Im Informationszeitalter ist der Schutz sensibler Daten wichtiger als er je zuvor war. Dies betrifft Unternehmensdaten genauso wie die Daten für und von den Endbenutzern. Sicherheit herzustellen ist kein Zauberwerk, es ist mit einfachen Mitteln möglich. Es ist

Toni Gansel ist Mobile Security-Experte bei Sogeti. Er hat mehrere Jahre unterschiedliche Unternehmen dabei unterstützt, SoftwareLösungen zu entwickeln und deren Qualität zu erhöhen.


Im Fokus

Ausgabe 35  |  Juni 2015

40

Agilität und Qualität – Mission impossible? Frank Elberzhager, Christian Leiner, Inge Süß Der japanische Technologiekonzern Fujitsu ist weltweit für seine Dienste und Produkte und deren hohe Qualität bekannt. In München entwickelt die deutsche Tochter Fujitsu Enabling Software Technology GmbH (Fujitsu EST) innovative Middleware für public, private und hybrid Cloud. In diesem Umfeld sind hohe Agilität und Flexibilität sowie kurze Lieferzyklen bis hin zu DevOps gefordert. Diese stehen auf den ersten Blick im Widerspruch zu den Qualitätsanforderungen und langen Produktzyklen der japanischen Mutter. Agilität und Qualität zu vereinen – dies war die Mission eines gemeinsamen Projekts von Fujitsu EST und dem Fraunhofer IESE. Der Weg zur Agilität Bereits 2009 begann Fujitsu EST, seine Produkte nach dem SCRUM-Modell zu entwickeln. In vierwöchigen Sprints wurde die Software erstellt, getestet und dokumentiert. Eingebettet war diese Entwicklung in einen wasserfallartigen Release-Prozess, an dessen Ende umfangreiche Konsolidierungsund Qualitätssicherungsmaßnahmen standen, die mindestens sechs Wochen in Anspruch nahmen. Aufgrund dieser Maßnahmen betrug die Mindestdauer eines Releases drei Monate, sechs Monate waren die Regel. Über die Jahre stieg der Druck seitens der Partner und Kunden von Fujitsu EST nach mehr Flexibilität in der Anforderungsbearbeitung und kürzeren Release-Zyklen. Gleichzeitig galt es, die halbjährlichen Produktzyklen sowie Qualitätsanforderungen der japanischen Mutter weiterhin einzuhalten. Ende 2013 entstanden bei Fujitsu EST erste Ideen, wie diesen widersprüchlichen Forderungen Rechnung getragen werden könnte. An dieser Stelle

wurde das Fraunhofer IESE zur Unterstützung ins Boot geholt. Das Projekt „Improving QA in agile development settings“ wurde aufgesetzt mit dem Ziel, Release-Zyklen zu verkürzen, entsprechende Key Performance Indicators (KPIs) zu definieren und die Kommunikation mit den beteiligten Stellen in Japan zu verbessern.

Alle Parteien zeigten hohe Bereitschaft, aufeinander zuzugehen und ihren Beitrag zum Gelingen des Projekts zu leisten. Neue Kommunikationswege wurden definiert, Systeme für die gemeinsame Nutzung geöffnet. Dies erhöhte sowohl die Transparenz und das Vertrauen, als auch die Effizienz der Kommunikation und des Informationsaustauschs.

Kommunikation als Grundlage Ein Prozess für alle Fälle Ein entscheidender Schritt wurde bereits zu Anfang des Projekts getan: Alle beteiligten Parteien aus Japan und Deutschland trafen sich zu einem gemeinsamen Workshop in München. Personen, die sich vorher nur aus EMails und Telefonaten kannten, redeten direkt miteinander. In kurzer Zeit konnten so diverse Missverständnisse ausgeräumt und das gegenseitige Verständnis erhöht werden. Dies erwies sich von ungeheurem Wert für die weiteren Aktivitäten.

Im Rahmen des Projekts trieb Fujitsu EST seine Ideen für einen neuen Entwicklungsprozess voran. Die Lösung bestand in einer Trennung von Releases und Bugfixing einerseits und Feature-Entwicklung andererseits in unterschiedliche Branches: Aus genau einem Release Branch wird monatlich ein Release erstellt. In dem Branch findet Bugfixing für vorherige Releases, aber keine Entwicklung


Neu bei dpunkt

41

K. Pohl, C. Rupp

Basiswissen Requirements Engineering Aus- und Weiterbildung nach IREB-Standard zum Certified Professional for Requirements Engineering Foundation Level 4. Auflage 2015, 188 Seiten e 29,90 (D) ISBN 978-3-86490-283-3

neuer Features statt. Pro Release werden ein Systemtest in München und ein Produkttest in Japan durchgeführt. Die eigentliche Entwicklung findet in mehreren, parallel laufenden FeatureBranches statt. Meldet die Entwicklungsabteilung ein Feature als „fertig“, wird es einem Expertentest unterzogen und abgenommen. Erst danach wird der Code in den Release-Branch eingebracht. Mit diesem Prozess werden monatliche Releases genauso unterstützt wie die nach wie vor erforderlichen 6-monatigen. Letztere sind im Prinzip eine Kumulierung mehrerer monatlicher Releases. Die Einhaltung der Qualitätsanforderungen wird durch eine Vielzahl von qualitätssichernden Maßnahmen gewährleistet. Für den neuen Prozess wurden neue Tests definiert (z.B. von Experten durchgeführte FeatureTests) und bestehende über die Branches hinweg neu aufgeteilt. KPIs schaffen Transparenz Passend zum neuen Entwicklungsprozess wählten die Projektteilnehmer einen Satz von 21 KPIs aus, der fortlaufend Aufschluss über den Stand der Entwicklungsaktivitäten und die Qualität der erstellten Software geben soll. Das Fraunhofer IESE lieferte dafür die Grundlage mit einer Sammlung von ca. 230 KPIs aus wissenschaftlichen Quellen und praktischen Erfahrungen sowie einer Vorauswahl von gut 50 auf Basis der bewährten Goal Question Metric-Methode. Die KPIs werden von Fujitsu EST in einem Dashboard basierend auf SonarQube dargestellt, das allen Beteiligten

in unterschiedliche Granularitätsstufen zugänglich ist. Die Zahlen werden mit jedem Software-Build aktualisiert und sorgen so für ständige Transparenz.

G. Bath, J. McKay

Praxiswissen Softwaretest – Test Analyst und Technical Test Analyst Aus- und Weiterbildung zum Certified Tester – Advanced Level nach ISTQB-Standard

Fazit: Mission possible

3. Auflage

Der neue Prozess wurde im Rahmen eines sechsmonatigen ProduktReleases erfolgreich eingeführt, die KPIs befinden sich in der Erprobung. Die Ergebnisse zeigen, dass trotz der agilen Entwicklung mit monatlichen Lieferungen die hohen Qualitätsanforderungen eingehalten werden. Nun geht der Weg weiter Richtung DevOps mit höchster Qualität und alle sind zuversichtlich, dass auch diese Mission erfolgreich sein wird.

2015, 588 Seiten e 44,90 (D) ISBN 978-3-86490-137-9 U. Vigenschow

APM – Agiles Projektmanagement Anspruchsvolle Softwareprojekte erfolgreich steuern 2015, 466 Seiten, e 44,90 (D) ISBN 978-3-86490-211-6

Edition TDWI D. Apel, W. Behme, R. Eberlein, C. Merighi

Datenqualität erfolgreich steuern Praxislösungen für Business-IntelligenceProjekte

Dr. Frank Elberzhager ist Teamleiter & Senior Engineer Quality Assurance am Fraunhofer IESE.

3. Auflage 2015, 390 Seiten e 69,90 (D) ISBN 978-3-86490-042-6

Edition TDWI T. Gansor, A. Totok

Christian Leiner arbeitet am Fraunhofer IESE im Bereich der Qualitätssicherung und der Softwarearchitektur in Kunden- und Forschungsprojekten.

Inge Süß ist bei der FUJITSU Enabling Software Technology GmbH verantwortlich für projektübergreifendes Prozess- und Qualitätsmanagement.

Von der Strategie zum Business Intelligence Competency Center (BICC) Konzeption – Betrieb – Praxis 2. Auflage 2015, 438 Seiten e 69,90 (D) ISBN 978-3-86490-043-3

Wieblinger Weg 17 · D-69123 Heidelberg fon: 0 62 21 / 14 83 40 · fax: 14 83 99 e-mail: bestellung@dpunkt.de

www.dpunkt.de

ok: /plus e + E-Bo Buch .dpunkt.d w w w


Quiz

Impressum

Sudoku 1

2

6

5

7

1

5

8

1

2 4

9

7

5

7

HERAUSGEBER ASQF e.V.

4

2

4

Die Lösung des letzten Sudokus ... Die Gewinner aus Heft 34 sind: Jan Krajewski, Bonn // Ingo RöpkeLiebel, Hamburg // Martin Jüngling,

Henkestraße 91, 91052 Erlangen Tel

+49 9131 91910-0

Fax

+49 9131 91910-10

info@asqf.de, www.asqf.de

Bonn // Martin Schmetzstorff, cellent AG, Fellbach // Klaus Kohlmann, Mün-

Friedrich-Engels-Str. 24, 14473 Potsdam

chen

Tel

+49 331 231810-0

Fax

+49 331 231810-10

redaktion-sq@isqi.org, www.isqi.org

8

REDAKTION

8

V.i.S.d.P.:

1

Stephan Goericke (Hauptgeschäftsführer) Chefredaktion:

7

9

5

4

5

8

6

Christin Senftleben Redaktionsteam: Julia Schirmer Isabel von Gustedt Felix Winter

3

8

9

4

redaktion-sq@isqi.org SATZ / LAYOUT

Buchstaben: 1=S, 2=O, 3=I, 4=P, 5=L, 6=F, 7=F, 8=P, 9=L

Frenkelson Werbeagentur, Potsdam

LÖSUNGSWORT

www.frenkelson.de FOTOS: ASQF e.V. und iSQI GmbH Titelbild: © Maslowski Marcin_shutterstock

Mit der zunehmenden Bedeutung der Cloud ist es für Firmen wichtiger denn je, eine passende Cloud-Strategie für ihr Unternehmen zu entwickeln. Dabei ist nicht nur die Public Cloud relevant, sondern vermehrt auch die Private oder die Kombination von beidem – die Hybrid Cloud. VMware gibt seinen Kunden mit

dem Produkt vCloud Automation Center (vCAC) die Möglichkeit, Cloud-Lösungen in ihren Unternehmen einzuführen. Das Buch soll Kunden bei einer derartigen Implementierung unterstützen. Wenn Sie eines von fünf Büchern gewinnen wollen, schicken Sie das richtige Lösungswort bis zum 4. August an info@asqf.de.

Seite 8: © dibrova_Depositphotos Seite 11: © Pressmaster_shutterstock Seite 12: © Benoit Daoust_shutterstock Seite 15: © alex-mit_iStock Seite 29: © Robert Kneschke_Fotolia Seite 31: © IdeaGU_shutterstock Seite 34: © Repina Valeriya_shutterstock Seite 38: © everythingposs_Depositphotos Seite 40-41: © Sirocco_shutterstock Alle Portraits und Grafiken mit freundlicher Genehmigung der Autoren.

*Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Die Mitarbeiter der iSQI GmbH und des ASQF e.V. sowie sämtliche am Gewinnspiel beteiligten Personen sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Teilnehmer erklären sich mit der Veröffentlichung Ihres Namens in der Folgeausgabe einverstanden.

DRUCK: PRINTEC OFFSET, Kassel DRUCKAUFLAGE: 4.000 Stück INTERNETAUSGABE: www.sq-magazin.de MEDIADATEN

№ 36

erscheint im September 2015

SQ № 36 // Thema: Software as a Service - Neue Freiheit oder geschönte Abhängigkeit? // Anzeigenschluss: 13.07.2015 // Redaktionsschluss: 06.07.2015

Software as a Service – Neue Freiheit oder geschönte Abhängigkeit? Software as a Service (SaaS) ist Teil des großen CloudComputing. Der Vorteil des Modells verspricht für den Nutzer eine höhere Kosteneffizienz und mehr Flexibilität aufgrund der Skalierbarkeit von SaaS-Lösungen. Typische Anwendungsbereiche sind beispielsweise Finanzbuchhaltung, Personalplanung und Auftragsmanagement oder andere Content-Management-Systeme. In punkto IT-Sicherheit können SaaS-Lösungen für eine Entlastung beim Nutzer sorgen, da entsprechende Maßnahmen in den Verantwortungsbereich des Anbieters fallen. Gleichzeitig ist der SaaS-Nutzer jedoch auch deutlich stärker von den Leistungen des Software-Anbieters und einer funktionierenden Internet-Anbindung abhängig.

Gern senden wir Ihnen unsere Mediadaten zu. Richten Sie Ihre Anfrage an redaktion-sq@isqi.org. Haben Sie Anregungen zu den Inhalten des SQ-Magazins, dann schreiben Sie an: redaktion-sq@isqi.org Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Die Redaktion behält sich das Recht auf sinngerechte Kürzung und Bearbeitung eingereichter Manuskripte vor. Wir machen darauf aufmerksam, dass Daten nicht an Dritte weitergegeben und ausschließlich zur internen Auswertung herangezogen werden können.


Termine Quiz

43

Fachgruppentermine: Juni – August 2015 02.06.2015: FG Agilität, Berlin-Brandenburg

Referent: Konrad Pogorzala, agile24

Defined vs. Empirical vs. Statistical process control

JUNI 2015 KW

Mo

Di

Mi

Do

Fr

Sa

Referenten: Thema 1 Andreas Ditze, MID GmbH Thema 2 Marco Hutzsch, Otto Group

23

1

2

3

4

5

6

7

24

8

9

10

11

12

13

14

25

15

16

17

18

19

20

21

08.06.2015: 10. Rhein-Main Testing Day

Ganztagesveranstaltung

26

22

13

24

25

26

27

28

27

29

30

09.06.2015: FG Projektmanagement NRW, Düsseldorf

/

09.06.2015: FG Software-Test, Wien

Referent: Dr. Oliver Alt

11.06.2015: FG Software-Test,NRW

Referentin: Anja Kiefer-Kaufmann

16.06.2015: FG Software-Test, Sachsen, Dresden Thema:Das kleine 1x1 des Hackens

Referent: Ronny Dobra, T-Systems Multimedia Solutions GmbH

16.06.2015: ASQF Smart Sourcing Day, Berlin

Ganztagesveranstaltung

18.06.2015: FG Software-Test, Franken

Thema: TDD-Einstieg mit Java – Workshop

Trainingsleiter: Sebastian Bär& Christoph Pirkl, Elektrobit Automotive GmbH Trainingsleiter: Sebastian Bär & Christoph Pirkl, Elektrobit Automotive GmbH

15.07.2015: Automation Day Nürnberg

Ganztagesveranstaltung KW

Mo

Di

So

03.06.2015: FG Software-Test, Hamburg

Thema1: Model based Testing - aus dem Blickwinkel eines Modellierers Thema2: „Shared Nothin’ but OPS" Open Space "Aus der Praxis für die Praxis"

So

JUNI

Angebotserstellung: Dienstleistersicht vs. Kundensicht Thema: Modellbasiertes Testen – Eine Übersicht

Thema: Erfolgreich im Team – trotz Turbulenzen und Komplexität

Thema:Das kleine 1x1 des Hackens

Thema: TDD-Einstieg mit Java – Workshop

18.06.2015: FG Agilität, Franken

Agilität im Maschinenbau

Thema: „Wie kann ich und unser Team im Projekt glücklich(er) werden?“ - Workshop für Projektmanagement-Teammitglieder.

Referent: Rainer Joppich, Trainer & Berater der SOPHIST GmbH Referent: Werner Motzet, Wavelight GmbH

21.07.2015: FG Software-Test, Niedersachsen

/

22.07.2015: MEDICAL DEVICE DAY Franken

Ganztagesveranstaltung

16.07.2015: FG Requirements Engineering, Franken JULI

Requirements-oriented Service-Engineering - Services spezifizieren und an was man sonst noch denken muss

21.07.2015: FG Projektmanagement, Franken

JULI 2015

27

Mi

Do

Fr

Sa

1

2

3

4

5

28

6

7

8

9

10

11

12

29

13

14

15

16

17

18

19

30

20

21

22

23

24

25

26

31

27

28

29

30

31

Thema: „Nachwuchs in der Qualitätssicherung“

„Zwischen Rocket Science und ausgetretenen Pfaden: Die Zukunft der Medizintechnik."

Alle Termine und Anmeldung unter: https://www.asqf.de/veranstaltungen-termine-rund-um-den-asqf.html

Unternehmensszene

Wichtige Wechsel und Ereignisse seit der vergangenen Ausgabe Rottmüller ist Marketing Manager bei Micro Focus

Ulli Rottmüller hat die Führung als Marketing Manager bei Micro Focus in Ismaning übernommen. Zu seinem Verantwortungsbereich gehören die strategische Planung und operative Umsetzung aller Marketing-Maßnahmen in den Regionen Central und Eastern Europe sowie den Niederlanden. Zu seinen Zielen gehört u.a. die kontinuierliche Erhöhung der Sichtbarkeit der Marken Micro Focus und Borland.

John neues Vorstandsmitglied im „Cluster Mechatronik & Automation e.V.“ Karl-Heinz John, CEO der infoteam Software AG aus Bubenreuth bei Erlangen, wurde für zwei Jahre in den Vorstand des „Cluster Mechatronik & Automation e.V.“ gewählt. Damit ist John, der mit infoteam bereits seit 2005 im Clusterbeirat vertreten ist, eines von fünf Vorstandsmitgliedern.


German Testing Board www.german-testing-board.info

› Schnelles Feedback für agile Teams!

Mit der neuen ISTQB® Ausbildung zum Agile Tester Informieren Sie sich jetzt über den neuen ISTQB® Foundation Level Extension Syllabus Agile Tester: www.german-testing-board.info

Unsere Premium Partner: ALTRAN GmbH & Co. KG Atos Information Technology GmbH Berner & Mattner Systemtechnik GmbH CGI Deutschland Ltd. & Co. KG Cognizant GmbH EXCO GmbH GQ-Solutions imbus AG ISARTAL akademie GmbH

Knowledge Department GmbH Loyal Team GmbH Lysant GmbH Method Park Consulting GmbH PHILOTECH Systementwicklung und Software GmbH sepp.med gmbh Software Quality Lab GmbH Sogeti Deutschland GmbH T-Systems International GmbH

Unsere Zertifizierungsstellen: Cert-IT GmbH

gasq Service GmbH

iSQI GmbH

Profile for International Software Quality Institute

SQ Magazin  

Ausgabe Juni Nr. 35/2015

SQ Magazin  

Ausgabe Juni Nr. 35/2015

Profile for isqi
Advertisement

Recommendations could not be loaded

Recommendations could not be loaded

Recommendations could not be loaded

Recommendations could not be loaded