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Ausgabe 46 | März 2018

DIGITALE REVOLUTION CHANCEN & RISIKEN DIGITALE REVOLUTION Chancen und Risiken in Großkonzernen

DIGITALE REFORMATION DER DIGITALEN BRANCHE Treiber oder Getriebene

DIE TOKEN-ÖKONOMIE

PLU

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Die vielschichtigen Konstrukte der Kryptowährungen

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ISSN 2367-3516


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Ausgabe 46  |  März 2018

Editorial

Die Digitalisierung im Koalitionsvertrag

„Große Schritte” müssen wir jetzt wagen, um Deutschland zu einem „starken Digitalland” zu entwickeln und „an die Spitze zu kommen”. So die nüchterne Einschätzung über den momentanen Digitalisierungsstand in unserem Land – niedergeschrieben im neu ausgehandelten Koalitionsvertrag. Mit anderen Worten: Die digitale Revolution hat bereits Fahrt aufgenommen und Deutschland läuft (immer noch) hinterher. Wir haben nachgezählt: In dem neuen Koalitionspapier wird das Wort „Internet” 27mal gebraucht. Ganze 93mal jedoch taucht der Begriff „Digitalisierung” auf. „Digitalisierung” hat sogar ein eigenes Kapitel bekommen. Man liest darin von Breitbandkabel und schnellem Internet, von vernetzten Schulen, bargeldlosem Bezahlen und mehr Bürgernähe in digitalen Behörden. All das klingt gut. Auch die Erkenntnis über die Bedeutung und das gesellschaftliche Ausmaß der Digitalisierung ist vielversprechend. Doch großen Worten – egal, wie häufig sie letztlich (ab)genutzt werden – müssen bekanntermaßen Taten folgen! Blicke ich auf die bisherigen Ergebnisse der jüngsten Vergangenheit, rate ich daher zu sparsamen Optimismus. Das flächendeckende Breitband und das damit einhergehende schnelle Internet für alle soll nun also bis 2025 umgesetzt werden. Dann los! Mehr Zeit dürfen wir auch nicht mehr verlieren.

Breitband ist die Grundlage für eine funktionierende Digitalwirtschaft. Natürlich begrüße ich die geplante Digitale Bildungsoffensive. Sie ist wichtig und notwendig, denn sie betrifft uns alle. Das vorhandene Wissen zu bewahren und mit den neuen Möglichkeiten des digitalen Lernens zu verknüpfen, ist fortschrittlich gedacht. Insbesondere die digitale Ausbildung der Kinder und Jugendlichen muss mutig vorangetrieben werden, sind sie doch das Bindeglied zwischen den heutigen Entscheidungsträgern und den zukünftigen digital aufwachsenden Generationen. Dieser Koalitionsvertrag ist leider kein Digital-Pakt. Der Umbau Deutschlands in ein Digitalland braucht aber die Bündelung aller Kräfte. „Große Schritte” allein reichen jedoch nicht aus. Die Vielseitigkeit und Kombination von Sprint und Ausdauer, Robustheit, individuelle Technik und Teamgeist sind gefragt. Das „Team D” hat dies bei den olympischen Spielen in Pyeongchang eindrucksvoll gezeigt. Strengen wir uns an, damit das „Team Digitales Deutschland“ ebenfalls erfolgreich abschneidet! Eins noch: Enttäuscht bin ich darüber, dass sich die Koalition nicht zu einem Minister oder einem Staatssekretär für die Digitalisierung durchringen konnte. Digitalisierung ist kein Klacks, den man mal so nebenbei erledigt – nicht umsonst gibt es für die Digitalisierung

in der Wirtschaft den schwerwiegenden Namen TRANSFORMATION. Um den geplanten Wandel aber zügig hinzubekommen, müssen neue Denkansätze gefordert und gefördert werden. Das tut zuweilen weh und bringt wahrscheinlich unruhige Zeiten mit sich. Okay, aber nur durch Mut, Entschlossenheit und mit vereinter Kraft kann Neues und Gutes entstehen. Warum sollte das bei dieser Revolution anders sein? In diesem Sinne lade ich Sie ein, unser SQ-Magazin kritisch zu lesen.

Herzlichst

Ihr Stephan Goericke ASQF-Hauptgeschäftsführer

Was ist Ihre Meinung oder Erfahrung? Teilen Sie mir Ihre Gedanken mit! Ich freue mich auf Ihre Zuschrift und einen anregenden Austausch zu den verschiedensten Themen. s.goericke@sq-magazin.de


DIGITALE REVOLUTION

DIE TOKENÖKONOMIE

CHANCEN UND RISIKEN IN GROSSKONZERNEN

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Kommende ASQF-Days

2018

DER NEUE DATENSCHUTZ

Inhalt

8

30 5 ASQF-NEWS 8 IM GESPRÄCH 8 Digitale Revolution Chancen und Risiken in Grosskonzernen 32 3 Fragen an Dr. Anja Zimmer vom Media Policy Lab

12 SCHWERPUNKT 12 Die Token-Ökonomie Die vielschichtigen Konstrukte der Kyptowährungen 16 Näher Am Kunden CRM in der Transformation 34 Erfolgskriterien digitaler Geschäftsmodelleren

18 IM FOKUS 18 28 30

Software Quality Days 2018 Wer morgen mitspielen will, muss sich heute verändern. Der neue Datenschutz Chance oder herausforderung für Unternehmen und öffentlichen Sektor?

24 BEST PRACTICE 24 Digitale Reformation der digitalen Branche Treiber oder Getriebene

36 iSQI-NEWS WWW.ASQF.DE/ASQF-DAYS


ASQF NEWS

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Vorbereitung auf das „Internet of Things“ 7 Fragen an 7 Trainings-Anbieter Das Internet of Things (IoT) eröffnet völlig neue Geschäftsmöglichkeiten, stellt aber gleichzeitig die Industrie vor große Herausforderungen: Wie nutzt man die mannigfaltigen Schnittstellen im IoT – auch mit bestehenden IT-Systemen – und wie integriert man diese zu verbesserten oder auch neuartigen Lösungen? Der ASQF möchte auf diese Herausforderungen vorbereiten. „IoT wird das bestimmende Thema der nächsten zehn Jahre sein. Um dafür Standards zu prägen, hat der ASQF mit dem GTB den Lehrplan des CPIoT erstellt,” sagt ASQF-Präsidentin Prof. Dr. Ina Schieferdecker. Der ASQF® Certified Professional for IoT (CPIoT) konzentriert sich auf Quality Engineering als entscheidenden Erfolgsfaktor für IoT-Entwicklungen und vermittelt solide IoT-Kompetenz für das gesamte Team. Trainings-Anbieter sind an diesem Thema sehr interessiert und so haben sich bereits sieben Trainings-Anbieter für den Kurs akkreditieren lassen. Warum die Qualifizierung zum ASQF® CPIoT so großen Anklang findet, haben unsere Partner in einem Interview erläutert:

Welche Chancen und Gefahren sehen Sie im Internet of Things?

Inwiefern trägt das Internet of Things zu neuen Geschäftsmodellen bei?

Das Internet of Things vernetzt Gegenstände und Daten miteinander und ermöglicht es, innovative Anwendungen zu entwickeln, neue Geschäftsprozesse zu etablieren und die Effizienz bestehender Prozesse zu verbessern. Die fortschreitende Vernetzung sowie die Vielzahl eingesetzter Technologien führt jedoch auch zu einer signifikant größeren Angriffsfläche für Cyberkriminelle. Darum brauchen wir ein durchdachtes Qualitätsmanagement, besonders im Bereich der Cybersicherheit.

Das Internet der Dinge sammelt einen bedeutenden Teil der Daten, auf deren Basis Entscheidungen getroffen werden und daher Wertschöpfung ermöglicht. Da wir gerade erst lernen, Daten zu verwerten, erwarte ich noch einige überraschende Geschäftsmodelle.

Warum bieten Sie den CPIoT-Kurs des ASQF an?

Alexandra Schladebeck, BREDEX GmbH

Welche Voraussetzungen und Eigenschaften müssen die Teilnehmer des CPIoT-Kurses mitbringen? Ich denke das Wichtigste wird die Leidenschaft und Bereitschaft zu lernen sein. Klar, wenn man Erfahrung im Testen und/oder Entwicklung von Systemen hat, wird dies von Vorteil sein – die allgemein bekannten Begriffe und Prinzipien gelten nach wie vor.

Wie sieht die Zukunft des IoT aus? Es wird mehr und deutlich spezialisierte Systeme geben. Durch die Vernetzungsmöglichkeiten der Systeme untereinander sind Modelle und Anwendungen möglich, an die wir heute nicht mal denken. Ich vermute, dass es deutlich in Richtung Effizienz und Wartung gehen wird. Aber auch für die Cyberkriminalität wird es neue offene Flanken geben. Georg Haupt, oose Innovative Informatik eG

Der CPIoT-Kurs läuft unter der Überschrift „Quality Engineering for IoT“. Was macht denn den Begriff „Quality Engineering“ aus?

Der Mensch darf durch vorprogrammierte Entscheidungen auf der Device/ Maschinenebene nicht in Gewissenskonflikte gebracht werden. Die Freiheit über ein Dilemma als Mensch zu entscheiden muss soweit möglich erhalten bleiben. Die Frage der Verantwortung darf nie strittig sein.

Aus meiner Sicht ist es vor allem im Bereich IoT wichtig zu verstehen, das Qualität eine wesentliche Rolle für den Produkterfolg spielt. Ein Quality Engineer trägt zu dieser guten Qualität bei. Er kann bei den Anforderungen helfen, sollte bei der Entscheidung für oder gegen eine Architektur dabei sein und er ist natürlich mit den vielen verschiedenen Methoden vertraut, die Qualität im ganzen Produktlebenszyklus gewährleisten.

Vera Gebhardt, tecmata GmbH

Nils Röttger, imbus AG

Das IoT ist ein Begriff, der sowohl in unterschiedlichen Branchen als auch in den Bereichen eines Unternehmens und in Anwendungsfällen anders definiert wird. Wir nutzen IoT zur Schaffung neuer Servicemodelle. Damit dies gelingt, muss der Klärungsbedarf im Unternehmen gestillt werden. Nur wer die Technologie versteht, kann sie effektiv anwenden. Die Schulung bietet eine gute Möglichkeit, unser Vorgehen bei der Implementierung von IoT zu teilen, Begriffe zu erklären und einen Standard für IoT zu schaffen.

Welche ethischen Aspekte des IoT sind aus Ihrer Sicht besonders wichtig?

Patrick Franke, NXTGN Solutions GmbH

DIE VOLLSTÄNDIGEN INTERVIEWS FINDEN SIE AUF www.asqf.de/blog

Die Fragen stellte Anna-Christina Feldhusen (ASQF, Referentin Veranstaltungen und Partner).

Alexander Gladisch, T-Systems MMS GmbH

Matthias Pruksch, sepp.med gmbh


ASQF NEWS EXKLUSIVE RABATTE FÜR ASQF-MITGLIEDER Automotive Tech AD 04. - 06. März 2018, Berlin 20% RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

REConf 05. - 08. März 2018, München 10% RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

moinBlockchain 09. - 10. März 2018, Hamburg 15% RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

Swiss Testing Day 14. März 2018, Zürich 15% RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

Safety meets Security 14. März 2018, Nürtingen SONDERPREIS 600 EURO FÜR ASQFMITGLIEDER

Rethink! HR Tech 14. - 16. März 2018, Hamburg 20% RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

VariantWorld 17. - 18. April 2018, Leipzig 10% RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

Software Product Summit 17. - 18. April 2018, Frankfurt/Main 10% RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

„Safety & Security Fachtagung“ 19. April 2018, Flörsheim KOSTENLOSER EINTRITT

Virtual Workplace Evolution 18. - 20. April 2018, Berlin 20% RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

Rethink! IT Security 25. - 27. April 2018, Hamburg 20% RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

Test-Engineering-Day 3. Mai 2018, Neu-Ulm 10% RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

WeAreDevelopers World Congress 2018 16. - 18. Mai 2018, Wien 20% RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

German Testing Day 7. - 8. Juni 2018, Frankfurt/Main 10% RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

Ausgabe 46  |  März 2018

ASQF vergibt Förderpreis für Masterarbeit auf dem Gebiet der Beschreibungslogiken Der ASQF hat erneut seinen Förderpreis an der Friedrich-AlexanderUniversität Erlangen-Nürnberg (FAU) vergeben. Die HEICON – Global Engineering GmbH unterstützt den mit 500 Euro dotierten Preis im Februar 2018. Martin Heininger, Geschäftsführer der HEICON, und Norbert Kastner, VizePräsident des ASQF, überreichten im Rahmen der FAU-Absolventenfeier den Preis feierlich an Paul Wild. Wilds Masterarbeit „Correspondence Theory for Modal Description Logics” wurde am Lehrstuhl für Informatik 8 von Prof. Dr. Lutz Schröder betreut. Sie überzeugt als wesentlicher Beitrag auf dem Gebiet der Beschreibungslogiken, welche im Bereich der Wissensrepräsentation und für softwaretechnische Anwendungen von zunehmender Bedeutung sind. Paul Wild habe in seiner Masterarbeit für eine Beschreibungslogik ein Charakterisierungstheorem bewiesen, welches die Ausdrucksstärke der Logik anhand eines semantischen Maßstabs exakt identifiziert. Ihm wird großes mathematisches Vermögen und ein hohes Maß an Eleganz für die Arbeit bescheinigt. Der ASQF vergibt seit 2006 den Förderpreis einmal pro Semester an junge Talente. Gewürdigt werden sehr gute Studienleistungen, eine kurze Studiendauer und eine Abschlussarbeit, die in besonderem Maße Praxisnähe und Software-Qualitätsaspekte berücksichtigt.

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Der ASQF ist Partner beim Deutschen Internet-Institut Der ASQF ist Netzwerkpartner des Weizenbaum-Instituts für die vernetzte Gesellschaft. Die Aufgabe des Internet-Instituts ist es, aktuelle gesellschaftliche Veränderungen, die sich im Zusammenhang mit der Digitalisierung abzeichnen, zu untersuchen und künftige politische und wirtschaftliche Handlungsoptionen zu skizzieren. Koordiniert wird das Institut vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und umfasst neben dem Fraunhofer FOKUS und der Uni Potsdam vier Berliner Universitäten. Der ASQF bringt das Wissen aus seinem Expertennetzwerk ein bei der Erforschung der zentralen Frage: Wie lassen sich die Ziele individueller und gesellschaftlicher Selbstbestimmung in einer von digital vermittelten Transformations- und Entgrenzungsprozessen geprägten Welt realisieren und welche Rahmenbedingungen und Ressourcen sind für ihre Verwirklichung notwendig? Namensgeber des Instituts ist der 1923 in Berlin geborene und 2008 verstorbene Informatiker Joseph Weizenbaum. Sein gesamtes Lebenswerk bezog sich gesellschaftskritisch auf den Dialog zwischen Mensch und Maschine. MEHR INFORMATIONEN AUF https://vernetzung-und-gesellschaft.de

Neue Mitglieder im ASQF e.V. epcon IT-Consulting GmbH Minden | www.epcon-it.com EVIA Stuttgart | www.evia.de FourEnergy GmbH Berlin | www.fourenergy.de


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Professional Technical Tester (m/w)

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Senior Software Testautomatisierer (w/m)

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Software Entwickler (m/w)

Professional Tester (m/w)

convivo GmbH Berlin

CGI Sulzbach (Taunus)

(Junior) Test Engineer (m/w) für das Automotive Umfeld CGI Erfurt

(Junior-) Qualitätsmanager Software (m/w), Prozesswerk Unterföhring

Director Testing mit Teamverantwortung (m/w)

Softwaretester (m/w) für die agile Softwareentwicklung SCHEMA Holding GmbH Nürnberg

CGI Sulzbach (Taunus)

Senior Testmanager (m/w) CGI bundesweit

Senior Testmanager (m/w) CGI München

Consultant (m/w) Testautomatisierung

Trainee als Tester/Test-Analyst (m/w) CGI Wolfsburg

FourEnergy GmbH Hannover

Die ausführlichen Stellenangebote finden Sie auf www.asqf.de/karriereportal

FACHGRUPPEN-TERMINE März 2018 bis Mai 2018

MÄRZ

06.03.2018: FG Software Test, Dresden: 18:00 - 20:00 Uhr

MÄRZ 2018

Thema: IoT

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08.03.2018: FG Projektmanagement, Erlangen: 18:00 - 20:00 Uhr

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Thema: Agile Transition mit Emotion - Veränderungsmanagement bei wachsender Digitalisierung

20.03.2018: FG Software Test & Mobile Quality Crew, Erlangen: 17:30 - 19:30 Uhr Thema: IoT - Basis für neue Service Prozesse

20.03.2018: FG Automotive, Berlin: 18:00 - 20:00 Uhr

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Alle Termine und Anmeldung unter: www.asqf.de/events

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Thema: Testen 2020 - Wie testen wir in Zukunft Software?

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Im Gespräch

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DIGITALE REVOLUTION

CHANCEN UND RISIKEN IN GROSSKONZERNEN Die letzten Jahre waren geprägt von fundamentalen Entwicklungen in der IT-Branche. Derzeit befinden wir uns im Zeitalter des „Internet of Things” und „Big Data”. Man kann sogar von einer digitalen Revolution sprechen, die neben verschiedensten Chancen für Einzelpersonen und Unternehmen auch Herausforderungen mitbringt. Das SQ-Magazin hat mit Simone Hessel von General Electric (GE) über die zukünftigen Entwicklungen und Herausforderungen gesprochen und gefragt, wie große Konzerne mit diesen umgehen.

Beim Internet der Dinge gibt es viele ganz unterschiedliche Visionen. Was macht Ihrer Meinung nach Sinn, was ist Unsinn? Wie sieht die Zukunft aus? Wie wird die digitale Welt und das „Internet of Things” sich bis 2025 im besten Fall entwickelt haben? Schaut man sich die Prognosen verschiedenster Analysten wie IDC oder auch McKinsey & Company an, heißt es durchgehend, dass das Internet der Dinge in Zukunft nahezu jeden Bereich unseres Lebens beeinflussen wird. Bis zum Jahr 2025 wird die Produktion von Daten rapide ansteigen, laut IDC bis zu einer Billion Gigabyte. Dieses Szenario halte ich für sehr wahrscheinlich, da das Internet der Dinge bereits heute enormen Nutzen bringen kann – insbesondere der Wirtschaft. Das Industrial Internet, also das speziell auf die Industrie ausgerichtete Internet der Dinge, könnte für die europäische Wirtschaft ein Wachstum in Milliardenhöhe bedeuten; schätzungsweise

ein Volumengewinn von einem Viertel im Euroraum bis 2030. Voraussetzung hierfür ist die Bereitschaft der Industrie, die eigene digitale Transformation in Angriff zu nehmen. Im besten Fall haben es Unternehmen demnach bis 2025 geschafft, die digitale Transformation zu vollziehen. Das Internet of Things hält nicht nur Einzug in das private Leben, sondern auch in Fabrikhallen und verändert maßgeblich Arbeitsplätze und Geschäftsprozesse. Mitarbeiter werden von autonomen Systemen und Prozessen unterstützt und entlastet, Maschinen- und Prozessausfälle können konsequent eliminiert und somit ein effizienter Arbeitsablauf sichergestellt werden. Wie kann sich die IT-Branche auf die Veränderungen vorbereiten? Was können die Profis tun und was die, die Profis werden wollen? Welche Tipps können Sie jungen Leuten, die sich gerade beruflich orientieren, geben? Hier ist es wichtig, einen Unterschied zwischen der IT-Branche und ITlern in Unternehmen zu ziehen, denn dieser ist fundamental. Die IT-Branche muss sich auf die Bedürfnisse des jeweiligen Kunden einstellen, kann mit innovativen Lösungen Unternehmen unterstützen und vor allem auch die Rolle des aktiven Beraters einnehmen und gemeinsam mit dem Unternehmen neue Geschäftsmodelle entwickeln. Auf der anderen Seite kennen ITler eines Unternehmens die


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bereits vorhandenen Systeme und bringen das notwendige technische Know-how mit – das ist sehr wichtig. Gekoppelt mit neuen Geschäftsideen bildet das die Grundlage für eine erfolgreiche Digitalisierung. Die IT sollte deshalb raus aus den Kellerbüros und weg vom Image des Helpdesks, sie braucht einen Platz am Tisch des Managements und muss hier auch eine aktive Rolle spielen. Es ist wichtig, dass Unternehmen verstehen, wie sie ihre Geschäftsaktivitäten auf die Transformation ausrichten und bestimmen, welche Fähigkeiten, Rollen, Führungskräfte und Teams benötigt werden. Sie müssen sich einen Überblick verschaffen, welche Daten bereits vorhanden sind, aber eventuell auch noch nicht systematisch genutzt werden. Um die Digitalisierung erfolgreich zu stemmen, ist also das Verständnis für Geschäftsmodelle und deren technischer und kommerzieller Umsetzung essentiell. Allerdings kann die Transformation nur schwer alleine bewältigt werden: Starke Partnerschaften sind ein weiterer Schlüssel zum Erfolg. So kombiniert GE beispielsweise die Fähigkeiten der heutigen App-Wirtschaft mit unserem wachsenden Partner-Ökosystem, das gebrauchsfertige, digitale Lösungen anbietet. Ein weiterer Aspekt ist die Unternehmenskultur: Mitarbeiter müssen sich auf die Digitalisierung einlassen. Im Umkehrschluss sollten sie aber auch die Möglichkeit haben, die richtigen Fähigkeiten zu entwickeln, zu verfei-

Simone Hessel unterstützt seit 2016 als Vice President Digital Transformation DACH bei GE Digital Unternehmen verschiedenster Branchen bei der digitalen Transformation. Zusammen mit ihrem Team bietet sie Lösungen, Konzepte und Services für eine erfolgreiche Umstrukturierung an. Bei GE ist sie bereits seit 2010 in verschiedenen Positionen beschäftigt und bringt insgesamt über 16 Jahre internationale Erfahrung im Industrieund IT-Umfeld mit. Simone Hessel hat einen Abschluss in Wirtschaftsingenieurwesen von der Universität Karlsruhe.


Im Gespräch

nern und zu aktualisieren, um in einer Welt zu bestehen, die zunehmend von Automatisierung betroffen ist. Das fängt schon bei der Schulbildung an. Natürlich herrscht im IT-Bereich derzeit ein Fachkräftemangel, und die Politik, das Bildungssystem und die Wirtschaft müssen eng zusammenarbeiten, um die bestmöglichen Voraussetzungen für die nächsten Generationen zu schaffen. Es ist also zwingend erforderlich, dass junge Menschen sich mit Themen rund um Digitalisierung und IT auseinander setzen. Das bedeutet aber nicht, dass jeder – unabhängig seiner Veranlagung – nun ein ITler werden muss. Ein Grundverständnis für dieses Themengebiet sollte aber geschaffen werden. Das heißt, dass für eine bessere und breiter angelegte Ausbildung technischer Fertigkeiten Sorge getragen wird. Stichwörter sind hier: MINT-Fächer, Programmierfähigkeiten sowie Informations- und Kommunikationstechnik. Seit dem Wintersemester 2013/2014 investiert GE Germany beispielsweise noch intensiver in die Fach- und Führungskräfte von morgen: Mit dem Deutschlandstipendium fördern wir in Kooperation mit einigen führenden Universitäten Studierende verschiedenster Studiengänge, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt. Der Fokus liegt aber auf IT- und Engineering-Studiengängen. Unser Beitrag geht dabei über eine monatliche finanzielle Unterstützung – diese teilen sich Förderer und der Bund – hinaus: Durch Praktika, Job Shadowing und Netzwerk-Events gewähren wir den jungen Talenten Einblicke in die Arbeit bei GE und bieten ihnen die Möglich-

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keit zum Austausch mit Experten und Managern im Unternehmen.

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Was meinen Sie, sind die größten Herausforderungen der digitalen Revolution? Sehen Sie irgendwo auch Gefahren, mögliche Fallstricke? Und wie könnte man die umgehen?

ist die generelle Akzeptanz der ständigen Vernetzung ein großes Thema der Digitalisierung. Insbesondere in Deutschland befürchten viele, zum „gläsernen Menschen“ zu werden. Ein transparenter Umgang mit persönlichen Daten und klare gesetzliche Richtlinien werden hier benötigt.

Die Bedenken der Bevölkerung und Mitarbeiter sind nach wie vor eine der größten Herausforderungen der digitalen Revolution. Jede industrielle Revolution, sei es die Einführung von Dampfmaschinen, Fließbändern oder auch Computern, zieht eine Umstrukturierung des Arbeitsmarktes mit sich. Während gewisse Jobs wegfallen, werden neue geschaffen. Das heißt aber auch, dass zwingend in die digitale Bildung investiert werden muss. Mitarbeiter sollten dementsprechend geschult und weitergebildet werden. Wenn Unternehmen es nicht schaffen, Mitarbeitern die Angst zu nehmen, kann eine erfolgreiche Digitalisierung nicht gelingen. Ebenso

Sicherheit und Schutz vor Fremdzugriff spielen natürlich ebenfalls eine große Rolle. Je mehr wir uns auf Daten verlassen, sensitive Daten nutzen und alles um uns herum vernetzt ist, desto sensibler müssen wir mit diesen Daten umgehen. Unternehmen werden mit zunehmender Vernetzung auch angreifbarer für Hacker und Cyberkriminelle. Insbesondere das Thema Industriespionage macht Unternehmen in Deutschland Sorgen. Der deutsche Mittelstand ist in vielen Bereichen mit innovativen Produkten auf dem Weltmarkt führend – und somit auch im Fokus von Cyberspionen – hat aber gleichzeitig nicht die Ressourcen, um aus eigener Kraft die notwendigen


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Schutzmaßnahmen zu ergreifen. GE verbindet Security-Lösungen der IT und OT (Operational Technology) auf einer Plattform und bietet so End-toEnd-Security, die für die strengen Datenschutz-, Regulierungs-, Integritätsund Data-Governance-Anforderungen industrieller Daten geeignet ist. Bei General Electric handelt es sich um einen Multikonzern. Das Unternehmen ist in verschiedenen Branchen aktiv. Wie können durch die Digitalisierung Verknüpfungen zwischen den einzelnen, teilweise sehr unterschiedlichen Bereichen, geschaffen werden? Was halten Sie für die größten Chancen, die die Digitalisierung und Automatisierung mit sich bringen? Vor sechs Jahren hat GE eine Cloudbasierte App-Plattform speziell für die Industrie entwickelt: Predix. Verschiedenste Software-Lösungen aus dem APM (Asset Performance Management) können ausgewählt und kombiniert werden, um Produktionsvorgänge zu optimieren und intelligente

Entscheidungsunterstützung zu erhalten. Die Plattform und ihre Lösungen wurden zuvor in allen GE-Sparten getestet. Von Healthcare über Aviation bis hin zu Transportation – überall konnten signifikante Verbesserungen verzeichnet werden. Es wurde schnell sichtbar, dass das Sammeln, Auswerten und Korrelieren von Daten unabhängig von Industriezweig, Unternehmen und Größe greifbare Vorteile liefert. Durch Predix können Maschinen sicher angebunden und Daten im Edge-Bereich gesammelt werden, um auf dieser Basis Echtzeitanalysen und „digitale Zwillinge“ zu erstellen, die Einblicke in die vergangene Performance und künftige Ergebnisse geben. Gerade diese Kombination aus digitaler und Industrieexpertise können wir bei Kunden und Partnern gezielt einsetzen. 2017 haben wir den nächsten logischen Schritt im Rahmen einer digitalen Verwandlung der Organisation von GE vollzogen, wir haben unsere IT-Abteilung in die Digitalabteilung integriert. Digitalisierung bietet die Chance auf veränderte Anforderungen effizient und schnell zu reagieren. Die Betriebsbedingungen für Industrieunternehmen in Deutschland sind beispielsweise heutzutage herausfordernder als jemals zuvor: verkürzte Produktionszeiten, ein immenser Kostendruck, gestiegene individuelle Kundenanforderungen sowie ein zunehmend kritisches Umweltbewusstsein. Automatisierung und die Optimierung von Arbeitsprozessen können hier Abhilfe schaffen. Dadurch können Kostenfaktoren gesenkt, Produkte verbessert und die generelle Effizienz gesteigert werden.

Glauben Sie, dass der Mensch und zwischenmenschliche Beziehungen in der digitalen Welt an Bedeutung verlieren? Oder gibt es gar Anzeichen, dass genau das Gegenteil passiert. Dass in Zukunft „analoge“ Meetings sogar noch stärkeres Gewicht bekommen? Ich persönlich glaube auf keinen Fall, dass die zwischenmenschliche Beziehung an Bedeutung verliert – eher im Gegenteil. Der Mensch ist eigentlich ein „Herdentier“ und Arbeitsvorgänge haben eine nicht zu unterschätzende, sehr starke soziale Komponente. Sicherlich werden durch die Digitalisierung Menschen miteinander in Kontakt gebracht und Geschäfte abgewickelt, die quasi anonym im Cyberspace stattfinden. Nichtsdes­ totrotz glaube ich, dass immer dann solche Angebote erfolgreicher sind, wenn sie stark mit einer Person verbunden werden – das schafft letztlich das notwendige Kundenvertrauen. Auch sehe ich klar den Trend weg von reinen virtuellen Teams. Der direkte menschliche Austausch ist extrem wichtig. Teams, die sich immer wieder in Co-working Spaces treffen, arbeiten wesentlich effizienter zusammen und sind kreativer, da die Kommunikationswege kürzer sind und mehr Ideen ausgetauscht werden. Eine gesunde Mischung ist die Lösung: Austausch mit anderen und Ruhe zum Arbeiten, Individualismus und Kooperation. Vielen Dank, Frau Hessel. Die Fragen stellten Anja Schreinert und Gerhard Wistuba


Schwerpunkt

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DIE TOKEN-ÖKONOMIE DIE VIELSCHICHTIGEN KONSTRUKTE DER KYPTOWÄHRUNGEN

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it dem Thema Digitalisierung hat insbesondere in den letzten Jahren auch das Thema Blockchain an Bedeutung gewonnen. Nahezu die gesamte öffentliche Debatte rund um die Blockchain wird derzeit entlang der Gewinne und Verluste weniger Kryptowährungen geführt. Allen voran Bitcoin. Allein im Januar 2018 hat Bitcoin fast 50 Prozent seines Kurswertes eingebüßt. Berichte von geplanten staatlichen Regulierungen, Betrugsfällen, Hackerangriffen und zuletzt auch der Entschluss von Face­ book, Werbeanzeigen für den Kauf von Kryptowährungen sowie Ankündigungen von ICO‘s vorerst zu unterbinden, leiten für viele den Abgesang der schönen, neuen Krypto-Welt ein.

Es ist en vogue eine Meinung zu diesem Thema zu haben und diese in lautmalerischer Rhetorik zu äußern. So ist von Spekulationsblase, Krypto-Raubzügen und von Narren-Investoren die Rede. Viele der vermeintlichen Experten vergleichen Bitcoin mit Gold, Kryptowährungen mit anderen FIAT-Währungen und Initial Coin Offerings (ICO) mit Aktienkäufen. Nur selten findet dabei allerdings eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Vergleichsgegenstand statt. Stattdessen werden fleißig Äpfel mit Birnen verglichen.

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TOKEN, COIN UND KRYPTOWÄHRUNG Ganz besonders deutlich wird die mangelhafte Differenzierung am Begriff des Token. Obwohl mittlerweile Milliarden US-Dollar in kryptografische Token investiert werden, ist vielen der Unterschied zwischen den diversen Erscheinungsformen nicht klar. Die Termini Token, Coin oder Kryptowährung werden synonym genutzt, woraus ein Großteil der Verwirrung entsteht.

Prof. Dr. Heike Hölzner forscht und lehrt an der HTW Berlin im Themenfeld Entrepreneurship und Mittelstand. Ihre Schwerpunkte sind Entrepreneurial Transformation, Deep Tech Startups sowie Blockchain based Business Modell Innovation. Als wissenschaftliche Leiterin des Sirius Minds Instituts berät sie zudem High-Tech-Gründer in der Team- und Geschäftsmodellentwicklung sowie in Finanzierungsfragen.

Die Idee der Verwendung von Token ist alles andere als neu. In der Verhaltenstherapie bezeichnen Tokensysteme Verfahren der operanten Konditionierung, in denen immer dann, wenn ein erwünschtes Verhalten gezeigt wird, eine Belohnung in Form von Chips, Murmeln oder Smilies ausgegeben wird. Diese, unter dem Begriff des Token zusammengefassten, an sich wertlosen Tauschmittel können gesammelt und später, nach einem vorab festgelegten Plan, gegen sogenannte primäre Verstärker wie Wertgegenstände, Geld oder Aufmerksamkeit eingetauscht werden. Einfach ausgedrückt, ist ein Tokensystem also ein Belohnungssystem und ein Token nichts anderes als ein Platzhalter. Ein symbolhafter Gegenstand, der seinen Tauschwert ausschließlich innerhalb des Systems besitzt.

TOKEN IM BLOCKCHAIN-UNIVERSUM Im Blockchain-Universum werden anstelle von Murmeln oder Plastikchips individuelle Zahlen-BuchstabenCodes ausgegeben. Sie fungieren wie ein Schlüssel, der den Zugang zu einer Blockchain sicherstellt und gewisse Nutzungsrechte gewährt. Hinsichtlich der genauen Nutzungsrechte und dessen, was sie repräsentieren, als auch der Fungibilität unterscheiden sich die verschiedenen Token allerdings grundlegend. Ein auf technischer Ebene zentraler Unterschied besteht zwischen nativen Token (intrinsic, native oder built-in token) und nicht-nativen Token

(non-native protocol token und (d)App token). • Der BTC-Token der Bitcoin-Blockchain ist ein Beispiel für einen nativen Token. Ebenso der ETH-Token der EthereumBlockchain. In beiden Fällen repräsentieren die Token einen festen Bestandteil der Blockchain und fungieren als Kryptowährung. Sie sind Gegenstand der ausgeführten Transaktionen und werden als nativ bezeichnet, da ohne sie die Blockchain nicht funktionsfähig ist. Gleichzeitig sind sie Anreizmechanismus für die aktive Beteiligung von Nutzern im Netzwerk: Diejenigen, die ihre Rechenleistung zur Verfügung stellen, um Transaktionen zu validieren oder, im Falle von Ethereum, Verträge auszuführen, werden mit Token vergütet. • Nicht-native Token sind Protokoll- oder Anwendungstoken. Sie berechtigen zum Zugang und zur Nutzung einer Software, die auf Basis einer Blockchain entwickelt wurde. Ein einfaches Beispiel, welches Ende letzten Jahres für viel mediale Aufmerksamkeit gesorgt hat, ist cryptokitties.co. Diese dezentrale Applikation ermöglicht den Kauf, Handel und die Vermehrung digitaler Katzen. Zum Erwerb eines CryptoKittie-Token sind ETH notwendig. Dafür erhält der Nutzer das digitale Abbild einer Katze. Jede Katze hat bestimmte phänotypische und genotypische Eigenschaften. Insgesamt sind mehr als vier Milliarden Kombinationen aus Pheno- und Genotyp denkbar. Ziel des Spiels ist es, neue Katzen mit möglichst seltenen Erscheinungsbildern durch geschickte Verpaarung herbeizuführen. Dabei wird mit Hilfe von Smart Contracts geregelt, welche Eigenschaften seltener als andere auftreten und sich dominant oder rezessiv vererben. Sowohl für den Kauf und Verkauf als auch für die Verpaarung sind Transaktionskosten in Form von ETH zu entrichten. BTC, ETH und CryptoKitties erhalten ihre Wertzuschreibung aus der Funktion, die sie ermöglichen, und dem aus dieser Funktion abgeleiteten Handelswert. Im Gegensatz dazu stehen Vermögenswert-Token (asset-backed token). Sie symbolisieren das digitale


Schwerpunkt Äquivalent zu einem materiellen oder immateriellen Wertgegenstand. So ist es denkbar, den Besitz von Land, Immobilien oder Gold ebenso wie Lizenz- und Urheberrechte durch einen Token zu repräsentieren. Wird der Token ganz oder teilweise an einen anderen Nutzer übertragen, wechselt die Immobilie ihren Eigentümer oder wird das Nutzungsrecht für ein Bild gewährt. Vermögenswert-Token können sowohl als native Token existieren, z.B. „colored coins“ in der BitcoinBlockchain, oder auch als nicht-native Token. Die Zuweisung in eine dieser Kategorie ist also nicht überschneidungsfrei und die Kriterien, anhand dessen sich Token differenzieren lassen, sind mit diesen Kategorien noch lange nicht ausgereizt. Ein Ansatz zur weiteren Systematisierung bietet der „Token Classification Framework“ des Unitled INC Netzwerk. Mit Hilfe von fünf Dimensionen – Purpose, Utility, Legal Status, Underlying Value und Technical Layer – wird ein Raster aufgespannt, das eine hervorragende Übersicht über die verschiedenen Erscheinungsformen und Archetypen von Token liefert1.

VIELSCHICHTIGE KONSTRUKTE Halten wir fest: Kryptografische Token sind vielschichtige Konstrukte. Sie können vollkommen unterschiedliche Dinge repräsentieren, darunter Vermögenswerte, Identitäten, Informationen, aber auch Nutzungsrechte. Selbst diejenigen, die selbst Gegenstand von Transaktionen sind und im engeren Sinne als Kryptowährung fungieren, wurden nicht als Ersatz für andere FIAT-Währungen geschaffen. Bitcoin wurde geschaffen, um Transaktionen zu erleichtern. Die EthereumBlockchain wurde entwickelt, um das automatische Inkrafttreten von Verträgen unter bestimmten Bedingungen zu ermöglichen. Dazu greifen sie auf dezentrale Rechenkapazitäten zurück und setzten Token ein, um in einem

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dezentralen und anonymen Netzwerk Rechte zu regeln und Anreize für die aktive Partizipation zu schaffen.

degree.org) im Bildungsbereich oder Winding Tree im Online-Reisemarkt (https://windingtree.com).

Täglich entstehen neue BlockchainAnwendungen und mit ihnen neue Token. Die Bandbreite reicht von Content-Netzwerken, Gaming-Netzen, dezentralisierten Speicherlösungen bis zu dezentralisierter Mobilität und Bildung. Auch wenn sich nur wenige der Vorhaben am Ende wirklich durchsetzen werden – ein Phänomen, das im Übrigen nicht Blockchain-spezifisch ist, sondern für jede Form von Startups gilt – so repräsentieren diese Projekte dennoch einen grundlegenden Wandel: die Demokratisierung von Wertschöpfung.

BLOCKCHAINS IM DIENSTE DES GEMEINWOHLS

REVOLUTION DES ONLINE-MARKETINGS Ein anschauliches Beispiel hierfür ist das Basic Attention Token (BAT), das von Brendan Eich, dem Erfinder von JavaScript und Mitbegründer von Mozilla und Firefox entwickelt wurde. Eichs Ziel ist es, die Anonymität im Internet wiederherzustellen, das Online-Marketing zu revolutionieren und die Aufmerksamkeit von Nutzern für diese zu monetarisieren. Dazu wurde der Browser „Brave“ entwickelt, der ungewollte Werbung und SpionageCookies blockiert und gleichzeitig die Aufmerksamkeit, die ein Nutzer bestimmten Bereichen einer Webseite widmet, misst. Werbetreibende können über eine Plattform Werbemittel kaufen, deren Preis in BAT angegeben wird. Das Token dient hier als Einheit zum Tausch zwischen Werbetreibenden, Herausgebern und Nutzern, an die ein Teil der BAT ausgegeben wird. Dadurch wird es Konsumenten möglich, an der Wertschöpfung in einem 2017 auf ca. 100 Milliarden USDollar großen globalen Online-Werbemarkt zu partizipieren. Weitere interessante Beispiele zur Demokratisierung von Wertschöpfung sind z.B. BitDegree (https://www.bit-

Allen Projekten gemein ist, dass durch den Einsatz von Token die Anreize für die Beteiligten im Netzwerk und zur Nutzung des Dienstes auf das Gemeinwohl ausgerichtet werden. Zentralisierungstendenzen, wie wir sie in den erfolgreichen Plattform-Modellen der Sharing Economy, wie Airbnb oder Uber erkennen, werden umgangen. Denn in Token-Systemen möchte jeder Teilnehmer, dass der Wert der Token steigt. Je nützlicher dabei ein Service, desto höher die Nachfrage und desto höher der intrinsische Wert des Token. Aus diesem Grund fördern sie aktiv die Funktion und das Wachstum des Netzwerkes. Zu Beginn steht dabei immer eine Phase des Vertrauens in den zukünftig angebotenen Service. In dieser Phase des Initial Coin Offerings, in dessen Rahmen eine initiale Menge an Token ausgegeben wird, verschwimmen auch die Übergänge zwischen Gründern, Investoren und Nutzern. Die Frage ist nicht, ob uns die wild gewordene Fahrt des Bitcoin-Kurses in die nächste Finanzkrise stürzt. Bitcoin hatte Ende Januar 2018 eine Marktkapitalisierung von ca. 150 Mrd. US-Dollar. Der Marktwert aller gehandelten Kryptowährungen betrug zu diesem Zeitpunkt knapp 370 Mrd. USDollar2. Das ist weniger als die Hälfte des Unternehmenswertes von Apple Inc. und entspricht nicht einmal 0,2 Prozent des weltweit in Aktien, Anleihen, Gold und Bargeld investierten Kapitals. Wir haben es hier also noch lange nicht mit systemrelevanten Größenordnungen zu tun. Die eigentliche Frage lautet: Welchen Hebel besitzen Tokensysteme? Sind wir auf dem Weg in eine Token-Ökonomie und wenn ja, wie wird das unsere Wirtschaft und Gesellschaft langfristig verändern?

[1]

http://www.untitled-inc.com/the-token-classification-framework-a-multi-dimensional-tool-for-understanding-and-classifying-crypto-tokens/ veröffentlicht unter CC BY-NC-SA 4.0

[2]

Quelle: https://coinmarketcap.com, Stand 04.02.2018


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ADVERTORIAL

ANECON WIRD NAGARRO LOKALE STÄRKE KOMBINIERT MIT INTERNATIONALER EXPERTISE In ihrem Jubiläumsjahr machen sich die Eigentümer des IT-Dienstleisters ANECON mit Firmensitz in Wien und Tochterunternehmen in Dresden ein ganz besonderes Geschenk: Am 8. Januar unterzeichneten sie die Verträge mit Nagarro, um den Wachstumskurs auch in Zukunft fortzuführen. Auf den Tag genau 20 Jahre nach Gründung der ANECON GmbH setzen die privaten Gesellschafter Johannes Adler, Hannes Färberböck und Hans Schmit mit der Unterzeichnung des Kaufvertrags den nächsten Gestaltungsschritt zur Zukunftssicherung ihres Unternehmens – die Eingliederung der ANECON GmbH in die internationale Nagarro-Gruppe. Die Unternehmen haben einander gesucht und gefunden: Während Nagarro den Zuwachs an lokalen Kräften anstrebt, benötigt ANECON internationale Kompetenzen zur Weiterentwicklung.

CULTURAL FIT ALS WESENTLICHES ENTSCHEIDUNGSKRITERIUM Die Gründer haben damit nicht nur die Weichen für weiteres inhaltliches und größenmäßiges Wachstum, sondern auch für die betriebliche Zukunft gestellt. „ANECON ist ein eigentümergeführtes Unternehmen, aber kein Familienbetrieb. Mit der Eingliederung in die internationale Nagarro Gruppe haben wir inhaltlich, strukturell und im Mindset eine optimale Lösung für unser Lebenswerk gefunden“, sagt Hannes Färberböck, ANECON Mitgründer und Mitglied der Geschäftsführung. Die Gründer und bisherigen Gesellschafter werden weiterhin in der Geschäftsführung des Unternehmens gestaltend tätig sein.

LOKALES ANGEBOT VERSTÄRKEN MIT INTERNATIONALER EXPERTISE Die IT-Branche wird herausgefordert von einer rasant wachsenden Themenund Technologievielfalt. Hinzu kommt die immer internationalere Ausrichtung der Kunden und des Markts und der enorme Bedarf an Experten. Eine Zukunft gelingt nur dann, wenn Research & Development in Breite, Tiefe und Geschwindigkeit so aufgestellt sind, dass eine umfassende Themenlandschaft innovativ bedient werden kann. Gleichzeitig bedarf es der Experten, die dieses Wissen in Projekte einbringen können, eines starken lokalen Teams mit exzellenter Expertise in Entwicklung, Beratung und Qualitätssicherung und der Skalierbarkeit, größere und internationalere Projekte bedienen zu können. Damianos Soumelidis, Geschäftsführer von Nagarro Österreich, ist überzeugt: „Der Zusammenschluss katapultiert beide Unternehmen nochmals

local strength address strategic needs drive innovative change unlock future potential global expertise

Die Vorteile des gemeinsamen Weges liegen klar auf der Hand: Mit einem starken lokalen Footprint und der internationalen Expertise werden die Bedürfnisse der Kunden optimal bedient.

in eine neue Liga. Mit jetzt 200 TopLeuten in Österreich, plus 4.500 internationalen Nagarro Experten, können wir IT-Dienstleistungen und Innovation skalierbar, auf konsequent hohem Niveau liefern. Dieses kombinierte Modell aus lokaler Stärke und internationalem Shoring ist in Österreich einzigartig.“

Über Nagarro

Johannes Adler (links) und Hannes Färberböck (Mitte, beide Mitgründer und Geschäftsführung von ANECON) freuen sich mit den Managing Director von Nagarro Paul Kurt Haberfellner, Damianos Soumelidis und Thomas Riedl. Nicht im Bild: Hans Schmit (Mitgründer und Geschäftsführung ANECON).

Nagarro ist ein internationales IT Unternehmen, das Schwerpunkte in der Software-Entwicklung, auf CloudTechnologien und Transformationsprojekte für Industrie 4.0 Lösungen setzt. Zu den Kunden zählen u.a. Andritz, Lufthansa, ÖBB oder Siemens. Nagarro beschäftigt über 4.500 Experten in 23 Niederlassungen. www.nagarro.com


Schwerpunkt

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NÄHER AM KUNDEN

CRM IN DER TRANSFORMATION Soziale Medien, mobile Kommunikation, Business Analytics oder Embed­ ded Devices – die Digitale Transformation hat uns schon längst erreicht und Unternehmen nutzen immer mehr Kanäle, mit denen sie die Kundenansprache, den internen Betrieb und sogar ihre Geschäftsmodelle verändern können. Einen Mehrwert haben viele jedoch noch nicht daraus ziehen können, weil sie sich nicht rechtzeitig und auf die richtige Art und Weise auf die Digitale Transformation eingestellt haben. Worauf müssen Unternehmen achten, wenn sie ihr Customer Relationship Management (CRM) an die neue digitale Welt anpassen wollen?

WAS IST DIE DIGITALE TRANSFORMATION? Die Digitale Transformation bezeichnet zum einen den technologischen Wandel durch neue digitale Technologien wie soziale Medien, mobile Kommunikation und Business Analytics. Zum anderen bezieht sich die Transformation auf die Veränderung des Fundaments jedes Unternehmens in seiner Strategie, Struktur, Kultur und seinen Prozessen durch Potenziale digitaler Medien. Die Folge der Digitalen Transformation ist die durchgängige Vernetzung aller Wirtschaftsbereiche und die Anpassung der Akteure an die neuen Gegebenheiten der digitalen Ökonomie. Dies betrifft u. a. Entscheidungen in vernetzten Systemen wie Datenaustausch und -analyse, Berechnung und Bewertung von Optionen sowie die Initiierung von Handlungen und Einleitung von Konsequenzen.

WAS ZEICHNET DAS DIGITALE ZEITALTER AUS? Das digitale Zeitalter beschreibt einen Umbruch – ausgelöst durch die Digitalisierung – der laut Experten ähnlich viele Lebensbereiche betrifft wie die industrielle Revolution ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Ein wesentliches Merkmal dabei ist die Digitalisierung der weltweit gespeicherten Informationsmenge. Denn im Jahr 1993 waren schätzungsweise nur drei Prozent der Informationsspeicherkapazität digital. Im Jahr 2007 war sie bereits auf 94 Prozent angestiegen. Durch Smartphones mit GPS-Signal können Personen genauestens lokalisiert werden. Dadurch können Location Based Services anhand des Standortes des Nutzers verschiedene Angebote bereitstellen. Die Geschwindigkeit der Entwicklung neuer Technologien ist sehr schnell, sodass Geräte nach kurzer Zeit nicht mehr dem State-ofthe-Art entsprechen. Informationen sind einfach zu jeder Zeit und überall zugänglich. Auch Netzwerke oder Produkte können überall abgerufen werden. Dadurch, dass Kunden jederzeit erreichbar sind, können auch stets relevante Angebote abgegeben werden. Gleichzeitig können Nutzer Produkte und Dienste nutzen, wann immer sie wollen.

MÖGLICHKEITEN UND RISIKEN DER DIGITALEN TRANSFORMATION FÜR UNTERNEHMEN Die Digitale Transformation bringt den Unternehmen die Möglichkeit der Interaktion in Echtzeit, sodass diese live auf Kundenwünsche reagieren, mit dem Kunden kommunizieren oder

Kampagnen initiieren können. Die GEDYS IntraWare löst dies z.B. unter anderem, mit dem Modul Service. Dies unterstützt das Change Management mit der strukturierten Planung, Durchführung und Überwachung von Änderungen – sei es in der IT, Organisation oder bei Prozessen. Zudem werden Kunden dank des Self Services direkt in die Wertschöpfungskette eingebunden, sodass das Service Center nicht zu bestimmten Zeiten erreichbar sein muss, damit Kunden Hilfe bekommen. Stattdessen wird die Hilfe genau dann angeboten, wenn der Kunde sie benötigt – rund um die Uhr. Self Services oder auch Selbstbedienungstechnologien sind die technischen Kommunikationsmöglichkeiten, die deren Benutzer (meist Kunden) dazu befähigen, selbständig eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen und stellen somit eine Schnittstelle zwischen ihnen und dem Anbieter (meist Unternehmen) dar. Außerdem können Unternehmen durch neue digitale Produkte oder Services einerseits ihre Umsätze erhöhen, Kosten reduzieren und zugleich die Effizienz im Unternehmen durch eine produktivere Produktion steigern. Andererseits können sie auch die User Experience verbessern, sodass sich die Kundenbindung verstärkt. Es ist wichtig, den potenziellen Kunden an allen Anknüpfpunkten bestmöglich abzuholen. Auf diese Weise kann z.B. ein Online Shop, dem Kunden entsprechende Produktvorschläge aufzeigen, die auch dem individuellen Geschmack des Kunden entsprechen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Unternehmen digitale Trends und Möglichkeiten besser durchdringen und ihr Verständnis für diese ändern.


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GEDYS IntraWare GmbH Die fortgeschrittene Digitalisierung bietet heute Unternehmen sämtlicher Branchen die Chance, sich Märkte oder Marktsegmente neu zu erschließen. Dies erfordert revolutionäre Ideen, kreative Lösungswege und neuartige

Gleichzeitig muss ein Unternehmen seine traditionell geprägten Geschäftsmodelle an die agilen und innovativen Modelle führender digitaler Unternehmen anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Schwierigkeit daran ist, die neuen Anforderungen in Einklang mit der bisherigen Unternehmensstruktur zu bringen. Auch bestehende Wertschöpfungsketten müssen überdacht und neu konzipiert werden, denn durch neue Daten, die stärkere Vernetzung und die digitale Automatisierung würden alte Wertschöpfungsketten mit Inputs überladen werden, sodass die Effizienz darunter leiden würde.

Technologien. Als SoftwareEntwickler der ersten Stunde sehen wir uns dabei als engagierten, erfahrenen und kom-

WELCHE ROLLE SPIELT CRM BEI DER DIGITALEN TRANSFORMATION?

petenten Partner. Mit unseren innovativen CRM-Produkten unterstützen wir weltweit Kunden auf Ihrem individuellen Weg Richtung Industrie 4.0. Der Erfolg unserer Arbeit spiegelt sich in der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit 30 Partnern, 3.600 installierten Produkten und 400.000 verkauften Lizenzen wieder.

Der bereits erwähnte Wandel durch die Digitale Transformation hat auch erhebliche Auswirkungen auf das Kundenmanagement, denn das Verständnis von der Beziehung zu relevanten Stakeholdern ändert sich ebenfalls: Dadurch, dass unabhängig von Zeit und Raum Kunden und Geschäftspartner – auch mobil – auf den medialen Plattformen vertreten sind, verändert

sich deren Kommunikationsverhalten. Die Erwartungshaltung gegenüber Unternehmen wird gesteigert, sodass Produkte ebenfalls unabhängig von Zeit und Raum verfügbar sein sollen. Es soll genau dann, wenn das Bedürfnis des Kunden vorhanden ist, auch eine Lösung bereitgestellt werden. Davon sind sowohl B2B als auch B2C CRM betroffen. Aus diesen neuen Anforderungen ergibt sich für die Unternehmen wiederum die Chance, eine engere Bindung der Kunden zu erreichen, indem sie das Angebot zu einem individuellen Zeitpunkt über einen individuellen Kanal platziert. Vorausgesetzt ist dabei die Fähigkeit der Firma, sich in den Kunden hineinzuversetzen, um weder zu wenig Angebote abzugeben, noch den Kunden mit diesen zu überhäufen. Die Digitale Transformation liefert neue Geschäftschancen und erfordert neue Geschäftsmodelle sowie die Neuausrichtung der Kommunikation in Marketing, Vertrieb und Service. Unternehmen müssen ihre Strukturen, Strategien, Prozesse und Kultur anpassen, um im digitalen Wandel mithalten zu können.


Im Fokus

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SOFTWARE QUALITY DAYS 2018 DIE ZUKUNFT DER SOFTWAREENTWICKLUNG LIEGT IN DER EFFIZIENZ UND QUALITÄT VOM START WEG. Vier Tage lang drehte sich alles um die Verbesserung der Software-Qualität bei der führenden Konferenz für Software Qualität in Mitteleuropa. Vom 16. bis 19. Januar 2018 fanden die zehnten Software Quality Days in Wien statt. Das Schwerpunktthema war „Software Quality 4.0: Methods and Tools for better Software and Systems”. Rund 340 Teilnehmer aus 13 Ländern nutzten auch in diesem Jahr wieder die Veranstaltung als Plattform für Informationsaustausch, Interaktion und Networking.

Die Konferenz hat in sechs parallelen Vortrags-Tracks ein breit gefächertes Spektrum an Vorträgen mit aktuellen Themen des modernen Software Engineerings sehr praxisnahe angeboten. Während der gesamten Konferenz war der Ausstellungsbereich mit 22 Ausstellern geöffnet. Dieser Bereich bot den Teilnehmern, Anbietern und Vortragenden einen geeigneten Rahmen für Ideen- und Informationsaustausch sowie Networking. Die Zusammensetzung der Teilnehmer war eine gute Mischung aus Wirtschaft, Industrie, Anbietern und Anwendern aus dem universitären Bereich. Bei der Konferenz wurden durch das breite Vortragsspektrum viele Zielgruppen wie Entwickler, Tester, Software-Architekten aus dem operativen Bereich aber auch Manager wie Geschäftsführer, Entwicklungsleiter, Produktmanager, Projektmanager und Testmanager angesprochen.

„Auch die zehnte Auflage – und somit Jubiläumskonferenz – der Software Quality Days zeigt ein ungebrochenes Interesse an allen Themen rund um Software- und Systemqualität. Auch wir arbeiten jedes Jahr weiter an der Optimierung und Qualität der Veranstaltung. Das bestätigen uns die zahlreichen Teilnehmer jedes Jahr aufs Neue durch das positive Feedback.“, sagt Petra Bergsmann, die Verantwortliche für die Konferenz.

SOFTWARE QUALITY DAYS 2019 Der nächste Termin steht bereits fest: 2019 werden die Software Quality Days von 15. bis 18. Januar stattfinden. WEITERE INFORMATIONEN UNTER: www.software-quality-days.com


Term ine to go

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März 2018 - Juni 2018 Certified-Schulungen werden ausschließlich von akkreditierten Unternehmen durchgeführt. Das iSQI fungiert hier als Vermittler. Anmeldeformular und Preise unter www.isqi.org. Ort

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Tage

Anbieter

ASQF ® Certified Professional for Project Management Köln

12.03.2018

4

SQS

Röttenbach

23.04.2018

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sepp.med gmbh

Erlangen

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Method Park Holding AG

CMAP Mobile App Testing Hamburg

01.03.2018

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SQS

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Sogeti Deutschland GmbH

München

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Loyal Team GmbH

Wien

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ANECON

Braunschweig

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BREDEX GmbH

Frankfurt

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Sogeti Deutschland GmbH

Köln

26.04.2018

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Loyal Team GmbH

Braunschweig

24.05.2018

2

BREDEX GmbH

Bremen

07.06.2018

2

Loyal Team GmbH

Köln

07.06.2018

2

SQS

Hamburg

25.06.2018

2

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

CMAP Mobile App Test Automation München

16.04.2018

3

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

Frankfurt

18.04.2018

3

Sogeti Deutschland GmbH

2

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

iSQI ® Certified Agile Business Analysis Düsseldorf

19.04.2018 iSQI's CAT Certified Agile Tester ®

München

16.04.2018

4

Software Quality Lab GmbH

Frankfurt

23.04.2018

5

QualityDojo IT-Consulting GmbH

Ratingen

23.04.2018

5

Sogeti Deutschland GmbH

Köln

23.04.2018

5

SQS

München

04.06.2018

5

Loyal Team GmbH

Linz

11.06.2018

4

Software Quality Lab GmbH

Wien

18.06.2018

5

ANECON

Köln

18.06.2018

5

SQS

Düsseldorf

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5

Integrata / CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

3

ANECON

iSQI ® Certified Agile Test Driven Development Wien

15.05.2018 ISTQB ® Certified Tester – Foundation Level

Wolfsburg

05.03.2018

3

sepp.med gmbh

Frankfurt am Main

05.03.2018

4

Sogeti Deutschland GmbH

Wiesbaden

12.03.2018

3,5

Braunschweig

12.03.2018

4

BREDEX GmbH

Bremen

12.03.2018

3

Loyal Team GmbH

Stuttgart

19.03.2018

4

Sogeti Deutschland GmbH

Hamburg

21.03.2018

3

Loyal Team GmbH

Köln

26.03.2018

4

SQS

Düsseldorf

09.04.2018

4

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

Hamburg

10.04.2018

3

Software Quality Lab GmbH

Braunschweig

16.04.2018

4

BREDEX GmbH

Frankfurt

16.04.2018

4

SQS

Frankfurt

23.04.2018

3

QualityDojo IT-Consulting GmbH

Linz

23.04.2018

4

Software Quality Lab GmbH

Berlin

23.04.2018

4

Loyal Team GmbH

München

23.04.2018

4

Sogeti Deutschland GmbH

Hamburg

23.04.2018

4

SQS

Stuttgart

24.04.2018

4

Lysant GmbH

Wien

14.05.2018

4

Software Quality Lab GmbH

Braunschweig

14.05.2018

4

BREDEX GmbH

STAND: Februar 2018

Muth Partners GmbH


Frankfurt am Main

14.05.2018

4

Sogeti Deutschland GmbH

Köln

14.05.2018

4

SQS

München

14.05.2018

4

ISARTAL akademie GmbH

Frankfurt

22.05.2018

3

Software Quality Lab GmbH

Berlin

28.05.2018

3

Loyal Team GmbH

Wien

04.06.2018

4

ANECON

Zürich

04.06.2018

4

Software Quality Lab GmbH

München

04.06.2018

3

Loyal Team GmbH

Hannover

05.06.2018

4

Method Park Holding AG

Berlin

06.06.2018

3

QualityDojo IT-Consulting GmbH

Stuttgart

11.06.2018

3,5

Graz

11.06.2018

4

Software Quality Lab GmbH

Köln

11.06.2018

3

Loyal Team GmbH

Hamburg

25.06.2018

3

Loyal Team GmbH

München

25.06.2018

5

ISARTAL akademie GmbH

Berlin

27.06.2018

3

QualityDojo IT-Consulting GmbH

Muth Partners GmbH

ISTQB ® Certified Tester – Foundation Level Extension, Agile Tester Röttenbach

08.03.2018

2

sepp.med gmbh

Hamburg

08.03.2018

2

SQS

Frankfurt am Main

12.03.2018

2

Sogeti Deutschland GmbH

München

26.03.2018

2

SQS

Wolfsburg

04.04.2018

2

sepp.med gmbh

München

19.04.2018

2

Loyal Team GmbH

Stuttgart

23.04.2018

2

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

Ingolstadt

25.04.2018

2

sepp.med gmbh

Stuttgart

08.05.2018

2

Method Park Holding AG

Stuttgart

17.05.2018

2

Lysant GmbH

Linz

23.05.2018

2

Software Quality Lab GmbH

Berlin

31.05.2018

2

QualityDojo IT-Consulting GmbH

Hamburg

07.06.2018

2

Loyal Team GmbH

Berlin

25.06.2018

2

QualityDojo IT-Consulting GmbH

Zürich

26.06.2018

2

Software Quality Lab GmbH

ISTQB ® Certified Tester – Foundation Level Extension, Model-Based Tester Wolfsburg

21.03.2018

2

sepp.med gmbh

Röttenbach

14.06.2018

2

sepp.med gmbh

Düsseldorf

25.06.2018

2

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

ISTQB ® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager Berlin

07.03.2018

5

Loyal Team GmbH

Ratingen

12.03.2018

5

Sogeti Deutschland GmbH

München

12.03.2018

5

ISARTAL akademie GmbH

Wien

14.03.2018

5

ANECON

München

19.03.2018

5

SQS

Röttenbach

09.04.2018

5

sepp.med gmbh

Hamburg

16.04.2018

5

Software Quality Lab GmbH

Berlin

16.04.2018

5

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

Frankfurt am Main

23.04.2018

5

QualityDojo IT-Consulting GmbH

München

23.04.2018

5

Loyal Team GmbH

Köln

23.04.2018

5

SQS

München

02.05.2018

6

ISARTAL akademie GmbH

Stuttgart

14.05.2018

5

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

Ratingen

14.05.2018

5

Sogeti Deutschland GmbH

Frankfurt am Main

11.06.2018

5

Method Park Holding AG

Berlin

20.06.2018

5

Loyal Team GmbH

Berlin

25.06.2018

5

SQS

ISTQB ® Certified Tester – Advanced Level, Test Analyst München

19.03.2018

4

Method Park Consulting GmbH

Köln

09.04.2018

4

SQS

Wien

16.04.2018

4

ANECON

Hamburg

16.04.2018

4

SQS

Düsseldorf

22.05.2018

4

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

München

04.06.2018

4

Software Quality Lab GmbH

München bei Isartal Akademie GmbH

04.06.2018

5

Method Park Holding AG

Hamburg

18.06.2018

4

Software Quality Lab GmbH

Berlin

19.06.2018

4

Loyal Team GmbH

Köln

25.06.2018

4

Software Quality Lab GmbH

ISTQB ® Certified Tester – Advanced Level, Technical Test Analyst Köln

16.04.2018

3

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

Wien

23.04.2018

3

ANECON

München

23.04.2018

3

Method Park Consulting GmbH

Köln

02.05.2018

3

SQS

Frankfurt am Main

07.05.2018

3

Method Park Holding AG

Wien

15.05.2018

3

Software Quality Lab GmbH


Berlin

22.05.2018

3

Software Quality Lab GmbH

Berlin

28.05.2018

3

Loyal Team GmbH

Hamburg

11.06.2018

3

SQS

Stuttgart

25.06.2018

3

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

IREB ® Certified Professional for Requirements Engineering – Foundation Level Berlin

12.02.2018

3

microTOOL GmbH

Hamburg

05.03.2018

3

SQS

Frankfurt am Main

05.03.2018

3

SOPHIST GmbH

Wien

06.03.2018

3

ANECON

München

07.03.2018

3

ISARTAL akademie GmbH

Nürnberg

13.03.2018

3

SOPHIST GmbH

Berlin

19.03.2018

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Loyal Team GmbH

Röttenbach

27.03.2018

3

sepp.med gmbh

Berlin

09.04.2018

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microTOOL GmbH

München

09.04.2018

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ISARTAL akademie GmbH

Wien

10.04.2018

3

Software Quality Lab GmbH

München

16.04.2018

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Loyal Team GmbH

München

17.04.2018

3

Software Quality Lab GmbH

Frankfurt am Main

23.04.2018

3

QualityDojo IT-Consulting GmbH

Erlangen

23.04.2018

3

Method Park Holding AG

München

25.04.2018

3

SOPHIST GmbH

Berlin

07.05.2018

3

microTOOL GmbH

Köln

07.05.2018

3

SQS

Hamburg

07.05.2018

3

oose Innovative Informatik eG

Bremen

14.05.2018

3

Loyal Team GmbH

Frankfurt am Main

23.05.2018

3

SOPHIST GmbH

Berlin

28.05.2018

3

QualityDojo IT-Consulting GmbH

Berlin

30.05.2018

3

Loyal Team GmbH

München

04.06.2018

3

ISARTAL akademie GmbH

Berlin

06.06.2018

3

QualityDojo IT-Consulting GmbH

Berlin

11.06.2018

3

microTOOL GmbH

Wien

13.06.2018

3

ANECON

Berlin

27.06.2018

3

QualityDojo IT-Consulting GmbH

IREB ® Certified Professional for Requirements Engineering – Advanced Level, Requirements Elicitation and Consolidation Frankfurt am Main

14.03.2018

3

SOPHIST GmbH

Wien

07.05.2018

3

Software Quality Lab GmbH

Linz

07.05.2018

3

Software Quality Lab GmbH

Nürnberg

14.05.2018

3

SOPHIST GmbH

München

15.05.2018

3

Software Quality Lab GmbH

Köln

28.05.2018

3

SQS

IREB ® Certified Professional for Requirements Engineering – Advanced Level, Requirements Modeling Nürnberg

05.03.2018

3

SOPHIST GmbH

München bei Isartal Akademie GmbH

16.04.2018

3

Method Park Holding AG

München

16.04.2018

3

SOPHIST GmbH

Linz

24.04.2018

3

Software Quality Lab GmbH

Stuttgart

02.05.2018

3

Method Park Holding AG

Berlin

15.05.2018

3

microTOOL GmbH

Frankfurt am Main

18.06.2018

3

SOPHIST GmbH

Erlangen

19.06.2018

3

Method Park Holding AG

IREB ® Certified Professional for Requirements Engineering – Advanced Level, Requirements Management Berlin

05.03.2018

3

microTOOL GmbH

München

12.03.2018

3

Method Park Consulting GmbH

München

14.05.2018

4

Software Quality Lab GmbH

Berlin

05.06.2018

3

microTOOL GmbH

Erlangen

27.06.2018

3

Method Park Holding AG

IREB – RE@Agile Primer Berlin

15.03.2018

1

microTOOL GmbH

Berlin

14.06.2018

1

microTOOL GmbH

Nürnberg

11.06.2018

1

SOPHIST GmbH

UXQB ® Certified Professional for Usability and User Experience – Foundation Level Wien

10.04.2018

2

Software Quality Lab GmbH

München

24.04.2018

2

Software Quality Lab GmbH

Hamburg

31.05.2018

2

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

AGILE

REQUIREMENTS ENGINEERING

SECURIT Y

MOBILE

SOF T WA RE TESTING

PROJECT MANAGEMENT

USABILITY

SPECIALISED

PRODUCT MANAGER

MEDICAL

WEITERE ANGEBOTE


Seminare 2018 März 2018 - Juni 2018 Das iSQI fungiert hier als Vermittler. Ausführliche Seminarbeschreibungen, Preise und Anmeldeformular: www.isqi.org

Ort

Datum(Start)

Tage Anbieter

System- und Softwarearchitekturen für das Internet der Dinge (IoT)

Hamburg

05.03.2018

3

oose Innovative Informatik eG

Modellbasiertes Systems-Engineering mit SysML inklusive Funktionale Architekturen für Systeme (FAS)

Hamburg

12.03.2018

5

oose Innovative Informatik eG

Design Thinking erleben und begreifen

Hamburg

19.03.2018

2

oose Innovative Informatik eG

Doku Agil - Fachliches Wissen in agilen Projekten dokumentieren

Nürnberg

19.03.2018

2

SOPHIST GmbH

UML für Analyse und Design inkl. Zertifizierung OCUP2-F

Hamburg

19.03.2018

5

oose Innovative Informatik eG

System Engineering nach SAE ARP4754A

Unterhaching/München

20.03.2018

3

Philotech Academy

Einführung in CMMI for Services + DEV: Schwerpunkt Dienstleistungen inkl. der ErweiPuchheim terung für Produktentwicklung

21.03.2018

1

Anywhere.24 GmbH

Requirements-Engineering in der Praxis: Anforderungen mit Prosa und Modellen clever erheben und dokumentieren

Düsseldorf

27.03.2018

2

SOPHIST GmbH

Business Analyse - Wie Sie Geschäftsprozesse für alle Beteiligten besser abbilden

Nürnberg

09.04.2018

2

SOPHIST GmbH

Agiles RE (Requirements-Engineering) - Vom Stakeholder zum Backlog

Düsseldorf

10.04.2018

2

SOPHIST GmbH

Modernisierung von Legacy Anwendungen

Wien

12.04.2018

1

Software Quality Lab GmbH

Grundlagen Echtzeitbetriebssysteme

Wien

16.04.2018

2

Software Quality Lab GmbH

IREB Certified Professional for Requirements Engineering plus Praxis

Hamburg

16.04.2018

5

oose Innovative Informatik eG

Model-Based Functional Safety

Hamburg

16.04.2018

3

oose Innovative Informatik eG

SW-Entwicklung nach ED12C/DO-178C DAL D

Unterhaching/München

16.04.2018

1

Philotech Academy

Agiles Requirements Engineering

Hamburg

23.04.2018

5

oose Innovative Informatik eG

RE@Agile – Der Brückenschlag zwischen Anforderungsmanagement und agilem Vorgehen

Puchheim

23.04.2018

2

Anywhere.24 GmbH

Systems-Engineering - Wieviel Requirements und Architektur benötigen Sie wirklich?

Frankfurt

24.04.2018

3

SOPHIST GmbH

Testen für SW-Entwickler

München

24.04.2018

3

Software Quality Lab GmbH

Testen von Microservices

Wien

25.04.2018

2

Software Quality Lab GmbH

Haben Sie Ihren Datendschungel im Griff?– das Data Maturity Management Model: Einführungsworkshop

Puchheim

03.05.2018

1

Anywhere.24 GmbH

Swiss Island Projektmanagementsimulation – Projekterfolg durch Kommunikation

Puchheim

05.05.2018

1

Anywhere.24 GmbH

Systems Engineering mit SysML (inkl. OCSMP-Zertifizierung)

Hamburg

14.05.2018

5

oose Innovative Informatik eG

CMMI v2.0 – Revolution oder Evolution?

Puchheim

18.05.2018

1

Anywhere.24 GmbH

Testautomatisierung - Foundation

Köln

18.05.2018

1

SQS

Vorbereitungskurs CPRE-AL-EC (inkl. Zertifizierung)

Hamburg

22.05.2018

3

oose Innovative Informatik eG

Testdatenmanagement - GTB Test Data Specialist

Wiesbaden

28.05.2018

2

Muth Partners GmbH

Teletrust Professional for Secure Software Engineering

Unterhaching/München

05.06.2018

3

Philotech Academy

Testgetriebene SW-Entwicklung

Hamburg

05.06.2018

2

Software Quality Lab GmbH

Requirements Based Engineering

Unterhaching/München

14.06.2018

1

Philotech Academy

Grundkurs techn. Schreiben

München

19.06.2018

1

Software Quality Lab GmbH

Requirementsengineering für die agile Software-Entwicklung

Wien

19.06.2018

2

Software Quality Lab GmbH

Usability und User Experience gestalten (inkl. Zertifizierung CPUX-F)

Hamburg

25.06.2018

5

oose Innovative Informatik eG

Zusätzliche Schulungs- und Seminartermine finden Sie auf www.isqi.org! Irrtümer, Termin- und Preisänderungen vorbehalten. Es gelten die allgemeinen Geschäfts- und Preisbedingungen des jeweiligen Veranstalters.

Friedrich-Engels-Straße 24 14473 Potsdam Tel.: + 49 331 231810-0 Fax: + 49 331 231810-10

Ansprechpartner: Caroline Ladek Examination and Organization +49 331 231810-33 exam@isqi.org

Mandy Krause Examination and Evaluation +49 331 231810-28 exam@isqi.org

Alle Themen auch als Inhouse-Angebot buchbar!

SIE WOLLEN IHR SEMINAR AUCH IM NÄCHSTEN SQ-MAGAZIN BEWERBEN? Wir freuen uns über eine Nachricht. Bitte senden Sie uns Ihre Termine per E-Mail zu: exam@isqi.org

STAND: Februar 2018

Seminartitel


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Buchvorstellung Agile & Co.

BASISWISSEN FÜR SOFTWAREARCHITEKTEN Wer immer sich dem komplexen Themenbereich der Software-Architektur annähern und ein grundlegendes Verständnis aufbauen möchte, ist mit „Basiswissen für Softwarearchitekten“ bestens beraten. Das Buch liefert eine umfassende Einführung in Definitionen, Methoden und Standards der zeitgemäßen Software-Architektur. Es bietet nicht nur Entwicklern die Möglichkeit, den eigenen Horizont in Richtung Architektur zu erweitern, sondern eignet sich ebenso für technische Projektleiter, Systemanalytiker, Software-Tester und weitere an SoftwareProjekten beteiligte Personenkreise, wenn es darum geht, eine gemeinsame Sprache und ein durchgängiges Verständnis in Software-Projekten aufzubauen. Die neue 3. Auflage dokumentiert, dass dieses Buch inzwischen zu einem Standardwerk der SoftwareArchitektur avanciert ist. Auf rund 200 Seiten werden alle relevanten Themen in kurzer und übersichtlicher Form behandelt: Definition und Bedeutung von Software-Architekturen, grundlegende Prinzipien, Techniken und Muster für den Architekturentwurf, aber auch wichtige Bereiche wie Kommunikation, Dokumentation, die Bewertung nach ATAM sowie die passenden Werkzeuge für Architekten. Mit Domain Driven Design wird zudem ein aktueller Trend dieser Zeit behandelt. Bei der Lektüre des Buches ist es ratsam, den Titel wörtlich zu nehmen. „Basiswissen für Softwarearchitekten“ liefert genau das, was es sagt. Es ist keine praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung, um Architekturen zu entwerfen, sondern eine Einführung in das Berufsfeld, die Themen, Methoden, das Vokabular und die Tools des SoftwareArchitekten. Für die Vertiefung einzelner Kapitel, die gerade im Hinblick auf die spätere Arbeitspraxis sinnvoll und notwendig ist, sind Literaturempfehlungen aufgeführt.

H. Koschek · R. Dräther

Neue Geschichten vom Scrum Von Führung, Lernen und Selbstorganisation in fortschrittlichen Unternehmen 2018, 462 Seiten € 32,90 (D) ISBN 978-3-86490-273-4

J. Hoffmann · S. Roock

Agile Unternehmen

BASISWISSEN FÜR SOFTWAREARCHITEKTEN von Mahbouba Gharbi, Arne Koschel, Andreas Rausch, Gernot Starke dpunkt.verlag 3. Auflage 2017 ISBN 978-3-86490-499-8

Veränderungsprozesse gestalten, agile Prinzipien verankern, Selbstorganisation und neue Führungsstile etablieren 2018, 214 Seiten € 29,90 (D) ISBN 978-3-86490-399-1

S. Kaltenecker

Selbstorganisierte Teams führen Arbeitsbuch für Lean & Agile Professionals

Das Buch orientiert sich eng am Lehrplan des iSAQB und kann somit bei der Prüfungsvorbereitung zum Certified Professional for Software Architecture auf Foundation Level (CPSA® -F) wertvolle Dienste leisten. Auch dem CPSA bietet sich nach bestandener Prüfung die Möglichkeit, einzelne Themen im Advanced Level zu vertiefen und mit einem weiteren Zertifikat abzuschließen – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem international anerkannten Wissensstandard in der Software-Architektur. „Basiswissen für Softwarearchitekten“ kann als Buch weder Umfang noch Intensität einer mehrtägigen Schulung ersetzen. Dennoch ist es eine wertvolle Ergänzung und ein gutes Nachschlagewerk, das eine Empfehlung wert ist.

Sven Bohrmann

2. Auflage 2018, 256 Seiten € 32,90 (D) ISBN 978-3-86490-551-3

R. van Solingen

Der Bienenhirte – über das Führen von selbstorganisierten Teams

Ein Roman für Manager und Projektver antwortlic he

2017 · 126 Seiten € 19,95 (D) ISBN 978-3-86490-495-0

T. Steimle · D. Wallach

Collaborative UX Design Lean UX und Design Thinking: Teambasierte Entwicklung menschzentrierter Produkte 2018, 240 Seiten € 29,90 (D) ISBN 978-3-86490-532-2

ist IT-Stratege und Software-Architekt bei der EnBW Energie BadenWürttemberg AG in Karlsruhe.

Wieblinger Weg 17 · D-69123 Heidelberg fon: 0 62 21 / 14 83 40 · fax: 0 62 21 / 14 83 99 e-mail: bestellung@dpunkt.de

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Best Practice

Ausgabe 46  |  März 2018

TREIBER ODER GETRIEBENE Die Digitalisierung ist nun nicht mehr ein Begriff, mit dem nur Spezialisten etwas anfangen können. Sie ist in der Presse allgegenwärtig und in den Chefetagen der deutschen Mittelständler angekommen. Was aber bedeutet die Digitalisierung für die IT-Industrie? Sind wir Treiber oder Getriebene?

IT IST SCHON IMMER DIGITAL Die Digitalisierung ist für den ITSektor natürlich nichts Neues. Unser Kerngeschäft ist es ja, Geschäftsbereiche und deren Prozesse mit digitalen Lösungen zu unterstützen. Wir tragen quasi das Digital-Gen in uns. Man sollte also denken, dass die Digitale Transformation die IT und die dort Beschäftigten gar nicht so betrifft. Ist das wirklich so? Schauen wir uns an, was die Digitale Transformation mit den Unternehmen macht und was das für uns im IT-Sektor bedeutet:

BEISPIEL FÜR DIE DIGITALE TRANSFORMATION IN DER FINANZBUCHHALTUNG Viele Geschäftsmodelle von IT-fernen Firmen verändern sich hin zum Digitalen. Was für Geschäftsmodelle gilt, gilt in großen Konzernen auch für die einzelnen Fachabteilungen, welche ja quasi jede für sich eine kleine Firma mit eigenem Geschäftsmodell darstellen. Seit vielen Jahren bieten Software-Hersteller Lösungen zur automatisierten Erfassung, zum Abgleich und zur Buchung von Eingangsrechnungen an. Die erfassten Daten werden in ERP-Systemen (ERP steht

für Enterprise Resource Planning) eingespielt. Damit können viele Abläufe bei Bestellungen und Wareneingängen, die früher manuell erledigt wurden, durch Software automatisiert werden. Der Berater war dabei bisher eher technologisch orientiert, denn die Finanzabteilung existierte ja und führte dieselben Prüfungen durch, nur eben manuell. Im Vordergrund des ITProjektes stand das Werkzeug, aber der Prozess blieb derselbe. Ziemlich hart auf den Punkt gebracht hat das Thorsten Dirks, CEO der Telefónica Deutschland AG: „Wenn sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben sie einen scheiß digitalen Prozess!” Wenn manche auch andere Worte wählen würden, sollten IT-Berater den Satz ernst nehmen! Die Finanzabteilung hat heute andere Herausforderungen als die simple Einsparung von Arbeitszeit und die Optimierung der Skonto-Ausschöpfung. Das heißt: Unsere Kunden, die Fachabteilungen der Unternehmen, müssen Funktionen und Prozesse neu erfinden. Die Finanzbuchhaltung wird zum Business Enabler: Will ein Unternehmen z.B. Mobilität statt Autos in Zukunft verkaufen, wird es sich mit einer stark wachsenden Zahl von Kunden, Zahlungstransaktionen, Micropayments und Blockchain auseinandersetzen müssen. Dabei ist es auf die IT angewiesen. Reines Wissen um die Technik reicht dort wiederum nicht aus. Bleiben wir beim Beispiel der Finanzbuchhaltung: Wenn ein Unternehmen einen digitalen Rechnungseingang einführt, will es damit etwas erreichen. Es verbindet damit Ziele.

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Zum heutigen Stand bedeutet das Erreichen dieser Ziele für IT und ITLieferanten, wenn die Software den Last- und Pflichtenheften genügt, keine Fehler aufweist und abgenommen wurde. Das wird jedoch bald nicht mehr reichen! Wenn unsere Kunden ihre eigenen Ziele nicht erreichen konnten, dann wird es auch unsere Aufgabe sein, sie entsprechend zu beraten. Denn letztlich sind die Digital-Kenntnisse, die wir haben, für den Kunden wertvoll, und werden zur Problemlösung gebraucht. Werden die digital eingehenden Rechnungen beispielsweise häufig auf falsche Kreditorenkonten gebucht, dann kann einer der Gründe sein, dass die Stammdatenqualität mangelhaft ist und entweder Lieferanten mehrfach im System angelegt sind (das System den richtigen also nicht zuordnen kann) oder einfach Namen und Adressen mit anderen Schreibweisen hinterlegt sind als auf der Rechnung

angegeben. In diesem Fall ist die IT mitverantwortlich, das Problem zu analysieren und Lösungswege aufzuzeigen. Die Voraussetzung für die IT ist die Kenntnis der Technik. Dieses Wissen mit betriebswirtschaftlichen Abläufen zu verknüpfen und ein tiefes Verständnis der Prozesse in unterschiedlichen Bereichen aufzubauen, ist in der IT nicht mehr wegzudenken.

AGILITÄT IN DER ENTWICKLUNG In der IT-Branche verbreiten sich agile Methoden immer stärker. Ein Beispiel dafür ist „Design Thinking“. In entsprechenden Workshops untersuchen Beteiligte aus unterschiedlichen Bereichen aus Nutzersicht vorgegebene Problemräume. Dadurch lassen sich mögliche Ideen oder Lösungsansätze erarbeiten. Scrum hingegen wird als Entwicklungsprozess genutzt, um in kurzen Phasen („Sprints“) kleinere, aber ausliefer- und vorführbare

Ergebnisse zu produzieren, die direkt dem Feedback des Auftraggebers unterzogen werden können. Neben diesen beiden Beispielen gibt es zahlreiche weitere agile Ansätze für IT-Projektmanagement und SoftwareEntwicklung. Gemeinsam ist ihnen, dass die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten immer enger wird: Berater und Entwickler unterhalten sich direkt mit dem Auftraggeber eines Projekts über den Business Case, der Usability-Designer kann seine Vorstellungen von der Benutzeroberfläche unmittelbar dem Endbenutzer präsentieren und im Design Thinking unterhalten sich Kunde und Lieferant auf Problem- und Lösungsebene. Klar ist, dass der Projektsponsor und der Vertrieb ganz anders miteinander kommunizieren müssen, wenn es nicht einen von Anfang an klar abgegrenzten Scope mit einer fixen Aufwandschätzung gibt. Agile Methoden dienen nicht nur


Best Practice

Christian Hüsing leitet die Abteilung Enterprise Information

Ausgabe 46  |  März 2018

dazu, Transparenz zwischen den Beteiligen und Qualität zu schaffen, sondern auch, die Bedürfnisse der Kunden, die durch die Digitale Transformation immer individueller werden, realisieren zu können. Wenn, wie oben genannt, die Finanzabteilung keinen Service „von der Stange“ mehr anbietet – sprich, die Soll- und Haben-Buchungen abwickelt, sondern das Geschäftsmodell des Unternehmens unterstützen will, dann eignet sich dafür auch keine Software von der Stange. Wie also können solche Individuallösungen sinnvoll und mit vertretbarem Aufwand realisiert werden? Agile Methoden rücken den Geschäftsnutzen des Kunden in den Vordergrund. Der wiederum nimmt unmittelbar und direkt auf den Entwicklungsprozess Einfluss.

Management und verantwortet Consulting, Support und Entwicklung der FIS-Lösungen

INDIVIDUALISIERUNG IN DER CLOUD? PaaS ALS LÖSUNGSANSATZ

rund um Enterprise Content Management und Stammdatenmanagement.

Der große Trend der letzten Jahre ist die Cloud. Wie passt die zunehmende Individualisierung und die engere Zusammenarbeit zwischen IT und Kunde zu den Cloud-Strategien der Unternehmen? Software aus der Cloud (genaugenommen aus der Public Cloud) ist standardisiert und für alle Kunden identisch, da die Code-Basis immer die gleiche ist. Damit sind kundenindividuelle Entwicklungen ausgeschlossen. Wenn nun wie eben beschrieben die Anforderungen und damit die Software immer individueller werden, kann man dann überhaupt Cloud-Anwendungen sinnvoll betreiben? Wie kann ein Unternehmen wie home24, das auf passgenaue Prozesse angewiesen ist, auf einem SAP ERP aus der Cloud laufen? PaaS (Platform as a Service) heißt die Antwort. Im genannten Beispiel stellt die SAP eine eigene Cloud-Plattform mit vielen Microservices rund um IoT, Analytics, Predictive Analysis, Big

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Data, Machine Learning etc. zur Verfügung. Die PaaS-Cloud übernimmt die individuellen Anforderungen. Aufgabe des Beraters ist, die wichtigsten Anforderungen des Kunden zu verstehen und die vorhandenen Bausteine außerhalb des ERP über Schnittstellen zu einer individuellen Lösung zusammenzustellen. In diesem Fall kommt keine fertige Software aus der Cloud, sondern die technologischen Werkzeuge, die (durch den Berater) geschickt genutzt werden sollten. Also ein modulares System als Lösung.

TECHNOLOGIE WIRD IMMER GÜNSTIGER UND EINFACHER VERFÜGBAR Technologie ist also wichtig und über PaaS immer günstiger und einfacher verfügbar. Und hier beginnt die Digitale Transformation der IT-Häuser! Sie müssen zum Business-Partner auf Augenhöhe mit ihren Kunden werden und können sich nicht mehr darauf verlassen, dass ihre technologische Kompetenz ein dauerhaftes Alleinstellungsmerkmal ist – es sei denn, sie können sich eine Forschung wie Google, Apple oder SAP leisten.

BRANCHENÜBERGREIFENDE ZUSAMMENARBEIT Unternehmen aus traditionellen Branchen, die sich digital transformieren wollen, übernehmen immer öfter Technologiefirmen oder Start-ups, um das nötige Digital-Know-how aufzubauen und Fachkräfte gewinnen zu können. Es geht aber auch umgekehrt: Die FIS GmbH ist ein SAP-Systemhaus, das von der ERP-Einführung bis zu eigenen Produkten zur Prozessoptimierung und zum Hosting tiefe Kenntnisse im SAP hat. Viele Unternehmen, die wir betreuen, stecken mitten in der Digitalen Transformation und im täglichen Kampf um Kunden. Diese erwarten, ihre Lieferanten jederzeit auf verschiedenen Kanälen erreichen zu können und passgenau zugeschnittene Angebote zu erhalten. Daher haben


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wir uns entschlossen, unser Angebot im Bereich Customer Engagement und Commerce (CEC) auszubauen. Darunter verstehen wir E-Commerce und Plattformen für Marketing und CRM. Als SAP-Experten verstehen wir uns natürlich auf die dahinter stehende Technologie. Realtime-Verfügbarkeitsprüfungen im Webshop, komplexe individuelle Preisfindungen (im B2B-Bereich ganz wichtig) und Responsive Design waren kein Problem. Schnell mussten wir allerdings feststellen, dass unsere Kunden diese technologischen Vorteile eher als Voraussetzung denn als Auswahlkriterium nutzten. Sie wollten einfach einen Webshop kaufen, der funktioniert – sprich, der in Suchmaschinen ganz vorne erscheint, der von Kunden frequentiert wird und der vor allem Umsatz generiert. Die tollste technische Shop-Lösung kann dies aber nicht garantieren.

Daher hat die FIS vor einem Jahr eine Agentur übernommen, die sich auf digitales Marketing spezialisiert hat: die Medienwerft aus Hamburg. Hier finden sich Experten für Markenbildung im Netz (E-Branding), für Online- und Social Media-Marketing, für Design und für Search Engine Optimisation (SEO). Die FIS-Gruppe ist nun in der Lage, einen Webshop aus einer Hand anzubieten – nicht nur im Sinne einer technischen Lösung, sondern eben ganzheitlich betrachtet, inklusive Gestaltung und Konzept zur Vermarktung und Gewinnung neuer Kunden.

DIGITALE REFORMATION ODER REFORMATION DER DIGITALBRANCHE? Auch wenn man also meint, die ITBranche beschäftige sich sowieso schon immer mit dem Digitalen, so betrifft uns die Digitalisierung selbst und zwingt uns zur Transformation.

Es reicht nicht mehr, bestehende Prozesse zu automatisieren und zu digitalisieren. Unsere Kunden verändern sich und benötigen für ihre digitalen Geschäftsmodelle unsere IT-Expertise. Das heißt aber nicht, dass sie nur Technologien benötigen – diese sind bereits verfügbar. Sie brauchen individuelle Lösungen und können uns noch kein fertiges Fachkonzept zur Umsetzung in die Hand geben. Das müssen wir gemeinsam mit agilen Methoden entwickeln und daher den Blick für das Kunden-Business gewinnen. Traditionelle Branchen finden digitale Geschäftsmodelle. Für uns reicht das Digitale nicht mehr als Geschäftsmodell aus.


Im Fokus

W

as die Digitalisierung im Detail und in Zukunft bedeuten wird, ist heute nicht absehbar. Eines jedoch ist schon sicher: Mit ihr landet alles, was unsere Kultur, unsere Politik, die Wirtschaft und die Industrie auf dem Prüfstand. Wenn alles virtuell miteinander verbunden ist, dann bedeutet dies etwas für den Handel. Es verändert etwas darin, wie Dinge und Dienstleistungen verkauft werden. Wie sich Mitarbeiter der unterschiedlichen Unternehmensbereiche auf aktuelle

Ausgabe 46  |  März 2018

oder schafft sie welche? Helfen mir Maschinen oder verdrängen sie mich? Lässt sich die Automatisierung auch für mein Unternehmen nutzen, oder macht sie mein Geschäft kaputt? Kann ich digital oder kann ich es nicht? Analog zur Industrialisierung im vorigen Jahrhundert „Maschine ersetzt Muskelkraft” könnte man heute sagen „Kreativität ersetzt Routine”. Doch eigentlich wird nichts ersetzt. Künstliche Intelligenz wird uns das Denken

WER MORGEN MITSPIELEN WILL, MUSS SICH HEUTE VERÄNDERN. und künftige Herausforderungen einstellen können, darüber hat das SQMagazin Kristin Seyfarth von getready. digital befragt: Frau Seyfarth, müssen wir uns Sorgen machen, dass die Digitalisierung uns unsere Jobs wegnimmt? Digitalisierung ist ein schnelles Wort, ein „Buzzword” auf Neudeutsch. Und Buzzwords haben eines an sich: Alle verwenden es, alle reden drüber, aber niemand weiß so richtig etwas damit anzufangen. Niemand weiß genau, was Digitalisierung in den nächsten zehn Jahren für uns alle bedeutet. Wir machen uns Sorgen und stellen uns immer wieder die gleichen Fragen: Zerstört die Digitalisierung Jobs

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nicht abnehmen. Im Gegenteil. Ein ITler muss heute nicht mehr per Hand in der Eingabeaufforderung rumtippen. Das machen Tools. Er kann sich darauf konzentrieren, wie er mit seinen Ideen die Buchhaltung entlasten kann. Er implementiert Software so, das Sales den Überblick über Kundenadressen und Kundenservice behalten kann. Die digitalen Abläufe sind vor allem die Basis für schnelle Kommunikation unter den Teams in der Firma. Die Angst davor nicht mithalten zu können, ist unbegründet. Solange wir uns darauf konzentrieren, was wir können – und darauf, was wir uns aneignen und anlernen können. Ich sehe eine riesige Chance für uns, durch Bildung, durch die Verstärkung unserer

„menschlichen” Kompetenzen unsere Arbeitswelt zu verändern. Manche Jobs werden verschwinden. Aber viele kommen dazu und können natürlich auch durch Weiterbildung erlernt werden. Bleiben wir beim Thema: Der Digital Chief Officer (CDO) wird in Zukunft einen herzhaften Aufschwung erleben. Heutige Content Manager, Personaler mit Ambition zum Computer, ITler mit kommunikativen Fähigkeiten, ehrgeizige Jungspunde mit ambitionierten Karrierewünschen – sie alle eignen sich ideal als Gebieter über das Digitale. Jemanden, der dafür verantwortlich ist, dass das Unternehmen sich in Zeiten der Transformation strategisch gut aufstellt. Und danach? Digitale Unternehmen leben. Sie verändern sich ständig. Das ist ein Prinzip der Digitalisierung. Und diese Bewegung braucht jemandem am Steuer. Mc Donald’s, Toyota, Starbucks, Nestlé, L’Oreal und TUI haben längst einen. Aber auch kleine und mittlere Betriebe werden nachziehen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Große Unternehmen haben den CDO längst angestellt. TIPP: Schauen Sie sich doch einmal die Internetseite der Canadian Scholarship Trust Foundation (CST) an: https://careers2030.cst.org/jobs Hier finden Sie ausführliche Beschreibungen der Jobs im Jahr 2030. Ich lasse mich gerne davon inspirieren. Was ist für Sie ein modernes digitales Unternehmen? Wie sehen die Menschen darin aus? Schauen Sie sich doch um. Als Kunden treffen wir beim Einkauf und beim Online-Banking auf solche Firmen. Wenn


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wir auf Internetseiten einkaufen, dann kaufen wir bei einer Firma, die digital und modern aufgestellt ist. Reden Sie mit ihren Freunden. Die meisten arbeiten längst digital. Wir sind mitten in der Transformation. Jeder von uns. Wir tun es alle und wir tun es gut. Die Digitalisierung wächst mit uns mit. Und wir Menschen? Wir sehen eigentlich immer noch aus wie vorher. Doch gibt es neue Dinge. Transformation ist aus meiner Sicht in erster Linie abhängig von einer veränderten Vorstellung. Nicht mehr Langlebigkeit steht im Vordergrund, sondern die Reaktionsfähigkeit gepaart mit großer Flexibilität. Sie wird immer wichtiger. Soll sich ein komplexes System wie ein wirtschaftliches Unternehmen hin zu einer stärkeren Dynamik verändern, geht das nicht nach Schema F. Ein Unternehmen, das im digitalen Markt eine Rolle spielen will, kennt die Abhängigkeiten von Operations und IT, von Buchhaltung und Sales und letztlich die Kundenwünsche und das digitale Geschäftsmodell sehr genau. Die Kunst ist, Bereiche richtig zu verknüpfen und zur richtigen Zeit richtig zu reagieren. Was „richtig” ist, entscheidet der Nutzen, manchmal ein Bauchgefühl, meistens aber der Markt. Die Leistungsfähigkeit einer Firma wird nicht nur durch ihre digitalen Möglichkeiten, also ihre Software, bestimmt. Die Firma und ihre eingesetzte Technik kann nur so gut sein, wie die Menschen, die sie einrichten und verwenden. Die IT ist nur so gut wie der ITler, das Personal nur so gut wie der Personaler und die Produkte können nur dann gut sein, wenn bei ihrer Produktion die richtigen Menschen die richtige Technik einsetzen. Das können sie nur, wenn sie genau wissen, was die Menschen benötigen, welche diese Produkte kaufen sollen. Wahrscheinlich müssen sie es sogar besser wissen als der Kunde selbst. Das heißt, Menschen in modernen Unternehmen sind sich bewusst darüber,

was ihre Aufgaben sind und zu welchem Zweck sie diese Aufgaben erledigen. Sie passen ihre Arbeit nicht an irgendeinen Prozess an, sondern den Prozess an die Herausforderungen, welche an ihn gestellt werden. Das ist ein Paradigmenwechsel.

KRISTIN SEYFARTH Digitalisiererin DIRECTOR BUSINESS DEVE-

Ein Paradigmenwechsel, schön und gut. Aber was können Unternehmen denn konkret für die Zukunft tun?

LOPMENT Kristin Seyfarth ist

Der Versuch, ein digitales System einfach überzustülpen, hat sich in den letzten Jahren als unsinnig herausgestellt. Um ein Unternehmen in der Transformation zu begleiten, müssen viele Dinge geklärt werden. Das kann man systematisch machen. Wir haben über 100 Fragen ausgearbeitet, die sich über alle Unternehmensbereiche erstrecken. Wir nennen es den „Readiness Check”, der natürlich digital und online ist. Wir gehen davon aus, dass nahezu alle Unternehmen einen bestimmten Grad an Digitalisierung schon erreicht haben, diesen aber nur diffus selbst einzuschätzen wissen. Mit unserem Check bekommt ein Unternehmen schnell und unkompliziert einen ersten Eindruck über den aktuellen Grad der eigenen Digitalisierung. Der Check betrifft das Kerngeschäft und rückt gleichzeitig die Kultur einer Firma in den Blick. Damit wird nicht nur das Systemische erfasst, sondern auch, wie die Firma und die Mitarbeiter mit Herausforderungen umgehen und wie sie zum Thema Digitalisierung stehen. Das ist immens wichtig für die nächsten Schritte. Die persönliche Beratung baut auf diesen Ergebnissen auf. Manche Unternehmen sind schon sehr weit, es fehlt jedoch vielleicht noch ein Tool oder ein Mitarbeiter mit speziellen Fähigkeiten. Andere müssen noch an der Einstellung arbeiten, Schulungen durchführen oder eine neue IT-Landschaft aufbauen. Diese benötigen natürlich noch mehr Zeit. getready.digital kann Unternehmen – insbesondere kleinen und mittelstän-

Abläufe in deutschen Unter-

Allrounderin. Sie ist ausgebildete Bürokauffrau mit tiefem Verständnis für Prozesse und nehmen. Nach dem Studium Management und Controlling an der Fachhochschule Ludwigshafen arbeitet sie in Unternehmen wie Daimler, IABG und FFWI – einem Technologiestartup. Heute erstellt sie Konzepte für Unternehmen, berät und unterstützt im New Business und bei der Transformation.

dischen – helfen, den Anschluss nicht zu verpassen. Dies wird künftig vor allem über Qualifizierung funktionieren. Auch hier hat sich in den letzten Jahren unglaublich viel bewegt. Sich zu bilden ist viel einfacher geworden. Es gibt so viele Möglichkeiten online zu lernen. Im ersten Schritt muss das gar nicht teuer sein. getready.digitial kann hier als Impulsgeber fungieren. Und unsere wirklich ausgezeichneten Kontakte zu unseren Partnern und Trainingsanbietern helfen dabei sehr, die Karrierewege der unterschiedlichsten Themen zu begleiten und zu fördern. Die Fragen stellte Gerhard Wistuba.


Im Fokus

Ausgabe 46  |  März 2018

DER NEUE DATENSCHUTZ

CHANCE ODER HERAUSFORDERUNG FÜR UNTERNEHMEN UND ÖFFENTLICHEN SEKTOR?

Michael Holzhüter ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) für den Bereich IT-Sicherheit als auch im Fraunhofer-Institut für offene Kommu-

Die europäische Datenschutzgrundverordnung und das neue Bundesdatenschutzgesetz hinterlassen bei den meisten Unternehmen ein ungutes Gefühl. Dabei ist dieses Gefühl bei den Unternehmen teilweise unberechtigt, die bereits vorher die Maßnahmen nach Bundesdatenschutzgesetz umgesetzt hatten. Denn bei der Beschreibung für die zu treffenden organisatorischen und technischen Maßnahmen hat sich nichts geändert. Die Unternehmen müssen nach wie vor Maßnahmen für zahlreiche Kontrollen umsetzen: die Zutritts-, Zugangs-, Zugriffs-, Weitergabe-, Eingabe- und Auftragskontrolle sowie für das Trennungsgebot von Daten, die zu einem unterschiedlichen Zweck erhoben wurden. Sind diese bereits vorhanden und vollständig dokumentiert, müssen sie noch regelmäßig auf ihre Einhaltung und Wirksamkeit geprüft werden. Auch die Aktualität der Umsetzungen muss regelmäßig auf den Prüfstand.

nikationssysteme FOKUS im Bereich Vernetzte Sicherheit beschäftigt. Ebenso ist er seit mehr als fünf Jahren als freier Berater für IT-Infrastruktur, IT-Sicherheit und Datenschutz tätig.

BUDGET UND UMSETZUNG DER ANFORDERUNGEN Der Stand der Technik erfordert eine stetige, aber angemessene Investition in die IT-Infrastruktur. Das Handeln auf Sicht ist gerade aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten oftmals keine vernünftige Lösung. Auch hier sollten Verantwortliche in Unternehmen und dem öffentlichen Sektor erst einmal die Hausaufgaben machen. Ein Unternehmen braucht keine Firewall mit den neuesten Technologien und kein Security Information and Event-Management (SIEM), wenn alle

Mitarbeiter mit Administratorenrechte ausgestattet sind, jeder auf alle Daten zugreifen kann und Updates nicht zeitnah installiert werden. Eine klare Definition der IT-Ziele und des notwendigen IT-Budgets ist die Voraussetzung für ein Mindestmaß an Informationssicherheit, nicht nur für die Umsetzung des Datenschutzes. Im Falle eines Sicherheitsvorfalls oder bei einer Datenschutzverletzung kann diese Definition bei juristischen Auseinandersetzungen herangezogen werden, um objektiv zu prüfen, ob das Unternehmen angemessen gehandelt hat. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen müssen sich hier auf ihre IT-Dienstleister verlassen. Denn zum einen sind oft keine eigenen Ressourcen vorhanden, zum anderen fehlt oft eigenes Wissen. Hier ist eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Dienstleister und dem Datenschutzbeauftragten nötig. Aber auch die Mitarbeiter brauchen eine viel stärkere Schulung im Datenschutz, denn schließlich wird in fast allen Bereichen mit personenbezogenen Daten gearbeitet.

AUSWAHL NEUER SOFTWARE Beispielsweise müssen bei der Auswahl neuer Software-Produkte, die personenbezogen Daten verarbeiten, folgende Punkte beachtet werden: Eine einfache Bewertung nach Umfang der funktionalen Anforderungen, welche die Geschäftsprozesse erleichtern sollen, reicht hier nicht mehr aus. Auch die nicht-funktionalen Anforderungen Datenschutz und Informations-

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sicherheit müssen in die Bewertung eingehen und sind unabdingbare Anforderungen, an denen nicht gespart werden darf. Die Software muss für die Unternehmen Funktionen oder Schnittstellen enthalten, womit die Betroffenenrechte (Auskunft, Berichtigung, Löschung) einfach umgesetzt werden können. Hier gibt es aktuell wenig Software, die diese Anforderungen bereits vollständig integriert haben. Hier müssen Software-Hersteller auch die Grundsätze Datenschutz by design und Datenschutz by default einhalten. Datenschutz by design erfordert es, die Software bereits bei der Entwicklung datenschutzfreundlich und besonders datensparsam zu entwickeln. Das bedeutet, dass beispielsweise Eingabemasken auch nur noch die Pflichtfelder enthalten, die wirklich für den Zweck nötig sind. Oder dass ein Rollenkonzept in der Software abgebildet ist, damit einige Bearbeiter nur noch mit pseudonymisierten Daten arbeiten. Das steigert ungemein die Datensicherheit. Aber auch Datenschutz by default, die voreingestellte datensparsame Variante, muss als Standardeinstellung bei der Inbetriebnahme der Software eingehalten werden.

SCHULUNG DER MITARBEITER UND FACHKRÄFTEMANGEL Zudem wird in der nächsten Zeit der Bedarf an Mitarbeiterschulungen steigen. Neben der neuen Datenschutzverordnung und den -gesetzen haben viele Unternehmen noch starke IT-

Das Lernlabor Cybersicherheit bietet im Rahmen seines Weiterbildungsprogramms gemeinsam mit Fraunhofer FOKUS, der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (htw) und dem International Software Quality Institute (iSQI) zertifizierte Schulungen zur neuen Datenschutzverordnung an. Am 12. und 18. Januar 2018 fanden die ersten Kurse in Berlin statt. Die insgesamt 30 Teilnehmer haben alle die anschließende Prüfung bestanden und sind nun „Zertifiziert/er EU-Datenschutz Spezialist/in (DSGEVO/GDPR)”. In dem Kurs lernen Teilnehmer Maßnahmen zu treffen, um IT, Management, Verwaltung und Mitarbeiter auf die neuen Herausforderungen vorzubereiten. Die nächsten Kurstermine und weitere Informationen finden Sie unter http://bit.ly/2ncY4ps.

Sicherheitsanforderungen durch die Kritis-Verordnung zu erfüllen. Aber auch andere Unternehmen mit einem hohen Digitalisierungsgrad werden ihre Mitarbeiter stärker schulen und für die Themen um Datenschutz und IT-Sicherheit sensibilisieren müssen. Normale, jährliche Schulungen oder einfach Training reichen da nicht mehr. Zu viele Informationen und neue Gefahren sind für alle Mitarbeiter wichtig.

Die Unternehmen müssen sich überlegen, wie sie im Alltag die Mitarbeiter aktiv und passiv in den verschiedenen Inhalten schulen, damit Datenschutz und IT-Sicherheit im Unternehmen gelebt wird. Zusätzlich ist gerade die ITBranche stark vom Fachkräftemangel betroffen und gerade hier werde immer mehr gut ausgebildete Fachkräfte gesucht.


Im Gespräch

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3 FRAGEN AN DR. ANJA ZIMMER

Die Digitalisierung hat Einfluss auf alle Bereiche im privaten und geschäftlichen Umfeld. Dazu gehört auch die Medienlandschaft, die sich in den letzten Jahren stark verändert hat. Informationsintermediäre wie Facebook und Google übernehmen mit Hilfe von Algorithmen die Auswahl von Inhalten, die uns in der digitalen Welt präsentiert werden. Somit stellt sich natürlich die Frage nach der Bedeutung von journalistischen Inhalten und der Qualität von Nachrichten. Um die Qualität und die Vielfalt von Medien und Medieninhalten zu sichern, wurde am 17. Januar 2018 das Media Policy Lab gegründet. Das SQ-Magazin sprach mit Dr. Anja Zimmer, Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), über die Initiative und deren Vorhaben: Frau Dr. Zimmer, seit dem 17. Januar 2018 gibt es das Media Policy Lab. Was ist das für eine Initiative? Was ist das Ziel? Das Media Policy Lab ist ein Projekt der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), das sich mit der Sicherung von Medienvielfalt in der digitalen Welt beschäftigt. Vielfaltssicherung im Bereich der Medien durch Regulierung und Förderung ist eine Kernaufgabe der Medienanstalten – neben der Vermittlung von Kompetenz und der Unterstützung von Innovationen im Bereich der audiovisuellen Medien. Die Digitalisierung wirft neue Fragen auf, für die wir im Media Policy Lab zusammen mit einem Netzwerk

VOM MEDIA POLICY LAB DER MEDIENANSTALT BERLIN-BRANDENBURG

aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und anderen Experten Antworten suchen. Erstes Thema des Labs ist die Frage, wie Informationsintermediäre unsere Informationslandschaft beeinflussen. Mit Informationsintermediären meinen wir Dienste wie Google oder Facebook, die Inhalte aggregieren, selektieren und oft auch personalisieren. Ihr Versprechen ist, dass jeder Nutzer individuell bessere, relevantere Informationen erhält. Das macht aber immer auch eine Auswahl notwendig, die natürlich nicht manuell erfolgt, sondern mittels Algorithmen. Welche Kriterien dabei zugrunde gelegt werden, ist uns bestenfalls in Grundzügen bekannt.

cherung nicht funktionieren werden. Dafür ist die Wirkungsweise von Algorithmen viel zu komplex und muss es auch sein, wenn die Algorithmen ihren Zweck erfüllen sollen.

Das führt zu vielen Fragen: Wie wählen die Algorithmen aus? Erfolgt das diskriminierungsfrei? Werden eigene Angebote der Intermediäre bevorzugt? Welche Bedeutung kommt journalistischen Inhalten zu? Welche Auswirkungen hat die algorithmische Auswahl auf unseren Informationshorizont und die Qualität von Nachrichten?

Das Ziel des Labs ist es, gemeinsam mit unseren Experten innovative Ansätze zu finden, dieses neue Feld der Regulierung besser zu verstehen und im besten Fall konkrete Vorschläge zur Umsetzung zu entwickeln.

Diese Fragen haben im letzten Jahr in der Öffentlichkeit, aber auch unter Regulierern und in der Wissenschaft, zu Diskussionen geführt. Uns als Medienanstalt interessiert natürlich, was das alles für die Regulierung bedeutet. Brauchen wir mehr Regulierung und wenn ja, wie könnte diese aussehen? Wir glauben, dass wir hier über neue Ansätze nachdenken müssen, weil die klassischen Mittel der Vielfaltssi-

Das Media Policy Lab verstehen wir als Impulsgeber für informierte Debatten, sowohl mit Entscheidern als auch mit der Öffentlichkeit. Unsere Arbeit gliedert sich in zwei Bereiche: Projektarbeit und Wissenstransfer.

Noch fehlt es an einer alle überzeugenden Idee, wie und durch welche Prozesse und Institutionen man überprüfen könnte, wie sich einzelne Algorithmen in ihrer Anwendung mit den Grundsätzen der Demokratie vertragen. Außerdem fehlt, gerade bei großen Intermediären, der Zugang zu Daten, die uns verraten würden, ob und welche Probleme es tatsächlich durch die algorithmische Auswahl von Inhalten gibt.

Wie wird das Media Policy Lab arbeiten? Welche Bereiche wollen Sie verknüpfen?

In einem ersten interdisziplinären Workshop haben wir bereits Projektideen entwickelt, die wir nun weiter verfolgen. Ein Beispiel ist die Data


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Dr. Anja Zimmer Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und Initiatorin des Media Policy Labs

Access Initiative. Für diese Initiative bringen wir Vertreter von Medienanstalten, NGOs und aus der Wissenschaft zusammen, um zu überlegen, welche Daten von Intermediären nötig wären, um sich ein Bild von ihrer Wirkung zu machen. Über die Frage der Daten hinaus ist es auch wichtig, darüber zu diskutieren, wie ein Prozess des Monitorings von Algorithmen mit Relevanz für die digitale Medienvielfalt aussehen kann. Im Moment herrscht eine Asymmetrie des Wissens darüber, wie Menschen sich tatsächlich digital informieren und Intermediäre nutzen. Dieses Wissen liegt im Moment allein bei den Intermediären. Das ist ein gravierendes Hindernis für aussagekräftige Forschung und damit auch für die Aufsicht über Intermediäre. Unser Lab bietet zudem Raum, auch mit unkonventionelleren Ideen zu experimentieren. Eine Richtung, in die wir denken, ist, bei der Technologie selbst anzusetzen und Nutzern durch kompatible Technik mehr Souveränität zurückzugeben. Was wäre zum Beispiel, wenn Nutzer selbst wählen könnten, wer den Algorithmus pro-

grammiert, der ihren Facebook-Newsfeed strukturiert? Bei aller Wachsamkeit dürfen wir nicht vergessen, wie viel Freiheit und welche Möglichkeiten das Internet mitbringt. Technologie darf nicht nur als Problem betrachtet werden, sondern immer auch als Teil der Lösung. Der zweite Bereich unserer Arbeit, der Wissenstransfer, ist uns ebenso wichtig: Gerade in Bezug auf Algorithmen, Fake News und die sogenannte Filterblase haben zuletzt ein großer Hype und auch Panik die Debatte beherrscht. Wir sehen unsere Aufgabe darin, den öffentlichen Diskurs durch verlässliche empirische Untersuchungen und das Wissen unserer Expertinnen und Experten zu bereichern. Das machen wir zum Beispiel über den Blog auf unserer Webseite www.mediapolicylab.de. Warum war es notwendig, die Initiative zu starten? Welche Rolle spielen die Digitalisierung und die digitale Transformation? Die Digitalisierung hat unsere Medienlandschaft gravierend verändert. Auch die Medienanstalten müssen

diesen Wandel und seine Auswirkungen besser verstehen, um ihrer gesellschaftlichen Aufgabe gerecht zu werden. Uns ist klar, dass Aufsichtsbehörden oft nicht gerade als Speerspitze der Innovation angesehen werden. Aber wir glauben, dass gerade Institutionen wie unsere vieles dafür mitbringen, um Neues auszuprobieren und ein Umdenken zu starten. Denn wir sind diejenigen, die durch praktische Erfahrung gut beurteilen können, was in der Praxis funktionieren könnte und wie die positive Gestaltung der Digitalisierung gelingt. Es liegt ein Stück weit in der Natur der Regulierung und Gesetzgebung, dass sie der Entwicklung der Medienwelt hinterherhinkt, aber dieser Abstand darf nicht zu groß werden. Wenn es darum geht, Medienvielfalt zu schützen, müssen wir aktiv werden, solange wir noch von potentiellen Gefahren sprechen, solange Meinungsvielfalt noch vorhanden ist. Dass das Bundeskartellamt Facebook als marktbeherrschend einschätzt, zeigt, dass es höchste Zeit ist, sich intensiver mit diesen Themen zu beschäftigen. Mit dem Media Policy Lab starten wir daher in unseren Augen genau zur richtigen Zeit, um die Entwicklung der Digitalisierung mit innovativen und wachsamen Augen zu begleiten. Wir freuen uns sehr auf diese Arbeit, denn jenseits des alltäglichen Geschäfts erlaubt es Experimente und spannenden Dialog. Die Fragen stellte Anja Schreinert.


Schwerpunkt

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Erfolgskriterien digitaler Geschäftsmodelle Im digitalen Wandel werden nicht nur Geschäftsprozesse digitalisiert, sondern auch vollkommen neue Geschäftsmodelle entwickelt. IT-gestützte Prozesse werden somit mehr und mehr zum Herzstück von Unternehmen. Kommt es hier zu Fehlern, besteht die Gefahr, dass die Produkte entweder gar nicht oder zu langsam produziert und ausgeliefert werden. Funktioniert beispielsweise ein Onlineshop nicht mehr, brechen die Umsätze ein. Oder es verzögert sich im schlimmsten Fall die Inbetriebnahme eines zeitkritischen Software-Release. Das hat direkte Auswirkung auf die Einnahmen, die Kundenzufriedenheit und das Unternehmensimage. Kurz gesagt: Ein fehlerfreier, sicherer und kontinuierlicher Betrieb digitaler Geschäftsprozesse ist zwingend erforderlich, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Der Software-Testing-Markt, mit all seinen Ausprägungen, verändert sich im Rahmen der digitalen Revolution bzw. Evolution sehr. Wir befinden uns mitten in einer „Reformation“. Mit „Digital Business Assurance“ möchte die T-Systems Multimedia Solutions ihren Kunden mehr Sicherheit in der Entwicklung für Digitalisierungsprojekte bieten.

VERÄNDERUNGEN DER LETZTEN JAHRE Unternehmen wie Airbnb, UBER, NETFLIX, Spotify und Facebook machen es vor. Sie zeigen, wie man mit einem zügigen Markteintritt neue Geschäftsmodelle zum Kunden bringt und sie revolutionieren Geschäftsmodelle. Ausschlaggebend für den Erfolg sind eine neue Zusammenarbeit zwischen den Stakeholdern und der Wille zur Veränderung. Was also können Unternehmen tun, wenn sie auf die neuen Märkte reagie-

ren wollen? Wichtig ist, auf die hohe Dynamik reagieren zu können. Eine Möglichkeit bietet da eine agile Arbeitsweise. Wie lässt sich Agilität in Prozesse überführen? Dafür müssen Organisationseinheiten gemeinsame Ziele vereinbaren und einvernehmlich verfolgen. Zu diesen Organisationsbzw. Produktionseinheiten gehören: die Software-Entwicklung und IT-Infrastruktur, alle betroffene Fachabteilungen und Produktion, die IT-Security, der Datenschutz aber auch Betriebsrat

vielmehr, die Entwicklung der digitalen Geschäftsmodelle von den klassischen Betriebsszenarien zu lösen. Damit können Konflikte zwischen den Aufgaben des CIO (Chief IT Officer) und neuen Projekten vermieden werden. Die Betriebssicherheit muss gewährleistet sein, wenn Prozesse sich verändern sollen. Im Kontext dieser Veränderung muss ein Projekt vorangestellt werden, das diese Veränderungen steuert. Mit der Gesamtbetrachtung von Betrieb und Kundennutzen ergibt sich die Ge-

und kleinere Einheiten wie beispielsweise die Schwerbehindertenvertretung oder die Software-Qualität.

wichtung hin zu einer End-to-End-Betrachtung. Und das während des gesamten Software-Prozessflusses.

Vorstände sollten die Veränderungen fördern und dem Beispiel von kleinen agilen Unternehmen folgen. Die genannten Unternehmen haben schon gezeigt, wie man schneller auf dem Markt sein kann. Auch wie man sich unabhängig macht von gängigen Prozessen in großen Konzernen. Digitale Zuverlässigkeit bedingt Veränderungen, die nicht allein dadurch gelöst sind, wenn ein CDO (Chief Digital Officer) benannt wird. Es empfiehlt sich

Agile Methoden sind in der Softwareentwicklung mittlerweile weit verbreitet. Auch die systematische Zusammenarbeit unterschiedlicher Bereiche, Stichwort ist hier DevOps, findet in immer mehr Projekten ihren festen Platz. Leider hört diese neue Flexibilität allerdings oftmals schon im Planungsprozess zur Release Steuerung auf. Infrastruktur- und Abnahmeprozesse haben diese Flexibilität häufig noch


35 Stephan Oswald ist seit 2015 als PreSales-Spezialist bei der T-Systems Multimedia Solutions GmbH und Ansprechpartner für Qualitätssicherungsthemen. Zudem ist er Mitglied in der ASQF-Fachgruppe „Testdaten” und Autor diverser Fachartikel zum Thema.

nicht erreicht oder können aufgrund der zunehmenden Komplexität und Sicherheits- bzw. Datenschutzanforderungen nicht in gleicher Flexibilität bereitgestellt werden.

QUALITÄTSSICHERUNG IM AGILEN ARBEITEN Bei den agilen Entwicklungsmethoden stellt sich stets die Frage nach fehlenden Prozessteilen wie Sicherheit, Datenschutz und Qualitätsprüfung, um dem Betrieb Antworten auf gelebte SLA (Service Level Agreements nach ITIL), Prozesse und Quality Gates zu geben. Hinsichtlich des Einzuges von Hardware Devices und Touchpoints wie Smartphone und Tablets bilden sich in der IoT-Welt folgende Mantren: Digitale Zuverlässigkeit vom Sensor bis zur Cloud; Digitale Zuverlässigkeit vom Touchpoint zum Prozess und Digitale Sicherheit vom Angebot zum Kunden und zurück. Schauen wir in dem Industrieprozess auf die digitale Wertschöpfung von Produktion, Logistik und Ermittlung von Mehrwerten aus Daten. Man könnte die Zielstellung in etwa so übersetzen: Digitale Zuverlässigkeit vom Aktor in die Cloud; Digitale Zuverlässigkeit von der Cloud in den Prozess und Digitale Sicherheit im End-to-EndProzess. Es wird deutlich wie wichtig die Cloud als IT-Infrastruktur in allen Ausprägungen geworden ist? Natürlich müssen alle Projekte datenschutzrechtlich von Beginn an begleitet werden. Die Berufsgruppe des IT-Juristen bekommt eine vollständig neue Ausprägung und erweiterte Anforderungen. Die Rollenausprägung und Anforderung eines Software-Architekten erweitert sich um DevOps bzw. DevQOps-Technologien (das Q steht für Qualität). QS-Manager müssen Infrastruktur,

Marko Sieber ist seit Ende 2017 Principal Sales Specialist bei der T-Systems Multimedia Solutions GmbH und Ansprechpartner für Test & Qualitätssicherung. Durch die jahrelange Tätigkeit als Projektmanager in Software-Entwicklungsprojekten konnte er umfangreiche Erfahrungen sammeln, mit denen er nun Firmen im Test & Qualitätsmanagement berät.

Architektur und Requirements-Knowhow aufbauen. Darüber hinaus sollten Betriebsszenarien von DevQOps-Plattformen den IT-Prozessen von Unternehmen unterworfen, überprüft und gemanagt werden. Kurz gesagt: Quality Gates der Betriebseinheiten auf Seite der IT-Infrastruktur, Qualitäts- und Sicherheitsrichtlinien, müssen Teil von IT-Anforderungen sein. Security, Software-Tests und Qualitätsautomatisierung nehmen im Software-Entwicklungsprozess einen immer höheren Stellenwert ein. Dabei müssen viele Qualitäts- und Sicherheitsüberprüfungen stattfinden, damit ein Projekt langfristig zum Erfolg führt. Diese sind: • Nutzeroptimierung unter Berücksichtigung von Gesetzeslagen wie der Barrierefreiheit oder Internationalisierung • Datenschutz im Rahmen der EU-DSGVO (EU- Datenschutzgrundverordnung 2018) • Security nach ISO 270xx und BSI sowie Nachweisbarkeit (IT-Forensik) • Agilität und Geschwindigkeit (RollOut und Deployment) • Infrastrukturmanagement und Skalierungsfähigkeit • Reaktionsfähigkeit bei Veränderungen von äußeren Einflüssen (Gesetze, Anforderungen) • Mandantenfähigkeit bei Veränderung von Unternehmensanforderungen

KUNDENAKZEPTANZ Neben der Veränderung von SoftwareEntwicklungsmodellen, hängen Erfolg und Misserfolg von Digitalisierungsprojekten direkt mit dem Kundennutzen zusammen. Der Kunde oder die Nutzer eines Prozesses entscheiden direkt, ob dieser eine Verbesserung mit sich bringt. Nutzungsoptimierte Anwendung oder digitale Touchpoints, die Einzug in den

Alltag gehalten haben, entscheiden über den Erfolg der Projekte. So zum Beispiel im Umfeld von Smart Cities. Hier ist beispielsweise das Ziel, Verkehrslagen in Ballungsgebieten zu ermitteln und zu steuern. Nehmen Anwender die Software nicht an oder ist diese zu kompliziert zu bedienen, kann eine Entlastung des Straßenverkehrs genau daran scheitern und die Verlagerung auf öffentliche Verkehrsmittel wird nicht angenommen. Das Ziel ist also verfehlt. Auch die Zuverlässigkeit automatisierter und digitalisierter Prozesse spielt eine große Rollen, denn werden durch Business Intelligence- und Big DataAnwendungen fehlerhafte Annahmen getroffen oder werden Sensor-Daten fehlerhaft verarbeitet, können Geschäftsmodelle betroffen sein oder beispielsweise Rezepturen in Mischanlagen falsch zusammengesetzt werden.

FAZIT Zusammengefasst besteht diese Veränderung aus technologischen, personellen und prozessualen Mediationen und Vereinbarungen im Entwicklungs-, Implementierungs- und Betriebskonzept. Wichtig ist, dass zwischen allen Stakeholdern ein klares Ziel definiert wird. Erfahrungsgemäß treffen wir in Projekten häufig auf unterschiedliche Ansätze, die das eigentliche Ziel aus dem Fokus nehmen. Daher gehen wir mit unserem Ansatz zuerst in einen Mediationsprozess und schließen Vereinbarungen zur Zielsetzung. Aus diesen Rahmenbedingungen ergeben sich Veränderungen im SoftwareEntwicklungsprozess, die mit agiler Entwicklung und DevOps & Co. bereits Einzug gehalten haben und bei vielen Unternehmen umgesetzt werden.


iSQI NEWS

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Das Warten hat ein Ende Das iSQI erweitert seine globale Reichweite Das International Software Quality Institut (iSQI) baut seine globale Reichweite weiter aus. Zusätzlich zu den Büros in Potsdam (Deutschland), Amstelveen (Niederlande), London (Großbritannien) und Boston (USA) eröffnete der internationale Zertifizierer im Februar 2018 ein Büro in Sydney (Australien). Das iSQI setzt sich für die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung der Personal-Industriestandards ein. Um das in Zukunft noch besser machen zu können und näher an den Kunden zu sein, eröffnet das Institut bis Mitte 2018 15 weitere Büros in Städten auf der ganzen Welt. In den kommenden Wochen sind das Büros in Toronto und Montreal (Kanada), Warschau (Polen), Mumbai (Indien), Johannesburg (Südafrika) und Madrid (Spanien). In Kürze wird es weitere in Italien und Skandinavien geben. In den neuen Büros können IT-Experten nun papierbasierte Prüfungen zu verschiedenen Zertifizierungen ablegen. Damit stellen sie eine Ergänzung zu den über 5.200 Pearson VUE Testcentern auf der ganzen Welt dar, in denen die Prüfungen bereits seit langem online abgelegt werden können. „Die iSQI-Gruppe will ihren Kunden eine Auswahl anbieten. So kann jeder nach Bedarf und Notwendigkeit für sich die beste Möglichkeite für eine

Debbie Archer, Managing Director der iSQI Ldt., bei der Eröffnung in Sydney.

Prüfung finden. iSQI ist eine etablierte globale Marke für Zertifizierungen. Unser Netzwerk von lokalen Büros bietet Kunden maximale Flexibilität, exzellenten Service und Zugang zu einem breiten Portfolio von Zertifizierungen. Heute und in Zukunft,” erklärt iSQI-CEO Stephan Goericke. Die Trainingspartner des iSQI und Arbeitgeber auf der ganzen Welt profitieren von den öffentlichen Prüfungen in den neuen Büros. Hier sind sie beispielsweise nicht von Mindestteilnehmerzahlen abhängig. Bei den Prüfungsterminen können Prüfungen zu verschiedenen Zertifikaten geschrieben werden. So kann sich jeder unabhängig auf diese vorbereiten – sei es durch ein Training, ein E-Learning oder im Selbststudium. „Partner und Endverbraucher finden bei uns Sicherheit auf geprüfte Qualität und höchstes Engagement für die Weiterbildung. Als Zertifizierer schauen wir streng auf die Einhaltung internationaler Standards. Stark sind wir durch starke Partner. Deshalb begrüßen wir die Zusammenarbeit mit lokalen Einrichtungen zur Unterstützung der lokalen Gemeinschaften,” sagt Stephan Goericke.

MEHR INFORMATIONEN AUF www.paper-exam.org

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iSQI NEWS

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iSQI dankt seinen Partnern Das International Software Quality Institute (iSQI) ist stolz, weltweit mit mehr als 250 Trainingsanbietern zusammenzuarbeiten. Je nach der Anzahl von gemeinsam vorbereiteten und abgenommen Prüfungen werden in jedem Jahr im Rahmen des Best & Finest Partner-Programms die Auszeichnung „Best Partner” und „Finest Partner” vergeben. Key Account Managerin Sabrina Cordes hat die Trainingsanbieter in Deutschland, Österreich und der Schweiz besucht und die Urkunden überreicht. Das iSQI freut sich auf eine weitere gute Zusammenarbeit mit all seinen Partnern.

Aus dem iSQIKonferenzplaner 2018 05.-08.03.2018 SXSWedu Austin, Texas

Sabine Uhde und Stephanie Kaiser, sepp.med GmbH

05.-08.03.2018 REConf München, Deutschland 12.-13.03.2018 UKSTAR London, Großbritannien 14.03.2018 Swiss Testing Day Zürich, Schweiz

Melanie Klopf, SOPHIST GmbH Manfred Baumgartner, ANECON Software Design und Beratung GmbH

19.-23.03.2017 Informática Habana Havana, Kuba 13.-14.04.5018 Testing Stage Kiev, Ukraine 17.-18.04.2018 ISPMA Summit Frankfurt a. M., Deutschland

Ralf Bongard, ISARTAL akademie GmbH

Jürgen Beniermann, Dr. Matthias Hamburg und Markus Niehammer, Sogeti Deutschland GmbH

15.05.2018 TestNet Nieuwegein, Niederlande 21.-22.05.2018 Testing Uruguay Montevideo, Uruguay

Dr. Andreas Reuys und Norbert Kopp, CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

Meike Rössing, Mandy Krause (iSQI) und Monika Dlugosch, SQS Software Quality Systems AG

22.-23.05.2018 National Testing Conference London, Großbritannien 07.-08.06.2018 Think Stage Kiev, Ukraine Georg Haupt und Luba Glage, oose Innovative Informatik eG

Renate Skender, Integrata AG

Petra Bergsmann, Software Quality Lab GmbH

Prof. Dr. Bernd Hindel, Method Park Holding AG

07.-08.06.2018 German Testing Day Frankfurt a.M., Deutschland


iSQI NEWS

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ISTQB® Test Automation Engineer bei Pearson VUE

iSQI spendet 1.000 Euro an AWO Potsdam AWO bringt Weihnachtsmärkte zu den Ärmsten in der Gesellschaft. Die iSQI GmbH spendete 2017 1.000 Euro für die VON HERZEN-Weihnachtstour. Die Armut in Deutschland erreichte 2017 einen Höchststand. 860.000 Menschen haben keine Wohnung oder leben in der Angst, ihr Zuhause zu verlieren. Im Jahr 2014 waren es 335.000. Ein immenser Anstieg, der sich nicht mehr als Randphänomen abtun lässt. „Immer mehr Familien sind obdachlos. Darunter viele Kinder”, sagt Angela Schweers. Angela Schweers ist Vorstandsvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt in Potsdam. Unter ihrer Regie wurde die VON HERZEN-Weihnachtstour ins Leben gerufen. Die Idee dahinter ist, Weihnachten zu denjenigen zu bringen, die vielleicht sonst leer ausgehen würden. Der AWO-Truck mit einem Weihnachtsmarkt als Ladung besuchte auch 2017 in der Weihnachtszeit drei Standorte in Potsdam. „Wir wollten im Trubel um Weihnachten und die Firmengeschäfte nicht diejenigen übersehen, die am Wohlstand in Deutschland nicht teilhaben können. Die Arbeit der AWO hier in Potsdam setzt wichtige gesellschaftliche Zeichen und ist Vorbild im Umgang mit Hilfsbedürftigen. Das wollten wir als Potsdamer Unternehmen unterstützen”, sagt Stephan Goericke von der iSQI GmbH.

Das International Software Quality Institute (iSQI) freut sich bekanntzugeben, dass die Prüfung zum ISTQB® Certified Tester, Advanced Level – Test Automation Engineer (CTAL-TAE) ab sofort über iSQI auf Pearson VUE verfügbar ist. Stephan Goericke, CEO der iSQI-Gruppe, sagt: „Es gibt in Unternehmen eine große Nachfrage beim Thema der Testautomatisierung. Wir freuen uns, dass durch unsere Partnerschaft mit Pearson VUE die Prüfung ab sofort in über 5.200 Testcentern weltweit

durchgeführt werden kann. Akkreditierte Trainingsanbieter, die mit iSQI arbeiten, haben darüber hinaus auch Zugang zur papierbasierten Prüfung.“ Der Lehrplan sowie eine Musterprüfung für den ISTQB® CTAL-TAE sind über die Webseite des iSQI verfügbar.

Weitere Informationen zu ISTQB® und anderen Prüfungen, die von iSQI auf Pearson VUE erhältlich sind, finden Sie unter: www.pearsonvue.com/isqi

Das iSQI gratuliert: 10 Jahre iSAQB

Gutes entwickelt sich am besten, wenn es gemeinsam vorangetrieben wird. Das International Software Architecture Qualification Bord (iSAQB) feierte im Januar seinen 10. Geburtstag. Das International Software Quality Institute hat das iSAQB von Anfang an begleitet und freut sich auf eine weitere gute Zusammenarbeit.


Das SQ-Quiz 4

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ASQF e.V.

Die Lösung des letzten

TEL +49 331 231810-29

Friedrich-Engels-Str. 24, 14473 Potsdam

Sudokus lautete:

FAX +49 331 231810-10

BILDUNG NEU DENKEN

info@asqf.de, www.asqf.de

Die Gewinner aus Heft 45 sind:

V.i.S.d.P.:

REDAKTION

Andreas Döring, Dresden Robert Weiß, Obernzell Andreas Wüst, Ostfildern Sylvia Salomo, Dresden

9

Stephan Goericke (Hauptgeschäftsführer) Chefredaktion: Anja Schreinert Redaktionsteam: Gerhard Wistuba, Julia Schirmer Friedrich-Engels-Str. 24, 14473 Potsdam TEL +49 331 231810-18 FAX +49 331 231810-10 redaktion@sq-magazin.de, www.sq-magazin.de

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SATZ / LAYOUT

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www.frenkelson.de

Buchstaben: 1=H, 2=A, 3=I, 4=K, 5=E, 6=S, 7=C, 8=R, 9=N LÖSUNGSWORT

HERAUSGEBER

Sudoku

Corinna Balkow, Berlin

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Impressum

Frenkelson Werbeagentur, Potsdam

FOTOS: ASQF e.V. und iSQI GmbH Editorial-Bild: Karoline Wolf Titelseite: ©nicolas-ladino-silva - unsplash.com

&

Alle Portraits und Grafiken mit freundlicher Genehmigung der Autoren. DRUCK: PRINTEC OFFSET, Kassel DRUCKAUFLAGE: 4.000 Stück

Agile Unternehmen

INTERNETAUSGABE: www.sq-magazin.de MEDIADATEN

Agile Entwicklung ist in vielen Bereichen längst zum Status quo geworden. Die agilen Prinzipien lassen sich jedoch vielfältiger anwenden, um Abteilungen, Unternehmensbereiche oder auch komplette Unternehmen agiler zu gestalten. Solche Unternehmen agieren flexibler am Markt, sind innovativer und bieten ihren Mitarbeitern sinnstiftendere Arbeitsplätze.

Dieses Buch fokussiert auf Schritte hin zu echter Agilität. Der Leser kann, wie mit einer Lupe, einzelne Organisationsbereiche und Situationen fokussieren und bekommt dazu Ideen und Handlungsanweisungen für den individuellen Weg zu mehr Agilität. Dabei werden viele Fallbeispiele aus der Praxis zur Illustration herangezogen. Senden Sie bis zum 2. Mai 2018 das Lösungswort des Gewinnspiels an info@asqf.de und gewinnen Sie eines von fünf Büchern.

*Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Die Mitarbeiter der iSQI GmbH und des ASQF e.V. sowie sämtliche am Gewinnspiel beteiligten Personen sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Teilnehmer erklären sich mit der Veröffentlichung ihres Namens in der Folgeausgabe einverstanden.

Gern senden wir Ihnen unsere Mediadaten zu. Richten Sie Ihre Anfrage an werben@sq-magazin.de Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Die Redaktion behält sich das Recht auf sinngerechte Kürzung und Bearbeitung eingereichter Manuskripte vor. Wir machen darauf aufmerksam, dass Daten nicht an Dritte weitergegeben und ausschließlich zur internen Auswertung herangezogen werden können. In den Texten sind stets Personen männlichen und weiblichen Geschlechts gleichermaßen gemeint; aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird im SQ-Magazin nur die männliche Form verwendet.

№ 47

erscheint im Juni 2018

SQ № 47 Thema: Security (Testing) in Technik und Gesellschaft Anzeigenschluss: 01.05.2018 Redaktionsschluss: 25.04.2018

Im nächsten Heft:

SECURITY (TESTING) IN TECHNIK UND GESELLSCHAFT Eine der größten Herausforderung der Digitalisierung und des Internet der Dinge sind die Sicherheitsbedenken von Unternehmen und Privatpersonen. Was können Unternehmen tun, um die Daten und die Privatsphäre Ihrer Kunden zu schützen? Wie weit ist Ihr Unternehmen im Bereich des Security Testings? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Werden Sie Autor im SQ-Magazin und senden Sie Ihren Beitrag bis zum 25. April 2018 an redaktion@sq-magazin.de

SQ-TALK Das SQ-Magazin präsentiert den SQ-TALK! Begleitend zum Thema „Digitale Revolution – Chancen und Risiken“ haben wir mit Kristin Seyfarth von getready.digital gesprochen. Das ganze Gespräch finden Sie auf dem Youtube-Kanal des ASQF. http://bit.ly/2BL8S7m


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Profile for International Software Quality Institute

SQ Magazin 46  

Die fortschreitende Digitalisierung bringt Chancen und Herausforderungen in allen Branchen mit sich. Das bedeutet auch, dass alle sich an di...

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Die fortschreitende Digitalisierung bringt Chancen und Herausforderungen in allen Branchen mit sich. Das bedeutet auch, dass alle sich an di...

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