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Ausgabe 48 | SEPTEMBER 2018

INTELLIGENCE OF THINGS KOGNITIVES TESTEN MACHEN KLUGE SYSTEME AUTOS SICHERER?

PLU

Ansätze für die Autos der Zukunft

3 FRAGEN AN ASQF-PRÄSIDENTIN INA SCHIEFERDECKER Im Gespräch zum CPIoT Folgen Sie uns auf Twitter. Facebook. Instagram.

S: Die a ktuel len Schul ungstermi ne fü 2018 r

ISSN 2367-3516

Werden Software-Tester noch benötigt?

twitter.com/SQMagazin / facebook.com/SQforyou / instagram.com/isqicert


Nagarro drives technology-led business breakthroughs for industry leaders and challengers. When our clients want to move fast and make things, they turn to us. Some of our clients include Andritz, DHL, Ericsson, KTM, Lufthansa, Siemens, The City of New York, T-Systems or Verbund. Today, we are more than 5,000 experts across 20 countries. Together we form Nagarro, the global services division of Munich-based Allgeier SE.

At the beginning of 2018 Nagarro acquired the Austrian software company ANECON. The two companies thus combine a strong local footprint with international delivery resources and industry experts.

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Ausgabe 48  |  September 2018

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser des SQ-Magazins, das Interesse an Weiterbildung ist weiterhin hoch. 83,7 Prozent der deutschen Arbeitnehmer bekundeten 2017 Interesse an beruflicher Weiterbildung (Quelle: indeed). Diese Zahl ist in den vergangenen Jahren gleichbleibend hoch gewesen. Allerdings haben sich zweifellos die Bereiche, in denen Weiterbildungen gefragt sind, verändert. Durch die Digitalisierung und den zunehmenden Einsatz des Internet der Dinge sowie Automatisierungen und Künstliche Intelligenz müssen neue Standards im Bereich der SoftwareEntwicklung geschaffen werden. Der Arbeitskreis für Software-Qualität und -Fortbildung (ASQF) und das International Software Quality Institute (iSQI) sind daran maßgeblich beteiligt und haben in der letzten Zeit an verschiedenen Entwicklungen von Produkten mitgewirkt. Ganz frisch ist unsere Partnerschaft mit der internationalen Initiative Alliance for Qualification (A4Q), die sich seit diesem Jahr mit der Entwicklung, Bereitstellung und Lizenzierung von Schulungsmaterialen, Lehrplänen, Examensfragen sowie Online-Schulungen und die Durchführung von Fortund Weiterbildungsveranstaltungen im IT-Bereich befasst. Zusammen mit A4Q haben wir eine neue Zertifizierung

auf den Markt gebracht: den A4Q Selenium Tester Foundation. Es wird ab September Trainings zu der Zertifizierungsprüfung geben, die den Teilnehmern das Open-Source-Tool Selenium WebDriver näherbringen. QS- und Testexperten mit Automatisierungskenntnissen sind derzeit sehr gefragt und der Selenium WebDriver hat im Bereich der Testautomatisierung weltweit höchste Priorität. Die Zertifizierung A4Q Selenium Tester Foundation verbindet praxisnahe Berufsqualifikation mit praktischem Lernen. Wir haben bereits viel positives Feedback erhalten. Außerdem gibt es seit diesem Jahr die Zertifizierung ASQF® Certified Professional for IoT (CPIoT). Verschiedene Trainingsanbieter haben sich sofort für die Schulung akkreditieren lassen und die ersten Trainings wurden bereits durchgeführt. Der ASQF® CPIoT konzentriert sich auf das Quality Engineering beim IoT und betrachtet neben den technischen Rahmenbedingungen auch gesellschaftlich relevante Fragen wie Sicherheit, Datenschutz und Ethik.

Sie den ASQF- und iSQI-News in dieser Ausgabe. Wir würden uns sehr freuen, Sie bei der einen oder anderen Konferenz zu treffen und persönlich mit Ihnen über Standards und Zertifizierungen zu sprechen.

Herzlichst

Mit dem September beginnt auch wieder die Konferenzzeit und der ASQF und iSQI sind weltweit auf verschiedenen Veranstaltungen anzutreffen. Wo genau Sie uns finden, entnehmen

Ihr Stephan Goericke ASQF-Hauptgeschäftsführer

Und nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen der neusten Ausgabe des SQ-Magazins.

Was ist Ihre Meinung oder Erfahrung? Teilen Sie mir Ihre Gedanken mit! Ich freue mich auf Ihre Zuschrift und einen anregenden Austausch zu den verschiedensten Themen. s.goericke@sq-magazin.de


KOGNITIVES

TESTEN

WERDEN SOFTWARETESTER NOCH BENÖTIGT?

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Inhalt

09

MACHEN KLUGE SYSTEME AUTOS SICHERER?

ANSÄTZE FÜR DIE AUTOS DER ZUKUNFT

INTELLIGENTE WISSENSDATENBANKEN

29 05 ASQF-NEWS SCHWERPUNKT 09 KOGNITIVES TESTEN WERDEN SOFTWARETESTER NOCH BENÖTIGT? 14

MACHEN KLUGE SYSTEME AUTOS SICHERER? ANSÄTZE FÜR DIE AUTOS DER ZUKUNFT

IM GESPRÄCH 12 mit Georg Haupt DER CPIOT IM TEST 29 mit Matthias Meisdrock INTELLIGENTE WISSENSDATENBANKEN 40 mit Ina Schieferdecker 3 FRAGEN AN ASQF-PRÄSIDENTIN INA SCHIEFERDECKER

34 iSQI-NEWS BEST PRACTICE 36 TESTAUTOMATION VON MICROSERVICES MIT KARATE DSL


ASQF NEWS

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DOPPELTER FÖRDERPREIS IM SOMMERSEMESTER 2018 Der ASQF konnte im Sommersemester 2018 den Förderpreis gleich zweimal verleihen. Erstmalig wurde dabei der mit 500 Euro dotierte ASQF-Förderpreis auch an der Julius-MaximilianUniversität Würzburg verliehen.

JULIUS-MAXIMILIAN-UNIVERSITÄT WÜRZBURG Dort ging der Preis an Simon Eismann für seine überdurchschnittliche Masterarbeit zum Thema „Auflösen expliziter Abhängigkeiten in architekturellen Performanzmodellen”. „Simon Eismann hat einen neuen Ansatz zum Auflösen parametrischer Abhängigkeiten entwickelt, der es ermöglicht, bisher nicht lösbare Performance Modelle zu simulieren. Er hat bei der Konzeption, Implementierung und Evaluierung herausragende Arbeit geleistet. Die wissenschaftliche Herangehensweise und die Qualität der Ausarbeitung sind sehr gut. Alles in allem wurden die Erwartungen, die an eine Masterarbeit gestellt werden können, bei weitem übertroffen”, so Gutachter Prof. Dr. Samuel Kounev. Frank Häßler, Geschäftsführer der Konzept Informationssysteme GmbH, überreichte als Unterstützer des Förderpreises die ASQF-Urkunde feierlich an den Preisträger.

V.l.n.r.: ASQF-Vizepräsident Norbert Kastner, Preisträger Kai Ehrensperger und Michael Sperber, Vorstand der infoteam Software AG.

FRIEDRICH-ALEXANDER-UNIVERSITÄT NÜRNBERG An der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Nürnberg erhielt Kai Ehrensperger für seine Masterarbeit zum Thema „Deep Learning-based Noise Reduction for Hearing Instrument Applications” den ASQF-Förderpreis. „Neben seinen herausragenden Studienleistungen hat Kai Ehrensperger bei seiner Masterarbeit vielfältig gezeigt, dass ihm neben theoretisch fundierten Konzepten auch anwendungsnahe Lösungen wichtig sind”, so Dr. Andreas Maier, der betreuende Professor. Die Abschlussarbeit, welche in Zusammenarbeit mit einem Erlanger Hörgerätehersteller entstand, beschäftigte

V.l.n.r. Frank Häßler, Geschäftsführer der Informationssysteme GmbH und Preisträger Simon Eismann.

sich mit der Anwendung von „Deep Learning Strategien” auf eine Störgeräusch-Befreiung im Hörgerät. Michael Sperber, Vorstand der infoteam Software AG, und Norbert Kastner, Vizepräsident des ASQF, überreichten die Urkunde und die Fördersumme an den Preisträger. Die infoteam Software AG fördert bereits zum wiederholten Male den ASQF-Preis an der FAU. Der ASQF-Förderpreis wird seit 2006 an Absolventen verschiedener Hochschulen des Landes verliehen. Er würdigt besonders gute Leistungen während des Studiums, eine kurze Studien­dauer und eine Abschlussarbeit, die in besonderem Maße Praxisnähe und SoftwareQualitätsaspekte be­rücksichtigt. Der ASQF und seine Tochtergesellschaft, das International Software Quality Institute, haben sich neben der Weiterbildung von Software-Professionals in der Praxis auch der Unterstützung des Branchen-Nachwuchses verschrieben. Bei allen Kooperationen mit Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen räumt das iSQI den Studenten der Einrichtungen die Möglichkeit ein, schon während des Studiums Certified-Prüfungen abzulegen und Zertifikate zu erwerben. MEHR INFORMATIONEN FINDEN SIE UNTER: www.asqf.de/blog


ASQF NEWS

Ausgabe 48  |  September 2018

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EXKLUSIVE RABATTE FÜR ASQF-MITGLIEDER TestBash 14.09.2018, München 50 EUR RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

Industry of Things World 23.-25.09.2018, Berlin 20% RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

Modern RE 25.-27.09.2018, Berlin 10% RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

IT-SA 2018 09.-11.10.2018, Nürnberg ASQF-MITGLIEDER NEHMEN KOSTENLOS TEIL

Manage Agile 15.-19.10.2018, Berlin 10% RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

QS-Tag 18.-19.10.2018, Frankfurt/Main 15% RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

Agile Leadership Day 24.10.2018, Zürich 10% RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

Digital Future Congress 08.11.2018, Essen 50% RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

VMEA - V-Modell® XT ErfahrungsAustausch 08.11.2018, Siegburg ASQF-MITGLIEDER NEHMEN KOSTENLOS TEIL

Software Engineering Camp 16.-18.11.2018, Erlangen 15% RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

MedConf 20.-22.11.2018, München 10% RABATT FÜR ASQF-MITGLIEDER

Wir brauchen eine App! Bei der Quality Night in München wurden im Juli Fragen rund um AppEntwicklungen diskutiert. Die Fachgruppen „Software Test” und „Requirements Engineering” luden unter dem Motto „Wir brauchen eine App!“ in die Räume von Sogeti ein. Bekanntlich ergeben sich viele Fragen, wenn ein Unternehmen für die eigenen Mitarbeiter, zur Kundenbindung oder für einen neuen Service eine App braucht: Was muss man tun, womit muss man anfangen, an was muss man denken? Für welche Betriebssysteme? Android? iOS? Welche App-Stores? Auf welchen Devices? Updates? Tests? Testumgebung? Verwaltung der Anforderungen?… Die ersten Vorträge befassten sich mit den Vorbereitungen bei einer AppEntwicklung: Welche Features sind gewollt und tatsächlich nötig, welche

Zielgruppe wird angesprochen etc. Danach ging es in den Vorträgen an das Testen einer App, beispielsweise mit einem risikobasierten Testansatz oder Crowdtesting. Den abschließenden Vortragsblock bildeten die Themen Sicherheit und Entwicklung. Ein Überblick über aktuelle Risiken bei der Entwicklung und entsprechende Gegenmaßnahmen rundete die Vortragsreihe ab. Begleitet wurde das Programm von einem World Café, bei dem die Teilnehmer Fragen zu Qualität, Anforderungen und Nutzen von Apps diskutierten. Die Fachgruppenleiter, Heike Barbara Duck, Georg Sehl und Michael Fischlein zeigten sich sehr zufrieden mit dem Abend. Nächstes Jahr gibt es ein Wiedersehen in München! WEITERE INFORMATIONEN FINDEN SIE UNTER: www.asqf.de/blog

Neue Mitglieder im ASQF e.V. cimt objects ag, Hamburg I cimt-ag.de

QTM Consulting GmbH & Co.KG, Hohenstein I www.qtm-consulting.com

Carneios GmbH, Berlin I carneios.de

PROSTEP AG, Darmstadt I prostep.com

ibc AG, Aachen I ibc-ag.de

EDAG BFFT Electronics , Wolfsburg-Warmenau I bfft.de


ASQF NEWS

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Predictive Analytics in Nürnberg Zum Thema „Predictive Analytics“ lud am 11. Juli die Fachgruppe Automatisierung nach Nürnberg ein. Bereits zum 27. Mal fand der Automation Day mit ca. 100 Teilnehmern statt. Das Motto des Automation Days 2017 „Industrie 4.0“ wurde in diesem Jahr noch weiter vertieft. Denn Industrie 4.0 verspricht Vernetzung, Informationstransparenz und dezentralisierte Entscheidungen. Und wer Maschinen und Anlagen baut oder betreibt, will aus all diesen transparent und vernetzt vorliegenden Daten konkreten wirtschaftlichen Nutzen ziehen und Ereignisse wie Ausfälle, Kapazitätsengpässe, Qualitätsprobleme etc. möglichst vorhersehen. „Predictive Analytics” soll helfen, um aus den vielen Daten im Rahmen der Business Intelligence die richtigen

Schlüsse für das Unternehmen zu ziehen. Die Vorträge auf dem Automation Day zeigten dabei, dass dies kein Hexenwerk ist und schon heute gelingen kann. In Zukunft wird das mit Künstlicher Intelligenz noch besser funktionieren. Die Teilnehmer des 27. Automation Day zeigten sich mit dem Programm und den Erkenntnisgewinnen sehr zufrieden. Gelobt wurden die sehr interessanten Themen, die präzise und reibungslose Organisation und die angenehmen Räumlichkeiten der IHK Akademie. Der nächste Automation Day findet auch 2019 wieder im Juli in Nürnberg statt.

Kommende ASQF-Days

2018

WEITERE INFORMATIONEN FINDEN SIE UNTER: www.asqf.de/blog

Zehn Jahre QAMP! Der ASQF und das iSQI blicken auf zehn Jahre erfolgreiche Zertifizierung zum Quality Assurance Management Professional - „kurz QAMP“ zurück. Im Jahr 2008 entwickelt der ASQF in engem Austausch mit der IT-Industrie das Sammelzertifikat QAMP. Er baut damit eine Brücke zwischen der in der Praxis erworbenen Projekterfahrung und theoretischem Fachwissen. Mit dem Zertifikat beweisen QAMPs ihr praktisches Know-how sowie ihr Engagement in Sachen Fortbildung. Das neu integrierte Modul CPIoT – der Certified Professional for IoT – nimmt die Aspekte der digitalen Transformation mit auf. Die regelmäßige Re-

10 Jahre

zertifizierung weist den Absolventen nach, dass sie sich auf dem aktuellen Niveau modernster Methoden und Techniken befinden – ganz im Sinne des lebenslangen Lernens – im Falle von QAMP rund um das Thema (Software-) Qualität. Zur Feier des Jubiläums bieten wir allen Interessenten zehn Prozent Rabatt sowohl auf neue Zertifikate als auch auf alle Rezertifizierungen. Die Aktion gilt bis zum 10. November 2018. WEITERE INFORMATIONEN ERHALTEN SIE AUF UNSERER WEBSITE UNTER www.asqf.de. FÜR FRAGEN STEHEN WIR IHNEN UNTER info@asqf.de ZUR VERFÜGUNG.

® Quality Assurance Management Professional Illustrationen: ©Shutterstock

mit neuem Modul CPIoT

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WWW.ASQF.DE/ASQF-DAYS


ASQF NEWS

Ausgabe 48  |  September 2018

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ASQF und OHM Professional School schließen Kooperationsvereinbarung Der ASQF freut sich, mit der OHM Professional School, ein Hochschulinstitut der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon OHM, einen neuen Kooperationspartner gewonnen zu haben. Die OHM Professional School, die sich selbst als Hochschule für Berufstätige versteht, und der ASQF verfolgen dabei gemeine Ziele: Vernetzung und Erfahrungsaustausch, innovative und zeitgemäße Weiterbildung über die Berufsausbildung hinaus, Wissen-

stransfer zwischen Industrie, Hochschule und Verband sowie die Verbindung von theoretischem Wissen und praktischen Fähigkeiten. Der Fokus des ASQF auf Software- und Systemqualität spiegelt sich auch in dem Studiengang wieder, der besonders von der Kooperation profitieren wird: So können die Studierenden des berufsbegleitenden weiterbildenden Masterstudienganges Software Engineering und Informationstechnik ab sofort die

Angebote des ASQF nutzen. Auch im Bereich der Karriereentwicklung sowie des Personal-Recruitings werden der ASQF und die OHM Professional School zukünftig zusammenarbeiten und Vorteile sowohl für die Studierenden bzw. Absolventen als auch die Mitgliedsunternehmen des ASQF generieren.

Ich arbeite in der IT-Branche, weil... Verraten Sie es uns auf unserer Facebook-Seite www.facebook.com/SQforyou oder schreiben Sie an redaktion@sq-magazin.de. Unter allen Teilnehmern verlosen wir zehn Tickets für den DIGITAL FUTUREcongress!


Schwerpunkt

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KOGNITIVES

TESTEN

WERDEN SOFTWARETESTER NOCH BENÖTIGT? Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen, Deep Learning, Neuronale Netze, Natural Language Processing. Alle reden davon, denn diese Themen verändern Geschäftsmodelle, beeinflussen unsere tägliche Arbeit und bereiten einigen von uns Angst. Wahrscheinlich liegt das daran, dass Künstliche Intelligenz bereits viele kognitive Eigenschaften aufweist. Kognition aber ist etwas, was der Mensch vor allem sich selbst zugesprochen hat. Künstliche Intelligenz ist für den Menschen zuerst Konkurrenz. Sind diese kognitiven Technologien und Themengebiete nun auch eine Konkurrenz für Software-Tester? Was bedeuten sie für die Arbeit von Testern? Werden kognitive Systeme das Berufsfeld vielleicht sogar völlig übernehmen?

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ ÜBERALL Künstliche Intelligenz (KI) gehört neben Digitalen Plattformen und anwenderorientierten Technologien zu den drei Trendthemen, die in den kommenden zehn Jahren einen wesentlichen Umbruch im Alltag und der täglichen Arbeit herbeiführen werden [Gar17]. Bereits heute begleitet uns KI durch den Tag – unter anderem in Form digitaler Assistenten wie Goo-

gle Assistant oder Amazon Alexa. Durch die hohe und weiterhin steigende Rechenleistung sowie starke Vernetzung von Geräten, Sensoren, usw. (Internet of Things) und den daraus gewonnenen Daten, sind unter anderem selbstfahrende Fahrzeuge, intelligente Leuchten und automatisierte medizinische Diagnosen bereits möglich. Vor 20 Jahren galten diese Themen noch als Science Fiction. Die digitale Revolution – der durch Computer, Vernetzung und Digitalisierung bedingte Umbruch des Alltags und der Arbeit – wird wesentlich von KI geprägt. Viele Aufgaben können von kognitiven Systemen übernommen werden. Sie stehen rund um die Uhr zur Verfügung und verursachen neben der Anschaffung nur vernachlässigbare Wartungskosten. Laut einer Umfrage von Belatrix-Software glauben 81 Prozent der befragten Unternehmen, dass Maschinelles Lernen in den kommenden fünf Jahren sich signifikant auf die Arbeit und das Geschäft auswirken wird [Bel16]. Weitere Studien gehen davon aus, dass durch den Einsatz von KI in den kommenden zehn bis 20 Jahren jeder zweite Arbeitsplatz in Deutschland verloren geht [Bow14, Fre13]. Doch was bedeutet dies für Software-Tester?


Schwerpunkt

Ausgabe 48  |  September 2018

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VON STARKER UND SCHWACHER KI Künstliche Intelligenz ist ein Teilgebiet der Informatik und beschäftigt sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens. Es lässt sich unterscheiden in starke KI, die menschliches Denken und Handeln mechanisiert, und schwache KI, welche für konkrete Aufgabenstellungen mit Hilfe von Mathematik und Informatik intelligentes Verhalten simuliert. Starke KI stellt zurzeit eine Vision dar. Sie wird in absehbarer Zeit nicht erreicht werden. Schwache KI hingegen wird bereits in Form von Maschinellem Lernen und Neuronalen Netzen eingesetzt. Diese Form von KI basiert auf kognitiven Fähigkeiten, das heißt der Erkennung von Formen und Mustern, dem Lernen aus historischen Daten sowie dem Prognostizieren anhand von bekanntem Wissen. Die mathematischen Grundlagen der heute verwendeten kognitiven Systeme gehen in die 80er und 90er Jahre zurück. Jedoch ist der Einsatz erst heute möglich, da ausreichend Rechenleistung und subjektiv unbegrenzt Datenspeicher (Big Data) zur Verfügung stehen. Auch der hohe Grad der Vernetzung (Internet of Things) befeuert den technologischen Fortschritt.

KOGNITIVES TESTEN Künstliche Intelligenz ist auch in der Software-Entwicklung ein Trendthema. Vor allem das Testen von Software gilt als interessanteste Phase für den Einsatz von KI, damit immer komplexer werdende Software-Systeme in ausreichendem Maß in möglichst kurzer Zeit verifiziert und validiert werden können [For16]. Die Möglichkeiten

Abb. 1 Hype Cycle 2017, © Gartner

von KI gehen jedoch darüber hinaus, sie ermöglicht eine Überwachung der produktiven Software in Echtzeit und Prognosen über zukünftige Veränderungen und Abweichungen, bevor sie auftreten. Weiterhin sind Analysen großer Datenmengen möglich, um beispielsweise Fehlertaxonomien zu identifizieren oder die Testabdeckung zu erhöhen. Die meisten Werkzeuge am Markt, zum Beispiel Eggplant oder ReTest, bieten einen automatisierten visuellen Abgleich der Benutzeroberfläche und können somit für den Akzeptanztest verwendet werden. Einige wenige Werkzeuge wie Mabl können nach einem Training Testfälle autonom entwerfen, durchführen und pflegen. Weiterhin überwachen die meisten KI-gestützten Testwerkzeuge Performanzveränderungen der

Software und prüfen regelmäßig die Informationssicherheit. Aufgrund historischer Daten und einem gezielten Training warnen die Werkzeuge frühzeitig, bevor es zu Einschränkungen in der Qualität kommt. Nach risikobasierten und agilen Testen bedeutet KI erneut ein Umdenken für Software-Tester. Zukünftig wird die Zusammenarbeit mit KIgestützten Werkzeugen sehr wichtig werden. Das Training dieser Systeme mit sinnvollen Daten, beispielsweise eine ausreichende Anzahl Bilder zu einem vorgegebenen Begriff, stellt dabei einen Schwerpunkt dar. Ein grundlegendes Verständnis der mathematischen und algorithmischen Grundlagen darf vorausgesetzt werden. Software-Test wird somit wieder ein Stück mehr technologieorientiert. KI übernimmt wesentliche Aufgaben


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des Software-Tests, beispielhaft die Testdurchführung oder den Testentwurf. Auf absehbare Zeit wird sie jedoch den Bedarf von Menschen nicht verstehen und daher Software-Tester nicht vollständig ersetzen.

KOGNITIVE SYSTEME ALS TESTOBJEKT Software-Tester werden nicht nur KIgestützte Werkzeuge verwenden, sondern auch kognitive Systeme prüfen. Dabei handelt es sich um SoftwareSysteme, die Regeln und Modelle der Realität implementieren und Entscheidungen anhand vorliegender historischer Daten treffen. Ein klassischer, deterministischer Testansatz, der aus der Prüfung eines vorher festgelegten Ergebnisses besteht, ist somit nicht mehr anwendbar. Daraus folgt, dass ein definierter Ergebnishorizont verifiziert werden muss. Dieser beschreibt, nach wie vielen Lernzyklen eine erwartete Genauigkeit erreicht wird. Weiterhin müssen stets Prognosen hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Genauigkeit des geprüften kognitiven Systems getroffen werden. Ein zusätzlicher Schwerpunkt wird die Prüfung der Ethik sein. Die Systeme müssen sich ethisch und moralisch entsprechend gesellschaftlicher Konventionen verhalten.

CO-BOTTEN IST DIE ZUKUNFT Software-Tester müssen sich anpassen, damit sie mit dem technologischen Wandel Schritt halten können. Die Zusammenarbeit mit Künstlicher Intelligenz – in der Industrie „co-botten” genannt – stellt die Arbeit der nahen Zukunft dar. Dabei verlagern sich die Schwerpunkte der Tätigkeit

als Software-Tester hin zum Training von kognitiven Systemen und der Verifizierung der Ethik. Die verwendeten Testwerkzeuge werden autonomer agieren als bisher. Damit können sich Software-Tester künftig mehr auf das Verstehen und Validieren des Kundenbedarfs konzentrieren und Routinearbeiten an ihren digitalen Assistenten übergeben.   Markus Höber ist Senior Quality Manager bei der adesso AG. Sein Herz schlägt für die agile Kultur, qualitätsgetriebene Software-Entwicklung und die neuesten technologischen Entwicklungen. Bei

QUELLEN

seinen Kunden konzipiert und unterstützt er die Einführung von agilem Software-Testen,

[For16] Forrester Research, How AI will change software development and applications https://www.forrester.com/report/How+AI+Wil l+Change+Software+Development+And+Applic ations [Fre13] Carl Benedikt Frey, Studie: The Future of Employment, 2013 https://www.oxfordmartin.ox.ac.uk/downloads/ academic/The_Future_of_Employment.pdf [Bow14] Jeremy Bowles, “The computerisation of European jobs”, 2014 http://bruegel.org/2014/07/the-computerisationof-european-jobs/ [Gar17] Gartner Hype Cycle For Emerging Technologies, 2017 ht tps: // w w w.gar tner.com /smar ter withgar tner/top-trends-in-the-gartner-hype-cycle-foremerging-technologies-2017/ [Bel16] Belatrix Umfrage Maschinelles Lernen, 2016 https://www.belatrixsf.com/downloads/Infografia_Machine_Learning.pdf

begleitet die digitale Transition und evaluiert und etabliert Testwerkzeuge.


Im Gespräch

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DER CPIOT IM TEST Georg Haupt, Trainer und Berater mit dem Schwerpunkt Qualitätssicherung und Software-Test von der oose Innovative Informatik eG, hat einen der ersten Kurse zur neuen ASQF-Zertifizierung Certified Professional for IoT gegeben. Das SQ-Magazin befragte ihn zu seiner persönlichen Beziehung zum Internet of Things (IoT) und was er von dem neuen Kurs hält. Herr Haupt, haben Sie schon über IoT in Ihrem Webradio berichtet? Das ist mal eine sehr außergewöhnliche Frage. Aber ja, tatsächlich habe ich schon in meiner Sendung über IoT und das neue Training zum „Certified Professional for IoT“ gesprochen. Allerdings nutzte ich dies als Entschuldigung für eine ausgefallene Sendung. Ich war zu dem Zeitpunkt beruflich unterwegs und konnte nicht „On Air“ gehen. Das Ausfallen der Sendung entschuldigte ich mit dem erwähnten Training. Gefolgt von einer kurzen Zusammenfassung über die Trainingsinhalte. Da nicht jeder Hörer eine Vorstellung hat, was ein Professional for IoT macht, erklärte ich kurzerhand am Beispiel eines IP-Radios was IoT ist. Inklusive Server, Stream, Klient und Hörerstatistiken. Dies hat sicherlich einige Hörer verwundert. Zur Erklärung: Ich moderiere eine Sendung für House-, Electround Dancemusic. Aber die Hörer sind einiges gewohnt von mir und verzeihen mir vieles. Spielt das IoT auch in Ihrem Privatleben eine Rolle? Zum Leidwesen meiner Familie, insbesondere meiner Frau, habe ich die Haussteuerung zu einem meiner Hobbys gemacht. Unser Haus ist nach allen Regeln der IoT-Kunst vernetzt. Über Temperatur, Lichtszenen und Multimediasteuerung hat man ja schon viel ge-

Georg Haupt

lesen. All dies finden Sie natürlich bei mir Zuhause. Es geht so weit, dass wir eine Nachricht bekommen, wenn der Postbote einen Brief in den Briefkasten wirft. Wenn die Regionalbahn verspätet fährt, dann sehe ich eine Warnung in der Haussteuerung. Direkt daneben die Anzeige, dass der Grünmüll raus muss und die Familien-Termine des aktuellen Tages. Die derzeitige Straßenverkehrslage inklusive Fahrzeit zum Büro mit dem Auto ist genauso ersichtlich wie auch der Zustand der Waschmaschine im Keller. Um die Frage zu beantworten: Ja, IoT spielt in meinem Privatleben eine große Rolle. Man könnte sagen, ich habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht – oder umgekehrt. Was sind die Hauptgründe, warum Sie die Schulung zum CPIoT in Ihr Portfolio aufgenommen haben? Meinen Hang zur Technik hatte ich schon erklärt. Allerdings bin ich auch seit annähernd 20 Jahren Tester. Es ist

meine persönliche Leidenschaft, alle meine Erfahrungen und das Wissen zu teilen. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich das Berufs- und Aufgabenfeld in der Qualitätssicherung in den nächsten Jahren deutlich ändern wird. Besonders mit Blick auf IoT. Darauf möchte ich meine Teilnehmer vorbereiten. In der IoT-Welt spricht man vom „Quality Engineer“ oder kurz QE. Die klassische Qualitätssicherung oder der althergebrachte Tester hat dort wenig Platz. Beim QE müssen wir unsere Arbeitsweise und Aufgaben neu überdenken. Die Aufgaben sind viel weitreichender als die klassische Validierung und Verifizierung nach dem V-Model. Fragen wie Architektur, funktionale Sicherheit, IT-Sicherheit, aber auch Organisations- und Entwicklungsstrukturen sind jetzt in der Verantwortung des QE. Das ist neu und ich möchte genau dieses neue Wissen vermitteln. Schön ist, dass das Training zum CPIoT versucht, die vielen „neuen“ Herausforderungen zu bündeln. Einige Themen werden noch nicht umfassend genug erklärt, aber der Anfang ist gemacht. Sie haben jetzt den ersten CPIoT-Kurs durchgeführt. Wie war es? Erfüllt der Kurs für Sie als Trainer die Erwartungen? Selbstverständlich ist noch nicht alles rund. Sowohl im Ablauf als auch im Lehrplan muss noch gefeilt werden. Aber der erste Schritt ist gemacht. Ich fand es sehr wichtig von Anfang an dabei zu sein und dieses Training anbieten zu können. Nur der frühe Vogel entscheidet, welche Würmer auf den Speiseplan kommen. Besonders interessant war es für mich zu beobachten, wie bei den Teilnehmer in drei Tagen Stück für Stück die Erkenntnis reifte „…so wie bisher


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können wir nicht weiter testen“. Die Inhalte des Trainings sind alle nicht wirklich neu. Aber in der Zusammenstellung und mit der Fokussierung ein wirklicher Mehrwert für jeden QS-Mitarbeiter. Auch – und das möchte ich besonders betonen – wenn man nicht in einem IoT-Projekt sitzt, sind die Inhalte wertvoll. Im Gegensatz zu den „althergebrachten“ ISTQB® Trainings wird beim CPIoT viel mehr Wert auf konstruktives QE gelegt. Also vorbeugende Maßnahmen, um Fehler erst gar nicht entstehen zu lassen. Dies war, obwohl der Ansatz über 30 Jahre alt ist, für die Teilnehmer in dieser Form neu. Es hat mir ausgesprochen viel Spaß gemacht, meinen Trainingsteilnehmern moderne Ansichten konzentriert

in einer Schulung auf Basis eines abgestimmten Lehrplans vermitteln zu können. Eventuell werden ja diese „neuen“ Erkenntnisse genutzt, um die eine oder andere Entwicklungsabteilung mit frischen Ideen zu befruchten. Ich würde es mir wünschen. Allerdings muss auch Kritik erlaubt sein. So wird im Lehrplan viel über Referenzarchitekturen geredet, aber nicht erwähnt, wozu diese benötigt werden, wie und warum diese angewendet werden. Oder wie die Architekturen in konkrete Projekte passen. Als Trainer muss ich viel neben den offiziellen Inhalten und Folien erklären, um die Inhalte in einen Zusammenhang zu bringen oder den praktischen Nutzen herauszuarbeiten. Auch glaube ich, dass im Lehrplan das Thema IT-Sicherheit (Security)

nicht den tatsächlichen Stellenwert bekommt, den es in der IoT haben müsste. Hierzu könnte und sollte noch viel mehr in den Lehrplan aufgenommen werden. Methoden wie STRIDE werden erwähnt, aber nicht erklärt und schon gar nicht ein Bezug zur praktischen Anwendung hergestellt. Mir als Trainer obliegt es dann, dafür Zeit im Ablauf zu reservieren und einen kleinen Exkurs zu halten. Selbstverständlich ergänzend zum eh schon vollgepackten Lehrplan. Trotz alledem, ist das Training zum Certified Professional for IoT eine deutliche Bereicherung der Zertifikatslandschaft und ich bin froh, dies halten zu dürfen. Die Inhalte sind richtig, wichtig und anwendbar. Ich freue mich auf das nächste Training am 26. November in Hamburg.

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Schwerpunkt

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MACHEN KLUGE SYSTEME AUTOS SICHERER?

ANSÄTZE FÜR DIE AUTOS DER ZUKUNFT

Die Statistik zeigt, dass der europäische Verkehr sicherer wird. Die Zahl der Unfallopfer sinkt. Diesen positiven Trend können Fahrerassistenzsysteme und automatisierte Fahrfunktionen unterstützen. Da beim Fahren mehr Entscheidungen durch Software getroffen werden, ist eine sichere Auslegung der zugrunde liegenden Elektronik, Hardware und Software essentiell. Einen wesentlichen Beitrag dazu liefert in der Automobilindustrie die breite Akzeptanz der ISO-26262:2011. Derzeit wird an Erweiterungen dieses Standards gearbeitet. Ziel ist ein ganzheitlicher Ansatz, der auch die „Safety of the intended functionality“ abdeckt, bei der Gefährdungen vermieden werden, die über einen Ausfall oder die Fehlfunktion von E/E-Systemen (Glossar auf S. 18) hinausgehen. Last but not least ist die angemessene Berücksichtigung der Fahrer-Interaktion notwendig. Nur so kann ein optimaler Nutzen aus diesen Entwicklungen gezogen werden. Interdisziplinäre Zusammenarbeit hilft dabei, dass die entwickelten Systeme sicher genutzt werden können.

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Abb.1: Automatisierungsebenen nach SAE- und VDA-Klassifikation

ASSISTENZSYSTEME UND AUTOMATISIERTE FAHRFUNKTIONEN Fahrerassistenzsysteme werden nach den gängigen SAE- und VDA-Klassifikationen in sechs Automatisierungsebenen eingeteilt (s. Abb. 1). Reine Warnsysteme (Beispiel: SpurhalteWarner) werden der Automatisierungsebene 0 zugeordnet. Ein Spurhalteassistent dagegen, der aktiv gegenlenkt, wenn das Fahrzeug droht, die Spur zu verlassen, gehört zur Automatisierungsebene 1. Die Kombination von automatisierten Systemen zur lateralen Kontrolle (also der Lenkfunktion und der Spurstabilität) mit solchen zur longitudinalen Kontrolle (also des Beschleunigens und Bremens wie beim adaptiven Tempomat) führt zu den höheren Automatisierungsebenen.

Ein typisches Level-2-System ist ein Stauassistent (Traffic Jam Assist), der es dem Fahrer erlaubt, unterhalb einer definierten Geschwindigkeitsgrenze die Hände vom Lenkrad nehmen. Jedoch muss der Fahrer das automatisierte System ständig überwachen, um gegebenenfalls die Kontrolle zu übernehmen. Um dieses zu demonstrieren, ist es erforderlich, dass der Fahrer bei Überschreitung der Geschwindigkeitsgrenze die Hände ans Lenkrad nimmt (hands-on-detection system) oder die Augen ständig auf die Fahrbahn richtet (driver-monitoring system). Ein typisches Level-3-System ist ein Autobahnpilot (Highway pilot). Dabei kann der Fahrer sich anderen Aufgaben widmen, während das automatisierte System das Fahrzeug eigenständig fährt. Jedoch muss der Fahrer

damit rechnen, dass Übergabe-Szenarien früher als geplant auftreten – in Abgrenzung zu einem Level-4-System, welches in der definierten Umgebung die Fahraufgabe unter allen Umständen eigenständig löst.

BEHERRSCHUNG VON AUSFÄLLEN UND FEHLFUNKTIONEN Funktionale Sicherheit kann nur gewährleistet werden, wenn im Vorfeld die Risiken als potentielle Fehler- oder Ausfallquellen erkannt und nach Gefährlichkeit eingestuft werden. Eine frühe Norm war die IEC 61508, deren Anwendbarkeit auf den Automobilbereich jedoch eingeschränkt war. Die IEC 61508 betrifft elektrische, elektronische und programmierbare elektronische Systeme, die sicherheitskritisch sind. Sicherheitskritisch meint hier Fehlverhalten der Systeme, die zum


Schwerpunkt

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Abb. 2: Grundlagen der kognitiven Assistenz nach Endsley, 1995

Beispiel für Gesundheit oder Leben von Menschen oder für die Umwelt gefährlich werden können. Dazu werden „Safety Integrity Levels“ definiert (SILs entsprechen Stufen der Sicherheitsintegrität oder Sicherheitsanforderungen). Die Gefährdungsstufe mit den geringsten Anforderungen ist SIL 1, die höchsten Anforderungen werden an SIL 5 gestellt. Mit der ISO-26262:2011 hat eine Standardisierung der Funktionalen Sicherheit in der Automobilindustrie stattgefunden. Es werden Sicherheitsanforderungsstufen als „Automotive Safety Integrity Level“ (ASIL) definiert von ASIL A (gering) bis ASIL D (hoch), wobei nicht sicherheitsrelevante Systeme als QM („Quality-Managed“) klassifiziert werden. Die ISO-26262 fordert standardisierte Sicherheitsanalysen für sicherheitskritische Systeme. Dazu zählen die Gefährdungs- und Risikoanalyse (mit dem Ergebnis der ASIL-Einstufung),

die Fehlerbaumanalyse und die Design-FMEA (Failure Mode & Effect Analysis). Zum Sicherheitsnachweis gehören auch Prozessmaßnahmen und die Untersuchung etwaig auftretender Auffälligkeiten bei der Entwicklung des Systems. Die Ausdehnung der Analysen und Konzepte der Funktionalen Sicherheit auf mechanische und hydraulische Systeme ist nach ISO-26262 zwar nicht gefordert, dennoch entscheiden sich manche Organisationen dazu im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes zur System- oder Produktsicherheit. Die zuständige ISO-Arbeitsgruppe ergänzt in der Version 2 den Standard um weitere Themen, u.a. zur Berücksichtigung von Bussen, Nutzfahrzeugen und Motorrädern, sowie um Anforderungen an Halbleiter und an fail-operational Design. Der bereits erarbeitete FDIS wird voraussichtlich noch in diesem Jahr zum neuen Internationalen Standard ISO-26262:2018.

SAFETY OF THE INTENDED FUNCTIONALITY Nicht abgedeckt werden durch die ISO-26262 folgende Aspekte: a) Die Performance von Sensoren und Algorithmen (der nominalen oder intendierten Funktion), insbesondere bei Fahrerassistenzsystemen und höheren Automatisierungsstufen; b) Aspekte der Cybersecurity, die die Funktionale Sicherheit beeinflussen. Der Aspekt a) wird durch die Entwicklung einer „Publicly Available Specification“ für die „Safety of the intended functionality“ abgedeckt (SOTIF-PAS in 2018, später geplant als ISO-21448-Standard); der Aspekt b) durch die Entwicklung des ISO21434-Standards („Road vehicles – Cybersecurity Engineering“). Zur Risikoreduktion verwendet der SOTIF-PAS die folgenden Prinzipien:


17

Die Leistung des Menschen ist dann am besten, wenn er weder unter- noch überfordert ist (YerkesDodson Law, 1908). Ein gutes SystemDesign muss also sowohl Unter- als auch Überforderung ausschließen, damit Level-2-Systeme tatsächlich einen Zuwachs an Sicherheit bringen.

- Akzeptanz des Restrisikos bei genügend hoher Kontrollierbarkeit durch den Fahrer oder bei hinreichend kleiner Schadensauswirkung, - Modifikation des funktionalen Konzepts, der intendierten Funktion oder funktionale Verbesserung zur Risikoreduzierung, - Verifikation und Validierung der Use cases in den bekannten Szenarien („SOTIF V&V Area-2“), - Verifikation und Validierung zur Entdeckung bisher unbekannter Szenarien („SOTIF V&V Area-3“). Den Unterschied zwischen der SOTIF Verification & Validation Areas verdeutlichen die folgenden Beispiele: - Es ist bekannt, dass analog zum menschlichen Auge die Leistungsfähigkeit einer Kamera zur Objektklassifikation bei Gegenlicht (z.B. tiefstehende Sonne) stark abnimmt. Also gehören Testfälle, die die Zuverlässigkeit des Notbremsassistenten bei Gegenlicht prüfen, zur Area-2. - Ebenso ist bekannt, dass metallische Konstruktionen wie zum Beispiel Brücken oder Schilderbrücken die Reflexion der Radarwellen stark beeinflussen. Manche Hersteller haben sich deshalb entschieden, dass ihr Notbremsassistent basierend allein auf dem Radarsignal nicht auf stehende Objekte bremst. Hier handelt es sich also um eine Modifikation des funktionalen Konzepts und der intendierten Funktion. Dagegen wäre eine Area2-Validierung das Testen des Systems (Notbremsassistent oder adaptiver Tempomat) in entsprechender Umgebung, d.h. beim Überfahren von metallischen Brücken oder Unterqueren von Schilderbrücken. Darüber hinaus sollte man Area-3-Validierung durchführen, um festzustellen, ob auch andere, bisher nicht berücksichtigte Objekte oder Szenarien, einen Einfluss auf die Performance des Systems haben.

IRONIE DER AUTOMATION Aus kognitiver Sicht lässt sich die Fahraufgabe herunterbrechen auf die in Abb. 2 dargestellten Schritte und Unterschritte. Kognitive Aufgaben werden individuell unterschiedlich gut gelöst – so existieren folgende Einflussfaktoren: - die Ziele, die verfolgt werden (zum Beispiel zügig ans Ziel zu kommen oder sicher und defensiv zu fahren), - die Aufmerksamkeit auf die Fahraufgabe (oder die Abgelenktheit zum Beispiel durch ein Smartphone), - das Gedächtnis und die Erfahrung mit ähnlichen Situation, - die Fähigkeiten durch Training und Erfahrungen. Auch die Auslegung des Systems und seine Einbettung in die Umwelt beeinflussen die Güte bei der Lösung der Fahraufgabe. Relevante Faktoren sind: - Komplexität und Systemdesign: Ein intuitives Design mit Beschränkung auf die Anzeige relevanter Information verringert die Komplexität. - Stressfaktoren und Belastung beeinflussen das Fahrverhalten. Die Analyse von Unfallursachen ergibt das folgende Bild: Häufig sind Defizite in der sensorischen Aufnahme („der Fahrer hat etwas übersehen“) und in der Entscheidung (inkorrekte Entscheidung oder zu späte Entscheidung). Selten hingegen werden die Wahrnehmung und die Handlung als Unfallursache genannt. Gerade bei der verbesserten sensorischen Aufnahme können Fahrerassistenzsysteme wie Kreuzungsassistent oder Totwinkelassistent sehr hilf-


Schwerpunkt

Ausgabe 48  |  September 2018

reich sein. Ein System zur frontalen Kollisionswarnung gleicht Aufmerksamkeitsdefizite aus, der Notbremsassistent vereint Entscheidung und Handlung. Jedoch gibt es auch Tücken. Bei einer Analyse von Automatisierungsfolgen kommt Bainbridge (1983) zu folgenden Erkenntnissen:

Dr.-Ing. Manfred Schölzke leitet bei der Opel Automobile GmbH (Groupe PSA) die Abteilung für „Vehicle System Safety“. In deren Verantwor-

- Je komplexer die Automation ist, desto wichtiger wird die Rolle des Menschen (im Gesamtsystem). - Je seltener ein Mensch eingreifen muss, desto schlechter wird er dies tun können. - Das System übernimmt Aufgaben, die Menschen schlecht ausführen können (und die überhaupt automatisierbar sind nach dem Stand der Technik); Menschen sollen aber überwachen, ob die Automation das Richtige tut. - Der Mensch muss gerade dann eingreifen, wenn es die Automation nicht mehr schafft.

tung fallen die Funktionale Sicherheit der Chassis- und Fahrerassistenzsysteme und die Sicherheitsfreigaben für Entwicklungs- und Serienfahrzeuge. Bevor Herr Schölzke im Jahr 2007 zu Opel kam, war er u.a. als Berater und Trainer für System- und SoftwareEntwicklungsprozesse nach CMMI und Automotive-Spice tätig. Er promovierte an der TU Kaiserslautern zu einem Thema der technischen Informatik.

Daraus kann sich das grundlegende Problem ergeben, dass menschliche Fähigkeiten nicht adäquat verfügbar sind, wenn sie bei der Automation ausnahmsweise benötigt werden. Insbesondere betrifft dieses die Notfallsituationen, die deshalb besonders gut geübt sein sollten. Eine weitere Beobachtung ist, dass sich die Workload des Menschen verschiebt hin zu großen Anteilen monotoner Supervision und kleinen Anteilen (hoch) anspruchsvoller Aufgaben. So resultieren zwei wesentliche Nebenwirkungen bei der Automatisierung von Fahrfunktionen: Ein zunehmender Verlust des Situationsbewusstseins, je mehr der Fahrer

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in eine passive Rolle gerät, und eine zunehmende Monotonie, je mehr der Fahrer entlastet wird. Jedoch ist die Leistung des Menschen dann am besten, wenn er weder unter- noch überfordert ist (Yerkes-Dodson Law, 1908). Ein gutes System-Design muss also sowohl Unter- als auch Überforderung ausschließen, damit Level2-Systeme tatsächlich einen Zuwachs an Sicherheit bringen.

GLOSSAR ISO-26262:2011 ist die Norm, die funktionale Sicherheit von Systemen mit elektronischen Komponenten in Kraftfahrzeugen, garantieren soll. (de. wikipedia.org/wiki/ISO_26262) SOTIF – Safety of the intended functionality – legt fest, wie etwas zu funktionieren hat, damit es möglichst sicher ist. Anhand der SOTIF wird die Sollfunktion definitiert und entwicklt. E/E-Systeme sind vernetzte Elektrikund Elektronik-Systeme, die im Fahrzeug und zwischen Fahrzeugen komplexe Bordnetze bilden und eine Vielzahl von Funktionen und elektrische Komponenten miteinander verbinden und steuern. IEC 61508 ist eine internationale Norm. Sie normiert elektrische, elektronische und programmierbare Systeme, die eine Sicherheitsfunktion ausführen. (de.wikipedia.org/wiki/IEC_61508)


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CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

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Integrata / CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

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ISTQB ® Certified Tester – Foundation Level Braunschweig

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Wolfsburg

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sepp.med gmbh

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CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

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EXCO GmbH

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QualityDojo IT-Consulting GmbH

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Wiesbaden

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3,5

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München

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Erlangen

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Method Park Holding AG

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ISARTAL akademie GmbH

Mannheim

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ITGAIN Consulting Gesellschaft für IT-Beratung mbH

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Loyal Team GmbH

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Hannover

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CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

Röttenbach

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sepp.med gmbh

Zürich

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Software Quality Lab GmbH

München

22.10.2018

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Sogeti Deutschland GmbH

München

23.10.2018

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Software Quality Lab GmbH

STAND: August 2018

G. Muth Partners GmbH


Köln

05.11.2018

4

SQS

Berlin

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Software Quality Lab GmbH

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BREDEX GmbH

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Lysant GmbH

Frankfurt

12.11.2018

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SQS

München

14.11.2018

3

QualityDojo IT-Consulting GmbH

Stuttgart

16.11.2018

4 Freitage

Hamburg

19.11.2018

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CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

Stuttgart

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Sogeti Deutschland GmbH

Köln (Englisch)

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SQS

Hannover

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ITGAIN Consulting Gesellschaft für IT-Beratung mbH

München Unterhaching

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Philotech Academy

Frankenthal

26.11.2018

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EXCO GmbH

München

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5

ISARTAL akademie GmbH

Stuttgart

26.11.2018

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Loyal Team GmbH

Wien

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Software Quality Lab GmbH

abilex GmbH

ISTQB ® Certified Tester – Foundation Level Extension, Agile Tester Berlin

13.09.2018

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QualityDojo IT-Consulting GmbH

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Loyal Team GmbH

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24.09.2018

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Loyal Team GmbH

Wolfsburg

26.09.2018

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sepp.med gmbh

Hamburg

27.09.2018

2

SQS

Frankfurt

01.10.2018

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CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

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01.10.2018

2

QualityDojo IT-Consulting GmbH

München

01.10.2018

2

SQS

München

08.10.2018

2

Loyal Team GmbH

München

15.10.2018

2

Sogeti Deutschland GmbH

Berlin

18.10.2018

2

QualityDojo IT-Consulting GmbH

Hamburg

03.11.2018

3

oose Innovative Informatik eG

Linz

06.11.2018

2

Software Quality Lab GmbH

Köln

12.11.2018

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Loyal Team GmbH

Frankfurt

12.11.2018

2

Loyal Team GmbH

Frankfurt

12.11.2018

2

QualityDojo IT-Consulting GmbH

Hamburg

19.11.2018

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Loyal Team GmbH

Hannover

19.11.2018

2

QualityDojo IT-Consulting GmbH

ISTQB ® Certified Tester – Foundation Level Extension, Model-Based Tester Frankfurt

20.09.2018

2

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

Röttenbach

24.09.2018

2

sepp.med gmbh

Hamburg

17.10.2018

3

oose Innovative Informatik eG

ISTQB ® Certified Tester – Advanced Level, Test Manager München

10.09.2018

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CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

Frankfurt

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Loyal Team GmbH

Hamburg

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oose Innovative Informatik eG

Stuttgart

17.09.2018

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Sogeti Deutschland GmbH

Hamburg

17.09.2018

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SQS

Berlin

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Loyal Team GmbH

Münster

08.10.2018

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CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

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Loyal Team GmbH

Wien

10.10.2018

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Nagarro GmbH

Frankfurt

15.10.2018

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Sogeti Deutschland GmbH

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SQS

München

22.10.2018

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ISARTAL akademie GmbH

Hamburg

22.10.2018

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Bremen

22.10.2018

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Loyal Team GmbH

Wien

05.11.2018

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Software Quality Lab GmbH

Frankfurt

05.11.2018

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SQS

Stuttgart

12.11.2018

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CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

Frankfurt

12.11.2018

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QualityDojo IT-Consulting GmbH

ISTQB ® Certified Tester – Advanced Level, Test Analyst Hamburg

10.09.2018

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SQS

Linz

08.10.2018

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Software Quality Lab GmbH

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08.10.2018

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SQS

Düsseldorf

16.10.2018

4

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

Frankfurt

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Software Quality Lab GmbH

Berlin

05.11.2018

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Loyal Team GmbH

Berlin

05.11.2018

4

Software Quality Lab GmbH

Wien

19.11.2018

4

Nagarro GmbH

ISTQB ® Certified Tester – Advanced Level, Technical Test Analyst Hamburg

10.09.2018

3

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

Frankfurt

29.10.2018

3

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

Köln

12.11.2018

3

SQS


Die Welt wird smart

und wir stehen mittendrin

Sensibel sein Das Internet der Dinge nicht als Bedrohung, sondern als Chance begreifen. Wege finden, Innovationen schaffen. Zukunftsbilder selbst entwerfen, weil wir sie genau so wollen. Die Explosion der Daten als Treibstoff für informationsgesteuerte Handlungen begreifen.

Experte sein Wissen, was zu tun ist und Antworten haben. Die richtigen Fragen kennen und Lösungen finden: Wann macht Automatik Sinn, wann nicht? Steuern, was zu steuern ist und den Maschinen überlassen, was sie besser können.


Die richtige Sprache sprechen Verstehen, lernen und smart bleiben. Wenn wir miteinander reden können, wachsen wir über die Grenzen der Systeme hinaus. Und wir schaffen vernetzte Systeme.

Nur Qualität ist gut genug IoT ist die Summe aller Systeme. Das IoT steht in unseren Diensten. Es ist nicht gegen uns. Es hat Qualität und Klasse. Und es ist neu!

Entwickeln, verändern, anpassen Das Internet der Dinge nutzen und verbessern. Die künstliche Intelligenz wird uns nicht überflügeln, weil wir uns weiterentwickeln, viel lernen und lebendige, kreative Ideen haben.


Wien

13.11.2018

3

Software Quality Lab GmbH

München

13.11.2018

3

Software Quality Lab GmbH

ISTQB ® Certified Tester – Advanced Level, Security Tester Hamburg

29.10.2018

3

Sogeti Deutschland GmbH

Frankfurt a.M.

14.11.2018

3

Sogeti Deutschland GmbH

ISTQB ® Certified Tester – Advanced Level, Test Automation Engineer (TAE) Ratingen

29.10.2018

3

Sogeti Deutschland GmbH

München

19.11.2018

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Sogeti Deutschland GmbH

IREB ® Certified Professional for Requirements Engineering – Foundation Level München

10.09.2018

3

ISARTAL akademie GmbH

Berlin

10.09.2018

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QualityDojo IT-Consulting GmbH

Stuttgart

11.09.2018

2

SOPHIST GmbH

München

12.09.2018

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Loyal Team GmbH

Berlin

17.09.2018

3

mictoTOOL GmbH

Nürnberg

17.09.2018

3

SOPHIST GmbH

Hamburg

24.09.2018

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SQS

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25.09.2018

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Nagarro GmbH

Köln

26.09.2018

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Hannover

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QualityDojo IT-Consulting GmbH

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09.10.2018

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Method Park Holding AG

Frankfurt

09.10.2018

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Software Quality Lab GmbH

Frankenthal

15.10.2018

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EXCO GmbH

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15.10.2018

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mictoTOOL GmbH

Berlin

15.10.2018

3

QualityDojo IT-Consulting GmbH

Wolfsburg

16.10.2018

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sepp.med gmbh

Stuttgart

22.10.2018

2

CGI Deutschland Ltd. & Co. KG

München

22.10.2018

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ISARTAL akademie GmbH

Hamburg

22.10.2018

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oose Innovative Informatik eG

Berlin

23.10.2018

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Software Quality Lab GmbH

Düsseldorf

29.10.2018

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SOPHIST GmbH

München

29.10.2018

3

SQS

Hamburg

05.11.2018

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Loyal Team GmbH

Wien

06.11.2018

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Software Quality Lab GmbH

Erlangen

07.11.2018

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Method Park Holding AG

München

07.11.2018

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SOPHIST GmbH

Frankfurt

12.11.2018

3

Loyal Team GmbH

Berlin

12.11.2018

3

mictoTOOL GmbH

München

13.11.2018

3

Software Quality Lab GmbH

Frankfurt

14.11.2018

3

QualityDojo IT-Consulting GmbH

Nürnberg

19.11.2018

3

SOPHIST GmbH

Frankfurt

19.11.2018

3

SQS

Hannover

21.11.2018

3

QualityDojo IT-Consulting GmbH

IREB ® Certified Professional for Requirements Engineering – Advanced Level, Requirements Elicitation and Consolidation Frankfurt

17.09.2018

3

SOPHIST GmbH

Linz

02.10.2018

3

Software Quality Lab GmbH

Köln

08.10.2018

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SQS

IREB ® Certified Professional for Requirements Engineering – Advanced Level, Requirements Modeling Nürnberg

10.10.2018

3

SOPHIST GmbH

Linz

23.10.2018

3

Software Quality Lab GmbH

München

05.11.2018

3

ISARTAL akademie GmbH

Frankfurt

07.11.2018

3

SOPHIST GmbH

Zürich

13.11.2018

3

Software Quality Lab GmbH

IREB ® Certified Professional for Requirements Engineering – Advanced Level, Requirements Management Berlin

04.09.2018

3

mictoTOOL GmbH

Stuttgart

24.09.2018

3

Method Park Holding AG

Wien

08.10.2018

4

Software Quality Lab GmbH

Berlin

06.11.2018

3

mictoTOOL GmbH

IREB – RE@Agile Primer Berlin

20.09.2018

1

mictoTOOL GmbH

Berlin

18.10.2018

1

mictoTOOL GmbH

Nürnberg

08.11.2018

1

SOPHIST GmbH

Hamburg

12.11.2018

4

oose Innovative Informatik eG

Berlin

15.11.2018

1

mictoTOOL GmbH

ICPMSB Certified Professional for Medical Software Frankenthal

05.11.2018

4

EXCO GmbH

Röttenbach

27.11.2018

4

sepp.med gmbh

UXQB ® Certified Professional for Usability and User Experience – Foundation Level Hamburg

10.09.2018

3

oose Innovative Informatik eG

Wien

10.10.2018

2

Software Quality Lab GmbH

Linz

17.10.2018

2

Software Quality Lab GmbH

München

24.10.2018

2

Software Quality Lab GmbH


iSAQB Certified Professional for Software Architecture – Foundation Level Berlin

12.11.2018

4

Software Quality Lab GmbH

Graz

19.11.2018

4

Software Quality Lab GmbH

SONSTIGE Hamburg

26.11.2018

3

oose Innovative Informatik eG

Frankenthal

22.10.2018

4

EXCO GmbH

ASQF ® Certified Professional for IoT ASQF ® Certified Professional for Project Management

Röttenbach

12.11.2018

4

sepp.med gmbh

ASQF ® Certified Professional for Project Management

Ratingen

07.11.2018

3

Sogeti Deutschland GmbH

CMAP Mobile App Test Automation

Frankfurt a.M.

26.09.2018

3

Sogeti Deutschland GmbH

CMAP Mobile Performance Testing

München

10.10.2018

2

Sogeti Deutschland GmbH

iSQI ® Certified Agile Business Analysis

München

08.10.2018

2

Sogeti Deutschland GmbH

iSQI ® Certified Agile Essentials

Wien

18.09.2018

3

Nagarro GmbH

iSQI ® Certified Agile Test Driven Development

Wien

13.11.2018

3

Nagarro GmbH

iSQI ® Certified Agile Test Driven Development

AGILE

REQUIREMENTS ENGINEERING

SECURIT Y

MOBILE

SOF T WA RE TESTING

PROJECT MANAGEMENT

USABILITY

SPECIALISED

PRODUCT MANAGER

SOF T WA RE A RCHITEC TURE

WEITERE ANGEBOTE

MEDICAL

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Puchheim

Agiles Planen und Analysieren mit Use Case 2.0 und UML Design Thinking erleben und begreifen

Datum(Start)

Tage

Anbieter

13.11.2018

3

Anywhere.24 GmbH

Hamburg

17.10.2018

3

oose Innovative Informatik eG

Hamburg

12.11.2018

2

oose Innovative Informatik eG

Modellbasiertes Systems-Engineering mit SysML inklusive Funktionale Architekturen für Systeme (FAS)

Hamburg

17.09.2018

5

oose Innovative Informatik eG

System- und Softwarearchitekturen für das Internet der Dinge (IoT)

Hamburg

24.09.2018

3

oose Innovative Informatik eG

Funktionale Sicherheit

München

09.10.2018

2

Software Quality Lab GmbH

Testen von Microservices

Wien, München, Linz

16.10.2018

2

Software Quality Lab GmbH

Testgetriebene SW-Entwicklung

München

06.11.2018

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Software Quality Lab GmbH

Agiles Requirements-Engineering - Vom Stakeholder zum Backlog

München

29.10.2018

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SOPHIST GmbH

Nürnberg

24.09.2018

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SOPHIST GmbH

Nürnberg

05.11.2018

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SOPHIST GmbH

Scrum Master Introduction (SMI)

Köln

24.09.2018

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SQS

Scrum Master Introduction (SMI)

Frankfurt

29.10.2018

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SQS

Qualitätsmetriken für Anforderungsspezifikationen - Von der Spezifikation zur Kennzahl Systems-Engineering - Wie viel Requirements und Architektur benötigen Sie wirklich?

Zusätzliche Schulungs- und Seminartermine finden Sie auf www.isqi.org! Irrtümer, Termin- und Preisänderungen vorbehalten. Es gelten die allgemeinen Geschäfts- und Preisbedingungen des jeweiligen Veranstalters.

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STAND: August 2018

Seminartitel


Buchvorstellung

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BASISWISSEN TESTDATEN­ MANAGEMENT Die Bedeutung des Managements von Testdaten für Projekte und der dafür erforderliche Aufwand werden häufig unterschätzt. Kurz vor Inkrafttreten der EU-Datenschutzgrundverordnung am 25.05.2018 erschien mit „Basiswissen Testdatenmanagement“ das Buch zum Lehrplan „GTB Certified Tester Foundation Level Test Data Specialist“. Nicht nur der von der Verordnung betroffene regulatorische Hintergrund wird hier behandelt, auf knapp 190 Seiten liefert das Buch einen guten Einstieg und umfassenden Überblick zum Testdatenmanagement basierend auf den Ergebnissen des ASQFArbeitskreises zu diesem Thema. Kompakt und klar strukturiert werden zunächst allgemeine Punkte wie Herausforderungen, Risiken, Nutzen sowie Verfahren zur Erzeugung von Testdaten beschrieben. Als zentraler Bestandteil folgt daraufhin die Darstellung des Testdaten-Managementprozesses mit Aktivitäten, Rollen und den zugehörigen Artefakten. Hier erläutern die Autoren insbesondere auch den Zusammenhang und die Abhängigkeiten zum fundamentalen Testprozess des ISTQB. Ergänzt wird die Thematik durch Kapitel zu Testdatenwerkzeugen und der organisatorischen Einbindung des Testdaten-Managementprozesses. Das Buch veranschaulicht die einzelnen Themen durch kurze praxisnahe Beispiele. Zusätzlich widmet sich ein separates Kapitel projektbezogenen Artefakten wie z.B. dem Testdatenkonzept und der Testdatenspezifikation. Hier werden auf Basis eines fiktiven Projektes Artefakte bereitgestellt, die als Muster zur Ausgestaltung im eigenen Projektkontext dienen können. Zu jedem Hauptkapitel gibt es eine fiktive Kurzgeschichte, die in das jeweilige Thema einführt. Hier entdeckt der Leser Situationen und Probleme,

die ihm aus der eigenen Projektarbeit sicherlich bekannt vorkommen und uns des Öfteren ein Schmunzeln entlockt haben. Mit „Basiswissen Testdatenmanagement” ist den Autoren ein leicht zu lesendes Werk gelungen, das sich nahtlos in die bekannte Reihe des dpunkt. verlags einfügt. Einsteiger finden hier einen fundierten Zugang zur Thematik, aber auch Leser mit Erfahrungen in diesem Bereich werden neue Aspekte zur Unterstützung ihrer täglichen Arbeit entdecken. Personen, die sich mit diesem Buch auf die Prüfung zum Test Data Specialist vorbereiten wollen, finden am Ende jedes Themenblocks Kontrollfragen und entsprechende Lösungshinweise. Die Lektüre von „Basiswissen Testdatenmanagement” kann man nur jedem ans Herz legen, der in irgendeiner Form mit Testdaten in Berührung kommt.

Dipl. Inform. Dierk Ehmke bietet in der periplus instruments GmbH & Co. KG Lösungen zum Testdatenmanagement an.

Michael Kurz arbeitet seit 16 Jahren als Testspezialist bei der Deutschen Post IT Services.


Im Gespräch

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INTELLIGENTE WISSENSDATENBANKEN Wenn Sie eine E-Mail an Firmen wie die Magix AG schreiben, bekommen Sie innerhalb weniger Sekunden einen Antwort. Wie geht das? Kann der Mensch, der die E-Mail bekommt, alle Antworten auf die vielen verschiedenen Fragen, die Unternehmen jeden Tag erreichen, wissen? Kann er sofort die gerade eingehende E-Mail beantworten? Bei anderen Firmen, wie der Klingel Gruppe oder Call a Bike von der Deutschen Bahn, erhält man sogar schon während der Eingabe im Kontaktformular seine Antwort. So schnell kann ein Mensch kaum sein. Und es ist auch gar nicht notwendig, denn inzwischen gibt es Programme, die den Kundensupport unterstützen oder sogar selber die Antwort schreiben. Matthias Meisdrock, Geschäftsführer und Inhaber der OMQ GmbH, entwickelt mit seinem Team solch eine Software. Das SQ-Magazin hat mit ihm über den aktuellen Stand der Entwicklung von Software für die Bereiche Service und Support gesprochen und welche Chancen sich mit dieser Unterstützung für Unternehmen bieten.

Herr Meisdrock, E-Mails von einem Computerprogramm? Womit haben Kunden da zu rechnen? In unserem Fall geht es nicht um EMails an sich, sondern um die Beantwortung von Kundenanfragen. Die E-Mail ist hier das gängige Medium. Mit dem OMQ System erhalten die Kunden sofort eine Antwort, ohne wie gewöhnlich mehrere Tage warten zu müssen. Und wie funktioniert das genau? Wie soll ein Computer auf einen Kunden eingehen können? Merkt der Kunde, dass er mit einem Computer spricht? Wir bieten verschiedene Produkte im Bereich der Automatisierung von Service an. Eine Produktgruppe beantwortet die Fragen des Kunden direkt, die andere hilft dem Serviceagenten, die Anfrage vom Kunden schneller zu beantworten. Auf Seite der direkten Beantwortung bieten wir zum Beispiel das Produkt OMQ Contact, das an das Kontaktformular des Unternehmens ange-


Im Gespräch

schlossen wird. Wenn beispielsweise ein Kunde einer Software-Firma im Kontaktformular beschreibt, dass beim Starten seines VideoschnittProgramms eine Fehlermeldung erscheint, versteht die Künstliche Intelligenz von OMQ die Intention des Kunden. Neben dem Formular erscheint in Echtzeit eine Lösung zu seinem Problem. In diesem Fall erkennt das System, dass der Kunde ein Produkt-Update installieren muss. Dem Kunden ist so sofort geholfen und der Support des Unternehmens muss die Frage nicht manuell beantworten. Ist die Software intelligent oder ist es im Grundsatz eine Datenbanklösung? Der Service in Unternehmen läuft in der Regel so ab, dass zu möglichen Kundenanfragen Antworten erstellt werden. Hierzu gehören zum Beispiel Fragen zur Garantie, zu Gutscheinen, Reklamationen, Fragen zu technischen Problemen oder zur Benutzung einer Software. Mit dieser Liste an Fragen und Antworten werden Mitarbeiter in Workshops geschult. Die Mitarbeiter beantworten dann manuell E-MailAnfragen. Also haben Unternehmen im Grunde ein internes Service FAQ? Ja und das beruhte bisher auf viel manueller Arbeit. Bei dem OMQ System hingegen werden die Fragen und deren Antworten direkt in unsere Datenbank eingetragen. Die Intelligenz kommt dann zum Tragen, wenn die OMQ Wissensdatenbank eine eingehende E-Mail analysiert und daraufhin die passende Lösung vorschlägt. Unser Produkt OMQ Assist hilft dem Agenten zum Beispiel bei der Beantwortung der E-Mail-Anfragen. Wenn eine E-Mail vom Kunden zu einer Garantiefrage im Ticketsystem eingeht, liest sich unsere Software diese durch und zeigt dem Agenten bereits pas-

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sende Antworten automatisch an. Der Agent wählt die Antwort aus, die E-Mail wird daraufhin automatisch erstellt und versendet. Der Prozess dauert wenige Sekunden statt mehrerer Minuten. Der Agent kann ohne aufwendige Schulung Anfragen schnell und sicher beantworten. Was ist an der Wissensdatenbank intelligent? Für Servicemitarbeiter ist es sehr aufwendig das Anliegen des Kunden zu ermitteln, nach einer passenden Lösung zu suchen und dann dem Kunden zu antworten. Das OMQ System lernt hierbei von den Anfragen, die bereits gestellt wurden. So versteht das System zum Beispiel von der Historie der Anfragen, das „Passwort neu setzen“ oft im gleichen Zusammenhang wie „Login vergessen“ verwendet wird. So ist das System in der Lage, eine E-Mail mit der Aussage „… ich habe meinen Login vergessen… „ mit der Frage aus der Datenbank „Wie kann ich mein Passwort neu setzen?“ zu assoziieren. Hierdurch kann die Antwort „wie man das Passwort neu setzen kann“ zugeordnet werden. Bei dem Produkt OMQ Reply wird die eingehende E-Mail vom System gelesen, analysiert und die assoziierte Antwort – in diesem Fall die Anleitung zum Neusetzen des Passworts – automatisch an den Kunden verschickt. Ein Mitarbeiter muss in diesem Fall nicht eingreifen. Können Sie Beispiele nennen, die besonders erfolgreich für ein Unternehmen waren? Was haben die Unternehmen gewonnen? Mir kommen hier direkt drei Beispiele in den Sinn. Die Unternehmen unterscheiden sich zwar stark, pflegen aber alle eine enge Zusammenarbeit mit uns:

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Als erstes wäre hier die Klingel Gruppe zu nennen, auch bekannt als K Mail Order GmbH & Co. KG, die eine der größten Versandhändler in Europa ist. Die Klingel Gruppe vereint eine Vielzahl von Untermarken und Shops in verschiedenen Sprachen. Die OMQ Wissensdatenbank ist in der Lage, Kundenanfragen in 32 Sprachen zu verstehen und durch das Rechtemanagement unterschiedliche Marken in einer Datenbank zu vereinen. Die Zielgruppe von Klingel ist hierbei vom Alter her breit gefächert. Uns freut natürlich sehr, dass selbst reifere Kunden mit unserem System sehr gut interagieren und ihre Fragen beantwortet bekommen. Dies bestätigt unser Ziel, neue, komplizierte Technologien für den Nutzer absolut einfach und intuitiv zugänglich zu machen. Zusätzlich zu den Anbindungen auf den Webseiten nutzt die Klingel Gruppe unseren Service auch in ihren Callcentern. Die Agenten bearbeiten alle Arten von Anfragen mit unserem System. Das zweite Unternehmen in der Reihe ist das Software Unternehmen MAGIX AG, dass alle unsere Produkte für ihren Support einsetzt. Beachtenswert für mich ist hier vor allem, dass technische Serviceanfragen in verschiedensten Sprachen von unserem System beantwortet werden. Als drittes Beispiel fällt mir die Deutsche Bahn ein. Hier werden mit unserem System Fragen im Bereich Vermietung beantwortet. Konkret handelt es sich um Call-a-Bike, Flinkster, Lidl Bike und weitere Teilmarken. Wir pflegen mit dem Unternehmen bereits eine lange Zusammenarbeit und haben uns hierdurch immer weiterentwickelt. Momentan testen wir gemeinsam ein noch nicht veröffentlichtes Produkt, bei dem Kunden mit unserem System direkt interagieren. Der erste Test ist eine interaktive Antwort auf Kündigungen. Wenn ein Kunde in der Vergangenheit seinen Account per E-Mail kündigen wollte,


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Matthias Meisdrock ist Gründer und einer der Geschäftsführer von OMQ. Er verantwortet bei OMQ die strategische Ausrichtung, die Produktentwicklung und die technologische Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz. Bereits in seiner Jungend beschäftigte er sich mit Computern und Design. Sein großes Interesse besteht darin, neue und komplexe Technologien für Kunden kinderleicht zugänglich zu machen.

war dies für die Serviceabteilung ein aufwendiger Prozess, da der Kunde daraufhin manuell per E-Mail nach der Kundennummer und dem Kündigungsdatum gefragt werden musste. Mit unserem neuen Produkt wird der Kunde von unserem System direkt danach gefragt und das in Echtzeit. Daraufhin wird die Anfrage im Hintergrund verarbeitet. Das Ping Pong zwischen Kunde und Service entfällt nun. Der Mehrwert des neuen Systems ist für die Serviceabteilung riesig. Das freut mich persönlich sehr. Eignet sich diese Lösung mit einer künstlichen Intelligenz auch für kleinere oder mittlere Unternehmen? Auf jeden Fall. Normalerweise werden solche Support-Systeme aufwendig antrainiert. Hierfür muss ein Großteil der Servicemitarbeiter abgestellt werden, der den Systemen beibringt, wie Fragen beantwortet werden. Sollten sich die Fragen ändern, muss erneut trainiert werden. Dies ist sehr kosten-

intensiv und kann besonders von kleineren und mittleren Unternehmen nicht getragen werden. Die Künstliche Intelligenz von OMQ hingegen funktioniert sofort out of the Box und wird mit der Benutzung immer besser. Mit nur einem Tag Aufwand kann das System automatisch Anfragen beantworten. Wir lernen hier vom Wortschatz des Kunden und nicht nur von den beantworteten Anfragen. So ist es zum Beispiel auch möglich, die Datenbank im Nachhinein zu verändern oder zu erweitern – ohne, dass sich diese extra auf neue Fragen einstellen muss. Wenn zum Beispiel in einer bereits bestehenden Datenbank von einem Brillen-Versandhändler eine neue Antwort zum Thema „Wie kann ich meine Brille reklamieren?“ eingetragen wird, weiß die Künstliche Intelligenz bereits, dass Kunden in diesem Zusammenhang auch schreiben könnten, dass bei der Brille, die sie gerade zugeschickt bekommen haben, der Bügel abgebrochen ist. Basis sind hierbei

analysierte Kundenanfragen aus der Vergangenheit. Wo sind die Grenzen der Künstlichen Intelligenz? Die Grenzen liegen hier natürlich wie beim Menschen in fehlenden Informationen. Wenn das System zum Beispiel keine Daten dazu hat, wie ein bestimmtes Software-Problem gelöst wird, kann es dem Kunden auch keine Antwort geben. Um dieses Problem zu minimieren, gibt es im OMQ System ein Modul, das neu aufkommende Anfragen sammelt und dem Unternehmen vorschlägt, diese als Frage und Antwort anzulegen. Wie ist es mit Wortbedeutungen und Textähnlichkeiten? Wie ist der Status quo? Wo stehen wir heute? Was können die Maschinen wirklich? Die Entwicklung im Bereich NLU (Natural Language Understanding) hat in den letzten Jahren einen riesigen Sprung gemacht. Neue Technologien


Im Gespräch

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wurden entwickelt, die Textähnlichkeiten noch besser feststellen können. Wir orientieren uns hier nicht an im Markt verwendeten Technologien, sondern an den neuesten Forschungsergebnissen und integrieren diese in unsere Software. Aktuell bestehen die größten Herausforderungen in der Verwendung von minimalen Datenmengen und sich verändernden Wissensbasen. Wir sind hier das einzige Unternehmen weltweit, das aus einer Kombination von neuesten Technologien sowie einer geschickten Produktimplementierung diese Probleme löst.

und seine Frage beantwortet bekommen. Die menschliche Komponente ist hier eher das eigentliche Problem. Menschen benötigen eine gewisse Zeit um E-Mails zu beantworten. Ein Kunde kommt sich vernachlässigt vor, wenn er mehrere Tage oder sogar Wochen auf eine Antwort warten muss. Unser System hilft, die meisten Fragen sofort zu beantworten. Servicemitarbeiter haben so Zeit, sich auf die komplizierten Fälle zu konzentrieren.

Aber geht nicht die menschliche Komponente verloren? Durch Künstliche Intelligenz oder Automatismen?

Die Qualität von Software spielt nicht nur in der Entwicklung eine Rolle. Unternehmen sind ihren Kunden gegenüber auch verpflichtet, nach der Veröffentlichung Fragen zu beantworten oder Lösungen für eventuell auftretende Probleme bereitzustellen. Unser System hilft, die Fragen

Ich glaube nicht, dass man zum Service eines Unternehmens eine freundschaftliche Beziehung aufbauen will. Der Kunde will schnell Hilfe erhalten

Inwiefern sehen Sie hier eine Verbindung zum Qualitätsmanagement?

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ressourcenschonend zu beantworten und dem Kunden sofort eine Lösung zu geben. Eine weitere wichtige Komponente bei dem OMQ System ist das Reporting, dass dem Unternehmen zeigt, welche Fragen wie häufig aufgetreten sind. Patches und Fehlerbehebungen können so priorisiert werden. Vielen Dank Herr Meisdrock! Die Fragen stellten Anja Schreinert und Gerhard Wistuba.


iSQI NEWS

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iSQI UND GASQ STELLEN SELENIUM-ZERTIFIZIERUNG VOR Das International Software Quality Institute (iSQI) und die Global Association for Software Quality (GASQ) haben das erste Modul des Certified Selenium Tester Schemas vorgestellt. Die neue Zertifizierung ist Teil ihrer jeweiligen international anerkannten Zertifizierungsportfolios. Beide Organisationen bieten die neue SeleniumZertifizierung weltweit über ein Netzwerk anerkannter Trainingsanbieter an. Das Certified Selenium Tester Foundation Level umfasst ein praxisnahes Training, nach dessen erfolgreichem Abschluss die Teilnehmer Selenium WebDriver Tests selbstständig erstellen und ausführen können. Die Teilnehmer lernen die Faktoren kennen, die bei der Entscheidung für automatisiertes

Testen berücksichtigt werden müssen, sowie spezielle Techniken für Navigation, Interaktion mit GUI-Elementen, Protokollierung, Berichterstellung und mehr. Stephan Goericke, CEO iSQI: „Es besteht kein Zweifel daran, dass es eine dringende und steigende Nachfrage nach QS- und Testexperten mit Automatisierungskenntnissen gibt. Selenium hat im Bereich der Testautomatisierung weltweit höchste Priorität. Die Zertifizierung A4Q Selenium Tester Foundation verbindet praxisnahe Berufsqualifikation mit praktischem Lernen und ermöglicht die sofortige Umsetzung am Arbeitsplatz.“ „Selenium ist die führende Technologie in der Testautomatisierung und das automatisierte Testen ist weiterhin ein

wichtiger Faktor für die Transformation in der Software-Entwicklung. Der A4Q Selenium Tester Foundation ist von großer Bedeutung für Unternehmen, die Mitarbeiter mit nachweislichen Kenntnissen zum Selenium WebDriver rekrutieren oder die Fähigkeiten ihrer eigenen Mitarbeiter ausbauen möchten“, sagt Werner Henschelchen, CEO von GASQ. Die ersten akkreditierten A4Q Selenium-Schulungen starten im September.

ISTQB®ZERTIFIZIERUNG: ISQI PRÜFT NACH NEUEM LEHRPLAN Das International Software Testing Qualifications Board (ISTQB®) hat einen neuen Lehrplan zum ISTQB® Certified Tester – Foundation Level (CTFL) veröffentlicht. iSQI, führender globaler Prüfungsanbieter für das ISTQB®, bietet seit Juni 2018 die Zertifizierung sowohl nach dem alten als auch nach dem neuen Lehrplan auf Englisch an. Die deutsche Version wird im 3. Quartal folgen. Nach einer Übergangsphase wird ab Juni 2019 nur noch nach der Lehrplan-Version 2018 geprüft. Die

Prüfungen nach dem neuen Lehrplan 2018 können papier- oder computerbasiert sowohl bei Pearson VUE als auch nach einem Training bei einem akkreditierten Trainingspartner von iSQI und dem ISTQB® abgelegt werden. Verfügbare Sprachen sind derzeit Englisch und Spanisch, die deutsche Version wird im November 2018 erwartet und weitere Sprachen werden folgen. Bisher abgelegte Prüfungen und erlangte Zertifikate behalten natürlich ihre Gültigkeit. Trainingsanbieter müs-

sen sich für den neuen Lehrplan akkreditieren lassen. Dafür haben sie bis Juni 2019 Zeit. Das Foundation Level ist das Kernstück des ISTQB® Certified Tester-Programms, das die Entwicklung von Fähigkeiten und den beruflichen Aufstieg aller im Bereich Software Testing tätigen Personen unterstützt. WEITERE INFORMATIONEN FINDEN SIE HIER: isqi.org/de/neu-istqbcertified-tester-foundation-level-2018


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iSQI NEWS

VON ARMENIEN BIS KANADA: iSQI INTERNATIONAL GEFRAGT In den vergangenen Wochen hat iSQI seine weltweiten Aktivitäten weiter ausgebaut und ist neue Partnerschaften zur Erschließung internationaler Märkte eingegangen. In Osteuropa verstärkt iSQI das Engagement in Armenien und der Ukraine. So konnte in Armenien mit einem jährlichen Wachstum von 20 Prozent in der Technik-Industrie, 500 Tech-Firmen und 15.000 Angestellten in der Software-Engineering-Branche ein großer Bedarf an Zertifizierungen identifiziert werden. In Zusammenarbeit mit dem Armenian Software Testing Qualifications Board (ArmSTQB) bietet iSQI hier seit Juli öffentliche Prüfungen an, zum Beispiel für die Zertifizierungen ISTQB® Advanced Level Security Tester (CTAL-ST) und ISTQB® Advanced Level Test Automation Engineer (CTALTAE). In der Ukraine ist iSQI in Kiev bereits seit einiger Zeit aktiv. Nun kommen weitere größere Städte hinzu. Den Start markiert Lviv im Westen des Landes, die ersten öffentlichen Prüfungen sind hier für Oktober 2018 geplant. Das Ukrainian Software Quality Board (USQB) unterstützt das ISTQB® Weiterbildungsprogramm seit 2006, sodass 2017 bereits über 3.000 Software-Tester über eine ISTQB-Zertifizierung verfügten.

Auf dem nordamerikanischen Kontinent verkündete iSQI im Mai 2018 eine exklusive Partnerschaft mit dem kanadischen Trainingsanbieter imbus Canada Corporation. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit ist iSQI Zertifizierungspartner für einige der beliebtesten ISTQB® - und SoftwareTesting-Kurse der imbus Canada Academy.

Aus dem iSQIKonferenzplaner 2018 02.-05.09.2018 Mensch und Computer Dresden, Deutschland 18.-19.09.2018 Software Testing Conference North York, Großbritannien 27.-28.09.2018 SEETEST Belgrad, Serbien 04.10.2018 DREAM Vianen, Niederlande

Auch in Tunesien konnte ein neuer Partner gefunden werden: Das Weiterbildungsunternehmen Expert Team Tunisie arbeitet jetzt mit iSQI zusammen. Kursteilnehmer, die eine Prüfung für das ISTQB® Foundation Level ablegen, erhalten bei erfolgreichem Abschluss ein iSQI-Zertifikat. Weitere Zertifizierungen sollen in Kürze folgen.

10.10.2018 Test Net Nieuwegein, Niederlande 18.-19.10.2018 Argen Testing Buenos Aires, Argentinien 21.11.2018 Testing Portugal Lissabon, Portugal 23.-24.11.2018 SQA Days St. Petersburg, Russland


Best Practice

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TESTAUTOMATION VON MICROSERVICES MIT KARATE DSL In letzter Zeit haben Microservices große Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da große Unternehmen wie Uber, Netflix, und Amazon damit erfolgreich ihre Digitalisierungsstrategie umsetzen konnten. Dieser Architekturansatz hat deutliche Auswirkungen auf den SDLC (Glossar auf S. 39), hier vor allem auf die Art und Weise wie getestet wird. Für die technische Umsetzung von Microservices haben sich REST-Services als Mittel der Wahl etabliert. Diese Dienste erweisen sich äußerst wartungsfreundlich, was zu einer schnelleren und effektiveren Implementierung und Systemintegration führt. In einer REST-basierten Microservice-Architektur greift ein Microservice über die API auf die Ressourcen eines anderen Microservice zu. Die API fungiert dabei als Fassade für andere Microservices.

AUSWIRKUNGEN AUF TRADITIONELLE TESTS Traditionelle Testmethoden bestehen darin, eine Anforderung durch UI-Tests zu validieren. Die Entwicklung von Microservices erfordert eine deutliche Änderung der Teststrategie. Obwohl das Testen über die Benutzeroberfläche in späteren Phasen notwendig ist, erfordern Microservices einen umfassenderen Ansatz auf der Kommunikationsebene über die API’s. Die Validierung jedes unabhängigen Microservices ist nur der erste Schritt. Im zweiten Schritt sollten alle kritischen Transaktionspfade durch die nun verteilten Microservices einem Test unterzogen werden. Hier ist wenig Platz für manuelle Tests. Testautomation ist hier ein MUSS, manuelle Tests ein KANN.

API-TESTS MIT KARATE-DSL Dieser Artikel zeigt, wie Sie API-Tests mit dem Karate-Framework schreiben. Dafür sind keine speziellen Programmierkenntnisse notwendig, da das Framework über eine exzellente Domain Specific Language (DSL) verfügt. Zu Beginn gibt es eine kurze Einführung in die grundlegenden Funktionen, dann wird näher auf die Karate DSL eingegangen. Anschließend wird gezeigt wie die DSL angewendet wird, um die Antwort eines REST-Service und die zurückgegebenen JSONStrukturen zu überprüfen.

OPEN SOURCE Karate wurde als Open-Source-Tool von Intuit Inc. veröffentlicht und verfügt über alle erforderlichen Funktionen, um API-Tests zu einem Kinderspiel zu machen. Abbildung 1 zeigt die Architektur von Karate DSL.

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FEATURES

INITIALISIERUNG DES PROJEKTS

Unter anderem unterstützt Karate folgende Features:

Im ersten Schritt ist es notwendig mit Maven die notwendigen Projekt-Artefakte zu generieren (Listing 1).

• Gherkin-Syntax basierend auf Cucumber inkl. IDE-Unterstützung • Native JSON- und XML-Unterstützung einschließlich JSONPath- und XPathAusdrücke • wiederverwendbare Skripte und FeatureDateien, die von anderen Skripten und Feature Dateien aufgerufen werden können • Eingebettete JavaScript-Engine, die es ermöglicht, wiederverwendbare Funktionen in Javascript zu schreiben • Multithread-Unterstützung für parallele Ausführung Im Gegensatz zu anderen API-Testautomation Frameworks, die eine gewisse Menge an Code benötigen, um grundlegende Dinge verarbeiten zu können, arbeitet Karate sofort nach der Installation. Es können die komplexesten Request-Response-Operationen ohne Programmierkenntnisse erstellt werden. Es reicht eine Feature-Datei im Gherkin-Format der Karate DSL. Karate zeichnet aus, dass im Gegensatz zu den meisten BDD-Frameworks (Cucumber, JBehave und SpecFlow) keine Stepdefinitionen extra erstellt werden müssen. Der Grund dafür ist, dass Karate bereits alle erforderlichen Schrittdefinitionen mit sich bringt, um JSON, HTTP oder XML zu verarbeiten.

EINFÜHRUNG IN KARATE DSL MIT DER JSONPLACEHOLDER API Am Beispiel der JSONPlaceholder REST API wird gezeigt, wie mit Karate DSL Tests der HTTP-Verbs GET und POST implementiert werden können. Die JSONPlaceholder REST API ist ein frei verfügbarer REST Service, der fertige Ressourcen zur Verfügung stellt. Die nachfolgend beschriebenen Tests sind die Beispiele, die beim Generieren des Projekts mit Maven, standardmäßig mitgeliefert werden.

Listing 1 – Anlegen der Projekt-Artefakte mvn archetype:generate \ -DarchetypeGroupId=com.intuit.karate \ -DarchetypeArtifactId=karate-archetype \ -DarchetypeVersion=0.7.0 \ -DgroupId=com.karate.SQMagazin \ -DartifactId=karateSQMagazin

Rudolf Grötz ist seit 30 Jahren

Neben den üblichen Verzeichnisstrukturen eines JAVA-Projekts, wurden unter anderem auch ein Karate Beispiel (users.feature) und eine TestrunnerKlasse (ExamplesTest.java) erstellt. Die Testrunner-Klasse (Listing 2) dient dazu, die Feature-Files via jUnit auszuführen. Der Name der Klasse spielt keine Rolle, wobei die Klasse alle Dateien *.feature im aktuellen Verzeichnissen und deren Unterverzeichnissen ausführt.

in der IT unterwegs und passionierter Software-Tester. Er ist als Senior Technical Test Engineer bei Raiffeisen Bank International in Wien im Bereich Software-Tests tätig und lebt den Leitspruch „Testautomation is not an act, Testautomation is a habit!“ Neben Fachartikeln in diversen Magazinen ist er in der Community auch mit Konferenzauftritten präsent und organisiert das

Listing 2 – ExamplesTest.java

Vienna Agile Testautomation Meetup.

package examples; import com.intuit.karate.junit4.Karate; import org.junit.runner.RunWith; @RunWith(Karate.class) public class ExamplesTest { }

Listing 3 – User-Objekte im JSON-Format [

DER ERSTE TEST DER API Das JSONPlaceholder REST API stellt unter anderem die Ressource /users mit allen HTTP-Verbs zur Verfügung, welche wir in unserem ersten Test verwenden. Der Aufruf von https:// jsonplaceholder.typicode.com/users im Browser, liefert Default mäßig zehn User-Objekte im JSON-Format (Listing 3) zurück.

{

„id“: 1, „name“: „Leanne Graham“, „username“: „Bret“, „email“: „Sincere@april.biz“, „address“: { „street“: „Kulas Light“, „suite“: „Apt. 556“, „city“: „Gwenborough“, „zipcode“: „92998-3874“, „geo“: { „lat“: „-37.3159“, „lng“: „81.1496“ } }

}, // hier kommen noch 9 andere User… ]


Best Practice

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Der erste Test (Listing 4) ruft nun die Ressource /users mit dem HTTP-Verb get auf, und prüft ob zehn User-Objekte zurückliefert werden und username des ersten User-Objektes „Bret“ ist. Nicht mehr, nicht weniger. Listing 4 – Scenario: Fetch all User Feature: Test User API Scenario: Fetch all users Given url ‚https://jsonplaceholder.typicode. com/users‘ When method GET Then status 200 And assert response.length == 10 And match response[0].username == ‚Bret‘

ERKLÄRUNG (1) Definition der Variable user, die den JSON-Body mit den User-Daten enthält. (2) Aufruf des REST-Api’s (3) Definition, dass im Request-Body die Variable user an das REST-Api übergeben wird (4) Aufruf des REST-Api mit dem HTTP-Verb post (5) Prüfung, dass HTTP-Response-Code 201 (Success) ist (6) Definition der Variable id, welche die ID des neu angelegten Users enthält (7) Ausgabe der Informationen

AUSFÜHRUNG So, sechs Zeilen Karate Code. Kurz und bündig. Der Test erklärt sich von selbst. Eine weitere Erklärung erscheint nicht notwendig. Im nächsten Test (Listing 5) wird jetzt das HTTPVerb post getestet, in dem ein neuer User angelegt wird. Listing 5 – Scenario: Create a user Scenario: create a user and then get it by id * def user = „““ { „name“: „Test User“, „username“: „testuser“, „email“: „test@user.com“, „address“: { „street“: „Has No Name“, „suite“: „Apt. 123“, „city“: „Electri“, „zipcode“: „54321-6789“ } } „““ Given url ‚https://jsonplaceholder. typicode.com/users‘ And request user When method post Then status 201 * def id = response.id * print ‚created id is: ‚ + id

//(1)

//(2) //(3) //(4) //(5) //(6) //(7)

Im Terminal Fenster wird nun der Test via mvn test gestartet. Die Ausgabe im Terminalfenster ist in Listing 5 auszugsweise zu sehen. Listing 6 - Logausgabe Running examples.ExamplesTest 10:05:52.935 [main] DEBUG com.intuit.karate 1 > GET https://jsonplaceholder.typicode.com/users //(1) 10:05:54.261 [main] DEBUG com.intuit.karate 2 < 200 //(2) 10:05:54.288 [main] DEBUG com.intuit.karate 1 > POST https://jsonplaceholder. typicode.com/users //(3) 1 > User-Agent: Apache-HttpClient/4.5.4 (Java/1.8.0_112) {„name“:“Test User“,“username“:“testuser“,“ema il“:“test@user.com“,“address“:{„street“:“Has No Name“,“suite“:“Apt. 123“,“city“:“Electri“,“zipco de“:“54321-6789“}} //(4) 10:05:54.876 [main] DEBUG com.intuit.karate 1 < 201 //(5) 10:05:54.885 [main] INFO com.intuit.karate - [print] created id is: 11 //(6) 2 Scenarios (2 passed) //(7) 16 Steps (16 passed) //(8) Tests run: 18, Failures: 0, Errors: 0, Skipped: 0, Time elapsed: 3.84 sec //(9) Results : Tests run: 18, Failures: 0, Errors: 0, Skipped: 0 //(10)

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ERKLÄRUNG (1) Ressource wurde mit get aufgerufen (2) HTTP-Status 200 wurde für get zurückgeliefert (3) Ressource wurde mit post aufgerufen (4) JSON-Body der im GET-Request übergeben wurde (5) HTTP-Status 201 wurde für post zurückgeliefert (6) ID mit welcher der neue User angelegt wurde (7) (8) (9) (10) Feedback der Testdurchführung

FAZIT Das Karate-Framework ist ein hilfreiches Werkzeug zum Testen von REST-API’s, dass durch gut lesbare Tests allen am Test beteiligten Personen das Testleben leichter macht. Das Erstellen von Szenarien für APIbasierte BDD-Tests wird vereinfacht, da im Gegensatz zu den meisten BDDFrameworks (Cucumber, JBehave, SpecFlow) keine Schrittdefinitionen geschrieben werden müssen. Der Grund dafür ist, dass Karate DSL bereits alle erforderlichen Schrittdefinitionen im Grundumfang liefert, sodass sofort mit dem Testen von REST-APIs begonnen werden kann. Karate DSL läuft auf der CucumberJVM wobei Tests in Gherkin-Syntax geschrieben werden. Es ermöglicht Ihnen, REST-API’s ohne Programmierkenntnisse, nur durch die starke DSLImplementierung von Karate DSL zu testen. Obwohl nicht viel Programmierkenntnisse notwendig sind um Karate DSL anwenden zu können, ist ein grundlegendes Verständnis von HTTP, JSON, XML, JsonPath und XPath und JavaScript hilfreich.

Der Artikel gibt die Meinung des Autors, und nicht die seines Arbeitsgebers, wieder.

GLOSSAR API Application Programming Interface ist eine Schnittstelle, über die unterschiedliche Programme Informationen austauschen können. BDD-Frameworks Behaviour Driven Development steht für verhaltensgetriebene Software-Entwicklung und ist eine Technik der agilen Software-Programmierung. BDD definiert das Verhalten von Software durch Fallbeispiele und testet diese automatisch. BDD hilft dabei, Testprozesse für Einsteiger und Fachleute intuitiv verständlich zu machen. Cucumber Cucumber ist ein BDD-Werkzeug zur Beschreibung der Funktionsweise von getesteter Software. JVM Die Java Virtual Machine ist eine Schnittstelle zwischen einem Betriebssystem und einer Maschine. DSL Die Domain Specific Language ist eine spezielle Computersprache, die ausschließlich für ein bestimmtes Problemfeld (Domäne) entworfen wird und damit speziell auf dieses eine Problemfeld zugeschnitten ist. Gherkin Gherkin ist eine Programmiersprache für Testfälle in Cucumber. HTTP-Verbs Verbs leitet sich vom grammatikalischen „Verb” ab und bezeichnet im Hypertext Transfer Protocol (HTTP) Anweisungen, wie ein Server auf eine bestimmte Anfrage reagieren soll. IDE Integrated development environment bildet den Arbeitsbereich von Software-Entwicklern. Die Entwicklungsumgebung besteht aus einer Sammlung von unterschiedlichen Computerprogrammen, mit denen Aufgaben verwaltet und abgewickelt werden können. JavaScript-Engine JavaScript-Engine ist ein Programm, das JavaScript verarbeiten kann. JBehave JBehave ist ein framework für BDD. JSON JavaScript Object Notation wird zum Übertragen und Speichern von Daten verwendet. Vor allem bei Webanwendungen und Apps auf mobilen Geräten kommt JSON für den Datentransfer zum Einsatz. JSON Path JSON Path erstellt einen einheitlichen Standard und eine einheitliche Syntax zum Definieren verschiedener Teile eines JSONDokuments. JSONPlaceholder JSONPlaceholder ist ein freier REST-Service, der online verfügbar ist und als Platzhalter für Fakedaten dient; zum Beispiel beim Testen von Software oder beim Prototyping.

Maven Maven ist ein Java-basiertes Management-Tool, das Entwicklern den gesamten Entwicklungsstand eines Projektes überblicken lässt. Microservices Microservices sind kleine, unabhängige Programme, die über Schnittstellen mit anderen Programmen kommunizieren. Multithread-Unterstützung Multithread-Unterstützung beschreibt ein gleichzeitiges Abarbeiten mehrerer Threads (Aufgaben) innerhalb eines Prozesses oder Programms. Projekt-Artefakte Artefakte sind alle Ergebnisse eines Projektes. In Software-Projekten werden Artefakte auch zur Dokumentation und Bearbeitung von wiederkehrenden Aufgaben verwendet (z.B. fehlende Testumgebungen, missverständlich formulierte Anforderungen, fehlende Standards in Quellcodes, fehlende Tests, usw.). Request-Response-Operationen Request-Response-Operationen sind eine grundlegende Methode für die Kommunikation von Computern. REST-Services Representational State Transfer ist ein Ansatz, wie verteilte Programme miteinander kommunizieren können. SDLC Der Software Development Live Cycle ist ein Vorgehensmodell bei der Entwicklung von komplexer Software, den Entstehungsprozess zu überblicken und zu steuern. SpecFlow SpecFlow ist ein Open-SourceTool zum Definieren, Verwalten und automatischen Ausführen von Akzeptanztests auf der Software-Entwicklungsinfrastruktur der Firma Microsoft. Testrunner Testrunner ist ein Tool zum Aufzeichnen von Testergebnissen. UI-Tests Ein wichtiger Bereich für Software Tester ist das Testen von User Interfaces, über das User mit Computersystemen interagieren. XML Die Extensible Markup Language bildet Daten in einer Textdatei ab, die von Menschen und Maschinen gelesen werden kann. XML wird beispielsweise bei der Verwaltung von Datenbanken eingesetzt. XPath Die XML Path Language wird zum Navigieren in einem XML-Dokument eingesetzt.


Im Gespräch

Ausgabe 48  |  September 2018

3 FRAGEN AN

ASQF-PRÄSIDENTIN INA SCHIEFERDECKER Das Thema IoT entwickelt sich rasant. Viele der Herausforderungen erfordern eine neue Betrachtungsweise. Dazu hat der ASQF e.V. eine neue Zertifizierung – Certified Professional for IoT – entwickelt. Das SQ-Magazin hat mit Prof. Dr.-Ing. Ina Schieferdecker, Präsidentin des ASQF und Institutsleiterin am Fraunhofer-Institut FOKUS, über das Internet der Dinge und die Bedeutung von Standards gesprochen. Frau Schieferdecker, das Internet der Dinge ist mittlerweile ein Topthema in der IT-Branche. Sollte sich jeder Software-Entwickler und -Tester jetzt damit beschäftigen? In der Tat ist das Internet der Dinge (Internet of Things, kurz IoT) ein Topthema. Mittlerweile werden bald jedwede elektronischen Geräte und Systeme – von komplexen Produktionsanlagen oder vernetzten Maschinen über Autos bis hin zu unserem Smartphone, Fitnessarmbändern oder gar Zahnbürsten – immer häufiger untereinander, mit öffentlichen Infrastrukturen und/ oder den Backbones von Betreibern vernetzt. Mit der Digitalisierung der elektronischen Geräte und Systeme erzeugen diese sowohl im Betrieb als auch während ihrer Entwicklung und

bei der Wartung ständig Daten. Diese tauschen sie über das Internet aus und nutzen sie für Mehrwertdienste wie vorausschauende Wartung. Konzeptionell löst das IoT die bisherige, durchaus scharfe Trennung analoger und digitaler Anteile in unserer Welt. Und wann immer neue digitale Technologien Chancen und Risiken mit potentiell umfangreichen Wirkungen mit sich bringen, gehört es zu unserem Berufsethos, dass wir uns damit beschäftigen. Das lässt sich beispielsweise in den aktualisierten Ethikleitlinien der Gesellschaft für Informatik nachlesen, bei denen es u.a. um die ständige Verbesserung der Fachkompetenz geht. Hilfreich ist hierbei, dass die Artikel rund um IoT in den Fachzeitschriften nicht abreißen. In der Tat reden wir nicht von einem Ding, dass man eben en passant lernt – am besten sollte man sich nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch mit den vielfältigen Varianten, Möglichkeiten – und für uns Techniker – den umfangreichen zugrundeliegenden Konzepten wie Cyber-Physical Systems, Vernetzung, Fog und Edge Computing oder Echtzeit-Datenströmen auseinandersetzen.

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Was bedeuten Standardisierungen im Zusammenhang mit dem IoT? Jedwede Standardisierung hilft bei der Konsolidierung und Stabilisierung von Technologien, unterstützt die Reifung und schlussendlich die Akzeptanz. Dabei sollte nicht verschwiegen werden, dass Standardisierungen ebenso Kompromissprozesse sind, die nicht immer die technologisch „beste“ Option wählen, aber durchaus die von einer breiten Menge getragene Option, was an sich einen Wert darstellen kann. Aus Sicht der Qualitätssicherung schaffen Standards zudem Interoperabilität und ermöglichen so flexible und skalierbare Anbieter- und Nutzungsumgebungen. Standardbasierte interoperable Lösungen bieten Offenheit und Transparenz und vermeiden Vendor Lock ins. Sie sind die Grundlage für unabhängige Prüfungen und Zertifizierungen. Und die Qualitätssicherung selber ist Gegenstand der Standardisierung. Hier bedeutet es insbesondere die nationale, europäische oder internationale Abstimmung bezüglich nötiger Qualitätsmaße und -kontrollen zu verbessern. So hat beispielsweise das Fraunhofer FOKUS mit seinen Partnern mit einer Initiative für eine IoT-Testware im Rahmen der Eclipse IoT-Projekte punkten können. IoT ist ein Trendthema – keiner weiß, in welche Richtung es sich entwickeln wird. Wo hat der ASQF den Mut hergenommen, ein so schwieriges Thema in einem Schulungsprogramm aufzunehmen? Nun, der ASQF ist ein Verband der Experten, die es gewohnt sind, sich neuen und komplexen Themen in verschie-

denen Branchen zu stellen. Es war ein Vergnügen, die Suche nach Experten zum Quality Engineering für das IoT zu eröffnen. Aus dem Stand meldeten sich umgehend an den Sachfragen Interessierte und diese haben sich engagiert der Thematik gestellt. Nur so ist es uns gelungen, in kurzer Zeit den Weiterbildungsansatz, den Lehrplan und die Lehrmaterialien zu erarbeiten. Und schon ist die nächste Herausforderung klar: Das Quality Engineering für KI-basierte Systeme stellt meiner Meinung nach eine noch größere Herausforderung dar – sicher ein ebenso spannendes Betätigungsfeld für den ASQF. Vielen Dank, Frau Schieferdecker. Die Fragen stellte Anja Schreinert.


FACHGRUPPEN-TERMINE September bis November 2018 05.09.2018: FG Automotive, Stuttgart 18:00 – 20:00 Uhr

SEPTEMBER 2018

Thema: Erfahrungen mit agiler Softwareentwicklung in Großprojekten bei Automotive-OEMS

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25.09.2018: Mobile Quality Crew Nürnberg & FG Software Test Franken, Erlangen 17:30 – 19:30 Uhr

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Thema: RiskStorming für mobile Apps mit TestSphere

27.09.2018: FG Software Test, Augsburg 18:00 – 20:00 Uhr Thema: Testen 4.0 – Auswirkungen der 4. industriellen Revolution auf die Arbeit einer Testabteilung

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27.09.2018: FG Software Test, Essen 18:00 – 21:00 Uhr Thema: Erfahrungsaustausch zum Testen in agilen Umfeld

OKTOBER 2018

27.09.2018: FG Projektmanagement & Agilität, Büchenbach 18:00 – 20:00 Uhr Thema: „Erlebnisraum Führung 4.0.“

OKT

04.10.2018: FG Requirements Engineering, Heiligenhaus 18:30 – 20:00 Uhr Thema: Die Methodik „CONSENS“ (CONceptual design Specification technique for the ENgineering of complex Systems)

30.10.2018: FG Software Test, Franken 18:00 – 20:00 Uhr

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Thema: Futureshock - Von Dingen die da kommen (KI, Robotik, ...) NOVEMBER 2018

13.11.2018: FG Software Test, Hennigsdorf 18:00 – 20:00 Uhr

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Thema: Testmetriken – welche Testmetriken gibt es und wie werden sie erstellt

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15.11.2018: FG Software Test, Neu-Ulm 18:00 – 20:00 Uhr Thema: Scrum im Arbeitsalltag - Erfahrungen mit agiler Entwicklung

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22.11.2018: FG Software Test, Braunschweig 18:00 – 20:00 Uhr

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Vorankündigung

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Alle Termine und Anmeldung unter: www.asqf.de/events

Das ASQF-Karriereportal Wir haben den passenden Job für Sie! Technischer Test Consultant (m/w) München, Fürth Atos Information Technology GmbH

Qualitätsplaner (m/w) Motoren Qualitätsingenieur Software (m/w) Qualitätsplaner Elektronik Entwicklung (Vollzeit oder Teilzeit) (m/w) Bamberg, Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG

Senior Softwaretester (m/w) Erlangen CLEAR GROUP

IT Berater (m/w) Testmanager IT Berater (m/w) Testanalyst / Testautomatisierer Frankfurt am Main, cimt ag

Agile Test Lead (m/w) Software Quality Engineer (m/w) München, Leinfelden-Echterdingen (Stuttgart), Karlsruhe CGI

Trainer/Referent für Test-Seminare (m/w) und weitere Stellenangebote Düsseldorf oder Köln CGI

Softwareentwickler als Teamleiter Softwareentwicklung (m/w)

Leipzig, DAVASO GmbH

Senior/ Principal Consultant im Bereich Test - Schwerpunkt Last & Performance Test (m/w), Software Tester (w/m) Testdesign und weitere Stellenangebote bundesweit, imbus AG

Software Quality Assurance Engineer (m/w) Zedelgem, Westflandern, Belgien TREMEC Belgium

Die ausführlichen Stellenangebote finden Sie auf asqf.de/karriereportal


Das SQ-Quiz

Impressum

präsentiert von

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FAX +49 331 231810-10

Sudokus lautete:

info@asqf.de, www.asqf.de REDAKTION V.i.S.d.P.:

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Friedrich-Engels-Str. 24, 14473 Potsdam TEL +49 331 231810-29

Die Lösung des letzten EXPERTENNETZWERK

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ASQF e.V.

Die Gewinner aus Heft 47 sind:

Stephan Goericke (Hauptgeschäftsführer)

Axel Gürtler, Bannewitz

Chefredaktion: Anja Schreinert

Nico Henle, Balingen Manuela Holz, Leipzig Christian Knüvener, Reutlingen Sabine Stocklossa, Bamberg

Redaktionsteam: Gerhard Wistuba, Christine von Kleist, Carolin Kallenbach Friedrich-Engels-Str. 24, 14473 Potsdam TEL +49 331 231810-18 FAX +49 331 231810-10

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redaktion@sq-magazin.de, www.sq-magazin.de

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Buchstaben:

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1=L, 2=S, 3=U, 4=M,

SATZ / LAYOUT Frenkelson Werbeagentur, Potsdam www.frenkelson.de

5=E, 6=K, 7=Y, 8=T, 9=G FOTOS: ASQF e.V. und iSQI GmbH

LÖSUNGSWORT

Editorial-Bild: Karoline Wolf Titelseite, S. 4, S. 9: ©denisismagilov (Adobe Stock) Alle Portraits und Grafiken mit freundlicher

Testing in the digital age – AI makes a difference Das neue Buch von Sogeti bietet Einblick in sämtliche Aspekte des Testens von digitalen Lösungen sowie den Einsatz von künstlicher Intelligenz oder maschinellem Lernen beim Testen: Zusammenarbeit zwischen Robotern und Menschen, 3D-Druckerzeugnisse und Testen autonomer Maschinen. Neue Bausteine, Qualitätsmerkmale und Beispiele werden diskutiert, um Tester in diesem

digitalen Zeitalter zu unterstützen. Das Buch hilft seinen Nutzern dabei, die exponentiell wachsende Datenmenge zu steuern und die richtigen Entscheidungen in der unbegrenzten Anzahl der heute verfügbaren Testmöglichkeiten zu treffen. Weitere Informationen unter: www.sogeti.de/ future-testing

Genehmigung der Autoren. DRUCK: PRINTEC OFFSET, Kassel DRUCKAUFLAGE: 4.000 Stück INTERNETAUSGABE: www.sq-magazin.de MEDIADATEN Gern senden wir Ihnen unsere Mediadaten zu. Richten Sie Ihre Anfrage an werben@sq-magazin.de Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstim-

Senden Sie bis zum 2. November 2018 das Lösungswort des Gewinnspiels an info@asqf.de und gewinnen Sie eines von zehn Büchern.

men. Die Redaktion behält sich das Recht auf sinngerechte Kürzung und Bearbeitung eingereichter Manuskripte vor. Wir machen darauf aufmerksam, dass Daten nicht an Dritte weitergegeben und ausschließlich zur internen Auswertung herangezogen werden können.

*Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Die Mitarbeiter der iSQI GmbH und des ASQF e.V. sowie sämtliche am Gewinnspiel beteiligten Personen sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Teilnehmer erklären sich mit der Veröffentlichung ihres Namens in der Folgeausgabe einverstanden.

In den Texten sind stets Personen männlichen und weiblichen Geschlechts gleichermaßen gemeint; aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird im SQ-Magazin nur die männliche Form verwendet.

№ 49

erscheint im Dezember 2018

SQ № 49 Thema: Blockchain Anzeigenschluss: 01.11.2018 Redaktionsschluss: 26.10.2018

Im nächsten Heft:

BLOCKCHAINS Das Thema Blockchain wirft viele Fragen auf, auf die es bisher nur wenige Antworten gibt. Obwohl schon seit zehn Jahren davon gesprochen wird, ist es eine junge Technologie. Welche Erfahrungen haben Sie mit Blockchain gemacht? Was beschäftigt Sie in diesem Bereich? Teilen Sie Ihr Wissen zu Blockchain und werden Sie Autor im SQ-Magazin. Senden Sie Ihren Beitrag bis zum 26. Oktober an redaktion@sq-magazin.de


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SQ-Magazin Ausgabe 48  

Das Internet der Dinge und künstliche Intelligenz sind Themen, die heutzutage interessanter sind denn je. Die Autoren des neuen SQ-Magazins...

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