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Nr. 20 | APR2012 | MI. 28.03.2012 | Auflage: 30.008 | 3. Jahrgang | www.isarkurier.com

FREISING

Ansprechpartnerin für Migranten

Bei Nergiz laufen die Fäden zusammen

Seite

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Nun ist es heraus, ob Nergiz Eschenbacher im Mai die Nachfolge von Freisings First Lady Maria Thalhammer antreten wird. Doch so sehr sie ihrem Mann Tobi-

as Eschenbacher den Titel OB gönnt, ist dies für sie auch mit einem Wermutstropfen verbunden. Sie ist im Amt für soziale Angelegenheiten der Stadt Freising tä-

tig und liebt ihren Beruf. Sollte der Herr Gemahl im Rathaus als oberster Dienstherr walten und schalten, muss sie diese Stelle auf lange Sicht wohl aufgeben.

Die zwei von der Tankstelle: Türkischstämmig sind die Griechen Erhan (l.) und Ercan Hamil S.5

OB Dieter Thalhammer ist stolz auf die Preisträger Martin Keeser und Pepito Anumu S.9

Ein bunter Branchenmix und ein ansprechendes Programm erwarten die Besucher der MeMo S.11


FITNESS & GESUNDHEIT

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Kleiner Aufwand - große Wirkung

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Liebe Leserinnen und Leser,

wöchentlich per EMS (elektronischer Muskelstimulation) zu trainiern. Das ist 13 Monate her und er möchte seine Besuche inzwischen nicht mehr missen. „Einmal pro Woche 20 Minuten, das ist genauso effizient, wie wenn ich drei Mal pro Woche für mindestens zwei Stunden ins Fitness-Studio rennen würde“, sagt er. Grichtmair ist vielbeschäftigt, sitzt stundenlang im Auto oder im Büro.

Prävention statt Haltungsschäden

Manfred Grichtmair (r.) und sein persönlicher Trainer bei Bodystreet, Georg „Schorschi“ Loos haben miteinander

viel Spaß und führen gute Gespräche.

Die Zeitersparnis war es zunächst, die Manfred Grichtmair dazu bewogen hat, bei Bodystreet zu trainieren. Durch

Anzeigen ist der selbstständige Kaufmann aus Hallbergmoos auf das Angebot aufmerksam geworden, einmal

Da wollte er präventiv etwas unternehmen, damit Probleme durch falsche Haltung und schwache Rückenmuskulatur gar nicht erst entstehen. „Natürlich wollte ich auch meine Figur leicht verbessern oder zumindest nicht zunehmen, lacht der 42-Jährige. Und auch hier ist er mit den Erfolgen bei Bodystreet hoch zufrieden. Er hat ein wenig an Gewicht verloren, die Haut ist straffer, und Fett hat sich in Muskeln umgewandelt. Und das, ohne dass er seine Ernährung umgestellt hätte. Er will auf jeden Fall regelmäßig weitermachen. „Ich mag weiterhin essen und trinken was mir schmeckt und mich keinesfalls kasteien“, sagt der Geschäftsmann

Professionelle, effiziente Betreuung Die Betreuung sei sehr gut, er sei bereits in einigen Fitness-Studios gewesen und habe genügend Vergleichsmöglichkeiten. „Da hab ich schon ganz andere Sachen erlebt“, sagt er. Doch hier fühlt er sich gut aufgehoben und ist begeistert von der großen Fachkompetenz der Inhaber Petra und Andreas Pijet und natürlich von der seines persönlichen Trainers Georg Loos. Die Gesellschaft vieler Gleichgesinnter vermisst Grichtmair nicht. „Das wird von ,Schorschi‘ (so nennt er als gestandener Bayer Loos) und Andreas Pijet perfekt ersetzt. Wir haben viel Gaudi und anständige Gespräche“, erzählt Grichtmair. Die Entfernung von Hallbergmoos aus nimmt er gerne in Kauf.

Nette, freundschaftliche Atmosphäre Mit Pijet und seinem Personal-Trainer Loos kommt Grichtmair blendend aus. Ihn faszinieren die Kompetenz und die Professionalität, mit der er bei Bodystreet umsorgt wird. „Die passen auf und reizen die Leistung aus, das ist perfekt“, schwärmt er. Während der gesamten Dauer des Programms sei ein Betreuer dabei, gebe Anleitungen und Hilfestellung, wenn‘s nötig ist. Für Grichtmair ist klar, dass er bei der Stange bleiben will. Effizienz, Zeitersparnis und die nette, fast freundschaftliche Atmosphäre haben ihn überzeugt. -ab-

Jetzt wissen wir ja schon, wer die neue First Lady Freisings ist, aber bei Redaktionsschluss war das nicht bekannt. Dennoch haben wir mit Nergiz Eschenbacher gesprochen, denn sie ist engagierte Mitarbeiterin in der Stadtverwaltung, kümmert sich um alles, was mit Migration zusammenhängt und um Menschen in Notunterkünften. Christian Grimm hat ein Buch geschrieben, das gerade wegen der gewagten Zeitensprünge spannend zu lesen ist. Und das ist für Sie hoffentlich auch der vorliegende Isarkurier, in dem wir unterschiedlichste Themen für Sie aufbereitet haben. Herzlichst, Christian Freund

IMPRESSUM isarkurier - Christian Freund Isarstraße 3 • 85356 Freising USt-ID.: DE270954242 Zentrale: Tel.: 08161/1484-095 Fax: 08161/1484-097 info@isarkurier.com Verkaufs- u. Verlagsleitung: Christian Freund Tel.: 08161/1484-096 christian.freund@isarkurier.com Chefredaktion: Anna Brückner (-ab-) Tel.: 08161/1484-095 redaktion@isarkurier.com Druckauflage | Erscheinungsweise: rund 30.008 Exemplare | monatlich Anzeigen- & Redaktionsschluß: am FR., 20. April | 16:00 Uhr Druckunterlagenschluß: am 23. des Vormonats | 16:00 Uhr Verbreitungsart: Kostenlose Direktverteilung sowie an Auslagestellen bei frei zugänglichen Haushalte und Firmen. Verteilgebiete: Freising mit Moosburg, Langenbach, Wartenberg, Schwaig, Neufahrn Obb., Weixerau, Nächster Erscheinungstermin: Mai-Ausgabe | Mi. 02.05.2012 Gewinnspiel - Teilnahmebedingungen: Unter allen richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Senden Sie das Aktionsstichwort zusammen mit dem evtl. geforderten Lösungswort des jeweiligen Gewinnspiels per Email an: gewinnen@isarkurier.com oder Postkarte an die Isarstraße 3 in 85356 Freising. Es gilt der Einsendeschluss des betreffenden Gewinnspieles. Kommentare und Glossen geben nur die Meinung des Verfassers, nicht die der Redaktion wieder. Druckfehler und Änderungen vorbehalten.


TITELGESCHICHTE

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Hilfe in schwierigen Lebenslagen als Traumberuf Nergiz Eschenbacher hat ihren Traumberuf gefunden. Nach ihrem Fachabitur hat sie sich drei Jahre lang in verschiedenen Bereichen umgesehen. Doch danach war ihr klar, dass der soziale Bereich ihr Metier ist. Sie ist jeden Tag aufs Neue glücklich darüber, interkulturell tätig zu sein. Da hat sie mit zahlreichen Einrichtungen und Verbänden Kontakt, ist Ansprechpartnerin für die Projektgruppe Migration, die eine feste Säule im Sozial- und Agendabeirat der Stadt Freising darstellt und die dem Bezirk Oberbayern eine Auszeichnung wert war. Die Vernetzung der sozialen Kräfte Freisings zu bündeln, Lösungsansätze in allen Bereich zu erarbeiten und die Politik mit einzelnen Themen zu betrauen, ist das Ziel. Bei der 36 Jahre jungen studierten Sozial-Pädagogin laufen die Fäden zusammen. Sie ist Ansprechpartnerin für Vereine, Bürgerinnen und Bürger mit ausländischem

Hintergrund, hilft, offizielle Briefe zu verfassen oder Formulare auszufüllen. Sie kennt die Anlaufstellen, weiß, wo Integrationskurse angeboten werden und wo es Nachhilfe für Kinder nicht deutscher Herkunft gibt. Zur Hälfte ist sie in ihrer Vollzeitstelle für Menschen zuständig, die in Notunterkünften untergebracht sind. Sie mag ihre Klienten und hat Verständnis dafür, wenn jemand arbeitslos wird, die Miete nicht mehr bezahlen kann, und zwangsgeräumt wird. „Das ist ein Schock für die Leute“, weiß sie. Schwierige Lebenssituationen sind es, die sie mit Alleinerziehenden, Familien oder Einzelpersonen meistern muss. Dabei setzt sie alles daran, dass ihre Schützlinge selbstverantwortlich bleiben, macht Pläne mit ihnen, wie das Leben weiter gehen kann, ohne dass zum Beispiel neue Schulden entstehen, alles wird gemeinsam besprochen. Sie zieht auch

selbst Projekte durch und ist Ansprechpartnerin für Organisationen, die Aktionen vorhaben. Nergiz Eschenbacher ist zwar in München geboren und hat dort Sozialpädagogik studiert, doch der Vater ist georgisch-stämmiger Türke und die Mutter war türkischstämmige Griechin. Anfang der 1960er Jahre kamen die Eltern mit einem Vertrag nach dem Anwerbeabkommen zwischen der Türkei und Deutschland in der Tasche hierher. In Holzkirchen ist Nergiz mit der Familie aufgewachsen, der bayerische Dialekt ist ihr vertraut, obwohl sie selbst fast ausschließlichHochdeutsch spricht – das aber perfekt. Nach Freising kam sie der Liebe wegen. Und hier hat sie auch ihren Traumjob gefunden. Im Team mit ihrem Chef und drei weiteren Kollegen arbeitet sie und liebt ihre Tätigkeit. Ausgerechnet im Rathaus, das ihr Mann jetzt eventuell übernimmt. -ab-

Nergiz Eschenbacher ist stolz auf ihren Mann Tobias und gönnt ihm den OB-Thron,

auch wenn sie dadurch langfritstig ihren Job aufgeben müsste.

Foto: -ps-


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BUCHVORSTELLUNG

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Sprünge durch Zeit und Raum Wolfgang Amadeus Mozart, der aus unbekanntem Grund auf einem Maskenball im zeitgenössischen Berlin landet, wo er erstmal gar nicht auffällt, in eine Jazzkneipe und auf eine PlattenbauAbrissfete mitgeschleift wird und dort Bekanntschaft mit Kokain macht – eine skurrile Idee von Christian Grimm, die er in seinem Erzählband „Zeitensprünge“ aufgreift. Aber nicht nur Mozart verschlägt es in eine ungewohnte Epoche. Auch Immanuel Kant kommt plötzlich im Jahr 2004 zu sich und begegnet in Weimar anstatt Johann Wolfgang von Goethe dessen Frau Christiane, die genau wie er aus dem Reich der Toten zurückgekehrt ist und deren feinfühlige, ruhige Art ihn tief beeindruckt. Vor allem, als er sie nach dem Besuch der nahegelegenen Gedenkstätte Buchenwald erneut in ihrem friedvollen Garten antrifft. In Grimms Buch begegnen sich Menschen, die zu verschiedenen Zeiten gelebt haben und die sich deshalb nie treffen konnten. Er überspringt Zeit und Raum, und nutzt diese reizvolle Möglichkeit, sie zueinander zu bringen. Plato etwa wird in einen Philosophiestudenten des 20. Jahrhunderts hineingeboren und treibt diesen fast in den

Christian Grimm geht in seinem Buch auf spannende Zeitreise.

Wahnsinn und zum Suizid, ehe sich Körper und Geist aussöhnen. Fünf Geschichten sind es, die Grimm in seinem Erzählband Zeitensprünge aufgreift. Darunter eine Nacht, die der junge Thomas von Aquin zwangsweise mit einer Hure verbringen muss, die ihm, nachdem sie ihre anfängliche Angst überwunden hat, durchaus Respekt abnötigt. Grimm,

Foto: -kn-

emeritierter Professor, lehrte in Weihenstephan rechtliche Fächer, Wirtschaftsethik, und führte Studenten in das philosophische Denken ein. In seinen Erzählungen pflegt er eine wunderschöne, facettenreiche und phantasievolle Sprache, die im Leser deutliche Bilder der fiktiven Schauplätze entstehen lässt. Ganz so, als säße er selbst daneben. -ab-


GESICHTER DER STADT

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Die Zwei von der Tankstelle Sie haben türkische Vornamen, sind aber Griechen. Erhan und Ercan Halim, 39 und 37 Jahre alt, sind den Freisingern, die an den Schlüterhallen bei RAN tanken oder bei Pizzabob die italienische Nationalspeise ordern, wohl bekannt. Die beiden sprechen akzentfrei Deutsch, kein Wunder, ist doch Ercan schon seit der zweiten Klasse in München und Bruder Ercan hat das Licht der Welt im bayerischen Kolbermoor erblickt. Die beiden sind türkischstämmige Griechen, aber das merkt man ihnen nicht an. Erhan hat in München sein Abitur gemacht, Ercan die Mittlere Reife.

Frühe Kontakte zu Freising Eine Beziehung zu Freising baute Erhan schon während seines Studiums der Lebensmitteltechnologie in Weihenstephan auf. Und schon damals arbeitete er nebenbei in einer Tankstelle, um sich etwas dazuzuverdienen – ein Job übrigens, den ihm Ercan vermittelt hat, der damals eine Ausbildung zum Handelsfachwirt absolvierte. Die beiden beäugten sich in jungen Jahren eher vorsichtig und hatten nicht von Anfang an den Plan, sich gemeinsam

Erhan und Ercan Hamil sind Inhaber der RAN-Tankstelle und des Pizzabob an den Schlüterhallen

selbstständig zu machen. Doch als sie 1998 mitbekamen, dass eine Esso-Tankstelle in Gröbenzell vakant war, wagten sie den Sprung ins kalte Wasser.

Ahnungslos ins kalte Wasser „Wir hatten beide keine Ahnung davon, wie man eine Tankstelle führt“, lacht Ercan, und geht davon aus, dass das ein Vorteil war, weil sie ihre Erfahrungen gemein-

sam gesammelt haben. Es war gerade zu einer Zeit, als die Tankstellen alle auf ein Shop-Konzept umstellten, und da hatten die beiden Brüder wohl die richtigen Kenntnisse. Tag und Nacht haben die jungen Männer gearbeitet, jeden Tag, rund um die Uhr. Der Kontakt mit Menschen lag beiden und so haben sie ihr Gröbenzeller Unternehmen äußerst erfolgreich geführt, die Kunden gebunden und den Umsatz nach oben getrieben.

Foto: Peter Schwarzfischer

„Da fuhr man dann zu Erhan und Ercan zum Tanken, nicht zu Esso“, lacht Erhan heute. Ihr Weg nach Freising führte über einige Münchner Toppadressen von BP und Aral. Doch als sie schon in der Genehmigungsphase von dem Projekt am Schlüter in Freising erfuhren, sagten sie zu. Seit eineinhalb Jahren sind sie Inhaber der Tankstelle und der Pizzeria und fühlen sich hier pudelwohl. Das Besondere ist, dass sie einen kompletten Getränkemarkt

unterhalten, nicht nur eine kleine Auswahl an Getränken führen, und im Lebensmittelbereich Preise haben, wie jeder normale Discounter. Auch in der Pizzeria isst man günstigst und die Benzinpreise liegen im unteren Segment. Sie engagieren sich im gesellschaftlichen Leben, indem sie Kindergärten und die Sportjugend unterstützen und seit kurzem den Fanbus für DSDS-Teilnehmer Joey Heindle sponsern, der mindestens noch einmal zu RTL nach Köln fährt. Beide sind Familienväter, Erhan hat zwei Söhne im Alter von 7 und 13 Jahren, Ercans männliche Sprösslinge sind 6 und 11 Jahre alt. Die Tankstelle hier in Freising könnten sie sich vorstellen, bis zum Rentenalter zu betreiben. Denn die Südramol, die die RAN-Tankstellen unterhält, ist ein Familienbetrieb, kein nach Profit gierender Konzern und die beiden Brüder sind mittlerweile ein eingespieltes Team, das sich mit gegenseitigem Respekt und gemeinsamen durchdachten Entscheidungen schon seit 15 Jahren blendend verträgt. Lange wird es nicht dauern und die Freisinger tanken nicht mehr bei RAN sondern bei Erhan und Ercan und holen auch ihre Pizza dort. -ab-


KULTUR | THEATER | SZENE

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Bürger-Idylle ade

Lenzenschall und Abba-Mania

Zum dritten Mal bittet die Marktkapelle Au zum Frühjahrskonzert in die Dreifachturnhalle nach Mauern, denn Leiter Thomas Linseisen stammt von dort. Dass sie ihre Gäste verzaubern können, haben die Musikerinnen und Musiker schon mehrmals bewiesen, zum Beispiel

Blühende Swing-Ära

Er ist eine lebende Legende, und das zu Recht. Die Liste derer, mit denen Charly Antolini (74), der als bester Schlagzeuger Europas gilt, schon gespielt hat, liest sich wie das Who’s who der internationalen Jazz-Szene:

bei den Frühjahrskonzerten in den vergangenen beiden Jahren oder auch beim Neujahrskonzert in Au. Sie bieten eine breite Palette der Musik auf, die von Abba über James Last und Co. bis hin zu Kompositionen für sinfonisches Blasorchester reicht. Natürlich kommen auch Märsche und Polkas nicht zu kurz. Ein vergnüglicher Abend, geprägt von einer Kapelle, die mehr kann als Humtata. -ab• Sa., 31. März, 20 Uhr, Dreifachturnhalle, Mauern.

Sidney Bechet, Bill Coleman, Lionel Hampton, Roy Eldridge, Fatty George, Art Farmer, Albert Mangelsdorff, Earl Hines, Wolfgang Dauner und Barbara Dennerlein, um nur einige zu nennen. Und natürlich Großmeister Benny Goodman, dem er mit seiner Benny Goodman Story Tribut zollt. Mit einer zehnköpfigen Band kommt er nach Freising und erinnert an die blühende Zeit der Swing-Ära. -ab• Fr., 27. April, 20 Uhr, Lindenkeller, Freising

Frau, in einer Doppelhaushälfte und einem VW Jetta in der Garage – in Freising! Das ist mein Rock’n Roll!“, sagt er. Doch die Geister seiner Ahnen holen Fitz schließlich ein: „Das ist nicht Deine Welt! Du musst fliehen!“ Kulturreferent Rudolf Heinz hat bereits zum dritten Mal ein Kleinkunstprogramm zusammengestellt, das zur Ergänzung und Belebung des Moosburger Kulturlebens beitragen soll. Im Mai gastiert das fast food theater München in den Rosenhof-Lichtspielen. -ab• Di., 24. April, 20:00 Uhr, Schäfflerhalle ‚Moosburg

Mit neuen Songs und Stories ist der more than ever „brünftige“ Nepo Fitz beim Moosburger Kleinkunstfrühling zu Gast. Der Sohn von Kabarettistin Lisa Fitz und Moderator Ali Khan rechnet mit der Rama-Idylle ab. In „Brunftzeit“ glaubt er, endlich ein Mann geworden und bereit für den bayerischen 9-PunkteLebensplan zu sein: Schule, Studium, Beruf - Bausparer, Heirat, Kinder, Haus, Hund, Tod. Er spürt den Fragen nach, was passiert, wenn ihre biologische TraumprinzUhr tickt und seine nachgeht. Kleinbürgertum kennt

er nur aus Erzählungen oder Fahrten durch ReihenhausIdyllen, hat aber dennoch Sehnsucht nach dem konservativen IKEA-Nestbaubetriebsprogramm. „Mit einer

Plantage wird Marktplatz

Frühling lässt sein zartes Band…

Der Verein activefun ist in die Freiluftsaison gestartet. Am vergangenen Samstag fand der erste Flohmarkt auf dem Areal der Freisinger Waldgaststätte Plantage statt. Auf dem

Foto: Peter Schwarzfischer

Den Frühling hat die Stadtbibliothek Freising, Weizengasse 3, in ihre Räume gelassen. Margret Hubensteiner und Claudia Becker, die zusammen in der Malgruppe „Courage Art“ in der Caritas Freising aktiv sind, haben farbenfrohe sanfte Bilder traumhaften Gelände des des bekannten Biergartens konnte man dabei wieder allerhand Nützliches oder auch Schnickschnack erstehen. Alles, was schon lange in Keller und Speicher geschlummert hat, fand auf den Ständen seinen Platz. Das nächste Mal können die Händler am Samstag, 14. April, um 10 Uhr ihre Stände aufbauen. Eine Voranmeldung ist wie immer nicht notwendig, die Plätze werden direkt vor Ort vergeben. -ab• Sa., 14. und 21. April, 12. und 19. Mai, 9. und 16. Juni., 11 bis 16 Uhr

Ein Jahrhundert gerungen

Zu ihrem 100-jährigen Bestehen hat die SpVgg Freising als erste einer Reihe von Veranstaltungen im Rathaus eine Ausstellung mit Erinnerungsstücken an 100 Jahre Ringergeschichte eröffnet. Christoph Bauer, (2. v. l.) Ver-

gestaltet, und nehmen den Betrachter mit auf eine Reise durch die Natur. Hubensteiner ist auch an der Malgruppe Prop beteiligt. Die beiden Frauen unterscheiden 20 Jahre, aber es eint sie ihre Liebe zu Gestaltung und Kunst. Beide haben an verschiedenen Ausstellungen teilgenommen oder ihre Werke in Einzelpräsentationen gezeigt. Nun stellen sich beide auf drei Etagen vor. -ab• Bis 12. Mai, Di. 10 bis 19 Uhr, Mi. bis Fr. 10 bis 18 Uhr, Sa. 10 bis 14

einsvorsitzender, und die Eheleute Renate und KarlHeinz Steigenberger, die mit Herzblut und Leidenschaft bei der Vorbereitung geholfen haben, präsentierten sie Hausherr OB Dieter Thalhammer (l). Bis 7. Mai sind in den Vitrinen im ersten Stock seltene Bilddokumente des Olympiakaders von 1932, Presseberichte aus mehreren Jahrzehnten, Pokale und Trophäen zu sehen. -ab• 100 Jahre SpVgg Freising, bis 7. Mai, zu Rathaus-Öffnungszeiten


KULTUR | THEATER | SZENE

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Ehre, wem Ehre gebührt übrigens noch Zeit, seiner zweiten ganz großen Leidenschaft zu frönen: dem Extrembergsteigen. 1989 bereits hat er den Förderpreis des Landkreises gewonnen, der für das Jahr 2011 an Pepito Anumu gegangen ist. In Togo ist er geboren und begann dort nach dem Abitur mit einem Jura-Studium. Doch musste er wegen politischer Unruhen ins benachbarte Ghana Martin Keeser (l.) ist der Kulturpreisträger des Landkreises Freising für das Jahr fliehen und ließ sich dort 2011. Landrat Michael Schwaiger überreichte ihm die Trophäe. Fotos: -ps- zum Kfz-Mechaniker ausbilden. Erst 1995 ging er nach Seit 30 Jahren verleiht der amtliche Lehrkraft. Er hat Mu- Europa und suchte Asyl. Über Landkreis Freising bereits sicals geschrieben, eine Big Kulturpreise und heuer hat Band gegründet und geleitet, ihn einer bekommen, der gut Beatles-Revival-Konzerte gein die Reihe der solcherma- geben, und, und, und… Der ßen Ausgezeichneten passt. hervorragende klassische Martin Keeser ist seit 2008 Pianist tritt auch solo und Leiter der Sing- und Musik- mit verschiedenen Gruppieschule Freising und ist einer, rungen auf und ist als Keyder laut Kreisheimatpfleger boarder in Rock- und JazzRudolf George die Musik der bands im Freisinger Raum Tiere, etwa der Ratten, Mäuse unterwegs. Aber auch im und Fische, hörbar machen Münchner Circus Krone oder kann. Seit 1977 bereits arbei- im Amerika-Haus fanden Auftete er an der Musikschule führungen seiner Komposi- Pepito Anumu erhielt für seine farbenund wurde dort 1986 haupt- tionen statt. Daneben hat er frohen heitern Bilder den Förderpreis.

Für ihre mutige Stückauswahl hat die Bühne Moosburg unter anderem den Anerkennungspreis des Landkreises erhalten.

München kam er dann der Liebe wegen nach Freising und lebt hier seit 2002 als deutscher Staatsbürger. Musik und Malerei liegen ihm im Blut und hier in Freising fand er die Muße und Ruhe, sich wieder künstlerisch zu betätigen. Bekannte und Freunde ermutigten ihn dazu, seine Werke öffentlich zu präsentieren. Seit zwei Jahren zeigt er seine farbenfrohen heiteren Bilder dem Publikum. Anerkennung schließlich zollte der Landkreis der Büh-

ne Moosburg. Leiterin Irene Herrmann nahm die Trophäe, den Mohrenkopf, stellvertretend entgegen. Der Landkreis würdigte damit, dass sich das Ensemble an schwierige Stücke, wie aktuell „Rain Man“ wagt und sich nicht auf Bauerntheater mit Schenkelklopfern reduzieren lässt. Vielmehr biete das Laientheater gehobene, vielfältige Unterhaltung mit Komödien, Dramen Krimis, modernen Klassikern und vielem mehr, würdigte George. -ab-

Der ideale Schattenspender

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Der Frühling kommt, die Sonne lässt grüßen und braun sein ist in. Doch die so geliebten Sonnenstrahlen sind mit Vorsicht zu genießen. Vor allem Kleinkinder und ältere Menschen brauchen den richtigen Sonnenschutz. Früher war die „vornehme Blässe“ ein sichtbares Zeichen von Wohlstand und Adel. Nur wer es sich leisten konnte, sich nicht der prallen Sonne auszusetzen, hatte dieses Privileg. Zu Sissis Zeiten mit dem Sonnenschirm im Garten zu spazieren war einer kleinen Oberschicht vorbehalten. Nicht die Markisen selbst sondern der richtige Markisenstoff garantiert den optimalen Sonnenschutz. Heute sind Markisentücher Hochleis-

tungsprodukte. Bavaria Markisen verarbeitet seit jeher Markisenstoffe von europäischen Markenherstellern und diese unterliegen den hohen Anforderungen des Umweltschutzes. Es ist von Ärzten und Wissenschaftlern erwiesen, dass die UV-Strahlen der Sonne Krebserkrankungen hervorrufen können.

Bavaria Markisenstoffe verfügen über eine ausgezeichnete Schutzwirkung in den schädlichen UV-Bereichen und blockieren, farbabhängig, mindesten 97 Prozent des UV-Lichtes. Die AcrylSonnenschutz-Markisenstoffe sind wasserabweisend imprägniert und haben einen Schmutzabweisungseffekt gegen Industriestaub, Fette und

Öle, sind zudem reißfest, farbecht und verfügen über einen ausgezeichneten Wärmeschutz gegenüber klimatisierten Räumen. Auf Grund der hohen Qualität der Bavaria Markisen (pulverbeschichtetes, stranggepresstes Aluminium und Edelstahlelemente) kauft man heute Mar-

kisen für Jahrzehnte und lässt sie dann nach 20-30 Jahren mit einem neuen aktuellen Tuch bespannen, bei Ihnen zu Hause, sauber und preiswert. Christian Hilz, Gebiets und Verkaufsleiter der Bavaria Markisen für Moosburg, Freising und München, nimmt sich gerne Zeit für eine fachgerechte Beratung und freut sich auf Ihren Besuch. (BM-Fug)

Christian Hilfz, Verkaufs- und Gebietsleiter der Bavaria Markisen. Foto: -kn-


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PROMINENT | PERSÖNLICH | PRIVAT

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Nein zur 3. Startbahn

Rund 30 Mitglieder waren zur Kreisversammlung der Jungen Union gekommen, um Andrea Jauker und Martin Hauner (2.v.r.) in den Vorstand nachzuwählen. Kreisvorsitzender Peter Wagner (r.) begrüßte den Bezirksvorsitzenden Tobias Zech (l.) und Alexander Wegmaier (JU Erding). Zech kündigte an, dass sich der Verband in Kürze mit dem Thema dritte Start- und

Landebahn am Münchener Flughafen beschäftigen wolle, wozu Gespräche, sowohl mit Befürwortern als auch Gegnern des Projektes, geführt werden sollen. Wagner betonte, dass sein Kreisverband Freising die dritte Bahn natürlich ablehne und diese Position, unterstützt vom JU Kreisverband Erding, vehement in den Diskussionen vertreten werde. Weil Alexandra Max aus privaten Gründen den Wohnort gewechselt hat, wurde Hauner zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Dessen dadurch vakant gewordenes Beisitzeramt übernahm Jauker. -ab-

„Grausame“ Leistung überzeugt Publikum Joey Heindle ist bei DSDS unter den letzten Acht. Da hat ihm wohl geholfen, dass von Freising aus extra ein Fanbus aufgebrochen ist, um den 18-Jährigen zu unterstützen. Natürlich waren Stiefvater Thomas Willuhn, Mutter Monica und die Schwestern Sabrina (12) und Emily (9) mit von der Partie. Sie haben ihren Superstar wohl eine Runde weiter getragen, denn der Auftritt des Freisingers mit Herbert Grönemeyers „Der Weg“ in der dritten Runde war laut Poptitan Dieter Bohlen grausam. „Schlechter kann man das nicht machen. Wenn Grönemeyer das gehört hat, der wandert aus“

Foto: Peter Schwarzfischer

polterte der Juror. Doch statt Joey musste Vanessa Krasniqi (17) gehen, obwohl sie laut landläufiger Meinung zu den besten Sängern der Staffel gehörte. „Es geht halt bei DSDS nicht ums Singen. Ich war so schockiert, habe sogar geweint. Aber gegen kleine Mädchen, die sich die Finger wund wählen, kommt man nicht an“, sagt sie. -ab-

Partys sorgen für Geldfluss

Foto: John

Die stolze Summe von 2000 Euro übergab dieser Tage der Förderverein Handball an Walter Schollerer, Vorstand der Moosburger Handballer (l.). Mit diesem Erlös aus den vergangenen Ü-30-Parties wird die Ausbildung der gesamten Handballjugend, die von den kleinen Minis bis hin zur A-Jugend geht, gefördert. Zudem kann die Fortbildung

der Jugendtrainer unterstützt werden. Nach der Party war quasi vor der Party: Am vergangenen Samstag fand erneut eine Ü-30-Party in der Stadthalle mit DJ Hotte statt. Die vielen freiwilligen Helfer haben ein fünftes Mal dafür gesorgt, dass das Fest zu einem Event für alle Junggebliebenen wurde. Damit hat der Förderverein sein Versprechen wahr gemacht, die Feierlichkeiten für die etwas Angejahrteren zu einer festen Einrichtung werden zu lassen, um möglichst viel Geld in die Kasse der Handballjugend zu spülen. Die sechste Auflage der Ü-30 Party folgt bestimmt. -mj-


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AUS DER GESCHÄFTSWELT

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www.moosburg-marketing.de

MESSE MOOSBURG

20.4.-22.4.2012 am Viehmarktplatz Eröffnung durch Stefan Musiol Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung Bayern um 14 Uhr

Moosburg wird drei Tage lang zur Messestadt MeMo ist in Moosburg wahrlich kein unbekanntes Wort mehr. Nach dem fulminanten Start im Mai 2011 findet in der Zeit vom 20. bis 22 April dieses Jahres eine Neuauflage der erfolgreichen Messe statt. Ein bunter Angebotsmix erwaret die Besucher und bietet ihnen die Chance, sich auf engstem Raum über eine Vielzahl an Themen zu informieren. Egal, ob es um Bauen und Wohnen, Schönheit und Mode, Gesundheit und Sicherheit oder ausgefallene Accessoires geht - für jeden ist etwas dabei! Besonderer Besuchermagnet dürfte in diesem Jahr das Angebot des Deutschen Vereins für Gesundheitsvorsorge (DVG) sein. An 13 Stationen können Interessenten in der eigens dafür reservierten

Schäfflerhalle ihren persönlichen Gesundheitszustand auf Herz und Nieren testen und sich in einem anschließenden, maßgeschneiderten Beratungsgespräch Tipps für eine bessere Lebensführung holen. Das abwechslungsreiche Bühnengeschehen mit der Show-Tanzgruppe, bodenständigen Volkstänzen und professionellen Musikdarbietungen bis hin zu Beatboxen und humorvollen Aufführungen überzeugt nach Meinung der Veranstalter. „Wir sind uns sicher: Sie werden begeistert sein!“, sagt Claudia Oehlerking, Chefin des Stadtmarketings. Die junge Stimme von Mellie aus Landshut. der Clown Toni Toss, die Showtanzgruppe Gammelsdorf, die Moosburger Narrhalla und die Little

Starfires wollen die Besucher mitreißen. Die Bands Puls, Sait‘nwind, die Isartaler Musikanten sowie die Musikschule Neubert gestalten das Programm mit und die VHS zeigt in professionellen Aufführungen tänzerischer und musikalischer Natur ihr Können. In Szene gesetzt wird dies von den Profis von Orange Veranstaltungstechnik. Die Gäste können in den Nachbau der Opalmine Pereghy einsteigen und das Gefühl nachempfinden, das Arbeiter bei der Gewinnung von Opal haben. Ein römischer Kampfwagen und zahlreiche gastronomische Stände an denen man sich erfrischen kann, stehen bereit. Die Kinder haben Spaß auf der Hüpfburg, im Jugendrotkreuz und mit dem Familienzentrum Kimm!

Ausstellung: Bauen und Wohnen • Fahrzeuge auf 2 und 4 Rädern Freizeit - Wellness - Schönheit • Trachtenmode Presse • Accessoires ... ... und noch viel mehr! Attraktionen: Clown Toni Toss • Opal-Mine live erleben Livemusik u.a. mit: Mellie aus Landshut • PULS Saitn‘wind • Beatboxen ständige Live-Moderation Aktionen:

Gesundheits-Check auf der Gesundheitsmesse in der Schäfflerhalle Show-Kaffeerösten • Visagisten schminken Kinderprogramm • Wortgottesdienst Öffnungszeiten: Freitag: 14 - 20 Uhr, Samstag: 10-20 Uhr, Sonntag: 10-18 Uhr, Am Samstag: Party ab 20 Uhr EINTRITT FREI!


Nr-20-APR-2012  

Verteilung der nun zwanzigsten Ausgabe des isarkurier war am Mi. 28.03.2012 und stellte die Aprilausgabe 2012 dar! Der isarkurier erschien w...

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