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速 Nr. 13 | MAI2011 | 2. Jahrgang | MI. 11.05.2011 |

FREISING

Gewinnen Sie ein Wochenende mit dem neuen Mercedes SLK - Seite 46


Liebe Leserinnen und Leser, Sie haben es sicher gleich gemerkt, wir haben seit diesem Heft ein neues Format. Es ist etwas kleiner und damit handlicher als bisher. Am Inhalt mangelt es deswegen nicht, denn wir haben den Umfang auf 64 Seiten erhöht. Jeder kennt den Schafhof, aber wer dessen Leiterin Andrea Lamest? Wir haben

mit ihr gesprochen. Natürlich wollen wir Sie animieren, auf das Uferlos-Festival in der Luitpoldanlage zu gehen und das ganz besondere Flair dort zu genießen. Aber wem das Frühlingsfest lieber ist, der kann nach Moosburg fahren und sich dort auf dem Rummelplatz vergnügen. Sollten Sie mit beidem nichts am Hut haben – wie wär’s mit dem Biergarten des Hofbrauhauskellers auf dem Lankesberg? Wirt Peter Sonnauer hat ihm im vergangenen Jahr endlich sein traditionell bayerisches Gepräge wieder gegeben. Wir erzählen Ihnen, wie gut die Städtepartnerschaft zwischen Freising und Obervellach in Kärnten funktioniert und zeigen, was in Freising und der Nachbarschaft so los ist. Na-

türlich erfahren Sie auch Aktuelles aus der Welt des Sports und einiges Wissenswerte aus dem privaten Leben unserer Mitmenschen. Und seien Sie bereits gespannt auf das nächste Heft, denn wir haben allerlei neue Ideen, um unser Magazin für Sie noch interessanter zu machen. Viel Spaß beim Lesen wünscht Christian Freund

Titelbild : Christiane und Tina genießen die ersten Sonnenstrahlen im Freien. Foto: -ps-

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Des Maien Lust und Freuden Endlich raus ins Grüne 6 x nachgefragt Uferlos - gefällt Ihnen das Festival? Gastlichkeit in der Region Zurück zu familiären Wurzeln Gesichter der Stadt Viele Wege ein Ziel Moosburger Frühlingsfest Der Frühling hält Einzug Buchvorstellung Auf Siegfrieds Spuren Freising aktuell vom Dom zur Burg und Tag des Bieres Nachbargemeinden, Marzling neues Domizil in Premiumlage Aus der Geschäftswelt Von Fitness, Holz und Kaffee

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Partnerstädte Obervellach in Kärnten Musik, Theater, Szene Kultig, klassisch, komisch Prominent, persönlich, privat Über Leute, die man kennt MerkWürdig Tipps und Termine Rätselhaftes Die Rätselseite mit Gewinnspiel Uferlos Freisinger Kulturfestival Golfsport 2011 Der Golfclub Holledau lädt ein Sport & Freizeit Von Ehrungen und dem Stockerl Zu guter Letzt Narrhalla digital


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ENDLICH RAUS INS GRĂœNE

Des Maien Lust und Freuden

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Die Tradition des Volkstanzens lebt im Biergarten des Hofbrauhauskellers Freising wieder auf.

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ENDLICH RAUS INS GRÜNE

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eh aus mein Herz und suche Freud, in dieser schönen Sommerzeit, an Deines Gottes Gaben. Schau an der schönen Gärten Zier, und siehe wie sie mir und Dir sich ausgeschmücket haben, empfahl Paul Gerhardt bereits im 17. Jahrhundert. Und Emanuel Geibel schrieb rund 200 Jahre später: Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus, da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus! Und Lust hat dazu kaum jemand. Sehnlichst erwartet wurde sie schon, die Zeit der warmen Tage, an denen es abends noch lange hell

Blumengruß zum Muttertag ist. Die Biergärten locken und die Straßencafés haben Hochbetrieb.

Duftende Blumen

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Außerdem liegt da dieser ganz gewisse Duft in der Luft – nach Flieder, Maiglöckchen und ersten Rosen. Gartenbesitzer haben alle Hände voll zu tun, um ihre Staudenbeete, Rabatten- und Rasenflächen in voller Pracht erstrahlen zu lassen. In Freising ist es da ja ganz einfach, sich in Weihen-

stephan Anregungen zu holen. Alles neu, macht der Mai. Ein Versprechen, das der so genannte Wonnemonat in jedem Jahr wahr macht. Wenn das kein Grund zum Feiern ist. Ein Frühlingsfest jagt denn auch das andere. Aber es kann zumindest bis zur kalten Sophie, der letzten der vier Eisheiligen am 15. des Monats, nachts noch empfindlich kalt sein. Pankraz, Servaz und Bonifaz, die ihre Namenstage an den drei Tagen davor feiern, stehen durchaus noch für Nachtfrost. Darum beginnt die Pflanzzeit für nicht winterharte Gewächse auch erst am 16. Mai. Der Monatserste gilt dennoch als offizieller Sommerauftakt. Gut, dass wir nicht in grauer Vorzeit leben, denn damals waren die Riten streng, gerade was das Liebesleben betraf. Das geflügelte Wort „Ich bin Dir grün“ etwa hat seinen Ursprung darin, dass die verliebten Burschen ihrer Angebeteten frische Birkenäste, geschmückt mit Bändern und Blumen, die so genannten Liebesmaien, in der Nacht auf den 1. Mai oder zu Pfingsten vor die Tür oder ans Haus steckten. Arg traf es die Ex-Freundin manches Mal. Wenn der ehemalige Herzbube einen dürren Stecken oder gar das kahle Geäst eines früheren Christbaumes als Schandmaien überbrachte, war das wahrlich eine Schmach. Eine besondere Erfindung ist der Muttertag, der immer am zweiten Sonntag im Mai stattfindet. Zum einen ist er, wie so vieles, über den großen Teich zu uns geschwappt. Zum anderen haben ihn die Nazis für ihre Zwecke benutzt. Sie ehrten damit die arische Gebärende von jungem Nachwuchs für

die Front. Heute ist der Tag eher zur Farce geworden. Die Werbung und die Angebote in den Geschäften gaukeln uns vor, dass sich alle Frauen Blumen, Parfum, Mon Cherie und Rosen wünschen oder ältere Damen einen Vitaminstoß mit Hilfe des Produktes „Doppelherz”. Vielleicht noch eine Einladung zu einem exklusiven Essen, damit Mutti mal nicht am Herd stehen muss. Aber nur für diesen einen Tag bitteschön, dann muss es wieder gut sein.

Vaters Freuden Der Vatertag an Christi Himmelfahrt ist da von ganz anderem Kaliber: Die Herren der Schöpfung müssen keine Kinder in die Welt gesetzt haben, um ihn feiern zu können. Vielmehr treffen sich meist jüngere und unverheiratete Männer zu einer Sauftour, die nicht selten den Verlust der Muttersprache zur Folge hat. Die gute Nachricht: Bier ist ein natürliches Isogetränk und hervorragend geeignet, die durch sportliche Langzeitaktivitäten verbrauchten Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente dem Körper wieder zuzuführen. Maßvoller Genuss des bayerischen Grundnahrungsmittels kann deshalb von überaus großem Nutzen und der Gesundheit dienlich sein. Bier ist streng natriumarm, proteinarm sowie frei von Fett und Cholesterin, was vor allem für die Gesundheit im fortgeschrittenen Alter zunehmend wichtig wird. Der Gerstensaft wirkt beruhigend, schlaffördernd und verbessert die seelische Ausgeglichenheit. Da sage noch einmal einer was zu Hopfen und Malz, außer


ENDLICH RAUS INS GRÜNE

natürlich Gott erhalt’s. Nun, sei es, wie es sei: Die jetzt anstehende Saison verspricht uns jedenfalls viel Vergnügen. Das beginnt Ende des Monats mit dem Uferlos-Festival, auf das wir im Mittelteil näher eingehen. Zehn Tage lang Musik, Spaß, Verkaufsbuden und kulinarische Genüsse unter freiem Himmel, darauf wartet

ganz Freising und Umgebung schon. Hoffentlich spielt auch das Wetter mit. 60 Stände mit Waren und Speisen aus aller Welt, ein Kinder- und Theater-Zelt, veganes Essen, die Bayerischen Beachvolleyball Masters, das bunte Kinderprogramm, die Festivalrikscha, Walking Acts, die DJ Lounge, der Surfsimulator

Foto: Schwarzfischer und vieles mehr einen sich zum großen Markt der Möglichkeiten. Sogar der Nachtbus fährt während der gesamten Dauer. Noch eine gute Nachricht: Es folgen über den Sommer verteilt noch jede Menge ähnlicher Open Airs, die die Besucher an Weiher und auf Wiesen locken. Na dann: Viel Spaß und Prost! -ab-

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Wallfahrer sind im Frühjahr besonders häufig unterwegs.

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SECHS MAL NACHGEFRAGT Uferlos - gefällt Ihnen das Festival?

Silvia Ronacher - Freising

wie die Dult in Landshut oder die Herbstschau in Moosburg etc., wie es sie übers Jahr verteilt überall in der Region gibt, nicht mangelt, ist ein Traditionsverlust oder dergleichen wohl kein Argument gegen das Festival. Für mich als Musikbegeisterten ist vor allem auch das abwechslungsreiche, zumeist kostenlose Livemusik-Angebot ein wesentlicher Vorteil des Uferlos-Festivals gegenüber dem traditionellen Frühlingsfest.

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ch war bisher noch nie auf dem Uferlos. Ich kenn das gar nicht. Dieses Mal werde ich schon vorbeischauen, um zu sehen, was da eigentlich los ist. Das frühere Frühlingsfest hat mir aber schon sehr gut gefallen.

alles wie gehabt auf Sinnflut, Tollwood und so weiter, bloß alles mickriger. Die Preise aber sind gut und das Musikangebot ist immer wieder interessant und anregend, wenngleich unter der Woche die Bandauftritte zu spät abends sind. Ich muss am nächsten Morgen früh aufstehen und arbeiten. Das Beste auf dem Uferlos in Freising in der Luitpoldanlage ist der Versus Barbershop. Schon die Idee, sich dort öffentlich und vor illustrer Kulisse die Haare von Künstlern ihres Faches schneiden lassen zu können, finde ich genial. Die Stadt sollte das Uferlos stärker unterstützen, dann könnte man sicher mehr daraus machen. Ich gehe jedenfalls jedes Jahr aufs Uferlos – schon aus Neugier.

Mehmet Tas - Freising

D Raffael Krickel - Freising

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einer Meinung nach ist das Uferlos-Festival im Gegensatz zum Frühlingsfest der kulturell wesentlich vielseitigere und weitläufigere Event. Da es an dem Frühlingsfest ähnlichen Institutionen

as Uferlos gefällt mir nicht so gut. Der Platz ist zu klein und allgemein gibt es zu wenig Angebote. Beim Essen ist es immer dasselbe: Crèpes, Döner, was Asiatisches, Afrikanisch-Arabisches und nix gscheid Bayerisches, wie zum Beispiel Spanferkel und Co. Bei den Verkaufsständen und Buden ist es auch immer das Gleiche: Indische Fetzen, asiatischer Schmuck, indianische Federspiele und irgendwelche polierten Kieselsteine, umnebelt von Weihrauch und diversen Räucherstäbchen –

Veronika Haas - Freising

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ch arbeite dieses Jahr zum dritten Mal auf dem Uferlos, ich schneide dort Haare im Versus Barbershop-Zelt. Wir färben und Strähnen dort genauso wie im Salon. Die Leute sind letztes Jahr trotz des schlechten Wetters


SECHS MAL NACHGEFRAGT haben sie mir trotzdem abgenommen – durfte ich nicht mit nachhause nehmen. Letztes Jahr wollte ich dem Holz-bildhauer beim Gestalten zuschauen. Da es noch nicht ganz 16 Uhr war, hat mich die Security nicht reingelassen. Bin ich wieder heim marschiert. Des langt mir. Das Frühlingsfest war da schon praktischer, da hast rumgehen können, wann’s dir passt hat und ned de andern. Die Stadt sollte das Uferlos-Festival meiner Meinung nach nicht finanziell unterstützen, denn das Geld kommt ja letztendlich von uns Bürgern.

Laura Nitschke - Freising

D Erich Irlstorfer sen. - Freising

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eim ersten Mal auf dem Uferlos haben’s mir meinen Geldeinsatz fürs Bierglas nicht zurückgegeben, weil ich mein Billet dafür nicht gefunden hab. Das Bierglas

as Uferlos gefällt mir persönlich ganz gut. Da gibt es viele verschiedene Essensstände und überhaupt vieles zu sehen, zu riechen und zu schmecken. Besonders schön find ich in jedem Jahr immer wieder den Perlsacktierestand. Aufregend sind vor allem auch die tollen Klamottenstände: Ich hab mir im vergangenen Jahr dort einen Hut gekauft. Klasse, dass das Uferlos eingezäunt und abgesperrt ist, denn dadurch ist es viel sicherer. Fotos: -ps-

Keine Feier ohne Nebenwirkungen. Christine Kaufmann und ihr Mann haben sich scheiden lassen. Aber ihr Mann, so sagt sie, stellte unerhörte Forderungen. Sie jammert: „Er wollte mich ruinieren.“ Und dann zählt sie auf, was er so alles von ihr forderte. Dazu möchte ich heute kurz Stellung beziehen: Heiraten müsste von Gesetzes wegen verboten sein. Ja, so knallhart will ich es mal formulieren. Und das hat folgende Gründe: Schaun Sie sich doch mal die Menschen an, die länger als sagen wir mal- 15 Jahre verheiratet sind und vergleichen Sie deren Gesichter mit den Aufnahmen am Hochzeitstag. Nein, nein, hier geht es nicht ums „Verblühen“, hier geht es um die Mimik. Einer von beiden schaut immer verkniffen und antwortet auf die Frage: „Können sie uns ihr Rezept verraten, dass sie nach so langer Zeit noch beisammen sind?, meist: „Ja mei, einer muss halt nachgeben.“ Und dabei fällt mir auf, dass dies vor allem die Frau sagt. Der Mann klimpert mit den Wimpern und nickt. Und sehen Sie, dies wollen sich in Zukunft die Frauen nicht mehr gefallen lassen. Mit Recht! Aber nochmals von vorne. Heiraten müsste von Gesetzes wegen verboten werden. Wer es doch tut, soll mit 10 Jahren Gefängnis bestraft werden. Oh, mein Gott, denken sich jetzt viele, die bereits seit 20 oder mehr Jahren das schwere Joch tragen, was geschieht denn dann mit uns? Da kann ich Sie beruhigen. Da gilt das Besitzstandsrecht. Und, weil für die natürlich auch was getan werden muss, wird ihnen nach 20 Jahren der Tapferkeitsorden verliehen. Wer noch länger „gelitten“ hat, bekommt das Bundesverdienstkreuz am Bande. Es berechtigt außerdem, sich nach 45 Ehejahren auf Staatskosten scheiden zu lassen. Das ist einmalig in Europa. Ich auf jeden Fall reise demnächst nach Berlin, um das Bundesverdienstkreuz in Empfang zu nehmen. Meine Frau hat sich für den Tapferkeitsorden entschieden. Ich weiß wirklich nicht warum. isarkurier

zahlreich zum Haare machen gekommen. Ich genieße die Atmosphäre auf dem Uferlos, das bunte Treiben, die unterschiedlichen Menschen jeden Alters. Es ist ein schönes Fest für Jung und Alt, Klein und Groß. Tolle Künstler sind da, und es gibt Essen aus vielen verschiedenen Nationen. Mir gefallen die schönen, liebevoll gestalteten Stände mit all dem Kunsthandwerk. Ich setze mein Trinkgeld meistens vor Ort gleich wieder in Kleidung und Schmuck um, weil ich da immer was Passendes für mich finde. Dem Frühlingsfest weine ich keine Träne nach, selbst alteingesessene Freisinger haben die Veranstaltung, als sie noch stattfand, gemieden. Das Volksfest hat mehr Charme und ist traditioneller – aber einmal im Jahr, das reicht. Uferlos und Volksfest, da ist doch wirklich für alle was dabei.

Autor | Leser: Richard Birk - Freising9


GASTLICHKEIT IN DER REGION

Der Biergarten mit Kinderspielplatz lockt im Sommer die Familien an.

Fotos: -ps-

Zurück zu familiären Wurzeln

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er den Maitanz am 1. des Monats im Hofbrauhaus-Keller auf dem Freisinger Lankesberg versäumt hat, braucht sich nicht zu grämen. Wirt Peter Sonnauer hat vor, übers Jahr öfter mal einen Tanzboden aufzubauen und zum Volkstanz mit Blasmusik zu bitten. Eine der Traditionen, die er im altehrwürdigen Wirtshaus wieder aufleben lassen will. Das Gebäude wurde zwar 1997 abgerissen, aber nach dem alten Vorbild wieder errichtet. Denn den Hofbrauhauskeller gibt es schon 851 Jahre, er ist sozusagen das Flaggschiff für die Brauerei. Gleich nach dem Neubau, 1998, hat sie es an die Familie Vogt verpachtet. Bis zum April 2009, dann begann das so genannte EderIntermezzo. Pächter Thomas Eder hatte sich eingebildet, aus dem Gastgarten eine Lounge und aus dem Biergarten einen Beach machen

zu müssen. Häppchen auf der Lounge-Terrasse vor dem Haupteingang, und unter den Kastanien im hinteren Bereich des Areals der Karibikstrand mit Liegestühlen, Sand und Flaschengetränken aus dem „Strandhäuschen, Schmankerl vom Grill und Live-Musik. Das schmeckte den Freisingern nicht, sie blieben fern. Schon im August war das Zwischen-

spiel beendet. Nun suchte das Hofbrauhaus für seinen Keller einen gestandenen Wirt, den es in Sonnauer fand. Man kannte sich, wusste, dass er aus einer Familie stammt, in der das Brauen, das Mälzen und die Gastlichkeit in der Familie aus dem Landshuter Raum schon über Generationen hinweg gepflegt wurde. Der Großvater und der Vater

Peter Sonnauer ist Wirt aus Leidenschaft und Tradition.


GASTLICHKEIT IN DER REGION

Einfaches Erfolgsrezept Sonnauers Erfolgsrezept ist einfach. Er setzt, obwohl selbst noch keine 50 Jahre alt, auf Beständigkeit und Tradition. Seine „Arbeitskleidung“, der leinene Janker und das karierte Hemd, ist trachtig angehaucht, aber nicht kitschig. Das Personal arbeitet im Hofbrauhauskeller zwar im Dirndl, aber nicht im Fantasielandhausstil, der aussieht, als sei er mit Tortendeckchen verziert. Apropos Personal: Auch hier setzt Sonnauer auf Beständigkeit. „Wenn die wollen, können die mit mir alt werden“, lacht er. Im Hofbrauhauskeller hat er sich die Mitarbeit von Silvia Ronacher gesichert. Sie ist ein alter Hase im Geschäft und in Freising bekannt und beliebt. In enger Abstimmung mit Chefkoch Christian Patzwald, der aus dem Landkreis stammt und in bayerischen Traditionsgaststätten aber auch in Skandinavien, hier vor allem in der Zubereitung von Fisch, Erfahrungen gesammelt hat, stellt Sonnauer die Standardkarte zusammen. Darüber hi-

naus gibt es Saisonangebote und Tagesgerichte. Er selbst hat den Beruf des Kochs nie explizit erlernt, aber: „ich trau mir wetten, ich koch besser als manch anderer“, ist er sich sicher. Bevorzugt steht er an der Schänke, denn in der Pflege der Biere kennt er sich aus, arbeitet im Büro oder in der Organisation. Doch wenn Not am Mann ist, bedient er auch und packt überall mit an. Das Jahr 2010 begreift er als eine Zeit des säens. Ob die Saat aufgeht, muss sich heuer zeigen. Sonnauer sieht das pragmatisch. „Ich weiß, dass es Leute gibt, die gerade wegen mir nicht kommen, aber mindestens so viele kommen nur wegen mir“, schmunzelt er und berichtet, dass die Stammgäste immer zahlreicher werden. Im Hofbrauhauskeller hat er gefunden, was er schon lange gesucht hat. Täglich von 10.30 bis 23 Uhr ist sein Lokal geöffnet. 90 Plätze im Gastgarten vor dem Restaurant und 650 im Biergarten im hinteren Bereich, von denen an rund 100 bedient wird, vervielfachen die Sitzmöglichkeiten von 90 bis 95 in der Gast- und 30 in der Brauerstube. Und dann ist da noch der teilbare Saal, der für bis zu 150 Personen geeignet ist. Dort finden viele Seminare und Parteiveranstaltungen statt, sogar die esoterisch angehauchten „Violetten“ haben sich dort schon getroffen. An Parkplätzen mangelt es im Hofbrauhauskeller nie. Denn im Sommer, wenn der Biergarten ruft, kommen viele Gäste mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Das Areal vor dem Haus, das von uraltem Baumbestand überspannt wird, reicht für die Autofahrer meist aus. Und wenn es mal ganz dick

Zum Nachkochen (für 4 Personen)

4 Bachsaiblinge à 350 g, küchenfertig 1 Bd. Petersilie, 1 Bd. Dill, 2 Zitronen, 100 g Butter, 4 passende Alufolien, 1 kg Kartoffeln Saiblinge mit den Kräutern und je einem Viertel der Butter füllen, salzen pfeffern, Saft von einer Zitrone darüber träufeln. In die geölte Alufolie wickeln, luftdicht

verschließen, bei 200 Grad 20 Minuten im Heißluftherd braten. Folie aufklappen und Fisch mit Zitronenspalten und frischen Kräutern dekorieren. (Eignet sich auch hervorragend für den Grill.) Beilage: Salzkartoffeln, in Butter und Petersilie geschwenkt. kommt, gibt es oberhalb des ehemaligen Bierlagerkellers auch noch Möglichkeiten. Beste Voraussetzungen also für einen, der Wirt aus Überzeugung ist, und seinen Gästen gemütliche Stunden in entspannter Atmosphäre bieten will. In seinen kargen Auszeiten fährt Sonnauer meistens nur in seine Lieblingsregion Chiemgau. Binnen weniger Stunden könnte er dann wieder in seiner Wirtschaft sein und nach dem Rechten sehen, wenn’s brennen sollte. „Man meint halt immer, dass es ohne einen nicht geht“, grinst er. -ab-

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Sonnauers waren Braumeister, er selbst ist gelernter Brauer und Kaufmann. Der Vater liefert immer noch das Malz für die Freisinger Biere aus dem Hofbrauhaus, und Peter Sonnauer hat längst unter Beweis gestellt, dass er es versteht, ein renommiertes Haus zu führen: Seit 1988 ist er Besitzer des Cafés Central in der oberen Hauptstraße in Freising. Mit dem Gedanken, eine Gastwirtschaft zu übernehmen, ist er schon immer schwanger gegangen. Nun hat er beides, das Kaffee- und das Wirtshaus.

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GESICHTER DER STADT

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Foto: Peter Schwarzfischer


Viele Wege, ein Ziel

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Die Organisation von Ausstellungen im europäischen Künstlerhaus Schafhof des Bezirks Oberbayern gehört mit zu den Aufgaben von Andrea Lamest.

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GESICHTER DER STADT

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ie hat ein bewegtes Leben hinter sich und ihre Karriere weist ungewöhnliche Stationen auf. Doch sie hat, wenn auch über manche Umwege, viel erreicht. Andrea Lamest leitet seit vier Jahren den Schafhof, das Europäische Künstlerhaus des Bezirks Oberbayern in Freising. Und das macht sie gut. Als sie ihre Stellung antrat, wusste jeder Freisinger, von der Bäckereiverkäuferin bis zum Taxifahrer, was der Schafhof ist. Sie wollte mehr, wollte das Haus erschließen, es in der Kunstszene als glaubwürdig etablieren. Das ist ihr gelungen. Die Zahlen beweisen es: Waren es ursprünglich 500 Besucher pro Ausstellung, sind es jetzt im Schnitt 1200. Schulklassen melden sich zu Führungen an, das Erwachsenenbildungsange-

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äußerst erfolgreichen Karriereweg zurückgelegt. Das Gymnasium hat sie in der neunten Klasse geschmissen, und die Mittlere Reife auf der Realschule gemacht. Mit 17 ist sie von Trier, wo sie geboren wurde, weggegangen. Töpfern wollte sie und Gärtnern, das hat sie im Schwarzwald probiert. Zurück nach Trier und wieder in den Schwarzwald, nach Freiburg auf die freie Kunstschule.

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och nach einem Jahr war klar: Das Abitur muss her. Auch hier brauchte sie mehrere Anläufe. Dazwischen ist sie ein Jahr gereist – nach Jordanien und Jerusalem. Und dann kam sie ins richtige Fahrwasser. An der Fachoberschule für Kunst und Gestaltung hat sie ihr Fachabitur gemacht. Seit sie denken kann, hat sie gezeichnet und gemalt, ihr war klar, dass sie einmal Kunst studieren wird. Zuerst hat sie das im niederländischen Groningen versucht. Doch das Studium schien ihr zu verschult. So bewarb sie sich in Bremen, hospitierte ein paar Wochen und blieb dort. Während ihrer Hollandzeit war ihr ein Buch über russische Revolutionäre im 19. Jahrhundert in die Hände gefallen. Die Geschichte Russlands faszinierte sie, eine magische Anziehungskraft übte St. Petersburg auf sie aus. Sie las nur Bücher russischer Schriftsteller, und ihre Foto: Peter Schwarzfischer Diplomarbeit „Die andere Seite“ handelte – natürlich – von einer Andrea Lamest ist der Schafhof Heimat geworden. imaginären Russlandreise. Nach bot wird immer stärker genutzt und auch au- ihrem Diplom bekam sie vom Deutschen Akaßerhalb der immer mehr werdenden Aktionen demischen Austauschdienst ein mehrwöchiges ist das Haus im Bewusstsein der Öffentlichkeit Stipendium in St. Petersburg. Und danach förverankert. Nicht unerheblichen Anteil daran derte sie das Land Bremen. Vier Monate durfte hat das Café, das es seit nunmehr einem Jahr sie in die russische Metropole und war spätegibt. Das Film-Festival, das heuer zum ersten stens ab da verliebt in diese Stadt – gewann Mal stattfand, ist auch nächstes Jahr wieder eine romantisch verklärte Sicht der Dinge, die geplant. Und die junge Frau steckt noch vol- sie in der Güterabfertigung in Bremen, einem ler neuer Ideen und Visionen, zieht Projekte Künstlerhaus, in dem sie ein Atelier hatte, thenach Freising, die früher in anderen Orten matisierte. Kontakte schloss sie damals ohne stattfanden. So zum Beispiel Plattform 3 von Ende. In der Gesellschaft für aktuelle Kunst, Gute Aussichten, ein Fotografie-Wettbewerb dem bekannten Bremer Kunstverein, war sie für Schulabgänger, dessen erste zwei Teile in zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Burghausen stattfanden. Das Feedback ist gut, Schließlich bewarb sie sich für ein Aufbauaus Starnberg, Landshut, Ingolstadt und auch studium Kulturmanagement in Ludwigsburg München kommen die Besucher. Die 42-Jäh- bei Stuttgart, womit ihre ersten Schritte Richrige hat keinen schnurgeraden, aber einen tung Bayern getan waren. Innerhalb von zwei


GESICHTER DER STADT

Zurechtgerücktes Russlandbild Doch ihr verklärtes Russlandbild hat sie ein wenig zurechtgerückt. In der Ukraine war sie – ein weiterer Schritt in Richtung Freising – im Bayrischen Haus stationiert. Doch die Tätigkeit war auf drei Jahre begrenzt. Andrea Lamest fasste den Plan, danach eine kleine Kunstinstitution

zu leiten. In die Großstadt wollte sie nicht. Als die Stelle im Schafhof in Freising vakant war, hat sie sich beworben. Im April 2007 bekundete sie ihr Interesse, am 17. Juli war ihr erster Arbeitstag. Hier fand sie ein breites Betätigungsfeld vor, für das sie ihre Erfahrungen perfekt nutzen kann. Sie entwickelt Ausstellungskonzepte und sorgt zum Beispiel dafür, dass zwischen europäischen Ländern ein reger Künstleraustausch stattfindet. Heuer ist sie in Verhandlungen mit den Niederlanden und der Schweiz.

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ie Tätigkeit am Schafhof ist genau das richtige für Andrea Lamest. Kreativ zu arbeiten ist das, was sie immer wollte. „Kunst ist ein Mittel zur Kommunikation und Bestandteil des Lebens“, sagt sie. Ihr Privatleben unterscheidet sich kaum von ihrer Arbeitswelt. Bogenschießen will sie noch lernen und vielleicht im Sommer eine Radtour mit einer Freundin nach Frankreich unternehmen. Sie kocht und isst gerne und geht gerne auf Konzerte. Der Schafhof und Freising sind ihr Heimat geworden, in der sie fast alles verwirklichen kann, was ihr im Leben wichtig ist. -ab-

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Jahren hatte sie den Abschluss in der Tasche. Während des Studiums organisierte sie für das Fraunhofer-Institut Seminare und Auslandsreisen für die Sponsoren. „In dieser Zeit hab ich viel gelernt“, sagt sie. Das war 2002 bis 2004. Beim ZKM In Karlsruhe machte sie ein Praktikum, wollte unbedingt nach Russland. Über die Robert-Bosch-Stiftung kam sie schließlich nach Odessa. Dort war sie in ihrem Element. Musik jeden Stils war ein zentrales Thema, sie hat Begegnungen zwischen den verschiedenen Kulturen organisiert, das Deutsche Film-Festival ins Leben gerufen, das es heute noch gibt und vieles mehr. Nach wie vor schwärmt sie von der tollen Aufbruchstimmung dort, von den jungen Leuten und deren Begeisterungsfähigkeit.

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44. MOOSBURGER FRÜHLINGSFEST vom 20. Mai bis 25 Mai 2011 Der Frühling hält Einzug

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uf dem Prater in Wien hat es Kultstatus, bei der Tour de France sieht man das Roue des Paris auf der SchlussEtappe auf den Champs Elysees, und was wäre die britische Hauptstadt ohne das berühmte London Eye. Richtig, die Rede ist vom Riesenrad. Heuer ist es auf dem Frühlingsfest in Moosburg eine der Attraktionen im Fahrgeschäfte-Park. Es ist nicht so genau erforscht, was die Faszination der technischen Wunderwerke ausmacht – vorhanden ist sie auf jeden Fall. So können die Moosburger während des Frühlingsfestes ihre Stadt von oben betrachten. Das ist bei Tag sehr interessant, bei Nacht unglaublich romantisch.

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MOOSBURGER FRÜHLINGSFEST

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Denn wenn die Lichter der Drei-Rosen-Stadt mit den Sternen am Firmament um die Wette funkeln, hat das schon einen besonderen Reiz. Ein Grund mehr also, das Frühlingsfest zu besuchen. Aber auch ohne diese Attraktion macht es einfach Spaß, sich mit Freunden im Bierzelt zu treffen, einmal wieder nach Herzenslust zu ratschen, eine frische Maß zu genießen und dazu ein halbes Hendl zu verspeisen, das nur auf den Volksfesten so besonders gut schmeckt. Schon die Jugend hat ihren Spaß am Vergnügungspark. Abgesehen von den modernen Fahrgeschäften wie Super-Hupferl, Top Spin, Sky-Rider oder Bungee-Jumping ist für sie der Auto-Scooter magnetischer Anziehungspunkt. Wo sonst darf man auch ohne Führerschein Fahrzeuge lenken, hört dazu aktuelle Hits aus den Charts und kann schon einmal erste Dates mit dem Mädel seines Herzens ausmachen. Und die Kleinsten lieben das Kinderkarussell, die Stände mit Herzen, Süßigkeiten und vor allem dicken Ballen Zuckerwatte. Sechs Tage lang können die Moosburger nach Herzenslust feiern. Die Stadt, Festwirt Jochen Mörz und der Erdinger Weißbräu mit seiner Urweißehüttn haben alles für vergnügliche Stunden auf dem Festplatz vorbereitet. -ab-

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BUCHVORSTELLUNG

AUF SIEGFRIEDS SPUREN

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Was einst als Comic-Heft angelegt war, ist inzwischen zum stattlichen Buch gereift.

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BUCHVORSTELLUNG

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eidhard von Steinach, ein Nachfahre des Verfassers des Nibelungenliedes, Bligger II. von Steinach, erzählt, wie’s damals wirklich war. Matthias Rummel und Ralf Nievelstein haben ihn gesprochen und wollen damit gleichzeitig der Diskussion um die wahre Herkunft der Heldensage ein Ende bereiten. Verschmuddelte sehr alte Illustrationen hatte von Steinach im Familienbesitz und ganz sensationelle Fakten rund um das Epos. Im Klostergarten von Lorsch haben die Autoren mit ihm geredet und ihm das über die Jahrhunderte hinweg weitergegebene Familiengeheimnis entlockt. So zu lesen im Vorwort zu dem Buch, das die beiden Herausgeber im vergangenen Jahr veröffentlicht haben. Ihr erstes Werk haben Rummel und Nievelstein schon zu Gymnasiumszeiten im Jahr 1986 aufgelegt. Es war ein Comic-Heft, von dem es ganze 21 Stück gab. 3,50 Mark hat das einzelne Exemplar damals gekostet, Rummels Vater hatte es mit dem Kopierer an seiner Arbeitsstelle vervielfältigt. Verkauft wurden alle Ausgaben, und mit dem Erlös haben die beiden Autoren mit Freunden eine Party gefeiert. Rummel hatte schon immer ein Faible für Comics, doch war sein Talent für das Zeichnen nur mäßig ausgeprägt. Da traf es sich hervorragend, dass sein Freund Nievelstein in dem Bereich herausragend begabt war. Jung Siegfried, den unerschrockenen Recken aus Xanten, wählten sie zum Thema, weil sie beide vom Nibelungenlied begeistert waren und eine eher zeitlose Geschichte wollten. Politik war zu schnelllebig, denn schon für ihr erstes Heft brauchten die

beiden sechs Wochen, für das zweite, das bereits vier Mark kostete, gar sechs Monate. Von einer geplanten Fortsetzung existieren gerade mal das Titelblatt und zwei Seiten. Das Abi kam dazwischen und danach die Bundeswehr und die verschiedenen Studiengänge – die Schulfreunde verloren sich aus den Augen. Aber nicht auf Dauer. Mittlerweile sind Rummel und Nievelstein 40 Jahre alt und gemeinsam stolze Väter ihres Buches geworden. Sieben Jahre sind sie damit schwanger gegangen, haben eine eigene Typ o grap h i e entwickeln lassen, Rückschläge weggesteckt, und auf ihrem Weg zahlreiche interessante Menschen

getroffen, die ihnen zum Teil wertvolle Tipps gegeben haben. Mit unglaublicher Ernsthaftigkeit haben sie ihr Projekt vorangetrieben und damit auch Koryphäen auf dem Gebiet imponiert, die es landauf landab gibt. Nibelungen – eine sehr originale Geschichte heißt das Buch. Und wer jetzt denkt, was soll ich mit dem ollen Kram, wird sich


passieren könnte. Schuld am Desaster sind wie so oft in der Geschichte die Weiber. In diesem Fall Kriemhild und Brunhild, die von Freundinnen zu Feindinnen werden und ihre Gatten aufhetzen, in die Schlacht zu ziehen. Fast scheint es, als würden sich die Schwertführer am liebsten dafür entschuldigen, dass sie den Gegner niedermetzeln müssen. In Glanz und Gloria sind die Nibelungen letztendlich untergegangen – schön Kriemhild wird am Ende gar zerstückelt. Wer nicht mehr genau weiß, wie das damals war, mit den beiden Königinnen, Gunther, Hagen von Tronje und vor allem Siegfried von Xanten, dem sei empfohlen, Nievelsteins und Rummels Version zu lesen. Sie hält sich exakt an die historische Vorlage und ist in weiten Teilen auch in schwülstiger Wortwahl verfasst. Doch verlockt sie oftmals zum Schmunzeln, denn sie ist mit einem ironischen Augenzwinkern geschrieben. Nicht zu vergessen: Begonnen hat das ganze einmal als Comic. -ab-

Ralf Nievelstein (oben) und Mathias Rummel (l.) haben sich eingehend mit den Nibelungen befasst. Foto (l.) -ps-

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wundern. Denn den beiden Herausgebern ist es gelungen, eine Sprache anzuwenden, die das gesamte Helden-Epos gründlich entstaubt. Da ist von satten Faustschlägen die Rede, vom Ausrasten und von Beziehungskisten. Man erfährt, in welchem Prunk die Herrschaften damals lebten, und wie verschwenderisch sie mit Hab und Gut umgegangen sind. In zeitloser Rechtschreibung, schicken die Verfasser voraus, will heißen, dass es zum Beispiel das scharfe „s“ noch gibt – und man liest da drüber, als würde es so gehören. Es ist ein schönes, hochwertiges Buch, das im Worms Verlag erschienen ist. Die Illustrationen von Nievelstein passen perfekt dazu. Sie haben fast ikonenhafte Leuchtkraft und sind manuell, nicht digital erstellt. Egal, ob jetzt die Geschichte um Neidhard von Steinach stimmt – das 240 Seiten dicke Buch liest sich kurzweilig und gewinnt durch Nievelsteins kunstvolle Bilder. Es ist eine Geschichte über Macht, Freundschaft, Vertrauen, Verrat und Verschwörung, wie sie auch heute noch

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FREISING AKTUELL Denkmal im Boden

Eifrig gegraben wurde in der Ziegelgasse 5.

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ehr als 100 Fundstücke aus dem Spätmittelalter um das 13. bis 14. Jahrhundert traten zu Tage, als die Firma Adldinger in der Ziegel-

Foto: -ps-

gasse 5, mitten in der Innenstadt, wegen ihres Bauvorhabens eine rund einen Meter dicke Humusschicht abtrug. Das Grundstück im Herzen

Freisings, zwischen Mittlerem Graben und Oberer Hauptstraße, liegt praktisch seit dem Mittelalter brach. Früher einmal grenzte dort die Seifenfabrik Illinger an. Die Firma Adldinger hatte sich an die vorgeschriebenen Denkmalschutzrichtlinien gehalten und die Bodenfunde gemeldet. Birgit Anzengruber leitete die Ausgrabungen. Gestoßen ist sie dabei unter anderem auf Brunnen und Brennöfen zur Eisenerzschmelze. Bei einem Ortstermin machten sich Vertreter des Amtes für Denkmalschutz, des Archäologischen Vereins und der Stadt ein Bild vom Stand der Arbeiten auf dem Fundgelände. -ab-

Straßenzustands-Dokumentation

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it Adler-Augen hat die Firma Eagle-Eye in einem Testlauf den Zustand von sechs Kilometern Straßen im Osten von Lerchenfeld analysiert. Futuristisch mutet das Fahrzeug an, das einen Dachaufbau mit sage und schreibe elf Kameras hat, mit dessen Hilfe akribisch genau erfasst werden kann, wo Sanierungsmaßnahmen notwendig sind, wie der Zustand der Gullys ist, wo Lampen und Verkehrszeichen stehen, wie die Straße exakt verläuft und vieles mehr. Mit einer Präzision und Geschwindigkeit, die die Vermessung von Hand um Längen schlägt. Zwei Kameras, die auf einen Punkt gerichtet sind, liefern ein Bild, das dem des menschlichen Auges gleicht. Die riesigen Datenmengen werden dann im Rathaus aus-

gewertet, die Aufträge an das Hightech-System können individuell nach den Bedürfnissen vor Ort erteilt werden. Allerdings sind die Kosten nicht gering. Der Testlauf allein

schlug mit 5000 Euro zu Buche. Die Stadt Freising muss nun entscheiden, ob sie tiefer in den Säckel greifen und das gesamte Stadtgebiet erfassen lassen will. -ab-

Elf Kameras sondieren das Terrain.

Foto: -ps-


FREISING AKTUELL Ausbildung ist A & O

Der Fachkräfteengpass war Thema der Delegierten. Foto: -ps-

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ie Bedeutung Freisings als Wirtschaftsstandort, Tagungs- und Schulstadt unterstrich der BerufsausbilderVerband Bayern, indem er seine Landesdelegiertenversammlung in diesem Jahr im Palottihaus in der Domstadt

abhielt. In Vertretung von Arbeitsministerin Christine Haderthauer begrüßte Ministerialdirigentin Ingrid Kaindl die Teilnehmer. Sie ging auf zukünftige Fachkräfteengpässe und deren Ausbildung in Bayern ein, dem Hauptthema

der Delegiertenkonferenz. OB Dieter Thalhammer sieht dadurch bereits unternehmerische Entwicklungen behindert. IHK-Geschäftsführer Dr. Josef Amann forderte die Unternehmen allgemein auf, ihre innerbetriebliche Ausbildung qualitativ hochwertiger zu gestalten. Davon, dass seit dem 1. Mai Arbeitnehmer aus acht osteuropäischen Ländern ohne gesonderte Arbeitserlaubnis in der Bundesrepublik arbeiten dürfen, erhofften sich die Teilnehmer wenig Erleichterung. „Jeder Jugendliche, der keine Ausbildung machen kann oder will, ist einer zu viel“, sagte Kaindl. Sie bedankte sich bei den Delegierten, dass diese mit dazu beitragen, möglichst viele der Berufsanfänger bei der Stange zu halten. -ab-

Zum Dom kommt jetzt die Burg ie auf Wolken fühlten sich Kinder und Erwachsene, als sie die neue Hüpfburg ausprobierten, die die Sparkasse der Stadt Freising gesponsert hat. Etwa zwölf mal zwölf Meter ist die Grundfläche des Spielgeräts, das künftig auf Veranstaltungen der Stadtjugendpflege und des Knax-Klubs zum Einsatz kommen soll. Auch Kindergärten werden davon profitieren. Aber nicht nur öffentliche Einrichtungen sondern auch Vereine und private Interessenten können anfragen, ob die Hüpfburg für ihre Events verfügbar ist. Voraussetzung ist auf jeden Fall, dass der Platz für das rotweiße Riesentrampolin ausreicht. Fünf Meter hoch ist es, und die reine

Hüpffläche bemisst sich auf 8,5 mal 6 Meter. Damit ist es das größte seiner Art im gesamten Landkreis. Auf Freisings Marienplatz hatte die

Hüpfburg bei ihrer offiziellen Vorstellung jedenfalls locker Platz. Im Reihenhaus-Vorgärtchen könnte es da schon eher eng werden. -ab-

Foto: Peter Schwarzfischer

Die Sparkasse hat die neue städtische Hüpfburg gesponsert.

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FREISING AKTUELL

Zielwasser und Muskelkraft brauchten die Teams beim Fasslrollen.

Fotos: -ps-

Dem Reinheitsgebot die Ehre erwiesen

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ott sei Dank gibt es das gute alte Reinheitsgebot fürs Bier. Alexander Nadler verlas es erstmals als Herold hoch zu Ross, während seine

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bisherige Rolle als Freisinger Bär von Silvia Stenzel übernommen wurde. Es war ein rauschendes Fest, das mitten in Freisings guter Stube auf

dem Marienplatz stattfand. Groß war der Andrang und groß die Begeisterung der Menschen, als es zum beliebten Fasslrollen kam. Zum


FREISING AKTUELL

In Strömen floss der Gerstensaft beim Tag des Bieres. überrollt und fiel auf den Rücken. Als guter Fotograf hatte er aber flugs eine Ersatzkamera zur Hand, als seine digitale Spiegelreflex dabei zu Bruch ging. Die leichte Gehirnerschütterung, Prellungen am Daumen und eine Zerrung in der Leistengegend ignorierte er zugunsten der Bilder. Die Freisinger Ringer hatten beim Wettbewerb die Nase vorn

und verwiesen die Steilen Buxen und das Team Testosteron auf die Plätze zwei und drei. Die Freisinger Wirte und Hobbyköche sorgten derweil dafür, dass die Zuschauer sich stärken konnten und reichlich Bier zum Preis von zwei Euro pro halben Liter tranken. Denn die Hälfte des Umsatzes bekommt die Bürgerstiftung Freising. -ab-

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zehnten Mal schon wird das Fest in Freising gefeiert und hat sich im Veranstaltungskalender der Stadt einen festen Platz gesichert. Freising als Bierstadt mit seinen Brauereien und seiner Universität, an der man neuerdings sogar den Bachelor der Braukunst machen kann, ist ja fast verpflichtet, diesen Tag zu feiern. Sogar das Wetter hatte ein Einsehen. Es war zwar etwas bedeckt, aber geregnet hat es nicht. Und so konnte der Herold mit Gefolge einreiten, Hopfenkönigin Christina Thalmeier hatte ihren Auftritt, und die Freisinger ihre Gaudi. Beim Fasslrollen galt es, den leeren 100-Liter-Banzen über den Marienplatz zu treiben. Was auf den ersten Blick recht einfach wirkt, erwies sich dennoch als nicht so leicht. Das Gelände ist doch etwas holprig und leicht ansteigend, und als einem der Teams das Fass auskam, erwischte es Fotograf Peter Schwarzfischer. Er wurde von dem Ereignis förmlich

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FREISING AKTUELL Lebensader Isar

Foto: Peter Schwarzfischer

Gemeinsame Anliegen haben die Bürgermeister v.l. Josef Brückl, Dieter Werner, Dieter Thalhammer, Rudi Schwaiger sowie Feuerwehrchef Anton Frankl und Landrat Michael Schwaiger.

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ie Schönheit der Isar und ihrer Auenwälder zu erhalten und trotzdem ihr Naherholungspotenzial zu nutzen, ist eine Aufgabe, der sich die Anrainergemeinden zwischen Mittenwald und Dingolfing derzeit verstärkt annehmen. Den Fluss auf dem Gemeindegebiet aufzuwerten ist das Ziel der LAG Mittlere Isarregion. „Naherholung auf den Isarkiesbänken“ heißt ein LeaderProjekt, dessen erstes Modul, eine Machbarkeitsstudie,

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die mit Fördermitteln der EU und des Freistaates finanziert wurde, vor kurzem präsentiert worden ist. Gemeindeübergreifend wollen Freising, Marzling und Langenbach das Gewässer als Erholungsgebiet stärken. Radstege über den Fluss auf Freisinger Gebiet und eine Art Flaucher zwischen Luitpoldanlage und Schwabenau auf der rechten Uferseite flussabwärts gesehen, sind die ehrgeizigsten Projekte. „Bewegende Begeg-

nung Isar“ hat der „Arbeitskreis öffentlicher Raum und Landschaft“ des Deutschen Werkbundes Bayern sein Vorhaben genannt und weitet seine Aktivitäten heuer auch auf Orte außerhalb Münchens aus. Landshut war ausschlaggebend für die Wahl des Themas „Fluss und Stadt“ und die damit verbundenen Veranstaltungen, Aktionen und Vorträge. Bis zum Bayerischen Werkbundtag am 2. Juli bieten Experten fundierte Einblicke in wasserwirtschaftliche, ökologische, städtebauliche und architektonische Themen bei Vorträgen und Stadtspaziergängen. Den Abschluss bildet die Veranstaltung „Perspektiven Isar“ am 12. Oktober 2011, auf der die Ergebnisse der Veranstaltungsreihe vorgestellt werden. Auch die Bevölkerung soll einbezogen werden, die Chancen des Zusammenlebens mit dem Fluss neu entdecken sowie die vorhandenen Entwicklungspotenziale für ihre Stadt am Fluss einbinden. -ab-


AUS DEN NACHBARGEMEINDEN Domizil in Premiumlage

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Foto: Peter Schwarzfischer

Stolzer Hausherr ist BGM Dieter Werner im neuen Rathaus. Büro in der ersten Etage ist zwar relativ klein, doch dafür hat er einen wunderbaren Blick nach Süden und vor allem auf den Marktplatz. Rund 200 Quadratmeter mehr als bisher stehen der Verwaltung zur Verfügung. Aufgeteilt sind sie auf insgesamt 25 Räume (wobei die Toiletten mitgezählt sind). Das Geld hält Werner zusammen. „Etwa 80 Prozent des Mobiliars sind bereits vorhanden“, sagt er. MdL Manfred Pointner etwa hat Marzlings Bürgermeister seinen Landratssessel überlassen, als er 2008 in den Bayerischen Landtag einzog. Den gibt Werner natürlich nicht

Foto: Peter Schwarzfischer

Den Überblick hat BGM Dieter Werner von seinem Büro aus.

her. Investiert wird hauptsächlich in die Publikumsbereiche. Einladende Sitzgruppen und Bilder des Marzlinger Kunstkreises, dessen Mitglied auch Werner ist, sollen die großzügigen Flure zu angenehmen Aufenthaltszonen machen – „sogar wenn einer mit einem Bußgeldbescheid kommt“, lacht Werner. Moy hat die Wünsche der Gemeinde bis ins Detail berücksichtigt. Pläne für einen eigenen Neubau sind vorerst auf Eis aber nie ad acta gelegt, wie Werner versichert. Das neue Platzangebot von rund 650 Quadratmetern ist für die Zukunft ausgelegt – sogar eine Erweiterung des Stellenplanes wäre möglich. Und Werner schaut aus seinem Refugium direkt auf den Biergarten, der vor dem Lokal, das ebenfalls im Gebäude angesiedelt ist, liegt. Und auch dessen Wirt ist ganz nach Werners Gusto, auch wenn die Gemeinde auf die Wahl des Pächters vom neuen „Alten Wirt“ keinen Einfluss hatte: Sepp Angermaier, den Marzlingern noch bestens aus Kocher-Zeiten bekannt, hat den Zuschlag bekommen. -ab-

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m Herzen Marzlings residiert die Gemeindeverwaltung seit dem ersten Maiwochenende. Guy Graf von Moy hat den Alten Wirt im Zentrum abreißen und ein neues Gebäude errichten lassen. Das Paradegrundstück hat Moy natürlich nicht aus der Hand gegeben. „Ich hab’s versucht, aber er hat es nicht verkauft“, erzählt Bürgermeister Dieter Werner, der volles Verständnis für Moy hat. „Ich hätte das auch nicht gemacht“ sagt er. Aber dafür ist der Neubau voll auf die Bedürfnisse der Gemeinde abgestimmt. Die bisherigen Räume sind Eigentum der Raiffeisenbank. „Ob wir hier Miete zahlen, oder vorne ist einerlei“, so Werner. Nicht egal sind freilich die exponierte Lage und die weit größere Fläche. Bisher fehlte es an Platz. Marzling hatte zum Beispiel keinen Sitzungssaal, jetzt steht im Erdgeschoss ein riesiger Raum zur Verfügung, der daneben auch zu Ausstellungszwecken oder ähnlichem genutzt werden kann. „Das wird ein Traum“ schwärmt der Bürgermeister. Alles ist nun unter einem Dach, auch das Archiv hat Platz im neuen Domizil. Des Gemeindechefs

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AUS DER GESCHÄFTSWELT Auf Holz bauen, nicht nur klopfen

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m Sägewerk und Holzhandel Neumair & Sohn GbR, Oberhummel, bekommen sowohl Privatleute als auch Holzverarbeiter und Zimmerer alles was sie brauchen. Ob es darum geht, einen Carport zu errichten, den Dachstuhl zu erneuern, zu errichten oder auszubauen, ob eine neue Scheune oder ein Geräteschuppen zu schaffen sind: Bei Neumair gibt es dazu das passende Schnittholz. Auch wenn ein Gartenzaun aus Holz gefertigt wer-

Christian Mäuer, Alois Neumair senior auch ausgefallene Kundenwünsche.

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den soll, oder ganz andere Ideen ausgeführt werden sollen, bei der Firma Neumair sind die Kunden bei den richtigen Spezialisten gelandet. Kreative Köpfe, die sich selbst an die Verwirklichung ihrer Pläne machen wollen, finden bei den Fachleuten Unterstützung. Sie


AUS DER GESCHÄFTSWELT Kaffee und etwas Fantasie

Fotos: -fkn-

Der Freisitz gegenüber des Cafés ist ein beliebtes Platzerl.

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anuela Cebulla bietet in ihrer Kaffeemanufaktur nicht nur frisch geröstete Bohnen, verschiedene Kaffees und Kuchen an, sondern hat auch ein Herz für Kultur. Bereits im dritten Jahr hinterfragt die “Kulturwissenschaftlerin” Christine Fößmeier die Geschichte und Geschichten, die mal zum Lachen, aber fast immer zum Nachdenken anregen. Sie selbst, Klaus Kuhn, Cebulla und Thea Band laden zu spannenden Abenden in entspannter Atmosphäre ein, um die Fantasie zu fordern und zu fördern. An drei Abenden sollen Bücherwelten die Zuhörer in diesem Jahr in ihren Bann ziehen. Am Freitag, 13. Mai, um 19.30 ist

Klaus Kuhn an der Reihe, der von Werken nicht-arischer Autoren erzählt, die während des Nazi-Regimes zwischen 1933 und 1945 verbannt werden sollten. Am 7. Oktober folgt ein Mitmachabend, an dem es um Hexen, Heroen und sprechende Tiere geht. Und am Freitag, 18. November, wird die mörderische Buchwelt den Abend beherrschen. -ab-

Riesige Schirme spenden wohltuenden Schatten ANZEIGEN

stehen entweder selbst mit Rat und Tat zur Seite oder kennen die absoluten Profis, die dabei helfen können. Und weil der Betrieb eben große Kompetenz im Sägen hat, können sich auch Waldbesitzer vertrauensvoll an die Fachleute wenden. Stammholz im preiswerten Lohnschnitt auf die gewünschten Maße zu bringen, ist für sie kein Problem. Holz ist ein äußerst vielseitiger Baustoff, mit dem sich fast alles verwirklichen lässt, und der nur zum Verheizen oder Verschalen viel zu schade ist. Die Neumairs erweitern ihr Lageprogramm ständig,

was erfreulich kurze Lieferzeiten zur Folge hat. MH-Konstruktionsholz, also getrocknete und gehobelte Kanthölzer aus einem Stück, sind praktisch ständig vorrätig. Bei Neumair kann man eben nicht nur auf Holz klopfen, sondern daraus und darauf auch bauen. -ab-

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und Alois Neumair junior (v.l.) erfüllen Foto: - kn -

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Foto: -fkn-

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EMS, das sind drei Buchstaben, für ein Programm mit ungeahnter Wirkung. Das Elektro-Muskel-StimulationsTraining soll wahre Wunder hervorbringen, sagen seine Erfinder. Peter Schwarzfischer, freiberuflicher Fotograf und deswegen ständig unterwegs und in Zeitnot, will ausprobieren was dran ist. Bei Petra und Andreas Pijet in deren Studio Body Street, geht er der Sache derzeit auf den Grund. Vorausgegangen ist dem Ganzen eine ausführliche Beratung durch Andreas Pijet, in der Schwarzfischer erfahren hat, was möglich ist und was er selbst dazu tun kann. Der Aufwand ist relativ gering. Einmal pro Woche 20 Minuten genügen. Zudem ist das Ganzkörperprogramm hocheffizient und vor allem gelenkschonend. Das ist für Schwarzfischer unabdingbar, denn er hat nach einem Unfall etliche Blessuren davongetragen, die es ihm unmöglich machen, ein normales Fitness-Training zu absolvieren. Zudem hat er, weil er Ende Dezember 2010 aufgehört hat zu rauchen, wie die meisten etliche Kilos zugelegt. Um dagegen etwas zu tun, muss er natürlich seine

Ernährung umstellen – aber das EMS-Training bei Body Street greift hier unterstützend ein. Ein bisschen fühlt es sich an, als würde er in einen Taucheranzug schlüpfen, doch dann ist alles ganz einfach. Unter Anleitung von Andreas Pijet muss er sich am Gerät in verschiedene Posen begeben, Gliedmaßen und Muskeln anspannen, während die angenehm kribbelnden Reizstromstöße durch seinen Körper fließen.

Erreichbares Ziel Pijet steht ihm dabei wie ein Personal-Trainer zur Seite. Etwa 20 Anwendungen à 20 Minuten sind nötig, um das Ziel, das sich beide gesteckt haben, zu erreichen: Zehn Kilo weniger, eine deutliche Verbesserung der Beweglichkeit und der Kondition.

Erfahrungsberichten zufolge ist dies zu schaffen. Pijet gibt Schwarzfischer Ratschläge, drum herum, Tipps für die richtige Ernährung und Verhaltensweise sind im günstigen Preis von 19,90 Euro pro Einheit enthalten. Nicht einmal 20 Euro pro Woche helfen also, das Wohlbefinden enorm zu steigern. Ein Personal-Trainer würde für eine Stunde mindestens so viel verlangen, wie die Probanden im Body Street für einen Monat bezahlen – all inclusive und mit viel Spaß bei der Sache. Laut Pijet ist die Therapie an kein Alter gebunden und lässt sich bei jedermann anwenden, egal welchen Fitness-Standes. Eine preiswerte Alternative zu zeitintensiven Trainingsabläufen in einschlägigen Clubs. Schwarzfischer ist gespannt auf den Ausgang seines Abenteuers. -ab-

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Mit viel Spaß das Wohlbefinden steigern


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PARTNERSTÄDTE

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Obervellach in Kärnten Drum singe, wem Gesang gegeben

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eit 1963 pflegt Freising schon eine Partnerschaft mit Obervellach im Kärntner Oberland. Und das sehr intensiv. Ein- bis zweimal pro Jahr fährt eine Delegation aus der Bischofsstadt in den Ort im Nationalpark Region Hohe Tauern und die Partner stehen dem in nichts nach, sie kommen genauso gerne und oft in die Domstadt. Im vergangenen Jahr zum Beispiel, bei der Korbinianswallfahrt, gestalteten die Obervellacher den Partnerschaftsabend musikalisch. Auch eine Abordnung aus dem slowenischen Skofja Loka war dabei, das mit Freising und zugleich mit Obervellach verbunden ist. Sprachbarrieren gab es da keine, denn Musik kennt keine Grenzen. In der Kärntner Stadt singen sogar Bürgermeister Dr. Wilhelm Pacher und seine Frau Lisi mit im Chor und brachten ihre Stimmgewalt auch in Freising ein. Obervellach ist der Ort unter

insgesamt sechs, mit denen Freising am längsten partnerschaftlich verbunden ist. Über die lange Zeit haben sich Freundschaften entwickelt, die Feuerwehren sind eng miteinander verbunden, und auch der Lions Club fährt gerne in den Luftkurort im Herzen des Mölltals. Eine fruchtbare Verbindung, die so gar nicht dem Muster anderer, oft halbherzig geführter Städtepartnerschaften entspricht. -ab-


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UFERLOS ARBEITS FESTIVAL | SEITENTITEL FREISING

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MUSIK | THEATER | SZENE Späte Rache

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n Dürrenmatts Besuch der alten Dame kehrt die Milliardärin Claire Zachanassian in ihren Heimatort Güllen zurück, um Rache an ihrem ehemaligen Geliebten Alfred Ill zu nehmen. Als Klara Wäscher wurde sie in ihrer Jugend von ihrem damaligen Freund Alfred Ill schwanger. Dieser leugnete jedoch seine Vaterschaft und brachte das Mädchen durch seine Falschaussage an den Rand des sozialen Abgrundes. Klara Wäscher muss-

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te ihre Heimat arm, wehrlos und entehrt verlassen. Nach mehr als 45 Jahren kommt sie nun als wohlhabende Dame von Welt wieder in das heruntergekommene Güllen zurück. Bei dem Begrüßungsfest erklärt nun die Milliardärin, sie wolle den verschuldeten Bürgern eine großzügige Geldspende zukommen lassen, aber nur dann, wenn sie dafür „Gerechtigkeit“ und somit „totale Rache“ erkaufen könne. Sie verlangt, dass Alfred Ill ge-

tötet werden soll. Schon bald wird die Gier nach dem dringend benötigten Geld größer als alle moralischen Hemmschwellen. Auf einer Stadtversammlung beschließen sie, Ill zu töten. Ill, vom Schicksal gepeinigt, stellt sich letztendlich seiner Schuld und nimmt seine Strafe an. Dürrenmatt führt mit seiner tragischen Komödie dem Zuschauer die korrupte Gesellschaft nicht nur seines, sondern auch unseres Jahrhunderts vor. Er hält uns den Spiegel vor, indem er Menschen zeigt, so wie wir alle sind. Die Güllener machen Schulden, nicht im Vorsatz, Ill zu töten, „sondern aus Leichtsinn, aus einem Gefühl heraus, es lasse sich alles schon arrangieren“. Eine gewisse Katharsis, wie wir sie bei griechischen Tragödien erfahren, bleibt aus. Der Tod Ills stellt vielmehr eine mögliche ehrliche und egozentrische Antwort auf die Situation der Ausweglosigkeit und Verzweiflung dar, die darauf abzielt, die Ideale der Humanität als Vorwand zu bemühen. Der Mensch bleibt allein, wenn auch mit materiellem Wohlstand. Eine Aufführung der vhs-Theatergruppe WerkStück widmet sich dem Stoff von Donnerstag, 12. bis Sonntag, 15. Mai, täglich um 20 Uhr im Asamtheater Freising. Karten gibt‘s bei der Freisinger Touristinfo am Marienplatz. -ae-


MUSIK | THEATER | SZENE Na dann Prost

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rüher hatte jeder Mann sein eigenes Seidel und es oft in seiner Stammschänke unter den Argusaugen des Wirtes deponiert, damit es auch ja allzeit bereitsteht, verspürt der Besitzer einen Durst auf Gerstensaft. Nun, diese Zeiten sind vorbei und man trinkt fast nur aus Glaskrügen, die meist sogar auch noch dazu im österreichischen Ausland gefertigt sind. Das war nicht immer so. Einer der großen Betriebe, die einst Steingutkrüge herstellten, war die Firma Hauber & Reuther. Zwischen 1876 und 1906 fertigte sie diese am Wörth in

Freising aus Steinzeug und Porzellan in Serienproduktion für einen überregionalen, ja internationalen Markt. Die Seidel sind heute gesuchte Sammlerstücke und erfreuen sich auch im Ausland großer Beliebtheit. Umso schöner, dass man die Bierkrüge made in Germany jetzt im Rahmen einer Ausstellung im Freisinger Stadtmuseum von Samstag, 14. Mai, bis Sonntag, 11. September, zu Gesicht bekommen kann. Vielleicht eine etwas profane, doch deshalb nicht minder interessante Ausstellung. Zumindest für einen Freisinger. -ae-

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s gibt keine Buchdrucker mehr, weiß Freisings Interessengemeinschaft Bürgerturm. Deshalb ist das Motto der diesjährigen Jahresausstellung, die noch bis Ende Oktober immer samstags von 13 bis 17 Uhr zu besichtigen ist, Auf Gutenbergs Spuren. Mit Hilfe von ehemaligen

und noch tätigen Druckereibesitzern haben die Organisatoren, allen voran Erich Gschlößl, viele Druckmuster und Gerätschaften gesammelt, mit deren Hilfe sie die Geschichte der Druckereien in Freising einst und jetzt darstellen. So erfährt der Besucher, dass es 1955 in Freising

Auf Gutenbergs Spuren wandelt Erich Gschlößl.

Foto: -ps-

noch elf kleinere und große Druckereien gab. Heute sind es noch zwei Offset- und etliche Digitaldruckereien – alles nachzulesen in einer interessanten Broschüre. Johannes zu Gutenberg, der mit Geburtsnamen Gensfleisch hieß, hat mit Erfindung der beweglichen Lettern im Jahr 1450 in Mainz die herkömmlichen Methoden der Buchproduktion komplett verändert. Wenn man so will, löste er in Europa eine grandiose Medienrevolution aus. Das erste in Freising gedruckte Buch „Es tu scolaris“ datiert aus dem Jahr 1495. Viele Zeugen aus längst vergangener Zeit sind in der Ausstellung zu sehen, seien es alte Druckerzeugnissse, Dokumente, Schreibmaschinen oder Durchschussmaterialien. Der Bürgerturm, eine der bekannten und beliebten Sehenswürdigkeiten Freisings, bietet dafür einen mehr als würdigen Rahmen. -ab-

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Auf den Spuren Gutenbergs

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MUSIK | THEATER | SZENE Hochzeitsreise mit Hindernissen

Das Traumpaar: Herbert Hermann und Nora von Collande

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umm gelaufen: Wie es der Zufall so will, gehen Elyot und Amanda zum zweiten Mal zusammen auf Hochzeitsreise. Ungewollt allerdings,

denn beide sind mit ihren brandneuen Ehepartnern auf Honeymoon und stehen sich plötzlich auf der gemeinsamen Terrasse zweier Suiten

in einem Luxushotel an der französischen Riviera gegenüber. Dass das nicht gerade optimale Voraussetzungen für eine – nein, zwei – romantische Hochzeitsreisen sind, versteht sich von selbst. Umso mehr, als Elyot und Amanda merken, dass sie sich gar nicht so spinnefeind sind, wie sie eigentlich dachten. Der Ärger ist also programmiert, eine Überraschung jagt die nächste in einer scharfzüngigen Komödie von Noël Cowards, aufgeführt von den Gastspielen Berlin am Freitag, 20. Mai, um 20 Uhr im Asamtheater. Karten bekommt man bei der Touristinfo am Freisinger Marienplatz oder im Internet über München Ticket. -ae-

Deftig, erotisch, rotzfrech

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n Zeiten des Schlankheitswahns bilden die selbsternannten Primatonnen gemeinsam mit der Liedermacherin Edeltraud Rey ein ebenso außergewöhnliches, wie höchst produktives Gespann. Nach ihren Erfolgsprogrammen „B(e) reit sein ist alles“, „(M) unterbelichtet“ und „Tonnenweis(s)e Weihnachten“ stehen sie nun mit Alles (Ein-)Bildung auf der Bühne. Am Donnerstag, 12. Mai, kommen sie mit diesem Programm um 20 Uhr beim Alten Wirt in Langenbach vorbei, um dort die Lachmuskeln ihres Publikums zu strapazieren. Doch nicht nur das Zwerchfell, sondern auch manche grauen Zellen werden bei den feinsinnigen und hintergründigen Wortspielen, wie bereits die

Programmtitel erahnen lassen, beansprucht. Edeltraud Rey bereichert mit ihren wortgewandten, boarischen Liedern das extravagante Gesamtkunstwerk, das nicht nur intime Tatbestände (Männergroll in den Wechseljahren), sondern auch politische Themen aufgreift. So machen sie selbstverständlich auch nicht vor den gesellschaftlichen Zündstoffen Ausländerintegration, Korruption und Feinstaubemission Halt, die mit einem Augenzwinkern und jeder Menge schwarzem Humor behandelt werden. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass das Trio selbst den Politikern im Lande einen Job bei der Müllabfuhr vorschlägt, damit sie sich selbst unauffällig entsorgen können. sis


MUSIK | THEATER | SZENE Tiefe, Klarheit und Präzision a Matthieu Bordenave momentan in der Meisterklasse von Prof. Leszek Zadlo an der Musikhochschule in München studiert, liegt ein Auftritt mit seinem Quartett beim Jazzclub Hirsch nicht nur räumlich nahe. Überhaupt hat Bordenave in den vergangenen Jahren aus diesem Grund vor allem den süddeutschen Boden der Jazz-Landschaft erfolgreich beackert und auf diesen Streifzügen mit so manchem Großkaliber gespielt. Peter O‘Mara, Henning Sieverts oder Geoff Goodman kreuzten beispielsweise seinen Weg. Dass er mit ihnen mithalten kann, ist eigentlich keine Frage, wenn man einen Blick auf die Stationen seiner bisherigen Karriere wirft. Neben dem Nationalkonservatorium in Paris, wo er mit Leuten

wie Chris Potter, Marc Johnson oder Enrico Rava spielte, über Unterricht bei den SoloKlarinettisten Jean-Marc Volta vom Orchestre National de France und Philippe-Olivier Deveaux vom Orchestre de Paris bis hin zu Einsätzen auf diversen hochkarätigen Jazzfestivals ist eigentlich so ziemlich alles dabei, was einen Jazzer ausmacht. Dabei hat Bordenave einen eigenen Stil entwickelt. Er legt großen Wert darauf, nicht zu abstrakt zu werden. Vielmehr sucht er in seinem Spiel nach Tiefe, Klarheit und Präzision. Zusammen mit Peter O‘Mara an der Gitarre, Henning Sieverts am Bass und Matthias Gmelin am Schlagzeug bildet Bordenave nun ein wirklich außerordentliches Quartett, dass man sich nicht entgehen

lassen sollte. Zumal der Eintritt im Moosburger Hirschen am Mittwoch, 18. Mai, um 21 Uhr wie immer frei ist. -ae-

Ein Meister am Saxophon ist Matthieu Bordenave. -fkn-

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MUSIK | THEATER | SZENE Beatles der Oper

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wei Italiener und ein Österreicher stehen im Mittelpunkt der Opern- und Operettengala mit dem Titel Italienische Nacht am Samstag, 21. Mai, um 20 Uhr, im Asamtheater Freising: Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini und Johann Strauß sind für die klassische Musik das, was die Beatles für die Pop-Geschichte sind. Die herzergreifendsten Melodien, die eingängigsten Arien sowie die italienischsten Momente in der Musik stammen von ihnen. Umso besser, wenn all das an einem Abend geboten wird und drei hochklassige Solisten die schönsten Werke zum Besten geben: Sopranistin Katharina E. Leitgeb, Bariton Gary Martin und Tenor Wolfgang Schwaninger sind allesamt gerne an internationalen Opernhäusern engagiert und somit auch Garanten dafür, dass die richtigen Töne angeschlagen werden. Die Moderation wird von Günter Schulzke übernommen, die musikalische Leitung hat Andreas Lübke inne. Karten sind im Vorverkauf unter www.vibus.de erhältlich. -ae-

Jazz aus der Domstadt

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er Jazz Club Hirsch ist seit Jahren aus der Freisinger, aber vor allem aus der Moosburger Musikszene – und darüber hinaus - nicht mehr wegzudenken. Mit regelmäßig veranstalteten Konzerten hat er sich, getreu dem Motto „Den Musikern Publikum bieten und umgekehrt“, nicht nur bei Jazz-Liebhabern einen Namen gemacht. Nun hat der Verein wieder einmal sein Gewicht in die Waagschale geworfen und ein fulminantes Ensemble unter dem Motto Jazz made in Freising auf die Beine gestellt. Der Name ist Programm: Musikalisch frei denkende Combos aus der Domstadt und dem Landkreis wie beispielsweise Pony Malta, Troy’s Terrorpakelle oder die Georg Alkofer Band geben sich am Samstag, 14. Mai, ab 20 Uhr im Lindenkeller die Klinke in die Hand. Ob heiße lateinamerikanische Klänge oder zeitlose Klassiker: Abwechslungsreichtum und Spielfreude sind bei dieser vielseitigen Truppe garantiert – ein absoluter Höhepunkt für Fans anspruchsvoller Live-Musik. Alle Informationen gibt‘s natürlich auch auf der Homepage des Jazz Club Hirsch. -sis-


MUSIK | THEATER | SZENE Keineswegs zittrig

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as Zitherorchester Freising bittet wieder zum traditionellen Frühjahrskonzert. Für alle Freunde gepflegter Zithermusik spannt es einen Bogen von klassischen Tönen bis hin zu modernen Musicalmelodien. Die Familien Musik Meindl, das Freisinger Zithertrio die Zithrigen und die Stark Musi aus München sorgen unter anderem mit Wienermelodien dafür, dass die Volksmusik nicht zu kurz kommt. Karten für die Veranstaltung am Samstag, 28. Mai, um 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Peter und Paul in Freising Neustift , Ignaz-Günther-Straße 9a, gibt es ab 14. Mai im Vorverkauf zum Preis von acht Euro bei Innendekoration Thalhuber, Untere Hauptstraße 38, Freising, und an der Abendkasse. -ab-

Aller guten Dinge sind drei s hat sich gelohnt, die Werbetrommel für das Benefizkonzert des Luftwaffenmusikkorps 1 Anfang März zu rühren. Die stattliche Summe von 5390 Euro ist zusammengekommen, die kürzlich zu gleichen Teilen an das Bundeswehr Sozialwerk, die Wärmestube Freising und das Kinderheim St. Klara übergeben worden ist. OB Dieter Thalhammer (2.v.l.) bedankte sich bei Oberstleutnant Karl Kriner (r.), seit Januar 2010 Leiter des Orchesters, der die Veranstaltung nach Freising gebracht

hat. Die Resonanz bei den Freisingern war enorm, und auch Emmanuil Kakulakis (2.v.r.), Leiter des Mercure Hotels, hat sein Scherflein zum Erfolg beigetragen. Er hat die Mitglieder des Korps verköstigt und somit dafür gesorgt, dass die Kosten sich nicht negativ auf den Erlös auswirken. Horst Barthel (l.) vom Bundeswehr Sozialwerk, Thomas Wowsnik (3.v.l.) für die Wärmestube und Kinderheim-Leiterin Simone Tomczyk konnten somit jeder knapp 1800 Euro für ihre Einrichtungen entgegennehmen. -ab-

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PROMINENT | PERSÖNLICH | PRIVAT Bärendienste

Foto: Peter Schwarzfischer

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um Mindestgebot von 12500 Euro ist das 50 000 Jahre alte Skelett eines Höhlenbären im Kunst- und Auktionshaus Gut Bernstorf versteigert worden. Demnächst

wird es ein Privatmuseum in Gargano in Süditalien bereichern. Zwei Meter Länge und rund 200 Kilogramm Gewicht des Gerippes sprechen an sich schon Bände. Mit dem da-

zugehörigen Fell und Fleisch war das Tier aufgerichtet bestimmt riesig groß und immens schwer. Auktionator Michael Lehrberger (2.v.r.) ist sich sicher, dass jedermann froh ist, ihm nicht in freier Wildbahn begegnet zu sein. Ein Höhlenbär-Unterkiefer, dass ebenfalls, allerdings zum sehr erschwinglichen Preis, zur Versteigerung kam, ist im Landkreis Freising geblieben. Der Gatte und der Schwager einer Zahnärztin haben es dieser zum Geburtstag geschenkt. In ihrer Praxis kann es nun samt Zähnen bewundert werden. Mitte Juli ist in Bernstorf die Versteigerung von hochwertigen OldtimerFahrzeugen mit Frühschoppen geplant. Mit den Fossilien ist erst mal Schluss. -ab-

Klassentreffen der Volksschule Hallbergmoos

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ber große Resonanz konnten sich die vier Organisatoren des Klassentreffens der Volkschule Hallbergmoos freuen. Hildegard Niedermair, Maria Wachshäusl, Hermann Funk und Hermann Kopp hatten sich viel Mühe gegeben und die ehemaligen Mitschüler der Jahrgänge von 1940/41/42 eingeladen. Sogar zwei ehemalige Lehrer waren gekommen, Elfriede Werner mit 86 Jahren und Johann Lackner. Als Dankeschön für ihr Erscheinen gab es Blumen und ein gutes Tröpfchen. Die längste Anreise hatte Alfred Voit, der mit seiner Gattin aus Calgary, Kanada gekommen war und als Erinnerung ein bayrisches Krügerl überreicht bekam. Mit einer Hl. Messe hatte das Wiedersehen in der

Goldacher Kirche begonnen. Pater Jakob Förg zelebrierte diese und wurde musikalisch von der Mitschülerin Gretl Herde, geborene Ulmann an der Orgel unterstützt. Im Neuwirt trafen sich dann alle

zum gemeinsamen Essen und zum Erzählen. Dabei wurde so manch eine heitere Anekdote wieder zu neuem Leben erweckt, und bis 22 Uhr amüsierten sich die Teilnehmer köstlich. -kn-

Foto: Peter Schwarzfischer


PROMINENT | PERSÖNLICH | PRIVAT Erinnerungen an ein großes Fest

ten auf 175 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Nun ist eine Dokumentation des

Festaktes fertig, die aus unzähligen Fotos die 100 schönsten enthält. OB Dieter Thalhammer hatte im vergangenen Jahr die Schirmherrschaft für das Spektakel übernommen. Deshalb hat er den Bildband als einer der ersten erhalten. Er will das Werk dem Stadtarchiv übergeben, wo es künftig als Teil der Freisinger Stadtgeschichte aufbewahrt werden soll. Vereinsvorsitzender Adolf Huber (l.) und sein Stellvertreter Siegfried Glück (r.) kündigten an, dass das Buch, das der Festausschuss erstellt hat, an die Vereinsmitglieder verteilt und später auch an interessierte Freisinger Bürger verkauft werden soll. -ab-

fühlt“, erzählt sie. Auf hohen Hacken stand sie vor einem silbernen VW-Golf mit dem Nummernschild FS-JJ 18, das Geschenk von Jo und Ivana. „Es war ein tolles Gefühl, ich durfte mit dem eigenen Auto nach Hause fahren“, freute sie sich. In Kürze baut sie an der Fachoberschule ihr Abi und

will dann eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten und gleichzeitig den Bachelor in Wirtschaftsrecht oder Business-Administration machen. Ein wenig bang ist ihr vor den hohen Spritpreisen. Denn vom vollen Tank an ihrem Geburtstag ist fast nichts mehr vorhanden. -ab-

Foto: Peter Schwarzfischer

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m vergangenen Jahr feierten sie ein großes Jubiläum: Die Krieger und Veteranen konn-

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lass erstaunt war Jessica Jon bereits, als an ihrem 18. Geburtstag am 13. April in der Lounge 27 alle ihre Freunde, ihre Mutter, die extra aus Köln angereist war, ihre Großeltern und eine Tante, die sie lange nicht mehr gesehen hatte, warteten. Ihre Stiefmutter Ivana hatte die Überraschung für sie vorbereitet. Ihr Vater Jo hatte ihr noch geraten, das schönste Kleid, dass sie habe, anzuziehen. Alle hatten vorher dicht gehalten und nichts verraten. Es gab Torte in Form einer 18 aus Erdbeer-Mascarponeund Schokokuchen, den sich ihre gut 60 Gäste schmecken ließen. Auch das Buffet mundete ausgezeichnet. Doch damit nicht genug: Zu TechnoMusik führten ihre Eltern sie mit verbundenen Augen die große Treppe hinab. „Ich hab mich wie eine Prominente ge-

Foto: Peter Schwarzfischer

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Mobil mit 18

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PROMINENT | PERSÖNLICH | PRIVAT Sportlicher Spitzbube

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er in Freising das Wort Sport in den Mund nimmt, nennt meist im gleichen Atemzug Otto Gmeiners Namen. Das Multitalent gilt als Institution und genießt allgemein Hochachtung. Der

80-Jährige hat sich sein ganzes Leben lang um die Belange der Sportler angenommen, hat unter anderem die Langlaufloipe im Wippenhauser Forst mitinitiiert und ist Architekt des Trimm-Dich-Pfades. Un-

vergessen sind seine Sprünge über die Skischanze am Schafhof, von deren Tisch er sich 1953 todesmutig stürzte. Auch im Eishockey war er firm und spielte noch vor 13 Jahren beim Eröffnungsspiel im Eisstadion aktiv auf Seiten der Rathaus-Elefanten gegen die Medien Tigers. 60 Jahre ist er Mitglied im Deutschen Alpenverein. Bis heute gilt er als heiterer, gut gelaunter und vor allem lässiger Zeitgenosse, ein „Spitzbub und Filou“, wie ihn Moderator Sebastian Wanzke bei der Sportlergala nannte. All dies war für OB Dieter Thalhammer Anlass genug, das Urgestein des Sports in Freising bei der Veranstaltung in der Luitpoldhalle zu ehren. Unter den Standing Ovations des Publikums erhielt er einen Sonderpreis und bedankte sich sichtlich gerührt. -ab-

Lebenseinstellung Breakdance

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r ist gerade mal 17 Jahre alt und hat seit 2007 alle Meisterschaften gewonnen, die es gibt. Benedikt Mordsteins Disziplin ist Breakdance. Sein Interesse wurde geweckt, als er im Alter von zehn Jahren in Zolling einen entsprechenden Auftritt des Faschingsprinzen sah. „Da hab ich gewusst, das will ich machen“, sagt er. Eigentlich hätte er 14 Jahre alt sein müssen, um bei TWS einen Kurs belegen zu können, doch er quengelte so lange hin, bis man ihn nahm. Inzwischen ist er bei den Junioren und da gibt es schon noch Herausforderungen, denen er sich stellen will. „Es kommt immer auf die Tagesform an“, weiß er.

Aber Breakdance ist für ihn mehr als Sport, ist eine Lebenseinstellung. Auf den Basisschritten aufbauend kann er variieren und so die eigene

Kreativität ausleben. Noch besucht er die FOS in Freising, weiß aber, dass er auf jeden Fall einmal im Tanzbereich arbeiten will. -ab-


PROMINENT | PERSÖNLICH | PRIVAT Feiern und Gutes tun

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ur Benefiz-Party für Japan hat der Studiengang „Management für erneuerbare Energien“ der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf gerufen und alle kamen in den Club Baustelle am Marienplatz in Freising. Der Erfolg gab den Studenten Recht. Nicht weniger als 1820,24 Euro konnten (v.l.) Michi Kasper und Frank Müller vom Club Baustelle, sowie die Studentinnen Evelyn Reisner und Lena Kern an Rupert Grund übergeben. Er ist Vertreter der Vereinigung Deutschland hilft und freute sich über die Spende. -ab-

Jedem seinen Maibaum enn die Senioren nicht mehr zum Maibaum gehen können, muss der Maibaum halt zu ihnen kommen, dachten sich Walter Panradl, Pächter des Kaffees Melange im Seniorenzentrum, und seine Helfer. So stellten sie im vergangenen Jahr erst-

mals ein Prachtstangerl im Park auf – sehr zur Freude der Senioren. Heuer geriet das Spektakel schon fast zum Volksauflauf. Es hatte sich herumgesprochen, dass das eine Riesengaudi ist, so dass auch Verwandte und Freunde der Heimbewohner gekommen

waren, um in den Mai zu feiern. Bei Schmankerln vom Grill, Bier, Kaffee, Kuchen und Musik von Alleinunterhalter Peter verbrachten alle miteinander einen vergnüglichen Nachmittag. Panradl kündigte an, die Aktion im kommenden Jahr zu wiederholen. -ab-

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PROMINENT | PERSÖNLICH | PRIVAT Wo der Mühlbach rauscht

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hr Atelier an der Mühle im Freisinger Mühlenweg haben Uschi Plötz und Rüdiger Hessberg ein Wochenende lang geöffnet, um gemeinsam mit ihren Künstlerfreunden Anneli Ketterer aus Berlin,

David Hutton aus Haag an der Amper, Eckhard Neumüller aus Nürnberg und Martin Wesemeier aus Grabmühl bei Straubing dort eine Ausstellung zu organisieren. Live-Musik und DJ Danny unterhielten

die Gäste bei der Vernissage zur zweitägigen Veranstaltung. Eine Weinverkostung trug zur guten Stimmung bei. Die beiden Künstler bieten das ganze Jahr über Kurse und Workshops an und arbeiten gemeinsam in ihren Räumen in der alten Mühle. Sie wollen ihren Kunden Mut machen, ihre kreativen Möglichkeiten auszuloten und zu leben. Die Gemälde, die sie während der beiden Tage ausgestellt hatten, fanden regen Zuspruch bei der kunstinteressierten Freisinger Klientel. Mehr als 150 Besucher haben die beiden Künstler und ihre Freunde allein an diesem einen Wochenende gezählt. Unter der 0171/6039492 kann man einen individuellen Termin vereinbaren. -ab-

Horige Gschicht

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hne Bart könnte er völlig unerkannt durch Freising gehen. Josef Wollinger alias Fuzzy ist in jedem Wettbewerb vorne mit dabei, wenn es um die Manneszier geht. In der Klasse Vollbart Garibaldi war er 2009 Weltmeister und wurde in diesem Jahr Dritter der Deutschen Meisterschaften. -ab-


PROMINENT | PERSÖNLICH | PRIVAT Obernarr gesucht

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ax Riemensperger und Christian Hauner werfen ihren Hut bei der Jahreshauptversammlung der Narrhalla nicht mehr in den Ring. Die beiden bisher gleichberechtigten Präsidenten wollen

dem Verein zwar nicht den Rücken kehren, treten aber in die zweite Reihe zurück. Gründe dafür sind zum einen Hauners berufliches Engagement, das ihn künftig stärker fordert, Riemensperger führte zum

anderen ins Feld, dass er sich ohnehin nur für zwei Jahre in das Amt habe wählen lassen. Ein Kandidat für die Nachfolge könnte unter anderem Sven Leitl sein, doch stand dies bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Hauner und Riemensperger haben jedenfalls ihre Sache nicht schlecht gemacht. Steigende Besucherzahlen und eine ausgeglichene Kasse belegen das und sind ihr Verdienst in den vergangenen zwei Jahren. Dass die Bilanz weiterhin positiv bleibt und sich womöglich noch verbessert, dazu wollen die beiden Ex-Präsidenten weiterhin ihr Scherflein beitragen – allerdings mehr aus dem Hintergrund heraus. Das Steuer überlassen sie künftig anderen. -ab-

Buchverlosung Sie wollen Ihre Kenntnisse über das Nibelungenlied auf eher amüsante Weise auffrischen? Dann beteiligen Sie sich an unserem Gewinnspiel. Beantworten Sie einfach unsere Frage. Wie endete die schöne Kriemhild, Witwe Siegfried von Xantens?

Einsendeschluss ist diesmal Mittwoch der 23. Mai 2011. Die Teilnahmebedingungen finden Sie auf Seite 31.

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Wir verlosen insgesamt drei Bücher „Die Nibelungen“ (siehe auch Seite 18) zum Einzelpreis von 24,90 Euro inklusive drei Grußkarten im Wert von 4,50 Euro.

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MERK WÜRDIG Gegen Fluglärm Die Schutzgemeinschaft Erding-Nord, Freising und Umgebung, ein Bündnis zum Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm und anderen nachteiligen Auswirkungen des Luftverkehrs, spricht sich entschieden gegen die geplante Dritte Start- und Landebahn am Internationalen Flughafen München aus. Derzeit bereitet sich die Schutzgemeinschaft auf ein mögliches Klageverfahren gegen einen positiven Planfeststellungsbeschluss vor und sucht deshalb geeignete Musterkläger. Um die Eignung betroffener Flughafenanrainer zu prüfen, hat die Schutzgemeinschaft einen Fragebogen zum Download auf ihren Internet-Seiten - www. schutzgemeinschaft-muc.de

Werbeschilder Werbebanner Aufkleber Kopien Plakate Poster Pläne isarkurier

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Auf dem Gries 11 85368 Moosburg Tel. 08761/729010

info@copyprint-moosburg.de

– eingestellt. Das Papier, das komplett ausgefüllt bis 31. Mai 2011 der Schutzgemeinschaft zugeleitet werden soll, kann auch im Bürgerbüro der Stadt Freising, Marienplatz 1, zu den üblichen Dienstzeiten abgeholt werden. -kn-

Goldbergs Glanz Die acht Straßenzüge im Goldberg-Viertel sind in desolatem Zustand. Deshalb werden die Erschließungsstraßen im Freisinger TraditionsWohngebiet neu ausgebaut. Im Juli 2011 beginnen die Arbeiten mit der Heinstraße, der Ferdinand-Zwack-Straße (zwischen Wippenhauser Graben und Blumenstraße) und der Mozartstraße. Im Jahr 2012 soll es in der Ferdinand-Zwack-Straße (zwi-

Widder 21.03.-19.04. Bis Mitte Mai sind gleich vier Planeten Ihre kosmischen Begleiter. Sie sprudeln vor kreativen Ideen und haben überdurchschnittlich viel Power. Dazu haben Sie noch Glück und setzen Ihre Pläne zur richtigen Zeit erfolgreich um. Achten Sie trotzdem auf die Impulse, die Ihnen Ihr Körper vermittelt und sorgen Sie für eine gesunde Lebensweise. Parkplätze vor dem Geschäft

Waage 23.09.-2.10. Ihre Phantasie ist im Monat Mai besonders beflügelt, nehmen Sie sich Zeit zum Träumen und für die Kreativität. Beides tut Ihnen gut. Leben Sie Ihre Träume und machen Sie sich bewusst, was Sie sich wirklich wünschen. Lösen Sie sich von inneren Blockaden und vertrauen Sie Ihren Fähigkeiten. Materiell stehen Ihre Planeten auch sehr gut.

schen Wippenhauser Straße und Wippenhauser Graben), der Ferdinand-Zwack-Straße (zwischen Blumenstraße und Thalhauser Straße), der Blumenstraße, der Möhlestraße, der Schönmetzlerstraße einschließlich der Sanierung des Bauwerks über den Wippenhauser Graben und der Schönbichlstraße (zwischen Schönmetzlerstraße und Thalhauser Fußweg) weiter gehen. 2,27 Millionen Euro hat der Stadtrat dafür bewilligt. Bereits im Mai werden im Hinblick auf die anstehenden Maßnahmen verschiedene Leitungen durch die Stadtwerke Freising und Telekommunikationsunternehmen erneuert. Mit unvermeidlichen Beeinträchtigungen werden die Anwohner wohl eine Zeit lang leben müssen. -ab-

Stier 20.04.-20.05. Im Monat Mai erleben Sie wichtige seelische Prozesse, die Sie innerlich weiterbringen. Sie tun intuitiv genau das richtige zum richtigen Zeitpunkt. Zeigen Sie beruflichen Einsatz, nutzen Sie Ihre Chancen und Sie werden gute Ergebnisse erzielen. Vertrauen Sie Ihrer inneren Stimme, es ist doch Ihr Wonnemonat!

Skorpion 23.10.-21.11. Im Mai können Sie mit Herausforderungen in der Liebe rechnen. Es kann ein äußeres oder ein inneres Hindernis sein. Aber der Skorpion läuft ja dann in Hochform auf. Und Ihre wahren Stärken kommen zum Vorschein. Nehmen Sie sich immer wieder Zeit für sich selbst, suchen Sie sich kleine Ruheoasen, so erleben Sie diesen Wonnemonat in der kraftvollen Ruhe.

Zwilling 21.05. 21.06. Neue anspruchsvolle und langfristige Vorhaben sind vom Kosmos begünstigt, also legen Sie los! Sie befinden sich im Mai wieder in der Leichtigkeit des Zwillings, genießen neue Kontakte und können auch Ihre Mitmenschen von Ihrem Vorhaben überzeugen. So können Ihre Projekte zum Erfolg führen. Sorgen sie immer wieder für regelmäßige Entspannung. Schütze 22.11.-21.12. Nachdem Sie sich in den letzten Wochen mehr Zeit mit der Partnerschaft verbracht haben, sind jetzt wieder mehr die Freunde dran. Sie erleben positive Kontakte und fühlen sich außergewöhnlich gut. Ihr seelisches Wohlbefinden trägt dazu bei, dass der Monat Mai eine besondere Zeit wird und Sie sich topfit fühlen.


MERK WÜRDIG Rund ums Rad Die Fahrrad-Service-Station am Freisinger Busbahnhof, ein Projekt der Lokalen Agenda 21, ist wieder geöffnet. Montags bis freitags von 6 bis 20 Uhr, samstags von 7 bis 18 Uhr sowie sonntags von 10 bis 18 Uhr haben Pendler, Ausflügler und Radwanderer die Möglichkeit, dort kostenlos das notwendige Werkzeug für kleinere Reparaturen sowie einen Kompressor zum Aufpumpen von Fahrradreifen zu nutzen. -ab-

Teilsperrung Wegen des Ausbaus der Ismaninger Straße im ersten Bauabschnitt wird der Bereich von der nördlichen Einmündung „Am Schwimmbad“ bis

zum Rabenweg vollständig gesperrt. In der zweiten Bauphase, die voraussichtlich mit den Sommerferien beginnt, ist der Bereich ab Rabenweg bis zur südlichen Einmündung des Parkplatzes Savoyer Au für den Durchgangsverkehr nicht befahrbar. Die Zufahrt zum Parkplatz der Savoyer Au ist während der gesamten Bauzeit immer nur über die Südtangente möglich. Das Freibad ist für den motorisierten Verkehr ausschließlich über die Südtangente zu erreichen. Für Anwohner ist die Zufahrt bis Am Schwimmbad Nord von der Isarstraße und Erdinger Straße kommend frei. Im Baustellenbereich ist die Einfahrt je nach Baufortschritt eingeschränkt möglich. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis 30. September. -ab-

Mai 2011

Über Ihre finanzielle Situation haben Sie jetzt den großen Durchblick, das verführt Sie zu größeren Anschaffungen. Der Uranus fordert Sie auf, aus dem Alltagstrott auszusteigen, die Routine hinter sich zu lassen, um das Leben neu und aufregend zu gestalten. Stärken Sie immer wieder Ihre Gesundheit.

Steinbock 22.12.-19.01. Hören Sie im Mai immer wieder auf die Stimme Ihres Herzens und verbringen Sie viel Zeit mit den Menschen, die Ihnen am nächsten sind. Schauen Sie was Sie brauchen und wen Sie brauchen. Auch für Ihre Gesundheit sieht es bestens aus. Ihr gesamtes Wohlbefinden steht unter einem guten Stern.

Löwe 23.07.-22.08. erweitern Sie Ihren Horizont! Nicht nur Ihr Geist braucht Bewegung, sondern auch Ihr Körper. Gehen Sie in die Natur, um neue Kräfte zu mobilisieren. Stärken Sie sich und halten sie Ihren Körper fit und beweglich. Das Wirkt sich auf Ihr gesamtes Wohlbefinden aus. erleben Sie den Wonnemonat Mai ganz bewusst.

Wassermann 20.01.-18.02. Im Monat Mai läuft für Sie alles bestens! Kein Grund zur Sorge! Ein neues Kapitel im Buch der Liebe öffnet sich. Ebenfalls erleben Sie durch Ihren scharfsinnigen Verstand positive geschäftliche Verhandlungen, die zu zukünftigen Erfolgen führen. Sie ziehen eine finanzielle Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt richtig durch.

Jungfrau 23.08.-22.09. Das könnte Ihr Glücksmonat werden! sie sind der Liebling der Planeten! Sie haben Riesenchancen in Sachen Geld und Beruf. Sie erleben eine positive Wende in einer festgefahrenen Situation. Auch in der Liebe erwartet Sie im Monat Mai Harmonie und Gleichklang. Nehmen sie das Steuer des Lebens selbst in die Hand und genießen Sie diesen Monat. Fische 19.02.-20.03. Ihre Einfühlungsgabe wird durch den Neptun verstärkt. Ebenfalls überrollen Sie so manche Gefühlsschwankungen. Ihre Emotionen sind im Mai Ihr großes Thema, fühlen Sie immer wieder in sich hinein, spüren Sie die Impulse Ihres Körpers. Achten Sie auf gesunde Lebensweise, essen Sie bewusst und nicht aus Frust!

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Krebs 22.06.-22.07.

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RÄTSELHAFTES Gewinnen Sie ein Wochenende mit dem neuen Mercedes SLK

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er Hauptpreis für die Rätselfreunde im Mai ist diesmal ein echter Hingucker. Verlost wird ein sonniges Wochenende im brandneuen Mercedes SLK. Ein wahrlich offenes Vergnügen, um den schicken Roadster ausgiebig Probe zu fahren. Zur Verfügung gestellt wird dieses technische

Apfelsorte

Inselgruppe

Geistlicher im Islam

männlicher Artikel

Vorname der Sander

Brustband

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Schmankerl vom MercedesBenz Partner Schreiner Wöllenstein GmbH & Co. KG, Moosfeldstraße 32 in 84030 Ergolding. Der Gewinner wird unter allen Einsendungen,

die das richtige Lösungswort enthalten, ermittelt. Die Teilnahmebedingungen finden Sie auf Seite 31, Einsendeschluss ist diesmal Mittwoch der 25. Mai 2011. -ik-

antike griech. Landschaft

Tanzfigur der Quadrille

Arktisvogel

verwundet

Kiefernart eh. italienische Währung (Mz.)

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Pfeilbehälter

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CognacGüte (Abk.)

ein Finne

8 poetisch: Quelle

Fehllos

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USPresseagentur (Abk.)

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SchauHotelspielbesucher schüler

1

Wenderuf beim Segeln Schlafplatz der Matrosen

german. englisch: Mittwintereins fest

französisch: sieben von hier an

skand. Männername Landwirtschaftsgehilfe

Nestorpapagei

französischer unbest. Artikel

französisch: Freund

französisch: Gold

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lateinisch: Kunst

Kosename e. span. Königin

militärische Übung

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orientalische Rohrflöte

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gefrorenes Wasser

• Rätsellösung aus dem Vorheft: PABLO

Die Gewinner wurden benachrichtigt!

für die, die‘s wissen wollen isarkurier

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.fs-guide.de


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UFERLOS FESTIVAL FREISING

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uferlos das Kulturfestival mit dem groĂ&#x;en Markt der MĂśglichkeiten

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vom 27. Mai bis 5. Juni in Freising

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UFERLOS FESTIVAL FREISING

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as Festival zwischen den zwei Flüssen bekam letztes Jahr auch ordentlich Wasser von oben, es war also wirklich uferlos in 2010. Doch 2011 soll alles anders, sprich trockener, werden. Schon allein das Datum lässt hoffen: Fast drei Wochen später starten heuer die zehn schönsten Tage im Freisinger Kulturkalender. Und das Uferlos-Festival soll noch bunter und vielseitiger werden, wie die Macher versprechen. Vor allem der Markt der Möglichkeiten wird um diverse Stände und Attraktionen erweitert werden Das Musikprogramm hingegen bedarf eigentlich

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keiner Verbesserung. Schon in den beiden ersten Jahren war man erstaunt über die Güte und die Auswahl der Bands und Künstler. Die Mischung aus lokalen Acts und internationalen Größen hat sich mehr als bewährt und so darf man sich auch dieses Mal auf einiges gefasst machen. Die schlechte Nachricht vorweg: Die Biermösl Blosn war bereits nach wenigen Tagen ausverkauft. Doch die gute Nachricht ist, dass für die zwei anderen Hochkaräter in der Luitpoldhalle noch Karten bei der Freisinger Touristinfo, vibus.de und muenchenticket. de zu haben sind. Zum einen

Johnny Winter ist das Blueser Johnny Winter, von dem man getrost sagen kann, dass sein Auftritt ein absolutes Muss ist. Erstens nämlich ist er eine der großen Legenden dieser Sparte. Und das als Bleichgesicht. Zweitens argwöhnen viele, dass man jede Chance ergreifen sollte, ihn noch einmal live zu sehen, weil jedes seiner Konzerte vielleicht auch sein letztes sein könnte. Wir hoffen, dass Letzteres nicht stimmt! Support bekommt Winter an diesem denkwürdigen Abend von Hundred Seventy Split, einer Bluesrockband, die zwei prominente Mitglieder beherbergt: Joe Gooch und Leo Lyons, ihres Zeichens einst Gitarrist und Bassist von Ten Years After, die die Freisinger letztes Jahr an selber Stelle gefeiert haben. Zum anderen gibt es noch Tickets für Schandmaul, eine der beliebtesten Bands an den Tresen der Pubs landauf, landab. Sie sind mit ihrem aktuellen Al-


UFERLOS FESTIVAL FREISING

Bluekilla

Markus Kavka, vor allem Jazz, Blues & Weltmusik zu Hause sein werden. Ein dickes Kinderprogramm ist natürlich auch wieder geplant: Im Hölzlkramer Kinderland können sich die kleine Uferlos-Besucher auf das Frei-

luftatelier Eat & Art, Gregor & der Zauberer, Margarethe die Märchenerzählerin, Kinderschminken, ein 3KlangKinderkonzert, den Magicus Solvius, das Pflanzentheater und vor allem auf Brummi, den Spielbus freuen.

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bum Traumtänzer auf Tournee und werden auch in Freising glänzen. Ganz umsonst sind im Gegensatz dazu die Auftritte von über 80 Bands und Künstlern auf den Bühnen der Sparkasse, der Freisinger Bank und des Kaffeehauses. Hier alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Doch sei hier vor allem auf die Global Kryner aus Österreich, die Steamy Dumplings, den Keller Steff, die Boppin‘ B oder Fusebox im riesigen Sparkassenzelt hingewiesen. Auf der „jungen“ Freisinger Bank Bühne werden mitunter Rainer von Vielen, die Münchner Skaoten Bluekilla, Jaya The Cat aus den Niederlanden oder Egotronic die Hütte anzünden. Etwas beschaulicher wird es im Engel & Völkers Kaffehauszelt zugehen, wo, mal abgesehen von Christoph & Lollo oder MTV-Moderator

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UFERLOS FESTIVAL FREISING

Jumpin‘ Jacks Ein paar Highlights Jumpin‘ Jacks Sparkassenbühne, Fr. 27. Mai, 22 Uhr Ein paar Stones-Songs für einen Freund auf einer Geburtstagsparty, das war die Idee. Entstanden sind daraus die Jumpin‘ Jacks, denen mittlerweile der Ruf vorauseilt, eine der besten Stones-Coverbands in Bayern zu sein. Ausschlag-

für die, die‘s wissen wollen

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gebend dafür ist nicht nur der Spaß an den Songs, sondern auch die Tatsache, dass hier authentischer Sound kultiviert wird und die members of the band schon als Teenager in ihren Schülerbands die Stones gecovert haben und von da an den Rock’n‘Roll zur ihrem Lebensstandard erklärten. Das Repertoire stammt aus allen vier Jahrzehnten, beginnend

in den Sechzigern, ein Ende ist nicht abzusehen. Schließlich befinden sich die Stones gerade wieder im Studio und Don Was der Produzent, schwärmt in höchsten Tönen von den neuen Songs. Oft haben die Jumpin‘ Jacks Gäste auf der Bühne, von der Trommelsektion der Freisinger Togoer, den rassigen GoneGogirls aus dem Freisinger Soho, Häns, dem Saxophonisten von Schein, der gelegentlich auch mit dem kompletten Bläsersatz anrückt, Günter und Schlichi mit ihren Slideguitars, den versammelten Freisinger „Chorscheuchen“.....guests are welcome. Jeder Gig eine Party und power pur und damit es gleich am ersten Uferlostag munter zur Sache geht hat man mit den ‚Jacks eine DER Landkreis-Bands überhaupt verpflichtet. Da wird der Rock‘n‘Roll Livestyle gleich

.fs-guide.de


UFERLOS FESTIVAL FREISING

Testbild, Fresinger Bank-Bühne, Fr. 27. Mai, 18 Uhr Test-

bild besteht inzwischen seit mehr als 15 Jahren. Damals wurden sehr viele eigene Lieder geschrieben, die sich bis heute beim Publikum im Gehirn festgefressen haben. Darunter Nummern wie „Ich lass es regnen“ oder „Schiffe im Nebel“. Auch die Cover-

Luftmentschn

version von „Eisbär“ wurde von der Band auf ihre eigene Art und Weise umgesetzt. In dieser Zeit spielte sie mit hart verzerrt klingenden Gitarren, Bass, Synthesizer Sounds und Schlagzeug. Franz Plunien, Sänger und Gründungsmitglied dieser Gruppe, setzte dem Ganzen mit seiner Stimme das sogenannte i-Tüpferl auf. Viele Konzerte, unter anderem mit Bands wie „Eisbrecher“, „Emil Bulls“ und anderen waren an der Tagesordnung. Zu guter Letzt gewannen Testbild den weltbekannten EmergenzaWettbewerb, der ihnen im Jahr 2000 einen Auftritt beim Taubertal Open Air im Rahmen des Emergenza-EuropaFinales bescherte. Dies öffnete ihnen auch den Weg zu mehreren Konzerten in München, wie in der Muffathalle, dem Backstage München oder

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mitgelebt. Die Jacks sind zwar nicht älter, cooler oder besser als die Stones, aber die einzige Alternative südlich der Themse, wenn die Orginale gerade nicht on tour sind.

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UFERLOS FESTIVAL FREISING

Testbild dem Theatron Rock-Sommer Festival. Ein paar Jahre später

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kam ihnen dann die Idee ein unplugged-Projekt zu star-

ten. Die E-Gitarren wurden durch Akustikgitarren ersetzt und zusammen mit Cello und Geige wurde das Projekt aus dem Boden gestampft. Heute besteht die Band aus acht Musikern und hat ein Programm das Lieder von A wie „Die Ärzte“ bis W wie „Winehouse“ umfasst. Live Auftritte wie im B-Trieb Freising sind schon Tradition, aber auch in der Nachtgalerie wurde letztes Jahr vor voller Hütte gespielt. Da die Songs die meisten Leute im Publikum kennen und mitsingen, ergibt das zusammen mit der Performance der Band die richtige Mischung für ein tolles Konzert. Radio Riot FS-Bank-Bühne, Mi. 1. Juni, 18 Uhr Radio Riot, das sind vier junge Musiker aus Freising. Eine musikalische Welle fetzt durch die Lautsprecher, die schnell zeigt, dass sich diese Band im Genre Alternative sehr wohl fühlt. Englische Texte, eingängige Melodien und Beats, die zum Tanzen anregen, zeichnen sie aus und verdeutlichen, dass diese Jungs ihren eigenen Sound entwickelt und das Potenzial haben, weit über den Landkreis für Furore zu sorgen. Amnesty International Make Some Noise, die Bayern3 Newcomer-Show, das Sinnflut- und Uferlos- Festival, das sind nur wenige Beispiele aus der langen Liste von Auftritten, die die Band schon gemeinsam bestritten hat.Ihre erste CD „Riot On The Dance Floor“ kam Ende 2010 heraus. Schmissige Songs wie der Opener sind ebenso zu finden, wie eher sanfte Klänge. Das zeigt die musikalische Vielfalt auf, die Radio Riot zu bieten hat. Mit eigenem Stil, und eingängige Songs.


Cellarfolks

Radio Riot

sucht nach der Ferne, Meer, Revolte, das grüne Irland, Freiheitskampf, Emigration und eine kräftige Portion Spaß. Die Münchner Band besteht zum Großteil aus Profimusikern und hat sich inzwischen eine riesige Fangemeinde, auch über die Landesgrenzen hinaus, erspielt. Oft a cappella vermitteln die authentisch irisch klingenden Stimmen im traditionellen Seefahrerstil die richtige Hafenatmosphäre. Mit Reggae-, Ska- und Polkaelementen gewürzt werden aus harmlosen Traditionals schweißtreibende Partysongs. Diese explosive Mischung aus Speedfolk, Hot Irish Pepperpunk, Tresenrock, Dublin Funk Grunge, Kilkenny Pogo und begeisternder Spielfreude bringt jede Veranstaltung zum Kochen. Vor allem Captain Haddocks schaurige und absurde Geschichten sorgen für ausgelassene Stimmung und eine frische Brise. Luftmentschn, Sparkassenbühne, So. 5. Juni, 22 Uhr Vorhang auf und Film ab! Denn mit dem Programm der Luftmentschn gibt’s etwas für Augen und Ohren. Zehn Tage mit über 80 Bands, ein Hörerlebnis der absoluten Extraklasse.

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Cellarfolks, Sparkassenbühne, Sa. 4. Juni, 22 Uhr Cellarfolks kennen die Schiffsplanken der Pubs und Kneipen genau so gut wie die Weiten großer Bühnen mit Tausenden von Besuchern. Sie spielen Irish Folk – aber kratzbürstig, direkt und abgefahren wie einst die Pogues. In den Songs geht es um Seeleute, Sehn-

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SPORT & FREIZEIT

Der TC Rotweiß Freising ist stolzer Träger des diesjährigen Club Awards.

Ehrung für die Crème de la crème

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icht nur, wenn es um kirchliche Würdenträger geht, kann Freising große Empfänge ausrichten. Auch für ihre Sportler legt sie sich mächtig ins Zeug. Bei der großen Gala in der Luitpoldhalle wurden rund 80 aktive Männer und Frauen sowie Funktionäre ausgezeichnet. Mit Geschenken und Ehrungen belohnte die Stadt den Ehrgeiz und die Leistungen ihrer Spitzenleute. OB Dieter Thalhammer versprach, dass die Stadt alles in ihrer Kraft liegende tun werde, um den Sport zu fördern. Freilich, konkrete Angaben zur Einhausung des Eisstadions oder zum Neubau des Hallenbades konnte er nicht machen. In „absehbarer Zeit“ würden diese Projekte verwirklicht, sagte er. Beim Wort genommen kann er dafür nicht mehr

werden, denn bekanntlich läuft seine Amtszeit im kommenden Frühjahr ab. Es war ein unterhaltsamer Abend, in dessen Verlauf immer wieder verdiente Leute ausgezeichnet wurden. Der TC Rotweiß Freising ist stolzer Gewinner des Club Awards und verwies damit die ebenfalls nominierte Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft und den Förderverein Eisstadion auf die Plätze.

Sportler feierten bis in die Puppen Mit einem bunten Rahmenprogramm verbrämt, vergingen die Stunden bis Mitternacht wie im Flug. Stargast Martin Braxenthaler, querschnittsgelähmter Spitzensportler, der bei den Para-

lympics zehn Goldmedaillen gewonnen hat und sechsfacher Weltmeister ist, zeigte auf, dass das Leben trotz aller Fährnisse absolut lebenswert ist. Launig plauderte er über seine Karriere und seine Vorhaben. Mit seinem Schicksal zu hadern liegt ihm fern. Außerdem sprach er sich deutlich für olympische Winterspiele 2018 in GarmischPartenkirchen aus. Er zeigte einen Aspekt auf, der so noch nicht öffentlich diskutiert worden ist: Auch die Paralympics würden dann in Bayern stattfinden – ein wichtiger Schritt, die bei weitem noch nicht überall selbstverständliche Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderung einmal mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu tragen, ist er überzeugt. -ab-


SPORT & FREIZEIT

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iel Arbeit gab es für das Team ATT-Racing beim dritten Lauf zum Dacia-LoganCup, der, wie immer, auf der Rennstrecke von Oschersleben bei Magdeburg ausgetragen wurde. Im ersten Teil des freien Trainings erzielte Hinrich Groeneveld, Vorsitzender des AMC Moosburg, die bis dahin beste Zeit der 13 Teilnehmer. Dabei war er hiervon selbst überrascht, denn er beklagte sich, dass er keine freie Runde erwischt hätte. Jetzt übernahm Manuel Fahnauer (Heidenheim), mit dem er sich das Auto teilt, das Steuer. Auch er legte gute Zeiten auf den Asphalt, doch blieb er noch eine halbe Sekunde hinter dem Moosburger zurück. Beim Versuch die Zeit des Teamkollegen zu unterbieten, geriet der 16-jährige Gymnasiast auf einen verschmutzten Streckenabschnitt und schlug heftig in einen Reifenstapel ein. Der Fahrer blieb zum Glück unverletzt, der Dacia war jedoch auf der ganzen linken Seite demoliert. Jetzt schlug die Stunde des ATTTeams. Bis das defekte Auto im Fahrerlager eintraf, blieben nur noch 25 Minuten bis zum Beginn des Qualifyings. Mit Schraubenschlüsseln, Brechstangen und viel Klebeband machten sich die Mechaniker über das Auto her und schafften das Wunder: Mit Ertönen des Startsignals gingen die Wagenheber herunter und Groeneveld stürzte sich in den Kampf um die Startplätze. Zwar stand das Lenkrad nicht mehr gerade, doch der Dacia lief so passabel, dass es für den sechsten Startplatz reichte. Fahnauer konnte im

Rennen gleich auf Platz vier vorstoßen, doch nach zahlreichen Positionswechseln, die auch nicht ohne Berührungen abliefen, übergab er bei Halbzeit wiederum auf Platz sechs an Groeneveld. Auf der Strecke landete dieser gleich wieder mitten im Getümmel. Der Konkurrent, mit dem der Moosburger schon beim ersten Rennen im März heftig aneinander geraten war, erwies sich als unerbittlicher Gegner. Einmal kam Groeneveld sogar vorbei, doch der Hannoveraner konnte kontern. Dabei kam es auch zweimal zu Berührungen. Im Ziel lag der ATT-Dacia um 0,4 Sekunden zurück, doch hatten die beiden Wiedersacher in ihrem Kampf zwei andere Wagen überholt und landeten auf den Plätzen drei und vier. Die Erfolgskurve von Groeneveld/Fahnauer zeigt damit weiterhin nach oben. Beim nächsten Rennen, das erst im August stattfindet, will man endlich den ersten Stockerlplatz einfahren. Bis dahin hat das ATT-Team jedoch noch jede Menge zu tun. -fkn-

Liebe Zeitlupe-Freunde und Fußballliebhaber, ich möchte so viel Stadien wie möglich sehen in meinem noch so jungen Leben. Ich war in Barcelona, Mailand, Pauli, Dortmund, Augsburg, München, Haching, Nürnberg, Fürth, Köln, Rostock und in noch ein paar Stadien in Deutschland. Aber wisst Ihr, was mir aufgefallen ist im Gegensatz zu den Stadien wo ich war im Ausland? Man würde nie darauf kommen, wenn man selbst nicht aufpasst und darauf achtet, was vor dem Anpfiff passiert. In jedem Dorf, wo ich bis jetzt mir ein Bundesliga oder Zweitligaspiel angeschaut habe, werfen die Fans beider Seiten die Flaschen nicht mehr einfach so weg. Rentner oder sogar Obdachlose bitten um Pfandflaschen und sammeln sie auf, dass sie sich wenigstens was zum Beißen oder was zu Trinken kaufen können, damit sie wenigstens ein bissl was zum Leben haben. Egal, ob sie dafür Schnaps, Bier, Wein oder Nahrungsmittel dafür holen, es ist gut, aber auch schlecht. Gut ist, dass die Leute, die ins Stadion gehen, es immer mehr für gut heißen, da nicht so viel Müll rumliegt und die besagten Menschen sich das Nötigste kaufen können. Da es an den Stadien oder auf dem Weg dorthin nicht mehr so grob aussieht, wie vor dem Dosenpfand der Stadt, kostet das Reinigen weniger Geld und die Umwelt hat auch noch was davon. Die Fans, egal ob voll betrunken oder nicht, geben sogar die Flaschen diesen „Sammlern“ in die Hand und sagen Dankeschön! Schlecht ist meiner Meinung, dass es Menschen gibt, die das machen müssen, um überleben zu können! In was für einem Staat leben wir denn, wo man dies tun muss um nicht zu verhungern? Also denkt daran, Dosenpfand rettet leben! -mdisarkurier

Langsam Richtung Stockerl

Weitere ZEITLUPE Themen könnt ihr unter www.fs-guide.de nachlesen. 61


ZU GUTER LETZT

Narrhalla digital

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it der intensiveren Nutzung von Onlinemedien und Social Communities will sich die Narrhalla Moosburg von ihrem angestaubten Bild entfernen. Ohne den traditionellen Hintergrund zu verleugnen, wollen die Verantwortlichen mit der Zeit gehen und beweisen, dass sie für Veränderungen offen sind. Das Präsidium zieht ein positives Resumée: „Im Zeitraum zwischen dem 01.11.2010 und dem 31.03.2011 wurde die Homepage der Narrhalla ins-

gesamt 15.976 mal besucht, das ist eine Steigerung von 26% im Vergleich zum Vorjahr innerhalb dieses Zeitraumes“, so Tobias Banner, der IT- und Medienbeauftragte des Vereins. Er räumt ein, dass das zum Teil auch an der langen Faschingssaison liegen kann. Dennoch habe man viele neue Besucher aus der zukunftsweisenden Media-Strategie gewonnen. Neben der konventionellen Homepage wartet der Verein mittlerweile auch mit einer gut besuchten

Fanseite auf Facebook sowie einem eigenen Twitter-Account auf. Allein acht Prozent der Besucher der Webseite seien direkt über Verweise auf Facebook gekommen. Besonders die jungen Mitglieder ließen sich besonders gut über das Internet erreichen. Tanzbegeisterte junge Frauen und Mädchen für die Prinzengarde werden ständig gesucht. Sie können sich unter www. narrhalla-moosburg.de., einen Einblick verschaffen und anmelden. -fkn-

Kreislauf in Gang halten

Diät muss auch Magnesiummangel vorbeugen

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isarkurier

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chnell noch eine Diät absolvieren, bevor die Sommersaison beginnt: Das ist für viele Frauen das traditionelle Frühlingsprogramm. Doch wer beim Abspecken nicht auf seine Vitalstoffbalance achtet, kann mit einer Diät sogar mehr Schaden als Nutzen anrichten. Bei unausgewogenen Diäten oder einseitiger Ernährung kann beispielsweise ein Magnesiummangel den Zucker- und Fettstoffwechsel negativ beeinflussen. Dadurch wird ein Diabetes mellitus gefördert. Zudem erhöht Magnesiummangel den Blutdruck und steigert

Ein Diätplan muss genug Magnesium enthalten.

die Gefahr für Herz-Kreislauferkrankungen. Vitalstoff-Experten raten für den Schutz von Herz und Kreislauf zu der Wirkstoffkombination Magnesiumorotat. Orotsäure ist eine Substanz aus Molke, die die herzschützenden Wirkungen des Magnesiums unterstützt: Sie sorgt dafür, dass der Mineralstoff besser im Herzgewebe gebunden wird. Gleichzeitig führt sie den Herzzellen mehr Energie zu und verbessert au diese Weise die Widerstandskraft des Organs. Ausführliche Beratung dazu gibt es in der Apotheke. (rgz-p/rae), Foto: djd/Wörwag Pharma


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Nr-13-MAI-2011  
Nr-13-MAI-2011  

Verteilung der nun dreizehnten Ausgabe des isarkurier war am Mi. 11.05.2011! Der Inhalt erstreckte sich erstmals über 64 Seiten mit einer A...

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