Page 1

Isabel NoĂŠmi Dohle Portfolio 2014-2019


INHALTSVERZEICHNIS Vorstellung meiner Person.................................................................. 03 Projekte Bachelor-Thesis: Der Traum vom Fliegen........................................... 04 Konstruktives Projekt: TanzWerk........................................................ 18 Projektpartner Qusay Awad

Gebäudeplanerisches Projekt: Artist in Residence............................. 24 Freier Entwurf: Melting Chapel.......................................................... 30


PERSÖNLICHES

QUALIFIKATION & KENNTNISSE

Name

Sprachkenntnisse

Isabel Noémi Dohle Geburtsdatum

11.11.1994 Geburtsort

Deutsch, Muttersprache Englisch, gut Spanisch, Grundkenntnisse

Braunschweig

Programmkenntnisse

Anschrift

Rhinoceros, 2D und 3D

Karl-Marx-Straße 62, 12043 Berlin E-mail

AutoCAD, 2D

i.dohle@tu-bs.de

Adobe Photoshop

Telefon

Adobe Illustrator

+4915140772356 Interessen

Adobe InDesign

Reisen, Kunst, Bouldern/Klettern

3ds Max, 3D

AKADEMISCHER WERDEGANG

PRAKTIKA

2003-2013 Lessinggymnasium Braunschweig (Abschluss: Abitur)

2011 Drei Wochen in dem Architekturbüro Schneider + Sendelbach, Braunschweig

2011-2012 Auslandssemester in den USA, Denver, Colorado Cherry Creek High School

2013 Vier Wochen Praktikum in der Werkstatt für Architekturmodelle Trixi Schulz, Braunschweig

2014-2019 Studium der Architektur an der TU Braunschweig (Abschluss: Bachelor of Science)

2018 Zwei Monate Praktikum in dem Architekturbüro Dohle + Lohse, Braunschweig

03


BACHELOR THESIS_ DER TRAUM VOM FLIEGEN

04


STÄDTEBAU

IDEE

KONZEPT

Das gewählte Baugrundstück für das neue Otto Lilienthal Museum befindet sich am Kreuzungspunkt von Peeneufer und Verbindungsstraße zwischen historischen Zentrum mit Marktplatz und Neustadt von Anklam.

Der Museumsbau ist für Anklam von großer Bedeutung, da Otto Lilienthal einer der der bedeutendsten Einwohner war. Um dieser Bedeutung gerecht zu werden entwickelt der Museumsbaukörper eine Zeichenhaftigkeit, die schon von weitem sichtbar wird.

Ein skulptural gestalteter schmaler Kubus entwickelt sich in Längsrichtung vom Boden in die Höhe. Zur Fußgängerbrücke richtet er sich turmartig auf und leitet darunter durch das gläserne Foyer in das Gebäude. So wird auf die öffentliche Nutzung aufmerksam gemacht. Der Kubus wird aus zwei Winkeln entwickelt: ein massiver Winkel steht auf dem Boden auf, ein transparenter Winkel weist mit der Schmalseite nach oben. Das gläserne Foyer verbindet sich optisch mit dem Außenbereich und nimmt die öffentlichen Bereiche wie Foyer, Cafeteria und Shop auf.

Am Peeneufer reihen sich einzelne höhere Gebäude in weitem Abstand auf, der Marktplatz wird durch den Kirchturm dominiert. Diese städtebauliche Situation ist Ausgangspunkt für die Positionierung des Neubaus. Der Baukörper führt die Reihe der Einzelbaukörper fort und stellt sich parallel zum Peeneufer auf. Mit der Zugangsseite orientiert er sich zur Verbindungsachse und Richtung Fußgängerbrücke. In Höhe und Gebäudeausrichtung orientiert er sich einerseits an der Uferbebauung, gleichzeitig korrespondiert er zeichenhaft mit dem Kirchturm am Marktplatz. Dadurch entsteht ein Hochpunkt am Altstadtzugang. Vom Marktplatz aus gesehen schiebt sich der turmartige Gebäudeteil scheinbar schwebend in die Sichtachse.

Die im Hochpunkt des Baukörpers ausgestellten Flugobjekte sind schon von außen zu erahnen und machen auf das Museum aufmerksam und neugierig. Die Gestaltung des Baukörpers entspricht dem Weg Otto Lilienthals beim Ausprobieren seiner Flugobjekte: der massive Gebäudeteil assoziiert das Hinaufsteigen, den Weg auf den Berg, der transparente Bereich soll die Freiheit des Fliegens, das Offene, das Schweben versinnbildlichen. Je weiter man sich im Gebäude nach oben bewegt, umso heller und Licht durchfluteter wird es. Den Höhepunkt erlebt man im turmartigen Bauteil, der sich zu allen Seiten transparent darstellt.

Die Museumsnutzungen befinden sich in den beiden Winkeln. Die eher introvertierten wie Werkstatt, Verwaltung, Garderoben und Info werden in den massiven Bereich integriert, ebenso die introvertierten Ausstellungsnutzungen, wie Fotoausstallung, Vortragsraum, etc..Die Fluggeräte selbst hängen im transparenten Winkelbauteil.

Städtebau

Bewegung

Materialität

Schichtung

Konstruktion

05


STÄDTEBAULICHE EINORDNUNG

06


ORGANISATION Durch das Gebäude führt ein sich selbst erschließender Weg, der sich als Schlitz über alle Ebenen darstellt. Dieser Schlitz ist schon vom Foyer aus sichtbar, ein Lichtschlitz im Dach richtet die Aufmerksamkeit des Besuchers nach oben, ohne schon zu viel von der Ausstellung zu verraten. Der Gebäudeschlitz bildet das Rückgrat für die Ausstellung, er führt durch das Gebäude und sorgt für eine einfache Orientierung und eine sich selbst erschließenden Weg durch die Ausstellung. Eine in den massiven Teil integrierte Treppe führt auf die zum Foyer offene erste Ausstellungsebene im 1. Obergeschoss. Hier befinden sich Informationen zu Otto Lilienthal, zur Geschichte und die Bibliothek. Nun schwenkt die Treppe der Gebäudefigur folgend um 180 Grad und führt auf die 2. Ebene. Die Fotoausstellung, ein Vortragsraum, ein Veranstaltungsraum und weitere kleinere Ausstellungsbereiche sind hier untergebracht. Ausstellungsbereiche und Ruhebereiche mit Bänken wechseln sich ab und lenken die Aufmerksamkeit der Besucher abwechseln in die Ausstellung und in die Erschließungszone. In Längsrichtung, über die Treppe im

MATERIAL Gebäudeschlitz, erfolgt die Erschließung der nächsten Ebene. Diese Ebene löst sich von den Außenwänden ab und stellt sich dadurch schon schwebend dar. Hier werden Flugobjekte in offenen Ausstellungskonchen und über den Köpfen schwebend ausgestellt. Der Berggipfel ist fast erreicht, man bewegt sich immer weiter nach oben, dem Licht folgend. Den Höhepunkt der Ausstellung bildet der turmartige Gebäudeteil. Hier hängen die großen Fluggeräte, fast schon als würden sie selbst fliegen. Hier ändern sich sowohl das Erscheinungsbild des Gebäudes, als auch die Führung der Treppe: Man bewegt sich nun im transparenten Bereich und die Treppe wechselt an die Gebäudeaußenseite. Über schmale Stege kann man die Fluggeräte von oben betrachten.

Das Gebäude wird in Stahlbetonmassivbauweise errichtet. Der massive Gebäudewinkel wird mit Sichtbetonbauteilen ausgestaltet, der transparente Gebäudewinkel löst sich in Betonskelettbau auf und wird mit Glaselementen ausgefacht. Die Außenseiten werden mit einem lichtdurchlässigen Metallscreen verkleidet. Hierdurch entsteht im Inneren eine diffuse und besondere Atmosphäre. Der Screen wirkt gleichzeitig als Sicht- und als Sonnenschutz. Die Konstruktion und das Material sollen den Werkstattcharakter und das Bauen am Hafen assoziieren. Durch die transparente, aber durch den Screen verdeckte Gestaltung des oberen Ausstellungsbereichs, zeigen sich die Fluggeräte nach außen und machen auf das Gebäude neugierig, ohne schon zu viel von der Ausstellung zu zeigen. Abends leuchtet das Gebäude durch das Licht im Inneren und wird zum neuen Wahrzeichen von Anklam.

Hülle

Konstruktion

Leichtigkeit

Massitivität

Ausrichtung

07


PERSPEKTIVE_ FOYER

08


GRUNDRISS_ EG

8

7

9

6

5

3

2

4

1

Raumbuch

1 Foyer 2 Kasse 3 Café 4 Shop 5 Garderobe 6 Küche 7 Archiv und Lager 8 Werkstattmitarbeiter 9 Werkstatt

09


PERSPEKTIVE_ AUSSTELLUNGSAUFTAKT 1.OG

10


GRUNDRISS_ 1.OG

3 4

5

6

7

2 9

8

1

Raumbuch

1 Ausstellungsauftakt 2 Bibliothek 3 Lesebereich 4 Info 5 Musuemspädagogik 6 Besprechung 7 Sekretariat 8 Museumsleiter 9 Teeküche

11


PERSPEKTIVE_ AUSSTELLUNGSEBENE 3.OG

12


GRUNDRISS_ 3.OG

3

1

3

2

1

2

1

4

Raumbuch

1 Gleitflieger 2 Ruheniesche 3 Wechselausstellung 4 Galerie

13


ANSICHT_ NORD

14


LÄNGSSCHNITT_ 1

15


ANSICHT_ SÜD

16


LÄNGSSCHNITT_ 2

17


KONSTRUKTIVES PROJEKT_ TANZWERK

18


STÄDTEBAU

KONZEPT

Die Erweiterung des Staatstheaters Braunschweigs ist zwischen Theaterwall und Oker- Umflutgraben geplant. Die Lage weist durch die unmittelbare Nähe zum Theaterpark, der angrenzenden Oker und den bestehenden Werkstätten verschiedene Qualitäten auf. Das Gebäude positioniert sich parallel zu den bestehenden Werkstätten, so dass ein gemeinsamer Hof entsteht, über den der Hauptzugang erfolgt. Zusätzlich gibt es einen weiteren Eingang auf der gegenüberliegenden Seite, den man von der Fallersleber Straße aus erreicht.

Die Kernfunktionen des TanzWerks sind zum Einen die Werkstattbühne, die als Probe und Aufführungsraum genutzt werden kann und zum Anderen der Ballettsaal. Ein massiver Betonkubus nimmt beide Räume auf und bindet sie mit dem dazwischenliegenden Foyer zusammen, sie bilden einen geschlossenen Kern, der von einer transparenten Hülle umschlossen wird. Diese Hülle umspielt den massiven Kubus und setzt sich durch die Raumhöhe und Materialität ab. Folglich ist der Kubus von außen und innen ablesbar. Die Räume bilden einen zusammenhängenden Körper und sind durch Schiebewände vom Foyer abgetrennt. Zusätzlich werden sich durch Oberlichter im Foyer definiert. Durch das Öffnen der Schiebewände können die Kernbereiche zusammengeschaltet werden und das Foyer bei Bedarf zusätzlich bespielt werden.

In dem Gebäude soll der gesamte Prozess des Theaters bis zur Aufführung stattfinden und auch für den Besucher erlebbar werden. Somit gestalten sich die Werk- und Arbeitsräume innerhalb eines Rundgangs durch das Gebäude. Durch eine flexible Gestaltung der Räume können die Tänzer Einblicke in den Arbeitsprozess gewähren oder private Nischen ausbilden um ungestört zu arbeiten. Zusätzlich können sie je nach Bedarf Räume erweitern oder abtrennen und gestalten somit ihre Arbeitsbereiche selbst.

Städtebau

Ausrichtung

Außenraum

19


PERSPEKTIVE_ FOYER/UMGANG

20


ORGANISATION

TRAGWERK

Die um den Kubus angeordneten Räume sind in einem Raster von 1.65m organisiert. Die Fassade verspringt an zwei Stellen: Einen Versprung gibt es am östlich gelegenen Ballettsaal, so dass sich dieser zur Oker hin öffnet. Somit haben vorbeilaufende Fußgänger direkten Einblick, der ihr Interesse wecken kann. Gleichzeitig haben die Tänzer die Möglichkeit die verglasten Schiebewände zu öffnen und den Außenbereich zu bespielen. Hier positioniert sich außerdem das Café mit Blick auf die Oker, so dass der Bereich für Sitzmöglichkeiten genutzt werden kann. Den zweiten Versprung findet man an der Multifunktionsbühne, auch hier kann der Raum nach Norden geöffnet werden und der Außenbereich als erweiterte Bühne genutzt werden.

Das Tragwerk der transparenten Hülle wird durch das Raster gegliedert. In jeder Querachse befinden sich zwei schmale Holzstützen, auf denen Träger aufliegen und einen Winkel bilden. Durch die Wahl der gleichen Querschnitte bei Stützen und Trägern wirken sie als konstruktive Einheit. Die Träger liegen mit einem Abstand auf dem Beton des massiven Baukörpers auf, so dass sie schwebend erscheinen. Dies funktioniert mit Hilfe einer Stahllasche, die in den Beton eingegossen wird. Zwischen den Stützen und Träger sind außen und innen Lichtleisten integriert. Dadurch ist die in Querrichtung verlaufende Konstruktion sowohl tagsüber als auch nachts ablesbar. Die vertikalen Lichtstreifen an der Außenfassade lassen das Gebäude nachts leuchten.

Außenraum

Teilung

Organisation

Tragwerk

Raster

Die Arbeitsräume im Süden und Westen werden durch feste, semi-transparente Glaswände in Querrichtung in verschiedene Nischen gegliedert. Verschiebliche Holzwände in Längsrichtung ermöglichen die flexible Raumgestaltung. Die WC-Bereiche und Gaderoben bleiben feste Elemente und gliedern sich durch ihre Materialität ein.

21


VERTIKALSCHNITT_ FOYER/UMGANG 24 25 26 27 28 29 30

Legende

23 1

8 9

2 3 4 5 6 7

10

11

21

13

22

12

14

15

16

17

18

19

20

1 Dachblech 2 Wärmedämmung 3 Holzlattung 4 Mineralwolle 5 Schwarzes Vlies 6 Holzschalung 50x50mm 7 Holzträger 50x450mm 8 Justierschraube 9 Konsole 10 Stahllasche 11 Sicherheitsglas 12 Regenrinne 13 Feinsteinzeugplatten R11 14 Betonplatten (incl. Heizrohre) 15 CT C30 F5 (incl. Heizrohre) 16 Trägerplatte 17 Wärmedämmung 18 Sperre DIN 18195 19 Stahlbetonsohle 20 Kapillarbrechende Schicht 21 Stütze 50x450mm 22 Lichtleiste 23 Betonfertigteil 24 Dachabdichtungsbahn 25 PVC-Folie D=1,5mm 26 Trennlage aus Rohglasvlies 27 Dämmkeil 28 B1-Gefälledämmung 29 Verguss 30 Dampfbremse


DETAILS

Bodenaufbau

Dachanschluss

Dachaufbau

11

13

12

1

14 15 16 17 18 19 20 8 9

2

2 3 4 5 6 10

3 4 5 6 7

11 Sicherheitsglas 12 Regenrinne 13 Feinsteinzeugplatten R11 14 Betonplatten (incl. Heizrohre) 15 CT C30 F5 (incl. Heizrohre) 16 Trägerplatte 17 Wärmedämmung 18 Sperre DIN 18195 19 Stahlbetonsohle 20 Kapillarbrechende Schicht

2 Wärmedämmung 3 Holzlattung 4 Mineralwolle 5 Schwarzes Vlies 6 Holzschalung 50x50mm 7 Holzträger 50x450mm 8 Justierschraube 9 Konsole 10 Stahllasche

1 Dachblech 2 Wärmedämmung 3 Holzlattung 4 Mineralwolle 5 Schwarzes Vlies 6 Holzschalung 50x50mm 7 Holzträger 50x450mm

23


GEBÄUDEPLANERISCHES PROJEKT_ ARTIST IN RESIDENCE

24


ORTSANALYSE

IDEE

Das Museum „Insel Hombroich“ ist ein Ort, der die Begegnung von Kunst und Natur inszeniert. Das weitläufige Gelände lädt ein, die Kunst und die Natur auf eigenen Wegen zu entdecken. Die Museumsinsel Hombroich besteht aus verschiedenen Landschaftsbereichen mit unterschiedlicher Ausprägung: dem Alten Park, einem ehemaligen Park mit einer Villa, den Auen, ehemals karge Ackerflächen, die zu einer bewegten Landschaft umgestaltet wurden, der Terrasse, eine ansteigende Landschaft, in der eine höher gelegen Terrasse angelegt wurde, der Bauerngarten, ein Nutzgarten mit Obstwiese In diese verschiedenen Landschaftsräume wirken die Gebäude wie eingestreut und durch die unterschiedlich gestaltete Wegeführung inszeniert. Für meinen Entwurf wähle ich das ansteigende Gelände der „Terrasse“. In diesem Bereich gibt es eine Lichtung, die im Zusammenhang zur „Schnecke“, dem Cafe, dem „Labyrinth“ und einem Waldstück im Westen steht. Hier bietet die Landschaft die Möglichkeit, den Hang einzubeziehen und spannende Ausblicke in die Landschaft zu inszenieren.

Die bestehenden Gebäude der Museumsinsel sind im Wesentlichen klar gegliedert und auf einfachen Grundstrukturen und deren Variationen aufgebaut: das Quadrat, das Rechteck, der Kreis. Durch die individuelle Inszenierung der Wegeführung erhalten sie ihre jeweils einmalige Position im Gelände. Diese Faktoren aufnehmend wird ein Konzept für das Gebäude entwickelt, das eine eben solche klare Struktur und inszenierte Wegeführung zur Grundlage hat. Das Gebäude wird auf einer quadratischen Grundfigur mit einer quadratischen Struktur (Raster) aufgebaut. Dieser quadratische Kubus löst sich ideell aus dem Hang und lässt einen quadratischen, “ leeren Raum“ zurück. Der Kubus schwebt darüber und lässt im Zwischenraum eine offene Raumzone entstehen. Auf der unteren Ebene entstehen die öffentlichen und halböffentlichen Räume als offenes Raumkontinuum in einer gläsernen Hülle. Ein Weg mit Treppenanlage quert sie mittig und bindet die obere Ebene an. Der schwebende Baukörper nimmt die Wohnungen und Teile der Werkstätten in seiner Rasterstruktur auf. Schwarzplan M 1:2000

25


GRUNDRISS_ EG

GRUNDRISS_ OG

8 11

12 8

4 5

6

10

11

2 3 1

9

6

7

1

8

2 3

2

2

7

10

8 4 2

9 8 8

Raumbuch

1 Eingangshof 2 Bildhauerwerkstatt 3 Probebühne Musik 4 Probebühne Schauspiel/Tanz 5 Multifunktionsraum 6 Foyer

26

7 Gardeobe 8 Backoffice 9 Café 10 Materiallager 11 Umkleide/ Dusche 12 Haustechnik

Raumbuch

1 Ausstellungsebene 2 Schreibstube 3 Hof 4 Digitale Werkstatt 5 Zeichensaal 6 Luftraum Multifunktionsraum

5

12

7 Galerie (Außenraum) 8 Zimmer 9. Küche 10 Wäscheraum 11 Haustechnik 12 Materiallager


KONZEPT

ORGANISATION

Die Grundrisse entwickeln sich aus einer rasterförmigen Gitterstruktur. Die untere Ebene stellt sich gläsern dar. Die optisch räumliche Begrenzung liegt außerhalb der Räume und wird durch den umlaufenden Sockel gebildet. Hier entsteht eine gefasste, überdachte Zwischenzone, die als Skulpturengarten genutzt werden kann. Durch die dem Hang folgende Schräge entsteht eine sich von vorne nach hinten wandelnde Lichtsituation. Gedanklich erzeugt sie Assoziationen zu der Zwischenzone, die bei einigen der Gebäude durch die umlaufenden Hecken hervorgerufen werden.

Man betritt das Gebäude von unten oder von oben, jeweils ein Einschnitt in Gebäudemitte weißt in das Innere. Die untere Ebene öffnet sich auf einer Sockelebene zum Tal. In Gebäudemitte befindet sich der Zugang zum Foyer mit offenen Infozone. Von hier gelangt man in das Cafe mit Blick ins Tal. Der Multifunktionsraum schließt nach Norden an. Er ist im Zugangsbereich eingeschossig undentwickelt sich im hinteren Bereich in die obere Ebene. Von hier wird er über die außenliegende Galerie belichtet.

Die vorgehängte Fassade legt sich wie eine “ zweite Haut“ um das Gebäude. Sie ist mal Gebäudeabschluss, mal Sicht- und Sonnenschutz, mal räumliche Begrenzung.

Auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich die Bildhauerwerkstatt, zum Tal ausgerichtet und die Probebühnen. Die Probebühne Schauspiel/ Tanz ist um vier Stufen abgesenkt, sodass sich zum Proberaum

Musik eine Bühnensituation ergibt. An der Außenfassade ergibt sich durch die Absenkung eine Sitzstufenanlage. Die breite freie Treppe führt im Einschnitt nach oben und bindet die obere Ebene an. Hier erreicht man die Wohnungen im Westen und den Zeichensaal, die Studiobühne und die Schreibwerkstätten im Osten. Die umlaufende offene Galerie ermöglicht Einblicke von oben in den Multifunktionsraum. Höfe und Oberlichter in Rasterstruktur gliedern das Gebäude. Eine offene Ebene als Ausstellungsfläche überbrückt den Einschnitt in Gebäudemitte. Alle Wohnungen erhalten ein eigenes Bad und einen kleinen Balkon mit eingebauter Sitzbank, die in die Lamellenstruktur der Fassade integriert ist. Die Barrierefreiheit wird durch einen Aufzug hergestellt.

Verbindung

Zwischenraum

Oben

Unten

27


MODELLFOTOS

28

PERSPEKTIVEN_ AUSSTELLUNGSEBENE & EINGANGSBEREICH


SCHNITTE

29


FREIER ENTWURF_ MELTING CHAPEL

30


ORTSANALYSE

KONZEPT

Der in Norwegen gelegene Preikestolen ist eine natürlich Felsplattform in 604 Metern Höhe. Der Platz ist nur über einen schmalen Weg den Berg hinauf zu erreichen. Die atemberaubende Aussicht macht ihn zu einem einzigartigen Ort. Durch seine Abgeschiedenheit ist der Besucher empfänglicher für Sinneseindrücke und bewusste Wahrnehmungen. Man spürt die Kälte nach einer anstrengenden Wanderung, den Schnee auf der Haut, man hört den Wind wehen und nimmt den Geruch der Natur wahr.

Man betritt die Kirche von Westen her durch eine kleine, subtrahierte Öffnung, die den Beginn der Treppe markiert, die ins Innere der Kirche führt. Wie man in vielen Kirchen erlebt, wird man beim Betreten von der Höhe überwältigt.

des Gebäudes ist eine Orgel in die Wand integriert. Sieben Orgelpfeifen in verschiedenen Größen werden in die Fassade geschnitten und nur der Wind, der durch sie weht, lässt sie klingen. Je nach Intensität entstehen natürliche Geräusche.

Konzeptionell wird die Kirche in Scheiben geteilt. Als Vorbild dienen Bögen, wie sie in vielen Kirchen zu finden sind. Jede Scheibe ähnelt einem Bogen, der von einer Seite über die Decke bis zur anderen Seite reicht. Aus diesen Bögen entwickeln sich fließend Sitzbänke für die Besucher. Die Dicke der Wände und der Decke variiert zwischen den Scheiben. Ein Apsiss wird von der Vorderwand subtrahiert und bildet einen unauffälligen Zugang zu einer in die Wand eingebauten Sakristei. Von Anfang an wird ein Kreuz hinter der Apsis in die Wand geschnitten, so dass Sonnenlicht die Kapelle erleuchten lässt. So entsteckt an der gegenüberliegden Wand eine Projektion des Kreuzes. Anstelle eines Glockenturms, der in der Regel Zeitintervalle markiert oder die Bewohner für Andachten ankündigt, habe ich ein anderes Element entwickelt. An der Nordseite

So wie die Landschaft einem ständigen Wandel unterworfen ist, verwandelt sich die Kirche allmählich. Die Teile der Wände, die dünner sind, schmelzen zuerst und lassen Sonnenlicht in das Innere. In der Nacht, wenn die Kirche von innen beleuchtet wird, ist durchscheinendes Licht von außen zu sehen. Dies markiert den langsamen Prozess des Schmelzens des Gebäudes. Nach einiger Zeit erinnert der ursprüngliche Kubus an die Struktur eines Skeletts und lässt so immer mehr Licht einfallen. Genau wie die Schneelandschaft ist die Kirche in ständigem Wandel. Die Kirche wird langsam Teil der Landschaft, indem sie ihre scharfen Konturen verliert, bis sie vollständig verschwindet.

IDEE Mein Entwurf ist in die Landschaft einer Wintersaison integriert. Die Kirche erhebt sich von einer schneebedeckten Plattform. Es handelt sich um einen 12x12x12 Meter großen Kubus aus Schnee, der sich in die Schneelandschaft einfügt und durch die scharfen Konturen dennoch fremd wirkt

31


PERSPEKTIVE_ INNENRAUM

32


Melting Chapel

PERSPEKTIVEN_ INNENRAUM & PIKTOGRAMME

Melting Chapel

Struktur

Scheiben

Orgel

33


Isabel NoĂŠmi Dohle i.dohle@tu-bs.de

Profile for Isabel Noémi Dohle

Portfolio Isabel Noémi Dohle  

Portfolio Isabel Noémi Dohle  

Advertisement