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Irene Hofer, mmp11a

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INHALTSVERZEICHNIS INHALTSVERZEICHNIS ............................................................................................. 2   EINLEITUNG ............................................................................................................... 3   MEDIENEVENTS ........................................................................................................ 3   WAS SIND MEDIENEVENTS? ...............................................................................................................3  

MAMMUT SPORTS GROUP ...................................................................................... 4   ZAHLEN UND FAKTEN .........................................................................................................................4   PORTRÄIT ..............................................................................................................................................4   JUBILÄUMSJAHR 2012 ........................................................................................................................5  

PEAK PROJECT ......................................................................................................... 6   ZIELE ......................................................................................................................................................6   ZIELGRUPPEN.......................................................................................................................................6   PLANUNG...............................................................................................................................................7   KOMMUNIKATION DES EVENTS.........................................................................................................9  

FAZIT......................................................................................................................... 10   GLOSSAR ................................................................................................................. 11   VERZEICHNISSE ...................................................................................................... 12   ANHANG ................................................................................................................... 14  

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EINLEITUNG Der Schweizer Konzern Mammut Sports Group gehört zu den Big Playern im Geschäft rund um Bergsportartikel und beschäftigt 350 Mitarbeitende weltweit, die meisten jedoch am Hauptsitz in Seon. Im Jahr 2012 feiert Mammut sein 150-jähriges Bestehen mit einigen Aktivitäten und rief zu einem Medienevent – dem grössten Gipfelprojekt aller Zeiten. Dabei werden rund um die Welt 150 Gipfel von 150 Teams bestiegen, welche von Mammut unterstützt werden. Dieses Projekt bezieht sowohl die breite Masse, Fans, Mitarbeiter sowie die Medien mit ein. Anfangs Mai 2012 gewann Mammut mit dem Peak Project den Deutschen Preis für Onlinekommunikation in den Kategorien „Social Media-Kampagne des Jahres“ sowie „Kampagnen von Unternehmen“.1 Was genau Medienevents sind, was dabei beachtet werden muss und wie Mammut seinen Event umgesetzt hat, wird im nachfolgenden Text erläutert.

MEDIENEVENTS WAS SIND MEDIENEVENTS? Medienevents sind Teil der Media Relations. Im Speziellen Fall des Mammut Peak Project Relations ist das Ganze allerdings eine Mischung von Medienevent und Pressereise, da an gewisse Gipfelprojekte auch Journalisten eingeladen wurden. In diesem Text liegt das Augenmerk aber auf dem Bereich Medienevents. Grundsätzlich enthält jede zehnte Pressemeldung von Unternehmen einen Medienevent. Ein solcher bringt viel Mediencoverage mit sich, doch nur wenige Events schaffen es, emotionale und physische Reize auszulösen. Mit einem Medienevent ist ein hoher Aufwand verbunden, deshalb sollte dieser möglichst originell sein und Stoff für Mediengeschichten liefern, damit die Presse dann auch darüber berichtet. Ausserdem muss der Inhalt des Events zum Unternehmen und der Zielgruppe passen, ansonsten kann man schnell unglaubwürdig wirken. Eine vernetzte Öffentlichkeitsarbeit ist von Nöten, um den Anlass mehrdimensional wirken zu lassen.2 Da ein Medienevent oft hohe organisatorische Herausforderungen darstellt und meist auch ein grösseres Budget nötig ist, sollte sich ein Unternehmen gut überlegen, wann es einen Event veranstalten will. Wenn sehr regelmässig Events stattfinden, ohne dass für den Besucher ein wirklicher Mehrwert entsteht, wird er in Zukunft nicht mehr erscheinen und es werden auch eine Reaktion der Medien wird auch. Mit einem erlebnisorientierten und produktbezogenen Event, der auch den Markenkern anspricht, kann

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vgl. Gewinner Deutscher Preis für Onlinekommunikation vgl. Immerschitt, Wolfgang (2010), S.105ff 3


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das Unternehmen jedoch sein Profil schärfen und bei bestehenden, sowie potenziellen Kunden Emotionen auslösen.3 Damit die Presse über einen Event berichtet, sind für den Medienvertreter ebenfalls einige Punkte wichtig. Für das Medienhaus stellt sich nämlich jeweils die Frage, ob es sich überhaupt lohnt, einen Journalisten an den Event zu schicken – es soll schliesslich ein gewisser Nutzen für das Medienhaus entstehen. Einerseits muss die Nachricht möglichst viele Leser, Seher oder Hörer generieren können. Dazu muss der Event, wie bereits erwähnt, einen originellen Inhalt haben. Andererseits erwartet der Medienvertreter Bildmaterial sowie eine hohe Informationsdichte und der Promifaktor sollte jeweils ebenfalls berücksichtigt werden.4 Bei Mammut sind die Events ein Teil des Kommunikationskonzeptes und werden immer wieder durchgeführt (Testevents, http://www.mammut.ch/de/testevents.html). Dies ist auch auf die Branche zurückzuführen, welche für Events prädestiniert ist.

MAMMUT SPORTS GROUP ZAHLEN UND FAKTEN Gründung

1862

Mitarbeiter

350 (weltweit)

Rechtsform

Aktiengesellschaft

CEO

Rolf Schmid (seit 2000)

Hauptsitz

Seon

Umsatz

221,2 Mio CHF (2010)

Tab. 1: Zahlen und Fakten

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PORTRÄIT Mammut wurde 1862 durch Kaspar Tanner gegründet, 1919 zur Aktiengesellschaft „Seilwarenfabrik AG Lenzburg“ umgewandelt und produzierte – entsprechend dem Namen – ausschliesslich Seile. 1943 wurden der Name und die Marke Mammut eingeführt, welcher für Kraft und Stärke steht und sich dadurch von der Konkurrenz abheben soll. Im Jahr 1978 kommen unter dem Namen „Altitude“ erstmals Jacken und Hosen von Mammut auf den Markt. Das noch heute gültige Mammut Logo und der Schriftzug werden 1994 eingeführt. Aus dem kleinen Familienbetrieb entwickelte sich ein moder-

3 4 5

ebd. vgl. Immerschitt, Wolfgang (2010), S.105ff vgl. Mammut Sports Group (2012) 4


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nes Unternehmen welches rund 350 Mitarbeitende zählt sowie Tochterfirmen in Deutschland, Norwegen, England, Japan und den USA besitzt.6 70% des Gesamtumsatzes von über 200 Millionen Franken erwirtschaftet die Mammut Sports Group heute im Ausland. Ungefähr 50% des Umsatzes entfällt auf die Bekleidung. Die Kletterseile sind jedoch noch immer ein wichtiges Segment, bei welchem Mammut der wohl renommierteste Anbieter am Markt ist. Die Seile werden ausschliesslich in Seon produziert und das Label „Made in Switzerland“ steht hier nach wie vor für Qualität und Sicherheit. Neben jahrelanger Erfahrung und grossem Know-how der Spezialisten vertraut Mammut auch stark auf die Feedbacks von zahlreichen Sportlern, welche die Ausrüstung regelmässig einsetzen, testen und mitentwickeln.7 Der Erfolg der letzten Jahre basiert auf den Produkten, welche auf die Zielgruppen optimiert sind, sowie auf partnerschaftlichen Verhältnissen zum Fachhandeln und einem aufwändigen Kundenservice. Ebenso zum Erfolg beigetragen haben verschiedene Marketing-Kampagnen (z.B. „Mary Woodbridge“ oder die verschiedenen Testevents) und sorgfältig gestaltete Kataloge.8

JUBILÄUMSJAHR 2012 Im Jubiläumsjahr 2012 sind insgesamt drei grosse Projekte geplant, auf die hier kurz, bzw. beim Peak Project im Detail, eingegangen wird. JUBILÄUMSBUCH • Geschichten über Mammut und das Bergsteigen • Veröffentlichung im Herbst 2011 in Deutsch und Englisch • Erhältlich im Buchhandel und Mammut Einzelhandel PEAKS COLLECTION • Besondere Kollektion zum Geburtstag • Grosse Auswahl (Schuhe, Bekleidung, Rucksäcke...) • Modernes Design (Interlocked Design – Social Jacket)

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vgl. Mammut Firmengeschichte (2012) vgl. Firmengeschichte (unbekannt) ebd. 5


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PEAK PROJECT

Abb. 1: Key Visual Peak Project

ZIELE Quantitativ

Qualitativ

Umsatzwachstum steigern

Markenwerte kommunizieren

Medienkontakte generieren

Höhere PR-Aufmerksamkeit Erlebbare Markenwelt Markenbekanntheit schaffen

Tab. 2: Ziele Peak Project9

ZIELGRUPPEN Mit dieser Kampagne sollen alle Bergsteigenfans angesprochen werden und vor allem weltweite Bekanntheit erlangt werden. Mit einer Auswahl von 150 Touren weltweit werden verschiedene Bergsportbegeisterte angesprochen und es sollen auch noch nicht so aktive Outdoorsportler der Faszination Bergsport näher gebracht werden. Viele der Massnahmen spielen sich online ab, deshalb wird auch eine eher jüngere Zielgruppe angesprochen.10

9 Peak 10

Project (2012)

ebd. 6


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PLANUNG BUDGET Mammut hat bereits einige Erfahrung im Organisieren von Veranstaltungen, man denke hier beispielsweise an die verschiedenen Testevents. Gemäss Auskünften bewegen sich die Kosten für einen Event je nach Grösse bei CHF 90'000 für 150 Teilnehmende. Dieser Betrag dürfte beim Peak Project jedoch um einiges grösser sein, da der Aufwand entsprechend höher ist als bei „regulären“ Events.11 INVOLVIERTE PERSONEN UND ABTEILUNGEN Für einen Event der Grösse des Peak Projects ist die gesamte Marketing Communications Abteilung bei Mammut involviert, welche ca. 20 Personen umfasst. Beinhaltet darin sind Trade Marketing, Online Communications & PR sowie Foto- und Filmproduktion.12

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vgl. Ryser, Dominik ebd. 7


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PROJEKTPHASEN Phase 1: Recruiting, Dezember 2010 bis April 2011

In der Rekrutierungsphase konnten sich Mammut Fans mit der Erstellung eines virtuellen Bergs als Teamleader bewerben. Sobald man diesen erstellt hatte, musste man bei Freunden und in der Community Supporter suchen, deren Fotos auf den Berg gemappt wurden und ihn in schwindlige Höhen wachsen liessen. Am Ende der Phase 1 kamen die Berggründer mit den höchsten Bergen aus jedem Land weiter in die Teambildungsphase.

Phase 2: Teambuilding, April bis Juli 2011

Die ausgewählten Gipfelgründer müssen in der Teambildungsphase als Teamleader ihre Teams zusammenstellen und die Touren konkret planen. Jedes Gipfelprojekt erhält eine eigene Seite zur Präsentation des Teams. Um Teil eines Teams zu werden muss man sich im Climbers-Board, einer Art Jobbörse für Alpinisten, bei den Teamleadern bewerben. Die vollständigen Teams stellen sich dann mit ihren Projekten einer Expertenjury. Diese entscheide über ein Weiterkommen in die Phase 3 den ultimativen Testevent.

Phase 3: Ultimate Testevent, August 2011 bis August 2012

Die Jury wählt die Teams aus, die im Ultimate Testevent 150 Gipfel weltweit besteigen und von professionellen Bergführern der Mammut Alpine School dabei unterstützt werden. Zudem werden sie mit der Jubiläumskollektion ausgestattet und ihr Aufstieg in Bild und Ton festgehalten. Das dokumentierte Material wird zeitnah auf der Peak Project Webseite vom jeweiligen Team veröffentlicht. Tab. 3: Projektphasen

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The Biggest Peak Project in History (unbekannt) 8


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KOMMUNIKATION DES EVENTS SOCIAL MEDIA / WEB Der Schwerpunkt der Kommunikation des Peak Projects liegt im Bereich Web, bzw. Social Media. Durch eine effektive Verknüpfung von online und offline beweist Mammut, dass Medienevents auch online-tauglich sein können, was in der Regel nicht der Fall ist. Für die Aktivitäten im Bereich Social Media liegt bei Mammut keine eigentliche Planung vor, da viele Postings auch spontan geschehen müssen. Vom Social Media Manager Dominik Ryser wird jeweils anfangs Woche eine Liste erstellt, welche Themen und News wichtig sind und auf welchen Kanälen (Facebook, Twitter etc.) was gepostet wird. Neuigkeiten zum Gipfelprojekt, den Athleten und den Events werden grundsätzlich auf Facebook gepostet. Blogposts (http://www.mammut.ch/basecamp/de/basecampnews?iframe=1) werden getwittert und auf Facebook veröffentlicht, die Themen sind je nach Aktualität gemischt. Dominik Ryser achtet darauf, dass einmal am Tag etwas gepostet wird.14 Natürlich gibt es aber auch redaktionelle Fixpunkte im Kommunikationsjahresplan. Beispielsweise wenn eine Anmeldung für einen Testevent ansteht, dann werden gewisse Themen und Postings fix eingeplant.15 Für diesen Event von Bedeutung ist ebenfalls die eigens dafür eingerichtete Webseite http://www.mammut.ch/150years. Dort wird einerseits der Event vorgestellt, andererseits können anhand einer Karte die aktuellen Gipfelprojekte verfolgt werden. Jede Tour wird dort separat mit Beschrieb, Team, Route und Multimedia-Inhalten vorgestellt. KLASSISCHE MEDIEN Auch die klassischen Medien werden trotz des Augenmerks auf Web/Social Media nicht vernachlässigt. Zum einen werden Pressemitteilungen über den Event allgemein aber auch über verschiedene Touren ausgesandt. Die Mediaagentur Quattro Media produzierte des Weiteren verschiedene Highlight Sendungen, welche dann an verschiedene TV Stationen weltweit verteilt wurden (unter anderem Schweizer Sportfernsehen.16 Auf einige der Touren wurden auch Pressevertreter eingeladen, teilweise gab es sogar separate Touren für bestimmte Magazine. Ansonsten wird jeweils darauf geachtet, eine ausgewogene Gruppe an Journalisten aus Special Interest Magazinen (z.B. die Alpen, Bergsteiger, Outdoor, Alpin etc.), sowie aus General Interest Magazinen und Zeitungen auf einer Tour zu haben.17

14 15 16 17

vgl. Ryser, Dominik ebd. ebd. ebd. 9


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WEITERE MASSNAHMEN AUS DEN MEDIA RELATIONS18 • Pressemitteilungen an Presseleute oder Blogbetreiber • Google Display Ads • Facebook CPC Ads • Newsletter an Endkonsumenten • Highlight Shows von den Touren • Posts auf Social Media Channels • Produktion von Kampagnen Trailern ZUSAMMENARBEIT MIT AGENTUREN Für ein Projekt mit diesen Dimensionen braucht Mammut verschiedene Partneragenturen. Zum einen sind das die webguerillas aus München, welche für kreative Arbeiten zuständig sind – beispielsweise die Kreation von Flyern oder die Gestaltung der Webseite. Für die technische Umsetzung (Server etc.) ist die Firma unic aus Zürich verantwortlich. Des Weiteren wurden für das Peak Project verschiedene Highlight-Sendungen produziert, welche unter anderem im Schweizer Sportfernsehen ausgestrahlt wurden. Diese Sendungen wurden von Quattro Media produziert.19

FAZIT Medienevent Pro

Medienevent Contra

Schärfung des Medienprofils

Organisatorische Herausforderung

Mediencoverage

Hohe Kosten

Emotionen auslösen

Eher nicht online-tauglich

Mehrdimensionale Wirkung

Hoher Aufwand

Tab. 4: Medienevents Pro/Contra

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20

vgl. Ryser, Dominik ebd. vgl. Immerschitt, Wolfgang (2010), S.105ff 10


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GLOSSAR Eigenschaft der Peaks Collection. Asymmetrische Muster kreieren einen einzigartigen Look. Farben und Formen greifen, ähnlich der Struktur eines Seiles, ineinander und agieren miteinander.

Interlocked Design / Social Jacket

Abb. 2: Interlocked Design

Google Display Ads

Facebook CPC Ads

Mary Woodbridge

Visuelle Internetwerbung, die in Webseiten eingebunden wird. Anzeigen können auf themenverwandten Webseiten geschaltet werden. Die Betreiber von Webseiten mit platzierter Werbung verdienen daran. Werbe-Banner auf Facebook. Es fällt nur dann eine Gebühr an, wenn eine Person auf die Werbeanzeige klickt. Eine berühmte Kampagne von Mammut aus dem Jahr 2006, welche die fiktive Geschichte einer alten britischen Dame erzählt, welche den Everest mit ihrem Dackel besteigen möchte. Die Botschaft: „Mit so guter Ausrüstung kann man sich leicht zu sicher fühlen.“ http://www.mary-woodbridge.co.uk

Testevents

An den Mammut Testevents wird jeweils das Keyvisual für die nächste Kampagne aufgenommen und sie bieten Outdoor-Fans die Möglichkeit, das neue Highlight-Produkt zu testen. Das Produkt wird jeweils in einer aussergewöhnlichen, alpinen Situation inszeniert. http://www.mammut.ch/de/testevents.html

Tab. 5: Glossar

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VERZEICHNISSE QUELLENVERZEICHNIS Immerschitt, Wolfgang (2010). Crossmediale Pressearbeit – Unternehmensbotschaften über klassische und neue Kanäle gekonnt platzieren. Wiesbaden: Gabler Verlag. Deutscher Preis für Onlinekommunikation (2012). Online unter: http://www.onlinekommunikationspreis.de/files/2012/05/GEWINNER.pdf (zuletzt konsultiert am 10.05.2012 um 17:50) Firmengeschichte (unbekannt). Online unter: http://www.mammut.ch/de/history.html (zuletzt konsultiert am 20.04.2012 um 09:00) Mammut Firmengeschichte (2012). Online unter: http://prezi.com/dklyv0z641zi/mammut-firmengeschichte/ (zuletzt konsultiert am 29.04.2012 um 13:00) Mammut Sports Group (2012). Online unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Mammut_Sports_Group (zuletzt konsultiert am 03.05.2012 um 16:00) Peak Project (2012). Online unter: http://prezi.com/ujtsb1xfw-h/110803_prezi_annibc_de/?auth_key=5b797276bebdef5bf386952abe0422ddd 3797c14 (zuletzt konsultiert am 15.04.2012 um 12:30) Ryser, Dominik. Web Content und Social Media Manager bei Mammut. Persönliche Nachricht per E-Mail vom 23.04.2012. The Biggest Peak Project in History (unbekannt). Online unter: http://www.mammut.ch/de/peakproject_overview.html (zuletzt konsultiert am 15.04.2012 um 14:00) TABELLENVERZEICHNIS Tab. 1: Zahlen und Fakten ............................................................................................ 4   Tab. 2: Ziele Peak Project ............................................................................................. 6   Tab. 3: Projektphasen................................................................................................... 8   Tab. 4: Medienevents Pro/Contra ............................................................................... 10   Tab. 5: Glossar ........................................................................................................... 11  

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ABBILDUNGSVERZEICHNIS Abb. 1: Key Visual Peak Project .................................................................................... 6   Abb. 2: Interlocked Design.......................................................................................... 11  

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ANHANG SONNTAGSREPORTAGE

DIE SÜDOSTSCHWEIZ AM SONNTAG | 15. APRIL 2012

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Mammut feiert im ewigen Eis Der 3900 Meter hohe Piz Palü wird im Winter zum Wallfahrtsort für Skitourenfahrer. Der Schweizer Bergsportausrüster Mammut hätte in seinem Jubiläumsjahr auf dem schönen Gletscherberg nur allzu gerne sein Firmenlogo ausgepackt.

mal bis ganz zum Schnapsboden geschafft. Die kleine Ebene vor dem nächsten Aufstieg erhielt ihren Namen von den Bergführern, die hier ihren Gästen früher – und manchmal sicher auch noch heute – einen Schnaps kredenzten. Die ScherrerBrüder hellen die Stimmung ihrer Truppe vor der Abfahrt mit dem österreichischen Lied «Komm ich her über d’Schneid» auf. Zuvor hat Mammut noch ein Gruppenbild mit einer Fahne des Firmenlogos gemacht. Das vorgezogene Gipfelbild.

Von Stefan Bisculm (Text) und Maurin Bisig (Bilder) Pontresina. – «Die weisse Hölle vom Piz Palü» heisst der Titel des deutschen Bergfilmdramas mit Leni Riefenstahl aus dem Jahre 1929. Der 3900 Meter hohe Berg in der Berninagruppe bot die Kulisse für den Stummfilm, der mit den ewigen Themen Liebe, Heldenmut und Tod die Leute seinerzeit in Scharen ins Kino lockte. Atemberaubende Gletscherlandschaften, sportlicher Ehrgeiz und das Bedürfnis nach Stille und Einkehr sind Gründe, weshalb heute Scharen von Bergsportlern den Weg in die «weisse Hölle» suchen. Der Piz Palü zählt zu den schönsten Gletscherbergen überhaupt, er ist einer der beliebtesten Hochtouren in den Bündner Alpen. Die Bergführer verdanken ihm sommers und winters viel Arbeit. Einen Gast führen sie für rund 650 Franken hinauf auf den Gipfel.

Zum Paradies gehts direkt durch die Hölle Die Bergführer Andres und Luzi sowie Aspirant Toni erfüllen viele der besten Berglerklischees. Sie sind bärenstark, bodenständiger als ein Prättigauer Hornschlittenbauer und verlieren nie ihre gute Laune. Nur beim Thema Sicherheit verstehen sie keinen Spass. Selbst für die Abfahrt um die Gletscherspalten herum lösen sie die Seilschaften bis kurz vor Schluss nicht auf. Da werden die Schwünge im Tiefschneehang schon mal eckiger. Unten angekommen kreist dann doch noch ein Flachmann mit irgendwas Hochprozentigem. Die ehemalige Seilerei Mammut hat in ihrem Jubiläumsjahr schliesslich auch ohne Gipfelerfolg Grund zum Feiern. Das Geschäft mit dem Bergsport boomt – und was früher die «weisse Hölle» war, gilt vielen heute als Paradies auf Erden.

Weisse Servietten statt Biwak Für die Teilnehmer des Mammut Peak Project ist der Traum von der Besteigung des Piz Palü gratis. Der Schweizer Bergsportausrüster Mammut feiert dieses Jahr sein 150-Jahr-Jubiläum. Zu diesem Anlass will das Unternehmen zusammen mit seinen Kunden 150 der schönsten Gipfel der Welt besteigen (siehe Kasten). Dabei darf der Piz Palü nicht fehlen. Geführt wird die Tour von den Prättigauer Bergführern Andres und Luzi Scherrer und dem Bergführer-Aspiranten Toni Sprecher. An ihr Seil hängen sich neben den vier offiziell ausgewählten Peak-Project-Teilnehmern auch Mitarbeiter von Mammut, Bächli Bergsport, Journalisten und Fotografen. Die Tour wurde von den Gebrüdern Scherrer bereits im letzten Jahr für Ostern geplant, mit einer grossen Unbekannten: dem Wetter. Als das Tourdatum näher rückt und man schon zu hoffen wagt, die Anfang März entstandene Schönwetterlage überlebe auch noch den April, kippt alles. Kälte, Schnee und unbeständiges Wetter zwingen die Scherrers zu einer Planänderung. Ursprünglich war vorgesehen, nach dem Aufstieg über den Morteratschgletscher auf dem Persgletscher auf 3000 Meter über Meer ein Biwak zu erstellen, bevor es am nächsten Tag über den Fortezzagrat zum Gipfel hochgegangen wäre. «Daraus wird nun leider nichts», sagt Andres Scherrer den Teilnehmern am Vorabend der Tour. «Tut mir leid, doch wenn man in meinem Beruf alt werden will, muss man manchmal solche Entscheidungen treffen.» Stattdessen startet die Tour beim

Mammut wird 150 Jahre alt

Tief durchatmen: Der Weg hinauf zum Piz Palü führt über den Persgletscher.

Berghaus Diavolezza. Um 5.55 Uhr gehen vor dem Berghaus die Stirnlampen auf den Köpfen der Skitourenfahrer an. In der Dämmerung sucht die Mammut-Truppe zwischen den Steinen einen Weg hinunter zum Gletscher, wo die Felle auf die Ski aufgezogen und die Seilschaften gebildet werden. Das Berghaus Diavolezza auf 3000 Metern ist der traditionelle Ausgangspunkt für eine Tour auf den Piz Palü. Drei Viertel aller Gäste hier oben sind Bergsteiger und Skitourenfahrer. Das Restaurant kommt mit lachsfarbenen Tischdecken, weissen Servietten und stolzen Italienern im Service ziemlich fein daher. Die Gäste konsumieren auch anständig. Trotz früher Tagwacht

Ziehen am gleichen Strick: Bergführer Andres Scherrer seilt vor dem Abmarsch seine Gäste an.

steht auf fast jedem Tisch eine Weinflasche, zum Apéro wird mit Bier der Marke «Piz Palü» angestossen. An eine Berghütte erinnern neben dem Panorama vor allem Äusserlichkeiten. Der typische Gast sitzt da in Skihose und Softshelljacke, mit zerzaustem Haar und dem braunen Teint eines gebeizten Elchs.

Gipfelbild beim Schnapsboden Wenn der letzte Knopf der Seilschaften kontrolliert ist, läuft die MammutTruppe in Vierer- und Fünferseilschaf-

ten durch den zerklüfteten Persgletscher.Weil es diesenWinter auf der Alpensüdseite nur wenig geschneit hat, sind viele Gletscherspalten sichtbar. Nach einem längeren Flachstück nehmen die Spalten gewaltige Ausmasse an. Wo das Eis offen zutage tritt, schimmert es in einem verführerischen Blau. Statt auf die Spur gerichtet, wandert der Blick immer öfter und länger im eisigen Wunderland umher. Tief durchatmen. Auf einer Höhe von knapp 3400 Metern hebt unser Bergführer die Hand. «Wir kehren um.» Das Wetter hat umgeschlagen. Es liegen knapp 30 Zentimeter Neuschnee, die Sicht wird immer schlechter, und die Temperatur sinkt. Wir haben es nicht ein-

In Reih und Glied: Gewaltige Gletscherspalten formen am Fuss des Piz Palü ein Wunderland aus Eis und Schnee.

Die Schweizer Firma Mammut feiert in diesem Jahr ihr 150-Jahr-Jubiläum. Passend zum runden Geburtstag organisiert der Ausrüster für Bergsport weltweit 150 Gipfelbesteigungen. Laut Mammut handelt es sich dabei um das grösste Gipfelprojekt aller Zeiten. Mammut-Kunden und andere Bergsportfreunde konnten dabei selbst Vorschläge für eine Tour machen. Eine Expertenjury wählte anschliessend die 150 attraktivsten Touren für das Gipfelprojekt aus. Bei der Besteigung werden die Gewinner von professionellen Bergführern der Mammut Alpine School unterstützt und ihr Aufstieg wird fotografisch festgehalten. Ihre Erfahrungen werden auf der Projekt-Website veröffentlicht. Eine der 150 Gipfeltouren hatte den 3900 Meter hohen Piz Palü im Visier. Die Tour wurde von Mammut in Zusammenarbeit mit Bächli Bergsport geplant und durchgeführt. Bächli Bergsport unterhält 14 Filialen in der Schweiz, wo unter anderem auch Mammut-Produkte verkauft werden. (bcm) Weitere Informationen zum 150 years – Peak Project unter www.mammut.ch

Vom Seil gelassen: Nur das letzte Stück der Abfahrt können die Teilnehmer frei fahren.

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150 gifts

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OCT 2010 - NOV 2010

The anniversary countdown has started project in history: 150 teams will climb 150 mountains around the world. 150 gifts from the last 150 years of Mammut via Facebook

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Recruiting

DEC 2010 - APR 2011

Fans apply for the project Users create virtual mountains and invite friends to support them online.

The mountains are growing with every supporter. The higher the mountains, the better your chances.

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Teambuilding

APR - JUL 2011

Users set up their teams and trips The 300 most supported users reach the Teambuilding. Here they plan their projects and set up their teams consisting of 2-6 climbers.

The jury selects 100 teams to take part at the Ultimate Testevent and to be equipped with the 150peaks collection.

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Ultimate Testevent

AUG 2011-AUG 2012

12 months & 150 trips worldwide plan and prepare their projects.

Each tour will be supported and documented by a mountain guide. The experiences, movies and pictures will be shared.

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Best Practice Medienevents