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Neues vom Verein | Aktuelles über die nächste Sternfahrt | Alles rund um das Thema „internationaler Polizeimotorsport“

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Sonderausgabe Ÿ April 2016

POLICE MOBIL Magazin der International Police Motor Corporation

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e SICHERHEIT IM STRASSENVERKEHR

WER WILL SCHON GERNE GEBÜSST WERDEN?

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Das wird die

Sternfahrt 2016 in Łódź – Polen Ein kleiner Einblick:

Sternfahrt 2017 in Regensburg Die Geschichte des

1. PMSC Erfurt


INHALT

INHALTSVERZEICHNIS

Fachartikel

Vorworte Vorwort Präsident....................................................2 Vorwort Pressereferent...........................................3

13. Kristall-Cup in Stans..........................................10

Aktuelles zur IPMC Die IPMC stellt sich vor...........................................4 Richard-Weber-Pokal..............................................5

Sicherheit im Strassenverkehr.....................14

Kommende Sternfahrt 69. Sternfahrt – Łódź / Polen................................7 70. Sternfahrt – Regensburg................................9

Geldbussen in der Schweiz.....................................30

Aus dem Leben des 1. PMSC Erfurt e.V. im ADAC...................................39

Seit dem Sommer 2015 hat die IPMC für ihre Mitgliedsclubs ein neues Angebot, das erst im Wachsen ist – IPMC-freundliche Urlaubsunterkünfte:

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Hotel AREAL51 Paßriach 51 9624 Hermagor Pressegger See Austria Tel.: +43 660 3988008 E-Mail: info@areal51.at Web: www.areal51.at

Hotel Gratz Grossarl Unterberg 53 5611 Grossarl Salzburgerland Austria Tel.: +43 (0)6414 8501 E-Mail: info@hotel-gratz.at Web: www.hotel-gratz.at

Ferienhaus Felicitas am Wolfgangsee Sportplatzstraße 363 5350 Strobl am Wolfgangsee Austria Tel.: +43 699 17 27 06 97 E.: ferienhaus.felicitas@gmail.com Web: ferienhaus-wolfgangsee.at

Zimmer: Bungalowanlage mit 10 Zimmern, davon 4 Doppelzimmer, 4 Doppelzimmer mit getrennten Betten, 2 Einzelzimmer Ausstattung: Lokal mit überdachter Terrasse – Grillabende, Lagerfeuerstelle, überdachte Abstellplätze für Motorräder, Parkplätze für Pkw, Abstellplätze für Anhänger | Lage: 500 m vom Pressegersee, 15 km vom Skigebiet Nassfeld | Extras: 50 geplante Touren im Dreiländereck zum Überspielen auf Navigationsgerät, geführte Touren, Leihmotorrad Übernachtung mit Frühstück ab € 29,--

Unser motorradfreundliches Familienhotel liegt wunderschön eingebettet mitten im Herzen der Salzburger Bergwelt und bietet ein unvergleichliches und vielfältiges Urlaubs-Angebot. Wir sind mit 22 Zimmern ein sehr familiär geführtes Haus mit absolutem Wohlfühlcharakter. Wir kümmern uns persönlich um Sie, verwöhnen Sie mit regionaler, internationaler und vegetarischer Küche, stehen Ihnen beratend bei der Tourenplanung zur Seite und bieten Ihnen im Haus jeden erdenklichen Komfort in unserem WellnessBereich. Kostenlose Parkplätze stehen ausreichend direkt am Hotel zur Verfügung.

Urlaub im Zuhause auf Zeit. Im Haus können zwei getrennte große Ferienwohnungen gemietet werden oder das ganze Haus. Das Haus bietet Platz für bis zu 12 Personen, liegt ruhig aber zentral. In ein paar Gehminuten erreichen Sie das Ortszentrum, den See, das Seebad, die Langlaufloipe und schöne Spazierwege. Entspannen in der Natur – der Garten ist eingefriedet, eine überdachte Terrasse und der überdachte Balkon sind bei jedem Wetter ein Genuss. Wir sind Mitglied bei der "Salzkammergut Winterwärme" und bei den "Wolfgangseer Wanderdamen", für Aktivurlauber als Mehrwertpakete buchbar.

IPMC-Ermäßigung mit IPMC-Card: 10 %

IPMC-Ermäßigung mit IPMC-Card: 10 %

IPMC-Ermäßigung mit IPMC-Card: 10 % (ausgenommen Juli & August)

Aktuelle Angebote immer auf http://ipmc.org


INHALT

VORWORT Das Präsidium der IPMC freut sich, dass nach der Zeit der ersten Überlegungen und weiteren Planungen Sie nun die erste Sonderausgabe unserer Vereinszeitschrift Police Mobil in Händen halten können. Mit dieser Sonderausgabe wollen wir Ihnen nicht nur die Internationalen Polizeisternfahrten näher bringen, sondern auch unseren Aufgaben gerecht werden, die aus unserer beruflichen Tätigkeit entstehen: Förderung der Sicherheit im Strassenverkehr. Hier gibt es noch viel zu tun und zwar in allen Mitgliedsländern der IPMC.

Der Inhalt einer Police Mobil ergibt sich automatisch aus unserer Zielsetzung. Sie können sich über die jeweils letzte sowie die nächste Sternfahrt ausführlich informieren. Weiters gibt es Platz für Fachartikel und allgemeine Informationen für die Sternfahrer. Wir hoffen natürlich, dass diese Art der Information zu einem weiteren zahlenmässigen Anstieg der Teilnehmer führen wird. Ich bedanke mich bei allen, die zum Entstehen der Police Mobil Sonderausgabe beigetragen haben. Den Sternfahrern, Freunden und Fans der International Police Motor Corporation wünsche ich viel Vergnügen beim Lesen. Reinhard Moser Präsident der IPMC

IMPRESSUM Herausgeber: International Police Motor Corporation (IPMC) vertreten durch: Generalsekretär Zehnder Tobias Polizeiwache Kannenfeld • CH-4054 Basel, Strassburgerallee 18 • Tel. +41 79 639 96 20 E-Mail: info@ipmc.org • www.ipmc.org Cover: Kantonspolizei Zürich Bilder: bestpic.at sofern nicht besonders gekennzeichnet.

Informationsverlag Schweiz GmbH CH-6343 Rotkreuz, Grundstrasse 18 Tel. +41 41 798 20 60 • Fax +41 41 798 20 61 E-Mail: office@iv-verlag.ch • www.iv-verlag.ch Geschäftsführung: Tamara Rutz Verlagsleitung: Josef Dona Anzeigenabteilung: Andrea Burri Index: 1441 / Strommer • April 2016 Druck: Druckhaus Gössler GmbH

Soweit in diesem Magazin personenbezogene Ausdrücke verwendet werden, umfassen sie Frauen und Männer gleichermassen.

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INHALT

VORWORT Sehr geehrte Leserinnen und Leser! Liebe Freunde und Gönner des Polizeimotorsports! Es ist noch gar nicht lange her, da war es in der Schweiz gang und gäbe, dass Fussgänger, die am Strassenrand standen und die Fahrbahn überqueren wollten, eine Hand ausstreckten, um dieses Vorhaben dem Autolenker zu signalisieren. Meines Erachtens war das eine prima Sache. Doch heute gibt es das nicht mehr. Wenn Sie in Österreich unterwegs sind, wird Ihnen auffallen, dass österreichische Autolenker allenthalben abrupt anhalten, wenn sie einen Fussgänger am Strassenrand sehen, von dem sie annehmen, er könnte vielleicht die Fahrbahn überqueren wollen. So will es das Gesetz seit ein paar Jahren. Bei Übertretungen drohen drastische Geldstrafen! Aus welchen Beweggründen sich Menschen so etwas ausdenken, weiss ich leider nicht. Auf jeden Fall ist aus meiner Sicht die Abschaffung der einen Regel in der Schweiz und der anderen in Österreich keine gute Idee. Der Slogan „Vorsicht – Rücksicht“ mahnte die Menschen schon vor einigen Jahrzehnten zum gesitteten Umgang miteinander. Auf sein Recht zu pochen, kann leicht Gesundheit oder Leben kosten. Vielmehr ist gegenseitige Rücksicht gefragt. Es ist ein grosses Ziel der International Police Motor Corporati-

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on (IPMC), Rücksicht zu vermitteln; Rücksicht im Strassenverkehr und Rücksicht im täglichen Leben. „Auge um Auge – Zahn um Zahn“ hat in unserem Kulturkreis nichts mehr verloren. „Der Klügere gibt nach“, lautet ein bekanntes Sprichwort. Es gilt vor allem für Fussgänger und Zweiradfahrer, also die Schwachen im Verkehrsgewühl. Doch eines muss auch klar sein: wenn der Klügere immer nachgibt, werden die „Dummen“ rasant zunehmen! Wir sind also alle gefordert, aufeinander zu schauen. Und wir werden alle davon profitieren. Denn gegenseitige Rücksicht wird zu neuer Lebensqualität führen, und diese wollen wir doch alle nicht missen. Die vorliegende POLICE MOBIL Sonderausgabe soll Ihnen manch Vergessenes aus dem Strassenverkehr in Erinnerung rufen. Sie möchte Ihnen aber auch einen kleinen Einblick geben in polizeiliche Tätigkeiten, die Sie vielleicht bisher noch nicht kannten. Tauchen Sie also ein in die Welt der IPMC – wir stehen für Sicherheit auf Rädern! Mit sportlichen Grüssen! Ihr Klaus HERBERT Pressereferent und Chefredakteur presse@ipmc.org http://ipmc.org – safety on wheels.


AKTUELLES ZUR IPMC

IPMC – MIT UNS FÜR IHRE SICHERHEIT IM STRASSENVERKEHR IPMC – SAFETY ON WHEELS Die INTERNATIONAL POLICE MOTOR CORPORATION, abgekürzt IPMC, mit Sitz in Basel, ist eine Vereinigung im Sinne von Art. 60 ff des Schweizerischen Zivilgesetzbuches. Die Vereinigung kann ihre Tätigkeit, die nicht auf Gewinn ausgerichtet sein darf, über die ganze Welt ausdehnen. Tatsächlich präsent ist sie in Europa. Sie ist politisch und konfessionell neutral.

Zweck der Vereinigung: a) Veranstaltung von Delegiertenkongressen, Diskussionen, Tagungen und Konferenzen b) Planung und Durchführung Internationaler Polizeisternfahrten c) Veranstaltung von gesellschaftlichen Zusammenkünften

b) Justiz c) Militärpolizeien d) Zoll- oder Finanzpolizei

Unter dem Wort Mitglieder versteht man somit:

a) die Strassen- und Verkehrsdisziplin zu fördern.

a) Clubs, Vereinigungen, Vereine, Dienststellen etc., die ausschliesslich oder teilweise aus PolizeiMotorsportlern bestehen (Mitgliedervereine), oder

b) zu Kontaktgesprächen über Berufsprobleme beizutragen. c) den Motorsportgedanken zu fördern.

b) Einzelpersonen (natürliche Personen) die direkt der IPMC angeschlossen sind.

d) die Solidarität, Kameradschaft und Geselligkeit unter ihren Mitgliedern zu pflegen.

f) zur internationalen Verständigung beizutragen.

a) Polizei und Gendarmerie

e) Ordnungsbehörden

Aufgaben der Vereinigung:

e) die internationalen Beziehungen zwischen Polizei-Motorsport Organisationen zu vertiefen.

sport und Tourismus betreiben. Das sind Angehörige (aktiv oder Ruhestand) von:

Angehörige der Vereinigung: Die IPMC ist KEINE Polizei, setzt sich aber aus deren Bediensteten zusammen, Polizei-Vereine oder Einzelpersonen, die den Motor-

Wenn Sie in eine der Kategorien fallen, warum noch zögern? Werden Sie Mitglied! Die IPMC-Familie freut sich.

www.ipmc.ch I www.ipmc.org 4


AKTUELLES ZUR IPMC

DER RICHARD WEBER POKAL Richard Weber, Oberst der Schutzpolizei und Angehöriger der Sportvereinigung Polizei Hamburg von 1920 e.V., war der Gründer der internationalen Polizeisternfahrten. Er war der erste Präsident von 1930 bis 1958, danach Ehrenpräsident. Der Wanderpokal ist nach ihm benannt. Das Präsidium der IPMC hat mit der Stiftung des 2. RICHARDWEBER-WANDERPOKALS die Absicht, immer mehr befreundete

Polizisten und Polizeimotorsportler aus Polizeivereinen und Polizeiverbänden sowie anderer Körperschaften, sofern diese unter anderer Bezeichnung im Rahmen ihrer Diensterfüllung die gleichen Aufgaben leisten, zusammen mit deren Angehörigen aus allen Nationen zu vereinigen. Die jährlich wiederkehrenden Polizeisternfahrten sollen sich dadurch immer weiter fortpflanzen und nie zum Stillstand kommen.

Gewinner des Richard-Weber-Pokals seit 1992 Jahr 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 5

Ort Budapest Linz Ruhrgebiet Torun München Tramin Graz Budapest Leiden Sotchi Bari Innsbruck Torun Kiew Gelsenkirchen Erfurt Graz Danzig Debrecen Wladimir Grudziadz Martell Hemer

Club Leiden, Gemeente Politie IPA Paderborn IPA Cuxhaven Kramatorks, IPA Ukraine Donezk Traunkirchen, IPA Salzkammergut Polizei Automobilclub Dynamo Sochi Kirov Viatka, APC PSV Bremen PSV Wien ACM Dynamo Escort Moskau PSV Gelsenkirchen Budapest PSV Linz PSV Berlin Dynamo Escort Moskau PSV Linz PMC Ukraine (Kiev) BRFK Budapest PMC Ukraine (Kiev) PMS IPA Düsseldorf MKMRP Lodz PSV Gelsenkirchen keine Sternfahrt KPB Rhein-Sieg-Kreis

Der 1. Pokal wurde anlässlich der Polizei-Sternfahrt nach Rom 1961 erstmalig verliehen. 1972 in Kassel war er bereits verschwunden und tauchte nie mehr auf. Der 2. Pokal wurde von der GdP Kreisgruppe Kassel und GdP Kreisgruppe Darmstadt gestiftet. Der Pokal wird jeweils am Schlussabend der Sternfahrt ausgelost. Als Grundlage dafür gilt die „Regelung zur Verleihung des Richard Weber Wanderpokals“ vom 20. März 2002 (z.B. Anwesenheitspflicht des ausgelosten Clubs bei der Ziehung). Der Richard-Weber-Pokal ist ein Begriff in NRW Bei der Polizeisternfahrt 2015 nach Hemer zog der KPB RheinSieg-Kreis das große Los und darf den wunderschönen RichardWeber-Pokal für ein Jahr sein Eigen nennen. Doch die Freude


AKTUELLES ZUR IPMC

darüber findet nicht im stillen Kämmerchen statt. Im Gegenteil, die Polizei Nordrhein Westfalen widmete dem freudigen Ereignis eine Seite im Intranet. Nun hat jeder Polizeibedienstete in NRW die Möglichkeit mehr über die IPMC zu erfahren. Eine schöne Werbung für unsere internationale Vereinigung und Andreas Möller, als Vertreter des KPB Rhein-Sieg-Kreis, freut sich

darüber, denn auch mehrere Tageszeitungen in der Region berichteten ausführlich. Das Präsidium der IPMC hat festgelegt, dass der Pokal, der an den Gründer der Vereinigung erinnert, bei jeder Sternfahrt verlost wird und zwar unter allen anwesenden Clubs. Somit haben alle Clubs eine Chance, einen Pokal zu gewinnen, nicht nur die, die

zahlreich an der Sternfahrt teilnehmen. Die hölzerne Aufbewahrungsbox wurde 2001 vom Polizeisportverein Sochi/RUS gestiftet. Die „Gewinner“ erfüllt es mit Stolz, ein Jahr lang im Besitz eines Stücks IPMC zu sein. Es gibt keine andere weltweite Exekutivvereinigung, die diese Chance bietet. Die Einzigartigkeit verbindet!

Der PMC Siegburg ist immer aktiv. Sobald die Winterkälte gewichen ist, startet die neue Motorradsaison zu neuen Zielen. Hier ein paar Bilder von einem Ausflug 2015.

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KOMMENDE STERNFAHRT

69. INTERNATIONALE POLIZEISTERNFAHRT 2016 ŁÓDŹ – POLEN Dear participants of Polizeisternfahrt 2016! I am really glad that I will be able to welcome you at the 69th international rally of the Police in Łódź. Łódź, being associated with textiles, became the main textile industry centre in 19th and 20th centuries. Talented and brave people from the whole Europe were coming right here to build their big enterprises. They left enormous factories, beautiful mansions, palaces and townhouses, temples and cemeteries and traces of multiculture. Local architecture, not being destroyed by the war, attracts a lof of filmmakers from the whole world, who also started their careers in the Film School in Łódź. Working-class style of the city initiated modern art and this resulted in locating in our city the biggest and oldest in this part of Europe collection of avant-garde. So it is not a coincidence that I am inviting you to Łódź and other important places, together with the beautiful, eclectic Piotrkowska Street, modern Atlas Arena and Expo trade fair area and carbon sinks of the city – the Łagiewnicki Forest. Located in the centre of Poland and having great and convenient transportation facilities with the most of European cities (both by car and train) Łódź is a nice destination for your future journey. I encourage bikers and drivers from the whole Europe to discover this amazing spot on the map. I am sure that you will also like travelling along the roads of our city and region, discovering interesting infrastructure solutions connecting the most attractive touristic spots and visiting unforgettable green areas characteristic for the city and the neighbourhood. The Uniejów Park Health Resort, Zoo Safari in Borysew, Blue Springs Nature Reserve in the forests of Spała near the Zalew Sulejowski and the European bison reserve in Smardzewice – these are only some of the attractions that organizers of the 69th police rally have chosen for you. The programme is also filled with the absolute „must“ in Łódź – walks with guides who will present you Łódź as the city of textile, movie and four cultures. And we also have an attraction for the youngest – a city game with fairy-tale trail of characters from Se-Ma-For, famous for producing the most of animated films for children. So I am inviting you to Łódź, the city which has been known among German speaking European citizens since 1974 (thanks to Vicky Leondros‘s hit „Theo – wir fahren nach Łódź“). All routes of the curious of the world lead to Łódź. Have a safe and happy journey and interesting and nice time spent in our city. Hanna Zdanowska – the President of Łódź 7


KOMMENDE STERNFAHRT

Programm

Atlas Arena

Dienstag, 5. Juli 2016 09:00–16:00 Uhr Zieleinfahrt Atlas Arena 16:00–17:00 Uhr Verlängerte Zieleinfahrt (mit Strafpunkten) 19:00 –24:00 Uhr Eröffnungsveranstaltung in der Messe Expo mit offizieller Begrüßung und Siegerehrung der Entfernungswertung und Verlosung des Richard-Weber-Pokals

Lodz – eine Filmstadt Stadtbesichtigung 2: Lodz – Stadt der vier Kulturen Stadtbesichtigung 3: Lodz – eine Textilindustrie Stadt 19:00–24:00 Uhr Lodzer Abend in den Biergärten auf der Piotrkowska Straße

zur Piotrkowska Straße bis zum Freiheitsplatz Vorführung der Lodzer Polizei und der IPA Knight Riders 22:00 Uhr Konzert auf der Bühne auf dem Freiheitsplatz Freitag, 8. Juli 2016

Mittwoch, 6. Juli 2016

Donnerstag, 7. Juli 2016

09:00–18:00 Uhr EM im Automobil-Slalom und Motorrad-Geschicklichkeitsturnier auf dem Verkehrsübungsplatz der Atlas Arena

09:00–12:00 Uhr IPMC-Delegiertenkongress in der Messe Expo Präsidiumsitzung mit dem Veranstalter

09:00–18:00 Uhr Bustour 1: Borysew Zoo Safari + Kurort Uniejów Thermen Bustour 2: Sulejówsee + SPA + Pferdegestüt + Bunker und militärische Anlagen aus dem zweiten Weltkrieg – „Szlak Hubala“ Bustour 3: Einkaufszentrum PTAK + Auto-Traper Show + Gokart

09:00–18:00 Uhr Bustour 1: Borysew Zoo Safari + Kurort Uniejów Thermen Bustour 2: Sulejówsee + SPA + Pferdegestüt + Bunker und militärische Anlagen aus dem zweiten Weltkrieg – „Szlak Hubala“ Bustour 3: Einkaufszentrum PTAK + Auto-Traper Show + Gokart

10:00–15:00 Uhr Stadtbesichtigung 1:

10:00–15:00 Uhr Stadtbesichtigung 1: Lodz – eine Filmstadt Stadtbesichtigung 2: Lodz – Stadt der vier Kulturen Stadtbesichtigung 3: Lodz – eine Textilindustrie Stadt

Freiheitsplatz

19:00 Uhr Sternfahrerparade von der Atlas Arena über die Mickiewicza Allee

08:30–16:00 Uhr Motorrad-Ausfahrt 1: Borysew Zoo Safari + Kurort Uniejów Thermen Motorrad-Ausfahrt 2: Sulejówsee + SPA + Pferdegestüt + Bunker und militärische Anlagen aus dem zweiten Weltkrieg – „Szlak Hubala“ 10:00–15:00 Uhr Stadtbesichtigung 1: Lodz – eine Filmstadt Stadtbesichtigung 2: Lodz – Stadt der vier Kulturen Stadtbesichtigung 3: Lodz – eine Textilindustrie Stadt 18:00–24:00 Uhr Abschlussveranstaltung in der Messe Expo mit Siegerehrung der Europameisterschaft und Übergabe der IPMC-Fahne an den nächsten Veranstalter Samstag, 9. Juli 2016 Abreise der Sternfahrer/innen 8


KOMMENDE STERNFAHRT

70. INTERNATIONALE POLIZEISTERNFAHRT 2017

REGENSBURG –DEUTSCHLAND 24. bis 28. Juli 2017

Liebe Teilnehmer der Sternfahrt 2017! Wir freuen uns Sie im ostbayerischen Regensburg dem UNESCO Welt-Kulturerbe willkommen zu heissen. Diese historische Donau-Stadt war einst Handelsmetropole und politisches Zentrum des Römischen Reiches und die Altstadt hält fantastische Sehenswürdigkeiten für Sie bereit! Selbstverständlich haben wir im ADAC Fahrsicherheitszentrum Regensburg einen erlebnisreichen Parcours für Slalom und Geschicklichkeitsfahrten parat. Ein weiteres Highlight, das sie nicht verpassen dürfen, ist der Nationalpark Bayerischer Wald. Traumhafte Strecken durch naturbelassene Wälder laden zum Cruisen ein.

Dear friends of the International Police Meeting 2017! We are looking forward to welcome you in our east Bavarian UNESCO world heritage, the City of Regensburg. This ancient City at Danube River was a trade metropolis and political center of the Roman Empire. Historic downtown reveals fascinating attractions for you. Certainly we have a challenging parcours for slalom and skillful driving in our driving-trainingarea. Another highlight, you should not miss is the national park bavarian forest. Gorgeous routes through natural forests are inviting for cruising.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen! We are looking forward to see you soon! Дорогие участники заседания 2017! Мы рады вас приветствовать в восточнобаварском Регенсбургe, объектe всемирного насле-

дия ЮНЕСКО. Этот исторический город на берегу Дуная, был во времена римской империи центром политических и торговых отношений. В старой части города вас ожидают интeресные доисторические достопримечательности. В АDAC центре безопастности движения, есть возможность улучшить сноровку в дорожном движении через разнообразные препятствия и слалом. Не упустите возможность прокатиться по сказочным тропам нетронутой природы в национальном парке Баварского Леса. Мыбудемоченьрадывас встретить!


FACHARTIKEL Editor: James Kramer, Schinznach-Dorf

INTERNATIONALES POLIZEISCHIESSEN / 13. Kristall-Cup in Stans/NW

HOLT KRISTALL WIEDER IN DIE SCHWEIZ ZURÜCK: ÜBERLEGEN VON A-Z: KURT HÄUSERMANN, VBS Mannschaftsmässig eine Klasse für sich: Die souveränen Austria Teams (Polizei Sport Verein Vorarlberg und Polizeischützen Niederösterreich) prägen das 13. Kristallschiessen in der Zentralschweiz. Drei starke Österreicher holten sich die schönsten Ehrengaben: Daniel Böhler (2.), Jürgen Höfle (4.) und Christoph Dödlinger (5.). Abgerundet wurde der gelungene Austria Auftritt mit dem dreifachen Triumph in der Damenwertung mit Tamara Bollwein, Birgit Amon und Liliane Höst. Die Startplätze für das Kristallschiessen 2015 waren schon im Frühjahr vergeben. Nachzügler wurden auf die Warteliste, welche immer länger wurde, gesetzt. Nach 10 legendären EschenbachJahren, zwei Austragungen auf dem Gelände der Interkantonalen Polizeischule Hitzkirch (IPH) hat das mittlerweile internationale Kristallschiessen auf der „Gnappi“ in Stans eine neue Heimat gefunden. Das gut funktionierende OK, mit Jörg Fäh (Kantonspolizei Basel-Land) an der Spitze, baute auf dem Militärschiessplatz, unmittelbar neben den Pilatuswerken, 7 Arbeitsplätze, sogenannte Stages und empfing am 05.09.2015 rund 120 berufliche

Treue Stammgäste – Das vereinigte Team Austria mit Leaderschütze Jürgen Höfle im Mittelpunkt

Waffenträger aus total 35 Organisationen und 5 Nationen. Die grössten Detachemente stellten Zürich, Aargau, die Schützen aus Österreich, sowie ein Team der Securitas. Begehrte Trophäe: Kristall

In einem Siegeslauf, welcher seinesgleichen sucht, dominierte Kurt Häusermann das Geschehen und gewann die 13. Auflage des Kristallschiessens, wie dies früher der IPSC Crack und 4-fache Kristallsieger, Remo Schraner (Stadtpolizei Zürich), mehrmals praktiziert hat. Der Militärprofi nahm den Zweitplatzierten Daniel Böhler (Cobra Österreich) knapp 16 % ab. Den dritten Podestplatz holte sich Stefan Bachmann (Stadtpolizei Zürich) und verhalf seinem Korps damit zum 2. Rang im Mannschaftsklassement. Bestes Team war der PSV Vorarlberg mit Gallionsfigur Jürgen Höfle. Den dritten Gruppenrang holten sich die Polizisten aus Niederösterreich und unterstrichen damit die mannschaftliche Dominanz unserer östlichen Nachbarn. Als beste Schützin rangierte sich Ta-

mara Bollwein (Polizei Niederösterreich) auf Rang 57. Sie erreichte knapp die Hälfte an Punkten des späteren Siegers, dies reichte aber, um den „weiblichen“ Kristall wieder ins Ausland zu entführen. Stanses Gnappiried: Gute Wahl Manch einer wird dem Eldorado von Eschenbach, die fast 360° beschiessbare Kiesgrube des DSV 357 – dort wo der legendäre und schweizweit beste Parcoursbauer Seppi Hofsetter mit seinem Quad durch die Kies- und Sandberge brauste – ewig nachtrauern. Vorbei ist auch die geradezu ideale Infrastruktur auf dem Gelände der Polizeischule Hitzkirch, wo man die Konkurrenten in den „Häuserkampf“ schicken konnte. Auch in der Schweiz sind ideale 10


FACHARTIKEL

seinem Veranstaltungskalender kennt, die alljährliche Durchführung des Kristallschiessens, dem zurzeit einzigen Polizeischiessen dieser Art in der Schweiz. 7 Stages in einer Linie Zahlenmässig grösstes Detachement u. sackstark im Abschluss - Stadtpolizei Zürich – Fazit: 3. Rang im Einzelklassement (Stefan Bachmann) sowie Ehrenplatz mit der Sektion

Übungsplätze für das praktische Schiessen rar geworden. Nach monatelanger Suche und den damit verbundenen Abklärungen und Verhandlungen ist das neue Kristall OK auf den militärischen Schiessplatz des Waffenplatzes Stans – im Volksmund die „Gnappi“ gestossen. Als sehr entgegenkommend, schildert Jörg Fäh die militärische Behörde, welche das Kristallschiessen – und dies an einem Samstag – bewilligt und so am Leben erhalten hat. Die Geschichte „Kristallschiessen“ kann weitergehen. In Eschenbach stand das Kristallschiessen zuletzt unter dem Patronat der IPA Sektion Zentralschweiz (Internationalen Police Association). Auf dem Gelände der Polizeischule Hitzkirch übernahm die IPH Allumni (Verein ehemaliger Absolventen der interkantonalen Polizeischule Hitzkirch) die Federführung. Die Zeichen für eine Fortsetzung auf dem Ausbildungsgelände standen schlecht, sodass am 22.11.2014 der „Verein Kristallschiessen“ gegründet wurde, welcher nur einen Anlass in 11

Herausfordernd war das Kristallschiessen 2015 nicht nur für die Polizeischützen und Schützinnen, sondern auch für die Gestalter der Arbeitsplätze. Vergessen musste man Übungen mit 180° Wendungen und Drehungen. Der Stage musste in eine sogenannte KD (Kurzdistanz-Box), auf einer Fläche von vielleicht 15 auf 35 Meter passen. Der Vorteil war nun, dass sich die Schiessplätze an einer Reihe, quer zu einer Strasse und übersichtlich für Akteure und Organisatoren präsentierten. Im Gegensatz zur Anmarschstrecke waren nun die Wege von Stage zu Stage kurz. Leider musste eine Übung (Stage 6) gestrichen werden, denn was auf einem militärischen Schiessplatz eingehalten werden muss, sind die Schiesszeiten und zwar auf die Minute – da gibt es null Toleranz!

4 nagelneue Waffen, darunter auch ein P 26 – der neuste Carbine von Brügger und Thomet. Waffen gewinnt man beim Kristallschiessen nur einmal. Sieger früherer Jahre werden auf eine Sperrliste gesetzt, wie zum Beispiel der jetzige Champion Kurt Häusermann, oder der drittplatzierte Stefan Bachmann. Die „Eisen“, wie diese Gegenstände von den Schützen salopp genannt werden, garnierten diesmal die Österreicher Daniel Böhler, Jürgen Höfle, Christoph Dödlinger und der wieselflinke und zielsichere Basler Luis Sonderegger. Frauenpower: Nicht am Kristallschiessen

Wie an einem historischen Schiessen: „4 Bundesgaben“

Ein Dutzend Schützinnen waren das Ziel der ehemaligen Organisatoren in Eschenbach. Auf der Gnappi war das weibliche Geschlecht nur noch mit 5 Akteurinnen vertreten – drei davon aus Österreich und somit war ziemlich klar, dass der kleine Kristall wieder über die Grenze ging. Tamara Bollwein aus Niederösterreich löst die Tessinerin Frederica Rossini, welche den Kristall schon mehrmals gewonnen hat, ab. Ebenfalls nicht am Start war Cornelia Pölzl, die Kristallsiegerin der

Sensationell ist immer noch der einst vom Zuger Daniel Merz ins Leben gerufene Gabentempel. Dank intensiver Sponsorenpflege häuften sich die Ehrengaben, welche sich in einer Ecke des „Chalet“, dem letzten Überbleibsel von Eschenbach, auftürmten. Im Zentrum all dieser gesammelten Kostbarkeiten befanden sich

Erfolgreiches Austria Damenteam v. li.: Tamara Bollwein, Liliane Höss, Birgit Amon


FACHARTIKEL

Kristallschiessen: Nichts für Amateure

Guter Nachwuchs und mit Nathan Erdin vorne präsent: Mannschaft der Kantonspolizei Aargau – seit 10 Jahren am Kristallschiessen dabei

Jahre 2011 und 2012. Auch bei den Damen scheint ein Generationenwechsel im Gang zu sein. Was hingegen zu denken gibt, ist der stetige Schwund von Schweizer Polizeischützinnen, dies obwohl der Frauenbestand in den Polizeikorps in den letzten Jahren einen Zuwachs erhalten hat. Geplanter Sieg: Gewann 4 von 6 Matchs: Kurt (Küde) Häusermann Kurt Häusermann, Fachberufsoffizier der Schweizer Armee bereitete sich professionell auf das Kristallschiessen 2015 vor, bezeichnete diese Veranstaltung bereits im Frühjahr als sein oberstes Saisonziel und sagte seinen Sieg voraus – das ist ein Selbstvertrauen pur! Schon am Morgen begann er sackstark, legte volle Punktzahlen und die schnellsten Zeiten hin. Kurt Häusermann liess sich nicht mehr von der Siegesstrasse verdrängen und fuhr seriös und sicher seinen ersten Kristallsieg nach Hause.

Wer sich einen Platz im ersten Viertel des internationalen Teilnehmerfeldes vornimmt, muss ausserdienstlich trainieren. Wer hier vorne mitschiesst, ist Mitglied in einem praktischen Schützenverein oder IPSC Club und hat einen jährlichen Verbrauch von mehreren tausend Patronen. Dazu kommt die Wettkampferfahrung, denn der Wettkampf ist das beste Training, erklärt Remo Schraner, welcher auf eine über 20 Jahre internationale Karriere als Polizei- und IPSC Schütze zurücksieht und auf diesem Gebiet als anerkannter Experte gilt. Hier reicht das „normale“ PolizeiTraining, welches die Korps anbieten, bei weitem nicht mehr. Nur wer regelmässig und gezielt übt, „kristallähnliche“ Parcours drillmässig schiesst, hat die Chance vorne dabei zu sein. Oftmals sind die Schützen auf sich alleine gestellt und werden von den Korps kaum unterstützt. Leider ist es so, dass Schiessen einfach als normale Freizeitbeschäftigung und Sport abgetan wird, obwohl m.M. das praktische Schiessen der Polizei-Sport Nummer 1 ist und längst eine Förderung verdient hätte. Tolle „Nationalmannschaft Vereintes Austria“ Homogen und stark traten sie schon immer auf, das Team Austria, bestehend aus dem PolizeiSport-Verein Vorarlberg, den Polizeischützen aus Niederöster-

reich, verstärkt mit Elitepolizisten aus der Bundespolizei und dem Einsatzkommando Cobra. Im Mittelpunkt steht Jürgen Höfle, Profischiessausbilder, aber auch eine Art Andreas Gabalier. Seit Jahren ist er Stammgast beim Kristallschiessen. Er ist eine Spasskanone der Sonderklasse, immer gut aufgelegt. Legendär ist sein Auftritt vor Jahren in der Sandarena Eschenbach, als er den Starter, hochkonzentriert kurz vor dem Pfeifton unterbricht, sein Handy hervorkramt und sich damit (mit dem entsprechenden Ton) „rasiert“. Grosses Gelächter untermalte die Szene, alle waren locker und entspannt, auch Jürgen selber, er schoss Sekunden später nämlich beste Treffer in Rekordzeit! Auch bei der 13. Auflage auf der „Gnappi“ präsentierte sich der Vorarlberger von seiner besten Seite. Auf den dritten Podestplatz verlor der Österreicher, welcher im Herzen Schweizer ist (das Bürgerrecht wurde ihm in Eschenbach von Seppi Hofstetter verliehen!), gerade 16 Hundertstel-Punkte. Als Trost nahm Jürgen eine schöne Glock 17 (ein Heimatprodukt) in Empfang. Kaum zu bremsen war der Cobra Mann Daniel Böhler. Er überholte den Zürcher Spitzenschütze Stefan Bachmann auf der Zielgerade – sein Lohn 2. Gesamtrang. Daniel beglückte sich ebenfalls mit einem schönen „Eisen“ vom Gabentisch. Nahtlos reihten sich die weiteren Österreicher vorne ein, Christoph Dödlinger, Thomas Klaus, Tobias Frohnwieser, Christian Kalb – alles bekannte Spitzenschützen. 12


FACHARTIKEL

Gleich in welcher Zusammensetzung, die Mannschaftswertung war in Österreicher-Hand. Als erstes wurde der Höfle-Trupp, PSV Vorarlberg, in der Rangliste aufgeführt, dahinter folgte die Stapo Zürich mit einem Rückstand von 0.94 Punkten! Mannschafts-Bronze holten sich die Niederösterreicher. Team-Stärke bewies auch das VBS-Trio mit Sieger Kurt Häusermann und seinen Berufskameraden Marc Nessensohn und Moreno Artale. Eine empfindliche Niederlage kassierten im Einzelwie im Mannschaftsklassement die Deutschen. Nach dem letztjährigen überraschenden Doppelsieg durch Jochen Richter und Michael Aron rangiert sich nun Florian Beckers (Polizei Südhessen) als bester Deutscher auf dem 16. Platz. Praxis eingebunden: Einsatz der Maschinenpistole Neben der persönlichen Dienstwaffe muss jeder Polizist auch mit der MP umgehen können. Diesem Umstand trugen die Organisatoren Rechnung und bauten im Match 2 und Match 6 als Waffe die polizeiliche MP ein. Geschossen wurde hier mit der

Coole Basler mit Spitzenschütze Luis Sonderegger (2. v.l.) – Guter 5. Rang für die Kapo Basel-Stadt in der Mannschaftswertung

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von Brügger und Thomet (BT) zur Verfügung gestellten APC 9. Dominiert wurde die Übung 2 vom wirbligen Giovanni Garra der Stadtpolizei Zürich. Er distanzierte den Aargauer Dominic Bürgin um gut 8 %. Die Rüebliländer boten hier mannschaftsmässig eine starke Leistung, brachten sich doch mit dem bereits genannten Bürgin und Marco Uguccioni, Nathan Erdin, Benjamin Bögli total 4 Schützen in die ersten 14 Ränge. Einen Absturz ins Mittelfeld erlebte Jürgen Höfle, Teamleader des PSV Vorarlberg mit dem Rang 34 – eine ungewohnte Platzierung für den sieggewohnten Haudegen. Noch schlechter erging es dem Vorarlberger im Stage 5, wo er den Parcours in 15.28 Sekunden durchraste, dafür aber nur 45 Punkte gutgeschrieben bekam. Ohne diesen Lapsus hätte Jürgen Höfle auch Kurt Häusermann noch gefährlich werden können. Neue Polizeiwaffe: Gewehr Betreffend Weiterentwicklung des Wettkampfprogrammes wäre der Einsatz des Gewehrs sicher ein Gedanke wert. Inzwischen haben mehrere Korps moderne, leistungsfähige und präzise Infanteriegewehre im Kaliber 223 in den Bestand genommen. Ein regelmässiges Training ist hier so wichtig wie mit der persönlichen Pistole. Dadurch würde das Kristallschiessen ganz sicher eine weitere Aufwertung erfahren. Denn eines ist klar, der Polizist muss mit verschiedenen Waffen

umgehen können. Die Klientel – um es vornehm auszudrücken – schläft nicht. Ausserhalb der Wertung liess der Veranstalter einen SniperStand betreiben, welcher guten Zustrom erhielt. Mit Präzisionswaffen bester Qualität konnten auf 500 Meter ausgestellte Fallscheiben beschossen werden. Eine willkommene Abwechslung zum Wettkampfbetrieb. Glock 17 – am Kristallschiessen die Nummer 1 Dass Österreicher mit ihrer Glock gut zurechtkommen, liegt auf der Hand. Die weit verbreitete Dienstwaffe verblüfft durch ihre Einfachheit, die Kompaktheit, dem genialen Abzug und der Magazinkapazität. Die Dienstwaffe von Kristallsieger Kurt Häusermann ist zusätzlich mit einer serienmässigen Optik ausgerüstet. Dies war sicher nicht von Nachteil, doch den Grundstein zum Erfolg legte sich „Küde“ mit seinem seriösen und umfangreichen Training. Ebenfalls zu einer Glock 17 griff Stefan Bachmann, der zurzeit wohl stärkste praktische Schütze der Stadtpolizei Zürich. Er benützte das Kristallschiessen als eine Art internen „Truppenversuch“. Das Projekt „Glock 17“ dürfte mit dem Bronzeplatz geglückt sein. Seine Kollegen setzten für den Wettbewerb die gute alte SIG 226 ein und fielen damit keineswegs ab. Richtet man aber einen Blick auf die Bewaffnung der zehn Erstplatzierten am Kristallschiessen 2015, so kommt man zum Schluss, Glock ist vorn.


FACHARTIKEL

D i e I PM

C empfi

ehlt SICHERHEIT IM STRASSENVERKEHR ALKOHOL, DROGEN, MEDIKAMENTE Alkohol, Drogen, Medikamente, aber auch Müdigkeit sind die schlimmsten Feinde der Verkehrsteilnehmer. Wer sicher wieder nach Hause kommen möchte, muss alle Sinne voll zur Verfügung haben.

eigener Erfahrung, dass Alkoholeinwirkung die menschlichen Reaktionszeiten verlangsamen. Im Strassenverkehr ist das für alle Beteiligten fatal. Machen Sie den Vergleich:

Im Januar 2005 trat das revidierte Strassenverkehrsgesetz in Kraft. Der Grenzwert wurde auf 0,5 Promille gesenkt und Atemalkoholkontrollen sind fortan ohne Anzeichen von Trunkenheit erlaubt. Somit hat sich die Wahrscheinlichkeit, in eine polizeiliche Alkoholkontrolle zu geraten, verdoppelt. Subjektiv glaubt aber kaum jemand, dass es ausgerechnet ihn erwischt. Jedem von uns sind die wissenschaftlichen Untersuchungen bekannt, und viele wissen es aus

Alkoholisiert von der Polizei erwischt zu werden, kostet schnell mehrere tausend Franken, speziell im Zusammenhang mit Verkehrsunfällen, wenn die Versicherung Regress fordert. Brauchen Sie Ihr Fahrzeug beruflich, so kann ein Führerscheinverlust sogar zur Arbeitslosigkeit führen. Eine Taxifahrt hingegen kostet nur einen Pappenstiel. Denken Sie daran, dass Ihr Körper ca. 0,1 Promille Alkohol pro Stunde abbauen kann. Bei 1,5 Promille Blutalkohol (etwa eine Flasche Wein) sind Sie also zehn Stunden fahrunfähig! Viele Drogenkonsumenten wissen, dass es schwieriger ist, Betäubungsmittel nachzuweisen als Alkohol. Doch die Möglichkeiten bestehen. Oft aber glauben sich Drogenkonsumenten in Sicherheit, weil sie schon seit ein paar Tagen clean sind. Dazu ein Beispiel:

Wieviel Alkohol ist in der Atemluft?

Tetrahydrocannabinol (THC), der Wirkstoff im Haschisch, wird im Gegensatz zum Alkohol nicht im Blut, sondern im Fettgewebe des

Cannabis (Haschisch), links und Marihuana Gehirns gespeichert. Dort aber beträgt die Halbwertszeit etwa drei Tage. Das bedeutet, wer einmal pro Woche einen Joint raucht, ist permanent fahruntüchtig - auch wenn er es nicht zu merken glaubt. Medikamente und Strassenverkehr sind keine gute Kombination. Zumindest dann nicht, wenn in der Packungsbeilage vor dem Bedienen von Maschinen und dem Lenken von Fahrzeugen gewarnt wird. Gerade Medizin gegen Erkältungskrankheiten wird häufig unterschätzt. Einerseits fühlt man sich durch die Infektion schon geschwächt, und andererseits beeinträchtigen die Medikamente die Wahrnehmungsgabe – oft sogar ganz erheblich. Wollen Sie wirklich deshalb ein Leben lang unglücklich sein? Nehmen Sie ein Taxi oder benützen Sie öffentliche Verkehrsmittel – zur Ihrer eigenen und zur Sicherheit anderer.

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FACHARTIKEL

Übersicht der Beeinträchtigungen durch Alkohol, Drogen und oft auch Medikamente: Gesichtsfeld Schon bei 0,8 Promille ist das Gesichtsfeld tunnelförmig eingeengt. Was seitlich passiert, wird in zunehmendem Ausmass nicht mehr wahrgenommen. Unsere Wahrnehmung ist an der Peripherie zwar generell unscharf und ungenau. Trotzdem kommen von der Seite jene wichtigen Impulse, die unsere Blickrichtung steuern und uns dort hinschauen lassen, wo etwas geschehen kann. Unter Alkoholeinfluss bleibt der Blick hingegen starr nach vorne gerichtet. Entfernungsschätzung Das Zusammenspiel der Augen ist unter Alkoholeinfluss beeinträchtigt. Zur Einschätzung der Entfernung aber ist gut funktionierendes Sehen mit beiden Augen absolut wichtig. Wer nicht dreidimensional sieht, wird den Abstand zum Vordermann unterschätzen und fährt zu dicht auf. Auch die Entfernung entgegenkommender Fahrzeuge wird überschätzt. Daher kommt es schneller zu Unfällen beim Überholen oder beim Linksabbiegen mit Gegenverkehr.

Hell-Dunkel-Anpassung Die Fähigkeit der Augen, sich an wechselnde Lichtverhältnisse anzupassen, ist durch den Konsum von Rauschmitteln beeinträchtigt. Die Pupillen können sich bei Lichteinfall (speziell nachts im Gegenverkehr) nicht schnell genug verengen, es fällt zu viel Licht ein, und man ist geblendet. Farbwahrnehmung Die hohe Empfindlichkeit unserer Augen für rotes Licht lässt nach. Das Rotlicht verblasst, Schluss- und Bremsleuchten verlieren ihren warnenden Signalcharakter, was fatale Folgen haben kann. Umschalten von Nah auf Fern Die Fähigkeit der Augen, die Sehschärfe schnell vom Nahbereich auf den Fernbereich umzustellen, ist beeinträchtigt. Das Sehen ist dadurch länger als normal unscharf, verschwommen und oft sieht man sogar doppelt. Es geht wertvolle Zeit für die Reaktion verloren, die sowieso schon beeinträchtigt ist.

HANDY AM STEUER Telefonieren am Steuer Eines gleich vorweg: es macht keinen Unterschied, ob man als Velofahrer, Biker oder Autolenker telefoniert. Die Aufmerksamkeit leidet auf jeden Fall. Und 100 Franken Busse sind ja auch kein Pappenstiel. Mehr als ein Fünftel der Verkehrsunfälle sind auf Unaufmerksamkeit

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durch Ablenkung zurückzuführen. Dazu gehören auch das Programmieren des Navis, das Anzünden einer Zigarette, das Wechseln einer CD, das Suchen der Sonnenbrille oder der Schluck aus dem Kaffeebecher.

Es gibt keinen vernünftigen Grund, das Telefonieren mit Freisprecheinrichtung zu erlauben. Der Mensch ist nur begrenzt multitasking fähig. Gerade bei schwierigen Telefonaten fehlt dann das notwendige Mass an Aufmerksamkeit fürs Lenken.

Alles, was ablenkt, ist verboten!

Wurden 2001 noch etwa 6.400 Fahrausweise wegen Unaufmerksamkeit und Ablenkung am Steuer entzogen, so waren es 2011 schon an die 10.000.

Eine Studie der Universität Zürich in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Vereinigung der Verkehrsingenieure und Verkehrsexperten (SVI) besagt, dass telefonieren die mit Abstand gefährlichste Ablenkung beim Lenken eines Fahrzeuges ist – egal ob mit oder ohne Freisprecheinrichtung!

Und SMS? Untersuchungen in den USA haben gezeigt: Beim SMS-Schreiben schauen die Lenker im Schnitt 4,6 bis 6 Sekunden lang nicht auf die Strasse.


FACHARTIKEL

Bei einer Geschwindigkeit von knapp 80 Stundenkilometern entspricht das der Länge eines Fussballfeldes.

Gedanken ganz woanders haben. Unser Tipp: Gönnen Sie sich den Luxus in Ruhe und ohne Ablenkung zu telefonieren. Ihr Leben und Ihre Gesundheit sind viel mehr wert, als ein läppisches Telefonat hier und jetzt!

Besonders aufregend wird es, wenn Erwachsene telefonierend mit einem Kleinkind an der Hand den Fussgängerstreifen bei Rot überqueren, weil sie ihre

PANNEN UND UNFÄLLE Wenn Sie einen Notruf absetzen

• Was ist passiert? • Wo ist es passiert? • In welcher Fahrtrichtung? • Gibt es Verletzte? Bei Rauchentwicklung im Tunnel

• Zündschlüssel stecken lassen • Fahrzeug sofort verlassen • Fahrzeug nicht versperren • Flüchten über den schnellsten Weg • •

(beachten Sie die Markierungen!) Beachten Sie die Anweisungen von Polizei und Einsatzkräften Vergessen Sie keine Kinder und Tiere im Fahrzeug!

Das Wichtigste ist jetzt, schnell aber überlegt zu handeln.

• Wenn • •

• •

Ihr Auto noch rollt, bringen Sie es so weit nach rechts, wie nur möglich. Schalten Sie die Warnblinkanlage ein. Entriegeln Sie die Motorhaube (falls Ihr Fahrzeug zu brennen beginnt, ist Hilfe mit weniger Schaden anzuwenden). Ziehen Sie eine Warnweste an – falls vorhanden. Stellen Sie das Pannendreieck auf – auf jeden Fall weit genug

• •

entfernt vom Pannenfahrzeug, damit andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig gewarnt werden und gut bremsen können. Holen Sie Hilfe. Wenn Sie die Wahl zwischen Handy und Notrufsäule haben, verwenden Sie die Notrufsäule, denn dann ist Ihre Position exakt bestimmt. Kann eine Gefahr nicht unverzüglich beseitigt werden, müssen Sie die Polizei sofort verständigen! Bringen Sie sich und andere Fahrzeuginsassen in Sicherheit (z.B. hinter die Leitschiene) bis Hilfe eingetroffen ist. Allzu leicht kann ein unaufmerksamer Lenker auf das Pannenfahrzeug auffahren und Sie in höchste Lebensgefahr bringen. Die IPMC empfiehlt

Bei einer Panne Sie haben eine Panne. Ihr Auto ist liegengeblieben – natürlich an der ungünstigsten Stelle: auf der Autobahn, hinter einer Kurve oder in einer Engstelle. Was tun?

Vergessen Sie als Unbeteiligter nicht Ihre Pflicht zur Hilfeleistung – Hilfe holen, für Hilfe sorgen. Zügeln Sie als Unbeteiligter Ihre Neugier. Sie führt nur zu Staus und weiteren Unfällen.

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FACHARTIKEL

AN DER UNFALLSTELLE Art. 26 des Strassenverkehrsgesetzes Grundregel 1. Jedermann muss sich im Verkehr so verhalten, dass er andere in der ordnungsgemässen Benützung der Strasse weder behindert noch gefährdet. 2. Besondere Vorsicht ist geboten gegenüber Kindern, Gebrechlichen und alten Leuten, ebenso wenn Anzeichen dafür bestehen, dass sich ein Strassenbenützer nicht richtig verhalten wird. Und trotzdem kommt es zu Verkehrsunfällen. Dann ist man als Beteiligter leicht überfordert. Deshalb gilt:

• Laufen Sie auf dem Pannenstrei-

der Polizei möglichst nichts an der Unfallstelle. Zeichnen Sie – wenn möglich – die Lage der Fahrzeuge mit Kreide an oder fertigen Sie Fotos an, z.B. mit dem Handy. Kümmern Sie sich um die Verletzten; sprechen Sie mit ihnen.

fen dem Verkehr entgegen und winken Sie mit dem Pannendreieck auf und ab.

Beachten Sie Ihre eigene Sicherheit!

112

Sanität: Polizei: Feuerwehr: Bei einem Autobahn

Unfall

144 117 118 auf

der

• Lenken

Sie ihr Fahrzeug, wenn immer möglich, sofort auf den Pannenstreifen.

Schauen - denken - handeln

• Schalten Sie die Warnblinker ein.

• Halten

• Achten

Sie an. Als Fahrzeuglenker schalten Sie Warnblinker zum Licht ein. Verschaffen Sie sich einen Überblick. - Was ist passiert? Wer ist beteiligt? Gibt es Verletzte? Besteht Brand- oder Explosionsgefahr?

• Sichern Sie die Unfallstelle ab. Das Pannendreieck muss mindestens 50m vor der Unfallstelle stehen; auf Schnellstrassen und Autobahnen 100m.

• Leisten

Sie Erste Hilfe. Bringen Sie Verletzte aus dem Gefahrenbereich. Setzen Sie Ihre Autoapotheke ein. Alarmieren Sie bei Bedarf Rettungskräfte.

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• Verändern Sie bis zum Eintreffen

Sie beim Verlassen des Fahrzeuges auf den Verkehr.

• Ziehen

Sie sofort die Warnweste an.

• Bringen

Sie sich ausserhalb der Fahrbahn in Sicherheit.

• Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Unfallsituation.

• Sichern

Sie die Unfallstelle ab. Begeben Sie sich auch selber nicht in Gefahr.

• Auf Autobahnen muss das Pannendreieck mindestens 100 m von der Unfallstelle entfernt aufgestellt werden.

• Bringen Sie Verletzte, die geborgen werden können, ausserhalb der Gefahrenzone in Sicherheit.

• Alarmieren Sie die Polizei - teilen Sie Ihren Standort mit (AutobahnNummer, Fahrtrichtung, Kilometer, letzte Ein- oder Ausfahrt).

• Leisten Sie Nothilfe und betreuen Sie die Verletzten.

• Betreten

Sie die Fahrbahn nicht

mehr. Vergessen Sie nach der Unfallaufnahme das Pannendreieck nicht!


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VELO MIT UND OHNE wobei der Verkehr nicht behindert werden darf: In Gruppen mit mehr als 10 Personen

• Auf • • • Mit und ohne Helm Ohne Helm geht gar nicht! Wer Hirn hat, der schützt es. Der Kopf ist die Stossstange des Velofahrers. Achten Sie beim Kauf eines Helms auf guten Sitz und die Prüfzeichen. Im Fachgeschäft sind Sie immer gut beraten. Velofahrer können leicht in den toten Winkel geraten, weil sie schmal sind. Dann werden sie von abbiegenden Fahrzeugen nicht wahrgenommen. Die Folgen sind verheerend. Velofahrer haben aber auch Rechte, die anderen Verkehrsteilnehmern nicht zustehen. Gebrauch machen sollten sie aber nur, wenn es ihre eigene Gesundheit nicht gefährdet. An Kolonnen vorbei fahren Velofahrer dürfen rechts an stehenden und fahrenden Kolonnen vorbei fahren. Das Ausweichen auf das Trottoir und das Slalomfahren sind verboten, weil davon eine grosse Gefahr ausgeht.

signalisierten Radwanderwegen Auf Nebenstrassen Auf Radwegen In Begegnungszonen

Bei Kindern ist es sinnvoll, die Radfahrausbildung in der dritten Klasse abzuwarten. Mit und ohne Anhänger Warum sollte man alles in den Rucksack packen, wenn es doch praktische Anhänger gibt. Sie sind auch eine gute Alternative zum Kindersitz am Velo. Ideal ist eine sichere, aber dennoch einfache Handhabung, Kupplung zwischen Velo und Deichsel. Auch eine Sicherheitsleine sollte dort nicht fehlen.

Ihr Kind sollte mindestens ein Jahr alt sein, da jüngere Kinder sehr empfindlich auf Erschütterungen reagieren. Fünfpunktgurte und ein Fahrradhelm sind kein Luxus! Anhänger und Ladung dürfen zusammen höchstens 100 cm breit, 120 cm hoch und 250 cm lang sein (gemessen ab der VeloHinterradachse). Nach hinten darf die Ladung den Anhänger höchstens um 50 cm überragen. Das Betriebsgewicht ist mit 80 kg limitiert. Fahrradanhänger und Kindersitz dürfen gleichzeitig verwendet werden.

Wenn der Anhänger das Rücklicht verdeckt, braucht er ein eigenes. Ladung muss gleichmässig verteilt sein, damit der Anhänger nicht kippt. Bedenken Sie, dass sich der Bremsweg mit Anhänger verlängert. Reduzieren Sie auf schlechter Fahrbahn die Geschwindigkeit, damit der Anhänger nicht springt.

Nebeneinanderfahren Velofahrer dürfen nur in speziellen Situationen nebeneinander fahren,

Kinderanhänger kippen kaum um, dafür sorgen die Spurbreite und der niedrige Schwerpunkt. Dennoch sollten sie ein stabiles Chassis und einen Überrollbügel haben.

Die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) empfiehlt Veloanhänger.

Foto: D. Ammann Mit und ohne Ausrüstung Sicher durch Sichtbarkeit Helle Farben bei Velos, Anhängern und Kleidung schützen Leben und Gesundheit speziell bei schlechten Lichtverhältnissen. Rückstrahler und gute Beleuchtung sind erforderlich. Ein Wimpel sorgt für Beachtung.

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Gesetzlich vorgeschriebene Ausrüstung:

• Rückstrahler:

vorne weiss und

Ein weisses Vorder- und ein rotes Rücklicht, sofern im Dunkeln, in der Dämmerung oder in einem Tunnel gefahren wird.

Wenn es um das Recht des Stärkeren geht, sind Sie als Velofahrer so ziemlich an letzter Stelle.

hinten rot

• Orange Reflektoren an den Pe• • •

dalen Zwei kräftige Bremsen Eine Veloglocke Reifen in gutem Zustand

Die IPMC erinnert Im Recht gewesen zu sein, nützt nur wenig, wenn man die Gesundheit oder gar das Leben eingebüsst hat.

E-BIKE Nie mehr atemlos unterwegs. Das geht mit dem Elektrofahrrad, kurz E-Bike genannt. E-Bikes sind heute ausgereift, auf Sicherheit geprüft und erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit. Aktuell liegt der Verkauf bei etwa 10% vom gesamten Veloverkauf in der Schweiz. Unterschieden wird in zwei Kategorien, bis 25 km/h und bis 45 km/h. Im zweiten Fall ist der Besitz eines Mofaausweises Voraussetzung für die Benützung. Obwohl im Regelfall der Motor nur unterstützend zum Treten der Pedale wirkt, ist doch einiges zu beachten, um ein hohes Mass an Sicherheit zu erreichen. Elektrofahrräder sind normalerweise schwerer als herkömmliche Velos. Es erfordert also mehr Körperkraft sie

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zu bewegen, was vor allem beim Anfahren spürbar werden kann. Geht man davon aus, dass die Durchschnittsgeschwinigkeit mit Elektrovelos höher sein wird, als mit Fahrrädern ohne Motor, steigt dadurch auch das mögliche Unfallrisiko. Erhöht sich die Geschwindigkeit von 15 auf 30 km/h, erhöht sich auch der Anhalteweg von etwa 10 auf etwa 24 m (die Berechnung beruht auf einer Vollbremsung bei zwei Sekunden Reaktionszeit). Wer ein Elektrofahrrad lenken will, muss mindestens 14 Jahre alt sein und einen Führerausweis der Kategorie M besitzen. Dies gilt für eine elektrische Tretunterstützung bis 25 km/h und maximaler Nennleistung von 0,25 kW. Ab 16 Jahre ist kein Führerausweis mehr erforderlich.

Wer aber das stärkere Modell (bis 45km/h) lenken will, braucht - unabhängig vom Alter - mindestens den Führerausweis der Kategorie M. Es ist davon auszugehen, dass die Motorleistungen steigen werden. Dadurch werden wahrscheinlich auch neue gesetzliche Einstufungen zur Sicherheit der Lenkenden und anderer Verkehrsteilnehmer entstehen. Die IPMC empfiehlt: Auch beim E-Bike muss die Vernunft an erster Stelle stehen. Denn die Stosstange ist der Kopf. Auch wenn man im Recht ist, sollte die Vernunft gegenüber dem Risiko in kritischen Situationen siegen. Gerade beim Elektrovelo müssen sichere Bekleidung und Helm in Eigenverantwortung passen.


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FAHRZEUGÄHNLICHE GERÄTE Im Jahr 2002 wurden neue Verkehrsregeln für Skateboards, Inline-Skates, Scooter und andere fahrzeugähnliche Verkehrsmittel geschaffen, um deren Teilnahme am Verkehrsgeschehen sicherer zu gestalten.

bahn von Tempo-30-Zonen und in Begegnungszonen.

Spiel und Spass lassen schnell die Gefahren in Vergessenheit geraten. Das muss aber nicht sein. Der Gesetzgeber will Benützern von fahrzeugähnlichen Geräten den Tag nicht vermiesen.

Angewendet werden auf jeden Fall die Verkehrsregeln, die für Fussgänger gelten.

Grundsätzlich gilt: Andere Verkehrsteilnehmer dürfen weder gefährdet noch behindert werden! Kinder im Vorschulalter dürfen die fahrzeugähnlichen Geräte nur in Begleitung Erwachsener auf Verkehrsflächen, die für Fussgänger bestimmt sind, benutzen. Also auf dem Trottoir, dem Fussweg oder in der Fussgängerzone. Aber auch auf dem Radweg sowie auf der Fahr-

Falls Trottoir, Fuss- oder Radweg fehlen, darf bei geringer Verkehrsdichte die Fahrbahn von Nebenstrassen benutzt werden.

Die Geschwindigkeit ist der Situation anzupassen. Eine Fahrbahn darf nur in Schrittgeschwindigkeit überquert werden. Fussgänger haben den Vortritt gegenüber Benutzern von fahrzeugähnlichen Geräten.

Die IPMC empfiehlt: Auf die Ausrüstung kommt es an. Je cooler die Kleinen unterwegs sind, desto lieber verzichten sie auf Helm, Ellbogen-, Handgelenk- und Knieschützer. Doch gerade diese sind wichtig. Welche Eltern wollen ihre Kinder unnötig leiden sehen? Und vergessen Sie als Erwachsene nicht: Sie sind ständige Vorbilder für Kinder! Wenn Sie mit Helm fahren, werden die Kids förmlich danach verlangen.

Es gelten das Rechtsfahrgebot und die Einhaltung der Fahrtrichtung auf Radwegen. Nachts und bei schlechter Sicht besteht Beleuchtungspflicht auf Fahrbahnen und Radwegen.

FUSSGÄNGER Der Fussgänger ist zweifellos das schwächste Glied in der Kette der Verkehrsteilnehmer. Und obwohl das unumstritten ist, will so mancher Fussgänger gerne seine Tapferkeit im Strassenverkehr beweisen.

Manche müssen das teuer bezahlen – nicht nur mit Geldbussen, sondern auch mit Spitalsaufenthalten oder gar dem Tod. Weil es so gefährlich sein kann, hat der Staat Vorsorge getroffen und Schutzeinrichtungen für Fussgänger geschaffen: Ampelanlagen, Fussgängerstreifen, Unterführungen. Um die Sicherheit zu erhöhen, bietet der Fachhandel rückstrahlende Klei-

dung und Schuhe an, aber auch reflektierende Taschen und Rucksäcke. Wer im Dunkeln – womöglich bei Regen - dunkel gekleidet ist, kommt einem Selbstmörder gleich. Der Unterschied ist einfach erklärt: dunkel gekleidete Fussgänger sehen beleuchtete Motorfahrzeuge schon in grosser Entfernung. Der Fahrzeugführer erkennt aber den dunkel angezogenen Fussgänger viel zu spät oder gar nicht.

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FACHARTIKEL

Fahrzeugführer haben gesetzliche Verpflichtungen zum Schutz von Fussgängern, wie zum Beispiel:

nenverkehr nötigenfalls zu halten, wenn Fussgänger darauf warten, die Fahrbahn zu überqueren.

Vor Fussgängerstreifen ohne Verkehrsregelung muss der Fahrzeugführer jedem Fussgänger, der sich bereits auf dem Streifen befindet oder davor wartet und ersichtlich die Fahrbahn überqueren will, den Vortritt gewähren. Er muss die Geschwindigkeit rechtzeitig mässigen und nötigenfalls anhalten, damit er dieser Pflicht nachkommen kann.

Unbegleiteten Blinden ist der Vortritt stets zu gewähren, wenn sie durch Hochhalten des weissen Stockes anzeigen, dass sie die Fahrbahn überqueren wollen.

Auf Strassen ohne Fussgängerstreifen hat der Fahrzeugführer im Kolon-

Leise ist nicht langsam!

ben lange Bremswege. Hier ist besondere Vorsicht geboten. Der „Umweg“ durch die Unterführung lohnt sich immer. Leise Fahrzeuge sind nicht unbedingt langsamer als laute. Heutzutage sind viele Motoren geräuscharm und Elektrofahrzeuge kaum zu hören. Der alte Spruch „lose, luege, laufe“ hat heute mehr Bedeutung denn je.

Fussgänger, vor allem solche, die selbst noch nie ein Fahrzeug gelenkt haben, unterschätzen oft Geschwindigkeiten und wissen wenig über Bremswege. Schienenfahrzeuge ha-

Die IPMC empfieht:

lich wegen Unaufmerksamkeit zu Schaden. Sie werden schwer oder sogar tödlich verletzt.

senden Verkehr. Je geringer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, desto häufiger der Griff zum elektronischen Alleskönner. Schnell mal die Emails gecheckt, der Freundin oder der Familie eine Nachricht geschickt … vielleicht die letzte Nachricht.

Lieber ein paar Sekunden auf Sicherheit warten, als ein paar Wochen im Krankenhaus liegen.

SMARTPHONES Es gehört zum täglichen Leben schon fast wie Essen und Trinken – das Smartphone. Im Strassenverkehr ist es auf dem besten Weg sich zu einem Katastrophengegenstand zu entwickeln. So gibt es bereits Länder, die Trottoires unterteilen; einen Streifen für Smartphonebenützer und einen für „normale Menschen“, um Zusammenstösse zu vermeiden. In der Schweiz kommen etwa 1.500 Menschen im Verkehr ausschliess-

Mindestens 25 % der 18–24 Jährigen geben zu, regelmässig Emails oder Nachrichten zu lesen oder zu schreiben. Nur jeder Zweite verzichtet aufs Telefonieren während der Fahrt. Wer mit Kopfhörern Musik hört oder mit dem Smartphone chattet, nimmt nach aktuellen Tests bis zu achtmal weniger von seiner Umgebung wahr als ein Mensch unter Alkoholeinfluss. Nicht einmal verkleidete Monster, die den Smartphone-Nutzer auf dem Fussgängerstreifen anrempelten, wurden registriert. Die Entwicklung ist beängstigend, weil sie von den Anwendern komplett unterschätzt wird. Noch bedrohlicher ist die Verwendung des Smartphones im flies-

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Während der Eingabe einer Telefonnummer legt ein mit 50 km/h fahrendes Fahrzeug etwa 180m im „Blindflug“ zurück. Das heisst, ohne Wahrnehmung anderer Verkehrsteilnehmer oder Hindernisse! Die IPMC empfieht: Erledigen Sie die Bedienung von elektronischen Geräten (Navigationsgerät/CD- Player, etc.) vor Fahrtbeginn! Smartphone und Strassenverkehr sind keine guten Partner. Deshalb Finger weg vom elektronischen Freund, bevor er zum Todfeind wird.


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ELEKTROFAHRZEUGE Psssst - Elektroautos eine Gefahr im Strassenverkehr? Eine der zukunftsweisenden Antriebstechnologien scheint der Elektromotor zu sein. Problemlos beim Service, kein Oelwechsel erforderlich und vor allem nahezu geräuschlos. Der Haken an der Sache: Wir sind – speziell als Fussgänger – keinen leisen Strassenverkehr gewöhnt. Schon oft genug gibt es Konfrontationen zwischen Fussgängern und Velofahrern, die sich von hinten „anschleichen“. Nun haben wir uns von Kindesbeinen an mit dem oft unerträglichen Lärm von Motorrädern, Autos, Lastwagen und Traktoren abgefunden, haben die Musik in unseren Kopfhörern lauter gestellt und sind plötzlich überrascht, wenn es zu lebensgefährlichen Situationen kommt.

In den unteren Geschwindigkeitsbereichen bis etwa 20 oder 30km/h, stellt ein nahezu lautloses Elektroauto ein gewisses Problem im Strassenverkehr dar. Wir sind es nicht mehr gewöhnt, dass sich Verkehrsmittel geräuschlos bewegen. Gerade behinderte Menschen, wie etwa Blinde, sind besonders gefährdet. Neuere Praxistests in den USA verweisen auf eine leicht erhöhte Unfallgefahr, vor allem bei Rückwärtsfahrten mit Elektroautos. Deshalb müssen Lenker vermehrt auf Fussgänger achten, insbesondere auf Parkplätzen und in Parkhäusern. Aber auch Fussgänger müssen wieder aufmerksamer werden. Steigt die Geschwindigkeit, steigen auch die Geräusche durch Wind und Reifen so an, dass die Unterschiede zum Verbrennungsmotor kaum mehr merklich sind.

Die IPMC empfiehlt:

markanten Punkt am Strassenrand (Brückenpfeiler, Verkehrsschild, Kanaldeckel etc) und fangen Sie an zu zählen, wenn ihn der Vordermann passiert.

Eine andere Regel spricht vom „halben Tacho“ als Abstand zum Vordermann.

Elektrofahrzeuge werden sich wahrscheinlich in Zukunft noch mehr verbreiten. Deshalb heisst es handeln, und zwar für Fussgänger. Jeder Umgang mit dem Smartphone in der Bewegung kann zu erheblichem Schaden für den Anwender führen. Wer sein Smartphone benützt – egal auf welche Art und Weise – muss unbedingt stehen bleiben. Diese paar Sekunden Zeitverlust sollten einem Leben und Gesundheit wert sein.

SICHERHEITSABSTAND Mit Abstand sicher... Ein-und-zwanzig, zwei-und-zwanzig. Das ist die Faustregel, wenn es um den richtigen Sicherheitsabstand geht. Suchen Sie sich einen

Wenn Sie die Marke schon bei „Einund“ erreicht haben, ist was faul. Dann sind Sie nämlich mit Abstand am Schlechtesten unterwegs. Empfohlen wird Bei über 50 km/h eine Sekunde Bei über100 km/h zwei Sekunden Das bedeutet „einundzwanzig, zweiundzwanzig“.

Ein Sicherheitsabstand von 2 Sekunden entspricht der Distanz der halben Tachoanzeige in Metern. Bei ungünstigen Fahrbahnverhältnissen, bei Regen, Schnee oder Verschmutzung kann sich der Anhalteweg drastisch erhöhen. Das sollte einberechnet werden. Und Hand aufs Herz: Fahren Sie nicht viel entspannter und gemütlicher mit genügend Sicherheitsabstand?

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Mit Abstand unsicher

Schliesslich sind Sie keine Sekunde früher am Ziel, wenn Sie den Abstand zum Vordermann verkürzen. Aber Ihre Nerven sind unter Umständen am Ende und die Ihrer Beifahre-

rin auch. Was bleibt, ist eine grosse Gefahr für Sie und andere Verkehrsteilnehmer. Gross genug wählen sollten Sie den Abstand, wenn ein unbeladener Lkw vor Ihnen fährt. Denn dieser hat einen so kurzen Bremsweg, wie Sie es sich kaum vorstellen können.

liegt der Anteil sogar bei knapp 40 Prozent. Wer beim Autofahren mit zu wenig Abstand zum Vordermann erwischt wird, riskiert bis zu 3 Monate Führerausweisentzug.

Der ungenügende Abstand ist mit über 20 Prozent eine der häufigsten Unfallursachen. Auf der Autobahn

In diesem Zusammenhang soll nicht unerwähnt bleiben, dass es besondere Situationen gibt, bei denen drei oder sogar vier Sekunden Sicherheitsabstand dringend empfohlen werden. Die Physik lässt sich nicht austrixen!

Sobald Sie sich in ein Fahrzeug setzen, das Sicherheitsgurte hat, schnallen Sie sich ohne wenn und aber an! Ab jetzt hängt Ihr Leben an einem stabilen Gurt und nicht an einem seidenen Faden.

Schon ein Aufprall mit 30 km/h kann tödlich sein. Ihr Körpergewicht steigt auf das 20-fache! Ein 80 kg-Mensch wiegt dann 1,6 Tonnen! Ein Aufprall mit 50 km/h ist gleich einem Sturz aus zehn Metern Höhe.

SICHERHEITSGURT „Ich verwende keinen Sicherheitsgurt. Wenn ich verunglücke und mit meinem Auto in einen See stürze, ertrinke ich, weil ich mich nicht rechtzeitig befreien kann.“ Dieses Argument hält sich hartnäckig in der Bevölkerungsgruppe der Gurtenmuffel. Natürlich hat die Schweiz genügend Seen, in die man mit dem Auto fahren kann. Trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit eher gering. Vor gut 30 Jahren trat in der Schweiz das Gurt-Obligatorium für Autofahrer in Kraft.

• Der

• • • •

Gurt muss eng am Körper anliegen. Ziehen Sie dicke Kleidungsstücke nach Möglichkeit aus. Der Gurt ist höhenverstellbar. Achten Sie, dass er Ihnen nicht am Hals einschneidet. Stellen Sie bei Bedarf ebenfalls die Kopfstütze auf die richtige Höhe ein. Achten Sie, dass der Gurt glatt anliegt und nicht verdreht ist. Auch Schwangere müssen sich anschnallen. Dabei soll der Gurt fest am Becken anliegen.

Deshalb ist die Verwendung des Gurtes im Fond so wichtig. Denn der Insasse auf der hinteren Sitzbank prallt mit einer derartigen Wucht auf den vorderen Sitz, dass Lenker oder Beifahrer keine Chance haben, gesund davon zu kommen. Diese Kräfte lassen sich nicht beeinflussen und können weder mit Armen noch mit Beinen abgefangen werden. Bei nicht angegurteten Unfallopfern kann die Versicherung aussteigen!

Die IPMC empfiehlt:

Gefährlicher geht es kaum: Kinder, die zwischen den Rückenlehnen stehen, werden bei einem Aufrall zu Geschossen mit mehreren hundert Kilo Gewicht. Meist findet man sie dann tot vor dem eigenen Auto.

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Wussten Sie, dass Ihre Überlebenschance mit Gurt um das 10-fache steigt? Es gibt kein Argument, den Gurt nicht zu verwenden. Egal, wie kurz die Strecke und wie langsam die Geschwindigkeit ist – ein Unfall kann zu jeder Sekunde passieren.

Verwenden Sie den Sicherheitsgurt bedingungslos! Auch und vor allem, wenn Ihr Fahrzeug Airbags enthält. Denn diese können ihre volle Wirkung nur in Verbindung mit dem Gurt entfalten.


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KOPFSTÜTZEN Vor über 50 Jahren haben Kopfstützen langsam aber stetig Einzug in den Strassenverkehr gehalten. Man findet sie nicht nur in PWs, sondern auch in Bussen, Lastwagen und integriert in Kindersitze. Der menschliche Kopf ist schwer (etwa fünf Kilo) und im Verhältnis dazu nur schwach an der Wirbelsäule befestigt. Vollbremsungen und Zusammenstösse setzen ungeahnte Kräfte frei, die man mit eigener Kraft nicht mehr bändigen kann. Bei einem Aufprall mit 50 km/h wiegt Ihr Kopf 125 Kilogramm, bei 70 km/h sogar 250 Kilogramm! Sicherheitsgurt * Kopfstütze * Airbag – ein perfektes Trio

risch einstellen. Sie müssen so eingerichtet sein, dass die Oberkante der Kopfstütze gleich der Scheitelhöhe des Kopfes ist. Die Entfernung zum Hinterkopf sollte so gering wie möglich sein, maximal einige Zentimeter. So kann im Notfall die Funktion der Kopfstütze voll zur Wirkung kommen. So genannte aktive Kopfstützen neigen sich bei einem Aufprall blitzschnell nach vorne und minimieren den Abstand zum Kopf noch besser. Bei normaler Fahrt aber muss immer ein kleiner Abstand zwischen Kopf und Stütze bestehen, da es sonst leicht zu Verspannungen und Müdigkeit kommen kann.

7 km/h sind schon genug! Eine Sicherheitseinrichtung allein ist nicht einmal ein Drittel wert. Alle drei zusammen können Ihre Gesundheit schützen oder sogar Leben retten! Kopfstützen lassen sich in der Höhe oder Neigung manuell oder elekt-

Bandscheibenvorfall hervorzurufen. Bei einem Frontalaufprall bewegt sich der Kopf des Insassen zuerst nach vorne, bis er schliesslich in die Kopfstütze katapultiert wird. Fährt ein anderes Fahrzeug dem eigenen auf, wird der Kopf nach hinten geschleudert. Jetzt soll er nach möglichst kurzem Weg von der Kopfstütze aufgefangen werden.

Die IPMC empfiehlt Bei Fahrten mit fremden Fahrzeugen richten Sie unbedingt vor Fahrtantritt die Kopfstützen in Höhe und Neigung ein. Kontrollieren Sie auch den Sicherheitsgurt in der Höhe, damit er Ihnen im Ernstfall nicht „den Hals abschneidet“.

Physiotherapeuten wissen schon seit langem, dass bereits ein Zusammenstoss zwischen zwei Fahrzeugen mit 7 km/h ausreichen kann, um das „Peitschenschlag-Syndrom“ oder im Laufe von Monaten einen

SHARED SPACE Begegnungszonen Es war ein positives Projekt der Niederlande, das die Schweiz An-

fang der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts veranlasste, so genannte Wohnstrassen einzuführen. In Betracht kamen Regionen, die nicht über grosszügige Verkehrsflächen verfügen. Zielsetzung war, der Fussgänger sollte im Verkehrsdschungel bevorzugt werden. Gleichzeitig sollte ein gleichberechtigter und vielfältig nutzbarer Strassenraum geschaffen werden, der die Trennung der Verkehrsarten aufhebt. Die Bewegungszo-

ne sollte auch für Spiel und Sport nutzbar sein. Anfänglich konnte sich die Idee nur langsam durchsetzen, vor allen, weil sie kostenintensiv war. Im Rahmen des Schweizer Energiesparprogrammes Energie 2000 und der Umsetzung der lokalen Agenda 21 wurde Burgdorf 1995 als Fussgänger- und Velomodellstadt der Deutschschweiz auser24


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koren. Anfang 2001 wurde das Modell der Burgdorfer „Flanierzone“ zur ersten „Begegnungszone“ in der Schweiz umbenannt. Seit 2002 ist die Begegnungszone in der Schweiz zugelassen. Gesetzliche Grundlagen SSV Art. 2a 5 Die Signale „Tempo-30-Zone“ (2.59.1), „Begegnungszone“ (2.59.5) und „Fussgängerzone“ (2.59.3) sind nur auf Nebenstrassen mit möglichst gleichartigem Charakter zulässig.

SSV Art. 22b 1. Das Signal „Begegnungszone“ (2.59.5) kennzeichnet Strassen in Wohn- oder Geschäftsbereichen, auf denen die Fussgänger die ganze Verkehrsfläche benützen dürfen. Sie sind gegenüber den Fahrzeugführern vortrittberechtigt, dürfen jedoch die Fahrzeuge nicht unnötig behindern. 2. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 km/h. 3. Das Parkieren ist nur an den durch

Signale oder Markierungen gekennzeichneten Stellen erlaubt. Für das Abstellen von Fahrrädern gelten die allgemeinen Vorschriften über das Parkieren. Eidg. Verordnung vom 28. September 2001 über die Tempo-30-Zonen und die Begegnungszonen. http://www.begegnungszonen.ch/ home/recht.aspx Wenn alle Verkehrsteilnehmer Partner sind, machen Begegnungszonen Sinn!

HELM UND HIRN Wer Hirn hat, schützt es mit einem Helm. Eine alte Weisheit, die leider viel zu wenig ernst genommen wird. Wer in der Schweiz mit einem Skateboard, Inlineskates, einem Scooter, einem Velo, einem Roller oder einem Motorrad unterwegs ist, sollte auf den Helm nicht verzichten. In manchen Fällen ist der Helm gesetzlich vorgeschrieben. In der Schweiz besteht seit 1981 eine Helmpflicht im Strassenverkehr für Fahrer und Beifahrer von Motorrädern und offenen drei- oder mehrrädrigen Kraftfahrzeugen ohne Sicherheitsgurte. In

Deutschland wurde sie bereits 1976, in Österreich 1979 eingeführt. Wer ohne Dach über dem Kopf oder ohne Überrollbügel unterwegs ist, für den ist die Stirn die Stossstange. Spätestens jetzt ist es eine Frage der Vernunft und nicht des Gesetzes, ob man einen Helm trägt oder nicht. Dieser schützt zwar nicht vor Unfällen, aber vor schwereren Verletzungen. Erst im Juni 2012 wurde auf Regierungsebene festgelegt, dass Kinder unter 14 auf dem Velo keinen Helm tragen müssen. Das heisst aber nicht, dass es verboten ist. Der geprüfte Velohelm ist Pflicht, wenn ein Elektrovelo mit Tretunterstützung 25 km/h überschreiten kann. Falls bereits allein mit Motorenleistung 20 km/h erreicht werden können, braucht es einen MofaHelm. Lenker von E-Bikes mit einer Leistung bis 500 Watt sind von der Helmpflicht ausgenommen.

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Ein jeder in der Schweiz in Verkehr gebrachte Helm muss laut Gesetz nach der Norm ECE22-05 geprüft worden sein. Ob dies der Fall ist, sieht man an der Etikette im Helminneren oder am Kinnriemen. Ist diese nicht vorhanden, wird es im Fall eines Unfalls bei Versicherungsleistungen kritisch. Die IPMC empfiehlt: Machen Sie die Verwendung des Helms nicht von der Länge der Strecke abhängig, die Sie zurücklegen. Schon nach der ersten Pedalumdrehung kann es zu einem schweren Unfall kommen. Lassen Sie sich im Fachhandel zum für Sie richtigen Produkt und zur optimalen Passform beraten. Sollte Ihr Schutzhelm bei einem Unfall tatsächlich zum Einsatz gekommen sein, verwenden Sie ihn kein zweites Mal. Er kann nämlich Schäden aufweisen, die Sie nicht erkennen können, und die Schutzfunktion verloren haben.


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AQUAPLANING Wer bei regennasser Fahrbahn mit dem Fahrrad unterwegs ist, ist zwar nicht vom Glück gesegnet, dafür muss er aber nicht mit Aquaplaning rechnen. Die Wasserglätte trifft nämlich in erster Linie PWs und Motorräder und setzt meist ab 80 km/h ein. Je dicker der Wasserfilm auf einer (ebenen) Fahrbahn wird, desto grösser wird die Gefahr darauf auszurutschen. Kann über das Profil der Reifen nicht mehr soviel Wasser verdrängt werden, dass der Kontakt zur Fahrbahn bleibt, entsteht eine spiegelglatte Wasserfläche, die das Fahrzeug unlenkbar macht. Folgende Kriterien sind massgeblich daran beteiligt:

• Die • •

Rauigkeit des Fahrbahnbelags. Die Geschwindigkeit des Fahrzeugs. Das Gewicht des Fahrzeugs.

• Die Profiltiefe der Reifen. • Die Breite der Reifen. • Der Reifendruck. • Die Qualität der Stossdämpfer. Diese Hinweise zeigen eine akute Aquaplaninggefahr an:

• Die voraus fahrenden Autos hin-

terlassen auf dem Wasserfilm der Fahrbahn keine sichtbaren Fahrspuren. Die Scheibenwischer können auch auf höchster Stufe die Niederschlagsmenge auf der Windschutzscheibe kaum noch bewältigen.

• Die

Geräuschkulisse erinnert an das Fahren mit einem Motorboot.

che Menge von 10.000 Litern Wasser pro Minute verdrängen! Ein Motorrad bei 100 km/h bis zu 6.000 Liter!

ABS, ESP oder Allradantrieb sind kein Schutz vor Aquaplaning! Die IPMC warnt: Aquaplaning hat mit physikalischen Gesetzen zu tun. Die Physik kann der Verkehrsteilnehmer nicht beeinflussen!

Besonders gefährlich sind Spurrinnen, denn in ihnen sammelt sich das Wasser, wodurch die Schleudergefahr erhöht wird.

Deshalb: Geschwindigkeit reduzieren - 80 km/h sind genug.

Ein Durchschnittsfahrzeug mit Durchschnittsbereifung muss auf einer mit einem Wasserfilm bedeckten Fahrbahn bei 80 km/h die unglaubli-

Nicht bremsen - blockierende Räder führen zu verheerenden Unfällen, wenn die Bodenhaftung zurückkehrt.

Ländern die Rettungsgasse Vorschrift. Wer sie nicht befolgt, hat mit drastischen Geldstrafen zu rechnen.

Das Prinzip

RETTUNGSGASSE Wenn Sie das Ende eines Staus auf einer Autobahn erreichen, schalten Sie die Warnblinkanlage ein. Das schadet auch nicht auf Landstrassen. Bildet sich auf einer Autobahn oder Schnellstrasse mit Fahrbahnteilung und mindestens zwei Fahrstreifen in jeder Fahrtrichtung ein Stau, so ist in immer mehr

Statistisch gesehen sind Einsatzfahrzeuge auf der Rettungsgasse vier Minuten schneller am Ziel, als über den Pannenstreifen. Das erhöht die Überlebenschance von Unfallopfern um 40%.

Wer rechts in der Mitte fährt, ordnet sich bei einem Stau so weit rechts ein, wie es möglich ist. Gibt es einen Pannenstreifen, wird dieser befahren. Wer links fährt, ordnet sich bei einem Stau soweit links ein, wie es möglich ist. Dadurch wird in der Fahrbahnmitte die so genannte

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Rettungsgasse frei. Auf dieser können Einsatzfahrzeuge schneller zum Unfallort gelangen. Die Gefahr Wer sich links eingeordnet hat und eine nahende Autobahnausfahrt benützen will, muss zwangsläufig nach rechts hinüber. Und hier lauert die grosse Gefahr: kommt zum Zeitpunkt des Abbiegens gerade ein Einsatzfahrzeug, ist der Zusammenstoss vorprogrammiert. Die rechte Spur ist nicht selten langsamer als die linke, weil auf ihr auch Autobahnein- und -ausfahr-

ten liegen. Daher wollen manche Fahrzeuglenker nach links wechseln. Dies kann verheerende Folgen haben, wenn zum selben Zeitpunkt ein Einsatzfahrzeug auf der Rettungsgasse naht.

Achten Sie bei Schrittgeschwindigkeit doppelt und dreifach auf Einsatzfahrzeuge in der Rettungsgasse. Sie kommen wesentlich schneller näher, als Sie es vermuten.

Früher hatten Einsatzfahrzeuge, die auf dem Pannenstreifen fuhren, nur eine Gefahr von links zu erwarten. Seit dem Bestehen der Rettungsgasse lauert die Gefahr rechts und links. Die IPMC empfiehlt: Sobald die Rettungsgasse in Kraft ist, wechseln sie die Spur nur, wenn es unbedingt notwendig ist.

KINDERSICHERUNG IM PKW Seit 1. April 2010 ist eine neue Vorschrift in Kraft: Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren, wenn sie kleiner als 150 cm sind, müssen speziell gesichert sein (mit einer geeigneten Kinderrückhaltevorrichtung). Der Aufwand ist verhältnismässig gering. Die Erhöhung der Sicherheit ist enorm. Denn gerade bei kleinen Kindern ist das Gewicht des Kopfes im Verhältnis zur Körperkraft wesentlich grösser als bei Erwachsenen. Und bei einem Unfall wird ein ungesichertes Kind im Fond zu einem tödlichen Geschoss für Insassen in der ersten Reihe. Doch es gibt auch Ausnahmen Unter folgenden Bedingungen ist die Sicherung mit den vorhandenen Gurten ausreichend. Es muss keine Kinderrückhaltevorrichtung verwendet werden:

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• ab einer Körpergrösse von 150 cm • auf speziell für Kinder vorgese-

henen Sitzplätzen (im Fahrzeugausweis eingetragen) ab dem 4. Geburtstag auf Sitzplätzen, die nur mit Beckengurten ausgerüstet sind, ab dem 7. Geburtstag

Dürfen Kinder auf dem Beifahrersitz sitzen? Kinder dürfen grundsätzlich auf dem Beifahrersitz mitgeführt werden. Es gelten die gleichen Vorschriften wie auf der Rückbank. Beachten Sie aber die Sonderregeln bei den Kindersitzen, die rückwärts zu befestigen sind

(z. B. Babyschalen). Diese dürfen nicht auf der Beifahrerseite mit aktiviertem Airbagsystem verwendet werden. In manchen Fahrzeugen gibt es hier eine Abschaltmöglichkeit.

Die Prüfnummer auf dem ECELabel muss mit 03 oder 04 beginnen!

Vor- und Nachteile von Sitzerhöhern ohne Rückenlehne Sitzerhöher haben keine Rückenlehne. Sie sind erlaubt und geeignet für gelegentliche Fahrten über kurze Distanzen. Und sie sind preisgünstig. Durch die erhöhte Sitzposition und die Gurthalterung ist gesichert, dass der Gurt nicht nach oben in die Bauchgegend des Kindes rutschen kann. Allerdings bieten blosse Sitzerhöher weniger Schutz vor Seitenaufprall als Kindersitze mit Rückenlehne und Kopfstütze.


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VERHALTEN AM SCHULWEG Geh‘ sicher in die Schule und komm‘ gut wieder heim! Jedes Jahr werden der Polizei etwa 2.000 Unfälle mit Kindern bis zum 14. Lebensjahr bekannt. Ein Sechstel der Betroffenen sind Schulkinder. Die Kleinen als Fussgänger, die 10 14Jährigen als Velofahrer.

Lebensjahr kann man Kinder an den Strassenverkehr gewöhnen. Üben Sie genau zu schauen und Strassen sicher zu überqueren. Ein Fussgängerstreifen ist noch keine Lebensversicherung. Und Recht zu haben heisst noch lange nicht gesund zu bleiben!

Auf dem Land wird der Schulweg meist unproblematisch sein, doch in der Stadt lauern Gefahren an allen Ecken. Trainieren Sie Ihre Kinder

• Nicht zwischen parkierenden Au•

Wahrnehmung und Gefahren

Aus der Perspektive eines Kindes ist der Strassenverkehr ein regelrechter Dschungel. Autos sind höher als sie selbst, deshalb fehlt ihnen der Weitblick im wahrsten Sinn des Wortes. Erst im Alter von fünf bis sechs Jahren realisieren unsere Kleinen, was eine Gefahr ist. Ab acht Jahren entwickeln Kinder das Bewusstsein, dass ein bestimmtes Verhalten zu einer Gefahr führen kann. Mit neun bis zehn Jahren bekommen sie das Verständnis für vorbeugende Massnahmen. Erst ab dem 13. bis 14. Lebensjahr haben sie die Eignung, sich über längere Zeit auf den Strassenverkehr zu konzentrieren. Grundsätzlich sind Kinder unberechenbar, impulsiv und leicht abzulenken. Üben, üben, üben Ein Kind richtet sich massgeblich nach Vorbildern. Das sind in der Regel ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene. In erster Linie aber die Eltern. Üben Sie rechtzeitig mit Ihrem Kind den Schulweg ein. Sie brauchen dazu Zeit! Und wählen Sie nicht den kürzesten, sondern den sichersten Schulweg. Bereits ab dem zweiten

tos auf die Fahrbahn zu laufen Fussgängerstreifen zu verwenden, auch wenn es ein kleiner Umweg ist Unterführungen zu verwenden, vor allem im Zusammenhang mit der Eisenbahn

• Links, rechts, geradeaus zu schauen, • Wichtig ist der Faktor Zeit. Schicken Sie Ihr Kind früh genug los, damit es auch die Zeit hat an einer roten Ampel wirklich zu warten. Wenn Sie Ihr Kind abholen, dann nie von der gegenüber liegenden Strassenseite – es läuft auf Sie zu ohne zu schauen.

• •

bevor sie die Strasse überqueren Niemals bei Fremden ins Auto zu steigen od. mit ihnen mitzugehen Immer pünktlich zu sein und abgemachte Zeiten einzuhalten Sprechen Sie mit Ihren Kindern über den Schulweg und die Erlebnisse möglichst bald nach der Schule. So können Sie Gefahren leichter erkennen und beseitigen.

Machen Sie Ihr Kind sichtbar Fehlende körperliche Grösse müssen Sie durch erhöhtes Auffallen ausgleichen. Verwenden Sie helle Kleidung und rückstrahlende Materialien, zum Beispiel an Schuhen, Jacken oder Rucksäcken. Bei Fahrrädern sind Reflektoren vorne, hinten und an den Pedalen gesetzlich vorgeschrieben, genauso wie eine gut funktionierende Beleuchtung. Dass Ihr Kind im Dunkeln sehen kann heisst noch lange nicht, dass es von anderen rechtzeitig gesehen wird.

In öffentlichen Verkehrsmitteln besteht keine Kindersitz- oder Gurtentragepflicht. Dennoch sollten vorhandene Sicherheitsgurte benutzt werden.

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FACHARTIKEL

Die IPMC empfiehlt: Aus Liebe zur Umwelt und Kommunikation mit Gleichaltrigen sollten Sie sich über Möglichkeiten des Schulwegs in folgender Reihenfolge Gedanken machen: Durch bauliche Massnahmen vor einer Schule sollen Kinder daran erinnert werden, dass sie eine Strasse kreuzen. Denn immer, wenn sie auf der anderen Seite Bekannte erblicken, können gefährliche Situationen entstehen. Sie laufen zu ihnen, ohne an den Verkehr zu denken.

Zu Fuss, mit dem Velo, mit dem Bus oder der Bahn und nur im Notfall mit dem Auto.

LADUNG IM UND AM PKW nicht überragen. Es gibt aber - ausser im landwirtschaftlichen Bereich - folgende Ausnahmen: Unteilbare Sportgeräte von höchstens 2,55 m Breite auf Sportgeräteanhängern;

immer für den worst case, also einen Frontal-Crash. Abgesehen davon kann Ihnen eine gute Ladungssicherung auch viel Verschmutzung im Auto ersparen, wenn Sie abrupt bremsen müssen. Sichern mit Verantwortung

Wenn der Mensch mit dem Auto unterwegs ist, dann will er entweder Menschen oder Sachen transportieren. Das Menschen ordentlich gesichert sein müssen, ist den meisten klar. Aber wie steht es um die Ladung? Die lebt zwar nicht, aber sie kann töten!

Fahrräder, die hinten an Motorfahrzeugen befestigt sind, sofern die Überragung nicht mehr als 20 cm pro Seite und die Gesamtbreite nicht mehr als 2 m beträgt. Ladungen, die mehr als 1 m nach hinten oder nach vorn über das äusserste Ende des Fahrzeugs hinausragen, müssen stets gekennzeichnet sein.

Gesetzliche Vorschriften: Die Ladung darf bei Motorfahrzeugen, von der Mitte der Lenkvorrichtung gemessen, höchstens 3,00 m nach vorne und bei Motorfahrzeugen und Anhängern höchstens 5,00 m hinter die Mitte der Hinterachse oder den Drehpunkt der Hinterachsen hinausreichen, wenn sie über die Ladefläche hinausragt. Die Ladung darf mehrspurige Motorfahrzeuge und Anhänger seitlich

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Als Lenker müssen Sie immer Sicht nach hinten haben. Ist die Heckscheibe verlegt, brauchen Sie einen zweiten Aussenspiegel. Und im Notfall... Bei einer Vollbremsung oder einem Zusammenstoss wird ungesicherte Ladung - auch im Fahrgastraum - zu einem Geschoss, das im schlimmsten Fall tödlich sein kann. Befestigen Sie deshalb zugeladene Sachen

Sichern Sie Ladung - auch im Kofferraum - stets mit Spanngurten oder in stabilen Behältern. Diese sollen so stehen, dass sie keine Freiräume zur Beschleunigung haben, also direkt an einer Wand nach vorne. Bedenken Sie, dass bei einem Aufprall mit 50 km/h ein „fliegender“ Skischuh die Masse eines erwachsenen Mannes erreicht.


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WER WILL SCHON GERNE GEBÜSST WERDEN? Als Verkehrsteilnehmer kennen Sie das Problem: „Ist das, was ich mache, erlaubt oder verboten?“ Kein Mensch beherrscht alle Vorschriften des Strassenverkehrs. Und trotz aller Bemühungen und Gewissenhaftigkeit kann einen das Glück verlassen. Aber ohne Verkehrsüberwachung geht es nun auch nicht. Wenn jeder nach Gutdünken unterwegs ist, ist das Chaos vorprogrammiert. Verkehrsbussen und Strafen sollen mahnen, rücksichtsvoll und gesetzeskonform unterwegs zu sein. Wir geben hier einen kleinen Überblick über häufige Fehlverhalten und was sie kosten.

Parkbussen Gültig für Motorfahrzeugführer bei Verletzung der Verkehrsregeln im ruhenden Verkehr (Halten und Parkieren). Überschreiten der zulässigen Parkzeit

CHF

bis 2 Stunden

40

um mehr als 2, aber nicht mehr als 4 Stunden

60

um mehr als 4, aber nicht mehr als 10 Stunden

100

Erneutes Parkieren

40 CHF

• innerhalb des gleichen Strassenzuges in der Blauen • • • • •

Zone, ohne das Fahrzeug vorher in den Verkehr eingefügt zu haben auf dem gleichen Parkplatz in der Blauen Zone, ohne das Fahrzeug vorher in den Verkehr eingefügt zu haben innerhalb des gleichen Strassenzuges auf einer Parkfläche mit Gebührenpflicht, ohne das Fahrzeug vorher in den Verkehr eingefügt zu haben innerhalb des gleichen Strassenzuges auf einer Parkfläche mit zeitlicher Beschränkung, ohne das Fahrzeug vorher in den Verkehr eingefügt zu haben auf dem gleichen Parkplatz mit Gebührenpflicht, ohne das Fahrzeug vorher in den Verkehr eingefügt zu haben auf dem gleichen Parkplatz mit zeitlicher Beschränkung, ohne das Fahrzeug vorher in den Verkehr eingefügt zu haben

Halten an unübersichtlichen Stellen, wie folgt 80 CHF

• im Bereich von Kurven und Kuppen • in Engpässen • neben einem Hindernis in der Fahrbahn Einstellen einer falschen Ankunftszeit auf 40 CHF der Parkscheibe

• Ändern der eingestellten Ankunftszeit, ohne wegzufahren

• Nicht-Ingangsetzen der Parkuhr • Verbotenes Nachzahlen • Zahlen nach abgelaufener Parkzeit Nicht oder nicht gut sichtbares Anbringen

40 CHF

• der Parkscheibe am Fahrzeug • des Parkzettels am Fahrzeug • der «Parkkarte für behinderte Personen» am Fahrzeug

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FACHARTIKEL

Parkieren bis 60 Minuten / Halten

Halten 80 CHF

Parkieren 120 CHF

• auf einer Einspurstrecke • neben einer Sicherheitslinie, wenn nicht eine wenigstens 3 m breite Durchfahrt bleibt

gerstreifen, wo keine Halteverbotslinie angebracht ist

• auf dem Trottoir vor einem Fussgängerstreifen neben einer Halteverbotslinie

• neben

• auf dem Trottoir näher als 5 m vor einem Fussgänger-

• neben einer Doppellinie, wenn nicht eine wenigs-

• auf einer Sperrfläche • auf einer Zickzacklinie • auf einer Halteverbotslinie

einer ununterbrochenen Längslinie, wenn nicht eine wenigstens 3 m breite Durchfahrt frei bleibt tens 3 m breite Durchfahrt frei bleibt

• auf einer Strassenverzweigung • vor einer Strassenverzweigung näher als 5 m von der Querfahrbahn

• auf einem Fussgängerstreifen • nach einer Strassenverzweigung näher als 5 m von der Querfahrbahn

• seitlich angrenzend an einen Fussgängerstreifen • näher als 10 m vor einer Haltestellentafel öffentlicher Verkehrsbetriebe

• näher als 10 m nach einer Haltestellentafel öffentlicher Verkehrsbetriebe

• bei

Haltestellen öffentlicher Verkehrsbetriebe auf dem angrenzenden Trottoir

• vor Feuerwehrlokalen und Löschgerätemagazinen • auf einem Radstreifen • auf der Fahrbahn neben einem Radstreifen • auf dem Strassenbahngeleise • näher als 1,5 m neben der nächsten Strassenbahnschiene

• auf dem Pannenstreifen einer Autobahn • auf dem Pannenstreifen einer Autostrasse • auf dem Trottoir, wo dies Signale oder Markierungen nicht ausdrücklich zulassen, ohne dass für Fussgängerinnen und Fussgänger ein 1,5 m breiter Raum frei bleibt

• auf Längsstreifen für Fussgänger mit Behinderung des Fussgängerverkehrs

• innerhalb des signalisierten Halteverbots • auf einem Busstreifen • auf einem «Ausstellplatz» • auf einem «Abstellplatz für Pannenfahrzeuge» • auf der Halteverbotslinie vor einem Fussgängerstreifen

• eines

nichtberechtigten Fahrzeugs auf einem für gehbehinderte Personen reservierten Parkfeld

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• auf der Fahrbahn näher als 5 m vor einem Fussgän-

streifen, wo keine Halteverbotslinie angebracht ist

Bei nachfolgenden Punkten gelten folgende Zeitstaffelungen und Bussgelder:

CHF

bis 2 Stunden

40

um mehr als 2, aber nicht mehr als 4 Stunden

60

um mehr als 4, aber nicht mehr als 10 Stunden

100

• Parkieren auf einer Hauptstrasse ausserorts oder innerorts

• Parkieren näher als 50 m bei einem Bahnübergang ausserorts

• Parkieren näher als 20 m bei einem Bahnübergang innerorts

• Parkieren auf einer Brücke • Parkieren vor einer Zufahrt zu einem fremden Gebäude

• Parkieren auf dem Trottoir, wo dies Signale oder Markierungen nicht ausdrücklich zulassen, wenn für die Fussgänger ein 1,5 m breiter Raum frei bleibt

• Parkieren innerhalb des signalisierten Parkverbots • Parkieren in einer Begegnungszone an nicht dafür gekennzeichneten Stellen

• Parkieren ausserhalb von Parkfeldern oder einem deutlich gekennzeichneten Belag

• Parkieren eines Fahrzeugs auf einem Parkfeld oder einem deutlich gekennzeichneten Belag, wenn diese Parkierungsfläche grössenmässig nicht für diese Fahrzeugart bestimmt ist

• Parkieren eines Fahrzeugs auf einem Parkfeld oder einem deutlich gekennzeichneten Belag, wenn diese Parkierungsfläche aufgrund der Signalisation nicht für diese Fahrzeugart bestimmt ist

• Parkieren auf einer Parkverbotslinie • Parkieren auf einem Parkverbotsfeld • Parkieren in einer Fussgängerzone an nicht dafür gekennzeichneten Stellen


FACHARTIKEL

Behinderndes Parkieren bis 60 Minuten oder Behinderndes Halten zum Güterumschlag 120 CHF neben Fahrzeugen, die längs des Strassenrandes parkiert sind

• auf einem Radweg mit darauf nicht zugelassenem Fahrzeug in Engpässen

• auf einem Fussweg mit darauf nicht zugelassenem Fahrzeug Behinderndes Halten zum Ein- und Aussteigenlassen von Personen

80 CHF

• näher als 10 m vor einer Haltestellentafel öffentlicher Verkehrsbetriebe

• näher als 10 m nach einer Haltestellentafel öffentlicher Verkehrsbetriebe

• auf einer Zickzacklinie • vor Feuerwehrlokalen und Löschgerätemagazinen

Unterlassen der Meldung oder nicht rechtzeitiges Melden von Tatsachen, die eine Änderung oder Ersetzung eines Ausweises oder einer Bewilligung erfordern

20 CHF

Überschreiten der vorgeschriebenen Frist für die obligatorische Abgaswartung

CHF

der Geschwindigkeitstafel bei Verwendung eines Fahrzeugs mit Spikesreifen

20

der Kontrollschilder

60

Nichtentfernen der Geschwindigkeitstafel, obwohl keine Spikes verwendet werden

40 100

um mehr als 3, aber nicht mehr als 6 Monate

200

180 CHF

• eines Motorfahrzeugs mit einem mangelhaften Reifen in Engpässen

• eines Anhängers mit einem mangelhaften Reifen

Fahrzeugausrüstungsbussen Nichtmitführen

Mitführen eines Anhängers mit einem man100 CHF gelhaften Reifen

Führen oder Abstellen eines Fahrzeugs mit nicht vorschriftsgemäss angebrachten Kontrollschildern Fahren

60 CHF

CHF

mit Spikesreifen ohne oder mit nicht vorschriftsgemässer Geschwindigkeitstafel

20

mit der Geschwindigkeitstafel, obwohl keine Spikes verwendet werden

20

ohne vorgeschriebene(s) Kontrollschild(er) ausser Händlerschilder

120 20

CHF

der Geschwindigkeitstafel bei Verwendung eines Fahrzeugs mit Spikesreifen

20

des (der) vorgeschriebenen Kontrollschildes(er) ausser Händlerschilder

140

des Höchstgeschwindigkeitszeichens

40 CHF

• des Pannensignals • des Unterlegkeils bei schweren Motorwagen • der Bordapotheke bei Gesellschaftswagen • eines vorgeschriebenen Feuerlöschers • des Unterlegkeils bei Anhängern, deren Gesamtge-

ohne Höchstgeschwindigkeitszeichen Nichtanbringen

20 CHF

Führen eines Motorfahrzeugs mit einem 100 CHF mangelhaften Reifen

um mehr als 1 Monat, aber nicht mehr als 3 Monate

Inverkehrbringen

CHF

wicht 750 kg übersteigt

Fahrzeughalterbussen

bis 1 Monat

Nicht vorschriftsgemässes Anbringen

20

Verwenden

CHF

von Spikesreifen ausserhalb der Zeit, während der sie gestattet sind

60

eines Fahrzeugs mit einer unerlaubten akustischen Warnvorrichtung

40

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FACHARTIKEL

Fahrzeugführerbussen Nichtmitführen von Bewilligungen

Verwenden 20 CHF

• des Führerausweises • des Lernfahrausweises • des Fahrzeugausweises • der Bewilligung für Spezialtransporte • des Abgas-Wartungsdokuments • der Ausnahmebewilligung zu einer signalisierten Vorschrift Nichtmitführen von ARV-Dokumente

CHF

des Einlageblattes des Vortages

140

des Ausdruckes des Vortage

140

der übrigen mitzuführenden Einlageblätter; pauschal

80

der übrigen mitzuführenden Ausdrucke; pauschal

80

• eines nicht typengeprüften Fahrtschreiber-Einlageblattes

• eines nicht zum Fahrtschreiber passenden Einlageblattes

• von nicht passendem Druckerpapier Nichtmitführen SDR

CHF 20

der SDR-Ausbildungsbescheinigung des SDR-Beförderungspapiers

140

der schriftlichen Weisung (Unfallmerkblatt) bei SDR-Transporten

140

Nichtentfernen oder Nichtabdecken der orangen Tafeln bei einem Transport ohne gefährliche Güter

60 CHF

Unterlassen der Meldung

20 CHF

140

• oder nicht rechtzeitiges Melden von Tatsachen, die

der Ersatz-Fahrtschreibereinlageblätter bzw. -Wochenbündel

40

eine Änderung oder Ersetzung eines Ausweises oder einer Bewilligung erfordern

des Ersatz-Druckerpapiers

40

des Einlageblattes des Vortages

40

des Arbeitsbuches

40

der betriebsinternen Tagesrapporte der laufenden Woche oder Doppel davon; pauschal

40

der Fahrerkarte

der Kontrollkarte für Taxiführer

40

40 CHF

• von Änderungen auf den Fahrtschreiberkarten • der Beschädigung, der Fehlfunktion, des Verlustes 20 CHF

• der Rückgabe der Fahrerkarte • der Rückgabe der Werkstattkarte

Mitfahrerbussen Nichttragen

• im Wochenblatt • im Tagesblatt • in der Kontrollkarte für Taxiführer • im digitalen Fahrtschreiber

• des Fahrtschreiber-Einlageblattes • des Ausdruckes

nicht rechtzeitiges Melden eines Wohnsitzwechsels am neuen schweizerischen Wohnsitz

Unterlassen 40

Nichtbeschriften oder unvollständiges Beschriften oder wahrheitswidriges Beschriften

• oder

oder des Diebstahls einer Fahrtschreiberkarte

der Bewilligung zur Befreiung vom Führen des Arbeitsbuches

Nichteintragen der erforderlichen Angaben ARV

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40 CHF

60 CHF

• der

Sicherheitsgurten durch die Mitfahrerin oder den Mitfahrer

• des Schutzhelmes durch Mitfahrerin oder Mitfahrer auf Motorrädern, Leicht-, Klein- und dreirädrigen Motorfahrzeugen 40 CHF Schleppen eines Fahrzeugs oder Gegenstandes durch eine Mitfahrerin oder einen Mitfahrer

20 CHF


FACHARTIKEL

Stossen eines Fahrzeugs oder Gegenstandes durch eine Mitfahrerin oder einen Mitfahrer

20 CHF

Ziehen eines Fahrzeugs oder Gegenstandes durch eine Mitfahrerin oder einen Mitfahrer

20 CHF

Geschwindigkeitsbussen Tempo 30 (in km/h)

Innerorts 50/60 km/h (in km/h)

Ausserorts/ Autostrasse (in km/h)

Autobahn (in km/h)

Strafe (in CHF)

Einfache Verletzung von Verkehrsregeln 1–15

1–15

1–20

1–25

Ordnungsbussenverfahren

16–17

16–20

21–25

26–30

400.00 Busse

18–19

21–24

26–29

31–34

600.00 Busse

30–34

35–39

20 Tagessätze Geldstrafe

35–39

40–44

30 Tagessätze Geldstrafe

45–49

50 Tagessätze Geldstrafe

50–54

60 Tagessätze Geldstrafe

55–59

70 Tagessätze Geldstrafe

45–49

60–64

90 Tagessätze Geldstrafe

Grober Verletzung von Verkehrsregeln 25–29 20–24 25–29

30–34 40–44 35–39

30–34 35–39

40–49

50–59

65–79

ab 120 Tagessätze Geldstrafe

ab 40

ab 50

ab 60

ab 80

ab 1 Jahr Freiheitsstrafe

Geldstrafe Die Geldstrafe ist eine Sanktion in Geld bei Verbrechen und Vergehen (StGB 34 ff.). Im Gegensatz zur Busse ist die Höhe der Geldstrafe variabel. Sie bestimmt sich nach Anzahl und Höhe des Tagessatzes, den das Gericht nach dem Grad des Verschuldens und den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Täters bestimmt.

Zumessungsregeln

• Effektive • •

Geldstrafe = Anzahl Tagessätze x Höhe Tagessatz in CHF Anzahl Tagessätze bestimmt sich nach Verschuldensgrad des Täters Höhe Tagessatz bestimmt sich nach finanziellen/persönlichen Verhältnissen

Bei der Bestimmung der Höhe des Tagessatzes gelten folgende Berechnungsregeln: 34


FACHARTIKEL

• Ausgangspunkt

Sicherheitsmargen

Stationäre Geschwindigkeitsmessungen und festinstallierte RadarMessstellen:

= Nettoeinkommen pro Tag Abzüge: – Steuern – Krankenkasse – ev. Unterhaltspflichten Zusätzlich zu berücksichtigen sind: – Vermögen – Lebensaufwand – Existenzminimum

Messergebnis

Abzug

bis 100 km/h

5 km/h

101 bis 150 km/h

6 km/h

ab 151 km/h

7 km/h

Nachfahrmessungen: (direkt vom Gerät ausgewertet) Stationäre Geschwindigkeitsmessungen und festinstallierte Radar-Messstellen: Messergebnis

Nachfahrstrecke

Abzug

unter 100 km/h

500 Meter

15 km/h

über 100 km/h

500 Meter

15 %

unter 100 km/h

1000 Meter

10 km/h

über 100 km/h

1000 Meter

10 %

unter 100 km/h

2000 Meter

8 km/h

über 100 km/h

2000 Meter

8%

Lasermessungen

Sanktionen

Messergebnis

Abzug

bis 100 km/h

5 km/h

101 bis 150 km/h

6 km/h

ab 151 km/h

7 km/h

Verwarnung / Ausweisentzug Eine Verwarnung bzw. ein Ausweisentzug kann (muss nicht in jedem Fall) ab einer Überschreitung von 16 km/h innerorts, von 21 km/h ausserorts und von 26 km/h auf der Autostrasse/Autobahn angeordnet werden. Die Geschwindigkeitsübertretungen sind Nettowerte nach Abzug der Sicherheitsmarge. Fallweise können bei schweren Überschreitungen zusätzlich noch Freiheitsstrafen verfügt werden. Wichtige zusätzliche Faktoren für die Beurteilung sind hier ausserdem der automobilistische Leumund, die Witterungs- und Strassenverhältnisse, das Verschulden und die berufliche Notwendigkeit des Führerausweises.

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FACHARTIKEL

Mofa- / Radfahrerbussen Gültig für Velofahrer und Motorradfahrer sowie deren Mitfahrer bei Verletzung der Verkehrsregeln im fahrenden und ruhenden Verkehr (Halten und Parkieren).

Verkehrsregeln Loslassen

20 CHF

• der Lenkvorrichtung • der Pedale durch die Radfahrerin oder den Radfahrer Fahren ohne Licht

CHF

bei beleuchteter Strasse nachts

40

bei unbeleuchteter Strasse nachts

60

in einem beleuchteten Tunnel

20

Verbotenes Nebeneinanderfahren

20 CHF

• mehrere Fahrräder • mehrere Motorfahrräder • Fahrrad und Motorfahrrad Unerlaubtes Mitführen

die Führerin oder den Führer

• Schleppen

eines Fahrzeugs oder Gegenstandes durch die Führerin oder den Führer

Benützen

30 CHF

• eines Fussweges ohne abzusteigen • des Radweges in der verbotenen Fahrtrichtung • des Radstreifens in der verbotenen Fahrtrichtung Nichtbeachten

60 CHF

• eines Lichtsignals • eines «Wechselblinklichtsignals» oder eines «Einfachen Blinklichtsignals» Fällig wird eine Geldbusse bei Verletzung nachfolgender Punkte in der Höhe von:

30 CHF

• Nicht CHF

eines höchstens 7-jährigen Kindes (Art. 63 Abs. 3–5 VRV)

40

20 CHF

• Halten auf dem Fussgängerstreifen, wenn der Verkehr stockt

• Mitführen von Gegenständen, welche die Zeichengebung verunmöglichen

• Sichaufstellen vor einer wartenden Autokolonne • Unnötiges Laufen lassen des Motors eines stillstehenden Motorfahrrades einer wartenden Autokolonne durch Slalomfahren

• Sich ziehen lassen • Sich schleppen lassen

• Ziehen eines Fahrzeugs oder Gegenstandes durch

des Schutzhelmes durch die Führerin oder den Führer eines Motorfahrrades

20

• Überholen

die Führerin oder den Führer

• Nichttragen

einer über 7 Jahre alten Person (Art. 63 Abs. 3–5 VRV)

Fällig wird eine Geldbusse bei Verletzung nachfolgender Punkte in der Höhe von:

• Sich stossen lassen • Stossen eines Fahrzeugs oder Gegenstandes durch

vollständiges Anhalten bei Stopp-Signalen (Rollstopp)

• Widerhandlung

gegen die Einspurordnung durch Missachten des markierten Richtungspfeils sowie des Konturpfeils der Lichtsignalanlage

• Nichtfortsetzen der Fahrt in Pfeilrichtung

Fällig wird eine Geldbusse bei Verletzung nachfolgender Punkte in der Höhe von:

40 CHF

• Unerlaubtes Befahren des Trottoirs • Behinderndes Befahren von Längsstreifen für Fussgänger

• Überfahren oder Überqueren einer Sicherheitslinie innerorts

• Nichtgewähren des Vortritts bei Fussgängerstreifen Unterlassen des Handzeichens

CHF

beim Rechtsabbiegen

20

beim Linksabbiegen

30

beim Überholen

20

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FACHARTIKEL

Nichtbeachten des Vorschriftssignals

30 CHF

• «Allgemeines Fahrverbot in beiden Richtungen» • «Einfahrt verboten» • «Verbot für Fahrräder und Motorfahrräder» • «Verbot für Motorfahrräder» • «Vorgeschriebene Fahrtrichtung nach rechts» • «Vorgeschriebene Fahrtrichtung nach links» • «Hindernis rechts umfahren» • «Hindernis links umfahren» • «Geradeausfahren» • «Rechtsabbiegen» • «Linksabbiegen» • «Kreisverkehr» • «Abbiegen nach rechts verboten» • «Abbiegen nach links verboten» • «Wenden verboten» • «Radweg» • «Begegnungszone» • «Fussgängerzone» Befahren

30 CHF

• eines Busstreifens • eines Weges, der sich für Fahrräder und Motorfahrräder nicht eignet oder offensichtlich nicht dafür bestimmt ist Nichtbenützen

30 CHF

• des Radweges • des Radstreifens Abstellen eines Fahrrades oder Motorfahrrades, wo das Halten oder das Parkieren verboten ist aufgrund

ohne Kontrollschild oder ohne gültige Vignette bei bestehender Versicherung

60

ohne den erforderlichen Fahrzeugausweis

80

ohne bestehende Versicherung Überlassen eines Motorfahrrades

120 CHF

ohne Kontrollschild oder ohne gültige Vignette bei bestehender Versicherung zum Gebrauch

60

ohne den erforderlichen Fahrzeugausweis zum Gebrauch

80

ohne bestehende Versicherung zum Gebrauch Fahren ohne

120

CHF

Glocke

20

fest angebrachte Rückstrahler

40

den erforderlichen Rückspiegel bei Motorfahrrädern

20

Mangelhafter Zustand des Reifens, pro Rad

20 CHF

Fussgängerbussen Fussgänger sowie Benützer von fahrzeugähnlichen Geräten Nichtbenützen

10 CHF

entfernt ist

20 CHF

• einer Überführung, sofern sie weniger als 50 m entfernt ist

• einer Unterführung, sofern sie weniger als 50 m entfernt ist Betreten

20 CHF

• Autobahnen • Autostrassen

Fahrzeugausrüstungsbussen und Administrativbussen

37

CHF

• des Trottoirs • des Fussgängerstreifens, sofern er weniger als 50 m

• allgemeiner Verkehrsregeln • von Signalen • von Markierungen

Fahren mit nicht gut lesbarem Kontrollschild

Benützen eines Motorfahrrades

20 CHF

Fahren ohne Licht

20 CHF


FACHARTIKEL

Benützen eines Radweges durch Fussgängerinnen und Fussgänger, wenn

10 CHF

• ein Trottoir vorhanden ist • ein Fussweg vorhanden ist Behinderndes Benützen

Fällig wird eine Geldbusse bei Verletzung nachfolgender Punkte in der Höhe von:

20 CHF

• Umgehen, • 20 CHF

• der für die Fussgänger bestimmten Verkehrsflächen • der Fahrbahn verkehrsarmer Nebenstrassen

Übersteigen oder Unterqueren von Schranken oder Halbschranken Verwendung von fahrzeugähnlichen Geräten auf nicht zugelassenen Verkehrsflächen

Missachten des Vortritts der Fussgänger

30 CHF

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FACHARTIKEL

AUS DEM LEBEN DES

1. POLIZEI-MOTORSPORTCLUBS ERFURT E.V. IM ADAC

Aus der „Sportvereinigung Deutsche Volkspolizei“, die bereits am 20. Juni 1950 mit Befehl 119/50 des Chefs der Deutschen Volkspolizei gegründet wurde, entstand die Sportvereinigung Dynamo. Sie wurde mit Beschluss des Gründungskongresses am 27. März 1953 ins Leben gerufen. In den 50er-Jahren wurden in den damaligen DDR-Bezirken Trainingsstätten, Sektionen, Kinder- und Jugendabteilungen und andere Einrichtungen der SV Dynamo gebildet.

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der Aktiven so zu gestalten, dass sie die DDR auch ohne Trainingsverlust international erfolgreich vertreten.

Paul Friedrichs gewinnt 1972 den „Pokal der Kalikumpel“

Am 01. Mai 1961 wurde die Bezirksorganisation Dynamo Erfurt beauftragt, den Motorsport in die Sportförderung aufzunehmen und im weiteren in der 7. Volkspolizei-Bereitschaft zu betreiben. Dazu wurden in den Kompanien entsprechende Stellen mit aktiven Motorsportlern besetzt und sukzessive der Motocrossund Enduro-Sport betrieben. Die Motorsportdisziplinen, wie Verkehrserziehung und Orientierungssport, wurden vor allem zur Einbeziehung der Mitglieder der Sportvereinigung Dynamo und zur Organisation sowie Durchführung eines umfassenden Breitensports geschaffen. Vor allem der Verkehrserziehung wurde

Am Anfang der 60er-Jahre rückte der Motorsport mehr und mehr ins Interesse der Bevölkerung. So war es nicht verwunderlich, dass gerade in der Sportgemeinschaft Dynamo Erfurt der Motorsport etabliert wurde. Es ging in erster Linie darum, den Motorsportaktiven der Werksmannschaften, wie u. a. Kali Merkers, Simson Suhl, Motorradwerk Zschopau, aber vor allem die GST-Sportmannschaften im Motorsport zu unterstützen und die Wehrpflicht

Joachim Helmhold gewann 1962 den „Pokal der Kalikumpel“

Die DDR-Mannschaftsmeister auf der „Alten Warth“ 1971, 1. MC Dynamo I (mit den Fahrern Friedrichs, Glawe, Franke, Hoppe und Trinks) Die drei Fotos entstammen der Broschüre Motocross 1955-1977 MC „Kali“ Merkers/DDR.

in den folgenden Jahren immer mehr an Bedeutung beigemessen. Erfahrene Volkspolizisten traten in den Schulen der Städte und Gemeinden auf und referierten zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr. Ab Anfang der sechziger Jahre waren vor allem die Sportfreunde Joachim Helmhold (DDRMeister 1960) und Paul Friedrichs (Weltmeister 1966, 1967 und 1968, einmal Vizeweltmeister und einmal belegte er den 3. Platz bei der WM, in den verschiedenen Klassen wurde er mehrmals DDR-Meister) für den MC Dynamo Erfurt-Süd erfolgreich. Mit den Fahrern u. a. Hoppe, Fischer, Schadenberg, Glawe, Stein und Franke, die zeitweilig beim MC Dynamo Erfurt fuhren, erkämpften sich die Dynamos in


FACHARTIKEL

den 60er- und 70er-Jahren mehrfach den DDR Mannschaftsmeistertitel im Motocross-Sport. Als bedeutsamer Höhepunkt wurde durch die Bezirksorganisation Dynamo Erfurt die jährlich zu organisierende MotocrossVeranstaltung in Apolda „Am Tannengrund“ bzw. zeitweilig in Arnstadt auf der Rennstrecke am Jonastal gestaltet und unterstützt. Ihre letzte, die 61. Motocross Veranstaltung auf der Rennstrecke in Apolda „Am Tannengrund“ organisierten die Mitglieder des 1.

Motocross-Veranstaltung in Geisleden

MSC des PSV Erfurt am 24./25. Oktober 1992 mit dem internationalen Lauf zur Deutschen Motocross-Meisterschaft 125 ccm und dem Lauf im Deutschen Motocross-Cup 500 ccm 2-Takt. Die Unterstützung anderer Ortsclubs bei der Organisation und Durchführung von Motocrossund Rallye-Veranstaltungen wurde in der Vorstandsarbeit stets berücksichtigt. Die MotocrossVeranstaltungen in Geisleden wurden immer unterstützt.

Foto: Quenzel, Apolda

So auch die Veranstaltungen in Pößneck – wie man auf den 4 Bildern rechts sieht, nicht nur als Streckenposten sondern als stellvertretender Rennleiter, Ralleysekretär, Besetzung der Zielkontrollen, Mitarbeiter im Rennbüro oder als Versorger. Auf der Mitgliederversammlung des 1. MSC des PSV Erfurt am 27.12.1990 wurde der Beitritt zum ADAC unter der Flagge des PSV Erfurt beschlossen. Ab 1993 widmeten sich die Motorsportler neben der Verkehrserziehung mehr der Touristik. Ausflüge, Sternfahrten und Heimatwettbewerbe für die ganze Familie wurden im Sportplan beschlossen. 40


FACHARTIKEL

Im Jahre 1996 fand die Trennung vom PSV Erfurt statt. Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 25.05.1996 in Beichlingen wurde die Umbenennung in den 1. Polizei-Motorsportclub Erfurt e.V. beschlossen. Das Vereinsleben des 1. PMSC Erfurt zeigte sich in der Vergangenheit sehr vielgestaltig. Unsere Vereinsmitglieder warteten auf die Einladung für die Jahreshauptversammlungen, die Frühjahrs- und Herbsttreffen, die jährlich an einem anderen Ort durchgeführt wurden, um ihr Wissen und Können zu festigen sowie fröhlich zusammen zu sein. Seit 1998 nehmen Mitglieder des 1. PMSC Erfurt an den Internationalen Polizeisternfahrten der Internationalen Police Motor Corporation (IPMC) teil. Das Interesse an diesen europäischen Sternfahrten, vor allem die Zusammenarbeit mit den Kollegen aus anderen Ländern, waren und sind Ansporn sowie Verpflichtung für unsere Mitglieder.

41

Bilder oben und rechts: Die ersten Anfänge der Clubmeisterschaften im Orientierungssport mit dem „Trabant“ im Thüringer Land, Familie Frömer mit der Start-Nr. 11.

Unser Antrag zur Aufnahme des 1. PMSC Erfurt in die IPMC wurde auf dem Delegiertenkongress am 23. Juli 2004 in Torun/Polen einstimmig beschlossen und hat das Interesse zur internationalen Zusammenarbeit geprägt, sowie die Vielseitigkeit unserer Motorsportaktivitäten erhöht. Zu einem besonderen Höhepunkt in unserem Vereinsleben

gestaltete sich die Organisation und Durchführung der 61. Internationalen Polizeisternfahrt der IPMC vom 16.07. bis 21.07.2007 nach Erfurt. Bilder unten: Alt und jung, wie hier beim Fahrradturnier in Mühlhausen, erlebten Spaß und Freude zugleich.


FACHARTIKEL

Im Frühjahr 2007 kontrollierte das Präsidium der IPMC die Vorbereitungen der Veranstaltung vor Ort. Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Erfurt,

Bild unten links: Die Eröffnung der 61. IPMC Sternfahrt fand auf dem Domplatz in Erfurt statt. Die Polizei-Kradstaffel von Kassel zeigte dem Publikum ihr Können.

Andreas Bausewein, führte das Präsidium persönlich durch das Rathaus und brachte seine Freude über die Veranstaltung zum Ausdruck.

2 Bilder + Kreis: Der damalige Staatssekretär des Thüringer Innenministeriums, Stefan Baldus, empfing das Präsidium auf seine Art und begeisterte nicht nur den Präsidenten der IPMC.

Bild unten rechts: Sie brachte Herrn Staatssekretär, Stefan Baldus, aus dem Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Forsten sicher zu den Domstufen.

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FACHARTIKEL

Im Jahre 2009 waren der Heilige Ort, Maria Weissenstein, das Spargelfest in Terlan mit der Spargelkönigin und die St. Appolonia einige unserer Ausflugsziele bei der Sternfahrt nach Lana in Südtirol (4 Bilder oben). Eine kleinere Gruppe des 1. PMSC Erfurt e.V. im ADAC führte vom 19.07. bis zum 25.07.2014 die ausgeschriebene Sternfahrt nach Ljubljana durch. Die 11 Sternfahrer besuchten die Innenstadt 43

und am Stadtrand Bauten des bekannten Architekten Plecnik. Eine Ausfahrt nach Lipiza mit Gestütsführung und zur Adria nach

Portoroz, die Besichtigung des Strohhutmuseums in Domzale, der Schlossanlagen von Polhov Gradec mit Post- und Fernmelde-


FACHARTIKEL

museum sowie die Ausfahrt zur 725 m hoch gelegenen wundervollen Kirche Korena, oberhalb von Horjul, standen auf unserem umfangreichen Programm. Wir hatten eine sehr schöne Zeit und ausgezeichnete Unterbringung mit Bewirtung im Hotel Katrca 1905.

Das Fahrsicherheitstraining, das EM-Slalomtraining mit dem PKW zur Vorbereitung der IPMC-Meisterschaft gehören ebenso zum Sportplan wie das Verkehrssicherheitstraining, hier dargestellt durch eine Übung im Überschlagssimulator des TÜV (Bilder oben und links). In Zusammenarbeit mit der Erfurter Polizei und dem 1. Polizei-Motorsportclub Erfurt e.V. im ADAC verteilen Kinder der Schulen im Rahmen der Aktionen „Blitz für Kids” gelbe bzw. grüne Karten an die Autofahrer.

1. Klassen die begehrten ADACSicherheitswesten. Fazit: In allen Dingen des Lebens das rechte Maß zu finden, ist nicht immer leicht – es ist Vertrauenssache!

Sowohl im Dienst und bei der Arbeit als auch in der Freizeit erwirbt man Erkenntnisse durch Erleben und Erfahrungen sammeln. Das prägt und hilft uns, den heutigen Erfordernissen angemessen zu begegnen.

Im Jahr 2015 überreichten die Mitglieder des 1. PMSC Erfurt an vier Schulen in Erfurt bei der Aktion „Sicherheitswesten für Erstklässler” an 203 Schüler aus neun

Unser Leben ist geprägt von der Vergangenheit und Gegenwart, damit wir die Zukunft gestalten können. Dazu zählt die ehrenamtliche Tätigkeit im 1. PMSC Erfurt.

Jörg Frömer Ehrenvorsitzender des 1. PMSC Erfurt e.V. im ADAC 44


Maria ann Musterm 80

*09.11.19

16

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Internatio

• Der Präsident des Clubs ist für die Richtigkeit verantwortlich • Er sammelt die Anträge • Er braucht mindestens 50 Anträge, um sie dann an edv@ipmc.org zu schicken • Er bezahlt pro Antrag € 10,-- auf das Konto der IPMC + einmalig € 18,-- für Verpackung und Porto • Die Ausweise werden von der IPMC gedruckt • Die IPMC schickt die Ausweise an den Antragsteller • Der Versand erfolgt ab einer Menge von 50 Stück • Es gibt keine Wartezeit mehr bis zur nächsten Sternfahrt

• Президент клубу є несе відповідальності за точність • Він збирає запити • Він потребує принаймні 50 запитів, щоб відправити їх на 2-й віце-президент IPMC (edv@ipmc.org) • Він заплатив за застосуванням € 10,-- на рахунок IPMC + унікальний € 18,-- для упаковки і відправки поштою • Ідентифікаційні картки друкуються на IPMC • IPMC посилає посвідчення особи заявника • Доставка є мінімальна кількість 50 штук • Там немає часу більше чекати до наступного мітингу

• The President of the club is responsible for the accuracy • He collects the requests • He needs at least 50 requests to send them via e-mail to edv@ipmc.org • He pays per application € 10.00 to the account of IPMC + unique € 18.00 for packaging and postage • The ID cards will be printed by the IPMC • The IPMC sends the ID cards to the applicant • Shipping is a minimum quantity of 50 pieces • There is no more waiting time until the next rally

• Elnöke a klub felelős a • Ő összegyűjti a kérelmeket • Szüksége van legalább 50 kéri, hogy küldje el a 2. alelnöke IPMC (edv@ipmc.org) • Kifizette egy alkalmazás €10,-- számlájára IPMC + egyedi € 18,-csomagolási és postaköltséget • Az azonosító kártyák nyomtatja a IPMC • A IPMC elküldi az igazolványokat a kérelmező • Szállítás a legalább 50 db • Nincs több várakozási idő, amíg a következő rally

• Przewodniczący klubu jest odpowiedzialny za prawidłowość • Zbiera wnioski • On potrzebuje co najmniej 50 wniosków, aby wysłać je do 2 Wiceprezesa IPMC (edv@ipmc.org) • Zapłacił za wniosek € 10,-- na konto IPMC + unikalny € 18,-- do pakowania i wysyłki • Te dowody tożsamości są drukowane przez IPMC • IPMC wysyła legitymacje wnioskodawcy • Wysyłka jest minimalna ilość 50 sztuk • Nie ma czasu, trzeba czekać aż do następnego rajdu

• El presidente del club es responsable de la exactitud • Colecciona las peticiones • Se necesita por lo menos 50 solicitudes de enviarlos al segundo vicepresidente de la IPMC (edv@ipmc.org) • Él pagó por aplicación € 10,-- a la cuenta de IPMC + única € 18,-para el embalaje y franqueo • Las tarjetas de identificación se imprimen por la IPMC • El IPMC envía las tarjetas de identificación al solicitante • El transporte marítimo es una cantidad mínima de 50 piezas • No hay tiempo que esperar hasta el próximo rally

• Президент клуба является несет ответственности за точность • Он собирает запросы • Он нуждается по крайней мере 50 запросов, чтобы отправить их на 2-й вице-президент IPMC (edv@ipmc.org) • Он заплатил за применением € 10,-- на счет IPMC + уникальный € 18,-- для упаковки и отправки почтой • Идентификационные карточки печатаются на IPMC • IPMC посылает удостоверения личности заявителя • Доставка является минимальное количество 50 штук • Там нет времени больше ждать до следующего митинга

Bankverbindung / bank / Bank / Банк / банк / Bank INTERNATIONAL POLICE MOTOR CORPORATION (IPMC) Sparkasse Oberösterreich, 4020 Linz, Landstraße 74 IBAN: AT88 2032 0168 0468 7069 BIC: ASPKAT2LXXX

Police Mobil 2016 Sonderausgabe  

Police Mobil is the official magazine of the International Police Motor Corporation (IPMC)

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