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Chemie/Kunststoff

Ă–sterreich* * Wo die Chemie fĂźr Ihr Unternehmen stimmt www.investinaustria.at


Inhalt Inhalt ..........................................................................................2 Chemische Industrie: führender Industriezweig ........................3 Kunststoff: exzellentes Spezialwissen für den Weltmarkt.........4 Forschung mit Präzision.............................................................5 Multis setzen auf Österreich......................................................6

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Chemische Industrie: führender Industriezweig Perfekte Mischung für Henkel, BASF oder Borealis

Die chemische Industrie gehört mit mehr als zwölf Prozent Anteil an der Industrieproduktion zu den führenden Industriezweigen in Österreich. Rund 280 Betriebe (2009) mit 41.400 Beschäftigten erwirtschaften einen Umsatz von 12,2 Milliarden Euro. Rund zwei Drittel der Produktion gehen in den Export. Multis wie BASF, Beiersdorf oder Henkel haben ihr Osteuropa-Headquarter in Österreich errichtet. Effiziente Netzwerke garantieren in Österreich eine optimale Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Die Kunststoff-Cluster, mit teilweise grenzüberschreitenden Aktivitäten in die neuen EU-Mitgliedsländer, ermöglichen der Branche optimale Wachstumsbedingungen. Die chemische Industrie in Österreich gewinnt an Fahrt und zeigt sich einmal mehr als Vorläufer im Konjunkturzyklus. Im Jahresdurchschnitt wird für 2010 ein Produktionsplus von 6 Prozent erwartet.

„Österreich ist Kompetenzzentrum und HightechStandort auch für Mittel- und Osteuropa. Als Regional-Headquarter konzentrieren wir Kompetenz in Wien, um in Osteuropa optimale Effizienz zu garantieren.“ Wichtigste Industriebranchen Abgesetze Produktion, in Prozent, 2009

26,95

M aschi nen & M et al l war en 12,85

C hemi sche I nd . 2 El ekt r o - und Elekt r o ni k

3

N ahr ung s - und Genussmi t t el

4

M i ner al ö l

5

F ahr z eug e Ho lz ver ar b eit ung B er g wer ke & Eisen

11,32 8,91 8,33 7,00

6 7

6,12

8

5,89

Gas - u . W är mever so r g ung

9

St eine und Ker amik 10 Pap i er 11

4,92 3,21 2,84

Quelle: Wirtschaftskammer Österreich

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Kunststoff: exzellentes Spezialwissen für den Weltmarkt Davon profitieren Industriezweige vom Werkzeugformenbau bis zur Skierzeugung

Österreich zeichnet sich durch Spezial-Know-how in der Kunststoff verarbeitenden Industrie aus, das etwa im Werkzeugformenbau oder in der Skiindustrie Anwendung findet. Der Bereich Kunststofferzeugung und -verarbeitung erwirtschaften rund 4 Milliarden Euro jährlich. Die Unternehmen erzeugen unter anderem Verpackungsprodukte (Folien und Hohlkörper wie z.B. Fässer, Kanister, Flaschen, Dosen, Becher), technische Teile für den Automobilbau, den Maschinenbau und die Elektrotechnik sowie Rohre und Bauprodukte. Die wesentliche Bedeutung von Österreich für Multinationals illustriert das Beispiel des Kunststoffherstellers Borealis, der sein Innovation Centre in Linz zum Mittelpunkt der internationalen Forschungsaktivitäten des Unternehmens gemacht hat. Innovative Ideen führen zu revolutionären Erfindungen wie etwa die in Österreich entwickelte ExjectionTechnologie, die die Vorteile von Extrusions- und Spritzguss kombiniert. Experten bejubelten das Verfahren als erste wirklich neue Technologie im Bereich Spritzgießen seit Jahren. Recycling als Industriezweig. Die ARA (Altstoff Recycling) hat im Jahr 2009 insgesamt 205.933 Tonnen Kunststoff-Verpackungen verwertet. Zum einen wird Granulat für die Erzeugung neuer Kunststoffprodukte hergestellt, zum anderen wieder Rohstoffe für die chemische Industrie. Zusätzlich findet auch eine thermische Verwertung statt.

Anteile der einzelnen Branchen In Prozent, 2009 Kunst st o f f war en Phar maz eut i ka

33,3

1 16

2

Kunst st o f f e

3

C hemief aser n

4

Kaut schukw ar en

Verw ertete Kunststoffverpackungen In Tonnen

14,8 4,7 3,9

5

W aschm ./ Ko sm . 6

3,4

Lacke & F ar b en 7

3,2 2,9

A g r o chemikali en 8 I nd ust r ieg ase 9

1

19 9 9 2000 2001 2002 2003

84.700 90.800 98.700 101.700 109.501

2004

114.647

2005

117.675

2006

126.100

2007

129.200

2008

131.537 205.933

2009

Quelle: Wirtschaf tskammer Österreich Quelle: ARA

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Forschung mit Präzision Intensives Cluster-Management ermöglicht optimale Produktentwicklung und gezieltes Marketing

Die Kunststoffcluster in Oberösterreich und Niederösterreich (409 Unternehmen, 57.800 Mitarbeiter) sowie das Netzwerk Kunststoff in Kärnten garantieren durch die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft optimale Bedingungen für Unternehmen. Technologiezentren bieten darüber hinaus ein fruchtbares Konglomerat von F&EEinrichtungen, universitären Ausbildungsstätten und innovativen Firmen. → www.kunststoff-cluster.at

Zahlreiche Forschungseinrichtungen wie die Technische Universität Graz, die Montanuniversität Leoben, Universität für Bodenkultur, IFA Tulln oder Joanneum Research, um nur einige zu nennen, betreiben wirtschaftsnahe Forschung. Kunststoffcluster Leoben In Leoben (Steiermark) haben sich sieben Forschungseinrichtungen und acht Unternehmen der österreichischen Kunststoffwirtschaft zu einem Forschungscluster zusammengeschlossen. Unter der Leitung der dortigen Polymer Competence Center Leoben (PCCL) sollen durch Anwendung von Nanotechnologie Kunststoffe für spezielle Anwendungen optimiert werden. Geballte Kunststoffkompetenz im Leobener PCCL Das Polymer Competence Center Leoben GmbH (PCCL) – ein K-plus-Kompetenzzentrum – ist eine außeruniversitäre Forschungsgesellschaft. Die Forschungsschwerpunkte, die in Kooperationen mit mehr als 43 Unternehmen der Kunststoffwirtschaft sowie 7 wissenschaftlichen Partnern (u.a. Montanuniversität Leoben, Technische Universität Graz, Universität Linz) bearbeitet werden, liegen unter anderem im Bereich von High-Performance Polyolefinen, Advanced Composites und Nanocomposites sowie innovativen Kunststoffverarbeitungstechnologien oder Kunststoffe für die Solartechnik. → www.pccl.at Qualitätsmerkmal: Montanuniversität Leoben Die Montanuniversität Leoben ist ein wichtiger Partner der Industrie. Die Spezialgebiete reichen von Spritzgießen über Thermodynamik und Recycling bis hin zur Konstruktion und Fertigung von Verbundbauteilen. An der Montanuni Leoben entwickelten Kunststofftechniker einen neuartigen „Faserschmeichler-Kunststoff“, der sowohl Strom leitet als auch biegsam ist. Das war der Impuls für das Spin-off „Advanced Polymer Compounds“, ein lebendiges Beispiel für die wirtschaftsnahe Forschung in Leoben. → www.unileoben.ac.at TGM – Versuchsanstalt für Kunststoff- und Umwelttechnik Das TGM beheimatet neben der Schule für Werkstoffwesen auch eine Versuchsanstalt für Kunststoff- und Umwelttechnik sowie ein Laboratorium für Kunststofftechnik. Gemeinsam mit dem Laboratorium für Kunststofftechnik (LKT) und der TU-Wien wird an einer Vielfalt von Forschungsprojekten im Bereich Kunststofftechnik geforscht. Der Industrie werden hier Untersuchungen aller makromolekularen Werkstoffe angeboten, die in Technik, Landwirtschaft, Medizin, Verpackung, Haushalt und Betrieb Anwendung finden. → www.tgm.ac.at 5


Multis setzen auf Österreich Von der Forschung über die Produktion bis zur Bearbeitung der osteuropäischen Märkte

Borealis Der ursprünglich dänische Konzern Borealis ist der größte Kunststoffhersteller Österreichs. Borealis umfasst in Österreich den Standort Schwechat - wo sich die Produktionsanlagen befinden - und den Standort am Chemiepark in Linz. Ende 2009 eröffnete Borealis sein weltweites Forschungszentrum in Linz. Rund 350 internationale Borealis Mitarbeiter aus den Bereichen Forschung und Produktentwicklung sowie Marketing und Vertrieb arbeiten hier an der Entwicklung von Materialien der Zukunft. 100 neue Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung aus über 30 Ländern ergänzen dabei die bestehenden 1.100 Beschäftigten der Borealis am Standort Linz. 2009 wurde für die Kapazitätserweiterung im Bereich der Katalysatorproduktion eine zusätzliche Investition von EUR 75 Millionen bekannt gegeben. Das Unternehmen hat 2006 seine Konzernzentrale von Kopenhagen nach Wien verlegt. → www.borealisgroup.com

Henkel Henkel CEE mit Sitz in Wien ist einer der wichtigsten Wachstumsmotoren für die deutsche Henkel-Gruppe. Sie ist für 32 Länder in Zentral- und Osteuropa mit über 30 Produktionsstätten und rund 9.500 Mitarbeitern verantwortlich. Der Standort Wien wird sukzessive aufgewertet: Henkel produziert hier über 200.000 Tonnen Wasch- und Reinigungsmittel, 75 Prozent davon werden exportiert. Nach der Schließung des ungarischen Werkes wurde der Henkel CEE-Standort in Wien weiter aufgewertet: Der Großteil der Produktion wanderte nach Wien. Neben der idealen geographischen Lage habe sich Henkel CEE mit Sitz in Österreich als zentraler Mittler einen Namen machen können. Wesentlich zur Beibehaltung des Standortes Wien habe aber auch die österreichische Regierung mit der Senkung der Körperschaftssteuer und dem Gruppenbesteuerungsabkommen beigetragen, so Günter Thumser, Präsident der Henkel CEE. → www.henkel.at Sabic Sabic Innovative Plastics haben 2007 den Geschäftsbereich hochwertige technische Thermoplaste von der ehemaligen GE Lighting/Plastics Austria übernommen. In Österreich ist Handel und Produktion von Hohlkammerplatten aus Polykarbonat angesiedelt. Der Kunststoff wird für Autoteile, Computergehäuse, Telekomausrüstung und als Baumaterial verwendet. Der saudia-arabische Petrochemie-Konzern beschäftigt weltweit 19.000 Mitarbeiter, davon 3300 in Europa. → www.sabic.eu

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Asota Asota, Teil der englischen Chapelthorpe plc Group, zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Stapelfasern. In Österreich werden am Produktionsstandort Linz auf fünf Produktionsstraßen bis zu 25.000 Tonnen Stapelfasern pro Jahr erzeugt. Die Exportrate beträgt über 97 Prozent. Die Produkte werden in weitere Folge für Bodenbeläge, Automobile oder Sonnenschutz verwendet. Asota liefert unter anderem die Polypropylen Fasern für zwei Großprojekte in Österreich, die Einhausung der Autobahn Linz Bindermichl und den Eisenbahntunnel Brixlegg. Polypropylen Fasern verhindern im Falle eines Brandunglückes das Abbröckeln von Beton. → www.asota.at Sunpor Der norwegische Konzern Sunpor macht Geschäfte mit intelligenter Luft. Denn die EPSKügelchen, die aus der Chemiefabrik in St. Pölten an Kunden in ganz Europa und darüber hinaus geliefert werden, enthalten letztlich nur zwei Prozent Kohlenwasserstoff. Der große Rest ist Luft. Rund 160 Sunpor-Mitarbeiter produzieren rund 175.000 Tonnen EPS-Granulat pro Jahr. Die Exportquote liegt bei 90 Prozent. Der Rohstoff aus St. Pölten fließt zu 80 Prozent in Wärmedämmungen, zu 20 Prozent in Verpackungen und Spezialprodukte, zu denen auch Fahrradhelme gehören. Sunpor investiert kräftig in Österreich: 2009 wurde in St. Pölten das modernste Werk Europas eröffnet. → www.sunpor.at Engel Die Engel Gruppe ist eines der weltweit führenden Unternehmen bei Spritzgießmaschinen und bietet für den Kunststoffmaschinenbau alle Technologiemodule wie Spritzgießmaschinen, Werkzeug und Automatisierung. Mehr als die Hälfte der Spritzgießmaschinen landen in der Automobilbranche: Die Palette der erzeugten Produkte reicht von Innenverkleidungen bis zu Stoßstangen. Die von Engel entwickelte "Water Injections Technology" wird von BMW zum Beispiel für die Produktion des weltweit ersten Kunststoff-Ölmesssystem verwendet. Aber auch Kunststoff-Produkte des täglichen Bedarfs werden meist auf Engel-Maschinen erzeugt - von der Bohrmaschine bis zum Kühlschrank. Zum Beispiel hat Engel hat insgesamt 1500 Maschinen an Lego geliefert. → www.engelglobal.com

„Neben hoch qualifizierten Arbeitskräften zählen die sehr hohe Arbeitsmotivation (wenig Streiks) und Produktivität zu den Erfolgsfaktoren. Die EUErweiterung und die traditionell guten Geschäftsbeziehungen zu den neuen Mitgliedsländern sind weitere Gründe für Österreich als Produktionsstandort.“

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Impressum Stand: November 2010 Medieninhaber und Herausgeber: ABA-Invest in Austria FĂźr den Inhalt verantwortlich: RenĂŠ Siegl Redaktion: Maria Hirzinger, Karin Schwind-Derdak Druck: Digital Druck Donau Austrian Business Agency Opernring 3, A-1010 Wien Tel.: +43-1-588 58-0 Fax: +43-1-586 86 59 office@aba.gv.at www.investinaustria.at

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Chemische Industrie: führender Industriezweig in Österreich  

Die chemische Industrie gehört mit mehr als zwölf Prozent Anteil an der Industrieproduktion zu den führenden Industriezweigen in Österreich....

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