Page 188

TIPPS & TRICKS

188

Festivals früher und heute

WAS LIEF BESSER? WAS WAR SCHLECHTER?

Bilderbuch • Moderat SOHN • Mighty Oaks HONNE • Mura Masa

Von Wegen Lisbeth • Dan Croll • Tua • Claire Fatoni • FIL BO RIVA • Rampue • James Hersey KYTES • Malky • Milliarden • Liquid & Maniac Shout Out Louds • FUCK ART, LET'S DANCE! Voodoo Jürgens • Pomrad • Lilly Among Clouds dePresno • Golf • Neufundland • WOMAN Mavi Phoenix • Julian Stetter • JOSIN • Banfi C.O.W. 牛 • Roger Rekless • Luisa Babarro • u.v.a.

8.-10.06.2017 Schloss Kaltenberg Tickets auf pulsopenair.de

Man sagt ja immer, Festivalbesucher seien blutjung und flüchtig. Dabei zeigt das Sittengemälde bereits seit Jahren, dass hier mittlerweile ein Treffen der Generationen stattfindet. Nicht nur der Festivalguide geht seit nunmehr 20 Jahren regelmäßig auf Open Airs, sondern auch viele Leser und User. Warum auf diesen Erkenntnisschatz verzichten? Wir fragten nach, was sich in diesen 20 Jahren am meisten verändert hat … »Super finden wir, dass sich insbesondere die Toilettensituation verbessert hat: Früher gab’s oft nur Dixis, heutzutage sind Wassertoiletten fast überall (zusätzlich) Standard. Auch hinsichtlich Sicherheit (Nachtbeleuchtung, Security) hat sich Vieles verbessert. Bei unseren ersten Festivals gab’s auch noch keine Wellenbrecher und das Gedränge war viel größer und gefährlicher (i Roskilde). Die Wellenbrecher finden wir daher grundsätzlich gut. Blöd nur, dass man deswegen mitunter Stunden vor seiner Lieblingsband nach vorne muss, da man sonst nicht mehr reinkommt …« Steffi Scholz »Festivals – ein Ort an dem alle gleich sind – das war einmal. Wo früher gleiches Recht für alle galt, gibt es heute eine 2 (oder mehr) Klassengesellschaft. Wer Geld hat, braucht noch nicht mal mehr sein eigenes Zelt zum Camping zu schleppen, sondern es steht schon – im vom Pöbel abgetrennten Bereich – parat. Man verkauft Bequemlichkeit als ›Experience‹, wobei die wahre Festival-›Experience‹ eigentlich immer darin bestand, auf einem gemeinsamen Campingplatz gemeinsam zu feiern, egal mit welchem Hintergrund.« Sophie T. »Das gemischte Line-up bei den ›großen‹ wie Rock im Park, Novarock und Frequency macht mir nichts aus, hier wird den Veranstaltern oft ›fehlende Konsequenz‹ vorgeworfen, dabei gibt es wohl für jeden Musikgeschmack das passende Festival. Ich gehe nach wie vor gerne auf Festivals, mit dem Alter kommt vor allem der Wunsch nach ›Normalität‹. Heutzutage endet alles im Exzess und der Selbstdarstellung. Ich bin da simpler gestrickt: Zelt, Bier, Musik, vielleicht ein lustiger Hut.« Elisabeth Monai »Was mir auf den Sack geht, ist die Kommerzialisierung der Festivals. Klar, Bier und Bandshirts haben schon immer Geld gekostet. Aber brauchtʼs ein H&M? Braucht’s ein Riesenrad? Und ʼne Wasserrutsche? Hauptsache der Hintergrund fürʼs Instagram Selfie im H&M Hippieoutfit für 49,99 sitzt. Festivalgefühl ist #hurricaneswimteam, nicht Coachella mit Paul Ripke Bildern! #isso« Jan Bügel »Früher haben wir auf Heuballen geschlafen und unsere Kacke im Wald verbuddelt. Heute heult jeder rum, wenn es kein gratis Wasser gibt und das Dixi etwas voll ist.« Sven Vlao »Hat sich nichts geändert, gleiche Kapellen wie vor 20 Jahren.« Gromit Kooperative

Profile for Intro GmbH und Co. KG

Festivalguide 2017  

Festivalguide online lesen: Alle Infos zur Open Air Saison 2017.

Festivalguide 2017  

Festivalguide online lesen: Alle Infos zur Open Air Saison 2017.

Profile for intro
Advertisement