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SEPTEMBER

HIGHLIGHTS

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02.–03.09.

02.09.

MUSIKSCHUTZGEBIET

ANGST MACHT KEINEN LÄRM

Nach kurzer Auszeit bewahrt das Scheunenfestival die hessische Musikszene weiterhin vorm Aussterben.

Der Name stammt von Jens Rachuts alter Band Angeschissen. Hier sprüht alles vor Punkrock‑Charme.

Das Festival mit der schönsten Abkürzung der Welt – »MamF« – findet auch noch in einem der schönsten Städtchen Norddeutschlands statt.

Südlich von Kassel hatte ein Student vor 13 Jahren die Idee, ein Festival auf dem Bauernhof seiner Eltern zu veranstalten und somit die hessische Kultur zu bereichern. Die Familie willigte glücklicherweise ein und so entstand das überwiegend von Freiwilligen aufgestellte Musikschutzgebiet, welches in seiner Geschichte etliche Künstler kurz vor ihrem Durchbruch im intimen Rahmen präsentieren konnte. Zudem wurde ein unterstützender gemeinnütziger Verein gegründet, der sich um die Förderung von regionaler Kunst und Musik bemüht. Nach einjähriger Pause öffnet das Gut wieder seine Tore und lockt erneut mit musikalischer Bandbreite, Kunstausstellungen, nationalen und lokalen Acts sowie einem nahegelegenem Naturschutzgebiet in die hessische Tundra. (AS)

Dresden kann gute Publicity gebrauchen. Ist doch bedauerlich, wenn man ständig mit diesen Pegidas in Verbindung gebracht wird. Die Stadt hat so viel Schönes: Die Frauenkirche, die Semperoper … und in diesem Herbst auch ein tolles, kleines Festival. Die Herren Pascow und Turbostaat laden zu ihrem alljährlichen Punkrock‑Klassentreffen ein. Das Konzept ist recht einfach: Die Gastgeber spielen, außerdem kommen andere, zu ihnen passende Bands vorbei. Das Festival ist ein Nomade, im vergangenen Jahr war’s in Potsdam, davor in Leipzig. Viel Tamtam gibt es nicht, aber wer deutschsprachigen Punkrock mag, ist hier eh im Paradies. Und nebenbei eben Dresden angucken und vielleicht noch mit ein paar Pegida‑Leuten freundlich über den Irr‑Sinn in ihrem Kopf diskutieren. (JB)

Es muss ja nicht immer ein ganzes Wochenende sein, manchmal reicht auch ein einziger Tag, um den Festivalakku wieder aufzuladen. Dazu eignet sich das MamF im norddeutschen Stade ganz vorzüglich. Der beherbergende Bürgerpark glänzt nicht nur durch seine schönen alten Bäume und der picknickgeeigneten Wiese, sondern auch durch die Nähe zum Bahnhof und zum Wasser. Wer tatsächlich mal eine Pause vom Line‑up braucht, kann außerdem in die nahe gelegene Innenstadt bummeln, denn die ist mit ihren alten Fachwerkhäusern wirklich wunderschön. Das Stichwort beim MamF ist ganz klar Gelassenheit. Mit seiner überschaubaren Größe, der hübschen Umgebung und dem kleinen, feinen Line‑up werden hier auch Festivalanfänger glücklich. (JB)

MÜSSEN ALLE MIT.

Live: Audio88 & Yassin, Birth Of Joy, Blackberries, Captain Planet, Chima Ede, Der Ringer, Leoniden, Mädness & Döll, Meadows, Schnipo Schranke, Sea Moya, Tremaire u. v. a.

Live: Pascow, Turbostaat u. v. a.

Live: Die Sterne, Lake, Locas In Love, Madsen, Pollyester, Schnipo Schranke, Sookee, Tex u. v. a.

Homberg (Efze), Grünhof

Dresden, Tante Ju

Stade, Bürgerpark

RR A J E Z Z Z Z Z C B U L

RRRRR ZZZZZ C B U L

AAAAA Z Z Z Z Z C B U L

W W W W W eeeee

W W W W W eeeee

W W W W W eeeee

FOTOS: ANDREAS H ORNOF F, TH OMAS ERTMER

01.–03.09.

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Festivalguide 2017  

Festivalguide online lesen: Alle Infos zur Open Air Saison 2017.

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