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F E S T I VA L G U I D E S O M M E R 2 0 1 6

G R AT I S #festivalfanatics www.festivalguide.de

SONDERAUSGABE

E S T .

ALLE INFOS FÃœR DIE OPEN AIR SAISON 2016

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E I N E S O N D E R AUS GA B E VO N


SO SCHNELL GEHT DIE ZEIT VORBEI. Die SEAT CUPRA Modellreihe feiert 20 Jahre Sportlichkeit, Performance und Fahrspaß.

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EDITORIAL »Das Serengeti darf nicht sterben!«, war der Verzweiflungsruf der Fans des Open Airs in Ostwestfalen. Doch alles Flehen oder der Gewinn des unabhängigen Festival-Awards Der Helga!® konnte die Veranstalter nicht umstimmen. Die Trophäe wurde schon »posthum« angenommen, es blieb bei der Entscheidung. Nicht, weil sie müde geworden waren, ein Festival für 30.000 Fans zu organisieren, sondern weil sie einfach keine Headliner bekamen. Die Hintergründe dafür sind komplex und sie sind in einem grundlegenden Wandel der Festivalbranche zu suchen, über den wir in diesem Heft in einer für uns untypischen, eher wirtschaftspolitischen Art berichten. Europa hat derweil andere Probleme und ist im Angesicht der Flüchtlingsdebatte heillos zerstritten. Aber wird auch die Festivalwelt durch dieses Thema geteilt? Wir haben bei den verschiedensten Festivals angeklopft und auch in Polen, Serbien oder Ungarn nachgefragt, ob die klassischfreigeistige und tolerante Haltung von Musikfestivals damit ein Ende findet oder ob Festivals im Gegenteil eher zum Fluchtpunkt werden. Doch um rechten Gedankengut ins Auge zu sehen, braucht man Deutschland gar nicht verlassen. Darüber haben wir uns mit den Lohmeyers unterhalten, die seit zehn Jahren ein Festival gegen Rechts in einem Dorf veranstalten, in dem außer ihnen nur Nazis wohnen. Das Jamel rockt den Förster bekam im letzten Jahr unerwartet Unterstützung von den Toten Hosen und die Lohmeyers gewannen zudem ebenfalls den Helga!® in der Kategorie »Meiste Veranstalterpersönlichkeit«. Der Kampf geht weiter! Doch es wird natürlich nicht nur gekämpft und gestritten in diesem Heft. Die politischen Umstände könnten zwar besorgniserregender nicht sein, aber die Festivalwelt hat dem auch einiges entgegenzusetzen und all das wollen wir zeigen: Das Bunte, das Leidenschaftliche, das Tolerante, das Exzessive, das Lustige, das Verantwortungsvolle, das Detailverliebte, das Entgrenzte, das Emotionale, das Nachdenkliche, das Tobende, das Alberne, das Wilde und nicht zuletzt die Liebe zur Musik, um die es uns allen geht und die uns eint. Gebt den Willen nicht auf, anders zu sein und an Dinge zu glauben, die anderen unrealistisch erscheinen! Glaubt an Gefühle, Utopien, Gerechtigkeit und daran, dass es bei einem guten Festival genau darum gehen sollte! Carsten Schumacher für die Festivalguide Redaktion


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Inhalt G E T R E A DY 06 DER TENTAKELWALD Festivalguide ist nicht nur dieses Magazin, Festivalguide ist ein Oktopus mit vielen Tentakelarmen

und die funken auf allen Kanälen. Wenn du uns brauchst, sind wir da.

08 GET READY Festivalmomente 2015, Checkliste, Psychotest – Bereit für die Saison? Dann nix wie rein in den Sommer 2016!

HIGHLIGHTS 33 WIE FINDE ICH MEIN FESTIVAL? Tipps zum Gebrauch der Festivalstrecke. 37 JUNI 38 Rock im Park, Rock am Ring, 40 Klangstärke, PxP, 41 Castle Beat, At The B-Sites, 42 Pinkpop, 43 Puls, 44 Traumzeit, Hellfest, Glastonbury, 46 Southside, Hurricane, 48 Kosmonaut, Rock Werchter, 50 Roskilde 53 JULI 54 Summerjam, 55 With Full Force, 56 Ruhr in Love, Vainstream, Balaton Sound, 57 Rudolstadt, Pohoda, Talge Open Air, 58 Splash!, 60 Exit, Open Source, Rockaue, 61 Dour, Aribeat One, Benicassim, 62 Melt!, 63 Parookaville, 64 Tomorrowland, 67 Deichbrand, Picknick Open, Appletreegarden, 68 Helene Beach, Rocken am Brocken, Stuttgart Festival, 69

Watt en Schlick, Burning Eagle, Rock im Wald, 72 Trebur Open Air, Reggae Jam, Out4Fame, 73 Juicy Beats 75 AUGUST 76 Nature One, 78 Wacken, 79 Off, Mini Rock, 80 Sound of the Forest, Jenseits von Millionen, Ruhrpott Rodeo, 81 Punk Rock Holiday, Øya Festivalen, SonneMondSterne, 82 A Summers Tale, 84 Open Flair, 85 Sziget, 86 Rocco del Schlacko, 88 Taubertal, 89 Haldern Pop, 90 Afrika Karibik Festival, 92 Pure & Crafted, 93 M’Era Luna, 94 Fuchsbau, Flow, Utopia Island, 96 Highfield, 98 Obstwiesenfestival, Tauron Nowa, Green Juice, 99 Dockville, 100 Chiemsee Summer, 102 Acoustic Festival Düsseldorf, Angst macht keinen Lärm, Rock am See, 103 c/o pop, Alinae LumR,

Pangea, 104 Rock en Seine, Spack, Müssen Alle Mit 107 SEPTEMBER & OKTOBER 108 Lollapalooza, 110 Trosse Kult, SW3 New Pop, Golden Leaves, 112 Reeperbahn Festival, 114 Euroblast, Way Back When, 115 Kaltern Pop, New Fall 116 UMSONST & DRAUSSEN Olga’s Rock und die Festivalwelt mit ohne Geld. 118 SOMMER OPEN AIRS Arag Big Air, Loreley Freilichtbühne, Kunst!rasen Bonn, Zeltival, Kampnagel 120 BESUCHEN SIE DIE DATENBANK Die Festivalwelt ist groß: Feel, Katzensprung, Lott und noch viel mehr …

B A C K S TA G E 124 20 JAHRE HURRICANE »Wir waren mal das klassische Indie-Festival« – Veranstalter Koopmanns blickt zurück.

136 DAS FANAL IN DER WÜSTE Der aufsehenerregende Bildband des Fotografen NK Guy.

128 EUROPAS FESTIVALS UND DIE FLÜCHTLINGSDEBATTE Die Länder Europas sind zerstritten, doch wie positionieren sich die Festivals Europas?

144 NICHTS DA »SINGING IN THE RA I N « Wir wollten wissen, wie sich das Wacken am eigenen Schopf aus dem Schlamm zog – ein Interview.

134 EINE STADT MIT ANDEREN REGELN Das Parookaville war eines der Shootingstars 2015. Ein Interview mit Veranstalter Bernd Dicks.

148 GAME OF TONES Wie das Big Business die Festivalbranche verändert und das Sergengeti aufgeben musste.

152 MIT KINDERN AUF FESTIVALS Festivals werden zum Mehr-GenerationenDing. Wo Angebote entstehen und was zu beachten ist. 154 DAS FESTIVAL IM NAZI-DORF Wie die Lohmeyers mit ihrem Festival Jamel rockt den Förster gegen ihre rechten Nachbarn aufstehen.

TIPPS UND TRICKS 157 DER RATGEBER IM HEFT Wir sagen, wie ihr euer Zelt wiederfindet, euren Camping-Spot verschönert, euren Festival-Namen bekommt und die Neuankömmlinge tauft. Alles, was ihr wissen müsst. Alles fürs Fest.

DOORS 192 Festivalindex, Impressum

194 Das Festivalguide Fold-In


DER FESTIVALGUIDE TENTAKELWALD Festivalguide ist mehr als dieses hübsche kleine Biest in deinen Händen. Festivalguide ist überall dabei und lässt dich nicht im Stich. Erfahre alles, was du wissen musst und dann geh, mach Erfahrungen und teile sie uns mit! Fahre wie wir raus auf die Festivals, und tausch dich mit uns aus. Hier ein Überblick über Festivalguide in allen Erscheinungsformen. Bis bald! Viel Spaß mit der Festivalsaison 2016!


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FESTIVALGUIDE POCKET

Die kleine Schwester des großen Magazins passt in jede Hosentasche. Als kleine Begleiterin ist in ihr das wichtigste enthalten und sie bleibt verlässlich, wenn dich deine Akku-Power längst verlassen hat.

FESTIVALGUIDE.DE

Blitzschnelle News reiten auf einem Höllenmonster von Datenbank mit sämtlichen Informationen zur Festivalsaison 2016.

FESTIVALGUIDE BEI INSTAGRAM, FACEBOOK & CO.

Halte mit uns Funkkontakt, wenn wir durch die Festivallandschaft brettern. #festivalfanatics v twitter.com/festivalguide v plus.google.com/+festivalguide v facebook.com/festivalguide v instagram.com/festivalguide v youtube.com/festivalguidemagazin

FESTIVALGUIDE VIDEO DIARIES

Berichte, Reportagen, Selbsttests, Mockumentaries – wirr, wild und bunt. Alles unter: v festivalguide.tv

FESTIVALGUIDE TOUR

Am Festivalguide-Stand gibt es alle Infos zum jeweiligen Festival, Meet & Greets mit Bands, kostenlose Giveaways und natürlich unser Magazin. Wo? Das steht unter: v festivalguide.de/tour

FESTIVALGUIDE SHOP

Wann immer das Festivalguide Magazin vergriffen sein sollte oder wir unsere lustigen kleinen Ideen zur Marktreife gebracht haben, findet sich alles unter: festivalguide.de/shop

GOLDEN FESTIVAL TICKET

Zehn der geilsten Festivals Europas als VIP besuchen und alles geschenkt bekommen – wie das geht, erfährt man auf Seite 30 oder unter: v festivalguide.de/goldenfestivalticket

Unser einzigartig unabhängiger Award »Der Helga!®« wird am 22. September im Hamburger Imperial Theater auf und in Zusammenarbeit mit dem Reeperbahn Festival verliehen. Stimmt ab unter: v festivalguide.de/derhelga

ILLUSTRATION: ALEXANDRA RU PPERT

FESTIVAL-AWARD DER HELGA!®


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Festivals in Sicht!

»I see a little silhouetto of a man – Scaramouche, scaramouche!«, wird sich dieser Junge auf dem Lollapalooza Berlin zweifelsohne denken. Recht hat er! Foto: Maxim Abrossimow


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Es sieht aus wie eine Montage, aber Dave Grohl kann tatsächlich wieder gehen! Und er trägt den Rock’n’Roll vom Berg Sinai (Hauptbühne) bis unter die Menschen (und ihre Kameras). Foto: Maxim Abrossimow


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Ein Paar sitzt auf einer Schaukel w채hrend des Midburn Festivals in der W체ste Negev nahe dem Kibbuz Sede Boker (Israel). Das Gef체hl von Freiheit in einem Land voller Widerspr체che. Foto: Menahem Kahana / Getty Images


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Der Arsch! Nicht jeder steht auf festivaltypische nackte Haut, doch gerade Festivals sind Orte, an denen nichts Menschliches fremd ist. Hier beim Melt! garniert man den Anblick einfach mit Seifenblasen. Foto: Florian SchĂźppel


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Man sollte nicht meinen, dass beim Sound of the Forest nur Wichtel um die Eiche tanzen. Gerade kleine Festivals bieten oft unerwartet schรถne Anblicke und sei es ein Waschbrettbauch kurz vor dem Eintauchen. Foto: Maxim Abrossimow


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Leaving Las Vegas? Wenn man aus dem Treiben des SonneMondSterne heraus auf die nächste Anhöhe tritt, lassen sich Festival und Glücksspielparadies kaum mehr unterscheiden. Aber ist ein Festival nicht manchmal auch ein Glücksspielparadies? Foto: Tom Dachs


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B E LIE BTE R AL S B L AU E R HIM M E L:

DER HELGA!® 2016 … und du bestimmst, wer ihn bekommt! Die Helga!-Jury soll in diesem Jahr zusammengesetzt sein wie ein kleines Festival. Dafür brauchen wir die Profis aus dem Backstage-Bereich, aber natürlich auch #festivalfanatics wie euch! Bewirb dich und sag uns, warum ausgerechnet du mehr über Festivals weißt als andere – alle Infos unter www.festivalguide.de/derhelga


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Psychotest

BIST DU FESTIVALERFAHREN GENUG, UM DER LEADER DEINER CLIQUE ZU SEIN? Demokratie ist in den meisten Fällen eine löbliche Angewohnheit, aber es gibt Ausnahmen, zum Beispiel in der Kunst, beim Sport oder beim Schlussverkauf. Auch auf Festivals wird gelegentlich der Ruf nach dem starken Mann oder der starken Frau laut, und nicht nur, wenn es ums Bierholen und Würstchenwenden geht. Damit du im Zweifel schon auf deine Aufgaben vorbereitet bist, solltest du schnell diesen Psychotest machen. Nur so lässt sich zweifelsfrei feststellen, ob du bei euch in der Clique zu Recht den größten Sombrero trägst.

1. Wann hast du dein erstes Festival besucht?

mitfahren kann und bedanke mich mit einer Tigerentenbrosche. (0 Punkte)

Bizarre ’96, damals noch im Mutterleib. Der Anblick von Iggy Pops Penisspitze ist eine meiner allerfrühesten Erinnerungen. (10 Punkte)

Ich halte den Daumen raus und trampe ganz altmodisch. Die letzten zwei Mal hat das prima geklappt und Bon Jovi haben angehalten und mich mitgenommen. (2 Punkte)

Wenn das Grillfest im Bergischen Straßenbahnmuseum zählt, dann letztes Jahr. Der Höhepunkt war, als ich bei der letzten Talfahrt die Bimmel betätigen durfte. (1 Punkt) Dieses Jahr ist für mich die Premiere. Meine Freunde von den Hells Angels haben mir aber versprochen, dass die ganz besonders werden wird! (3 Punkte) 2. Wie kommst du normalerweise zum Festival? Ich frage einfach Malte und Solveig, ob ich auf ihrem Schönes-Wochenende-Ticket

Ich stehle einen Bundeswehr-Unimog, streiche ihn rosa an, montiere ein Hirschgeweih auf den Kühlergrill und walze nachts über den Zeltplatzzaun. Because fuck you. (10 Punkte) 3. Welche Festivalkost bevorzugst du? Fleisch. Am liebsten in den Varianten Spanferkel, Hammelkeule und Bacon Explosion. Für die Veganer in der Gruppe gibt’s Wurstsalat, wegen der Vitamine. (9 Punkte)

Gar keine, denn mein alljährliches Heilfasten fällt terminlich mit der Festivalsaison zusammen. Im Zweifel nehme ich einfach, was die Rettungssanitäter mir geben. (2 Punkte) Da bin ich flexibel. Sicherheitshalber habe ich Fruchtschnitten und Ölsardinen im Gepäck, ich habe aber auch schon viel Gutes über dieses »Bier« gehört. (4 Punkte) 4. Worauf achtest du beim Zeltaufbau? Dass die Schädel unserer Feinde auf ihren Spießen möglichst weit und die Bärenfallen um das Lager herum möglichst gar nicht zu sehen sind. (5 Punkte) Dass unser Feuer größer, unser Bier kälter und unser Insektenvertilgungsmittel radikaler ist als das aller umliegenden Planquadrate. (2 Punkte)


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Auswertung

5. Wie führst du dich in der Regel vor der Bühne auf? Gesittet. Ich biete den Umstehenden Sonnencreme an, singe nur Songs mit, die ich auch wirklich kenne, und widerstehe dem Drang, diese albernen Riesenbälle plattzustechen. (5 Punkte) Wild! Ich reiße mir mein ironisches BandT-Shirt vom Leib, erklimme die Bühne, improvisiere ein Duett mit Grimes und stagedive dann auf ein paar Weight Watchers. (10 Punkte) Verantwortungslos. Ich buhe alle Bands aus, schmeiße mit Müll um mich und uriniere an Ort und Stelle. Wenn die Security anrückt, beschimpfe ich sie lautstark als Faschos. (0 Punkte) 6. Wie dogmatisch bist du, wenn es um das Anschauen unbekannter Bands geht? Ein bisschen. Weil ich nebenberuflich Vampir bin, gucke ich mir nur Bands an, die nach Sonnenuntergang auftreten. Wenn die dann noch junges Publikum haben, umso lechz! (7 Punkte) Total. Unbekannte Bands sind ja auch deshalb unbekannt, weil sie scheiße sind. Anders ausgedrückt: Alle guten Bands waren schon immer bekannt. Ist doch logisch. (0 Punkte) Null. Echte Leckereien gedeihen meist im Verborgenen und bedürfen eines Connaisseurs, der sie entdeckt. Siehe Fußpilz, Eichelkäse, Ohrenschmalz. (10 Punkte) 7. Wäre EM-Gucken auf dem Festivalgelände ein Tabu für dich?

Kommt darauf an, womit ich meine holländischen Freunde besser ärgern kann – mit enthusiastischem Mitfiebern oder mit demonstrativer Gleichgültigkeit? (4 Punkte) 8. Was ist dein größter Festival-Alptraum? Dass die Dixie-Klos geleert werden, während ich gerade drauf bin und den Unterdruck schon an den Pobacken spüre. (3 Punkte) Dass ich schon total besoffen bin, wenn Satan persönlich auftritt, die Welt wie ein Stück Papier zerreißt und Freibier für alle verkündet. (10 Punkte) Dass die Live-Aufführungen meiner Lieblings-Black-Metal-Songs nicht die Klangqualität der Studioaufnahmen erreichen, die ich kenne und liebe. (1 Punkt) 9. Könntest du dir Festivalsex mit attraktiven Fremden vorstellen? Die Frage ist, ob sich die attraktiven Fremden Festivalsex mit mir vorstellen können. Nicht jeder weiß, dass sich unter meiner Staubschicht ein Rohdiamant verbirgt! (10 Punkte) Kann ich nicht erst mal Sex mit nicht so attraktiven Leuten haben, die ich dafür besser kenne? Mit meinen Geschwistern zum Beispiel? (1 Punkt) Eher nicht. Der Handyempfang ist meistens so mies, dass die Tinder-App ewig lädt und alle Hotties am Schluss ja doch weiter als 250 Meter entfernt sind. (0 Punkte) 10. Woher weißt du, dass das Festival zu Ende ist? Wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist. Und ich auf Geld herumkaue. (2 Punkte)

Äh, ja! Fußball ist ein Freizeitvergnügen für enthemmte Rotten von Biertrinkern, die stinken und unausstehlich laut sind. Mit solchen Leuten will ich nichts zu tun haben. (0 Punkte)

Wenn ich aus meiner Ohnmacht erwache, weil mir ein ortsansässiges Kind mit so einem Müllpiekser in den Bauch sticht. (8 Punkte)

Nein. Ich lasse aber insgesamt auch nur drei Tabus gelten: Pizzarandübriglassen, Wassermelonenkerneausspucken und Kannibalismus. In dieser Reihenfolge. (10 Punkte)

Wenn ich dieses warme Gefühl menschlicher Verbundenheit spüre, das mich und meine erschöpften Freunde wie ein Glorienschein umgibt. Oder wie ein Faulsumpf. (10 Punkte)

0 – 10 Punkte Ganz ehrlich? Kann es sein, dass du noch viel zu unreif bist für einen Festivalsommer? So wie wir das sehen, scheinst du erhebliche Probleme mit der Selbstbeherrschung und der zwischenmenschlichen Rücksichtnahme zu haben, die auf Festivals so unerlässlich ist. Wenn du wirklich weniger als 8 Punkte hast, bist du außerdem scheiße in Rechnen. 11 – 25 Punkte Als Novize im Land der Coolness ist es für dich am wichtigsten, dass du dich erst einmal an den Erfahrungen der altvorderen Rudelführer orientierst. Von ihnen kannst du so manchen Lebensund Überlebenstrick erlernen, der dir im Festivaldschungel Stock und Stab sein wird. Wie zum Beispiel: Nur weil etwas verboten ist, ist es nicht automatisch lustig oder spannend. 26 – 50 Punkte Du bist bereits ein kompetenter Unteroffizier, wenn es darum geht, das richtige für euer kleines Platoon zu planen. Dein Instinkt weist dir in den meisten Fällen den richtigen Weg, deine volkstümliche Art garantiert dir einen Platz nah an Bühne und Lagerfeuer. Die ganz großen Entscheidungen solltest du trotzdem weiterhin denjenigen überlassen, die wissen, welche Blutgruppe sie haben und wie man ein Kondom benutzt. 51 – 75 Punkte Deine Eltern haben schon immer gemeint, dass du das Zeug zum Anführer hast, aber NPD-Funktionäre haben dir gar nichts zu sagen. Dein kritischer Blick auf die Verhältnisse sorgt selbst bei 2,5 Promille für nüchterne Bestandsaufnahmen und bedeutet speziell im Festivalkontext den Sieg der Vernunft über die niederen Triebe. Du bist ein Fels im Brandy, äh, in der Brandung. 76 – 99 Punkte Schon seit jeher sucht der Blick der Hilflosen und Schutzbefohlenen das Antlitz deiner natürlichen Autorität. Menschenkenntnis, Altruismus und ein angeborener Sinn für Fairness kennzeichnen deine Lebensauffassung. Gleichzeitig weisen dich dein unkonventioneller Humor und deine kompromisslos individualistische Einstellung als unbestechliche Feiersau aus. 100 Punkte Ebenfalls scheiße im Rechnen, aber ansonsten supergeil in allen Belangen!

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Dass alle Anrainer ein repräsentatives Bild von deutscher Willkommenskultur, internationaler Musikliebhaberei und interstellarem Vollrausch bekommen. (10 Punkte)


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Die ultimative Checkliste

Zelt, Schlafsack, Isomatte vergessen: 3 Tage wach! Regenjacke, Mütze, Handtuch: 3 Tage nass! Zahnbürste, Deo, Socken: 3 Tage baah! Es geht auch anders. Der Festivalguide-Check gegen Alzheimer und Co. KLAMOTTEN

C A M P I N G B E DA R F

Ohrenstöpsel

Unterwäsche

Zelt

Sonnenbrille (+Etui)

Socken

Plastikplane (unter das Zelt)

Mücken-/Zeckenschutzspray

Jacke

Heringe (ggf. Hammer) & Abspannleinen

Lange Hose Kurze Hose

Schlafsack

AU F KEI N EN FA LL VER GESSEN

Ticket

Iso-Matte

Brustbeutel/Bauchtasche/ Gürteltasche

T-Shirts

Picknickdecke

EC-Karte & Bargeld

Longsleeve

Besteck & Geschirr

Handy (+ Ladegerät)

(Kapu-)Sweater

Kochset

Gaffa-Tape

Regenjacke

Spülmittel (gut: biologisch abbaubar) & Spülschwamm

Hemd

Feste Schuhe/Gummistiefel

OPTIONAL

Campingstühle

Rauchwaren/ Zigaretten

Campingtisch

1. Hilfe-Set

Pavillon

Adams-Kostüm Edding

Handtuch

Lebensmittel: z.B. Dosen (Merke: »Rot geht auch kalt«), Brot, Thüringer Bratwürste, Fleisch, Tofu, Obst, Bier, Kaffee, Tee, Salz, Pfeffer etc.

Bürste/Kamm

Aufbewahrungsbehälter

Powerbank

Deo (Roll-on)

Campingkocher/Einweggrill

E-Gitarre

Reiseapotheke (individuell ausrüstbar, z.B. Aspirin, Kohletabletten, Magnesium, Zeckenzange)

Dosenöffner, Flaschenöffner & Korkenzieher

Espressokanne

Feuerzeug/Streichhölzer

Kuscheltier

Müllbeutel

Absperrband

Flip Flops/Badelatschen Badehose Hut/Kappe/Mütze H YG I E N E

Zahnbürste & Zahnpasta Duschgel & (Trocken-)Shampoo (gut: biologisch abbaubar) Kondome

S U R V I VA L

Kerzen Schere & Tesafilm (Bändchen kleben)

Kopfkissen

Konfetti Ball (für Flunkyball)

Binden/Tampons

(Dynamo-)Taschenlampe (ggf. mit ausreichend Batterien/Akkus)

Toilettenpapier

Taschenmesser

Fahnenmast

Zahnstocher

Wasser/Wasserkanister/Wasserflasche

Cocktail-Shaker

Vaseline (Schmelzbereich ab 38°)

Sonnencreme

Kuscheltier

Seifenblasen


Magazine for Sneakers & Streetwear

N –0 2 i n s t o r e s 2 3 . 0 6 . 2 0 1 6

w w w. p r a i s e m a g . c o m


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Shirt: Volcom

UNDER THE MEXICAN SUN FOTOS: DENIZ ALACA, MODELS: YAW KYEREMEH, AIMEE LOI, LISA HAGEN, ANDREA CARBAJAL, PRODUKTION & STYLING: JENNY WESER

Sonnenbrille: Found Eyewaer

Das mexikanische Bahidorá ist immer noch ein Geheimtipp im globalen Festivalzirkus. Der 200 Kilometer von Mexiko Stadt entfernte Region sprach schon Humboldt zurecht den Beinamen »primavera eterna«, ewiger Frühling, zu. Zwischen exotischen Blumen, Palmen und dem kristallklaren Fluss, der auf dem ganzen Gelände schöne Badestätten bietet, ist das Paradies nicht weit. Zugegeben: Mehr als Badehose und Bikini braucht man hier nicht, aber die Festivalsaison ist ja lang. Hier unsere Auswahl an stylischen Festivalstücken und Accessoires.


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Schlappen: Havaianas

Hotpants: Levi’s

Uhr: G-Shock


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Schlappen: Havaianas

Hose: Edwin

Turnbeutel: Bench


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Sandalen: Teva

Regenjacke: Rains

Rucksack: Herschel

Brillen: Komono


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Cap: Publish

Gummistiefel: Hunter


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28 Jacke: Jack Wolfskin

T-Shirt: Publish

Schuhe: Converse

Rucksack: Fjällräven

Getränk: Somersby


präsentiert

THE PRODIGY DIE FANTASTISCHEN VIER SPORTFREUNDE STILLER STEVE AOKI · LIMP BIZKIT

LABRASSBANDA · ANNENMAYKANTEREIT FRITZ KALKBRENNER · BLUMENTOPF DAMIAN “JR. GONG“ MARLEY · PARKWAY DRIVE WANDA · NOFX · SUM 41 · PRINZ PI BRIAN FALLON & THE CROWES · PENNYWISE · ASD BOSSE · JORIS · 257ERS · DIE ORSONS · MOOP MAMA JAMARAM · EMIL BULLS · KELLER STEFF BAND IRIEPATHIE · I-FIRE · CHEFBOSS · ARKELLS DUMME JUNGS · GR0SSSTADTGEFLÜSTER STEAMING SATELLITES · FJØRT · MUNDWERK-CREW RAZZ · MONOBO SON · DJANGO S. · ALEX MOFA GANG


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FELDTEN MACHT DIE ZELTE FIT FÜR DEN FESTIVALSOMMER Regen, Sonne, Matsch, eine wilde Festivalmeute: Zelte haben es auf dem Campingplatz beim Festival nicht leicht. Gut, dass es feldten gibt. Seit 130 Jahren sorgt die Firma feldten dafür, dass Leder gepflegt und Stoffe imprägniert werden. Nach und nach hat das Unternehmen seine Produktpalette erweitert, mittlerweile gibt es von feldten auch Pflegemittel für Bekleidung und Schuhe, das Äußere und Innere von Caravans, Rucksäcke und Taschen sowie Reinigungs- und Pflegeprodukte für Zeltstoffe aller Art. Das Imprägnierspray ist die optimale Kombination von kinderleichter Anwendung, innovativen Sprühsystemen und leistungsstarken Wirkstoffen. Wer es ausprobieren möchte, macht mit der #feldtenzelten Festival Challenge den Härtetest. Vielleicht ja sogar als Gewinn er des Golden Festival Tickets... feldten schickt Euch zu zehn großartigen Festivals 2016. Für die An- und Abreise und ein Zelt, das mit den Produkten von feldten perfekt für die Saison vorbereitet wurde, wird gesorgt. www.feldtenzelten.com


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MIT DEM GOLDEN FESTIVAL TICKET ZU DEN BESTEN FESTIVALS DES SOMMERS Ab dem 2. Mai verlosen wir gemeinsam mit feldten zehn Wochen lang jeweils 1×2 Golden Festival Tickets! Ihr bekommt aber nicht nur Karten für die zehn großartigen Festivals, obendrauf gibt es ein ganz besonderes VIP-Erlebnis! Wir stellen euch ein Zelt zur Verfügung, das wir vorher mit feldten-Produkten gegen alle Witterungen perfekt gewappnet haben. Das Beste: Ihr müsst es nicht mal selber aufbauen, ein Teammitglied vom Festivalguide ist vor Ort und übernimmt das für euch. Gemeinsam seid ihr dann bei den Festivals als Reporter unterwegs und erzählt eure ganz persönliche Festivalgeschichte.

Für diese Festivals, verlosen wir Tickets: ROSKILDE SUMMERJAM BALATON SOUND SPLASH! DOUR MELT! WATT EN SCHLICK NATURE ONE SZIGET TAURON NOWA MUZYKA

Und so könnt ihr gewinnen: Am 2. Mai um 12 Uhr mittags geht’s mit der ersten Verlosung los, eine Woche später um 12 Uhr startet dann die nächste Verlosungsrunde mit dem nächsten Festival. v Postet bei Instagram ein Foto oder Video und zeigt, wieso gerade ihr eine Bereicherung für euer Lieblingsfestival seid. v Markiert auf dem Foto oder

Video @Festivalguide und das entsprechende Festival und verseht euren Post mit den Hashtags #goldenfestivalticket und #feldtenzelten. Alle weiteren Infos findet ihr auf festivalguide.de/goldenfestivalticket!


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DER FESTIVALGUIDE AUF TOUR! Alles muss raus, wir natürlich auch! Auch diesen Sommer sind wir auf einigen der beliebtesten Open Airs unterwegs und laden euch ein, unsere Gäste am Festivalguide-Stand zu sein. Da gibt es unser Festivalguide-Magazin und die Pocket-Ausgabe und bei einigen Festivals Autogrammstunden eurer Lieblingsbands. Selbstverständlich steht euch auch wie immer unser Team mit Rat und Tat zur Seite und hat alle wichtigen Infos zum Festival parat. Details zur Tour des Festivalguide-Teams gibt es wie immer auf festivalguide.de und über unsere facebook-Seite. Wir freuen uns auf euch! Hier trefft ihr uns diesen Sommer: 24.–26.06.2016 Hurricane 08.–10.07.2016 Splash! 15.–17.07.2016 Melt! 19.–21.08.2016 Highfield 10.–11.09.2016 Lollapalooza

DAS SMIRNOFF SOUND COLLECTIVE FEIERT DEN SOMMER

INNERVISIONS, MOBILEE, KOMPAKT, EXPLOITED, ENTER. … Smirnoff holt erstmals seine offene Musikplattform »Smirnoff Sound Collective« nach Deutschland und die mitmachenden Künstlercrews gehören sicherlich zu den momentan aufregendsten der elektronischen Musikszene. Über den Sommer spielen Gründer und Newcomer der Crews im Smirnoff Sound Collective Camp auf Top Elektro Festivals. Sechs umgebaute Caravan mit allerlei versteckten Details versprechen hier eine grandiose Campingplatzfeierei – mit kühlen Smirnoff-Drinks und heiß getanzten Gummistiefeln. So sieht der Spielplan für den Sommer aus: 28. Mai @Docklands Mobilee präsentiert Kevin Over + Anja Schneider 2. – 4. Juni @Ikarus Innervisions präsentiert Aera + Âme 15. – 17. Juli @Parookaville Exploited präsentiert Gheist + Shir Khan, Claptone 28. – 31. Juli @Helene Beach Festival ENTER. präsentiert Hito + Richie Hawtin 19. – 21. August @MS Dockville Kompakt präsentiert Weval + Michael Mayer

Camp

Auch digital geht die Musikreise mit den Dj-Crews weiter: Smirnoff zeigt Dokumentationen über die Collectives und ihr gemeinsames kreatives Schaffen, releast eine EP mit Tracks aller Newcomer und verlängert mit Mitschnitten der Sets den Festivalsommer. Bitte trinkt verantwortungsvoll. DrinkIQ.com


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FINDE DEIN FESTIVAL Die Welt der Festivals ist zu groß und zu magisch, um jahrein, jahraus zu ein und demselben Festival zu fahren. Schau dich um und entdecke, was zu dir passt. Wir helfen dir dabei mit Symbolen, die dir auf einen Blick zeigen, was dich erwartet. MUSIKGENRE

E

R

Electro

J

Rock/Metal

H

Rap

P

Techno/ House/EDM

A

Pop

D

Indie/Alternative Reggae/Dub

A N Z A H L D E R E RWA RT E T E N B E S U C H E R

W W W W W W W W W W W W W W W W W W W W W W W W W bis 5.000

5.000 —10.000

10.000 —30.000 30.000 —80.000 mehr als 80.000

ANZAHL DER AUFTRETENDEN ACTS

Z Z Z Z Z Z Z Z Z Z Z Z Z Z Z Z Z Z Z Z Z Z Z Z Z bis 10

11 — 20

21 — 50

51 — 100

mehr als 100

P R E I S D E S F E S T I VA LT I C K E T S ( A L L E TA G E )

eeeee eeeee eeeee eeeee eeeee eeeee umsonst

bis 25 €

26 — 75 €

76 — 150 €

151 — 250 €

WEITERE INFO

C

B

CampingBadestrand möglichkeit

U Urban

L besonders schöne Lage

mehr als 250 €


G E T R E A DY

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WELCHER FESTIVAL-TYP BIST DU? #festivalfanatics sind unterschiedlich. Die einen mögen's laut, die anderen niedlich, wieder andere haben Schlamm-Allergie. Festivalguide hilft allen, ihr passendes Festival zu finden. Denn niemand sollte sein Leben lang auf nur ein einziges fahren. Wer zweimal auf dem demselben pennt …, lassen wir das und erklären lieber, wie der Topf den Deckel findet. Illustrationen: Alexandra Ruppert

Der Fernreise-Typ Dich hält es nie lange an einem Fleck und du verbindest auch den Festivalbesuch lieber mit dem Erkunden einer fremden Umgebung? Dir hat sich der Reiz der deutschen Provinz nie so richtig erschlossen und du möchtest lieber Leute kennenlernen, die du bei einer späteren Auslands-Reise mal besuchen kannst? Dir liegt daran, möglichst viele unterschiedliche Festivals zu sehen als immer zu ein und demselben zu fahren? Dann solltest du auf die folgende Karte in unserer Festivalstrecke achten:

Der Spektakel-Typ Du möchtest Stars und Legenden, die großen Namen auf den Festivalplakaten und hast keine Kohle sie hintereinander auf ihren Hallen- und Arenen-Touren zu sehen? Du möchtest das berauschende Gefühl, zusammen mit zigtausenden denselben Refrain in den Nachthimmel zu schreien? Du willst dahin, wo »Überraschungsgäste« auftauchen, die auf anderen, kleineren Festivals mal locker als Headliner durchgehen würden? Dann solltest du auf die folgenden Symbole in unserer Festivalstrecke achten:

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Der Indie-Typ Du magst es, wenn das Festivalgelände klein und überschaubar ist, so dass du nie lange vom Zeltplatz zur Bühne brauchst, egal, wo dein Zelt seinen Platz gefunden hat? Und du möchtest das Festivalgelände auch lieber nett und nach dem DIY-Gedanken gestaltet und von einer familiären Atmosphäre durchflutet wissen? Dir sind laute Campingplätze und prollige Typen mit Generatoren ein Graus? Dann solltest du auf die folgenden Symbole in unserer Festivalstrecke achten:

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Der urbane Typ Du magst am liebsten Asphalt unter deinen Sneakers, der Club ist dein Revier und du schätzt es auch sehr, dass du schnell die Location wechseln kannst, wenn der Gig doch wider Erwarten boring ausfällt? Mit dem ganzen Klimbim mit Zelten, Matsch und Outdoor-Feeling kamst du nie wirklich klar und würdest die Krise kriegen, wenn außer Ravioli wieder alles weggefuttert und das Bier darüberhinaus auch noch warm geworden ist? Dann solltest du auf die folgendes Symbol in unserer Festivalstrecke achten:

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WWW.11FREUNDE.DE/EM-QUARTIER

11FREUND EMQUARTIER ALLE SPIELE LIVE! BERLIN, 10. JUNI–10. JULI ASTRA / LIDO / BI NUU

UNTERSTÜTZT VON:

PRÄSENTIERT VON:


HIGHLIGHTS

FOTO: JOCH EN MELCHIOR

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03.–05.06.

ROCK IM PARK Großes Publikum, großes Line-up: Rock im Park gehört zu den Giganten unter den deutschen Festivals. #rip2016? Halt, wer ist denn jetzt schon wieder gestorben? Zugegeben, Rock im Park hat einen der Hashtag-unfreundlichsten Namen der deutschen Festivallandschaft. Aber daran hat man eben noch nicht gedacht, als in den 90ern das Schwesterfestival zu Rock am Ring hochgezogen wurde, das nach Zwischenstationen in Wien und München seine feste Heimat auf dem Zeppelinfeld Nürnberg gefunden hat. Die RaR-Verwandschaft im Süden bietet bis zu 75.000 Besuchern auf vier Bühnen unter anderem Headliner wie Red Hot Chili Peppers oder Black Sabbath. Auch wenn der Festivalname eindeutig wirkt, wird beim Line-up deutlich über den Rock-Tellerrand hinaus geblickt. Und die Option auf Green Camping zeigt ebenfalls Vorausblick. (DB) Live: 257ers, Alligatoah, Beach Slang, Biffy Clyro, Billy Talent, Birdy Nam Nam, Black Sabbath, Bring Me The Horizon, Bullet For My Valentine, Chefboss, DCVDNS, Deftones, Disturbed, Fettes Brot, Foals, Frittenbude, Heaven Shall Burn, Heisskalt, Johnossi, Kid Simius, Korn, Major Lazer, Panic! At The Disco, Puscifer, Red Hot Chili Peppers, Rival Sons, Rudimental, Schnipo Schranke, SDP, Tenacious D, The 1975, Volbeat, We Are Scientists u. v. a. Nürnberg, Zeppelinfeld

FOTO: MIRA KRISCHKE

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03.–05.06.

ROCK AM RING Der große Klassiker unter den deutschen Festivals wird auch ohne Nürburgring glücklich. Als Veranstalter Marek Lieberberg 2014 den Nürburgring verlassen musste, um 2015 in Mendig weiter zu machen, sind die Fans des Rings einfach mitgezogen. Traditionell ist das MegaOpen-Air natürlich ein Rockfestival, mittlerweile zeigt sich das Line-up aber deutlich abwechslungsreicher, so dass auch HipHop-Homies auf ihre Kosten kommen können. Beim Ring muss man sich in jeglicher Hinsicht auf große Dimensionen gefasst machen. Der geräuschvolle Campingplatz und das Gelände sind weitläufig, man trifft auf viele, viele Menschen und muss früh vor der Bühne sein, wenn man einen Headliner von nahem sehen möchte. Die sind dafür immer fett. In diesem Jahr zum Beispiel in Deutschland exklusiv dabei: Black Sabbath. (JB) Live: 257ers, Alligatoah, Beach Slang, Biffy Clyro, Billy Talent, Birdy Nam Nam, Black Sabbath, Bring Me The Horizon, Bullet For My Valentine, Chefboss, DCVDNS, Deftones, Disturbed, Fettes Brot, Foals, Frittenbude, Heaven Shall Burn, Heisskalt, Johnossi, Kid Simius, Korn, Major Lazer, Panic! At The Disco, Puscifer, Red Hot Chili Peppers, Rival Sons, Rudimental, Schnipo Schranke, SDP, Tenacious D, The 1975, Volbeat, We Are Scientists u. v. a. Mendig, Flugplatz

FOTO: MAXIM ABROSSIMOW

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08.–11.06.

PXP FESTIVAL

KLANGSTÄRKE

Ein Tag voller Rockmusik – und mit dem Ticketkauf tut man direkt noch was Gutes.

Das Festival feiert Premiere mit Clubsounds, Electronica und Beats in Hildesheim.

»Your Voice For Children!« ist das Motto des neu gegründeten PxP Festivals. Austragungsort des PxP, das »Peace by Peace« ausgesprochen wird, ist die Berliner Waldbühne. Hier kommen deutsche und internationale Bands und Künstler zusammen, um Geld für Kinderhilfsprojekte von UNICEF zu sammeln. Eine Band hat sich extra für dieses Festival zusammen gefunden: Unter dem Namen PxP Allstars treten Max Herre, Joy Denalane, Cro, Teesy und Danju gemeinsam auf. Keine Band nimmt auch nur einen Cent, der komplette Reinerlös wird gespendet. Das Geld fließt sowohl in die Flüchtlingshilfe in Deutschland als auch in Projekte im Südsudan, Jordanien, Syrien und der Ukraine. Wer das Festival nicht besucht, kann per SMS oder Website spenden. Der Berliner Musiker Fetsum will mit dem PxP »die Stimmen der schwächsten Mitglieder der Gesellschaft verstärken«. (DB)

Bisher war Hildesheim vor allem mit dem M’Era Luna auf der Festivallandkarte verzeichnet. Aufgrund des abseits gelegenen Geländes bekommen dessen Besucher aber eher weniger von der kleinen Großstadt am Fluss Innerste, nicht weit von der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover entfernt, zu sehen. Die Chance bietet sich nun beim innerstädtischen KlangStärke Festival, das in drei Locations vor allem tanzbare Musik präsentiert. Organisiert wird das Festival vom städtischen Kulturverein I.Q. und dem Musikinstitut der Universität. Perfekt verkörpert wird die Mischung aus Hochkultur-Background und Experimentierfreude vom »Orchester im Treppenhaus«. Das spielt neue Stücke junger Komponisten, bringt Tanzbarkeit in die klassische Musik und schlägt so die Brücke zwischen Klassik und Moderne. (DB)

Live: Aloe Blacc, Beatsteaks, Cro, Danju, Dat Adam, Elif, Fetsum, MoTrip, Namika, PxP Allstars (feat. Max Herre, Joy Denalane, Patrice, Clueso, Megaloh, Afrob, Samy Deluxe), Seeed, Teesy, Zugezogen Maskulin u. v. a. Berlin, Waldbühne

Live: 13 Years Cicada, Akku Quintet, Elektro Guzzi, Malstrom, Mop Mop, Nachtigall, Natalia Mateo, Orchester im Treppenhaus u. v. a. Hildesheim, verschiedene Locations

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FOTOS: CARLOS GOETHE, A.T. BIRKENH OLZ

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10.-11.06.

18.06.

CASTLE BEAT

AT THE B-SITES

Die Adeligen der House-Musik laden ihre Untertanen zu einer besonderen Festlichkeit in den Schlossgarten.

Kopfhörer an, Umwelt aus: Das At The B-Sites wird das erste SilentFestival der Welt.

Königssaal, Lichthof oder Gerichtslaube, so lauten die ehrwürdigen Räumlichkeiten im Jagdschloss Herdringen. Erstmalig wird dort das zweitägige Castle Beat Open Air stattfinden. Das Schloss diente schon als Drehort für Serien und Filme und ist eine wahre neugotische Pracht. Eigentlich finden hier schicke Festlichkeiten in den königlichen Räumen statt, doch am ersten Tag des Festivals übernehmen unter anderem die angesagten House-DJs Felix Jaehn und Lost Frequencies das Zepter und lassen den Schlosspark beben. Am zweiten Tag gibt sich Rapper Cro die Ehre und spielt ein Unplugged Konzert, bei dem er von einem großen Orchester begleitet wird. Wo könnte das besser funktionieren als auf einem Schloss, das umgeben ist von einem Garten mit See? (MS) Live: Felix Jaehn, Gestört aber GeiL, Jan-Christian Zeller, Lost Frequencies u. v. a.

Tausend Leute tanzen ausgelassen, dabei herrscht für den Außenstehenden Stille. Das Prinzip ist schon von Silent Discos bekannt, die Musik kommt hier nicht aus großen Verstärkern, sondern aus den Kopfhörern der Tanzenden. Die Veranstalter von At The B-Sites übertragen dieses Prinzip schon länger auf Konzerte und stocken nun zu einem großen Festival im rechtsrheinischen Kölner Jugendpark auf. Entscheidender Vorteil: Durch das Kopfhörer-Publikum fühlt sich auch der lärmempfindlichste Nachbar nicht gestört und das Festival kann trotz Innenstadtnähe in beliebiger Laut- und Leisestärke bis in die Nacht gehen. Und die Spezies Mensch, die auf Konzerte geht, um endlich mal wieder ausführliche Unterhaltungen führen zu können, lässt sich ganz einfach akustisch aussperren. (DB) Live: Abby, Balthazar, José González, Juri, Keøma, The Temper Trap u. v. a.

Die Jack Daniel’s Destillerie feiert ihren 150. Geburtstag – wer wird Jack’s Roadie auf dem Hurricane? Seit mehr als zehn Jahren ist Jack Daniel’s fester Bestandteil des Festivalsommers. Den ganz besonderen Jubiläumsauftritt gibt es 2016 bei Rock im Park, Hurricane und Highfield. Jack Daniel’s führt die Festivalfans auf die Spuren von Mr. Daniel und lässt sie interaktiv erleben, was seit 1866 hinter der Herstellung des good »Old No. 7« steckt. Fässer bauen, Ricks stapeln, Filtern durch Holzkohle und vieles mehr. Denn aus gutem Grund heißt es: So war es. So ist es. Seit 150 Jahren. Für alle, die noch mehr anpacken möchten gibt es jetzt die Chance, nicht nur vor der Bühne Teil des Rock-Geschehens zu sein. Zur Feier des 150-jährigen Jubiläums von Amerikas ältester eingetragener Destillerie schickt Jack Daniel’s eine Gewinnerin oder einen Gewinner als Roadie zum Hurricane: die einmalige Gelegenheit, backstage und onstage dabei zu sein. Man hilft – wie es sich für einen echten Roadie gehört – beim Tragen der Instrumente und sorgt mit dem Team dafür, dass die Gigs reibungslos ablaufen. Mit etwas Glück kann man auch noch Bands wie Rammstein, Mumford & Sons, K.I.Z und vielen anderen persönlich die Hand schütteln. Natürlich fehlt auch das passende Festival-Zubehör nicht: zum echten Roadie gehören die Jubiläums-Sonderedition der »Jack-Bag«, Cap, T-Shirt und Sonnenbrille sowie eine Flasche »Old No.7«. Und so geht’s: Einfach eine Mail mit dem Betreff »Hurricane Roadie« an verlosung@festivalguide. de schreiben und die Chance auf einen Gewinn sichern. Einsendeschluss ist der 10. Juni 2016. Teilnahme ab 18 Jahren.

Arnsberg, Jagdschloss Herdringen

Köln, Jugendpark

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www.jackdaniels.de


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10.–12.06.

PINKPOP Eines dieser Open Airs, bei dem man in die Line-up-Historie schaut und feuchte Augen bekommt.

ALLE INFOS UNTER 07221 300 300 UND SWR3.DE

Live: Balthazar, Bastille, Bear's Den, Bring Me The Horizon, Doe Maar, Gary Clark Jr., Ghost, Graveyard, Halestorm, James Bay, James Morrison, Lionel Richie, Major Lazer, Noisia, Parquet Courts, Paul McCartney, Puscifer, Rammstein, Red Hot Chili Peppers, Robin Schulz, Slaves, St. Paul & The Broken Bones, The Common Linnets, Tom Odell, Walk Off The Earth, Years & Years u. v. a. NL-Landgraaf, Megaland

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FOTO: SASKIA BOSCH

15. – 17.09.2016 VORVERKAU F: 27.06. – 10.07.

»Pinksteren« ist holländisch für Pfingsten und genau deshalb heißt das 1970 gegründete Festival eben Pink– und nicht Purple–Pop. Im lauten Nachhall von Woodstock bereits mit 10.000 Zuschauern gestartet, spielten im zweiten Jahr hier schon Fleetwood Mac, in den 80ern The Jam, R.E.M. und Lou Reed und in den 90ern Radiohead und Rage Against The Machine. In diesem Jahr hat man die Chili Peppers, Paul McCartney und Major Lazer am Start, die sich auf dem Gelände einer alten Trabrennbahn durch die Feiertage spielen werden. Wer in der heimischen Festivallandschaft schon alle Großen durch hat, ist auf dem Pinkpop gut aufgehoben: Auch wenn die Holländer es mit dem Fußball nicht mehr so haben – Festivals machen können sie. (DK)


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PULS OPEN AIR Wo sonst Ritterturniere veranstaltet werden, gibt es diesen Sommer zum ersten Mal die hohe Minne des Indiepop. Das 1292 erbaute Schloss Kaltenberg hat eine lange Geschichte, die offenbar ziemlich viel mit Bier zu tun hat. Das Braustüberl ist aber nur eine der historischen Anlagen, mit denen das malerische Ensemble punktet, denn offenbar haben Raubritter und Festivalgänger auch sonst viel gemeinsam. Der Veranstalter erlaubt explizit das Kampieren im Burggraben, größere Gruppen können sich vor Ort eine eigene Fahne drucken lassen, und wer zwischendurch kurz im Ammersee schwimmen möchte, darf mit Festivalbändchen hinterher wieder rein. Dank des smarten Indiepop-lastigen Line-ups ist mit Brandschatzung nicht zu rechnen, Drachen haben erst gar keinen Zutritt und: Schlossherren und Burgfräulein wanted! (AD) Live: Abby, Audio88 & Yassin, Roosevelt, Aurora, Boy, Crystal Fighters, Dexter, Faber, Frittenbude, Jay Scarlett, Kakkmaddafakka, Kytes, Leyya, LGoony & Crack Ignaz, Liam X, LOT, Maeckes, Max Power, Milky Chance, Mø, Occupanther, OK KID, Sara Hartman, Schlachthofbronx, Slow Magic u. v. a. Geltendorf, Schloss Kaltenberg

FOTO: SAID BURG

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HIGHLIGHTS

10.–11.06.

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JUNI

HIGHLIGHTS

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17.–19.06.

TRAUMZEIT

HELLFEST

Das einzigartige Festivalgelände liegt nicht im Osten, Norden oder Süden, sondern in Duisburg.

Headbangen wie Satan in Frankreich. Wer Metal mag, wird Hellfest lieben.

22.–26.06.

GLASTONBURY Englands größtes Festival hat einen guten Tipp gegen Reizüberflutung: »If in doubt just wander.«

»Losgelöst von jeglichem Stress«, so lautet hier das Motto. Im Landschaftspark Nord, einem ehemaligen Hüttenwerk, wurden Hochöfen, Kraftzentrale und Nebengebäude kunstvoll zu Spielstätten umgebaut – manche geschlossen, andere halboffen oder offen. Das Traumzeit bespielt gleich mehrere dieser Bühnen und schafft Kombinationen aus vergangener Schwerindustrie und zeitgemäßer (Pop-)Kultur, die einen unwiderstehlichen Charme transportieren. Das Line-up findet Jahr für Jahr eine zunehmend stimmige Balance zwischen Popularität und Ambition und wird dem Ort damit mehr als gerecht. Auch für zufällig vorbeischlendernde Fans der Montanindustrie hält das Traumzeit Angebote bereit: Eine der hochkarätig besetzten Bühnen kann man auch ohne Eintrittskarte besuchen. (CSt)

Es ist ein ziemlicher Ritt in die historische Bretagne, aber wenn man erstmal dort ist und sieht, wie sich die Sèvre Nantaise idyllisch unter einer hohen Brücke durch das mittelalterliche Städtchen Clisson schlängelt, ist man für alles entschädigt. Unmittelbar an den Ort angrenzend beginnt das Festivalgelände meist mit der lebensgroßen Kulisse einer gotischen Kathedrale. Dahinter tobt dann ein fulminantes Lineup, wie es in Metal-Europa wohl kein zweites gibt – und das unter minimalem Einsatz von Werbeflächen. Tausende Metal-Fans aus aller Welt purzeln hier vor den Bühnen friedlich übereinander. Für Metal ungewöhnlich: Hier gibt es sogar einen Weinstand! Und ist die letzte Band verklungen, sitzt man nur eine weitere Stunde im Auto und vor einem brandet der Atlantik. Im Juni ist es da für ein Bad allerdings noch recht frisch. (CS)

Der Tipp ergibt Sinn, denn das von Milchfarmer Michael Eavies veranstaltete Spektakel beherbergt mittlerweile über 700 Acts. Es fühlt sich an, als flaniere man durch eine Hippie-Metropole, in der jedes »Viertel« anders aussieht. Und wer hier spießig nach Bühnenplan durch den Tag stempelt, der hat das Glasto nicht verstanden. Klar sind auch Adele und Coldplay Attraktionen und die monumentale Pyramid Stage ebenso, aber wer braucht die noch, wenn man sich im »Strummerville« ans Lagerfeuer setzen kann, in »Arcadia« in eine Mad-Max-Zukunft gerissen wird, im »Unfairground« von Horrorclowns über Umweltverschmutzung belehrt wird oder in den »Green Fields« seine erste Tantra-Massage von einer Hippie-Oma erfährt? (DK)

Live: Air, Ásgeir, Augustines, Charlie Cunningham, Christian Kjellvander, Die ganz normalen Bürger, Dinosaur Jr., Fools Errant, Fünf Sterne Deluxe, GLORIA, Goat, Grandbrothers, Hein Cooper, I Have A Tribe, Jochen Distelmeyer, Kelvin Jones, Kochkraft durch KMA, Matt Simons, Meute, Mine, Moop Mama, Neufundland, Patrice, Razz, Sarah And Julian, Spain, Taveneer, The Boy Who Cried Wolf, The Hubschrauber, Tocotronic, Turbostaat, Valdetta u. v. a.

Live: Anthrax, Black Sabbath, Bring Me The Horizon, Bullet For My Valentine, Disturbed, Foreigner, Fu Manchu, Ghost, Gojira, Heaven Shall Burn, Joe Satriani, Kadavar, King Diamond, Korn, Kvelertak, Mantar, Megadeth, Napalm Death, Overkill, Paradise Lost, Rammstein, Refused, Rival Sons, Sick Of It All, Sixx:A.M., Slayer, The Offspring, Turbonegro, Twisted Sister, UK Subs, Volbeat u. v. a.

Live: Adele, Band Of Horses, Bastille, Beck, Coldplay, Cyndi Lauper, Daughter, Disclosure, Earth, Wind & Fire, Explosions In The Sky, Fatboy Slim, Foals, Grimes, Jake Bugg, Jeff Lynne's Elo, Kurt Vile, LCD Soundsystem, M83, Madness, Muse, New Order, Of Monsters And Men, PJ Harvey, Santigold, Sigur Rós, The 1975, Door Cinema Club, Underworld, Years & Years, ZZ Top u. v. a.

Duisburg, Landschaftspark Nord

F-Clisson, Rue du Champ

GB-Pilton, Worthy Farm

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FOTOS: LANDSCHAFTSPARK DUISBURG- NORD, EVAN FORG ET, ANNA BARCLAY

17.–19.06.


Mit Mazda zum Tomorrowland! Es gibt sie, diese Festivals, die jedes Jahr in Rekordzeit ausverkauft sind, kurz nachdem der Vorverkauf begonnen hat. Eines davon ist das mythische Tomorrowland im belgischen Boom, Traum- und Märchenland von Fans elektronischer Musik. Ihr habt schon Tränen vergossen, weil ihr keine Karten mehr bekommen habt? Na, dann aufgepasst: Gemeinsam mit Mazda schicken wir zwei glückliche »Sound Of Tomorrow«-Fans zum ausverkauften Tomorrowland nach Belgien! Auf geht’s in die Märchenwelt der elektronischen Musik. Feiert zu Musik von Tiësto, Steve Aoki, Lost Frequencies, Paul Kalkbrenner, Robin Schulz und vielen, vielen mehr. Als »Special Guest« erlebt ihr das Festival noch dazu im ganz besonderen Rahmen – dank Mazda - des exklusiven Automobilpartners vom Tomorrowland. Mazda sucht den »Sound Of Tomorrow« und lädt kreative DJs aus ganz Europa nach Belgien ein, damit auf der Mazda-Stage Träume wahr werden. Und ihr könnt dabei sein: Mit einem Mazda CX-3 geht es ab Leverkusen nach Boom in Belgien, wo ihr über die drei Festivaltage im Dreamville untergebracht seid. Dort steht euer bestens ausgestattetes Zelt inklusive Stromanschluss und Schließfach für Wertsachen. Derart bequem und luxuriös wird der Festivalbesuch wahrscheinlich nie wieder. Alle Infos zum Gewinnspiel findet ihr auf festivalguide.de/soundoftomorrow. Viel Glück!


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24.–26.06.

SOUTHSIDE Ein paar Jahre jünger als Schwester Hurricane im Norden, ist das Southside kein bisschen leiser. Das Southside ist der kleine Zwilling des Hurricane-Festivals – wobei »klein« dem Festival schon lange nicht mehr gerecht wird, liegt es doch auch bei über 60.000 Besuchern im Jahr. Mittlerweile auf vier Bühnen angewachsen, bietet es eine absolut verlässliche Mischung aus Rock, Indie und Elektro. Und wer bereits donnerstags anreist, kann sich schon mal mit der Warm-up-Party und den ersten Acts auf der White Stage auf das Festival-Wochenende einstimmen. Vorteil für umweltfreundliche Bahn-Fahrer: Die Anreise mit dem DB Regio-Zug ist mit dem Ticket gratis, die Abreise mit dem Festivalbändchen genauso (die Bahn spricht hierbei in schönstem Beamtendeutsch nicht von Bändchen, sondern einer »Banderole für das Handgelenk«). (DB) Live: AnnenMayKantereit, Balthazar, Bloc Party, Boy, Boys Noize, Chefket, Deichkind, Die Orsons, Digitalism, Editors, Feine Sahne Fischfilet, Frank Turner, Genetikk, Haftbefehl, Jack Garratt, K.I.Z, Kvelertak, Maxïmo Park, Mumford & Sons, Poliça, Prinz Pi, Rammstein, Romano, The Hives, The Offspring, The Prodigy, The Subways, Turbostaat, Two Door Cinema Club, Wanda, Yeasayer u. v. a. Neuhausen ob Eck, Take-off-Gewerbepark

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FOTO: MATTHIAS RHOMBERG

HIGHLIGHTS

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24.–26.06.

HURRICANE Der Jubilar im Norden begrüßt die Abräumer der Premiere von 1997 erneut: Rammstein.

FOTO: MALTE SCHMIDT

Zum zwanzigsten Mal findet dieses Jahr das Hurricane statt, doch kann man ihm nicht vorwerfen, allzu nostalgisch zu sein. Eher im Gegenteil: Mit dem nordisch-grünen Gelände auf dem Eichenring in Scheeßel als Konstante, hat man sich hier von Jahr zu Jahr verbessert und verändert. Erneut wird vor allem das FoodAngebot erweitert und könnte so langsam den Grill-Sessions auf dem Campingplatz den Rang ablaufen. Wie immer gibt’s dabei die gute Mischung aus Elektro, Indie, HipHop und fetten Headlinern zu feiern. 1997 spielten übrigens auch Daft Punk, in einem kleinen Zirkuszelt. Die kommen zwar diesmal nicht – aber allein die Tatsache, dass sie schon damals dabei waren, spricht für das gute Händchen der Booker beim Hurricane. (DK) Live: AnnenMayKantereit, Balthazar, Bloc Party, Boy, Boys Noize, Chefket, Deichkind, Die Orsons, Digitalism, Dropkick Murphys, Editors, Feine Sahne Fischfilet, Frank Turner, Genetikk, GLORIA, Haftbefehl, Jack Garratt, Jennifer Rostock, K.I.Z, Kvelertak, Maxïmo Park, Mumford & Sons, Poliça, Prinz Pi, Rammstein, Romano, The Hives, The Offspring, The Prodigy, The Subways, Turbostaat, Two Door Cinema Club, Von Brücken, Wanda, Yeasayer u. v. a. Scheeßel, Eichenring

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3 0.0 6 . – 03 .07.

KOSMONAUT

ROCK WERCHTER

Eine Band mit eigenem Festival? Kraftklub sind mit diesem Konzept erfolgreich.

Der belgische Riese ist ein europäisches Traditionsfestival mit Besuchern aus aller Welt.

Die Gebrüder Brummer und ihre Freunde haben das Kosmonaut Festival am Stausee Oberrabenstein in Chemnitz bereits 2013 ins Leben gerufen. Nachdem das Splash! dort nicht mehr stattfand, fehlte etwas. Also luden die Musiker befreundete Bands ein, um der Jugend in ihrer Heimat Chemnitz (und sich selbst) eine Freude zu machen. Das Gelände bietet mit dem Stausee die Möglichkeit der exquisiten Erfrischung, außerdem zählt ein festivaleigenes Wettbüro zu den Besonderheiten: Ein Headliner bleibt Jahr für Jahr ein Geheimnis, auf das man Wetten abschließen kann. 2015 beehrte Marteria das Festival, 2014 waren Fettes Brot die große Überraschung. Fun Fact am Rande: AnnenMayKantereit wurden hier im vorletzten Jahr Festival-entjungfert (s. FG 2015, S. 90). (JB)

Die Wurzeln des flämischen Rock Werchter liegen tief in den 70er Jahren, als das Festival noch so klein und niedlich war wie heute das Immergut oder das Haldern Pop. Spätestens seit den 80er Jahren änderte sich das aber rasant, das Festival wuchs und wuchs. Heute spielen vier Tage lang Bands auf drei Bühnen und sowohl in Teilen des Festivalgeländes als auch auf den Campingplätzen gibt es Gratis-WiFi. Die InstagramBilder, Tweets und Posts über alles, was Paul McCartney in diesem Jahr dort auf der Bühne macht, dürften also problemlos ihren Weg in die Welt finden. Und vielleicht ist ja noch etwas Internet übrig, wenn an gleicher Stelle eine Woche später das Werchter Boutique stattfindet, die eintägige Familien-Version des Traditions-Festivals. (CS)

Live: Alligatoah, Audio88 & Yassin, Boy, Costa Meronianakis, Die Nerven, Dota, Drangsal, Eskei83, Feine Sahne Fischfilet, Frittenbude, Itchy Poopzkid, Juicy Gay, Kagoule, Lake People, LGoony, MC Bomber, Mule & Man, Oberwasser, Okta Logue, Oliver Polak, Olli Schulz, Pandaro, Parcels, Philipp Matalla, Prinz Pi, Schnipo Schranke, SSIO, Turbostaat, Wanda, Waving The Guns u. v. a.

Live: At The Drive-In, Beck, Beirut, Daughter, Disclosure, Editors, Ellie Goulding, Florence + The Machine, Foals, Goose, Iggy Pop, Jake Bugg, Jamie xx, Kaiser Chiefs, Macklemore & Ryan Lewis, New Order, Paul McCartney, PJ Harvey, Rammstein, Red Hot Chili Peppers, Robert Plant, Skunk Anansie, Tame Impala, The 1975, The Offspring, Two Door Cinema Club u. v. a.

Chemnitz, Stausee

B-Rotselaar, Festivalpark

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FOTOS: RAKETE MIT K GMBH, JORIS BULCKENS

24.–25.06.


www.teva.tatonka.com Teva-Vertrieb Deutschland / Österreich: TATONKA GmbH  Robert-Bosch-Str. 3  D-86453 Dasing


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25.06.–02.07.

ROSKILDE Roskilde ist einer dieser Orte, die durch ihr Festival zur Legende wurden – und das weltweit. Seit 1971 ist das Städchen auf der dänischen Ostseeinsel Sjælland bei Festivalfans in aller Munde. Rekordverdächtig vielfältig und voll auf der Höhe der Zeit, glänzt das von tausenden Ehrenamtlichen getragene Roskilde Festival bis heute als Non-ProfitVeranstaltung. Die gesamten Einnahmen kommen sozialen Projekten zugute. Und trotz seiner gigantischen Größe fühlt man sich dort direkt frei, entspannt, zuhause. Das mag an der Seeluft liegen – oder einfach an dieser großen Wundertüte namens Line-up, die Jahr für Jahr durch eine stimmige Mischung aus Mega-Acts, Geheimtipps und Exoten besticht. Fast 200 werden es 2016 wieder sein. Mindestens einmal im Leben sollte man hier gewesen sein, sonst hat man etwas verpasst. (VE) Live: Action Bronson, At The Drive-In, Aurora, Biffy Clyro, Birdy Nam Nam, Chvrches, Courtney Barnett, Destroyer, Foals, Frank Carter & The Rattlesnakes, Kakkmaddafakka, Kvelertak, LCD Soundsystem, M83, Macklemore & Ryan Lewis, Mø, Neil Young, New Order, Odesza, PJ Harvey, Red Hot Chili Peppers, Santigold, Savages, Sleaford Mods, Syrian National Orchestra & Damon Albarn, Tame Impala, The Last Shadow Puppets u. v. a. DK-Roskilde, Festivalpladsen

FOTO: CHRISTIAN HJORTH

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14.15.16.17 July 2016 Ferropolis, Germany

Disclosure, Deichkind, Tame Impala, Jamie xx, Two Door Cinema Club, Chvrches, M83, Solomun, Boys Noize (live), Maceo Plex, Ben Klock, Modeselektor (DJ-Set), Skepta,

Acid Arab, Andy C, Andy Stott (live), Benjamin Damage, Black Coffee, Black Cracker, Blind Observatory, Bob Moses, Bomba EstĂŠreo, Boris, Circa Waves, Coma, Cormac, Cosmin TRG, Damian Lazarus, Dekmantel Soundsystem, Digitalism, DJ Koze, DJ Phono, Dr. Rubinstein, Drangsal, Ed Davenport, Ellen Allien, Fatima Yamaha (live), Floating Points (live), Freddy K, Fritz Helder, George FitzGerald, Gold Panda, Graham Candy, Gunjah, Hard Ton, Heidi, Helena Hauff, Hi Fashion, Ho99o9, Honey Dijon, Horse Meat Disco, Illesnoise, Isolation Berlin, Jamie Woon, JD Samson, Josh Wink, Kim Ann Foxman, Klyne, Kobosil, Kode9, Kollektiv Turmstrasse (live), Kuriose Naturale, Kytes, La Fleur, Lady Leshurr, Laurel Halo, Lea Porcelain, Leon Vynehall, Liss, Magdalena, Makam, Mano Le Tough, Marco Resmann, Matthias Meyer, Maya Jane Coles, Mind Against, Motor City Drum Ensemble, Muallem, Mura Masa, Niko Schwind, Noah Kin, Oddisee & Good Company, Oliver Koletzki, Pan-Pot, Partok, Peaches, Peak & Swift, Peggy Gou, Pev & Kowton (Livity Sound), Renato Ratier, Roosevelt, Sango, Sarah Farina, Say Yes Dog, Several Definitions, SG Lewis, Shed, Shifted, Sleaford Mods, Sophie, Stephan Bodzin (live), Still Parade, Stimming (live), The Black Madonna, Tiga (live), Tijana T, Tom Trago, Vater&Sohn, Vessels, Virginia (live) feat. Steffi & Dexter, Vril (live), Woman, Zed Bias, Zomby, Ă˜ [Phase]


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FOTO: FLORIAN SCHÜ PPEL

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0 1 . – 03 .07.

SUMMERJAM Am ersten Juliwochenende strahlt der Norden Kölns in den Farben Rot, Gelb und Grün. Etwa 30.000 Menschen aus aller Welt schlagen am Fühlinger See ihre Zelte auf, um drei Tage Dub, Mento, Ska, Dancehall, Ragga, Rocksteady, Lover’s Rock und Reggae zu hören. In diesem Jahr steht das Summerjam unter dem Motto »Back to the Future«, was auch die wiedervereinten Beginner als Headliner einschließt. Was von den Besuchern des Summerjam unter dem Motto und allgemein unter Reggae verstanden wird, geht weit über fröhliche Schönwettermusik und Kiffer-Berieselung hinaus. Nichts gegen schönes Wetter, das man mit dem SummerjamTicket in den letzten 30 Jahren mitgebucht zu haben scheint, aber auf diesem Festival geht es um Offenheit, Exzentrik und Familie. Wer das versteht, kann mit seinen Zeltnachbarn entspannt gen Zukunft blicken. (SU) Live: Akua Naru & Digflo Band, Alligatoah, Beginner, Chefket, Christopher Martin, Chronixx & Zincfence Band, Die Orsons, Dispatch, Dub Inc., Gentleman & Ky-Mani Marley, Gentleman's Dub Club, I-Octane, Jaya The Cat, Macka B, Matisyahu, Megaloh, Moop Mama, Morgan Heritage, Naâman, Namika, Parov Stelar, Raging Fyah, SDP, Sean Paul, Selah Sue, Soul Radics u. v. a. Köln, Fühlinger See

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FOTO: SUMMERJAM. DE

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gust 2016 11.-13. Au en > Saarbrück Püttlingen schlacko.de rocco-del-

Limp Bizkit Die Fantastischen Vier Sportfreunde Stiller Parkway Drive | Sum 41

Wanda | Boysetsfire | SICK OF IT ALL Jennifer Rostock | Clutch | Bosse SONDASCHULE | Itchy Poopzkid Feine Sahne Fischfilet Royal Republic | JOHN COFFEY | FJørt Trümmer | RAZZ | Neonschwarz | KAFVKA | u.v.m.

01.–03.07.

WITH FULL FORCE Der »härteste Acker Deutschlands« wird zum 23. Mal mit dem Schweiß der Getreuen getränkt.

FOTO: DIRK BEHLAU

Im Vergleich zu den ganz großen Metal-Festivals gehört das With Full Force bei Leipzig zur Kompaktklasse, auf der fetten Habenseite stehen dagegen die kurzen Wege und das orthodoxe Programm. Wer Metal mag, bekommt hier drei Tage lang von etablierten Branchengrößen um die Ohren, wenn über den Tellerrand geguckt wird, findet sich dort artverwandt Druckvolles wie etwa der einzige deutsche Festivalauftritt von Bad Religion in diesem Jahr. Der humorvolle Webauftritt macht außerdem auf die »Quetsch‘n Core«-Band Drescher neugierig, und an anderer Stelle empfiehlt sich die Gemeinde Löbnitz als metalkompatible Flaniermeile. Schon Lemmy Kilmister wusste: Im Osten geht die Säufersonne auf. Schnörkellosigkeit rules! (AD) Live: Amon Amarth, Anti-Flag, Architects, August Burns Red, Bad Religion, Behemoth, Cock Sparrer, Endstille, Fallujah, Five Finger Death Punch, Grave, H2O, Hatebreed, John Coffey, Legion Of The Damned, Lionheart, Monuments, Paradise Lost, Ragnarök, Rise Of The Northstar, Slayer, Stick To Your Guns, The Amity Affliction, The Real McKenzies, Thy Art Is Murder, To The Rats And Wolves, Walls Of Jericho, We Butter The Bread With Butter u. v. a. Löbnitz, Flugplatz

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LIMP BIZKIT DIE FANTASTISCHEN VIER K.I.Z. WOLFMOTHER SUM 41 WIZO WANDA BOSSE BOYSETSFIRE

DONOTS ROYAL REPUBLIC NADA SURF CLUTCH TURBOSTAAT MOOP MAMA FEINE SAHNE FISCHFILET ALGIERS FRANK CARTER & THE RATTLESNAKES BEACH SLANG ADAM ANGST MONSTERS OF LIEDERMACHING DE STAAT FJØRT JOHN COFFEY RUMJACKS RAZZ BAZZOOKAS MASSENDEFEKT DICHT & ERGREIFEND THE PROSECUTION TRÜMMER KAFVKA UND VIELE ANDERE ...! ROTHENBURG 0B DER TAUBER

11.-14. AUGUST 2016

WWW.TAUBERTAL-FESTIVAL.DE

HIGHLIGHTS

ket: 39,-€ TagesTic € et: 80,ck . Ti bi zzgl. Geb Kom

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HIGHLIGHTS

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02.07.

02.07.

06.–10.07.

RUHR-INLOVE

VAINSTREAM ROCKFEST

BALATON SOUND

Die größte Elektro-Party an der Ruhr – zehn Stunden nonstop feiern mit 400 DJs.

Die Hardcore-Festspiele sind eröffnet: Punk, Metal & Hardcore im Herzen von Münster.

Raven, raven, raven am sonnigen Plattensee in Ungarn.

Als Schwester der Nature One, Toxicator und Mayday wird das Tagesfestival von den Organisatoren und Besuchern liebevoll »Familienfest« genannt. Sämtliche Clubs, Magazine, Labels und Veranstalter sind durch ihre aufwendig gestalteten Bühnen vertreten, wodurch sich eine verrückte Open-Air-Landschaft mit jeder Art von elektronischer Musik ergibt. Ein Fest von der Szene für die Szene, in der aber jeder im Olga Park in Oberhausen willkommen ist. Dabei scheint an diesem Party-Wochenende so gut wie immer die Sonne, die Stimmung ist aufgedreht und elektr(on)isiert und jeder ist bereit, seine Energie beim Tanzen, Jumpstylen, Shufflen und wildem Haareschwingen aufzubrauchen. Keine Ruhe auf der Ruhr, nur Bass und viel Love! (JA)

Wer früh die Reise nach Münster antritt, kann in Laufnähe vom Bahnhof im »Teilchen&Beschleuniger« kreativ belegte Bagels (zum Beispiel mit Frischkäse, Nutella und Smarties) frühstücken. Von dort lässt sich das Festivalgelände dann zu Fuß erreichen, das Vainstream Rockfest findet nämlich in City-Nähe statt, auf dem Kulturgelände Hawerkamp. Das Line-up verspricht das Beste aus Punk, Metal & Hardcore, unternimmt mit K.I.Z. und Schlager-Entertainer Christian Steiffen aber auch anregende Ausflüge in andere Genre-Gefilde. Im Anschluss geht’s direkt zur tosenden AftershowParty in der nebenan liegenden SputnikHalle oder man gönnt sich als Ausklang und Absacker bei »Butt’s Grillstube« einen der besten Döner der Stadt. (DB)

Live: 2Elements, A.N.A.L., BMG, Cuebrick, Danielle Diaz, Danny Avila, Felix Kröcher, Gestört aber GeiL, Irregular Synth, Kerstin Eden, Niereich, Ostblockschlampen, Pappenheimer, DJ Quicksilver, Stefan Dabruck, Sven Wittekind, Stormtrooper, Tom Franke, Tiger & Dragon, Thorsten Kanzler u. v. a.

Live: Anti-Flag, Any Given Day, Apologies, I Have None, Attila, August Burns Red, Beartooth, Being As An Ocean, Boysetsfire, Bury Tomorrow, Caliban, Christian Steiffen, Deez Nuts, Flogging Molly, Frank Carter & The Rattlesnakes, Frank Turner, H2O, Heaven Shall Burn, K.I.Z, Lionheart, Mantar, Our Last Night, Silverstein, Stick To Your Guns, The Amity Affliction, The Casualties, Turnstille, Wolf Down u. v. a.

Oberhausen, Olga-Park

Münster, Am Hawerkamp

Das Balaton Sound in Ungarn ist eines der größten europäischen Festivals für elektronische Musik, deshalb sind Bass-Liebhaber hier genau richtig. Denn die ausgelassene Party ist dazu noch großartig gelegen. Das wunderschöne, knallbunt dekorierte Festivalgelände liegt direkt am Ufer des Plattensees, so dass man sich nach dem Feiern beim Schwimmen abkühlen kann. Auch aufs Booking kann man sich verlassen, die Idee zum Festival kommt von den gleichen Leuten, die auch das Sziget veranstalten. Und sowieso: Wer mag, könnte gleich Tickets für beide Festivals kaufen und zwischendurch erst Zeit in Zamárdi, der Heimat des Balaton Sound und dann in Budapest verbringen. Dorthin fährt, sehr praktisch, ein Shuttle-Bus vom Festivalgelände. (JB) Live: A$AP Ferg, Adam Beyer, Adriatique, Alan Fitzpatrick, Armin Van Buuren, Booka Shade, Borgore, Dimitri Vegas & Like Mike, Dixon, Don Diablo, Feder, Ferry Corsten, Fritz Kalkbrenner, GTA, HVOB, Kraak & Smaak, Lost Frequencies, Macklemore & Ryan Lewis, Martin Garrix, Martin Solveig, Matador, Nervo, Oliver Heldens, Paul Van Dyk, Robin Schulz, Sub Focus, Sven Väth, The Game, Tyga, Tyler, The Creator, W&W u. v. a. H-Zamárdi, Szabadstrand

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07.–10.07.

RUDOLSTADTFESTIVAL

FOTOS: MICHAEL POHL, MARTI NA MICKOCHOVA, MAXIM ABROSSIMOW

Roots, Folk und Weltmusik – Spezialitäten, die in Rudolstadt serviert werden. Mit Flair und Erfolg. Die Festivalmacher können sich auf Woodie Guthries Tochter Nora berufen. Die empfahl nach ihrem Auftritt allen Künstlern und Künstlerinnen, die es nach Thüringen verschlägt, einen freien Tag einzuplanen, um sich ins Gewimmel des Festivals zu stürzen. Die musikalische Mischung ist einzigartig, weltumspannend. Der Sound hier reißt sprichwörtlich Grenzzäune ein. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf Kolumbien, dazu gibt es eine Hommage an die Tanzmusik Cumbia. Es wird also Gelegenheit geben, die Hüften zu schwingen und dabei die Welt kennenzulernen. Auf dem Rudolstadt fühlst du dich wie in einem belebten Stadtviertel, in dem auch coole Straßenmusikanten spielen. Ein Muss für smarte Global Player. (PF) Live: Akua Naru, Ernst Molden/Willi Resetarits/Walther Soyka/Hannes Wirth, Gangstagrass, Germán López, Glen Hansard, Harald Haugaard & Helene Blum, Jambinai, Kesaj Tchave, Lorcán Mac Mathúna, Matthias Schriefl, Mono & Nikitaman, Ndima, Pulsar Trio, Royal Street Orchestra, Startijenn, Stoppok, Volxtanz u. v. a.

Rudolstadt, Innenstadt

07.–09.07.

POHODA Nomen est omen: »Pohoda« ist das slowakische Wort für »Behaglichkeit«.

07.–09.07. 08.07.–09.07.

POHODA TALGE Nomen est omen: OPEN AIR »Pohoda« ist das

In der Nähe vonWort Osnabrück slowakische für treffen Festivalkultur und »Behaglichkeit«. Fußball aufeinander.

Und tatsächlich: tatsächlich: Was Was seitseit fastzwanzig zwanzig Sommern auf dem alten Flugplatz im schönen Trenčín vor sich geht, macht seinem Namen Namenalle alle Ehre. seinem Ehre. »EsZwischen ist, als ob Rollfeldern und blauem wir jemanden zu uns nachHimmelszelt Hause einladen«, trifft hier so beschreiben geballte Festivalgaudi die Veranstalter aufihre die verträumte Gemütlichkeit JahrHerangehensweise. Zwischeneines Rollfeldern markts. In diesem Jahr belegen so unund blauem Himmelszelt trifft geballte terschiedliche Künstler wie PJ Harvey, Festivalgaudi auf die verträumte GemütSigur Rós undJahrmarkts. The ProdigyIn diediesem Headlinerlichkeit eines Jahr belegen Slots. Neben so unterschiedliche auf neun Bühnen Künstler verteilten wie PJ Acts Harvey, aller Sigur Stilrichtungen Rós und The stehen Prodigy auch die Headliner-Slots. Theater, Kunst und Neben Silentauf Disco neun aufBühdem nen Programm. verteilten Und Acts füraller seineStilrichtungen einfallsreiche Kinderanimation würde dieses nicht nur stehen auch Theater, Kunst und Silent im benachbarten Österreich alsfür GeheimDisco auf dem Programm. Und seine Kinderanimation tipp gehandelte Festival würde doch diesesglatt nicht einen nur im Award benachbarten in Nachwuchsarbeit Österreicheinheimsen. als Geheimtipp Kurzgehandelte und gut: Einmal FestivalPohoda, einen Award immer in Nachwuchsarbeit Pohoda. (VE) einheimsen. Kurz und gut: Einmal Pohoda, immer Pohoda. (VE)

Und tatsächlich: Was seit fast zwanzig Sommern auf demmit alten Flugplatz im Ein Fußballverein eigenem Festival Trenčín vorAus sich geht, macht –schönen hört man nicht oft. der Saison-abseinem Namen alle Ehre. Zwischen schlussfeier des FC Talge ist ein kleines, gemütliches entstanden, das seit Rollfeldern Festival und blauem Himmelszelt über trifft hier 20 Jahren geballte veranstaltet Festivalgaudi wird. aufDas die Festival verträumte in der Gemütlichkeit Bersenbrückereines Gemeinde Jahrmarkts. diesem Jahrund belegen so unwird vonInMitgliedern Freunden terschiedliche Künstlerdie wieEinnahmen PJ Harvey, des Vereins gestemmt, Sigur Rós Prodigy die Headlinerfließen inund denThe Erhalt des Fußballclubs. Das Slots.Line-up Neben auf zeigt neun sich Bühnen mit Namen verteilten wie We ActsWere allerPromised Stilrichtungen Jetpacks stehen oderauch East Cameron Theater, Kunst Folkcore und Silent geschmackssicher Disco auf dem rockig. Programm. Und Und wegen fürder seine Fußball-Wurzeln einfallsreiche Kinderanimation würdeBolzen dieses nicht nur gehört das gemeinsame untrennim benachbarten Österreich als Geheimbar dazu. Am zweiten Tag treten beim Kleinhirnturnier tipp gehandelte Festival 40 Hobbyteams doch glattgegeneinen einander Award in Nachwuchsarbeit an. Mit mindestens einheimsen. so guter Stimmung, Kurz und gut: wieEinmal sie beim Pohoda, EM-Finale immer am Folgetag Pohoda.zu (VE) erwarten ist. Vorausgesetzt die Headliner heißen dann Müller & Co. (DB)

Live: Alex Vargas, Astronautalis, Bazzookas, Chicks On Speed, Dub Pistols, Eagulls, Ester Rada, Flying Lotus, Gogol Bordello, Live: Chicks On Speed, Dub Pistols, Gogol Bordello, Ho99o9, Have You Ever Seen The Jane Fonda Aerobic VHS?, Ho99o9, K-X-P, My Baby, Odesza, Parov Stelar, PJ Harvey, Saul WilK-X-P, Lola Marsh, Max Jury, My Baby, Nina Kraviz, Odesza, liams, Sigur Rós, Spor, The Prodigy u. v. a. Parov Stelar, PJ Harvey, Saul Williams, Sigur Rós, Spor, The Prodigy, The Vaccines, u. v. a.

Live: Alex Vargas, Astronautalis, Bazzookas, Chicks On Speed, Dub Pistols, Eagulls, Ester Rada, Flying Lotus, Gogol Bordello, Live: Birth Of Joy, East Cameron Folkcore, Giant Rocks, Go Have You Ever Seen The Jane Fonda Aerobic VHS?, Ho99o9, Go Berlin, Pascow, Psaikorillaz, Rideau, Wallace Vanborn, We K-X-P, Lola Marsh, Max Jury, My Baby, Nina Kraviz, Odesza, Were Promised Jetpacks, Wood & Valley u. v. a. Parov Stelar, PJ Harvey, Saul Williams, Sigur Rós, Spor, The Prodigy, The Vaccines, u. v. a.

SK-Trencin, Airport

SK-Trencin, Airport

SK-Trencin, Airport

Bersenbrück, Sportplatz

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HIGHLIGHTS

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08.–10.07.

SPLASH! Das Splash! macht die HipHopKultur zur physischen Erfahrung.

Live: A-F-R-O, A$AP Ferg, Action Bronson, AJ Tracey, Anderson .Paak, Angel Haze, Azad, Beginner, CAS Is Dead, Coely, Edgar Wasser, Eko Fresh, Fatoni, Haftbefehl, Immer Ready, Kevin Gates, LGoony & Crack Ignaz, Mac Miller, Maeckes, Mick Jenkins, RAF Camora, SSIO, Stormzy, Teesy, The Roots, Ty Dolla $ign, Weekend, Wiz Khalifa, Young Thug, Yung Lean u. v. a. Gräfenhainichen, Ferropolis

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FOTO: WALTER G LÖCKLE

Eine Woche vor dem Melt! kann man in Ferropolis, zwischen Krananlagen und unter praller Sonne, den nationalen wie internationalen Wortsport würdigen. 25.000 Fans werden in diesem Jahr bei der 19. Ausgabe des ausverkauften Festivals dabei sein. Die Tage, an denen sich Unentschlossene ihr Ticket für das HipHop-Spektakel im Notfall vor Ort kaufen konnten, liegen lange zurück. Logisch, wenn man bedenkt, dass auf dem Klassentreffen der Szene an vier Tagen die ganze angesagte HipHop-Kultur zum Vorschein tritt. Vom MCing und Writing bis hin zu Partys mit den besten DJs kann man auf dem industriellen Gelände in Gräfenhainichen erleben, wie HipHop zum großen Ganzen gerät. Damit auch jeder unmittelbar erfährt, wo die Liebe zum Genre herkommt. (SU)


PRÄSENTIERT


JULI

HIGHLIGHTS

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07.–10.07.

In ihrem Nomen zweiten est omen: Jahr in den Rheinauen »Pohoda« ist erblüht das die Rockaue slowakische mit noch Wortmehr für Musik »Behaglichkeit«. und Programm.

Ein Festival in einer Festung, das im Studentenprotest begann und bis heute idealistisch bleibt.

ROCKAUE POHODA

Es Undisttatsächlich: immer schön, Was seit wenn fast ein zwanzig neues Sommern alten Flugplatz erim Open Air inauf derdem Festival-Landschaft schönen Trenčín vor sich geht, macht blüht. Erst recht, wenn dieses über den seinemnicht Namen alle Ehre. Winter eingegangen istZwischen und seine Schönheit erneut erstrahlen kann. So ist Rollfeldern und blauem Himmelszelt es trifft auch hier mitgeballte dem Bonner Festivalgaudi Rockaue Festival. auf die Die verträumte PremiereGemütlichkeit lief so erfolgreich, eines dass Jahrdie markts. In diesem Jahr so und unVeranstalter erneut an denbelegen Start gehen terschiedliche Künstler wie PJdem Harvey, ein Line-up veröffentlichen, bei man Sigur Rós und The Prodigy kaum glauben kann, dass die HeadlinerTickets so günstig Slots. Neben sind. Der auf neun NameBühnen Rockaueverteilten ist jedoch nur Actszu aller einem Stilrichtungen Teil Programm stehen des Festiauch vals, Theater, dennKunst auf vier und Bühnen Silent Disco gibt esauf ebenso dem Programm. für seine Elektro und Und Pop auch von einfallsreiche lokalen Bands Kinderanimation würde nicht nur zu hören. Zusätzlich kanndieses sich die Bonner im benachbarten Österreich als GeheimSubkultur erstmalig frei auf dem Festival entfalten. tipp gehandelte Das bedeutet Festival doch Extreme-Sportglatt einen Shows, Award in Graffiti-Contest, Nachwuchsarbeit Fashion einheimsen. und Food. Bei Kurz sound viel Programm gut: Einmal droht Pohoda, fast, die immer wunderschöne Pohoda. (VE) Umgebung der Rheinaue in Vergessenheit zu geraten. (MS) Live: Alex Vargas, Astronautalis, Bazzookas, Chicks On Speed, Dub Pistols, Eagulls, Ester Rada, Flying Lotus, Gogol Bordello, Live: Blackberries, Breakdowns At Tiffanys, Culcha Candela, Have You Ever Seen The Jane Fonda Aerobic VHS?, Ho99o9, Dayton, Deez Nuts, Eskimo Callboy, Fjørt, Foggy Mountain K-X-P, Lola Marsh, Max Jury, My Baby, Nina Kraviz, Odesza, Rockers, Heart Of A Coward, I Scream For Ice Cream, Ju & Me, Parov Stelar, PJ Harvey, Saul Williams, Sigur Rós, Spor, The Kelvin Jones, Kenay, Killerpilze, Leonard Bywa, Lord Bishop, Prodigy, The Vaccines, u. v. a. Monuments, Moritz Guhling, Nisse, No SK-Trencin, Airport Se Leon, OK KID, Pbsl, Philipp Dittberner, Re.you, Sandro Golia, Sleepers, Syranic, Tim Engelhardt, Tonbandgerät, World & Dreams u. v. a. Bonn, Rheinaue

EXIT

Exit war einmal ein programmatischer Name, denn das Festival wollte sich gegen den Krieg und den Zerfall Jugoslawiens, gegen Egoismen stellen und für Frieden und Demokratie einstehen. Nach dem Kosovo-Krieg im Jahre 2000 ins Leben gerufen, gewinnt das Exit heute Preise und ist im In- und Ausland beliebt. Die Atmosphäre auf der Festung in Novi Sad wird als magisch beschrieben. Mehr als 2,7 Millionen Menschen aus über 60 Ländern haben das Exit bereits besucht, das weiter von einer Non-Profit-Organisation veranstaltet wird, die sich um die Jugend des Balkans verdient macht. Zu aller Völkerverständigung gesellt sich unterhalb der Festung ein langgezogener Strand mit wundervoll türkisem Wasser. Der Höhepunkt eines jeden Serbien-Urlaubs. (CS) Live: Antigone, Bastille, Dave Clark, Dimitri Vegas & Like Mike, Disciples, Dub Pistols, Ellie Goulding, Hurts, James Zabiela, Kensington, Lost Frequencies, Marco Carola, Mind Against, Modestep, Ms Dynamite, My Nu Leng, Nicky Romero, Nina Kraviz, Robin Schulz, Sam Feldt, Sarah Farina, Shlomo, Sigma, Solomun, Stormzy, Sub Focus & MC I.D, Sub Zero, The Vaccines, Tinariwen, Tommy Four Seven, Wilkinson feat. MC AdApt, Wiz Khalifa, Zomboy u. v. a. SRB-Novi Sad, Festung

09.07.

OPEN SOURCE Zentrale Location, verlässliches Line-up, Ein-Tages-Event: Keine Expedition ins Ungewisse. Die schnuckelige Tagesveranstaltung punktet mit ihrem gediegenen Gelände an der zentral gelegenen Düsseldorfer Galopprennbahn Grafenberg, einem geschmackvollen Line-up zwischen Elektro und Indie auf drei Bühnen und der familienfreundlichen Spielzeit. Um 13 Uhr geht es los und um Mitternacht ist der Spaß schon wieder vorbei. Auch wenn das Festival Jahr für Jahr populärer wird, hält es noch genügend Ruhezonen und Rückzugsmöglichkeiten bereit. So ist es herrlich, beim stimmungsvollen Sonnenuntergang von der Tribüne aus dem Treiben auf der Hauptbühne zuzuschauen. Die »Open Squares« zum Stöbern bei regionalen Galerien, Musik- & ModeLabels und jungen Designern sind das Sahnehäubchen auf der Kirschtorte. (CSt) Live: Bilderbuch, Balkonien, Blackberries, Gaika, Get Well Soon, Good Company, Hot Chip, Idris Ackamoor & The Pyramids, Max Graef Band, Oddisee, Rats and Children, Schnipo Schranke, Stabil Elite, The Rival Bids, Wolf Müller & Cass. u. v. a.

Düsseldorf, Galopprennbahn

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FOTOS: MILOŠ DI ŠKOVIĆ, A BOY CALLED SEVEN DAYS IS A WEEKEND

07.–09.07. 09.07.


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61 HIGHLIGHTS

13.–17.07.

DOUR

FOTOS: ANDREA CERQUEIRA, JULIAN SPANH OF, ARCHIV FIB

Selbst die Genre-Vielfalt manifestiert sich in Superlativen. Beim belgischen Dour hat die Festivalzukunft begonnen. 1989 startete das Dour mit fünf Bands im Line-up. Inzwischen erreicht das Traditionsfestival an fünf Tagen mehr als 200.000 Zuschauer, der Clou ist das pluralistische Bühnengeschehen, das zeitgemäß den Festivalgänger vollbedient. Neben der Hauptbühe gibt es gleich sechs Nebenschauplätze, um dem eklektischen Geschmack des internationalen Publikums gerecht zu werden. Von dessen Seite ist relativ viel Modernität im Spiel: Die auftretenden Acts operieren fast alle am musikalischen Puls der Zeit, egal ob auf der HipHop-Stage, im Indie-Zelt oder im Elektro-Tempel. Für aufgeschlossene Metalheads ist die Cannibal Stage reserviert, feierwütige Dub-Fans erwarten Nonstop-DJ-Nächte, und besonderes Augenmerk liegt dieses Jahr auf der zukunftsweisenden Avantgarde-Stage. (AD) Live: A$AP Ferg, Allah-Las, Band Of Skulls, Birdy Nam Nam, Boys Noize, Dave Clarke, Elliphant, Fat White Family, Floating Points, Frank Carter & The Rattlesnakes, Gold Panda, Ho99o9, John Talabot, Kadavar, Kollektiv Turmstrasse, Lagwagon, Life Of Agony, Maya Jane Coles, Mobb Deep, Mr. Oizo, Odesza, Pixies, Poliça, Richie Hawtin, Rudimental, Sigur Rós, Stormzy, The Prodigy, The Subways, Underworld, Wiz Khalifa u. v. a. B-Dour, La Plaine de la Machine á Feu

14.–17.07.

AIRBEAT ONE Elektronische Tanzmusik lockt mit aufwändiger Deko und vielfältigem Rahmenprogramm.

14.–17.07.

BENICÀSSIM Wo soll man anfangen mit dem Schwärmen? Ein Strand, große Acts, Tanzen am Pool ...

Das Airbeat One bietet vier Nächte lang elektronische Musik, vor allem aus den Bereichen Hard Style und Raw. Während die Mainstage mit den verschiedensten Stilen bespielt wird, wird’s auf den anderen Floors, wie dem Goa-Floor, genrespezifisch. Die aufwändige Bühnendekoration unterliegt jedes Jahr einem anderen Thema, in diesem Jahr wird das Gelände im asiatischen Stil hergerichtet. Nach dem Tanzen bis in die Morgenstunden kann man tagsüber am nahegelegenen Badesee entspannen. Wem stattdessen nach Bewegung ist, der kann sich beim Paintball, BMX oder Beachvolleyball sportlich betätigen. Und vom europaweit höchsten Kettenkarussell aus lässt sich die Aussicht über das gesamte Festivalgelände genießen. (DB)

Eines steht sicher fest: Vier Tage sind beim Benicàssim an der Ostküste Spaniens viel zu schnell rum. Da darf keine Minute verschwendet werden. Gut, dass es in diesem Jahr eine neue Tanzfläche an der South Beach Stage gibt, auf der nonstop Djs auflegen werden. Nebenbei kann man Cocktails schlürfen und die Beine im Pool baumeln lassen. Oder man faulenzt im Schatten der Palmen am Meer, bevor man abends die Sau bei den großen Acts der Elektro- und Rock-Szene rauslässt. Bei so vielen Angeboten zum Feiern legt das Festival auch Wert auf Erholung. Neben dem Standard-Camping ist noch ein Platz in der Stadt vorhanden, mit Schattenplätzen und Fußballfeld. Wem das nicht reicht, der kann sich eines der Glamping-Zelte mieten, mit richtigen Betten, Sektempfang, Putzservice und Frühstücksbuffet inklusive! (MS)

Live: Nervo, Nick Martin, Nicky Romero, Ostblockschlampen, Tujamo, Showtek, Showtek, W&W, Dave Replay, FRDY, Henri PFR, Inpetto, Mike Williams, Noize Generation, Atmozfears, Audiotricz, Bass Modulators, B-Front, Brennan Heart, Code Black, Coone, Creek, Cyber, Da Tweekaz, D-Block & S-te-fan, DJ Isaac, Evil Activities, Festuca, Frequencerz, Frontliner, Gunz For Hire, Hard Driver, Max Enforcer, Mvtate, Noisecontrollers, Psyko Punkz, Ran-D u. v. a.

Live: Biffy Clyro, Bloc Party, Catfish And The Bottlemen, Dan Deacon, Delorean, Disclosure, DJ Shadow, Fidlar, GEoRGiA, Hannah Wants, Hinds, Jamie xx, Jess Glynne, John Talabot, Kendrick Lamar, Little Simz, Mac DeMarco, Major Lazer, Massive Attack, Mr. Oizo, Muse, Rat Boy, Skepta, Snakehips, Soulwax, The 1975, The Chemical Brothers, The Coral, The Kills, The Maccabees, The Magician, The Vaccines, Young Fathers u. v. a.

Neustadt-Glewe, Flugplatz

E-Benicàssim, Costa Azahar

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JULI

HIGHLIGHTS

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15.–17.07.

MELT! Bunt beleuchtete Riesen-Bagger, ein kühler See und ein Haufen Verrückter auf dem Sleepless Floor. Aufmerksame Leser und Leserinnen wissen jetzt sofort, was die Stunde geschlagen hat: Es geht ums Melt! Das Festival in Ferropolis, der Stadt aus Eisen. Wer Lust auf elektronischen Wumms hat, zwischendurch aber auch mal Indie-Sounds und Gitarrenmusik nicht abgeneigt ist, ist auf dem Melt! bestens aufgehoben. Selbst Briten und Niederländer verschlägt es so in die Weiten Sachsen-Anhalts. Allen, die nicht den ganzen Tag im See abhängen wollen, sondern das »Drei Tage wach«-Programm mit ein wenig Kultur anzureichern gedenken, sei ein Ausflug in das nahegelegene Bauhaus Museum Dessau angeraten. Oder eben ein Abstecher zum Sleepless Floor – was beeindruckender ist, müsst ihr danach selbst entscheiden. (SB) Live: Andy C, Ben Klock, Bob Moses, Boys Noize, Chvrches, Coma, Damian Deichkind, Digitalism, Disclosure, DJ Koze, Drangsal, Ellen Allien, Floating Points, George Fitzgerald, Gold Panda, Graham Candy, Helena Hauff, Ho99o9, Jamie Woon, Jamie xx, Jean-Michel Jarre, Josh Wink, M83, Maceo Plex, Maya Jane Coles, Modeselektor, Mura Masa, Oliver Koletzki, Pan-Pot, Peaches, Roosevelt, Sleaford Mods, Tame Impala, Tiga, Two Door Cinema Club u. v. a. Gräfenhainichen, Ferropolis

FOTO: STEPH AN FLAD

EEAR P W W W W W Z Z Z Z Z eeeee C B U L


JULI

PAROOKAVILLE Nach erfolgreichem Start im letzten Jahr lockt das Parookaville noch mehr Elektro- und EDM-Fans nach Weeze. Andere Festivals bieten schnöde Tickets an, dem Parookaville reicht das nicht. Hier ersteht der Besucher gleich ein Visum. Denn ähnlich wie beim belgischen Vorbild Tomorrowland soll hier ein eigenes Land aus »Wahnsinn, Liebe und purer Glückseligkeit« entstehen. Die Premiere 2015 muss jedenfalls überzeugend gewesen sein, das Parookaville holte aus dem Stand den Helga!®-Publikums-Award. Die Festival-Kirche lädt zur KurzzeitHeirat oder Spontanbeichte, am Postamt können Botschaften an die Außenwelt verschickt werden und die Kirmes hat sogar ein Tattoo-Studio. Wer neben dem ganzen Brimborium auch noch ein Ohr für die Musik übrig hat, bekommt auf fünf Bühnen tanzbare Elektronik in allen Darreichungsformen zu hören. (DB)

FOTO: OLIVER KLOTTKA

Live: &Me, Afrojack, Aka Aka feat. Thalstroem, Alle Farben, Axwell & Ingrosso, Blasterjaxx, Borgore, Claptone, Danny Avila, Deorro, Dillon Francis, Don Diablo, DVBBS, Fedde Le Grand, Felix Jaehn, Felix Kröcher, Frdy, Gestört aber GeiL, Headhunterz, Kshmr, Laidback Luke, Lexer, Lost Frequencies, Martin Solveig, Moguai, Nervo, Ostblockschlampen, P.A.C.O., Sam Feldt, Sascha Braemer, Showtek, Steve Aoki, Tiësto, Tube & Berger, Watermät u. v. a. Weeze, Airport

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- IRIE REVOLTES

ZUGEZOGEN MASKULIN 1 1.06. 24.–26.06. 29.–31.07. 05.08. 06.08. 24.–28.08.

Hannover - Festival Contre le Racisme Hurricane / Southside Festival Varel/Dangast - Watt´ En Schlick Fest Horb am Neckar - Mini-Rock-Festival Hamburg - Spektrum c/o pop / Cologne Music Festival

SAMY DELUXE

24.– 26.06. A- Wien - Donauinselfest 05.– 07.08. Mülheim - Ruhr Reggae Summer

BEGINNER 02.07. 1 0.07. 22.07. 23.07. 1 1.08. 13.08. 11.09.

Köln - Summerjam Splash! Festival A- Wiesen - Hip Hop Open Cuxhaven - Deichbrand Aschaffenburg - Afrika Karibik Festival CH- Basel - Open Air Basel Berlin - Lollapalooza

DEICHKIND 24. – 26.06. 0 1. 07. 0 9.07. 1 6 . 07. 29.07. 1 8.08. 1 9.08. 21.08.

Hurricane / Southside Festival CH- St. Gallen - Open Air St. Gallen L- Luxemburg - Rock a Field Melt! Festival Dortmund - Juicy Beats A- St. Pölten - Frequency Festival Moosburg a.d. Isar - Utopia Festival Grosspösna - Highfield Festival

BUBACK.DE/KONZERTE INFO@BUBACK.DE TICKETS: BUBACK.EVENTECHO.DE

ASD

11.06. 21. – 24.07. 1 1. – 1 5.08. 1 2.08. 1 3.08. 24. – 27.08. 26. – 27.08.

CH- Aarau - Make the Hood look Good Cuxhaven - Deichbrand Aschaffenburg - Afrika Karibik Festival LU- Echternach - E-Lake Festival Hannover - Hangover Jam Übersee - Chiemsee Summer Festival Wirges - Spack Festival

SCHNIPO SCHRANKE

28.05. 03.–05.06. 08.06. 09.06. 11.06. 24.–25.06. 09.07. 16.07. 05.–07.08. 1 9.– 2 1.08. 04.–05.1 1.

Neustrelitz - Immergut Festival Rock am Ring / Rock im Park A- Salzburg - ARGEkultur A- Wels - Schlachthof Kirchanschöring - Im Grünen Festival Chemnitz - Kosmonaut Festival Düsseldorf - Open Source Festival Jetzendorf / München - Pouch Open Air Hannover - Fährmannsfest Hamburg - MS Dockville Weissenhäuser Strand – Rolling Stone Weekender

03.– 05.06. 1 1. 06. 18.06. 06.07. 08.– 09.07. 08.– 10.07. 16.07. 21.– 24.07. 29.– 30.07. 05.– 07.08. 1 2.08. 27.08.

Rock am Ring / Rock im Park Konstanz - Campusfestival Frankfurt a. M. - Afrikanisches Kulturfest A- Wien - Two Days a Week Straubenhardt - Happiness Festival Wassertrüdingen - Afrika & Karibik Fest Tuttlingen - Honberg-Sommer Tuttlingen Cuxhaven - Deichbrand Dortmund - Juicy Beats Hünxe - Ruhrpott Rodeo LU- Echternach - E-Lake Festival Hannover - Irie Révoltés Open Air

JAN DELAY & DISKO No.1

25.06. 07.07. 08.07.

Bonn - KunstRasen München - Tollwood Straubenhardt - Happiness Festival

CHEFBOSS 03.–05.06. 23.06. 29.07. 05.08. 1 2.08. 1 9.08. 25.08.

Rock am Ring / Rock im Park Hurricane Festival Warm Up Frankfurt / Oder - Helene Beach Bärwalder See - Cherry Beach Festival SonneMondSterne A- St. Pölten - Frequency Festival Übersee - Chiemsee Summer Festival

HIGHLIGHTS

15.–17.07.

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HIGHLIGHTS

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JULI

65 HIGHLIGHTS

22.–24.07.

TOMORROWLAND Das Tomorrowland ruft ein eigenes Land aus und versammelt Elektrofans aus aller Welt. Dass schon wenige Minuten nach Verkaufsbeginn »Alle Tickets ausverkauft!« gemeldet wird, ist seit Jahren Standard beim belgischen Tomorrowland – und das bei einem stolzen Ticketpreis von über 270 Euronen für den »Full Madness Pass« (Camping noch nicht mit eingerechnet). Andere buchen für dieses Geld einen Pauschalurlaub auf Mallorca. Trotzdem lockt das Festival seit über zehn Jahren Fans aus mehr als 200 Nationen an: Völkerverständigung auf exterritorialem Gebiet. Gemeinsam mit 300 DJs auf 15 Bühnen rufen die Besucher für drei Tage ein eigenes Königreich der elektronischen Musik aus. Die Veranstalter müssen demnach hier verdammt viel richtig machen. Da kommt der Pauschalurlaub bei weitem nicht ran. (DB) Live: Adam Beyer, Alesso, Armin Van Buuren, Axwell & Ingrosso, Dave Clarke, Deadmau5, Dimitri Vegas & Like Mike, DVBBS, Eric Prydz, Fedde Le Grand, Felix Jaehn, Ferry Corsten, Kollektiv Turmstrasse, Laidback Luke, Len Faki, Lost Frequencies, Martin Garrix, Nicky Romero, Nina Kraviz, Oliver Heldens, Paul Kalkbrenner, Robin Schulz, Sander van Doorn, Sick Individuals, Solomun, Sven Väth, The Chainsmokers, The Magician, Tiësto, Vitalic u. v. a. B-Boom, Schommellei

H H H H W W W W W Z Z Z Z Z eeeee C B U L Mit Mazda schicken wir zwei »Sound Of Tomorrow«-Fans zum Tomorrowland. Auf www.festivalguide.de/soundoftomorrow könnt ihr mitmachen.


05.--07.08.16 05.

Adam Beyer Stockholm AKA AKA feat. Thalstroem LIVE Berlin • Fr. 20-06 Uhr • Sa. 18-08 Uhr Alex M.O.R.P.H. b2b Woody van Eyden Bochum Kastellaun/Hunsrück Camping ab Do. 10 Uhr • Mixery-Opening 20 Uhr ALOK Brasilia Andy Düx Mainz Bassface Sascha Mannheim Boris Brejcha Frankenthal Butch Mainz Charly Lownoise & Mental Theo Amsterdam Chris Liebing Frankfurt Christian Gerlach Koblenz Cuebrick Stuttgart Danielle Diaz Ulm Dany Rodriguez Lüttich Dave Clarke Amsterdam Dave202 Zürich David K. Leipzig Deepend Amsterdam DJ Dag Frankfurt DJ Toyax Haarlem Dominik Eulberg Westerwald FEDER Paris Felix Kröcher Frankfurt Flug Barcelona FRDY Weeze Gestört aber GeiL Erfurt HEYHEY Ruhr-Area HUGEL Marseille Jonathan Kaspar Köln Klaudia Gawlas Passau Laidback Luke Amsterdam LCAW München Len Faki Berlin Marco Bailey Brüssel Mark ’Oh Ruhr-Area Markus Schulz Miami Miss Djax Eindhoven Moguai Ruhr-Area Moonbootica Hamburg NatureOne Inc. LIVE Neelix Hamburg Nico Pusch Rostock Ostblockschlampen Leipzig Pappenheimer Würzburg Paul van Dyk Berlin Pingpong Dresden R3HAB Breda Raphael Dincsoy Stuttgart Ravers Nature LIVE Hof Robin Schulz Osnabrück Sam Paganini Treviso Sander van Doorn Eindhoven Slam LIVE Glasgow Stefan Dabruck Frankfurt sunshine live DJ Team Mannheim Sven Väth London Talla 2XLC Frankfurt Tom Novy Zürich Tom Swoon Goleniów Torsten Kanzler Berlin LINEUP IN ALPHABETICAL ORDER

RAKETENBASIS PYDNA

CLUB-LINEUP: Miss K8, Psyko Punkz, Noize Suppressor, Wasted Penguinz, AKA AKA, Marco Bailey, Alex M.O.R.P.H. & Woody van Eyden, Deepack, Ben Nicky, Klaudia Gawlas, Tha Playah, Torsten Kanzler, CLUBS: DASDING Plattenleger-Zelt Stuttgart Masters of Hardcore NL Niereich, BMG, Talla 2XLC, PETDuo, DJ Emerson, Nosferatu, Unexist, Pappenheimer, Stefan Dabruck, Kerstin Eden, Sven Wittekind, Flug, Markus Suckut, Stephan Hinz (DJ-Set), Hanne & Lore, Jay Frog, abstract/Butan/Lehmann Koblenz/Wuppertal/Stuttgart Dirty Workz BE 2Elements, Björn Torwellen, Keith Carnal, Mikael Jonasson, Alex Bau, A.Paul, Minupren, Zahni -live-, Sebastian Groth, Drumcomplex & Roel Salemink, F-Noize, Thorax, Bodyshock, Negative A, Re-Style, Crossfiyah, Hard Driver, Tensor & Re-Direction, DJ Falk, Sandy Warez, Bartoch, Sutura, Masters Of Noise, Bassface Sascha, O.B.I. vs. Julyukie, Stormtrooper, Holgi Star, Christian Gerlach, Linus Quick -live-, Tunnel – Underground Rules! HH HEXENHOUSE/HEAVEN & HILL Ruhr-Area Drauf & Dran, Man at Arms, Sorgenkint, Kevin Witt, TerrorClown, Matt Mus, Simo Lorenz, Hours, Mani Tehrani, Jaycut, Kolt Siewerts, Distiller, System Overload, DGeorge, Marius Lehnert, Benjamin R., A.L.E.X. EVENTS/Hardtours/Hardcore Gladiators Oberhausen/Wesel Deerk Hollaender, Philipp Ruhmhardt, Sandro Marques, Furyan, Bass-D, J.D.A., Decipher, Meltdown, Death by Design, Potato, Khaoz Engine, MC Tha Watcher, Frank Sonic, [ WEX10 ], Chris Hirose, Airport Würzburg BPM/Forward/MTW Frankfurt/Offenbach PLAY! Köln Lukas Stern, OneTWIN, Sephyx, Phuture Noize, NSCLT, In-Phase, Lowriderz, Sylence, Wave Pressure, Blasco, Fanatics, Pat B, Neroz, Mahe, G-Style Brothers, Criminal Pandaz, MC I SEE, DJ Steve X, The Airwolf, DJ Doom, Wavestorm, Party Bombe, Madness M, DJ Maniac, DJ Trust C, Comfort Boyz, DJ Magnus, Dr. Xclusive, DJ Vivid, The Bass Crawler, DJane Sounic, DJ Corehead, DJ Texx, DJ Inside Visage, DJ Sven E, Acid Wars & Fusion Club Gelsenkirchen/Münster HeavensGate & DJ Merlin, The Patriotz, DJ Cyre, Chris Deelay, NeoTekkZ, Znipe, Lost Identity, Andrew Barclay, André Bergmann, Marc Wall.E, Dan-G, Mechanic Freakz & MoBisch, Mimalogic, Adam Keen & Dirtywell, Roland B, Universal Nation Bochum Club Borderline/Absolut Techno CH JulieZ, StereoVision, Vandal!sm, Madnezz, Quitara, Nikkel, Chok Dee, Axel Erator, Ysiss, Nocturnal Ritual, X-Treme, Ron & Baby Raw, Paranoid, Stolen Cult, Hellter Skellter, The Vinylraider, MC M-Core, Gayphoria & En Vogue Koblenz BLAKKSHEEP & FLEX Berlin/AT Jonas Rech, Tobi Neubauer, Mark Tourneur, Marcel Niveau, Danny Reebo, Mike More, Markus Schneider, Ninito, Steffen König, Andi Teller, Epyleptika, Gockel, Ochs & Klick, Olle, Ewe, Corti Organ, RauteMusik.FM Aachen e-Lake & Globalux LU Chris Bekker, Maarten de Jong, Cold Blue, Maria Healy, Misja Helsloot, CARINA, Sun & Set, Alex Ryan, KUNERT, Ben Dursley, Hywel Matthews, Pascal Sander, Wanja & Norris Terrify, Crotekk, Unravel -live-, Dave Ryder, JonAsher, Jan Liefhebber, Die Gebrüder Brett, Philipp Dengler alias ejected soul, Dirty Basscore -live-, D.R. Schracid, Der Kaiser, Lunatic & Japz, Scanhost:59 -live-, T.S.B.i.N., Divouse AM & Chadone, TKR/Naked Lunch & Kiddaz/Magdalena Berlin Da Hunter & The incredible Papst, Oelig, ACiDC, Marcos del Sol, Toy-o, Music P & Marque Aurel, Andrew the Grand, Tony Garcia, Azzuro, Mike Kay, Rick Even, Ninette, Tom H, Tiefenrausch, Suicide Toast, KE:NT, Johny Blaze, Franky Fiction, Smoon, Baeisi, Pfeffy, Kopfkino 3D, Bluehouse, Chookie, Fräggel, Ben Gala, Hotte, Käry, Miss Mo, Olek, Paytric, Simon Phinixx, Simoné, Stereochemie, Chris Wacup, ZØE b2b Special Guest, Roman Weber, High Density, Crazy Sonic, Reyney K, Simi S, Klanglabor, Fran Key & D3AD_ID, PTR, Nemic, se3k & Benn, N-Violent, Crazy DJ, Todd Galano, Lekko, DJ Nylz, Michael.Gre, Timbo, Oliver Magenta, T.M.O, Rob van O, Alex Greed, Chris Rocka, Xee, Andreas Mann, DenYa, Said Omar, Neil Richter, Madison Pure, Alexander Weinstein, Chich Modulhertz, Chris Kleinmann, Robert Egenolf, Dompe, Marv, Daniel Boon, Stereo Jack, DeKai, Agent!, DKULT b2b P!PA, M-zine & Scepticz, Hi:Radiation, Ace & S-Capade, Immersion, SubMarine, TJ, Rogue Kid, Void, Maxington, Chris Rye, Brian Brainstorm, Makah, DJ Schorsch, Rascal MC, MC Brother Charity, Fusion Bros -live-, Miss Nat-h-Lee, Eastone, Fränky de Reuter, Chich, Jay Deep, Alex Heide b2b Riven, AL-x, Waztoo, T.T. Hacky, Pikay b2b Jihay, RPPB, MadfreaX, Sav b2b Toni Panza, Tasso & Mitch, Spoony

Festivalticket Vorverkauf 79,-* Abendkasse 90,- Tagesticket Vorverkauf 59,-* Abendkasse 69,-

(*zzgl. VVK-Gebühr)

Bustransfer ab Do. ab HBF Koblenz 10,-

nature-one.de


JULI

67 HIGHLIGHTS

FOTOS: SASCHA NI ETH AMMER, OLIVER SCH WEERS

21.–24.07.

2 3 .07.

28.–30.07.

DEICHBRAND

PICKNICK OPEN

APPLETREE GARDEN

Den festivaltypischen Matsch gibt es hier in seiner schönsten Darreichungsform: Watt.

Das wohl schönste SommerPicknick für Jung und Alt: Insel-Flair, gutes Essen, Feuerwerk und Live-Musik!

Die Bimmelbahn fährt ins Freibad, die Bands spielen zwischen alten Bäumen: Ein Festival wie Sommerferien.

Wie die Elbe und die Nordsee kommen hier Festivalerlebnis und Nordseeurlaub in harmonischer Weise zusammen. Fast könnte man seinen Eltern das Deichbrand als Kur verkaufen: Zelten am Meer, zwischendurch rüber zur Wattwanderung oder zur Bootsfahrt Richtung Seehundbank, dann ein bisschen Beachvolleyball und ein Bad in der Nordsee. Gleich drei Strände gibt es hier in der Nähe. Ach, da war noch was. Festival, genau. Das Deichbrand nahe Cuxhaven ist ein klassisches Campingplatz-Festival mit einem Line-up, das mit beinahe allen Genres und manchmal auch mit Petrus gut Freund ist. Neben dem Check des Festival-Timetables sollte man vorher auch genauestens den Gezeitenkalender anschauen. Und dann: Band, Meer, Band, Meer, Band, Meer … (JB)

Das eintägige Picknick Open an der Loreley Freilichtbühne bei Sankt Goarshausen überzeugte schon in den letzten zwei Jahren mit seiner beeindruckenden Location direkt am Rhein. Nun gibt es erstmalig einen Ableger auf der Peißnitz-insel bei Halle an der Saale. Auch hier findet sich eine einzigartige Umgebung für das Open Air im Park eines Naher-holungsgebietes zwischen Spielplatz und Planetarium. Beim Picknick Open versammeln sich Jung und Alt mit Decken und Picknickkörben auf den Rängen der Freilichtbühnen, um den vorwiegend deutschen Künstlern zu lauschen. Generell geht es etwas entspannter zu als auf gängigen Festivals, auch der Bierkonsum hält sich in Grenzen. Das heißt natürlich nicht, dass niemand hier tanzt und singt. Im Gegenteil! (MS)

Vor wenigen Jahren noch flüsterten sich die Leute liebevolle Geschichten vom Appletree Garden zu. Ein Geheimtipp war dieses kleine Festival in Diepholz, das seinen Namen vom ersten Veranstaltungsort hatte – der Apfelbaumwiese im Garten von Familie Binnewies. Seinen Charme hat das Appletree aber trotz des wachsenden und wohlverdienten Ruhms nicht verloren. Indie- und Folkbands geben sich die Gitarre in die Hand, ab und an wird es auch mal elektronisch. Neu in diesem Jahr ist eine Manege im Wald. Dort sollen Magier, Akrobaten und andere mysteriöse Artisten ihr Wesen treiben. Wie bei den Sommerferien bleibt nur noch darauf zu hoffen, dass es trocken bleibt. Dauerregen und das Appletree-Gelände verstehen sich nämlich nicht so gut. (JB)

Live: 257ers, Alligatoah, Antilopen Gang, ASD, Beginner, Blumentopf, Bonaparte, Danko Jones, Fanta 4, Friska Viljor, Frittenbude, Fünf Sterne Deluxe, Gogol Bordello, Heaven Shall Burn, HVOB, Johnossi, K.I.Z, Lagwagon, Madsen, Maeckes, Megaloh, Millencolin, Nneka, OK KID, Razz, SDP, Silverstein, Skunk Anansie, Tarja Turunen, Trümmer u. v. a.

Live: Loreley: Adel Tawil, Joris, Namika, Teesy / Peißnitzinsel: Johannes Oerding, Mark Foster, Philipp Dittberner u. v. a.

Live: Alex Vargas, David August, Django Django, Faber, GEoRGiA, Glass Animals, Her, Honne, Jamie Woon, Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi, Lilly Among Clouds, Me And My Drummer, Oddisee & Good Company, Parcels, Slow Magic, Sophie Hunger, We Are The City u. v. a.

Nordholz, Seeflughafen

Goarshausen, Freilichtbühne Loreley & Halle (Saale), Peißnitzinsel

Diepholz, Bürgerpark

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JULI

HIGHLIGHTS

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28.–30.07.

29.–30.07.

HELENE BEACH

ROCKEN AM BROCKEN

STUTTGART FESTIVAL

Wenn man die Vorzüge des Helene Beach aufzählt, fühlt man sich wie im Urlaub am Mittelmeer.

Das Festival feiert sein 10-jähriges und haut nicht nur beim Lineup auf die Pauke.

Sommergefühle, kilometerlanger Sandstrand, Wasser – und wenn alle, die sich ein Ticket für die Party sichern, ihre Teller leeressen, dann sollte auch die Sonne keine Zicken machen. Freitag und Samstag von acht bis acht Uhr liefert der schönste See Brandenburgs die Kulisse, vor der sich die Besucher von der Sonne verwöhnen lassen können. Das Line-up deckt so ziemlich jeden Gemütszustand ab, der einen während des Feierns durchzucken kann: Fritz Kalkbrenner lässt Schweiß subtiler tropfen, 187 Straßenbande sind eher dem Pflaster auf der Spur, das sich bekanntlich unter jedem Strand befindet. Du suchst nur eine Stunde vom pulsierenden Berlin entfernt eine Party-Meile mit Holiday-Charme? Frag im Reisebüro deines Vertrauens nach Tickets fürs feine Helene Beach. (PF)

Rocken am Brocken in Elend bei Sorge – dieser grandiose Festivalname war 2010 schon Teil einer 64.000-Euro-Frage bei »Wer Wird Millionär?«. Die Ortsbezeichnung ist aber nach wie vor nicht Programm bei dem beliebt-sorglosen Rock-Festival, das einst als fixe Idee zweier Studenten begann. Auf erstmals fünf Bühnen geben sich Publikumslieblinge aus Indierock und -pop die Klinke in die Hand und auch das Rahmenprogramm ist gewohnt üppig: Fußball- und Volleyballturniere, Tauziehen, Schwimmen im Waldbad, der sogenannte Akustikpfad – eine mit Musikeinlagen versetzte Wanderung – sowie Workshops mit den illustren Themen »Orgasmus«, »Speed-Dating«, »Partnermassage« und »Bondage« werden das Festival zu einem unvergesslichen Sommererlebnis machen. (KS)

Statt Anzug tragender Messebesucher mit Rollkoffern tummelt sich hier Ende Juli buntes Indie-Volk.

Live: 187 Strassenbande, Andre Galluzzi, Audio88 & Yassin, Azad, Boris Dlugosch, Chefboss, Dubfire, Empro, Fritz Kalkbrenner, Gestört Aber GeiL, Jennifer Rostock, Jens Lewandowski, Juli N. More, Karate Andi, Kontra K, Küche 80, Lance Butters, Madsen, Mark Forster, Monika Kruse, Richie Hawtin, Romano, Simina Grigoriu, SSIO, SXTN, Trailerpark u. v. a.

Live: Alec Troniq & Gabriel Vitel, Antilopgen Gang, B6BBO, Die Nerven, GEoRGiA, Giant Rooks, Heisskalt, Herr Fuchs & Frau Elster, Kapelle Petra, Kytes, L’aupaire, Liedfett, Nosoyo, Razz, Seth Schwarz, Sophie Hunger, The/Das, The SECND, The Subways, Von Wegen Lisbeth, Weval, We Are Nuts u. v. a.

Frankfurt (Oder), Helenesee

Elend, Braunlagerstraße

»Fick dich, Wind!« hatte es 2015 bei der Premiere des Stuttgart Festivals angesichts meteorologischer Extreme noch geheißen. Doch das war schon alles, was die Stimmung auf dem Messegelände trübte. Auf drei Bühnen rund um die Messehallen gibt es eine Riege ganz unterschiedlicher Bands und Acts zu feiern und zu entdecken. Empfehlenswert ist überall das lecker Essen (für Fleisch- und Pflanzenfresser) und nachahmenswert die angestrebte Barrierefreiheit. Wer vorher die Website besucht, weiß sofort, hier geht es auch stylisch zu: Auf einem ›Art Market‹ ist Kreatives buchstäblich aller Art zu betrachten und zu erwerben. Also Taschengeld mitnehmen und gegen Taschen, Kunstdrucke und anderes Zeug junger, aufstrebender Designer tauschen! (JB) Live: Bilderbuch, Cigarettes After Sex, Claire, David August, GEoRGiA, Hade, Honne, Lehvi, Minhtendo, Mule & Man, Oddisee, Pang!, Robin T. Treier, Slow Magic, Still Parade, The/Das, Tristan Brusch, Umse, Vertiqua, We Are The City u. v. a.

Stuttgart, Messe

EE J AR Z Z Z Z Z C B U L

RRAJE ZZZZZ C B U L

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FOTOS: VINCENT KRU NES, FOTONOID

28.–31.07.


JULI

69 HIGHLIGHTS

FOTOS: U LF DUDA, LEONIE CUJE

29.–31.07.

29.–30.07.

29.–30.07.

WATT EN SCHLICK

BURNING EAGLE

ROCK IM WALD

Ein Festival für die, die Nordsee, Watt, Gezeiten und überschaubare Menschenmengen mögen.

Das Umweltbildungszentrum Listhof ist Heimat eines Krabbeltierhauses – und die des Burning Eagle Festival.

Hier ist der Name noch Programm: Richtiger Rock in einem richtigen Wald!

Dass Schlamm beim Festival nicht immer ein Übel sein muss, zeigt das Watt en Schlick besonders gut. Das Gelände liegt unter dem legendären Kurhaus Dangast - hier hat sich die Szene schon vor 40 Jahren am Sonntag zu Kaffee und Kuchen getroffen - direkt am Wattenmeer. Laut Veranstalter handelt es sich um das »schönste Festivalgelände aller (Ge-) Zeiten«. Das wird jeder Friese bestätigen. Empfohlen wird die Anreise mit dem Fahrrad, der Nordseeküsten-Radweg führt am Festivalgelände vorbei. Einmal angekommen, gibt es hier musikalische Vielfalt, ergänzt durch Lesungen und Filmvorführungen. Wem das noch zu wenig ist, der kann sich beim Wattschlittenrennen austoben und danach im »Fischturm« nebenan einen Brathering verdrücken. (JB)

Normalerweise lernen Kinder und Erwachsene hier den vernünftigen Umgang mit der Natur, können Ziegen streicheln, Reptilien bestaunen und ihr Geschick auf einem Seilparcours üben. Einmal im Jahr jedoch hält ein illustres Festivalpublikum Einzug und feiert das kleine Indie-Festival Burning Eagle. Das Festival profitiert natürlich von seiner schönen Umgebung und diese soll sich positiv auf die Gäste auswirken. Müllpfand wird hier zum Beispiel nicht erhoben. Vernunft ist das Stichwort. Beim Line-up schlägt man eher leisere Töne an: Als Headliner ist der kanadische Singer-/ Songwriter Dan Mangan geladen. Ein Festival des friedlichen und gemütlichen Zusammenseins also. Wenn es mal richtig still wird, hört man vielleicht auch ein paar Frösche quaken. (JB)

Live: Dicht & Ergreifend, Die Nerven, Element Of Crime, Fatoni, FM Belfast, Fraktus, Giant Rooks, Isolation Berlin, Joco, Kakkmaddafakka, Kytes, Milliarden, Razz, Romano, Sophie Hunger, Von Wegen Lisbeth, Who Killed Bruce Lee, Zugezogen Maskulin u. v. a.

Live: Dan Mangan, Lilly Among Clouds, Martin Kohlstedt u. v. a.

Varel, Kurhaus Dangast

Reutlingen, Listhof

Auf den ersten Blick scheint die Gemeinde Michelau in Oberfranken nichts Spannendes zu bieten. Doch Augen auf: Da ist das Rock im Wald im Dorf Neuensee. Und das ist sehr wohl spannend, nicht zuletzt, da es sich nach vielen Musik-Sommern – im letzten Jahr feierte man 20. Geburtstag – immer treu geblieben ist und seine familiäre Note beibehalten hat. Im Gegensatz zu manch anderen Festivals ist hier der Name noch Programm: Wo Rock drauf steht, ist Rock drin, sozusagen. Den Veranstaltern geht es nicht in erster Linie darum, ihr Festival größer und bekannter zu machen, sondern um Qualität, friedliches Feiern und gute Bands. Zugegeben, sie haben das Festival mittlerweile auf zwei Tage ausgedehnt, aber das kommt ja auch den Besuchern zugute, denn das bedeutet mehr Underground Bands und noch mehr Party! (MS) Live: Bombus, Cannahann, Dead And Stones, Dead Lord, Honeymoon Disease, Imperial State Electric, Kvelertak, Mantar, Planet Of Zeus, Spidergawd, White Miles, Year Of The Goat u. v. a.

Michelau, Waldstadion in Neuensee

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JULI

HIGHLIGHTS

72

29.–31.07.

TREBUR OPEN AIR

REGGAE JAM

Hier lockt man nicht mit großen Headlinern, dafür mit Liebe zum Detail.

Ganz Bersenbrück macht mit, wenn wieder die beliebte Offbeat-Party vibet.

Am rheinpfälzischen Königshof Trebur hatte der »Gang nach Canossa« vor fast 1000 Jahren seinen Ursprung. Doch beim Open Air warten neben dem bunten Line-up aus Bekanntem und Lokalem eher angenehm kurze Wege. Die 200 ehrenamtlichen Helfer lassen jedes Jahr viel Kreativität in ihr Festival fließen und feiern währenddessen sogar selbst kräftig mit. Dank der überschaubaren Menge von 7.000 Besuchern hat man hier sogar die Chance, den Festival-Flirt vom Vorabend am nächsten Tag wiederzufinden. Eine Besonderheit am Trebur-Gelände ist das eingebaute Freibad, das von jedem mit Camping-Bändchen zum Plantschen, Abtauchen und Sonnenanbeten genutzt werden darf. Und ab und an treffen die nassen Ohren hier oder auf der Campingwiese auf spontane Akustik- oder DJ-Sets. (LM)

Der Kegelclub kümmert sich ums Bier, der Pastor lädt Reggae-Acts in die Kirche – beim Reggae Jam hilft das ganze Dorf mit. Und hübsch ist es hier auch. Bersenbrück hat noch ein paar schmucke alte Fachwerkhäuschen, das Festivalgelände liegt im Klosterpark, und um vom Campingplatz zu den Bühnen zu kommen, muss man durch den Wald spazieren. Reggae Jam, das bedeutet klassischen Reggae und Dancehall. Auf zwei Bühnen spielen die Acts immer abwechselnd, so dass das Programm ohne Pause läuft. Auch der Sturm im letzten Jahr konnte daran nur wenig ändern. Für manchen auch interessant: das Dubplatestudio, in dem Sound-Addicts mit den Artists Dubplates aufnehmen können. Frühzeitige Anmeldung via Website ist erforderlich. (JB)

Live: Antilopen Gang, Bazouka Groove Club, Bonaparte, Dreimillionen, Elfmorgen, Fjørt, Graham Candy, Kafvka, Kapelle Petra, Massendefekt, Metro Verlaine, Rising Anger, Schlüsselkind, The Smith Street Band, The Subways u. v. a..

Live: Admiral Tibe, Big Youth, Chronixx, Freddie Mcgregor feat. Chino & Stephen Di Genius, General Degree, Harrison Stafford & The Professor Crew, Inner Circle, Kabaka Pyrami, Leroy Gibbons, Rebellion The Recaller, Silly Walks feat. Patrice, Sophia Squire, Tinga Stewart u. v. a.

Trebur, Freibad

Bersenbrück, Klosterpark

29.–31.07.

OUT4FAME Ein weiteres Mal schafft es die Crème de la Crème der Rap- und HipHopSzene nach Bottrop. Wer glaubt, dass Mobb Deep, Foxy Brown und Busta Rhymes in diesem Jahr wegen des Movieparks ins Ruhrgebiet reisen, liegt knapp daneben: So ungefähr 30 Auto-Minuten. Soweit liegt Deutschlands größter Filmpark vom HipHop-Spektakel Out4Fame entfernt. Nicht, dass beim alljährlichen Line-up Zeit bliebe, einen Ausflug zu machen, denn erneut begeistert das Festival mit seinem grandiosen Booking. Sowohl internationale als auch nationale Künstler, angeführt von den Rap-Urgesteinen des Wu-Tang Clans, treten in Hünxe auf. Die Etablierung des Festivals war für die erfahrenen Konzertveranstalter nicht leicht, doch nach drei erfolgreichen Episoden des Out4Fame darf man stolz darauf sein, im HipHopbegeisterten Deutschland ein solches Festival aus dem Ärmel geschüttelt zu haben. (SU) Live: A$AP Twelvyy, Ali As, Architekt, Blizz, BTNG, De La Soul, Haftbefehl, Kollegah, Kool Savas, Lakmann, Manuellsen, Masta Ace, Mauli, Marvin Game, Megaloh, Method Man & Redman, Milonair, Nimo, Olexesh, Olli Banjo, Pedaz, Pillath, Rick Ross, Sido, SSIO, Tice, Timeless, Ufo361, Vega & Bosca u. v. a. Hünxe, Flugplatz

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FOTO: JOCHEN MELCH IOR

29.–31.07.


JULI

JUICY BEATS Der knallbunte Festival-Obstsalat im grünen Herzen Dortmunds.

FOTO: SARAH HEALEY

Das Juicy Beats feierte 2015 seinen 20. Geburtstag. Das urban geprägte, eintägige Festival verlängerte dafür auf zwei Tage und eröffnete einen Campingplatz. Dann kam der Sturm und der Festivalsamstag musste abgesagt werden. Das lassen die Veranstalter nicht auf sich sitzen und feiern in diesem Jahr einfach nochmal an zwei Tagen. Am Freitag wird sich mit einigen Konzerten aufgewärmt, am Samstag spielen dann über 100 Acts auf 20 Bühnen im gesamten Dortmunder Westfalenpark. Elektro-Fans werden hier glücklich, es gibt aber auch ein paar Pop-, Indie- und HipHopPerlen zu sehen. Dank der zentralen Lage ist das Festival mit den Öffentlichen gut zu erreichen und damit auch ohne Camping ein gutes Ausflugsziel. (JB) Live: 257ers, AnnenMayKantereit, Ante Perry, Antilopen Gang, Chopstick & Johnjon, Christian Vorbau, Dame, Dan Mangan, Dear Reader, Deichkind, Drangsal, Drunken Masters, Feine Sahne Fischfilet, Ferris Hilton, Fritz Kalkbrenner, Genetikk, Gold Roger, Grossstadtgeflüster, Irie Révoltés, I Am Jerry, Me And My Drummer, Moglebaum, MoTrip, P.A.C.O., Paji, Parcels, Phil Fuldner, Rangleklods, Razz, Symbiz, Till Von Sein, Tube & Berger, Wanda u. v. a. Dortmund, Westfalenpark

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fritz.de

HIGHLIGHTS

29.–30.07.

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187 Strassenbande » 257ers » Action Bronson Ahzumjot » Anderson .Paak » Angel Haze A$AP Ferg » Azad » Beginner » Betty Ford Boys Celo & Abdi » Denzel Curry » Edgar Wasser Eko Fresh » Fatoni » Flatbush Zombies » Frauenarzt Haftbefehl & Special Guest » Haiyti » Immer Ready (Mauli, Marvin Game, Holy Modee, Al Kareem, Morten, Mister Mex, Robo, Simdal) » Juicy Gay Kehlani » Kevin Gates » LGoony & Crack Ignaz Lil B » Mac Miller » Maeckes » Nimo » Olexesh RAF Camora » Skepta » Stormzy » Teesy & Friends The Roots » Ty Dolla $ign » Weekend » Wiz Khalifa Young Thug » Yung Lean » Yung Hurn UND VIELE MEHR...

#splash19 · facebook.com/wirsindsplash · splash-festival.de


AUGUST

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FOTO: MAXIM ABROSSIMOW

HIGHLIGHTS AUGUST


HIGHLIGHTS

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05.–07.08.

NATURE ONE Es ist laut, es ist hell, es ist bunt und die Beats bringen den gesamten Hunsrück zum Beben. Die ehemalige Raketenabschussbasis Pydna in der Ortsgemeinde Hasselbach wird einmal im Jahr zum pittoresken Festivalgelände. Neben den oberirdischen Main-Floors stehen Bunker, die zum Ausruhen, gechillten Tanzen oder einfach Staunen geeignet sind. Unter den Bunkern schlängeln sich Tunnel, in denen DJs auf Einladung diverser Clubs ihre Sets spielen. Insgesamt kommen über 300 DJs und Live-Acts des Ravers besonderem Bedürfnis für Bass nach. Neben dieser Vielfalt elektronischer Musik zeichnet die Deko das Hunsrück-Spektakel aus: Futuristische Skulpturen und Lichtinstallationen, wohin das Auge blickt. »Red Dancing Flames«lautet das diesjährige Motto. Viel zu gucken, viel zu hören, viel zu tanzen bei der Nature One. (JB) Live: Adam Beyer, Aka Aka Feat. Thalstroem, Butch, Charly Lownoise & Mental Theo, Chris Liebing, Dave Clarke, David K., Dominik Eulberg, Felix Kröcher, Gestört Aber GeiL, Klaudia Gawlas, Laidback Luke, Len Faki, Mark 'Oh, Miss Djax, Moguai, Moonbootica, NatureOne Inc., Nero, Nico Pusch, Ostblockschlampen, Pappenheimer, Paul Van Dyk, Pingpong, R3hab, Robin Schulz, Sam Paganini, Stefan Dabruck, Sven Väth, Tom Novy, Torsten Kanzler u. v. a. Kastellaun, Raketenbasis Pydna

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AUGUST

HIGHLIGHTS

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04.–06.08.

WACKEN Das bekannteste aller bekannten Metal-Klassentreffen findet in einem Dorf in Holstein statt. Über das Wacken muss man nicht mehr viele Worte verlieren, schließlich war das seit 1990 existierende Festival schon beliebter Gegenstand etlicher Dokumentationen sowie Beiträge auf RTL und Konsorten. Einmal jährlich versetzen Scharen schwarz gekleideter Metal-Fans ein kleines Dorf im Norden Deutschlands in Angst und Schrecken (aka Freude und Umsatz). Die Idee zum Festival klingt nach einem mehr oder weniger guten Film-Plot: Zwei Kumpels sitzen 1989 bei einem Bier in einer Wackener Kneipe zusammen und spinnen den Traum vom Festival im Heimatdorf. Schon ein Jahr später findet das Open Air tatsächlich statt. In einer Kiesgrube. Mittlerweile träumen und leben rund 85.000 Menschen einmal jährlich ihren Metal-Traum. (SB)

Wacken, Hauptstraße

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FOTO: CHRISTINE ELSER, ICS FESTIVAL

Live: Arch Enemy, Blind Guardian, Blue Öyster Cult, Bullet For My Valentine, Deez Nuts, DevilDriver, Die Krupps, DragonForce, Dritte Wahl, Eskimo Callboy, Foreigner, Henry Rollins, Iron Maiden, Jesus Chrüsler Supercar, John Coffey, Kampfar, Lamb Of God, Ministry, Parkway Drive, Red Hot Chili Pipers, Saxon, Serum 114, Steel Panther, Tarja Turunen, Therapy?, Torfrock, Twisted Sister, Whitesnake u. v. a.


13. – 15. OKTOBER 2016 KALTERN AM SEE – SÜDTIROL

Bilderbuch (AT) • Hubert von Goisern (AT) The Slow Show (UK) • stargaze (DE) • Hrim (IS/UK) Faber (CH) • Chris Pureka (US) • Mara Simpson (UK) more bands tba ...

gehen sehen summen ...

Illustre Talkrunden zum Thema Sprache-Musik-Gehirn

FOTO: MARTINA WÖRTZ

Live: Andrew Weatherall b2b Roman Flügel, Basia Bulat, Beach Slang, Brodka, Clutch, Daniel Avery, Derrick May, Devendra Banhart, Flatbush Zombies, GusGus, GZA, Jaga Jazzist, Kiasmos, Lightning Bolt, Lush, Machinedrum, Masecki vs. Sienkiewicz, Mudhoney, Napalm Death, Pantha du Prince, Rødhåd, Rosa Vertov, Sealford Mods, The Kills, Yung Lean u. v. a. PL-Katowice, Dolina Trzech

Keine an Profit orientierte Agentur führt das Open Air durch, sondern ein gemeinnütziger Verein, den Jugendliche im Jahre 2004 eigens gründeten, um das Mini-Rock ins Leben zu rufen, und dessen Mitglieder das Festival seitdem in ehrenamtlicher Arbeit durch Höhen und Tiefen führen. Von Jahr zu Jahr wurde das südlich von Stuttgart beheimatete Mini-Rock immer erfolgreicher – verdientermaßen, denn sowohl das Rahmenprogramm als auch das Line-up selbst zeugen von viel Erfahrung und Herzblut. Neben dem Deluxe-SanitärBereich (für 1 Euro) kann sich auch die stilistische Vielfalt sehen lassen. Rock steht neben Rap, Hardcore neben Indie – alles mit einem feinen Gespür für Trends und erfolgversprechende Newcomer. (CSt) Live: Antilopen Gang, Blackout Problems, Chefket, Dicht & Ergreifend, Die Orsons, Fjørt, GWLT, Kafvka, Madsen, Moop Mama, MoTrip, Swiss & Die Andern, Templeton Pek, Terrorgruppe, The Prosecution, Van Holzen, ZSK, Zugezogen Maskulin u. v. a.

Horb am Neckar, Festplatz

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11.–13. August 2016 Rees-Haldern am Niederrhein

Heisskalt (DE) Hothouse Flowers 3 (IRL) Hubert von Goisern (AT) The Graveltones (AU/UK) Izzy Bizu (UK) Jack Garratt (UK) Ben Caplan Jambinai (KOR) & The Casual Smokers (CAN) Jason Isbell (US) The Besnard Lakes (CAN) Julia Holter (US) Cantus Domus (DE) Låpsley (UK) Damien Rice (IRL) Loney Dear (SE) Daughter (UK) The Lytics (CAN) Die Nerven (DE) Martin Kohlstedt (DE) Drangsal (DE) Melanie de Biasio (BE) Ebbot Lundberg Me + Marie (DE) & The Indigo Children (SE) Michael Kiwanuka (UK) Minor Victories (UK) Elias (SE) Money (UK) Fai BaBa (CH) Monobo Son (DE) Frost (Heiner) (DE) The Rad Trads (US) Frightened Rabbit (SCO) Rationale (UK) Glen Hansard (IRL) Roo Panes (UK) GoGo Penguin (UK) Samm Henshaw (UK) Sara Hartman (US) stargaze (DE) St. Paul and The Broken Bones (US) The Strypes (IRL) Thees Uhlmann (DE) The Vryll Society (UK) This Is the Kit (UK) Walking on Cars (IRL) Whitney (US) Wintergatan (SE) Woman (DE) Yak (UK) Ala.ni (UK) Albin Lee Meldau (SE) Alex Vargas (DK) Algiers (US) Arthur Beatrice (UK)

.com

Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn Musiker eine zentrale Rolle bei der Gestaltung eines Festivals spielen und das Open Air sich auch auf Dauer halten kann. Beim OFF Festival im polnischen Kattowitz ist das der Fall. Organisator und Kreativ-Chef Artur Rojek war früher Sänger und Gitarrist gleich mehrerer bekannter polnischer Alternative-Bands, konzentriert sich heute aber darauf, sein 2006 ins Leben gerufene OFF Festival zu weltweitem Renommee zu verhelfen. Das Programm ist zwar zahlenmäßig kleiner als beim Primavera Sound oder den berühmten ATP-Festivals, die Leidenschaft ist dennoch genauso zu spüren. Und wenn man schon mal da ist, kann man sich auch gleich die Theater und Museen des jungen Kattowitz oder die nahe gelegene heimliche Hauptstadt Polens, Krakau, ansehen. (CS)

Eigeninitiative und Freundschaft, quer durch alle Organisationsebenen, machen das Mini-Rock aus.

33 . Haldern Pop Festival

rnpop

Warum immer Primavera und Spanien? Erlesenen Musikgeschmack gibt es auch in Polen.

MINI-ROCKFESTIVAL

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OFF

05.–06.08.

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05.–07.08.

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SOLD OUT

more bands tba ...


AUGUST

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05.–06.08.

SOUND OF THE FOREST

JENSEITS VON MILLIONEN

An den Ufern des Marbachstausees versteckt sich unter Baumkronen ein kleines Paradies.

Von Herzbluttätern für einen guten Zweck auf die Beine gestelltes Festival auf einer Burg.

Das Festival fügt sich innovativ dekoriert in die Natur des Odenwalds ein und soll, um den entspannten Charme zu bewahren, klein und exklusiv bleiben. Bei Tageslicht gibt es neben Vogelgesang auch Poetry Slams und Kurzfilme zu bestaunen, am Abend steht die Livemusik im Vordergrund. Zwischen dunklen Tannen befindet sich die Hauptbühne, die von Indie-, HipHop-, Electronica- und Popkünstlern bespielt wird. Idyllisches Urlaubsgefühl versprüht dieses besondere Wochenende im August, an dem man über die Wasserrutsche in den Stausee platschen, intime Waldmomente genießen, im Ruhegarten entspannen oder in kleinen Booten vor die versteckte Akustikbühne auf dem See fahren kann – der Klang des Waldes ist Erholung pur. (JA)

Auf dem Jenseits von Millionen, das einst aus dem Mamallapuram entstanden ist, fühlt sich jeder selig, der seine Festivals kuschelig und familiär haben will. Hier trifft man sich in einer kleinen Burg in Friedland in der Niederlausitz – es ist ein schöner Zufall, dass Friedland mit gut 3.000 Einwohnern zu den kleinsten Städten Deutschlands gehört. Der atmosphärische Spielort wirkt, als könne man endlich in die PlaymobilBurg einziehen, die man sich zum achten Geburtstag gewünscht hat. In Sachen Line-up ist hier allerdings Weitblick zu erkennen. Hier spielte so manche deutsche Indie-Band, die sich kurz darauf zum neuen heißen Scheiß entwickelte. Und: Vom Ticketpreis gehen zwei Euro an ein Kinderhilfsprojekt in Sambia. (DK)

Live: Blumentopf, Bonsai, Dubioza Kollektiv, Faber, Jeremy Loops, Lea, Lola Marsch, Meute, Say Yes Dog, Tiggs Da Author u. v. a.

Beerfelden, Marbach

Live: A Tale Of Golden Keys, Die Heiterkeit, Girlie, Klaus Johann Grobe, Locas In Love, Masha Qrella, Messer, Oracles, Still Parade u. v. a.

Friedland, Burg

05.–07.08.

RUHRPOTT RODEO Wer hier an Cowboys denkt, liegt falsch. Aber Irokesen-Haarschnitte, die sieht man in Hünxe zuhauf. Eigentlich war das Ruhrpott Rodeo ein klassisches Festival fürs Pfingst-Wochenende. Doch dieses Jahr zieht das Festival erstmals in den August. Das kommt dem Line-up und auch dem ganzen organisatorischen Drumherum zu Gute. Musikalisch sieht’s beim Ruhrpott Rodeo in etwa so aus: Funpunk, Skapunk, Deutschpunk, Streetpunk, Rotzepunk – alles dabei, was Freunde geradliniger Gitarrenakkorde genießen werden. Wie das Programmheft liest sich auch der illustre Lebenslauf des Veranstalters. Alex Schwers spielte bei Bands wie Eisenpimmel, die Mimmis, Rastaknast, Slime und einigen mehr. Er weiß also, wovon er spricht, wenn’s um Punk geht, und das spürt man auf jedem Quadratzentimeter des Festivals. Natürlich dreht sich dort auch der Rodeo-Bulle. Für alle, deren Kopf nicht eh schon vom Dosenbier Karussell fährt. (JB) Live: Berliner Weisse, Casualities, CJ Ramone, Dwarves, Eisenpimmel, Flag, Henry Rollins, Irie Révolés, Jello Biafra, Lagwagon, Monsters Of Liedermaching, NOFX, Off With Their Heads, Reagan Youth, Sick Of It All, Sondaschule, Suicidal Tendencies, Talco, The Prosecution, TSOL, UK Subs, WIZO u. v. a.. Hünxe, Flugplatz Schwarze Heide

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FOTO: CHRISTIAN FAUSTUS

05.–07.08.


AUGUST

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09.–13.08.

FOTOS: HMARCO OLG ER MAZGON, RISSE TOMM DACHS

ØYAFESTIVALEN

09.–12.08.

12.–14.08.

Die viertägige Veranstaltung in der finnischen Metropole Oslo ist jeden investierten Cent wert.

PUNK ROCK HOLIDAY

SONNEMONDSTERNE

Ferien am Strand im slowenischen PunkrockHimmel gefällig?

Es braucht allerdings tatsächlich ein komfortables Reise-Budget, um die sagenhaften Open Airs Skandinaviens zu besuchen. Das Øyafestivalen in Oslo zahlt indes mit allem zurück, was ein außergewöhnliches Festival ausmacht. Es ist stadtnah und nicht weit entfernt von den malerischen Uferstreifen und Buchten der norwegischen Hauptstadt gelegen, brilliert mit viel Liebe zum gestalterischen Detail und einem Line-up, das keine Grenzen zwischen Mainstream und Underground kennt – sondern nur Geschmack. Großartig ist es auch, Stars wie PJ Harvey oder Massive Attack nicht aus hunderten Metern Entfernung sehen zu müssen, sondern von ganz nahem. Norwegen ist eben nicht so bevölkert, und das gibt dem Øya dann auch eine entsprechend gemütliche Note. (CSt)

Dieses Festival hat zwei eigene Strände, die Hauptbühne steht in einer Waldlichtung, das Gelände wird von Flüssen umrahmt und das Klima ist dank der umliegenden Berge mediterran. Zudem kann man den Festivalbesuch mit Erkundungen des wunderschönen SočaTals, Abstecher nach Norditalien oder einem Besuch in Ljubljana verbinden. Als ob das nicht schon genug wäre, schlagen hier beim Anblick des Bookings die Herzen von Punkrock-Fans sehr hoch. Gefallen wird ihnen auch, dass es zwischen Bühne und Publikum keine Absperrungen gibt und, dass noch eine zweite Bühne am Strand existiert. Auf der dürfen Newcomer ran. Allerdings müssen die sich im Vorjahr persönlich bei der Festival-Orga gemeldet haben. Ja, persönlich! (JB)

Das elektronische Musik-Spektakel leistet Entertainment bis zum Horizont. Zu Land und zu Wasser. Neben der Wahnsinns-Party auf dem Gelände, auf dem man sich dank der aufwendig gestalteten Bühnen, der verlockenden Clubtents und fesselnden Acts kaum entscheiden kann, wo man tanzen soll, gibt es tagsüber auch unzählige spontane Zeltplatzpartys. Die Campingareale sind in laut und leise unterteilt, und es herrscht dort eine Alles-istmöglich-Atmosphäre. An den verrückten, selbst gestalteten Camps kann man sich nicht satt sehen. Skurrile Verkleidungen und selbst gebastelte DJ-Pults zieren die unendlichen Weiten des Zeltplatzes. Wem der bunte Staat zu Lande nicht genügt, der kann auf dem SMS.Boat auch auf dem Wasser feiern. Das alles lässt sich nicht mal David Guetta entgehen. (JA)

Live: Aurora, Beach Slang, Chvrches, Daughter, Farao, Fidlar, Floating Points, Foals, Haim, Highasakite, Jamie xx, Jason Isbell, Lush, M83, Massive Attack, Neurosis, New Order, PJ Harvey, Savages, Stormzy, The Kills, Vant, Whitney, Young Fathers u. v. a..

Live: Agnostic Front, Apologies, Authority Zero, A Wilhelm Scream, Deez Nuts, Descendents, Donots, Flag, I Have None, Muncie Girls, NOFX, No Fun At All, No Matter, Strung Out, Terror, The Decline, The Flatliners, The Human Project, X-State Ride u. v. a.

Live: Aka Aka feat. Thalstroem, Alle Farben, Chefboss, David Guetta, Die Antwoord, Digitalism, Extrawelt, Kid Simius, Knife Party, Lexy & K-Paul, Maceo Plex, Moonbootica, Mr. Oizo, Nina Kravitz, Paul Kalkbrenner, Robag Wruhme, Robin Schulz, Rudimental, Sven Väth u. v. a.

N-Oslo, Middelalderparken

SLO-Tolmin, Sotočje

Saalburg, Bleilochtalsperre

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HIGHLIGHTS

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10.–13.08.

A SUMMER’S TALE Der Wellness-Urlaub unter den Festivals lädt Indie-Acts in die Lüneburger Heide. Auf der einen Seite des Festivalgeländes bekommen Leute Yoga beigebracht, in einer Scheune gibt es eine Siebdruck-Ausstellung, in einem Zelt auf der anderen Seite wird Wein zur Probe gereicht: Neben seinem Indie- und Folk-betonten musikalischen Programm glänzt das A Summer’s Tale durch Workshops, Lesungen und Filmvorführungen. Nicht zuletzt für Familien ist dies ein prima Festival, denn die Konzerte enden früh und tagsüber gibt es für Kinder einiges zu sehen und auszuprobieren. Weil das A Summer’s Tale um seine wunderschöne Lage inmitten von Wäldern und Mooren der Lüneburger Heide weiß, kann man hier auch Fahrräder ausleihen, eine spritzige Kanutour unternehmen oder eine interessante Kräuterwanderung machen. Alles ganz entspannt. (JB)

Westergellersen, Eventpark Luhmühlen

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FOTO: IRIS ED ING ER

Live: Adam Green, Berthold Seliger, Billy Bragg, BOY, Caravan Palace, Fat Freddy's Drop, Friska Viljor, Funny Van Dannen, Garbage, Glen Hansard, Heather Nova, José González, Michael Kiwanuka, Mikrokosmos, Nada Surf, Noel Gallagher's High Flying Birds, Olli Schulz, Parov Stelar, Samm Henshaw, Shantel & Bucovina Club Orkestar, Sigur Rós, St. Paul & The Broken Bones, Thees Uhlmann, The Slow Show, Torsun u. v. a.


L I V E

S U M M E R

1.6. GELSENKIRCHEN VELTINS ARENA

N A T I O N

P R E S E N T S

S T A D I U M

11.6. ZÜRICH

B L O C K B U S T E R S

12.6. ZÜRICH

29.6. BERLIN

STADION LETZIGRUND STADION LETZIGRUND OLYMPIASTADION VOLKSPARKSTADION

17.6. MÜNCHEN OLYMPIASTADION

9.7. HAMBURG

VOLKSPARKSTADION

1.7. HAMBURG

17.7. FRANKFURT

COMMERZBANK ARENA

12.7. DÜSSELDORF ESPRIT ARENA

28.7. KÖLN

RHEINENERGIESTADION

14.7. ZÜRICH

STADION LETZIGRUND

19.6. BERLIN

OLYMPIASTADION

7.8. MÜNCHEN

12.8. ZÜRICH

OLYMPIASTADION STADION LETZIGRUND

29.7. FRANKFURT

COMMERZBANK ARENA

TICKETS TICKETMASTER.DE | EVENTIM.DE /LIVENATIONGSA FOLGE UNS AUF LIVENATION.DE


AUGUST

HIGHLIGHTS

84

10.–14.08.

OPEN FLAIR »Klänge und Leidenschaft waren hier eins«, so Jason Reece im letzten Festivalguide. Tatsächlich: Im Angesicht des Hohen Meissner und seiner berühmtesten Bewohnerin, Frau Holle, entdeckte hier schon mancher eine kulturelle Anderswelt. Vom Camp zum Konzertgelände geht es durch das beschauliche Eschwege, bis zum Schlosspark reihen sich bunte Stände, und die örtliche Kirche ruft mit einem Festival-Gottesdienst. Es gibt fette Partys mit bekannten Headlinern an den Mainstages, aber auch eine von Bäumen umringte Freibühne, ein Kleinkunstzelt und jede Menge Walk-Acts. Im E-Werk finden Konzerte und Poetry Slams in gemütlicher Indoor-Location statt, auf dem Platz davor TanzEinlagen. Dank des riesigen Spielfelds sowie Theater- und Bastel-Workshops kommt auch bei den Kids keine Langeweile auf. Alles zu entdecken, wird selbst an fünf Tagen schwierig. (LW) Live: Andy Frasco & The U.N., Bosse, Boysetsfire, Clutch, Descendents, Doctor Krapula, Fanta 4, Feine Sahne Fischfilet, Flag, Grossstadtgeflüster, J.B.O., Jennifer Rostock, John Coffey, Killerpilze, Limp Bizkit, Madsen, Massendefekt, Monsters Of Liedermaching, Moop Mama, Ok Kid, Parkway Drive, Royal Republic, Saltatio Mortis, Sum 41, Talco, The Hives, The Rumjacks, Turbostaat, Von Brücken, Wirtz, Wizo, Wolfmother, Zebrahead u. v. a. Eschwege, Festplatz

FOTO: CARLHEINZ GREIM

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85 HIGHLIGHTS

10.–17.08.

SZIGET Das einwöchige Mega-Festival nimmt eine ganze Insel in Beschlag. So ein Festivalwochenende ist euch viel zu kurz, und am dritten Tag seid ihr erst richtig in Stimmung? Dann könnte das Sziget das richtige Festival für euch sein, das läuft nämlich eine ganze Woche. Diese Zeit ist allerdings auch nötig, um all die Attraktionen auf der ungarischen Óbudai-Insel zu erkunden, schließlich beheimatet diese über 60 Bühnen mit mehreren hundert Acts. Zu den weiteren Highlights gehört ein satirischer Freizeitpark, der den Kommunismus persifliert und das Hochzeitszelt, in dem am Tag rund 100 Hochzeiten auf Festivallänge geschlossen werden – gerne auch mal zwischen Mensch und Bier. Und wer dem Festivaltrubel kurzzeitig entkommen will, nimmt die Fähre nach Budapest, um die Stadt zu erkunden. (DB) Live: Aurora, Bastille, Bloc Party, Boys Noize, Bullet For My Valentine, Chvrches, Crystal Castles, Dillon Francis, Fatoni, Isolation Berlin, Jain, Jake Bugg, Jess Glynne, John Newman, Kaiser Chiefs, K.I.Z, Kodaline, M83, Manu Chao, Mø, Muse, Noel Gallagher's High Flying Birds, Oscar & The Wolf, Parkway Drive, Parov Stelar, Rihanna, Róisín Murphy, Sia, Sigur Rós, Sum 41, The Last Shadow Puppets, The Lumineers, Unkle, Years & Years u. v. a. H-Budapest, Óbudai-Insel

FOTO: BALÁZS MOHAI

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AUGUST

11.–13.08.

ROCCO DEL SCHLACKO Die ganz Großen aus Pop, Rock und Indie zieht es jährlich nach Püttlingen. Die Schar der Rocco-Maniacs folgt ihren Lieblingen, um über 40.000 Fäuste in den saarländischen Open-Air-Himmel zu recken. Das Rocco del Schlacko steht für Wahnsinn – und für Ehrlichkeit. Alles begann am Fuß des Püttlinger Schlackebergs, heute gehört man zur A-Liga deutscher Festivals. An drei Tagen sind es nicht nur die Großen, die hier Aufmerksamkeit fordern: Die jungen Indie-Götter Trümmer spielen sich für ihre zukünftigen Auftritte als Headliner warm. Moden kommen und gehen, Gitarren bleiben für die Ewigkeit. Damit diese nicht zu kurz gerät, gibt es auf Wunsch »Green Camping« unter dem Motto »Ruhe, Rücksicht, Recycling«. Das einzige Kostüm, das du beim Rocco del Schlacko brauchst, ist deine ehrliche Haut. (PF) Live: Bosse, Boysetsfire, Clutch, De Staat, Fanta 4, Feine Sahne Fisch-filet, Fjørt, Itchy Poopzkid, Jennifer Rostock, John Coffey, Kafvka, Limp Bizkit, Neonschwarz, Parkway Drive, Razz, Royal Republic, Sick Of It All, Sondaschule, Sportfreunde Stiller, Sum 41, Trümmer, Wanda u. v. a.

Püttlingen, Sauwasen

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FOTO: MAXIM ABROSSIMOW

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DER FESTIVALSOMMER MIT JANINA UHSE Los geht‘s mit der Festivalsaison 2016! GZSZ-Star Janina Uhse fährt auch in diesem Jahr wieder zu Rock am Ring und freut sich schon auf Sonne, Musik, viel Spaß und Action! Im Interview verrät sie, was beim Festival nicht fehlen darf und welchen Song sie beim Seat CAR-A-OKE am liebsten singt. Janina, welches ist dein Lieblingsfestival und wieso? Ich war bisher nur auf drei verschiedenen Festivals: Rock am Ring, Rock’n’Heim und Coachella. Beim Coachella war ich in diesem Jahr zum ersten Mal und das war schon etwas ganz besonderes. Es ist nicht vergleichbar mit den deutschen Festivals. Es ist mehr ein Happening als ein Festival, wo gefeiert wird. Die Feierkultur in den USA ist ganz anders. Es geht dort viel um Fashion und Trends und ein schönes Gesamtbild. Gibt es einen Gegenstand oder ein Accessoire, das für dich beim Festival niemals fehlen darf? Bequeme Schuhe. Das ist das A und O bei einem Festival. Und die Festival-Saison liegt ja immer im Sommer, daher sollte die Sonnenmilch auch niemals fehlen.

Im vergangenen Jahr warst du mit SEAT bei Rock am Ring, was hat dir dort am besten gefallen? Ich war das erste Mal 2013 mit SEAT bei Rock am Ring. Und obwohl ich nicht unbedingt der extreme Rock-Fan bin, hat mich das ganze Festival in seinen Bann gezogen. Live ist Rock eine ganz andere Nummer. Ich war geflasht von den Eindrücken dort. Die Konzerte von den Toten Hosen und Deichkind waren meine absoluten Highlights. Hast du auch beim SEAT CAR-A-OKE mitgemacht? Na klar habe ich mitgemacht, obwohl ich die schlechteste Sängerin auf Erden bin. Aber wenn es spät wird und dunkel ist, interessiert es eh niemanden mehr, wie man singt. Und im Endeffekt geht es ja um den Spaß. Ich singe immer den gleichen Song: »Mädchen« von Lucilectric. Da bin ich wenigstens textsicher. In diesem Jahr bist du auch wieder dabei. Gibt es etwas, worauf du dich ganz besonders freust? Ich freue mich riesig auf die SEAT Parcours-Strecke. Da kann ich wieder mal unter Beweis stellen, dass an mir eine Profi-Rennfahrerin verloren gegangen ist. Die Festivalbesucher können sich von Motorsport-Profis in einem Renntaxi durch den Parcours kutschieren lassen, ein großer Spaß. Welche Festivals stehen sonst noch in deinem Kalender? Dieses Jahr ist tatsächlich mein Festival-Jahr. Ich war im April beim Coachella und möchte im Juni nach dem Rock am Ring noch zum Sonar Festival und Lollapalooza im Spätsommer. Am liebsten würde ich auch noch zum Tomorrowland, Melt!, Fusion und auch zum Burning Man. Aber das wird zeitlich wahrscheinlich nicht klappen. Irgendwann muss man ja auch arbeiten.


AUGUST

HIGHLIGHTS

88

11.–14.08.

TAUBERTAL Mitten im Tal mit Blick auf die historische Stadt kann man hier mit den Bands gemeinsam rocken. Das Taubertal Festival bietet optisch nicht nur für seine Besucher einiges. Auch die Bands haben von der Bühne eine tolle Aussicht auf das grüne Tal der Tauber und die Stadt Rothenburg ob der Tauber. Deren Altstadt, nur zehn Minuten Fußweg vom Festivalgelände entfernt, bietet verwinkelte Gassen, alte Fachwerkhäuser und mächtige Kirchen. Auch das Festival legt Wert auf Tradition und vereint große Bands mit persönlicher Atmosphäre. Klingt widersprüchlich, klappt aber jedes Jahr aufs Neue und kommt bestens an, denn das Festival ist immer ausverkauft. Und es kommt noch besser: Für die Natur setzt sich das Taubertal auch noch ein und zeigt mit einer extra dafür entstandenen Bühne, dass Festivals auch umweltverträglich sein können. (MS)

Rothenburg ob der Tauber, Eiswiese

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FOTO: MAIK KLEINERT

Live: Adam Angst, Beach Slang, Bosse, Boysetsfire, Clutch, De Staat, Fanta 4, Donots, Feine Sahne Fischfilet, Fjørt, Frank Carter & The Rattlesnakes, John Coffey, K.I.Z, Kafvka, Limp Bizkit, Moop Mama, Razz, Royal Republic, Sum 41, Trümmer, Turbostaat, Wanda, WIZO, Wolfmother u. v. a.


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HALDERN POP Kühe, Mais, Niederrhein und eine besonders innige Verbindung zwischen Publikum und Veranstaltern.

FOTO: STEFAN DAUB

So etwas lässt sich nur durch großartiges Booking erklären. Das Haldern Pop ist zum Fixstern für Musik-Liebhaber geworden. Man kauft die Tickets blind – sie sind noch vor den ersten Band-Bestätigungen ausverkauft. Bereut hat das noch niemand, stattdessen schwärmt jeder von der Musik, die er hier kennenlernen durfte und das geht Hipstern wie Dorfbewohnern so. Das Haldern ist eine ehrliche Haut, deshalb dürfen die Konzerte auch mal im Tonstudio, in der Bar oder in der Kirche stattfinden. Der heilige Tempel des Festivals ist allerdings das wunderschöne hölzerne Spiegelzelt, in dem sich schon viele legendäre Konzerte zugetragen haben. Wer einmal dabei sein durfte, wird sich sein Leben lang weiter um Tickets bemühen. (CS) Live: Ala.ni, Albin Lee Meldau, Alex Vargas, Daughter, Die Nerven, Drangsal, Elias, Fai BaBa, Frost (Heiner), Glen Hansard, Hubert Von Goisern, Izzy Bizu, Jack Garratt, Jason Isbell, Loney Dear, Martin Kohlstedt, Samm Henshaw, Sara Hartman, St. Paul & The Broken Bones, Thees Uhlmann, The Besnard Lakes, The Graveltones, The Lytics, The Rad Trads, Walking On Cars, Woman u. v. a. Rees, Alter Reitplatz

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Rockstar Energy Drink wünscht euch viel Spass bei Rock am Ring 2016

Freut euch auf: · Volbeat, Black Sabbath, die Red Hot Chili Peppers, Fettes Brot und viele mehr · Drei Tage lang ausgelassene Partystimmung · Die Rockstar Villa mit spannenden Aktionen und einer fantastischen Rooftop-Bar · Jede Menge Energy Drinks Be your own Rockstar!

HIGHLIGHTS

11.–13.08.


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HIGHLIGHTS

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11.–15.08.

ONE RACE ... HUMAN 19. AFRIKA-KARIBIKFESTIVAL Das familienfreundliche Fünf-TageEvent tritt den Beweis an, dass man eine Message feiern kann. Die Macher treten offensiv für Toleranz und Menschlichkeit ein. Jeder hat den Groove im Herzen, er macht uns alle gleich. So könnte das Motto lauten. Oder einfach: »One Race. One Love. One Help.« Das Festival in Aschaffenburg macht den Besuchern seine Botschaft gegen Rassismus mit Acts aus diversen Genres wie World Music, Reggae und HipHop sowie einer superentspannten, phantasievoll gestalteten Location schmackhaft – inklusive Weltbasar und Kids Area. Gerade der riesige Bereich für die Kleinen (aller Altersklassen) ist absolut einzigartig. Dort treten afrikanische Märchenerzähler mit Riesenschnecken auf, es gibt Klassiker wie Hüpfburg und Kinderschminken. Kultur und Sounds aus vielen Kontinenten treffen sich im Melting Pot am Bayrischen Untermain. (PF) Live: Adel Tawil, ASD, Beginner, EES, Jaqee, Joris, Miwata, MoTrip, Ohrbooten, Samy Deluxe, Sean Paul, Sebastian Sturm & Exile Airline, Seven u. v. a.

Aschaffenburg, Festplatz

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DJ LEE, D eartbeats & ax Lean, Capo, Tune BrothTS, Beat Kat, scherboo, Fa a Cutmaste s Hankeln, Laino Traffic, Ron & h & MechanicCarlo, Mr. D e, Megara vn, ZeeZa, 3Hh, Vol2Cat, Matore Mancus J Voltage, Ms, Grimlock, T0 Fingers akrclay, Andreab2b Kaiser, G Dabruck, D m c a i 2 a e a it lv b B is ., , e re it D MoB er, RML, -Fade, X-T jane Marl Jones, Sm dox MC, Sa to DJ, B.I.A li, Immun fael Madry r, Andrew , Ben Keno imple, StefanPaul Vinx, DerKaisry, Sonic D, X hemistry, DME, Andy B. Mister Mad idBull, Salen Seven, Anneom Hövel, Raro, Pascal Dio Son, Jo Kribs Dirtywell, 2S VITIZE, Alivo, Criminal Myste rapy & MC C lle Diaz, AC , Kid Kasha &rk Main, DJ K , Eff3cts, St. t:59, René v Gianni Di Mu bim, Sir Ben dam Keen & tereo Vision, Final Impact, li Beat & D-The odelz, DanieManiacBeatz ane Fox, Ma eplay, Timboive-, Scanhos arl Benson, , Miss Simsalak Patterson, Al, Max Fail, S liver Swéd, ike Davis, Sil n Few, Audiomo & Rini MC, Coxswain & JEMTi, Dave Rer, Unravel -llingenberg, C., Marc Wall.E JulieZ, Patriclnt, Lockvogeichael Mars, O, P. Smith, Mrusher, Choseüttges, Royinh Engelmann, el, Schooki, th, Dave Rydchmann & K -, Dominik O , Mimalogic, urfer, DJ Ax ka Breyer, M Escoba, MKO f, The Beatk 2b Pascal L llstars, Fabian , Fabian Farr bastian Grocca MC, Kris Benuses -liveragon, Miss T acher, Vinylsiyami, Josch raemer, Lino , DJ KahlkopWaldmann bD feat. PFW A DGC, iss K Andreas K RB, Radiate ell, Frank mYum, DJ Multirave, z, IdentityTRUM aka SeDa Reen, Ro nn, Dubtune, at, Tiger & D aprice, DJ Pre c ik S guez, M Yu k, e, MONS att, Murray, Mark Neuma ts vs. Beat Kris Fable, Le Cix, Dario Rodriidax, MC I Se n & RTSier,Hunnel, AudioBreeze, Coco aum, Psyteke Raveboi, Blarog, o M , n n h V , o e o C , it w Ir s , m n ti e N k istortioAnormal & roy, Pjeer de & WeichselbIN, DHSB, Th .M.O., Jay F co, le n Flo h c B E D e T ü D 2 , , k m , , s x A h In o M , rp , T , rc ii Jekalez b2b Jack To n Elan, Bastiilk, Lino BeatbThyron, Theraam Terror Co Hörer -live-eppelbaum, K Cana, Sievertik, DEN CORVdreas Mann, , Joseph Disnk, Jabbaa& Daddy, Jea at, Marcel Wolite, Xperior, ino, Rotterd nsch, Kopf & TabS, Uli Po ssner, Chemiee, Jimmi Befr ID, DenYa, Ane Fudi, Tonioa, Plastik Fu an Sugar sh, Pitou & P Dozer, Dem el Minimal, Derge, Unme , Temper, DJ ., Oliver Wie , Fun[k]Hous Key & D3AD_ , Mel Anie, d, Bajo Armad fan Kaa, Adri s Nico Ru, The Kreator, y@CF, Marc eam, Subm ker, High Gain tze, M.A.S.H RaverbunnySimi S., Fran eld, Digital Mndreas Florin S., MGig, Stemien, Andrear, PandazBronner, Herb ecords DJ-Tr, E-Tec, O.Bae-, Tobias Hinus Tekk, Thee3k & Benn, , Chris Mindfilis, N.euss, A nberg, Fredy tive, Kim Da , Micha Moo Pierre A, Peacock Rearl, T-Toweik Becker -livescore, Optimalano, PTR, s s Nat-H-Leeul, Youssef Era, Lars Linde Tex, DJ Secrerano, HEYHEYAcid Tracks MD & ksilver, DJ P as & Domin trazt, FMK, K inixx, Todd G astone & Misld, Phillip Sa , Adrian Vale ubstance, JoeIC, Freddy Ve hno Rulez! & Anthrazit & DJ Quic Soner Catalbadcook, Conn O, Simon PhzToo, AL-x, EDaniel Reinhol, Steve HopeMalitzig, DJ Senck, Djane N id Wars, Tec tors Bochum in/Duisburg Dan G.,an Kenobi, Heegan, Rob va hris Ellis, Wa us Bachor, ffmann, Talu r aka Stefan b2b Matty M Würzburg Acrdcore Gladiaentorium Berl . & Perron Tobi W ka Danny Ke, Said Omar, C& Switch, Clauita, Nils Ho J Daydreame A2A, Basti M E Bookings urs pres. 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HIGHLIGHTS

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Island Of Freedom

PURE&CRAFTED Freiheit, Leidenschaft und DIY: Gitarren- und Motorenlärm abermals mit gemeinsamer Bühne.

10.-17. August 2016

Noel Gallagher’s High Flying Birds Sigur Rós K.i.Z Parov Stelar Bloc Party Die Antwoord Skunk Anansie M83 Bring Me The Horizon Isolation Berlin CHVRCHES John Newman MO Kaiser Chiefs Fatoni Bullet For My Valentine Bastille Crystal Castles The Lumineers Sum 41 Die Nerven The Last Shadow Puppets Aurora AYKU Boys Noize Unkle Jake Bugg Dillon Francis Róisín Murphy Parkway Drive Years & Years The Neighbourhood ABU FIDLAR

12.–13.08.

Liebe

Unter dem Motto »Music. Motorcycles. New Heritage.« feierte das Pure&Crafted im letzten Jahr einen gelungenen Einstand. Kein Grund also für die Macher, im Folgejahr am Zündzeitpunkt herumzuschrauben. Zwei Tage lang kommen festivalaffine Fans von Custom-Bikes, hier mit leichtem Schwerpunkt auf bollernden Boxern, im Berliner Postbahnhof am Ostbahnhof voll auf ihre Kosten. Für alle anderen leistet das Pure&Crafted lohnenswerte Vermittlungsarbeit zwischen den Szenen: Klischees überwinden, Interessen verbinden und Kontakte knüpfen steht auf der Agenda. Die Handvoll steiler Bands, vornehmlich aus Indierock und Alternative, nicht zu vergessen. Und als ob das nicht schon ehrgeizig genug wäre, werden dazu noch deftige Burger gereicht. (VE) Live: Augustines, Band Of Skulls, Frank Carter & The Rattlesnakes, Noel Gallagher's High Flying Birds, Otherkin, Slaves, Smile And Burn, The King Blues, Tim Vantol, Treetop Flyers, Vant u. v. a.

Berlin, Postbahnhof

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FOTO: STEPHAN FLAD

CRÉATION :

CasSeuRs FloWteRs


AUGUST

M’ERA LUNA Jahr für Jahr wird hier eindrucksvoll bewiesen, wie bunt schwarz sein kann. Auf dem Flugplatz Drispenstedt bei Hildesheim herrschen einmal im Jahr dunkle Farben und Töne vor. Dort treffen sich traditionsgemäß 20.000 Seelen aus der Schwarze Szene. Nicht nur der extravagante Auftritt des Publikums, nicht nur die Künstler, das gesamt Ambiente stimmt beim M’era Luna. Auf dem Camping-Gelände Gothic Garden darf jeder seine eigene Hexenküche einrichten, und wer sich früh genug ein Ticket sichert, kann vom eigenen Wohnmobil aus den Mond anheulen. Ein Klassiker sind die Lesungen im Disco-Hangar am Freitagabend. Diesmal wird unter anderem Luci van Org ihr Dichterinnenblut vergießen. Obwohl ein paar Sonnenstrahlen zum gelungenen Wochenende gehören: Das M’Era Luna ist eine Wonne für alle Freundinnen und Freunde der Finsternis. (PF) Live: Agent Side Grinder, Apocalyptica, A Life Divided, Combichrist, Diary Of Dreams, Die Krupps, Diorama, Eisbrecher, Erdling, Faun, Fields Of The Nephilim, Gothminister, Hämatom, Heldmaschine, Hocico, IAMX, In Extremo, Lacrimas Profundere, Letzte Instanz, Me The Tiger, Noisuf-X, Oomph!, [:SITD:], S.P.O.C.K., Stahlmann, Suicide Commando, The Lord Of The Lost Ensemble, The Sisters Of Mercy, VNV Nation, Within Temptation, Zeromancer u. v. a. Hildesheim, Flugplatz

FOTO: MALTE SCHMIDT

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HIGHLIGHTS

13.–14.08.

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HIGHLIGHTS

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12.–14.08.

FUCHSBAU

FLOW

Das Fuchsbau versammelt Musik, Kunst, Literatur und Hingabe an den Kontrollverlust.

Mitten in der finnischen Hauptstadt gelegen, begeistert das Flow eine jährlich wachsende Crowd.

»Das Konzept Festival neu interpretieren« – um große Ankündigungen ist man beim Fuchsbau Festival nicht verlegen. Und die Tat folgt: So herrscht hier nicht das simple Prinzip »Ein paar Bühnen, Bands drauf, fertig«. Das Publikum soll nicht nur passiv sein, sondern sich in Workshops, Diskussionsrunden und Performances selbst einbringen. Unter dem Motto »Die Hitze des Gefechts« wird es in diesem Jahr um den Kontrollverlust gehen und Themen wie Digitalisierung, Migration, Leidenschaft und Urbanität verhandelt werden. Neben Musik gehören Lesungen, bildende Kunst und Filme zum Programm. Zur Eintrittskarte kann man gleich noch ein Frühstücksticket dazu buchen. Bei allem zu erwartenden Kontrollverlust tut ein bisschen Planungssicherheit ja auch jedem gut. (DB)

Immer mehr Besucher aus dem übrigen Europa zieht es in die Metropole am Finnischen Meerbusen. Helsinki vereint westliche und osteuropäische Kultur, die Finnen lieben Popkultur und Design, sie sind progressiv und traditionsbewusst. Beste Voraussetzungen für ein zeitgemäßes Festival und so spiegelt sich all das in jedem Detail des großartigen Events wider. Die coole 360-GradBühne ist das Highlight eines liebevoll gestalteten Geländes, einer IndustrieBrache im Schatten eines alten Kraftwerks. Das Line-up vereint die Generationen und stellt zudem auch neue finnische Acts vor. Wer Skandinavien-Trips und Indierock (im weitesten Sinne) liebt, und wer Festivals mag, die kulinarisch besonders wertvoll und in jeder Hinsicht gut durchorganisiert sind, ist beim Flow Festival bestens aufgehoben. (WF)

Live: Line-up bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

Live: Ben Klock, Chvrches, Daughter, Death Hawks, Descendents, Floating Points, Four Tet, Hercules & Love Affair, Holly Herndon, Iggy Pop, Jaakko Eino Kalevi, Jamie xx, Jeff Mills, John Talabot, Liima, Lil B, M83, Massive Attack, New Order, Pantha Du Prince, Roman Flügel, Sia, Sleaford Mods, The Kills, The Last Shadow Puppets, Young Fathers u. v. a.

Lehrte, Ziegeleistraße

FIN-Helsinki, Suvilahden Vanha

18.–20.08.

UTOPIA ISLAND Neue Maßstäbe in Sachen Festival-Rave – an einem Ort, den die Welt noch nicht gesehen hat. Denn am Ufer des wundervollen Sees nahe Moosbach an der Isar lässt sich geradezu traumhaft feiern. Man kann hier den Alltag vergessen und sich neben Blasen an den Füßen (vom Tanzen) und heiseren Kehlen (vom Mitsingen) auch ein wenig Festival-Esoterik gönnen. Das Utopia Island führt die Liebe als fünftes Element im Logo, Ausgelassenheit wird großgeschrieben. Allerdings ist es den Organisatoren ebenso wichtig, dass sich die Gäste wirklich zuhause fühlen. Das Camping Village ist deswegen mit einem Supermarkt und einem Biergarten ausgerüstet. Zur Vollpension auf Utopia Island gehören über 80 Bands und viele DJs. Nix für Leute, die gerne in Ruhe entspannen. Ein Tipp für alle, die etwas erleben wollen. (PF) Live: Bonaparte, Claire, Dada Life, Deichkind, Drunken Masters, Einmusik, Frittenbude, Gui Boratto, HVOB, Konstantin Sibold, Kytes, Le Shuuk, Lexer, Martin Solveig, Niconé, Ostblockschlampen, Paul Kalkbrenner, Rampue, Sigala, Sigma, Stephan Bodzin, Steve Bug, Tube & Berger, Watermät u. v. a. Moosburg, Festivalgelände

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FOTO: JUSSI SÄRKILAHTI

12.–14.08.


Fest & Flauschig

4-lagig mit Aloe Vera und 10 Blatt extra: Der neue Podcast von Jan BÜhmermann & Olli Schulz. Ab sofort und exklusiv auf Deinem mobilen Endgerät.

spotify.com/festundflauschig


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HIGHLIGHTS

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19.–21.08.

HIGHFIELD Der beliebte Festival-Tausendsassa im Osten der Republik lockt ein buntes Publikum.

Live: Airbourne, AnnenMayKantereit, Arkells, Bloc Party, Blumentopf, Bonaparte, Brian Fallon & The Crowes, Chefket, Deichkind, Die Orsons, Eagles Of Death Metal, Emil Bulls, Fjørt, Fünf Sterne Deluxe, Genetikk, Haftbefehl, Heaven Shall Burn, Joris, Limp Bizkit, Madsen, Moop Mama, NOFX, Olli Schulz, Rammstein, Royal Republic, Schmutzki, Scooter, Skinny Lister, Skunk Anansie, Sum 41, Sunset Sons, Thrice, Wanda, Wolfmother u. v. a. Großpösna, Störmthaler See

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FOTO:FRANK EMBACHER

Du magst HipHop? Prima, auf zum Highfield! Du magst Rock? Prima, auf zum Highfield! Punkrock ist dein Ding? Auch gut, auf zum Highfield! Klingt nach wahllosem Durcheinander? Keineswegs, das Highfield ist schlicht ein guter Ort, um ein gutes Wochenende mit guten Freunden zu verbringen, denn es hat ein Line-up für alle. Wenn das Wetter mitspielt, lockt der schöne Störmthaler See mit Bespaßungsprogramm. Hier könnt ihr Bananenboot fahren oder in Luftbällen über den See kugeln. Neuerdings gibt es für Komfort-Begeisterte den Searassic-Park ohne Dinos, dafür aber mit Strom und WLAN. Und wenn man schon hier ist, kann man auch mal durch das nahe gelegene Leipzig oder mit einem restaurierten Amphibienfahrzeug durch die Seenlandschaft gurken. (JB)


AUGUST

HIGHLIGHTS

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GREEN JUICE Das Rock-Festival, das aus der Verzweiflung entstand, erfreut nun tausende Besucher. Denn aus der Verzweiflung wurde ein etabliertes Festival: Die Veranstalter des Bonner Green Juice wollten nicht länger meckern, dass in der Stadt nichts los ist, sondern etwas daran ändern. Also stellten sie das eintägige Festival auf die Beine, das anfangs noch im Park hinter dem eigenen Elternhaus stattfand. Mittlerweile hat sich das Open Air um einiges vergrößert. Es gibt eine kostenlose Warm-up-Party mit lokalen Bands und eine AftershowParty in einem Club in der Innenstadt. Die Besucher können sich auf dem Festival zwischen gitarrenlastiger Musik auf der einen Bühne oder elektronischer auf der anderen entscheiden. Nachwuchsbands aus der Region bekommen sogar die Chance, neben bekannteren Rockbands auf der Bühne zu stehen. Dann können alle mit dem Publikum ordentlich Lärm machen und die Bewohner des anliegenden Wohngebiets erfreuen. (MS)

18.–20.08.

18.–21.08.

OBSTWIESENFESTIVAL

TAURON NOWA MUZYKA

Sinn und Zweck des Festivals in Dornstadt: so viele tolle Bands wie möglich sehen, und das völlig kostenlos.

Mit spektakulärer Lage und bestem Geschmack lockt das Tauron nach Oberschlesien.

Und wieder einmal lockt das Obstwiesenfestival in Dornstadt, um Ulm herum, mit einer gehörigen Portion Festivalspaß, für den man außer einer kleinen Campinggebühr nichts bezahlen muss. Als eines der größten Festivals seiner Art bietet es drei Tage lang eine bunt gemischte Palette von Indierock-, Pop- und mittlerweile auch Hiphop-Acts, die auf einer Bühne inmitten einer wunderschönen Landschaft spielen. Am ersten Festivaltag, bei Anbruch der Dunkelheit, und das ist schon Tradition, wird ein Filmabend veranstaltet. Auch für den, der sich jenseits des Festivals die Beine vertreten möchte, ist gesorgt: in Ulm, direkt um die Ecke von Dornstadt, ruft der höchste Kirchturm der Welt danach, erklommen zu werden. (KS)

Seine Anziehungskräfte werden vor allem aus zwei Quellen gespeist: aus einem von echten Kennern kuratiertem Lineup aus Pop-, Elektro- und HipHop-Acts und dazu der stimmungsvollen, städtischen Kattowitzer Kulisse. Gesäumt von gleichermaßen moderner Architektur und alten Industriebauten – stillgelegten Minenschächten der ehemaligen Zeche »KWK Katowice« – führt das Festival vor, dass auch abseits der Event-Hotspots Keimzellen des guten Geschmacks entstehen können. Popkulturellen Lockstoff verströmt der junge Jubilar – das Tauron wurde letztes Jahr zehn – zur Genüge. Zudem wird von den örtlichen Schmausbuden geschwärmt, die der »Imbiss«-Stufe längst entwachsen sind. Und günstiges Bier ist immer ein starkes Argument. (VE)

Live: City Light Thief, Donots, Flash Forward, Juri, KMPFSPRT, Landgang, Le Fly, Schmutzki, The Intersphere u. v. a.

Live: Adulescens, Algiers, Antilopen Gang, Av Av Av, Benni Benson, Blood Red Shoes, Die Nerven, Eric Arikan, Gin Ga, Impala Ray, Isolation Berlin, K-X-P, L'aupaire, Luke Noa & The Basement Beats, Mantar, Sticky Fingers, Xixa u. v. a.

Live: Battles, Benjamin Damage, Deadbeat, Fat Freddy's Drop, Floating Points, Kev Fox, Kid Simius, Lubomyr Melnyk, Matrixxman, Oneohtrix Point Never, Roni Size b2b DJ Krust, Roots Manuva, Slalom, Smolik, Snarky Puppy, Stara Rzeka, The Orb u. v. a.

Bonn, Park Neu-Vilich

Dornstadt, Lerchenberg

PL-Katowice

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FOTOS: RAINER KEUENH OF, D IANA MU EHLB ERG ER, RADOSŁAW KAŹMIERCZAK

20.08.


WELCO ELCOOME 20166

19.–21.08.

MS DOCKVILLE Kunst und Musik oder doch Musik und Kunst? Das MS Dockville bietet von beidem reichlich.

FOTO: HARRY HORSTMANN

Ein bisschen mutet es nach Abenteuerspielplatz an, so verwinkelt ist das Gelände des MS Dockville in Hamburg-Wilhelmsburg. Der Campingplatz ist nicht stur mit dem Lineal gezogen, sondern verästelt sich, dass so mancher sicher schon mal länger nach seinem Zelt gesucht hat. Aber ein ausgiebiger Spaziergang über das Gelände lohnt sich sowieso, denn dabei kann man die Kunstwerke des MS Artville bewundern. Die Installationen des Künstlerdorfes stehen in diesem Jahr unter dem Motto »Eine real-utopische Geisterstadt«. Musikalisch gibt’s Indierock, Elektro und Elektro-Indierock. Dazu eine spektakuläre Aussicht auf den (nachts bunt beleuchteten) Industriehafen und als Goodie auf der Website die Wiedergeburt des »Kaventsmann«. (DB) Live: Abby, Aurora, Bastille, Bilderbuch, Crystal Fighters, David August, DCVDNS, Die Goldenen Zitronen, Die Nerven, Drangsal, Enno Bunger, Erobique, Feine Sahne Fischfilet, Foals, Frittenbude, Graham Candy, Half Moon Run, Hinds, Honne, Kakkmaddafakka, K.I.Z, Kytes, L'aupaire, Lola Marsh, Megaloh, Milky Chance, Nahko And Medicine For The People, OK KID, Rødhåd, Sara Hartman, Schnipo Schranke, Unknown Mortal Orchestra u. v. a. Hamburg, Reiherstieg-Hauptdeich

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GENTLEMAN & KY-MANI MARLEY Y SEAN PAUL ALBOROSIE PAROV STELAR Y BEGINNER CHRONIXX Y ALLIGATOAH Y DELLÉ MORGAN HERITAGE Y SELAH SUE SDP Y DIE ORSONS Y NAÂMAN TIKEN JAH FAKOLY Y COLLIE BUDDZ CHRISTOPHER MARTIN Y DUB INC MATISYAHU Y RAGING FYAH DISPATCH Y MEGALOH Y NAMIKA FUSE ODG Y MACKA B Y CHEFKET Y NEVILLE STAPLE PROFESSOR AKUA NARU Y SOOM T Y SARA LUGO RICHIE CAMPBELL Y MIWATA SOUL RADICS Y JAYA THE CAT MOOP MOO MAMA Y NATTALI RRIZE IZE GGENTLEMAN’S E DUB CLUB UB DANCEHALL ARENA TWO OPEN AIR STAGES BAZAR Y CHILL OUT ZONE

01. - 03. JULI 2016 KÖLN Y FÜHLINGER SEE KÖ EE INFO & TICKETS: SUMMERJAM.DE


AUGUST

24.–27.08.

CHIEMSEE SUMMER Der Vielfalt im Alpenvorland sind schon lange keine Grenzen mehr gesetzt. Vor zwei Jahren fielen hier die selbst auferlegten GenreBegrenzungen: Wieso noch Chiemsee Reggae Summer und Chiemsee Rocks sagen, wenn man das Kind auch ganz unverfänglich Chiemsee Summer taufen kann? Seitdem geht hier fast alles: Angeführt von The Prodigy und den Fanta 4 gibt es Rock und Pop, Elektro und HipHop und natürlich auch – ganz traditionsbewusst – eine Menge Reggae. Darüber hinaus punktet das Festival mit dem längsten Naturbadestrand Deutschlands, der den ganzen Tag über vom Festivalgelände angesteuert wird. Überhaupt ist es erstaunlich, wie gut sich Karibik-Feeling mit dem Panorama der Alpen kombinieren lässt – sicher auch ein Grund für den schon über 20 Jahre andauernden Erfolg des Festivals, egal unter welchem Namen. (CSt) Live: 257er, AnnenMayKantereit, ASD, Blumentopf, Bosse, Brian Fallon & The Crowes, Chefboss, Damian Marley, Die Fantastischen Vier, Die Orsons, Django S., Dumme Jungs, Emil Bulls, Fritz Kalkbrenner, Grossstadtgeflüster, I-Fire, Iriepathie, Jamaram, Joris, Keller Steff Band, LaBrassBanda, Limp Bizkit, Monobo Son, Moop Mama, NOFX, Parkway Drive, Pennywise, Prinz Pi, Razz, Sportfreunde Stiller, Steve Aoki, Sum 41, The Prodigy, Wanda u. v. a. Übersee, Festivalgelände

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FOTO:ROBIN SCHMIEDEBACH

HIGHLIGHTS

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HIGHLIGHTS

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20.08.

20.08.

ACOUSTIC FESTIVAL

ANGST MACHT KEINEN LÄRM

ROCK AM SEE

Wenn das Weltkunstzimmer zum Indoor-Lagerfeuer lädt, stöpseln Kritikerlieblinge die Gitarre aus.

Der Punkrock-Wanderzirkus zieht in diesem Jahr nach Potsdam.

Logistisches Meisterstückchen: Seit 1985 packen die Veranstalter ein komplettes Festival in einen einzigen Tag.

Jeweils im Winter und im Sommer steigt dann ein Eintagesfestival auf zwei Bühnen, das unter der Akustik-Klammer handgemachten Pop aus sieben Ländern zusammenbringt. Das Besondere daran: Praktisch alle Shows sind One-Offs, Darbietungen, bei denen der Sänger mal die Band zuhause lässt und dafür die Intimität mit nach Düsseldorf bringt. Dazu passt auch das Ambiente: Das vor drei Jahren tapezierte Weltkunstzimmer ist eine innerstädtische Kulturfabrik in einer ehemaligen Backfabrik, in der man ganzjährig Ausstellungen, Workshops und Performances besuchen kann. Statt Schlamm und Staub gibt es festen Boden unter den Füßen, und vielleicht kommt man bei so viel Kulturnähe sogar karrieretechnisch auf Ideen. (AD) Live: Arrows, Chaplin, Faber, Jay Nash, Joco, John Bramwell, Liam Ó Maonlaí + Peter O'Toole, Luise Weidehaas, Mack Drietens, Nepomuk, Sol Heilo, The Monotrol Kid u. v. a.

Düsseldorf, Weltkunstzimmer

Auch wenn man aktuell den Eindruck gewinnen kann, dass Angst doch dazu neigt, verdammt viel Lärm zu veranstalten, zieht das kleine eintägige Punkrock-Festival weiter unter diesem Motto durch die Lande. Nach Trier und Leipzig ist diesmal Potsdam dran. Die Location ist in und am Waschhaus, einer ehemaligen königlichen Garnisons-Dampfwaschanstalt. Weniger vornehm zitiert der Festival-Name die Rumpel-Punks Angeschissen, damit wäre die Stoßrichtung des Festivals schon klargestellt. Turbostaat und Pascow versammeln zum dritten Mal einen Schwung ihrer Lieblings-Bands, allesamt mehr oder weniger mit Wurzeln im Punkrock. Sechs Acts spielen draußen, zwei Indoor und anschließend gibt’s noch eine AftershowParty. Und weil nur Zugucken langweilig ist, stehen die beiden ausrichtenden Bands auch selbst auf der Bühne. (DB)

Die Musikrichtung ist dabei schon im Namen vorgegeben: Es gibt Rock, Rock und noch mal Rock, bis der Schweiß nach Bier riecht, und umgekehrt. Der Zeltplatz dient in erster Linie zur Vorglühund Chillout-Area, denn das malerische Areal um das Bodenseestadion herum ist Mutter Naturs eigener Festivalbeitrag. Die restaurierte Sportstätte sorgt für prima Akustik und freut sich jeden Sommer neben bis zu 25.000 Zuschauern auf einen ganz besonderen: Die mittlerweile 80-jährige Oma Behnke gilt als ältester Fan des Festivals und bekommt seit 10 Jahren die Eintrittskarte mit der Nummer 1. Ihre Lieblingsband sind übrigens die Toten Hosen – bisher sechsmal dabei und damit die definitiven Dauerbrenner bei Rock am See. (AD)

Live: Die Nerven, Duesenjaeger, Freiburg, Lygo, Pascow, Turbostaat u. v. a.

Live: Frightened Rabbit, Mad Caddies, Muse, The Libertines, We Were Promised Jetpacks u. v. a.

Potsdam, Waschhaus-Gelände

Konstanz, Bodenseestadion

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FOTOS: STEFANIE THOMAS, LENA WILLEMS

20.08.


AUGUST

103 HIGHLIGHTS

FOTOS: NICLAS WEBER, JASMIN HOLLATZ, JOHANNES KOLLENDER

24.–28.08.

26.–28.08.

25.–28.08.

C/O POP

ALÍNÆ LUMR

PANGEA FESTIVAL

Im Krater, den die Popkomm in Köln hinterließ, wuchs ein Festivalpflänzchen, das die Szene heute erblühen lässt.

Der Name ist frei erfunden, aber die brandenburgische Herzlichkeit gibt es hier tatsächlich.

Eine Oase des Glücks, dieses außergewöhnliche Festival im hohen Norden Deutschlands.

Das Alínæ Lumr ist eine dieser kleinen, versteckten Juwelen in der großen, lauten Festivallandschaft. In Storkow gelegen, gegründet von Menschen, die ihr mehr als 800 Jahre altes Städtchen ein bisschen aufmöbeln, aber nicht vollkommen umkrempeln wollten. Hier werden alle aus dem Dorf mit einbezogen, 2015 las Oma die Acts für Facebook vor und zu Essen gab’s nicht nur von schicken Food Trucks, sondern auch von lokalen Anbietern zu kaufen. Konzerte und Parties werden in der Burg, in leer stehenden Läden, in Hinterhöfen und auf dem Marktplatz veranstaltet, das Indie-lastige Musikprogramm durch kulturelle Workshops, Ausstellungen und einen Spazierpfad durch die Altstadt Storkows ergänzt. Frischer Wind, der nicht alles umpustet. Schön. (JB)

»Pangea ist die Verwirklichung von Kindheitsträumen von Festivalgängern, Sportlern, Kreativen, Bau-Verrückten und Orga-Menschen, die nicht verstehen, warum Menschen im Alter aufhören zu spielen«, erklärt Festivalchef Hans Jensen. Und wirklich: Das Pangea feiert seinen 4. Geburtstag mit Sackhüpfen und Eierlauf, mit Hüpfburgen und Bällebad. Wer es abenteuerlicher mag, kann sich beim Kitesurfen und Wakeboarden, beim BMX-fahren und Longboarden austoben. Beim Kulturbasar gibt es Workshops zu Breakdance und Ukulele-Spielen, Ausstellungen und Filmvorführungen. Musik gemischter Genres gibt’s natürlich auch, und das auf vier Floors. Wem das zuviel wird, kann die Ruhe der nahen Ostsee genießen oder sogar Rügen besuchen. (JB)

Live: Bannerman, Die Höchste Eisenbahn, Fenster, Keøma, Liima, Pascal Pinon, Pins, Sophia Kennedy, Trio Schmetterling, Trucks u. v. a.

Live: 3Plusss, Antilopen Gang, Beauty & The Beats, Benotmane, Boy Next Door, Cosby, Die Orsons, Frittenbude, Ivan & The Kreml Krauts, K-Paul, Karate Andi, Kid Simius, King Kong Kicks, LGoony & Crack Ignaz, Markus Kavka, Niko Schwind, Oliver Koletzki, Romano, Turbostaat, TÜSN u. v. a.

Köln kann man als Stadt erklingen lassen. Andere Städte schlucken Veranstaltungen ob ihrer schieren Größe wie ein schwarzes Loch, aber in Köln geht es noch gerade so. Und wenn hier c/o pop ist, dann merkt man das auch. Dann spielt plötzlich Pop in der eleganten Philharmonie oder im samtigen ExPornokino Gloria oder im ehrwürdigen Klaus-von-Bismarck-Saal des Funkhauses am Wallrafplatz. Gleichzeitig ist es aber auch möglich, dem Trubel zu entkommen, wenn man einfach wieder Ruhe haben möchte, denn dafür ist die Stadt wieder groß genug. Und weil das so gut funktioniert, hat Köln auch endlich wieder eine Band-Szene, die auf diesem Festival angefangen hat und gerade von sich reden macht. ( CS) Live: AaRON, A-wa, Blood Red Shoes, Boy, Drangsal, Edward Sharpe & The Magnetic Zeros, Elderbrook, Gold Roger, Hinds, I Am Jerry, Imarhan, Isolation Berlin, Lea Porcelain, Local Natives, Love A, OK KID, Ωracles, SXTN, The Internet, Underworld, Young Hurn, Zugezogen Maskulin u. v. a.

Köln, verschiedene Locations

Storkow, Burg Storkow

Ribnitz-Damgarten, Ehemaliger Flugplatz

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AUGUST

HIGHLIGHTS

104

ROCK EN SEINE 40.000 Zuschauer, sehr guter Wein, formidables Line-up und das Zentrum von Paris ist nicht weit. Genau genommen gerade mal 20 Minuten mit der Metro. Und bei all diesen Superlativen schafft es das Rock en Seine im Schlosspark Saint-Cloud am westlichen Rande der Stadt der Liebe sogar noch, eine tiefenentspannte Gelegenheit zu sein. Hier schlendert man unter den grünen Baumkronen wunderschöner Alleen von Bühne zu Bühne, staunt, wie hübsch diese Menschen aus Paris alle sind, atmet den gern mal süßlich duftenden Rauch der Umstehenden und landet todsicher vor einer Bühne, auf der Spannendes passiert: von Iggy Pop bis Sigur Rós. Dazu gibt es internationales, hochwertiges Essen, ein liebevoll gestaltetes Gelände und sogar französische Verkäufer, die gerne und gut Englisch sprechen. Ach ja, hatten wir schon den guten Wein erwähnt? (DK) Live: Anderson .Paak, Aurora, Birdy Nam Nam, Breakbot, Bring Me The Horizon, Cassius, Chvrches, Clutch, Eagles Of Death Metal, Editors, Foals, Iggy Pop, Jack Garratt, Logic, Massive Attack, Peaches, Royal Republic, Sigur Rós, Soulwax, Sum 41, The Last Shadow Puppets, The Temper Trap, Two Door Cinema Club, Wolfmother u. v. a. F-Saint-Cloud, Park

26.–27.08.

SPACK! Große Acts und Underdogs auf drei Bühnen und zwei Tage ausgelassene Feierei im Westerwald. Seit seiner Geburt im Jahre 2004 hat sich das Spack! Festival stetig vom Geheimtipp zum Besuchermagneten gemausert. Dem Westerwälder wird ja eine gewisse Rauhheit angedichtet und so geht es hier musikalisch auch wenig weichgespült zugange. Im Line-up tummeln sich gern HipHop- und ElektroKünstler, aber auch einige Pop- und Rock-Acts vor allem aus dem deutschsprachigen Raum. Alles ist beim Spack! bestens aufs Feiern und eine große Party hin ausgerichtet. Wer mag, kann sogar direkt im Partybus anreisen, schon am Vorabend des Festivals anstoßen und es freitags entspannt angehen lassen. Nicht nur sind die Tickets sehr günstig, auch kann das Gelände beliebig oft verlassen werden, sodass geldbeutelschonenden Ausflügen in den Supermarkt, aber auch Schwimmbad-Trips nichts im Wege steht. (KS) Live: Ali As, ASD, Audiosushi, Azad, Danju, Dreimillionen, Jephza, Lance Butters, Laskah, Megaloh, Prinz Pi, SDP, Vauu, Vega & Bosca, Wild & Kins u. v. a.

Wirges, Theodor-Heuss-Ring

27.08.

MÜSSEN ALLE MIT. Ein Indie-Festival, perfekt geeignet für einen Tagesausflug. Gerne auch mit dem Rad. Das alte Land rund um Hamburg ist wirklich schön. Auch wenn das Müssen alle mit nur einen Tag dauert, kann man in der Umgebung ruhig noch Zeit dran hängen und zum Beispiel alte Apfelsorten probieren – im August zumindest die Frühsorten. Am besten lässt sich die Landschaft mit dem Fahrrad erkunden, deshalb gibts zum MAMF eine begleitete Radtour von Hamburg aus – das sind etwa 40 Kilometer, eine durchaus machbare Strecke. Ihr fahrt lieber Bahn? Auch okay, denn der Bahnhof von Stade ist um die Ecke vom Festivalgelände. Dort erwartet euch ein kleines, aber sehr feines Festival, kuratiert von Tapete Records. Das Programm lautet Indie und ist in diesem Jahr bis auf eine Ausnahme ausschließlich mit Acts aus Deutschland besetzt. (JB) Live: Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen, Fatoni, Fraktus, Isolation Berlin, Parcels, Tocotronic, Trümmer

Stade, Bürgerpark

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FOTOS: VICTOR PICON, CARMEN CATU TI

26.–28.08.


DRAUSSEN AUF KAUTION. #Pop #Kultur #Life #Style Monatlich als Heft, täglich im Netz. www.intro.de


SEPTEMBER

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FOTO: MATTHIAS H ASLAUER

HIGHLIGHTS SEPTEMBER


HIGHLIGHTS

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SEPTEMBER

10.–11.09.

LOLLAPALOOZA Das Lollapalooza führt Musik, Mode, Comedy und Kunst in einem großartigen Festival-Zirkus zusammen. Es schwirrten schon Gerüchte durch Berlin, das Lollapalooza könne 2016 nicht stattfinden, da der Flughafen Tempelhof für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt wird. Der Berliner Stadtverwaltung war das international renommierte Festival allerdings so wichtig, dass sie kurzerhand den, ebenfalls der Innenstadt nahen, Treptower Park zur Verfügung stellte. Dort wird’s dann wieder mächtig bunt, und neben all den Bands aus den unterschiedlichsten Genres gibt es noch das Kidzapalooza für die Jüngsten, Lollart für Kunstliebhaber, den Grünen Kiez für die Engagierten und Lolla Fun Fair für die Freunde von Varieté und Jahrmarkt. Wem das alles zu viel wird, kann immer noch raus ins idyllisch-beschauliche Rest-Berlin. (CS) Live: Alle Farben, Aurora, Beginner, Bilderbuch, Chase & Status feat. MC Rage, Dimitri Vegas & Like Mike, G-Eazy, Graham Candy, James Blake, Jess Glynne, Kings Of Leon, Klingande, Logic, Lost Frequencies, Major Lazer, Martin Solveig, Milky Chance, New Order, Odesza, Paul Kalkbrenner, Philipp Poisel, Radiohead, Róisín Murphy, The 1975, The Temper Trap, Years & Years, Zedd u. v. a. Berlin, Treptower Park

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HIGHLIGHTS

FOTO: ALEXAND ER KOERNER

SEPTEMBER

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SEPTEMBER

HIGHLIGHTS

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15.–17.09.

17.–18.09.

30.09.–02.10.

SWR3 NEW POP

GOLDEN LEAVES

TROSSE KULT

Das Festival hat – vor beeindruckender Kulisse – den musikalischen Finger am Puls der Zeit.

Heute hier, morgen dort – das charmante Festival wechselt jedes Jahr die Location.

In Rheine bei Münster gibt’s einen schönen Tierpark – und ein schönes kleines Eintagesfestival.

Die Veranstalter des SWR3 New Pop Festivals haben über die Jahre viele Musiker auf ihre Bühnen geholt, die später im Radio rauf und runter gespielt wurden, zu ihrer Zeit auf dem New Pop aber gerade erst das Auge der Öffentlichkeit auf sich gelenkt hatten. So sind auch in diesem Jahr heiß gehandelte Künstler diverser Pop-Genres mit dabei, ebenso wie etablierte Fan-Lieblinge. Hinzu kommen die eindrucksvollen Locations: Das Festspielhaus, zweitgrößtes Konzerthaus Europas, das klassizistische Kurhaus und das nach dem Vorbild der Pariser Oper errichtete Theater in BadenBaden. Diese Musentempel verleihen dem jungen Festival einen Hauch von Noblesse. Nicht zuletzt hat im Casino des Kurhauses Fjodor Dostojewski am Roulette-Tisch ein Vermögen verjubelt. (KS)

Darmstadt. Eine dieser typischen »Da gibt’s aber auch ein paar schöne Ecken …«-Städte. Die Macher des Golden Leaves haben sich seit fünf Jahren zum Ziel gesetzt, diese schönen Ecken ausfindig zu machen, und mit Musik zu beschallen. Das Festival findet nämlich jedes Mal an einem anderen Ort statt, erst ein paar Tage vorher erfahren die Besucher, wo genau es hingeht. Herkömmliche Tickets gibt’s deshalb auch nicht, stattdessen reserviert man sich einen Gästelistenplatz und wirft am Ende des Abends Geld in den Hut, das komplett an die Künstler geht. Die Veranstaltung selbst finanziert sich über die Getränkeeinnahmen, also am besten drei bis zwölf Runden mehr holen, um dieses wundervolle kleine Festival am Leben zu halten. (DB)

Thees Uhlmann schrieb mal, die berühmtesten Söhne der Stadt Rheine seien Muff Potter. Die hingegen wollten aus Rheine immer weg, unter anderem, weil in der Stadt alternative Abendgestaltung nicht so groß geschrieben wird, mal abgesehen vom wackeren Kommando-Kettenfett-Team, das Punk-Konzerte in der Trinkhalle veranstaltet. Eine weitere Institution in Rheine ist der Trosse Kult e.V.. Im Spätsommer veranstaltet er in Rheine-Mesum das gleichnamige Open Air. Das Booking zielt meist auf ein breites Publikum ab, diesmal geht’s mehr in Richtung Punkrock. Ein Event vor allem für die, die genauso gern zum Schützenfest wie zum Rock-Festival fahren. Wer vorher noch was unternehmen will, dem sei der Affenwald im Naturzoo in Rheine ans Herz gelegt. (JB)

Live: Dua Lipa, Matt Simons, Jamie Lawson u. v. a.

Live: Alex Vargas, Brasstronaut, Enno Bunger, Evening Hymns, Keøma, Lanterns On The Lake, Me And My Drummer, Paper Kites, Pins, Roosevelt u. v. a.

Live: Fjørt, Kapelle Petra, Mailbox, Middleman, Mr. Irish Bastard, Turbostaat u. v. a.

Baden-Baden, Festspielhaus, Kurhaus & Theater

Darmstadt, Secret Location

Rheine, Beckmann Hohe Heide

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RADIOHEAD • KINGS OF LEON

MAJOR LAZER • PAUL KALKBRENNER PHILI PP PO ISEL • N E W O RD ER D I M IT R I V E G A S & L I K E M I K E

MAX HERRE & KAHEDI RADIO ORCHESTRA MILKY CHANCE • THE 1975 • BEGINNER • ZEDD LINDSEY STIRLING • CHASE & STATUS DJ SET & RAGE TOCOTRONIC • KAISER CHIEFS • JAMES BLAKE YEARS & YEARS • RÓISÍN MURPHY • JESS GLYNNE G-EAZY • BILDERBUCH • THE CHAINSMOKERS MARTIN SOLVEIG • LOST FREQUENCIES • ALLE FARBEN

KLINGANDE (LIVE) • ALAN WALKER • ODESZA • THE TEMPER TRAP AURORA • CATFISH & THE BOTTLEMEN • TUJAMO • DESTRUCTO JONAS BLUE • JAGWAR MA • JUNGE JUNGE • JOSEF SALVAT MATOMA • TOPIC • NOTHING BUT THIEVES • MNEK DUBIOZA KOLLEKTIV • GRAHAM CANDY • L.A. INFO & TICKETS: LOLLAPALOOZADE.COM VISIT US:

#LOLLABERLIN


SEPTEMBER

HIGHLIGHTS

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21.–24.09.

REEPERBAHNFESTIVAL Wer noch niemals in lauschiger Nacht, einen Reeperbahnfestivalbummel gemacht, ist ein armer Wicht. Seit zehn Jahren schließt man auf St. Pauli die Open-Air-Saison mit einem Feuerwerk von Konzerten, Showcases talentierter Newcomer, Podiums-Diskussionen, Kunst, Film und Literatur. 460 Konzerte kann man dort allein in diesem Jahr sehen und überall pulsiert das pralle Leben. Das meiste spielt sich in Clubs ab, aber auf dem Spielbudenplatz steht eine Bühne unter freiem Himmel, daneben haben sich eine Band und ihr Publikum in einen Doppeldecker-Bus gequetscht und weiter hinten werden wunderschöne Poster-Prints feilgeboten. Und natürlich verleiht der Festivalguide an diesem trubeligen Hotspot der Musikszene auch wieder gemeinsam mit dem Reeperbahn Festival den unabhängigen Festival-Award Der Helga!® – wo auch sonst? (CS) Live: Afterpartees, Ala.Ni, Blaudzun, Blossoms, Chad Lawson, Chefket, De Staat, Der Ringer, Die Heiterkeit, Dilly Dally, Dota, Ef, George Cosby, Get Well Soon, Hannah Epperson, Helgi Jonsson, Jeanne Added, Jodie Abacus, Keøma, Laura Gibson, Mule & Man, Me + Marie, Okta Logue, Parcels, Rats On Rafts, Samm Henshaw, Soom T, SXTN, Taymir, The Hirsch Effekt, Tiger Lou, Von Wegen Lisbeth, Wild Beasts, Wintersleep, Woman, Yung u. v. a. Hamburg, Locations rund um die Reeperbahn und St. Pauli

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HIGHLIGHTS

FOTO: STEFANIE TH OMAS

SEPTEMBER

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TICKETS UNTER: FKPSCORPIO.COM & EVENTIM.DE (0,20 € / Anruf aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,60 € / Anruf)

30.09.–02.10.

[KMF]

29.09.–01.10.

EUROBLAST

WAY BACK WHEN

Hier feiert ein aus aller Welt angereistes Szene-Publikum die abstrusesten Spielarten des technischen Metals.

Entdeckungstour im Ruhrgebiet. Dortmunds urbanes Indie-Festival zieht in diesem Jahr vom Frühjahr in den Herbst.

Der Metal wird als globales Phänomen oft unterschätzt und viele meinen, das Genre allein über Metallica-Platten bereits auserzählt zu wissen, dabei sind die Spielarten mannigfaltig und in ihrer Gänze selbst Metalfans nicht alle geläufig. Djent, Progressive Metal oder Technical Death Metal mögen selbst in den Metal-Charts eine eher untergeordnete Rolle spielen, aber hier beim Euroblast dreht sich alles darum. Entsprechend reisen die Spezialisten aus aller Welt an und formen ein liebenswürdiges kleines Szene-Festival, bei dem die Musik und der Austausch unter Fans eine noch zentralere Rolle spielt als anderswo, weil kaum etwas davon ablenkt. Passend: Alle, die ein entsprechendes Ticket haben, pennen in der Jugendherberge fast nebenan. (CS) Live: Circle Of Contempt, Dead Letter Circus, Disperse, Ghost Iris, Humanity's Last Breath, Invivo, John Browne's Flux Conduct, Materia, Novelists, Promethee, Sentryturn, Strains, The Interbeing, Vola u. v. a. Köln, Essigfabrik

Anstatt zu Pfingsten gibt’s das Festival nun in der späten Phase der Festivalsaison. Sonst ändert sich aber nicht viel. Erneut laden die Macher zu drei Tagen musikalischer Entdeckungsreise in Dortmund. Ein paar größere Namen im Line-up locken voraussichtlich viele Besucher an, der Rest ist noch eher unbekannt und will entdeckt werden. Perfekte Gelegenheit, um ein paar »Ach, die hab ich damals noch vor ganz kleinem Publikum gesehen«-Anekdoten zum Angeben zu sammeln. Aufgeteilt ist das Festival auf die Locations Pauluskirche, Domicil und die beiden Hallen des Freizeitzentrum West, die alle fußläufig von einander entfernt liegen. Für die Aftershowparty bieten sich unter anderem das FZW selbst oder das berühmte »Oma Doris« an. (DB) Live: Line-up zum Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

Dortmund, FZW, Domicil, Pauluskirche & Kultur

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FOTO: DANIEL BLÄESER

SERVICE-HOTLINE: 01806-853 653


OKTOBER

115 HIGHLIGHTS

FOTOS: H ELMUTH RIER, SCH IKO

13.–15.10.

27.–30.10.

KALTERN POP

NEW FALL

Wenn eines der schönsten Indie-Festivals in eine der schönsten Gegenden zieht, kann es ja nur schön werden.

Gediegene Popmusik zwischen Folk und Elektro in Düsseldorfs opulenten klassischen Spielstätten.

Die Haldern-Pop-Veranstalter haben sich an diese einfache Formel gehalten und sie in die Tat umgesetzt. Im Herbst letzten Jahres eröffneten sie ihre Außenstelle in Südtirol, genauer in Kaltern am See. Dieser See gilt als der wärmste der Alpen, angeblich ist das Wasser bis zum Herbstanfang warm genug, um im See zu schwimmen. Kann man dann im Oktober ausprobieren, wenn das Kaltern in die zweite Runde geht. Doch nicht nur die Landschaft ist hier außergewöhnlich, auch die Konzert-Venues sind sehenswert: Das Gewölbe des Weinmuseums und die Franziskanerkirche werden unter anderem zum Spielort für Indie- und Folk-Acts. Beim Haldern beweisen die Veranstalter Jahr für Jahr ein Händchen fürs Booking, so dass man sich auch in Kaltern sicher sein kann, musikalische Perlen zu erleben. (JB)

Festivals, die ganze Städte zum Klingen bringen, sind 2016 keine Seltenheit mehr. Dafür hat auch das Düsseldorfer New Fall Festival gesorgt, das seit 2011 die Messlatte für dieses Konzept immer höher gelegt hat. Die Landeshauptstadt hat mit der Tonhalle, einem kuppelförmigen Konzerthaus in expressionistischer Bauweise, und dem mit seiner Akustik glänzenden Robert-Schumann-Saal zwei Veranstaltungsorte von einer Güte zu bieten, die ihresgleichen sucht. Darin fanden in den vergangenen fünf Jahren Konzerte statt, die oft zu Karrierehöhepunkten der beteiligten Künstler avancierten. Das wird in diesem Herbst kaum anders sein, denn mittlerweile hat sich das New Fall noch weiter ausgebreitet und ist immer vielseitiger, populärer und noch besser geworden. (CSt)

Live: Line-up zum Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

Live: Adam Green, Agens Obel, Kate Tempest, Wilco u. v. a.

I-Kaltern am See

Düsseldorf, Robert-Schumann-Saal & Tonhalle

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UMSONST & DRAUSSEN

HIGHLIGHTS

116

UMSONST & DRAUSSEN

12.–13.08.

OLGAS ROCK Wenn Olga für umme rockt, wandelt sich das einstige LandesgartenschauGelände zur Festwiese. Oberhausen steht dann Kopf, Rhein und Ruhr beginnen zu brodeln und das schon seit dem Jahre 2000. Alle Untiefen hat das Festival seitdem gemeistert und auch dieses Jahr wieder tief in die Booking-Trickkiste gegriffen. Mit den Pathos-Pop-Poeten von Tüsn oder dem deutsch-türkischen Duo Mantar, dem neuen Stern am Metallhimmel, beweist das Festival ein gutes Näschen für Perlen vom Randstreifen des Spektrums. Das Ganze bleibt selbstverständlich völlig umsonst (und draußen), und da die zwei Bühnen wie gewohnt überschneidungsfrei bespielt werden, entfällt die ungeliebte Qual der Wahl. Beim »Best Of Unsigned«-Contest konkurrieren außerdem wieder die besten Nachwuchsbands des Potts im Vorfeld um einen Slot auf der großen Festivalbühne. (VE) Live: 8Kids, Annisokay, Astairre, Avalanche Party, Birth Of Joy, Faber, Francis Riley & The Floorboarders, KMPFSPRT, Liedfett, LOT, Mantar, TÜSN, Und wieder Oktober u. v. a.

Oberhausen, Olga-Park

FOTOS: H OLG ER RISSE

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UMSONST & DRAUSSEN

117 HIGHLIGHTS

Wesel, Heubergpark Live: Betrayers Of Babylon, Black Rust, Breathe Atlantis, City Kids Feel The Beat, Flash Forward, Itchy Poopzkid, Juke Box Pussys, Milliarden, Pohlmann, The Shed, Tim Vantol, To Have And Hold, To The Rats And Wolves, Und wieder Oktober, Van Holzen u. v. a.

26.–29.05. SCHLOSSGRABENFEST

Darmstadt, Karolinenplatz Live: Astairre, Boppin'B, Cäthe, Dame, Die Prinzen, Django S., Me & You, Feine Sahne Fischfilet, Go Go Berlin, Kids Of Adelaide, KMPFSPRT, , Luca Hänni, Miss Platnum, Namika, Neufundland, Serum 114, TÜSN, Unleash The Sky, Von Wegen Lisbeth, Weekend u. v. a.

16.–19.06. U&D WÜRZBURG

Würzburg, Talavera Mainwiesen Live: Die Nerven, Douglas Firs, Egotronic, Great Mountain Fire, Hazel The Nut, Kai und Funky (Ton Steine Scherben) mit Gymmick, Lilly Among Clouds, Mine, Rainer von Vielen, Robb, Romn, Schmitts Katze, Senore Matze Rossi, The New Black u. v. a.

24.–25.06. ABIFESTIVAL LINGEN

Lingen, Am alten AKW Live: OK KID, Railroad Edge, Tubbe, Watch Out Stampede u. v. a.

24.–26.06. DONAUINSELFEST

A-Wien, Donauinsel Live: Camo & Krooked, Frittenbude, Russkaja, Samy Deluxe, Seiler & Speer u. v. a.

07.–09.07.

WEITERE TERMINE

KURT-FESTIVAL Reutlingen, Bruderhausgelände Live: Degenhardt & Kamikazes, Grossstadtgeflüster, Jamaram, Megaloh, Sierra Kidd, Smile And Burn u. v. a.

TANZBERG 05.05. RAGE AGAINST RACISM 27.–28.05.

22.–24.07.

RACT! 03.–04.06.

U&D KARLSTADT

U&D BAD KISSINGEN 24.–25.06.

Karlstadt, Fetenplatz Saupurzel Live: Dead Lord, Die Kusängs, Dr. Hell, Famos, Garden Gang, GoMad! & Monster, Horseroof Cityrockers, Intakt, Iron Walrus, Kniffler's Mum, MALM, Mucho Mojo, Qunstwerk, SHG-Crew, Strabande, Tannhauser Gate, The Instant Voodoo Kit, The Man Within, The Rambles, Travelin Jack, Wedge u. v. a.

WIES'N ROCK 25.06.

23.07.

OPEN DOORS 01.–03.07. FREE FOR ALL 09.07. BOCHUM TOTAL 14.–17.07. FLÖRSHEIMER OPEN AIR 15.–17.07.

U&D LINDAU

PHUNK DEPARTMENT 16.07.

Lindau, Hintere Insel Live: Antilopen Gang, Gossenboss, Massendefekt, Sondaschule, The Real McKenzies u. v. a.

U&D MÖSSINGEN 29.–30.07.

05.–07.08. FESTIVALKULT! Porta Westfalica, Veltheim Live: Ashpipe, DevilDriver, Distemper, Dubioza Kolektiv, Girlschool, Hammerfest, Monkey3, Montreal, Orange, Scumbag Millionaire, The Red Paintings, The Trash Templars u. v. a.

18.–20.08.

STAATSFORSTEN OPEN AIR 29.–30.07. U&D STUTTGART 05.–07.08. WUTZROCK 12.–14.08. STEMWEDER OPEN AIR FESTIVAL 19.–20.08. HOLTER MEETING 26.–27.08. EASY AM HANG 02.–04.09.

OBSTWIESENFESTIVAL

ESSEN ORIGINAL 02.–04.09.

Dornstadt, Lerchenberg Live: Adulescens, Antilopen Gang, Av Av Av, Bambooze Bros. (T-Rex & Montaro), Benni Benson, Die Nerven, Impala Ray, Isolation Berlin, L'aupaire, Mantar, Sticky Fingers, Van Holzen, Vita Bergen u. v. a.

DETTENROCKT 10.09.

BOCHUMER MUSIKSOMMER 09.–11.09. ROCK AM PFERDEMARKT 16.–17.09.

FOTO: CHRISTIAN FAUSTUS

27.–28.05. ESELROCK


SONNIG & LIVE

SONNIG & LIVE

02.–03.12.

ARAG BIG AIR FREESTYLE Jetzt für den Winter vorplanen: In Mönchengladbach kommen die Größen des Wintersports zusammen. Eine Portion Festivalfeeling am Ende des Jahres ist eine gute Sache. In der Wintersonne kommen hier die Profis des Skiund Snowboard Freestyle zusammen. Über 130 der weltbesten Schneesport-Athleten treten im Ski- und Snowboarden an. Unter anderem findet hier die Snowboard-Qualifikation für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang 2018 statt. Nachdem um Weltcup-Punkte gekämpft wurde, können die Besucher zu Musik von Bands und DJs feiern gehen. Als Highlight stehen die aus dem Winterschlaf erwachten Beginner auf der Bühne. (DB) Live: Beginner

Mönchengladbach, Sparkassenpark

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02.06.–03.09.

LORELEY FREILICHTBÜHNE Die Lieblingslandschaft von Lord Byron und Manowar ist seit Jahrzehnten auch ein Rock-Walhalla. Der Schwerpunkt liegt einmal mehr auf Hardrock und artverwandten Stilen. Übrigens: Das gesamte Mittelrheintal gehört zum UNESCO-Welterbe, wie das regionale Weinangebot höchstwahrscheinlich auch. (AD) Live: Avantasia, Cro, D-A-D, Deep Purple, Doro, Ensiferum, Fiddler's Green, J.B.O., Johannes Oerding, Mark Foster, Mustasch, Philipp Dittberner, PUR, Rage, Ritchie Blackmore's Rainbow, Skerryvore, Subway To Sally, The Kilkennys, Thin Lizzy, TXL, Unisonic u. v. a.

St. Goarshausen, Freilichtbühne Loreley

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FOTO: MICH AEL GREIN

HIGHLIGHTS

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SONNIG & LIVE

119 HIGHLIGHTS

10.08.–28.08.

INTERNATIONALES SOMMERFESTIVAL Die Veranstalter bezeichnen ihr Festival gern als ein KunstPlanschbecken: Drei Wochen lang wird sich in der ehemaligen Maschinenfabrik Kampnagel in Hamburg-Winterhude der zeitgenössischen Kunst und Kultur gewidmet. Hier gibt es keine Dosenbierschlachten, dafür aber Horizonterweiterung durch Ballett und andere Tanzformen, Theater, Musik und vielem mehr. (JB) Live: Die Schwarz-Rote Heilsarmee, Godspeed You! Black Emperor, Jan Plewka, Tom Stromberg u. v. a. Hamburg, Kampnagel

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24.06.–22.07.

29.06.–06.08.

KUNST!RASEN

ZELTIVAL

An der Rheinischen Riviera liebt man den mediterranen Müßiggang. Deshalb finden die Konzerte auf dem Bonner Kunst!Rasen gleich mitten im Park statt. An lauschigen Sommerabenden gibt es hier ausgesuchte Konzerte in familienfreundlichem Ambiente, das alle Festivalannehmlichkeiten auf fußläufigem Terrain zusammenfasst. Anschließend geht es auf der Rheinpromenade in die Altstadt, die zu dieser Jahreszeit nicht wirklich schläft. (AD)

Jeden Sommer veranstaltet das Kulturzentrum Tollhaus in Karlsruhe das Zeltival. Die mehrwöchige Veranstaltung lädt mit Newcomern, Legenden und Szene-Acts jedes Alter und jeden musikalischen Geschmack in die Räume des tollen Hauses, eines ehemaligen Schlachthofes. Neben Kitty, Daisy & Lewis & vielen anderen kann man sich auf angesagtes Theater und kluges Kabarett freuen. (MS)

Live: BAP, Chris de Burgh, Douglas Firs, Element Of Crime, Frank Turner & The Sleeping Souls, Jan Delay & Disko No.1, Konstantin Wecker, Sido, Sportfreunde Stiller u. v. a.

Live: Candy Dulfer & Band, Catpower, Keb' Mo', Polica u.v.a.

Bonn, Charles-de-Gaulle-Straße

Karlsruhe, Tollhaus

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HIGHLIGHTS

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Das alles & noch viel mehr

Die Festivals, die wir bis hierhin auf unseren Seiten präsentiert haben, stellen natürlich nur einen kleinen, wenn auch wichtigen Querschnitt der europäischen Festivallandschaft dar. Lasst euch gesagt sein: Es gibt noch viele Open Airs mehr! Den kompletten Überblick erhaltet ihr durch unsere Datenbank auf www.festivalguide.de. Dort findet ihr alles, sortiert nach Genre, Zeitraum, Region und Größe. Hier gibt es ein paar empfehlenswerte Kostproben:

07.–11.07.

FEEL Man fühlt das außergewöhnliche Etwas am Festival nicht nur – man sieht, hört und schmeckt es auch! Das Feel Festival bieten neben elektronischer Tanzmusik noch feel mehr, für das sich die Reise nach Brandenburg zum Bergheider See lohnt. Direkt am Wasser verzaubern Licht-Installationen und Dekorationen das Gelände. Das Angebot reicht von Kino bis hin zu Theater und Lesungen. Zahlreiche Initiativen und Aktionen unterstützen die grüne Seite des Festivals. Man kann an Workshops und einer Radtour zum Festival teilnehmen, regionale Kost schlemmen und sich natürlich ganz der guten Musik hingeben. (MS) Live: Das Line-up wird erst vor Ort bekannt gegeben.

Lichterfeld-Schacksdorf, Bergheider See

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15.–17.07.

05.–07.08.

Die Premiere eines besonderen Festivals mit musikalischem Geschmack und ökologischem Bewusstsein.

Neben langer Tradition, Eigenwilligkeit und gutem Zweck zeichnet sich das Lott auch durch frische Acts aus.

Das Katzensprung Festival legt nicht nur Wert auf vielfältige elektronische Tanzmusik. Auch die Umwelt liegt den Veranstaltern am Herzen. Das im Sauerland beheimatete Festival spielt nahe eines Wasserschutzgebiets und achtet daher besonders auf einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck. Das bedeutet, dass im Idealfall kein Künstler eingeflogen, die Bühne aus Holz erbaut und ein möglicher Gewinn an den Naturschutz gespendet wird. Jetzt müssen nur noch die Besucher ihren Teil dazu beitragen! (MS)

Das im Hunsrück gelegene Festival fand bereits 1977 das erste Mal statt. Damals feierten noch 600, heute mehr als zehnmal so viele Besucher in Raversbeuren. In der Region ist das Festival daher legendär und wird gerne auch liebevoll das »Woodstock auf dem Hunsrück« genannt. Beim Lott arbeiten alle ehrenamtlich und finanzielle Überschüsse werden direkt in regionale Projekte und gemeinnützige Organisationen gesteckt. Die internationalen Bands und Newcomer darf man am Festivalsonntag sogar kostenlos genießen! (MS)

KATZENSPRUNG

Live: Alex Schwarz, Atlantik, Chupacabras, David Enste, Drbyte, Gabriel Ananda, Hop Stop Banda, Jackie Houser Brown, Klinke auf Cinch, Mad Professor, Peter Pardeike, Petula, Robert Babicz, Robert Tribulation & Jimmy Ranks u. v. a. Kierspe, Gut Haarbecke

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LOTT

Live: Balinger, Brothers Of Santa Claus, Bukahara, Crazy Crizzy & The Crizzly Beers, De Staat, Honig, Max Prosa, Meute, Molotov Jukebox, Moody Man, Mother's Cake, Pierre Pihl, RainKing, Whiskydenker u. v. a. Raversbeuren

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7—10 juli 2016 U roots folk weltmusik

glen hansard IRL anoushka shankar IND element of crime D edmar castañeda COL gasandji CON dakh daughters UKR akua naru USA+ east cameron folkcore USA harald haugaard & helene blum DEN nive & the deer children GRL keren ann FRA stoppok D hermeto pascoal BRA cäthe D sidestepper COL mono & nikitaman D lamia bedioui & the desert fish GRE/TUN molden/resetarits/soyka/wirth AUT gangstagrass USA jambinai KOR u.v.a.

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Mo. 27.06.2016 | E-Werk, Köln

Mo. 27.06.2016 | Live Music Hall, Köln

Mi. 29.06.2016 | E-Werk, Köln

Hopelessness Sa. 20.08.2016 | Live Music Hall, Köln

festivalticket 80 ¤ / ermässigt 40 ¤ (für kids von 7–16) – inklusive freie fahrt mit bussen & shut tle – tickets: rudolstadt-festival.de ruth 2016 strassenmusik kinderfest ausstellungen

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Sa. 25.06.2016 | Palladium, Köln (Verlegt vom E-Werk)

GOOD CHARLOTTE Di. 30.08.2016 | Essigfabrik, Köln

specials: kolumbien cumbia

THE FALL OF TROY

special guest: Tiny Moving Parts Fr. 30.09.2016 | Palladium, Köln

Di. 04.10.2016 | Palladium, Köln

STEEL PANTHER So. 09.10.2016 | Turbinenhalle, Oberhausen

BIRDY

Sa. 22.10.2016 | Palladium, Köln

Mo. 24.10.2016 | Essigfabrik, Köln

Y PJ HARVE

HIGHASAKITE

UK

ØYAFESTIVALEN NAO

UK

ARCA

HAIM

DJ Sett VE

SWEDEN

US

FLOATING POINTS

BAND OF GOLD

PRINS THOMAS

Live UK

POLICA Di. 01.11.2016 | E-Werk, Köln

MASSIVE ATT ACK MIDNIGHT CHOIR CHVRCHES

TRAVI$ SCOTT

UK & YOUNG FA THERS

US

ANE BRUN Live NL

BEACH SLANG

CHVRCHES

KING

FATIMA YAMAHA

UK

JASON ISBELL

US

UK

US

WHITNEY

US

ANDERSON .PAAK UK VANT JULIA HOLTER

RAT BOY

US

ES SAVAG THU NDER STORMZY CAT

US

JESSY LANZA

UK

UK

UK

US

NNA THE BLACK MADO

US

US

FIDLAR M83

US

DJ Sett US

FR

CA

MTV Unplugged in drei Akten Fr. 25.11.2016 | Palladium, Köln (Verlegt vom E-Werk)

BIOSPHERE

ANOHNI: HOPELESSNESS

CHRISTIN OKAY KAYA E AND TH E QUEENS

Sa. 05.11.2016 | Live Music Hall, Köln (Verlegt vom Luxor)

Sa. 12.11.2016 | König-Pilsener-Arena, Oberhausen (Zusatztermin)

UK

US

UK

FIDLAR

special guest: Tinpan Orange

NATHANIEL RATELIFF & THE NIGHT SWEATS

US

X JAMIE X MASTODON AURORA NEW ORDER EAGLES OF DEATH METAL DJ Sett

Do. 27.10.2016 | Die Kantine, Köln

FR

UK

THE KILLS + MANY MANY MORE

R ENRIKE AIMING FO

US/UK

DAUGHTER

UK

TRIO OLLESTADD HEDVIG M AGNY

OSLO, NORWAY

Sa. 26.11.2016 | Palladium, Köln

Sa. 21.01.2017 | König-Pilsener-Arena, Oberhausen Fr. 27.01.2017 | Lanxess Arena, Köln

Mi. 22.02.2017 | Colosseum, Essen

APOCALYPTICA

TICKETS: Billettservice.no | MORE INFO: oyafestivalen.no prime entertainment www.prime-entertainment.de


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BLOOD RED SHOES (UK) CARL BARÂT & THE JACKALS (UK) ANTILOPEN GANG (DE) MANTAR (DE) STICKY FINGERS (AUS) AV AV AV (DK) ALGIERS (US) VITA BERGEN (SE) ISOLATION BERLIN (DE) DIE NERVEN (DE) L'AUPAIRE (DE) K-X-P (FI) // XIXA (US)

BEDROOMDISCO PRESENTS

OBST WIESEN FESTIVAL.de

BOSCO ROGERS (UK) IMPALA RAY (DE) VAN HOLZEN (DE) GIN GA (AT) BENNI BENSON (DE) ADULESCENS (DE) LUKE NOA & THE BASEMENT BEATS (DE) ERIC ARIKAN (DE) BAMBOOZE BROS. (T-REX & MONTARO) (DE) SONGSLAM ULM FINALE (DE) u.v.m.

18.-20. August umsonst&draussen Dornstadt/Ulm

UNTERSTÜTZT VON:

W W W . G O L D E N L E AV E S F E S T I VA L . D E

OPEN AIR 2016

SIDO + MoTrip 24.06.2016 JAN DELAY & DISKO NO. 1 + NAMIKA 25.06.2016 DIE LOCHIS 26.06.2016 SPORTFREUNDE STILLER + MADSEN 28.06.2016 FRANK TURNER & THE SLEEPING SOULS + DOUGLAS FIRS 29.06.2016 MARK FORSTER + LOUANE 04.07.2016 KONSTANTIN WECKER & BAND 11.07.2016 CHRIS DE BURGH 12.07.2016 G3 JOE SATRIANI, STEVE VAI, THE ARISTOCRATS 13.07.2016 ELEMENT OF CRIME 14.07.2016 SARAH CONNOR 21.07.2016 NIEDECKENS 22.07.2016

20. AUGUST 2016 WELTKUNSTZIMMER - DÜSSELDORF -

LIAM Ó MAONLAÍ & PETER O‘TOOLE (IRL) (HOTHOUSE FLOWERS)

SOL HEILO OF KATZENJAMMER (NOR) I AM KLOOT (UK) (JOHN BRAMWELL SOLO)

JOCO | THE MONOTROL KID (BE) FABER (CH) | JAY NASH (USA) NEPOMUK | LUISE WEIDEHAAS | CHAPLIN ARROWS | SPECIAL GUESTS: MACK DRIETENS

WELTKUNSTZIMMER DÜSSELDORF, RONSDORFER STR. 77A EINLASS 14:00 / BEGINN 15:00

PRÄSENTIERT VON:

WWW.ACOUSTIC-FESTIVAL.DE

Patti Smith

TickeTs gibT es unTer: pangea-fesTival .de oder im supremesurf shop, eselföTersTr. 26. 18055 rosTock

T.SHANHAN J.SMITH S.ROACHFORD

10.08. ESSEN LICHTBURG

Ticket-Hotline: 01806 – 999 0000 Mo-Fr 8-22 Uhr/Sa, So & feiertags 9-20 Uhr (0,20 €/Anruf aus dt. Festnetz/max. 0,60 €/Anruf aus dt. Mobilfunknetz)

INFOS: NOISENOW.DE · KUNSTRASEN-BONN.DE


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FOTO: MAXIM ABROSSIMOW

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BACKSTAGE


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Veranstalter Folkert Koopmans über 20 Jahre Hurricane

»Wir waren mal das klassische Indie–Festival«

In diesem Sommer findet das Hurricane zum 20. Mal statt. Zum Jubiläum sprachen wir mit Veranstalter Folkert Koopmans über die Anfänge in Scheeßel, die Entwicklung vom Indie- zum Mainstream-Festival, die Veränderungen auf dem Festivalmarkt und die Gefahr in selbigem auf die Schnauze zu fallen. Interview: Daniel Koch, Fotos: Stefan Malzkorn Mit deiner Firma FKP Scorpio veranstaltest du inzwischen annähernd zwei Dutzend Open Airs und beschäftigst über 100 Mitarbeiter. Das Hurricane 1997 war damals dein erstes größeres Festival. Wo standst du geschäftlich, als du die Premiere angegangen bist? Ich will nicht sagen, dass ich am Rande der wirtschaftlichen Existenz stand, aber wäre das Hurricane ein Reinfall gewesen, hätte ich vielleicht keine mehr gehabt. Oder sagen wir so: Es hätte mich geschäftlich ein paar Jahre zurückgeworfen. Ich habe jedoch daran geglaubt, dass es eine gute Idee ist. Bei einem Scheitern hätte ich gene-

rell in Frage gestellt, was ich so tue. Der Eichenring in Scheeßel hat eine gewisse Vorgeschichte – ich hätte also nur ein weiteres Kapitel des Scheiterns geschrieben. Aber prinzipiell hat es ja funktioniert. Ich habe zwar kein Geld verdient, aber man hat gespürt: Da geht was! Deshalb war schon während des Festivals klar, dass wir noch ein zweites machen werden. Warum hast du dich für diesen Ort entschieden? Ich wollte in Norddeutschland bleiben, und Scheeßel lag günstig im Dreieck zwischen Hannover, Bremen und Hamburg. Für mich waren das die wichtigsten Städte, und die Fahrtwege sollten möglichst kurz

sein. In Norddeutschland gab es damals eben nichts in dieser Größenordnung. Das Bizarre in Köln war das nächstliegende vergleichbare Festival. Weiter südlich gab es Rock am Ring, aber das war für einen Norddeutschen ja schon fast nicht mehr denkbar. Am Eichenring endete 1977 das »First Raider« als letztes großes dort veranstaltetes Festival in Brand und Chaos. Mit wem in Scheeßel musstest du essen gehen, um das Hurricane ausgerechnet dort genehmigt zu bekommen? Man ging gar nicht essen. Das war alles noch sehr zurückhaltend. Mein Vorteil war,

dass es einen Fürsprecher im Motor-Sport-Club Eichenring gab, dem ich viel zu verdanken habe. Ein Bauunternehmer, der vor Ort viele Menschen überzeugt hat. Er hat wohl auch Blut und Wasser geschwitzt und sich gefragt, ob der Koopmans sein Wort hält. Dank seines Engagements saß ich dann mit dem Bürgermeister und zwei oder drei Vorstandsmitgliedern des MSC zusammen. Statt eines Essens gab es Vertragsverhandlungen mit allerlei Konventionalstrafen und Sicherheiten, die von mir gefordert wurden. Wir haben am Ende alles eingehalten, was wir versprochen hatten, und das hat eine gute Basis gelegt.


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Ich war im ersten Jahr dabei und kann mich noch gut an das sympathische Chaos bei der Anreise erinnern. Wir standen stundenlang mitten im Ort im Stau. Die Anwohner saßen in Campingstühlen grillend vor ihren Garagen oder in ihren Gärten und haben uns erst amüsiert beobachtet und später mit uns Bier getrunken. Das weiß ich auch noch. Wobei das ja eine wechselvolle Geschichte ist. In den ersten zwei Jahren fand man das amüsant, dann hieß es, es könne nicht sein, dass ein paar Tage lang das ganze Dorf blockiert sei. Als wir schließlich ein Verkehrskonzept hatten, beschwerte man sich, dass man im Dorf gar nichts mehr vom Festival mitbekäme. Aber ich glaube, inzwischen haben sich da beide Seiten gut eingerichtet. Das Line-up hatte 1997 ein paar echte Überraschungen: Beispielsweise haben Daft Punk im kleinen Zirkuszelt gespielt und hatten am Ende der Show bei »Around The World« die Tänzer des Musikvideos auf der Bühne. Gibt es einen Act, der dir in Erinnerung geblieben ist? Rammstein natürlich. Die waren gerade im Kommen und sind zwischen Book i n g -Z e i tpunkt

und Auftritt plötzlich explodiert. So wurden sie quasi zum heimlichen Headliner. Beim Line-up haben wir damals aber auch noch aus einer anderen Perspektive gearbeitet: Wir wollten letztlich das repräsentieren, was nicht im Radio gespielt wurde. Wir waren das klassische Indie-Festival, während Rock am Ring für uns Mainstream war mit den ganz großen Acts wie Sting oder Aerosmith. Wir wollten stattdessen lieber Björk und Blur. Über die Jahre ist das natürlich verschwommen, zum einen, weil Indie inzwischen auch Mainstream geworden ist, zum anderen, weil wir uns so vergrößert haben, dass wir uns breiter aufstellen müssen. Die Indie-Festivals sind heute andere. Aber das ist ja auch schön. Ich freue mich, wenn Veranstaltungen wie das Maifeld Derby zeigen, dass es auch wieder neue Richtungen gibt. Oder die EDM-Szene Festivals wie das Parookaville hervorbringt. In der Region gehört es meiner Einschätzung nach für einen Teil der Jugendlichen quasi zur Musiksozialisation, mindestens einmal zum Hurricane gefahren zu sein. Ist das bloßer Standortvorteil? Teilweise vielleicht. Ich glaube aber auch, dass wir das gut machen. Wir hören auf die Leute und kommunizieren, so weit es eben geht. Klar, bei 70.000 kannst du es nicht jedem recht machen. Die Älteren schimpfen auf die Jüngeren, die Rocker auf die EDM-Leute und umgekehrt. Aber grundsätzlich funktioniert der Austausch. Die Leuten merken, dass das Hurricane gut organisiert ist und wir uns jedes Jahr mindestens eine Neuerung überlegen. Letztendlich sind die

y b s r e m o S Mit s l a v i t s e F die n e b e l r e n von obe

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Obwohl ich zugeben muss, dass auch wir im ersten Jahr noch viel lernen mussten. Die Firma hatte sechs Mitarbeiter und bisher nur Ein-Tages-Veranstaltungen mit bis zu 7.000 Gästen auf die Beine gestellt. Dann plötzlich ein Zwei-TagesFestival mit 20.000 Menschen und Camping zu stemmen war schon eine Herausforderung.

eigenes träumt, ein e g n vo a d h auch ht ls Kind nic Das hat sic ? n e b a h Wer hat a zu jetzt wahr: im Garten en Traum d t h c a m Baumhaus d e Cider gedacht un ist der frisch-fruchtig Somersby ls her sind olen Festiva vertreten. Die Besuc en Auf vier co s u a nnt von ob em Baumh anz entspa g e, n h e c jetzt mit ein h e ts h u c iner R , das Ges s ist mit e u a ar h B eingeladen m r u e a in B und e e ten. Das k h c c E a ttr u e b zu ß und Chill-O schen Spa on, einer is lk b a B in e r m e fü ein also t – perfekt ummels. ausgestatte es Festivalr d rsby sers it e s b a g n hlter Some u ü n k n e a g p is e ts n h E rlic gibt es us wird natü r aus frischen Äpfeln a h m u a B Im ide ckberry. odernen C le und Bla viert. Den m ckeren Sorten, App und Soei le was dabei k c a m h c jetzt in zw s e ie schönen r jeden G leiter für d g e B n Damit ist fü te k e beim Fesd zum perf von gibt es a d d n u mersby wir – oben in es Lebens vals geht’s Momente d Bei diesen vier Festi e. tival ja einig rone: 6. die Baumk rt 03.-05.0 e, Frankfu m o D b lu World C 15.-17.07. le, Weeze il v a k o 28.-31.07. ro a P val, Berlin ti s e F h c a Helene Be 7.08. burg 05.-0 is 12. Juni CSD, Ham y vom 9. b b rs e m o S t in Hamveranstalte lbudenplatz ie p S t m e Außerdem d f dt und bau s Event au r in die Sta e m r m h o e ein eigene S M n f! au ider holt de in Hamburg nter Fan te it burg. Der C m lle u e Surf-We by gibt es eine riesig von Somers gs #sunn e ta n h o s ti a k H A n nter den u d n Infos zu de u y b m/somers cebook.co aumhaus. #somersbyb d n u r e id nyc


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Gäste in Deutschland relativ loyal, wenn man das Festival gut pflegt. Für mich ist die Location selbst auch eine Konstante. Dank des Eichenrings fand ich mich immer gleich zurecht, auch wenn plötzlich 30.000 Menschen und zwei Bühnen mehr da sind. Kannst du dich noch an das Besteck im ersten Jahr erinnern? Das war schon noch alles sehr klein. Es gab zwei Bühnen, eine davon war dieses Zirkuszelt rechts neben der Hauptbühne. Da passten so 1.500 Leute rein. Die Bands haben dort immer gespielt, wenn auf der Hauptbühne gerade Umbau war. Es gab ein Cateringzelt, ein paar Container für Bands und Crew und Getränke- und Essensbuden. Ich habe allerdings keinen blassen Schimmer, ob das jetzt qualitativ hochwertig war. Das wird sich alles eher bei Bier, Pizza und Wurst abgespielt haben. Seit der Hurricane-Premiere hat sich die Livebranche rasant entwickelt. Ist es heute schwerer, sich dort zu behaupten, als vor 20 Jahren? Meiner Meinung nach ist das Risiko viel größer. Man kann heutzutage definitiv härter auf die Schnauze fallen. Wenn man zwei oder drei Fehler macht, kann das sehr schnell sehr teuer werden. Teuer ist ein gutes Stichwort. Im vergangenen Jahr heizte der Konkurrenz-

kampf zwischen Rock am Ring und Grüne Hölle bzw. dann Rock im Revier den bereits übersättigten Markt zusätzlich auf. Ihr habt damals entschieden, beim Wettbieten um die großen internationalen Headliner auszusteigen und auf heimische Acts zu setzen. Richtige Entscheidung? Ja. Wir hätten natürlich auch gerne Muse präsentiert, die waren unser Wunschkandidat. Doch als jemand unvernünftig viel Geld bot, da konnten wir nur zugucken. Und wir wussten ja, dass wir ein gewisses Stammpublikum haben. Wir hätten es so natürlich nicht fortsetzen können, aber letztes Jahr war es genau richtig. Diesmal waren wir schneller ausverkauft als je zuvor, und Grüne Hölle – oder Rock im Revier, wie es am Ende hieß – ist jetzt, glaube ich, nicht sooo erfolgreich. Da kommt mir natürlich auch meine Erfahrung zugute: Ich habe in 25 Jahren in dieser Branche immer wieder mal Entwicklungen gesehen, wo jemand ganz schnell ganz viel wollte. Meine erste Reaktion ist dann tatsächlich, dass ich mich frage, ob die was besser können. Ich warte ab, schaue mir das genau an und erlebe dann oft, dass diese Leute wieder vom Markt verschwinden. Im Falle von Grüne Hölle sind von Anfang an Kardinalfehler begangen worden. Erstens lässt schon der Name viel Interpretationsspielraum …

… auch in falsche Richtungen. Genau. Zweitens gab es da dieses Pressefoto, auf dem drei ältere Herren im Anzug mit Schlips und Kragen auf einen roten Knopf drücken, als Startschuss für ein Metalfestival. Das ist nicht sehr glaubwürdig, da hat man die grundsätzlichen Marketingregeln missachtet. Wenn da ein Holger Hübner vom Wacken Open Air steht, dann ist so was authentisch, aber dieses Auftreten und die offensichtlichen Fehler haben viele Fans verschreckt. Du reist selbst oft gezielt auf Festivals im Ausland, um dir Inspiration zu holen. Gab es welche, die dich besonders beeindruckt haben? Von den kleineren Festivals war es das Wilderness im britischen Oxfordshire. Das ist schon etwas sehr Besonderes. Die haben extrem viele tolle Ideen in ihrem Festival umgesetzt. Mein Besuch dort hat auch die Idee geweckt, das Summer’s Tale zu veranstalten. Weil es dieses Konzept in Deutschland noch nicht gab. Da waren die Engländer in Sachen Festivals mal wieder fünf oder sechs Jahre voraus. Das ist schon seit den Anfängen der Rockmusik so, und das wird immer so bleiben. Da ist es eben nicht ungewöhnlich, dass ein 60-Jähriger zum Festival fährt. Hier hört das Festivalleben bei vielen mit 25 auf, weil die Open Airs eben nicht mehr anbieten, was man dann will. Von den größeren

Festivals kann ich eigentlich nur das Bonnaroo und das Coachella nennen. Letzteres hat natürlich den Vorteil, dass man immer gutes Wetter hat. Was mich da stört, ist, dass es fast schon etwas steril ist und die Bühnen zu dicht beieinander stehen. Die Musik ist da fast nebensächlich, das ist ein Sehen-und-gesehen-werden, wie wir es in Deutschland nicht kennen. Deshalb lassen sich da ganz andere Eintrittspreise durchsetzen. VIP-Pakete für 3000 Dollar gehen weg wie geschnitten Brot. Hierzulande würden die Leute entweder darüber lachen oder sie dir um die Ohren hauen. Die Deutschen sind in Sachen Festivals schon sehr preisbewusst. Letzte Frage, die schon teilweise durch das Lineup beantwortet wird: Wird man das große Jubiläum auf dem Festival selbst merken? Es war schon unser größtes Interesse, ein starkes Line-up auf die Beine zu stellen. Wir ändern noch ein wenig am Gelände, die Hauptbühne kriegt etwas mehr Raum, es wird als Pendant zu den Bands wieder ein Food-Line up mit den besten Foodtrucks aus dem In- und Ausland geben, und ich glaube, wir wollen ein Buch herausbringen. Aber letztlich zählen für mich auch beim Jubiläum nur die wichtigen Fragen: Wie gut ist das Festival? Wie gut sind die Bands? Wie gut sind die Auftritte?


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EUROPAS FESTIVALS IM ZEICHEN DER FLÜCHTLINGSDEBATTE

Keep on rockin’ in a free world?

Festivals leben die Idee von Freiheit und Liebe und vertrauen auf die Grenzen überschreitende Kraft der Musik. Überall auf der Welt und in ganz Europa. In ganz Europa? Wie verträgt sich diese Utopie mit dem Zeitgeist, der sich nicht davor scheut, Fremdenfeindlichkeit, Extremismus, Nationalismus und Grenzschließungen zu einem Revival zu verhelfen? Wie positionieren sich Festivals gerade an den Orten, wo besonders kritisch mit Flüchtlingen umgegangen wird, wo sie abgelehnt werden? Sind das nicht eigentlich genau die Orte, wo man glaubte, Freiheit würde aufgrund der eigenen jüngeren Geschichte als hohes Gut begriffen? VON HOLGER SCHMIDT, FOTO: SIMONE KUHLMEY / GETTY IMAGES


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ans-Dietrich Genscher ist tot. Das ist für die Festivalwelt erst mal nicht die größtmögliche Neuigkeit. Genscher war aber eine Schlüsselfigur, als Ende der Achtzigerjahre Grenzen überwunden wurden, die für Jahrzehnte – in Beton gegossen und stacheldrahtbewehrt – West und Ost voneinander getrennt hatten. Sein »Ich bin gekommen, Ihnen mitzuteilen …« eröffnete den Menschen in der Prager Botschaft der BRD die Möglichkeit, nach West-Deutschland auszureisen. Menschen, die aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen auf der Suche nach einem besseren Leben gewesen waren. Während ein Ostblockstaat nach dem anderen die Grenzen öffnete, fiel auf dem Balkan das ehemalige Jugoslawien in einen fürchterlichen Bürgerkrieg, dessen nationalistisch motivierte Gräueltaten im übrigen Europa für Entsetzen sorgten. Der Konflikt wurde überwunden, die Folgen beschäftigen uns bis heute. Auf die Öffnung folgte eine für die Festivalkultur entscheidende Welle gesellschaftlicher Veränderung. Menschen trafen sich, entwickelten Visionen für sich, und es entstand eine starke, selbstständige und offene Jugendkultur im Osten, wie es im Rest Europas längst der Fall war. Der eiserne Vorhang war weg – ein für alle Mal. Dachte man … Ein Vierteljahrhundert später fällt ein neuer Vorhang. Menschen – in diesem Fall Geflüchteten – wird der Weg durch Europa und ihre Verteilung innerhalb Europas verwehrt. Begleitet wird dies von einem deutlichen Wiedererstarken von Nationalismus, Xenophobie und Abgrenzung. Der bunten, internationalen Festivalphilosophie steht dieser Rechtsruck diametral entgegen und führt zu neuen Herausforderungen. Dies gilt für die gesamte europäische Festivallandschaft, insbesondere aber auch für die vergleichsweise junge Branche Osteuropas, deren Protagonisten sich längst auch bei westeuropäischen Fans etabliert haben. »Wir leben in sehr bewegten Zeiten. Wir werden mit schockierenden News konfrontiert, die uns Terror und düstere Philosophien zeigen. Ich bin davon überzeugt, dass Musikfestivals zu organisieren – Events, die immer Freude und jugendliche Energie ausstrahlen – uns in die Lage versetzt, eine Abwehr gegen blinden Terror aufzubauen«, sagt Jurek Owsiak. Jurek ist ein

polnisches Original mit bewegter Biografie. Als Kopf des »Großen Orchesters zur Weihnachtshilfe« erlangte er Berühmtheit, weil er gemeinsam mit 120.000 Freiwilligen für eine bessere medizinische Versorgung in Polen kämpfte. Aus dem Dankesfest für die Helfer entstand Przystanek Woodstock (Haltestelle Woodstock), ein dreitägiges eintrittsfreies Riesenspektakel mit bis zu 250.000 Besuchern am Tag. Jurek ist Gesicht und Stimme dieses Festivals und sieht, was derzeit vor sich geht: »Das Flüchtlingsproblem ist so schwerwiegend: Tragische Fälle von Terrorismus sind verwoben mit tragischen persönlichen Geschichten unschuldiger Menschen, die ihre Heimat verloren haben und sich in einer sonderbaren fremden Welt wiederfinden – mit der Utopie, diese Welt sei perfekt.« Dass sie das nicht immer und nicht für jeden ist, ist eine Erfahrung, die Hilfe- und Schutzsuchende in ganz Europa machen. »Diese Menschen werden als Problem angesehen und auch so behandelt. Vielleicht sollte ihnen jemand ein buntes Europa mit großartiger Atmosphäre zeigen – so wie bei Woodstock. Das Woodstock Festival Polen ist wie eine riesige Stadt, in der es von Leben, Freundschaft, Toleranz und Rücksicht wimmelt.« Jurek will Syrern aus dem unweit des Festivals gelegenen Flüchtlingsheim diese Stadt zeigen, weil er sicher ist, dass ihnen die besondere Atmosphäre des Festivals guttun wird. Ein Ort, an dem sich die Besucher gegenseitig helfen, an dem sie feiern, an dem

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Ein friedliches Miteinander, Offenheit und Toleranz können hier zentrale Botschaften sein – mit großer Wirkung.«


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Wir repräsentieren den wirklichen Wert einer offenen Gesellschaft, statt politische Ideologien zu propagieren.«

aber auch diskutiert wird – mit internationalen Gästen und Einflüssen. Ob die Flüchtlingsthematik mit all ihren Begleiterscheinungen ein offizielles Thema im Debatten- und Akademieprogramm des polnischen Woodstock wird, ist indes nicht sicher. Wohl auch, weil es in Polen aktuell nicht so selbstverständlich und einfach ist, Position zu beziehen, wie dies etwa das Münchner Tollwood Festival Zeit seines Bestehens seit 1988 tut. »Wir verstehen uns als ein multikulturelles Festival. Toleranz, Internationalität und Offenheit sind die Grundpfeiler von Tollwood. Wir versuchen, auf dem Festival die Welt zusammenzubringen. In Zeiten politischer Unsicherheit ist diese Botschaft sicherlich wichtiger denn je«, ist Christiane Stenzel, Leiterin der Tollwood-Pressestelle, überzeugt und weiß um die besondere Verantwortung: »Gerade bei Großveranstaltungen sollte man sich als Veranstalter der Verantwortung bewusst werden, die man gegenüber den Menschen hat. Ein friedliches Miteinander, Offenheit und Toleranz können hier zentrale Botschaften sein – mit großer Wirkung.« Es sind Botschaften, die weit über die räumlichen und temporären Grenzen des Festivals hinausgehen. Tollwood stößt Themen an, die über die jeweils vier Wochen Festivaldauer im Sommer und Winter hinaus akut bleiben, und widmet sich ihnen in unterschiedlichster Form.

So stand beispielsweise mit dem »Weltsalon« ein gesamtes Venue des vergangenen WinterTollwood unter dem Motto »ÜberLebensWert: Heimat. Flucht. Beweggründe«. München, das wie keine andere deutsche Stadt im vergangenen Jahr mit der gewaltigen Zahl von ankommenden Flüchtlingen konfrontiert war, erlebte hier Benefizkonzerte, Ausstellungen und Diskussionen zum Thema und Aktionen wie das »Munichpicnic«, bei dem sich Einheimische und Flüchtlinge begegneten. Im kommenden Sommer werden im Rahmen des »Folk-Music Mash-up« unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit Münchner Jugendlichen musizieren und sich kennenlernen. Noch größer als der gewiss nicht geringe Einfluss Tollwoods auf das bayerische Kulturleben ist das, was das Sziget Festival für Budapest, Ungarn und die ganze Region bedeutet. Während Horst Seehofer offenbar völlig unkritisch den Schulterschluss mit Ungarns umstrittenem Regierungschef Viktor Orbán sucht, findet sich mitten in Budapest auf dem Obudai Sziget (Obudai Insel) mit dem Sziget Festival die »Island of Freedom«. Mitten in der Hauptstadt des Landes, das Grenzzäune errichtet und paneuropäische Flüchtlingsverteilung rigoros ausschließt, kommen im August pro Tag etwa 90.000 Gäste aus über 90 Ländern für insgesamt eine Woche auf der »Freiheitsinsel« zusammen. »Es ist wichtig zu erklären, was wir mit dem Begriff ›Freiheit‹ überhaupt meinen, er ist eigentlich doppeldeutig«, meint Andras Berta, International Relations Director des Sziget Festivals. »Auf der einen Seite beschreibt er ein allgemeines Lebensgefühl. Wir glauben daran, dass du frei bist, alles zu tun, solange du niemandem schadest oder die Freiheit eines anderen einschränkst. Es geht uns darum, Toleranz und Unterschied zu respektieren, aber ohne jeden Druck.« Dem gegenüber stehe die Wahlfreiheit, die sich im breit gefächerten kulturellen Programm und den weiteren Angeboten des Festivals widerspiegele. Sziget sucht die Lösung also im Entstehen einer eigenen Gesellschaft auf Zeit. Die Szitizens feiern ihre Freiheit auf ihrer eigenen Insel mit einer eigenen Philosophie und einem Programmheft, das aussieht wie ein Pass. Gegen allen Argwohn von außen wollen die Veranstalter den Fans zeigen, dass eine offene Gesellschaft erstrebenswert ist. Indem sie dies beim Sziget am eigenen Leib erfahren, ändern sich vielleicht auch die Erwartungen an


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ihr eigenes Leben, wenn sie wieder nach Hause fahren – so die Hoffnung. »Sziget ist Meinungsführer im kulturellen Leben Mittel- und Osteuropas«, so Berta selbstbewusst. »Dadurch sind wir in vielen Fällen der Zugang zu einer neuen Kultur für junge Generationen – und das ist eine große verbindende Kraft.« Mit Blick auf die ihn umgebenden politischen Verhältnisse lehnt er direkte Agitation allerdings ab und fügt hinzu: »Wir repräsentieren den wirklichen Wert einer offenen Gesellschaft, statt politische Ideologien zu propagieren.« Es geht eher darum, dass die dort gemachten Erfahrungen die Entscheidungen jedes Einzelnen beeinflussen. »Schauen wir uns Ungarn an: Dieses Festival spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Landes«, ist sich Berta bewusst, »weil es das Denken der jungen Generationen beeinflusst – und das friedlich und ohne Druck. Ich denke, das ist viel effektiver als Politik.« Und so präsentiert Sziget neben weltbekannten Bands Aktionen und Organisationen für Menschenrechte und Nachhaltigkeit: Im »Magic Mirror« ist der Treffpunkt für die schwul-lesbische Szene, während fremde Kulturen sich auf der World Music Stage oder im Africa Village wiederfinden. Wie schon im Vorjahr werden auch 2016 Zelte gesammelt, um sie Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen, und das Thema Immigration soll in diesem Jahr in den Mittelpunkt des Festivals gestellt werden.

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Kultur ist die Universalsprache, mit der die Message verbreitet wird.«


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132 Die Offenheit und integrative Kraft von Festivals sind ein internationales Selbstverständnis und Konsens in der Branche. Auch bei FKP Scorpio, dem mit über zwanzig Festivals in sieben Ländern größten Festivalveranstalter Europas, klingt das nicht viel anders: »Unsere Einstellung war schon immer, dass Musik grenzenlos ist, auch, als wir ›nur‹ in Deutschland veranstaltet haben«, sagt Geschäftsführer Stephan Thanscheidt. »Es gibt wenig, was die Menschen über alle gesellschaftlichen, sozialen, religiösen, politischen, Gender oder sonstigen Unterschiede hinweg so zu einen vermag wie Musik. Von daher sind wir uns einfach treu geblieben.« Über den Sommer bringen die Hamburger Veranstalter mehrere 100.000 junge Menschen aus ganz Europa und der Welt zusammen, lassen sie ein Wochenende lang eine gute Zeit miteinander verleben und individuelle Unterschiede durch gemeinsame musikalische Vorlieben und Erlebnisse vor Ort unwichtig werden. Nicht selten ergeben sich daraus neue Freundschaften, und am Ende wird auf diese Art wie auch bei Sziget in Ungarn, Pohoda in der Slowakei oder dem polnischen Przystanek Woodstock der europäische Gedanke gelebt. Wenn dies dazu beiträgt, dass Ressentiments gegenüber Fremden und anderen zumindest bei einigen schwinden, dann wäre bereits etwas erreicht, so Thanscheidt.

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Aber sollten Festivals oder kulturelle Veranstaltungen nicht auch politisch Position beziehen gegenüber dem, was im jeweils eigenen Lande gerade passiert? Die Antwort von Veranstalter Thanscheidt fällt grundlegend aus: »Für unsere Festivals gesprochen gelten selbstverständlich und ohne Ausnahme die Menschenrechte – Punkt. Das ist für uns so selbstverständlich, dass wir das nicht noch extra kommunizieren müssen.« Doch auch wenn er die Festivals eher als unpolitisch ansieht und drei sorgenfreie Tage mit ganz viel Spaß und Musik für die Besucher ohne moralischen Überbau im Vordergrund stehen, gibt es ein Faible für gesellschaftspolitische Themen. Institutionen, die sich wie Amnesty International, Laut gegen Nazis, Kein Bock auf Nazis oder Viva Con Agua für Menschrechte und Nachhaltigkeit einsetzen, sind regelmäßige und gern gesehene Partner auf den FKP-ScorpioFestivals. Zum Schluss noch ein Blick nach Serbien: In der historischen Stadtfestung von Novi Sad findet das Exit Festival mit seinen 40.000 Besuchern statt. Im Jahr 2000 startete es als Widerstandsveranstaltung gegen das Regime von Slobodan Milošević, dauerte 100 Tage und gipfelte in der »Get Out To Vote«-Party einen Tag vor dessen Abwahl. Ein Jahr später wurden erstmals

No✪Stress✪Festival✪ Rock✪am✪Ring✪✪ WET✪Open✪Air✪✪ Southside✪Festival✪ Love✪Family✪Park✪ KuRT✪Festival✪✪ Openair✪Frauenfeld✪ Das✪Fest✪ Mini-Rock-Festival✪ Nature✪One✪ musicOpen✪ Spack!✪Festival✪

14.05.✪–✪15.05. 03.06.✪–✪05.06. 04.06. 24.06.✪–✪26.06. 02.07. 07.07.✪–✪09.07. 07.07.✪–✪09.07. 22.07.✪–✪24.07. 05.08.✪–✪06.08. 05.08.✪–✪07.08. 07.08. 26.08.✪–✪27.08.

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Ein Mission Statement für Europa Im März 2016 veröffentlichte Yourope, die europäische Festival Association mit nahezu 100 Mitgliedern aus 27 europäischen Ländern, ein »Mission Statement«. Es beschreibt Werte und Ziele, auf welche sich die Festivals verständigen, für die sie stehen und die sie durch ihr Wirken erreichen wollen. Dazu gehören das Leben der europäischen Idee ebenso wie friedvolle Gemeinsamkeit verschiedenster Menschen ungeachtet ihres Geschlechts, Hautfarbe, Glaube, sexueller Präferenz oder Herkunft. Festivals in Europa stehen für kulturelle Vielfalt, die Menschen verbindet, fördern Nachhaltigkeit, Austausch und tragen soziale Verantwortung für die Zukunft Europas und die Generationen, die uns folgen. Die Vereinigung, der unter anderem Roskilde Festival (DK), Pinkpop (NL), Wacken Open Air (D), Woodstock Festival (PL), Exit (SRB), Pohoda (SK) und Sziget Festival (H) angehören, lädt alle Festivals und alle, die mit Festivals arbeiten oder verbunden sind, seien dies Künstler, Dienstleister, Medien oder Fans, ein, sich anzuschließen, das Leitbild zu adaptieren und die Message zu verbreiten. Das gesamte Mission Statement gibt es auf www.yourope.org.

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nach dem Bürgerkrieg kroatische Künstler vor einem großen serbischen Publikum präsentiert. Exit ist also ein sehr programmatischer Name und das Ziel auch weiterhin die Veränderung der Gesellschaft: »Großveranstaltungen mit großem Medien- und Besucherinteresse wie das Exit Festival haben die einmalige Möglichkeit, mit einem Statement Ideen zu implementieren und zu verbreiten und dadurch zu einer besseren Gesellschaft beizutragen«, ist sich Vladimir Vodalov, einer der Programm- und ProductionManager des Festivals, sicher. »Besonders mit einem Hintergrund wie dem des Exit Festivals. Diese Möglichkeit wurde für uns zu einer Verantwortung, und zwar zu einer schönen.« Dabei beinhaltet die Verantwortung nicht, sich allein um der Politik willen mit ihr zu beschäftigen. Oft aber haben laut Vodalov Themen, die das Publikum beschäftigen, einen politischen Bezug, und in solchen Fällen sind Festivals durchaus politisch beeinflusst und sollten auch einen Standpunkt für positive Veränderungen einnehmen. Das können sie dank ihrer Kommunikationskraft auch mit Nachdruck und nachhaltiger Wirkung tun. »Manchmal sind Festivals größer als die meisten Städte der Länder, in denen sie stattfinden. Sie haben eine riesige Reichweite online und die Aufmerksamkeit von Hunderttausenden, wenn nicht sogar Millionen«, macht er verständlich. »Diese Tatsache und diese Zahlen sind die Möglichkeit und das Werkzeug der Festivals, Veränderungen zu bewirken. Wir dürfen auch die Kultur und ihren Einfluss auf unser Leben nicht vergessen. Kultur ist die Universalsprache, mit der die Message verbreitet wird.« Mit der richtigen Message zur richtigen Zeit lässt sich also auch und gerade auf Festivals die Welt verändern. Was klingt wie eine Traumvorstellung, darf man mit Blick auf die Wurzeln des Exit Festivals durchaus als belegten Erfahrungswert verstehen. Und so klingt auch Vodalovs Einschätzung der aktuellen Situation zwar pragmatisch, angesichts der Entstehungsgeschichte des Festivals aber durchaus verständlich: »Krisen gab es in der Welt schon immer und wird es immer geben, so ist das Leben – eine Aneinanderreihung von Problemen, die wir zu lösen versuchen müssen«, sagt Vodalov. »Es ist wichtig, dass wir es immer weiter versuchen, und alle Festivals sollten dafür ihr Bestes geben.« Für Vodalov stehen Festivals für Freiheit, Liebe und Kreativität. Es sind Orte, an denen Probleme gelöst werden können – und sei es zunächst nur für die Zeit des Festivals. Wenn die Besucher einen Teil dieser positiven Energie mit nach Hause nehmen, macht das bereits einen kleinen, aber wichtigen Unterschied. Augenzwinkernd setzt er hinzu: »Außerdem ist es völlig unmöglich, sich vorzustellen, ein gutes fremdenfeindliches Festival zu veranstalten.«


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Parookaville-Veranstalter Bernd Dicks im Interview

EINE STADT MIT EIGENEN REGELN

Das EDM-Festival Parookaville ist der Shooting-Star in der Festivalwelt. 25.000 Besucher feierten bereits bei der Premiere in dem kleinen Kunst-Städtchen auf dem alten Flughafen Weeze. In diesem Jahr folgt nun der zweite Streich, und Veranstalter Bernd Dicks verrät: Diesmal gibt’s auch einen Knast. Bernd, wenn Bill Parooka der Bürgermeister ist, was bist du dann für das Parookaville? [lacht] In meinem Parookaville-Pass steht aktuell, glaube ich, »Senior Confetti-Operator«. Ich mach aber gerade eine Umschulung zum »Deputy Chief Officer of Happiness and Bullshit-Bingo«. Im Rathaus von Parookaville sind also gerade steile Karriere-Chancen offen. Im letzten Jahr gab es in Parookaville bereits Postamt, Kirche, Schwimm-

bad, Bürgerbüro und Marktplatz – wird das Städtchen 2016 noch weiter wachsen? Oh ja, Parookaville wird dieses Jahr noch mehr zur Stadt heranwachsen, als sich das viele, glaube ich, vorstellen können. Wir haben unmittelbar nach dem Festival 2015 mit den Planungen für 2016 angefangen und extrem viele Ideen gehabt, die wir nun umsetzen. Die Mainstage wird zum Beispiel dieses Jahr fast dreimal so groß wie bei der Premiere letztes Jahr, und auch

viele »Gebäude« in der Stadt bekommen einen neuen Look. Es wird mehr Bühnen geben und erstmals auch einen Knast. Gibt es eigentlich auch alte Menschen in Parookaville, oder würde dort eher ein Kindergarten als ein Seniorenheim gegründet? Aktuell würde ich eher zum Kindergarten tendieren, denn wir bekommen gerade sehr viele Anfragen, ob das Festival für Schwangere geeignet sei und ob es ausreichend Sitzgelegenheiten gebe. Irgend-


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Was war dein schönster Moment beim Parookaville 2015? Puh, schwierig zu sagen, es gab eigentlich viele schöne Momente. Viele sind mir aber erst im Nachhinein bewusst geworden, als ich die zahlreichen YouTube-Videos der Besucher gesehen habe und mir dachte: »Wow, geiles Festival, da möchte ich auch mal hin.« Als Veranstalter hat man ja während der Party kontinuierlich was zu tun und sieht die Veranstaltung aus einer anderen Sicht. Insofern konnten wir erst später realisieren, was wir da überhaupt erschaffen haben.  Viele sehen in Parookaville die deutsche Antwort auf das belgische Tomorrowland. Nervt euch das? Jein, grundsätzlich ist ein Vergleich mit so einem Mega-Event wie Tomorrowland eine totale Ehre, aber gleichzeitig verweise ich immer ganz gerne darauf, dass es neben Tomorrowland ja auch noch viele andere EDM-Festivals mit Kunst- und Showkonzept gibt. Beispielsweise Mysteryland in

den Niederlanden oder der EDC in Las Vegas, um nur zwei zu nennen. Wir legen schon großen Wert darauf, dass Parookaville eine ganz eigene Geschichte hat und auch optisch sicherlich nicht bunt und märchenhaft rüberkommt, sondern eher cool und abgerockt. Parookaville liegt ja nun am äußersten westlichen Rand von Deutschland. Gibt es Pläne für ein Zwillingsfestival in einem anderen Landesteil? Puh, schwierige Frage. Natürlich kommt man bei solchen Erfolgen ins Grübeln, aber aktuell fühlen wir uns in Weeze mit dem Konzept sehr wohl. Wir glauben auch, dass hier einfach alle Faktoren für ein unvergessliches Wochenende zusammengepasst haben: Ort, Zeit, Idee, Wetter und die richtigen Partner. Das noch mal zu wiederholen wäre eine große Herausforderung.  Wie erklärst du dir den gegenwärtigen Erfolg von EDM-Festivals? Ich glaube, der Erfolg liegt nicht nur in der Musik, sondern im Gesamtkonzept. Es ist aus unserer Sicht einfach nicht mehr zeitgemäß, nur Bands auf langweilige, schwarze Bühnen zu stellen. Es muss was drum herum passieren. Die »Bürger« von Parookaville sollen auch abseits der

Mainstage etwas zu entdecken und erleben haben. Bei uns soll man sich für ein Wochenende als Teil dieser Stadt mit seinen ganz eigenen Regeln und Möglichkeiten austoben können. Darauf legen wir sehr großen Wert. Das Line-up 2016 hat mit Afrojack, Steve Aoki oder Tiësto gleich drei Superstar-DJs, die ja bekanntlich teuer sind. Sind die DJ-Gagen, die seit ein paar Jahren gezahlt werden, noch verhältnismäßig? Klar, Weltstars wie Tiesto, Steve Aoki oder Afrojack werden immer Gagen auf Weltstar-Niveau verlangen. Aber das können sie auch. Wir haben uns jedoch für Parookaville entschieden, nicht nur auf die Top 20 des DJ Mag zu schauen, sondern ganz bewusst Künstler zu buchen, die gerade abgefeiert werden und noch nicht so häufig auf deutschen Festivals unterwegs waren. Im finalen Parookaville-Line-up 2016 sind deshalb mehrere Acts, die ich definitiv einem Auftritt von David Guetta oder Avicii vorziehen würde. Einfach, weil sie hier deutlich mehr abreißen und man nicht schon jeden Übergang im Set kennt. Interview: Carsten Schumacher

Eine Trinkflasche, die Gutes tut Schaut man sich den Festivalcampingplatz am Ende des Wochenendes an, stapeln sich dort die Einweg-Plastikflaschen. Eine Lösung für das Müllproblem bietet »Dopper«. Die Trinkflaschen aus Holland lassen sich immer und immer wieder mit Leitungswasser füllen, sind bunt, frei von Weichmachern und recyclebar. Die holländische Firma arbeitet in der Herstellung zum größten Teil mit nachhaltigen Materialien. Außerdem nimmt der Hersteller defekte Teile der Flaschen zurück um sie wiederzuverwenden. Die Flasche ist also völlig unbedenklich für Mensch und Natur, mehr noch, sie fördert diese sogar: Fünf Prozent des Nettoerlöses geht an Wasserprojekte in Nepal, die den Menschen dort sauberes Trinkwasser ermöglichen, und wird in Bildungsprojekte zum Thema Wasserschutz investiert.

Our mission: Dopper wants to live in a world where people are aware of the environment, where we actively reduce single-use plastic waste, and where everyone, close to home and far away, has access to fresh and safe drinking water.

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wie haben sich offenbar zahlreiche Parookaville-Bürger beim Ticketvorverkauf im Oktober letztes Jahr so sehr über die Zusage ihres Visums/Tickets gefreut, dass sie direkt Kinder zeugen wollten.


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Interview mit NK Guy über seinen Bildband »The Art Of Burning Man«

DAS FANAL IN DER WÜSTE

Nichts ist bildgewaltiger als Kunst an einem derart unwirtlichen Ort wie der Salztonebene Black Rock Desert im US-Bundesstaat Nevada. Das dort jährlich stattfindende Burning Man Festival hat den Fotografen NK Guy derart fasziniert, dass er zu einer Art Chronist dieses Fanals der Möglichkeiten, der Freiheit und auch der Vergänglichkeit geworden ist. Sein Bildband »The Art Of Burning Man« geriet zu einem wundervollen Zeugnis von 16 Happenings in der Wüste. INTERVIEW: CARSTEN SCHUMACHER, FOTOS: NK GUY


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w 2011, The Temple Of Transition von International Arts Megacrew Der Tempel ist das vielleicht größte hölzerne Bauwerk, das jemals ohne Fundament gebaut wurde. Über den Tempel wurden Saiten gespannt, um das Gebäude in das weltgrößte Musikinstrument zu verwandeln, die Earth Harp von William Close und dem Earth Harp Collective.

x 2013, The Temple Of Whollyness Besucher versammeln sich im Tempel. Die von LaFemina und Melissa Barron gestaltete Steinskulptur ist eine „Inuksuk“, eine steinerne, Menschen-Figur, die von den Inuit errichtet wurde. Die Inuksuk des Tempels wurde aus 17 Tonnen schwarzem Basalt gebaut.


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Was ist das Wichtigste, das du beim Burning Man gelernt hast? Das, was ich hier am meisten schätzen gelernt habe, ist die unendliche Geduld sowie das Durchhaltevermögen und die Arbeit, die notwendig ist, um hier Kunst zu schaffen und damit Magie zu erzeugen. Es ist nicht so, dass man einfach nur rumsitzt, großartige Ideen hat und zusieht, wie die ins Universum abheben. Was ist das Wichtigste, das du als Fotograf gelernt hast? Hier draußen in der Wüste zu arbeiten hat mir viel über fotografische Komposition beigebracht. Manchmal hatte ich den Luxus, mich hinzusetzen und sorgsam ein Bild komponieren zu können. Andere Male hatte ich nur Sekunden für das perfekte Bild, bevor der Moment vorbei war. Deine Fotos verhindern, dass die Kunst des Burning Man verschwindet. Aber ist dieses Bestehen für kurze Zeit nicht auch Teil der Magie? Die kurzlebige Natur des Burning Man ist definitiv Teil der Magie. Als Fotograf habe ich mich der Aufgabe angenommen, einen Aspekt dieses Moments festzuhalten. Meine Rolle sehe ich, wie viele andere Fotografen hier, als die eines visuellen Historikers. Ich trage bei zu einer Aufnahme flüchtiger Arbeiten und Errungenschaften, auf einem Event, das als wichtiger Wendepunkt in der Geschichte der zeitgenössischen Kunst gelten wird. Gibt es auch Kunst, von der du keine Fotos machen kannst? Definitiv. Eine Handvoll Künstler fühlte sich nicht wohl damit, dass ihre Arbeiten fotografiert werden, besonders in der Entstehungsphase. Das habe ich natürlich respektiert. Andere Kunstwerke basieren im Wesentlichen auf der Erfahrung und sind visuell nicht wirklich ansprechend. Viele Werke integrieren komplexe Lichtbewe-

gungen, Klänge, Gerüche oder menschliche Performances, das lässt sich nur schwer festhalten. In einigen deiner Bilder sieht man Kunst anbetende Menschen, in anderen Landschaften, die einem Drogentraum zu entspringen scheinen. Was ist dir wichtiger, die Spiritualität oder der Wahnsinn des Ortes? Nun, ich weiß nicht, ob »anbeten« hier so richtig ist. Mein Bild von einer Gruppe Menschen, die Duane Flatmo und Jerry Kunkels »El Pulpo Mecanico« zujubeln, war gestellt und in Wirklichkeit ein kleiner Scherz. Sicher fühlen viele Leute, dass die Kunst dieses Events eine tiefe, essenzielle spirituelle Komponente hat, frei von Dogmen und Regeln; eine einmalige persönliche Erfahrung. Für andere Leute hat die Kunst überhaupt nichts mit dem Glauben an übernatürliche Kräfte zu tun, sondern ist ein Fest menschlicher Genialität und Arbeit oder eine alljährliche Orgie technologischer Fertigkeiten. Ist das Burning Man ein Ort, an dem der Hippie-Mythos überlebt hat? Ich bin mir nicht sicher, was ein Hippie überhaupt noch sein soll. Ist es jemand, der sich die Mode der späten 1960er aneignet? Ist es jemand, der gewisse soziale und politische Ansichten vertritt, die im Augenblick in den meisten westlichen Kreisen ziemlich unmodern scheinen? Ist es jemand, der zu viel Patchouli aufträgt und jede Menge Gras raucht? Entgegen der landläufigen Meinung waren die Hippies nicht unbedingt die einzige treibende kulturelle Kraft in der Entstehung des Burning Man. Mit Sicherheit waren die technikbegeisterten und umweltbewussten Teile der Früh-70er-Kultur der Gegend um San Francisco ein wichtiger Einfluss. Aber genauso war es der DIY-Punkrock. Und Industrie-Kunst. Und die Anhänger der Spiritualität des New Age. Und die Früh90er-Techno/Rave-Kultur. Und freiheitsliebende Schusswaffen-Fanatiker. Und die Maker-Kultur des Silicon Valley. Wie hat sich Burning Man über die Jahre verändert? Ich habe von verschiedenen Silicon-Valley-Firmen gelesen, die große Mengen Tickets für ihre Angestellten kaufen ...? Es hat sich in der Größe ganz schön verändert. Es ist internationaler geworden, Besucher kommen aus allen Ecken der Welt. Es hat außerdem die Grenzen seines Wachstums erreicht. Früher hat es sich angefühlt, als könnte es endlos aufsteigen. Heutzutage sind die Tickets schwer gefragt,

es gibt einen regelrechten Wettbewerb, hierherzukommen. Es gab zuletzt viele Auseinandersetzungen über bezahlte kommerzielle Camps und Firmen-Präsenzen. Das ist eine traurige Entwicklung, aber vielleicht auch eine unausweichliche Folge des Wachstums. Was ist die schönste zwischenmenschliche Tradition des Burning Man, die du gerne bewahren würdest? Das hier ist einer der letzten großen Orte im kapitalistischen Westen, vielleicht abseits von Familie und Religion, wo Geld nicht der alles entscheidende Antrieb ist. Dass so ein Ort existieren kann, wenn auch nur für eine Woche im Jahr, kann eine überraschende Erkenntnis für viele sein. Burning Man scheint wie eine Utopie, wie ein Traum von einer besseren Zukunft. Was sind deine Wünsche für die Zukunft des Festivals? Na ja, ich bin nicht sicher, ob es eine Utopie ist. Es fühlt sich nicht sonderlich nach einer Utopie an, wenn man in seinem Van feststeckt, während ein 18-stündiger Sandsturm tobt. Oder wenn dein Nachbar über riesige Boxen Musik spielt, die du hasst. Und in gewisser Weise führt mein Buch auch in die Irre: Ich habe keine Fotos ausgewählt von Leuten, die für die ChemieToiletten anstehen oder die riesige Müllberge hinterlassen, obwohl sie die eigentlich aufräumen und mitnehmen sollten. Aber davon einmal abgesehen hat das Burning Man viel, das Hoffnung verkörpert. Es ist ein großes soziales Experiment – ein gewaltiger technologischer und kreativer Spielplatz für Selbstverwirklichung und offenes Denken. Es ist ein Ort, an dem viele verinnerlichte Annahmen der westlichen Kultur abgelehnt oder in Frage gestellt werden und der, wenn auch nur kurz, eine faszinierende Alternative zu einigen dieser Normen anbietet. Mein Wunsch für die Zukunft des Events ist, dass es sich die feine Balance zwischen Chaos und Kontrolle bewahrt. Dass es in der Lage sein wird, sich gegen die Versuche zu wehren, das Festival zu verbieten. Dass es sich nicht den Kräften des Kommerzes ergibt und dass es weiterhin alle willkommen heißt.

NK Guy: »Burning Man – Kunst und Kult« Taschen Verlag Hardcover, 280 Seiten € 39,99

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Neil, du hast das Burning Man mittlerweile 16 Mal besucht. Warum wird es nie langweilig? Es gibt viele Adjektive, mit denen ich das Festival beschreiben könnte, aber »langweilig« stünde niemals auf der Liste. Es gibt gewisse Konstanten beim Burning Man – das abgelegene Gelände und die Grundregeln des Events –, aber es erfindet sich ständig neu innerhalb dieser Grenzen. Hier draußen in der unwirtlichen, leeren und winddurchpeitschten Wüste, wo die Kunst in einer grundlegend unkuratierten Weise für alle zugänglich präsentiert wird, bestimmt niemand, was Kunst ist und was nicht, außer den Künstlern selbst.


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140 1 2014. The Temple of Grace von David Best und The Temple Crew. Ein riesiges hölzernes Gebäude, dass dem Burning Man Publikum eine Möglichkeit bietet, ihre persönlichen Erfahrungen von Verlust und Trauer zu teilen. Das Gebäude wurde feierlich am Ende des Burning Man 2014 verbrannt.


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w 2014, El Pulpo Mecanico von Duane Flatmo und Jerry Kunkel El Pulpo ist eine der meistgefeierten Kunstwerke auf der Playa, gebaut aus Altmedall, das Duane über das Jahr gesammelt hat. Das Fahrzeug ist mit Aluminium geschmückt, der Oktopus besteht hauptsächlich aus rostigem Stahl.

x 2013, Searching The Ashes Kaspian steht auf den Überresten der massiven stählernen Turntables von 2013. Ein altertümlicher Prophet gönnt sich eine Pause vom Durchsuchen der Aschereste. Er war auf der Suche nach einem Meteoriten, der in den Man eingebaut wurde, weiß zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht, dass der bereits gefunden wurde. Die Farbe des Himmels stammt von den Yosemite-Waldbränden.


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DER BESTE LOOK FÜRS FESTIVAL: DENIM, SELBSTBEARBEITET! Ob als Jacke, Kutte oder Shorts: Jeans sind vom Festival nicht wegzudenken. Auf den ersten ausländischen Festivals des Jahres ließen sich einige coole und kreative Looks mit Levi’s® Icons entdecken. Auch viele Promis kombinierten ihre personalisierten Cut Off-501® Shorts, 501® Jeans, Jeanswesten und Jeansjacken zu ganz besonderen Festivaloutfits.


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Nichts da »Singing In The Rain« Wie sich das Wacken am eigenen Schopf aus dem Schlamm zog

er verzweifelte Blick in den Himmel, das ständige NeuLaden der Wetter-App, am Ende gar ein Gebet – aber nichts hilft: Der Regen lässt sich einfach nicht abstellen. Für uns bedeutet das, entsprechende Klamotten zum Festival mitzunehmen. Für Veranstalter bedeutet es viel mehr. Helge Staack, Head of Festival Production beim Wacken Open Air, kann davon ein Lied singen, denn dort war 2015 Land unter. Im vergangenen Jahr regnete es die ganze Woche vor dem Wacken durch. Was ging dir da durch den Kopf? Eigentlich kennen wir solche Situationen, 2015 sind wir aber auf Extreme gestoßen. Das lag nicht nur daran, dass es unheimlich viel Regen gab, sondern dass der Regen uns in die Aufbau-Zeit gerauscht ist. Wir mussten mit schwerem Gerät arbeiten,

sodass das Gelände in Mitleidenschaft gezogen wurde. Und dann regnete es auch noch während der Anreisezeit. In dem Augenblick dachte ich nur: »Lass doch bitte Sonne kommen, lass doch ein bisschen Wind kommen ...« Leider sind Sonne und Wind erst am Freitag gekommen. Drei Tage vorher wäre mein Traum gewesen, dafür habe ich jeden Tag gebetet. Was macht man als Veranstalter dann als Erstes? Wir überlegen zunächst, Parken und Camping zu trennen. Dann muss man weiterdenken: Was passiert zum Beispiel, wenn man die Autos gar nicht mehr auf die Flächen bekommt? An den Punkt sind wir letztes Jahr gekommen, wir mussten auswärtige Parkplätze benutzen. Zum Glück haben wir gute Kontakte zu den umliegenden Orten. Im nächsten Schritt ging es um Dienstleister, die den Bahnhof Itzehoe mit

dem Festivalgelände verbinden. Da haben wir dann weitere Shuttlebusse organisiert. Das war insofern eine Herausforderung, da viele Busfahrerinnen und -fahrer im Urlaub waren. Für das kommende Open Air haben wir jetzt Busse und Busfahrer geblockt. Ist es überhaupt möglich, sich auf so etwas richtig vorzubereiten? Wir wollen jetzt ein Wegenetz aus einem Recycling-Schottermaterial anlegen. Das ist so fest, dass man da gut mit dem Fahrzeug drüberfahren kann. Das werden wir hoffentlich bis 2017 fertig bekommen. Wir arbeiten auch an einer besseren Entwässerung. Am Ende kommt es aber einfach auf die Erfahrung an. Wir sind ein großes Team, und alle von uns arbeiten bei vielen Veranstaltungen. Bei Rock-Festivals im Sommer haben wir alles schon erlebt, außer Schnee vielleicht.


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Wie sind denn die Leute mit dem Schlamm umgegangen? Gab es viele Beschwerden? Wir haben die ganze Anreisesituation nicht in den Schlamm schlittern lassen und von der ersten Sekunde an sehr offen kommuniziert, dass es schwierig wird, überhaupt aufs Gelände zu kommen. Auch, als man gar nicht mehr auf dem Gelände parken konnte, haben wir das direkt gemeldet und Ausweichflächen angeboten. Das ist sehr positiv aufgenommen worden. Das hat man auch in den Reaktionen bei Facebook gemerkt: »Wir wissen, dass das bei euch scheiße ist, gut, dass ihr uns das auch ehrlich sagt.« Wie macht man den Acker wieder fit, nachdem er so stark zur Schlammwüste geworden ist? Wir haben das Gelände mit einer Planierraupe bearbeitet, die Drainagen frei gespült und ihnen eine neue Oberfläche verpasst, dann wird das Gelände wieder bepflanzt. Das ist ein bisschen aufwendiger, wenn es so matschig und kaputtgetreten ist, aber eigentlich richtet man landwirtschaftliche Flächen ebenso her. Der Acker ist wieder grün, man könnte meinen, da hätte nie was stattgefunden. Wie groß waren die finanziellen Verluste fürs Wacken? Zahlen kann ich nicht nennen, aber es war eine starke Belastung. Es hilft natürlich ungemein, dass die Tickets für das Wacken 2016 nach 22 Stunden ausverkauft waren, außerdem wissen wir, dass das Geld gut investiert war. So muss man das einfach sehen. Es gibt zwar Ausfallversicherungen, aber die decken nicht alle Schäden. Gab es letztes Jahr ein paar schlimme Unfälle wegen des Wetters? Das ist das Interessante – wir hatten so schlechtes Wetter und den Matsch, und ich hatte die Befürchtung, dass es viele Menschen mit Bänderdehnungen und verstauchten Knöcheln geben würde. Die Anzahl der Rettungseinsätze war aber deutlich geringer als im Vorjahr. Unterkühlung war ein Thema, das hatten wir im Vorjahr nicht so, da war es wärmer, aber auch das ist nichts Außergewöhnliches. Hast du dir denn letztes Jahr ein paar neue Gummistiefel gegönnt? Ich arbeite viel bei Veranstaltungen, da gehört das zur Basisausstattung. Ich habe aber noch nie im Leben so lange am Stück Gummistiefel getragen wie letztes Jahr in Wacken! Sieben Tage am Stück. Die sind doch jetzt bestimmt was wert! Ab damit ins Regal als Erinnerungsstück. Ja, vielleicht. Interview: Julia Brummert, Foto: Carmen Catuti

DEIN KURZURLAUB MIT PAUL KALKBRENNER, DEICHKIND, RUDIMENTAL, 80 WEITEREN ACTS,

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PRÄSENTIERT VON

Veranstalter

Motiv / Hintergrund

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PHILIPP DITTBERNER RE.YOU // U.V.M.

09. OPEN AIR UE JULI RHEINA N ON 2016, 40BACT S, 12 STD. LIVE 5 BÜHNEN

Mi 01.06.16

Christian steiffen

Sa 04.06.16

niCola Conte Combo

Sa 04.06.16

the end of musiC festival

w/ MaNTaR, aHaB u.v.M.

voRScHau Sa 30.07.16

endless summer w/ Kero Kero bonito & hannah lees

Sa 01.10.16

alin Coen band

Do 06.10.16

eKo fresh

Do 17.11.16

VVK TICKETS AB 14,90 € AK 22,00 € AN ALLEN BEK ANNTEN VVK-STELLEN (VVK ZZGL. GEBÜHREN)

stereo total

Di 22.11.16

the angelCy

Heidelberg / Am Karlstor 1 Telefon 0 62 21 . 97 89 11


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WIE DAS BIG BUSINESS DIE FESTIVALBRANCHE VERÄNDERT

Game of Tones

Immer mehr Festivals entstehen, während andere zur Aufgabe gezwungen werden. Mair1 pausiert, weil keine Headliner zu bekommen waren, das Serengeti Festival hat deshalb sogar ganz aufgegeben. Wie kann das sein? Verantwortlich dafür ist ein grundlegender Wandel des Konzert- und Festivalgeschäfts. Die schillernden Impresarios mit der feinen Nase für kommende Stars und persönlichen Kontakten zu Künstlern und Bands geraten immer mehr zum Auslaufmodell, während börsennotierte Konzertkonzerne und branchenfremde Investoren das Business dominieren. VON MANFRED TARI, ILLUSTRATIONEN: ALEXANDRA RUPPERT


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148 »… die Entwicklungen im deutschen und internationalen Festivalmarkt haben sich in den vergangenen Jahren zugespitzt: Steigende Gagen, immer mehr Festivals bieten um die gleichen Bands, höhere Produktionskosten und eine weitgehende Kontrolle der Festivallandschaft durch wenige Großkonzerne haben letztlich zu einer Situation geführt, in der ein unabhängiges Open Air im Format des Serengeti Festivals nicht mehr nachhaltig und budgetär seriös arbeiten kann.« (Abschieds-Erklärung der Serengeti-Veranstalter) Die Industrialisierung der Konzert- und Festivalbranche ist nicht mehr aufzuhalten: Große Konzerne balgen um Marktanteile und Märkte, diktieren Deals und beschleunigen den Strukturwandel. Seit nahezu 40 Jahren befindet sich das LiveEntertainment-Geschäft im Aufschwung. Spätestens aber, als Ende der 90er-Jahre neue Technologien und Medien das Siechtum der Plattenfirmen einleiteten, zeichnete sich eine neue Ära ab. Damals wurde klar: Das nicht downloadbare Live-Ereignis muss das finanzielle Desaster am Tonträgermarkt auffangen und wird daher verteuert – viele werden dabei mitverdienen wollen. Und um auf die kommenden Verteilungskämpfe unter den großen Playern vorbereitet zu sein, muss Kapital her.

WENN IHNEN VON ZAHLEN SCHWINDELIG WIRD, SOLLTEN SIE NICHT WEITERLESEN SFX Entertainment, Vorläufer des heute längst weltweit agierenden Branchenprimus Live Nation, riskierte bereits 1997 den Gang aufs Börsenparkett der Wall Street. Ein Jahr später gab die Deutsche Entertainment AG (DEAG) ihr Debüt an der Deutschen Börse in Frankfurt, gefolgt von CTS Eventim im Jahr 2000. Ihr Portfolio dreht sich um Live-Entertainment als Ganzes, sie besitzen Hallen, Arenen,

Festivals, Ticketing-Systeme, haben auch Künstler direkt unter Vertrag. Doch mit dem Kapital von Klein- und Großaktionären kamen neue Strukturen: Die vormals so wichtigen Impresarios der alten Festivalwelt wurden zu Angestellten, manche sogar zu Filialleitern und wenige Auserwählte zu Top-Managern. Manchen gefiel das nicht, sie stiegen aus, der Generationenwechsel nahm seinen Lauf. Zudem kam ein ganzer Schwung namhafter Showgrößen – darunter Madonna, Jay-Z und U2 – in den Genuss millionenschwerer Deals. So zahlte Live Nation 2007 für einen Zehn-Jahres-Vertrag mit Madonna 120 Millionen Dollar, für Jay-Z sogar 150 Millionen Dollar. Die Platten-Deals der Majors rückten darüber in den Hintergrund, das Geschäft hatte sich für jeden sichtbar verlagert. Die Investmentstrategien der jeweiligen Konzerne fielen dabei durchaus unterschiedlich aus. Dank der externen Kapitalzufuhr kaufte SFX Entertainment anfangs reihenweise Konzerthallen und -veranstalter in den USA sowie in Europa. DEAG gönnte sich dagegen die Musical-Firma Stella und landete damit eine ziemliche Fehlinvestition. CTS Eventim machte es anders und verknüpfte sein Ticketing-Geschäft gewinnbringend mit dem Ankauf der Marek Lieberberg Konzertagentur (MLK), von FKP Scorpio, der Peter Rieger Konzertagentur sowie anderen gestandenen Größen des deutschen Konzertgeschäfts. Doch damit nicht genug: Nach nur drei Jahren verkaufte der ausgebuffte Finanzstratege Robert F.X. Sillerman, der SFX Entertainment zuvor an die New Yorker Börse (NYSE) gebracht hatte, das Unternehmen für angenehme drei Milliarden Dollar an den US-Medienkonzern Clear Channel. Danach firmierte das Unternehmen vorübergehend als Clear Channel Entertainment, bevor es im Dezember 2005, diesmal unter dem Namen Live Nation, erneut an die Börse ging. Das Live-EntertainmentGeschäft war zum Schauplatz des Venture Capitals geworden. Und das Spiel ging weiter: Sillerman bewahrte sich allerdings die Namensrechte an SFX Entertainment und legte im Oktober 2013 ein fulminantes Comeback an der US-Börse NASDAQ hin. Der Emissionspreis lag bei 13 Dollar je Aktie und bescherte dem Unternehmen einen Erlös von 260 Millionen Dollar. Unmittelbar danach taxierten Börsianer den Marktwert von SFX Entertainment kurzzeitig auf etwas über eine Milliarde Dollar. Sillerman kaufte weltweit ein, darunter das niederländi-

sche Dance-Imperium ID & T mit Festivals wie Tomorrowland & Sensation White, in Deutschland die Firma I-Motion samt Nature One, Mayday und Electric Zoo in den USA, obendrein erwarb er 50 Prozent an Rock in Rio. Das vorzeitige Aus ereilte SFX Entertainment dann im Februar 2016: Hoffnungslos überschuldet wurde der Gang zum Insolvenzgericht unvermeidbar. Kein Grund zur Sorge für die Fans dieser Festivals, denn das amerikanische Insolvenzrecht ist weitaus unternehmensfreundlicher gehalten als das in Europa. Zwar musste Sillerman als Unternehmenschef gezwungenermaßen abdanken, dennoch ist der Fortbestand des Unternehmens nach einem Schuldenschnitt erst mal gesichert, während die Aktionäre des Konzerns komplett leer ausgehen. Live Nation indes fuhr im vergangenen Jahr, dem zehnten nach dem Börsengang, einen Umsatz von 7,25 Milliarden Dollar ein. CTS Eventim, der unbestrittene Branchenprimus in Europa, vermeldete 2015 sogar eine Umsatzsteigerung von 20 Prozent und brachte es immerhin auf 834 Millionen Euro. Die Aktionäre werden zufrieden sein. Aber auch Konzertagenturen erfreuen sich der finanziellen Zuwendung branchenfremder Investoren, wobei sich diese Agenturen längst nicht mehr auf den Konzertbereich begrenzen, da sie ebenso Schauspieler, Sportler oder sonstige Promis im Angebot haben. Gleichwohl sind die US-Unternehmen William Morris Entertainment (WME) und Creative Artist Agency (CAA) wahrhafte Riesen, was die Vermittlung von Pop- und Rockstars im Konzertgeschäft angeht. WME erhielt unlängst im März dieses Jahres für einen Firmenanteil von fünf Prozent vom japanischen Telekom-Giganten Soft Bank Corp 250 Million Dollar. Laut Medienberichten beläuft sich der Firmenwert von WME damit derzeit auf 5,5 Milliarden Dollar. Kurz zuvor hatte die Investmentbude TGA Capital ebenso 250 Millionen Dollar in CAA investiert.


Die Jagd nach Headlinern ist eine der herausforderndsten Aufgaben.« WME bemuttert weltweit mehr als 560 Acts, eine Namensliste, auf der Alicia Keys ebenso steht wie die Foo Fighters, Pearl Jam, Snoop Dogg und Ziggy Marley. CAA hingegen wartet mit einer nicht minder beeindruckenden Liste auf, ellenlang und gespickt mit klangvollen Namen wie AC/ DC, Beyoncé, Radiohead oder Stevie Wonder. In Reaktion darauf koalierten wiederum diverse mittelständische Agenturen, die anders nicht überlebt hätten.

GOODBYE IMPRESARIO, HELLO SACHBEARBEITER! Einen solchen Prozess nennt man Marktkonzentration oder, vornehm ausgedrückt, »Konsolidierung«. Ein Prozess, der bei

nicht wenigen im Konzertgeschäft wahlweise für Erstaunen oder lange Gesichter sorgt. Längst sind die Zeiten vorbei, als europäische Festivalveranstalter nach London flogen und Agenten zwecks Kontaktpflege und Geschäftsanbahnung noch in ihren Büros besuchten. Glücklich wähnen sich die Veranstalter, die überhaupt noch einen Termin zum Vorsprechen bekommen. Angesichts der immer zahlreicheren Festivals auf dem Kontinent gibt es bei der vormals mittelständischen Konzertagentur Coda Agency neuerdings nur noch Speed Datings mit Agenten. In deren Rahmen werden Veranstaltern im Meeting-Raum der Agentur je Agent fünf Minuten Sprechzeit gewährt. Es seien einfach zu viele Festivals, heißt es in London. Dies ist aber nur eine von zahlreichen Episoden, die mit dem langsamen Abschied vom Berufsbild Impresario einhergehen, denn diese pflegten standesgemäß einen persönlichen Kontakt zu Bands und deren Managern, was der Branche zu der Selbst-

einschätzung gereichte, es handele sich um ein »People’s Business«. Neuerdings, so war es auf einem Panel auf der International Live Music Conference Anfang März in London zu hören, tüten Top-Manager aber immer öfter irgendwo in London oder Los Angeles einen Deal mit Künstlern ein, die dann konzernintern an die jeweiligen Sachbearbeiter durchgereicht werden. Diese koordinieren dann – ohne je ein Wort mit dem betreffenden Popstar gewechselt zu haben – deren Touren oder Festivalauftritte und unterscheiden sich somit immer weniger von den Produktmanagern in Plattenfirmen oder dem, was davon noch übrig ist. Der gestiegene Bedarf an lukrativen Acts schlägt sich natürlich auch in höheren Gagenforderungen nieder, weiß Stephan

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150 Thanscheidt von FKP Scorpio. Sein Konzertunternehmen, das mittlerweile zum größten europäischen Festivalveranstalter aufgestiegen ist, veranstaltet in Deutschland, den Niederlanden und Skandinavien Festivals wie Hurricane, Southside, Bravalla oder Northside. »Die Jagd nach veritablen Headlinern ist eine der herausforderndsten Aufgaben, mit der Festivalveranstalter aktuell konfrontiert werden, da der Pool an Headlinern zahlenmäßig nicht in die Höhe schießt und eine stetig steigende Vielzahl an Events in diversen Märkten dies ebenfalls nicht vereinfacht – natürlich auch nicht im Hinblick auf die damit zusammenhängenden ausufernden Gagenvorstellungen«, begründet Thanscheidt die Marktentwicklungen. »Die steigenden Gagen insgesamt, aber vor allem für ›echte‹ Headliner begründen sich zum einen natürlich durch die gestiegene Nachfrage, aufgrund zu vieler Sommerevents in einem zu kurzen Zeitraum sowie immer neuer Märkte und Veranstalter, aber wohl auch durch den Kampf der großen Veranstalter um die etablierten Headliner und den damit zusammenhängenden BieterWettstreit.«

DAS GAME OF THRONES DER FESTIVALWELT Manchmal aber sind die Granden der Branche einfach nur mit sich selbst beschäftigt. Nachdem das Ex-MLK-Team geschlossen zum Umsatzkrösus Live Nation gewechselt war, um mit Live Nation Germany dem örtlichen Marktführer CTS Eventim im zweiten Anlauf endlich mal Paroli bieten zu können, erhielt das Traditions-Festival Rock am Ring quasi über Nacht unversehens einen neuen Geschäftsführer. So ist zwar nach wie vor die Marek Lieberberg Konzertagentur GmbH & Co. KG (zumindest laut Webseite des Festivals) offizieller Ausrichter der Veranstaltung, der Name des Firmenchefs lautet neuerdings aber

Dr. Frithjof Pils. Die operative Umsetzung des Festivals jedoch obliegt offenbar nach wie vor dem Ex-MLK-Team, das nun in Diensten von Live Nation Germany steht. Dr. Pils ist hauptberuflich »Director New Business« bei der CTS Eventim AG, die wiederum Eigner der Marek Lieberberg Konzertagentur ist, jener Firma, die beim Deutschen Patent- und Markenamt als Inhaber der Markenrechte für Rock am Ring eingetragen ist. Status: kompliziert. Wenn nun, wie 2015 geschehen, noch ein weiterer Akteur den Markteinstieg in die Königsklasse für Freiluftveranstaltungen wagt, verschärft sich der von Thanscheidt angeführte »Bieter-Wettstreit« um zugkräftige Headliner umso mehr. Ganz zur Freude der Interessenvertreter namhafter Ensembles – darunter Kiss, Muse und Metallica – beschloss die DEAG, mit Rockavaria, Rock In Vienna und Rock im Revier drei neue Festivals am Markt zu lancieren. Bereits der Versuch mit »Grüne Hölle Rock« – einer ursprünglich auf dem Nürburgring geplanten Veranstaltung, welche später nach dem Wechsel des Veranstaltungsorts in »Rock im Revier« umbenannt wurde – geriet zu einem juristischen Feldzug sondergleichen. Damit aber nicht genug: Die DEAG zahlte einen hohen Preis und kassierte in Fachmedien wie der Wirtschaftswoche ordentlich Schelte. Von zu hohen Gagen und schlechten Vorverkaufszahlen wurde berichtet. Dass sich das unternehmerische Engagement erst mal hinten und vorne nicht rechnete, räumte die DEAG schlussendlich Mitte April mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2015 ein: »Insgesamt betrugen die Einmalaufwendungen für die Etablierung der Festivals rund 23 Mio. Euro«, berichtete das Unternehmen und vermeldete erstmals seit einigen Jahren wieder einen Verlust, der sich beim Ergebnis vor Steuern auf statthafte 17,8 Millionen Euro beläuft. Apropos Verluste: Ausgerechnet der Global Player Live Nation feierte im Februar 2016 anlässlich des zehnjährigen Jubiläums in der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2015, bislang noch nie Gewinne erwirtschaftet zu haben. Ein Insider führte hierfür steuerliche Gründe an, und dies, obwohl Live Nation steuerlich im US-Staat Delaware gemeldet ist, dem Bundesstaat mit der höchsten Anzahl von Briefkastenfirmen nach Panama, der aber ebenso auch der fiskalische Stammsitz von Firmen wie Amazon, Apple, Google oder Coca-Cola ist und neben bereits genanntem Panama als eine der wichtigsten Steueroasen für Steueroptimierung gilt.

CTS Eventim hingegen ist seit Jahren auch offiziell hochprofitabel. Doch auch hier weiß der Firmengründer und Vorstandvorsitzende Klaus Peter Schulenberg offenbar die steuerlichen Vorteile von Briefkastenfirmen in Steueroasen zu schätzen. In einer ausführlichen Reportage des ZDF-Magazins »ZDFzoom« im vergangenen September über die Marktmacht von CTS Eventim wurde ganz nebenbei eine Firma namens Cubid Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG mit Sitz in Pforzheim erwähnt, die geschäftlich mit der Cubid Overseas Ltd. mit Sitz auf den britischen Jungferninseln verbunden ist. Entsprechend der Recherchen ist der gemeinsame Nenner in diesem Zusammenhang Schulenberg, der mit beiden Firmen verbandelt sein soll. Und auch wenn Schulenberg Anfang des Jahres entsprechend einer Unternehmensmeldung seinen Mehrheitsanteil von 50,2 Prozent des Aktienkapitals an der CTS Eventim AG an die KPS Stiftung übertragen hat: Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses rangierte Schulenberg gemäß dem Wirtschaftsmagazin Forbes mit einem geschätzten Vermögen von 1,7 Milliarden US-Dollar immer noch auf Platz 1067 der Weltrangliste der Milliardäre. Wen wundert’s da noch, wenn Walent Cerkez, der Festivalveranstalter des Serengeti Festivals, im Juli letzten Jahres nach zehn Ausgaben gegenüber der Lokalzeitung Neue Westfälische das vorzeitige Aus verkündete und seine Entscheidung wie folgt begründete: »Der Markt wird von wenigen diktiert, die sich alles holen.« Seiner Ansicht nach hätten wenige Großkonzerne eine Situation erzeugt, »in der ein unabhängiges Open Air im Format des Serengeti Festivals nicht mehr nachhaltig und budgetär seriös arbeiten kann.«


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Mit Kindern auf Festivals

TANZ DEN BABYSITTER-BOOGIE

Musik-Festivals in allen Spielarten werden immer beliebter in der westlichen Welt und sind nicht mehr allein den Teenagern und Anfang-20-Jährigen vorbehalten. Längst ist ein Mehr-Generationen-Ding daraus geworden. Und auch wenn man das in Großbritannien und den Niederlanden schneller begriffen hat, mehren sich nun auch in Deutschland die Angebote für Kinder auf Festivals.

K

inder, wie die Zeit vergeht. Eben noch zu Biohazard gehüpft, stellt sich plötzlich für viele die Frage: Verabschiede ich mich vom Festival-Treiben oder nehme ich meine Kinder einfach mit? Laut einer Statistik der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) waren im Jahr

2013 auf deutschen Rock/Pop-Festivals 30 % der Besucher zwischen 30 und 50 Jahre alt, nicht wenige in dieser Altersstufe werden mittlerweile Kinder haben. In Großbritannien ist diese Entwicklung längst bekannt, im selben Jahr lag das Durchschnittsalter beispielsweise beim

Glastonbury Festival bei 36,8 Jahren. Das soll nicht heißen, dass die Festivallandschaft keine 18-Jährigen mehr interessiert, es bedeutet einfach, dass sich die Älteren weigern, alt zu sein und zu Hause zu bleiben. Entsprechend sind die dortigen Angebote für Kinder auf Festivals auch


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Und doch waren Kinder (und bleiben es noch an mancher Stelle) ein umstrittenes Thema. Eltern bringen Feuchttücher und Tupperware mit gestifteten Gurken und Möhren mit, achten auf Sonnenhüte für die Kleinen und erbitten etwas mehr Rücksichtnahme, wenn der Mittagsschlaf ansteht. Wenn vor dem Zelt nebenan zeitgleich die Bong vorbereitet wird oder das rituelle Wettsaufen ansteht, können da schon mal Welten aufeinanderprallen: Die einen sind ihre eigenen Eltern gerade erst losgeworden, da proklamieren andere Eltern plötzlich ihr eigenes Recht auf ein Festivalleben – alles nicht ganz einfach. Dass es trotzdem Festivals gibt, die seit vergangenem Jahr offensiv um Eltern als Festivalbesucher werben, liegt an der sich ständig ausweitenden FestivalLandschaft, in der man mittlerweile längst Festival-Kreuzfahrten buchen kann, um mit Sodom durch die Karibik zu schippern, oder am Weißenhäuser Strand ganz gediegen den Indie aus dem Rotweinglas schlürft. Die Festivals richten sich also längst nicht mehr nur an die Generation »Spring Break«, sondern schließen auch jene mit ein, die lieber einen Bungalow als ein Zelt bewohnen, dafür aber auch das nötige Kleingeld besitzen. Aber auch in einer solchen Situation sind nicht immer alle glücklich, selbst bei einem explizit familienfreundlichen Festival ist das kein Automatismus. »Als Elternteil sollte man einschätzen können, ob das Kind ebenso viel Lust hat wie man selbst, ein Festival zu besuchen. Denn nur dann haben Eltern und Kids dort eine tolle Zeit zusammen«, sagt Sina Klimach vom A Summer’s Tale, das mit einem extra kinderfreundlichen Programm für sich

wirbt. Doch auch sie stellt klar, wo der Unterschied zu einer Betreuung à la IkeaKinderparadies liegt: »In unserem Kinderzelt können Kinder und Eltern gemeinsam spielen. Wenn die Kinder mögen, können sie auch allein dort bleiben, jedoch obliegt die Fürsorgepflicht stets den Eltern. Sprich: Wir haben natürlich ein Auge auf die Kinder, die bei uns spielen, können jedoch keine Rundum-Betreuung anbieten und auch keine Verantwortung dafür übernehmen, wenn sich die Kinder entschließen, das Kinderzelt zu verlassen und das Gelände auf eigene Faust zu erkunden. Wir bieten in diesem Jahr ein Festivalarmband für Kids an, auf dem Eltern ihre Handynummer notieren können. So können wir die Eltern jederzeit kontaktieren, falls mal ein Kind verloren gehen sollte.« Es soll also eben nicht darum gehen, die Kinder an der Garderobe abzugeben, um sich dann als Eltern drei Tage völlig frei von Verantwortung bewegen zu können, das sollte vorab klar sein. Familienfreundliche Festivals helfen lediglich, auf die Bedürfnisse von Kindern einzugehen, damit auch sie auf ihre Kosten kommen und nicht nur als Anhängsel mit durchs Programm geschleift werden. Daher ist es auch sinnvoll, Kinder erst ab einem gewissen Alter und nicht schon als Babys mit zum Festival zu nehmen, sie im Vorfeld mit der Musik der Acts vor Ort vertraut zu machen und sich wirklich darüber im Klaren zu sein, dass man sie dabeihaben möchte – auch bei schlechtem Wetter, Sturm und Schlamm. Dafür wichtig ist, dass man sich bereits im Vorfeld erkundigt, wie die Verhältnisse vor Ort sind, dass man beispielsweise mit dem Auto möglichst nah an Zelt oder Bungalow parken kann. Schon die Anreise sollte kein großer Stress für die Kinder bedeuten. Äußerst empfehlenswert ist es, in einer Gruppe anzureisen, in der sich den Kindern vertraute Personen befinden, die auch mal auf sie aufpassen können, wenn man selbst gerade zum Dixi oder Duschen möchte, oder die gegebenenfalls bei den Kindern am Zelt bleiben, während man selbst die ohrenbetäubende Grindcore-Band feiern geht. Grundvoraussetzung für einen Festivalbesuch mit Kindern ist ohnehin ein mehr als ausreichender Schutz ihres Gehörs. Hier lohnt sogar ein Gespräch mit dem Kinder- oder Ohrenarzt im Vorfeld,

der auf mögliche Risiken hinweisen und angemessenen Schutz empfehlen kann, da das kindliche Gehör noch um einiges empfindlicher ist als die Hörorgane der Erwachsenen. Beim A Summer’s Tale spielen natürlich keine Metal-Bands, wummern keine EDM-Bässe, aber selbst Noel Gallagher kann einem Kind das Trommelfell wegpusten, wenn es keinen Schutz trägt und den Platz vor dem Lautsprecherturm für einen guten hält. Im besten Fall aber liegen die Kinder bereits im Schlafsack, wenn Noel Gallagher auf der Bühne steht, und hatten zuvor einen schönen Tag im Kinderzelt, wo sie basteln, spielen, toben und andere Kinder kennenlernen konnten. »Auch auf den Bühnen wird einiges für die jungen Festivalbesucher geboten, zum Beispiel das Musik-Puppentheater ›Reggaehase Boooo‹– wir zeigen alle drei Teile an drei aufeinanderfolgenden Festivaltagen – oder das Theaterstück ›Oh wie schön ist Panama‹«, erläutert Sina Klimach. Beim Lollapalooza in Berlin hat das größte und vielfältigste Kinder-Areal Deutschlands direkt einen eigenen Namen. Schon am Eingang des Kidzapalooza wird Gehörschutz verkauft, und die insgesamt 5.000 Kinder vor Ort können dort auch für ein breites Workshop-Angebot angemeldet werden. Weiter durch befindet sich die Kidzapalooza Stage, auf der die neuen Stars der KinderSzene auftreten. Die HipHop-Formation Deine Freunde sind mit ihrem dritten Album »Kindsköpfe« immerhin bis Platz 50 der Deutschen Album-Charts vorgestoßen und haben bei ihrem Auftritt beim Debüt des Festivals 2015 eine veritable Klopapierschlacht zwischen Band und Kindern losgetreten. Die Puppetmastaz treten gleich zusammen mit den Kindern und deren dort gebastelten Puppen auf; und für Kinder, denen das Bühnenprogramm zu langweilig ist, gibt es jede Menge Möglichkeiten, sich zu verkleiden, Fußball zu spielen, riesige Seifenblasen zu bestaunen oder Clowns und Zauberern zuzusehen. Dazu liegt der Vorteil eines solch urbanen Festivals auf der Hand: Geschlafen wird am Ende entweder zu Hause, bei Freunden oder im Hotel, und das Wetter kann einem piepegal sein. Text: Carsten Schumacher, Foto: Radosław Kaźmierczak

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groß, werben Latitude, Guilfest, Green Man, Womad, Camp Bestival und das Big Chill explizit für ihre familienfreundliche Seite. In Deutschland wurde dieses Thema erst im vergangenen Jahr zum Verkaufsargument für Open Airs. Natürlich war es schon vorher kein Problem, auf klassischen Hippie-Festivals wie dem legendären Burg Herzberg Festival Kinder mitzunehmen. Auch Juicy Beats, Summerjam oder Open Flair standen dem offen gegenüber und brachten Angebote für Kinder mit ins Programm wie beispielsweise Kindertheater oder Kinderzirkus bei letzterem.


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Jamel rockt den Förster

Das Festival im Nazi-Dorf Das kleine Dorf Jamel gilt als Musterdorf der Neuen Rechten und scheint fest in Nazi-Hand. Wären da nicht Horst und Birgit Lohmeyer. Das Künstlerpaar organisiert seit 2007 das Festival Jamel rockt den Förster. Allen Angriffen und Anfeindungen aus dem Dorf zum Trotz setzen sie damit ein Zeichen gegen Rechts. Wir haben mit Birgit Lohmeyer über das Festival im Herzen der Nazi-Kommune gesprochen.


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Wie sind Sie damals nach Jamel gekommen? Auf Immobiliensuche. Wir sind Stadtflüchter, die ursprünglich aus Hamburg hierher gezogen sind, und waren auf der Suche nach einem netten Alterswohnsitz mitten in der Natur. Den haben wir auch gefunden. Nur mit der Ruhe ist es leider nichts geworden, weil dann ein paar Jahre später der Herr Krüger seine Kumpane hier angesiedelt hat. Ihr Festival findet nun zum zehnten Mal statt. Wie kam es damals zu der Idee? Die Idee ist Ende 2006, Anfang 2007 entstanden, als wir merkten, dass dieses Dorf anscheinend von der Landespolitik aufgegeben wurde. Es gab nach einem Besuch des Innenausschusses einen Zeitungsartikel, in dem dieses Dorf als komplett in rechter Hand beschrieben wurde. Daraufhin haben wir uns sehr erbost mit einem Brief an den Innenausschuss gewandt und haben gesagt, dass das so nicht stimmt und es hier durchaus Menschen gibt, die bereit und in der Lage sind, was gegen die Nazis und deren Umtriebe zu unternehmen. Wir haben dann zusammen mit dem Innenausschuss geplant, wie man dieses Dorf

»retten« und nicht den Nazis überlassen kann. Und da haben Horst und ich uns eben angeboten, das Dorf mit öffentlichen Kulturveranstaltungen bei uns auf dem Hof aus seiner Abschottung zu befreien. Und das ist nach wie vor das Ziel. Wie setzt sich die Besucherschaft des Festivals zusammen? Wir haben Besucher aus ganz Norddeutschland, mindestens. Zum Teil auch überregional, wir sind hier ja mitten in einer Urlaubsregion, an der Ostseeküste. Das heißt, Menschen, die aus der Tagespresse von diesem Festival erfahren und eigentlich nur zum Urlaubmachen da sind, kommen auch als Besucher. Wir haben hier sehr viele Menschen aus SchleswigHolstein, Hamburg, Niedersachsen und zum Teil auch aus Mecklenburg-Vorpommern. Wobei Letzteres wirklich ein Phänomen ist: Da das Dorf immer noch ziemlich verrufen ist, zählen Menschen, die direkt hier in der Gemeinde und in der Nachbarschaft des Dorfes wohnen, eher nicht zu den Besuchern. Wie ist die Stimmung auf dem Festival? Als Besucher stelle ich mir das erst mal beklemmend vor, von potenziell gewaltbereiten Neonazis umgeben zu sein. Das sind ja die einzigen beiden Tage im Jahr, an denen die Nazis, so wie es auch in der Gesamtgesellschaft ist, in der deutlichen Minderheit sind. Das Dorf wird also während des Festivals dominiert von unseren Besuchern, die sehr friedlich sind, Sympathie und Harmonie mitbringen. Früher haben wir öfter gehört: »Mensch, ihr seid hier ja Klein-Woodstock!« Wir sind zum Glück auch sehr gut geschützt von der hiesigen Polizei, die mit uns im Vorfeld ihr Konzept des Schutzes des Festivals bespricht. Wir sagen immer: Das ist das bestgeschützte Festival unter der Sonne. Große Schlagzeilen gab 2015 der Überraschungsauftritt der Toten Hosen. Wie kam es dazu? Das war eine im Grunde dann doch positive Nachwirkung der Brandstiftung an unserer Scheune. Campino hatte davon in der Presse erfahren und beschlossen: »Mensch, da muss man doch was machen.« Und so hat sich das Management bei uns gemeldet. Ganz kurzfristig, im Grunde anderthalb Wochen vor dem Festival. Das

Line-up stand natürlich längst. Und da mussten wir ordentlich ackern, damit wir noch die Möglichkeit für diesen Auftritt schaffen konnten. Die Band hat natürlich andere Ansprüche an die Technik, den Support und so weiter. Aber wir haben alles hingekriegt und waren sehr glücklich darüber. Nicht zuletzt unser Publikum, das natürlich völlig aus dem Häuschen war. Hatten Sie Bedenken, dass das zu groß wird für das Festival? Auf jeden Fall, deshalb galt ja auch für alle Beteiligten absolutes Stillschweigen bis zum Tag des Auftritts. Denn alles andere hätte uns wirklich gekillt hier, das hätte logistisch nicht funktioniert. Wir haben ein sehr kleines Gelände, maximal für 1.200 Besucher. Die Hosen haben dann am Tag des Auftritts nachmittags ein Posting veröffentlicht, dass sie auf dem Weg nach Jamel sind. Und da ging der Run aufs Festival los. Gibt es etwas, das die Gesellschaft von diesem Festival lernen kann über den Umgang mit dem gesellschaftlichen Rechtsruck? Was wir jedem zu sagen versuchen, ist: »Auch du kannst etwas tun.« Viele Menschen beobachten rechte Umtriebe, aber sie schreiten nicht ein, sie sagen nicht offen ihre Meinung, sie setzen den Nazis nichts entgegen. Und wir versuchen allen Menschen zu zeigen, dass es funktioniert. Jeder Mensch kann etwas tun, so klein die Aktion vielleicht auch ist. Da versuchen wir durch unser Festival einen Prozess des Nachdenkens in Gang zu setzen. Interview: Dominik Bruns Das Jamel rockt den Förster Festival findet in diesem Jahr vom 26. bis 27. August statt. Tickets und weitere Infos gibt’s auf www.forstrock.de.

Jamel rockt

den Förster

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Birgit, wenn man von Jamel hört, dann eigentlich immer in Verbindung mit dem Begriff Nazidorf. Wie genau setzt sich das Dorf zusammen? Das ist ein kleines, winziges Dorf mit elf bewohnbaren Häusern in der Nähe der Ostseeküste, nahe bei Wismar. Mittlerweile sind 80% der Bewohner bekennende Neonazis, die ihre Ideologie und ihre Überzeugung nicht nur in sich tragen, sondern auch ganz deutlich nach außen zeigen. Der Herr Krüger lebt hier im Dorf, seit er geboren ist. Alle anderen sind im Laufe der letzten Jahre hierher gezogen. Herr Krüger hat nämlich Häuser aufgekauft und an Gesinnungsgenossen vermietet. Und die Nazis gestalten fröhlich das Dorf, zum Beispiel mit dem Wegweiser nach Hitlers Geburtsstadt Braunau oder »Frei, sozial & national«-Wandgemälden mit Nazisymbolik, Runen und allem, was man so kennt aus der Naziszene. Und sie versuchen Horst und mich zu vertreiben durch alle möglichen strafrechtlich relevanten Dinge, die uns in den letzten Jahren schon passiert sind.


Du bist auf Diät. Auf Instagram. Auf ’m Trip. Auf ’ner Insel. Auf der Suche? Bring NEON ins Dunkel.


TIPPS & TRICKS

FOTO: FLORIAN SCHÜ PPEL

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TIPPS & TRICKS


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DAS FESTIVAL-KOCHBUCH #1

HALLOUMI-STICKS MIT MINZE UND ZITRONE

IHR FREAKS #1

Sich beim Festival ordentlich zu ernähren, ist gar nicht so schwierig. Vergesst die Toastscheiben und Ravioli-Dosen, Stevan Paul hat ein Kochbuch für die Open Air Saison geschrieben. Diese Halloumi-Sticks könnt ihr vor dem Festival zu Hause vorbereiten und in Zipper-Beuteln mitnehmen. Gekühlt halten sie sich 1–2 Tage.

Festivalguide bat euch doch nur, Bilder von euren Festivalkostümen zu schicken. Wir konnten ja nicht ahnen, dass es direkt so ausartet!

Für 4–6 Personen Vorbereitung: 400 g HalloumiBratkäse in dicke Streifen schneiden und diese auf Holzspieße ziehen. Je 1 Thymian- und 1 Rosmarinzweig fein hacken und mit 6 EL Olivenöl, ½ TL getrocknetem Oregano, 1 TL Paprikapulver, edelsüß, und Chiliflocken nach Geschmack ein Würzöl anrühren. Spieße damit bestreichen. Grillen: Spieße bei mittlerer bis kräftiger Gluthitze unter gelegentlichem Drehen 3–5 Minuten grillen. Mit Zitronenschnitzen und 1 Handvoll gezupfter frischer Minze servieren. Aus: Open Air – Das Festival- & Camping-Kochbuch, Brandstätter Verlag, € 29,90

P R O M OT I O N

#Musikdurstig? So wird der Festivalsommer mit Warsteiner Der Sommer wird heiß: Warsteiner sorgt bei einigen großartigen Festivals für spannende Highlights! Beim Melt! stellt der traditionsreiche Hersteller den Warsteiner Dome auf dem Campingplatz auf und lässt die Festivalfans zu den Sets einiger hochkarätiger DJs raven. Beim Parookaville wird’s dann ernst für Verliebte: In der Warsteiner Festival Church kann man sich das Ja-Wort geben. Zum ersten Mal ganz in echt, in Anwesenheit eines Standesbeamten, sodass die Hochzeit auch über die Grenzen Parookavilles hinaus gültig bleibt. Auch beim Lollapalooza in

Berlin ist Warsteiner dabei und lässt seine Gäste auf dem Musikdurstig-Floß das Festival von der Spree aus erleben. Bei allen von Warsteiner präsentierten Festivals steht auch eine Photo-Booth, in der man die schönsten Erinnerungen an ein fantastisches Wochenende festhalten kann. #Musikdurstig geworden?

Warsteiner ist unter anderem bei diesen Festivals vertreten: 10. Juni Castle Beats Open Air 15. bis 17. Juli Parookaville 15. bis 17. Juli Melt! 28. bis 31. Juli Helene Beach 05. bis 07. August Nachtdigital 10. bis 11. September Lollapalooza Berlin 15. bis 17. September SWR3 New Pop

Und jetzt: Augen offen halten! Auf festivalguide.de werden im Sommer gemeinsam mit Warsteiner regelmäßig Festivaltickets verlost.


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Tipps zum Bierkühlen

Das Reinheitsgebot ist kürzlich 500 Jahre alt geworden. Etwa 499 Jahre und 364 Tage alt dürfte damit die entscheidende Frage sein: »Wie krieg ich das verdammte Bier kalt?«. Hier sind sie, die acht Wege zu kaltem Bier. abschließt. Unter diesem Deckel bleibt das Bier im Erdreich auch tagelang bei angenehmer Trinktemperatur. Achtung: Das Umgraben des Campingplatzes ist unter Umständen bei den Securities nicht gern gesehen, fragt vorher lieber nach. Oder lieber doch nicht.

SOCKENKÜHLUNG Socke oder Handtuch in Wasser tränken, über die Bierdose ziehen und in die pralle Sonne stellen oder noch besser so, dass die Dose schattig und zugig steht. Das Sockenwasser verfliegt und produziert dabei Verdunstungskälte – ein Prinzip, nach dem auch Kühltürme funktionieren. DÜNGERKÜHLSCHRANK Im Gartenfachmarkt Stickstoffdünger besorgen und im Verhältnis 2:1 mit Wasser mischen. Aufgrund einer chemischen Reaktion kühlt das Wasser stark ab. Eine Flasche Bier, die man in die Dünger-Wasser-Mischung stellt, lässt sich so auf etwa zehn Grad abkühlen. Da die Mischung klebrig werden kann, die Dosen am besten mit Gefrierbeuteln schützen.

ERDKÜHLUNG Auf dem Campingplatz ein großes Loch graben, das ausreichend Bierdosen fasst. Das Loch sollte etwa einen halben Meter tief sein. Aus Erde und Gras eine Abdeckung basteln, die möglichst dicht

TROCKENEIS Bei Trockeneis handelt es sich um gefrorene Kohlensäure. Es gibt sie im leicht ergoogelbaren Fachhandel in fester Form (Schnee, Granulat, Blöcke) recht günstig (fünf Kilogramm für etwa 20 Euro). Je nach Lagerung hält sich Trockeneis etwa ein bis fünf Tage. Mit diesem Hilfsmittel und etwas Wasser lässt sich Bier in Minutenschnelle herunterkühlen. Aber Vorsicht: Verletzungsgefahr! Nicht direkt berühren und auf gar keinen Fall in Getränke geben.

GRILLKÜHLUNG Eine kleine Mulde in sandigen Untergrund buddeln. Ein paar Bier hineinlegen und mit einer Schicht Sand abdecken. Das Ganze mit Spiritus tränken und abfackeln. Paradoxerweise wirkt dieses Feuer auf das Bier positiv, weil es seine Energie aus dem Sand holt und Wärme entzieht – das Bier wird schön kühl. Vorher unbedingt die Feuerbestimmungen der Veranstaltung lesen und beachten. KUTTEREIS Gibt es im Metzgereibedarf oder im GastroGroßhandel. Dabei handelt es sich um das gleiche Eis, mit dem Fisch in der Ausla-

getheke im Supermarkt gekühlt wird. Es ist preiswert, aber schwer zu bekommen. Vorteil: In einer Kühltasche hält sich das Eis locker bis zu vier Tagen. SCHICHTKÜHLUNG

Eine Kühlbox mit Bierdosen zum Maßnehmen füllen, wieder entleeren und die Dosen in drei gleich große Gruppen aufteilen: Ein Drittel wird im Kühlfach eingefroren. Das andere Drittel wird im Tiefkühlfach auf etwa ein Grad gekühlt, das letzte Drittel kommt ganz normal in den Kühlschrank. Nun wird die Kühlbox dreilagig befüllt: gefroren nach unten, angefroren in die Mitte, kühlschrankkalt nach oben. Ein nasses Handtuch auf der offenen Kühlbox sorgt zusätzlich für Verdunstungskälte. SELBSTKÜHLENDES BIERFASS Nicht die günstigste Variante und hohes Pfand, dafür gibt’s das kalte Bier aber auch frisch gezapft. Ohne Strom und ohne Vorkühlen wird das Bier im selbstkühlenden CoolKeg mittels Verdunstungskälte binnen 45 Minuten abgekühlt und bleibt den ganzen Tag über auf Temperatur.

TIPPS & TRICKS

DIE ACHT WEG E


160 TIPPS & TRICKS

DER ARZT RÄT Wir haben Dr. Christian Brummert, den Allgemeinmediziner in der Festivalguide-Familie, angerufen und gefragt, worauf man beim Festival achten soll.

LINGEN 10.9.16 EMSLANDARENA

TICKETS AN ALLEN BEKANNTEN VORVERKAUFSSTELLEN, UNTER DER TICKET-HOTLINE 0591/ 912950, SOWIE AUF WWW.EMSLANDARENA.COM

REISEAPOTHEKE Schmerzmittel, Mittel gegen Durchfall und Magenprobleme (Reisetabletten), Fenistil, Pflaster, Halsschmerztabletten (Verhütungsmittel sowieso) sollten immer mit. KATER Der Körper braucht Mineralien. Schaut, dass ihr gutes Mineralwasser dabei habt und trinkt viel davon. Außerdem gut: Fettiges Essen, eine Aspirin und ein Nickerchen im Schatten. HYGIENE Hände waschen nicht vergessen, die kleinen Handdesinfektionsmittel sind ebenfalls gut. Ansonsten gilt immer: »Boil it, cook it, peel it or forget it.« DIE FIESEN VIECHER Bei Mücken: Fenistil-Gel drauf, an-

17.11.16 LINGEN EMSLANDARENA Tickets an allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter der Tickethotline 0591 912950 oder 0591 9144-144 und auf www.emslandarena.com

sonsten die gute alte Spucke oder ein bisschen Zwiebelsaft. Falls ihr allergisch reagiert (oder bei Stichen von Bienen, Hornissen, Wespen): sofort ab zum Sanitäter. Zecken bitte nicht selber rauspulen, auch da lasst besser die Profis ran. Checkt zu Hause noch mal genau, dass ihr keine übersehen habt. ERSTE HILFE Sanitäter rufen! Bis die da sind, folgendes beachten: SONNENSTICH Ab in den Schatten. Die Person sollte ihren Oberkörper etwas frei machen zum Abkühlen. Falls sie oder er sich nicht übergeben muss: Wasser trinken, aber bitte kein eiskaltes. Falls der/ die Betroffene bewusstlos ist, ab in die stabile Seitenlage bis Hilfe kommt. FUSS UMGEKNICKT Gerade bei matschigem Gelände knickt man schnell mal um. Fuß hochlegen und nach Möglichkeit kühlen bis die Sanitäter kommen.

FOTO: STEFANI E THOMAS

IMPFPASS CHECKEN Viele Leute, viele Krankheiten: Schaut vor dem Sommer, ob euer Impfschutz aktuell ist und vermeidet fiese Infektionen. Merke: Tetanus ist nichts zu knabbern!


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Gerade bei großen Festivals dauert der Weg vom Zelt zur Bühne gerne mal ein bisschen länger. Da sollte gut überlegt sein, was man in die Tasche steckt. Damit ihr für die Stunden auf dem Infield gewappnet seid, aber höchstwahrscheinlich wieder sturzbetrunken seid, wenn ihr das hier lest, haben wir mal das Wichtigste gelistet, damit es keine Tränen gibt: Nützliches Ohrstöpsel Regenponcho Taschentücher Timetable Handy Hygienegel Bauchtasche Essen und Trinken 1-Liter Tetrapack Müsliriegel und Kaugummi Geld

Konfetti

Spiel und Spaß

Profi-Kamera

Seifenblasen Einweg-Kamera Das bleibt besser im Auto Regenschirm Picknickdecke Taschenmesser Hausschlüssel Großer Rucksack Selfie-Stick

? v?

TIPPS & TRICKS

WAS NEHME ICH MIT ZUM INFIELD?

#FESTIFAIL NO.1

VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN Festivals sind Orte beinahe grenzenloser Freiheit, aber im Echsenkostüm Bandnamen als Ambigramme sprayen, geht gar nicht. Verschwörungstheoretiker surfen eigentlich eher im Internet als über die Crowd und blieben Festivals auch aufgrund der effektiven Ausbringungsmöglichkeiten von Chemtrails bislang eher fern. Seit sich allerdings tragbare Orgonprodukte in der Versandartikelszene etablieren, kann man sich vermehrt auch im Live-Kontext dafür auslachen lassen, WikipediaArtikeln zu glauben. Unsere Schuld, ganz klar. Denn dafür,

Halle (saale)

loreley

Peissnitzinsel

mark forster

Sanktgoarshausen

23. JULI 2016

johannes DAS MUSIKFESTIVAL MIT PICKNICK! oerding philipp dittberner LOt Einlass: 14:00 Uhr . Beginn: 16:30 Uhr u.v.m.

dass diese mutigen Skeptiker es inner- und außerhalb der BRD-AG mit Echsenmenschen, Illuminaten und der HAARPStrahlung aufnehmen, sollten wir uns viel häufiger erkenntlich zeigen. Schließlich hätten wir sonst nie erfahren, dass die CIA in Wahrheit hinter dem Dosenpfand steckt und dass Xavier Naidoo und Tom Cruise aus gutem Grund noch nie zur selben Zeit am selben Ort gesehen worden sind.

++ Kinder unter 4 Jahren eintritt frei, Kinder unter 14 Jahren zahlen nur 50% ++ Mit Gr0ssem feuerwerk & kinderprogramm!

Tickets über: www.myticket.de & www.adticket.de und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen! Ticket-Hotline 069-407662580

Weitere Infos unter: www.picknick-open.de

Adel Tawil

Joris

Namika

Teesy u.v.m.


2016

AMSTERDAM WA R S C H A U

BERLIN KÖLN

PA R I S

ZÜRICH

SCHWEIZ

NI E D E R L A N D E

D EU T S C H L A N D

FR ANKREICH

POLEN

D EU T S C H L A N D

16./17.04.16 Zürich

14./15.05.16 Amsterdam

31.07.16 Berlin

10./11.09.16 Paris

24./25.09.16 Warschau

29./30.10.16 Köln

SNEAKERNESS.COM #SNEAKERNESS2016


163 TIPPS & TRICKS

FESTIVAL-RITUAL #1

Das erste Bier – »Der Anstich« Dieses Ritual heißt »Der Anstich«, weil es zumeist per Dosenstechen, dem sogenannten »Shooten« praktiziert wird. Man mag es mit Rücksicht auf die Umwelt aber auch mit Flaschen- oder Fassbier bzw. Bier aus großen Öltanks durchführen. Im orthodoxdionysischen Ritus hielt (wieso Vergangenheit?) die Gruppe nun also ein angestochenes Dosenbier in

der Hand und wäre kreisförmig, zueinander blickend aufgestellt. Die Gruppe hat gerade eine lange, staubige Anfahrt hinter sich, hat sich bis hierher gekämpft, um endlich die eigene Zeltplatz-Ecke zu finden, den Sammelplatz im Entgrenzten, den Punkt, ab dem niemand mehr fahren muss und endlich alle trinken können.

DER/DIE GRÖSSTE HANSWURST FÜHRT DAS WORT: [Festivalname + Jahreszahl, Bsp.: Rock am Ring 1923]! [gern auch: !!] »Endlich haben wir dich am Wickel und lassen dich nicht mehr los, bis alles Wilde, Verruchte, Entgrenzte und Atemlos-Tobende aus dir entwichen ist, wie es uns deine schlecht gestalteten Plakate versprochen haben. Wir versprechen, bei der heiligen Umnachtung, alles zu geben und alles aufzusaugen!« [Chor]: »Alles geben, alles aufsaugen, oh heilige Umnachtung!« [gern auch: !!] [Der Kreis hebt die Dosen, setzt an und öffnet den Verschluss unverzüglich. Vorzüglich! Sodenn kann mit dem Zeltaufbau begonnen werden …!]

Heiß auf Festival-Styles? Alle neuen Sommer-Looks findest du in unserem Onlineshop!

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TIPPS & TRICKS

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FESTIVAL-HOROSKOP 2016 ZWILLINGE (21. Mai – 21. Juni) Aus Versehen lotst ein Ordner dich und deine Freunde auf den Parkplatz im Backstagebereich. Eure anfängliche Freude weicht der Ernüchterung, als ihr beobachtet, wie Glenn Danzig manierlich Tischgebete spricht und Alanis Morissette ihre Fürze anzündet.

SCHÜTZE (23. November – 21. Dezember) Den Junggesellenabschied deines besten Freundes willst du nicht in Magaluf feiern, sondern ganz zivilisiert bei Rock am Ring. An Tag 2 verkündet er, sich die Zähne mit Biffy Clyros Penissen putzen zu wollen, an Tag 3 gesteht er, dass er immer nur dich geliebt hat.

KREBS (22. Juni – 22. Juli) Als großer Fantasy-Fan freust du dich besonders aufs Mittelaltertreffen mit seinen Rollenspielen und Schalmeiklängen. Die schönste Nachricht kommt erst nach dem Festival: Weil der Rest der Zivilisation inzwischen untergegangen ist, ist ab jetzt jeden Tag Mittelaltertreffen!

STEINBOCK (22. Dezember – 20. Januar) Als besorgte Mutter kannst du nicht glauben, wie kinderfeindlich Festivals heutzutage sind. Statt Spielplätzen, Kochstunden und Yogaangeboten gibt es nur Lärm, Alkohol und Müll. Du nimmst dir vor, demnächst den Familienanwalt zu fragen, was man dagegen machen kann.

LÖWE (23. Juli – 23. August) Deine geniale Idee, ein Musikfestival im örtlichen Freibad stattfinden zu lassen, wird schon wieder vom Stadtrat abgelehnt. Begründung diesmal: Bei besonders virtuosen Gitarrensolos würden alle ins Becken pinkeln und hätten hinterher auch ganz schrumpelige Haut.

WASSERMANN (21. Januar – 19. Februar) Dein neuer Freund ist zwar ein hässliches Kerlchen, aber ein ausgezeichneter Sklavenmeister. Auf dem Grufti-BDSM-Festival führt er dich am Nietenhalsband aus und bestraft dich mit strengen Industrial-Klängen für die Löcher in deiner Netzstrumpfhose.

JUNGFRAU (24. August – 23. September) Die laxen Drogengesetze innerhalb der Europäischen Union reizen dein rebellisches Blut, also kochst du dir auf dem Zeltplatz ein Ayahuasca-Süppchen mit Aga-Kröten-Einlage. Anschließend verwandelst du dich in Jimi Hendrix und schießt mit deiner Gitarre die ISS ab.

FISCHE (20. Februar – 20. März) Endlich bist du den Wünschen deiner Eltern nachgekommen und besuchst ein Festival. Sobald du zurück bist, werden sie dich allerdings wieder damit nerven, dass du endlich sexuell aktiv werden und weiche Drogen nehmen sollst. Welcher Arsch hat die Wehrpflicht abgeschafft?

WAAGE (24. September – 23. Oktober) Als echter Tierfreund möchtest du nicht ohne deine Evolutionsgenossen aufs Festival. Tatsächlich gewinnt das Lollapalooza beträchtlich durch deine Befreiungsaktion im nah gelegenen Tierpark, nur Radiohead werden versehentlich von einem vegan lebenden Tiger verspeist.

WIDDER (21. März – 20. April) Nachdem du lange versucht hast, die Bibel rückwärts zu lesen, deine Korrespondenz mit Blut zu schreiben und Black-Metal-Festivals gut zu finden, nimmst du deinen Mut zusammen und fragst deinen satanischen Gebieter, ob das wirklich sein muss. »Natürlich nicht«, antwortet Donald Trump.

SKORPION (24. Oktober – 22. November) Um umsonst aufs Festival zu kommen, hast du dir etwas rasend Cleveres ausgedacht und dich einfach als Sanitäter verkleidet. Zwei Sonnenstiche, vier Alkoholvergiftungen und eine Ohnmacht parierst du, bis dich eine unbehandelte Drakunkulose in die Knie zwingt.

STIER (21. April – 20. Mai) Weil Fußball dein Leben ist, guckst du dir auch während des Festivals die EM-Spiele an. Ab der Hauptrunde kannst du Benzin sparen, denn ab dann wird der Generator für deinen riesigen HD-Bildschirm von den heißen Tränen englischer Fans angetrieben.


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Die Festival-Taufe Auch in den besten Festival-Reisegruppen kommt es vor, das jemand dabei ist, der noch nie auf einem Festival war. Diese Person ist in die Pflicht zu nehmen, da sonst die Grenzen zwischen Festivalbesuch und Campingurlaub verschwimmen. Auch das totale »über die Stränge schlagen« ist verdammt harte Arbeit ist und kann nicht auf morgen verschoben werden. Wir sind hier, um Musik zu hören und auf Künstlerinnen und Künstler zu treffen, die uns alles um die Ohren schleudern sollen, was sie haben, und wir alle wären verdammt gut beraten, das auf dem Schirm zu behalten. Demütig legt sich der Täufling daher in empfangender Geste auf den Rücken und somit direkt unterhalb des/der größten Hanswurst, die sogleich zu sprechen beginnt:

Neuer! [bzw. Neue! bei den Frauen oder aber neutral: Neophyt!] Versprichst du, von nun an dein früheres Selbst abzustreifen und dich ganz dem zu öffnen, was dich auf diesem Festival erwartet? [Täufling mit der Stimme von SpongeBob:] Ich bin bereit! [Hanswurst:] Versprichst du, dem Schlaf zu entsagen, alle Entgrenzung zu fördern und zu jedem anderen Betrunkenen hier lieb zu sein? [Täufling mit der Stimme von SpongeBob:] Ich bin bereit! [Hanswurst:] Versprichst du, dass der Spruch »Whatever happens on this festival, stays on this festival« zumindest eine gute Arbeitshypothese ist? [Täufling mit der Stimme von SpongeBob:] Ich bin bereit! [Hanswurst:] So empfange von mir den Segen, der mit dir sein soll, wenn du mal wieder mitten in der Nacht dieses verfickte Zelt nicht finden kannst. [...und er schüttet dem Täufling Bier in den hoffentlich mittlerweile geöffneten Mund – … symbolisch und nicht vollends, Mensch!]

Der fruchtig-frisc he Cider

Reif on stage·

en 2016 Somersby Tourdat e, 07.-11.07.

heider Se Feel Festival, Berg ze, 15.-17.07.* ee W e, ill av Parook holz, 21.-24.07. rd No d, an br Deich lenesee, 28.-31.07.* He l, iva Helene Beach Fest urg, 19.-21.08. MS Dockville, Hamb *Mi t Som ers by Bau

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TIPPS & TRICKS

FESTIVAL-RITUAL #2


TIPPS & TRICKS

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Vier Tipps für die Steckenpferd-Dressur Von den Profis beim Maifeld Derby Die Mannheimer Kommunikationsagentur Callies & Schewe riet dem Maifeld Derby einst dringend zur Integration der neuen Trendsportart »Steckenpferd-Dressur« – bis heue ein Highlight des Festivals. Wir baten die Profis um Tipps für die perfekte Performance. 1. SETZE AUF DAS RICHTIGE PFERD Wer ist dein Herzblatt? Prinzessin Schackeline, der rote Korsar oder doch John Born Chauvi? 2. LET THE MUSIC PLAY Die richtige Musikauswahl ist essentiell. Zur Pflicht stehen dir klassische Lieder zur Auswahl und die Kür bietet euch die einmalige Gelegenheit, richtig loszugalloppieren. FOTO: FLORIAN TRYKOWSK

3. ÜBUNG MACHT DEN MEISTER Vor der Kür kommt die Pflicht: Hier müssen die Figuren sitzen. Bei der Kür kannst du dann auf Freestyle setzen. 4. DRESS TO IMPRESS – DAS PERFEKTE OUTFIT Brezel dich auf! Das zieht nicht nur die Blicke auf dich, sondern unterstreicht auch deine Vorführung.

2./3.12.2016 SPARKASSENPARK MG

16.07.2016 SPARKASSENPARK MG

30.07.2016 SPARKASSENPARK MG

10.09.2016 ARENA OBERHAUSEN

12.08.2016 SPARKASSENPARK MG

19.11.2016 ARENA KÖLN 24.11.2016 ARENA OBERHAUSEN

23.07.2016 KÖNIGPALAST KREFELD 14.08.2016 MARKTPLATZ ESCHWEILER 02.11.2016 MITSUBISHI HALLE D‘DORF 21.11.2016 MÜNSTERLANDHALLE MÜNSTER

TICKETS UNTER: SPARKASSENPARK.DE & WESTTICKET.DE


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kein Netz

Festivals werden gerne in Funklöchern organisiert, bei den anderen kollabiert das Netz. Dass die App Fire Chat Abhilfe schaffen kann, hat sie unter anderem schon auf dem Burning Man bewiesen. Wenn sich Zehntausende Menschen auf einem Festival-Gelände tummeln, bricht gerne mal das mobile Netz zusammen. Keine SMS geht durch, WhatsApp ist nicht zu gebrauchen. Blöde Situation, wenn man den Rest seiner Gruppe sucht, weil man die nächste Band nicht allein sehen möchte. Abhilfe schafft die App Fire Chat. Die kommt gänzlich ohne Netzempfang aus. Über Bluetooth und WLAN stellt sie eine Peer-to-Peer-Verbindung zwischen den Nutzern her. Zwischen zwei Telefonen können also Nachrichten etwa auf eine Distanz von bis zu 60 Metern verschickt werden. Das ist so noch nicht wahnsinnig nützlich, auf die Distanz kann man sich ja noch Sachen zurufen. Wirklich praktisch wird’s erst, wenn viele auf dem Festival die App nutzen. Dann dient nämlich jedes Telefon als Weiterleitungspunkt, es bildet sich ein Netzwerk, dass das gesamte Festivalgelände abdeckt. Den ersten großen Einsatz der App gab es auf dem Burning Man Festival. Da das mitten in der Wüste und damit im Funkloch liegt, war das Festival prädestiniert für die Chat-App.

Fire Chat ist gratis für iOS und Android erhältlich.

IHR FREAKS #2

TIPPS & TRICKS

Chatten ohne Netz

Das Gizeh-Zelt ist im Sommer auf folgenden Festivals vertreten:

Love Music Festival – Splash! – Happiness – Bang your Head – Rostock Rockt – Rock of Ages – Juicy Beats – Wacken Open Air – Ferdinands Feld – Electrisize Auf www.gizeh-online.de und der GizehFacebookseite gibt es ab Mitte Mai Tickets für viele Festivals zu gewinnen. Viel Glück!

Gizeh ist auch in diesem Sommer unterwegs, um die Drehergemeinde bei den Festivals mit Blättchen und Co. zu versorgen. Zum ersten Mal mit dabei sind die neuen Gizeh Black King Size + Tips, für alle, die gern groß drehen. Je 34 Blättchen plus Filter Tips stecken in einer Packung mit Magnetverschluss. Wer seinen Tip lieber im SlimFormat rollen will, trennt seitlich den gestanzten Längsstreifen ab und bekommt damit das gewünschte Format.


TIPPS & TRICKS

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DAS FESTIVALGUIDE QUIZ Was wäre der Festivalsommer ohne ein anständiges Quiz für die Umbaupausen? Los geht’s! 1 Welches EDM-Festival war 2015 vom Fleck weg erfolgreich? M MS Dockville H Parookaville D Pure & Crafted

3 Am besten ärgere ich Nazis mit meinem Besuch beim … G With Full Force D SonneMondSterne L Jamel rockt den Förster

5 Welche US-Festival-Legende findet 2016 im Treptower Park statt? S Coachella Berlin A Lollapalooza Berlin X South by Southwest Berlin

2 Welches Festival feiert in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum? E Hurricane D Burg Herzberg M Nature One

4 Wie heißt das Festival, das nicht am Nürburgring stattfindet? G Rock am Ring B Rad am Ring P Scooter Weekend

Die Buchstaben der richtigen Antworten ergeben das Lösungswort, das ihr bitte mit dem Betreff »Festivalguide Quiz« an verlosung@festivalguide.de schickt.

DIE PREISE

Easy2cool »Kühlakku-Pakete« easy2cool.de Coole Boxen und Kühlakkus ohne Ende versprechen ein ganzes Festivalwochenende kaltes Bier. Nebenbei kannst du deine Lieblingssteaks und alle anderen Lebensmittel kalt halten.  Die Pakete von easy2cool bestehen je nach Zusammensetzung aus Kühlboxen und ausreichend Kühlakkus, die bis zu 5-mal länger kühlen als normale Akkus. Wir verlosen 25× easyAkku Pakete, 2× easy2cool Entry Paket und 2× easy2cool Premium Paket.

Jack Wolfskin »Festival Package« jack-wolfskin.de Voll ausgerüstet zum Festival. Der Outdoor-Spezialist Jack Wolfskin verlost ein Rundum-Sorglos-Festival-Package bestehend aus Zelt, Trekking-Rucksack, Thermo-Mug und RegenPoncho. Sogar ein Handtuch und Kulturbeutel sind dabei.

American Tourister »Spinner S Strickt × Spinner L« americantourister.de Warum eigentlich immer mit dem alten, ausgeleierten Rucksack zum Open Air? Stattdessen kann sich ein glücklicher Gewinner über den American Tourister »Spinner S Strict × Spinner L« freuen. Der ist nicht nur extrem widerstandsfähig, sondern auch noch superleicht. 

Mitmachen und Energie gewinnen. Der Sommer steht vor der Tür und somit auch die Festivalsaison. Damit ihr für euer nächstes Festival bestens ausgerüstet seid, könnt ihr mit 28 BLACK einen coolen Jamie Oliver Grill gewinnen, zusammen mit einer großen Ladung Energie – 48 Dosen im Mischkarton.

de.hunterboots.com Seit 1856 fertigt das Unternehmen Hunter Boots aus Schottland Gummistiefel her - schließlich schüttet es da drüber häufig heftig. Davon profitieren jetzt auch Festivalfüße: Wir verlosen ein Paar Original Short Boots für in Größe 43 und ein Paar Original Tour in Größe 38.

Teva »Original Universal Backpack × Flatform Universal Women«

vitaminwater

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Hol Dir, was Du für den Tag brauchst und entdecke mit Glaceau vitaminwater bunte Abwechslung und Vitamine für jede Lebenslage! Die Kult-Marke aus New York gibt es in sechs leckeren Sorten. Um Dir und Deiner Laune hierbei einen besonders bunten Kick zu verpassen, verlosen wir drei handgefertigte Minicruiser aus der Elf Board Manufaktur im Wert von jeweils 200 Euro und jeweils ein vitaminwater Probierpaket.

Teva-Sandalen sind die perfekten Festivalschuhe: Mit der Plateau-Variante kann man durch Pfützen stapfen, ohne nasse Zehen zu bekommen. Velourleder verspricht beim Jungs-Modell Erholung für müde getanzte Füße. Wir verlosen zwei Mal in Größe 38 das Flatform Universal Modell für Mädels und zwei Mal in Größe 44,5 das Backpack Modell für Jungs.

Energy Drink 28 Black 28black.com/de

Hunter

Skandika Piratenzelt »Isla de la muerta« skandika.com Das Piratenzelt von Skandika verfügt über drei Schlafkabinen und einem Wohnraum, hier finden bis zu sechs Festivalfreunde Platz. Das Design sorgt dafür, dass ihr euer Zelt immer wieder findet. Wir verlosen das Zelt ein Mal.

Teilnahme ab 18 Jahren, Einsendeschluss ist der 22. September 2016. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

facebook.com/vitaminwater

Stanley Festival-Set herbertz-messerclub.de Wichtig ist es, auf einem Festival seine Getränke kühl oder warm zu halten. Mit diesen Helfern könnt ihr euch einen wärmenden Kaffee oder ein kühles Bier gönnen. Wir verlosen drei Sets bestehend aus: je einem Stanley Vacuum Pint und entweder einer StanleyTaschenflasche oder einer Stanley Vakuumflasche 1L.


169 TIPPS & TRICKS

7 Tricks für den Festivalbesuch Wir, die wir auf Festival-Campingplätzen geboren wurden und vermutlich dort auch sterben werden, haben mit der Zeit freakige Outdoor-Weisheiten gesammelt, die wir mit euch teilen wollen. Geek, pass auf, mit diesen Tricks gehörst du zum Zeltplatz-Adel... 1. KLOPAPIERSPENDER Ihr wollt die wertvollste Ressource eines Festivals, das Klopapier, vor Dreck und Wasser schützen (damit man sie z.B. im Dixi abstellen kann)? Dann baut einen Klopapierspender aus einer leeren 2-Liter Cola-Flasche. Schneidet den unteren Teil sauber ab, wascht und trocknet die Teile. Entfernt die eigentliche Rolle und zieht die inneren Blätter durch die Flaschenöffnung heraus. Zusammenstecken, fertig! 2. EINMAL-SEIFE Ein letztes Mal Pipi-Pause, bevor es auf das Infield geht. Doch dann geht das Dilemma los: Wohin danach mit der nassen Seife? Macht euch einfach kleine Seifen-Portionen, deren Reste ihr ggfs. wegwerfen könnt. Dafür mit einem Sparschäler Streifen einer Seife abschälen und in einem Beutel aufbewahren. 3. ZAHNPASTA-PORTIONEN Auch für die Zahnpasta gibt es eine Lösung, die zusätzlich Platz spart! Dafür zu Hause portionsweise Zahnpasta auf ein Backpapier drücken und die Tropfen trocknen lassen. Die Zahnpasta-Tropfen in einer Tüte lagern und beim Putzen mit Wasser im Mund verflüssigen. 4. STROHHALME ZUM AUFBEWAHREN Da man von Lebensmitteln wie Öl und Essig nur ganz wenig braucht, kann man sich vorher Portionen zubereiten. Dafür einen dicken Strohhalm am Ende zusammen falten und mit einem Feuerzeug versiegeln. Dann die Flüssigkeit hinein geben und das obere Ende wieder mit Feuer schließen. 5. ALTERNATIVER GRILLANZÜNDER Meistens vergisst man ihn – den Grillanzünder. Doch keine Panik, denn Nachos oder Kartoffelchips würden nie zu Hause liegen bleiben. Und die machen sich wirklich gut als Grillanzünder, da sie recht lange brennen und so die Kohle anzünden. 6. KAFFEE-BEUTEL Wer keinen Espressokocher hat, kann das Kaffee kochen auf dem Festival auch anders angehen. Einfach vorher in Papier-Muffinförmchen portionsweise Kaffee füllen und mit einem Garn oder Zahnseide verschließen. Dann einfach wie einen Tee mit Wasser aufgießen! 7. POPCORN AUS DER BIERDOSE Tatsächlich: Man kann sich auf einem Festival frisches Popcorn gönnen. Wascht dafür eine Bierdose aus und schneidet eine Art Luke in die Seite, die sich nach oben hin öffnen lässt. Gebt Öl und Popcorn-Mais in die Dose und stellt diese auf euren Kocher. Unter die Luke muss nun eine Schüssel, damit das Popcorn hinein fallen kann.

CAMPINGPLATZBESCHALLUNG OHNE KABEL Mobile Speaker gibt es haufenweise. Die meisten haben aber einen eher schüchternen Klang. Ein dänisches Start-up wollte das ändern und hat die SOUNDBOKS entwickelt, eine stabile, laute Box, die einfach per Akku betrieben wird. Die Idee hat viel Anklang gefunden: Über eine Kickstarter-Kampagne sind knapp 800.000 US-Dollar zusammengekommen, um das Projekt zu realisieren, rund 1.500 Menschen haben sich beteiligt. Die Box ist im massiven Flightcase-Design gehalten und dadurch enorm robust und wetterfest. Mit gerade mal 14 Kilo Gewicht ist sie auch noch gut tragbar. Das wichtigste jedoch: Der Sound. Wir haben die Box getestet und konnten uns von ihrem Klang überzeugen. Die SOUNDBOKS erreicht eine Lautstärke von 119 Dezibel – das ist vergleichbar mit einem Live-Konzert – bei einer Akku-Laufzeit von acht Stunden. Wer mit 113 Dezibel auskommt, hat sogar 30 Stunden Freude am Sound. Mit dem beigelegten Zweitakku kann man das auch noch doppeln, und der Abstrahlwinkel von 120 Grad lässt wirklich niemanden außen vor. Der Betrieb der SOUNDBOKS erfolgt via Bluetooth oder Klinkenkabel und wird somit einigermaßen zurechnungsfähige Partypeople vor keine unlösbare Aufgabe stellen. Damit wird die SOUNDBOKS ein Must-Have für Festivalfans, die auch auf dem Campingplatz nicht genug von der Musik bekommen können. Wer auf soundboks.de bestellt und den Code FESTIVALGUIDExSOUNDBOKS angibt, bekommt eine MOBILEBOKS gratis dazu.


170 TIPPS & TRICKS

DAS FESTIVAL-KOCHBUCH #2

Wir sind #festivalfanatics

DAS GRÖSSTE FESTIVALFOTOALBUM DER WELT

WHISKEY FLAVOURED BAKED BEANS MIT TOMATEN UND SPIEGELEI Direkt zum Frühstück puren Whiskey? Muss nicht unbedingt sein. Aber ein bisschen Whiskey-Geschmack zur Einstimmung auf den Festival-Tag liefert dieses Rezept für ein herzhaftes Frühstück. Wer die Baked Beans schon vorher zubereiten möchte, füllt sie kochend heiß in Twist-Off Gläser. Luftdicht verschlossen und auf dem Kopf auskühlend entsteht ein Vakuum, so dass sie ohne Kühlung wie eine Konserve haltbar sind. Für 6-8 Personen Zubereitung: 1 Dose weiße sowie 1 Dose rote Bohnen abgießen und in einem Sieb abtropfen lassen. 1 Zwiebel pellen und in Spalten schneiden. 1 Knoblauchzehe pellen, in Scheiben schneiden und mit den Zwiebelspalten in einem Topf in heißem Öl hellbraun anbraten. Zucker und 1 EL Tomatenmark unterrühren, 1 EL braunen Zucker schmelzen. Mit 1 EL Whiskey ablöschen, 150 ml Apfelsaft unterrühren und offen 2 Minuten kochen. 1 Dose Tomatenragout zugeben, Dose zur Hälfte mit heißem Wasser füllen und zugeben. Bohnen mit 1 EL Paprikapulver unterrühren. Mit Salz und Chipotle-Adobo-Sauce würzen und bei milder Hitze 30 Minuten offen einkochen lassen. Pro Person 1 Tomate halbieren, die Schnittstellen mit Salz und etwas Zucker würzen. Etwas Öl in einer Pfanne auf dem Gaskocher erhitzen, Tomaten darin auf der Schnittfläche 3–4 Minuten braten, dann wenden, mit Pfeffer würzen und noch 1–2 Minuten braten. Herausnehmen und auf Teller verteilen. Etwas Butter in die Pfanne geben, pro Person 1–2 Eier in die Pfanne schlagen und in 3–5 Minuten zu Spiegeleiern braten. Salzen und mit den Tomaten zu den Baked Beans servieren. Dazu passt Brot. Aus: Open Air – Das Festival- & Camping-Kochbuch, Brandstätter Verlag, € 29,90

Postet eure Fotos mit dem Hashtag #Festivalfanatics und bastelt mit uns ein Album voller Erinnerungen! Wir fahren im Sommer los und erzählen eure und unsere Geschichten: Von übervoll gepackten Taschen, von Sonne und Regen, neuen Freundinnen und Freunden, der siebten Runde Flunkyball, den Schlagerfans auf dem Nachbarzeltplatz und der Schlange vor den Dixi-Klos. Geschichten von Autogrammstunden bei unserer Tour, von fest

gefahrenen Autos, von Matsch und wie egal einem alles wird, wenn nur erst die Lieblingsband spielt. All das gehört dazu und an all das wollen wir uns mit euch zusammen erinnern. Nutzt bei Instagram den Hashtag #Festivalfanatics! Wir wollen sehen, wie euer Sommer aussieht! Am Ende haben wir ein knallbuntes Fotoalbum voller Erinnerungen an einen großartigen Sommer, von dem wir später unseren Enkelkindern erzählen können.

#FESTIFAIL NO.2

METALLDETEKTOREN Festivals sind Orte beinahe grenzenloser Freiheit, aber beim Maiden-Auftritt nach Metall suchen, geht gar nicht. Damals als Kind im Urlaub an der Nordsee war das ein unvergesslicher Moment: Ein Mann mit einem offenen im Wind flatternden Hemd und einem ernsten Blick führte eine metallene Wünschelrute am Strand spazieren wie einen unsichtbaren Hund. Bis in eine sagenhafte Tiefe von etwa 12 Zentimetern ließen sich damit Piratenschätze, Nazigoldbarren und antike Coladosen lokalisieren, was in deiner kindlichen Vorstellung an Abenteuer und Romantik nicht zu überbieten gewesen ist. Heute stellt sich heraus: Diese Typen gibt es immer noch, und der Festivalzeltplatz ist ihr Sandkasten. Falls du dich also eines Tages fragen solltest, wo dein ungarisches Münzgeld, dein abgelegtes Bauchnabelpiercing und deine Nagelfeile abgeblieben sind, heißt die Antwort wie so oft im Leben: bei einem creepigen Freak in einer großen Schublade.


TIPPS & TRICKS

172 #FESTIFAIL NO.3

DIE ARBEIT MITBRINGEN Festivals sind Orte beinahe grenzenloser Freiheit, aber »erst Arbeit – dann Vergnügen«, geht hier gar nicht.

Allein im Moshpit

DER EMSPIELPLAN 2006. Die Raconteurs auf der Hauptbühne des Hurricane und ich allein im Moshpit. Was war los? Fussi-WM natürlich. Alle anderen guckten Deutschland – Schweden auf der großen Leinwand. Fußball-Muffel nutzen somit den diesjährigen Spielplan der EM, um FestivalKonzerte mit intimer Atmosphäre und wenig Publikum vorzuplanen. Hier der Überblick über die EM-Spiele mit (möglicher) deutscher Beteiligung.

Insbesondere idealistischen Berufsanfängern fällt es nie ganz leicht, Job und Privatleben voneinander zu trennen. Auf Musikfestivals ist eben das aber allein schon aus zwischenmenschlichem Kalkül dringend geboten. Niemand möchte seine Beine verlieren, weil du dich als beherzte Tierpflegerin nicht mal ein Wochenende lang von deinem Lieblingskrokodil trennen kannst. Niemand wird deine Hingabe als Callboy anzweifeln, nur weil du ein paar Tage auf sexuelle Dienstleistungen im Moshpit verzichtest. Als Ärztin darfst du auch dann mal abschalten, wenn

der Blitz gerade in die Hauptbühne eingeschlagen und den Headliner in Flammen gesetzt hat. Und als wahnsinniger Todeswissenschaftler musst du dich von deinem Stolz nicht dazu verleiten lassen, dein neues Killervirus gleich am ersten Festivaltag freizusetzen.

Vorrunde (Gruppe C) 12.06. 21:00 Deutschland – Ukraine 16.06. 21:00 Deutschland – Polen 21.06. 18:00 Nordirland – Deutschland Achtelfinale 25.06. 15:00 Zweiter Gr. A – Zweiter Gr. C * 25.06. 18:00 Sieger B – Dritter ACD * 25.06. 21:00 Sieger D – Dritter BEF 26.06. 15:00 Sieger A – Dritter CDE * 26.06. 18:00 Sieger C – Dritter ABF * 26.06. 21:00 Sieger F – Zweiter E 27.06. 18:00 Sieger E – Zweiter D 27.06. 21:00 Zweiter B – Zweiter F

FOTO: MAIK KLEINERT

Viertelfinale 30.06. 21:00 Sieger 01.07. 21:00 Sieger 02.07. 21:00 Sieger 03.07. 21:00 Sieger

AF 1 – Sieger AF3 * AF2 – Sieger AF6 * AF5 – Sieger AF7 * AF4 – Sieger AF8 *

Halbfinale 06.07. 21:00 Sieger VF1 – Sieger VF2 * 07.07. 21:00 Sieger VF3 – Sieger VF4 * Finale 10.07. 21:00 Sieger HF1 – Sieger HF2 * * mit möglicher deutscher Beteiligung

DER FESTIVALSOMMER MIT DASDING Der junge Radiosender des SWR ist auch in diesem Sommer wieder auf Festivals im Südwesten unterwegs. Ob bei großen Freiluftfesten wie Rock am Ring, Southside und Nature One oder den kleineren Open Airs in BadenWürttemberg und Rheinland Pfalz wie dem Spack! in Wirges, dem WET in Gärtingen oder dem Mini Rock in Horb am Neckar: DasDing ist immer vor Ort. Radio- und Online-Team übertragen

einige Konzerte live und führen Interviews mit Bands und DJs hinter den Bühnen und Floors. Außerdem lädt DasDing die Festivalbesucher immer wieder zu Aktionen ein und sorgt für Spaß auf Gelände und Campingplatz. Die schönsten Festivalmomente gibt’s dann auf dasding.de zu sehen. Und wer kein Glück mehr beim Ticketkauf hatte: Der Radiosender verlost vorab noch Karten für die Festivals.


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Blau in allen Schattierungen, grün in allen Tönen und vielleicht, ganz vielleicht mal ein blasses grau oder rot – auf dem Campingplatz sieht jedes Zelt gleich aus. Erst recht nachts. Die Gefahr, sich an jemand Fremdes zu kuscheln, mag für ein paar Verrückte als Abenteuer gelten, für alle anderen haben wir hier ein paar ausgefallene Zelte, die den Fauxpas verhindern und auch noch appetitlich aussehen (Haltbarkeitsdatum beachten!). Quelle: fieldcandy.com / radbag.de

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Weitere Infos zum HTC 10 sind unter htc.com/de/smartphones/htc-10/ verfügbar.

Schnell noch Line-up-Updates checken, den besten Kumpel erreichen oder ein schönes Foto an die Lieben zu Hause senden: Ein gutes Smartphone ist beim Festival unerlässlich. Das HTC 10 eignet sich für solche Extremsituationen perfekt. Bei der Entwicklung des Smartphones wurde es auf Temperaturen zwischen -20°C und brütend heißen 60°C getestet – da sollte die Sommerhitze beim Festival kein Problem mehr sein. Die gestochen scharfe 4K-Videofunktionalität sorgt dafür, dass das HTC 10 sich perfekt für Konzertaufnahmen eignet. Durch eine 24-Bit Hi-Res-Stereo-Aufnahmefähigkeit wird auch der Ton bestens aufgezeichnet. Die Technik ist darauf ausgelegt, Musik ganz im ursprünglichen Sinne des Künstlers wiederzugeben. Vorbei also die Zeiten des Dosen-Sounds aus dem Smartphone. Auch die Foto-Funktion des HTC 10 lässt keine Wünsche offen. 12 Millionen Ultra-Pixel und eine schnellere Autofokussierung sorgen für brillante Konzertaufnahmen mit der Hauptkamera. Wer Selfies liebt, wird sich über die Weitwinkellinse und den Bildschirmblitz der UltraSelfie™-Frontkamera freuen. Damit macht das HTC 10 brillant scharfe Fotos, egal, ob man vor oder hinter der Kamera steht. Perfekt also, um Erinnerungsfotos zu schießen.

TIPPS & TRICKS

Zelte, die wie Essen aussehen


TIPPS & TRICKS

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FOTO: MICHAEL GREIN

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Der Festivalguide zu wichtigen Fragen:

Wo stelle ich mein Zelt auf? Ältere Festivalbesucher können bestätigen: Die Auswahl des Zeltplatzes ist ein Lernen durch Schmerzen. Wir möchten euch ein paar Qualen ersparen und haben daher den Notizblock gezückt und ein kleines Regelwerk aufgestellt. Die goldene Regel zuerst: v Der beste Platz für dein Zelt ist der, den du kriegen kannst. Oft ist, wenn man nicht schon der Öffnung des Campingplatzes (Tage vorher) beiwohnt, die Auswahl ohnehin eingeschränkt. Und man will ja auch nicht sein Gepäck kilometerweit tragen, um das ideale Fleckchen Land für sein Camp ausfindig zu machen. Es geht schließlich um drei Tage Zelten, nicht um die Gründung eines Königreichs (Ausnahmen bestätigen die Regel). v Ist irgendwo Schatten zu bekommen, zum Beispiel durch eine Baumgruppe? Dann hin da! Morgens noch ein bisschen den Sauna-Effekt rauszögern kann Gold wert sein. v Zäune und den Waldrand meiden! Im Laufe des Festivals werden zahllose Besucher ihre Blasen am Zaun erleichtern,

die Geruchskulisse ist alles andere als angenehm. v Ausschau halten nach Camps mit großen Lautsprechern. Wer keine Lust hat, morgens schon die Spice Girls oder Michael Wendler zu hören, macht hier lieber einen großen Bogen. v Respektvoller Abstand zu Wasserstellen. Toiletten, Spülrinnen und Duschen in erreichbarer Nähe heben nachweißlich die Laune, haben aber oft den Nebeneffekt zu heiteren Wasserspielen einzuladen, was wiederum der Boden in einem gewissen Umkreis mit Schlammbildung quittiert. v Landmarken berücksichtigen. Faustregel: Bei nachtdunkler Volltrunkenheit ist der Rückweg zum Zelt durchschnittlich zehn Mal so schwer als wenn einzig der Himmel blau ist. In solch einer Situation

kann eine anvisierbare Landmarke (Fahne, Mast, Pavillons in albernen Farben) vor Unterkühlung retten. v Hauptwege meiden. Außer bei unerschöpflicher Menschenliebe und Mitteilungsdrang ist ein Wohnen am Strom (aka Hauptweg) wenig empfehlenswert. Die Zahl unerwünschter Kommentare steigt nämlich im ähnlichen Verhältnis wie Passanten sich bei Zeltschnüren unterhaken. v Green Camping: Immer mehr Festivals bieten es an. Hier gilt es Rücksicht auf die Nachbarn und Umwelt zu nehmen. Das heißt nicht, dass hierfür ein Schweigegelübde abgelegt werden muss, sondern eher, dass man übereinkommt, sich nicht gegenseitig um fünf Uhr morgens mit ironischen Mixtapes zu wecken. Aber Achtung: Teilweise muss man sich hier vorher registrieren, um Zugang zu bekommen.


DIE SCHÖNSTEN SZENEN DER DISNEY KLASSIKER IN EINEM ZAUBERHAFTEN NEUEN PROGRAMM

mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von David Newman und den Stargästen: Lucy Scherer, Willemijn Verkaik, Alexander Klaws, Lars Redlich und

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02. JULI 2016 WALDBÜHNE BERLIN 19:00 UHR TICKETS: 030 / 479 974 77 | www.semmel.de

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TIPPS & TRICKS

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»Mein Herr …?«

#FESTIFAIL NO.4

BEISSENDE IRONIE Festivals sind Orte beinahe grenzenloser Freiheit, aber immer nur den Waldorf & Statler machen, geht gar nicht. In deutschen Szenevierteln hat es sich eingebürgert, den zur Schau gestellten Artefakten und ihren Urhebern mit ironischer Distanz zu begegnen, um sein ästhetisches Missfallen zu bekunden und das unzureichende Niveau insgesamt zu quittieren. »Urige« Werbeversprechen werden genauso belächelt wie »hilflose« Gastronomieangebote und »rührende« Verkehrsanweisungen. Auch auf Festivals ist die Versuchung groß, sich über »Glitzermädchen« und »Vollbartpatrouillen« lustig

zu machen, dabei ist dieser Reflex nur ein Zeichen von Unsicherheit und Langeweile. Natürlich gibt es immer wieder auch Acts, die einfach viel zu hart sind, um sich ironisch brechen zu lassen, doch gerade junge Newcomer aus Südtirol gehören hier noch zu den Schutzbefohlenen. Wartet mit dem Verarschen doch, bis ihr eigene Kinder habt!

Gehörschutz Nach dem Festivaltag piept und pfeift es auf den Ohren? Hier die Übersicht, wie ihr euer Gehör vor Überlastung schützt. TASCHENTUCH: Lässt sich schnell improvisieren und ist preislich unschlagbar. Auch wenn der Sound dadurch etwas dumpf wird – das Gehör dankt es. LAMELLEN-GEHÖRSCHUTZ (z.B. »Killnoise«): Reduziert die Lautstärke, aber lässt den Live-Sound nicht dumpf klingen. Bei guter Pflege langlebig. DACKEL-OHRSTÖPSEL: Die auffällige Variante aus Japan. Gleiches Material wie die Schaumstoff-Ohrstöpsel, aber ein viel größerer Hingucker.

SCHAUMSTOFF-OHRSTÖPSEL: Wird häufig als Werbegeschenk herausgegeben oder günstig verkauft. Auch hier leidet die Soundqualität, aber das Ohrensausen entfällt. PETERSILIE: Ein Sträußchen im Ohr hilft erwiesenermaßen sogar gegen die Kakophonien eines Troubadix (siehe »Asterix als Gladiator«, ebd.; »Asterix und die Normannen«, Seite 43). GEHÖRSCHUTZ MIT AUSTAUSCHBAREN FILTERN: Der Gehörschutz für Audiophile. Durch verschiedene Einsätze lässt sich regulieren, wieviel Lautstärke herausgefiltert wird. Bei William Fitzsimmons reicht die leichte Version, bei Manowar greift man zur stärksten.

WWW.AXELBOSSE.DE

Engtanz Tour 2016 22.07. 20.08. 02.09. 24.11. 25.11. 26.11. 29.11. 30.11. 02.12. 03.12. 06.12. 08.12. 09.12.

Jena — Kulturarena AU S V E R K AU F T Braunschweig — BraWo Bühne Bochum — Zeltfestival Ruhr Offenbach — Stadthalle Köln — Palladium V E R L EG T VO M E- W E R K Münster — Halle Münsterland Bremen — Pier 2 München — Tonhalle Stuttgart — Liederhalle Beethovensaal Hannover — Swiss Life Hall Berlin — Columbia Halle AU S V E R K AU F T Leipzig — Haus Auensee Hamburg — Sporthalle AU S V E R K AU F T

Engtanz @ Festivals 2016 24.06. 24-26.06. 24-26.06. 23.07. 05.08. 10-14.08. 11-14.08. 11-13.08. 24-27.08. 03.09.

Bielefeld — Unifest Scheeßel — Hurricane Festival Neuhausen ob Eck — Southside Festival Rostock — Rostock Rockt Sigmaringen — SummerNights Festival Eschwege — Open Flair Rothenburg ob der Tauber — Taubertal Festival Püttlingen — Rocco Del Schlacko Übersee — Chiemsee Summer Berlin — Fritz DeutschPoeten

Engtanz Open Air 2017 26.08. Hamburg – Kultursommer 2017

DAS A L B U M

« Z N A T G N E » IN G L E S M IT D E N S E IN H U R R A « & »D » S T E IN E «


177 TIPPS & TRICKS

MEIN TICKETPORTAL

7 Tipps fürs »Schöner Campen« Ihr seid eifersüchtig, weil die Truppe nebenan ihren Pavillon so schön geschmückt hat und ihr nur zwischen rostigen Konservendosen sitzt? Ach, was die können, könnt ihr schon lange – und alles was ihr dafür braucht, habt ihr bestimmt auch dabei! 1. RAVIOLIDOSEN-TEELICHTER Romantischer Kerzenschein leicht gemacht! Entfernt das Etikett einer ausgewaschenen Raviolidose und sucht einen spitzen Gegenstand (Nagelschere, Korkenzieher, Messer). Nun pikst ihr Löcher in die Dose, sodass die Umrisse eine Form ergeben (z.B. Stern, Herz, Penis). Dann noch ein Teelicht rein stellen und voilà – Romantik garantiert! 2. DOSEN-ASCHENBECHER Richtig beeindrucken könnt ihr eure Nachbarn mit diesem Aschenbecher. Dafür den oberen Teil einer Bierdose abschneiden. Den Rest der Dose auswaschen und senkrecht 16 gleich große Streifen einschneiden. Alle Streifen nach außen knicken, sodass eine Art Stern entsteht. Nun den ersten Streifen hinter den dritten falten und mit allen wiederholen, so entsteht wieder ein Stern. Überstehende Reste abschneiden. Macht sich auch gut als Teelichthalter! 3. GAFFA MACHT’S MÖGLICH Wie ihr wisst, hält Gaffa-Tape die Welt zusammen und darf daher auf keinem Festival fehlen. Ihr könntet also mit Gaffa euren Müll verkleben und Plastiken kreieren. Oder ihr nehmt wehrlose Passanten und drapiert diese mit Gaffa zu einer Neu-Interpretation der Laokoon-Gruppe (-> ggfs. im Internet nachschlagen). Aus Bierdosen kann man auch Tiere basteln, die den Zelteingang bewachen oder bei den Nachbarn um Essen betteln.

SPORTFREUNDE STILLER, BOSSE, FRITTENBUDE, MOOP MAMA, SOOKEE, RDGLDGRN u.v.m. 23.06. Bielefeld, Campus Bielefeld

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4. WIMPELKETTEN AUS STROHHALMEN Damit der Pavillon ein bisschen Farbe bekommt, könnt ihr euch Wimpelketten basteln. Dafür Strohhalme in der Mitte durchschneiden und immer durch drei eine Kordel ziehen. Die Halme zu einem Dreieck formen und die Kordel oben erneut durch den ersten Strohhalm fädeln. Dann wieder drei Halme einfädeln und so weiter. Tipp für Fortgeschrittene: Auf die Farben der Halme achten und Abwechslung bringen! 5. VIELFÄLTIGE KNICKLICHTER Knicklichter sind fast ebenso multipel einsetzbar wie Gaffa. Sie können als Lampe, Schmuck und eben auch als Dekoration dienen. Es lässt sich beispielsweise eine Girlande aus mehreren Knicklichtern, zu Ringen geformt, machen. Oder ihr klebt ganz viele unter die Decke eures Pavillons und kreiert einen eigenen Sternenhimmel. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt (anders als der Leuchtdauer der Knicklichter). 6. KLOPAPIERROLLEN Wer sich traut, die leeren Klopapierrollen aus den Dixis zu sammeln, erhält dadurch viele Möglichkeiten (...der Ansteckung). Einige davon zusammengeklebt, ergeben eine praktische Besteckaufbewahrung. Mit ein paar mehr davon lässt sich ein Trinkspiel basteln. In die Rollen kleine Schnapsflaschen legen und mit einem kleinen Ball darauf werfen. Der Inhalt der getroffenen Rolle muss getrunken werden (ggfs. mit unterschiedlichen Flüssigkeiten vorbereiten). 7. LAUTSPRECHER Um dem neuen Ambiente den letzten Schliff und die nötige Aufmerksamkeit zu verschaffen, fehlt nur noch laute Musik. Dafür könnt ihr euch Lautsprecher aus einer Klorolle und zwei leeren Dosen basteln. In die Klorolle müsst ihr ein rechteckiges Loch schneiden, damit ihr euer Handy hineinstecken könnt. In die beiden Dosen müssen nun Löcher in dem Durchmesser der Klorolle. Dann die beiden Dosen an die Enden der Rolle stecken und fertig – Musik an!

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TIPPS & TRICKS

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Schauergeschichten

DER GROSSE FESTIVALGUIDE-TEST

REGEN

Festivalguide widmet sich diesmal einem der Top-Themen auf jedem Campingplatz: Regen. Der Niederschlag ist ein häufiger, dennoch meist unerwünschter Gast bei Festivals. Doch ist sein schlechter Ruf begründet? Wie immer lohnt es zu differenzieren. Wir widmen uns gleich sechs verschiedenen Regenarten, um sie von der Wolke bis zur Pfütze zu testen. Fotos: Nadine Schwickart

GESTRESSTER REGEN

UNSERIÖSER REGEN

Wer kennt das nicht? Der Körper randvoll mit Bier, der Magen gestresst und »blabbb…«, volle Entladung. Wolken ergeht es kaum anders. Im Gegensatz zum Erbrochenen erzeugt Gestresster Regen Zufriedenheit bei denjenigen, die er trifft. Das Scheitelchakra wird durch den viskos-dominanten Aufprall des erfrischenden Ejakulats angeregt und wirkt umgehend auf das Wohlfühlareal im Keinhirn. Spontane Erektionen oder Eisprünge möglich.

Unseriöser Regen tritt für gewöhnlich in runder Form auf und das in 2D und in 3D (letztere sogar durchsichtig). Er ist besonders heimtückisch, da er sich überhaupt nichts aus Wolken macht, weshalb es fast unmöglich ist, ihn vorherzusagen. Toll daran ist, dass man mit ihm auf jeden Kindergeburtstag fahren kann, ohne aufzufallen. Weniger toll ist, wenn man eigentlich zum Wave & Gotik-Treffen wollte.


179 TIPPS & TRICKS

INKONSEQUENTER REGEN

ISOTONISCHER REGEN

Der Inkonsequente Regen geht zumeist in Grenzregionen nieder. Man fühlt sich, als ob man bei »1,2 oder 3« mit einem Bein auf einer anderen Zahl steht als mit dem anderen. Komplett umziehen ist doof, weil die andere Hälfte ist ja noch gut, aber so halb tropfend könnte man sich höchstens in fremde Schlafsäcke legen. Ein paar Momente früher losgerannt, hätte man aber auch ganz unter das Dach der Zeltbühne gepasst, als der Himmel sich entlud.

Gleich drei Institute haben vergangenes Jahr erneut festgestellt, wie vitaminreich und auch wertvoll fürs Haar dieser Regen eigentlich ist (vgl. Institut Weihenstephan, Studie Prof. Krombacher und von Beck’s Labor). Gerade zu späteren Stunden auf dem Campingplatz und bei Bierengpässen kann es passieren, dass einem Wildfremde danach den Kopf küssen. Ob das zu Plus- oder Minuspunkten führt, bleibt umstritten.

TEMPERATURINTENSIVER REGEN

BÖSARTIGER REGEN

Temperaturintensiver Regen in seiner Minusvariante ist ein Segen. Volltrunkene, im Stehen schlafende Festivalbesucher werden durch das rhythmische »klonk, klonk« auf der Schädeldecke geweckt, Stammhirnreflexe lassen die rechte Hand nach oben schnellen, augenblicklich wird die lauwarme Bierbrühe in der Dose trinkfertig runtergekühlt. Bei Paralyse durch Eisstarre ist auf den nächsten T.R. in der Positivvariante zu warten. Hodor …!

Die Natur kann grausam sein. In ihrer diabolischsten Form tritt sie als Bösartiger Regen auf, der durch heimtückische, tagelange Penetranz selbst den härtesten Festivalbesucher um Gnade winseln lässt. Der Versuch unserer Testperson, durch okkulte Symbole auf dem Regenschutz das Luziferische fernzuhalten, ist naiv. Selbst Laserschwerter geben hier ihren Geist auf. Die flehende, gekreuzte Körperhaltung des Probanden spricht Bände.


TIPPS & TRICKS

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Fragen Sie Dr. Backstage

Seit letztem Jahr erreichen uns wöchentlich immer noch Dutzende Zuschriften, die uns von euren Sorgen und Problemen bei Liebe, Sex und Zärtlichkeit berichten. Das Dr. Backstage-Team ist natürlich nach wie vor bei der Sache und leiht euch ein offenes Ohr, wo andere möglicherweise einfach weghören. Damit es auch 2016 mit der Festivalromantik hinhaut, stehen euch unsere Experten mit Rat und Tat zur Seite. Seid also versichert: Es gibt keine dummen Fragen. Nur dumme Antworten. RUTH, 49: Yo Dr. Backstage! Folgendes: Meine Tochter Janine (15) und ich sind nicht bloß Mutter und Tochter, sondern außerdem schon seit ewig BFFs. Unsere gemeinsame Leidenschaft sind Festivals, vor allem, wenn Trap oder Old School Crunk auf dem Programm stehen. Dieses Jahr hatte ich mich schon so gefreut, mit ihr zum Out4Fame zu fahren und Haiyti aka Robbery auszuchecken, aber jetzt sagt sie, dass sie einen von uns umbringen würde, wenn ich noch einmal das Wort »swag« benutze. Könnt ihr mir sagen, was mit der Bitch los ist? DR. BACKSTAGE: Liebe Ruth! Es ist ganz normal, dass selbst beste Freundinnen ab und zu Beef haben, und sei ehrlich: Meistens geht es doch nur darum, wer gerade den süßeren Boy oder die größeren Brüste hat, oder? Wenn Janine im Moment nicht mit dir reden will, gib ihr Zeit! Währenddessen kannst du ja heimlich ihr Tagebuch durchlesen, um ihr so zu zeigen, dass sie dir vertrauen kann. MAXIMILIAN (17): Ich bin schon seit zwei Jahren mit meiner Freundin zusammen und bis vor kurzem waren wir auch total glücklich miteinander. Dann hat sie auf dem Haldern meinen Zwillingsbruder Victor kennengelernt, der praktisch genauso aussieht wie ich. Dass sein Penis fünf Zentimeter länger ist als meiner, habe ich ihr bis jetzt verschwiegen, aber

sie phantasiert auch so dauernd von Sex zu dritt, was mich ehrlich gesagt gar nicht antörnt. Was soll ich bloß tun? DR. BACKSTAGE: Hallo Maximilian! Dazu musst du wissen, das 84 Prozent aller Mädchen zwischen 15 und 25 von Geschlechtsverkehr mit Zwillingen träumen, also noch vor lesbischer Liebe (69%) und Tentakelsex (65%). Die Lieblingsphantasien von Frauen zwischen 40 und 55 Jahren sind dagegen folgende: Sex mit entflohenen Sträflingen (77%), Sex mit inhaftierten Sträflingen (61%) und die Tötung des untreuen Ehemanns in einer Badewanne, um anschließend Blutwurst herzustellen, die danach an das Flittchen, das er gevögelt hat, verfüttert wird (45%). Also ehrlich: Was ist dir lieber? FELICITAS, 16: Hilfe, Dr. Backstage! Eigentlich ist mein Freund ein ganz lieber muschileckender Schatz, aber immer wenn ich mit meiner Riot-Grrrl-Punkband namens Fötusfondue proben will, verwandelt sich der kleine Sauerstoffdieb in eine minderbemittelte menschliche Einwegflasche, die mir allen Ernstes mit ihrer weinerlichen Männerperiode auf den Sack geht als sei ich seine beknackte Mutter! Was hat der Typ für ein Problem?? DR. BACKSTAGE: Hallo Felicitas! Die Pubertät kann insbesondere für Jungs eine schwere Zeit sein. Berufswünsche wie Astronaut, Lokführer oder Feuerwehrmann

erweisen sich als illusorisch, neue Identitäten wie Trunkenbold, Trickbetrüger oder Gewaltverbrecher zwicken noch beim Anprobieren. Eine selbstbewusste Partnerin ist da genau das, was ein unsicherer Loser nicht braucht. Wenn du ihn liebst, musst du deine eigenen Träume unbedingt hinten anstellen und dir deinen IQ am besten auch etwas heruntertrainieren! RUSLAN, 15: Bis zum letzten Wacken dachte ich, dass ich ein ganz normaler schwuler Metalhead mit Migrationshintergrund wäre, der gerne harte Drogen nimmt und Tiere quält. Inzwischen bin ich mir aber sicher: Ich habe religiöse Gefühle. Eigentlich weiß ich, dass ich mich auf meine Freunde und mein Umfeld verlassen kann, aber ich habe trotzdem Riesenangst vor meinem Coming Out! Was jetzt? DR. BACKSTAGE: Lieber Ruslan, auch wenn religiöse Menschen in unserer Gesellschaft natürlich noch nicht dieselbe Akzeptanz genießen wie drogensüchtige Tierquäler, solltest du zu dieser persönlichen Entscheidung stehen! Wenn deine Freunde echte Freunde sind, werden sie dich darin unterstützen. Du solltest dir höchstens überlegen, welcher der schätzungsweise 4.500 Religionen auf der Welt du beitreten möchtest, um nicht aus Versehen den falschen Gott anzubeten und später in der Hölle zu landen.


TIPPS & TRICKS

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FREUNDSCHAFT FOREVER In den vergangenen Wochen schickten viele Jägermeister-Fans tausende leere Flaschen zum Firmensitz nach Wolfenbüttel zurück. Die Bemühungen hatten natürlich ihren Grund, denn rund 5.000 Flaschen sind nötig, damit das Monument der Freundschaft entstehen kann. Die Installation wird während der Kieler Woche enthüllt, die dieses Jahr vom 18. bis 26. Juni stattfindet. Jägermeister wird dann auf den Kieler Reventlouwiesen in der Arena der Freundschaft im Jägermeister Musikzirkus mit Live-Acts wie der Jägermeister Blaskapelle, Bonaparte und Das Bo einheizen. Weitere Special Guests werden eine Woche vorher über die Jägermeister Kanäle mitgeteilt. Natürlich kann man bei dieser Aktion auch etwas abstauben: Wer bei der Errichtung des einzigartigen Werkes dabei sein will, kann eine Reise zur Kieler Woche gewinnen. Die Gewinner dürfen sich zusätzlich auf etwas ganz Besonderes freuen: Der niederländische Tätowierer Henk Schiffmacher aka Hanky Panky sticht ein Freundschafts-Tattoo. Der Meister der Tinte durfte schon bei Lady Gaga, Anthony Kiedis und Kurt Cobain Hand anlegen. Checkt die Webseite: jaegermeister.de/monument

NOEL GALLAGHER’S HIGH FLYING BIRDS MANDO DIAO | BAND OF SKULLS

FRANK CARTER & THE RATTLESNAKES | ABBY | THE KING BLUES | TIM VANTOL SMILE AND BURN | PINS | TREETOP FLYERS | OTHERKIN | AND SPECIAL GUESTS T I C K E T S & I N F O : W W W. P U R E A N D C R A F T E D. C O M

#pureandcrafted


183 TIPPS & TRICKS

#FESTIFAIL NO.5

ÜBERTRIEBENES SPONSORING Festivals sind Orte beinahe grenzenloser Freiheit, aber Werbepausen, während der Headliner spielt, gehen gar nicht. Klar, Sponsorenengagement macht die Tickets billiger und sorgt im Zweifel dafür, dass ihr umsonst Kondome, Tabakbeutel oder Müsliriegel ausgehändigt kriegt. Ähnlich wie im Fußballstadion kann man es damit aber auch übertreiben. Ganz abgesehen davon, dass sich gewisse politische Botschaften, die auf der ein oder anderen Bühne erschallen, nicht unbedingt mit der Kaufense-kaufense-Message global agierender Großkonzerne vertragen, nimmt ab einem gewissen Grad der kommerziellen Durchdringung auch die seelische Ausgeglichenheit ab. Hier gilt es Maß zu halten, bevor es irgendwann heißt: »Ihr Sonnenbrand wird

Ihnen heute von Nivea präsentiert, der Festivalschlamm von Birkenstock, und Ihr Hangover ist eine Gemeinschaftsaktion des Deutschen Brauereiverbandes mit dem ADAC.«

WIR WAREN JUNG UND BRAUCHTEN

DAS ZELT

Trinkt verantwor tungsvoll. DrinkIQ.com Das Wort SMIRNOFF und damit verbundene Logos sind Markenzeichen © The Smirnoff Co 2016

Temperatur? Stabil! Das Bier (oder andere Getränke) beim Festival in der richtigen Temperatur zu halten, ist eine echte Herausforderung. Stanley hat die Lösung: Der Vacuum Pint aus Edelstahl fasst gut 400 ml und hält euer Bier bis zu 4,5 Stunden kalt – wenn es dann noch nicht schal geworden ist – oder den Kaffee rund 1,5 Stunden warm. Praktisch ist der im Deckel integrierte Flaschenöffner für Limo- und Bierflaschen. Die Lackierung im Hammerschlag-Grün verleiht dem Becher noch dazu einen ernsthaften Look. 17 cm ist er hoch und wiegt leer etwas mehr als 300 Gramm. Klingt viel? Prioritäten setzen!


TIPPS & TRICKS

184 DAS FESTIVAL-KOCHBUCH #3

RHABARBERLIMONADE

Es muss ja nicht immer Bier sein. Dieser Limonadensirup lässt sich vor dem Festival zubereiten und dann mit verschiedenen Getränken kombinieren. Das Rezept stammt aus »Open Air – Das Festival- & Camping-Kochbuch«. Für etwa 1 Liter Limonadensirup Vorbereitung: 1,5 kg Himbeer-Rhabarber (auch »Rosen-Rhabarber«, rosarot, zartstielig) fein stückeln und in einem Topf mit 800 g Zucker, 100 ml Honig, dem Saft von 1 Zitrone und 1 Anisstern mischen. 3 Stunden ziehen lassen. Dann aufkochen und unter Rühren 20 Minuten offen kochen. Durch ein Sieb passieren, den Saft auffangen. Noch heiß in saubere, heiß ausgespülte Flaschen mit Schnapp- oder Drehverschluss füllen und verschließen. Zubereitung: Der abgekühlte Sirup lässt sich nach Geschmack (ca. im Verhältnis 1:4) mit eiskaltem Sprudelwasser auffüllen, aromatisiert kalten Tee oder Sekt. Mit Eiswürfeln servieren! Aus: Open Air – Das Festival- & Camping-Kochbuch, Brandstätter Verlag, € 29,90

Notwehr gegen Dosenfutter Über 100 Rezepte für jede Ausstattung und Gelegenheit, gekocht auf diversen europäischen Festivals von Roskilde über Summerjam, Melt! bis Sziget – darum geht’s in »Open Air – Das Festival- und Camping-Kochbuch« von Koch und Foodblogger Stevan Paul. Das Buch bietet nicht nur leckere Rezepte, sondern auch Tipps fürs Packen, Grillen, Kaffee kochen und macht mit tollen Fotos Lust auf den nächsten Festivalbesuch. Ohne Ravioli-Dose.


185 TIPPS & TRICKS

ARM

ODER REICH

DIE POLIZEI RÄT Wer nach dem Festival seine sieben Sachen noch beisammen haben möchte, sollte ein paar Dinge beachten. Tipps gab uns Jörn Donhöfner, der den Polizeieinsatz beim Hurricane Festival koordiniert. COOL ODER NICHT Sexy, die zerknitterten Scheinchen lässig aus der Hosentasche zu bröseln. Weniger sexy, wenn das der liebe Dieb von nebenan tut. Also, Geld immer in den Brustbeutel oder ähnliches. WEG ODER NICHT Wer das Smartphon nicht zu Haus lassen will: Fuchtelt nicht so auffällig mit dem teuren Ding herum. Sonst ist die Liebeserklärung eures MoshpitNachbarn gar nicht euch gewidmet. Schwupps, wegisdasfon. SCHLITZ ODER SCHLOSS Profis schlitzen Zelte auf. Gegen den Gelegenheitsdieb, der sich nur mal ’ne bessere Iso-

matte gönnen will, hilft auch ein kleines Vorhängeschloss. Wertsachen, die ihr nicht am Körper tragt, lieber ins Auto. Nicht sicher, aber sicherer. GEGRILLT ODER GESCHÜTZT Unwetter gehören zu den Ereignissen, die spätere Festival-Geschichtsschreibung am nachhaltigsten prägen. Wenn allerdings die Blitze um euch herum einschlagen, ist es spätestens geraten, sich ins Auto zu verziehen. Festival-Apps und Camp-Radios warnen meist rechtzeitig. GELD ODER DIEBE Falls euch doch mal was geklaut wird, Kredit- und EC-Karten über die Nummer 116 116 sperren lassen. Bargeld und EC-Karten nicht an einem Ort aufbewahren. Diebstahl bei der Polizei melden und beim Festival-Fundbüro fragen. Manche Menschen wollen nur euer … Geld.

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TIPPS & TRICKS

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WIE FINDE ICH MEIN ZELT WIEDER? Schon wieder zwangsweise draußen geschlafen? Muss nicht sein. v GPS-Koordinaten des Zelts per Google Maps speichern oder eine App wie Tent Finder oder Festival Buddy verwenden. v Umgebung einprägen (Auffälligkeiten in der Gegend merken, Zeltstraßennamen notieren). v Auffälliges Zelt wählen (siehe auch Seite 173). v Leuchtende Zelt-Heringe verwenden. v Fahne aufstellen (Masthöhe über 2,50 Meter)! Oder sich an denen anderer Camps orientieren.

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A$ap Ferg, Bad Company Uk (Full Original Lineup), Band Of Skulls, Ben Klock, Birdy Nam Nam, Boris Brejcha, Boys Noize, Danakil, Dave Clarke, Deluxe, DJ EZ, DJ Premier & The Badder, Django Django, Etienne de Crécy presents Superdiscount 3 Live, Fakear, Floating Points live, Four Tet, Gramatik, High Contrast feat. MC Wrec, Kerri Chandler, Kollektiv Turmstrasse, Lagwagon, Len Faki, Life of Agony, Mac DeMarco, Maceo Plex, Madball, Mobb Deep, Mr. Oizo, N’to Live Perc, Netsky LIVE, Odesza, Oxmo Puccino, Pantha Du Prince presents The Triad, Peaches, Pixies, Poliça, PRhyme, Rhye, Richie Hawtin, Roni Size & Krust present Full Cycle feat. Dynamite MC, Rudimental, Salut c’est cool, Sigur Rós, Skepta, Spor, Stand High Patrol, The Prodigy, The Vaccines, Tiga live, Underworld, Wiz Khalifa, and many more ... DOUR – WO LIEGT DAS DENN? Dour liegt im Herzen Europas und freut sich somit über ein internationales Festivalpublikum aus Deutschland, Frankreich, Holland, England...

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VOLLER AKKU DURCH SOLAR-POWER Auf einem Festival kann man ja viel ertragen: Dixies, Schlafentzug oder warmes Bier. Aber ein leerer Handy-Akku ist wirklich zu viel! Der Yeti Solar Generator schafft Abhilfe. Auch wenn bei vielen Festivalgängern bei dem Wort »Generator« sofort die Alarmglocken klingeln, sollte man den Yeti Solar Generator nicht scheuen. Denn der schafft es, ganz ohne Lärm, Rauch und Diesel, mithilfe der Sonne Energie zu erzeugen, um Lampen, Handys und Laptops zu laden. Das System funktioniert mit einem Solar Panel, das in der Sonne liegen muss und das wiederum den gewonnenen Strom auf dem Generator speichert. Der Generator kann dann wiederum eure Akkus laden. Das Laden des Generators in der Sonne braucht je nach Solar Panel um die 20 Stunden. Es empfiehlt sich also, den Generator vorher zuhause oder im Auto aufzuladen, was dann nur acht Stunden dauert. Mit einer vollen Generatoren-Ladung lassen sich dann stolze 15 Smartphone-Akkus füllen.


187 TIPPS & TRICKS

DAS FESTIVAL-KOCHBUCH #4

DONOTS

CHICKEN YASSA Der Foodstand »Mos Dolly« vom Summerjam liefert die Inspiration für dieses Rezept. Koch Stevan Paul hat sich nach zahlreichen Besuchen am Stand der Familie Barker an eine eigene Variante des westafrikanischen Gerichts gewagt. Das Gericht am besten vor dem Festival kochen, einfrieren und im Schichtkühlsystem integrieren. Reis oder Couscous dazu frisch kochen. Für 6–8 Hähnchen-Keulen Zubereitung: 6 Hähnchen-Schenkel in einem beschichteten Topf im Butterschmalz rundum goldbraun braten. Währenddessen 2 Zwiebeln pellen und grob würfeln, 150g Weißkohl grob würfeln. 2 Möhren schälen und in Scheiben schneiden. Hähnchenkeulen herausnehmen und beiseite stellen. Gemüse im Bratfett hellbraun braten. Mit Lorbeer, Chili, Salz und Zucker würzen, mit 600 ml Hühnerbrühe auffüllen. Hähnchenschenkel wieder zugeben. 25 Minuten schmoren, dabei das Fleisch zweimal wenden. Inzwischen 2 Knoblauchzehen pellen, 20g Ingwer schälen und beides fein hacken. Mit 2 EL Senf, 3 EL Honig und 1 TL Kartoffelmehl oder Stärke verrühren. Schale einer Zitrone fein abreiben und unterrühren. Zitrone auspressen und den Saft unterrühren. 5 Minuten vor Ende der Garzeit die Zitronen-Senf-Würzpaste unterrühren. Das fertig geschmorte Huhn nach Geschmack mit Salz und Chili nachwürzen und servieren. Aus: Open Air – Das Festival- & Camping-Kochbuch, Brandstätter Verlag, € 29,90

IHR FREAKS #4

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20. AUGUST 2016 | BONN-BEUEL

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BEGINN 12:00 UHR | EINLASS 11:30 UHR | FESTIVALGELÄNDE NEU-VILICH | AK: 18€ OPEN AIR FESTIVAL | KARTEN AUF BONNTICKET.DE UND ALLEN BEKANNTEN VVK-STELLEN

LIMP BIZKIT DIE FANTASTISCHEN VIER PARKWAY DRIVE SUM 41 THE HIVES DESCENDENTS BOSSE DIE ????? WOLFMOTHER CLUTCH WIZO MADSEN BOYSETSFIRE JENNIFER ROSTOCK FLAG ZEBRAHEAD WIRTZ ROYAL REPUBLIC SALTATIO MORTIS TALCO JOHN COFFEY MONSTERS OF LIEDERMACHING TURBOSTAAT DOCTOR KRAPULA MOOP MAMA FEINE SAHNE FISCHFILET J.B.O. VON BRÜCKEN OK KID GROSSSTADTGEFLÜSTER ANDY FRASCO & THE U.N. KILLERPILZE MASSENDEFEKT CÄTHE THE RUMJACKS BEACH SLANG FJØRT JAYA THE CAT SWISS & DIE ANDERN KEULE WHO KILLED BRUCE LEE BAZZOOKAS THE PROSECUTION LIEDFETT WOHNRAUMHELDENLIGA KAPELLE PETRA RAINER VON VIELEN BLACKOUT PROBLEMS DAS PACK MILLIARDEN RHONDA SOOKEE KAFVKA TURBOBIER KOBITO TRANSMITTER LE FLY THE TIPS SCHLUCK DEN DRUCK BANDA SENDEROS VENOM IS BLISS ERWIN & EDWIN GRIZZLY TRASHKIDS L'AUPAIRE WEITERE ACTS IN VORBEREITUNG

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TIPPS & TRICKS

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Flunkyball für Profis

kakkMaddaFakka w sOPhie hunger w eleMent OF criMe FM BelFast w williaM FitZsiMMOns w Fraktus w rOManO die nerVen w uMse w raZZ w ZugeZOgen Maskulin w FatOni Jan Plewka & MarcO schMedtJe w isOlatiOn Berlin Meute w cOMa w sVen haMMOnd w whO killed Bruce lee Milliarden w kYtes w dicht & ergreiFend w tender gaMes kenO & triBes OF JiZu w JOcO w deXter & V.raeter VOn wegen lisBeth w nagel w giant rOOks w this VOid www 29•30•31• Juli kurhaus dangast strand

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Du hast schon immer davon geträumt, ein Teil dieser glorreichen Flunkyball-Turniere auf Festivals zu werden? Doch all deine Versuche sind kläglich gescheitert oder du hast dich gar nicht erst getraut? Mit diesen Tipps sei dir der Weg bereitet, die Welt in Schutt und Asche zu trinken! Schnapp dir deine Freunde und los geht’s! 1. DAS TEAM Hol dir einfach deine besten Freunde ins Boot, denn auf die ist Verlass. Gut ist, wenn sie einigermaßen fit beim Werfen und Laufen sind, aber Bewegungsunfähigkeit sollte kein Ausschlusskriterium sein. Beim Flunkyball blüht auch der letzte Versehrte richtig auf und entdeckt Stärken, selbst wenn diese sich im Trinken erschöpfen. Ihr solltet übrigens mindestens vier Leute sein. Die Zahl ist aber bei den meisten Turnieren nach oben offen.   2. PROFESSIONELLES AUFTRETEN Das wichtigste an einer richtigen Mannschaft ist natürlich der Name. Denkt euch einen furchteinflößenden Namen aus, oder zumindest einen, der für Irritation und Grübeln sorgt – das lenkt die Gegner ab. Und passt auf, dass ihr euch über die Diskussion des Namens nicht überwerft, einen solch frühen Tod sind schon viele Bands gestorben, von denen die Welt nie erfuhr. Als nächstes braucht ihr Trikots, auf denen der Name des Teams und im besten Fall natürlich der Name des Teammitglieds stehen muss. Es ginge auch dasselbe Bandshirt, auf dem dann die bereits vorhandene Beschriftung per Edding kurz korrigiert wird. Zum richtigen Dresscode gehört noch das gewisse Extra. Ein Kutte beispielsweise, die natürlich umso mehr Respekt einfährt, wenn sie nach Alkohol und Körperflüssigkeit riecht. Praktisch hingegen sind Leggings. Ja, auch für die Männer (siehe Ablenkung des Gegners)! Keinerlei Einschränkung und optimale Dehnbarkeit, der Weg zum Sieg! Und dann überlegt euch einen richtig fiesen Kampfspruch zur Eigenmotivation und Einschüchterung des Gegners (und bitte nicht umgekehrt!).   3. FESTER TRAININGSPLAN Vor dem Vergnügen steht bekanntlich die Arbeit. Beim Training solltet ihr mit oder gegen euch selbst spielen und herausfinden auf welchen Positionen die Stärken der TeamMitglieder liegen. Wechselt zwischen Untergrund, Ball, Flasche, Biersorte und Biertemperatur, damit ihr wirklich für alles gewappnet seid! Gewappnet solltet ihr aber auch darauf sein, dass hartes Training nicht spurlos an Figur, Uni, Arbeit, Prestige, Gesundheit und Familie vorbeigehen wird. Aber das wird euch alles verziehen, wenn ihr erst einmal Weltruhm erlangt habt! (Nicht vergessen: Der Campingplatz ist eure Bühne!)   4. HÖHER, WEITER, SCHNELLER Die erste Runde zählt, setzt also am Anfang eure besten Läufer und Werfer ein, versetzt den Gegner ruhig in Angst und Schrecken. Vergesst niemals euer Kampfgeschrei! Ziert euch nicht vor dem Rülpser danach, der kann Leben retten!


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SOMMERFESTIVAL DES TOLLHAUS KARLSRUHE 08 | 07 - 07 | 08 | 2016 Dinosaur Jr.

08.07. ZELTIVAL-Eröffnung ALEJANDRA RIBERA 09.07. CANDY DULFER 13. oder 14.07. tbc SHANTEL & BUCOVINA CLUB ORKESTRA 16.07. CAT POWER 17.07. KEB’ MO’ 18.07. JOSÉ JAMES 19.07. POLIÇA 20.07. KITTY, DAISY & LEWIS 25.07. GREGORY PORTER 26.07. CHICO TRUJILLO 28.07. YAEL NAÏM 29.07. LISA SIMONE 30.07. ENNO BUNGER 31.07. NADA SURF 01.08. ALEXANDER ABREU Y HAVANA D’PRIMERA 02.08. ANA TIJOUX 05.08. ELECTRIC UDE SWING CIRCUS ZELTIVAL VORFRRE PERINÉ 29.06. MONSIEURSPIEL 06.08. LEYYA & 01.07. FEDE DINE FAREWELL DEAR GHOST 03.07. HAZMAT MO 04.07. TORTOISE ... und andere mehr

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POPversammlung

präsentiert

07.06.16 13.06.16 03.11.16 11.11.16

Leipzig, Täubchenthal Erlangen, E-Werk Köln, Live Music Hall Berlin, Astra

Drive Like Jehu 08.06.16 Berlin, Lido

KvelertaK Graveyard UNCle aCId

& THE DEADBEATS

ImperIal State eleCtrIC SpIderGawd year of the Goat BomBUS maNtar dead lord whIte mIleS plaNet of zeUS hoNeymooN dISeaSe CaNNahaNN dead aNd StoNed

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nEuEnSEE (ofr.)

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Autolux

08.06.16 Hamburg, Molotow 09.06.16 Berlin, Lido

Editors

+ Frightened Rabbit 28.06.16 Berlin

Pokey LaFarge

03.07.16 München, Ampere 04.07.16 Erlangen, E-Werk 05.07.16 Köln, Gebäude 9

Cat Power 11.07.16 12.07.16 13.07.16 16.07.16

Köln, Gloria Darmstadt, Centralst. Kassel, Kulturzelt Karlsruhe, Zeltival

Black Mountain

DJ Shadow

28.06.16 Berlin 29.06.16 Köln 05.07.16 Hamburg

12.07.16 Köln, Gebäude 9 13.07.16 Leipzig, UT Connewitz 14.07.16 HH, Uebel & Gefährlich

Calexico

21.07.16 Leipzig, Geyserhaus

Timothy Auld 11.09.16 12.09.16 13.09.16 14.09.16 15.09.16 16.09.16 17.09.16

Köln, Studio 672 Leipzig, Täubchenthal Hamburg, Prinzenbar Berlin, Musik & Frieden Dresden, Scheune Heidelberg, Karlstorbhf Nürnberg, Club Stereo

Beirut

09.07.16 Berlin 10.07.16 München 13.07.16 Köln

Wovenhand 12.09.16 13.09.16 21.09.16 22.09.16 23.09.16

10.–28.08.2016 K AMPNAGEL HAMBURG

DAS STADTSTRAND FESTIVAL IM TREIBGUT VOL.3

17.8. TONBANDGERÄT 18.8. HERRENMAGAZIN 24.8. VON BRÜCKEN 25.8. TEESY 26.8. JESPER MUNK TREIBGUT

RONSDORFER STR. 134 40233 DÜSSELDORF

GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR ATA K AK LE1F HATSUNE MIKU LADY BITCH R AY EASTER ROBOT KOCH PENG! KOLLEKTIV HAIYTI JAN PLEWK A CHRISTIAN NAUJOKS U.V.M. Komplettes Programm ab 14. Juni!

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Köln, Gebäude 9 Frankfurt, Zoom München, Ampere Leipzig, UT Connewitz Berlin, Heimathafen

Gold Panda 22.09.16 05.10.16 06.10.16 07.10.16

Goat

10.10.16 11.10.16 12.10.16 13.10.16

HH, Reeperbahnfestival Berlin, Berghain Köln, Kulturkirche Heidelberg, Karlstorbhf.

Benjamin Clementine 17.07.16 Berlin

Köln, Stadtgarten München, Ampere Berlin, Berghain Heidelberg, Karlstorbhf.

Scott Matthews

19.10.16 Köln, Studio 672 20.10.16 Hamburg, Nochtspeicher 25.10.16 Berlin, Grüner Salon

Caravan Palace

The Kills

08.08.16 Leipzig 22.10.16 Berlin 23.10.16 Hamburg 25.10.16 Köln 26.10.16 München

21.11.16 Düsseldorf, Zakk

Tindersticks

24.11.16 Berlin, Konzerthaus

Alex Vargas

28.11.16 Hamburg, Nochtspeicher 29.11.16 Berlin, Prince Charles 30.10.16 Köln, Yuca

Chilly Gonzales

21.12.16 Düsseldorf, Tonhalle

The Tallest Man On Earth 15.08.16 Leipzig

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TIPPS & TRICKS

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FINDET EUREN FESTIVAL-NAMEN … und tragt ihn mit Würde. Festivals sind Paralleluniversen. Die verlangen noch weitaus parallelere Namensgebungen. Findet euren Festival-Kraftnamen, indem ihr ihn aus den Anfangsbuchstaben der Antworten auf die folgenden drei Fragen zusammensetzt. Natürlich für Männlein und Weiblein getrennt.

MÄDELS 1. Anfangsbuchstabe Vorname

2. Anfangsbuchstabe erstes Festival

3. Anfangsbuchstabe Band

A Die begnadete

A Majestät

A mit der eisernen Leber

B Die tollkühne

B Hexe

B außer Rand und Band

C Die missvertstandene

C Zechprellerin

C mit dem Todesblick

D Die fahruntüchtige

D Nassauerin

D von Mexiko

E Die legendäre

E Gebieterin

E mit der überlegenen Intelligenz

F Die wollüstige

F Langschläferin

F vom hohen Ross

G Die paranormale

G Päpstin

G mit dem goldenen Herzen

H Die eisenharte

H Geisterfahrerin

H im Larvenstadium

I Die unersättliche

I Zuckerpuppe

I mit den Spendierhosen

J Die ketzerische

J Kackbratze

J von Gottes Gnaden

K Die durchlauchteste

K Marionette

K mit der totalen Ahnung

L Die gechillte

L Hohepriesterin

L des Türkentums

M Die bipolare

M Endgegnerin

M mit der Nackenstarre

N Die auf Krawall gebürstete

N Primadonna

N aus dem Tierheim

O Die mit allen Wassern gewaschene

O Nymphe

O des Heavy Metal

P Die kampferprobte

P Terrorsympathisantin

P aus der schwarzen Lagune

Q Die neunmalkluge

Q Genießerin

Q mit den fliegenden Fäusten

R Die polizeibekannte

R Luxustussi

R des romantischen Trostpreises

S Die zügellose

S Tagediebin

S des blasphemischen Rituals

T Die spätpubertierende

T Sklavin

T der Obszönität

U Die gefährliche

U Zimtzicke

U von der Lügenpresse

V Die rücksichtslose

V Prinzessin

V des Schlammcatchens

W Die triebgesteuerte

W Piratin

W mit dem besten Körpergeruch

X Die vom Aussterben bedrohte

X Satansschülerin

X des Pleistozäns

Y Die immer lachende

Y Besserwisserin

Y der Apokalypse

Z Die allergeilste

Z Squaw

Z mit dem fiesen Grinsen


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1. Vorname? (z.B. »Charlotte« = C = Die missverstandene) 2. Euer erstes Festival? (z.B. »Prunkrock« = P = Terrorsympathisantin) 3. Band, auf die ihr euch besonders freut? (z.B. »The Beatles« = T = der Obszönität) Euer Beispiel-Festivalname: Die missverstandene Terrorsympathisantin der Obszönität

JUNGS 1. Anfangsbuchstabe Vorname

2. Anfangsbuchstabe erstes Festival

3. Anfangsbuchstabe Band

A Der unvergleichliche

A Schrecken

A der verdorbenen Jugend

B Der furchteinflößende

B Champion

B der geistigen Gesundheit

C Der stupende

C Zerstörer

C der Geschlechtskrankheiten

D Der kleptomanische

D Feldmarschall

D der Widernatürlichkeit

E Der legendäre

E Henker

E der biologischen Kriegsführung

F Der hintertriebene

F Messias

F von der Dixi-Meile

G Der berüchtigte

G Scherge

G des evolutionären Missverständnisses

H Der besorgniserregende

H Alptraum

H des zivilisatorischen Gegenarguments

I Der pyromanische

I Fluch

I vom Dienst

J Der liederliche

J Rowdy

J der Schnorrer und Nassauer

K Der unverwüstliche

K Drogenbaron

K des guten Geschmacks

L Der namenlose

L Gangster

L des lauteren Unfugs

M Der unbeschreibliche

M Lustmolch

M des Campingplatzes

N Der finstere

N Heiland

N des Teufels

O Der hässliche

O Vertreter

O des Wahnsinns

P Der sexuell uneindeutige

P Kapitän

P vom geplatzten Kondom

Q Der alphabetisch unwahrscheinliche

Q Querulant

Q des Penisatems

R Der allseits beliebte

R Sittenstrolch

R der Dunkelheit

S Der sadistische

S Dämon

S der Niedertracht

T Der eisenharte

T Hilfssheriff

T des Frevels

U Der nymphomane

U Sonderfall

U des Vollfleischdöners

V Der fulminante

V Freak

V von der traurigen Gestalt

W Der penetrante

W Minenhund

W von Siebenbürgen

X Der unaussprechliche

X Zellhaufen

X des Körpergeruchs

Y Der cholerische

Y Schriftgelehrte

Y der Überbevölkerung

Z Der hartnäckige

Z Topterrorist

Z von anderer Herren Gnaden

TIPPS & TRICKS

So geht’s


TIPPS & TRICKS

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FESTIVALINDEX A

Acoustic Festival 102 »One race...human!« Afrika-Karibik-Festival 90 Airbeat One 61 Alinæ Lumr 103 Angst macht keinen Lärm 102 Appletree Garden 67 Arag Big Air 119 A Summer’s Tale 82 At The B-Sites 41

B

Balaton Sound 56 Benicàssim 61 Burning Eagle 69

C

Castle Beat 41 Chiemsee Summer 100 c/o pop 103

D

Deichbrand 67 Dour 61

E

Euroblast 114 Exit 60

F

Feel 120 Flow 94 Fuchsbau 94

G

Glastonbury 44

Golden Leaves 110 Green Juice 98

H

Haldern Pop Helene Beach Hellfest Highfield Hurricane

89 68 44 96 47

J

Jenseits von Millionen 80 Juicy Beats 73

K

Kaltern Pop 115 Kampnagel 119 Katzensprung 120 Klangstärke 40 Kosmonaut 48 Kunst!rasen Bonn 118

L

Lollapalooza 108 Loreley Freilichtbühne 118 Lott 120

M

Melt! 62 M’era Luna 93 Mini-Rock-Festival 79 MS Dockville 99 Müssen Alle Mit 104

N

Nature One 76 New Fall 115

O

Obstwiesenfestival 98 Off 79 Olgas Rock 116 Open Flair 84 Open Source 60 Out4Fame 72 Øya Festivalen 81

P

Pangea 103 Parookaville 63 Picknick Open 67 Pinkpop 42 Pohoda 57 Puls 43 Punk Rock Holiday 81 Pure&Crafted 92 PxP 40

R

Reeperbahn Festival 112 Reggae Jam 72 Rocco del Schlacko 86 Rock am Ring 39 Rock am See 102 Rockaue 60 Rocken am Brocken 68 Rock en Seine 104 Rock im Park 38 Rock im Wald 69 Rock Werchter 48 Roskilde 50 Rudolstadt 57 Ruhr-in-Love 56

Ruhrpott Rodeo 80

S

Southside 46 Spack! 104 Splash! 58 Stuttgart Festival 68 SonneMondSterne 81 Sound of the Forest 80 Summerjam 54 SWR3 New Pop 110 Sziget 85

T

Talge Open Air 57 Taubertal 88 Tauron Nowa Muzyka 98 Tomorrowland 64 Traumzeit 44 Trebur Open Air 72 Trosse Kult 110

U

Utopia Island 94

V

Vainstream 56

W

Wacken 78 Watt en Schlick 69 Way Back When 114 With Full Force 55

Z

Zeltival 119

IMPRESSUM Der Festivalguide erscheint einmal jährlich zum Start der Open-Air-Saison als Sonderausgabe von Intro im Mai. Termin-Updates gibt es stets aktuell auf www.festivalguide.de VERLAGSANSCHRIFT Intro GmbH & Co. KG Oppenheimstr. 7 50668 Köln Fon: (0221) 94993-0 Fax: (0221) 94993-99 E-Mail: info@festivalguide.de Internet: www.festivalguide.de HERAUSGEBER & GESCHÄFTSFÜHRER Matthias Hörstmann CHEFREDAKTEUR Carsten Schumacher (V. i. S. d. P.) CVD Werner Pilz REDAKTION Julia Brummert, Dominik Bruns, Maja Stock E-Mail: redaktion@festivalguide.de FOTOREDAKTION Nadine Schwickart, Frederike Wetzels (Ltg.) TERMINREDAKTION Thomas Lorber (termine@festivalguide.de)

LEKTORAT Kristina Engel

TITEL Alexandra Ruppert

ART DIRECTOR Holger Risse

DIRECTOR SALES & MARKETING Oliver Bresch

LAYOUT Holger Risse, Angela Klein

SALES & MARKETING Sabrina Esser, Martin Lippert, Steffen Methner, Sebastian F. Dudey, Frank Straessner, David Winter (anzeigen@festivalguide.de)

ILLUSTRATIONEN Alexandra Ruppert TEXTE Jaqueline Ahuraian (JA), Senta Best (SB), Alexander Dahas (AD), Valentin Erning (VE), Paula Fuchs (PF), Daniel Koch (DK), Holger Jan Schmidt, Kira Schneider (KS), Christian Steinbrink (CSt), Manfred Tari, Sermin Usta (SU), Lena Willems (LW) FOTOS Maxim Abrossimow, Deniz Alaca,  Carmen Catuti,  Tom Dachs,  Iris Edinger,  Christian Faustus,  Michael Grein,  Matthias Haslauer, Timmy Hargesheimer, Radoslaw Kazmierczak,  Mark Kleinert,  Stefan Malzkorn,  Jochen Melchior,  Florian Schüppel,  Nadine Schwickart,  Stefanie Thomas,  Lena Willems, Getty Images und Pressebildfreigaben

MARKETING, PROMOTION & LICENSING Claudia Davis (Ltg.) DRUCK Konradin Druck, Leinfelden-Echterdingen VERTRIEB Dominik Raulf (Ltg.), Sebastian F. Dudey (vertrieb@intro.de)

PROJEKTLEITUNG Martin Lippert AUFTRAGSANNAHME UND ADMINISTRATION Eva Sieger (Ltg.), Florian Schuster (anzeigen@intro.de) PERSONAL & ORGANISATION Anika Winter, Rebecca Wast (Ltg.) DRUCKEINKAUF Clemens Köhler (ext.) DIRECTOR LEGAL & BUSINESS AFFAIRS Björn Bäurle WEB- UND MOBILE-ENTWICKLUNG Anna Gazke, Johannes Däuber

Festivalguide ist Mitglied der IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.) Unsere Auflagen finden Sie auf www.ivw.de Alle Veranstaltungsdaten ohne Gewähr. Nachdruck von redaktionellen und grafischen Inhalten nur mit Genehmigung des Verlages. Mit Namen gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos. Proud Member of Hörstmann Unternehmensgruppe (HUG) (www.hoerstmann.de)


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TIPPS & TRICKS

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Merk e: Die des Wahr Bühn Weges nehm e ist vom ung tages Zelt abhä zur ngig.

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TIPPS & TRICKS

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WEG BÜHNE FREITAG MITTAG.

ILLUSTRATION: ALEXANDRA RUPPERT

Merke: Die Wahrnehmung des Weges vom Zelt zur Bühne ist tagesabhängig.

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Merke: Die Wahrnehmung des Weges vom Zelt zur Bühne ist tagesabhängig.

TIPPS & TRICKS

TIPPS & TRICKS

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EIN KLICK– UND DIE GUTE MUSIK .* F U A R H E M IE N T R Ö H , DU DRÜCKST ”STOP” *ES SEI DENN

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