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B端rger f端r Beethoven Jahrbuch 2013


Dr Dreesen eesen Gastr Gastronomie onomie GmbH

Gasthaus Im Stiefel Bonngasse 30 路 53111 Bonn TTelefon: elefon: 0228-696 596 路 Telefax: Telefax: 0228-555 295 40 E-Mail: info@gasthausimstiefel.de www.gasthausimstiefel.de


B端rger f端r Beethoven Jahrbuch 2013


Impressum Herausgeber: Bürger für Beethoven, Gesellschaft der Freunde und Förderer der Internationalen Beethovenfeste in Bonn e. V. Kurfürstenallee 2 - 3 · 53177 Bonn Telefon: (0228) 36 62 74 · Fax: (0228) 18 47 637 info@buerger-fuer-beethoven.de · www.buerger-fuer-beethoven.de Redaktion: Eva Schmelmer (V.i.S.d.P.), Thomas Wagner Redaktionsschluss 31. März 2014. Fotos: W. Büttner, H. Gundelach, E. Schmelmer, Stephan Eisel, Irmgard Hatesaul, Ralf Klodt, Arnulf Marquart-Kuron, Peter-Paul Weiler ©

Bürger für Beethoven · Bonn 2014

Nachdruck: Die veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Jegliche Art von Vervielfältigung bleibt vorbehalten. Vertrieb: Bürger für Beethoven Layout & Druck: www.pohl-satz.de


Inhaltsangabe

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Editorial Liebe Bürger für Beethoven, seit vielen Jahren dokumentieren wir die vielfältigen Aktivitäten unserer Gesellschaft in einem Jahrbuch und es ist immer wieder faszinierend, was sich mit bürgerschaftlichen Einsatz bewegen lässt. So haben es uns die Gründer der Bürger für Beethoven vorgemacht als sie sich 1993 nicht damit abfinden wollten, dass die Stadt durch die Streichung aller Zuschüsse das Beethovenfest beerdigten. Mit dem legendären Beethoven-Marathon begeisterten sie die Bonnerinnen und Bonner für den größten Sohn der Stadt und bewegten Rat und Verwaltung, ihre Fehlentscheidung zu korrigieren. Dieser Gründungserfolg ist für uns Zukunftsauftrag, zumal an das Andenken an Ludwig van Beethoven in seiner Heimatstadt immer von bürgerschaftlichem Engagement getragen war. Das Beethoven-Denkmal konnte auf dem Bonner Münsterplatz nur errichtet werden, weil Bürger die Sache in die Hand nahmen. Sie verhinderten 1889 durch die Gründung des Vereins Beethovenhaus auch den Abriss des Geburtshauses von Beethoven in der Bonngasse. Auf uns Bürger für Beethoven kommt es auch entscheidend an, wenn es um die Vorbereitung des großen Beethovenjubiläums 2020 geht. Ohne bürgerschaftliches Engagement wäre auch die Verwirklichung des Beethoven-Festspielhauses nicht denkbar. Dass wir unsere Aufgabe der „Pflege der Musik Ludwig van Beethovens und seines Andenkens in Bonn“ mit so vielen Aktivitäten nachkommen können, ist vor allem Ihnen als Mitglieder zu verdanken. Mit Ihrem Bekenntnis – und übrigens auch mit Ihrem Mitgliedsbeitrag – machen Sie unsere Arbeit möglich und haben dafür gesorgt, dass wir inzwischen einer der größten Bonner Vereine sind. Besonders danken möchte ich dabei meinen Vorstandskollegen für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Dieses Jahrbuch verdeutlicht eindrucksvoll, was wir gemeinsam auf den Weg bringen konnten. Dass Sie das Jahrbuch 2013 in Händen halten können, ist vor allem unserem Vorstandsmitglied Eva Schmelmer zu verdanken, die als Redaktionsleiterin gemeinsam mit Thomas Wagner und besonders tatkräftiger Unterstützung von Marlies Schmidtmann und Marlies Rosenzweig die Umsetzung übernommen hat. So ist wieder ein Beispiel dafür entstanden wie Recht Beethoven hatte als er schrieb: „Wer fest auf seinen Füssen steht und ein scharfes Auge im Kopf hat, der weiß seinen Weg, und darf auch etwas weiter gehen als gewöhnlich.“ Das ist – wie ich finde – für uns als Bürger für Beethoven insgesamt ein sehr gut passender Leitspruch. Mit freundlichen Grüßen

Vorsitzender

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Festspielhaus

Volle Unterstützung aus dem Rhein-Sieg-Kreis Landrat und andere Spitzenpolitiker für Festspielhaus Thomas Wagner Prominenten Zuwachs erhielten die Bürger für Beethoven im Jahr 2013 aus dem Rhein-SiegKreis: Landrat Frithjof Kühn wurde im Juli 2013 anlässlich einer Vorstandssitzung der Bürger für Beethoven, die im Siegburger Kreishaus stattfand, Mitglied des Vereins. „Ich unterstütze die Ziele der Bürger für Beethoven zur Pflege des Beethoven-Erbes und insbesondere die Bemühungen zum Bau eines aus privaten Geldern finanzierten Festspielhauses aus voller Überzeugung“, sagte der Rhein-Sieg-Landrat während der Vorstandssitzung am 17. Juli 2013. Dabei dankte er zugleich den Bürgern für Beethoven für ihr „großartiges und vorbildliches bürgerschaftliches Engagement“.

8 Stephan Eisel (links) freut sich über Unterstützung für Beethoven aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Mit Dezernent Thomas Wagner, Lisa Winkelmeier-Becker (MdB), Siegburgs Bürgermeister Franz Huhn, Freifrau Ilka von Boeselager (MdL), Axel Voss (MdEP), Landrat Frithjof Kühn (v. l. n. r.). Foto: Rhein-Sieg-Kreis.


Prominente Unterstützer Ludwig van Beethoven sei ein Geschenk der Geschichte an Bonn, die Region, Deutschland und die ganze Welt, erläuterte der Landrat; er sei ein Gigant der Musikgeschichte, dessen weltweite Strahlkraft noch viel zu wenig Licht auf die Region werfe. Das Werk des größten Sohnes der Stadt Bonn sei ein Kulturerbe der ganzen Menschheit und dessen Pflege nicht nur eine lokale und regionale Aufgabe, sondern eine nationale, ja internationale. Ganz besonders aber seien natürlich Stadt und Region zur Verantwortung aufgerufen, weil Beethoven in Bonn geboren wurde und dort aufwuchs; zeitlebens habe ihn die Erinnerung an die Schönheit seiner Heimat nicht losgelassen. Dem Beispiel des Landrates schlossen sich auch weitere prominente Spitzenpolitiker aus dem Rhein-Sieg-Kreis und Bonn an, um ebenfalls Unterstützung und Überzeugung für das wichtige Vorhaben zu demonstrieren: Der Europaabgeordnete Axel Voss, die Bundestagsabgeordnete Lisa Winkelmeier-Becker aus dem Rhein-Sieg-Kreis und ihre Bonner Kollegin Claudia Lücking-Michel traten den Bürgern für Beethoven in der Juli-Sitzung ebenso bei, wie die Rhein-Sieg-Kreis-Landtagsabgeordnete Ilka Freifrau von Boeselager, ihr Bonner Kollege Dr. Joachim Stamp und die Bürgermeister Franz Huhn aus Siegburg sowie Stefan Raetz aus Rheinbach. Auch Kreisdirektorin Annerose Heinze und zahlreiche Kreistagsabgeordnete sind jetzt Bürger für Beethoven. Apropos: Rund 1/3 aller Mitglieder des Vereins kommen aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Der Rhein-Sieg-Kreis unterstützt insbesondere den Bau einer dem Musik-Giganten angemessenen Spielstätte schon seit den ersten Plänen. Konkret hat der Kreis seit 2008 insgesamt 3 Millionen EURO in seinem Haushalt für die Betriebsstiftung bereitgestellt – von der Verantwortung und dem politischen Willen getragen, zum 250. Geburtstag des Komponisten im Jahr 2020 eine zeitgemäße, höchsten musikalischen Anforderungen entsprechende Spielstätte in der Region zu haben, in der sich die besten Orchester der Welt ein Stelldichein zu Ehren von Ludwig van Beethoven geben können. Aktuell organisiert Landrat Frithjof Kühn mit seiner Wirtschaftsförderung und seinem Kulturamt zahlreiche Unternehmerabende im Rhein-Sieg-Kreis, um über die Planungen zum Festspielhaus zu informieren und für eine Unterstützung zu werben, die der regionalen Wirtschaft selbst zu Gute kommt. Ausschlaggebend hierfür ist, so betonen der Landrat und die Unterstützer des Festspielhauses aus dem Rhein-Sieg-Kreis auch bei dieser Gelegenheit, dass Beethoven über den kulturellen Wert hinaus für die gesamte Region ein Alleinstellungsmerkmal sei. Es präge positiv das Image des Standortes und beeinflusse die Wohnortentscheidung von qualifizierten Arbeitskräften sowie die Investitions- und Standortentscheidung von Wirtschaftsunternehmen. Abgesehen davon generierten kulturelle Großereignisse und Anziehungspunkte stets wirtschaftliche Effekte. Städte und Regionen wie Salzburg (Mozart), Bayreuth (Wagner) und Bilbao (Guggenheim-Museum) machten es vor. Das jährliche Beethoven-Fest wird übrigens vom Rhein-Sieg-Kreis mit jährlich 50.000 EURO unterstützt. Die im Rhein-Sieg-Kreis stattfindenden Konzerte sind stets gut besucht und nicht zuletzt wegen der außergewöhnlichen Spielstätten auch bei Bonner Bürgern sehr beliebt. Die Bürger für Beethoven freuen sich über die wachsende Unterstützung aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Denn: Jeder starke Partner zur Erreichung der Vereinsziele ist willkommen! 9


Mo. - Fr. 9.00 bis 13.00 u. 14.30 bis 18.30 Uhr 路 Gottfried-Claren-Str. 28-30 路 Beuel 路 Tel.: (0228) 4 22 24 16


Beethoventaler

Mit dem Beethoventaler für das Festspielhaus Genossenschaft Förderer-Beethoven-Festspielhaus gegründet Fritz Dreesen Auf Initiative des Hotel- und Gaststättengewerbes in Bonn und der Region haben am 21. Juni 2013 fast 30 Unternehmen des Gastgewerbes sowie weiterer Branchen die Genossenschaft Förderer-Beethoven-Festspielhaus-Bonn eG gegründet. Sie hat sich zum

Aufsichtsratschef Fritz Dreesen und die Vorstände Dr. Stephan Eisel, Wolfgang Clement und Christoph Becker (v. l. n. r.).

Ziel gesetzt, die Marke „Beethoventaler“ zu vertreiben und mit den Lizenzeinnahmen zur Finanzierung des Beethoven-Festspielhauses beizutragen. Zu den Gründungsmitgliedern gehören neben der Hotel- und Gaststätteninnung Bonn und Rhein-Sieg-Kreis e. V. und der Volksbank Bonn Rhein-Sieg auch die Bürger für Beethoven. Damit knüpfte der Verein einmal mehr an den Gründungsimpuls vor 20 Jahren an: mit bürgerschaftlichem Engagement für die Musik Ludwig van Beethovens und sein Andenken in Bonn einzutreten. Was damals der „Beethoven-Marathon“ war, um das Beethovenfest zu retten, ist jetzt die Arbeit für das Beethoven-Festspielhaus, damit die Beethovenstadt endlich einen angemessenen Konzertsaal bekommt. Ich habe deshalb auch gerne den Vorsitz des Aufsichtsrates der Beethoventaler-Genossenschaft übernommen. Dem Gremium gehören außerdem Jürgen Sieger (Präsident der Hotelund Gaststätteninnung Bonn/Rhein-Sieg), Christoph von Borries (La Redoute), John Füllenbach (Hotel zur Post), Volker Klein (Stellv. Vorstandsvorsitzender Volksbank Bonn RheinSieg) sowie Helmut Pojunke (Kaufmännischer Direktor Internationale Beethovenfeste) an.

Fritz Dreesen ist Vorsitzender des Aufsichtsrates der Förderer Beethoven Festspielhaus Bonn eG und Gründungsmitglied der Bürger für Beethoven.

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Festspielhaus

Beethoventaler aus Nougat und BeethovenSchokolade in verschiedenen Sorten. Foto: Eva Schmelmer.

Der Aufsichtsrat bestellte den früheren Bundesminister und Ministerpräsidenten a. D. Wolfgang Clement, den ehemaligen Bonner Bundestagsabgeordneten Dr. Stephan Eisel und Christoph Becker, Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Nordrhein zum Vorstand. Unser Ziel, zur Finanzierung des Festspielhauses beizutragen, gehen wir als Genossenschaft an, weil diese Organisationsform die beste rechtliche Stabilität für eine solche langfristige Aufgabe bietet. Dabei sind wir sehr dankbar für die intensive Begleitung und Unterstützung durch die Volksbank Bonn-Rhein-Sieg und den Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband. Genossenschaften entspringen der Idee der Selbsthilfe und Selbstverantwortung. Sie verfolgen keinen Selbstzweck und dienen nicht der Gewinnmaximierung. Damit sind sie die ideale Rechtsform für echtes Public-Private-Partnership von Kommunen, Unternehmen und Bürgern. Kurz: Genossenschaften sind immer dann die richtige Wahl, wenn Menschen ihre unmittelbare Lebenswelt eigenständig gestalten wollen. Das Bonner Hotel- und Gaststättengewerbe hat die Initiative ergriffen, aber wir laden zum Mitmachen auch den Einzelhandel, Dienstleistungsbetriebe und das produzierende Gewerbe ein. Inzwischen gehören über 50 Unternehmen der Region zu den Lizenznehmern. Das Beethoven-Festspielhaus ist für uns alle in Bonn ein wichtiges Ziel, für das es sich lohnt anzupacken. Dabei können und wollen wir uns nicht auf die öffentliche Hand verlassen. Der Bau des Beethoven-Festspielhauses wird vollständig privat finanziert. Die Deutsche Post hat dazu schon vor 2009 einen aufwendigen Architekten-Wettbewerb finanziert und sich bereit erklärt, auch den Wettbewerb zur Anpassung der Entwürfe unter Erhalt der Beethovenhalle zu organisieren und zu finanzieren. Außerdem hat das Unternehmen immer wieder bekräftigt, 30 Mio. Euro zur Bausumme beizutragen. Als der Bonner Oberbürgermeister das Festspielhaus-Projekt im Frühjahr 2010 „auf Eis“ 12 legte, sprangen allerdings die Telekom und die Postbank als Sponsoren ab. Die so entstandene Finanzierungslücke beim Bau werden einerseits der „Festspielhaus-Förderverein“


Beethoventaler

Süße Unterstützung für das Festspielhaus: Der Beethoventaler© Bestellmöglichkeiten unter: www.beethoventaler.de. Foto: Genossenschaft FördererBeethoven-Festspielhaus-Bonn eG.

um IHK-Präsident Wolfgang Grießl mit seiner Initiative „5000x5000“ und andererseits die Beethoventaler-Genossenschaft schließen. Seit Ende 2013 werden mit dem „Beethoventaler“ aus Nougat-Schokolade und dem roten Beethovenschal auch die beiden ersten Lizenzprodukte angeboten. Sie stoßen auf große Resonanz und waren beispielweise beim Verkauf auf dem Bonner Weihnachtsmarkt schon nach wenigen Tagen vergriffen. Inzwischen können Sie beide Produkte und viele andere, die folgen werden, wieder erwerben, u. a. in der Geschäftsstelle der Bürger für Beethoven. Damit leisten Sie einen ganz konkreten Beitrag für unser großes Ziel. Und natürlich sind alle Unternehmen herzlich eingeladen, die Genossenschaft weiter zu verstärken und damit einen konkreten Beitrag zur Finanzierung des Festspielhauses zu leisten. Bitte wenden Sie sich dazu an: Förderer-Beethoven-Festspielhaus eG, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg, Heinemannstraße 15, 53175 Bonn, Tel.: (0151) 510 87 156, info@beethoventaler.de. Weitere Informationen finden sie unter www.beethoventaler.de.

Der Beethovenschal für das Festspielhaus Das wohl bekannteste Beethoven-Porträt mit dem berühmten roten Schal hat 1820 Joseph Karl Stieler gemalt. Das Original hängt im Beethoven Haus Bonn. Für 25,– Euro kann man jetzt diesen Schal als Lizenzprodukt der FÖRDERER BEETHOVEN FESTSPIELHAUS BONN eG kaufen und fördert damit das Festspielhaus mit 5 Euro. Der stilisierte Beethoven-Kopf des Beethoventalers ist eingenäht. Für Bestellungen wenden Sie sich bitte an: Beethoven-Haus Vertriebs-GmbH: Bonngasse 18 · 53111 Bonn Telefon: +49 (0)228 9 81 75-37 (Fax – 39) E-Mail: museumsshop@beethoven-haus-bonn.de

Prominente Schalträger folgen dem Beipiel von Ludwig van Beethoven. Foto: privat.

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Festspielhaus

Das Beethoven-Festspielhaus in Bonn Fortschritte und neue Perspektiven (Stand: 31. März 2014) Stephan Eisel

Beethoven als nationale Aufgabe mit internationalem Rang Seit Jahrhunderten gründet die Weltgeltung Deutschlands als Kulturnation wesentlich in der klassischen Musik. Ludwig van Beethoven ist dafür als wohl bekanntester Deutscher eine zentrale Symbolfigur, weil seine Musik auf der ganzen Welt verstanden wird. Die „Ode an die Freude“, die 5. Sinfonie, die „Mondscheinsonate“ oder „Für Elise“ haben weltweite Signalwirkung und sind herausragende „Werbeträger“ für Deutschland. Dies wird im Jahr 2020 zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven, der als globales Ereignis begangen werden wird, einen Höhepunkt finden. Das Jubiläum bietet für die Kulturnation Deutschland ebenso große Chancen wie für Beethovens Geburtsstadt Bonn. Vor diesem Hintergrund und im Blick auf das Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 hat der Deutsche Bundestag 39 Millionen Euro für die Beethovenpflege durch ein „BeethovenFestspielhaus“ in Bonn beschlossen. In ihrer Koalitionsvereinbarung für die Legislaturperiode 2013 – 2017 haben CDU, CSU und SPD außerdem unterstrichen: „Der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven im Jahr 2020 bietet herausragende Chancen für die Kulturnation Deutschland im In- und Ausland. Deshalb ist die Vorbereitung dieses Jubiläums eine nationale Aufgabe.“

Das Beethoven-Festspielhaus Bonn Ein solches Festspielhaus ist nötig, weil Bonn über keinen den modernen akustischen Anforderungen angemessenen Konzertsaal verfügt. Die 1959 gebaute „Beethovenhalle“ ist als Bauwerk in die Jahre gekommen. Ihr Sanierungsbedarf wird auf mindestens 30 Millionen Euro geschätzt, die ausschließlich aus der Stadtkasse aufzubringen wären. Vor allem aber wird die alte Mehrzweckhalle den heutigen Erwartungen von Künstlern und Publikum in keiner Weise gerecht: Kein bedeutendes Orchester von internationalem Rang wird in der alten Beethovenhalle konzertieren. Die Bundesmittel sind an eine nationale „Stiftung Festspielhaus Beethoven“ gebunden, an der sich das Land Nordrhein-Westfalen und die „betroffenen Kommunen“ „angemessen“ beteiligen müssen. Diese nationale Stiftung soll das Festspielhaus betreiben. Außerdem muss nach dem Beschluss des Bundestages der Bau des Festspielhauses privat finanziert werden. Die globale Bedeutung Beethovens hat den Weltkonzern Deutsche Post/DHL mit seinem Unternehmenssitz in Bonn dazu bewogen, den Hauptteil der Finanzierung des Baus eines Beethoven-Festspielhauses mit 30 Millionen Euro zuzusagen. Die Deutsche Telekom unterstützt als weiteres in Bonn ansässiges globales Unternehmen das Vorhaben ebenfalls und hat in Aussicht gestellt, sich an den Betriebskosten des Festspielhauses zu beteiligen. 14 Die Stadt Bonn hat sich verpflichtet, ein geeignetes Grundstück zur Verfügung zu stellen und die Erschließungskosten zu übernehmen. Der Rat der Bundesstadt Bonn hat sich mehr-


Festspielhaus fach mit der übergroßen Mehrheit von CDU, SPD, FDP und BBB klar zum Beethoven-Festspielhaus bekannt. Dagegen stimmten jeweils nur Grüne und Linke. Die Ratsbeschlüsse 쑺 enthalten ein eindeutiges Bekenntnis zum Beethoven-Festspielhaus, 쑺 bestätigen die Verantwortung der Stadt für Grundstück und Umfeldgestaltung, 쑺 sichern den privaten Investoren beim Bebauungsplan Unterstützung zu, 쑺 enthalten das Bekenntnis zur „angemessenen“ Mitfinanzierung des Betriebs des Festspielhauses, die die Voraussetzung für die Auszahlung der vom Bundestag beschlossenen 39 Millionen Euro für eine Betriebsstiftung ist.

Der Standort Verzögert hat sich die Realisierung des Beethoven-Festspielhauses, weil Oberbürgermeister und Rat immer wieder neue Standortdebatten ausgelöst haben. Ursprünglich hatte die Stadt das Gelände der Beethovenhalle zur Verfügung gestellt, damit das Festspielhaus dort die alte Mehrzweckhalle ersetzen kann. Dafür fand 2007 ein von den privaten Investoren finanzierter Architektenwettbewerb statt. Nach der Kommunalwahl 2009 legte der Oberbürgermeister das Projekt Festspielhaus zunächst „auf Eis“, bis der Rat 2011 unter dem Druck der Bürgerschaft die Realisierung wieder auf den Weg brachte, aber dafür einen Standort am Rande der Rheinaue beschloss. Nach entsprechenden Vorprüfungen wurde dafür von den privaten Festspielhaus-Initiativen im Sommer 2013 mit dem Oberbürgermeister eine „Planungsvereinbarung“ angekündigt und am 17. Dezember 2013 die Einleitung eines „vorhabenenbezogenen Bebauungsplans“ (Standort Rheinaue/ Petra-Kelly-Allee) beantragt. Der Rat fasste den dafür notwendigen Einleitungsbeschluss am 30. Januar 2014 mit den Stimmen von CDU, SPD, FDP und Bürgerbund. Am gleichen Tag beschloss der Rat auf Vorschlag des Oberbürgermeisters und mit Zustimmung des Hauptinvestors Deutsche Post DHL „neben der weiteren Prüfung des Standortes Rheinaue auch eine Alternative unter Ein neuer Architeltenwettbewerb wird das Ausssehen des Festspielhauses bestimmen, hier eine Montage. Erhalt und Einbeziehung der bisheriFoto: privat. gen Beethovenhalle für das Festspielhaus ins Auge zu fassen.“ Die Deutsche Post / DHL hat sich bereit erklärt, dafür erneut einen Architektenwettbewerb zu finanzieren. Am 27. März 2014 hat der Rat einen Bebauungsplan „Beethoven Festspielhaus Campus“ beschlossen, der Optionen für den Bau des Festspielhauses neben der alten Beethovenhalle eröffnet.

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Festspielhaus

SO Kultur

vorgesehene überbaubare Grundstücksfläche

zu untersuchendes mögliches alternatives Baufeld

vorgesehener Geltungsbereich eines neu aufzustellenden Bebauungsplanes „Beethoven Festspielhaus Campus“

Bebauungsplan „Beethoven Festspielhaus Campus“. Grafik: Stadt Bonn.

Der Bau 2007 hat die Deutsche Post / DHL zehn weltweit führende Architekturbüros zu einem internationalen Architektenwettbewerb eingeladen. 2009 wurden durch eine Fachjury aus zehn eingereichten Entwürfen zwei Vorschläge für ein Beethoven-Festspielhaus ausgewählt, die den hohen baulichen und akustischen Anforderungen gerecht werden. Die endgültige Entscheidung zwischen diesen beiden Entwürfen blieb offen. Für beide Entwürfe wurde auch die gesamte Innenausstattung für alle Säle, Foyers und Räume, bis hin zu Stuhlmodellen für die Ausschreibungsreife durchgeplant und berechnet. Dies haben im Auftrag der Deutsche Post DHL AG zwei anerkannte Generalunternehmen (Fa. Bögl – www.max-boegl.de und Fa Züblin www.zueblin.de) übernommen. Für einen Standort neben der Beethovenhalle wird die Deutsche Post / DHL jetzt erneut einen Architektenwettbewerb finanzieren, dessen Ergebnisse bis zum Jahreende 2014 vorliegen werden. Für die privaten Sponsoren ist allerdings ebenso wie für den Bund entscheidend, dass es sich nicht um eine Erweiterung der kommunalen Beethovenhalle, sondern um ein eigenständiges Festspielhaus handelt, das auch nicht als kommunale Einrichtung betrieben werden darf. Der Bau findet, wie auch die bisherige Planung und Kalkulation, ausschließlich in privatwirtschaftlicher Trägerschaft statt. Die Deutsche Post / DHL hat zugesagt, Baukosten in Höhe von 30 Millionen Euro zu übernehmen. Ein auf Initiative des IHK-Präsidenten Bonn/Rhein-Sieg, Wolfgang Grießl, Ende 16 2011 gegründeter „Festspielhaus-Förderverein e. V.“ will innerhalb von fünf Jahren im Mittelstand der Region 25 Millionen Euro für den Bau des Festspielhauses sammeln. Am


Festspielhaus 21. Juni 2013 haben 30 Unternehmen aus Bonn die Genossenschaft „Förderer BeethovenFestspielhaus Bonn eG“ gegründet. Zahlreiche weitere Unternehmen haben sich seitdem angeschlossen. Aus den Lizenzeinnahmen der Vermarktung des „Beethoventalers“ wird die Genossenschaft einen Baukredit in Höhe von ca. 25 Millionen Euro finanzieren. Den Vorstand bilden Ministerpräsident a. D. Wolfgang Clement, der ehemalige Bonner Bundestagsabgeordnete Stephan Eisel und der DEHOGA-Geschäftsführer Nordrhein Christoph Becker. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Fritz Dreesen.

Der Betrieb Das Beethoven-Festspielhaus wird keine kommunale Kultureinrichtung sein, sondern von einer „Stiftung Festspielhaus Beethoven“ betrieben werden. Diese Stiftung wird (voraussichtlich 2014) von der Bundesrepublik Deutschland, dem Land Nordrhein-Westfalen, der Sparkasse KölnBonn, der Bundesstadt Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis, der Sparkasse KölnBonn, der Deutschen Telekom sowie der Deutschen Post DHL, dem Beethoven-Festspielhaus Förderverein e.V. und der Förderer-Beethoven-Festspielhaus-Bonn eG als Träger des privat finanzierten Baus gegründet. Ein Entwurf der Stiftungssatzung befindet sich in der Endabstimmung zwischen den Stiftern. Die Rechtsform einer Stiftung garantiert solides Wirtschaften. Nach deutschem Recht darf eine Stiftung nämlich ihr Vermögen nicht antasten und deshalb keine Schulden machen. Die Mittel, die sie für ihre Fördertätigkeit einsetzen kann, müssen zunächst erwirtschaftet werden. Darüber wacht die staatliche Stiftungsaufsicht. Das heißt konkret: Sinken die Einnahmen einer Stiftung (z. B. durch ge- Unermüdlich in ihrem Engagement für das Beethoven-Festspiel- 17 ringere Kapitalerträge) müssen haus: die Deutsche Post / DHL. Foto: privat.


Festspielhaus auch die Ausgaben gekürzt werden. Steigen die Einnahmen, steht auch mehr Geld für den Förderzweck zur Verfügung. In diesem Rahmen wird eine eigene Intendanz den ganzjährigen Betrieb des BeethovenFestspielhauses verantworten, der auf vier Säulen ruht: 쑺 Das Festspielhaus als Heimat für das städtische Beethoven Orchester Bonn. 쑺 Das Festspielhaus als Heimat des Internationalen Beethovenfestes. 쑺 Das eigene Veranstaltungsprogramm der Stiftung „Festspielhaus Beethoven“ (inkl. Jazz und „Weltmusik“). 쑺 Vermietungen für geeignete Fremdveranstaltungen. Dazu wurden schon 2007 und 2008 nach Auswertung der Erfahrung vergleichbarer Häuser unabhängig voneinander Potentiale analysiert. Unabhängig voneinander gehen verschiedene Gutachten davon aus, dass Bonn durch sein Konzertangebot das regionale Potential (eine Stunde Fahrzeit) mit bisher ca. 90.000 Konzertbesuchern noch nicht vollständig ausgeschöpft hat, vor allem weil die alte Beethovenhalle kein attraktives Konzertambiente bietet. Das nationale Besucherpotential (Konzertbesuch mit einer Übernachtung) und das internationale Potential (mehrere Konzertbesuche und Aufenthalt von ca. einer Woche) werden bisher allenfalls vom vierwöchigen Beethovenfest angesprochen. Durch die nationale und internationale Ausstrahlung des neuen Festspielhauses ist auch bei sehr zurückhaltenden Prognosen mindestens mit 50 - 60.000 zusätzlichen Konzertbesuchern zu rechnen. Dies würde eine Steigerung um ca. 50 % bedeuten. Nach der Fertigstellung der Kölner Philharmonie hatte die Zahl der Konzertbesucher in Köln sogar um über 300 % zugenommen. Es liegen unterschiedliche, unabhängig voneinander erstellte Betriebskonzepte für das Beethoven-Festspielhaus vor. Die Betriebskosten der „Stiftung Festspielhaus“ liegen nach den vorliegenden Betriebskonzepten bei 13 bis15 Millionen Euro. Diese Businesspläne müssen nun aktualisiert werden, da ein Baufeld neben der alten Beethovenhalle wahrscheinlich zum Verzicht auf den ursprünglich im Festspielhaus vorgesehenen Kammermusiksaal führt. Im Mittelbedarf der Betriebsstiftung für den laufenden Betrieb sind – anders als bei vielen Immobilien der öffentlichen Hand – von Anfang an Bauerhaltungsrücklagen in Höhe von 1,5 Millionen Euro pro Jahr bereits eingerechnet. Grundlage der Einnahmen der „Stiftung Festspielhaus Beethoven“ sind einerseits die Erträge des bisher bereits vom Bund (39 Millionen), der Sparkasse KölnBonn (5 Millionen), dem Rhein-Sieg-Kreis (3 Millionen) zugesagten Stiftungskapitals. Das Land hat einen Betriebskostenzuschuss von einer Millionen Euro jährlich angekündigt und die Deutsche Telekom Sponsoring für Veranstaltungen im Festspielhaus zugesagt. Der Rat der Stadt Bonn hat beschlossen, sich an der Finanzierung des Betriebs durch die Stiftung „angemessen“ zu beteiligen, aber noch nicht entschieden, ob dies durch eine Erhöhung des Stiftungskapitals oder durch einen jährlichen Betriebskostenzuschuss geschehen soll. Neben den Kapitalerträgen 18 wird die Stiftung Einnahmen aus dem Kartenverkauf bei eigenen Veranstaltungen, Vermietungen und Sponsoring erzielen.


Festspielhaus Nicht Bestandteil des Businessplans der „Betriebsstiftung Beethoven Festspielhaus“ ist das auch künftig von der Stadt Bonn und der Deutschen Welle in Einnahmen und Ausgaben eigenständig finanzierte Budget des Beethovenfests Bonn (ca. 5,5 Millionen Euro) und der Etat des städtischen Beethoven Orchesters Bonn. Beethovenfest und Beethoven Orchester Bonn werden Mieter mit besonderem Heimrecht im Festspielhaus sein.

Die Bonner „Beethoven-Familie“ Bonn ist eine ausgesprochene Kultur- und Musikstadt. Ca. 20.000 Bürger haben sich in über 50 Kulturvereinen des „Kulturkreises Bonn“ organisiert. Mit der Kunst- und Ausstellungshalle des Bundes, dem Haus der Geschichte, dem August-Macke-Haus und dem Rheinischen Landesmuseum sind wichtige nationale und überregionale Kulturinstitutionen in Bonn angesiedelt und ziehen viele Besucher an. Auch der Deutsche Musikrat und der deutsche Kulturrat haben ihren Sitz in Bonn. Besonders intensiv ist das bürgerschaftliche Engagement für die Beethovenpflege. Die „Beethoven-Familie“ ist mit einem breiten Netzwerk in der Stadt verankert: 쑺 Das Bonner Beethovenhaus wird seit 125 Jahren von einem privaten Verein getragen und zieht Jahr für Jahr über 100.000 Besucher an, davon ein hoher Anteil aus Asien. Beim jährlichen Beethovenfest werden ca. 70.000 Karten verkauft. Dazu kommen die International Telekom Beethoven Competition als Klavierwettbewerb, das Beethovenorchester und der Konzertbetrieb im Kammermusiksaal des Beethovenhauses. Das Netzwerk Ludwig van B. für musikalische Jugendarbeit bietet ein Forum für hochbegabte Nachwuchskünstler. 쑺 Die Bürger für Beethoven sind – gegründet 1993 – mit 1.300 Mitgliedern einer der größten Vereine Bonns. Sie erinnern mit vielfältigen Aktivitäten an die Bonner Zeit von Ludwig van Beethoven, haben einen Beethoven-Rundgang initiiert, verleihen den jährlichen Beethovenring an junge international herausragende Beethoven-Interpreten und organisieren einen regelmäßigen Beethoventreff, den Nachwuchswettbewerb Beethoven Bonnensis sowie einen Beethoven-Schaufenster-Wettbewerb. Zuletzt haben sie die Anerkennung der Würdigung des 250. Geburtstags von Beethoven 2020 als „nationale Aufgabe“ in der Koalitionsvereinbarung der großen Koalition durchgesetzt und den Antrag zur Aufnahme Beethovens in die UNESCO-Liste des immateriellen Weltkulturerbes gestellt. Sie sind eine treibende Kraft der Bonner Festspielhaus-Initiativen. 쑺 Der Verein der Festspielhausfreunde setzt sich seit 2010 mit mehreren hundert Mitgliedern für das Beethoven-Festspielhaus ein. Über 7000 Bürger haben das Ziel bei einer Unterschriftensammlung unterstützt. Zahlreiche prominente Bonner Persönlichkeiten vom Rektor der Universität über Repräsentanten des Wirtschaftslebens bis zu den regionalen Abgeordneten aus Landtag, Bundestag und Europaparlament setzen sich öffentlich für dieses Ziel ein. 쑺 Der Festspielhaus-Förderverein e.V. (5000x5000) sammelt seit 2011 auf Initiative des Präsidenten der IHK Bonn-Rhein-Sieg, Wolfgang Grießl, Spenden aus der Bürgerschaft für den Bau des Festspielhauses.

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Festspielhaus 쑺 In der Förderer Beethoven Festspielhaus Bonn eG haben sich auf Initiative des Hotelund Gaststättengewerbes 2013 inzwischen über 50 regionale Unternehmen zusammengeschlossen, um das Beethoven Festspielhaus durch Lizenzvertrag zur Vermarktung des Beethoventalers finanziell zu unterstützen. An führender Stelle im Vorstand wirkt dabei der ehem. NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement mit. Zu den prominenten überregionalen Unterstützern des Beethoven-Festspielhauses gehören u.a. Norbert Lammert, Peer Steinbrück, Wolfgang Schäuble, Hans-Dietrich Genscher, Guido Westerwelle, Wolfgang Clement und Jürgen Rüttgers sowie aus dem Musikleben viele herausragende Künstler wie Kurt Masur, Kent Nagano, Sir Eliot Gardiner, Rudolf Buchbinder, Sir Neville Mariner, Parvo Järvi, Martin Grubinger und Rudolf Buchbinder.

Informationen finden Sie u. a. hier: www.buerger-fuer-beethoven.de www.festspielhausfreunde.de www.5000.ag www.beethoventaler.de

Auch Sie können das Beethoven-Festspielhaus in Bonn unterstützen: 20

Unser Festspielhaus-Spendenkonto: Bürger für Beethoven Sparkasse KölnBonn BLZ 370 501 98 · Kto.: 190 169 3331 IBAN: DE56 3705 0198 1901 6933 31 · BIC: COLSDE33


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Festspielhaus

Informationen in Kürze Zehn Fragen – Zehn Antworten 1) Wie kann sich die hochverschuldete Stadt Bonn ein Beethoven Festspielhaus leisten? Das Festspielhaus ist keine kommunale, sondern eine nationale Einrichtung. Wie bei der Bundeskunsthalle oder dem Haus der Geschichte hat Bonn schon durch die Touristen davon viele Vorteile – auch wirtschaftlich. Es geht um über 100 Millionen, die u. a. die Post als Weltunternehmen, der Bund und die örtliche Wirtschaft in Bonn investieren wollen. 2) Wer bezahlt die Baukosten und die Kostensteigerungen, die wir von vielen öffentlichen Bauten kennen? Der Bau des Festspielhauses wird nicht von der öffentlichen Hand, sondern inkl. aller Risiken von Kostensteigerungen ausschließlich privat finanziert. Die Stadt hat mit dem Bau nichts zu tun, das ist Sache der privaten Investoren: Die Deutsche Post, der Förderverein Festspielhaus (5000x5000) und die Beethoventaler-Genossenschaft. Die Träger der Baukosten sind also keine anonymen Investoren, sondern in Bonn ansässige Unternehmen und angesehene Bürger der Stadt, die bereits viel eigenes Geld investiert haben – über 5 Millionen Euro für den Architektenwettbewerb und andere Bauvorbereitungen. 3) Wer bezahlt die Bauerhaltungskosten, wenn das Festspielhaus einmal steht? Die „Betriebsstiftung Beethoven-Festspielhaus“ wird vom ersten Jahr an jährlich 1,5 Millionen Euro für den Bauerhalt zurücklegen. Das ist in den Wirtschaftsplänen fest verankert. Damit ist ausgeschlossen, dass das Festspielhaus vernachlässigt wird, wie andere städtischen Gebäude. 4) Selbst wenn der Bau privat finanziert wird, wie soll die Stadt den Betrieb des Festspielhauses bezahlen? Der Betrieb des Festspielhauses ist keine städtische Angelegenheit, sondern dafür wird eine eigene Stiftung gegründet. Deren Einnahmen kommen aus den Erträgen des Stiftungskapitals, dem Kartenverkauf und Sponsoreneinnahmen. Die größte Kapitaleinlage kommt mit 39 Millionen Euro vom Bund. Die Sparkasse KölnBonn steuert 5 Millionen und der Rhein-Sieg-Kreis 3 Millionen Euro bei. Auch das Land hat einen Zuschuss zugesagt. Die Stadt Bonn muss über die Höhe ihres Beitrages noch entscheiden. Aber weil eine Stiftung nicht mehr Geld ausgeben darf, als sie einnimmt, ist hier ein Fass ohne Boden und ein Risiko für die Stadt ausgeschlossen. Es geht eben nicht um eine kommunale Einrichtung. 5) Wo soll das Beethoven-Festspielhaus denn nun gebaut werden – an der Rheinaue oder neben der Beethovenhalle? Leider haben Oberbürgermeister und Rat in der Standortfrage einen Zick-Zack-Kurs gesteuert: Mit Beschluss am 24. November 2011 hat der Stadtrat seine bis dahin geltende Haltung geändert, die alte Beethovenhalle durch das Festspielhaus zu ersetzen und einen Standort an der Rheinaue beschlossen. Am 30. Januar 2014 hat der Rat seinen Beschluss wieder geändert: Jetzt wird geprüft, ob das Festspielhaus neben der alten Halle errichtet 22 werden kann. Dafür hat der Rat am 27. März 2014 einen Bebauungsplan „Beethoven Festspielhaus Campus“ beschlossen.


Fragen und Antworten 6) Was soll überhaupt im Beethoven-Festspielhaus stattfinden? Der Betrieb des Festspielhauses ruht auf vier Säulen: Dort werden das Beethovenorchester und das Beethovenfest ihre Heimat finden, die Stiftung Beethoven-Festspielhaus organisiert ein eigenes Konzertprogramm und der Konzertsaal wird an andere Veranstalter vermietet – für Klassik, Jazz, Rock und Weltmusik. 7) Woher sollen denn die Besucher für das Festspielhaus kommen? Jetzt gibt es in Bonn jährlich etwa 90.000 Konzertbesucher. Studien zeigen, dass damit selbst das regionale Potential (eine Stunde Fahrzeit) noch nicht ausgeschöpft ist, vor allem, weil die alte Beethovenhalle kein attraktives Konzertambiente bietet. Das nationale Besucherpotential (Konzertbesuch mit einer Übernachtung) und das internationale Potential (mehrere Konzertbesuche und Aufenthalt von ca. einer Woche) liegen bisher für Bonn brach. Durch die nationale und internationale Ausstrahlung des neuen Festspielhauses ist auch bei sehr zurückhaltenden Prognosen mindestens mit 50 - 60.000 zusätzlichen Konzertbesuchern zu rechnen. 8) Ist es nicht viel zu spät, um das Festspielhaus rechtzeitig bis zum 250. BeethovenGeburtstag 2020 fertig zu stellen? Der Bauantrag für den Posttower wurde 1998 gestellt, der erste Spatenstich erfolgte 2000 und der Einzug Ende 2002. Die Verantwortlichen dafür werden auch den Bau des Festspielhauses in die Hand nehmen. Um 2019 den Probetrieb aufnehmen zu können, sollte also bis Ende 2015 ein Bauantrag mit einer Entscheidung über Standort und Architektur gestellt sein. 9) Warum bauen wir nicht die alte Beethovenhalle zum modernen Konzertsaal um? Die Beethovenhalle ist eine Mehrzweckhalle. Schon ihre nur bauliche Sanierung kostet mindestens 5 Millionen Euro. Für den Umbau zur modernen „Multifunktionshalle“ werden mindestens 30 Millionen Euro veranschlagt. Ein Konzertsaal, der heutigen Ansprüchen genügt, würde nach ersten Schätzungen mindestens 42 Millionen Euro kosten. Das müsste die Stadt alles selbst bezahlen, denn dafür gibt es weder Mittel des Bundes noch der Post oder anderer Unternehmen. Die Stadt wird allerdings die Frage beantworten müssen, wozu sie neben einem Festspielhaus noch die alte Halle braucht, denn es gibt in Bonn eine Überkapazität an Mehrzweckhallen. 10) Brauchen wir das Geld denn nicht dringender z. B. für die Renovierung von Schulen? Die Gelder für das Festspielhaus sind zweckgebunden und können nicht in den kommunalen Haushalt fließen. Wenn das Festspielhaus nicht gebaut wird, ist das Geld für Bonn verloren und wird woanders ausgegeben. Wenn es gebaut wird, steigert es die Attraktivität Bonns und seine Wirtschaftskraft. Davon haben alle etwas.

Beethoven zahlt immer alles zurück. Kurt Masur im September 2013 bei der Eintragung ins Goldene Buch der Stadt Bonn.

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Festspielhaus

Beethoven in Berlin Ein gelungenes Benefizkonzert für das Festspielhaus Vor rund 150 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur warben die Bürger für Beethoven und die Festival-Intendantin Ilona Schmiel am 2.Mai 2013 in Berlin für das Bonner Beethovenfest und das Beethoven-Festspielhaus. Eingeladen zu dem Konzertabend hatte die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Angelica Schwall-Düren, in die Vertretung des Landes beim Bund. Die Ministerin betonte, heute sei das Beethovenfest als internationales Musikfestival etabliert, fördere gerade junge Künstlerinnen und Künstler und sei ein kulturelles Aushängeschild für NRW. Dies sei maßgeblich das Verdienst der offenkundig mitreißenden Bürger für Beethoven, die ihre Mitgliederzahl seit dem Jahr 2007 auf über 1200 verdoppeln konnten.

Nicht nur Rosen, sondern auch viel Applaus erhielten die jungen Musiker für ihren Auftritt. Foto: Peter-Paul Weiler.

Ilona Schmiel gab einen Überblick über das Beethovenfest-Programm 2013, und sie hob die Bedeutung der Bürger für Beethoven heraus, die das Beethovenfest durch einen Beethoven-Marathon retteten, als die Bundesstadt Bonn den Zuschuss für das Festival 1995 strich. Die Geschichte des Festivals zeige die Wandlungsfähigkeit, die dieses Jahr unter dem Motto „Verwandlungen“ im Fokus stünde. Ilona Schmiel betonte ferner, wie unverzichtbar eine kontinuierliche Förderung durch das Land NRWsowie die Unterstützung zahlreicher Förderer, Sponsoren und Stiftungen sind.

Im Rahmen der Veranstaltung übergab Manfred Jung, Ehrenvorsitzender der Bürger für Beethoven, die Urkunden an die Beethoven Bonnensis-Preisträgerinnen 2012: Catharina Demske, Paula Pinn und Anna Pinn. Die „Blockflötentriole“ aus Berlin begeisterte das Publikum mit Johann Matthesons Sonata IV und Agnes Dorwarths Articulator 4. Im Hauptprogramm präsentierten Viola Wilmsen, eine der ersten Beethoven Bonnensis-Preisträgerinnen und z. Zt. Solo-Oboistin beim Deutschen Symphonie Orchester Berlin, und Peter Müseler, stellvertretender Solo-Hornist der Bamberger Symphoniker, Carl Reineckes Trio für Horn, Oboe und Klavier op. 188, begleitet von Tomoko Sawano am Klavier. Peter Müseler war kurzfristig für den verletzten Beethovenring-Träger Premysl Vojta eingesprungen. Zum Abschluss glänzte er, wiederum begleitet von Tomoko Sawano, mit Ludwig van Beethovens Hornsonate op. 17. Das Publikum dankte für dieses gelungene Berlin-Bonn-Beethoven 24 Rendezvous mit lang anhaltendem Beifall.


Beethoven im Koalitionsvertrag

Geht doch: Überparteiliche Zusammenarbeit Beethoven im Koalitionsvertrag Dass es Beethoven in den Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD geschafft hat, ist ein großer Erfolg der Bürger für Beethoven, deren Vorsitzender Stephan Eisel von einem „wichtigen Durchbruch“ spricht. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik bekennt sich der Bund damit in einem Koalitionsvertrag ausdrücklich zu seiner Verantwortung für die Beethovenpflege. Es heißt dort wörtlich: „Der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven im Jahr 2020 bietet herausragende Chancen für die Kulturnation Deutschland im In- und Ausland. Deshalb ist die Vorbereitung dieses wichtigen Jubiläums eine nationale Aufgabe.“ Eisel sieht darin einen wichtigen Durchbruch: „Damit ist sichergestellt, dass die inhaltliche Verantwortung für das wichtige Jubiläumsjahr nicht im kommunalen Kleinklein untergeht, sondern der Bund die Sache in die Hand nimmt. Das ist mindestens so wichtig wie finanzielle Fragen, die mit der Erwähnung im Koalitionsvertrag auch leichter zu lösen sind“. Schon vor der Sommerpause hatte sich der quirlige frühere CDU-Bundestagsabgeordnete in Gesprächen mit Kulturpolitikern von Union und SPD dafür eingesetzt, dass das Beethoven-Jubiläum als nationale Aufgabe wahrgenommen wird. Bereits am 25. Oktober hat er zu Beginn der Koalitionsverhandlungen in Briefen an die Verhandlungsführer den jetzt übernommenen Satz vorgeschlagen: „Unsere Bonner Bundestagsabgeordneten Ulrich 25

Quellenangabe: Zeitschrift BonnJour 1/2014, S. 26.


Festspielhaus Kelber (SPD) und Claudia LĂźcking-Michel (CDU) waren von Anfang an einbezogen.“ Beide sind auch Mitglieder des Kuratoriums der BĂźrger fĂźr Beethoven. „Besonders mĂśchte ich Ulrich Kelber danken, der in einer schwierigen Verhandlungsphase seinen Einfluss in der SPD-Spitze geltend gemacht hat.“ In der groĂ&#x;en Verhandlungsrunde habe dann auch NRWMinisterpräsidentin Hannelore Kraft mitgeholfen und Kanzlerin Angela Merkel grĂźnes Licht gegeben: „Dieser Ăźberparteiliche Einsatz fĂźr die nationale Bedeutung von Beethoven ist eine solide Grundlage fĂźr die weitere Arbeit.“ Eisel kĂźndigte fĂźr Anfang 2014 auch konkrete Vorschläge an, wie der Bund seine Verantwortung konkret wahrnehmen kĂśnne: „Hier kann man viel davon lernen, wie Ă–sterreich 2006 den 250. Geburtstag von Mozart organisiert und genutzt hat.“ Nach Meinung des Vorsitzenden der BĂźrger fĂźr Beethoven wird das „nationale Beethoven-Signal im Koalitionsvertrag“ auch bei der Realisierung des Beethoven-Festspielhauses weiteren RĂźckenwind geben. Auch die 39 Millionen Euro, die der Bundestag 2007 fĂźr die Festspielhaus-Betriebsstiftung beschlossen hat, seien aus einem Programm ‚nationale Kulturinvestitionen‘ finanziert: „Wir wĂźnschen uns, dass Verwaltung und Rat in Bonn die Chance endlich entschlossener nutzen. Das breite Engagement fĂźr die private Finanzierung des Festspielhaus-Baus zeigt, dass das die Bonner BĂźrger längst begriffen haben.“

     

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Beethovenfest

Im Zeichen des Wandels Das Beethovenfest 2013 „Verwandlungen“ war das Motto des Beethovenfestes 2013. Es thematisierte den Wandel als Wesenselement der Musik, der menschlichen Existenz und jeder Kunst und hielt Momentaufnahmen als »Verwandlung« des Vergangenen fest. Das Motto spiegelt sich auf verschiedene Weise im Festivalprogramm wider: in musikalischen Formen wie Variationen, Arrangements, Adaptionen, in Fragen der Inszenierung, durch Grenzgänger, die ihre traditionellen Wurzeln in neue Musikformen einbringen, und durch Komponisten, die durch Beethoven geprägte Gattungstraditionen weiterentwickeln. Einen Schwerpunkt widmete das Beethovenfest Bonn 2013 Künstlern, die ihre traditionellen Wurzeln in neue Konzertprogramme einbrachten, dazu gehörten Patricia Kopatchinskaja, Pekka Kuusisto, Ragnhild Hemsing und Caitriona O’Leary.

Ende der 10-jährigen Ära Schmiel: Orchester und Chor bedankten sich beim Abschlusskonzert mit einer Überraschungseinlage: der „Ode an die Freude“. Foto: Arnulf Marquardt-Kuron.

Zu Gast waren vom 5. September an wieder Spitzenorchester und herausragende Musiker aus aller Welt, darunter das Pittsburgh Symphony Orchestra mit Manfred Honeck, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit Kent Nagano und Paavo Järvi, das NDR-Sinfonieorchester mit Thomas Hengelbrock, die Bamberger Symphoniker mit Jonathan Nott und die Academy of St Martin in the Fields mit Julia Fischer und Sir Neville Marriner.

Als am Samstag, dem 5. Oktober, das Beethovenfest 2013 nach 67 Konzerten im Hauptprogramm und 95 weiteren Veranstaltungen im Rahmenprogramm endete, war ein neuer Rekord erreicht: Das Beethovenfest Bonn 2013 erreichte mehr Zuhörer als jemals zuvor seit der Festival-Neugründung 1999. Etwa 75.000 Zuschauer besuchten die insgesamt 162 Veranstaltungen, 2012 waren es rund 70.000, 2004 noch 40.000. Das Abschlusskonzert mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Daniel Harding und dem Violinisten Christian Tetzlaff markiert zugleich das Ende der Intendanz von Ilona Schmiel, die 2004 die künstlerische Leitung und Geschäftsführung des Beethovenfestes Bonn von Franz Willnauer übernommen hatte und 2014 in gleicher Funktion zur Tonhalle Gesellschaft Zürich wechselt. Ihre Nachfolge in Bonn tritt bekanntlich Nike Wagner an, die Urenkelin von Richard Wagner. Auch hierzu passte das Festival-Motto. Die Bürger für Beethoven waren wieder in vielfacher Weise an dem vierwöchigen Fest und Höhepunkt im Bonner Kulturkalender beteiligt: Mit dem traditionellen Kartenvorverkauf für Mitglieder, dem Mitgliederkonzert, Künstlereinladungen, Verleihung des Beethovenrings sowie einem Infostand an den Konzertabenden.

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Beethovenfest

Kartenvorverkauf Beethovengroschen verdoppelt Marlies Schmidtmann Der bevorzugte Kartenvorverkauf für unsere Mitglieder, der 2008 in der heutigen Form begann, hat sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt, auf das wohl niemand mehr verzichten möchte. Die Verkaufszahlen der einzelnen Jahre sind schon oft genug wiederholt worden, ich werde sie hier nicht erneut en detail angeben, sondern begnüge mich mit den Eckdaten. Im Jahre 2008 bestellten 154 Mitglieder 1438 Karten für insgesamt 65.236,40 €. Und im Jahre 2013 waren es 310 Besteller, die 3309 Karten orderten und dafür 141.204,50 € ausgaben. Am Procedere hat sich für unsere Mitglieder im Laufe der Jahre nichts geändert. Sie bekommen nach wie vor vom Beethovenfest spezielle Bestellscheine und das Programm zugesandt. Sie geben auf diesen Bestellscheinen Ihre Wünsche an und senden sie an unsere Geschäftsstelle zurück – unter Einhaltung der angegebenen Frist. Sie genießen dabei drei Vorteile: 1. Ihre Bestellung wird bearbeitet, ehe der öffentliche Vorverkauf beginnt, d. h., Sie erhalten zuverlässig Ihre gewünschten Karten, wenn auch nicht immer in der von Ihnen georderten Platzkategorie, denn wir arbeiten streng nach Reihenfolge der Eingänge, und vergebene Plätze können nun mal nicht doppelt belegt werden. 2. Sie sparen die Vorverkaufsgebühren von 10%, die Sie sonst auf jede Karte zahlen müssten. 3. Sie beteiligen sich durch Ihre Bestellung an der Finanzierung eines neuen Konzerthauses, denn seit 2011 erheben wir pro Karte einen sog. „Beethovengroschen“, der de facto 1,– € betrug, unabhängig vom Preis der Karte. Auf der letzten Mitgliederversammlung im April 2013 allerdings stellte ein engagiertes Mitglied den Antrag, diesen Beethovengroschen zu verdoppeln. Seine Worte überzeugten: „Für die Mitglieder entfällt die Vorverkaufsgebühr und sie haben die Möglichkeit, Karten weit vor dem offiziellen Vorverkauf zu bestellen. Die finanziellen, aber auch die emotionalen Vorteile (Sicherheit die bestellten Karten zu erhalten) dieses Verfahrens wiegen weitaus mehr als die mögliche „Belastung“ durch einen erhöhten Beethovengroschen.“ Wen wundert es da noch, dass diesem Antrag einstimmig (mit einer Enthaltung) stattgegeben wurde. Dazu noch eine Zahl, die klar vor Augen führt, was man mit kleinen Beiträgen erreichen kann. Im Jahre 2013 erbrachten alleine unsere Beethovengroschen einen Betrag von 3309,– €, denn – s. o. – wir orderten 3309 Karten für Sie. Und diesmal wird aller Wahrscheinlichkeit nach die doppelte Summe dabei herauskommen. 28


Bühne frei

„Bühne frei für Beethoven“ 1200 Musiker auf 7 Bühnen Jahrelang als Open-Air-Festival zur Eröffnung des Beethovenfestes bekannt, musste „Bühne frei für Beethoven“ im Jahr 2013 aus vielerlei Gründen zeitlich verschoben werden – und zwar auf Samstag, den 28. September. Knapp 1200 junge Menschen, größtenteils Schülerinnen und Schüler, präsentierten sich und ihr Können auf insgesamt sieben großen und kleinen Bühnen in Bonn und Bad Godesberg: In Bonn am Markt, im Klanggrund, vor dem Beethovenhaus, in der Kaiserpassage und mit zwei kleinen Bühnen in der „Galeria Kaufhof“, in Bad Godesberg auf dem Theaterplatz.

Großes Interesse fanden die Darbietungen auf der Bühne am „Klanggrund“. Foto: Horst Gundelach.

Die Zuhörerinnen und Zuhörer wurden von Moderatorinnen und Moderatoren launig durchs Programm geführt und hatten ihre helle Freude am Dargebotenen. Natürlich traten alle jungen Künstlerinnen und Künstler – wie immer – ohne Gage und in ihrer Freizeit auf. Müssen wir uns da wirklich noch Sorgen machen um den musikalischen Nachwuchs? In Bonn jedenfalls müssen wir das ganz offensichtlich nicht.

Auch viele ganz junge Nachwuchskünstler bereicherten das Programm mit ihrem Können. Foto: Horst Gundelach.

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Beethovenfest

Julia Fischer war der Star Empfang nach dem Mitgliederkonzert Wie in jedem Jahr fand auch 2013 im Rahmen des Beethovenfestes wieder ein Mitgliederkonzert mit anschließendem Empfang statt. Das Highlight war diesmal das Konzert mit der Violinistin Julia Fischer und der „Academy St Martin in the Fields“ am 15. September. Auf dem Programm stand Streichmusik aus vier Epochen und fast 200 Jahren: Wolfgang Amadeus Mozarts Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 B-Dur (KV 207), die „Metamorphosen“ für 23 Solostreicher von Richard Strauss (AV 142) – passend zum Motto des Beethovenfestes 2013 –, Johann Sebastian Bachs Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo Nr. 1 a-Moll (BWV 1041 ) sowie Arnold Schönbergs »Verklärte Nacht« für Streichorchester op. 4. Neben ihrer Rolle als Solistin übernahm Julia Fischer mit verblüffender Nonchalance außerdem die musikalische Leitung des gesamten Abends, kein Problem für die brillante Musikerin, die sich mit dem in kleiner Besetzung spielenden Ensemble „blind“ verstand. Die Begeisterung für diese großartige Doppelleistung entlockte dem Publikum großen Applaus. Julia Fischer war 2005 zweite Trägerin des Beethovenrings, den die Bürger für Beethoven jeweils unter den fünf jüngsten Solisten des Beethovenfestes wählen. Beim anschließenden Mitgliederempfang im Restaurant DACAPO an der Beethovenhalle war die Künstlerin anwesend und stand gerne für das ein oder andere Gespräch oder ein Foto zur Verfügung. Auch die scheidende Intendantin Ilona Schmiel war – an ihrem Geburtstag – dabei und sprach ein Grußwort. Von den „Bürgern“ gab es natürlich ein Ständchen.

30 Beim Empfang nach dem Mitgliederkonzert gab sich auch Julia Fischer (Mitte) die Ehre, freudig begrüßt

von der Noch-Intendantin Ilona Schmiel (links), dem stellvertretende Vorsitzenden der Bürger für Beethoven, Walter Scheurle (2. v. l.) und den anderen Gästen. Foto: Horst Gundelach.


Künstlereinladungen

Musiker des Beethovenfestes bei uns zu Gast Die Künstlereinladungen der Bürger für Beethoven Marlies Schmidtmann Seit vielen Jahren organisieren die Bürger für Beethoven während des Beethovenfestes Künstlereinladungen. Künstler, die in Bonn gastieren, werden nach ihren Konzerten von Mitgliedern der Bürger für Beethoven in ihre Häuser oder Wohnungen eingeladen und verleben dort einen Abend unter Menschen, die sich gerne mit ihnen unterhalten und sich auf eine Begegnung mit ihnen freuen.

Künstereinladung beim Ehepaar Gundelach:

Horst Gundelach, Intendantin, Ilona Schmiel, Posaunist Natürlich sorgen die Gastgeber für Christian Lindberg, Susanne Gundelach, Dr. Tilman Schlömp Speis und Trank, wissen sie doch, dass (Beethovenfest, v. l. n. r.). Foto: Horst Gundelach. die meisten Interpreten vor ihrem Konzert nichts essen und dann anschließend, wenn die Spannung abfällt, richtig hungrig sind. Außerdem sind Künstler, die solche Einladungen annehmen, auch gesellige Menschen, die einsame Mahlzeiten nicht so amüsant finden, sondern lieber in netter Gesellschaft tafeln.

Das Beethovenfest gibt eine Liste der Künstler vor, die gerne eingeladen werden möchten. Und zum Glück melden sich immer wieder großherzige Gastgeber, die die Mühe und auch die Unkosten nicht scheuen, einen solchen Abend zu gestalten. Bis die Gäste auftauchen, wird es leider stets recht spät, denn sie kommen ja immer nach dem Konzert. Aber glücklicherweise gibt es ab und an mal ein vormittägliches Konzert am Sonntag. Die Gastgeber entscheiden (nach Wohnungs- oder Hausgröße), ob sie einen Solisten oder ein Ensemble einladen können und möchten. Wir gehen gemeinsam die Auswahl-Liste durch, denn auch das Datum muss ja passen. Die Künstler erhalten von ihren Gastgebern eine kleine persönliche Einladung, die das Beethovenfest weiterleitet. Und dann beginnen die Überlegungen erst richtig. Was bietet man an, ein gesetztes Essen (sehr selten) oder ein Buffet? Wen lädt man aus seinem eigenen Freundeskreis dazu ein, denn es soll ja eine etwas größere Runde werden? Welche Getränke wählt man? Trinken Künstler nur edle Weine? (Tun sie nicht, manche trinken gerne ein richtiges Bier oder auch nur Wasser, aber eine etwas reichhaltigere Palette ist schon hilfreich). Immer wird die Schar der Eingeladenen erweitert durch ein oder zwei Personen vom Beethovenfest. Auch die Intendantin ward häufig bei solchen Abenden gesehen. Die Künstler werden ins Haus gebracht, und natürlich auch wieder abgeholt. Wenn sie eintreffen, sind die Gastgeber und die zusätzlich eingeladenen Gäste schon ebenso hungrig wie die Künstler, die nochmals mit Applaus und ein paar freundlichen Worten der Hausherrin 31 und/oder des Hausherrn begrüßt werden.


Beethovenfest Worin besteht denn nun der Reiz solcher Einladungen? Die Gastgeber erhalten jeweils 2 Karten für das Konzert „ihrer“ Künstler, das ist zumindest eine kleine Aufmerksamkeit. Viel größer aber, so versichern immer alle, die es schon erlebt haben, ist die Chance große oder kleine oder werdende Stars einmal einfach nur als Menschen kennen zu lernen und sich mit ihnen zu unterhalten. Mag sein, dass Künstlereinladung des Pianisten François sie „ihren“ Künstler nie wiedersehen, aber mitFrédéric Guy (rechts) bei Ursula Schmidt-Loock; unter kann es auch ganz anders kommen. Oftlinks die beiden Komponisten David Chaillou mals war schon eine spätere Ringpreisträgerin und Johannes Motschmann. Foto: privat. oder ein späterer Ringpreisträger unter den Eingeladenen, die oder den man dann bei der Verleihung des Ringes erneut trifft und vielleicht auch weiterhin die Karriere (mit ganz anderen Augen) verfolgen kann. Auch große Stars wurden schon von Gastgebern zuhause empfangen, mir schießen da einige Namen durch den Kopf, z. B. die Violinisten Christian Tetzlaff, Lisa Batiashvili und Linus Roth, der Dirigent Paavo Järvi oder das Gewandhaus-Quartett. Aber immer, das ist nicht zuviel gesagt, werden Sie Freude daran haben, Menschen zu begegnen, die einfach nett und aufgeschlossen sind und dankbar, dass sie bei Ihnen einen schönen Abend verleben durften. 2013 fanden 8 solcher Künstlereinladungen statt. Die Gastgeber, denen hier auf diesem Wege nochmals gedankt sei, waren: Susanne und Horst Gundelach, Christiane und Nikolaus Kircher, Rosemarie Kluxen, Doctores Gerlinde und Wolfgang Runge, Sabine und Martin Schmid, Susanne Schmidt, Ursula Schmidt-Loock, Elke und Richard Zimmer.

Ein besonderes Privileg und eine große Freude: Ringpreisträgerin 32 Ragnhild Hemsing spielt exklusiv für die Gäste der Künstlereinladung bei Susanne Schmidt auf der Hardangerfiedel. Foto: Horst Gundelach.

Die Liste der eingeladenen Künstler kann sich sehen lassen. Es waren: Dagmar Pecková und Christian Lindberg, Elizaveta Miller (Beethovenring-Kandidatin), Patricia Kopatchinskaja, Pekka Kuusisto und Lilli Maijala (Beethovenring-Kandidatin), das Borodin-Quartett, FrancoisFrédèric Guy, das Cuarteto Casals, Ragnhild Hemsing (Ringpreisträgerin des Jahres 2013) und Tor Espen Aspaas. Mit ihren Gastgebern und den anderen Gästen verbrachten sie anregende Abende in privater Atmosphäre.


Beethovenring

Der besondere Klang der Hardangefiedel Beethovenring 2013 geht an Ragnhild Hemsing Auch 2013 wählten die Bürger für Beethoven unter den fünf jüngsten Solisten beim Beethovenfest wieder einen Träger des Beethovenrings. Sie hatten dabei einmal mehr die Qual der Wahl, denn die nominierten jungen Beethoven-Interpreten sind alle herausragende Virtuosen mit einer großen Zukunft. Dennoch ging der Beethovenring 2013 mit einem sehr eindeutigen Votum der Mitglieder an die junge norwegische Geigerin Ragnhild Hemsing. Die 1988 geborene Violinistin setzte sich bei der Wahl mit 49,6 % deutlich gegen den Tenor Julian Prégardien (32,6 %) durch. Die drei weiteren Mitbewerber waren Alexandra Conunova-Dumortier (Violine) aus Moldawien, Lilli Maijala (Viola) und Elizaveta Miller (Hammerklavier) aus Finnland. Ragnhild Hemsing folgt als insgesamt zehnte Ringpreisträgerin auf den französischen Oboisten Philippe Tondre. Die feierliche Ringübergabe erfolgt im Frühjahr 2014 im Rahmen eines Preisträger-Benefizkonzertes der Bürger für Beethoven im Kammermusiksaal des Beethovenhauses. „Wir zeichnen damit eine junge Künstlerin aus, die herausragende Interpretationen klassischer Werke auf eine junge, erfrischende und zeitgemäße Art und Weise mit der Pflege norwegischer Volksmusik verbindet. Das ist ganz im Sinn Ludwig van Beethovens, der die Musik seiner Zeit immer wieder erweiterte und Gattungsgrenzen sprengte“, so der Vorsitzende Dr. Stephan Eisel.

Ringpreisträgerin 2013: Ragnhild Hemsing mit der Violine und der Hardangerfiedel©. Foto: Konzertdirektion Martin Müller

Ragnhild Hemsing stammt aus der norwegischen Volksmusikregion Valdres. Schon als 13-jährige feierte sie ihr Debüt mit dem Mendelssohn-Violinkonzert. Mit ihrer Hardangerfiedel pflegt Ragnhild Hemsing neben ihrem klassischen Violin-Repertoire die traditionelle Volksmusik ihrer norwegischen Heimatregion, die für dieses außergewöhnliche Instrument geschrieben wurde, und sie setzt sich nachdrücklich für Werke zeitgenössischer norwegischer Komponisten ein, die sich in ihrer Musik auf die Volksmusiktraditionen beziehen. Besonderheit der Hardangerfiedel ist, dass sie neben den vier Spielsaiten noch weitere, darunter liegende Resonanzsaiten hat. Beim Beethovenfest 2013 interpretierte Ragnhild Hemsing das selten gespielte BeethovenWerk „Zehn variierte Themen für Klavier und Flöte oder Violine ad libitum op. 107/9“. Und wer die charmante junge Norwegerin nach dem Konzert im privaten Rahmen der Künstlereinladung aus der Nähe erleben durfte, kam in den Genuss einer exklusiven, ganz persönli- 33 chen Vorstellung dieses ungewöhnlichen Instrumentes und seiner besonderen Klangfarbe.


Beethovenfest Zu ihrer Wahl sagte Ragnhild Hemsing: „Ich fühle mich zutiefst geehrt, dass mir der Beethovenring zuerkannt worden ist. Es bedeutet mir sehr viel, und diese Auszeichnung ist eine enorme Inspiration für mich. Es freut mich außerordentlich, nun zu einer so wundervollen Gruppe von Preisträgern zu gehören. Meine musikalischen Wurzeln liegen sowohl in der klassischen Musik wie auch in der Hardangerfiedel-Volksmusik, und es ist wunderbar, diese beiden musikalischen Welten an solch einem Ort zu präsentieren. Ich freue mich sehr, im Frühjahr 2014 im Beethoven-Haus aufzutreten.“ Die Bürger für Beethoven verleihen den Beethovenring seit 2004 jährlich unter den fünf jüngsten Solisten des Beethovenfestes, die ein Beethovenwerk besonders überzeugend darbieten. Die Preisträgerin oder der Preisträger werden von den Mitgliedern durch schriftliche Abstimmung gewählt. Wahlberechtigt für die Vergabe sind auch diejenigen Mitglieder, die noch während des Beethovenfestes beitreten. Gestiftet wird der Beethovenring in jedem Jahr neu von den Eheleuten Sabine und Martin Schmid, Inhaber des Bonner „Schmuckatelier Sabine Schmid“. Ziel ist es, junge Künstler zu fördern. Die Auszeichnung hat inzwischen hohes Ansehen erlangt. Alle bisherigen Preisträger haben es zu einer beachtlichen internationalen Karriere gebracht, und alle weisen in ihrer Biographie auf den Bonner Beethovenring hin. Bisherige Preisträger/innen waren Gustavo Dudamel (Dirigent 2004), Julia Fischer (Violine 2005), Lisa Batiashvili (Violine 2006), Giorgi Kharadze (Cello 2007), Lauma Skride (Klavier 2008), Teo Gheorghiu (Klavier 2009), Sergei Khachatryan (Violine 2010), Premysl Vojta (Horn 2011) und Philippe Tondre (Oboe 2012).

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Preisträgerkonzert

„Eine Sternstunde der Musik“ Verleihung des Beethovenrings 2012 an Philippe Tondre Walter Scheurle Zum Preisträger 2012 hatten die Bürger für Beethoven den jungen Franzosen Philippe Tondre aus dem elsässischen Muhlhouse zum Ringpreisträger gewählt. Tondre ist der erste Oboist unter den seit 2004 gewählten Preisträgern. Er hat ein Engagement als Solo-Oboist beim SWR-Symphonie-Orchester Stuttgart und gewann bereits zahlreiche Musikwettbewerbe. Der Beethovenring wurde ihm am 23. März 2013 im Rahmen eines Benefizkonzertes im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses verliehen. Für das von ihm gestaltete Preisträgerkonzert brachte Tondre weitere hochkarätige Musiker mit: den Pianisten Masako Eguchi von der Hochschule für Musik und Tanz, Köln, den Oboisten Matthieu Petitjean von der Staatsoper Hannover sowie Max Werner vom Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, der das Englischhorn spielt. Die hochgesteckten Erwartungen der Konzertbesucher im vollbesetzten Kammermusiksaal Ringpreisträger 2012: der Oboist Philippe Tonwurden noch übertroffen. Der Bonner Gene- dre. Foto: Beethovenfest. ral-Anzeiger titelte am 25. März 2013: „Ravels Sonatine: Eine Sternstunde der Musik“ und stellte fest: „... musikalisch zeigte sich bei Tondre, dass die Bürger für Beethoven mit ihrer Auszeichnung richtig gelegen haben.“ Als Laudator konnte Ulrich König, Solo-Oboist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, gewonnen werden, der sich ebenso von den musikalischen Fertigkeiten des Preisträgers äußerst beeindruckt zeigte. Für seine Laudatio wählte König die Form eines lockeren Gespräches. Dabei erfuhren die Zuhörer u. a. viel vom Arbeitsalltag eines SpitzenOboisten und Solisten. Ein weiterer Höhepunkt war die Übergabe des Beethovenrings 2012 an Philippe Tondre durch den damaligen Vorsitzenden der Bürger für Beethoven, Manfred Jung. Unser besonderer Dank gilt unseren Mitgliedern, dem Juwelier-Ehepaar Sabine und Martin Schmid, das mit der Stiftung des hochwertigen und individuell gestalteten Rings die Aus35 zeichnung von herausragenden jungen Beethoven-Interpreten erst möglich macht.


Beethovenfest

Dank an Ilona Schmiel – Bürgerin für Beethoven Auftragskomposition als Abschiedsüberraschung Bei einem „Empfang mit musikalischen Überraschungen“ in der „Deutschen Welle“ haben sich die Bürger für Beethoven und die FEST.SPIEL.HAUS.FREUNDE im Oktober von der Intendantin des Beethovenfestes Ilona Schmiel verabschiedet. Vor über einhundert geladenen Gästen sagte der Vorsitzende der Bürger für Beethoven Stephan Eisel: „Ilona Schmiel war nicht nur eine außerordentlich erfolgreiche Intendantin, sondern im besten Sinn immer eine ‚Bürgerin für Beethoven’. Ihr war in Bonn kein Weg zu weit, wenn es um Beethoven ging, und sie ließ sich in ihrem Einsatz auch nicht auf die Zeit des Beethovenfestes beschränken. Mit nachdrücklichem Charme hat sie immer wieder klar gemacht, dass sich Bonn seiner Verantwortung für Beethoven bewusster werden und die damit verbundenen Chancen besser nutzen muss. Dafür danken wir ihr besonders herzlich.“ Die Vorsitzende der Festspielhausfreunde würdigte Ilona Schmiel als mutige Kämpferin für das Beethoven Festspielhaus und überreichte ihr die Urkunde als Ehrenmitglied der Festspielhausfreunde – die erste Ehrenmitgliedschaft des Vereins. „Ilona Schmiel hat das Beethovenfest auf einen international höchsten Standard gehoben und damit den künstlerischen Anspruch Bonns auf ein Festspielhaus der Extraklasse nachdrücklich manifestiert. Sie hat darüber hinaus be36 wiesen, dass Beethoven ein Walter Scheurle überreicht Ilona Schmiel einen kleinen Alleinstellungsmerkmal für Bonn

Beethoven, mit Stephan Eisel (rechts). Foto: Eva Schmelmer.


Abschied von Ilona Schmiel ist, das genutzt werden kann und muss und dass sich hier Kultur mit Innovation und Zukunftsfähigkeit verbinden lassen“, sagte Wulf-Mathies. In einer Talkrunde ließen die Vertreter beider Vereine gemeinsam Erinnerungen an die Intendanz von Ilona Schmiel Revue passieren. Das musikalische Programm des Empfangs gestalteten drei Pianisten. Felix Wahl, der 2005 den Beethoven-Bonnensis-Preis der Bürger für Beethoven gewonnen hat und in diesem Jahr Teilnehmer der International Telekom Beethoven Competition in Bonn ist, spielte Beethovens Klaviersonate Nr. 9 E-Dur op. 14 Nr. 1. Die Bonner Pianistin Susanne Kessel überraschte mit einer Klangskulptur von Joseph Beuys, kombiniert mit einem Stück von John Cage und zwei Welturaufführungen: Es handelte sich bei den Kompositionen des Bonner Komponisten David Graham und des Schweizer Komponisten Dennis Kuhn um die beiden ersten Beiträge zum Projekt „250 piano pieces for Beethoven“, das Susanne Ilona Schmiel im Gespräch mit dem Ehrenvor- Kessel im Blick auf den 250. Geburtstag Beethovens 2020 mit Komponisten rund um den Erdball sitzenden der Bürger für Beethoven, Barstartete. thold C. Witte. Foto: Eva Schmelmer. Der 18-jährige bayerische Komponist und Pianist Alexander Maria Wagner brachte sein eigenes Werk „Les-Adieux-Burleske„ zu Gehör, das er im Auftrag der Bürger für Beethoven komponiert und Ilona Schmiel als Abschiedsgeschenk gewidmet hat. Die Komposition bezieht sich auf die ersten fünf Takte der „Les Adieux“ genannten Klaviersonate Nr. 26 in Es-Dur op. 81a von Ludwig van Beethoven. Stephan Eisel moderierte die Veranstaltung mit Texten von Robert Schumann und Franz Liszt, die sich wie aktuelle Kommentare zur Festspielhausdebatte anhörten. So hatte Franz Liszt 1845 beim ersten Beethovenfest erbost über Stephan Eisel moderierte die Veranstaltung. die Trägheit der damaligen Foto: Eva Schmelmer.

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Beethovenfest Bonner Verantwortlichen ausgerufen: „Eine kleine Stadt kann das Glück haben, dass ein großer Mann in ihr das Licht der Welt erblickt; aber kleinstädtisch darf sein Andenken nicht gefeiert werden.“ Im Anschluss nahm Ilona Schmiel noch gerne die Gelegenheit zu lockeren Plaudereien mit Künstlern und Gästen wahr. Wir werden sie vermissen.

Viel Applaus gab es für die jungen Musiker. Foto: Eva Schmelmer.

Ein CD-Mitschnitt der Veranstaltung „Danke Ilona Schmiel“ kann gegen eine Schutzgebühr von 5,- Euro in der Geschäftsstelle der Bürger für Beethoven angefordert werden.


Weltkulturerbe

Beethoven als Weltkulturerbe Bürger für Beethoven stellten UNESCO-Antrag

Ab die Post: Die Projektgruppe „Weltkulturerbe“ im Vorstand der Bürger für Beethoven versendet den Antrag. Michael Krause, Eva Schmelmer, Dorika Seib, Dr. Stephan Eisel (v. l. n. r.). Foto: Ralf Klodt.

Dass Ludwig van Beethoven zum Weltkulturerbe gehört, liegt eigentlich auf der Hand. Die ungebrochene Wirkmächtigkeit seiner Musik und die Präsenz seines persönlichen Schicksals als ertaubter Komponist stiften Identität und inspirieren die Menschen immer wieder neu. Beethoven ist lebendiger Bestandteil unserer Alltagskultur. Deshalb haben die Bürger für Beethoven im letzten Herbst den Antrag gestellt, Ludwig van Beethoven in die UNESCO-Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufzunehmen.

Der Vorsitzende, Stephan Eisel, begründete den Antrag damit, dass „Beethoven den Deutschen seit Generationen über alle sozialen Schichten hinweg und weit über die Grenzen klassischer Musik hinaus kultureller Identifikationspunkt“ sei: „Ludwig van Beethoven ist lebendiger Bestandteil unserer Alltagskultur. Die ungebrochene Wirkmächtigkeit seiner Musik und die Präsenz seines persönlichen Schicksals als ertaubter Komponist stiften Identität und inspirieren die Menschen immer wieder neu.“ Der Antrag fand prominente Unterstützung durch Empfehlungsschreiben des langjährigen Kulturministers und früheren Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz und Thüringen, Bernhard Vogel, und des Bundesgeschäftsführers des „Verbandes der Musikschulen“ (VdM), Matthias Pannes. „Beethoven steht für die Kulturnation Deutschland und er war für die Deutschen über alle Wechselfälle der Geschichte hinweg, insbesondere in den Jahrzehnten der deutschen Teilung, ein einigendes Band“, schrieb darin Bernhard Vogel, und bei Matthias Pannes liest man: „Die herausragende Bedeutung und Präsenz der Musik Ludwig van Beethovens für Menschen aller Altersklassen ist ungebrochen“.

In ihrem Antrag erläutern die Bürger für Beethoven, dass „Beethovens Musik längst Allgemeingut“ sei. So sei die Ode an die Freude nicht nur als Europahymne offizielles Band im zusammenwachsenden Europa, sondern seit langem auch quasi als Volkslied im Bewusstsein der Menschen verankert. Auch der Erkennungswert des Motivs der 5. Sinfonie habe die Grenzen der klassischen Musik längst gesprengt: „Das musikalische Genie und das menschliche Schicksal Beethovens zieht seit 200 Jahren die Menschen in ihren Bann.“ Kein Komponist ist so oft Gegenstand der bildenden Kunst. Über 5.000 verschiedene bildliche Darstellungen gibt es von Beethoven, und darin ist noch nicht die Vielzahl an kunstgewerblichen und touristischen Objekten enthalten. Beethoven ist zudem das häufigste deutsche Briefmarkenmotiv und weltweit wurde mit Briefmarken in fast 60 Ländern kein Deutscher so häufig geehrt wie er. „Beethovens Kopf ist überall ein ebenso erkanntes wie bekanntes und vielfach verwendetes Symbol“, heißt es im Antrag.

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Weltkulturerbe In Deutschland wird auch kein Personenname aus der Musik häufiger für die Namensgebung von Straßen und Plätzen, Wohnstiften, Schulen und vielen anderen Einrichtungen verwandt. Mit 1469 Beethovenstraßen, -plätzen usw. gibt es statistisch in jeder deutschen Gemeinde über 10.000 Einwohner mindestens eine Straßenbezeichnung mit dem Namen des Komponisten

Der ertaubte Komponist als Genie wurde nicht nur in Deutschland zur Ikone: „Beethoven ist rund um den Erdball das wohl bekannteste Symbol der Kulturnation Deutschland und schafft dadurch auch Identität für Deutsche in der globalisierten Welt“, ist im Antrag zu lesen. Immer wieder sei der Rekurs auf Beethoven deshalb ein für sich selbst stehendes inhalt40 liches Statement – sei es mit dem Motiv der 5. Sinfonie von BBC-Sendungen im 2. Weltkrieg, in Chuck Berry’s „Roll over Beethoven“ (1956) oder im vielfältigen Bezug auf den


Weltkulturerbe

Komponisten und seine Musik in der Werbewirtschaft. Es sei auch bezeichnend, das die Firmen Philips und Sony Ende der 1970er Jahre die Länge der damals neuen CDs auf 74 Minuten festlegten, um so das Abspielen der 9. Sinfonie ohne CD-Wechsel zu ermöglichen. Die Beethoven-Verehrung begann in Deutschland und weit darüber hinaus schon zu seinen Lebzeiten. Sie entwickelte sich nach seinem Tod schneller und nachhaltiger, als man dies bis dahin kannte – nicht nur, weil bis dahin lediglich Adlige, Monarchen und Heerführer Gegenstand ähnlicher Verehrung und Mystifizierung geworden waren. Beispielhaft für die zeitlose Popularität von Beethoven-Darstellungen steht das außerordentlich weit verbreitete Beethoven-Portrait mit dem roten Schal von Joseph Karl Stieler aus dem Jahr 1820, das 1987 von Andy Warhol verfremdet und in die Popkultur überführt wurde. 41 Die Bürger für Beethoven erinnern auch daran, dass die Beethovenpflege von Anfang an nicht von staatlichen Autoritäten verordnet war, sondern aus der Bürgerschaft wuchs. Dafür


Weltkulturerbe stehe das bürgerschaftlich initiierte und finanzierte erste Beethoven-Denkmal (1845) ebenso wie der private Ankauf des Beethoven-Geburtshauses, das 1888 schon zum Abriss freigegeben war und Anfang der 1990er Jahre der bürgerschaftliche Widerstand gegen das Ende des Bonner Beethovenfestes durch die Streichung aller städtischen Zuschüsse. Heute widmen sich viele Gruppierungen der Pflege der Musik Beethovens und seines Andenkens. Dazu gehören auch ca. 5,1 Millionen aktive Laien-Musiker sowie ca. 180.000 Berufsmusiker.

Für die Aufnahme in das „immaterielle Kulturerbe der Menschheit“ der UNESCO sammelten die Bundesländer bis zum 30. November Vorschläge. Im weiteren Verfahren entscheidet der Bund über die Weitergabe an die UNESCO. Die Erfassung des „immateriellen“ Kulturerbes 42 solle die Liste des Weltkulturerbes ergänzen, zu der Bauwerke wie der Kölner Dom gehören. Beethovens Handschrift der 9. Sinfonie gehört bereits zum „Weltdokumentenerbe“.


Weltkulturerbe

Insgesamt umfasst die Begründung zur Anerkennung Beethovens als Weltkulturerbe 15 Seiten. Der Vorsitzende der Bürger für Beethoven, Stephan Eisel, hält den Antrag des Vereins für „sehr erfolgsträchtig“ und berichtet von großem Zuspruch seit das Vorhaben bekannt geworden sei. So habe beispielsweise auch Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker über sein Büro wissen lassen, er habe „von Ihren Bemühungen um eine Aufnahme von Ludwig van Beethoven in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO mit Freude und Dankbarkeit Kenntnis genommen“ und wünsche viel Erfolg. Für die Erfolgsaussichten ist es sicherlich auch hilfreich, dass in der Koalitionsvereinbarung von CDU, CSU und SPD die Beethovenpflege als „nationale Aufgabe“ hervorgehoben wird. Der vollständige Antrag der Bürger für Beethoven zur Aufnahme von Ludwig van Beethoven in die UNESCO-Liste des immateriellen Weltkulturerbes kann auf der Webseite unter www.buerger-fuer-beethoven.de eingesehen werden.

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Weltkulturerbe

Beethoven lebt! Ein populäres Genie in Kunst, Kitsch & co. Eva Schmelmer Kein Komponist, kein Künstler, war als Gegenstand der bildenden Kunst so beliebt wie Ludwig van Beethoven. Schätzungsweise mehr als 5000 bildliche Darstellungen in Portraits, Büsten oder Denkmälern trugen zur Mythenbildung um den Komponisten bei und damit auch zu seiner breiten Popularität. Sie prägen bis heute unser Beethoven-Bild. Dabei spielte nicht nur sein Konterfei eine Rolle, sondern auch die Darstellung in einer Fülle verschiedener Kontexte aus seinem Leben: Beethovens Geburt und sein Tod, seine Beziehungen zu Frauen, seine Schwerhörigkeit und Isolation, sein Temperament – der ganze Mensch faszinierte und inspirierte Künstler unterschiedlicher Nationalitäten und Metiers. Die Auseinandersetzung bildender Künstler mit dem Komponisten reicht von den frühen authentischen Portraits über romantische Idealisierungen bis hin zu modernen Interpretationen und humorvoll-karikativen Werken. Zu den ersten Bildwerken über Beethoven gehören ein Stich von Johann Joseph Neidl nach einer Zeichnung von Gandolph Ernst Stainhauser von Treuberg von 1801 sowie „Beethoven in romantischer Landschaft“ von Willibrord Joseph Mähler (1804/05). Das wohl berühmteste Portrait ist das Ölgemälde von Joseph Karl Stieler aus dem Jahr 1820, das Beethoven mit dem markanten roten Schal und schöpferischer Hingabe, idealisiert und zugleich heroisiert, zeigt, und das in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts von Andy Warhol in vielfältigen Variationen wieder aufgenommen wurde. Aber auch die Radierung von August von Kloeber (1818) oder das Ölportrait von Ferdinand Waldmüller (1823) hängen als Drucke in so manchem Wohnzimmer. Beethovendarstellungen beschäftigen in ihrer Vielfalt verschiedene künstlerische Gattungen: Malerei und Graphik, Plastik und Denkmalkunst, in Münzen und Medaillen. Das berühmte Beethoven-Portrait 44 von Joseph Karl Stieler ist bis heute Vorlage für vielerlei Souvenirs, hier Magneten ... Foto: Eva Schmelmer.

Bei der Plastik sind vor allem die Büsten erwähnenswert, die bei Musikern aller Generationen Klaviere und anderes Mobiliar zieren und als Souvenir bis heute mannigfaltig – gelegentlich bis zur Unkenntlichkeit – variiert


Beethoven im Bild werden. Zahlreich findet sich Beethoven auch in Buchillustrationen, Exlibris und Zeitschriften-Umschlagbildern, wie z. B. die Beethoven-Ausgabe der berühmten Wochenzeitschrift für politische Satire „Simplicissimus“, dessen Titelblatt Beethoven in einer großen schwarzblauen Pastellzeichnung des deutschen Illustrators, Zeichners, Grafikers und Karikaturisten Wilhelm Schulz (1865-1952) zeigt. An der Grenze der Bildkunst zum Theater ist Beethoven sogar Gegenstand bzw. „Akteur“ von Performances. ... oder eine Espressotasse – und unzählige Auch die Beispiele aus Kunsthandwerk und GeArtikel mehr. Foto: Eva Schmelmer. brauchskunst sind ebenso vielfältig wie phantasievoll,

vom Silberlöffel über die Schmuckschatulle bis hin zur Beethovenbüste als Pfeifenkopf. Auch witzig-kuriose Ausprägungen finden sich, wie z. B. Karnevalsorden aus farbigem Metall mit Goldschrift oder der Ansteck-Button „I like Ludwig“ aus gestanztem Blech, der Ende der 1950er Jahre bei US-amerikanischen Studenten als Symbol eines „Beethoven Clubs“ und Anti-Rock ’n ’ Roll-Bewegung produziert wurde: das Motto „I like Ludwig“ wurde zum Gegenspruch von „I like Elvis“. Auf der Schwelle vom Kunsthandwerk zum Kitsch und als Werbeträger wurden viele Beethoven-Darstellungen in unzähligen Variationen verfremdet, z. B. auf Postkarten oder Radierungen, aber auch als Souvenirs und Geschenkartikel auf Tassen, Tellern, Eierbechern,

45 Beethovenbüsten sind bis heute sehr beliebt. Foto: Eva Schmelmer.


Weltkulturerbe Fingerhüten, Taschenuhren, Streichholzschachteln, Kulis und Schreibblöcken, Pullovern und T-Shirts oder Krawatten, auf Parfüm oder Zigarrenbanderolen. Auch Getränke oder Süßigkeiten ziert sein Bild, ob Tee, Wein, Schokolade oder Weingummi. Die Liste ließe sich beliebig ergänzen. Die Firma Liebig verwendete schon 1885 eine Farblithografie der Pistolenszene aus dem „Fidelio“ als Sammelbildchen. Auch zahlreiche Briefmarken ziert das Portrait des Komponisten: außer Mozart wurde kein Komponist mit so vielen Briefmarken geehrt wie Beethoven. Fast 60 Länder gaben über 240 verschiedene Briefmarken heraus, die in unmittelbarer Beziehung zu ihm stehen, z. B. Dubai, die Malediven oder der Senegal. Die erste Beethoven gewidmete Briefmarke wurde 1889/90 vom Postamt

Dieses Beethoven-„Denkmal“ schmückt den Eingang der Tourist-Information in der Innenstadt. Foto: Eva Schmelmer.

Altona für die Firma Mercur herausgebracht. Ein in Deutschland unter Sammlern bekanntes Beispiel ist der Block zur Einweihung der Bonner Beethovenhalle 1959. Aber auch Kuriositäten finden sich, wie z. B. eine Werbe-Briefmarke eines Herstellers von Reisstärke. Diese bunte Vielfalt trug maßgeblich zur Mythenbildung um den Komponisten und 46 Beethoven lebt – wie auch dieses T-Shirt deutlich macht. zu seiner weltweiten Popularität bei: BeetFotos: Eva Schmelmer. Foto: Eva Schmelmer. hoven lebt!


Beethoven und Bonn

Bonn und Ludwig van Beethoven Oder: Der Phropet im eigenen Land ... Stephan Eisel Im Jahr 2020 wird auf der ganzen Welt der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven gefeiert. Seine Musik kennen die Menschen rund um den Erdball und er ist der wohl bekannteste Repräsentant der Kulturnation Deutschland. Das Jubiläum bietet auch für Bonn als Geburtsstadt Beethovens große Chancen. Hier hat Beethoven über ein Drittel seines Lebens verbracht, seine entscheidende Prägung erfahren und mit über 70 Kompositionen das musikalische Fundament für sein Schaffen gelegt. Ludwig van Beethoven blieb seiner Heimat immer engstens verbunden. Ludwig van Beethovens eigentlicher Lebenstraum war es, wie der Großvater gleichen Namens (1712 - 1773), kurkölnischer Hofkapellmeister zu werden. Als stellvertretender Hoforganist und mit einer Anstellung als Bratschist im kurfürstlichen Orchester war der Grundstein gelegt. Kurfürst Maximilian Franz schickte ihn zur weiteren Ausbildung nach Wien. Nach einem ersten, wegen der schweren Krankheit seiner Mutter verkürzten Aufenthalt dort (1786/87), brach Ludwig van Beethoven im November 1792 erneut auf. In Wien sollte er – wie es ihm sein Freund und Förderer Ferdinand Ernst von Waldstein mit auf den Weg gab – „Mozarts Geist aus Haydens Händen“ empfangen. Es gibt keine Zweifel daran, dass Beethoven danach nach Bonn zurückkehren wollte. Aber im Oktober 1794 besetzten französische Truppen Bonn, der Kurfürst als Beethovens Arbeitgeber floh und die kurfürstliche Hofkapelle wurde aufgelöst: Beethovens Bonner „Planstelle“ gab es nicht mehr. In Wien baute sich Beethoven sein eigenes Bönnsches Biotop auf: zeitlebens fiel er wegen seines starken rheinischen Dialekts auf, seine Brüder und enge Freunde zogen in die Kaiserstadt und die Kontakte in die Bonner Heimat blieben vielfältig. Noch kurz vor seinem Tod bekannte sich Ludwig van Beethoven zu seiner Geburtsstadt, in dem er Briefe mit Beethoven Bonnensis unterzeichnete. Das „offizielle Bonn“ freilich ging mit seinem größten Sohn eher in einer Weise um, die an das Markus-Evangelium erinnert: „Nirgendwo gilt ein Prophet weniger als in seiner Heimat ...“ So gehört es zu den Merkwürdigkeiten in der Geburtsstadt Beethovens, dass die Initiative für ein Beethoven-Denkmal nicht von Oberbürgermeister oder Stadtrat ergriffen wurden, sondern von Bonner Bürgern. Sie gründeten zum 65. Geburtstag Beethovens am 17. Dezember 1835 einen „Bonner Verein für Beethovens Monument“. Präsident war der Literaturhistoriker August Wilhelm von Schlegel. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten u. a. der königliche Domänenrat Franz Bernhard Wilhelm de Claer und der Geologe Johann Jacob Nöggerath, wie von Schlegel seit 1818 Professor an der Bonner Universität und 1826 deren Rektor. Der Spendenaufruf des Vereins wurde am 8. April 1836 in der von Robert Schumann herausgegebenen „Neuen Zeitschrift für Neue Musik“ veröffentlicht und fand dadurch größere Verbreitung. In dem Aufruf heißt es: „Selten hat ein Künstler so bedeutsam, so

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Beethoven und Bonn denkwürdig gewirkt, wie Beethoven ... Eine so äußerst seltene, wohltätige und weithin wirkende Erscheinung verdient es, auf eine seltene und außerordentliche Weise gefeiert zu werden, nämlich durch ein plastisches, möglichst großartiges Monument. Ueber den dazu geeigneten Ort kann kein Zweifel sein. Die Stadt Bonn am Rheine, in welcher der unsterbliche Künstler das Licht der Welt erblickte ... scheint zu dem Unternehmen in gleicher Weise berechtigt wie verpflichtet ...“ Robert Schumann gehörte fortan zu den besonders engagierten Unterstützern des Projektes. Leidenschaftlich mahnte er, „dass, wenn nicht einmal der Anfang gemacht wird, sich eine Dekade auf die Trägheit der anderen berufen wird ... Vereinigt Euch also! In allen deutschen Landen möchten aber Sammlungen von Hand zu Hand, Akademien, Concerte, Operndarstellungen. Kirchenaufführungen veranstaltet werden; auch scheint es nicht unpassend, bei größeren Musik- und Gesangsfesten um eine Gabe anzusprechen.“ In den folgenden Jahren folgten viele Benefizkonzerte in ganz Europa. Immer mehr engagierten sich führende Köpfe auch außerhalb der Musikwelt für ein Beethoven-Denkmal, darunter Heinrich Heine. Franz Liszt, ebenfalls ein großer Beethoven-Verehrer, hatte schon 1836 begonnen, für ein Beethoven-Denkmal Geld zu sammeln. Die politische Welt blieb zögerlich. Der preußische König Friedrich Wilhelm III., der bis 1840 regierte, hatte die Genehmigung eines Denkmals für einen „Bürgerlichen“ noch verweigert. Solche öffentlichen Monumente sollten Fürsten und Heerführern vorbehalten bleiben. Sein Sohn Friedrich-Wilhelm IV. widersetzte sich dann nicht mehr. Bonns erster hauptamtlicher Oberbürgermeister Oppenhoff und der Rat verhielten sich dem Vorhaben eines Beethoven-Denkmals und dem ersten Beethovenfest gegenüber so abweisend, dass Franz Liszt 1845 erbost ausrief: „Eine kleine Stadt kann das Glück haben, dass ein großer Mann in ihr das Licht der Welt erblickt; aber kleinstädtisch darf sein Andenken nicht gefeiert werden.“ Da die von Bonner Bürgern eingesammelten Spenden nicht ausreichten, konnte das Denkmal schließlich nur realisiert werden, weil Liszt über ein Fünftel der Kosten aus seiner Privatschatulle übernahm. Die Stadt beteiligte sich an der Finanzierung ihres heutigen Wahrzeichens nicht. Zur Enthüllung des Denkmals am 12. August 1845 kamen die politischen Würdenträger dann in großer Zahl. Unter den Gästen waren die englische Königin Victoria, der preußische König Friedrich Wilhelm IV., Alexander von Humboldt, viele Größen des internationalen Musiklebens und natürlich Franz Liszt, der gleichzeitig das 1. Beethovenfest initiierte. Die erste Begegnung mit Beethovens Werk hatte Franz Liszt als Elfjähriger 1822/23 im Klavierunterricht bei Paul Czerny. Später spielte und dirigierte er immer wieder Werke Beethovens, komponierte zwei Beethoven-Kantaten, verbreitete dessen Sinfonien durch Klavierbearbeitungen und war als Herausgeber wesentlich an der ersten BeethovenGesamtausgabe beteiligt. Schon 1840 hatte Liszt geschrieben: „Der Name Beethoven ist heilig in der Kunst.“ Für Franz Liszt war klar, dass die Einweihung des Beethoven-Denkmals mit einem großen Fest verbunden sein sollte: „Nach seiner Idee durfte die Feierlichkeit 48 nicht lokal, auch nicht exklusiv musikalisch oder exklusiv national bleiben: sie sollte dem Genius des großen Meisters entsprechend auf breiter Basis sich bewegen und einen


Beethoven und Bonn internationalen Charakter tragen.“ So schildert es Lina Ramann 1887 in ihrer von Franz Liszt autorisierten Biographie und sie fährt über die Bonner Vorgänge 1845 fort: „Der erste auf dem Platz war Dr. Liszt. Er traf schon in der letzten Woche des Monats Juli ein. Die getroffenen Vorbereitungen jedoch – das gewahrte sofort sein an das Große gewöhnter Blick – waren der Feier nicht angemessen. Man hatte die Reitbahn zur Aufführung der Koncerte gewählt und bereits geschmückt, ohne dabei an Akustik und eine große Zuhörerschaft, geschweige an eine auch nach außen hin festliche Repräsentation zu denken. In einer gelinden Verzweiflung besah Liszt alle in Vorschlag gebrachten Lokalitäten, wobei jedesmal die Komitéherrn meinten, man könne ihnen schon in kürzester Zeit ein festliches Ansehen geben. Schnell entschlossen erklärte jedoch Liszt: es müsse eine Festhalle noch gebaut werden. »Aber das Geld? und bis Portrait des 13-jährigen Beethoven. Öl auf Leinwand, zum 11. August?!« riefen die Herren Bonner Künstler, ca. 1783. Foto: Beethovenhaus. bestürzt unter einander. »Dafür werde ich sorgen: ich werde jedes Deficit decken« – entgegnete Liszt rasch, was die Herrn, wenn auch nicht zur frohen Zustimmung, so doch zum Schweigen brachte. Anderntags war er mit dem am Kölner Dombau beschäftigten tüchtigen und energischen Architekten und Baumeister Zwirner zur Stelle. Ein zu einer Festhalle passend gelegener Gartenplatz war bald gefunden. Ebenso schnell waren die unter Zwirner’s Leitung stehenden Arbeiter mit ihren Baugeräthschaften auf dem Platz, die Bäume wurden ausgegraben, der Grund geebnet, Bauholz von den Flößern auf dem Rhein herbeigebracht, in Köln Dekorationen gefertigt und wie ein Wunder über Nacht stieg die Festhalle gleich einem Märchenpalast aus dem Nichts empor. Im Zeitraum von elf Tagen war sie fertig, ein Bau von zweihundert Fuß Länge und fünfundsiebzig Fuß Breite, achtzehnhundert Quadratfuß Flächenraum mehr enthaltend als der Gürzenich in Köln. ... Die Akustik war vortrefflich und schon am 8. August schwang Spohr, die erste Probe haltend, im Saale den Taktstock.“ So kam ähnlich wie das Beethoven-Denkmal auch das erste Beethoven-Festspielhaus nur durch private Initiative zustande. Wieder hatte sich das „offizielle Bonn“ durch Passivität „ausgezeichnet“. Den Umgang von Bonner Verwaltung und Rat mit Beethoven umschrieb der englische Musikschriftsteller Henry F. Chorely 1854 rückblickend und vorausschauend

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Beethoven und Bonn mit den Worten: „... man plante, hielt Reden, ließ die Gläser klingen und sang – in der Vorbereitung der Sache selbst aber geringe Fortschritte machend. Dann ließ man die Sache einschlummern nach deutschem Brauch.“ Beethovens Probleme als „Prophet im eigenen Land“ gingen weiter: 1889 hatte die Stadtverwaltung dem Abriss des Geburtshauses schon zugestimmt. Wieder waren es Bonner Bürger, die das verhinderten und das Haus kauften. Unterstützt wurden sie von Giuseppe Verdi, Johannes Brahms und Clara Schumann. So entstand der „Verein Beethoven-Haus Bonn“, der bis heute Träger von Beethovens Geburtshaus als der herausragenden internationalen Forschungsstätte zu Beethoven und des Beethoven-Museums mit jährlich über 100.000 Besuchern ist. 1993 hatten Rat und Verwaltung parteiübergreifend durch Streichung aller Zuschüsse das Beethovenfest als überflüssig abgeschafft. In den folgenden Jahren initiierten Bonner, die sich als Bürger für Beethoven zusammenschlossen, mit vielen Konzerten den „Beethoven-Marathon“, bis die Stadt dem Druck nachgab und das Beethovenfest wieder ermöglichte. Als im Blick auf den 250. Geburtstag Beethovens 2020 immer deutlicher wurde, dass ausgerechnet in der Beethovenstadt Bonn ein angemessener Konzertsaal fehlt, ergriffen wieder Bonner Bürger die Initiative und brachten das Projekt „Beethoven Festspielhaus“ auf den Weg. Bund, Land, Post / DHL, Deutsche Telekom, Postbank, Sparkasse, Rhein-Sieg-Kreis alle sagten ihre finanzielle Unterstützung zur Verwirklichung zu, aber Anfang 2010 legte der Bonner Oberbürgermeister das Projekt auf Eis. Die Bürger für Beethoven, mit fast 1.300 Mitgliedern einer der größten Bonner Vereine, und die Fest.Spiel.Haus.Freunde mit über 7.000 Unterstützungsunterschriften schafften dann eine Neubelebung des Projektes. Die Finanzierungslücke beim Bau wird nun durch die private Spendensammlung des gemeinnützigen „Beethoven-Festspielhaus Förderverein e.V.“ aufgebracht. Auf Initiative des Hotel- und Gaststättengewerbes wurde die „Beethoventaler“-Genossenschaft gegründet, die einen Baukredit in Höhe von weiteren 25 Millionen finanzieren wird. Angesichts dieses bürgerschaftlichen Einsatzes hat sich auch der Bonner Stadtrat mit überwältigender Mehrheit für das Beethoven-Festspielhaus ausgesprochen. So gibt es allen Anlass zur Hoffnung, dass Bonn seiner Verantwortung als Beethovenstadt durch einen angemessenen Konzertsaal gerecht wird und sich zum 250. Geburtstag des großen Komponisten nicht vor aller Welt blamiert. Dabei sollten wir in Bonn nie vergessen, dass Ludwig van Beethoven einmal so treffend geschrieben hat: „Wer fest auf seinen Füssen steht und ein scharfes Auge im Kopf hat, der weiß seinen Weg, und darf auch etwas weiter gehen als gewöhnlich.“

Man blickt in die Augen der Ewigkeit. 50

Artur Chermonov, 2. Konzertmeister des Beethoven Orchester Bonn zu Beethovens 7. Sinfonie.


Beethovendenkmal

Seit 1845 Bonner Wahrzeichen Erinnerung an die Einweihung des Beethoven-Denkmals Am 12. August 2013 feierten die Bürger für Beethoven den Jahrestag der Einweihung des Beethoven-Denkmals auf dem Bonner Münsterplatz. Einige hundert interessierte Bürger und Passanten nahmen an der Veranstaltung teil. Duane Hulbert und Michael Korstick (Klavier) sowie Neal Hulbert (Trompete) spielten Werke von Beethoven und Liszt. In den musikalischen Pausen berichtete Stephan Eisel Wissenswertes zur Entstehung des Monumentes und zitierte aus zeitgenössischen Dokumenten. Der Bau eines Denkmals für einen Komponisten stieß in der politischen Welt jener Zeit auf Ablehnung, denn solche öffentlichen Monumente waren damals Fürsten und Heerführern vorbehalten. König Friedrich Wilhelm III, der Preußen bis 1840 regierte, hatte die Genehmigung eines Denkmals für einen „Bürgerlichen“ auf dem Münsterplatz noch verweigert, erst ein Sohn Friedrich-Wilhelm IV. stimmte dem Bau zu. Die Initiative für ein Beethoven-Denkmal ergriff denn auch nicht das offizielle Bonn unter seinem ersten Oberbürgermeister Am 12. August 1845 wurde es Karl Edmund Joseph Oppenhoff, sondern Bonner Bürger. Sie enthüllt: das Bonner Beethoven- gaben 1835 dazu den Anstoß mit der Gründung des „Bonner Denkmal. Foto: Eva Schmelmer. Verein für Beethovens Monument“, dessen Präsident der Literaturhistoriker August Wilhelm von Schlegel war. In der von Robert Schumann herausgegebenen „Neuen Zeitschrift für Neue Musik“ rief der Verein 1836 dazu auf, Beethoven in seiner Geburtsstadt seiner Bedeutung entsprechend „auf eine seltene und außerordentliche Weise“ zu feiern, und für die Errichtung seines Denkmals zu spenden. Unter der Überschrift „Monument für Beethoven“ beschreibt Schumann seine konkrete Vision: „Das Mausoleum zukünftigen Andenkens steht schon Sorgten für die musikalische und historische Würdigung leibhaftig vor mir – ein leidlich Beethovens: Duane Hulbert, Neal Hulbert, Michael Korstick, hoher Quader, eine Lyra darauf Stephan Eisel. Foto: Eva Schmelmer.

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Beethoven und Bonn mit Geburts- und Sterbejahr, darüber der Himmel, daneben einige Bäume.“ Es entstehe „in riesenhafter Form ... damit, wie er schon im Leben that, er über Berg und Berg schauen könne – und wenn die Rheinschiffe vorbeifliegen und die Fremdlinge fragen: was der Riese bedeute, so kann jedes Kind antworten: Beethoven ist das ...“. Und Schumann fügte hinzu: „Denn gesetzt, die Wiener fühlten Eifersucht auf die Bonner und bestünden auch auf eins, welcher Spaß, wie man sich dann fragen würde: welches nun eigentlich das rechte? Beide Duane Hulbert und Michael Korstick am Flügel. Foto: Eva Schmelmer. haben ein Recht, er steht in beiden Kirchenbüchern; der Rhein nennt sich die Wiege, die Donau (der Ruhm ist freilich traurig) seinen Sarg.“ Auch der große Beethoven-Verehrer Franz Liszt unterstützte den Bau des Beethoven-Denkmals, und, wie Stephan Eisel berichtete, engagierten sich auch außerhalb der Musikwelt immer mehr bekannte Persönlichkeiten aus der Kulturwelt in ganz Europa dafür, zum Beispiel Heinrich Heine, der 1841 ein Denkmal-Benefizkonzert von Franz Liszt und Hector Berlioz besuchte. Robert Schumann komponierte seine Klavier-Fantasie C-Dur op. 17, die er Liszt widmete und mit der er das Beethoven-Denkmal unterstützte. Dank der von Bonner Bürgern eingesammelten Spenden – von denen Liszt ein Fünftel beisteuerte – konnte das Denkmal schließlich nach einem Entwurf des Dresdner Bildhauers Ernst Julius Hähnel realisiert werden – die Stadt beteiligte sich an der Finanzierung ihres heutigen Wahrzeichens nicht. Zur Enthüllung des Denkmals am 12. August 1845 strömten die politischen Würdenträger und Musikprominenz aus der ganzen Welt dann zahlreich herbei. Unter den Gästen waren die englische Königin Victoria, der preußische König Friedrich Wilhelm IV., Alexander von Humboldt und natürlich Franz Liszt, der auch das 1. Beethovenfest initiierte. August Wilhelm von Schlegel konnte als Initiator und Präsident des „Bonner Verein für Beethovens Monument“ die Realisierung seines Traumes nicht mehr erleben, denn er war am 12. Mai 1845 verstorben, und Robert Schumann hatte seine Teilnahme an der Einweihung des Denkmals und dem ersten Beethovenfest aus Gesundheitsgründen absagen müssen. Er kam jedoch in späteren Jahren immer wieder dorthin, unter anderem auch gemeinsam mit dem 52 jungen Johannes Brahms. Am Rande bemerkte Stephan Eisel, dass es die Wiener erst 1880 schafften, ein Beethoven-Denkmal zu errichten.


Beethovendenkmal

Nur einmal hat Beethoven bisher den Münsterplatz verlassen, als 1965 dort die Tiefgarage gebaut und eine notwenige Restaurierung durchgeführt wurde. Zur Wiedereinweihung war mit Elisabeth II wieder eine englische Königin zugegen. Längst ist das Beethoven-Denkmal ein Wahrzeichen Bonns geworden, dessen Besuch heute zum Programm fast jedes Bonn-Besuchers gehört. Umso denkwürdiger, sagte Stephan Eisel, dass der Jahrestag seiner Enthüllung am 12. August 1845 im offiziellen Kalender der Geburtsstadt Beethovens bislang keine Rolle spielt. Im Kalender der Bürger für Beethoven dagegen ist der Termin allerdings fest vermerkt. 53


Beethoven und Bonn

Auf den Spuren Beethovens durch Bonn Der Beethoven-Rundgang wurde neu eröffnet Im September wurde der Beethoven-Rundgang in Bonn neu eröffnet. Beginnend an Beethovens Geburtshaus erinnert der Rundgang an insgesamt 16 Stationen mit Informationstafeln an Orte in Bonn, die mit dem Komponisten in Verbindung stehen, wie zum Beispiel die heutige Pfarrkirche St. Remigius, ehemalige Klosterkirche der Minoriten, wo Ludwig van Beethoven im Alter von erst 10 Jahren zur Frühmesse die Orgel gespielt hat, oder das Haus in der Rheingasse 24, wo schon sein Großvater wohnte. Auf jeder der Tafeln, die 40 mal 52 cm groß sind und aus Verbundaluminium bestehen, ist der jeweilige Standort mit seinem Bezug zu Beethoven beschrieben. Der Rundgang ist ein Erfolg des Engagements der Bürger für Beethoven. 2006 hatte der Verein den Beethoven-Rundgang in Bonn ehrenamtlich eingerichtet und privat finanziert. Nun hat die Stadt endlich den Vorschlag des Vereins aufgegriffen und die Verantwortung für den Rundgang übernommen. Der erste Beethoven-Rundgang war bereits im Jahr 2000 entwickelt worden und bestand zunächst nur aus einem Faltblatt. 2001 gab es erste provisorische Tafeln, die 2006 durch eine Kooperation der Bürger für Beethoven mit der Glasfachschule Rheinbach durch gläserne ersetzt wurden. Ersatz wurde nötig, weil die Tafeln inzwischen teilweise zerstört bzw. beschädigt waren.

Plan der 16 Stationen des Beethoven-Rundgangs. Quelle: Stadt Bonn.

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Die Tafel an Beethovens Geburtshaus. Foto: Horst Gundelach.


Auf Beethovens Spuren

Freuen sich über die Wiedereröffnung des Beethoven-Rundgangs: Malte Boecker, Stephan Eisel, Dr. Monika Hörig Victoria Appelbe, Marie-Theresia van Schewick, Martin Schumacher. Foto: privat.

Bei einem Pressetermin lobte Stephan Eisel, Vorsitzender der Bürger für Beethoven, diese Entscheidung: „Das ist mit Blick auf den 250. Geburtstag Beethovens ein Anfang, dem weitere Schritte folgen müssen. Unsere Aufgabe als Bürger ist es, die Dinge anzustoßen und wenn nötig, wie beim Beethoven-Rundgang, auch durch Privatinitiative in Vorlage zu treten. Dann muss aber die Stadt ihrer Verantwortung als Beethovenstadt gerecht werden. Wir haben noch viele Ideen, wie Bonn sich gut präsentieren kann, wenn im Jahr 2020 die ganz Welt auf Beethovens Geburtsstadt blickt. Natürlich gehört dazu an erster Stelle das Beethoven-Festspielhaus.“ Stephan Eisel dankte Manfred van Rey, Maria-Theresia van Schewick, Dorika Seib und seinen Vorgängern Barthold Witte und Manfred Jung, die für die Bürger für Beethoven nachhaltig am Beethoven-Rundgang gearbeitet haben. „Dies ist ein weiterer Mosaikstein im Bild der Beethovenstadt Bonn“, sagte Kulturdezernent Martin Schumacher bei der Eröffnung des Rundgangs am Beethoven-Haus. „Wir haben den 250. Geburtstag Beethovens im Jahre 2020 fest im Die Pfarrkirche St. Remigius, wo Beethoven schon mit 10 Jahren Orgel spielte. Blick, und das neue Angebot ge- Foto: Horst Gundelach. hört in die Gesamtkonzeption, mit der wir das Erbe unseres bedeutendsten Sohnes würdigen wollen.“ Schumacher dankte den Beteiligten, allen voran dem Verein Bürger für Beethoven e. V., für die Kooperation, die das Projekt überhaupt erst möglich gemacht hat. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf 4200 Euro, von denen die Stadt 3600 Euro trägt. Sponsoren sind Galeria Kaufhof, Juwelier Hild sowie die Stadtwerke Bonn, die einzelne Tafeln finanziert haben. Neben den Bürgern für Beethoven waren das Beethoven-Haus, das 55 Beethoven-Orchester und das Beethovenfest Partner bei der Realisierung.


Beethoven und Bonn Geplant und umgesetzt wurde der Beethoven-Rundgang vom Amt für Wirtschaftsförderung und vom Presseamt der Stadt. „Damit steht für Besucherinnen und Besucher Bonns ein attraktives Informationsangebot in Deutsch und Englisch zur Verfügung“, sagte Victoria Appelbe, Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung.

Großes Interesse fand der Pressetermin zur Wiedereröffnung des Beethoven-Rundgangs. Foto: Eva Schmelmer.

Die Standorte des Beethoven-Rundgangs

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• Beethoven-Haus, Bonngasse • Kammermusiksaal • Ehemalige Rheingasse 24 • Pfarrkirche St. Remigius • Hauptgebäude Universität • Schlosskirche • Ehemaliger Zehrgarten, Markt • Ehemaliges Breuningsches Haus, Münsterplatz

• Münster, Kapitelhaus • Beethoven-Denkmal, Münsterplatz • Dreieck • Skulptur „Beethon“, vor der Beethovenhalle • Beethovenhalle • Alter Friedhof, Grab der Mutter • Ballhaus „La Redoute“, Bad Godesberg • Lippesches Palais, Beuel-Oberkassel


Auf Beethovens Spuren

Erinnerung an Beethovens zweite Heimat Enthüllung einer Gedenktafel für das Breuning’sche Haus Vor 225 Jahren begann Ludwig van Beethoven, im Breuning’schen Haus am Münsterplatz (heute Galeria Kaufhof), den beiden Kindern Leonore und Lorenz Klavierunterricht zu geben. Am 1. November 1792 verbrachte er dort seinen letzten Tag in Bonn. An diese beiden Jubiläen zu erinnern waren für die Bürger für Beethoven der Anlass, in den Arkaden der Galeria Kaufhof, wo früher das Breuning’sche Haus stand, am 31. Oktober 2013 eine Gedenktafel zu enthüllen. Anwesend war auch Alexandra von Nell, Ur-Urenkelin von Helene von Breuning. Der Vorsitzende der Bürger für Beethoven, Stephan Eisel, dankte der Galeria Kaufhof, die die Erinnerungstafel finanziert hat: „Beethoven hat hier viel Zeit verbracht und man kann gar nicht überschätzen, wie wichtig die Familie von Breuning für ihn war. Wir sind sehr dankbar dafür, dass sich die Galeria Kaufhof mit ihrem Standort am Münsterplatz hier in einer besonderen Verantwortung sieht und uns hilft, an diesen für den größten Sohn Bonns so wichtigen Ort zu erinnern.“ Die Geschäftsführerin der Galeria Kaufhof, Angelika Finkernagel, berichtete: „Vor acht Jahren Enthüllen gemeinsam die Tafel zur Erinnerung an das Breuwurde erstmalig eine Gedenktaning'sche Haus: Alexandra von Nell, Angelika Finkernagel und Stefel am Eingang der Galeria Kaufphan Eisel. Foto: Arnulf Marquardt-Kuron. hof am Münsterplatz/Ecke Remigiusstr. angebracht, wo einst das Breuning’sche Haus stand. Leider wurde diese Tafel 2011 durch Vandalismus zerstört. Wir freuen uns, nun im Rahmen des Beethoven-Jubiläums mit einer neuen Gedenktafel an unserem Gebäude den Beethoven-Rundgang wieder vervollständigen zu können. Außerdem lag es uns am Herzen, dass auch am Beethoven-Denkmal auf dem Münsterplatz eine neue Gedenktafel angebracht wird.“ Die Enthüllung der Gedenktafel wurde umrahmt von Musik, die der Bonner Konzertpianist Michael Korstick in Erinnerung an den jungen Klavierlehrer Ludwig van Beethoven spielte: Das Präludium C-Dur BWV 939 von Johann Sebastian Bach gehörte damals wohl zum Unterrichtsstoff für die Schüler. Die von Beethoven schon nach einem Jahr in Wien veröffent-

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Beethoven und Bonn lichte Sonate op. 2 Nr. 2 ADur könnte in ersten Skizzen schon in Bonn entstanden sein. Im Anschluss daran erinnerte Stephan Eisel daran, dass die Familie von Breuning mit ihren vier Kindern für den jungen Ludwig van Beethoven nach dem Tod seiner Mutter und angesichts der Alkoholprobleme des Vaters „zur zweiten Heimat und einer Art von Ersatzfamilie“ geworden war. Die früh verwitwete Helene von Breuning kümmerte sich um Beethovens allgemeine Bildung, die Tochter Eleonore gilt manchen als erste Jugendliebe des Komponisten und Stephan von Breuning war zeitlebens Vorstandsmitglied Michael Korstick sorgte für die musikalische eng mit ihm befreundet: Umrahmung. Links: Angelika Finkernagel und Stephan Eisel. „Für Beethovens EntwickFotos: Arnulf Marquardt-Kuron. lung war die Atmosphäre der Geborgenheit, die er in der Familie von Breuning fand, von entscheidender Bedeutung.“ Eisel zitierte auch Zeitzeugenberichte, nach denen Beethoven im Breuning’schen Haus „stundenlang bis zu halben Nächten am Klavier auf dem Klavier phantasierte.“ In Anspielung auf aktuelle Diskussionen merkte er an, dass dabei über Lärmmessungen und Gerichtsentscheidungen gegen vermeintliche Lärmbelästigungen nichts überliefert sei. Die neue Gedenktafel an der Galeria Kauhof ist Bestandteil des Bonner Beethoven-Rundgangs, den die Bürger für Beethoven vor fast zehn Jahren initiiert haben.

Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie. 58

Ludwig van Beethoven


Beethoven und Haydn

Beethoven trifft Haydn Musikerfrühstück in der Redoute Walter Scheurle „Als Haydn zuerst aus England zurückkam, ward ihm vom Kurkölnischen Orchester ein Frühstück in Godesberg, einem Lustort nahe bei Bonn, gegeben.“ So beschrieb der Beethoven-Biograf F. G. Wegeler über die Begebenheit, dass im Juli 1792 Bonner Musiker den von London kommenden und auf der Durchreise nach London befindlichen Joseph Haydn zu einem Frühstück in die Bad Godesberger Redoute einluden.

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Beethoven und Bonn Bei dieser Gelegenheit traf Haydn den jungen Beethoven und lud ihn zum Unterricht nach Wien ein. Haydn hatte ihn mutmaßlich bereits im Dezember 1790 kennengelernt, als er als Gast im Bonner Hof weilte. Da dieses musikgeschichtlich bedeutsame Treffen in der Redoute im städtischen Kalender keine Rolle spielt, wollten die Bürger für Beethoven an diese Begegnung erinnern und luden am 21. Juli 2013 zu einem Musikerfrühstück an den historischen Ort in die Redoute ein. Dem musikgeschichtlichen Anlass entsprechend umrahmten Christian Brunnert, erster Solo-Cellist des Beethoven Orchesters Bonn, sein Sohn Lucas Brunnert sowie die Bonner Nachwuchskünstlerinnen Ionna Gemünd und Isabelle Osenau das Frühstück musikalisch mit Werken von Haydn, Bach und Beethoven. Stephan Eisel ließ es sich nicht nehmen, persönlich profund und spannend die zeit- und musikgeschichtlichen Zusammenhänge zu erläutern und die meisterlich dargebotenen Musikwerke in diesen Rahmen einzuordnen. „Damit übernehmen wir einmal mehr eine eigentlich städtische Aufgabe der Beethovenpflege“, erklärte Stephan Eisel bei seiner Einführung. Der Vorsitzende der Bürger für Beethoven kündigte an, das Musiker-Frühstück zur jährlichen Tradition zu machen. Er bedankte sich beim Pächter der Redoute, Christoph von Borries, für die Bereitschaft zusammen mit den Bürgern für Beethoven diese Tradition zu begründen und die gastronomische Vorbereitung. Vom Eintrittspreis kamen 10 Euro pro Karte dem Festspielhausprojekt zugute. Die voll besetzten Tische und die einhellig äußerst positive Rückmeldung der Frühstücksgäste waren der verdiente Lohn für alle, die aktiv zum Gelingen des Musiker-Frühstücks beigetragen haben. Die Bürger für Beethoven sind in ihrer Absicht bestärkt, zur Erinnerung an das historische Treffen von Haydn und Beethoven, jährlich in die Godesberger Redoute einzuladen.

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Schaufensterwettbewerb

Beethoven-Schaufensterwettbewerb 2013 Bürger für Beethoven verleihen zum 10. Mal Preise

Die 3 Beethovenpreise in Gold, Silber und Bronze warten auf ihre Preisträger. Foto: Eva Schmelmer.

Bereits zum zehnten Mal fand 2013 der Beethoven-Schaufensterwettbewerb statt, bei dem Geschäftsleute vor und während der Zeit des Beethovenfestes ihre Schaufenster phantasievoll dekorieren. Der Wettbewerb soll dazu beitragen, Bonn als Beethovenstadt sichtbarer zu machen. Die Preisverleihung durch die Bürger für Beethoven fand am 6. Oktober in Anwesenheit von Oberbürgermeister Nimptsch im Alten Rathaus statt. Der Vorsitzende Stephan Eisel überreichte als Hauptpreis für das am besten dekorierte Schaufenster einen „Beethoven in Gold“ an die SchmuckGalerie Sabine Schmid in der Friedrichstraße. Ein „Beethoven in Silber“ ging an die Konditorei Müller-Langhardt, den „Beethoven in Bronze“ erhielt das Musikhaus Tonger.

In seiner Preisrede dankte Stephan Eisel den Geschäftsleuten, die mit ihrer Teilnahme am Schaufensterwettbewerb diesen Schritt „weiter als gewöhnlich“ gegangen seien: „Sie stehen damit in der Tradition der Bürger, die das Beethoven-Denkmal ausschließlich aus Spenden finanziert, das Beethovenhaus vor dem Abriss bewahrt und vor zwanzig Jahren das vom Stadtrat bereits beerdigte Beethovenfest gerettet haben.“ Jetzt erlebe die Stadt den großen Einsatz der Bürger und gerade vieler Geschäftsleute für ein BeethovenFestspielhaus. An den Oberbürgermeister gewandt sagte Eisel: „Wenn die Stadt beim Fest61 spielhaus Gruppenbild aller Preisträger. Foto: Horst Gundelach.


Beethoven und Bonn angesichts des großen Engagements privater Geldgeber, aber auch des Bundes, nicht weiter geht als gewöhnlich, blamieren wir uns als Beethovenstadt vor aller Welt.“ Die elfköpfige Jury unter dem Vorsitz von Bernhard Schmitz vergab unter den über 50 teilnehmenden Geschäften auch eine Reihe von Sonderpreisen: Sie gingen an Hörgeräte Müller (Sonderpreis Beethovenfest Bonn), Optik Karfanik (Sonderpreis Ein „Schmuckstück“ im doppelten Sinne: das Siegerschaufenster von Beethoven Orchester Sabine Schmid in der Friedrichstraße. Foto: Arnulf Marquard-Kuron. Bonn), Quasi Freizeittreff (Sonderpreis Deutsche Welle), Café Kleimann (Sonderpreis Deutsche Post / DHL) und Kessel’s Espresso Studio (Sonderpreis Beethovenhaus). Auf Bezirksebene kamen dazu Em Carré Einrahmungen, Steppenwolf, schüller GmbH moebel-interiorobject (Sonderpreis des Bezirksbürgermeisters Bonn), Becker Hörakustik, Gutenberg Bürohandel, Optik Hörgeräte Düren (Sonderpreise der Bezirksbürgermeisterin Bad Godesberg), Goldschmiede Weingarz, Optik Völkel, Der kleine Laden (Sonderpreise des Bezirksbürgermeisters Beuel), Die Max und Moritz Apotheke, Krüger Optik und Juwelier Brand (Sonderpreis der 62 Bezirksbürgermeisterin Duisdorf-Hardtberg).

Das Ehepaar Schmid mit ihrem Beethoven in Gold. Foto: Eva Schmelmer.


Beethoven Bonnensis

Beethoven Bonnensis Jugendmusikwettbewerb feiert 10-jähriges Jubiläum Shawn M. Spicer Das Jugendprojekt der Bürger für Beethoven feierte mit dem diesjährigen Beethoven Bonnensis-Tag am 6. Oktober bereits sein 10-jähriges Jubiläum. Nach musikalischer Einleitung durch die „Young Folks“ – eine Irish Folk-Gruppe der Musikschule Bonn – und Grußworten von Walter Scheurle, stelltretender Vorsitzender der Bürger für Beethoven, Dr. Volker Adolphs, Kurator des Kunstmuseums Bonn sowie Shawn Spicer, derzeitiger Leiter des Projekts Beethoven Bonnensis – begann die ganztägige künstlerisch-musikalische Reise.

Die Jury lauscht aufmerksam den Darbietungen der jungen Künstler. Foto: Horst Gundelach.

In den Ausstellungsräumen des Bonner Kunstmuseums präsentierten über 170 Schülerinnen und Schüler in einem bunten Programm mit tänzerischen Darbietungen und visueller Kunst die Ergebnisse des Grundschulprojekts „Offen für Beethoven“, ein kammermusikalisches Rahmenprogramm mit ausgewählten Schülerinnen und Schülern der Musikschule Bonn sowie den jährlich stattfindenden Jugendmusikwettbewerb der Bürger für Beethoven. Zur ersten Runde des Beethoven Bonnensis-Wettbewerbs traten insgesamt 32 junge Musikerinnen und Musiker in der Hoffnung an, die zweite Runde des Wettbewerbs zu erreichen und somit einen der vier Preise (Solo, Ensemble, Beste Beethoven-Interpretation und Neue 63 Musik nach 1945) gewinnen zu können.


Beethoven und die Jugend

Junge KünsterInnen bewerben sich mit Ihren Musikbeiträgen um den Einzug in die zweite Runde. Fotos: Eva Schmelmer.

Die zweite Runde des Wettbewerbs wurde am 16. November in Form eines Konzertabends unter dem Titel „Nachklänge“ im Kammermusiksaal am Beethoven-Haus ausgetragen. Nach dem Wettbewerbskonzert gab die Jury die Ergebnisse bekannt: Die Solowertung gewann der 16-jährige Cellist Lukas Plag. Als bestes Ensemble wurde das Oboentrio „Les Trois Hautbois“ mit Ida Hermes (18), Katharina Dreymann (14) und Rebekka Dietzel (15) ausgezeichnet. Den Preis für die beste Beethoven-Interpretation erhielt Rafael Klepsch (19) am Klavier und der Preis für „Neue Musik nach 1945“ ging an die Flötistin Katharina Martini (14). Die Jury von Beethoven Bonnensis 2013 bestand unter der Leitung von Shawn Spicer (Saxophon) aus Ekaterina Kolodochka (Klavier), Elisabeth Quint (Violoncello), Michael Korstick (Klavier) und Michael Krause (Gesang). Jeder Preis ist mit 500 € dotiert. Die Auszeichnungen werden bei der nächsten Mitgliederversammlung 64 der Bürger für Beethoven Ein musikalisches Rahmenprogramm, ebenfalls von jungen Künstlern, sorgt auch in den Beratungspausen der Jury für musikalische Unterhaltung. überreicht.


Preisträgerkonzert

Preisträgerkonzert im Arithmeum 10 Jahre erfolgreiche Jugendarbeit Am 21. Januar 2013 wurden die Preise an die Gewinner des Wettbewerbs Beethoven Bonnensis verliehen. Die musikalische Qualität und Vielfalt des Programms begeisterte die in großer Zahl erschienenen Zuhörer. Zu diesem Zeitpunkt konnte das Jugendprojekt der Bürger für Beethoven auf 10 Jahre erfolgreiche Arbeit zurückblicken. 10 Jahre, die der musikalischen und künstlerischen Entwicklung von Schülerinnen und Schülern gewidmet waren, unter anderem mit einem Wettbewerb, der stets im Herbst im Kunstmuseum und im Beethovenhaus ausgetragen wird.

Alle Preisträger erhielten Urkunden und eine Rose.

Gegründet wurde das Förderprojekt von 2003 Carl Körner und Manfred Jung. Wurden zunächst nur 2 Preise vergeben, so waren es 10 Jahre später einige mehr: Prämiert wurde eine Ensemble-Leistung, ein Solo, eine Interpretation Moderner Musik nach 1945, die beste Beethoven Interpretation. Hinzu kommen ein Sonderpreis sowie zwei Preise in der Kategorie bildende Kunst. Dies ist nicht zuletzt den Sponsoren Herta List für den Kunstbereich, der Klavierklasse von Susanne Kessel für die moderne Musik und Susanne Schmidt als Ko-Stifterin des Sonderpreises zu verdanken. Musikalisch und künstlerisch bot der Abend eindrucksvolle Leistungen: Rebecca di Piazza (Sopran) und ihre Klavierbegleiterin Ioanna Dafni Gemünd bewiesen mit ihrem Liedprogramm von Mozart bis Bernstein, dass sie zu Recht den Ensemble-Preis erhielten. Es war eine überzeugende gemeinsame Leistung: sensibel aufeinander abgestimmt und stimmlich sehr differenziert und emotional anrührend. Die Preisträgerinnen für Neue Musik nach 1945, Clara Klein und Clara Denhoff, machten deutlich, dass der neue, von Susanne Kessel gestiftete Preis eine ganz neue Dimension für

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Beethoven und die Jugend den Wettbewerb eröffnet: Es waren überraschende Klänge, mal rhythmisch vom Pedal untermalt, mal im Flügelkörper erzeugt, ungeheuer präzise vorgetragen und mit großer Musikalität gestaltet, spielten sie Kompositionen von Kagel und von zwei Bonner Komponisten, Michael Denhoff und David Graham. Den Schluss gestaltete Judith Stapf, die von ihrem Vater begleitet wurde. Nach zwei Sätzen aus der c-Moll Sonate von Bach, folgte ein furioses Violinen-Solo, Der Erlkönig von H. W. Ernst, mit hohen technischen und musikalischen Anforderungen, die Judith Stapf spielend meisterte. Den Schluss bildete ein Satz aus dem Violinkonzert d-Moll von Sibelius, brillant interpretiert, technisch überzeugend und außerordentlich sensibel vorgetragen. Die Bravi gab es zu Recht. Judith Stapf beim Violinenspiel, begleitet von ihrem Vater, Wolfgang Klein-Richter. Foto: Dr. Wolfgang Büttner.

Den Kunstpreis erhielten die Jahrgänge Q1 und 12 des BeethovenGymnasiums Bonn für die Gemälde zum Festival-Thema Eigensinn. Mit großem Einfühlungsvermögen und eindrucksvollem Gespür für ihre Vorbilder hatten die Schülerinnen und Schüler unter dem Titel Renaissance reloaded Vorbilder aus der Renaissance modernisiert und umgestaltet. Der Herta-List-Preis ging an das AlbertEinstein-Gymnasium St. Augustin,

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Geschafft – Clara Klein (Violoncello) und Clara Denhoff (Piano) nach dem Auftritt. Foto: Dr. Wolfgang Büttner.


Preisträgerkonzert wobei alle Jahrgänge in einem Gemeinschaftsprojekt die vielen Facetten Beethovens künstlerisch veranschaulicht haben. Beethoven – quadratisch-praktisch-gut hieß der Obertitel. Von Klasse 5 an bis zur Oberstufe hatten die Schülerinnen und Schüler einen oder mehrere Bierdeckel „eigensinnig“ mit dem Thema des Beethovenfestes 2012 gestaltet. Ein eindrucksvolles Gesamtbild entstand dabei, das im Herbst im Kunstmuseum zu sehen war. Die Preise verliehen Dr. Carl Körner, Dr. Gerlinde Runge und der damalige Leiter von Beethoven Bonnensis, Wolf Hellberg. Rebecca di Piazza (links) und Ioanna Dafni Gemünd (rechts) erhalten ihre Urkunden von Wolf Hellberg.

Festival-Thema „Eigensinn“ beim Preisträger „Bildende Kunst“.

Preisträgerinnen Ensemblewertung Rebecca di Piazza (*1994), Sopran Ioanna Dafni Gemünd (*1996), Klavier

Preisträgerinnen Neue Musik Clara Klein (*1996), Violoncello Clara Denhoff (*1997), Klavier

Preisträger Bildende Kunst Beethoven-Gymnasium Jahrgang Q 1 und Jahrgang 12

Preisträgerin Solowertung Judith Stapf (*1997),Violine

Herta-List-Kunstpreis Albert-Einstein-Gymnasium St. Augustin, alle Jahrgänge

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Beethoven und die Jugend

„Offen für Beethoven“ Das Grundschulprojekt verbindet Volkslied und Beethoven Shawn M. Spicer „Offen für Beethoven“ waren tatsächlich vier Klassen der GGS Oberdollendorf mit ihren Klassenlehrerinnen. Ein Schuljahr lang beschäftigten sie sich intensiv mit dem Leben und künstlerischem Schaffen Ludwig van Beethovens, und zwar in Anlehnung an das Motto des Beethovenfests 2013, „Verwandlungen“. Unter dem Titel „Vom Volkslied zu Beethoven“ entwickelten Erstklässler zusammen mit ihrer Lehrerin, Frau Schäfer, lebende Tanzbilder auf der musikalischen Grundlage der Variationes Humoris Causa – 14 Stilübungen über ein Männlein steht im Walde von J. Volkmann. Darin bewegen sich die Einzelstücke stilistisch von Händel über Bach, Mozart und schließlich zu Beethoven. Die dritte Klasse der Lehrerin Frau Klocke veranstaltete eine „Werkstatt Lieblingsstücke“. Aus den Lieblingstücken der Kinder wählten sie vier aus, die zu gemeinsamen Tänzen gestaltet wurden: Wut über den verlorenen Groschen, Die Romanze für Violine und Orchester, Für Elise sowie der 3. Satz aus der Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 (Pastorale). Die Choreografie erarbeiteten die Kinder weitestgehend selbstständig. Die dritte Klasse von Frau Minnich erstellte zunächst Zeichnungen als Entwürfe für ein passendes „Kleid für Elise“. Das von allen ausgewählte schönste Modell wurde in voller Größe genäht und zusammen mit den Originalentwürfen im Kunstmuseum ausgestellt. Frau Hecks Viertklässler beschäftigten sich mit dem Thema Ludwig vor und nach seiner Reise nach Wien. Nach dem Hören der Werke Beethovens aus der Zeit vor und nach seiner Reise erstellten sie „Verwandlungskästchen“. Jedes Kind bemalte eine kleine Holzschachtel zum Öffnen, die außen den Zustand vor und innen den Zustand nach der Reise charakterisiert. Die Aussagen der Kinder bestätigten ihre treffsichere Zuweisung der Kompositionen vor und nach der Reise. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle den engagierten Lehrerinnen denen es offensichtlich gelungen ist die Kinder mit dem Thema auf ganz unterschiedlichen künstlerischen Ebenen in ihrer Kreativität anzusprechen. Eine solch persönliche Art der Auseinandersetzung mit Beethovens Leben 68 und Werk wäre noch viel mehr Grundschülern zu wünschen.


Beethoven im All

Eine musikalische Reise ins All NASA-Preis für Schüler-Kompositionsprojekt des „TABU“ Ein von den Bürgern für Beethoven unterstütztes Kompositionsprojekt der Musikklasse 8c des Bonner Tannenbusch-Gymnasiums hat im Mai 2013 den ersten Preis bei dem internationalen Kunstwettbewerb „Humans in Space“ von NASA, DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) und USRA (Universities Space Research Association) gewonnen, sowohl in der Hauptkategorie „Music“ als auch in der Unterkategorie „Orchestral“. Das Stück setzte sich gegen mehrere tausend Einsendungen aus 52 Nationen durch. Der Bonner Komponist David Graham und die Bonner Pianistin Susanne Kessel hatten die künstlerische Bei der Uraufführung im Deutschen Luftund Raumfahrtzentrum. Foto: privat. Leitung eines dreimonatigen Workshops mit den Schülern übernommen. Angeregt war dieses Musikprojekt von den „Bürgern für Beethoven“, die auch die Finanzierung des Kompositions-Workshops übernahmen und die das Projekt durch den ehemaligen Schulleiter des Tannenbusch-Gymnasiums, Wolf Hellberg, organisatorisch unterstützten. Es war für die 30 Schülerinnen und Schüler in doppeltem Sinn ein großer Schritt ins Unbekannte: An dem international ausgeschriebenen Wettbewerb teilzunehmen und ein Musikstück zum Thema „Der Mensch im All“ zu komponieren. Die kompositorischen Leitideen, die sich in der Zusammenarbeit herausbildeten, waren einerseits der Herzschlag eines Menschen, der sich angesichts einer Reise ins Weltall aufgrund von Emotionen durch Gefahr, Langeweile oder Freude verändert, andererseits die akustische Umgebung in der Raumfähre bzw. im All. Und so heißen einige Satzfolgen der Komposition „Herzschlag – Start – Aufregung und Gelassenheit – Warten – Herzschlag II“. Dabei entwickelte der Komponist David Graham zusammen mit den Schülern Möglichkeiten „neuer“ kompositorischer Mittel. Mithilfe klassischer und moderner Spieltechniken des Klaviers wie Innenbespielung oder Nutzung als Resonator sowie der Verwendung von Kurzwellenradios, Perkussion-Instrumenten, Alufolie, Butterbrotpapier und Megaphon ergaben sich allmählich die vorgestellten Klänge. Zusammen mit der Bonner Konzertpianistin Susanne Kessel stimmten die jungen Komponisten die 17 Instrumentalstimmen und die Satzfolgen ab und übten die komplizierte und komplexe Partitur ein, bis sie alle das Gefühl hatten, dass es wirklich ihre Komposition ist. Das Werk musste für den Wettbewerb eingespielt werden, dabei übernahm Susanne Kessel den hoch anspruchsvollen Klavierpart. Sie hatte auch zusammen mit den 30 Schülerinnen 69 und Schülern am 17. Dezember 2012 die Welturaufführung im „School Lab“ des DLR in Köln bestritten.


Bürger für Beethoven

Gründungserfolg als Zukunftsauftrag Bürger für Beethoven feiern 20. Vereinsjubiläum Eva Schmelmer Einen besondern Grund zur Freude hatten die Bürger für Beethoven 2013, denn in diesem Jahr feierten sie ihren 20. Geburtstag. Bis auf den letzten Platz besetzt war der festliche große Saal im Rheinhotel Dreesen, wo die Mitglieder dieses Jubiläum am 7. Dezember feierten. An gleicher Stelle war der Verein am 7. Dezember 1993 von einem Dutzend Bonner Bürgern gegründet worden, die sich nicht mit der vom Stadtrat kurz zuvor beschlossenen Absage des Beethovenfestes abfinden wollten. Und bekanntlich gelang es Ihnen, das Fest zu retten und damit als Herzstück der Beethovenpflege und der Kultur in Bonn fest zu etablieren.

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BfB Jubiläum Die Bürger für Beethoven hatten nämlich 1995 zum 225. Geburtstag Ludwig van Beethovens, den die Stadt unbeachtet verstreichen lassen wollte, auf privater Basis den unvergessenen „BeethovenMarathon“ organisiert. Damals wurde an drei Tagen in der ganzen Stadt rund um die Uhr Beethoven gespielt. Zu den 20 Konzerten kamen über 10.000 Besucher. Zahlreiche internationale Künstler unterstützten die Bürgerinitiative. Dieser „Beethoven-Marathon“ wurde 1997 und 1998 wiederholt, bis die Stadt aufgrund Die Talkrunde eröffnet Wissenswertes und Amüsantes. des großen Fides Krause-Brewer, Walter Scheurle, Balhold C. Witte, Zuspruchs aus der Bevölkerung ihre ab- Marlies Schmidtmann (v. l. n. r.). Foto: Eva Schmelmer. lehnende Haltung änderte und die städtischen Gremien das Beethovenfest wieder einsetzten und in seiner heutigen Form auch dauerhaft sicherten. Der Gründungsvorsitzende, Barthold C. Witte, erinnerte daran, dass von den Bürgern für Beethoven die eigenständige Organisationsform und eine unabhängige Intendanz durchgesetzte wurden. Stephan Eisel dankte als Vorsitzender den Gründungsmitgliedern mit dem Gründungsvorsitzenden Witte an der Spitze: „Es ist Ihr großes Verdienst, dass das Beethovenfest wieder eingeführt wurde, nachdem der Rat in den 1990er Jahren mit der Streichung aller städtischen Zuschüsse das Ende besiegelt hatte.“ Wie bei der Errichtung des BeethovenDenkmals und beim ersten Beethovenfest 1845 und dem 1889 verhinderten Abriss des Geburtshauses, der von der Stadt schon beschlossen war, sei es wieder eine Bürgerinitiative gewesen, die sich „gegen kommunalpolitische Kurzsichtigkeit in Sachen Beethoven“ durchgesetzt habe: „Wenn es um den größten Sohn der Stadt geht, war auf die Bürger schon immer mehr Verlass als auf offizielle Amtsinhaber.“

Marlies Schmidtmann wirbt für den roten Beethovenschal mit dem man das Festspielhaus unterstützen und sich zu ihm bekennen kann. Foto: Eva Schmelmer.

Deswegen hat sich der Verein auch entgegen ursprünglicher Absicht keineswegs aufgelöst, sondern widmet sich mit Verve, Ausdauer und unermüdlichem Engagement der Mitglieder seinen Vereinsziel: die Musik Ludwig van Beethovens, sein Andenken und sein Fest in seiner Geburtsstadt zu för- 71 dern. Denn der Gründungserfolg ist für die


Bürger für Beethoven Bürger für Beethoven auch Zukunftsauftrag – so der Leitgedanke des Festvortrags von Stephan Eisel. Die Bürger für Beethoven – mit fast 1.300 Mitgliedern heute einer der größten Vereine in Bonn – haben erreicht, dass die Beethovenpflege im Koalitionsvertrag als nationale Aufgabe verankert wurde, bringen Beethoven als Weltkulturerbe voran und haben entscheidenden Anteil an Fortschritten in Sachen Beethoven-Festspielhaus. „Für Verzagtheit ist kein Platz“, Die jungen Musikerinnen erhalten eine Rose. betonte Stephan Eisel und ernFoto: Eva Schmelmer. tete dafür großen Beifall. Eine Talkrunde mit dem Gründungsvorsitzenden Witte und Gründungsmitglied Fides Krause-Brewer, moderiert von den beiden stellvertretenden Vorsitzenden Marlies Schmidtmann und Walter Scheurle, ließ Aktionen, Erfolge und Anekdotisches der vergangenen 20 Jahre auf unterhaltsame Weise Revue passieren. Unter den Gästen der Jubiläumsveranstaltung waren auch weitere Mitglieder der ersten Stunde: Elisabeth von Blomberg, Fritz Dreesen, Anke Fuchs, Susanne und Horst Gundelach, Dr. Hanns und Renate Hieronymus, Nelly Hönig, Rosemarie Kluxen, Hedwig Lüderitz, Ursula Priesnitz, Josef Rott, Hannelore Weber und Ursel Witte. Die Mitglieder gedachten der bereits verstorbenen Gründungsmitglieder Wilhelm Henrichsmeyer, Eberhard Hönig, Wolfgang Kluxen, Sieghardt von Köckritz, Christa Seib und Wolfgang Weber. Natürlich durfte bei diesem festlichen Anlass auch ein musikalisches Programm nicht fehlen. Dies übernahmen die Beethoven Bonnensis-Preisträger Christina Buchsbaum, Harfe (2005) und das Oboentrio Les Trois Hautbois (2013) mit Ida Hermes, Katharina Dreymann und Rebekka Dietzel. Beim anschließenden Empfang hatten die Mitglieder Gelegenheit, sich über weiteres Erzählenswertes aus dem Vereinsleben auszutauschen und eine Ausstellung mit Eine Ausstellung, organisiert von den stellvertretenden Dokumenten über die Zeit der Vereinsgründung und über Meilensteinen beim 72 Vorsitzenden Marlies Rosenzweig und Walter Scheurle, Kampf für das Beethovenfest anzuschauen. informierte über Meilensteine der Vereinsgeschichte. Foto: Marlies Rosenzweig.


Jubiläum Barthold C. Witte

Barthold C. Witte wurde 85 Empfang für den Ehrenvorsitzenden im Dreesen Mit einem Empfang im Rheinhotel Dreesen ehrten die Bürger für Beethoven ihren Gründungsvorsitzenden Barthold C. Witte, der an Pfingsten seinen 85. Geburtstag feierte. Witte lenkte nach der Vereinsgründung 1993 als Erster die Geschicke des Vereins und maßgeblich die des Erbes Beethovens in Bonn. Mit seinem Vorstand setzte er die Wiederaufnahme des Beethovenfestes maßgeblich durch, nachdem die Stadt dessen Ende schon beschlossene hatte.

Jubilar und Gäste: Prof. Franz Willnauer (ehemaliger Intendant des Beethovenfestes), Ursel Witte, Barthold C. Witte, Stephan Eisel (v. l. n. r.). Foto: privat.

„Dass es das heute so erfolgreiche Beethovenfest gibt, hat Bonn ganz wesentlich Barthold Witte zu verdanken. Kurz nachdem er als Leiter der Kulturabteilung des Auswärtigen Amts in Ruhestand ging, hat er sein hohes Renomee und seine große Autorität in Kulturfragen für die Wiedereinführung der Beethovenfeste eingesetzt.“, sagte der heutige Vereinsvorsitzende Stephan Eisel: „Barthold Witte war und ist eine Bonner Institution und wir sind sehr stolz darauf, dass er unser Gründungsvorsitzender ist und den Verein als Vorsitzender bis 2007 geprägt hat.“ Witte hatte die Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes unter Außenminister Hans-Dietrich Genscher von 1983 bis zu seiner Pensionierung 1992 geleitet und war von 1993 bis 2007 Vorsitzender der Bürger für Beethoven. Über 100 geladene Gäste aus Kultur und Politik waren gekommen, um Barthold C. Witte die Ehre zu erweisen. Nach der Begrüßung durch der Vorsitzenden Bürger für Beethoven, Stephan Eisel, hielt der frühere Intendant des Beethovenfestes, Prof. Franz Willnauer, die Laudatio. Der aus der Jugendarbeit des Vereins kommende vielfach ausgezeichnete Pianist 73 Fabian Müller spielte Ludwig van Beethovens Klaviersonate f-moll op. 57, die Appassionata.


Bürger für Beethoven

Musik und Talk in gemütlicher Runde Beethoven-Treffs 2013 wieder mit attraktivem Programm Sie sind schon eine Tradition, die Beethoven-Treffs im „Stiefel“, zu denen die Bürger für Beethoven nicht nur ihre Mitglieder, sondern auch alle kulturinteressierten Menschen gleich neben Beethovens Geburtshaus willkommen heißen. Kleine Talkrunden mit Gästen aus der Bonner Musik- und Kulturszene werden aufgelockert durch musikalische Beiträge junger Nachwuchsmusikerinnen und Nachwuchsmusiker. Auch Talkgäste bei Stephan Eisel brachten meist ein volles Haus 2013 haben sie wieder an sechs Terminen stattgefunden. im Stiefel. Foto: Eva Schmelmer. Den Auftakt bildete am 13. Januar 2013 der insgesamt 19. Beethoventreff mit Ulrike Schumann, Dramaturgin an der Bonner Oper, und dem Komponisten, Pianisten und Bühnenkünstler Markus Schimpp, der auch für die musikalischen Einlagen sorgte. Am 10. März interviewte Vorstandsmitglied Solveig Palm Giorgos Kanaris, den Bariton der Bonner Oper, sowie den jungen Bariton Frederik Schauhoff, der seit einem 15. Lebensjahr durch das Netzwerk Ludwig van B. gefördert wurde. Für die musikalische Umrahmung sorgte die 16-jährige Sopranistin Anna Katharina Liebhardt, ebenfalls aus diesem Netzwerk. Am 12. Mai 2013 waren der Organist des Bonner Münsters, Markus Karas, und Mikhael Ovrustky, Konzertmeister des Beethoven Orchester Bonn, zu Gast, am 16. Juni Michael Denhoff und Frieder Reinighaus, und am 13. Oktober schließlich der Saxophonist und Organisator des Jazzfest Bonn, Peter Materna, und Christian Brunnert, Cellist im Bonner Beethovenorchester. Für die musikalische Gestaltung im Oktober konnten Katherina Kalbfleisch und Rebecca Hagen (Gesang) sowie Sabrina Schichtenberg (Klavier) gewonnen werden. Mit dem Bonner Dirigenten und Leiter des Philharmonischen Chors, Thomas Neuhoff, und Walter Mik, dem langjährigen akademischen Musikdirektor an der Universität Bonn und Dada-Künstler, fanden die Stiefeltreffs 2013 am 8. Dezember ihren vorweihnachtlichen Abschluss. Die musikalische Gestaltung übernahmen die 74 Nachwuchskünstler Elena Harsanyi Musikalische Beiträge fehlen bei den Beethoventreffs nie. (Sopran) und Toni Ming Geiger Foto: Horst Gundelach. (Klavier).


Mitgliederversammlung

Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen Generationswechsel und Kontinuität Auf ihrer Mitgliederversammlung am 17. April 2013 wählten die Bürger für Beethoven einen neuen Vorstand. Mit großer Mehrheit wählten die Mitglieder den ehemaligen Bonner Bundestagsabgeordneten Dr. Stephan Eisel zu ihrem neuen Vorsitzenden. Eisel tritt die Nachfolge von Manfred Jung an, der zum Ehrenvorsitzenden gewählt wurde. Stellvertretende Vorsitzende wurden der frühere Personalvorstand der Deutschen Post Walter Scheurle, die bisherige Geschäftsführerin Marlies Schmidtmann und die Kulturpolitikerin Maria-Theresia van Schewick.

Der neue Vorstand stellt sich vor: Shawn M. Spicer, Marlies Rosenzweig, Christian Brunnert, Marlies Schmidtmann, Horst Gundelach, Dr. Stephan Eisel, Nikolaus Kicher, Maria-Theresia van Schewick, Dr. Solveig Palm, Walter Scheurle (v. l. n. r.; nicht abgebildet: Michael Korstick, Michael Krause, Eva Schmelmer, Dorika Seib, Thomas Wagner, Beatrice Warken). Foto: Wolfgang Büttner.

Der 16-köpfigen Vorstand kann sich über viele neue Mitglieder freuen. Erstmals gehören ihm auch fünf Berufsmusiker an, darunter der 1. Solocellist des Beethovenorchesters Christian Brunnert und der Leiter der Musikschule in Beuel, Shawn Spicer. Ebenfalls gewählt wurden der Kulturdezernent des Rhein-Sieg-Kreises, Thomas Wagner, und die Vorsitzende des Jugendnetzwerkes Ludwig van B., Solveig Palm. Stephan Eisel, der Politik- und Musikwissenschaft studiert hat und sich seit langem kultur-politisch engagiert, setzte sich in seiner Bewerbungsrede nachdrücklich und unter großem Beifall der Mitgliederversammlung für die RealisieDie Bewerbungsrede des neuen Vorsitzenden, 75 Stephan Eisel, kam sehr gut an. Foto: Wolfgang Büttner.


Bürger für Beethoven rung des Beethoven-Festspielhauses ein. Weitere Schwerpunkte sollen die Jugendarbeit des Vereins und eine intensive und übergreifende Zusammenarbeit der „Beethoven-Familie“ in Bonn sein. Anwesend war auch die Intendantin Ilona Schmiel. Sie bedankte sich bei der Mitgliederversammlung persönlich für die Unterstützung. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgte die Violinistin und Beethoven Bonnensis-Preisträgerin 2012, Judith Stapf, und die Pianistin Luisa Imorde, Bonnensis-Preisträgerin 2008.

Die scheidende Intendantin Ilona Schmiel war auch dabei. Foto: Wolfgang Büttner.

Glück und langes Leben Wünsch ich heute Dir, Aber auch daneben Wünsch ich etwas mir. Mir in Rücksicht Deiner Wünsch ich deine Huld, 76 Dir in Rücksicht meiner Nachsicht und Geduld.

Judith Stapf begeisterte mit ihrem Violinspiel. Foto: Wolfgang Büttner.

1790. Von Ihrer Freundin und Schülerin Lorchen von Breuning *** Gedicht von Beethovens Bonner Jugendfreundin Leonore von Breuning, das man bei dem Komponisten Ludwig van Beethoven nach seinem Tod 1827 fand.


Vorstand

Der Vorstand stellt sich vor Vorsitzender: Dr. Stephan Eisel (1955), Studium der Politik- und Musikwissenschaft in Marburg und Bonn, 1983 - 92 Redenschreiber und stv. Büroleiter für Bundeskanzler Helmut Kohl, seit 1993 leitender Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung, 2007 - 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages, seit 2010 Mitglied im Vorstand der Bürger für Beethoven.

Stellvertretende Vorsitzende: Walter Scheurle (1952) 1967 Beginn der Ausbildung für den einfachen Postdienst bei der Deutschen Bundespost (Postjungbote), zuletzt vom 1.4.2000 bis zum 30.4.2012 Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Post / DHL, seit 2012 stv. Vorsitzender der Bürger für Beethoven. Marlies Schmidtmann Staatsexamen als medizinisch-technische Assistentin, langjährige Tätigkeit in wissenschaftlichen Teams an den Universitäten Erlangen (Psychiatrie) und Bonn (Innere Medizin). Sechs Jahre Vorsitzende des „Frauenkreises für Europäische Freundschaft Bad Godesberg e.V.“, Vorstandsmitglied der „EuropaUnion Bonn-Rhein/Sieg“. Seit 2004 im Vorstand der Bürger für Beethoven, seit 2007 als Geschäftsführerin. Maria-Theresia van Schewick ist schon in der Münsterschule Bonn von Beethoven als Bonner Bürgerin begeistert worden. Bis 2010 Deutsch, Politik und Wirtschaftslehre am staatl. Berufskolleg Rheinbach (Glasfachschule) gerne unterrichtet. Seit 2004 im Vorstand der Bürger für Beethoven. Seit 2007 stellv. Vorsitzende Besondere Aufgaben: Verwirklichung des Beethovenrundgangs; Beethovenring bis 2012; jährlicher Schaufensterwettbewerb und immer wieder gerne Unterstützung der Bereiche, die Hilfe brauchen.

Schatzmeister: Horst Gundelach (1942), Studium der Rechtswissenschaften in Bonn und Köln, seit 1968 selbständig als Immobilien- und Finanzmakler im RDM, 1973 Gründungsmitglied und stv. Vorsitzender der Rheinischen Immobilienbörse bei den Industrie- und Handelskammern Köln und Bonn, 1993 Gründungsmitglied der Bürger für Beethoven, 1995 Gründungsmitglied der Bonner Immobilienpartner, seit 2001 Schatzmeister der Bürger für Beethoven.

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Bürger für Beethoven Geschäftsführerin: Marlies Rosenzweig zweijährige Ausbildung in einem werbegraphischen Betrieb, 1968 - 1977 Inhaberin der Druckwerkstatt „Rosenpresse“ in Berlin zur Herstellung von Radierungen und Lithografien. Seit 1972 Ausstellungen und Handel mit Kunst, seit 1983 Galerie in Bonn (Schwerpunkt Gegenständlichkeit), seit 2010 im Vorstand der Bürger für Beethoven.

Beisitzer: Christian Brunnert Spross einer Hamburger Musikerfamilie, ist seit 1981 1.Solocellist des Beethovenorchesters Bonn und leitet eine Celloklasse an der Kölner Musikhochschule seit 1991. Zudem spielt er seit Jahren im Goldbergtrio Bonn zusammen mit Verena und Harald Schoneweg. Als Vater von Vier Kindern liegt ihm die Förderung der jungen Menschen sehr am Herzen. Nikolaus Kircher (1947), Studium der Geschichte und Lateinischen Philologie in Bonn, Lehrer am Collegium Josephinum (1978 - 1991). Ab 1991 Referent im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Mitglied des Rates der Stadt Bonn (1994 - 1998), seit 1994 Rotarier. Ab 1998 Leiter der Deutschen Auslandsschulen in Kairo, Jerusalem und Doha, seit 1.1.2013 im Ruhestand. Michael Korstick (1955), Klavierstudium in Köln, Hannover, Moskau und New York (The Juilliard School). Internationale Konzerttätigkeit seit 1975. Über 30 CDAufnahmen, darunter sämtliche Klaviersonaten von Beethoven, ausgezeichnet u. a. mit dem Echo Klassik. Lebt seit Dezember 2012 in Bonn, seitdem zusätzlich Lehrbeauftragter der Musikschule der Bundesstadt Bonn. Dipl. Phil., Dipl. Theol. Michael Krause (1946), Studium von Kath. Kirchenmusik und Gesang sowie Philosophie und Kath. Theologie in Erfurt, Oberkantor am Priesterseminar Erfurt (1971 - 1975), Dozent an der Elite-Musikschule von Berlin (Ost) (1976 - 1986), Fachbereichsleiter für Gesang an der Städt. Musikschule Bonn (1987 - 2011), Geschäftsführer der Europäischen Musikakademie Bonn (1987 - 2010)

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Dr. Solveig Palm (1958), Industriekauffrau, Studium der Kunstgeschichte; berufliche Stationen u. a. bei Deutschem Kulturrat, Friedrich-Naumann-Stiftung, Stiftung Lesen. Seit 2008 Vorsitzende von Ludwig van B., seit 2012 Projektleiterin beim Förderverein Festspielhaus (5000x5000), seit 2007 Mitglied im Vorstand der Bürger für Beethoven (2003 - 2008 Beethoven Bonnensis).


Vorstand Dorika Seib (1951), Studium der Germanistik und Anglistik in Bonn, Berlin und Cambridge. Berufliche Tätigkeiten: German Marshall Fund of the United States (stv. Büroleiterin Europa), Trimedia PR (Senior Consultant Political Relations), Bundesministerium Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Leiterin Öffentlichkeitsarbeit, Internat. Angelegenheiten der Altenpolitik). Seit 2008 Mitglied im Vorstand der Bürger für Beethoven (2009 - 2011 Beethoven Bonnensis). Eva Schmelmer M. A. (1961), Studium der Romanistik und Kunstgeschichte in Bonn, Reims und Paris, 1990 - 2000 PR-Mitarbeiterin in den Kulturabteilungen der EU-Kommission (Bonn, Paris) und des Deutsch-französischen Instituts Bonn, 2001 2004 Direktorin des Deutsch-Französischen Kulturinstituts Erlangen, 2005 2008 freie Journalistin, 2009 - 2010 wiss. MA an der Bonner Universität, seit 2011 Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, u. a. bei der HRK. Shawn M. Spicer (1960), Studium der Music Education in Montevallo/USA, Jazzkurse am Berklee College of Music, Boston, seit 1986 Tätigkeit als konzertierender Künstler und als Lehrkraft der Musikschule Bonn, seit 2007 Zweigstellenleiter der Musikschule Dransdorfer Burg, seit Jan. 2013 Leiter des Bezirks Beuel, Ausbildung Organisationsmanagement und Leitung einer Musikschule. Thomas Wagner (1966), Studium der Katholischen Theologie in Bonn, Bundeswehrdienst in Köln, 1993 - 1998 Wissenschaftliche Assistenz und Fraktionsgeschäftsführung im Stadtrat der Stadt Mainz, 1998 - 2000 Referent des Kultur- und Schuldezernenten der Stadt Mainz, 2000 - 2009 Pressesprecher des Rhein-SiegKreises, seit 2009 Dezernent für Schule, Jugend, Kultur, Sport und Psychologische Beratungsdienste im Rhein-Sieg-Kreis. Beatrice Warken (1959), M.A. Universität zu Köln (1985), Angestellte Sparkasse Köln im Asia Pacific Center (1986), Volontariat Deutsche Welle (1987-1988), Redakteurin Deutsche Welle (seit 1989), ehrenamtliches Engagement bei den Bürgern für Beethoven bei verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen.

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Bürger für Beethoven

Veranstaltungen und Highlights 2013 쑺 21. Januar Beethoven Bonnensis-Preisträgerkonzert im Arithmeum.

쑺 23. März Beethovenring-Konzert mit Preisverleihung an Philippe Tondre (Oboe).

쑺 17. April Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen.

쑺 Mai 1. Preis der NASA für das Kompositionsprojekt der Musikklasse 8c des Bonner Tannenbusch-Gymnasiums.

쑺 2. Mai Benefizkonzert für das Festspielhaus in Berlin.

쑺 26. Mai Empfang zu Ehren des 85. Geburtstages des Ehrenvorsitzenden Barthold C. Witte.

쑺 21. Juni Gründung der Genossenschaft „Förderer-Beethoven-Festspielhaus-Bonn eG“.

쑺 21. Juli. Musikerfrühstück Haydn trifft Beethoven in der Godesberger Redoute.

쑺 12. August Gedenkfeier zur Einweihung des Beethoven-Denkmals am 12. August 1845.

쑺 September Grundschulprojekt Offen für Beethoven.

쑺 2. September Beethovenfilm Saiten des Lebens im Kinopolis Bad Godesberg.

쑺 4. September 80

Neueröffnung des Beethoven-Rundgangs.


Überblick 2013

쑺 28. September Bühne frei für Beethoven.

쑺 6. Oktober Preisverleihung für den Schaufensterwettbewerb.

쑺 18. Oktober Empfang Danke an Ilona Schmiel in der Deutschen Welle.

쑺 31. Oktober Enthüllung einer Gedenktafel an der Galeria Kaufhof für das ehemalige Breuning’sche Haus.

쑺 6. November Beethovenring-Preisträgerin 2013 wurde Ragnhild Hemsing.

쑺 16. November Die Bürger für Beethoven sind auf dem Kulturtag mit einem Stand und musikalischen Beiträgen vertreten.

쑺 16. November Beethoven Bonnensis-Nachklänge im Beethoven-Haus.

쑺 17. November Die Beethoven Bonnensis-Preisträger stehen fest.

쑺 26. November Beethoventaler, Schokolade und Beethovenschal: Genossenschaft „Förderer-BeethovenFestspielhaus-Bonn eG“ stellt Verkaufsartikel zur Unterstützung des Festspielhausbaus vor.

쑺 17. Dezember Am 243. Tauftag Ludwig van Beethovens haben die Initiativen für ein Beethoven-Festspielhaus in Bonn bei der Stadt Bonn die Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens beantragt.

쑺 7. Dezember Die Bürger für Beethoven feiern ihr 20-jähriges Jubiläum in Rhenhotel Dreesen. 81


Bürger für Beethoven

Klaviersonaten von „Dr. Beethoven“ Pianist Michael Korstick ist Vorstandsmitglied Dr. Beethoven“ wurde er von seinen Mitstudenten in New York genannt, heute gilt er als herausragender Beethoven-Interpret: der Neu-Bonner Pianist und Bürger für BeethovenVorstandsmitglied Michael Korstick. 2013 hat er die Einspielung aller Beethoven-Klaviersonaten vorgelegt. Der WDR hat ihn dazu interviewt. Korstick äußert sich dabei auch zu Bonn und Beethoven und plädiert nachdrücklich für das Beethoven-Festspielhaus. Im August begleitete Michael Korstick bei einer Gedenkfeier am Münsterplatz für die Errichtung des Beethoven-Denkmals und im Oktober zur Enthüllung einer Gedenktafel für das ehemalige Breuning´sche Haus (Galerie Kaufhof).

„Dr. Beethoven“ Michael Korstik am Piano. Foto: Michael Korstik.

Erst mit 43 Jahren brachte Michael Korstick seine ersten CD-Einspielungen heraus, überzeugte aber prompt die Fachwelt. Vor allem seine Beethoven-Aufnahmen wurden ausgezeichnet: Korstick erhielt in seinem ersten großen Erfolgsjahr 2005 unter anderem den Preis der Deutschen Schallplattenkritik sowie den ECHO Klassik, und Joachim Kaiser nannte ihn „Entdeckung des Jahres“. Seinem Durchbruch voraus ging ein Studium an der New Yorker Juilliard School. „Dr. Beethoven“ tauften ihn seine Mitstudenten, weil Michael Korstick im Gegensatz zu ihnen, die Beethoven als notwendiges Übel in ihren Prüfungen ansahen, seine ganz eigenen Vorstellungen des „schwierigen“ Komponisten hatte und ihn mit Leidenschaft spielte, nach seinem 82 damaligen Vorbild Solomon. Mittlerweile hat der in Bonn lebende Pianist sein Repertoire erweitert und ist schon lange kein Geheimtipp mehr.


Beethoven-Splitter

Beethoven Kult(o)ur Bürger für Beethoven beim Bonner Kulturtag Die Bürger für Beethoven waren mit einem Infostand und einem musikalischen Programm auf dem Bonner Kulturtag am 16. November vertreten. Die Veranstaltung wurde vom Kulturkreis Bonn Kulturtag in den zurzeit leerstehenden Räume ehemaligen Buchhandlung Bouvier ausgerichtet. Den Kulturkreis, dem inzwischen 53 Kulturverbänden angehören, Auch die jünsten KlavierschülerInnen Bonn’s zeigten auf dem Kulturtag haben die Bürger für Beethoihr Können. Foto: Horst Gundelach. ven maßgeblich mitinitiiert. Mit musikalischen Beiträgen gastierten die Chansonette Stefania Adomeit, der Bariton Giorgos Kanaris von der Bonner Oper, der junge Konzertpianist Alexander Maria Wagner, der Bonner Jazz-Pianist Marcus Schinkel und die jünsten KlavierschülerInnen Bonns.

Erfolgreiche Presse- und Öffentlicheitsarbeit Die Bürger für Beethoven setzen sich mit vielfältiger und erfolgreicher Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für ihre Ziele ein. Der Pressespiegel 2013 umfasst 113 Seiten und reicht vom Einsatz für das Festspielhaus über den Antrag zum Weltkulturerbe bis zur Aufnahme Beethovens in den Koalitionsvertrag. Außerdem wurde über die vielfältigen Aktivitäten wie am Beethoven-Denkmal, beim Jugendwettbewerb Beethoven Bonnensis, oder beim Beethoventreff berichtet. Ein ausführlicher Pressespiegel ist auf der Webseite der Bürger für Beethoven nachzulesen.

Sich selbst darf man nicht für so göttlich halten, daß man seine eigenen Werke nicht gelegentlich verbessern könnte. Ludwig van Beethoven

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Bürger für Beethoven

Ordentliche Mitglieder (Stand 12. März 2014) Achenbach, Dr. Klaus, Bonn Achenbach, Ursula, Bonn Ade, Dr. Meinhard, Rheinbach Ade, Heike, Rheinbach Albrecht, Dr. Günter, Königswinter Albrecht, Marianne, Königswinter Albrecht-Eisel, Christina, Bonn Alfter-Lütz, Ursula, Bonn Al-Halabi, Dr. M. Ghasan, Emden Al-Halabi, Samira, Emden Alte, Peter, Neuss Althoff, Jutta, Bonn Althoff, Prof. Dr. Karl-Heinz, Bonn Anders, Amina, Bonn Anlauff, Alfred, Bonn Anlauff, Jutta, Bonn Antar, Jean, Bonn Anz, Helga, Köln Appelbe, Victoria, Bonn Arendt, Gusti, Bonn Aretz, Dr. Jürgen, Bonn Aretz, Manfred, Wachtberg Arnim, Claudia von, Bonn Arnim, Joachim von, Bonn Arnold, Hildegunde, Bonn Aston, Marianne, Bonn Bachem, Helga, Bonn Baldus, Monika, Bornheim Balkhausen, Albert, Bonn Bär, Dr. Hans-Josef, St. Augustin Bär, Gerty, St. Augustin Bauer, Otfried, Bonn Bäuerlein, Eva, Wachtberg Becher, Dr. Angelika, Bottrop Becker, Dan Hilgert, Bonn Becker, Jürgen, Siegburg Beckerhoff, Irene, Bonn Beckerhoff, Rainer, Bonn Becker-Hoffzimmer, Marianne, Köln 84 Beckermeyer, Helga, Bonn Bellinger, Dr. Dieter, Bonn

Bellinger, Ingeborg, Bonn Below, Gerd von, Bonn Below, Ursula von, Bonn Bender, Martina, Bonn Bender, Wolfgang, Bonn Beran, Dr. Marcela, Bonn Berg, Elisabeth, Bonn Bergé, Dr.Dr. Stefan Josef, Alfter Bergé-Hasmann, Meike, Alfter Berkefeld, Dieter, Bonn Berkefeld, Dorothee, Bonn Berlin, Monica, Bonn Bernstein, Ilse, Bonn Berthold, Bruno, Bonn Beth, Armin, Bonn Beth, Nora, Bonn Bettermann, Erik, Berlin Beucher, Cornelia, Bonn Beucher, Harald, Bonn Beyer, Arnet, Bonn Beyer, Axel, Bonn Biersack, Prof. Dr. Hans-Jürgen, Bonn Birkel, Hans E., Hümmerich Birkel, Helga, Hümmerich Blasberg, Christa, Rheinbach Blasberg, Dr. Hanno, Rheinbach Blass, Heidrun, Troisdorf Bloemers, Prof. Dr. Dr. Wolf, Königswinter Blomberg, Axel von, Bonn Blomberg, Elisabeth von, Bonn Blömer, Regiswind, Buchholz Blum, Annelore, Wachtberg Blumberg, Erhard, Wachtberg Blumberg, Lydia, Wachtberg Bock, Gabriele, Swisttal Bock, Walter, Swisttal Bockelmann-Doll, Johanna, Bonn Böckenheuer, Helgard, Bonn Böckenheuer, Peter, Bonn Böcking, Bernd, Wachtberg Boddien, Renate von, Bonn


Mitglieder Bode-Schönenberg, Dr. Petra, Bonn Boechel, Boris, Bonn Boecker, Friederike, Bonn Boecker, Malte, Bonn Boenke, Karl-Christian, Bonn Boeselager, MdL, Freifrau Ilka von, Swisttal Boewen, Ute, Hamburg Boewen-Nitz, Astrid, Bonn Bohn, Dr. Anneliese, Bonn Bohne, Barbara, Bonn Boitte Biermann, Maryse, St. Augustin Bolm, Irmgard, Bornheim Bölts-Thunecke, Anne, Bonn Bölts-Thunecke, Arno, Bonn Bongard, Gisela, Bonn Böninger, Anna-Klara, Wachtberg Bonnet, Dr. Günter, Bonn Bonnet, Karin, Bonn Bonnet, Prof. Dr. Anne-Marie, Bonn Bopp, Diethelm, Wachtberg Bopp, Dr. Cordula, Bonn Bopp, Dr. Hans-Manfred, Bochum Bopp, Lotte, Wachtberg Bopp, Ursula, Bochum Börger, Ulrike, Bonn Borgs, Gisela, Meckenheim Borschdorf, Hertha, Bonn Borschdorf, Manfred, Bonn Bortfeldt, Lisa, Bonn Bortfeldt, Peter, Bonn Bös, Dr. Emöke, Bonn Bosse, Brigitta, Remagen Brahm, Günter, St. Augustin Brandenburg-Speidel, Erna, Rösrath Brandes, Dr. Günter, Bonn Brandes, Margret, Bonn Brandis, Dr. Ursula, Bonn Brandts, Helmut, Aachen Brandts, Ingeborg, Bonn Brauchitsch, Brigitte von, Bonn Braukmann, Friedrich-Karl, Rheinbreitbach Braukmann, Helga, Rheinbreitbach Braumann, Dr. Anke, Wachtberg

Braumann, Prof. Dr. Bert, Wachtberg Braun, Jürgen, Bornheim Breidenstein, Winnifred, Bonn Bremekamp, Elisabeth, Bonn Brendt, Dr. Reinhard, Bonn Brendt, Ursula, Bonn Brenner, Barbara, Bonn Brenner, Klaus, Bonn Brenner, Marie-Liselott, Bonn Brenner, Tom, Bonn Bröcker, Manfred, Bonn Broschat, Erdmute, Bonn Broschat, Susanne, Bonn Brose, Magdalene, Bonn Brückner, Frauke, Bonn Brückner, Wolf-Rüdiger, Bonn Brunnert, Christian, Bonn Brüse, Dagmar, Bonn Büchel, Nikolaus, Stuttgart Bucher-Gorys, Dr. Ulrike, Bonn Buck, Dr. Hartwin, Bonn Buck, Ulla, Bonn Bücken, Ursel, Bonn Büning-Pfaue, Prof. Dr. Hans, Bonn Büntgen-Ezelius, Klaus, Bonn Burarame-Evers, Josephine, Bonn Burdack, Joachim, Bonn Burkhardt, Ilse-Brigitte, Bonn Busch, Dr. Richard, Bonn Büttner, Dietlind, Bonn Büttner, PD Dr. Wolfgang, Bonn Cardenas-Weber, Dr. Martha, Essen Carr, Dorothea, Königswinter Carstensen, Roswitha, Bonn Cavalli-Björkman, Gun-Marie, Stockholm Chauvistré, Norbert, St. Augustin Citron, Bettina, Bonn Coché, Erika, Bonn Cohnen, Reinhilt, Bonn Conrads, Dr. Pierre, Bonn Conrads, Raija, Bonn Conrads-Hassel, Elmar, Bonn Cook, Christa, Bonn

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Bürger für Beethoven Corves, Irene, Bonn Czermak, Karin, Bonn Daenner, Rosemarie, Bonn Dahl, Agnes, St. Augustin Dangmann-Sauer, Tilly, Bonn Daniel, Gesine, Bonn Daniel, Günter, Bonn Dankert-Thies, Hinnerk, Bonn Dargasz, Gunther, Bornheim de Jager, Helena, Niederkassel Decker, Joachim, Bonn Dederichs, Erich, Bonn Dederichs, Helga, Bornheim Dederichs, Peter, Bornheim Dederichs, Ingeborg, Bonn Deglmann, Ludwig Alexander, Bonn Dellmann, Brigitte, Bonn Dellmann, Dr. Hansjörg, Bonn Deutsch, Elmar, Sankt Augustin Deutsch, Irmtraud, Sankt Augustin d'Hone-Winke, Armida, Bonn Dickerhoff, Roswitha, Bonn Dieckmann, Bärbel, Bonn Diederichs, Irene, Bonn Diekob, Marlene, Bonn Dietz, Sieglinde, Bonn Dietz, Wolfgang, Bonn Dilbat, Theresia, St. Augustin Dilk, Barbara, Bonn Dilk, Friedhelm, Bonn Ditfe, Annemarie, Remagen Dittberner, Ruth, Bonn Dix-Schäfer, Beate, Bonn Dobrowolny, Ulrike, Remagen Dockter, Dr. Rainer, St. Augustin Dockter, Hedwig, St. Augustin Doetsch, Hermann, Weißenthurm Dohna, Christian Graf, Bonn Doll, Roland, Bonn Domscheit, Helga, Bonn Domscheit, Walter, Bonn 86 Domschke, Richard Andreas, Bonn Dorenbeck, Joachim, Bonn

Dr. Nöcker, Dietrich, Paderborn Dreesen, Elisabeth, Bonn Dreesen, Fritz G., Bonn Dreibholz, Klaus, Bad Honnef Drews, Barbara, Meckenheim Drews, Rüdiger, Meckenheim Drost, Susanne, Herdorf Drost, Hans, Herdorf Duchazsch, Dr. Walter, Bonn Duchazsch, Sigrid, Bonn Dung, Albert und Manfred, Bonn Düren, Barbara, Bonn Düren, Christa, Bonn Düren, Franz J., Bonn Düren, Michael, Bonn Düren, Stephan, Bonn Düßdorf, Albrecht, St. Augustin Eckhardt, Dr. Volker, Bonn Eckhardt, Prof. Dr. Andreas, Remagen Edlauer, Bruno, Essen Ehler, Dr. Hans Jörg, Bonn Ehler, Hanja, Bonn Eibach, Prof. Dr. Ulrich, Bonn Eibach-Bialas, Dr. Angelika, Bonn Eichen, Christel, Meckenheim Eichhorn, Erika, Bonn Eichhorn, Gerhard, Bonn Eichhorst, Hanns Christhard, St. Augustin Eichner, Adelheid, Bonn Einecke-Klövekorn, Elisabeth, Bonn Eisel, Dr. Stephan, Bonn Elgarhi, Fatma, Bonn Elsner, Rudolf, Bonn Emmerich, Brigitte, Alfter Emmerich, Ralph, Alfter Engelhardt, Brigitte, Bonn Engelhardt, Hans Peter, Bonn Engelke, Dr. Hans, Bonn Engelke, Ingrid, Bonn Engels, Brigitte, Bonn Engels, Margit, Bonn Engels, Rolf, Bonn Ermisch, Dr. Günter, Bonn


Mitglieder Eschweiler, Ulrike, Rheinbach Esser, Karl, Meckenheim Evers, Dr. Ingo, Bonn Ewich, Heidi, Meckenheim Eylon, Lili, Jerusalem Ezelius, Gisela, Bonn Fahsig, Astrid, Bonn Faltz, Heide, Bonn Familie Hüwel Stiftung, Alfred und Liselotte Hüwel, Bonn Farnschläder, Egon, Königswinter Fasselt, Ursula, Alfter Fauck, Alexander, Remagen Fauck, Jana, Remagen Fauck, Leonard, Remagen Fauck, Konstantin, Remagen Faupel, Godula, Bonn Feilcke, Adelheid, Bonn Feldmann, Clemens, Bonn Feldmann, Hanna, Bonn Ferdinand, Hildegund, Bonn Findeisen, Dr. Jürgen, Wachtberg Findeisen, Karin, Wachtberg Finger, Dr. Edgar, Bonn Finke, Brigitte, Bonn Finke, Heinz-Peter, Bonn Finke-Osiander, Dr. Wolfgang, Wachtberg Fischer, Anita, Bad Honnef Fischer und Summerer, Architekturbüro, Bonn Fischer-Lahnstein, Gerda, Königswinter Flamme, Christiane, Rheinbach Flaschka, Prof. Dr. Horst, Bonn Flaschka M. A., Fria, Bonn Flatz, Dr. Gebhard, Bonn Flatz, Dr. Sibylle, Bonn Fluck, Gunda, Bonn Flümann, Thomas, Bonn Frank, Karina, Köln Franke, Ancuta, Wachtberg Franke, Anna-Maria, Wachtberg Franke, Barbara, Troisdorf Franke, Heiner, Troisdorf Franke, Julia-Sophia, Wachtberg

Franke, Michael, Wachtberg Franke, Helena, Wachtberg Franken, Beatrice, Bonn Fratila, Prof. Dr. medic Alina, Bonn Fratscher, Marion, Rheinbreitbach Freidel, Dr. Gisela, Bonn Frey, Ruth, Troisdorf Frey-Schlottmann, Dr. Maria-Luise, Bonn Frick, Ingeborg, Lahrer Mühle Friedrich, Helga, Bonn Fries, Reinold M., Lahrer Mühle Fröhlich, Elisabeth, Remagen Fröhlich, Gerd, Remagen Frost, Dr. Milton, Houston/TX. Frost, Janet, Houston/TX. Fuchs, Dr. Andreas, Wilhelmshaven Fuchs, Dr. h.c. Anke, Wilhelmshaven Fuchs, Editha, Bocholt Fuchs, Karola, Bonn Fuchs-Römer, Dr. Susanne, Bonn Funke, Dr. Dieter, St. Augustin Garbe, Christel, Bonn Garbe, Karl, Bonn Gärtner, Dr. Hans-Georg, Bonn Gast, Gertrude, Bonn Gast, Heribert, Bonn Gatzmann, Charlotte, Bonn Gatzmann, Kurt-Eberhard, Bonn Geerdts, Brigitte, Bonn Geerdts, Klaus, Bonn Geiger, Dr. h.c. Helmut, Berlin Geller-Norkus, Ingrid, Meckenheim Gemeinhardt, Helene, Bonn Gemeinhardt, Ulf, Bonn Gemüngt, Barbara, Bonn Gemüngt, Günter, Bonn Gentz, Dr. Jochen, Wachtberg Gentz, Ilse, Wachtberg Gerbener, Hannelore, Wachtberg Gerecht, Doris, Meckenheim Gerhard, Ingeborg, Bonn Gerl, Silvia, Bonn Gerl, Wolf-Dieter, Bonn

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Bürger für Beethoven Gerstein, Dr. Dietmar, Bonn Gerstein, Ursula, Bonn Gerzer, Franziska, Bonn Gerzer, Prof. Dr. Rupert, Bonn Geuting, Erhard, Bocholt Giese, Dr. Ewald, Bonn Gililov, Prof. Dr. Pavel, Lohmar Gillies, Dr. Peter, Meckenheim Gillies, Monika, Meckenheim Gilmour, Frances, Bonn-Oberkassel Gitizad, Margareta, Bornheim-Hersel Göbbels, Claudia, Swisttal Goertz-Philippi, Gertrud, Köln Gogolin, Heinz, Bonn Gohlke, Dr. Susanne, Bonn Gohlke, Rainer, Bonn Gold, Prof. Dr. Peter W., Aachen Goldammer, Frank, Rheinbach Goldammer, Ingeborg, Rheinbach Goose, Dr. Dieter, Bonn Goose, Manuela, Bonn Gorniak, Dr. Ulrich, Bonn Gorniak, Margit, Bonn Gorzolla, Christine, Bonn Gosling, Dagmar, Königswinter Gottschalk, Martina, Köln Gottsmann, Dr. Ortwin, Königswinter Götz, Ilka, Wachtberg Gowin, Christa, Bonn Grabs, Dr. Günter, Bonn Grabs, Marie Helene, Bonn Graumann, Jürgen, Bonn Graumann, Timotheus Karl-Herbert, Bonn Grebert, Kai, Bonn Greiner, Stephan-Peter, Bonn Grießl, Angelika, Bonn Grießl, Wolfgang, Bonn Grisstede, Dorothee, Bonn Groben, Petra, Groell, Robert, Bonn Grosche, Dr. Günter, Bonn 88 Grünberg, Bernhard von, Bonn Grüner, Martin, Bonn

Grüner, Ute, Bonn Grzesiek, Artur, Köln Grzesik, Gisela, Bonn Gundelach, Hildegard, Bonn Gundelach, Horst, Bonn Gundelach, Susanne, Bonn Gussone, Michael C., Bonn Gutiérrez-Denhoff, Dr. Martella, Bonn Haas, Dr. Jörg, Bonn Häckel, Prof. Dr. Erwin, Bonn Hacker, Sharadini, Bonn Hahn, Christa Maria, Bonn Hallensleben, Dr. Ekkehard, Bonn Hallensleben, Ragnhild, Bonn Hamacher, Renate, Köln Hamelbeck, Claudia, Bonn Hamelbeck, Dr. Sigrun, Bonn Hammerstein, Gundolf von, Bonn Hansen, Hans, Brühl Hansen-Dellbrügge, Eva, Brühl Hansis, Jörg, Bonn Hansis, Sigrid, Bonn Happel, Dr. Karl-Heinz, Bonn Harder, Dr. Klaus-Burkhard, Bonn Harnischfeger, Henner, Bonn Harpe, Dagmar, Berlin Härter, Manfred, Bonn Hartig, Charlotte, Bonn Hartisch, Irmelin, Bonn Hartje, Gerda, Bonn Hartmann-Hane, Margret, Bonn Hartwig, Dr. Horst, Alfter Hasslacher, Eleonore, Bonn Hatesaul, Irmgard, Bonn Hauck, Dr. Helga, Wachtberg Hauer, Robert, Bonn Hauer-Savic, Dr. Anna-Christa, Bonn Haug, Gerhard, Bonn Haug, Karen, Bonn Haupts, Hella, Bonn Hauser, Antonia, Bonn Hauser, Norbert, Bonn Hausmann, Sybilla, Bonn


Mitglieder Haxthausen, Marie-Luise von, Bonn Hebel, Mechthild, Bad Neuenahr Hecek, Hans-Jochim, Meckenheim Heer, Arnold, Bonn Heer, Ursel, Bonn Heimbach, Monika, St. Augustin Heinemann, Ilse, Bonn Heinze, Annerose, Köln Heitkamp, Hannelore, Wesseling Heitmann, Anne, Bonn Hellbeck, Dr. Hannspeter, Wachtberg Hellbeck, Ursula, Wachtberg Hellberg, Heidi, Alfter Hellberg, Wolf Dieter, Alfter Hellfeld, Joachim von, Bonn Hellwig-Mechtel, Lilo, Bonn Henatsch, Ruprecht, Bonn Henatsch-Rauw, Veronika, Bonn Hendges, Christina, Bonn Henninger, Dieter, Meckenheim Henninger, Maria, Meckenheim Henrichs, Georg, Bonn Henseler, Ingrid, Bonn Henseler-Lieb, Petra, Bonn Herberhold, Cornelia, Bonn Herberhold, Prof. Dr. Claus, Bonn Herdegen, Gerhard, Wachtberg Herdegen, Renate, Wachtberg Hermkes, Dr. Wolfgang, Bonn Herold, Barbara, München Herzog, Gerda-Marie, Bonn Heusler, Dr. Konrad, Bonn Heusler, Marianne, Bonn Heyde, Dr. Wolfgang, Bonn Heyde, Heilwig, Bonn Hieronymi, Ruth, Bonn Hieronymus, Dr. Hanns, Bonn Hieronymus, Renate, Bonn Hildebrandt, Christa, Bonn Himmelmann, Annelis, Bonn Himmelmann, Prof. Dr. Nikolaus, Bonn Hirner, Martina, Bonn Hirner, Prof. Dr. Andreas, Bonn

Hoeft, Dr. Sabine, Bonn Hoeft, Prof. Dr. Andreas, Bonn Hofer, Dr. Renate, St. Augustin Hoffert, Ute, Bonn Hoffmann, Agnes, Bonn Hoffmann, Dr. Hans Joachim, Wachtberg Hoffmann, Heribert, Bonn Hoffmann, Pitt, Bonn Hoffmann, Vera, Wachtberg Hoffstadt, Margarete, Bonn Hoffzimmer, Helmut, Köln Höfgen, Detlef, Wachtberg Hofstetter, Dr. Wolfgang, Königswinter Hohberg, Hildegard, Bonn Hohmann, Hildegard, Bonn Höhne, Annette, Remagen Höhne, Karl-Heinz, Remagen Holling, Gunti, Bonn Holzgreve, Prof. Dr. Wolfgang, Bonn Holzwarth, Dr. Axel, Bonn Holzwarth, Gerda, Bonn Homann, Dr. Friedrich, Bonn Homann, Ulrike, Bonn Honert, Heidi, Rheinbreitbach Hönig, Nelly, Bonn Hopen, Ingeborg, Bonn Hopstein, Claudia, Bonn Horst, Michael, Bonn Hötzel, Prof. Dr. Hans-Joachim, Bonn Höver, Barbara, Königswinter Höver, Dr. Werner, Königswinter Hovers, Günter, Königswinter Hovers, Ingrid, Königswinter Hoyer-Boot, Baronin Sabine von, Bonn Hoyer-Boot, Baron Bernd von, Bonn Hucko, Bettina, Bonn Huesmann, Paul, Bonn Huesmann, Ursula, Bonn Huhn, Franz, Siegburg Hultzsch, Dr. Bärbel, Bonn Hultzsch, Dr. Hagen, Bonn Hümmrich, Werner, Bonn Hundertmark, Dr. Paul, Rheinbach

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Bürger für Beethoven Hundertmark, Dr. Ursel, Bonn Hundhausen, Margret, Bonn Hundhausen, Werner, Bonn Hünerbein, Dr. Cornelia, Troisdorf Hunger, Annegret, Bonn Hunger, Dr. Marlen, Bonn Hunger, Dr. Siegfried, Bonn Hürter, Wolfgang, Bonn Hütter, Prof. Dr. Hans Walter, Bonn Idolski, Gerhard, Weilerswist Idolski, Ingrid, Wachtberg Illert, Dr. Helmut, Bonn Imhoff, Dr. Klaus, Bonn Imhoff, Hedwig, Bonn Imhoff, Jutta, Bonn Ippendorf, Karin, Bonn Irmer, Bärbel, Bonn Isenberg, Hans-Otto, Bonn Jacob, Dr. Joachim, Bonn Jacob, Krista, Bonn Jacobs, Wolfgang, Bonn Jaeger, Michael, Bonn Jager, Helena de, Niederkassel Jäger, Barbara, Bonn Jäger, Margarete, St. Augustin Jäger, Roman, Bonn Janke, Jörg, St. Augustin Jess, Herbert, Bonn Jess, Micheline, Bonn Jobst, Dr. Barbara, St. Augustin Jobst, Dr. Eberhard, St. Augustin Jochimsen, Dr. Margarethe, Bonn John, Alexandra, Bonn John, Dieter, Bonn John, Helga, Bonn Jonas, Dorit, Bonn Jordans, Helma von, Swisttal Jörissen, Dr. Elena, Köln Jung, Annette, Haltern am See Jung, Christa, Bonn Jung, Manfred, Bonn 90 Junker-von Kapff, Sibylle, Wachtberg Kaaf, Kathy, Bonn

Kaemmerer, Luise, Bonn Kaesler, Hans-Jürgen, Meckenheim Kaesler, Ute, Meckenheim Kafarnik, Claus, Bonn Kähler, Ursula, Bonn Kahl-Wolfsjäger, Dr. Kari, Berlin Kappes, Heike, St. Augustin Karas, Markus, Swisttal Karp, Guido, Troisdorf Kauer, Giovanna, St. Augustin Kaul, Irmgard, Bonn Kaumann de Munoz, Gudrun, Swisttal Kelber MdB, Ulrich, Bonn Keller, Margret, Wachtberg Kern, Dr. Stephan, Bonn Kern, Dr. Ute, Bonn Kern, Elisabeth, Bonn Kern, Rüdiger, Bonn Kerp, Dorothea, Bonn Kerp, Hildegard, Bonn Kersten, Hildegard, Bonn Kersten, Manfred, Bonn Kersting, Ann Mary, Bonn Kessel, Birgit, Bonn Kessel, Susanne, Bonn Keusen, Dr. Raimund, Bonn Keusen-Clement, Gisela, Bonn Kienzler, Matthias, Dachau Kircher, Nikolaus, Bonn Kirchner, Margret, Bonn Kissel, Gunnar, Bonn Klahre, Manfred, Bad Honnef Klais, Philipp C. A., Bonn Kleefuß, Rolf, Bonn Kleffner, Bernd, Windhagen Kleffner, Dr. Marion, Windhagen Klein, Inge, Bonn Klein, Peter Hanno, Bonn Klein, Volker, Königswinter Kleppi, Dietrich, Bonn Klesing, Wiltrud, Aachen Klier, Jens, Bonn Klingenheben, Prof. Dr. Thomas, Bonn


Mitglieder Kloppenborg, Benedikt, Rüdesheim a.d. Nahe Klösterlein, Sabine von, Bonn Klotz, Werner, Bonn Kluxen, Rosemarie, Bonn Kluxen-Ayissi, Julia, Bonn Knaudt, Dr. Norbert, Bonn Knauer, Anne, Rheinbach Knauer, Barbara, Meckenheim Knauer, Erhard, Meckenheim Knies, Manfred, St. Augustin Knies, Ursula, St. Augustrin Knobloch, Bodo, Bonn Knobloch, Rita, Bonn Knoch, Marianne, Bonn Knoch, Wolfgang, Bonn Knoth, Berthy, Bonn Knoth, Karlheinz, Bonn Koch, Elke, Bonn Koch, Wolfgang, Bonn Kohlenberger-Höfgen, Claudia, Wachtberg Köhler, Gisela, Königswinter Köhler, Heinz Dieter, Konigswinter Köhne, Monika, Wachtberg Kolbe, Anne-Marie, Königswinter Kolbe, Gerd, Königswinter Kolbitsch, Michael, Bonn Könen, Wilhelm, Bonn König, Dagmar, Bonn Konrad, Dr. Dorothea, Bonn Körber, Dr. Karl-Otto, Bad Honnef Körber, Marlene, Bad Honnef Körner, Dr. Carl, Swisttal Körner, Elisabeth, Swisttal Korstick, Michael, Bonn Korte, Prof. Dr. Bernhard, Bonn Koslowski, Doris, Bonn Krämer, Andreas, St. Augustin Krämer, Dr. Günther, Bonn Krämer, Josefine, Bonn Kratzer, Franz Heinrich, Bad Honnef Krause, Dipl. Phil., Dipl. Theol. Michael, Troisdorf Krause-Brewer, Fides, Bonn Kraushaar, Ruthild, Bonn

Krauss, Dieter, Bad Münstereifel Krauss-Zens, Gisela, Bad Münstereifel Krauter, Eleonore, Alfter Krautzberger, Prof. Dr. Michael, Bonn Krautzberger, Sylvia, Bonn Krebs, Dr. Adolf Heinrich, Bonn Krebs, Margit, Bonn Krechel-Engert, Dr. Martina, Altenahr Kretschmer, Gabriele, Bornheim Kretz, Walter, Meckenheim Kreutzer, Prof. Dr. Ralf T., Königswinter Kreuzer, Wolfgang, Bonn Krick, Ronald, Bonn Kröber, Gisela, Bonn Kröber, Dr. Heinz-Werner, Bonn Kröger, Ralf, Meckenheim Kronnagel, Alexandra, Bonn Kronnagel, Karl, Bonn Krug, Norbert R. , Bonn Krüsmann, Ulrike, Bonn Kühn, Frithjof, St. Augustin Künzel, Maria-Luise, Bonn Kurpiers, Christoph, Bonn Kurth, Claudia, Bonn Kurth, Dr. Hermann, Bonn Kusen, Anne, Bonn Lackner, Evelyn, Bonn Lakenberg, Thomas, Bonn Lambrecht-Schadeberg, Barbara, Bonn Lambsdorff, MdEP, Alexander Graf, Bonn Lamby, Gisela, Bonn Lampe-Helbig, Gudrun, Bad Honnef Lange, Gisela Doris, Bonn Lange, Hans-Peter, Bonn Lange, Ursula, Bonn Langen, Bettina, Köln Langenfeld-Büttner, Hildegard, Kiel Latzelsberger, Brigitte, Bonn Latzelsberger, Friedrich, Bonn Laute, Helga, Bonn Leber, Harald, Bonn Leber, Sigrid, Bonn Lee-Domschke, Oknam, Bonn

91


Bürger für Beethoven Lehmann, Dr. Ulrike, Bonn Lehmann, Helmut, Bonn Lehmann, Katharina, Bonn Lehnert, Wolfram, Königswinter Lehrke, Elke, Königswinter Lemke, Markus, Bonn Lentge, Sabine, St. Augustin Lenz, Marlene, Bonn Leuwer, Dr. Sabine, Bonn Lewandowski-Mohr, Inge, Königswinter Lieb, Ingo, Bonn Limbach, R. Dieter, Bonn Linckelmann, Francoise, Rheinbreitbach Linden, Christine, Bonn Lindner, Angelika, Bad Honnef Lohmann, Manfred, Bonn Lorenz, Margot, Sankt Augustin Lorenz, Wolfgang, Sankt Augustin Loschelder, Dr. Michael, Königswinter Loschelder, Mechthild, Königswinter Lottermann, Stefan, Bonn Lück, Michael, Bonn Lücke, Gunhild, Bonn Lücking-Michel, MdB, Dr. Claudia, Bonn Ludwig, Rainer, St. Augustin Lufft, Dr. Dieter, Bonn Lufft, Helga, Bonn Lurweg, Hans-Josef, Ratingen Lustig-Hasenkamp, Anni, Bonn Lütke Entrup, Dr. Joseph, Neunk.-Seelscheid Maack, Astrid, Marquardt-Kuron, Arnulf, Bonn Marx, Petra, Bonn Masanek, Christel, Bonn Mattonet, Erika, Bonn Mauchenheim, Delia Freifrau von, Bonn Mause, Mechthild, Bonn Maydell, Christa Maria Baronin von, St. Augustin Maydell, Prof. Dr. Bernd Baron von, St. Augustin Meffert, Gabriele, Bonn Mehl, Dr. Dieter, Königswinter 92 Mehl, Sylvia, Königswinter Meier, Josefine, Euskirchen

Meier, Ute, Bonn Meinicke-Wieck, Birgitt, Bonn Mengden-Gröppel, Marie-Luise, Bonn Menné, Ruth, Bonn Menschik-Bendele, Prof. Dr. Jutta, Klagenfurt Mersch, Uwe, Bad Neuenahr Merten, Ingrid, Bonn Mertens, Klaus-Dieter, Meckenheim Meurs, Heinrich, Swisttal Mey, Anne-Dore, Rheinbach Mey, Erich, Rheinbach Meyer, Dr. René, Bad Honnef Meyer, Karin, Bad Honnef Meyerhof, Gaby, Bonn Michel, Klaus, St. Augustin Mies, Ingrid, Bonn Mißfeld, Ute, Meckenheim Mlosch, Marie-Luise, Bonn Moeder, Hadwig, Bonn Mohr, Helmuth, Hamburg Monreal, Dirk, Bonn Monschau, Werner, Bad Honnef Montléart, Alexander de, Rheinbach Moretti, Paolo, Bonn Morgenstern, Mechthild, Siegburg Moschiri, Petra, Köln Moser, Gabriele, Bonn Motz, Marga, Wachtberg Müller, Christel, Hennef Müller, Edeltraud, Wachtberg Müller, Josef, Bonn Müller, Jutta, Bonn Müller, Reinhard, Bonn Müller, Robert W., Bonn Müller, Susanne, Bonn Müller, Dagmar, Remagen Müller, Gerda, Bonn Müller-Hogg, Anne, Bonn Müller-Langhardt, Katrin, Bonn Müller-Langhardt, Ulrich, Bonn Müller-Lohmann, Franz, Bonn Müller-Lohmann, Maria, Bonn Munoz, Pedro, Bonn


Mitglieder Mürau, Dr. Hans-Joachim, Wachtberg Mussenbrock, Dr. Albert, Bonn Naaß, Horst, Bonn Nährich, Katharina, Bonn Narjes, Eva-Maria, Bonn Nattland, Dr. Karl-Heinz, Bonn Nattland, Sabine, Bonn Naumann, Brigitte, Bonn Naumann, Joachim, Bonn Necke, Ulrich, Bonn Nehring, Ursula, Bonn Neidert, Dr. Rudolf, Wachtberg Neidert-Buech, Dr. Gudula, Wachtberg Nell, Alexandra von, Bonn Nellen, Dr. Helmut, Bonn Nellen, Jutta, Bonn Neubeck, Gudrun von, Bonn Neubert, Dr. Brigitte, Bonn Neufeldt, Elisabeth Alexandra, Wachtberg Neufeldt, Heinrich, Wachtberg Neuhaus-Friedrichs, Dagmar, Bad Honnef Neukirchen, Johannes, Alfter Neumann, Birgit, Bonn Neumann, Dr. Helmut, Bonn Neumann, Prof. Dr. Joachim, Wachtberg Nieke, Gerd, Bonn Nieke, Ute, Bonn Nienhaus, Kathrine, Bonn Nienhaus, Prof. Dr. Antonius, Bonn Niestroy, Dr. Barbara, Wachtberg Nisita, Margot L., Bonn Nitsch, Rainer, Bornheim Nitz, Franz, Bonn Nöbel, Monika, Königswinter Nöcker, Uta, Paderborn Noeldechen, Henning, Hennef Noeldechen, Marion, Hennef Nolden, Ingeborg, Bonn Noll, Ursula, Remagen Noltenhans, Dr. Konrad, St. Augustin Noltenhans, Ulrike, St. Augustin Norkus, Arnulf, Meckenheim Nowak, Herwig, Köln

Nüßer, Waltraud, Darmstadt Oberfeld, Hartwig, Königswinter Oberfeld, Magdalena, Königswinter Obländer, Manfred H., Königswinter Obländer-Garlichs, Frauke, Königswinter Oertzen, Tanja von, Bonn Ogilvie, Martin, Bonn Ogilvie, Rebecca, Bonn Ohm, Matthias, Bonn Oltmanns, Lisa, Bonn Osiander, Dr. Renate, Wachtberg Oster, Dr. Christoph, Bonn Oster, Evelyn, Bonn Pabsch, Dr. Wiegand, St. Augustin Pabsch-Jacobs, Elisabeth, Bonn Pagenkopf, Gisela, Bonn Pakleppa, Hans Christoph, Meckenheim Pakowski, Suzanne, Bonn Palm, Dr. Solveig, Bonn Papachristou, Brunhilde, Bornheim Paschen, Sabine, Königswinter Pauels, Margret, Remagen Pauken, Günter, Bonn Paust, Dr. Karsten, Bonn Peinemann, Helga, Bonn Pellar, Heidrun, St. Augustin Peters, Helga, Hürth Peters, Jutta, Wachtberg Pfeil, Jochem Graf von, Bonn Philippi, Hans, Köln Pick, Dr. Claus, Bonn Pick, Renate, Bonn Pilhatsch, Marie-Luise, Bonn Pischke, Wolfgang, Schüttorf Plato, Bärbel von, Bonn Plato, Christoph von, Bonn Poerting, Gabriele, Bonn Poncette, Johann, Aachen Pons, Hildegard, Hennef Ponsch, Ronald Udo, Bonn Poppen, Dr. Ralf, Bonn Postelt, Dr. Wolfgang, Köln Preissing, Helga, Bonn

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Bürger für Beethoven Preissing, Herbert, Bonn Puhl-Hauer, Maria, Bonn Puklavec, Evamarie, Bonn Puklavec, Vladimir, Bonn Pütz, Heinzgeorg, Bonn Pütz, Manfred, Bonn Quast, Klaus, Köln Quay, Peter, Bonn Quay, Sabine, Bonn Querfeld, Karola, Bonn Raab, Elisabeth, Bonn Raab, Herbert, Bonn Rackwitz-Zimmermann, Heidi, Lohmar Radermacher, Elke, Bonn Radermacher, Peter, Bonn Raetz, Stefan, Rheinbach Rahn, Dr. Rudolf, Bonn Rahn, Nelli, Bonn Ramisch, Dr. B. W., Wachtberg Rao, Prof. Dr. Marie-Luise, Wachtberg Rau, Guido, Königswinter Reh, Gisela, Bonn Reinecke, Almut, Bonn Reinecke, Thomas, Bonn Renn, Helmut, Swisttal Rentel, Manfred, Darmstadt Reuss, Hildegard, Bad Honnef Reuther, Dr. Jürgen, Bonn Reuther, Frauke, Bonn Rey, van, Dr. Manfred, Königswinter Richarz, Manfred, Bonn Richter, Marie-Theres, St. Augustin Richter, Peter, St. Augustin Richter-Kirst, Sybille, Bonn Riesenberg, Dr. Liselotte, Köln Ringhof, Klaus, Much Ringhof, Monika, Much Rodewald, Dr. Bernd, Königswinter Rogmann, Manuela, Bonn Rohde, Magdalena, Bonn Rohl, Agnes, Bonn 94 Römer, Christine, Bonn Römer, Dr. Michael, Bonn

Roncalli di Montorio, Claudia, Bergamo Rosenkranz, Lieselotte, Königswinter Rosenkranz, Ulrike, Bonn Rosenmöller, Gisela, Bonn Rosenzweig, Daniel, Berlin Rosenzweig, Marlies, Bonn Rosenzweig, Dr. Göntje, Berlin Rößler-Carl, Ilse, Siegburg Roth, Hana, Bonn Roth, Wolfgang, Bonn Rothweiler, Barbara, Meckenheim Rothweiler, Gert, Meckenheim Röttenbacher, Fritz, Sinzig Röttenbacher, Irene, Sinzig Rücker, Alexander von, Bonn Runge, Dr. Gerlinde, Königswinter Runge, Dr. Wolfgang, Königswinter Rupf, Dr. Klaus, Bonn Rüther, Wolfgang, Langenburg Rüttgers, Dr. Hans, Bonn Sambeck van, Bernd, Bonn Samson, Roswitha, Bonn Sand, Dr. Klemens van de, Wachtberg Sand, Gabriele van de, Wachtberg Sander, Adelheid, Königswinter Sattler, Barbara, Bonn Sattler, Peter, Bonn Sauer, Prof. Dr. Klaus Peter, Bonn Schaal, Eva Maria, Bonn Schaal, Prof. Dr. Klaus Peter, Bonn Schaarschmidt, Michael, Bonn Schäfer, Elfie, Bonn Schäfer, Helene, Bonn Schäfer, Helga, Bonn Schäfer, Ingrid, Bonn Schäfer, Karin, Bonn Schäfer, Karl, Bonn Schäfer, Stephanie, Meckenheim Schäfers, Claire, Bonn Schäfers, Heinz, Bonn Schaffer, Dr. Helmut, Bonn Schaffer, Gabriele, Bonn Schäffler, Ermelinde, St. Augustin


Mitglieder Schäkel, Dr. Uwe, Bonn Scharrenbroich, Katharina, Köln Schauerte, Charlotte, Köln Schauhoff, Dr. Stephan, Bonn Schauhoff, Imke, Bonn Scheiter, Christian, Bonn Scheiter, Dr. Brigitte, Bonn Schellberg, Hermine, Troisdorf Schellberg, Johannes, Troisdorf Schellhoss, Clara-Maria, Bonn Schellhoss, Dr. Hans-W., Bonn Schenck zu Schweinsberg, Jutta Freifrau, Schweinsberg Schendzielorz, Dr. Paul, Bonn Schenk, Christine, Bonn Schenk, Dr. Peter, Bonn Scheurle, Walter, Bonn Scheur-Paust, Barbara, Bonn Schewick van, Maria-Theresia, Bonn Schewick van, Heinz-Helmich, Bonn Schewick van, Hella, Bonn Schiffer, Hildegard, Bonn Schiffer, Stefanie, Bonn Schild, Barbara, Bonn Schild, Claire, Bonn Schilling, Dr. Christiane, Bonn Schilling, Dr. Gert, Swisttal Schilling, Lilo, Swisttal Schimpp, Markus, Bonn Schirmer, Erich, Bonn Schlange-Schöningen, Dorothee, Bad Honnef Schley, Horst, Leverkusen Schliebitz, Karl-Heinz, Bonn Schliebitz, Ursula, Bonn Schlösser, Albert, Köln Schlösser, Hilde, Bonn Schmelmer M. A., Eva-Ingeborg, Bonn Schmid, Martin, Bonn Schmid, Ralph, Königswinter Schmid, Sabine, Bonn Schmidt, Dr. Eckhard, Bonn Schmidt, Dr. Walter, Wachtberg Schmidt, Günter, St. Augustin

Schmidt, Heidi, Bonn Schmidt, Lieselotte, St. Augustin Schmidt, Peter, Bonn Schmidt, Susanne, Bonn Schmidt Beer, Dr. Ulrich, Bornheim Schmidt Beer, Ursula, Bornheim Schmidt-Gerritzen, Barbara, Meckenheim Schmidt-Gerritzen, Dr. Norbert, Meckenheim Schmidt-Kotyrba, Barbara, Bonn Schmidt-Loock, Ursula, Bonn Schmidtmann, Marlies, Bonn Schmiel, Ilona, Starnberg Schmitz, Bernhard, St. Augustin Schmitz, Gisela, St. Augustin Schmitz, Maria-Luise, Bonn Schmitz, Rosemarie, Bonn Schneider, Angela, Bonn Schneider, Dr. Wolfgang, Bad Honnef Schneider, Traute, Alfter Schneider, Wilfried, Alfter Schneider-van Dorp, Horst, Königswinter Schneider-van Dorp, Ursula, Königswinter Schnieders, Dr. Rudolf, Bonn Schoch, Rosemarie, Bonn Schölgens, Barthel, Alfter Schölgens, Charlotte, Alfter Scholl, Ernst, Bonn Scholl, Uta, Bonn Scholz-Villard, Rita, Bonn Schommer, Gabriele, Bonn Schönenberg, Dr. Frank, Bonn Schöneseiffen, Klaus, Bonn Schreiner, Barbara, Bonn Schröder, Dietrich, Berlin Schröder, Horst, Königswinter Schröder, Thomas, Swisttal Schroeder, Dr. Sigurd, Bonn Schubert, Erna, Bonn Schulte, Brigitte, Wachtberg Schulte-Weinreich, Brigitte, Bad Honnef Schulz, Doris, Alfter 95 Schulz, Karl Peter, Alfter Schumacher, Monika, Bonn


Bürger für Beethoven Schünhoff, Renate, Bonn Schuppe, Verena, Bonn Schütze, Dr. Klaus, Bonn Schütze, Hildegard, Bonn Schwachula, Dr. Wolfgang, Bonn Schwachula, Dr. Sabine, Bonn Schwarz, Gisela, Bonn Schwarze, Jörg, Bonn Schwedes, Dr. Rolf, Königswinter Schwedes, Ingrid, Königswinter Schweikert-Herzog, Dr. med. Eva-Maria, Bonn Schweitzer-Genscher, Luise, Bonn Schwolen-Flümann, Annette, Bonn Schwüppe, Elisabeth, Bonn Seggern, Dr. Manfred von, Bonn Seggern, Jutta von, Bonn Seib, Dorika, Bonn Seib, Friedrich, Bonn Seibert, Marianne, Bonn Seibert, Wilhelm, Bonn Seifert, Hildegund, Bonn Seifert, Rainer, Bonn Seipel, Heinz, Bonn Seitz, Elke, Wasserburg Seitz, Erich, Wasserburg Sennekamp, Dr. Doris, Bonn Sennekamp, Dr. Joachim, Bonn Siebenpfeiffer, Gisela, Meckenheim Siebenpfeiffer, Werner, Meckenheim Siebourg, Dr. Wolfgang, Bonn Siebourg, Elisabeth, Bonn Siemons, Dr. Christoph, Köln Siemonsmeier, Andrea, Bonn Siemonsmeier, Dr. med. Jürgen, Bonn Siever, Wiebke, Bonn Sigrist, Berthild, Bonn Sigrist, Dr. Helmut, Bonn Simm, Ulrich, Bonn Simon, Isabel, Bonn Simon, Marie-Luise, Bonn Simons, Dr. Barbara, Bonn 96 Simons, Dr. Henrich, Bonn Solveen, Gisela, Bonn

Sommer, Dr. Daniel, Bonn Sommer, Prof. Dr. Dr. h.c. Karl, Bonn Sommerich, Günter, Köln Sommer-Rauls, Dr. Lieselotte, Bonn Sonnenschein, Angelika, Sankt Augustin Sonnenschein, Günter, Sankt Augustin Spähn, Magrit, Bonn Sparkasse, KölnBonn, Bonn Spengler, Monika, Bonn Spicer, Shawn, Bonn Spicer, Susanne, Bonn Spiegel, Barbara, Bonn Spiegel, Dr. Albert, Bonn Stamp, MdL, Dr. Joachim, Bonn Stamp, Ursula, Bonn Starck, Gerhart, Siegburg Starck, Jutta, Siegburg Starcke, Karl Wilhelm, Bonn Stein, Barbara, Alfter Steinborn, Dr. Wolfgang, Bonn Steinborn, Gisela, Bonn Steinbrecher, Dr. Ursula, Bonn Steinbrück, Dr. Gertrud, Bonn Steinbrück, Peer, Bonn Steiner, Margarete, Bonn Steiner, Volker, Bonn Steinhoff, Dr. Gerd, Wachtberg Steinhoff, Margit, Wachtberg Steuer, Gisela, Troisdorf Stich, Ingrid-Helga, Bonn Stobrawa, Franz, Bonn Stöckel, Jürgen, Bonn Stöckel, Sabine, Bonn Stolp, Prof. Dr. Werner, Bonn Stolp, Ulla, Bonn Storch, Dr. Rüdiger, Eitorf Sträter, Carl L., Bonn Stratz, Erika, Wachtberg Stratz, Peter, Wachtberg Streit, Dr. Arnold, Bonn Streit, Dr. Ute, Bonn Strull, Anni, Bornheim Stukenberg, Felicitas, Bonn


Mitglieder Styra, Elke A., Swisttal Styra, Hans-Ulrich, Swisttal Sülz, Hermann Josef, Bonn Tappert, Christiane, Wachtberg Tappert, Peter, Wachtberg te Kolf, Helga, Bonn Tefert, Michaela, Rheinbach Tegtmeier, Annegret, St. Augustin Tegtmeier, Dr. Werner, St. Augustin Teichert, Manfred, Bonn Teichert, Rosemarie, Bonn Terbrüggen, Dr. Gisbert, Königswinter Theissen, Aloise, Bonn Theissen, Dr. Johannes, Bonn Thelemann, Ursula, Bonn Thelen, Hans, Wachtberg Thelen, Angela, Wachtberg Thomalla, Dr. h.c. Reinhard, Bonn Thomalla-Raab, Regine, Bonn Thon, Dr. Hans-Joachim, Bonn Titzrath, Angela, Bonn Toscha, Rosemarie, Bonn Trautwein, Andreas, St. Augustin Trautwein, Lidia, St. Augustin Ufermann, Birgit, Bonn Uhrmacher-Düßdorf, Barbara, St. Augustin Usarski, Gabriele, Bonn Vanis, Karin P., Bonn Velleuer, Britta, Swisttal Velte, Sylvelin, Bonn Vielhaber, Thomas, Bonn Vogler, Dr. Oskar, Alfter Vogler, Edmee, Alfter Voigt, Ulrich, Henef Volckmar-Waschk, Dr. Heide, Bonn Volhard, Axel, Bonn Volhard, Dr. Agnes, Bonn Völkel-Graumann, Valeska, Bonn Vollert, Elisabeth, Rheinbach Völling, Dorothee, Düsseldorf Vollmar, Renate, Bonn Vollmer, Heidemarie, Koblenz Vollmer, Helmut, Koblenz

Voss, Bernd, Bonn Voss, Volker, Bonn Voss MdEP, Axel, Bonn Vreden, Helga, Bonn Vulpius, Dr. Axel, Bonn Vulpius, Renate, Bonn Wagener, Heinrich, Bonn Wagenknecht, Doris, Bonn Wagner, Ilona, Wachtberg Wagner, Thomas, Wachtberg Wagner-Gottsmann, Helga, Königswinter Wahlers, Dr. Wilhelm, Bonn Wahlers, Rosmarie, Bonn Walbröhl, Hans-Wilhelm, Rheinbach Walbröhl, Margit, Rheinbach Walbröl, Hans Werner, Bonn Walbröl, Hildegard, Bonn Walch-Paul, Dr. Doris, Bonn Wald, Inge, Bonn Walter, Dr. Dieter, Bonn Walter, Elizabeth, Bonn Walter, Sibylle, Bonn Waltzinger, Jochen, Bonn Wangenheim, Gesine von, Bonn Warken, Beatrice, Bonn Wartenberg, Hannelore, Bonn Wassmann, Dora Hella, Bonn Watermann, Ursula, Bonn Watson, Karin, Bonn Weber, Clara, Bonn Weber, Dr. Ahrend, Bonn Weber, Dr. Detlef, Essen Weber, Erika, Bonn Weber, Gabriele, Bonn Weber, Hannelore, Bonn Weber, Helmut, Sankt Augustin Weber, Horst, Bonn Weber, Roswitha, Alfter Wedel, Wedigo Graf von, St. Augustin Weigeldt, Christoph, Bonn Weimer-Hablitzel, Dr. Jürgen, Bonn Weinzierl, Jasmin, Swisttal Weise, Ellen, Alfter

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Bürger für Beethoven

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Weissenfels, Wilm, Bonn Weisser, Gerda, Bonn Well van, Carolyn, Bonn Wellstein-Brenner, Ingeborg, Bonn Wemmer, Rosemarie, Bonn Wende, Nina, Bonn Wendt, Gabriele, Hamm Wendt, Hans-Peter, Hamm Weppelmann, Nicola, Bonn Westkamp, Heinz, Bonn Westkamp, Hildegard, Bonn Westphal, Uta, Bad Honnef Wettach, Gunther P., Alfter Wettach, Marianne, Alfter Weyer-Schutte, Gunhild, Bonn Whigham, Diane, Bonn Whigham, Prof. Oliver, Bonn Wichmann, Manfred, Bonn Wiebel, Kristina, Bonn Wiedmann, Hildegard, Bonn Wiegelmann, Renate, Bonn Wiemer, Marlies, Bonn Wiemer, Martin, Bonn Wieners, Thomas, Bonn Wiese, Dr. Eva-Maria, Bonn Wietersheim, Almuth von, Swisttal Wilfert, Emmerich, Bonn Wilfert, Marga, Bonn Wimmer, Bernhard, Bonn Wimmer, Ulrike, Bonn Wingert, Dr. Karl-Dieter, Bonn Wingert-Boesch, Gisela, Bonn Winke, Heinrich A., Bonn Winkelmeier-Becker, MdB, Elisabeth, Siegburg Wirsch-Kühn, Rosemarie, Sankt Augustin Wirth, Dagmar, Bonn Wirth, Dr. Günther, Bonn Wirth, Dr. Heidrun, Bonn Wirth, Dr. Rüdiger, Bonn Witt, Barbara, Bonn Wittbecker, Hildegund, Bad Honnef

Wittbrodt, Dr. Robert, Bonn Wittbrodt, Evelyn, Bonn Witte, Dr. Dr. h.c. Barthold C., Bonn Witte, Ursula, Bonn Wittich, Georg, Bonn Wittich, Ilse, Bonn Witzel, Brigitte, Rheinbach Witzel, Dr. Helmut, Rheinbach Witzel, Guta, Bonn Witzel, Herbert, Bonn Witzendorff, Niklas von, Rheinbach Witzke, Heinz-Jürgen, Rheinbach Wolfgarten, Dr. Wilfried, Bonn Wrany, Barbara, Bonn Wühr-Romansky, Dr. Marion, Bonn Wulf-Mathies, Dr. Carsten, Bonn Wulf-Mathies, Dr. Monika, Bonn Wüllrich, Dr. Michael, Bonn Wüllrich, Ina, Bonn Würker, Birgit, Bonn Würker, Dr. Ingo, Wachtberg Würker, Dr. Jens, Bonn Würker, Dr. Ursula, Wachtberg Wurster, Ella, Bonn Wyen, Marietta, Bonn Zachcial, Barbara, Bonn Zachcial, Prof. Dr. Manfred, Bonn Zander, Elisabeth, Bonn Zander, Georg, Bonn Zapp, Gisela, Bad Honnef Zerbes, Irmintrud, Bonn Zielinski, Anke, Bonn Ziemann, Dr. Bodo, Siegburg Ziemer, Annette, Bonn Ziemer, Christoph, Bonn Zigan, Oliver, Köln Zimmer, Elke, Remagen Zimmermann, Anne, Bonn Zimmermann, Dr. Andreas, Bonn Zimmermann, Esther Maria, Bonn Zinn, Hansi, Bonn


Mitglieder

Ehrenmitglieder Dr. Hanns, Hieronymus Hannelore, Weber

Firmenmitglieder Allianz-Vers., Volker Voss, Bonn Altes Treppchen, Bonn, Albert und Manfred Dung Apotheke Bernd Voss, Bonn Becker Hörakustik, Bonn, Hilgert Becker BONNVISIO, Bonn, Dr. Jörg Haas Data-Med, Bonn, Rainer Gohlke DCM, Druck Center Meckenheim, Ute Mißfeld Düren Optik und Hörgeräte, Bonn Familie Hüwel-Stiftung, Bonn Fischer + Summerer Architektenbüro, Bonn Glitsch-Necke Bestattungen, Bonn Hahn und Mohr, Hamburg Hoffmann Immobilien, Bonn Hucko Immobilien, Bonn Kafarnik Optik, Bonn Krick Goldschmied, Bonn Krug Consult, Bonn Müller Hörgeräte, Bonn Dr. Paust/Köhler, Augenarzt, Bonn Schaarschmidt Restaurant, Bonn Sparkasse KölnBonn ViadellArte, Dr. Ralf Poppen, Bonn JMH Waltzinger, Bonn

Wir gedenken unserer 2013 verstorbenen Mitglieder Dr. Wilhelm Wemmer, 1. Januar 2013 Dr. Wolfgang Linckelmann, 13. Januar 2013 Griseldis Corfield, 25. Januar 2013 Dr. med. Hildegard Koch, 07. Juni 2013 Stefan Romansky, 04. September 2013

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B端rger f端r Beethoven

Firmenmitgliedschaften

Familie-H端wel-Stiftung

PITT HOFFMANN IMMOBILIEN - BERATUNG

DR. HOFFMANN NACHF. GMBH

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OPTIK KAFARNIK

Kontaktlinsen und Optometrie Inh. A. Zablinski


Vereinspartner

Kultur- und Werbepartner

KUNST MUSEUM BONN

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Bürger für Beethoven

Bürger für Beethoven Kurfürstenallee 2-3 · 53177 Bonn Telefon: (0228) 366274 · Fax: (0228) 1847637 E-Mail: info@buerger-fuer-beethoven.de www.buerger-fuer-beethoven.de

Vorstand

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Vorsitzender:

Dr. Stephan Eisel

Stellvertretende Vorsitzende:

Walter Scheurle Maria-Theresia van Schewick Marlies Schmidtmann

Geschäftsführerin:

Marlies Rosenzweig

Schatzmeister:

Horst Gundelach

Schriftführerin:

Dorika Seib

Beisitzer:

Christian Brunnert Nikolaus Kircher Michael Korstick Michael Krause Dr. Solveig Palm Eva Schmelmer Shawn M. Spicer Thomas Wagner Beatrice Warken

Ehrenvorsitzender:

Dr. Dr. h.c. Barthold C. Witte Manfred Jung

Spendenkonto

Sparkasse KölnBonn BLZ 370 501 98 Kto.: 190 169 3331 IBAN DE56 3705 0198 1901 6933 31 BIC COLSDE33


Kontakt

Bürger für Beethoven Kuratorium Prof. Dr. Andreas Hirner, Vorsitzender, ehem. Direktor der Chirurg. Universitätsklinik Bonn Elisabeth von Blomberg, ehem. Vorstandsmitglied der Bürger für Beethoven Malte Boecker, Direktor des Beethoven-Hauses Bonn Prof. Dr. Andreas Eckhardt, ehem. Direktor des Beethoven-Hauses Bonn Adelheid Feilcke M.A., Deutsche Welle, Hauptabteilungsleiterin Kultur Prof. Pavel Gililov, Künstlerischer Leiter der Internationalen Beethoven Competition Bonn Wolfgang Grießl, Präsident der IHK Bonn / Rhein-Sieg Artur Grzesiek, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse KölnBonn Norbert Hauser, ehem. Vizepräsident des Bundesrechnungshofes Wolfgang Hürter, Stadtverordneter Bonn Prof. Dr. Hans Walter Hütter, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland Christa Jung, ehem. Geschäftsführerin der Bürger für Beethoven Ulrich Kelber MdB, Stellvertr. Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion Prof. Dr. Dr. h. c. Bernhard Korte, Direktor des Forschungsinst. für diskrete Mathematik Bonn Fides Krause Brewer, Journalistin Dr. Martina Krechel-Engert, Dezernentin Öffentlichkeitsarbeit der Universität Bonn Dr. Claudia Lücking-Michel, MdB Dr.Manfred van Rey, ehem. Vorstandsmitglied der Bürger für Beethoven Ilona Schmiel, Intendantin der Internationalen Beethovenfeste Bonn bis 2013 Annette Schwolen-Flümann, Bezírksbürgermeisterin Bonn-Bad Godesberg Angela Titzrath, Personalvorstand Deutsche Post DHL Prof. Jiggs Wigham, Posaunist und Bandleader 103


Werden Sie Mitglied der Bürger für Beethoven und unterstützen Sie unsere Anliegen: 쑺 die Musik Beethovens und sein Andenken in Bonn zu pflegen 쑺 den Gästen des Beethovenfestes eine einladende Stadt zu bieten 쑺 das Beethovenfest dauerhaft im Bewusstsein der Bevölkerung von Stadt und Region zu verankern 쑺 den internationalen Rang der Beethovenstadt Bonn und des Beethovenfestes zu sichern 쑺 die musisch-kulturelle Jugendbildung nachhaltig zu fördern 쑺 die Errichtung eines voll funktionsfähigen Festspielhauses zu Ludwig van Beethovens 250. Geburtstag zu fördern

Genießen Sie folgende Vorteile: 쑺 vor Beginn des öffentlichen Vorverkaufs Bestellung von Eintrittskarten zum Beethovenfest in unserer Geschäftsstelle, ohne Vorverkaufsgebühr (Sonderaktion, i. d. R. im März) 쑺 Einladungen zu unseren Aktivitäten wie Konzerte, Gesprächsforen, Empfänge, Mitgliederversammlungen, Kulturreisen und Beethoven Bonnensis-Veranstaltungen 쑺 Zusendung unserer aktuellen Informationen und unseres Jahrbuchs

Unterstützen Sie unsere Arbeit auch durch ehrenamtliche Mitwirkung! Eine Vorschau auf unsere Veranstaltungen finden Sie im Internet unter: www.buerger-fuer-beethoven.de


PLZ, Ort: ....................................................................................................... E-Mail:.............................................................................................................

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2013