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KLANGTAUCHER Klingende Interventionen im Rheind端ker


KLANGTAUCHER Herbstsemester 2014 / 15 (Projektplattform) und Frühlingssemester 2015 (Semesterprojekt) Aufführungen 11. – 13. September 2015 DOZIERENDE Hochschule für Musik FHNW Prof. Caspar Johannes Walter Prof. Marcus Weiss Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW Prof. Andreas Wenger Martina Ehleiter EXPERTE Rolf Derrer – Atelier Derrer STUDIERENDE INNENARCHITEKTUR UND SZENOGRAFIE Marisa Jäger, Corinne Koller, Tejashri Kuvalekar, Galina Litman, Fabian Petignat, Mirjam Scheerer, Jonas Vogel STUDIERENDE KOMPOSITION Maximiliano Amici, Sebastian Meyer, Adrian Nagel, Juan Pablo Orrego Berrios, Goni Peles, Eleni Ralli, Yiran Zhao INTERPRETEN Kevin Austin, Mariella Bachmann, Pedro Pablo Camara, Zizzi Domenico, Delphine Grataloup, Matthieu Gutbub, David Krahenmann, Roberto Maqueda, Javier Juanals Marquez, Adrian Nagel, João Carlos Pachect, Goni Peles, Miguel Perez, Julia Pfenninger, Christian Rombache, Noëmi Schwank, Elnaz Seyedi, Christian Smith, Lucia Carro Veiga, Hannah Walter PROJEKT-PARTNER UND -SPONSOREN KLANGTAUCHER Tiefbauamt Basel-Stadt, St. Bachmann, Chr. Fatzer PRG Production Resource Group AG, Wacotech GmbH & Co. KG / Timax GL, Procédés Chénel International / drop paper, Kostüm Kaiser AG HAUPTFÖRDERER ZEITRÄUME BASEL Swisslos BS, Swisslos BL Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia, FONDATION SUISA, Ernst von Siemens Musikstiftung, Ernst Göhner Stiftung, Stanley Thomas Johnson Stiftung, UBS Kulturstiftung, Kanton Zug, kis.bl Basel-Landschaft Partner: Musikhochschulen FHNW / Hochschule für Musik, Musik-Akademie Basel FHNW, Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW, Sinfonieorchester Basel, ASM / STV (Tonkünstlerfest 2015), S AM Schweizerisches Architekturmuseum, Swiss Foundation for the Vocal Arts, Gare du Nord, Bundesamt für Kultur BAK und Viele mehr.


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Klangtaucher – Klingende Interventionen im Rheindüker

Biennale für neue Musik und Architektur ZEITRÄUME BASEL

Projekt KLANGTAUCHER Passend zur ersten Biennale für Neue Musik und Architektur «ZeitRäume Basel» im September 2015 tauchen im Untergrund einzigartige Fusionen von Klang und Raum auf! In einer bisher einmaligen Verbindung von Musik, Architektur und Szenografie beweisen junge Gestalter, Komponisten und Interpreten ihr Können. Sie entführen auf eine Reise in die Tiefen des Basler Untergrunds, auf welcher man nicht nur die Stadt, sondern auch sich selbst neu erlebt. Im Rheindüker (vom niederländischen «duiker», Taucher), einem Leitungstunnel für die städtische Strom- und Wasserversorgung, werden die Besucher unter dem Rhein in neue Klangwelten eintauchen. In sieben Projekten verschmelzen ortsspezifische Kompositionen und Lichtinstallationen mit der einzigartigen, rohen Architektur des Dükers. Das Ergebnis dieser Fusion umfasst ein breites Wirkungsspektrum: unwirklich, mystisch, irritierend, beunruhigend. Die vorhandenen Räumlichkeiten wurden auf ihre Optik, Haptik und Akustik hin analysiert, ihre Grenzen ausgelotet und überschritten. Das Resultat ist unverkennbar: Eine Mischung aus Licht und Klang unterstützt die präsente Architektur, umschreibt sie, beschreibt sie und hebt sie in manchen Fällen sogar auf. Wer diese Reise aus Klang und Licht miterleben möchte, ist herzlich eingeladen, sich zwischen Freitag, dem 11. und Sonntag, dem 13. September in die Tiefe zu wagen.

RECHTS: Ausschnitt E-Flyer Klangtaucher, Gestaltung: Tatin Design Studio GmbH, 2015 FOLGENDE SEITE: Rheindüker, 08.12.2014, Foto Andreas Wenger

Ein Kooperationsprojekt der Hochschule für Musik FHNW und dem Institut Innenarchitektur und Szenografie, Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW

Treffpunkt Eingang Rheindüker bei der Dreirosenbrücke auf der Grossbasler Seite zwischen Haltestelle Novartis Campus und Rheinufer. Aufführungen Fr. 11.09.2015, 18.00 Uhr Sa. 12.09.2015, 13.00 Uhr und 18.00 Uhr So. 13.09.2015, 13.00 Uhr Besonderheiten Nur mit gutem Schuhwerk und guter Mobilität begehbar! Nicht geeignet für Personen, die unter Raumangst leiden!


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«Wir haben dann das Tiefbauamt kontaktiert, den Herrn Bachmann. Er fand das Projekt sehr interessant, hat aber vom Birsigkanal wegen der Hochwassergefahr abgeraten. (…) Da er aber das Projekt sehr spannend fand, hat er eine ganz besondere Alternative vorgeschlagen und das war eben der Tunnel unter dem Rhein, der Rheindüker.»1 Martina Ehleiter

Dü-ker, der. Wortart: Substantiv, maskulin. Aus dem Niederdeutschen, eigentlich = Taucher < mittelniederdeutsch dǖker. Betonung: Düker. Bedeutung: 1. Rohrleitung für einen Wasserlauf, der unter einem Verkehrsweg (z. B. einer Strasse) hindurchgeleitet wird; 2. (landschaftlich) Tauchente.2

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Die Zitate sind einem Gespräch vom 2. Juli 2015 entnommen, welches Anja Wernicke (ZeitRäume Festival) mit Caspar Johannes Walter, Andreas Wenger und Martina Ehleiter führte. Das vollständige Gespräch ist im Katalog des ZeitRäume Festivals S. 55 bis 57 nachzulesen. www.duden.de/rechtschreibung/ (9.10.2015)


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der Rheind端ker


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LINKS OBEN: «Die Galatreppe», 3.7.2014, Foto Andreas Wenger LINKS MITTE: «Das Treppenhaus» und «die Balkone», 3.7.2014, Foto Andreas Wenger LINKS UNTEN: «Der Aufstieg Kleinbasel», 3.7.2014, Foto Andreas Wenger OBEN LINKS: «Der neutrale Raum», 18.2.2015, Foto Corinne Koller OBEN RECHTS: «Der vertikale Tunnel», 3.7.2014, Foto Andreas Wenger OBEN MITTE: «Der Rheindüker», 3.7.2014, Foto Andreas Wenger


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«Es gibt da einen Tunnel unter der Dreirosenbrücke, unter dem Rhein. Und dieser Tunnel ist der Ort des Projekts und der besteht aus einer Unzahl sehr verschiedener Räume, die aber alle dieses Gefühl von «unter-der-Erde-Sein» und «in-einemsehr andersartigen-Ambiente-Sein» beinhalten.»1 Caspar Johannes Walter

tau-chen. Wortart: schwaches Verb. Bedeutungsübersicht: 1a) mit dem Kopf oder dem ganzen Körper unter die Wasseroberfläche gehen, 1b) sich [als Taucherin oder Taucher] unter Wasser [in grössere Tiefen] begeben, 1c) tauchend nach etwas suchen, etwas zu erreichen, zu finden suchen, 1d) unter Wasser verschwinden [und unter Wasser bleiben], 1e) auftauchen, 2f) in Wasser, in eine Flüssigkeit stecken, halten, senken, 2g) unter Gewaltanwendung mit dem Kopf oder ganz unter Wasser bringen.2


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Klangtaucher


SICHERHEITSHINWEISE Herzlich willkommen bei Klangtaucher! Wir freuen uns, dass Sie ihren Weg zu uns gefunden haben. Bevor Sie sich in den Raum aus Klang und Licht begeben, möchten wir Sie auf einige wichtige Sicherheitsaspekte hinweisen. Bitte lesen sie dieses Blatt unbedingt aufmerksam durch, bevor Sie sich in die Veranstaltung begeben. Sie werden sich in Kürze in den Strom- und Wasserversorgungstunnel von Basel begeben. Der Tunnel, den sie über ein langes Treppenhaus mit 149 Stufen erreichen werden, ist 290 Meter lang und hat einen Durchmesser von 3,20 Metern. Der Ort unterliegt strengen Sicherheitsbestimmungen und Fotografieren sowie Filmen, auch mit Mobiltelefonen, ist streng verboten. Wir bitten Sie, sich daran zu halten. Der Einlass ist nur in kleinen Gruppen möglich. Es wird nur eine bestimmte Personenzahl in den Tunnel gelassen, es kann deshalb zu Wartezeiten kommen. Ein Durchlauf dauert ca. 30 – 90 Minuten. Während der Aufführungen gibt es nur reduzierte Möglichkeiten, den Tunnel vorzeitig zu verlassen. Ausgang ist auf der Kleinbasler Rheinseite. Sie werden zudem feststellen, dass Sie sich frei, nach eigenem Tempo und Rhythmus durch die Räumlichkeiten bewegen können. Bewegen Sie sich bitte trotzdem nur in eine Richtung, um den Besucherfluss nicht zu stören. Zahlreiche Helferinnen und Helfer, die Sie an Overalls mit leuchtenden Streifen erkennen, sind im Tunnel positioniert und für Sie ansprechbar. Wenn Sie Rat und Hilfe benötigen, machen Sie sich bitte bemerkbar, dann kommt gern jemand zu Ihnen. Beim Fussweg durch den Tunnel müssen Treppen, schmale Durchgänge sowie beim Ausstieg eine ca. 3 Meter hohe Leiter passiert werden. Mit reduzierter Beleuchtung und teilweise lauten Klängen ist zu rechnen.

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VERANSTALTER Verein ZeitRäume Eulerstrasse 9 4051 Basel Schweiz zeitraeumebasel.com

Personen, die – nicht schwindelfrei sind, – unter Klaustrophobie leiden, – eine Gehbehinderung haben, – oder laute Töne mit tiefer Frequenz nicht vertragen, wird vom Besuch abgeraten.

Beat Gysin Präsident gysin@zeitraeumebasel.com

Falls Sie sich entscheiden, die Veranstaltung nicht zu besuchen und vorher eine einzelne Karte (nicht den Festivalpass) gekauft haben, erstatten wir Ihnen den Ticketpreis zurück. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Tauchgang unter den Rhein!

Anja Wernicke Zentrale Produktionsleitung wernicke@zeitraeumebasel.com

Das Klangtaucher-Team und das Festivalteam ZeitRäume Basel3

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Sicherheitshinweise des Veranstalters KlangRäume Basel Stand 11. September 2015, Bernhard Günther

Bernhard Günther Festivalintendant guenther@zeitraeumebasel.com

Lisa Nolte Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation nolte@zeitraeumebasel.com Lea Metzger Ticketing tickets@zeitraeumebasel.com


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Projektübersicht

CORPS AQUATIQUE Verschiedene Stationen und 3. Untergeschoss Komposition Yiran Zhao Szenografie Galina Litman Interpretation Roberto Maqueda João Carlos Pachect Christian Rombache David Krahenmann Lucia Carro Veiga Hannah Walter

SOUS REALISMUS Abstieg Grossbasel, Treppenschacht Komposition Eleni Ralli Szenografie Corinne Koller Cello Matthieu Gutbub Julia Pfenninger Flöte Delphine Grataloup

SUBTLE VIBRATIONS 4. Untergeschoss Komposition Maximiliano Amici Szenografie Tejashri Kuvalekar Perkussion Elnaz Seyedi Support Ivo Ludwig Light-Panels Daniel Nikles

WECHSELSTROM Leitungsschacht 3. bis 5. Untergeschoss Komposition Goni Peles Szenografie Fabian Petignat Jonas Vogel

WELLENGANG Galatreppe 3., 4. und 5. Untergeschoss Komposition Juan Pablo Orrego Berrios Szenografie Mirjam Scheerer Saxophon Noëmi Schwank Pedro Pablo Camara Javier Juanals Marquez Perkussion Christian Smith

NUCLEUS Rheindüker – Spatium complicare / explicare Komposition Adrian Nagel Szenografie Marisa Jäger Support Stephan Urech

DEKOMPRESSION Aufstieg Kleinbasel Szenografie Marisa Jäger Corinne Koller Mirjam Scheerer

KLANGTAKELN Neutraler Raum Komposition Sebastian Meyer Szenografie Marisa Jäger Posaune Kevin Austin Fagott Miguel Perez Klarinette Mariella Bachmann Tuba Zizzi Domenico

PROJEKTLEITUNG Hochschule für Musik Prof. Caspar Johannes Walter Prof. Marcus Weiss Hochschule für Gestaltung und Kunst Prof. Andreas Wenger Rolf Derrer, Atelier Derrer Martina Ehleiter

LINKS: Ausschnitt E-Flyer Klangtaucher, Gestaltung: Tatin Design Studio GmbH, 2015


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Aufführungsorte

Grossbasel

Treppenhaus

Rhein

Grossbasel

OBEN LINKS: Schnitt Rheindüker zusammenhängend UNTEN: Längsschnitt Rheindüker verkürzt, mit Eintrag der Spielorte

Kleinbasel


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Goni Peles / Fabian Petignat / Jonas Vogel PORT ARRONAX Yiran Zhao / Galina Litman CORPS AQUATIQUE Eleni Ralli / Corinne Koller SOUS REALISMUS Maximiliano Amici / Tejashri Kuvalekar SUBTLE VIBRATIONS Goni Peles / Fabian Petignat / Jonas Vogel WECHSELSTROM Juan Pablo Orrego Berrios / Mirjam Scheerer WELLENGANG Adrian Nagel / Marisa J채ger NUCLEUS Galina Litman / Mirjam Scheerer / Corinne Koller DEKOMPRESSION Sebastian Meyer / Marisa J채ger KLANGTAKELN

Rhein

Kleinbasel


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Ort

Vorbereitungszeit

Goni

Eingang

ax

Corps aquatique Corps aquatique Corps aquatique Corps aquatique Corps aquatique Sous Realismus

Galina Galina Galina Galina Galina Corinne

Yiran Yiran Yiran Yiran Yiran Eleni

Eingang Innen 3. UG Raum 5. UG Treppe Klanginstallation Treppe Klanginstallation 3. UG 2. & 3. Balkon & 5. UG

Subtle Vibrations Wellengang Wechselstrom

Tejashri / Ivo Mirjam Jonas / Fabian

Maximiliano Juan Pablo Goni

4. UG Galatreppe Vertikaltunnel

07:00

Nucleus

Marisa

Adrian

Rheindüker

05:00

Dekompression Klangtakeln

Corinne / Mirjam / Marisa Marisa Sebastian

Neutraler Raum

Epilog

Jonas / Fabian

Litfasssäule

04:00

30 Minuten

Komposition

Jonas / Fabian

10 Minuten

Szenografie

Port Arronax

5 Minuten

Stück

Aufführungsplan

ab

04:00 04:00 3:00 & 4:00

ab

03:00

ab

ab a

3:00 & 4:00

04:00

a

ab

07:00

b

b

durchgehend unabhängig

Lüftung

Einlasszeit

1 h 10 min

Gesamtdauer

2 h 30 min

ABLAUF Eine Aufführung dauert 2:30 h, die Einlasszeit beträgt 1:10 h. Pro Minute kann ein Besucher eintreten, dies ergibt ca. 110 Zuschauer pro Aufführungszyklus. Der gesamte Anlass ist als «freeflow» aufgebaut. Insgesamt sind 41 Personen als Musiker, Helfer und Sicherheitspersonal im Düker (plus 4 Personen ausserhalb des Dükers). Es werden sich nie mehr als 98 Personen gleichzeitig im Tunnel aufhalten.

OBEN: Ablaufplan mit Eintrag der Abfolge der einzelnen Kompositionen, der Unterbrüche durch Lüftungsgeräusche und der einzelnen Spielorte. FOLGENDE SEITE: Blick in den Treppenhaus-Schacht, 8.12.2014, Foto Andreas Wenger

a


y

159 Minuten

150 Minuten

120 Minuten

90 Minuten

60 Minuten

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z

y z y

z

yz yz

yz

b

yz

LEGENDE a erste Person b erste Person y letzte Person z letzte Person

schnell gehend alles schauend alles schauend schnell gehend

Aufenthaltszeit Aufenthaltszeit Aufenthaltszeit Aufenthaltszeit

30 min 45 min 45 min 36 min


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«Da würde ich eher den NeoprenAnzug empfehlen (lacht), denn es wird zwar nicht nass dafür aber ganz schön kühl.»1 Andreas Wenger

«20’000 Meilen unter dem Meer» ist der Titel eines Science-Fiction-Films von 1954 in einer Adaption des gleichnamigen Romans des französischen Autors Jules Verne. Handlung: Im Jahr 1868 kursieren Gerüchte über ein Seeungeheuer, welches Schiffe auf allen Weltmeeren angreift. Der französische Professor und Ozeanograf Pierre Aronnax begibt sich mit seinem Diener Conseil an Bord eines Kriegsschiffes, um das Seeungeheuer zu stellen (…). Originaltitel: «20’000 Leagues Under the Sea», Produktionsland: Vereinigte Staaten, Originalsprache: Englisch, Erscheinungsjahr: 1954, Länge: 122 Minuten, Regie: Richard Fleischer, Drehbuch: Earl Felton, Paul Lukas: Professor Pierre Aronnax.4

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https://de.wikipedia.org/wiki/20.000_Meilen_unter_dem_ Meer (9.10.2015)


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Port Arronax


Port Arronax

DER BEGINN EINER REISE Der Eingangsbereich der Inszenierung Klangtaucher vermittelt das erwartungsvolle, von Vorfreude geprägte Gefühl einer anzutretenden Reise. Die Besucherinnen und Besucher verlassen ihren sicheren Hafen, um Neues zu entdecken. Um dieses Gefühl zu wecken, wird die von einer Baustelle geprägte Eingangssituation in einen Hafen verwandelt, der sinnbildlich für den Anfang einer Reise steht. Durch den naheliegenden Rhein und dessen Schifffahrt wird ein direkter Bezug zum Ort der Veranstaltung geschaffen. Auf einem Steg nähern sich die Besucher dem angelegten Schiff, durch dessen Bug sie ihren Tauchgang durch die inszenierte Klangwelt antreten. Der Moment der Vorbereitung – einer neuen Entdeckung oder in diesem Fall eines Tauchganges – wird zusätzlich unterstützt durch Klangduschen, unter die sich die Besucher stellen um sich vorab zu «benetzen». Anstelle von Wasser wird das Publikum mit Klängen begossen, die das Gehör auf das bevorstehende Erlebnis sensibilisieren. Nebst dem oben erwähnten vorbereitenden Aspekt schafft die inszenierte Hafensituation durch das Wasser des Rheins und dessen Schifffahrt einen direkten Bezug zur geografischen Position der Veranstaltung. Idee und Konzept Jonas Vogel Fabian Petignat

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OBEN LINKS: Steg, Klangduschen und Segel – CAD Zeichnung, Jonas Vogel, Fabian Petignat UNTEN LINKS: Modellbild M 1:20, Jonas Vogel OBEN: Ticketverkauf und Registrierung vor dem Eingang zu «Klangtaucher», 13.9.2015, Foto Andreas Wenger


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Port Arronax

1.30

2.40

A/04

5.525

A/02

3.72

4.16

A/01


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STEG UND KLANGDUSCHEN In Anlehnung an die Baustellensituation des vorhandenen Umfelds werden für Steg und Duschen hauptsächlich Europaletten eingesetzt. Aneinander gereiht bilden sie den Steg, der die Besucher zum Schiff führt. Um das Gefühl eines Hafenstegs, der über das Wasser führt zu vermitteln, werden die Paletten vorab mit Holzklötzen untersetzt, so dass nur minimaler Bodenkontakt entsteht und der Steg in Schwebelage versetzt wird. Nebst der vermittelten Funktion des Stegs, dient dieser auch einer Regulierung des Besucherflusses. Durch die schmale (1,2 m) Beschaffenheit des Stegs wird eine Traubenbildung der ankommenden Besucher vermieden. Die oben erwähnten Klangduschen spielen hier ebenfalls eine wichtige Rolle, indem sie einzelne Besucher zum Verweilen einladen bevor sie auf den Eingang zusteuern. Der modulare Aufbau der Stegelemente ermöglicht eine flexible Positionierung des gesamten Stegs. Diese Konstruktionsweise ermöglicht es auf die Begebenheiten des sich im Wandel befindenden Umfelds des Rheindükers zu reagieren.

OBEN LINKS: Steg und Klangduschen, 13.9.2015, Foto Andreas Wenger UNTEN LINKS: Grundrisse der Erschliessung des Einstiegs-Schachts, Jonas Vogel, Fabian Petignat OBEN: Modellfoto der Klangduschen, Jonas Vogel LINKS: Bestückung der Klangduschen, Jonas Vogel


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Port Arronax

DAS SCHIFF Am Ende des Stegs liegt das Schiff, der eigentliche Eingang zur Veranstaltung – der Startpunkt des Tauchgangs. Das Schiff entsteht durch minimale Eingriffe an der bestehenden Architektur des quaderförmigen Betongebäudes. An die anliegende Strassenlaterne wird mittels Rohrschellen ein Mast angebracht, an dessen Spitze eine dreieckige Mesh-Plane fixiert wird. Dieses Gewebe wird oft an Baugerüsten eingesetzt, da es sehr winddurchlässig ist. Das andere Ende der Plane befindet sich an einem Mast-Baum, der drehbar gelagert wird. Das Segel kann somit auf Richtungswechsel des Windes reagieren. Das Segel unterstreicht die Verwandlung des unauffälligen Betongebäudes in ein begehbares Schiff und übernimmt durch die Platzierung des Logos optische Signalfunktion für das ZeitRäume Festival Basel. Als weiteres Element werden – inspiriert von der runden Öffnung der Lüftung – Bullaugen an die Aussenhaut des Betongebäudes montiert. Dafür werden runde Rahmen mit einer verspiegelten Oberfläche eingesetzt.


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LINKS: Mรถgliche Platzierung des Logos auf dem Segel LINKS MITTE: Detail Poller und Steg, 12.9.2015, Foto Andreas Wenger OBEN RECHTS: Gehisstes Segel, 10.9.2015, Foto AndreasWenger UNTEN LINKS: Schnittansicht der Eingangssituation


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Port Arronax

BESUCHERINNEN UND BESUCHER KLANGTAUCHER5 Generalprobe Première Vormittag Abend Dernière Total

Donnerstag Freitag Samstag Samstag Sonntag

10.9.2015 11.9.2015 12.9.2015 12.9.2015 13.9.2015

(55) 120 120 134 144 518

(ausverkauft) (ausverkauft) (ausverkauft / überbucht) (ausverkauft / überbucht)

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Angaben Eva Maria Müller, littlebit GbR, Produktionsbüro für zeitgenössische Kunst, Stand 13. September 2015


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OBEN LINKS: Ticketverkauf, 12.9.2015, Foto Andreas Wenger OBEN RECHTS: Steg, Segel und Klangduschen, 12.9.2015, Foto Andreas Wenger FOLGENDE SEITE: Einlasskontrolle, 12.9.2015, Foto Andreas Wenger


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«Was erst dann deutlich wird, wenn man da runtergeht: Es ist eine Situation, in der die Sinne besonders empfindlich sind. Das heisst, es ist viel dunkler als Oben und es kann auch sehr viel stiller sein. Also wenn man da geht und einfach schaut und lauscht, hat man ausserordentlich geöffnete Augen und Ohren.»1 Caspar Johannes Walter

em-pfind-lich. Wortart: Adjektiv. Bedeutungsübersicht: 1. auf bestimmte Reize leicht, schnell reagierend, 2a) [seelisch] leicht verletzbar; feinfühlig, sensibel, zartbesaitet, 2b) gereizt, gekränkt; leicht beleidigt, reizbar, 3. aufgrund einer körperlichen Schwäche anfällig, 4. aufgrund einer weniger robusten Beschaffenheit leicht zu verderben, zu beschädigen, 5a) spürbar, einschneidend, hart, schmerzlich, 5b) sehr (sodass es unangenehm spürbar wird).2


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Corps aquatique


Corps aquatique

EINE REISE ZUR ESSENZ Das Projekt «Corps aquatique» beschäftigt sich mit dem Pegelstand des Rheins innerhalb des Rheintunnels. Es ermöglicht dem Besucher die Orientierung an der kahlen Betonwand. Konzeptionelle Grundlage für das Projekt bildet das Musikstück «SHH» von Yiran Zhao, welches in den Tagen der ersten Biennale für Musik und Architektur in Basel erfahren werden kann. Die Musik findet durch ein direktes Bespielen des eigenen Kopfes statt. Die Geräusche, welche dadurch erzeugt werden, sind klein, fein, kratzend – manchmal laut, manchmal leise. Durch das Bespielen des Kopfes des Besuchers wird dieser in den eigenen Körper geholt und vergisst die Umwelt. Er fokussiert sich auf das Kleine, welches ihn täglich begleitet, aber durch Gewohnheit und Stress nicht mehr wahrgenommen wird. Das szenografische Grundkonzept nimmt diese Aspekte auf. Es holt den Rhein als begleitendes Moment, in den Tunnel und gibt ihn in derselben intensiven Fragilität wieder. Schicht für Schicht arbeitet sich der Zuhörer in sein eigenes Inneres – Schicht für Schicht wurde der Rhein auf seine Essenz, den Tropfen, reduziert und in den Körper des Tunnels gebracht. «Corps aquatique» schafft durch seine Verbindung zur Musik nicht nur eine Reise zur Essenz des Wassers, vielmehr ermöglicht es dem teilnehmenden Besuchern eine Reise zur eigenen Essenz, zu seiner Selbst sozusagen. Idee und Konzept Yiran Zhao Galina Litman

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OBEN LINKS: Grundriss Erdgeschoss, Galina Litman OBEN RECHTS: Visualisierung 3. Untergeschoss, Galina Litman UNTEN LINKS: Farbverlauf Licht im Eingang, Galina Litman


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Corps aquatique

UNTERGESCHOSS POSITIONEN Die Säulen haben eine Höhe von 1,22 m (das Produktionsmass des Materials). Die Säulen sind auf verschiedenen Höhen aufgehängt. Durch die Perspektive des Besuchers setzen sich die kleinen Säulen zu raumhohen Säulen zusammen. Bewegt der Besucher sich durch den Raum, zerfallen sie wieder in ihre Bestandteile. Drei Grundpositionen von welchen aus man ganze Säulen im Raum wahrnehmen kann: Position 1: Eine Säule durch Perspektive raumfüllend Position 2: Vier raumfüllende Säulen Position 3: Zwei Säulen füllen den Raum


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OBEN LINKS: «Kopfkonzert», 9.9.2015, Foto Andreas Wenger OBEN RECHTS: 3. Untergeschoss, «Kopfkonzert», 9.9.2015, Foto Andreas Wenger UNTEN: Grundriss 3. Untergeschoss, Galina Litman


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Corps aquatique

EXPLANATION «SHH I» is a short solo piece of about three and half minutes, for no instrument but a head. In this composition, all movements, details are written in the score explicitly, not like in an improvisation. The piece may be played simultaneously by multiple soloists, but they don’t have to synchronize with each other: Every musician plays just for one person / audience member. This single audience member wears a pair of earplugs during the performance, to make sure that they can’t hear anything from the concert hall or the atmosphere, but only the noise from their own head through their skull and the earplugs. The «instruments» are the hair, ears and the skin of the face (if a gentleman, also the beard) of the audience member, the musician plays wearing a pair disposable gloves. The point is, the musicians can’t hear their performance (nor can any other audience in the vicinity), but

they feel it from their hands / fingers. For the single audience member who is played, it is an absolutely private play just for him, and they can not only hear it, but especially also feel it. This live performance is the first part of the piece. The second part is the sound installation «SHH II» for two speakers around it: There is a recording, which is the same sound material as the live performance. When people walk around, they can hear the recording to make out what’s going on in the live performance, it also means, that they have the chance to hear the noise from somebody’s ear, which is totally anti-private. POSITION AND PROPS The musician and the single audience member should stay face to face during the performance, both can sit on their knees or stand. Please exchange earplugs and disposable gloves after each performance!

NOTATION Notation rub

tap

play with left hand

play with right hand

play with nails from left hand

play with nails from right hand

play with finger from left hand

play with finger from right hand

rub the hair top-down, in the specified range

rub the hair circularly, in the specified range

rub the helix (above the earlobe) top-down

rub the chin (beard) left and right

rub the helix down-top

rub the tragus up and down

tap the tragus

OBEN: Einleitungstext und Erläuterungen zur Komposition «SHH I», Solo for a head 2015 von Yiran Zhao OBEN RECHTS: Erste Seite der Partitur von «SHH I»

Measure 45 45-– 48, rub from top to bottom continuously the hair, helix, cheek and chin.

rub the earplug circularly

UNTEN RECHTS: Variierende Lichtstimmungen im 3. Untergeschoss, 9.9.2015, Fotos Andreas Wenger


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0.53m

0.44m

1.12m

0.89m

1.23m

2.44m

0.81m

1.42m

0.43m 1.19m

2.91m

1.73m

3.37m

0.89m

1.34m

1 schnitt2

2.49m

1.55m

0.33m

1.81m

0.33m

2.76m

0.06m 0.62m

1.50m

1.83m 2.29m

1.37m

3.00m

1.03m

2.74m

3.57m

2.48m

6.42m

FARBVERLAUF LICHT – 3. UNTERGESCHOSS Wellenförmiger Farbverlauf im Spektrum von Grün bis Blau. Dem Besucher entgegenkommend.

0.91m 0.61m

0.91m

Corps aquatique


0.30m 0.90m

1.05m

0.80m

1.20m

1.20m

0.40m

0.65m

0.95m

0.30m

0.15m

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OBEN LINKS: Konstruktionszeichnung der H채ngepunkte, Galina Litman UNTEN LINKS: Detail Kopfkonzert Erdgeschoss, 13.9.2015, Foto Andreas Wenger OBEN RECHTS: Besucherinnen und Besucher im 3. Untergeschoss 13.9.2015, Foto Andreas Wenger UNTEN RECHTS: Querschnitt 3. Untergeschoss, Galina Litmann FOLGENDE SEITEN: 3. Untergeschoss, 13.9.2015, Fotos Andreas Wenger


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«Jedes Mal wenn man da unten ist, ändert sich das Zeitempfinden. Man schaut auf die Uhr und denkt, es ist vielleicht eine ¾ Stunde vergangen, doch in Wirklichkeit sind es plötzlich drei oder vier Stunden. Das hat mit der Grösse und der Dimension zu tun, und dass man losgekoppelt ist von der Aussenwelt und dem Tageslicht und das Gefühl für Zeit total verlieren kann.»1 Andreas Wenger

Re-a-lis-mus, der. Wortart: Substantiv, maskulin. Bedeutungsübersicht: 1a) Wirklichkeitssinn, 1b) (selten) ungeschminkte Wirklichkeit; Realität, 2a) mit der Wirklichkeit übereinstimmende, die Wirklichkeit nachahmende künstlerische Darstellung[sweise] in Literatur und bildender Kunst, 2b) Stilrichtung in Literatur und bildender Kunst, die sich des Realismus, der wirklichkeitsgetreuen Darstellung bedient, 2c) Periode des Realismus, besonders die der europäischen Literatur in der Zeit zwischen 1830 und 1880, 3. (Philosophie) Denkrichtung, nach der eine unabhängig vom Bewusstsein existierende Wirklichkeit angenommen wird, zu deren Erkenntnis man durch Wahrnehmung und Denken kommt.2


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Sous Realismus


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Sous Realismus

EIN GANG IN DIE VERMEINTLICHE ERINNERUNG An der Oberfläche der Realität zieht der Fortgang seine Spuren. Vom 10. – 13. September werden in Basel unter dem Namen ZeitRäume – einem Festival für Neue Musik und Architektur – die Türen in unbekannte Räumlichkeiten geöffnet. Noch nie Gesehenes wird ersichtlich und der Besucher ummantelt von Licht, Klang und statischer Architektur. «Sous Realismus – ein Gang in die vermeintliche Erinnerung» umschreibt die Klang-/ Lichtinstallation von Eleni Ralli und Corinne Koller. Inspiriert von den Begebenheiten des Dükers komponierte Eleni Ralli ein auf drei übereinander liegende Räume massgeschneidertes Musikstück für drei Instrumente. Das Stück bedient sich aus Zitaten der Musikgeschichte, welche so in Klangüberlagerungen eingebettet werden, dass der Besucher sie nur flüchtig wahrnimmt und doch kurzzeitig meint, sich an etwas Bekanntes erinnern zu können. Eingehend auf die Merkmale der Musik schafft die umgebende Installation aus Kostüm und Licht ein Gesamtkonzept. Die Kostüme greifen die Raumeigenschaften auf, indem sie mit vorwiegend textilen Materialien eine Neuinterpretation der architektonischen Strukturen wiedergeben. Das Licht schafft die Verschmelzung und Abgrenzung von Installation und Raum mit dem Ziel, ein Auftauchen und Verschwinden zu simulieren, gerade so wie die Musik teilweise klar und teilweise flüchtig wahrgenommen werden kann. Drei Bühnen, zwei kommunizierende Materialvielfalten und eine als Schattenspiel sichtbare Zierstimme. So wie der Düker nach diesem Festival wieder ein Mythos werden wird, mag auch der Besucher sich nur an wenige Einzelheiten erinnern. Das Gesamtwerk jedoch wird zum unvergesslichen Erlebnis. Ein Tauchgang in eine Welt unter der Realität. Idee und Konzept Eleni Ralli Corinne Koller

Schnitt-Ansicht Nord


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Grundriss Treppenhaus 3. Untergeschoss

Grundriss Treppenhaus 4. Untergeschoss

Grundriss Treppenhaus 5. Untergeschoss

LINKS: Schnitt Treppenhaus, Corinne Koller MITTE: Schnittansicht Balkone, Corinne Koller RECHTS: Grundrisse 3., 4. und 5. Untergeschoss, Corinne Koller


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Sous Realismus

Musiker

Instrument

OBEN: Eigenschaften und Elemente, Corinne Koller RECHTS: Schnittansicht Treppenhaus, Corinne Koller

Raum

Kost端m


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Installation

RECHTS OBEN: Matthieu Gutbub, Foto Andreas Wenger RECHTS MITTE: Julia Pfenninger, Foto Andreas Wenger RECHTS UNTEN: Delphine Grataloup, Foto Andreas Wenger


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Sous Realismus

0.82m

0.50m

1.00m

0.50m

1.22m

0.20m 0.42m 0.20m

0.80m

1.22m

OBEN: Sitzpositionen, Fotos Corinne Koller MITTE: Zeichnungen Podeste, Corinne Koller RECHTS: Delphine Grataloup, Flรถte, 10.9.2015, Foto Andreas Wenger

0.42m

0.20m 0.42m 1.22m

0.40m


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Sous Realismus der Hut die Halsbinde / die Krawatte / das Jabot

Gucci

Rei Kawakubo

der Mantel


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die Maske

Jil Sander

die Hose

Boudicca LINKS: Kost端me: Der Herr, Corinne Koller OBEN: Matthieu Gutbub, 13.9.2015, Fotos Andreas Wenger


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Sous Realismus der Kragen

die Taille

der Reifrock

RECHTS: Kost端me: Die Dame, Corinne Koller OBEN: Julia Pfenninger, Cello, mit Maske 10.9.2015, Foto Andreas Wenger OBEN MITTE: Julia Pfenninger, Cello, ohne Maske, 9.9.2015, Foto Andreas Wenger


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der Hut die ร„rmel

die Maske / der Schmuck

Comme des Garรงon


Sous Realismus

OBEN: Lichtplan, Corinne Koller RECHTS: Matthieu Gutbub, Cello, 10.9.2015, Foto Andreas Wenger

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Sous Realismus

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ungewisse Szenen

dramatische Szenen

sinnliche Szenen

LINKS: Julia Pfenninger, Cello, 10.9.2015, Foto Andreas Wenger OBEN: Grundstimmungen Licht, Corinne Koller


64

Sous Realismus Dramaturgischer Aufbau der Tragödie

Höhepunkt

anhaltender Höhepunkt

Steigende Handlung

Exposition

Story

Landschaftszene, Nebel, Entgegenkommen von einem Mann und einer Frau. Beide spüren das etwas in der Luft liegt. Zurückhaltende, schüchterne Blicke, die Spannung baut sich auf.

Person 1 spricht Person 2 an. Flirren liegt in der Luft. Person 2 lässt sich darauf ein, antwortet. Die Spannung des Schweigens ist gebrochen.

Gefühle kommen ins Rollen und schaukeln sich hoch.

Es geht jedoch auch in die Tiefe wodurch der Mensch verletzbar wird. Bedenken, Zweifel und Unsicherheit spielen mit ein.

Das Gewissen und die Vernunft hinterfragen.

Person 1 spricht ihre Gefühle aus. Legt ihren Standpunkt fest.

Gefühlswirbel Verlegenheit unsicher und dennoch zuversichtlich und erquickt.

Person 2 Antwortet positiv.

Der Gang des Lebens nimmt seinen momenten geprägt. Die Grundstimmung ist ruhig und ausgewogen.

Komposition ppp pp mp p

mf f

Querschlag der Flöte

ff

Teil 1A

Teil 1B

emotionsstarke Musikstellen

wirres Zusammenspiel, Emotionen

Charakterisierung der Zitate

Licht

Aktion C1

Dunkel

Reaktion C2

Bühnen Cello 1&2 erwachen langsamer Einstieg

Teil 2A

Querschlag

Leichtigkeit kehrt ein, verspielt bedächtig nachdenklich

Frage

verlegene Beistimmung

sanfte Bewegungen

Die Lichtstimmungen der ersten Szene sind ausschiesslich zarte weiche nicht zu helle Töne. Keine schnellen Wechsel. Die Flöte bleibt noch unsichtbar

starke Aussage Standpunkt festlegen

Die Flöte wird zum ersten Mal sichtbar

Statement Cello 1 Tanzendes das Licht verstärkt Spiel sich

Einverständnis

2. Aufwirbel Licht steht still

Während oder kurz nach dem Statement wird das Licht schwarz jedoch nur kurz damit die Besucher nicht weglaufen

sinn

sanft, sinnlich, ruhig, langsam, laut


nlich

65 erneuter Höhepunkt

Fortgang auf einer ungreifbaren Ebene

Fallende Handlung Retardation

Es liegen Angst und Unsicherheit in der Luft.

Der Tod einer Person verursacht einen Schnitt in der Geschichte Die grosse Leere, Trauer, Schmerz folgen.

Eine langgezogene, atemlose Zeit zieht sich hin. Geteiltes Leid wird spürbar. Ein Guppengefühl entsteht.

Die Trauer wird nicht mehr ertragen. Person 2 trifft eine Entscheidung. Es folgt eine Bedenkzeit und darauf der Selbstmord von Person 2.

Es kommt zur Wiedervereinigung.

Die Geräuschkulisse im dritten Teil entführt den Besucher in eine anderen Welt. Hier könnte der Bezug zum Überirdischen hergestellt werden. Bilder einer verlassenen Stadt entstehen, durchzogen von einem heulendem Wind, der als Sprache der Geister interpretiert werden könnte. Es wird kein deutliches Ende spürbar. der Besucher wird mit dem Gefühl entlassen, in sich fort.

Teil 2B

Teil 3

Whisper

Bruch Tod

Schmerz

Bedenkzeit

Mitgefühl, Trost, Ratlosigkeit

Teil 1B

Entscheidung

Statement, Selbstmord, Drama

Wiedervereinigung

Teil 2A

Leichtigkeit kehrt ein, verspielt

Querschlag

LINKS UND OBEN: Partitur Licht, 1. Fassung, Corinne Koller UNTEN RECHTS: Ausschnitt aus der Partitur von Eleni Ralli mit Anmerkungen von Corinne Koller

Whisper


66

Sous Realismus Dramaturgischer Aufbau der Tragödie Höhepunkt

anhaltender Höhepunkt

Steigende Handlung

Exposition

Storry

Landschaftszene, Nebel, Entgegenkommen von einem Mann und einer Frau. Beide spüren das etwas in der Luft liegt. Zurückhaltende, schüchterne Blicke, die Spannung baut sich auf.

Person 1 spricht Person 2 an. Flitten liegt in der Luft. Person 2 lässt sich darauf ein, antwortet. Die Spannung des Schweigens ist gebrochen.

Gefühle kommen ins Rollen und schaukeln sich hoch.

Es geht jedoch auch in die Tiefe wodurch der Mensch verletzbar wird. Bedenken, Zweifel und Unsicherheit spielen mit ein.

Das Gewissen und die Vernunft hinterfragen.

Person 1 spricht ihre Gefühle aus. Legt ihren Standpunkt fest.

Gefühlswirbel Verlegenheit unsicher und dennoch zuversichtlich und erquickt

Person 2 Antwortet positiv.

Der Gang des Lebens nimm

momenten geprägt. Die Gru mung ist ruhig und ausgewo

Komposition

Teil 1B sanfte Wellen

Cello öffnen

langsam alle drei öffnen

langsam schliessen sanfte Wellen

langsam öffnen

Gesicht öffnen & fein die Wand

gleichmässig schnellere Wellen

öffnen sanfte Wellen

schliessen bis auf Wand

gleichmässig leichte Betonung Zitat

schliessen bis auf Wand

gleichmässig leichte Betonung Zitat

Wand zurück Cello & Gesicht öffnen

OBEN: Partitur Licht, 2. Fassung, Corinne Koller FOLGENDE SEITEN: «Sous Realismus», Treppenhaus, Fotos Andreas Wenger

schliessen bis off sanfte W.

geschlossen dunkel

gleichmässige Wellen

sanfte Wellen

Cello offen Gesicht / Wand sanft Cello&Gesicht in Intervallen öffnen

Cello offen Gesicht leicht

schliessen bis auf Wand

Teil 2A

Wand offen

Cello öffnen Wand öffnen

Wand schliessen

Cello&Gesicht

Light off

Teil 1A

gleichmässig

alle schlie

gleichmässig

alle schlie


erneuter Höhepunkt

Fortgang auf einer ungreifbaren Ebene

Fallende Handlung Retardation

Es liegen Angst und Unsicherheit in der Luft.

Der Tod einer Person verursacht einen Schnitt in der Geschichte Die grosse Leere, Trauer, Schmerz folgen.

Eine langgezogene, atemlose Zeit zieht sich hin. Geteiltes Leid wird spürbar. Ein Guppengefühl entsteht.

Die Trauer wird nicht mehr ertragen. Person 2 trifft eine Entscheidung. Es folgt eine Bedenkzeit und darauf der Selbstmord von Person 2.

Es kommt zur Wiedervereinigung.

Die Geräuschkulisse im dritten Teil entführt den Besucher in eine anderen Welt. Hier könnte der Bezug zum Überirdischen hergestellt werden. Bilder einer verlassenen Stadt entstehen, durchzogen von einem heulendem Wind, der als Sprache der Geister interpretiert werden könnte. Es wird kein deutliches Ende spürbar. der Besucher wird mit dem Gefühl entlassen, in sich fort.

Teil 2B mögliche Schliessung

essen

Cello&Gesicht betont

essen

gleichmässig

Teil 3 weiche Wellen

schliessen

schliessen Flöte im Fokus

Gesicht betont

schliessen Flöte im Fokus

Wand öffnet

gleichmässig

mögliche Schliessung

Cello&Gesicht öffnen

Cello & Gesicht Fokus

sanftes Spiel

Wellen sanfter Ausklang

Wand schliesst langsam

alle schliessen langsam

alle schliessen, Cello als letztes

alle drei werden geöffnet

Light off

mt seinen undstimogen.

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ganze Spur nur leicht offen. Cello zuerst dann Gesicht

ganze Spur nur leicht offen. Cello zuerst dann Gesicht


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«Das Publikum geht in kleineren Gruppen oder auch einzeln die Treppen herunter. Auf dem Weg können die Besucherinnen und Besucher an vielen Durchgangsstellen kleinere Kunstaktionen erleben, die auf den Ort abgestimmt sind, aber gleichzeitig auch untereinander korrespondieren und die sowohl musikalisch als auch szenisch und beleuchtungstechnisch in Teams ausgearbeitet wurden.»1 Caspar Johannes Walter

vi-bra-tion: 1. An instance of vibrating: powerful vibrations from an earthquake [mass noun]: the big-capacity engine generated less vibration, 1.1 Physics: An oscillation of the parts of a fluid or an elastic solid whose equilibrium has been disturbed or of an electromagnetic wave: molecular vibrations [mass noun]: the high frequencies of vibration in diamond, 2. (vibrations) informal A person’s emotional state, the atmosphere of a place, or the associations of an object, as communicated to and felt by others: I picked up no unusual vibrations as to the envelope’s contents.6 6

http://www.oxforddictionaries.com/de/definition/englisch_ usa/vibration (9.10.2015)


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Subtle Vibrations


Subtle Vibrations

A journey to experiment your emotions with new music and lights in an unique set up choreographed in a tunnel of Basel called «Klangtaucher». It is a dive into an intense experience under river Rhine, searching and exploring different ways to perceive an imaginary underwater world created by students of the Music Academy Basel and the Academy of Art and Design Basel. A MOMENT TO SPUR YOUR SENSES «Subtle Vibrations» is one of the performances that are taking place on the 4th underground level of this venue and is named after it’s ambience. The ambiance created by singing glasses and dancing lights on and around a table by composer Maximiliano and architect Tejashri. On this 4th underground level you will enter a room upon opening a heavy blue door. A rustic room with its ingenuous looks and features will welcome you. At the centre of this room, your attention is attracted by twinkling glasses. Yes, that’s the right address to reach out to the performance. Here, you are invited to listen a blend of singing glasses with clinging bells and gust of hay. The vibrations of this blend are captured on the light panel of the table. Experience a moment with your own self. Sink into your unconscious sanity. Switch off all the impressions of the factual world and enter into a perplexing den of Basel. Feel all your reflexes and revive you mind.

Idee und Konzept Maximiliano Amici Tejashri Kuvalekar

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OBEN LINKS: Ausschnitt «Subtle Vibrations» 10.9.2015, Foto Andreas Wenger ALLE ANDEREN BILDER: Experimente, Tejashri Kuvalekar


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Subtle Vibrations

Table design: A Plexiglas table top of 144 cm by 40 cm will have 7 glasses 16 cm c/c apart from each other. The table top has holes beneath these glasses from where the crystal glasses will be lit up. The sides of the table are made out of wood. On right hand side, a rod projecting parallely and holding the bunch of dry hay will be incorporated in the table. On left side a stand will be holding 33 clinging bells standing separately on that side of the musician. A hollow seat of dimensions 40 cm by 40 cm by 40 cm made out of wood will be placed for the musician. Below the seat, a sliding trolley is designed to carry a laptop. Light panel design: A Plexiglas light panel of size 148 cm long by 72 cm height and 18 cm depth will be placed in front of the table. There will be a gap of 4 cm between the table and the light panel. This panel has its back, sides and bottom made of wood. The back is perforated to hold LEDs within. The front is formed of diffuser, frosted Plexiglas. This panel will act as an interactive device. The movement around the table will be depicted on the light panel by using sensors.

OBEN: The elements to create ambience: From photos above, one can understand how I have arrived at the planning decisions like positioning of table and creation of ambience. The motivation is to create a calmness, Tejashri Kuvalekar RECHTS: Elnaz Seyedi, «Subtle Vibrations», 10.9.2015, Foto Andreas Wenger FOLGENDE SEITEN: «Subtle Vibrations», Fotos Andreas Wenger


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«Von der Seite der Musiker her ist die Ausbildung sehr auf die inneren Werte der Musik fokussiert. Der Blick über die Grenzen braucht zusätzliche Energie, die oft im Studium nicht so vorhanden ist. Ausser es gibt solche Projekte. Und das ist etwas, was die Künstler unglaublich nötig haben, dass sie einen Standpunkt einnehmen, ausserhalb dessen, was sie normalerweise denken.»1 Caspar Johannes Walter

Wel-len-gang, der. Wortart: Substantiv, maskulin. Bedeutungsübersicht: das Vorhandensein von Wellen (1). Beispiel: bei starkem Wellengang. Grammatik: ohne Plural.2


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Wellengang


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Wellengang Welche visuelle Entsprechung kann hierfür gefunden werden? Die Überlagerung als visuelles Phänomen entsteht durch die Auslassung, Abstraktion und Überschneidung von Bildern. Dieses Phänomen der optischen Überlagerung nennt sich Interferenz. Eine Treppe kann bildhaft abstrahiert als Streifenmuster interpretiert werden. Wird nun ein sich bewegendes Streifenmuster auf die hell dunkel erscheinende statische Treppe projiziert, entstehen durch die Überlagerung der Streifenmuster Bereiche, die heller erscheinen und Bereiche, die dunkel bleiben. Werden bei der Überlagerung von verschiedenen geformten Streifenmustern unterschiedliche Rhythmen (Abstand Hell-Dunkel-Bereich) verwendet, entsteht auf der Projektionsfläche ein Wechselspiel. Das Zusammenspiel der sich bewegenden Lichtstreifen schafft die Assozia-

tion zu einem Wasserschwall der sich über die Treppe ergiesst. Die Musiker spielen in der fliessenden Projektionsfläche, die einer Wasseroberfläche gleicht – kurz sie bewegen sich im Wellengang. Idee und Konzept Juan Pablo Orrego Berrios Mirjam Scheerer


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Galatreppe

Video _Saxophonisten und Schlagzeuger

LINKS: Inspirationsbilder zu «Wellengang», Collage Mirjam Scheerer OBEN: Skizze «Galatreppe» Mirjam Scheerer UNTEN: Bilder aus den Proben zu «Wellengang», Fotos Mirjam Scheerer


Hast versucht, sie

zusammenzusetzen Stufenelementen. Die Bewegungsspur der Figur ist in Nr. II stärker au AusFigur tausendam zerbrochenen lässt die Ende der Bewegung deutlicher hervortreten. Der R Stücken differenzierter wie deutlicher akzentuiert durch eine klarere96 Reihung d Hast bald dich zu Tode gemartert; ist bei Version II ein einheitlicherer Klang erreicht, das Grün ist stärke Den Grund für dein durch ein leuchtendes Gelb. Scheitern ich sagen kann:

Wellengang

Es ist keine Lady, er ist nur

Bild oben zeigt einen Blick in die Armory Show von 1913, den zeltarti ein Mann." Unterteilung, die ein wenig den Charakter einer Messehalle vermittelt (Calvin Tomkins "Duchamp" ,S.140

er zitiert einen der Wettbewerb zur Ein Verzeichnis ausstellenden Künstler nennt leider Duchamp nicht, aber: Enträtselung des Puzzles und als von 10 Dollar dieses Salle A :Gewinner American sculpture and Decorative Art. Gedicht) Salle H : French paintings and Sculpture. Matisse, Denis, Vuillard, Bonnard... Salle G : English, Irish and German paintings and drawings. Kaninsky, Walter Sickert Salle E :IIAmerican Walt Arthur B. Davies. Duchamps Bild trägt im Titel eine Nummerierung und damit paintings. einen Hinweis aufKuhnt, ein Vorgängerbild. Auch in der Literatur wird dieses Vorgängerbild immer aber abgebildet sieht man es höchst selten.Matisse, Im Sallegenannt, I : French paintings, watercolors and drawings. Picasso, Redon, Puvis Internet bin ich auf eine Abbildung gestoßen, jedoch English, mit keinerDutch weiteren verifizieren konnte. Salledie P ich : French, andQuelle American paintings. Albert Pinkham Ryder, Dau Sollte diese Abbildung (li.u.) zutreffen, so zeigen sich schon einige Gemeinsamkeiten in der de Chavannes... Bildkonzeption. Auch in Nr. I besteht diePuvis Rahmung des Bildmittelfeldes aus vergleichbaren Treppen- und Salle O ist : French Mary Cassatt, Degas, Manet,und Pissarro, Renoir, Seurat, Si Stufenelementen. Die Bewegungsspur der Figur in Nr. II paintings. stärker aufgelöst, raffinierter verschachtelt lässt die Figur am Ende der Bewegung deutlicher Der Rhythmus erscheint in gleicher Weise Salle R :hervortreten. French, English and Swiss paintings. Gauguin, Picasso, Puvis de Chavanne differenzierter wie deutlicher akzentuiert durch eine klarere Reihung der verwendeten Elemente. In der Farbe Salle Q : ist Cézanne + Van Gogh. bei Version II ein einheitlicherer Klang erreicht, das Grün ist stärker zurückgenommen und Weiß ist ersetzt

durch ein leuchtendes Gelb. Bild oben zeigt einen Blick in die Armory Show von 1913, den zeltartigen Charakter der großen Halle und die

Unterteilung, C) Kontext II: die ein wenig den Charakter einer Messehalle vermittelt. Ein Verzeichnis der ausstellenden Künstler nennt leider Duchamp nicht, aber: Salle A : American sculpture and Decorative Art.

Salle H als : French paintings andvon Sculpture. Matisse, Denis, Vuillard, Bonnard... Plastik Bewegung Thema Malerei, Fotografie,

Salle G : English, Irish and German paintings and drawings. Kaninsky, Walter Sickert... Salle E : American paintings. Walt Kuhnt, Arthur B. Davies. Salle I : French paintings, watercolors and drawings. Matisse, Picasso, Redon, Puvis de Chavanne. Salle P : French, English, Dutch and American paintings. Albert Pinkham Ryder, Daumier, Delacroix, Théodore Rousseau, Monticelli, Puvis de Chavannes... Salle O : French paintings. Mary Cassatt, Degas, Manet, Pissarro, Renoir, Seurat, Sisley, Toulouse-Lautrec. Salle R : French, English and Swiss paintings. Gauguin, Picasso, Puvis de Chavannes, Augustus John.

Salle Q : Cézanne + Van Gogh.

C) Kontext II: Bewegung als Thema von Malerei, Fotografie, Plastik

Wenn man einmal realisiert hat, dass das Bild von Marcel Duchamp eine Figur in Bewegung darstellt, ähnlichen Darstellungsabsichten anderer Bilder aus dieser Zeit. Während sich der Maler Jean Louis http://www.lpg.musin.de/kusem/lk/gym8/b/sequb.htm Wenn man einmal realisiert hat, dass das Bild von Marcel Duchamp eine Figur in Bewegung darstellt, dann kann man Vergleiche ziehen zu ähnlichen Darstellungsabsichten anderer Bilder aus dieser Zeit. Während sich der Maler Jean Louis Ernest Meissonier (1815-1891) noch in http://www.lpg.musin.de/kusem/lk/gym8/b/sequb.htm

OBEN: Inspirationsbilder zu Bewegungsabläufen, Collage Mirjam Scheerer RECHTS: «Wellengang», Aufführung vom 10.9.2015, Fotos Andreas Wenger

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ufgelöst, raffinierter verschachtelt und Rhythmus erscheint in gleicher Weise 97 der verwendeten Elemente. In der Farbe er zurückgenommen und Weiß ist ersetzt

igen Charakter der großen Halle und die t.

t...

s de Chavanne. umier, Delacroix, Théodore Rousseau, Monticelli,

isley, Toulouse-Lautrec. es, Augustus John.

, dann kann man Vergleiche ziehen zu Ernest Meissonier (1815-1891) noch in Seite 4 von 6


Wellengang

98


99

+

KOMPOSITION Das durch die Komposition vorgegebene Phänomen der polymetrischen Rhythmik resultiert aus der Überlagerung von zahlreichen akustischen Tempi verschiedener Stimmen, sodass sich überlagernde Takte verschiedener Taktarten die gleiche Länge haben. Nach einer gewissen Zeit haben die verschiedenen Stimmen den gleichen Taktwert, an dem der Rhythmus gebündelt wird.

ÜBERLAGERUNG ALS VISUELLES PHÄNOMEN Die Überlagerung als visuelles Phänomen entsteht durch die Auslassung, Abstraktion und Überschneidung von Bildern. Dieses Phänomen der optischen Überlagerung nennt sich Interferenz.

LINKS: «Wellengang» 5. Untergeschoss, 10.9.2015, Foto Andreas Wenger OBEN: Konzeptskizze zu «Wellengang», Mirjam Scheerer


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Wellengang

OBEN LINKS: Kostümentwurf für die Interpreten, Mirjam Scheerer OBEN UND RECHTS: «Wellengang», 10.9.2015, Foto Andreas Wenger


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Wellengang

OBEN: Schnitt mit Beamer-Positionen «Galatreppe», Mirjam Scheerer MITTE: Licht-Tests auf der «Galatreppe», Fotos Mirjam Scheerer RECHTS: «Wellengang» 5. und 6. Untergeschoss, 13.09.2015, Foto Andreas Wenger

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Wellengang wellengang:partitur1 Prolog Prolog

22

11

Die Die Projektion Projektion blendet blendet auf. auf. Erst Erst wir wir der der Treppe, Treppe, danach danach die die KaKabeltrasse beltrasse beleuchtet. beleuchtet.

Silbergrau, Silbergrau, still still und und starr. starr. Die Die Lichtfl Lichtfläche äche teilt teilt sich sich in in Streifen. Streifen.

Die Die Streifen Streifen bb bern. bern.

Die Die Streifen Streifen beginnen beginnen sich sich nach nach oben oben hin hin zu zu verschieben verschieben und und kurzeitiges kurzeitiges Blicken Blicken setzt setzt ein. ein.

Die Die Streifen Streifen laufen laufen zueinader zueinader und und gegeneinander, gegeneinander, ein ein FlimFlimmern entsteht. mern entsteht.

OBEN: Szenografische Partitur des Gesamtablaufs mit Eintrag der jeweiligen Positionen der Musiker. In der Mitte ist die musikalische Partitur von Juan Pablo Orrego Berrios eingearbeitet, Zeichnung Mirjam Scheerer


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FHNW FHNW||HGK HGK||IIS IIS||Semesterprojekt SemesterprojektKlangtauch Klangtauc Projekttitel: Projekttitel:Wellengang| Wellengang|Mirjam MirjamScheerer Scheerer10.Ju 10.J

33

beginnen ,, beginnen zu zu wawa- Die Die Streifen Streifen beginnen beginnen zu zu wabern wabern es es bilden bilden sich sich kleine kleine Wellen, Wellen, die die sich sich scheinbar scheinbar heben heben und und senken. senken.

Die Die Wellen Wellen verschieben verschieben sich sich zueinander, zueinander, überlagern überlagern sich sich um um sich sich aufzuheben. aufzuheben.

FOLGENDE SEITEN: «Wellengang», Fotos Andreas Wenger

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Die Die Masse Masse flfliesst iesst vibrierend vibrierend über über die die Schwellen. Schwellen.


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«Und das ist eine Anforderung, die normalerweise an die Künstler, die ich betreue, nicht gestellt wird. Die sind allein mit sich, jeder entwirft seine Komposition bis sie fertig ist. Und dann kämpft man dafür, dass sie genauso oder so ähnlich interpretiert wird, wie sie gedacht wurde. Und hier ist die Arbeitsweise eine ganz andere. Es geht darum: Wie ist die Gesamtsituation, wo kann man Anknüpfungspunkte mit den anderen Projekten finden?»1 Caspar Johannes Walter

Wech-sel-strom, der. Wortart: Substantiv, maskulin. Gebrauch: Elektrotechnik. Bedeutungsübersicht: elektrischer Strom, dessen Stärke und Richtung sich periodisch ändern und der sich im Unterschied zum Gleichstrom leichter transformieren und mit geringerem Verlust fortleiten lässt.2


119

Wechselstrom


120

Wechselstrom

Der bespielte Raum ist ein Schacht, der sich vom 2. bis ins 6. Untergeschoss des Rheindükers auf der Grossbasler Seite zieht. Grosse, lange Rohre durchlaufen den Schacht, dessen Existenz einzig auf die Unabdingbarkeit dieser Versorgungsrohre zurückzuführen ist. Stehen die Besucherinnen und Besucher am Rande dieses Schachtes und verfolgen die Laufrichtung der Rohre nach Oben und nach Unten, mögen sie sich fragen, was in diesem Moment wohl gerade an ihnen vorbei fliesst. Ein ungewisses, vielleicht sogar unangenehmes Gefühl, das sie im gesamten Rheindüker begleitet, wenn sie sich auf den Weg unter den Rhein begeben und sich fragen mögen, welche Wassermassen in diesem Moment wohl gerade über sie herziehen. Gleichzeitig fühlen sie sich sicher, in den von Menschenhand erschaffenen, tiefen Räumen, die mit ihrer gewaltigen Masse aus Stein und Beton eine schützende Hülle um sie herum bilden. Die Besucherinnen und Besucher befinden sich in einem Raum zwischen Natur und Technik, der erschaffen wurde, um einen Versorgungsdurchfluss innerhalb der Stadt zu gewährleisten – permanent umflossen vom Rhein, einer weiteren Versorgungsader der Stadt. An diesem Knotenpunkt zweier Versorgungslinien interpretiert die Inszenierung Wechselstrom eine Momentaufnahme dieser Spannung zwischen Natur und Technik – zwischen Sicherheit und Unsicherheit, Realität und Surrealität des Ortes, an dem man sich gerade befindet.

Ein sich langsam nähernder Klang, geprägt von ergreifenden, tiefen Schallwellen ertönt aus dem Schacht. Durch das stetige Annähern der Geräusche baut sich eine steigende Spannung auf, die jedoch nie in einer Auflösung mündet, sondern sich langsam wieder abbaut. Für einen Moment meint man, Klarheit zu verspüren und sich in sicheren Gewässern zu befinden, doch dann wird man wieder in die Unsicherheit entlassen. Wo die Klänge ihren Ursprung haben, die einen langsam in ihren Bann ziehen, ist schwer zu ermitteln. Die Schallwellen kommen aus dem Nichts und verschwinden genau so wie sie gekommen sind. Die visuelle Inszenierung untermalt dieses unsichere Moment, indem sie Künstlichkeit und Realität, Natur und Technik auf eine vergleichbare Ebene bringt. Im UV-Licht durchströmten Raum, in dem raues, naturgeprägtes Gestein und technische, scharfkantige Bahnen, die den Raum verdichten im selben Gewand erscheinen, stellt sich die Frage: Was ist echt und was ist inszeniert? Zusätzlich wird die von der Musik evozierte Spannung durch subtile Veränderungen in der Lichtinszenierung unterstützt. So erwacht der Schacht mit den ersten weit entfernten Klängen in leichtem Blau und baut sich langsam auf, bis zur flackernden Erschütterung kurz vor dem vermeidlichen Moment der Auflösung. Idee und Konzept Goni Peles Fabian Petignat, Jonas Vogel

Flowchart_1

OBEN UND RECHTS: Lichtproben im «vertikalen Tunnel», Fotos Jonas Vogel, Fabian Petignat OBEN MITTE: Konstruktionsplan zur Befestigung und Hängung der Papier-Bahnen, Zeichnung Jonas Vogel


121

4.32 66

3.51

2.00 25 71 15

3.31

45

6

15

35

60

15 15

5


122

40

TECHNISCHE LÖSUNG Der Schacht wird mit Papierbahnen verdichtet. Dazu werden Drop-Paper Bahnen der Brandschutzklasse B1 an Aluminiumrohre montiert. Diese werden wiederum an einer Aufhängung aus dem 2., resp. 3. Untergeschoss befestigt. Die Aufhängung besteht aus mehreren Leisten (Holz oder Metall), an denen die Aluminiumrohre auf verschiedenen Ebenen montiert werden können. Die Leisten werden entlang der bestehenden «Bordsteine» des Schachtes angebracht. Auf den Stockwerken UG 3 / 4 / 5 dienen jeweils drei UV-FL-Röhren der Grundbeleuchtung. Im 2. und 6. UG werden zur Unterstützung jeweils zwei PAR-Scheinwerfern eingesetzt. Möglich ist der Einsatz von vier UV-Guns anstelle der Fl-Röhren.

2.365

11.385

18.60

Wechselstrom


123

OBEN LINKS: Dreidimensionale Darstellung der Aufhängungen, Jonas Vogel MITTE: Schnitte des «vertikalen Tunnels», Jonas Vogel RECHTS: Visualisierung der Licht-Positionen, Jonas Vogel


124

Wechselstrom

OBEN UND RECHTS: «Wechselstrom», Fotos Andreas Wenger FOLGENDE SEITEN: «Wechselstrom», Fotos Andreas Wenger


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«Da der Tunnel bestimmte Frequenzen noch weiter trägt, aber andere nicht, verschwindet das so ganz langsam. Man hört Restbestände der Klänge, teilweise über die Metall-Gestänge fast bis zum Schluss, aber ganz weit weg. Und dann kommt man in eine andere Welt. Dieser Übergang, fast im Nichts weggehend und dann wieder kommend zur anderen Seite, ist ein ganz grosses Erlebnis. (…) Und das hat man nur, wen man wirklich auch durch den Tunnel durchgeht.»1 Caspar Johannes Walter

Nu-k-le-us, der. Wortart: Substantiv, maskulin. Bedeutungsübersicht: 1. (Biologie) Zellkern, 2. (Anatomie, Physiologie) Nervenkern, 3. (Prähistorie) [Feuer]steinblock, von dem Abschläge gewonnen wurden, 4. (Sprachwissenschaft) Kern, Kernglied einer sprachlich zusammengehörenden Einheit.2


135

Nucleus


136

Nucleus

SPATIUM COMPLICARE / EXPLICARE7 Unter dem Strom fliesst quer zu diesem, in Leitungen transportiert: Elektrizität, Gas, Abwasser, Stickstoff,... All das, was den Komfort unserer Gesellschaft ermöglicht. Eine unermessliche Länge. Die Leitungen und Kabel zielen alle auf einen Punkt in der Ferne hin. Der Fluchtpunkt ist mit blossem Auge nicht ersichtlich. Man hat deshalb kein Gefühl für die Länge, kann die Durchquerung nicht nach diesem bemessen. Das Bewusstsein für Zeit verliert die Besucherin oder der Besucher bereits beim ersten Eintreten aufgrund der Dimension, die der Raum trägt. 3’420,9 Tonnen Wasser befinden sich direkt über unseren Köpfen, dort wo der Rhein mit seiner beständigen Wucht vorwärts treibt. Eben diese Länge und Raumdimension wird wiederum auch beim Klang und Schall interessant. Die Impulse werden in der Ferne auseinander gezerrt, man verliert den Bezug zu Realität oder die Realität erlangt mit der Distanz eine neue Wirklichkeit. Das natürliche Licht, welches im Raum gegeben ist, bildet Lichtbögen, die sich in regelmässigen Abständen durch den Tunnel ziehen. Diese geraten in Bewegung, lösen sich auf, fliessen, atmen und entwickeln ein Eigenleben, welches Bezug auf Raum und Klang nimmt. So tanzen sie mal synchron zum Klang, mal autonom durch den Tunnel und lassen die Besucher im Unklaren über deren Zusammenwirken. Wie das Wasser und der Schall bewegt sich das Licht in einer Wucht, als gäbe es kein Morgen mehr um sich dann wieder zu beruhigen, bis der Kreislauf von neuem beginnt.

8.75 m

10.5 m 60 m

26.5 m

A 1

B 2

Lautsprecher: Position A Aufnahme: Position 1

Idee und Konzept Adrian Nagel Marisa Jäger

7

Raum falten oder entfalten / der komplizierte Raum oder der explizite, Marisa Jäger, Projektdokumentation

OBEN: Darstellung der Klang- und Raumfaltungen im Rheindüker, Längsansicht, Konzeptdarstellung Marisa Jäger

3

Lautspre Aufnahm


137

10.8 m 60 m

60 m

60 m

23,8 m

Gesamtl채nge Tunnel: 290 Meter

C 4

echer: Position E me: Position 1

5

D 6

7

E 8

9


138

Nucleus Das sind drei oder mehrere Lichtspuren, die in einer Gruppe durch den Tunnel laufen, dabei kann die Gruppe synchron sein und die gleichen Farbwerte tragen, oder jede Spur ist individuell eingestellt in Leuchtst채rke und Farbigkeit, trotzdem fungieren sie als eine Gruppe.

OBEN: Darstellung der Licht-Abfolgen und -Farben im Rheind체ker, L채ngsansicht, Marisa J채ger

drei laufen


139

Wenn der Tunnel atmet, laufen alle 25 Scheinwerfer synchron, der Raum wird dann zu einem einzigen Körper, der lebt und bebt. Mal strahlt dieser Körper Ruhe aus und atmet im Rhythmus des Klanges. Ein langes Ausatmen – Loslassen, Erleichterung. Ein langes Einatmen – Geniessen. Dann wieder ein rasender Atem, Angst, Schrecken. Oder die Ekstase. Der Tunnel lebt, er reflektiert und spiegelt die Gefühle der Besucher anhand seines Atems.

atmen

0s

0s

1s

1s

2s

2s

3s

3s

4s

4s

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Nucleus MATERIAL Grundbeleuchtung – 25 Stück Fluoreszenzröhren, – mit Filterfolie versehen Scheinwerfer – 27 Stück LED Tour Par Strahler – 27 Stück Powercon Kabel – 27 Stück DMX / XLR 3-polig – min. 10 m lang – diverse Verlängerungskabel – Kabelrollen Lautsprecher – 5 - 7 Stück Subwoofer – 5 - 7 Stück

25 Fluoreszenzröhren sind innerhalb des Tunnels montiert. Diese werden mit Lichtfilter so bezogen, dass die Farbigkeit des Grundlichtes an den Rhein erinnert und somit auch ein Bewusstsein zu diesem entwickelt werden kann. Die Lichtbögen und deren Anordnung im Raum ergeben bildliche Assoziationen zu Wellen, von Schall oder Wasser. Zusätzlich werden Scheinwerfer montiert, welche weitere Lichtbögen formen. Diese jedoch werden via Steuerung bewegt, choreographiert, gedimmt und eingefärbt. Des Weiteren sind 5 - 7 Lautsprecher plus ein Subwoofer in der gesamten Länge des Tunnels verteilt, welche die Klangimpulse und die Kompositionen von Adrian Nagel wiedergeben. In der Mitte des Tunnels befindet sich die Klang- und Lichtstation. In einem, von den Besuchern geschützten Raum sind zwei Laptops stationiert, welche die Klang- und Lichtimpulse wiedergeben.

OBEN: Fotos von Licht-Tests im Rheindüker, Marisa Jäger RECHTS: Eingang zum Düker, 13.9.2015, Foto Andreas Wenger FOLGENDE SEITEN: «Nucleus», Fotos Andreas Wenger

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«Dadurch, dass jede Minute ein Besucher in den Tunnel rein gelassen wird und er sich frei bewegen kann, kann er gleichzeitig mehrere Stücke hören, weil die sich überschneiden. Dem Besucher werden der Ablauf und die Taktung nicht offen gelegt. Und dieses Überraschungsmoment, dem Besucher auch zuzumuten, dass man auf sich selbst gestellt ist, das finde ich grossartig.»1 Andreas Wenger

De-kom-pres-si-on, die. Wortart: Substantiv, feminin. Gebrauch: Fachsprache. Bedeutungsübersicht: 1. Druckabfall in einem technischen System, 2. allmähliche Entlastung von hohem atmosphärischem Druck; Druckentlastung für den Organismus nach längerem Aufenthalt in Räumen mit Überdruck wie Taucherglocken o.Ä.2


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Dekompression


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Dekompression

DER AUFSTIEG Die Treppe auf der Kleinbasler Seite simuliert das grosse Finale. Nach einer intensiven Erfahrung während der Durchquerung des Tunnels dürfte die Besucherin oder der Besucher die vor ihr oder ihm liegende Treppe als letzte zu erklimmende Steigung ansehen. Mit dem Inszenierungskonzept möchten wir einerseits Spannung aufbauen und andererseits die facettenreiche Ausstattung des Raumes verstärken. Um dies zu erreichen empfängt einerseits «Das Licht am Ende der Treppe» den Besucher wegleitend. Andererseits erscheinen und verschwinden Konstruktionen und Kanäle als pulsierende Licht-Schatten-Spiele. Idee und Konzept Marisa Jäger Corinne Koller Mirjam Scheerer

Wegweisun

Intensive Er

Erlösun

Schatte

Facetten

Simulatio Erleichterung Multiplikation der Architektur

Leit RECHTS: Begriffs-Sammlung zu Dekompression, Marisa Jäger, Corinne Koller, Mirjam Scheerer


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ng

Spiel

rfahrung

ng

en

on

Faszination

Ausklang

Aufstieg

Gang ins Licht

tung

Treppenflucht


Dekompression

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155 Dekompression Der Ausstieg ins Licht Signalleuchte Powerflash Technische Informationen 16 extra helle LEDs mit hoher Lichtintensität (Durchmesser ca. 10,5 cm; Dicke: ca. 3,5 cm, ca. 200 g mit Akku / Batterie) Gehäuse aus Kunstoff mit flexiblem TPR- Plastik Schutz und haftendem Magneten > Sichtbarkeit nachts bis zu 800 m Mit 9 verschiedenen Leuchtprogrammen/ Blinkfolgen _vierfach Flash _einfach Flash _vierfach rotierendes Licht _SOS _konstant an _konstant an gedimmt _zwei LED konstant an _vier LED konstant an

Signalleuchte Powerflash

Rotation: 9 Stunden Blitzen schnell: 9 Stunden Blitzen langsam: 60 Stunden Abwechselnd: 9 Stunden SOS blinken: 14 Stunden Dauerlicht gedimmt: 35 Stunden Dauerlicht hell: 6 Stunden (egal bei welchem Wetter) 2 LEDs an: 9 Stunden 4 LEDs an: 6 Stunden

LINKS OBEN: Längsschnitt Aufstieg Kleinbasel, Marisa Jäger, Corinne Koller, Mirjam Scheerer LINKS UNTEN: Visualisierungen des räumlichen Effekts, Marisa Jäger, Corinne Koller, Mirjam Scheerer RECHTS OBEN: Batteriebetriebene Signalleuchte (powerflash) RECHTS UNTEN: Dekompression, 12.9.2015, Foto Andreas Wenger FOLGENDE SEITEN: Dekompression, 12.9.2015, Fotos Andreas Wenger


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«Klar haben parallel auch Lichtexperimente stattgefunden, um zu schauen, wie man diese Räume dynamisieren kann, wie man die industrielle Statik, für die sie gebaut wurde, ein Stück weit auflösen oder dagegen spielen kann. Ein wichtiger Input kam von Daniel Ott, der uns sehr bestärkt hat und den Komponisten Mut gemacht hat, mit den Räumen umzugehen und nicht einfach eine Komposition da reinzusetzen.»1 Andreas Wenger

Ten-ta-kel, der oder das. Wortart: Substantiv, maskulin oder Substantiv, Neutrum. Bedeutungsübersicht: 1. Fangarm, 2. (Botanik) haarähnliches, ein klebriges Sekret absonderndes Gebilde auf der Blattoberfläche fleischfressender Pflanzen.2


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Klangtakeln


Klangtakeln KASCHIERTE WIRKLICHKEIT Nach dem Aufstieg auf der Kleinbasler Seite glaubt die Besucherin oder der Besucher, sie oder er bewege sich langsam Richtung Ausgang zu. Doch nach dem Aufstieg findet noch einmal eine Inszenierung der ganz besonderen Art statt. Der Raum ist schmal und verschachtelt. Verschiedene Öffnungen ermöglichen Einblicke in andere Raumgefüge. Die Musizierenden sind verteilt auf verschiedenen Ebenen dieses komplizierten und in sich verstrickten Raumes. Die Blasinstrumente sind über Schläuche miteinander verbunden. Diese Verbindung ermöglicht, dass aus der Tuba einmal der Klang einer Klarinette ertönt oder eines Fagott und umgekehrt. Insgesamt sind fünf verschiedene Blasinstrumente miteinander verbunden. Das Publikum ist verwirrt und hat einerseits Mühe, die Musizierenden zu verorten, anderseits kann es den Ursprung des Tones nicht den Instrumenten zuordnen. Die Wirklichkeit des Raumes gerät ins Wanken. Auch das diffuse, warme Licht, welches auf die Instrumente und die gelben Schläuche ausgerichtet ist, bewegt sich subtil und wirft Schatten, die kaum merklich durch den Raum wandern. Die Musizierenden sind in graue Anzüge gehüllt. Idee und Konzept Sebastian Meyer Marisa Jäger

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Obertonreihe*gewöhnliche*Bb?Posaune* (Quartventil*nicht*gedrückt)vi*

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Trombone

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* Obertonreihe*Eb?Posaune* (beide*Spieler*drücken*das*Quartventil)vii*

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* Obertonreihe*tief*Bb?Posaune* (nur*ein*Spieler*drückt*das*Quartventil)viii*

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Halbventil

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Drehventil

Quartventile nicht gedrückt Schalltrichter

Schalltrichter

Beide Quartventile gedrückt Schalltrichter Nur ein Quartventil gedrückt Schalltrichter

Schalltrichter

LINKS: Probenfoto, Schläuche im «neutralen Raum» und Visualisierung der Schlussgeste, Marisa Jäger OBEN: Darstellung der Funktionsweise der Ventilstellungen, Sebastian Meyer


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Klangtakeln

2. Untergeschoss Klarinette

Aufstieg Kleinbasel neutraler Raum Tuba

Posaune

Fagott

Ausstieg Littfaßsäule

1. Untergeschoss

Klarinette

Posaune Tuba Fagott

OBEN LINKS: Schematische Darstellung der Positionen der mit Schläuchen verbundenen Klanginstrumente im «neutralen Raum» UNTEN LINKS und RECHTS: «Klangtakeln», Fotos Andreas Wenger

Lichtpult bedient

schwebende Trompeten


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Klangtakeln

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OBEN: Ausschnitte aus «Klangtakeln», 12.9.2015, Fotos Andreas Wenger FOLGENDE SEITEN: «Klangtakeln», Fotos Andreas Wenger


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«Von uns kann niemand eine Partitur wirklich lesen und gleichzeitig hören. Komplexe räumliche Darstellungen in Plan-Form sind für Musiker auch nicht besonders aussagekräftig und die kann man auch nicht hören. In dieser Situation trotzdem Wege zu finden, wie man sich da verständigt oder wie man sich darüber unterhält, welche Qualität zu einem bestimmten Zeitpunkt passieren soll, das war extrem interessant.»1 Andreas Wenger

«Es gibt natürlich Unterschiede in der Wahrnehmung: Während die Musiker automatisch an die Zeitlichkeit denken, oft im Grunde Nullsituationen im Kopf haben, aus denen sich dann etwas entwickelt oder zu dem es wiederum hinstrebt, haben die Kollegen dagegen eine bildliche Vorstellung und versuchen ihre Szenerie zu perfektionieren. Und diese zwei Welten zusammenzubringen, die wir jeweils nur schemenhaft begreifen, war extrem spannend.»1 Caspar Johannes Walter


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Epilog


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Epilog

«Was mir völlig genügt, dass man da die Wahrnehmung selbst anders erlebt und zwar aus verschiedenen Aspekten. Und das ist eine Sache für die man keine Anleitung braucht, das geschieht einem dann, wenn man da rein geht.»1 Caspar Johannes Walter

Lit-fass-säu-le, die, Wortart: Substantiv, feminin, Bedeutungsübersicht: frei stehende, niedrigere Säule von grösserem Durchmesser, auf die Bekanntmachungen, Plakate geklebt werden.2 Epi-log, der, Wortart: Substantiv, maskulin, Gebrauch: Literaturwissenschaft, Bedeutungsübersicht: 1. Nachspiel, Schlussrede im Drama, 2. abschliessendes Nachwort [zur Erläuterung eines literarischen Werkes].2 Tar-nung, die, Wortart: Substantiv, feminin, Bedeutungsübersicht: 1. das Tarnen, 2. etwas, was dem Tarnen dient.2

RECHTS: Jonas Vogel im Helferkostüm vor dem Ausstieg Kleinbasel, 12.9.2015, Foto Andreas Wenger FOLGENDE SEITE: Stephan Schmidt, Direktor der Musikhochschulen FHNW beim Ausstieg in Kleinbasel, 12.9.2015, Foto Andreas Wenger


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LINKS OBEN: Christian Fatzer, Tiefbauamt Basel-Stadt beim Ausstieg in Kleinbasel, 18.2.2015, Foto IIS LINKS UNTEN: Besucher vor dem Ausstieg Kleinbasel, 10.9.2015, Foto Andreas Wenger RECHTS: Kontrolle der Besucher beim Ausstieg Kleinbasel, 10.9.2015, Foto Andreas Wenger


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PROJEKT-PARTNER UND -SPONSOREN KLANGTAUCHER

Hochschule für Musik FHNW

Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW

Tiefbauamt Basel-Stadt

PRG Production Resource Group AG

Wacotech GmbH & Co. KG / Timax GL

Procédés Chénel International / drop paper

Kostüm Kaiser AG

Support Ivo Ludwig, Stephan Urech, Daniel Nikles

Sounddesign Alexandre Kordzaia

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TEAM KLANGTAUCHER Maximiliano Amici, Komponist. Geboren 1980 in Rom, schloss Maximiliano Amici sein Masterstudium in Komposition und in Orchesterleitung bei Luciano Pelosi und Bruno Aprea am Konservatorium Santa Cecilia ab. Aktuell bildet er sich bei Erik Ona und Caspar Johannes Walter in Basel weiter. Seine Musik wurde u.a. vom Ensemble Phoenix Basel und dem Italienischen Symphonischen Orchester (RAI) unter der Leitung von Yoichi Sugiyama gespielt. Martina Ehleiter wurde 1977 in Ellwangen (D) geboren und lebt als freischaffende Bühnenbildnerin in Basel. Sie studierte Innenarchitektur an der Burg Giebichenstein, Kunsthochschule Halle und absolvierte ein Austauschsemester am Institut Innenarchitektur und Szenografie der HGK Basel. Nach ihrem Studienabschluss war sie als Bühnenbildassistentin am Theater Basel, der Schaubühne Berlin, am Opernhaus Zürich und an der Staatsoper Stuttgart tätig. Seit 2009 arbeitet Martina Ehleiter als freischaffende Bühnenbildnerin und seit 2011 als wissenschaftliche Assistentin am Institut Innenarchitektur und Szenografie der HGK Basel. Marisa Jäger wurde 1989 in Herisau geboren. Sie absolvierte nach dem Vorkurs der Schule für Gestaltung in St. Gallen und zwei Zwischenjahren in Lausanne und Luxemburg eine Berufslehre als Dekorationsgestalterin. Danach folgte die Berufsmaturität in gestalterischer Richtung, um gleich darauf das Studium an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel am Institut für Innenarchitektur und Szenografie zu beginnen. Im Jahr 2014 wurde ihr Entwurf «La Linea» für den Aussenbereich des Theaterfestivals Basel realisiert. Corinne Koller, angetrieben von der Neugierde. Inspiriert von Raum, Mensch und Wort. Realisiert wird klassischerweise mit den Händen. Galina Litman wurde 1990 in Schaffhausen geboren. Sie zeigte bereits früh reges Interesse am gestalterischen Ausdruck ihrer Gedanken, entschied sich jedoch nach der Mittelschule, ihrer zweiten Passion – den Pflanzen – nachzugehen und studierte von 2009 – 2013 an der Universität Zürich Biologie. 2013 entschied sie sich für ein zweites Studium im gestalterischen Bereich. Sie erweitert seither am Institut für Innenarchitektur und Szenographie an der HGK Basel ihre Ausdrucksfähigkeit, ergänzt ihre technischen Fähigkeiten und entdeckt neue Themenbereiche.


Dank

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Juan Pablo Orrego Berrios. Der chilenische Komponist wurde 1977 in Santiago de Chile geboren. 2007 schloss er sein Studium in der Universidad de Chile ab, wo er hauptsächlich bei Pablo Aranda und Cirilo Vila lernte. 2007 – 2009 war er Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und studierte Komposition bei Caspar Johannes Walter an der Hochschule für Musik Stuttgart. Derzeit ist er Student des Masterprogramms Komposition und Musiktheorie der Hochschule für Musik Basel. Seine Werke wurden sowohl in Chile als auch im Ausland bei verschiedenen Projekten und Festivals für neue Musik aufgeführt. Er ist Gründer und Mitherausgeber des Musikverlags «figura ediciones musicales».

gen zu unerwarteten Lösungen von Problemstellungen zu gelangen.

Caspar Johannes Walter, geboren 1964 in Frankfurt am Main, stammt aus einer Musikerfamilie und hat relativ spät angefangen, Violoncello zu spielen. Mit 16 begann er, sich ernsthaft für das Komponieren zu interessieren und besuchte während seiner letzten Schuljahre die Akademie für Tonkunst in Darmstadt. Zudem nahm er Kompositionsunterricht bei Volker David Kirchner in Wiesbaden. 1985 – 1990 studierte er bei Johannes Fritsch und Clarence Barlow an der Hochschule für Musik in Köln. Mit der Komponistin Carola Bauckholt gründete er 1985 den «Thürmchen Verlag», der insbesondere Komponisten vertritt, die sich dem Goni Peles, Komponist, ist 1988 in Israel geboren. Er Experimentellen verschrieben haben. Walters umhat an der Buchmann-Mehta School of Music in Tel fangreiches Schaffen wurde mit zahlreichen Preisen Aviv bei Dan Yuhas Komposition studiert und studiert und Stipendien gewürdigt. Er hat eine Professur an der aktuell an der Hochschule für Musik in Basel bei Cas- Hochschule für Musik Basel inne, zuvor war er in gleipar Johannes Walter und Jakob Ullmann (Musiktheo- cher Funktion an der Stuttgarter Musikhochschule tärie). Im Rahmen von Einzelunterrichten und Master- tig. dasses hat er zudem bei Ruben Seroussi, Chaya Czernowin, Georg Nussbaumer und Dmitry Kourli- Andreas Wenger wurde 1961 in Summit, New Jersey, andski gelernt. Seine Arbeiten wurden bei Veranstal- USA geboren. 1981 – 1987 Studium der Architektur an tungen wie Impuls 2015 (Graz), dem Tzlil Meudcan der ETH in Zürich, 1993 Gründung von Anarchitekton Festival 2012 und 2015 (Tel Aviv) sowie beim ACLAsi- und selbständige Arbeiten in Projektentwicklung, Uman Composers League Festival 2012 und 2013 (Israel, bauten, Sanierungen und Ausstellungen. Von 1994 bis Singapore) gezeigt. Peles ist Träger verschiedener 1998 war er Oberassistent am Lehrstuhl für Architektur Preise und Stipendien, darunter das Schweizer Bun- und Städtebau Prof. Franz Oswald an der ETH Zürich. desstipendium (2014-2016) und der ACL’s Yoshiro Iri- 2006 Co-Gründer und Co-Direktor des «International no Memorial Prize (2012). Scenographers` Festival IN3», welches 2006, 2008 und 2010 in Basel durchgeführt wurde. Seit 2001 leitet Eleni Ralli wurde in 1984 in Thessaloniki (GR) geboren, Andreas Wenger das Institut Innenarchitektur und wo sie ihr Bachelor-Studium in Komposition absolvier- Szenografie an der Hochschule für Gestaltung und te. Im September 2013 begann sie ihr Masterstudium Kunst FHNW. in Komposition und Musiktheorie an der Musik-Akademie Basel. Sie nahm an vielen Kompositionswettbe- Yiran Zhao, Komposition. Die chinesische Komponistin werben teil und wurde dabei mehrere Male unter die und Performance-Künstlerin Yiran Zhao (*1988) stuFinalisten gewählt (u. a. beim International Music Prize diert Komposition bei Caspar Johannes Walter und for Excellence in Composition, beim aXes Krakau Fes- Erik Oiia an der Musik-Akademie Basel. Sie erhielt vietival 2014, beim Iktus Percussion International Score le Preise und Stipendien, z. B. den ersten Preis des Call und dem IV. Kiev International Master-Classes for Con Tempo Kammermusikwettbewerbs China, das new Music Course). Ihre Werke wurden in Deutsch- Staatsstipendium China und das Deutschlandstipendiland, der Schweiz, Griechenland, der Ukraine und Po- um. Zhao arbeitet mit zahlreichen Künstlerinnen und len aufgeführt. Gruppen sowie bei Festivals in Europa, Asien und Amerika, z. B. ensemble recherche, Ensemble PhoeMirjam Scheerer, geboren 1992, 2011 Technische As- nix Basel, Philharmonia Chor Stuttgart, aXes Triduum sistentin für Produkt Design (Ausbildung), 4. Semester Krakau und dem Next Generation Off-Program der DoHGK Basel Szenografie und Innenarchitektur, 2015 naueschinger Musiktage. Ihre Arbeit bezieht verschiePreisträgerin Young Scenographers Contest Graz. dene Ausdrucksmodalitäten mit ein, die sowohl rein musikalische als auch performative Elemente, BeJonas Vogel, geboren 1990, studiert Innenarchitektur leuchtung, visuelle Kunst und andere Medien integund Szenografie an der HGK Basel, interessierte sich riert. schon früh für gestalterische Konzepte und Problemstellungen. Erfahrungen am Theater Basel so wie in den unterschiedlichsten Berufsfeldern ermöglichen ihm, bei der Konzeptentwicklung auf vielfältige Erfahrungen zurückzugreifen und dadurch auf eigenen We-


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«Am Anfang gab es kleine Experimente. Ideen wurden ausgetauscht, wie beispielsweise in dem grossen Treppenhaus Murmeln springen zu lassen, was technisch nicht möglich ist. Aber daraus ist eine Idee von weissem Rauschen entstanden, was klanglich bedeutend geworden ist. Dann hat man angefangen über diese Treppe zu sprechen und der Begriff «Galatreppe» ist entstanden, der sich bis heute gehalten hat. Vieles entsteht so fliessend, über die Gespräche.»1 Andreas Wenger


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«Und in diesem Punkt lief es von vornherein – natürlich mit praktischen Höhen und Tiefen – ganz hervorragend. Auch die Idee von Andreas und mir, dass sich Teams aus Komponist und Szenograf aber auch Musikern bilden sollten, ist sehr glücklich gegangen.»1 Caspar Johannes Walter

«Aber es gab auch Inputs von Aussen. Der Lichtexperte Rolf Derrer, die inspirierenden Vorträge von Daniel Ott und Christina Kubisch. Und einzelne Infos zur Partitur (es gibt eine szenografische Partitur), zu Flowcharts, und deine (Johannes) Vorträge an der Musik- Akademie. Das waren verschiedene Bausteine, die die Studierenden mitnehmen konnten, ohne dass wir dadurch etwas Bestimmtes vorgegeben haben.»1 Martina Ehleiter


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© 2015 Fachhochschule Nordwestschweiz Hochschule für Gestaltung und Kunst Institut Innenarchitektur und Szenografie Fachhochschule Nordwestschweiz Hochschule für Gestaltung und Kunst Institut Innenarchitektur und Szenografie Freilager-Platz 1, Postfach Ateliergebäude A, 2. OG CH – 4023 Basel info.in3.hgk@fhnw.ch www.fhnw.ch/hgk/iis Wir danken allen Beteiligten für die Mithilfe am Entstehen dieser Publikation.


Profile for FHNW HGK Institut Innenarchitektur und Szenografie

Klangtaucher – Klingende Intervention im Rheindüker  

Zur ersten Biennale für Neue Musik und Architektur «ZeitRäume Basel» im September 2015 tauchten im Untergrund einzigartige Fusionen von Klan...

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