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Chevy-Jungs siegten auch in Brasilien. Interner Titelkampf wird zum Existenzkampf!


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Nachrichten

Das Neueste aus der WTCC Die wichtigsten Meldungen aus dem Fahrerlager von Curitiba kurz zusammengefasst.

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Überraschend war die Mitteilung von Honda, die nur wenige Tage vor dem Rennen in Brasilien verlautbart wurde. Für 2013 hat man sich die Dienste von Gabriele Tarquini und Tiago Monteiro gesichert. Monteiro wird bereits in diesem Jahr die asiatischen Testläufe bestreiten. Einher mit dem Engagement bei Honda geht, dass der Portugiesen bei den restlichen Rennen nicht wie erwartet den neuen Motor von Seat zur Verfügung gestellt bekommt. Die Gründe für die frühzeitige Verpflichtung beider Namen ist eindeutig. Man wollte sich die Dienste der Fahrer sichern, bevor sie irgend woanders andocken. Zudem haben sie eine Menge Erfahrung und werden bei der Entwicklung eine große Hilfe sein. „Wir sind davon überzeugt, dass beide Fahrer an den Erfolg von Honda in der WTCC ankünpfen können“, sagte Honda Manager Hideo Sato. Was er damit meint, ist eindeutig. Schon 2008 gelang James Thompson ausgerechnet in Japan der einzige WTCC-Sieg der Marke. Auch damals wurde das Projekt von einem italienischen Team betreut. Damals war es N.technology, heute JAS Motorsport.

Immer wieder keimen Gerüchte um neue Hersteller auf, die in die WTCC einsteigen könnten. Unlängst äußerte sich der Marketingleiter von Nissan Simon Sproule zu möglichen neuen Projekten. Er sagte gegenüber Autosport, dass man langsam mit der Entwicklung beginnen müsse, wolle mann innerhalb der nächsten zwei Jahre in ein neues Gebiet vorstoßen. Ein recht kurzfristiger Einstieg wie von Ford vorgemacht, wird schwierig. Man könnte fast sagen, dass der Chevrolet-Rückzug damit gerade zur rechten Zeit gekommen ist. Denn nun hätte man mit RML einen erfahrenen und kompletenten Entwicklungspartner. Hinzu kommt, dass dies nicht die erste Zusammenarbeit der beiden Firmen wäre. Das Unternehmen von Ray Mallock entwickelte 2003 bereits einen Sportwagen, der auf dem Micra-Modell basierte, sowie jüngst den Motor für den in Le Mans eingesetzten DeltaWing.

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Einige Fahrer nutzten die Sommerpause, um anderweitig Rennen zu fahren. Yvan Muller fuhr beispielsweise beim europäischen Ableger der NASCAR Serie, wo man auf einem provisorischen Ovalkurs in Tours unterwegs war. Ein Rennen schloss der Weltmeister sogar auf dem Podest ab, während der einmalige WTCCTeilnehmer Eric Hélary gewann. Tom Coronel war im Rahmen der World Series by Renault in der Megane Trophy unterwegs. Nachdem er beim ersten Rennen am Nürburgring von der Bahn gedrängt wurde, reichte es im zweiten Lauf zum 13. Rang. Bei seinem zweiten Gastspiel, das in der vergangenen Woche in Moskau stattfand, holte der Niederländer den dritten Rang. Schon in den nächsten Tagen geht es für Coronel weiter. Er wird die 24 Stunden von Spa in einem BMW Z4 GT3 bestreiten, der ebenfalls von ROAL Motorsport eingesetzt wird. Als die International Superstars Series auf dem Hungaroring Halt macht, war auch Norbert Michelisz am Start. Ihm gelang mit einem BMW M3 auf Anhieb eine Platzierung unter den ersten drei.

Weitere Pläne für seine Zukunft hat der letztjährige Seat-Pilot Frey Barth am Freitag vorgestellt. Der Schweizer geht fortan mit einem komplett privatentwickelten Jaguar in der Blancpain Endurance Series an den Start. Die Rennpremiere des Emil Frey GT3 Jaguar findet in der kommenden Woche bei den 24 Stunden von Spa statt. Das Team bezeichnet bereits eine Zielankunft als herrausragenden Erfolg. Schon bei einem Testeinsatz während des vergangenen BES Rennens in Le Castellet konnte der Sportwagen überzeugen. Die Anfänge von Emil Frey Racing gehen auf das Jahr 1924 zurück, als der Namensgeber eine Fahr- und Motorradwerkstatt eröffnete. Ab 1927 widmete man sich auch dem Automobil. Das aktuelle Projekt wurde innerhalb von 15 Monaten bewerkstelligt. Neben Barth werden Gabriele Gardel, Lorenz Frey und Rolf Maritz ins Lenkread greifen.

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www.inside-racing.de/wtcc Gute Besserung

Schlimmer als erwartet hat es Pasquale di Sabatino getroffen. Dem Italiener wurde von seinem Arzt aufgrund einer Lungenentzündung und Bronchitis Flugverbot erteilt. Kurzfristig engagierte Bamboo Engineering Michel Nykjær, der aufgrund eines Zerwürfnisses mit seinem Sponsor derzeit ohne WTCC-Cockpit dasteht. Für den Dänen war er es in der Tat ein Last-Minute-Call, denn er kam erst in der Nacht zum Freitag in Brasilien an. Nykjær hat zwar Erfahrung im Chevrolet Cruze, gewiss aber keine guten Erinnerungen an seinen Einsatz beim europäischen Tourenwagen Cup 2011. Damals wurde er während des gesamten Wochenendes von Motorproblemen heimgesucht. „Das Team wünscht Pasquale alles gute und hofft, dass er so schnell wie möglich wieder bei uns sein kann“, sagte Teamchef Richard Coleman. Dem schließen wir uns an.

Neues Regelwerk

Zeitgleich mit der Rücktrittsmeldung von Chevrolet wurden Ansätze eines neuen technischen Regelwerks vorgestellt, das ab 2015 greifen soll. Hauptsächlich geht es um ein einheitliches Hybridsystem. Die FIA-Arbeitsgruppe für umweltfreundliche Technologien untersucht dies gerade im Hinblick auf die Machbarkeit. Serienpromoter Marcello Lotti unterstrich, dass es eher um eine Weiterentwicklung des aktuellen Reglements geht, als um eine Revolution. Der Hersteller seien offen für das Hybridsystem, so der Italiener.

Seitenstreifen - Mit zwei weiteren Siegen hat sich Fernando Monje zum Champion des europäischen Tourenwagen Cups gekrönt. Der Spanier war damit bei sechs von acht Rennen ganz oben auf dem Podest. Nun widmet er sich ganz seinen Einsätzen in der WM. - Yokohama wird auch in den kommenden drei Jahren der Reifenausrüster der WTCC sein. Am Ende der nächsten Periode wird man damit 10 Jahre lang die WTCC ausgestattet haben. 2006 stieg man ein, nachdem in der Premierensaison Michelin die Fahrer ausrüstete. - Am Freitag wurden Stimmen laut, wonach sich Rob Huff um einen Platz in der australischen V8 Supercar bemühen könnte. - Nachdem der US-Amerikaner Brandon Kraus schon am Test in Monza teilgenommen hat, möchte er nach wie vor bei seinem Heimrennen in der WTCC Start gehen. Dazu ist er im Moment mit dem Proteam in Verhandlungen. - Die Werbetrommel für jenes Rennen wird immer wieder gerührt. Schon beim NASCAR Rennen waren einige Fahrer in Sonoma, in der vergangenen Woche gab es eine Promotionveranstaltung in Sacramento. - Yvan Muller widmet sich seit der Sommerpause einer wohltätigen Organisation. Er unterstützt MIRA Europe, wo Blindenhunde ausgebildet werden. -Schnellster Mann beim Test am Freitag war Alain Menu. Innerhalb von zwei Zehntelsekunden lagen die drei RML-Chevrolets an der Spitze. Auch bei den freien Trainings war der Franzose der Beste. - Ford-Pilot James Nash war in einer brasilianischen Schule, um dort Aufklärung für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen. Dies war kein Teil der FIA Sicherheitskampagne, sondern von einem seiner Sponsoren initiiert.

Honda

- Beto Richa, Präsident des Bundesstaates Paraná und ehemaliger Bürgermeister von Curitiba, hat im Seat einige Runden um die Strecke gedreht. Er ist zudem Amateurpilot.

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- Nach einem Kühlerschaden darf bei Pepe Oriola der Motor für Sonoma straffrei gewechselt werden. Es ist greift die „Höhere Gewalt“-Regel.

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Seitenblick

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Was sieht man: Yvan Muller im Gespräch mit seinem Ingenieur Wo: In der Chevrolet Box Wann: 22. Juli 2012 um 14:42 Uhr Fotografie: WTCC Organisation Womit: Canon EOS-1D Mark IV Beschreibung: Yvan Muller im Fischauge. So nennt sich jedenfalls das Objektiv, mit dem der Weltmeister hier abgelichtet wurde. Dabei werden die Bildgegenstände verzerrt dargestellt, was dem Betrachter eien Blinkwinkel von 180° ermöglicht. Hier bekommt man einen Einblick in die Box von Chevrolet. Nur etwa 30 Minuten vor dem Start geht hier alles ruhig zu. Keine Spur von Hektik. Auch der Weltmeister wirkt entspannt.

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WTCC

Läufe 15 & 16

Im brasilianischen Winter setzt die WTCC ihre Saison nach der ersten der beiden Sommerpausen fort. Bei Temperaturen von mehr als 20°C sind es wieder die Chervolet-Fahrer, die den Ton angeben. Yvan Muller war zwar während des gesamten Wochenendes der schnellste Mann, doch im Rennen kann Rob Huff ein wenig aufholen. Der Kampf um die Meisterschaft ist damit noch nicht in Richtung des dreifachen Weltmeisters vorentschieden, so wie es viele erwarteten. !R RAC!NGREPORT! 08/2012

Fotos: WTCC

von Daniel Geradt

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WTCC

Läufe 15 & 16

Runde kam es zur ersten Kollision. Involviert waren Tiago Monteiro und Alberto Cerqui. Monteiros linkes Vorderrad nahm dabei Schaden und stand anschließend schief. Der Portugiese versuchte zwar noch, bis in die Boxengasse zurückzukommen, denn das hätte ihm einen enormen Vorteil für die Reparatur gebracht, aber er gab schon nach wenigen Metern auf. Das Auto verblieb hinter der Leitplanke. Sein Unfallgegner fuhr zwar noch weiter, steuerte in der neunten Runde hingegen die Boxengasse an, um dort sein Rennen zu beenden. An der Spitze waren die Position mit dem Losfahren bezogen. Es gab keine Zweikämpfe unter den drei Führenden. Dafür war im Mittelfeld umso mehr los. Oriolas Kampf wird nicht belohnt

Rob Huff meldet sich zurück und feiert den ersten Sieg seit Salzburg.

| Curitiba (!NS!DE-RAC!NG) – Endlich ging es weiter in der WTCC. Nachdem die gesamte Fracht nach Brasilien verschifft wurde, konnte das mit Spannung erwartete achte Meisterschaftswochenende über die Bühne gehen. In der vergangenen Saison, damals noch als Auftakt, zeigte Chevrolet in Brasilien erstmals die Überlegenheit des Cruze inklusive des neuen Motors. Damals konnte mit Cacá Bueno auch ein Gaststarter auf den Toprängen mitmischen. Dieses Jahr drohte mit Michel Nykjær gleiches, zeigte er sich in der Qualifikation sehr stark. Schon beim fliegenden Start zum ersten Rennen wurde klar, wie entschlossen die Fahrer waren, nach der Zwischenpause wieder Rennen

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zu fahren. Vor allem im hinteren Teil des Felds suchten sie nach der optimalen Linie, um an der Konkurrenz vorbeizufahren. Das Feld fächerte weit aus, was dazu führte, dass die Rennleitung den 15 Saisonlauf nicht freigab. Es folgte eine weitere Einführungsrunde. Doch als wenig später das Rennen schließlich gestartet wurde, ging alles geordnet zu. An der Spitze waren ohnehin kaum Attacken unter den Chervrolets zu erwarten, weiter hinten musste zwei Fahrzeuge, darunter auch der Führende in der Yokohama-Trophy Pepe Oriola, durch die Ausfaufzone der ersten Kurve ausweichen. Beide konnten sich aber wieder ins Feld einsortieren. Im weiteren Verlauf der ersten

Im Kampf um die neunte Position duellierten sich Norbert Michelisz und der stark gestartete Pepe Oriola. In dem Zweikampf stecke auch deswegen zusätzliche Brisanz, weil es für beiden in diesem Jahr um den Sieg in der Yokohama-Trophy geht. Nachdem der Ungar in der vierten Runde eingangs der Start-Ziel-Geraden überholt wurde, setzte er beim Anbremsen auf die erste Kurve zum Konter an. Auf der Innenbahn reichte es aber nicht, um vorbei zu ziehen, es kam zur Kollision. Dabei touchierte er Oriola am Heck und beide machten einen Ausflug durch die einzige asphaltiere Auslaufzone der ganzen Strecke. Der Spanier behielt die Nase vorne. Vier Runden später überholte Michelisz schließlich erfolgreich. Am Ende brachte der zehnte Platz Oriola dennoch keine Punkte. Er wurde nach dem Rennen wegen zu hoher Geschwindigkeit beim fliegenden Start bestraft. 30 Sekunden bekam er aufgebrummt und ging damit auch in der Yokohama-Trophy leer aus. Gabriele Tarquini lag auf der vierten Position und war erster ChevroletJäger. Auch wenn es für ihn weder

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www.inside-racing.de/wtcc nach vorne ging, noch von hinten Gefahr drohte, denn Michel Nykjær lag mehr als zwei Sekunden hinter ihm, gab der Italiener alles. Dies führte zu einem leichten Verbremser in der zehnten Runde. Er musste die erste Kurve auslassen, konte das Rennen aber wieder auf seiner ursprünglichen Position wieder aufnehmen. Gleichzeitig begann ein enger Kampf um die 13. Position. Tom Boardman war eindeutig der Langsamste der Gruppe, sodass sich hinter ihm Mehdi Bennani, Stefano D‘Aste und Franz Engstler aufstauten. In einem engen Duell, das sich über mehre Kurven hinzog, verlor der Brite seine Position gegen Bennani. Beim nächsten Anbremsen kam es zur leichten Berührung, bei der der BMW-Pilot von der Linie weggeschubst wurde, aber immer noch auf der Strecke blieb. Boardman erhielt für dieses Manöver eine Durchfahrtsstrafe. Dabei stellte er seinen Seat ab. Nur wenig später räumte D‘Aste Engstler von der Bahn. Er erhielt ebenfalls eine DriveTrough, aber nach demm Rennen in eine Zeitstrafe von 30 Sekunden umgerechnet wurde. Vorne gelang Yvan Muller ein tadelloser Start-Ziel-Sieg. Das Podest erstrahlte zum ersten Mal vollständig in Chevrolet-Farben, weil neben seinen beiden Teamkollegen auch Michel Nykjær als bester Privatfahrer dort vertreten war. Heikel wurde es in der Reparaturzeit für zwei Fahrer. Bei Tiago Monteiro und Darryl O‘Young, der trotz Getriebeproblemen das erste Rennen auf dem siebten Rang beendete. „Die Jungs haben schon einige Wunder vollbracht und ich glaube, dass sie es heute wieder schaffen“, blickte Monteiro zuversichtlich auf die bevorstehende Arbeit seiner Crew. Die notwendigen Arbeiten an der Radaufhängung von seinem Seat wurden tatsächlich innerhalb der 15 Minuten abgeschlossen. Damit konnte der Portugiese seinen dritten Startplatz einnehmen, wenn auch mit einem krummen Auto. O‘Young musste

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hingegen aus der Boxengasse nach starten, beendete das Rennen anschließend schon nach vier Runden. Aus der ersten Reihe konnten Norbert Michelisz und Tom Coronel erwartungsgemäß ihre Positionen beim Start verteidigen. Hinter ihnen fuhr schon Gabriele Tarquini in die erste Kurve, der durch das Nachstarten von Darryl O‘Young als Fünfter losfuhr. Hinter dem Italiener kam Michel Nykjær nur schlecht weg. Er rutschte bis auf den zehnten Rang ab. Gewinner der ersten Runde waren die Chevrolet von RML. Angeführt von Rob Huff belegten sie die Positionen fünf bis sieben. Er war drauf und dran Tiago Monteiro seine Position zu entreißen, fand aber in der Anfangsphase keinen Weg an ihm vorbei. Stattdessen überholte dahinter Alain Menu den WM-Spitzenreiter Yvan Muller. Aber schon bald sollte es für sie weiter nach vorne gehen. In einem Rutsch gingen sie an Tom Coronel vorbei. Der Niederländer schien anschließend aus dem Konzept geraten zu sein. Er musste nicht nur Aleksei Dudukalo Platz machen, sondern verlor durch einen Ausrutscher in der ersten Kurve weiteren wertvollen Boden. Für das Team Engstler entpuppte sich die Reise nach Brasilien immer mehr zum Desaster. Nachdem sich

Franz Engstler im zweiten Rennen schon in den ersten Runden von der Strecke drehte, sah auch Charles Ng nicht die Zielflagge. Er rutschte ebenfalls von der Fahrbahn und schlug in die Mauer ein. Das SafetyCar musste ausrücken. Nur wenige Positionen vor ihm legte Pepe Oriola an der gleichen Stelle ebenfalls einen wilden Ritt über den Grünstreifen hin. Er konnte fing das Auto wieder ab, stellte es anschließend aber in der Boxengasse ab. Michelisz lässt Chevrolet ziehen Beim Restart hatte der Führende nichts anzurichten. Schon in der ersten Kurve ging Gabriele Tarquini an ihm vorbei. Danach agierte er mit Verstand und ließ die Chevrolets ohne Gegenwehr überholen. „Es hätte keinen Sinn gemacht, mit den Chevrolets zu kämpfen. Glücklicherweise war Pepe Oriola hinter mir, das ist der Grund, weshalb ich kein Risiko eingehen wollte“, so der BMW-Pilot, der sich vollkommen auf die Yokohama-Trophy konzentriert. Mit einem heftigen Einschlag verabschiedete sich Alberto Cerqui aus dem Rennen. Er stieg über das Heck von Aleksei Dudukalo auf und landete damit unweigerlich in der Boxenmauer. Die Streckenposten schoben

Frühes Aus: Tiago Monteiro muss seinen Seat nach einer Kollision mit Alberto Cerqui abstellen.

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WTCC

Läufe 15 & 16

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Angeschoben: Franz Engstler landet nach einem Zusammenstoß im Kies und scheidet aus.

das Fahrzeug von der Piste, ohne dass das Safety-Car ausrücken musste. Die gelben Flaggen gaben Tarquini die Möglichkeit, sich einige Runden vorne zu halten. Dann aber wurde die Luft an an der Spitze immer dünner. Er rettete immerhin die dritte Position und hielt Muller hinter sich halten. Glück im Unglück hatte Tiago Monteiro bei einem von mehren Ausritten. Im Zweikampf mit Mehdi Bennani kam er auf den schmutzigen Teil der Piste und rutschte geradewegs durch das Gras in der Auslaufzone. Unkontrolliert kam er wieder zurück und erwischte eine etwas größere Lücke vor Tom Coronel, um sich wieder ins Feld einzureihen. An der Spitze war die Messe gelesen. Huff fuhr seinen dritten Saisonerfolg ein. In der Gesamtwertung brachte ihn dies ein kleines Stücken näher an WM-Leader Yvan Muller heran. Zusammen mit den Zählern aus der Qualifikation konnte Huff 43 Punk-

te holen, Muller 42. Der Vorsprung liegt nun bei immer noch stattlichen 17 Punkten. Bei Ford ist man alles andere als zufrieden mit dem Wochenende. James Nash wurde in beiden Rennen 15., Tom Chilton kam nicht über Platz 16 hinaus. Dabei sah Chilton im zweiten Lauf noch nicht einmal die Zielflagge, sondern musste in der letzten Runde stehen bleiben. Nach einer Pause von zwei Monaten wird die WTCC in den USA zum ersten Mal Halt machen. Auf der traditionsreichen Strecke von Sonoma geht es ähnlich stark bergauf und bergab wie am Salzburgring. Passend zum Heimrennen kann Chevrolet dort schon die Markenwertung für sich entscheiden. Auch letztes Jahr gelang der Truppe von Eric Nève dies drei Wochenenden vor dem Finale. Außerdem können die Fahrer den Sack dort zu machen, sodass nur noch ein Chevy-Pilot Weltmeister werden kann. DG

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www.inside-racing.de/wtcc Stimmen nach den rennen

Yvan Muller über das knappe erste Rennen: | „Der Sieg im ersten Rennen sah vielleicht einfach aus, aber weil wir so dicht zusammen waren, war

es das nicht. Mein Ziel war es, von der Pole-Position zu gewinnen. Daher bin ich zufrieden damit. Das Wochenende war nicht schlecht. In der Meisterschaft sieht es ja fast so aus wie zuvor. “

Rob Huff üver sein Wochenende: | „Mit dem dritten Platz im ersten Rennen war ich ein bisschen enttäuscht. Aber wenn man Yvan und Alain vor sich hat, kann man wenig anrichten. Für den zweiten Lauf haben wir ein bisschen am Setup gearbeitet. Dann hat es perfekt funktioniert. Ich glaube das Überholmanöver an Gabriele Tarquini war eines der besten meiner Karriere.“

Tiago Monteiro nach seiner Kollision mit Alberto Cerqui: | „Nachdem Start haben einige Fahrer die Schikane ausgelassen und wurden nicht dfür bestraft. Ich fand mich danach mitten im Getümmel wieder und wurde von Alberto Cerqui getroffen. Meine Aufhängung und die Lenkung waren zerstört.“

Tom Coronel, dem im zweiten Rennen ein Fehler unterlief: | „Ich habe im zweiten Rennen einen Fehler gemacht und kam auf den schmutzigen Teil der Strecke.

Danach war ich Achter hinter Mehdi Bennani und Michel Nykjær. Sie duellierten sich untereinander und ich habe auf eine Chance gehofft, sie zu überholen. Das schaffte ich in der vorletzten Kurve und wurde Siebter.“

Darryl O‘Young über sein bestes Resultat in diesem Jahr: | „Das war kein passender Abschluss für das Wochenende. Das Fahrzeug war das ganze Wochenende über schnell, leider hatten wir dann Probleme mit dem Getriebe.“

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WTCC

Yokohama Trophy

Michelisz übernimmt Führung, Oriola strauchelt Mit einer überzeugenden Leistung sichert sich Norbert Michelisz wertvolle Punkte in der Yokohama-Trophy, während Pepe Oriola in beiden Rennen leer ausgeht.

von Daniel Geradtz | Curitiba (!NS!DE-RAC!NG) – Für Pepe Oriola war das Wochenende ein Brasilien eins zum Vergessen. Schon in der Qualifikation lief es nicht für ihn, im Rennen schließlich umso weniger. Nach einer Zeitstrafe wurde er in Lauf eins nur 15., im zweiten Rennen sah er nichtmal die Zielflagge. Es war einer jener klassischen „Nuller“, die man im Kampf um die Meisterschaft am wenigsten gebrauchen kann. Umso weniger, wenn der Hauptkonkurrent wesentlich besser abschneidet. Genau das war in Brasilien der Fall. Norbert Michelisz holte als Vierter im ersten und als Sieger im zweiten Lauf 15 Punkte und konnte damit die Führung in der Gesamtwertung an sich reissen. Überhaupt besticht der Ungar in diesem Jahr durch eine unglaubliche Konstanz. Nur einmal hat er nicht gepunktet, damals in Marokko schied er aus. Sah es zu Beginn des Jahres noch nach einem Zweikampf zwischen Stefano D‘Aste und Pepe Oriola aus, hat sich das Bild geändert. Nun hat Michelisz den Italiener ersetzt, bei dem seit dem Wochenende in Marrakesch nur noch wenig zu Stande kommt. Aus den letzten zehn Rennen bracht er nur 22 Punkte mit nach Hause. An jedem Wochenende hatte er zudem ein Rennen, bei dem es nicht für Punkte reichte. Der Zug in der Gesamtwertung roll langsam davon. Nykjær gibt Gas In Brasilien empfahl sich dafür aber ein anderer. Michel Nykjær, der in der Vergangenheit im Seat am Start war, zeigte seine Qualitäten im Cruze. Es war das richtige Zeichen, das der Däne setzte. In der Qualifikation ging es für ihn bis in die zweite Reihe nach vorne. Pasquale di Sabatino, für den der er einsprang, im bisherigen Saisonverlauf noch nicht einmal den Sprung ins Q2. Was Nykjær mitnehmen kann, das ist der Sieg in der Yokohama-Trophy, sein sechster insgesamt, und die Ge-

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www.inside-racing.de/wtcc wissheit durch einen guten Job sich für die Zukunft empfohlen zu haben. Er arbeitet weiterhin an der WTCCRückkehr. Mächtig angefressen nach einer harten Entscheidung der Rennleitung war Tom Boardman. Auf dem siebten Platz liegend wurde er für eine kleine Rempelei zu hart bestraft. Bedenkt man, dass D‘Aste für das Umdrehen von Franz Engstler die gleiche Strafe erhielt, ist das mit zweierlei Maß gemessen. Der Italiener ruinierte das Rennen von Engstler, während Mehdi Bennani nach Boardmans Attacke nur eine Position verlor. Auch wenn es bei dessen Teamkollege Darryl O‘Young im ersten Rennen Probleme am Getriebe gab, die eine vorzeitige Aufgabe im zweiten Lauf zur Folge hatten, stimmt im Team die Grundrichtung. „Wir hätten mehr erreichen können, trotzdem blicke ich jetzt schon auf das Rennen in den USA. Wir haben einen fantastischen Fortschritt erreicth und sind konkurrenzfähig“, so der Chinese. Er konnte zum ersten Mal in diesem Jahr auf dem Podest in der Trophy klettern. Aber nicht nur um Boardman herum wurde in den Rennen mächtig gekämpft. Denn vor allem in der Schlussphase von Rennen zwei

wurden noch einmal die Positionen gewechselt. Zunächst konnte Michel Nykjær nach leichtem Anlehnen an Mehdi Bennani vorbeifahren. Dem Marokkaner gelang noch in der gleichen Runde der Konter. Im finalen Umlauf drehte sich das Spiel wieder um. Schließlich platzierte sich auch noch Tom Coronel vor Bennani, der das Rennen daraufhin auf Platz acht beendete. Auf den letzten Drücker wollte auch Aleksei Dudukalo noch einen Rang aufholen. Er setzte zum Überholmanöver gegen Alex MacDowall an und auch dabei kam es zum leichten Kontakt. Bei MacDowall schleifte dadurch in Teil der Verkleidung am Reifen. Zu einer Attacke, um wieder nach vorne zu kommen, gab es nicht. Pech für Engstler Nach seinem dürftigen Auftritt beim Rennen in Valencia konnte Fernando Monje in Brasilien einige Akzente setzen. Nun auch mit dem neuen Seat-Motor ausgestattet, fuhr der Spanier in beiden Rennen Punkte ein. Mit Platz zehn reichte es sogar für die ersten Zähler im Gesamtklassement. Nominell geht er jetzt auch für Tuenti Racing an den Start.

Für das Team von Franz Engstler kam es keinen Grund zur Freude. Nur Charles Kaki Ng nahm einen Punkt in der Yokohama-Trophy mit nach Hause. Schon in der Qualifikation haperte es. Keiner der beiden Piloten schaffte es ins Q2. Von der Startplätzen 15 und 17 aus losfahrend, kam Engstler immerhin bis in die Top-10 nach vorne und hatte damit die Punkte zum Greifen nahe. Doch der Rammstoß von Stefano D‘Aste vernichtete alle Hoffnungen. Eine weitere Kollision sorgte zudem für ein frühes Ausscheiden in Rennen zwei. Zweikampf in der Meisterschaft Auch wenn Norbert Michelisz nun die Punktewertung anführt, ist der Abstand kleiner als zuvor. Er hat nur fünf Zähler Vorsprung auf Pepe Oriola. Stefano D‘Aste verweilt nach wie vor auf dem dritten Rang, liegt jedoch schon 36 Punkte dahinter. Das Wochenende in Sonoma stellt für die Piloten eine große Unbekannte dar. Nur Ng, der seine Karriere in den USA startete, kennt die Strecke bereits. Für die Veranstaltung könnte es in der Yokohama-Trophy durch Brandon Kraus einen Zuwachs im Fahrerfeld geben. DG

WTCC

Aufgehalten: Tom Boardman ist wesentlich langsamer als Stefano D‘Aste und Mehdi Bennani

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WTCC

Statistik

Die wichtigsten Zahlen der Rennen in Curitiba Teilnehmerliste 1 van Muller 2 Rob u 3 Gabriele Taruini 4 Aleksei Dudukalo 5 Norbert Michelis 6 ran Engstler 7 Charles Ng 8 Alain Menu 11 Ale MacDowall 14 ames Nash 15 Tom Coronel 16 Alberto Cerui 17 18 Tiago Monteiro 20 Darryl oung 22 Tom oardman 23 Tom Chilton 25 Mehdi ennani 26 Steano DAste 74 Pee riola 88 ernando Mone

Daten Crue 16T Crue 16T Leon TCC Leon TCC 320 TC 320 TC 320 TC Crue 16T Crue 16T ocus S2000 TC 320 TC 320 TC Leon 16 T Leon TCC Leon TCC ocus S2000 TC 320 TC 320 TC Leon TCC Leon TCC

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Rennen 13  14

Name: Autódromo Internacional de Curitiba Kurvenanzahl: 9 Streckenlänge: 3.695 Meter Rundenanzahl: 14+1 / 14+2 Rundenrekord: 1:22,890 Min. Rob Huff (2011) Rekordsieger: Yvan Muller, Gabriele Tarquini (3), Seat (6) WTCC Debüt: 2006 WTCC Veranstaltungen: 6 Eröffnung: 1967 | www.autodromodecuritiba.com.br

Gangwechsel ro Runde 17 Durchschnittsgeschindigkeit 160 KM/ Maimale GKrat 16 G Daten RML / Chevrolet Die bisherigen Sieger ordi Gene 2006 Andy Priaul org Muller 2007 Augusto arus van Muller 2008 Gabriele Taruini van Muller 2009 Gabriele Taruini van Muller 2010 Gabriele Taruini Rob u 2011 Alain Menu

asisgewicht 1160 1150 1150 1160 1150 Komensationsgewicht +40 +/ 20 +10 20

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www.inside-racing.de/wtcc Streckenvorstellung Das Autódromo Internacional de Curitiba ist eine schnelle und flüssige Piste. Nach der langen Start-Ziel-Geraden folgte eine Schikane. Sie wird im zweiten Gang durchfahren. Anschließend geht es in einem Linksbogen auf eine weitere kurze Gerade. Nachdem die Fahrer zwei schnelle Rechtskurven, die letzte wird mit mehr als 150 km/h im vierten Gang durchfahren, absolviert haben, folgt die langsamste Stelle der Strecke. Im zweiten Gang und 85 km/h wird die Haarnadelkurve genommen, ehe wieder eine rechts-links Kombination im vierten Gang folgt. Zum Schluss geht es noch einmal in einem langgezogenen Rechtsbogen zurück auf Start-Ziel. In dieser Kurve, die im fünften Gang durchfahren wird, ist es wichtig, viel Schwung mitzunehmen. Die Strecke ist kein moderner Grand Prix Kurs. Es gibt mehr Kiesbetten als asphaltierte Auslaufzonen, genauso wie einige Bodenwellen. Im Bereich der vierten Kurve gibt es kurzes bergauf Stück. Auch auf dem Geschlängel, das zur fünften Kurve führt, geht es leicht bergauf. Diese Sequenz wird mit Vollgas durchfahren. Insgesamt gibt es auf knapp vier Kilometern neun Kurven. Die WTCC ist seit 2006 jährlich in Curitiba zu Gast. Zunächst fand das Rennen im Juli statt, ehe die Veranstaltung zusammen mit dem mexikanischen Lauf an den Beginn des Kalenders gelegt wurde. Auch nachdem das Rennen in Puebla weggefallen ist, blieb Curitiba als Saisonauftakt bestehen. 2012 ist das erste Mal, dass die WTCC Winter im brasilianischen Winter fährt. Nachdem die Strecke 1967 eröffnet wurde, dauerte es bis zum Beginn des aktuelles Jahrtausends, bis namhafte internationale Serien nach Curitiba reisten. Den Anfang machte die heutige World Series by Renault (damals noch mit Nissan Motoren). In diesem Jahr ist mit der Auto GP erstmals seit langer Zeit wieder eine bekannte Formelserie vertreten. Die Strecke liegt in der Peripherie der brasilianischen Millionenstadt Curitiba. Im Umkreis gibt es etwa eine handvoll weitere weitere Rennstrecken.

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!R RAC!NGREPORT! 08/2012


WTCC

Statistik

D‘Aste 21 Nash

Chilton

19

20

Engstler

Monje

17

18

Ng

Boardman

15

16

Cerqui

Oriola

13

1

Dudukalo

Bennani

11

12

Coronel

Michelisz

9

10

Rennen 1 1 van Muller 2 Alain Menu 3 Rob u 4 Gabriele Taruini 5 6 Ale MacDowall 7 Darryl oung 8 Tom Coronel 9 Norbert Michelis 10 ernando Mone 11 Aleksei Dudukalo 12 Mehdi ennani 13 Charles Ng 14 ames Nash 15 ran Engstler 16 Pee riola 17 Steano DAste 18 Tom Chilton 19 Tom oardman 20 Alberto Cerui 21 Tiago Monteiro L van Muller akten uhrungsrunden

Crue 16T Crue 16T Crue 16T Leon TCC Crue 16T Leon TCC 320 TC 320 TC Leon TCC Leon TCC 320 TC 320 TC ocus S2000 TC 320 TC Leon TCC 320 TC ocus S2000 TC Leon TCC 320 TC Leon 16 T 123,920

15 Runden +0,398 +0,933 +2,767 +5,656 +6,639 +13,850 +15,522 +15,721 +19,896 +20,552 +29,405 +31,621 +35,093 +38,976 +46,613 +101,675 +105,411 +2 Runden DN DN

van Muller 115

Sieger ndeendents Trohy To Seed Gabriele Taruini 206,8 km/h etter sonnig 24 C Streckentemeratur trocken 36 C 

O‘Young

Monteiro

7

8

Tarquini

MacDowall

5

6

Huff

Nykjær

3

Muller

Menu

1

2

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usammenassung der ualiikation

Chevrolet dominiert weiter

Auch nach der Pause setzt Chevrolet seine Dominanz fort. Dabei ist Yvan Muller der Schnellste der drei Fahrer. | Die Qualifikation in Curitiba wurde wieder von Chevrolet bestimmt. Dieses Mal waren es nicht nur die drei RML-Cruze, die den Ton angaben, sondern auch Michael Nykjær, der bei seiner ersten Ausfahrt in dieser Saison gleich überzeugen konnte. Dahinter war Gabriele Tarquini der erste Nicht-Chevrolet, ehe mit Alex MacDowall schon wieder einer folgte. Dahinter konnte Darryl O‘Young erstmals seit langer Zeit wieder in der Qualifikation überzeugen. Auch die Leistung von Tiago Monteiro bei seinem vorletzten Wochenende im veralteten SUNRED-Leon ist beachtlich. Er landete mit 1,2 Sekunden Rückstand auf dem achten Platz. Spannend war in Q2 nur die Frage, welcher der drei blauen, beim ersten Rennen ganz vorne stehen würde. Nach der jeweils ersten gezeiteten Runde

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www.inside-racing.de/wtcc Rennen 2 1 Rob u 2 Alain Menu 3 Gabriele Taruini 4 van Muller 5 Norbert Michelis 6 7 Tom Coronel 8 Mehdi ennani 9 Tiago Monteiro 10 Aleksei Dudukalo 11 Ale MacDowall 12 Tom oardman 13 Steano DAste 14 ernando Mone 15 ames Nash 16 Tom Chilton 17 Pee riola 18 Alberto Cerui 19 Darryl oung 20 Charles Ng 21 ran Engstler L Rob u

Crue 16T Crue 16T Leon TCC Crue 16T 320 TC 320 TC 320 TC Leon 16 T Leon TCC Crue 16T Leon TCC 320 TC Leon TCC ocus S2000 TC ocus S2000 TC Leon TCC 320 TC Leon TCC 320 TC 320 TC 124,244

16 Runden +1,099 +1,496 +1,758 +4,958 +12,849 +14,072 +14,477 +15,506 +16,623 +16,552 +19,243 +19,785 +26,411 +30,662 +1 Runde +3 Runden DN DN DN DN

akten uhrungsrunden

D‘Aste Chilton 20 Monje 18 Boardman 16 Oriola 1 Bennani 12

N Michelis 116, G Taruini 710, R u 1116 Sieger ndeendents Trohy Norbert Michelis To Seed van Muller 208,0 km/h etter sonnig 24 C Streckentemeratur trocken 31 C

Muller 10

Huff 8

lautete die Reihenfolge Alain Menu vor Yvan Muller und Rob Huff. Alle drei verbesserten sich zwar noch einmal, aber nur für den aktuellen Weltmeister reichte es am Ende aus, um sich auch um eine Position nach vorne zu schieben. Er war damit 0,155 Sekunden schneller als sein schweizer Teamkollege. Die Pole-Position für Lauf zwei ging an Norbert Michelisz. Der Ungar war nur wenige Tausendstel schneller als Aleksei Dudukalo, der damit nicht von der umgedrehten Startaufstellung in Lauf zwei profitieren kann. Außer ihm geht Tom Coronel aus der ersten Reihe ins Rennen. Pepe Oriola, der als Führender der Yokohama-Trophy nach Curitiba reiste, schaffte nicht den Sprung ins zweite Segment, er wurde nur 14. Zum Weiterkommen fehlte ihn noch nicht einmal 0,1 Sekunden. Überraschend früh schied auch Stefano D‘Aste aus. Nach zwei Fehlern musste er sich mit dem letzten Rang zufrieden geben. Nur wenig schneller als der Italiener waren die beiden Ford-Piloten James Nash und Tom Chilton. Ihnen verloren mehr als zwei Sekunden auf die Bestzeit von Muller. Der Deutsche Franz Engstler landete auf Platz 17.

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Tarquini 6 O‘Young  Coronel 2

21 Nash 19 Engstler 17 Ng 15 Cerqui 13 Dudukalo 11 Menu 9 Nykjær 7 MacDowall 5 Monteiro 3 Michelisz 1

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WTCC

Statistik

 4 3 2 5 0 0 0 0 0 0 4 0 0 0  0 1 0 0  0  0 0 0 0 

R1 R2 2525 18 15 6 18 15 DN 10 12 2 4 0 8 0 10 DN 0 DN 0 2525 1 2 4 6 DNS 0   DNS DNS

12 0 0  0 

1 0 0  0  DN 0 0 0 0 DN DN 0  

 5 1 0 4 3 0 0 0 0 0 5 0 0 0  0  0 0 0 0 0 0 0 0 0 

R1 R2 25 4 12 8 10 25 18 2 15 18 6 12 4 10 0 15 0 1 2 0 25 4 0 DN 0 0 DNC 0   1 DN   0 DN 0 0 0 DN 0 DNS 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0  

 2 4 5 0 3 0 1 0 0 0 0 0 0 0  0  0 0 0   0 0 0 0 

R1 R2 15 25 18 18 25 15 0 DN 4 12 2 DN 12 6 10 10 0 1 DNC 2 8 4 0 0 0 0 0 0   1 1   0 0 6 0 0 DNS     DN DNS

0 0 DN 0 0 0  

Legende  n der ualiikation erreichte Punktahl R1 n Rennen 1 erielte Punktahl R2 n Rennen 2 erielte Punktahl Pkt Anahl der erielten Punkte S Anahl der Siege PP Anahl der PolePositions L Anahl der schnellsten Rennrunden DN ahrer hat das Rennen nicht beendet DNC ahrer absolvierte u wenig Runden, um gewertet u werden DNS ahrer hat am Rennen nicht teilgenommen DS ahrer wurde vom Rennen disualiiiert  ahrer war ur das Rennen nicht gemeldet !R RAC!NGREPORT! 08/2012

 0 0 0 3 0 5 0 0 0 1 0 0 0 4  0  2 0 0 0   0 0  

R1 R2 1 18 0 25 15 DN 25 15 0 12 8 8 0 10 10 0 0 6 DN DN

0 12 4 0 DN 18 0   6 2  

DN

DN DNS

1 4 0 2 DN     0 0 0 DNS    

DN

 5 4 3 2 0 0 0 0 1 0 0 0 0 0  0  0 0 0 0   0 0  0

R1 R2 25 1 18 6 15 18 DN 8 8 0 6 25 4 12 0 4 12 15 10 10 DNC 2 0 0 2 0 0 0   DNC 0   0 0 0 0 DN DNS

1   0 0 

0   0 DN

DNC DN

 4 5 3 2 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0  0  0 0 0 0   0 0  

R1 R2 18 4 25 18 15 DN 12 0 4 15 2 10 6 12 DN 25 0 8 10 DN 0 2 0 6 8 DN 0 0   DN DNS

 1 0 0 0   0 0  

 1 0 0 0   0 0  

 4 2 0 5 1 3 0 0 0 0 0 0 0 0  0  0 0 0 0   0 0  0

R1 R2 25 10 15 12 8 25 18 0 10 15 12 1 2 18 0 0 DN DN

6 0 4 1

4 2 8 6 DN 0   0 0   DN DN

0 0 0 DN DN 0     0 0 0 0   0 0

 5 3 4 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 2 0  0 0 0  0   0  

R1 R2 15 12 15 25 18 18 12 15 4 6 2 10 0 0 0 0 0 4 DN 2 0 DN DN DN

8 0 0 1 10 8 6 DN   0 0 0 0 0 0   0 0     0 DN    

WTCC

MStand ahrer 1 van Muller 2 Rob u 3 Alain Menu 4 Gabriele Taruini 5 Tom Coronel 6 Norbert Michelis 7 Pee riola 8 Steano DAste 9 Mehdi ennani 10 Tiago Monteiro 11 ran Engstler 12 Alberto Cerui 13 Ale MacDowall 14 Aleksei Dudukalo 15 16 Darryl oung 17 Rickard Rydell 18 ames Nash 19 Tom Chilton 20 Tom oardman 21 Gabor eber 22 ernando Mone 23 saac Tutumlu 24 Pasuale di Sabatino 25 Charles Ng 26 Andrea arlesi 27 ames Thomson

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Guia Circuit 16  1811

Shanghai nternational Citcuit 03  0411

Suuka East Circuit 20  2110

nineon Raceway 22  2309

 R1 R2  R1 R2  R1 R2  R1 R2

Pkt 287 270 250 162 150 118 107 84 47 47 40 37 36 23 20 17 14 12 7 4 3 1 0 0 0 0 0

S PP L 7 3 6 3 1 2 3 1 4 1 2 0 0 0 0 1 1 2 0 0 1 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

MStand Marken 1 Chevrolet 2 M 3 Seat

673 430 425

okohama Trohy ahrer 1 Norbert Michelis 2 Pee riola 3 Steano DAste 4 Ale MacDowall 5 ran Engstler 6 Alberto Cerui 7 Mehdi ennani 8 Darryl oung 9 Aleksei Dudukalo 10 11 Gabor eber 12 Pasuale di sabatino 13 Tom oardman 14 Charles Kaki NG 15 ernando Mone 16 saac Tutumlu  Andrea arlesi

111 106 75 63 58 50 49 34 25 20 15 12 11 8 5 3 3

okohama Trohy Teams 1 RAL Motorsort 2 Tuenti Racing Team 3 Lukoil Racing Ream 4 engo MotorSort 5 iechersSort 6 bamboo Engineering 7 Liui Moly Team Engstler 8 Proteam Racing 9 Secial Tuning Racing 10 Team Aon 11 SNRED Engineering

127 113 100 81 54 48 34 33 18 16 0

Ruckversetung in der Startaustellung wegen Motorwechsels Getriebewechsels Arbeiten am ahreug im Parc erme Nicht Erreichen der 107 eit in der ualiikation  ahrer wurde um Rennen ugelassen  ahrer wurde nicht um Rennen ugelassen Seite 21

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WTCC

Interview

„Die Fahrer haben bestimmt etwas gespürt!“

Chevrolet

Mit Chevrolet-Motorsport Manager Eric Nève sprachen wir nur kurz nach der Bekanntgabe des WTCC-Ausstiegs über die Gründe und blickten die Zukunft der Marke.

| Die Nachricht schockierte. Chevrolet kommunizierte Anfang Juli, dass man am Ende der Saison werksseitig aus der WTCC aussteigen werde. Damit hatte niemand angesichts des anhaltenden Erfolgs gerechnet. Am nachfolgenden Tag und damit nur wenige Stunden nach Bekanntwerden des Rückzugs sprach !NS!DE-RAC!NG mit Eric Nève über die Entscheidung. Der Franzose war gewohnt freundlich, doch eine gewisse Unruhe und Angespanntheit war ihm durchaus anzumerken. !NS!DE-RAC!NG: Beschreiben sie bitte, wie es zum Schritt kam, aus der WTCC auszusteigen. Eric Nève: Es war eine Entscheidung, die getroffen wurde, weil wir die Pri-

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oritäten im Marketingbereich neu gesetzt haben. In Zukunft werden wir uns im Motorsport ausschließlich darauf konzentrieren, was GM Racing macht, also IndyCar, ALMS, und GT-Sport. In dieses Fenster hat das WTCC-Programm nicht mehr hineingepasst. Wir müssen uns aber dennoch jetzt auf den dritten Titel in der WTCC konzentrieren. !R: Wie sehr hat es eine Rolle gespielt, dass die Konkurrenz doch sehr schwach war? Nève: Eigentlich hat es gar keine Rolle gespielt. Als wir 2005 eingestiegen sind, haben wir auch nicht auf die Konkurrenz geachtet. Wir haben uns überlegt, wie die WTCC die Marke weiter in die Öffentlichkeit brin-

gen kann. Das hat sich verwirklicht. Die Meisterschaft hatte einen größeren Effekt, als wir erwarten konnten. Die Entscheidung, hat nichts mit der Konkurrenz zu tun. Wir sind in dieser Saison gegen Ford gefahren und das bedeutet Chevrolet sehr viel. Wir wissen, dass Ford eine große Zukunft in der Serie hat. Hätte sich uns nach der Konkurrenz gerichtet, wäre das ein Grund gewesen, zu bleiben. !R: Wie lange hat es gedauert, bis die Entscheidung getroffen wurde? Nève: In so großen Firmen wie GM werden solche Projekte jährlich beurteilt. Die Zuteilung des Budgets beginnt im April und dauert dann ein bisschen an. Schon in dieser Zeit haben wir darüber nachgedacht. Die

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!R: Was passiert nun mit Chevrolet Europa im Motorsport? Nève: Die Privatiers können die Autos weiterhin einsetzen, wenn sie genügend Budget dafür haben. Wenn noch jemand einen neuen Cruze in den nächsten Wochen bestellen würde, würde der auch noch ausgeliefert. Die Realität sieht aber anders aus. Es gibt derzeit Fahrzeuge bei Nika Racing, bamboo engineering. Dann werden am Ende des Jahre noch vier weitere Autos frei. Ich denke nicht, dass die Nachfrage so groß ist, dass wir noch weitere Fahrzeuge aufbauen werden. Es zwar nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich.

Nève: Alle drei sind vom Himmel gefallen. Rob hat alle neun Jahre seiner Profikarriere bei RML bestritten. Er hat damit gerechnet, dass er auch einen zehnten Vertrag erhalten würde. Rückblickend denke schon, dass die Fahrer etwas gespürt haben. Sie haben mit ihrer Erfahrung schon erahnen können, wo die Reise hingehen würde. Denn sie haben mich natürlich gefragt, wie es für 2013 aussieht. Es war schwierig, eine klare Aussage zu geben, was in der Vergangenheit immer möglich war. Ich hätte sie anlügen müssen und das wollte ich nicht. !R: Sie haben schon angesprochen, dass die Projekte von Chevrolet auch um den Bereich Sportwagen gehen. Was können sie zu einem möglichen LMP-Boliden sagen? Denn diese lebt mit der WEC gerade wieder auf. WTCC

endgültige Entscheidung haben wir dann kurz vor unserer Bekanntgabe getroffen. Der Vertrag mit RML ist so aufgebaut, dass wir nach jeder Saison die Möglichkeit haben, auszusteigen. Mehr darf ich über vetragliche Dinge nicht sagen.

Nève: Dazu kann ich die Antwort nicht geben, weil ich sie nicht kenne. In der Grand-Am gibt es bekanntlich einen Prototypen. Ob aber auch ein Prototypen in der LMP1 oder LMP2 entwickelt werden soll, bin ich überfragt. !R: Gibt es denn Pläne, dass man die freigewordenen Ressourcen jetzt für einen Formel 1 Einstieg nutzt? Nève: Nein, davon weiss ich nichts. !R: Wir werden Chevrolet in der WTCC vermissen. Wir haben den offenen Umgang mit den Fans und Journalisten immer sehr zu schätzen gewusst. Nève: Es ist schön, so etwas zu hören. Unser Ziel war es, Spaß an der Sache und Erfolg zu kombinieren. DG Das ist uns gelungen. Guter Mann: Bei Chevrolet und RML wurde Rob Huff zum professionellen Rennfahrer.

!R: Gleichzeitig zum Ausstieg von Chevrolet wurde ein neues Regelwerk mit einem Standard-Hybridsystem vorgestellt. Wie stark war Chevrolet an der Entwicklung des Reglements beteiligt? Nève: Ich war für das neue Reglement sehr offen. Ich habe Marcello Lotti und der FIA vorgeschlagen, dass man einen Entwurf macht, der attraktiv für neue Hersteller ist, aber auch die Privatiers nicht erschreckt. Persönlich habe ich dafür plädiert, dass die Autos etwas spektakulärer aussehen sollten. Man könnte sie breiter machen und größere Flügel verwenden. Dass es jetzt ein grünes Element mit dem Hybridsystem geben soll, ist mir ziemlich egal. Ich habe weder darum gekämpft, noch würde ich es ablehnen. Mir war nur wichtig, dass man mit dem Weltmotor weitermacht. !R: Die Fahrer wirkten am Tag der Verkündung ziemlich überrascht. Hat man zuvor intern darüber gar nicht gesprochen?

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WTCC

Nachgefragt bei ...

George Landrum, Managing-Direktor der Ray Mallock Gruppe von Michael Zeitler Auch beim Chevrolet Einsatzteam RML fragten nach den Konsequenzen des Ausstiegs. Dort sprachen wir mit George Landrum, der seit als Managing-Direktor fungiert. !NS!DE-RAC!NG: Wie überrascht ist RML vom Rückzug von Chevrolet aus der WTCC? George Landrum: Unsere Beziehung zu Chevrolet und General Motors ist eine wahre Partnerschaft, die schon Jahrzehnte zurückreicht. Also war uns auch bekannt, dass sie ihre Marketing-Aktivitäten überdachten. RML ist sehr stolz auf die vielen Meisterschaften, die wir in der WTCC gewonnen haben. Wir wollen Eric, Chevrolet und General Motors für die sehr produktive Partnerschaft danken. Über die letzten acht Jahren hatten wir eine Schlüsselrolle im Promotion und Aufbau der ChevroletMarke über die Welt und der Erfolg des Programms ist auch eine gute Plattform um die RML-Marke global zu entwickeln. !R: Wollen sie in der WTCC bleiben? Landrum: Ja, das ist eine Möglich-

keit. Chevrolet hat die Ankündigung zu dieser Zeit gemacht, um eben uns die maximale Chance zu geben, das genau das passiert. Chevrolet hat das Richtige gemacht und wir sind sehr dankbar für ihr Vorgehen. Wir glauben daran, dass wir derzeit das beste Team und den besten Ingenieurs-Stamm in der WTCC haben – das A-Team, wenn du so willst. Es gibt einige interessante Möglichkeiten, die sich bereits entwickeln… !R: Haben sie andere Ideen? Landrum: RML arbeitet für viele bedeutende Autofirmen und unterstützt deren Motorsport- und Straßenwagen-Marketing-Programme und wir wollen auch weiterhin mit der Tradition weitermachen, an einigen hochkarätigen Projekten hinter den Kulissen zu arbeiten. Ein Beispiel dazu ist unsere langjährige und breite Beziehung zu Nissan. Wir haben außerdem eine umfangreiche Erfolgsgeschichte bei den Sport-Prototypen und Produktionswagen basierend auf GT-Fahrzeugen. Insgesamt wächst das Geschäft weiter und wir haben derzeit mehr Aktivitäten von führenden OEMs als jemals zuvor in unserer Geschichte.

!R: Vor drei Jahren wollte Ray Mallock in die Formel-1 einsteigen. Ist das etwas, was jetzt passieren könnte? Bis 30. September läuft die Einschreibefrist. Landrum: Das steht auf unserer Prioritätenliste nicht ganz oben. !R: Ist die Formel-1 für die Zukunft weiter auf dem Radar? Landrum: Das ist unwahrscheinlich, aber ich habe in meiner langjährigen Zeit im Business gelernt, niemals nie zu sagen. !R: Was sind die Ziele für die Zukunft? Landrum: Unser Bestreben ist die meist respektierteste AutomobileHochleistungs-Ingenieurs-Firma zu sein, viele führende OEMs bei ihren Rennen, ihren HochleistungsStraßenwagen und nötigen Automobiltechnologien zu unterstützen und partnern. Wir wollen weiterhin in jeder Kategorie, in der wir teilnehmen gewinnen und das bräuchte ich gar nicht zu sagen: Das ganze RMLTeam wird weiterhin fokussiert darauf sein, beide WTCC-Meisterschaften, also Fahrer- und Markentitel zu sichern. Chevrolet: Ausstieg trotz Erfolg. Foto: GM

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Wo ist dein Lieblingsort? >>> zu Hause Was ist dein absolutes Lieblingsgetränk? >>>

Vodka

Welche drei Dinge würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen? >>> Meine Verlobte, meine Verlobte und meine Verlobte. Wie kamst Du zum Motorsport? >>>

Über Förderprogramme

Was war der bislang peinlichste Moment in deinem Leben? >>> Das Foto mit Gabriele und Yvan, das 2010 in Portimão entstanden ist. Denn wir tragen alle nicht mehr als unsere Unterwäsche. Was ist dein Lebensmotto? >>> Beschreibe Dich in 3 Worten? >>>

Man erntet, was man säht. lustig, unterhaltsam und manchmal angsteinflößend

Hast Du einen Spitznamen? >>>

Buch oder Zeitung >>>

Huffy

Bitte entscheide dich!

Name: Rob Huff Geboren: 25.12.1979 Wein oder Bier >>> Wohnort: Camebrigde Wein Hobbies: Golf, Motorsport, Jagen SMS oder E-Mail >>> Beruf: Rennfahrer SMS Haustiere: 3 Hunde Rennteam: RML Rennfahrzeug: Chevrolet Cruze 1.6 T >>> Fast-Food oder 5 Sterne Restaurant Privatwagen: Porsche 911 GT2 Fast-Food Wieso Motorsport: Weil ich es das beste der Welt ist.

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Zeitung

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WTCC

Reportage

Der Primus geht! Chevrolet hat in den letzten Jahren alles dominiert. Jetzt, am Höhepunkt angelangt, tritt man ab.

von Daniel Geradtz | Auch im dritten Jahr infolge ist Chevrolet die Titelgewinn im Fahrerund Markenchampionat kaum noch zu nehmen. Dazu ist der Vorsprung zu groß und die Leistung zu stark. Erfolg mag zwar ein Grund, der einem die Entscheidung über ein weiteres Engagement erleichtert, ausschlaggebend sind aber die ganz andere. So kommt es, dass Chevrolet am Ende der Saison abdankt. Man kehrt nach achten Jahren der WTCC den Rücken. Chevrolet reagiert damit nicht anders, als die bisher erfolgreichen Marken. Sei es BMW in der Anfangsphase oder Seat danach, keiner ist inzwischen mehr in der Tourenwagen-WM mit werksseitigem Engagement unterwegs. Allenfalls noch privat. Doch auch hier ist die Frage, wie lange sie noch dabei sein werden. Die Unterstützung der Kundenteams hat sich seit dem DTMEinstieg von BMW enorm reduziert. Bis wann der BMW 320 TC damit noch konkurrenzfähig sein wird, ist das große Rätsel. Wie vergänglich Erfolg ist, zeigt jenes Beispiel von BMW. Zwischen 2005 und 2007 gewann man mit Andy Priaulx drei Meisterschaftstitel. Mit

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seinen Markengefährten sorgte der Brite zudem dafür, dass auch der Herstellertitel nach München ging. Doch heute, nur wenige Jahre später, ist lediglich den Kennern der Szene jener Erfolg im Gedächtnis geblieben. Gerade, weil die Serie nun auf den US-amerikanischen Markt vorstößt, wäre ein weiterer Verbleib von Chevrolet zu erwarten gewesen. Eric Nève betonte in unserem Gespräch die Bedeutung, die das Duell mit dem Konkurrenten Ford hat. Was ließe sich besser verkaufen als ein haushoher Triumph gegen den anderen Automobilgiganten? Zunächst hätte man in Sonoma die Oberhand und könnte die Fans anfixen, nur wenig später würde sich Chevrolet auch noch die WM-Krone sichern. USA gegen Europa Es ist von einer Neuausrichtung im Bereich Motorsportmarketing die Rede. Dabei muss man sich zunächst einmal die Aufteilung vor Augen führen: Mit NASCAR und den Sportwagen aus ALMS und GrandAm spricht man vor allem den amerikanischen Markt an. Denn bei uns haben die Meisterschaften keinen Stellenwert. Außerdem gilt in Europa der klassische Leitsatz

„Win on sunday, sell on monday“ eher weniger. Das WTCC-Projekt bringt mutmaßlich aber nur den europäischen Markt voran. Hier wird die Familienlimousine präsentiert. Dafür war die fanfreundliche WTCC die optimale Plattform. Offenes Fahrerlager, Piloten zum Anfassen. Immer wieder hat Chevrolet daher seine Kunden eingeladen, die teilweise ganze Tribünen bevölkerten. Gerüchten zufolge soll das Projekt in den vergangenen drei Jahren 110 Millionen Euro verschlungen haben. Erst seit kurzer Zeit führt die Marke nun auch eine weitere Statistik an. Mit den Erfolgen aus diesem Jahr, sicherte man sich die Führung in der Sieges-Wertung von BMW, zudem hat man die meisten Zähler gesammelt, was aber auch der inzwischen üppig ausgeschütteten Punkte zu verdanken ist. Mit etwas Glück kommen auch die acht verbleibenden schnellsten Runden noch auf das Konto von Chevrolet. Damit würde man mit BMW gleichziehen und endgültig alle Rekorde halten. Nach dem letzten Rennen von Macao würde man als absoluter Primus abdanken. Bis dahin steht aber erst einmal die Mission Titelverteidigung an. Daran dass die WM wieder an Chevrolet geht, ist nicht zu zweifeln. DG

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Chevrolet l채sst seine Piloten seit Beginn frei fahren. Es gibt keine Stallorder, die irgendeinen der drei Fahrer bevorzugt. Dies f체hrte zum einen zu einer der knappsten WM-Entscheidungen aber auch zu haarigen Situationen. Immer wieder passierte es in Monza. rechts: Schon beim ersten WTCC Rennen im Jahr 2005 machte Rob Huff Bekanntschaft mit der Streckenbegrenzung. links: 2012 trieben es die Piloten auf die Spitze. Sie duellierten sich hart, schoben sich auf der Piste und siegten trotzdem unten: Auch 2011 kamen sich Yvan Muller und Alain Menu zu nahe. Menu schied aus und war danach m채chtig angefressen.

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Renn Welt Deutschlands

VLN - ATS Formel 3 - ProCar - GT Masters

Heimsieg für Johnny Cecotto jr. Beim seinem Heimspiel in Hockenheim konnte Johnny Cecotto jr. mit einer cleveren Strategie seinen zweiten Saisonerfolg in der GP2 einfahren. von Daniel Geradtz | Hockenheim (!NS!DE-RAC!NG) - Auch wenn Johnny Cecotto jr. unter der Flagge von Venezuela an den Start geht, ist er eigentlich Deutscher. Der 22-Jährige ist in Augsburg geboren und hat große Teile seiner Karriere in der Heimat bestritten. Er hat die doppelte Staatsbürgerschaft, nur im Motorsport vertritt er alleinig das Herkunftsland seines Vaters. Beim achten Meisterschaftswochenende der GP2 sicherte sich der Barwa Addax-Pilot seinen zweiten Saisonerfolg. Auf noch nasser Strecke wurde das Hauptrennen in Hockenheim freigegeben. Cecotto, der nur vom 18. Startplatz aus ins Rennen ging, hatte nichts zu verlieren. Er pokerte und setzte auf Trockenreifen. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Schon in den ersten Runden konnte er auf der abtrocknenden Strecke seine Vorteile auskosten, später schließlich den Reifenwechsel so planen, wie er es brauchte. Seine Konkurrenten kamen schon zum frühestmöglichen Zeitpunkt in die Box und mussten damit nahezu eine komplette Renndistanz auf den Pneus von Pirelli bestreiten. „Es ist etwas besonderes, von ganz hinten nach vorne zu fahren“, sagte der glückliche Sieger über sein Rennen. Auch wenn er die besten Karten hatte, musste er während des ganzen Rennens alles geben. „Das Team wollte, dass ich immer mehr Gas gebe. ‚Jetzt fahr mal 0,5 Sekunden schneller’, meinten sie auf einmal zu mir. Als ich das erreicht habe sagten sie ‚Und nun noch mal 0,2 Sekunden’. Ich bin eine Reihe von Quali-Runden gefahren“, führte Cecotto aus. Calado dominiert am Sonntag Mit Fabio Leimer war ebenfalls ein deutschsprachiger Pilot auf dem zweiten Platz, der Monegasse Stéphane Richelmi komplettierte das Podium. Am Sonntag gewann der Brite James Calado. Er sicherte sich einen klaren Start-Ziel-Sieg. Bei erstmals durchgängig sonnigen Temperaturen ließ der Rookie der Konkurrenz keine Chance. Er festigte damit seine Position als bester Neueinsteiger in der Gesamtwertung. Einen heftigen Abflug hatte der Venzolaner Giancarlo Serenelli eingangs des Motodroms beim Sprintrennen am

!R RAC!NGREPORT! 08/2012

Sonntagmoargen. An der Hochgeschwindigkeitsstelle kam er von der Piste ab und schlug in die Reifenstapel ein. Er konnte das Fahrzeug aber aus eigener Kraft verlassen. Für die beiden Meisterschaftsführenden lief es in Deutschland alles andere als gewünscht. Sowohl Luiz Razia als auch Davide Valsechi stolperten mehr über ihre eigenen Fehler als über die Konkurrenz. Für Razia kamen sechs zusätzliche Punkte auf das Konto, Valsecchi holte nur zwei. Beide können sich glücklich schätzen, dass auch Esteban Gutiérrez nicht wesentlich mehr erreichen konnte. Nach einem guten Wochenende in Silverstone, wo er 35 Punkte holte, waren es dieses Mal nur sieben. Sein Rückstand liegt bei 42 Zählern. Die nächsten Rennen finden bereits am kommenden Wochenende in Budapest statt. 2011 siegte dort der im aktuellen Jahr noch sieglose Stefano Coletti und der heutige Formel 1-Pilot Romain Grosjean. DG

GP2

GP2 Series // Rennen 15 & 16 am Hockenheimring

Rennen 1 1 ohnny Cecotto r 2 abio Leimer 3 Stehane Richelmi 4 elie Nasr 5 Giedo van der Garde

38 Runden +9,609 +14,987 +21,459 17,885

Rennen 2 1 ames Calado 2 Giedo van der Garde 3 elie Nasr 4 abio Leimer 5 Esteban Gutierre

27 Runden +7,962 +17,509 +21,962 +22,353

Gesamtwertung 1 Lui Raia 2 Davide Valsecchi 3 Esteban Gutierre 4 Giedo van der Garde 5 ames Calado

171 161 129 119 116

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www.inside-racing.de/wtcc GP3 Series // Rennen 9 & 10 am Hockenheimring

Niederhauser siegt im Regen Bei der Wetterlotterie in Hockenheim gelingt Patric Niederhauser der zweite Sieg in diesem Jahr. von Daniel Geradtz | Hockenheim (!NS!DE-RAC!NG) - „Ich habe hohe Erwartungen an das Rennen“, sagte Daniel Abt am Samstag, nachdem er sich die erste Pole-Position in seiner GP3-Karriere sichern konnte. Der Deutsche konnte einen gewaltigen Vorteil ausspielen. Im Laufe seiner Karriere hat er bereits unzählige Runden auf dem Hockenheimring abgespult. Die Konkurrenz war dagegen zum Teil noch gar nicht auf der badischen Rennstrecke unterwegs. Erkenntnisse aus dem vergangenen Jahr gab es auch nicht, denn damals war man turnusgemäß auf dem Nürburgring zu Gast. Doch erfüllt wurden die Wünsche des Lotus-Fahrers nicht. Beim Rennen am Samstag herrschten genau umgekehrte Verhältnisse zum Lauf der GP2. Es machte sich Regen rund um die Piste breit. Abt setzte auf Trockenbereifung, was die falsche Wahl war. Er musste schon am Ende der ersten Run-

de in die Boxengasse kommen, um einen Reifenwechsel zu absolvieren. Danach wurde wurde das Rennen wegen des starken Niederschlags unterbrochen. Etwa 15 Minuten später ging es hinter dem Safety-Car weiter. Mit einem tapferen Manöver konnte Patric Niederhauser danach die Führung von Mitch Evans übernehmen. Anschließend kontrollierte er das Rennen bei anhaltend schwierigen Bedingungen. „Hinter dem Safety-Car war es verrückt. Ich wusste nicht einmal, wie viele Runden wir überhaupt gefahren sind“, beschreibt der Schweizer sein Rennen. „Ich wollte an Mitch so schnell wie möglich vorbei gehen. Das hat funktioniert.“ Dritter wurde Giovanni Venturini Am Sonntag hatte Daniel Abt erneut gute Karten. Er ging als Zweiter ins Rennen und konnte direkt die Führung übernehmen. Nach einem Unfall im Laufe der ersten Runde kam das Safety-Car auf die Piste. Die Italienerin Vicky Piria stieg über das Auto von Robert Cregan auf und landete dabei gleich zweimal ziemlich unsanft: Zunächst auf dem Boliden von William Buller, dann auf dem Asphalt. Sie wurde zur Abklärung ins Krankenhaus gebracht, wo nur Stauchungen diagnostiziert wurden. Nach dem Restart konnte Mitch Evans den Kemptener überrumpeln und sich die Führung schnappen. Hinter Abt wurde Conor Daly Dritter. Für Abt war es der dritte Podestrang. In der Meisterschaft konnte sich Evans leicht absetzen. Er liegt bei noch drei verbleibenden Rennwochenenden 18 Punkte vor Aaro Vainio. Abt ist mit 45 Zählern Rückstand schon weit abgeschlagen. DG

Rennen 1 1 Patric Niederhauser 2 Conor Daly 3 Giovanni Venturini 4 Mattias Laine 5 Aaro Vainio

14 Runden +0,693 +8,841 +11,353 +11,983

Rennen 2 1 Mitch Evans 2 Daniel Abt 3 Conor Daly 4 Tamas Pal Kiss 5 Mattias Laine

15 Runden +0,428 +0,987 +1,342 +2,737

GP3

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Gesamtwertung 1 Mitch Evans 2 Aatro Vainio 3 Daniel Abt 4 Patric Niederhauser 5 Conor Daly

121 103 76 75 75

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!R RAC!NGREPORT - Ausgabe 08/2012  

Der !R RAC!NGREPORT! 07/2012 thematisiert das achte Rennwochenende der WTCC im Jahr 2012 in Curitiba / Brasilien. Herausgegeben wird das Mag...

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