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Februar 2011

DAS INTERNET Die Zukunft der digitalen Wirtschaft internet-Handel

Hartes Spielgeld

Cloud Computing

Wachstum auf hohem Niveau Seite 4

Womit bezahlt man im Netz? Seite 6

Wichtig ist der richtige Anbieter Seite 8

»Das Internet« ist eine unabhängige Publikation des in|pact media Verlags und liegt der Gesamtauflage des Handelsblatts bei.


GRUSSWORT

in|pact media Verlag

Liebe Leserinnen, liebe Leser, es sieht alles so leicht aus im Internet: hier online eine Versicherung abgeschlossen und Waren mit Asien gehandelt, dort zusätzlichen Online-Speicherplatz gemietet sowie nebenbei den alten Fernseher per Auktion verkauft – und alles mit wenigen Mausklicks. Doch diese digitalen Prozesse und Ideen basieren auf realer Intelligenz: Sie werden von Menschen mit hoch spezialisiertem Knowhow erdacht, entworfen, programmiert, angepasst, implementiert, vermarktet und gewartet. Leider fehlen Deutschlands Hightechbranche solche Spezialisten. Rund 16.000 InforProf. Dr. Augustmatiker verlassen pro Jahr die Hochschulen, benötigt werden jedoch 20.000 bis 25.000. Wilhelm Scheer , Präsident BITKOM Besonders gesucht sind Software-Entwickler, IT-Berater und IT-Projektmanager. Auf Dauer gefährdet dieser Mangel unsere Chancen in der Wirtschaft der Zukunft. Dann wandert nicht nur die Produktion von Rechnern nach Asien ab, sondern auch die Entwicklung neuer Software und innovativer Dienstleistungen. Wir brauchen deshalb eine bessere Bildung sowie eine gesteuerte Zuwanderung hoch qualifizierter Fachkräfte. Klar ist: Im Kampf gegen den Expertenmangel müssen die Menschen besser qualifiziert werden, egal welcher Herkunft sie sind. Jedoch stößt die Qualifizierung in Hightechbranchen wie der IT an ihre Grenzen: Selbst während der Wirtschaftskrise 2009 gab es 20.000 offene Stellen für IT-Spezialisten. Der demografische Wandel führt mittelfristig sogar zu einem schrumpfenden Nachwuchspotenzial. Eine gesteuerte Zuwanderung kann solche Engpässe am Arbeitsmarkt abfedern und unsere Innovationsfähigkeit erhalten. Hightechfirmen benötigen internationale Teams für den Ideen- und Knowhow-Transfer. Derzeit erhalten IT-Experten aus Drittstaaten nur eine befristete Aufenthaltserlaubnis, selbst wenn sie einen festen Arbeitsplatz haben. Eine dauerhafte Niederlassungserlaubnis gibt es nur für Personen mit einem Jahresgehalt von über 66.000 Euro. Nun hat Deutschland ohnehin nicht unbedingt einen Ruf als weltweiter Spitzenstandort für IT. Da wir zudem weder mit leicht erlernbarer Sprache noch übermäßig gutem Wetter punkten können, machen die meisten hochqualifizierten IT-Spezialisten einen weiten Bogen um Deutschland und arbeiten lieber in den USA, Kanada oder Neuseeland. Das muss sich ändern. Und dafür brauchen wir nicht nur eine erleichterte Zuwanderung. Wir brauchen auch eine Marketingoffensive im Ausland, um Deutschland überhaupt auf den Radarschirm all jener Spitzenkräfte zu bekommen, die genau jenes Knowhow haben, das wir dringend brauchen – auch im Management. INHALT

Seite 3 Zeitalter der Revolutionen

Seite 8 Die virtuelle Schule Wann macht E-Learning Sinn?

Seite 13 Durchbruch im mobilen Datenverkehr Problem sind die hohen Roaming-Preise

Umbruch in der Internet-Wirtschaft

Seite 4 Wachstum auf hohem Niveau

Seite 10 Vom Stahlkocher zum Rechtsanwalt

Seite 14 Partnersuche unter Seinesgleichen

Wie das Internet den Handel revolutioniert

Alternative Suchmaschinen

Singlebörsen sind etabliert

Seite 6 Hartes Spielgeld

Seite 12 Datenschutz geht vor

Seite 14 Aufklären statt verbieten

Bezahlsysteme in der Nische

Juristische Mittel reichen zum Schutz nicht aus

Wie schützt man Kinder?

Seite 8 Das Netz wird zur Cloud

Seite 12 Der Deal mit den Apps

Wichtig ist der richtige Anbieter

Kochrezepte, Spiele, Navigation

Hinweis: Alle nicht mit dem Zusatz »Redaktion« gekennzeichneten Beiträge sind Auftragspublikationen und damit Anzeigen.

Impressum in|pact media GmbH Torstr. 227 D-10115 Berlin T +49 (0) 30 250 40 -830 F +49 (0) 30 250 40 -839 E redaktion@inpactmedia.com www.inpactmedia.com

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Chefredaktion Mirko Heinemann (V.i.S.d.P) Art Direction / Layout Christian Schneider ANZEIGENVERKAUF Ismail Çırak

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IllustrationEN Florian Sänger www.floriansaenger.com Druck Axel Springer Druckhaus Essen-Kettwig

HERAUSGEBERin Sara Habibi Isfahani Geschäftsführung Edi Karayusuf PROJEKTLEITUNG Ismail Çırak


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DAS INTERNET

Zeitalter der Revolutionen Die Internet-Wirtschaft boomt. Dabei steht sie erst am Anfang tiefgreifender Umbrüche

Mirko Heinemann / Redaktion

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er fragt, wie man wohl Geld im Internet verdienen könne, dem wird derzeit gerne die Geschichte von Mark Zuckerberg erzählt. Als der exzentrische Harvard-Student aus verschmähter Liebe eine Online-Plattform entwickelte, auf der man die Attraktivität von Mädchen bewerten konnte, legte er den Grundstein zu einem sozialen Netzwerk, das heute knapp 600 Millionen Menschen nutzen. Kaum sieben Jahre später wird der Wert von Facebook auf 50 Milliarden Dollar taxiert. Im Laufe dieses Jahres wird der Börsengang erwartet. Goldman Sachs erwarb bereits gemeinsam mit dem russischen Investor Digital Sky Technologies ein Prozent der Facebook-Aktien. Zuckerberg selbst besitzt knapp ein Viertel der Anteile am Social Network. Er ist damit rund 13 Milliarden Dollar schwer. Geld im Internet verdienen? So geht’s. Die Geschichte von Facebook ist wie der Vorbote eines Tornados, der so manche Doktrin wegfegen wird, an der konservative Ökonomen heute noch hängen. Laut dem Marktforschungsinstitut Gartner werden bis 2020 digitalisierte Produkte und Dienstleistungen etwa 25 Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts ausmachen. Der Markt für IT-Services werde sich »radikal« verändern. Jetzt kommt es darauf an mitzumischen. Social Media: mehr als Facebook

Der Wandel geschieht rasch, Revolutionen im Netz ereignen sich so gut wie jedes Jahr. Richtet man den Fokus auf eine neue Entwicklung, werden woanders womöglich schon wieder welche verpasst. Da kommt die Mahnung des Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) zur rechten Zeit: »Social Media ist mehr als Facebook«, konstatiert der Verband. So seien zwar im vergangenen Jahr Großteile der Budgets in Deutschland in Facebook-Apps und -Media geflossen – aber »mit einem ungewissen Return of Invest«. Der BVDW prognostiziert für die nahe Zukunft neue, dynamische Plattformen und Applikationen, die spezialisierter und zielgruppengenauer sein werden als die globale Plattform Facebook. »Spitze Themenplattformen wie Blogs und Foren werden den ‚Longtail’ wieder ins Gespräch bringen«, so der BVDW. »’Social Intelligence’ wird zum Erfolgsfaktor. «

Momentan noch werde Social Media hauptsächlich im Marketing und in der Öffentlichkeitsarbeit genutzt. »In den kommenden Monaten wird Social Media in weiteren Bereichen wie Personal, Marktforschung und Produktentwicklung an Bedeutung gewinnen«, so Patrick Wassel von Faktor 3, stellvertretender Vorsitzender der Fachgruppe Social Media im BVDW. Das Web 2.0 werde schon bald in Unternehmensorganisationen integriert, »Employer Branding« bei den sozialen Netzwerken zum essentiellen Bestandteil für Unternehmen bei der Rekrutierung von neuen Mitarbeitern. Sogar die Produktentwicklung werde sozialisiert. Laut BDVW sind die »Social Media« das bestimmende Thema in den Konzernen, und sollte dem an irgendeiner Stelle nicht so sein, dann wird es höchste Zeit. Doch auch wer den letzten Knall noch nicht gehört hat, sollte erkannt haben, dass E-Business oder E-Commerce die Zukunft der Wirtschaft sind. Immer mehr Teilbereiche der realen Wirtschaft nutzen das Internet bereits – sei es als Kommunikationsmedium, als Verwaltungs- oder als Handelsplattform, womit das World Wide Web endgültig zum virtuellen Warenhaus avanciert ist. Für 2011 jedenfalls ist kein Einbruch in der Entwicklung zu befürchten, eher noch eine Beschleunigung. Egal, in welchem Bereich – die IT-Branche schaut höchst optimistisch in die Zukunft. Glaubt man den Prognosen der Verbände, dann wird das Jahr 2011 für die Internetwirtschaft ein blühendes: Nach einem erfolgreichen Weihnachtsgeschäft sieht etwa der BITKOM die Stimmung in der Hightech-Branche »so gut wie seit Jahren nicht mehr«. 84 Prozent der Unternehmen auf dem deutschen ITK-Markt rechnen laut Erhebung des Branchenverbands mit einem Umsatzplus, neun Prozent mit stabilem und lediglich sechs Prozent mit sinkendem Umsatz. Der deutsche Software-Markt werde um 4,2 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro wachsen und erstmals wieder das Vorkrisenniveau erreichen. »Die Nachfrage nach neuen Software-Lösungen zieht kräftig an«, sagte BITKOM Präsident Prof. August Wilhelm Scheer. »Gut drei Viertel aller Software-Anbieter in

Deutschland rechnen im laufenden Jahr mit steigenden Umsätzen.« Internet als Werbemedium Um solche Trends langfristig und global in Marktanteile umzuwandeln, braucht die Branche dringend Spezialisten – und zwar die besten der Welt. »Die meisten hochqualifizierten IT-Spezialisten machen einen weiten Bogen um Deutschland und arbeiten lieber in den USA, Kanada oder Neuseeland. Das muss sich ändern«, erklärt der BITKOM-Präsident im Geleitwort dieser Publikation. Top Trend des Jahres 2011 laut BITKOM: »Cloud Computing«, die Auslagerung von Daten ins Internet. Der BVDW fügt hinzu: »Mobile«, »Social Media« und »Video«, gefolgt von nutzungsorientierter Werbung und Markenbildung im Web. Das Internet sei weiterhin der »Treiber klassischer Wirtschaftsbereiche«. E-Commerce wächst, in den Branchen Touristik, Unterhaltungsindustrie, Nachrichtenmedien, Verlage werde das Internet zum dominierenden Faktor. Es sei das drittstärkste Werbemedium in Deutschland, hinter Zeitungen und Fernsehen. Schon in zwei bis drei Jahren, so der BVDW, könnte das Internet den zweiten Platz als Werbemedium in Deutschland einnehmen. Eine wegweisende Rolle wird in den nächsten Jahren die Nutzung des Internets per Mobiltelefon spielen. Internetfähige Handys ermöglichen viele neue Geschäftsmodelle, angefangen bei der jetzt schon vielfach genutzten Navigation, über Location Based Services (LBS) und den Sprung in die nächste Dimension per Augmented Reality. Das mobile Internet wird als Werbemedium unverzichtbar, so hat sich die Anzahl mobiler Kampagnen laut Mobile Advertising Circle (MAC) im BVDW im letzten Jahr fast verdoppelt. Die Wirtschaft sieht sich der Herausforderung eines sich rapide beschleunigenden Wandels althergebrachter Denkmodelle ausgesetzt. Wer jetzt in der Lage ist umzudenken, wird neue Chancen generieren. Die anderen werden wie Dinosaurier ihr Heil in der Nische suchen müssen oder untergehen.

Die Top-Trends 2011: Cloud Computing, Social Media, Mobile, Video. Nutzungsorientierte Werbung und Markenbildung im Web.


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Wachstum auf hohem Niveau Wie das Internet den Handel revolutioniert

Von Axel Novak / Redaktion

santes Wachstum beim Online-Handel im deutlich zweistelligen Bereich«, erklärt Prof. Dr. Gerrit Heinemann, Leiter des eWeb-Research-Center an der Hochschule Niederrhein. So hat sich auch Anteil der Unternehmen, er Kick durch den Klick ist etwas Besonderes. die ihre Produkte und Dienstleistungen im Netz nutzen, Der klassische Shoppingbummel durch die Ininnerhalb eines Jahres verdoppelt. Fast jede vierte Firma nenstadt entfällt, die Parkplatzsuche genau wie nutzte im vorigen Jahr das Internet als Vertriebskanal – das Gedrängel im Laden und das lästige Schleppen. Der mehr als doppelt so viele Betriebe 2008, hat das Statistische Handel über das Internet hat in Deutschland KonjunkBundesamt festgestellt. Allerdings handelt es sich nur seltur. Vor allem Kleidung und Sportartikel sind der Renner, ten um die Hinterhof-Aufsteiger mit: Noch erwirtschaften gefolgt von privaten Gebrauchsgütern wie zum Beispiel nur wenige Unternehmen den Großteil des e-Umsatzes. Möbel und Spielzeug und schließlich Reisen oder anderen Die zehn größten Anbieter halten einen Marktanteil von touristischen Dienstleistungen. Dabei ist der durchschnittrund 31 Prozent, die hundert liche Warenkorbwert bei Intergrößten Anbieter bereits zwei net-Einkäufen 2010 gesunken. Drittel, ergab die zweite Markt»Die Konsumenten verlieren zuanalyse »Der deutsche E-Comnehmend die Scheu, auch kleinmerce-Markt«, die EHI Retail preisige Waren und DienstleiInstitute und die Statista GmbH stungen online zu beziehen«, sagt im Januar 2011 vorgelegt haben. Detlef Henkel von der Deutsche Insgesamt erzielen die größten Card Services, einem Anbieter für 1.000 E-Commerce-Shops einen bargeldlosen Zahlungsverkehr im Gesamtumsatz von etwa 20 MilBereich E-Commerce. Prof. August-Wilhelm Scheer, liarden Euro. Dabei ist das Internet nicht BITKOM Viele Händler sehen jedoch in unbedingt billiger als der klasDeutschland noch Handlungsbesische Handel. So seien laut Brandarf für den Gesetzgeber. Das ergab das aktuelle Online chenverband BITKOM Hightech-Produkte im Internet Business Barometer der Online-Handelsplattform Ebay. im Schnitt zwar um neun Prozent preiswerter, allerdings Demnach klagen die Händler über hohe Kosten für das kommen bei den Online-Händlern meist Versandkosten Retourenmanagement, wenn Kunden gekaufte Waren hinzu. Zudem können die Internethändler in der Regel wieder zurückgeben. keine persönliche Beratung durch einen Fachverkäufer Zwar erhöht das kostenlose Umtauschverfahren die bieten. »Das Internet ist nicht grundsätzlich günstiger als Kaufbereitschaft und verstärkt Impulskäufe. Doch gibt es der Einzelhandel«, so BITKOM-Präsident Prof. Augustauch Kunden, die Waren bestellen, nutzen und innerhalb Wilhelm Scheer. »Bei fast jedem Produkt findet sich ein der gesetzlichen Fristen zurückschicken. Für den entstanGeschäft, das die meisten Online-Händler preislich unterdenen Wertverlust muss der Händler aufkommen – und bietet.« legt die Kosten gleich auf den Verkaufspreis um. »95 Prozent der Kunden zahlen den Missbrauch der restlichen Markt der groSSen anbieter fünf Prozent mit«, sagte Ebay-Geschäftsführer Stephan Zoll kürzlich in Berlin. Die Quote schwankt je nach BranNach jüngsten Zahlen des BITKOM hat jeder dritte che: In der Elektronik und Computerbranche liegt sie bei Bundesbürger in diesem Jahr Weihnachtsgeschenke Onzehn bis 15 Prozent, in der Modebranche kann sie bis zu 50 line eingekauft. Die Umsätze sind laut dem BundesverProzent erreichen. band des Deutschen Versandhandels von 15,5 Mrd. Euro Der Bundesgerichtshof bestätigte im Dezember 2010 im Jahr 2009 auf 18,3 Mrd. Euro 2010 angestiegen. »Die Käufer in ihren Rechten. Demnach darf ein InternethändUmsätze im traditionellen stationären Handel gehen seit ler einem Kunden nicht den Wertverlust der zurückgeJahren kontinuierlich zurück. Gleichzeitig gibt es ein ra-

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»Das Internet ist nicht grundsätzlich günstiger als der Einzelhandel.«

gebenen Ware in Rechnung stellen. In dem Fall hatte ein Kunde ein Wasserbett bestellt, aufgebaut und anschließend zurückgegeben, weil es ihm nicht gefiel. Dass der Händler das Bett nicht mehr verkaufen kann, sei das Risiko des Händlers, entschied das Gericht. Der Bundesverband Versandhandel (bvh) sieht das sogar als Missbrauch des Rückgaberechts. Die geltende Rechtslage mache Online- und Versandhändler im Extremfall zu kostenlosen Verleihern von Ware, so bvhHauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer. »Durch moderne Technik wie Produkt-Videos, virtuelle Anprobe oder Rundum-Ansichten, detaillierte Produktbeschreibungen, Web-Cams zur Live-Kundenbetreuung, Benutzer-Foren und vieles andere kann sich der Kunde heute im Netz oft besser vor dem Kauf über die Ware informieren als im personell oft immer weiter ausgedünnten Stationärhandel.« Vorteile durch Drop Shipping Ob allerdings genügend Kunden auf den Shop klicken, hängt vor allem vom Sortiment ab: Bietet der Online Shop viele unterschiedliche Produkte, finden potenzielle Käufer eher das Gesuchte und werden zu Kunden. Das hat allerdings einen Nachteil: Die Vorfinanzierung und Lagerung der Ware, die damit einhergehenden Risiken hoher Fixkosten und Liquiditätsengpässe sowie im schlimmsten Fall die Unverkäuflichkeit der Ware sind gerade für junge Firmengründer ein hohes Verlustpotenzial. Investitionen in Ware, Verpackung, Lagerfläche und Mitarbeiter im Versand beschränken das Marketing und können daher schnelles Wachstum verhindern. Hier hilft das so genannte Drop Shipping oder Streckengeschäft, das vor allem in den USA weit verbreitet ist. Dabei geht der Online-Händler eine Partnerschaft mit einem Großhändler oder Hersteller ein und kauft erst dann die Ware, wenn der Kunde bestellt und bezahlt hat. Vorteil für den Händler: Er hat ein großes Produktsortiment, ohne dieses besitzen, lagern oder versenden und folglich auch nicht vorfinanzieren zu müssen. Der Großhändler oder Hersteller wiederum kann auf den aufwändigen Vertrieb verzichten. Und der Kunde hat die Möglichkeit, noch einmal am Preis zu drehen. Eines allerdings ändert sich nicht: Die Ware muss zum Kunden geliefert werden. Ganz klassisch. Mit dem Lastwagen, bis vor die Tür.


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DAS INTERNET

— Unternehmensbeitrag PayPal Deutschland GmbH —

Online-Handel – Die Zukunft des Versandhandels? Wie Vernetzung und Mobilität des Konsumenten eine Branche verändert

Händler mit mehr als 20 Millionen Euro Jahresumsatz hinzu, sind es bereits ca. 70 Prozent. Daneben steht ein riesiges Heer kleiner und mittlerer Händler (alleine PayPal hat in Deutschland mehr als 40.000 Händler), die sich die restlichen 30 % des Kuchens aufteilen.

E-Commerce, M-Commerce und klassichem stationären Geschäft. Praktisches Beispiel: Seit Anfang des Jahres zahlen Kunden in 7.000 US-Starbucks-Filialen auch mit ihrem iPhone und nicht mehr nur mit Kleingeld. Online-Zahlungs­ systeme machen nun den klassischen Zahlarten Konkurrenz.

ONLINE PAYMENTS: Der Katalysator

Dominik Dommick, Geschäftsführer Marketing, PayPal Deutschland GmbH

Im letzten Jahr erwirtschaftete der OnlineHandel laut dem Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) 17,1 Milliarden Euro und damit fast 60 Prozent des gesamten Versandhandelsvolumens 2010. Für 2011 sind allgemein Wachstumsraten um die 13 Prozent prognostiziert. Die steigenden Preissensitivität der Konsumenten, das Einkaufen jenseits von Öffnungszeiten und Innenstadtstau, aber auch veränderte Gewohnheiten – Stichwort Downloads digitaler Güter (Musik, Filme, …) – sind die wesentlichen Treiber dafür, dass der Online-Anteil im Versandhandel bereits jetzt den Löwenanteil des Umsatzvolumens ausmacht. Nutzer bestellen ihre Produkte zudem in ganz Europa, den USA oder sogar Asien. So werden schon heute fast ein Viertel der PayPal-Transaktionen grenzüberschreitend getätigt, was den ansteigenden Trend zum Online-Kauf in ausländischen Shops im Netz verdeutlicht. T-Shirts bei Threadless in den USA oder Designermode bei Vente Privée in Frankreich zu bestellen, ist damit längst keine Besonderheit mehr. So verwundert es nicht weiter, dass kaum ein Händler auf ein Stück dieses rasant wachsenden Kuchens verzichten möchte und damit den mittlerweile schon »klassischen« Online-Händlern eBay und Amazon nacheifert. Alleine diese beiden Online-Pure­player und zugleich führende Internethändler Deutschlands machen ca.  ¹⁄³ des deutschen E-Commerce-Umsatzvolumens aus. Nimmt man alle Online-

Im stationären Handel kommt der verwendeten Bezahlweise eine vergleichsweise geringe Bedeutung zu: Ob Barzahlung oder evtl. Kredit- oder EC-Karte spielt beim Shopping kaum eine Rolle. Bereits im klassischen Versandhandel verschiebt sich dies. Weil Waren- und Geldfluss nicht im selben Moment über die sprichwörtliche Theke gehen, bestehen für den Käufer große Unterschiede zwischen der Bezahlung per Rechnung und der Bezahlung per Vorkasse. Risiko, Bequemlichkeit und Schnelligkeit unterscheiden sich deutlich. Schaut man nun auf den Online-Handel dann wird die Zahlmethode zum echten Katalysator. Der digitale Konsument will Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit. Interessanterweise fast eine Art Gegensatz, den aufzulösen eigentlich nur echten Online-Anbietern gelingt. Oft leidet die Nutzerfreundlichkeit, bei dem Versuch klassische Zahlungsarten wie Überweisung sicherer zu machen. Auch bei Kreditkartenzahlung im Internet ist es nicht grundsätzlich anders. Wo vor einigen Jahren lediglich die Kreditkartennummer reichte, müssen heute Ablaufdatum, Kartenprüfnummer und Passworte herhalten, um Sicherheit zu gewährleisten. Alles zu Lasten eines einfachen und reibungslosen Shopping­ erlebnisses. Online-Payment-Dienstleister beherrschen diese Anforderungen des Online-Handels, weil sie für eben diese Struktur entwickelt wurden, sich also ohne System- und Medienbruch in das Ein­ kaufserlebnis integrieren und zugleich sicher und bequem sind. MOBILE COMMERCE: Zusatz-geschäft für innovative Händler Nun ist allerdings »klassischer Online-Handel« inzwischen auch schon fast

SOCIAL COMMERCE: Freunde als Empfehlungsgeber

Marc Strigel, Director Marketplaces & Payment Innovation, PayPal Deutschland GmbH

wieder ein alter Hut: Mobile Commerce – also Einkaufen via Mobiltelefon – wird in zwei bis drei Jahren schon mindestens 10 Prozent des E-Commerce ausmachen. Alleine eBay wickelte im Jahr 2010 Transaktionen im Wert von über zwei Milliarden US-Dollar über die iPhoneApp des Unternehmens ab. Zudem prognostiziert das Marktforschungsunternehmen ABI-Research für die nächsten fünf Jahre ein Wachstum des mobilen Handels auf rund 119 Milliarden US-Dollar weltweit. Mobiles Einkaufen ist also aus einem Trend zur Realität geworden – auch in Europa und Deutschland. Warum jetzt? Wesentlich hierfür sind technische Weiterentwicklungen, die die nötige Verbreitung an Endgeräten geschaffen haben. Innerhalb der letzten drei Jahre wuchs der Anteil von Smartphones auf über 20 Prozent – nicht zuletzt angetrieben durch den Erfolg des iPhones von Apple. Für Händler bedeutet dies neben neuen Aufwendungen für die Bedienung des Kanales Mobiltelefon auch ein lukratives Zusatzgeschäft. Dies resultiert aus erhöhten Impulskäufen – Konsumenten haben ihr Mobiltelefon immer dabei und lassen sich so auch verstärkt zu spontanen Einkäufen hinreißen (früher war dieser Kaufimpuls oft verpufft, wenn der Konsument dann später am heimischen PC saß). Zahlungsoptionen auf Mobiltelefonen bringen aber auch eine weitere neue Perspektive ins Spiel: die Verbindung von

Internet-Nutzer vernetzen sich heute mehr denn je, und dieser soziale Kontext ist für den Handel sehr spannend. Facebook hat 500 Millionen versammelte Nutzer – ein riesiges Potential für Millionen an Produktempfehlungen von Bekannten, die viel mehr Gewicht bei der Kaufentscheidung haben als der detaillierteste Test einer Fachzeitschrift. JP Morgan schätzte im Januar, dass Amazon an einem Besucher im Durchschnitt 189 US-Dollar verdient, während es bei eBay 39 US-Dollar sind. Dem steht Facebook mit gerade einmal vier USDollar gegenüber, was verdeutlicht, warum auch Facebook zunehmend in Richtung E-Commerce streben dürfte. Nicht nur Facebook selbst, sondern vor allem der Handel sucht intensiv nach Wegen, um soziale Netze für sich zu nutzen. Provisionsmodelle werden Einzug halten – bis hin zu »Social-NetworkE-Commerce«, wie ihn etwa »Payvment« oder das innovative deutsche Start-up »Sellaround.net« mit dem Verkaufen über Facebook schon jetzt ermöglichen.

FAZIT E-Commerce ist DER neue Versandhandel Online-Payment ist der Katalysator dafür Mobile- und Social Commerce werden völlig neue Vertriebswege eröffnen

www.paypal.de


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Hartes Spielgeld Viele Bezahlsysteme im Netz ringen um Umsatz in der Nische

Dirk Srocke / Redaktion

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in paar Euro Guthaben auf der Paysafecard, etliche Wii Points für den virtuellen Einkauf bei Nintendo und ein paar Linden-Dollar in Second Life – wenn Online-Nutzer ihre digitalen Groschen zusammenzählen, wird schnell klar, woran Bezahlsysteme im Netz kranken: Es gibt schlicht kein universell einsetzbares und für alle Gelegenheiten passendes Zahlungsmittel. Umso weniger verwundert es, dass die Bundesbürger Online noch immer auf althergebrachte Zahlungsmethoden setzen. Vorteil der traditionellen Methoden: Damit können Händler und Käufer ihre Zahlungen abwickeln, ohne einen Vertrag mit einem zusätzlichen, gemeinsamen Partner machen zu müssen. Für eine Überweisung müssen beide Geschäftspartner lediglich ein Konto besitzen nicht aber Kunde der gleichen Bank sein. Zu unterscheiden sind hier das zwischen Banken verbuchbare, interoperable Giralgeld und das an bestimmte Anbieter gebundene, elektronische Geld (E-Geld). 66,9 Prozent des vom Online-Handel generierten Umsatzes wird per Vorkasse, Rechnung, Lastschrift oder Nachnahme beglichen - so die 2010 vom Institut für Handelsforschung veröffentlichte Studie »Der InternetZahlungsverkehr aus Sicht der Händler«. Rechnet man zusätzlich noch die Kreditkarte heraus, nutzen Kunden lediglich für jede fünfte Zahlung ein alternatives Verfahren wie Paypal, ClickandBuy oder Giropay. Wie zaghaft der Markt auf die neuen Bezahlmöglichkeiten reagiert, verdeutlichen Vergleichswerte, die fünf Jahre zuvor erhoben wurden. Damals kamen die neuen Bezahlmethoden auf etwa zehn Prozent.

Online-Sektor. Irgendwie müsse das Geld schließlich auf virtuelle Konten gelangen. Ein Beispiel: Wer in Apples iTunes Store einkaufen will, kann zunächst per Paypal bezahlen. Für die Liquidität des Paypal-Kontos sorgt wiederum eine Banküberweisung. Vom eigentlichen Kaufpreis gehen Provisionen an Apple und Paypal. Keine Ausnahme ohne Regel: Wer bei einer Online-Auktion Güter verkauft, kann sein Paypal-Konto ganz ohne eigene Banküberweisungen füllen. Auch in Zukunft werden Bankeinzug oder Rechnung noch eine maßgebliche Rolle im Online-Zahlungsverkehr spielen, glauben Marktbeobachter. Als unwahrscheinlich gilt, dass alternative Zahlungsanbieter selbst Banklizenzen anstreben und den letzten Schritt zum Geldinstitut wagen. Stattdessen werden die neuen Bezahlformen ihre Nischen finden und dort um Marktanteile ringen. »Wir stellen bei unseren Produkten ein ungebrochen starkes Wachstum fest«, berichtet etwa Michael Müller, CEO von Paysafecard. Das Unternehmen vertreibt Prepaid-Guthaben, mit dem Kunden kleine Beträge auch anonym begleichen können. Derzeit akzeptieren 3.500 Web-Shops die vor allem von Jugendlichen genutzte Zahlungsmethode. Zudem hat das Unternehmen kürzlich eine wiederaufladbare Pre-Paid-Kreditkarte vorgestellt. Im Jahr 2010 konnte Paysafecard über 35 Millionen Transaktionen verbuchen. Eine andere Nische besetzt das von den Mobilfunkanbietern Telekom, Vodafone und O2 betriebene System mpass. Anwender können Käufe hier per Handy legitimieren. Gezahlt wird mit Handynummer und PIN. Für zusätzliche Sicherheit sorgt eine SMS, die vom Kunden bestätigt werden muss. Das eigentliche Geld wird wiederum ganz klassisch von einem Bankkonto abgebucht. Für alle Anbieter werden die beschworenen Nischen freilich nicht ausreichen, erwarten Experten. So prognostiziert Marcel Pirlich eine Konsolidierung auf dem Markt der Zahlungsanbieter. Da die Dienstleister pro Transaktion nur wenig verdienen, sei die Größe der Anbieter ein wesentliches Erfolgskriterium. Nur wer schnell wachse habe überhaupt eine Chance.

Auch in Zukunft werden Bankeinzug oder Rechnung noch eine maßgebliche Rolle im OnlineZahlungsverkehr spielen.

Klassische Bezahlverfahren bleiben Letztlich sind aber auch die alternativen Bezahlverfahren nicht mehr als ein »Frontend«, ein vordergründiges Tool für dahinter stehende klassische Mechanismen, sagt Marcel Pirlich, Unternehmensberater für den Mobile- und

Geschlossene Plattformen wie Facebook Credits, der Apple iTunes Store oder Punktesysteme verschiedener Videospieleanbieter stellen offenbar keine direkte Konkurrenz für die Zahlungsdienstleister dar. Paysafecard-CEO Müller dazu: »Auch auf geschlossenen Plattformen müssen Einzahlungen der Nutzer irgendwie getätigt werden.« Entscheidend ist hierbei allerdings, welche Zahlungsmittel jeweils vorgesehen werden. Die bisherigen Betrachtungen beschränkten sich auf klassische Güter, die von Konsumenten Online oder per Handy bezahlt werden. Mit dem Web 2.0 verschwimmen allerdings auch die Grenzen zwischen Spiel, Kauf, Spende oder offen gezeigter Anerkennung. Deutlich wird das etwa bei Flattr. Wer sich bei der Plattform anmeldet, legt einen monatlichen Betrag fest, den er für online gelesene Blog-Artikel, angesehene Bilder und Videos zu zahlen bereit ist. Teilnehmende Webseiten sind an einem FlattrButton zu erkennen. Ein Klick darauf heißt: Diese Seite soll Geld bekommen. Wieviel das konkret ist, hängt davon ab, wieviele Beiträge der Nutzer im Monat insgesamt für gut befindet. Unter diesen wird die vorher festgelegte Summe verteilt. Social Payments als Alternative Ganz ohne pekuniären Gegenwert funktioniert »Pay with a Tweet«. Wie der Name andeutet, wird hier mit einer Nachricht auf dem Microblogging-Dienst Twitter bezahlt. Das »Social Payment System« ähnelt dabei einem Schneeballsystem, das gezielt Werbung für ein bestimmtes Angebot macht. Websurfer werden hier mit unentgeltlichen Downloads oder Gewinnspielen gelockt; geschickte Anbieter sparen sich im Idealfall Werbekosten. Auch in Online-Spielen wird mit Geld gehandelt. Wie dicht die Grenze zwischen realer und virtueller Welt dabei verlaufen kann, hat Softwareanbieter Linden Lab mit der 3D-Simulation Second Life vorgeführt. Der im Spiel eingeführte Linden-Dollar ist nicht nur integraler Bestandteil der virtuellen Welt und kann für den Erwerb von Items im Spiel genutzt werden. Die Währung lässt sich zudem in echtes Geld konvertieren. Mittlerweile haben sich Anbieter auch auf die Abbildung virtueller Wirtschaftprozesse spezialisiert. Der von Google aufgekaufte Dienstleister Jambool bietet mit Social Gold beispielsweise Spieledesignern eine Plattform an, mit der sich der Geldstrom in Spielen simulieren lässt.


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DAS INTERNET

— Unternehmensbeitrag Wirecard Bank AG —

Bargeld fürs Internet Einfach online zahlen mit guthabenbasierten Karten von führenden Kreditkartenunternehmen

Oliver Bellenhaus, Executive Vice President Consumer Products, Wirecard Bank AG

Einkaufen im Netz ist so beliebt wie nie zuvor. Gleichzeitig haben Konsumenten Sicherheitsbedenken, wenn sie ihre persönlichen Daten ins Netz eingeben sollen. Was können Sie den Verbrauchern raten?

Der Onlinekauf birgt für Konsumenten und Händler ein Risiko, das im stationären Handel keine Rolle spielt: Ware und Geld wird zeitverzögert getauscht. Daraus ergeben sich auf beiden Seiten ganz unterschiedliche Sicherheitsbedürfnisse. Händler fürchten beispielsweise, dass die Ware aufgrund mangelnder Bonität nicht bezahlt werden kann. Konsumenten haben wiederum Bedenken, ihre persönlichen Daten im Internet preiszugeben. Eine Alternative, die beide

Ansprüche erfüllt, sind guthabenbasierte Karten von führenden Kreditkartenunternehmen wie MasterCard bzw. Visa. Wie genau funktionieren guthabenbasierte Karten?

Prepaidkarten wie wir sie unter der Marke mywirecard.com anbieten, basieren auf dem Guthaben-Prinzip. Eine Zahlung ist also nur dann möglich, wenn die Karte ein Guthaben aufweist. Nutzer profitieren somit von einer vollen Ausgabenkontrolle. Im Vergleich zu anderen guthabenbasierten Bezahlverfahren ist durch das Netzwerk von Visa bzw. MasterCard eine flächendeckende Verbreitung und Akzeptanz gewährleistet. Händler erschließen sich durch Prepaid­ karten neue Zielgruppen, da – im Gegensatz zur herkömmlichen Kreditkarte – niemand von der Nutzung ausgeschlossen ist. Und dafür ist nicht einmal ein zusätzlicher technischer Aufwand erforderlich. Es genügt die bestehende Visa- bzw. Ma-

sterCard-Akzeptanz, um Zahlungen mit unserer mywirecard 2go Visa oder der mywirecard-MasterCard entgegen­ zunehmen. Die mywirecard MasterCard wurde von uns als virtuelles Kartenprodukt am Markt positioniert. Nach der kurzen Online-Registrierung auf www.mywirecard.com erhält der Kunde die für den Einkauf im Netz nötigen Daten wie Kartennummer, Ablaufdatum und die Kartenprüfnummer, sobald ein Guthaben geladen wurde. Da alle Daten über das Internet angezeigt werden und kein Medienbruch durch den physischen Versand einer Karte erfolgt, eignet sich dieses Produkt ganz besonders den Onlineeinsatz. Selbstverständlich lässt sich auch diese Karte wie alle Produkte der mywirecard-Familie stationär aufladen. Und welche Vorteile haben Nutzer von mywirecard 2go Visa im Vergleich zu anderen guthabenbasierten Bezahlsystemen?

In den letzten Jahren wurden einige, von Visa bzw. MasterCard unabhängige Bezahlsysteme am Markt vorgestellt. Diese sind meist nur bei bestimmten Händlergruppen im Internet einsetzbar. Die mywirecard 2go Visa funktioniert wie andere im stationären Handel erhältliche Prepaid-Karten nach der Devise »Bargeld fürs Internet« und ermöglicht anonymes und einfaches Bezahlen im Onlineshop oder am POS. Die Karte ist an Tankstellen und Kiosken in ganz Deutschland erhältlich und kann direkt an der Kasse mit Guthaben aufgeladen werden. Innerhalb von Sekunden lässt sich mywirecard 2go Visa per SMS oder online aktivieren und ist dann sofort einsatzbereit. Die Angabe von persönlichen Daten ist nicht erforderlich. Für alle jene, die Sicherheitsbedenken haben, wenn sie ihre herkömmliche Kreditkarte einsetzen, ist mywirecard 2go Visa also eine passende Alternative. www.wirecard.de

— Unternehmensbeitrag Neue Mediengesellschaft Ulm —

— Unternehmensbeitrag Kizilocak Consulting —

Internet World Fachmesse in München auf Wachstumskurs

Erst kommt der Prozess, dann die Software

Auf dem Expertenforum können Messebesucher aktiv an Round-Table Diskussionen teilnehmen

Eine Verdopplung der Ausstellungsfläche im Vergleich zum Vorjahr, mehr als 5.000 Besucher an zwei Tagen und ein Themenspektrum, das die ganze Palette für E-Commerce und Online Marketing Entscheider abdeckt: Die Internet World Fachmesse & Kongress am 12.-13. April 2011 im Kongresszentrum der Münchener Messe zeichnet sich durch große Themenvielfalt aus. E-Commerce Verantwortliche finden sämtliche Dienstleistungen und

Produkte, die sie einsetzen können, um ihre Konversionsraten im Online-Shop zu steigern und Prozesse zu optimieren. Das Spektrum reicht von Shopsoftware über Usability und Web-Controlling bis hin zu Online-Marketing, Social Media oder auch Video, Mobile Apps und Technik. Auch Marketingentscheider, die verantwortlich sind für Kommunikation oder auch Marken ihres Unternehmens, bekommen wertvolle Praxistipps für ihr Online-Business. Der Besuch der Fachmesse inkl. dem Fachvortragsprogramm auf drei Infoarenen ist nach Vorabregistrierung kostenfrei. Die Teilnahme am Kongress kostet für beide Tage € 890,- zzgl. MwSt. Das Programm und mehr Infos sind im Netz unter: www.internetworld-messe.de Kontakt für Rückfragen: Melanie Vogelbacher Neue Mediengesellschaft Ulm mbH Tel. 089 - 74117 - 203 melanie.vogelbacher@nmg.de www.internetworld-messe.de

Der Düsseldorfer Akin Kizilocak arbeitete viele Jahre für Global Player der Handelsund Konsumgüterindustrie, bevor er sich 2005 als Consultant mit seiner Firma kizilocak Consulting selbständig machte. Warum sind professionelle Beratungsleistungen im IT-Bereich so gefragt?

Viele Firmen stehen unter enormem wirtschaftlichen Druck. Die Effizienz der eigenen Geschäftsprozesse muss fortwährend den wachsenden Ansprüchen eines globalisierten Marktes angepasst werden. Und dabei ist es eben ganz entscheidend, dass die IT-Systeme des Unternehmens störungsfrei funktionieren. Nur können viele Firmen gar nicht mehr ohne weiteres entscheiden, wie gut ihre Geschäftsprozesse tatsächlich durch das IT-System abgebildet und unterstützt werden. Die Vorgänge sind einfach zu komplex geworden. An dieser Stelle müssen Profis übernehmen. Wie könnte eine solche Hilfestellung konkret aussehen?

Zunächst einmal geht es darum, die Prozess- und Systemlandschaft eines Unternehmens zu analysieren, um Optimierungspotenziale aufzuzeigen. Ein ganz entscheidender Schritt hierbei kann die Einführung einer sogenannten Enterprise Resource Planning Software sein, mit der man alle entscheidenden Geschäftsprozesse eines Unternehmens überwachen und steuern kann. Für viele Firmen ist das die beste Möglichkeit, schnell herauszufinden, wenn etwas nicht rund läuft, um gegebenenfalls zu reagieren. www.kizilocak.com

AKIN KIZILOCAK, Geschäftsführer, Kizilocak Consulting


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Das Netz wird zur Cloud Cloud Computing boomt. Wichtig ist der richtige Anbieter

Oliver Schonschek / Redaktion

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aut Umfrage des Branchenverbands BITKOM sehen 62 Prozent der IT-Anbieter in Cloud Computing den Top-Trend des Jahres 2011. Die flexible Nutzung von IT-Diensten über das Internet kann nicht nur bei den Anbietern punkten: 41 Prozent der Unternehmen in Deutschland nutzen für Teile ihrer IT bereits CloudDienste, nur drei Prozent planen keine Auslagerung in eine Cloud, so eine Studie des IT-Dienstleisters wusys. Für die Nutzung von Cloud-Diensten sprechen klare, wirtschaftliche Vorteile. Unternehmen, die Rechenleistung, Speicherkapazität und Softwarelösungen teilweise oder ganz von einem Dienstleister über das Internet beziehen, können ihre Kostenstruktur optimieren. Bei den Pay-per-Use-Angeboten im Cloud Computing werden nur noch die IT-Dienste in dem Umfang bezahlt, wie sie tatsächlich genutzt werden. Das Centre for Economics and Business Research (CEBR) erwartet für Europa bis 2015 eine Effizienzsteigerung im Wert von mehr als 177 Mil-

liarden Euro, wenn IT-Systeme und -Dienste ausgelagert werden. Doch die Auslagerung der eigenen Daten in eine Cloud ist mit Risiken behaftet, finden doch die Zugriffe auf die extern betriebenen IT-Ressourcen meist über das Internet statt. Während sich die Abläufe im eigenen Serverraum mit geeigneten Mittel überwachen lassen, kann eine solche Kontrolle in der Cloud nicht so einfach erfolgen. Für einen Cloud-Anwender ist erst einmal unklar, wo sich seine Daten genau im Internet befinden und wer sich unter Umständen noch Zugriff verschaffen könnte. Fehler im Sicherheitskonzept oder kriminelle Insider bei dem CloudAnbieter könnten die Nutzerdaten ebenso bedrohen wie unerkannte Angriffe auf die Cloud. Auch das Einstellen des Geschäftsbetriebs durch den Cloud-Provider könnte ein Anwenderunternehmen vor ernste Probleme stellen. Trotzdem sehen sich nur 30 Prozent der Unternehmen den möglichen Cloud-Anbieter vor ihrer Entscheidung genau an, wie die Studie »Flying Blind in the Cloud« des Ponemon Institutes zeigt. Dabei vertrauen 65 Prozent bei ihrer Evaluation auf Empfehlungen Dritter und dem Ruf

eines Anbieters auf dem Markt. PriceWaterhouseCoopers hat in der Analyse »Cloud Computing – Navigation in der Wolke« die Datensicherheit bei deutschen CloudAnbietern untersucht. Demnach sehen zwei Drittel der befragten Cloud-Provider den Datenschutz als die größte Herausforderung. Etwa die gleiche Anzahl lässt ihre ITSicherheit zertifizieren und führt detaillierte Risikoanalysen durch. Eine Unterstützung bei dem Wechsel auf einen anderen Anbieter bieten nur 63 Prozent der befragten Provider. Statt wolkiger Angebote braucht ein Cloud-Nutzer deshalb eine klare Sicht auf Vertragsbedingungen und Sicherheitskonzepte. Zu klären sind insbesondere Fragen nach dem physischen Speicherort der Daten, den umgesetzten Datenschutzvorgaben und der Absicherung von Zugriffen und Datenübertragungen. Ebenfalls geklärt werden sollten das mögliche Ausstiegsszenario und die genaue Ausprägung der Cloud. So sollte für besonders sensible Daten eine Private Cloud genutzt werden, die speziell für das Unternehmen betrieben und nicht mit anderen Nutzern geteilt wird.

Die virtuelle Schule Wann macht der Einsatz von E-Learning-Instrumenten Sinn?

Angelika Friedl / Redaktion

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mmer mehr Firmen vertrauen auf E-Learning. So hat etwa auch die Handelskette Edeka vor etwas über einem Jahr ein computergestütztes deutschlandweites Wissensportal aufgebaut. Kurse über Warenkunde, Hygiene und Qualitätssicherung sollen den Angestellten helfen, auf dem neuesten Stand zu bleiben - wichtig vor allem bei der EU-Hygieneverordnung HACCP. Um das Lernen zu erleichtern, werden die Lernmodule so kurz und einfach wie möglich gehalten, wie Projektleiter Andreas Rubbel erklärt. Auch spezielle E-Learning Beauftragte helfen mit Rat und Tat. Sehr beliebt bei den Mitarbeitern sind »Ede« und »Karla«, virtuelle Begleiter, die Schüler durch ihre Aufgaben lotsen. Das große Interesse macht sich in der Bilanz der etwa 250 deutschen E-Learning-Unternehmen bemerkbar. Sie erwirtschaften seit Jahren steigende Umsätze. Im Jahre 2009 waren es bereits rund 345 Millionen Euro. Immer mehr Unternehmen schließen sich auch zu größeren Firmen zusammen, meint Thea Payome vom Informationsportal »CHECK.point eLearning«. Sie sieht noch einen weiteren Trend: »Während vor zehn Jahren E-Learning noch ein zartes Pflänzchen war, bieten mittlerweile eine Reihe von Firmen Produkte aus einer

Hand an«. Kunden können zum Beispiel sowohl Beratung und das Projektmanangement kaufen, als auch netz- und computerbasierte Kurse oder die Wartung und den Support. Lernprogramme für den Computer, meist auf CDROM oder DVD, gibt es schon seit den 80er Jahren. Doch erst mit dem sogenannten WBT (Web Based Training) wurde es möglich, mit einem Lehrer oder Kollegen in Kontakt zu treten. Die Lerninhalte kann man von einem Webserver online durch das Internet oder durch das Intranet abrufen. Dabei entwickelt ein Hersteller über Software as a Service (SaaS) eine webbasierte Softwareanwendung und hostet und betreibt diese im Auftrag seiner Kunden

entweder unabhängig oder durch einen Drittanbieter. Der Vorteil für die Kunden: Sie zahlen nur für die Nutzung der Software und ersparen sich die Kosten für die ITInfrastruktur wie Server, Datenbanken, Softwarelizensen und natürlich Mitarbeiter. Reine E-Learning Programme sind für kurzfristige, ein- oder zweitägige Schulungen meist gut geeignet. Bei längeren Aus- und Fortbildungen sowie im Fernstudium verbindet man aber lieber die virtuelle mit der realen Welt – studiert wird sowohl vor Ort mit einem Lehrer als auch allein vor dem Bildschirm. »Auf solche Blended-Learning-Angebote setzen auch viele deutsche Unternehmen«, erklärt Thea Payome. Beste Aussichten sieht Payome für das Mobile Learning, den Lernprogrammen, die auch auf Handys und Kleincomputern laufen. Lernen zu jeder Zeit und an jedem Ort – für manchen sicher eine eher erschreckende Vorstellung. An eine neue Zukunft glaubt die Expertin auch für den schon totgesagten Markt der »Serious Games«, der digitalen Lernspiele. »Ich denke, wegen der demographischen Veränderungen wächst in vielen Unternehmen die Bereitschaft, die Lernformen den Bedürfnissen der ‚Digital Natives’ anzupassen.« Auch Learning-Apps für Smartphones und Tablet-PCs könnten den Trend verstärken, weil sich damit spielerische Anwendungen für unterwegs gut vermarkten lassen.


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DAS INTERNET

— Unternehmensbeitrag e-Spirit AG —

Die Welt der Web-Anwendungen einfach ins CMS holen Effizienteres Website-Management durch integrierte Cloud-Services

– das ist zeitaufwändig und umständlich. Durch die Einbindung von Cloud-, SaaSoder auch Desktop-Applikationen direkt in das CMS lassen sich Redaktionsprozesse jetzt schneller und effizienter umsetzen. Möglich wird dies durch eine Neuheit auf dem CMS-Markt: Die e-Spirit AG hat mit dem FirstSpirit AppCenter eine universelle Möglichkeit entwickelt, praktisch jede beliebige Anwendung schnell, einfach und in der gewohnten Oberfläche und Funktionalität in das Content Management System FirstSpirit zu integrieren. Im CMS integrierte Web-Applikationen optimieren Redaktionsprozesse

Im Zeitalter der Cloud stehen Unternehmen tausende Applikationen und Services im Internet zur Verfügung. Die Vorteile sind klar: einfache Erreichbarkeit über einen Browser, keine zusätzlichen Hardwareanforderungen, Administrations- und Wartungsaufwände. Auch im ContentManagement-Bereich profitieren viele Redaktionen von Cloud-Anwendungen, sei es für die Informationsbeschaffung oder für die Bearbeitung von Inhalten. Genutzt

werden zum Beispiel Online-Bilddatenbanken, Office-Programme, Bildbearbeitungs-, Video-, Geolocation-, Webanalyseund E-Mail-Marketing-Dienste oder Enzyklopädien. Der Nachteil: OnlineRedakteure müssen parallel in vielen verschiedenen externen Anwendungen arbeiten und Inhalte manuell in das CMS übertragen, bevor sie diese auf Webseiten, Portalen, in Newslettern oder anderen digitalen Kanälen veröffentlichen können

Effiziente Redaktionsprozesse ohne Medienbruch Durch die nahtlose AppCenter-Integration können Online-Redakteure im CMS mit ihren vertrauten Anwendungen weiterarbeiten, die sie bisher nur außerhalb des Systems nutzen konnten. Texte, Bilder, Audio- und Videodateien, Straßenkarten, Produktinformationen usw. aus den einmal eingebundenen Anwendungen werden direkt in der Redaktionsoberflä-

che des CMS angezeigt. Diese Daten können mit einem Klick oder per Drag&Drop in FirstSpirit übernommen, redaktionell verarbeitet, gespeichert und dann auf der eigenen Webseite, im Intranet und beliebigen weiteren (auch mobilen) Ausgabekanälen veröffentlicht werden. Das Potenzial dieser neuen Art der Applikationsintegration in das Content Management sind enorm: »Die Entwicklung des AppCenters eröffnet Unternehmen ganz neue Möglichkeiten für die Optimierung ihrer Content-Management-Prozesse«, erklärt Jörn Bodemann, CEO der e-Spirit AG. »Es ermöglicht Unternehmen, die von ihnen eingesetzten Eigen- oder Fremd-Applikationen nahtlos in FirstSpirit einzubinden, damit Redakteure ihre Lieblingsanwendungen einfach im CMS weiter nutzen können. Dadurch werden nicht nur Verbesserungen der Usability erreicht, sondern auch Effizienzsteigerungen, die bei jedem Editiervorgang zu messbaren Einsparungen führen.« www.e-spirit.com/appcenter

— Unternehmensbeitrag Tata Consultancy Services Deutschland GmbH —

Apps müssen schneller entwickelt werden Der Wettbewerb um die Kunden kennt keine Pausen

Dr. Kay Müller-Jones ist Head of Global Consulting Practice der TCS Manufacturing Europe und Experte für die kun­ dengerechte und zeit­ nahe Entwicklung für Applikationen. DR. Kay Müller-Jones, Er meint, dass es Head of Global Confür Unternehmen sulting Practice, TCS Manufacturing Europe im Wettbewerb immer entscheidender wird, sich in kurzen Abständen mit neuen oder verbesserten Anwendungen in den Markt zu bewegen. Das Internet ist allgegenwärtig. Welche Veränderungen resultieren daraus für Firmen?

Ja, Internetnutzung war noch nie so einfach wie heute. Informationen sind jederzeit und überall verfügbar. Das heißt im Umkehrschluss: Es ist nichts Besonderes, einfach nur Informationen bereitzustellen.

Es geht darum, intelligente Services bereitzustellen, die bei der Aufbereitung, Verwaltung, Diskussion und dem Austausch von Informationen Hilfe bieten. Und dabei ist natürlich auch zu berücksichtigen, dass sich der Nutzer verändert hat. Er ist vernetzt, gut informiert und im Umgang mit modernen Medien bewandert. Wie muss ein Unternehmen sich auf den neuen Nutzer-Typ einstellen?

Es kommen ständig neue Dienste heraus. Derzeit zum Beispiel für das iPad mit seiner Fingerbedienung. Aber auch lokationsbezogene Dienste spielen eine zunehmend wichtigere Rolle. Es gibt immer wieder neue Möglichkeiten für verbesserte oder neue Anwendungen. Unternehmen müssen mit dieser unglaublichen Dynamik Schritt halten. Sie müssen aber auch kritisch prüfen, welche Dienste tatsächlich einen Mehrwert für Kunden bringen können. Am Beispiel der Fahrzeug-Konfiguration lässt sich das gut verstehen.

Was können wir dabei lernen?

Diese Anwendung bietet beim Autokauf eindeutig einen hohen Mehrwert. Der Kunde kann sich gleich im Internet sein Auto zusammenstellen, er kann sich danach an einen nahegelegenen Händler wenden, um einen Termin für eine Probefahrt abzusprechen oder ein Angebot einholen. Und die Dienste können immer wieder erweitert werden – die Finanzierung, Bezahlung oder auch die Einbindung in soziale Netzwerke sind denkbar. Wir erleben eine zunehmende Digitalisierung der gesamten Prozesskette. Wichtig ist dabei immer die Nutzerorientierung im Blick zu behalten. Das allein kann ja aber nicht entscheidend für den Erfolg sein.

Natürlich nicht. Es geht auch darum, schnell Innovationen herauszubringen. Neue Versionen müssen in kurzen Abständen folgen. Früher betrugen die Release-Zyklen Monate, heute sind es

wenige Wochen. Die Entwicklung neuer Releases muss als kontinuierlicher Prozess verstanden werden. Wie schafft man das?

Durch die Einführung agiler Methodiken. Die Betriebsabläufe ändern sich, alle Prozesse werden flexibler und agiler. Und die Konzentration auf das Wesentliche ist ganz wichtig. Muss auch eine spezielle IT-Architektur dafür vorhanden sein?

Das ist natürlich auch ein wichtiges Thema. Eine Integrations-Architektur muss vorhanden sein. Gerade beim Fahrzeug-Konfigurator ist ja die Integration in andere Prozesse des Unternehmens ein wesentlicher Bestandteil. Dazu ist das Arbeiten mit Service-orientierten Architekturen – kurz SOA – derzeit ein Trend.

www.tcs.com


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in|pact media Verlag

Vom Stahlkocher zum Rechtsanwalt Alternative Suchmaschinen machen sich Spezialisierung zunutze

Martin Bernhard / Redaktion

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ie komme ich jetzt an Mandanten?«, fragte sich die Rechtsanwältin Christin DietzRoth, nachdem sie sich in der badischen Kleinstadt Mosbach selbständig gemacht hatte. Wie konnte sie möglichst effektiv in Werbung investieren? Über einen ansprechenden Internetauftritt verfügte die Anwältin bereits. Doch dieser fristete ein Schattendasein, kaum jemand wusste von seiner Existenz. Mit der Internetseite der Anwältin verhielt es sich wie mit der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen. Experten gehen davon aus, dass weltweit mehr als 100 Millionen Internetauftritte mit zahlreichen Verzweigungen verfügbar sind. 40 Milliarden Suchanfragen schicken weltweit Nutzer täglich in das Internet. Und nicht selten steht hinter einer Suchanfrage ein Bedarf, eine Kaufabsicht. Allein in Deutschland soll das Volumen des Internethandels im Jahr 2009 rund 22 Milliarden Euro betragen haben, Tendenz steigend. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts bot im Jahr 2008 rund jedes achte Unternehmen in Deutschland seine Produkte oder Dienstleistungen auch Online an. Diese Unternehmen bahnten rund 40 Prozent ihres Gesamtumsatzes auf elektronischem Weg an. regional oder Überregional?

Ohne Online-Marketing geht es also nicht, das war Christin Dietz-Roth sofort klar. Ihre Internetseite sollte mehr sein als eine digitale Visitenkarte. Diese würden nur diejenigen Leute aufrufen, welche die Anwältin sowieso schon kannten. Statt also »Offline« zu inserieren, etwa in den Gelben Seiten, empfahl ihr eine Kollegin, sich in zwei Online-Verzeichnisse einzutragen, die auf Anwaltsdienstleistungen spezialisiert sind. Und tatsächlich: Die Zugriffsraten auf ihre Homepage erhöhten sich. Heute erhält Christin Dietz-Roth Anfragen etwa zum Fachgebiet Internetrecht fast ausschließlich über ihre Homepage. Und das nicht nur aus der Region, in der sie lebt, sondern deutschlandweit. Bei der Auswahl der Verzeichnisse verließ sich die Anwältin zum einen auf die Tipps von Kollegen. Zum anderen prüfte sie, wie gut die Verzeichnisse in Suchmaschinen gelistet waren. Christin Dietz-Roth investiert für den

Eintrag in die Verzeichnisse jeweils rund 50 Euro im Jahr. Damit ihre eigene Hompage möglichst gut gefunden wird, legte sie ein Weblog an und verlinkte ihre Seite möglichst oft mit anderen Seiten. Wer einen Anwalt sucht, der wird über Anwaltsverzeichnisse in der Regel schneller fündig als über allgemeine Suchmaschinen. Denn in den Suchmasken der Verzeichnisse kann man nicht nur das Fachgebiet eingeben, für das man einen Rechtsbeistand sucht. Man kann die Suche auch durch die Eingabe eines Ortes oder eines Postleitzahlbereiches einschränken. Meist präsentieren sich die auf diese Weise gefundenen Anwälte mit einem Kurzprofil, so dass man eine Vorauswahl treffen kann. Allerdings: Da sich jeder Anwalt in das Verzeichnis kostenlos oder gegen eine Gebühr eintragen kann, ist die Tatsache, dass dieser dort zu finden ist, noch kein Qualitätsmerkmal. Professor Dr. Eduard Heindl, Inhaber des Lehrstuhls E-Business-Technologien an der Hochschule Furtwangen, bestätigt, dass Interessenten häufig über spezielle Verzeichnisse den gewünschten Dienstleister schneller finden. Doch nicht alle kommerziellen Verzeichnisse arbeiten seriös. »Manche wollen nur Geld machen«, warnt Heindl. Seriöse Verzeichnisse seien »suchmaschinenoptimiert«, sie sind also bei den großen Suchmaschinen wie Google oder Yahoo dauerhaft möglichst weit vorne gelistet. Außerdem verfügen sie über redaktionelle Texte und weisen sehr gute Zugriffsraten auf. Diese erfährt man entweder beim Betreiber des Verzeichnisses selbst oder bei der »Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern« (IVW). Außerdem kann man etwa bei dem Unternehmen Alexa Statistik-Daten über Internet-Seiten abrufen und den Besucherverkehr auf Internetseiten weltweit ermitteln (www.alexa.com). Das weltgrößte redaktionell gepflegte Webverzeichnis im Internet findet sich unter www.dmoz.org. Das Webverzeichnis, auch unter ODP (Open Directory Project) bekannt, wird nach eigenen Angaben von 89.000 Redakteuren betreut, seine Nutzung ist kostenlos. Das deutsche Pendant dazu wäre »Wer liefert was« (www.wlw.de).

Wer einen speziellen Artikel oder eine besondere Dienstleistung benötigt, kann natürlich auch über allgemeine Suchmaschinen wie Google sein Glück versuchen. Im Vergleich zu Verzeichnissen und Online-Datenbanken liegt der Nachteil solcher allgemeiner Suchmaschinen darin, dass diese die Suchergebnisse nach mathematischen Bewertungsalgorithmen filtern und nicht nach menschlicher Logik. Deshalb ist auf den ausgewählten Seiten nicht immer das zu finden, was der Nutzer gesucht hat. Verzeichnisse dagegen werden in der Regel redaktionell betreut. Metasuche ist Out Professor Heindl empfiehlt, bei der allgemeinen Suche möglichst genaue Suchbegriffe zu verwenden. Am besten gibt man mehrere, sehr spezifische Schlüsselwörter in die Suchmaske ein. Sogenannte Metasuchmaschinen, die gleichzeitig mehrere Suchmaschinen durchkämmen, empfiehlt Heindl nicht: »Die waren eine Zeitlang der Renner, leisten aber keinen relevanten Beitrag mehr.« Stattdessen sollte man auf spezialisierte Suchmaschinen setzen. Sucht man zum Beispiel Bilder oder Videos, tut man dies am besten unter den entsprechenden Rubriken. Darüber hinaus gibt es Suchmaschinen, die auf Themen spezialisiert sind, beispielsweise Preisvergleichsportale. Eine der bekanntesten Patentdatenbanken etwa ist unter www.wolframalpha.com zu finden. Im technischen Bereich greifen Unternehmen in der Beschaffung in der Regel auf feste Lieferantenbeziehungen zurück, nicht zuletzt, um sich einen konstant hohen Qualitätsstandard zu sichern. Wird Georg Sans, Einkäufer bei der mittelständischen Maschinenfabrik Eirich im fränkischen Hardheim, bei seinen Lieferanten nicht fündig, recherchiert er auch im Internet. Dann versucht er sein Glück bei Google oder bei »wer-liefert-was« (www. wlw.de), dem Marktführer unter den Lieferantensuchmaschinen in Deutschland. »Da haben wir schon sehr gute Erfolge gehabt«, sagt Sans.

Wer einen Anwalt sucht, wird über Anwaltsverzeichnisse in der Regel schneller fündig als über Suchmaschinen.


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DAS INTERNET

— Unternehmensbeitrag GOOGLE Enterprise —

Kollaborieren statt stagnieren Wie webbasierte Technologien den Arbeitsplatz verändern

Im privaten Leben ist die Zusammenarbeit und Kommunikation via Internet selbst­verständlich geworden. Doch auch Unternehmen wird zunehmend bewusst, Sebastien Marotte, dass sie sich an die Vice President Google neue Arbeitsweise Enterprise EMEA der jungen, internet­ affinen Generation von heute anpassen müssen. Und sie stellen fest, dass die Vorteile von Cloud Computing weit über reine Kosteneinsparungen hinausgehen: Beispielsweise greifen Mitarbeiter von überall und jederzeit via Internet auf Informa­ tionen zu, die online gespeichert werden und arbeiten in Echtzeit gemeinsam an diesen Dokumenten: Das Hin- und Hersenden von E-Mail-Anlagen in verschiedenen Versionen entfällt. Ein Paradigmenwechsel in der Unternehmenskultur steht unmittelbar bevor:

Marktforschungsergebnisse belegen, dass 70 Prozent der Firmen innerhalb der nächsten zwölf Monate Cloud Computing in irgendeiner Art nutzen wollen. Neben gesteigerter Produktivität und Innovationsfähigkeit bestehen die wesentlichen Vorteile laut Unternehmen auch aus folgenden Faktoren: Verzicht auf traditionelle Desktop-Software, Kosteneinsparungen sowie eine mit einem erhöhten Austausch von Know-how einhergehende verbesserte Teamarbeit.

zu kreieren. Teammitglieder können ihre Ideen in Echtzeit zu einem gemeinsam zugänglichen Online-Dokument hinzufügen, was zu einem konstanten Ideenaustausch führt. Neue Ideen und Projekte werden in kürzester Zeit realisiert. Diese Form der Zusammenarbeit beschleunigt den Innovationsprozess erheblich. Die erhöhte Kommunikationsgeschwindigkeit ist dabei das Kernstück zur Optimierung von Teamwork. Arbeiten ohne Grenzen

Innovationen dank Zusammenarbeit Gerade der Fokus auf Zusammenarbeit – als zentraler Motor von Innovation – stößt bei Entscheidern in Unternehmen auf das größte Interesse. Ein hervorragendes Beispiel hierfür ist der irische Lebensmittelhersteller »Cully and Sully«. Das Unternehmen verwendet das internetbasierte Textverarbeitungsprogramm Google Text & Tabellen, um neue Rezepte

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Die Vorteile von webbasiertem Arbeiten gelten gleichermaßen auch in einer zunehmend globalisierten Welt: Der weltweit agierende Support-Dienstleister Rentokil Initial verfügt über Niederlassungen in mehr als 50 Ländern. Das Unternehmen profitiert bereits von Google’s E-MailÜbersetzungsservice, der eine gesamte E-Mail per Mausklick in jede beliebige von über 40 Sprachen übersetzen kann. Und der Echtzeit-Übersetzungsservice in

Chat-Konversationen hilft Kollegen, effizienter zusammenzuarbeiten, die vorher aufgrund von Sprachbarrieren nicht direkt miteinander kommunizieren konnten. Die Tatsache, dass Cloud Computing-Services internetbasiert sind, bietet Mitarbeitern auch größere Freiheit, darüber zu entscheiden, wann und wo sie ihre Arbeit erledigen. Das wiederum steigert die Produktivität. 68 Prozent der Mitarbeiter der Telegraph Media Group stellten fest, dass sie beim Arbeiten mit unserem Cloud-ComputingService effizienter waren als zuvor. Um es zusammenzufassen: Unternehmen nutzen Cloud-basierte Technologien, um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Die sogenannte Wolke wird den Arbeitsplatz der Zukunft auf fundamentale Weise verändern – und zwar dergestalt, dass unsere tägliche Arbeit sowie die Zusammenarbeit untereinander für uns alle spannender, anregender und einfacher wird.

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in|pact media Verlag

Datenschutz geht vor Noch reichen die juristischen Mittel nicht aus, um Daten der Internetnutzer wirklich schützen zu können

Oliver Schonschek / Redaktion

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atenschutz und Datensicherheit im Internet stehen ganz oben auf der politischen Agenda«, versicherte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner in einem Grußwort zum »Safer Internet Day« der EU am 8. Februar 2011. Der politische Handlungsbedarf wird immer dann besonders deutlich, wenn neue Dienste im Internet eingeführt werden, die personenbezogene Daten betreffen könnten. Ob es sich um die Übertragung von Standortdaten durch Smartphones im mobilen Internet handelt oder um eine neue Funktion des sozialen Netzwerks Facebook, jedes Mal sind die zuständigen Politiker und Aufsichtsbehörden für den Datenschutz gefordert, Stellung zu beziehen. Klare, rechtliche Vorgaben für einen Datenschutz im Internet fehlen in vielen Fällen noch. Konflikte zwischen Datenschützern und der digitalen Wirtschaft sind vorprogrammiert. Ein Stein des Anstoßes sind die IP-Adressen, die wie Postfächer im Internet eine Identifizierung der Internetanschlüsse ermöglichen. Nach Ansicht der Datenschützer sind diese IP-Adressen als personenbezogene Daten zu verstehen und nicht als Pseudonyme, die ohne Einwil-

ligung der Nutzer verarbeitet werden dürfen. Internetdienste, die IP-Adressen ohne Anonymisierung und ohne explizite Einwilligung der betroffenen Nutzer verarbeiten, treffen deshalb auf Kritik aus den Reihen der Datenschützer. Das prominenteste Beispiel ist Google Analytics, mit dem sich die Besucherströme auf Webseiten analysieren lassen. Wird dabei die eindeutige IP-Adresse des Nutzers verwendet, könnte theoretisch das Internetverhalten einzelner Besucher ausgewertet werden. Diese potenzielle Durchleuchtung des Surfverhaltens geht den Datenschützern zu weit. Noch kritischer könnte die Analyse der IP-Adresse werden, wenn bis Ende 2011 das neue Internet-Protokoll IPv6 eingeführt wird. Mit IPv6 wird die Zahl der verfügbaren IP-Adressen massiv vergrößert. Es wird dann für die Internetprovider nicht mehr notwendig sein, Internetnutzern temporäre IP-Adressen zu vergeben. Jeder Internetnutzer kann dauerhaft eine feste IP-Adresse erhalten, mehr noch, jedes Gerät mit Internetverbindung kann über eine feste IP-Adresse eindeutig identifiziert werden, internetfähige Fernseher und Waschmaschinen genauso wie Fahrzeuge und Stromzähler. Die Möglichkeiten, die sich dann durch eine Auswertung der IP-Adressen ergeben, reichen von individueller Geräte-Optimierung bis hin zu

einem persönlichen Profil des betroffenen Nutzers, von dem die Werbewirtschaft heute nur träumen kann. Laut einer Studie der Fittkau & Maaß Consulting GmbH fürchten 60 Prozent der deutschen Bevölkerung, dass ihre im Internet erhobenen Daten für Werbung missbraucht werden. Wenn ein Internetnutzer seine Daten im Internet aktiv schützen will, reichen die Standardoptionen der Browser nicht aus. Die klassischen Cookies, die als Textdateien einen eindeutigen Wert zur Identifizierung eines Nutzers speichern, lassen sich einfach löschen oder blockieren. Doch neue Cookie-Arten wie die FlashCookies oder HTML5-Cookies können bislang nur mit zusätzlichen Maßnahmen gelöscht werden. Datenschutzfunktionen wie Tracking Protection im neuen Internet Explorer 9 erweitern zwar die Schutzmaßnahmen, erfordern jedoch ein aktives Mitwirken jedes Nutzers. Schnell ist der Internetnutzer überfordert und nicht mehr in der Lage, selbst seine Daten im Internet zu schützen. So bleibt die Politik gefordert, für die Datensicherheit im Internet zu sorgen. Gesucht wird weiterhin die von Bundesinnenminister Thomas de Maizière geforderte »rote Linie«, die dem Zugriff auf personenbezogene Daten im Internet eine klare Grenze setzen soll. Bislang ist die Grenze noch zu unscharf.

Der Deal mit den Apps Kochrezepte, Spiele und Navigationstools sind ein Milliardengeschäft

Martin Bernhard / Redaktion

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oom-Markt Apps: Deutsche Handynutzer haben nach einer Statistik des Branchenverbands BITKOM im vergangenen Jahr rund 755 Millionen Zusatzprogramme auf ihre Mobiltelefone geladen und dafür 343 Millionen Euro ausgegeben. Kleinvieh macht Mist: Nach Angaben des BITKOM kostet ein App durchschnittlich 2,82 Euro. Das US-amerikanische Marktforschungsunternehmen Gartner geht davon aus, dass sich in diesem Jahr weltweit der Umsatz mit diesen Programmen gegenüber dem Vorjahr verdreifacht und mehr als 15 Milliarden Dollar erreichen wird.

Apple ist mit i-Phone und i-Pad führend auch auf dem Sektor der Apps. Die beliebteste i-Pad-App ist ein Spiel: Labyrinth. Dabei muss das Gerät so gekippt werden, dass die Kugel ihr Ziel erreicht – wie bei einem konventionellen Labyrinth-Spiel aus Holz. Für 2,39 Euro kann man sich Labyrinth herunterladen. Es folgen in der Rangliste die »Internet Radio Box«, mit der man für einmalig 79 Cent weltweit über 30.000 Radioprogramme empfangen kann, »Offmaps«, ein Programm, ebenfalls für 79 Cent, mit Kartenmaterial, sowie die App »Rezepte« mit über 7.800 Kochrezepten. Dafür muss man 2,39 Euro investieren. Auch die Smartphones selbst erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Allein im zweiten Quartal 2010 wurden weltweit rund 60 Millionen davon verkauft. Apple hat von dem Kultprodukt i-Phone seit seiner Markteinführung vor fast vier Jahren 90 Millionen Stück abgesetzt. Smartphones haben sich längst zu mobilen Alleskönnern entwickelt: Man kann mit ihnen fotografieren, Termine verwalten, im Internet serven, E-Mails abrufen und natürlich telefonieren. Bei allen Vorteilen, die diese mobilen Endgeräte bieten, für Unternehmen stellen sie zunehmend ein Sicherheitsproblem dar. Mathias Gärtner vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI), nennt

einige Problembereiche: So gehöre ein Virenschutz für Handys und Smartphones zwar schon zum Standard. »Aber wird er auch regelmäßig aktualisiert?«, fragt er. Der BSI-Pressesprecher weist darauf hin, wie wichtig die Datensicherheit auf den Geräten ist. Sind die Daten nicht durch Verschlüsselungstechnik oder geeignete Kennwörter geschützt, kann ein Unbefugter leicht darauf zugreifen, wenn das Gerät gestohlen wird oder verloren geht. Wer ein Handy oder Smartphone mit sich führt, kann außerdem lokalisiert werden, jemand könnte ein Bewegungsprofil von ihm erstellen. Deshalb dürfen etwa im staatlichen Sektor nur auf extra dafür zugelassenen mobilen Geräten mit besonderem Schutz Daten transportiert werden. Der IT-Dienstleister Datev setzt nur verschlüsselte Smartphones ein, und auch die Targobank schützt die mobilen Kommunikationsgeräte ihrer Mitarbeiter durch eine Zusatzsoftware. So verwundert es nicht, dass der Markt für Computersicherheit trotz Wirtschafts- und Finanzkrise kontinuierlich wächst. Im Jahr 2010 stieg das Gesamtumsatzvolumen um elf Prozent auf 4,52 Milliarden Euro. Der Marktforscher ABIresearch sagt voraus, dass der Gesamtmarkt bis zum Jahr 2016 die Umsatzschwelle von 7,5 Milliarden Euro übersteigen soll.


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DAS INTERNET

— Unternehmensbeitrag Toll Collect —

Datenschutz im Dialog Toll Collect will sich als Dialogplattform positionieren und eröffnet eine Ausstellung, die sich nicht nur mit dem Datenschutz im Mautsystem befasst Im digitalen Zeitalter ist die Erhebung und Nutzung von Daten zum alltäglichen Routinevorgang geworden. Im Zuge dieser Entwicklung wächst aber auch die Sorge vor einem Missbrauch der erhobenen Daten. Die Diskussion um den Datenschutz hat in Deutschland eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Kontrovers diskutiert werden die Rechte und Pflichten von Staat, Bürgern und Unternehmen. Als Unternehmen, das mit einer Kombination aus Satelliten- und Mobilfunktechnologie im staatlichen Auftrag in Deutschland das Lkw-Mautsystem betreibt und dabei in beträchtlichem Umfang Daten erhebt, stellt

Toll Collect-Mitarbeiter beim ersten Rundgang durch die Datenschutzausstellung

sich Toll Collect seiner Verantwortung, die nicht bei der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen endet. Denn ein wichtiges

Kriterium für die Akzeptanz bei in- und ausländischen Transport- und Logistikunternehmen ist der umfassende Datenschutz. Schon bei Planung und Aufbau des Mautsystems arbeiteten Ingenieure, Softwareentwickler und Datenschutzexperten eng zusammen. Dadurch entstanden Lösungen, die den Datenschutz von vornherein in die Technik integrieren und auf den Grundsätzen Datenvermeidung und Datensparsamkeit basieren. Toll Collect greift die aktuelle Diskussion auf und zeigt in einer Ausstellung, die Ende Februar der Öffentlichkeit vorgestellt wird, dass moderne Technologien und Datenschutz nicht im Widerspruch zu-

einander stehen müssen. Die Ausstellung zeigt an konkreten Beispielen aus dem gesellschaftlichen Alltag, wie sich der Umgang mit Daten und Informationen im Verlauf der Geschichte entwickelt hat und welche ethischen Herausforderungen sich daraus bis heute ergeben. Die Toll Collect-Datenschutzausstellung soll einen permanenten Anlass für Diskussionen und Denkanstöße bieten – für die eigenen Mitarbeiter, aber auch für die zahlreichen Besucher aus Politik, Wirtschaft und Medien. www.toll-collect.de

— Unternehmensbeitrag SALESFORCE.COM —

Kommunikation 2011 »Hilfe, die Informationen verfolgen mich!« Salesforce.com bewies zur Jahrtausendwende Pioniergeist als erster An­bieter von webbasierter Vertriebssoftware. Wohin geht die Reise 2011?

Seit knapp zwölf Jahren bieten wir Enterprise Soft­ware für Vertrieb- und Kundenservice an, die so einfach zu bedienen ist, wie eine Buchbestellung bei Amazon. In den nächsten Jahren wird sich die Kommunikation im Berufsleben massiv verändern. Die E-Mail Kommunikation wird zugunsten eines Informationsaustausches über vernetzte Webprofile an Bedeutung verlieren. Salesforce.com bietet entsprechende Werkzeuge für die unternehmensweite Kommunikation an. Unser jüngstes Produkt ist Chatter. com. Mit einer Firmen-E-Mail-Adresse

kann sich jeder auf der Homepage kostenlos anmelden und über Chatter mit den Kollegen in Kontakt treten. Auf Chatter »folge« ich Kollegen, Dokumenten und Projekten, an denen ich gerade arbeite und bin so immer auf dem neusten Stand. Verändert Social Networking munikation mit den Kunden?

die Kom-

Derzeit findet eine »Industrialisierung« des Social Networktings statt. Zeitgemäße Business-IT muss dafür sorgen, dass ein Unternehmen permanent mit seinen Kunden in Kontakt steht und auf seine Anfragen individuell eingehen kann. Stellen Sie sich eine App vor, die Mitarbeiter, Händler, Fahrer und die Fahrzeuge einer Automarke miteinander verbindet!

So etwas können wir mit unseren Instrumenten in kürzester Zeit entwickeln.

Trennung zwischen Kundencommunity und Markenträger zunehmend.

Was bedeutet für salesforce.com moderner Kundenservice?

www.salesforce.com

Viele Unternehmen haben nur Call Center- oder E-Mail-Kapazitäten für den Kundenservice aufgebaut. Doch hat der Kunde ein Problem mit seinem Produkt, sucht er heute in der Regel zunächst über Google nach einer Lösung. Mittlerweile existieren viele Communities im Internet, die sich über ihre Erfahrungen mit Produkten austauschen. Mit Hilfe einer entsprechenden App erfahren Unternehmen, wenn in der Community über ihre Produkte diskutiert wird, und können darauf individuell reagieren. So verschwindet die

Joachim Schreiner Area Vice President Central Europe Salesforce.com Deutschland GmbH

Durchbruch im mobilen Datenverkehr Ein Problem sind die noch immer hohen Roaming-Preise

Jürgen W. Heidtmann / Redaktion

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n die Geschichte des mobilen Internets wird 2010 wohl als Jahr des Durchbruchs eingehen. Das Statistische Bundesamt verzeichnete einen Anstieg der mobilen Internetnutzung im Vergleich zum Vorjahr um 78 Prozent. Es ist ein Boom, der vor allem von den Jungen getrieben wird. Vorreiter waren die Nutzer in der Alterklasse 25 bis 34 Jahre; bereits ein Viertel der Angehörigen dieser Altersklasse nutzen bereits das mobile Netz. Erst danach folgt die jüngere Altergruppe von 16- bis 24-Jährigen (20 Prozent). Insgesamt lag 2009 der Anteil derjenigen Internetnutzer, die mit ihrem Handy Online nutzten, bei neun Prozent. Zum Boom tragen vor allem die stark gesunkenen Preise

bei. Preistreiber hier sind Supermarktbetreiber und Discounter, die besonders günstige Tarife für das mobile Internet anbieten. Für Preise von knapp zehn Euro im Monat ist hier bereits eine Flatrate buchbar. Die maximale Bandbreite beträgt 384 kBit pro Sekunde und entspricht damit einfacher UMTS-Geschwindigkeit. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Die Nutzung der Handysurf-Flatrate mit Surfsticks, Note- oder Netbooks ist untersagt.. Als großes Problem empfinden viele Nutzer die hohen Auslandstarife beim mobilen Datenverkehr. Die EU hat zwar festgelegt, dass innerhalb der EU pro Abrechnungsmonat nicht mehr als 59,50 Euro in Rechnung gestellt werden dürfen. Diese Schwelle wird angesichts teilweise enormer Datentarife aber zum Teil schnell erreicht. Kein Wunder, dass laut einer von der EU-Kommission durch-

geführte Umfrage nur 19 Prozent der Nutzer des mobilen Internets mit der Höhe der Roaming-Gebühren zufrieden sind. Die Umfrage war Mitte 2010 unter 26.500 EU-Bürgern aus allen 27 Mitgliedsstaaten durchgeführt worden. Sie ergab zudem, dass fast drei Viertel der Europäer auch mit den Roamingpreisen für das mobile Telefonieren innerhalb der EU unzufrieden sind. Eine Antwort auf die überzogenen Roaming-Preise könnte nach Vorab-Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel schon bald die Telekom liefern. Sie plant angeblich für die eigenen Kunden die Einführung einer Wochenflatrate für Smartphones. Sie sollen Datenpakete von 10 bis 50 MB oder eine Wochenflatrate zubuchen können, um Mails zu versenden oder Zeitungen aus dem Heimatland abzurufen. Die Preise sollen zwischen drei und 20 Euro liegen.


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in|pact media Verlag

Partnersuche unter Seinesgleichen Singlebörsen haben sich als fester Teil der Internetwirtschaft etabliert

Axel Novak / Redaktion

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on der promisken Genießerin zum leidenschaftlichen Romantiker: Kaum ein Phänomen spiegelt die verschiedensten Formen menschlicher Sehnsüchte so deutlich wider wie die Partnerbörsen im Internet. Mittlerweile haben neun Millionen Menschen oder 18 Prozent aller deutschen Internetnutzer online einen neuen Partner gefunden, hat der Branchenverband BITKOM herausgefunden. »Immer wieder wird dem Internet unterstellt, zu sozialer Isolierung zu führen«, sagt Verbands-Vizepräsident Achim Berg. »Das Gegenteil ist der Fall: Das Internet verbindet die Menschen.« Die Angebote sind tatsächlich verlockend: »Nehmen Sie Ihr Schicksal selbst in die Hand und suchen Sie aktiv!«, fordert die Plattform Elitepartner. Flirten, Daten, die große Liebe finden, schreit Friendscout24 und verspricht: Mehr als zehn Millionen Singles warten nur auf eine Mail. »Wer ernsthaft einen Partner sucht, bekommt hier eine zusätzliche, aus meiner Sicht wirklich gute Möglichkeit geboten, ihn zu finden«, bestätigt Autorin Ulrike Bornschein in einem Interview mit Elitepartner.

Sie hat ihre Erfahrungen als Online-Partnersuchende im Buch »Bei Anruf nackt. Meine Partnersuche im Internet« festgehalten und weiß: »Es ist aber ebenso wichtig, sich nicht auf die virtuelle Suche zu begrenzen.« Dennoch erfreut sich die Anbahnung von Liebesbeziehungen über das Internet wachsender Attraktivität: Für 2007 vermeldete die Parship GmbH, nach eigenen Angaben »Deutschlands und Europas führende OnlinePartneragentur für anspruchsvolle Singles«, einen Umsatz von 46 Millionen Euro. Verglichen mit dem Vorjahr entsprach das einer Steigerung von 100 Prozent. Der BITKOM progonstizierte damals einen durchschnittlichen Umsatzanstieg von 20 Prozent pro Jahr für Singleund Datingbörsen. Dabei hat sich im menschlichen Verhalten grundsätzlich nichts verändert. Die Kriterien der Partnerwahl im Internet sind denjenigen im Alltag relativ ähnlich. Frauen interessieren sich für Bildung und Status, Männer eher für die Attraktivität, haben Soziologen festgestellt. Verschieden ist nur die Art und Weise, wie sich Menschen kennenlernen. »Bevor man den potenziellen neuen Partner gesehen, gehört und gerochen hat, weiß man, was er beruflich macht, wie viel Zucker er im Kaffee mag

und was er von einer Beziehung erwartet«, sagt Nicole Schiller-Köble, Diplom-Psychologin bei der Online-Partneragentur Parship. So werden Kleinigkeiten, über die der Partner in der realen Welt möglicherweise hinweg sehen würde, im Netz ungleich wichtiger oder werden gar zum Ausschlusskriterium. Dem wiederum beugen Single-Börsen für Communities vor. Ob Fans bestimmter sexueller Vorlieben, Katholiken oder Vegetarier und Veganer: Man sucht sich unter Seinesgleiches. Insgesamt sind deutschlandweit schon Millionen Menschen in Partnerbörsen aktiv – und bezahlen dafür. Viel zu viel allerdings, urteilte ComputerBild. Die Zeitschrift hatte im vergangenen Jahr Single-Börsen unter die Lupe genommen. Bis zu 130 Euro monatlich können einsame Herzen loswerden. Eine Erfolgsgarantie gibt’s nicht, im Gegenteil. Wenn es klappt, dann könnte der Supermarkteffekt eintreten: »Sie haben einen wunderbaren Mann getroffen, aber vielleicht steckt hinter dem nächsten Profil ein noch größeres, perfektes Glück?«, beschreibt Autorin Bornschein die Online-Falle, in die viele Glückssuchende tappen. Ihr Rezept dagegen: Maximal neun Datingversuche. Und dann dran bleiben – im richtigen Leben.

Aufklären statt verbieten Wie schützt man Kinder und Jugendliche vor ungeeigneten Inhalten im Internet?

Jürgen W. Heidtmann / Redaktion

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it recht drastischen Mitteln wirbt derzeit die Europäische Union für einen besseren Schutz von Kindern im Internet. In einem Video entern Nazis, Pornodarsteller und andere skurrile Gestalten die Wohnung eines Schülers, ein Außerirdischer ballert alles kurz und klein, und am Ende holt der »nette Onkel« die kleine Schwester ab – während die Mutter stets danebensteht und freundlich lächelt. Es folgt der Aufruf, Kinder vor ungeeigneten Inhalten zu schützen. Und der Verweis auf »Klicksafe.de«, die EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz. Aber wie gefährlich ist das Internet wirklich für Kinder und Jugendliche, und wie kann man Gefahren für den Nachwuchs abwehren? Zunächst einmal: Einen umfassenden technischen Schutz gibt es nicht. So genannte »Jugendschutzfilter« können höchstens das Aufrufen bestimmter Internetseiten verhindern. Beim Mailen, Chatten oder bei den Sozialen Netzwerken sind sie wirkungslos, es sei denn, man sperrt die Seiten der Netz-

werke komplett. Dazu kommt: Der Filter lässt sich leicht umgehen, nicht nur für technisch versierte User. Es hilft nichts, Eltern stehen vor einem Dilemma. Sie wollen, dass der Nachwuchs die Chancen nutzt, die das Internet bietet, die Gefahr aber möglichst minimal bleibt; das ist im Netz kaum anders als im wirklichen Leben. Im Unterschied dazu gaukelt das Internet dem Surfer Anonymität vor und eine passive Rolle. Es gibt keine Türsteher aus Fleisch und Blut, keine vordergründige physische Bedrohung. Dafür ist das Gedächtnis des Internets lang. Was einmal hinein gestellt wird, bleibt meist sehr lange sichtbar. Jugendsünden werden nicht vergeben, Identitäten sind austauschbar. Die eigene Identität zu schützen, private Daten und intime Details nicht ohne weiteres preiszugeben, ist das Gebot der Stunde. Hier sind Eltern und Lehrer gefragt. Beobachtung des Surfverhaltens, Medienaufklärung und Gespräche bewirken oft mehr als Verbote. So appelliert

BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer an Eltern, mit Kindern über deren Erfahrungen im Netz zu sprechen. So könnten diese erkennen, wenn der Nachwuchs dort unter Druck gesetzt oder belästigt werde. Kinder und Jugendliche wiederum sollten im Netz besonders sparsam mit privaten Daten umgehen. Vor allem die sozialen Netzwerke verführen durch ihre simulierte Privatheit zum leichtfertigen Umgang mit persönlichen Daten. Das haben auch die seriösen Anbieter erkannt. »Datenschutz und Sicherheit werden zunehmend wichtig im Wettbewerb der Anbieter«, so Scheer. Sicherheitsbewusstsein und gesetzliche Standards seien in Deutschland höher als in anderen Ländern. Immer mehr soziale Netzwerke gingen Selbstverpflichtungen ein, etwa »SchülerVZ«, die favorisierte Plattform unter den jungen Leuten, bei der laut BITKOM mehr Zehn- bis 18-Jährige angemeldet sind als bei Facebook. Die Bedeutung des Internet bei den Heranwachsenden möge dieses Zahl verdeutlichen: Mehr als drei Viertel aller Teenager sind bei einem sozialen Netzwerk im Internet angemeldet, fast jeder zweite sogar bei mehreren.


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— Unternehmensbeitrag eurodata GmbH —

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14.02.11

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DAS INTERNET

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