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Anzahl der Urnenbestattungen steigt seit Jahren Stadtgemeinde bei reut zur Zeit 29 Ehrengräber und 68 Sondergräber von prominenten Mitbürgern ( I h)Sei».Inhren isl ein Ausleihen der Einäscherungenzu beobachten. l')7() entschieden sich 8,5 l'ro/.cnt der Innshruckcr Bevölkerung für eine llrncnhestattiing, 1986 waren es bereits 18,8 Prozent. Wie dazu ( ) \ U Hugo Schöpf, der Ix-iter der städtischen Friedhofsverwaltung ausfuhrt, isl diese /iinuhme, die in ähnlichem Ausmaß auch im Ausland festgestellt wird, deshalb erstaunlich, weil Innsbruck — noch — über kein eigenes Krematorium verfügt. I )ic Siadtüemeinde begegnet die- ten zur Urnenbestattung bestansci sielen Veränderung, indem sie den haben. /unchmend Urnenhaine bzw. Ur- 1986 wurden im Friedhof Pradlnen leider errichtet. Soz. B. in den Ost 224 und im heurigen Jahr im Friedhöfen Pradl-Ost und Mühl- Friedhof Mühlau 231 Urnenau, in denen bis vor einigen Jah- grabstellen geschaffen; in beiden ren keine speziellen Möglichkei- Fällen konnte dies im Zuge von

Friedhofserweiterungen hen.

gesche-

Laufend ergänzt werden auch die Urnengrabstellen am Westfriedhof, wo insgesamt über 700 Urnennischen bestehen. Urnen aus aufgelassenen Gräbern werden seit zehn Jahren im „Grab der Einsamen" am Friedhof Pradl-Ost beigesetzt; um diese Bestattungen im Rahmen einer würdigen Feier ist der Verein der Freunde der Feuerbestattung

„Die Flamme" bemüht. Innsbrucker, die sich Verdienste um die Stadt erworben haben, sei es in ihrem Wirken als Künstler, Wohltäter oder Bürgermeister, werden in Ehren- oder Sondagräbern bestattet. Dies bedeutet, daß die Stadtgemeinde das Grab zu Allerheiligen schmückt b/w. das Jahr über pflegt und erhält. Zur Zeit betreut das Stadtgartenamt 29 Ehrengräber und 68 Sondergräber.

Nachfolgersuche leicht gemacht HK-Beratung für alte und junge Unternehmer (Th) Wer einen Betrieb aufgebaut hat, dem liegt in den meisten Fällen die Frage der Nachfolge sehr am Herzen. Wie im Rahmen einer Pressekonferenz der Handelskammer bekanntgegeben wurde, löschen jährlich 1.500 Betriebe ihre Berechtigung, im gleichen Zeitraum werden ebensovielc 1 innen neu angemeldet. Für diesen Personenkreis wurde nun eine neue Vermittlungs- und Beratungsstelle geschaffen: die „Tiroler Nachfolgebörse". Hier soll der geeignete Nachfolger für den in den Ruhestand tretenden Firmeninhaber gesucht werden, und zwar möglichst in Gestalt eines Jungunternehmers, der die Gründung eines Betriebes beabsichtigt.

Der Vorteil für beide Seiten liegt auf der Hand: Zum einen weiß der scheidende Betriebsinhaber seine Firma in interessierten und ambitionierten Händen, zum anderen bleibt dem jungen Unternehmer z. B. die Hürde des Startkapitals erspart, und auch die zumeist kritische Anlauf phase mit ihren Startproblemen entfällt. Darüberhinaus sind bewährte Organisationsstrukturen, ein Kundenstock, Lieferanten usw. vorhanden. Damit das angepeilte Ziel zur Zufriedenheit aller Beteiligten erreicht wird, ist es notwendig, die Wünsche und Vorstellungen beider Seiten möglichst konkret und zeitgerecht bekanntzugeben.

Im Juli des Vorjahres wurde der Erweiterungsteil des Ustfriedhojcs Pradl fertiggestellt und gesegnet. Hier stehen 224 neue Urnengrabstellen zur Verfügung. Im Bild rechts der Urnenhain. (Foto: Muniuer)

Tiere nah und intensiv erleben Alpenzoo feiert heuer 25 Jahre Bestand (Th) Eine der beliebtesten Einrichtungen von Innsbruck, der Alpenzoo, feiert in diesem Jahr mit einer Reihe von besonderen Aktivitäten das Jubiläum seines 25jährigen Bestehens. Als sein Grüiuler, Prof. Mans Psenner, 1962 diesen Thcmcn/oo ins Ix1ben rief, ahnte niemand, welche Attraktion dieser Tiergarten erlangen würde. Unermüdlicher Einsat/ und zielstrebiger Ausbau, auch unter der neuen Führung von Dr. llclmul Pcchlancr, haben dein Alpcn/oo in diesem Vierteljahr hundert Weltgeltung \erschafft. Dies beweisen indii nur die Besuchcr/ahlcn im Rahmen der J ubiläumswoche u inde der lìmi millionste

Die Schwuiizniciseit haben in den neuen \ alleren prächtigen neun köpf igen Nachwuchs aufgezogen. Seite 16

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sondern aneli die /uchlerfolge, die die Wissenschaft immer wieder aufhorchen lassen. Aulgrund

dieser Welterst- und Zooerstzuchterfolge kommt dem Alpenzoo auch eine besondere Rolle bei dem Wiederansiedlungsprojekt des Bartgeiers in Österreich bzw. Frankreich zu. Heute können rund 800 liete in 134 verschiedenen Tierarten im Zoo bei ihrem art gemäßen Verhallen beobachtet werden. Lin weiterer Schritt vorwärts hinsichtlich neuer Einrichtungen erfolgte im Jubiläumsjahr: Im neuen Kleinvogelhaus mit acht Volieren können kaum /u beobachtende Vogelarten bei Nestbau und Jungcnaut'/uch! betrachtet werden; im Aquariiiinhauserlebl tier Besuchei die Schönheit der heimischen, heule \iellaeh bedrohten Liscimeli; die possici li chen Wasseramseln t'iihien line Tauchki'msle in dei neuen Dop pelvolierc vor.

Innsbrucker Stadtnachrichten — Offizielles Mitteilungsblatt der Landeshauptstadt. Jahrgang 1987, Nr. 10

Innsbrucker Stadtnachrichten  

Ausgabe Oktober 1987

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Ausgabe Oktober 1987