Page 41

STANDPUNKT!' / VERKEHR

Maßnahmenpaket zur Entflechtung des Verkehrs in der Innenstadt Ihre Unterstützung beim Füllen des Pakets haben sowohl der Obman der Innenstadtkaufleute, Markus Renk, wie auch Peter Massimo von den BOE-Garagen signalisiert. Nach und nach sollen auch die übrigen Garagenbetreiber eingebunden werden. Das Paket sei da. und man weiß, was hineinkommen soll, geschnürt werden könnte es - so Walter Peer — voraussichtlich im April 2007. Der Inhalt sollte sich vor allem aus einem Parkleitsystem,aus flexibleren Parkgaragentarifen und eventuell aus einer Erhöhung der Gebühren in den Kurzparkzonen zusammensetzen. „ M i r geht es um ein Gesamtmaßnahmenpaket, das

Ein k l a r e s Z i e l v o r A u g e n h a t V e r k e h r s - S t a d t r a t D i p l . - H T L - I n g . W a l t e r Peer, a u c h w e n n es d a r u m g e h t , d i e V e r k e h r s s t r ö m e in d e r I n n e n s t a d t z u e n t f l e c h t e n und d a m i t die Innenstadt sowohl für die B e w o h n e r i n n e n w i e auch die B e s u c h e r i n n e n a t t r a k t i v e r zu gestalten. Verbesserungen sowohl für den öffentlichen Verkehr wie auch für den Individualverkehr bringen soll. Ein Alleingang der Stadt bei der Gebührenerhöhung für Kurzparkzonen kommt nicht in Frage. Entweder alles oder nichts", so Walter Peer. Tatsache ist, dass vor allem der Parkplatz-Suchverkehr und das Stehenbleiben in zweiter Spur vermeidbare Lärm- und U m weltbelastungen zur Folge haben, und dass Staus produziert werden. Daher

Neugestaltung des Kaufhaus Tyrol w i r d akzeptiert w e r d e n Grundsatzlich gibt es bei jedem Projekt, das in unserer Stadt realisiert werden soll, Fürsprecher und Widersacher, überhaupt dann, wenn es sich in der Maria-Theresien-Straße befindet. Mit den ursprünglich für die Fassade des neuen Kaufhaus Tyrol vorgesehenen, an Schiffsluken erinnernden Fenstern war kaum jemand glücklich. Diese mögen für die Planer ein besonderes Markenzeichen sein, aber wohl kaum für die Bevölkerung. W i e wir aus der Zeitung vernehmen, werden nun jedoch rechteckige statt runde Fenster eingeplant. Ich warte gespannt auf einen neuen Entwurf der Architekten. Insgesamt ist die Fassade des Kaufhaus Tyrol in den Planungen weniger aufdringlich gestaltet worden, als von vielen befürchtet. Man hat die Fassade etwas

zurückgenommen. So unterordnet sie sich der Häuserfront und spricht doch einladend für das Kaufhaus. Damit wird wohl ein Großteil der Innsbrucker zufrieden sein. Mit der Zeit k o m m t auch die Akzeptanz. Bei der Neugestaltung der Maria-Theresien-Straße braucht es eine besondere Behutsamkeit. Sie muss auch in Zukunft jenen Glanz ausstrahlen, für welchen sie bekannt war.

sollten die Autofahrer verstärkt m o t i v i e r t w e r d e n , gleich die Tiefgaragen zu benützen und nicht zuvor bei der Suche nach einer Parkgelegenheit entlang der Straße immer wieder im Kreis zu fahren. Gebührenerhöhung n u r als G e s a m t p a k e t Markus Renk vom Innenstadtverein unterstrich die Bereitschaft an der Mitarbeit, deponierte aber gleichzeitig, dass es von seiner Seite kein bedingungsloses Ja zu einer Gebührenerhöhung gebe. A u c h für Renk sind u.a. ein Garagenleitsvstem.das auch aufzeigt, wie viele freie Plätze zur Verfügung stehen, eine flexiblere Abrechnung der Parkgaragentarife und die Gratisparkstunde an W o -

chenenden unerlässlich. Selbst wolle man bemüht sein, das Marketing der Innenstadtkauflcute zu verbessern. Jedenfalls müsse die Innenstadt neben der Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs auch für den Individualverkehr erreichbar sein. Peter Massimo verwies darauf, dass es nicht nur flexiblerer Garagentarife, sondern mehrerer Mosaiksteine bedürfe, um die Innenstadt vitaler zu machen. Ein besseres Marketing, einheitliche Öffnungszeiten, ein besserer Branchenmix sind seine Forderungen. Dann wolle die BOE, nachdem das von den Altstadtkaufleuten angestrengte Verfahren beim Kartellgericht bezüglich der Einführung einer minutengenauen Abrechnung vom Tisch ist, zunächst als Pilotprojekt in der Markthallengarage eine viertelstündige Abrechnung anbieten. ( W W )

GR Helmut Kritzinger (Tiroler Seniorenbund)

È TIROLER SENIORENBUND

INNSBRUCK INFORMIERT - DEZEMBER 2006

Wollen gemeinsam ein Maßnahmenpaket zur Entflechtung der Verkehrsströme und zur Attraktivierung der Innenstadt schnüren: Verkehrs-Stadtrat Dipl.-HTL-Ing. Walter Peer (Mitte), Markus Renk, Innenstadtkaufleute (rechts), und Peter Massimo, BOE-Garagen (links). (Foto: W.Weger)

Innsbruck im Internet: www.innshrutk.at

m 'M

17

Innsbruck informiert  

Ausgabe Dezember 2006

Innsbruck informiert  

Ausgabe Dezember 2006