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ALPENSTÄDTE

Alpenverein fordert Umsetzung der Alpenkonvention A m 18. D e z e m b e r 2 0 0 2 sind d i e n e u n D u r c h f ü h r u n g s p r o t o k o l l e der Alpenkonvention in Osterreich, Liechtenstein und Deutschland in K r a f t g e t r e t e n . D a m i t ist e i n m e h r als 10-jähriger d i p l o m a t i s c h e r u n d p o l i t i s c h e r V e r n e r e i t u ngsprozess a b g e s c h l o s s e n . In Z u k u n f t g i l t es, alle K r a f t a u f d i e U m s e t z u n g d e r I n h a l t e z u m W o h l d e r in d e n A l p e n l e b e n d e n B e v ö l k e r u n g z u k o n z e n t r i e r e n . Mit den acht Durchführungsprotokollcn und dem Zusatzprotokoll Streitbeilegung sind die Inhalte für die künftige Alpenpolitik festgelegt. Durch die Vergabe des Alpenkonventionssitzes nach Innsbruck können in Hinkunft alle administrativen und strategischen Schritte wesentlich schneller und transparenter erfolgen. Das Ständige Sekretariat dient der Information und stellt damit auch eine zentrale Drehscheibe f ü r den U m setzungsprozess dar. Heuer wird die Arbeitsgruppe „Verkehrsprotokoll" die Arbeit aufnehmen.

O e AV-Appell Peter Hasslacher, Vertreter der A l penvereine in den Gremien der A l -

dem muss die EU zurück in das „ A l penboot" geholt werden. Im Alpenraum und in Europa soll durch entsprechende Aufklärungsarbeit über die Alpen mehr Verständnisbereitschaft der außeralpinen Politik für die Probleme dieses sensiblen Lebensund Wirtschaftsraumes geweckt werden. Deutschlands Umweltminister Trittin hat kürzlich bei der 7. Alpenkonferenz in Meran erklärt, dass sich

penkonvention, appelliert an alle Verantwortungsträger in Bund, Ländern, Gemeinden, Sozialpartnern und Vereinen, mit der Umsetzung der Protokolle rasch zu beginnen. In den kommenden zwei Jahren übt Deutschland den Vorsitz der Alpenkonvention aus. Der neueVorsitz muss dabei nicht nur die entstandene Lähmung des Alpenprozesses durch den italienischen Vorsitz während der vergangenen zwei Jahre überwinden. Im Vordergrund wird.so Hass- Blick aufdie Stubaier Gletscherwelt. (Foto: Innsbruck Tourismus) lâcher, die Ankurbelung der Ratifizierung in den noch ausstehender deutscheVorsitz ganz besonders der den Vertragsparteien stehen. AußerTransitproblematik annehmen werde.

Großraum Innsbruck: Skitouren mit öffentlichen Verkehrsmitteln In der Umgebung Innsbrucks stehen Skitourengehern eine Vielzahl an herrlichen Tourenmöglichkeiten zur Verfügung. Der Oesterreichische Alpenverein hat nun für den Großraum Innsbruck (Region Stubaital, Teile des Wipptales, Obernbergtal.Voldertal. Wattental. Seefelder Plateau, Sellraintal und Mieminger Plateau) eine Broschüre mit 86 Ein- und Mehrtagestouren sowie Tourenüberschreitungen herausgebracht. Sie haben alle gemeinsam, dass sie problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bahn, Bus, Regionalbahn) zu erreichen sind. Der Alpenverein appelliert an alle Skitourengeher, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Diese Broschüre ist ein Beitrag des Alpenver-

eins zur Umsetzung der Alpenkonvention, die sich im Raumplanungs-, Tourismus- und Verkehrsprotokoll zur nachhaltigen Entwicklung durch die Einschränkung des motorisierten Individualverkehrs und zur Verbesserung des Angebots öffentlicher Verkehrsmittel verpflichtet. Neben einer Übersichtskarte mit den dargestellten Skitouren in den einzelnen Tourenregionen gibt es zu jeder Tour genaue Beschreibungen über Haltestellen bei der Anfahrt und Rückfahrt, Gehzeit und Charakter derTour. Lawinengefährdung, Befahrungszeit, Hangrichtung und Besonderheiten der Skitour. Zudem werden auch die jeweiligen Alpenvereinskarten sowie die Adressen von Schutzhütten und Gasthäusern im Tourengebiet und die Telefon-

INNSBRUCK INFORMIERT - FEBRUAR 2003

nummern der vor O r t tätigen Taxiunternehmen angeführt. Das Herzstück dieser Broschüre bilden die genauen Fahrpläne f ü r Bahn, Bus und Regionalbahn. Die Broschüre beinhaltet außerdem wichtige Sicherheitstipps, Adressen und Telefonnummern über Lawinenwarndienst und Lawinenlageberieht. Alpen ve r e i n - W e t t e r d i e n s t und Notruf. Zusätzliche Fahrplanauskünfte, einschlägige Literaturhinweise über Skitourenführer und eine ausgewählte Fachliteratur zum Thema ..Freizeit und Mobilität" runden das Angebot ab. Die B r o s c h ü r e ist bei d e n Innsbrucker Alpenvereinssektionen, Wilhelm-Greil-Straße 15,Telefon 58 78 2 8 , e r h ä l t l i c h , E-mail:office@alpenverein-ibk.at.

Innsbruck informiert  

Ausgabe Feber 2003