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Bozner Museen u n d Schlösser Im Stadtmuseum gibt es neben dem Museumsbestand, der die Geschichte der Stadt und des Landes von der Urzeit herauf erzählt, auch eine außergewöhnliche Sonderausstellung zu sehen. U n t e r dem M o t t o „ D o l o m i t e n in alten Ansichten" werden erstmals D o l o m i t e n - B i l d e r aus früheren Tagen in einer Gesamtschau ausgestellt.

N a c h d e r a u c h in B o z e n b e w e g t e n V o r w e i h n a c h t s z e i t ist es i m J ä n n e r u n d F e b r u a r in B o z e n e t w a s r u h i g e r , u n d es b i e t e t sich d i e G e l e g e n h e i t z u m e i n e n oder anderen beschaulichen Museumsbesuch. Bei den über 70 ausgestellten W e r k e n handelt es sich um bedeutende und einzigartige Blätter. Aus seiner reichen Sammlung an h i s t o r i scher Grafik steuert das Stadtmuseum u.a. die Zeichnungen des bekannten Rundpanoramas vom Rittner H ö r n von Gustav Seelos bei (übrigens dem ersten seiner Gattung), welches die Berge der Dolomiten abbildet. Eine stattliche Zahl an hochwertigen Blättern, teilweise aus der Hand von bekannten Exponenten der alpinen Landschaftsmalerei, wurden freundlicherweise von Privatsammlern zur Verfügung gestellt.

Die D o l o m i t e n in alten Ansichten Zum Ausklang des internationalen „Jahres der Berge" 2002 werden über 70 Blätter .in Druckgrafik und Zeichnungen überwiegend aus dem 19. Jahrhundert präsentiert. Die Bilder und Stiche stammen aus Privatsammlungen und Museunisbeständen und kommen vorwiegend aus dem 19. Jh., einer Zeit also, in der Fotografie noch nicht üblich war. Den Anstoß zu dieser Ausstellung hatte das M u seumskuratorium gegeben.

Sie machen deutlich, dass das damals erwachende Interesse an den Dolomiten schon einen stark touristischen Hintergrund hatte. Spätestens mit der Eröffnung der Eisenbahnverbindung über den Brenner 1867 wurde Bozen zum bedeutenden Ausgangspunkt für die Erschließung der Dolomiten durch den Fremdenverkehr. Da die Fotografie noch nicht so weit entwickelt war, trug v o r allem die Druckgrafik ganz wesentlich zur Information über die einzigartige Gebirgslandschaft der Dolomiten bei. Z u r Ausstellung ist auch ein Katalog erschienen. Beiträge

von Arnaldo Loner und Christoph von Härtungen führen in das Thema ein; Margit Strobl erläutert die Problematik der Panoramazeichnung. Der Katalog ist im Stadtmuseum zu haben (Preis 30 Euro). Informationen' Stadtmuseum Bozen, Sparkassenstraße 14, Telefon- 0039/0471 974625, Fax: 0039/0471 980144, e-mail: stadtmuseum@gemeinde.bozen.it; Internet: w w w . gemeinde.bozen.it Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. mittwochs von 10 bis 20 Uhr. Montag geschlossen.

Archäologie und Naturmuseum Das Archäologiemuseum bietet noch bis zum 16. Februar eine Sonderausstellung unter dem M o t t o „Göttersache(n) - Kult zu Ötzis Zeit". Im M i t t e l p u n k t dieser Sonderausstellungstehen Kultgegenstände, die auf einem Kulto r t am Mittelberg im Südtiroler Unterland inmitten von Felsspalten und Warmlöchern entdeckt w o r d e n sind. A m Samstag, den 8. Februar um I 3 Uhr gibt es eine Führung durch die Sonderausstellung mit Exkursion zur Fundstelle Pigloner Kopf (Anmeldungen bis 3. Februar unter der Rufnummer 0039/ 0471/320100). Besonders erwähnt werden soll hier noch eine Veranstaltungsreihe des Archäologiemuseums, die ganz neue Perspektiven eröffnen will. „ D e r weibliche Blick" heißt die Reihe

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von Museumsabenden zu Frauenthemen, die es sich vorgenommen hat, verborgene Z u sammenhänge aufzudecken und festgefahrene Denkmuster zu durchbrechen. Nächster T e r m i n : 20. März. 20 U h r , „Frauenbilder", ein Diavortrag mit der Archäologin Alexandrine Eibner (Wien). Geöffnet sind Archäologieund Naturmuseum von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 U h r . Infos: www.naturmuseum.it und www.iceman.it.

Schloss Maretsch Schloss M a r e t s c h , das Schloss im W e i n b e r g im Herzen der Stadt, bietet neuerdings jeden Dienstag um I I und um 16 Uhr Führungen durch das Schloss an. An anderen Tagen können Führungen vorgemerkt w e r d e n , Tel. 0039/0471/9766IS oder via E-Mail: Maretsch (Nge meinde.bozen.it. D e r A h n h e r r d e r Familie, der sich später „ v o n Maretsch" nannte, hieß Berthold von Bozen. Noch zu seinen Lebzeiten um I 194 w u r d e , wie es scheint, an der Stelle des bereits bestehenden Hauses der älteste T u r m des Schlosses erbaut. Danach wechselte das Schloss mehrmals seine Besitzer. A m stärksten v e r ä n d e r t w u r d e das Schloss durch die Familie Römer, welche sich auf römische Herkunft berief und das Schloss nach römischem Huster rekonstruierte. Die reiche Freskendekoration von Maretsch stellt ein Hauptwerk profaner W a n d m a l e r e i der Spätrenaissance in T i r o l dar. Die Maretscher Fresken stehen in enger Verbindung mit der Kunst am Hof Erzherzog Ferdinands II. in Innsbruck.

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Ausgabe Feber 2003