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··· RHEIN-MAIN ···

Alfred Clouth

Wolfgang Reuter

ist ein WM-freundlicher Arbeitgeber (S. 08)

Radovan Vlatkovic

freut sich auf den „Sommer in der Stadt“ (S. 05)

spielt Horn bei den Klosterkonzerten (S. 05)

J U N. 2 0 1 0 · O F F E N BAC H / M A I N STADT UND KREIS

G e sa m tau f l ag e O f f e n bac h : 4 0.0 0 0 E x e m p l a r e j e d e n M o nat

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Informer Nummer 04 www.informer-magazine .de


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INFORMER MAGAZINE Offenbach / Jun 2010

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INTRO 01

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magazine.offenbach

Es ist nicht zu übersehen: Nach dem verregneten Mai hält der Sommer langsam aber sicher Einzug in unsere Städte und Gemeinden. „Sommer in der Stadt“, das ist in diesem Monat vor allem ein Thema in Seligenstadt, wo Stadt und Gewerbeverein vom 11. bis 13. wieder ein großes kulinarisch-musikalisches Einkaufserlebnis auf die Beine stellen. 01 INFORMERVerlagsrepräsentant Roland Herold (links) hat sich bei (v. l.) Martin Beike vom Intersport-Fachgeschäft, Brauereichef Robert Glaab, dem Gewerbevereins-

Impressum SERVICE REDAKTION: HERAUSGEBER, VERANTW.: RHEIN MAIN VERLAGS GMBH FLUGHAFENSTR. 15 64347 GRIESHEIM GF: CARSTEN THUM TEL. 0 61 55 / 86 93 0 REDAKTION: H. FRIEDRICH FOTOS: H. FRIEDRICH U.A. ANZEIGEN: R. HEROLD WWW.INFORMER-MAGAZINE.DE DRUCK: L.N. SCHAFFRATH GMBH& CO.KG DRUCKMEDIEN DISTRIBUTION: RHEIN MAIN VERLAGS GMBH Das INFORMER Magazin Offenbach/Main Stadt und Kreis erscheint 12 x jährlich, jeweils vor Monatsbeginn mit einer Gesamtauflage von 40.000 Exemplaren im kombinierten Haushalts- und Auslagevertrieb. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 14 vom 1.10.2008. Vom Verlag gestaltete Anzeigen unterliegen dem Urheberrecht und dürfen ohne schriftliche Genehmigung nicht verwendet werden. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Schlußtermine für die Ausgabe »JUL. 2010« REDAKTION & ANZEIGEN: 24.06.10

INFORMER MAGAZINE ist ein eingetragenes Markenzeichen und erscheint in Lizenzpartnerschaft mit der GOLDPRESS GMBH · Alfredstr. 279 · 45133 Essen · Tel: (02 01) 45 189-300 · Fax: (02 01) 45 189-199 · eMail: system@informer-magazine.de · GF: Helge Brinkschulte, Ralf Schönfeldt SYSTEM-SUPPORT IN EDITORIAL-KONZEPT, -DESIGN & KOMMUNIKATION: CREATIVE-DIRECTION: Christian Boenisch / GRAFIK/CREATION: Andrea Urban, Susanne Haggert / REDAKTION: Lars Riedel / UNTER MITWIRKUNG VON (IN ALPHABETICAL ORDER): Dirk Fröber (dtk-online.com) · Mike Henning (henning-photographie.de) · Schacht2.de

FAMILY & FRIENDS

SOMMER IN DER STADT

@ informer-magazine.de So erreichen Sie jeden Mitarbeiter per mail: VORNAME.NAME@informer-magazine.de

vorsitzenden Wolfgang Reuter und Monika Weber vom SeligensStadtMarketing über dieses Großereignis informiert. 02 INFORMER-Redakteur Heiko Friedrich hat sich unter anderem den Rotary-Club Offenbach-Dreieich angeschaut, der sein 40jähriges Bestehen feiert. 03 In ganz anderer Mission war Carsten Thum, Geschäftsführer des Rhein Main Verlags, unterwegs. Den Viertklässlern der Matthias-Claudius-Schule in Rembrücken half er beim Produzieren ihrer Schülerzeitung und zeigte ihnen an einem spannenden Exkursionstag, wie ihre Zeitung entsteht.

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INFORMER@SATZ21.DE Bitte im Betreff Kunde und Erscheinungsmonat angeben!

Redaktion

HEIKO.FRIEDRICH@ INFORMER-OFFENBACH.DE An diese Adresse können Sie auch Text- und Bild-Material senden

Rund um das Thema „Europa“ Das Europe Direct Relais des Kreises Offenbach In seiner Bedeutung weiter stärken will Landrat Oliver Quilling künftig das Europe Direct Relais Rhein-Main. „Im Rahmen des weiteren Zusammenwachsens Europas werden solche Einrichtungen für die Wirtschaft, aber auch für die Menschen im Kreis immer wichtiger“, betont Quilling. Das Europe Direct Relais Rhein-Main besteht seit Juni 2005 und ist Teil des Europabüros. „Im Jahr 2004 nahm der Kreis Offenbach an einer Ausschreibung der EU-Kommission teil, in der er sich um die Trägerschaft eines Europe Directs beworben hat“, berichtet die Leiterin des Relais, Sibylle Möller. 2008 schließlich veröffentlichte die EU eine neue Ausschreibung für das Netzwerk Europe Direct. Auch hier bewarb sich der Kreis Offenbach und erhielt erneut den Zuschlag. Quilling: „Der erneute Zuschlag war eine Bestätigung unseres hervorragenden Konzeptes. Damit ist das Europe Direct Relais im Kreis Offenbach Teil eines Netzwerkes mit über 400 Informationsstellen in ganz Europa, fünf davon in Hessen.“ Zwei Mitarbeiterinnen des Kreises Offenbach sind dem Relais zugeteilt. Das Europe Direct Relais wird zudem mit maximal 25.000 Euro pro Jahr von der EU-Kommission mitfinanziert. Bisher, so berichtet Möller, hätten die Fördergelder der EU die Ausgaben für die Aktivitäten des Relais immer gedeckt. Mit den Fördergeldern werden die vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen des Relais rund um das Thema Europa finanziert. Allein

im Jahr 2009 fanden insgesamt 27 Veranstaltungen statt. Möller: „Ein Highlight war zum Beispiel die Podiumsdiskussion zur fünfjährigen Mitgliedschaft Polens in der Europäischen Union. Außerdem organisiert das Europe Direct Relais viele Aktivitäten für Kindergärten und Schulen, wie Planspiele zum Europäischen Entscheidungsprozess. Auch schon die jüngsten Einwohner des Kreises Offenbach werden so spielerisch an das Thema Europa herangebracht.“ Ein großes Informationsangebot gibt es auch für Lehrkräfte, die in Klassensätzen informative EU-Broschüren bestellen können. Für Quilling ist das Europe Direct Relais „ein Stück direkte Wirtschaftsförderung“. Der Service des Relais für die Unternehmen, ergänzte der Landrat, sei „unglaublich weit reichend“. Er gehe von einem allgemeinen Informationsdienst zu EU-Fördermitteln über die Vorstellung von Best Practice Beispielen, eine EU-Fördermittelberatung, allgemeine Tipps zur Antragsstellung sowie die Vermittlung von speziellen Kontakten bis hin zu der individuellen Recherche zu EU-Fördertöpfen. Eine Beratung beim Relais könne sich für viele Firmen also direkt auszahlen. Informationen zu Veranstaltungen, Infomaterial oder Fördermöglichkeiten finden Sie im Internet unter www.kreis-offenbach.de/europa. Sibylle Möller steht unter Telefon 06074/81803109 für weitere Auskünfte jederzeit zur Verfügung.

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D LOCAL

Ebbelwoifest in Langen Vier Tage lang sprudelt jedes Jahr am letzten Juni-Wochenende – in diesem Jahr vom 25. bis zum 28. Juni - aus dem Vierröhrenbrunnen in der Langener Altstadt das süffige „Stöffche“. So wird der Apfelwein - oder auf hessisch „Ebbelwoi“ - hier auch genannt. Zehntausende von Menschen erfreuen sich am Langener Ebbelwoifest, das vom VVV, dem Verkehrs- und Verschönerungsverein Langen, organisiert wird. Riesentrubel und beste Stimmung herrscht stets an den Karussells und Ständen, in den Gaststätten und gemütlichen Heckenwirtschaften, wo überall bis spät in die Nacht hinein gefeiert wird. Am Freitagabend begeistert das Feuerwerk, Samstag und Sonntag lockt ein Markt mit Kunst, Kunsthandwerk und Krimskrams in die idyllische Bachgasse. Die Langener keltern ihren Ebbelwoi noch selbst. Wer das beste Stöffche macht, wird beim Ebbelwoifest zum Ebbelwoikönig gekrönt. Zum Fest gehört auch die „Ebbelwoi-Daaf“. Wer sich um die Stadt und das Gemeinwohl verdient gemacht hat, aber nicht in Langen geboren wurde, wird bei der „Ebbelwoi-Daaf“ getauft. Der Weg zu diesem Ziel ist - zum Vergnügen der Zuschauer - nicht gerade leicht: Die „Daaf“-Kandidaten müssen nicht nur ihre Trinkfestigkeit mit Schlücken aus einem großen Bembel unter Beweis stellen, sondern werden anschließend mit dem nicht getrunkenen Stöffche übergossen und damit getauft.

em offiziellen Werbeslogan der hessischen Landesregierung „An Hessen führt kein Weg vorbei“ fehlt seit dem vergangenen Monat die wichtige Ergänzung: „und in Hessen führt kein Weg vorbei an Offenbach.“ Dies gilt zumindest im Kreise der Wirtschaftsjunioren, des größten Verbandes junger Fach- und Führungskräfte unter 40 Jahren. Auf der Landeskonferenz der hessischen Jungunternehmer in Willingen stachen die Offenbacher Junioren mehrfach positiv heraus. Maximilian Politschek wurde als landesweit aktivstes Neumitglied ausgezeichnet. Geehrt wurden damit die Aktivitäten des Ingenieurs der manroland

LOCAL

IHKUnternehmerforum

Maximilian Politschek (3. v. l.) ist Hessens engagiertester neuer Wirtschaftsjunior. Aus den Händen des Landesvorstandes empfing er die Ehrenurkunde für den JOY – Junior of the Year. Der Ingenieur organisiert für die Offenbacher Junioren bereits zum zweiten Mal das Projekt „Schüler als Bosse“. (Foto: WJ Offenbach)

Markus Rosenberger, IT-Unternehmer aus Seligenstadt, gelang der Goldene Schuss beim Vogelschießen. Er wurde dadurch zum ersten hes-

stadt Offenbach mehrfach. „Ich bin sehr stolz, dass die Wirtschaftsjunioren Offenbach sich wieder so hervorragend präsentieren konnten“, sagte die dies-

Wirtschaftsjunioren schießen den Vogel ab OFFENBACHER FALLEN BEI DER LANDESKONFERENZ POSITIV AUF AG zur Weiterentwicklung des Offenbacher Juniorenkreises, aber auch sein Engagement für das Projekt „Schüler als Bosse“. Durch dieses Projekt erhalten viele Offenbacher Schüler aus Stadt und Kreis Gelegenheit, einem Unternehmer im beruflichen Alltag über die Schulter zu schauen.

sischen Wirtschaftsjun i o r e n- S ch ü t z e n k ö n i g. Zudem stellten die Offenbacher die größte Teilnehmergruppe aller hessischen Juniorenkreise. Besonders stolz präsentierte die Delegation ihren Heimatkreis, denn auch der Ehrengast der Konferenz, BiathlonOlympiasiegerin Petra Behle, lobte ihre Geburts-

jährige Präsidentin des Kreises, Sandra Lobert. „Wir werden weiterhin hart arbeiten, um dann im nächsten Jahr wieder als stärkster Kreis in Hessen auftreten zu können, zumal die kommende Landeskonferenz doch in Frankfurt stattfindet.“

„Für die WM-Vorrunde habe ich sogar die Arbeitszeiten der Spätschicht in unserem Betrieb geändert oder verkürzt.“

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Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main und die IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern laden zum IHK-Unternehmerforum „Locker bleiben im Auf und Ab – Aktives Risikomanagement im Aufschwung“ ein. Wie eine Risikoanalyse funktioniert und welche Möglichkeiten sich hieraus für die Unternehmensplanung ergeben, erfahren Sie am 8. Juni von 17 bis 19 Uhr in der IHK Offenbach am Main. Je nach Branche, Größe und Ausrichtung unterliegen Unternehmen zum Teil völlig unterschiedlichen Risiken. Wer die Risiken nicht im Blick hat und aktiv steuert, läuft Gefahr, das Ruder in wirtschaftlich unruhigen Zeiten aus der Hand zu geben. Informationen und Anmeldung bei Sina Henrich, Tel. 069 8207-146, E-Mail henrich@offenbach.ihk.de, Internet www.offenbach.ihk.de.

Sommerfest für Bärenherz Ein positives Echo findet Jahr für jahr das Benefiz-Sommerfest der Firma Allcomputer in der Alicestraße 1 in Neu-Isenburg. Gefeiert wird dieses Jahr am 19. Juni, und zwar zu Gunsten der Bärenherz-Stiftung. Diese Stiftung unterstützt Einrichtungen für Familien mit schwerstkranken Kindern, zum Beispiel das Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden. Mit Live-Musik, ShowAuftritten, Grillspezialitäten, einer „Jedes-Losgewinnt-Tombola“ und weiteren Attraktionen wird für diesen guten Zweck gesammelt.

ALFRED CLOUTH, UNTERNEHMER UND IHK-PRÄSIDENT


SELIGENSTADT:

Ein Metzger

„BITTE LÄCHELN, ALTE STADT.“ Zur Teilnahme am Fotowettbewerb „Bitte lächeln, Alte Stadt.“ ruft die Stadt Seligenstadt auf. Es handelt sich um einen gemeinsam vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ausgelobten Wettbewerb um die schönsten fotografisch festgehaltenen Motive einer alten Stadt. Einsendeschluss ist der 15. August 2010, bewertet werden die Preiskategorien „ProfiFotograf“, „Hobby-Fotograf“ und „Schulen“. „Wir in Seligenstadt bieten wahrlich genug Motive. Es sollte doch gelacht sein, wenn wir bei dem Fotowettbewerb nicht vertreten sind. Eine Beteiligung ist sicherlich auch für unsere Schulen eine tolle Sache“, so Bürgermeisterin Dagmar B. Nonn-Adams. Es besteht auch die Möglichkeit einer Online-Teilnahme. Genauere Informationen erhält man unter www.bitte-laecheln-alte-stadt.de.

FÜR DEN FEINSCHMECKER DIE METZGEREI KUHN IN KLEIN-WELZHEIM GEHÖRT ZU DEN 400 BESTEN IN DEUTSCHLAND „Etwas abseits der City kommen Feinschmecker besuchten die Redakteure und Mitarbeiter in dem traditionsreichen Familienbetrieb auf anonym die Metzgereien mit den besten Beihre Kosten.“ So würdigt das Gourmet-Magazin wertungen, machten Probeeinkäufe und ließen „Der Feinschmecker“ die Metzgerei Kuhn im sich intensiv beraten. Seligenstädter Stadtteil Klein-Welzheim in ei- Das Erfolgsrezept der seit 1901 bestehenden ner Broschüre, die die 400 besten Metzger in Metzgerei Kuhn sind nicht zuletzt die erfahDeutschland auflistet. Zum zweiten Mal gehö- renen Mitarbeiter, die sich mit ihrem Arbeitgeber identifizieren. An die hundert Menschen ren die Kuhns zu diesem exklusiven Kreis. Seligenstadts Bürgermeisterin Dagmar B. beschäftigt das Unternehmen inklusive aller Nonn-Adams nahm die Auszeichnung zum An- Hilfskräfte. Viele halten der Firma schon seit lass, Andrea Kuhn ins Rathaus einzuladen und Jahrzehnten die Treue. Einen von ihnen hatpersönlich zu gratulieren. Zusammen mit ihren te Andrea Kuhn mitgebracht: Metzgermeister beiden Geschwistern leitet die 35jährige die Reinhard Schäfer, der vor 40 Jahren als Geselle Firma, zu der auch ein Catering-Service gehört, im Unternehmen anfing und mittlerweile für der schon Veranstaltungen mit bis zu 1.000 die Wurstproduktion verantwortlich ist. „Ein Gästen kulinarisch versorgt hat. „Die Metzgerei Familienunternehmen kann nur mit solchen Kuhn ist für Seligenstadt ein wichtiges Unter- Leuten funktionieren und wachsen“, meinte nehmen, weil sie mit ihren Leistungen für die Kuhn. Stadt wirbt“, sagte Nonn-Adams und rühmte die „stets gleich bleibend hervorragende Qualität“ der Wurst aus KleinWelzheim. Die Aufnahme ins FeinschmeckerRanking könne man nicht kaufen, betonte Andrea Kuhn. Wie man so weit kommt, verrät die Broschüre. Am Anfang waren die Kunden. Sie nannten der Redaktion ihre Lieblingsmetzger. Das Magazin ließ sich dann von Hunder ten von Metzgern als „Visitenkarte“ eine Jagd(rechts), An. Nonn-Adams B ar m ag D wurst schicken, die in Jahren im Bürgermeister häfer, seit 40 Sc d ar nh Seligenstadts ei von einer ExpertenR ster Kuhn. d Metzgermei r die Metzgerei fü g un jury blind verkostet hn drea Kuhn un ic ze us sich über die A wurde. Anschließend Betrieb, freuen

Foto: Alisia/pixelio

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INFORMER MAGAZINE Offenbach / Jun 2010

HOFFEST BEI GLAABSBRÄU Seit Jahren ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Region ist das „Glaabsbräu-Hoffest“. Auch in diesem Jahr tobt am Wochenende des 19./20. Juni das pralle Leben auf dem Brauereihof der Privatbrauerei Glaab in Seligenstadt. Bei Non-Stop-Live-Musik ist für jeden Geschmack etwas dabei. Den Anfang macht am Samstagmittag ab 12.30 Uhr die Musikschule Unger aus Mainhausen mit erfolgreichen Nachwuchskünstlern. Wie in jedem Jahr nimmt um 14 Uhr Bürgermeisterin Dagmar B. Nonn-Adams den Bieranstich vor. Weiter geht es dann von 15.30 bis 17.30 Uhr mit den Musikern der TGS Seligenstadt. Zum Höhepunkt des Samstagabends dürfte der Auftritt der legendären Band „visávis“ werden, die ab 18.30 Uhr für Stimmung sorgen wird. Der Eintritt für dieses Highlight beträgt 3 Euro und wird am Samstag ab 18 Uhr verlangt. Für Besucher, die sich bereits vorher auf dem Brauereigelände befinden, ist der Eintritt frei. Am Sonntagmorgen geht es musikalisch ab 10.30 Uhr mit der Kapelle „Seligenstädter Blech & Co“ los, gefolgt vom Musikverein Klein-Welzheim, der durch den Nachmittag begleiten werden. Funk und Soulmusik aus drei Jahrzehnten sind ihr Markenzeichen: „Starlight feat. Michael Unger“ sorgen ab 18 Uhr für einen tollen Abschluss. Genießen Sie zwei Tage frisches Glaabsbräu, kulinarische Spezialitäten von der heimischen Gastronomie und ein abwechslungsreiches Programm. Auch für die jüngeren Gäste stehen viele Überraschungen bereit. Wer mehr über die Braukunst erfahren möchten, kann an beiden Festtagen an Brauereibesichtigungen teilnehmen. Auch in diesem Jahr erwartet die Privatbrauerei Glaab mehrere Tausend Besucher.

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www.informermagazine.de/Offenbach IM-OF › 04 › ALL


SOMMER IN DER STADT Stell Dir vor, es ist Sommer in der Stadt. Das Ambiente sucht weit und breit seinesgleichen. Drei Tage lang wirst du in den Restaurants, Gaststätten und Bistros kulinarisch und musikalisch verwöhnt. Die Geschäfte haben am Samstag bis in die Abendstunden geöffnet, und auch am Sonntag kannst du entspannt einkaufen. Ein Wochenmarkt lädt ein, und für die Kinder gibt es ein attraktives Begleitprogramm. All das bietet Seligenstadt, wenn es vom 11. bis zum 13. Juni heißt: „Sommer in der Stadt“!

der Stadt": sich auf den "Sommer in n ue fre ren ato nis ga Or Die rt Glaab und ber, Martin Beike, Robe (von links) Monika We Wolfgang Reuter.

SOMMERT IN DER STAD IKALISCHES KULINARISCH-MUS VOM 11. BIS 13. JUNI EINKAUFSERLEBNIS

Es hatte sich im vergangenen Jahr ausgezahlt, dass die Seligenstädter Wirte, die Geschäftsleute und die Stadt ihre Kräfte bündelten und aus „Seligenstadt kulinarisch-musikalisch“ und dem Einhard-Markt eine runde Sache machten, eben den „Sommer in der Stadt“, wie die neue, gemeinsame Veranstaltung neutral und dennoch einprägsam genannt wurde. „Der Zusammenschluss hat Synergien freigesetzt“, meint Monika Weber vom SeligenStadtMarketing, die die Organisation koordiniert, im Gespräch mit dem INFORMER. Und nicht nur das. Aus eins plus eins ist mehr als zwei geworden, denn einige Institutionen haben sich mit ihren Angeboten „drangehängt“, wie Wolfgang Reuter, der Vorsitzende des Gewerbevereins, berichtet. Als Beispiel führt er für die aktuelle Festausgabe das Brotbacken für Kinder im Kloster an, das Kindertheater im „Riesen“, die Stadtführung für Kinder oder auch die Junior-Tour der Skate-Nights. „Es bietet sich einfach an, solche Veranstaltungen in den Rahmen dieses großen Festes zu inte-

INFORMER MAGAZINE Offenbach / Jun 2010

grieren“, betont Reuter. „Und die Arbeit wird auf mehr Schultern verteilt“, ergänzt Monika Weber. Selbst die Verlängerung der Fährzeiten ist dem Großereignis geschuldet. Bis 24 Uhr kann man zwischen dem bayerischen und dem hessischen Mainufer pendeln. Und innerhalb der Stadt fährt am Freitag von 19 bis 24 Uhr sowie am Samstag von 11 bis 1 Uhr ein kostenloser Shuttle-Bus von Veranstaltung zu Veranstaltung. Eröffnet wird das bunte Treiben im Herzen der Stadt am Freitag in den Gaststätten, wo um 18 Uhr die After-Work-Partys beginnen und nahtlos übergehen in kulinarisch-musikalische Appetithappen mit viel Live-Musik. Am Samstag öffnet schon um 7 Uhr der übliche Wochenmarkt, dann greift der Seligenstädter Einzelhandel ins Festgeschehen ein, der sich zur Feier des Tages besonders „herauschmücken“ wird, wie Wolfgang Reuter versichert: „Wir sperren nicht nur auf“, verspricht er zahlreiche Attraktionen und Sonderangebote und viel Flair in den Gassen. Für das Einkaufserlebnis und viel Spaß für die ganze Familie sorgt die Seligenstädter Geschäftswelt dann auch noch einmal am verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr.

Neu im Angebot der Seligenstädter Tourist-Info sind Kunstdrucke mit Federzeichnungen von 27 charakteristischen Bauten der Stadt, die der Künstler Dr. Pablo de la Riestra gestaltet hat und die Bürgermeisterin Dagmar B. Nonn-Adams (links) und die städtische Pressesprecherin Ilka Haucke stolz präsentierten. Die prägnanten Seligenstädter Gebäude sind darauf in ungewohnter Weise zu sehen. Losgelöst von ihrem Standort zeigen sie sich Seite an Seite, fast wie zu einem gemeinsamen Fototermin versammelt. Der Zeichner de la Riestra schafft es mit seinen feinen Tuschestrichen, die architektonischen Merkmale ganz ungeschminkt in voller Schönheit zum Vorschein kommen zu lassen. Alle ausgewählten Gebäudegrafiken sind auf dem 70 mal 50 Zentimeter großen Kunstdruck zur Orientierung nummeriert und beschrieben. Die Federzeichnung des aus Argentinien stammenden und in Nürnberger lebenden Künstlers und Architekturhistorikers Dr. Pablo de la Riestra ist auch als negativ Version erhältlich. „Diese Stadtansicht Seligenstadts ist außergewöhnlich. Einzig die ausgewählten Gebäude prägen das Stadtbild. Sowohl historische als auch Bauten jüngeren Datums, wie der Wasserturm, sind darauf zu sehen. Seligenstadt ist eindeutig erkennbar, aber weder realistisch noch abstrakt dargestellt. Ich finde die Umsetzung wundervoll gelungen und bin Dr. Peter Kappen, der den Kontakt zu Pablo de la Riestra hergestellt hat, sehr dankbar“, zeigt sich Dagmar B. Nonn-Adams über das neue Angebot erfreut. Die Kunstdrucke sind in einer ersten limitierten Auflage für 24,50 Euro pro Stück oder für 40 Euro im Doppelpack in der Tourist-Info im Einhardhaus erhältlich.

Wir wünschen echtes Summer Feeling IM - O F › 0 5 › A L L

Klosterkonzert Das populäre Hornkonzert von Mozart steht im Mittelpunkt des Programms, mit dem sich das Bayerische Kammerorchester Bad Brückenau unter der Leitung seiner Konzertmeisterin Ingrid Friedrich wieder einmal bei den Seligenstädter Klosterkonzerten vorstellt. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist das Orchester, das aus hervorragenden Berufsmusikern des mitteleuropäischen Raumes besteht, ein gern gesehener Gast in Seligenstadt. Solist ist der kroatische Hornist Radovan Vlatkovic, früher erster Hornist im späteren Deutschen SymphonieOrchester Berlin. Seit 1990 ist er Solist und Kammermusikpartner im In- und Ausland tätig, seit 1998 Professor am Mozarteum in Salzburg und seit 2006 Professor an der Züricher Hochschule der Künste. Neben dem Mozart-Konzert erklingen im Kreuzgang der ehemaligen Abtei ein Notturno für Horn und

Alle Informationen zum Programm gibt es unter www.gewerbevereinseligenstadt.de und www.seligenstadt.de.

KUNSTDRUCKE SELIGENSTÄDTER BAUTEN

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R H E I N M A I N V E R L AG S GMBH F LUG H A F E N STR. 15 6 4 3 4 7 G R I E S HEIM

Streichorchester von Mátyas Seiber, die Serenade op.10 von Ernst von Dohnányi sowie die Sinfonie D-Dur Hob. I:31 von Joseph Haydn. Informationen unter www. klosterkonzerte-sligenstadt.de.

Termin: Freitag, 18.06., 20.30 Uhr, Kreuzgang der ehemaligen Abtei in Seligenstadt


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GESELLSCHAFT

INFORMER MAGAZINE Offenbach / Jun 2010

U N S E R E

W E R B E P A R T N E R

Liebenswertes Allgäu Ferien am Forggensee

Urlaub im Lande des «Kini»: Das Allgäu bezauberte nicht nur einst Bayerns Märchenkönig Ludwig II., sondern Jahr für Jahr auch Besucher aus aller Welt. Die herrlich hügelige, wald- und wiesenreiche Landschaft um den Forggesee im Königswinkel liegt zentral, um unvergessliche Ausflüge zu den umliegenden Sehenswürdigkeiten zu starten. Rieden am Forggesee ist ein reizvoller Ferienort und ein beliebtes Ziel für jene, die Erholung vom hektischen Alltagsleben suchen. Den Gast erwarten hier nicht nur Berge, das Gebiet ist auch ein wahres Paradies für Wassersportler. Zehn herrlich gelegene Seen mit hervorragender Wasserqualität laden geradezu zum Baden, Planschen, Angeln, Segeln oder Surfen ein. Oder zum beschaulichen Ausruhen, etwa bei einer romantischen Fahrt auf dem Forggensee umgeben von der malerischen Kulisse der Berge und Schlösser. Das weltberühmte Schloss Neuschwanstein, sowie zahlreiche weitere Burgen, Ruinen und Klöster laden zu unvergesslichen Ausflügen ein. Die in Rieden ansässige Yachtschule bietet Kindern und Erwachsenen Surf- und Segelkurse auf dem Forggesee an. Für ganz Mutige gibt es Passagierflüge mit dem Gleitschirm vom nahen Tegelberg. Für Kraxelfreunde bietet das neue Kletterzentrum in Rieden Kletterlanschaften in allen Schwierigkeitsgraden. Weitere Informationen rund um Rieden am Forggensee sowie einen farbigen Gebietsprospekt samt Gästezimmerverzeichnis gibt es vom Tourismusbüro Rieden, Lindenweg 4, 87669 Rieden am Forggensee, Tel. 0 83 62 / 3 70 25, www.rieden.de.

Opernnacht in Mühlheim Ein Großereignis wirft seine Schatten voraus: Am 21. August wird der Festplatz an der Willy-Brandt-Halle in Mühlheim wieder zur Freilichtbühne für Stars der intenationalen Opernszene. Das Markwald-Theater und die Konzertagentur Kulturgipfel laden ein zur fünften Auflage der Internationalen Opernnacht. Freuen darf man sich auf die amerikanische Starsopranistin und Echo-Klassik-Award-Gewinnerin Deborah Sasson, auf den Sänger und bekannten Fernsehmoderator Gunther Emmerlich, die in Mühlheim geborene Opernsängerin Virginia Goldmann, die Frankfurter Sinfoniker und einen großen Chor. In der Mühlheimer Gartenwelt von Günter Barthel (v. l.), der für mediterranes Flair sorgen wird, präsentierten sie das Programm: Bürgermeister Bernd Müller, Chorleiter Dirk Eisermann, Ilona Goldmann vom Markwald-Theater, Kulturgipfel-Chef Hilmar Körzinger, Steffen Waitz vom gleichnamigen Hotel und Restaurant in Lämmerspiel, der für das Catering verantwortlich ist, und Landrat Oliver Quilling.

Kulturpreis an Heimatbund Große Freude herrschte im vergangenen Monat beim Heimatbund Seligenstadt. Die engagierte Dachorganisation der Seligenstädter Vereine erhält in diesem Jahr für ihre außergewöhnlichen Leistungen und Verdienste auf dem Gebiet der Brauchtums- und Kulturpflege den mit 1.000 Euro dotierten Kulturpreis 2009 der Stadt Seligenstadt. Jury und Magistrat begründeten ihre Entscheidung damit, dass der Heimatbund seit seiner Gründung im Jahre 1936 in den zurückliegenden Jahrzehnten in Sachen Brauchtums- und Kulturpflege Großartiges in Seligenstadt geleistet habe. So seien aus dem Heimatbund unmittelbar weitere für die Stadt wichtige Institutionen hervorgegangen, beispielsweise die Einhardstiftung und der Seligenstädter Kaufmannszug. Beide

haben in den letzten Jahren die Stadt nach Außen in besonderer Weise repräsentiert. Insbesondere sei es dem Heimatbund mit der deutschlandweit bekannten Fastnacht und dem in der ganzen Region hoch geschätzten Geleitsfest gelungen, die Stadt Seligenstadt national wie international bekannt zu machen. Besonders hervorzuheben sei dabei die Tatsache, dass es der Heimatbund stets fertiggebracht habe, immer auch die Seligenstädter Vereine in seine Arbeit einzubinden. „Der Heimatbund versteht es auf ganz besondere und unverkrampfte Weise, die Seligenstädter Geschichte wachzuhalten und generationsübergreifend zu leben“, kommentierte Bürgermeisterin Dagmar B. Nonn-Adams, selbst Mitglied der Jury.

„Open Doors“ in Neu-Isenburg 40 Bands auf 15 Bühnen - und das bei freiem Eintritt! Das 17. Musikspektakel „Open Doors“ in Neu-Isenburg beschert in diesem Jahr mit einer niemals vorher dagewesenen Vielfalt Musikliebhabern aller Lager die richtige Musik - von Hardrock über Pop, Salsa, Swing bis hin zu Comedy, Unplugged oder Irish Folk. Man darf sich auf ein tolles Wochenende mit jeder Menge guter Laune, Sonnenschein und natürlich erstklassigen Live-Acts freuen. Mit von der Partie sind Bands wie die IrishFolk-Legende „Paddy Goes To Holyhead“, die aus Sicht der Veranstalter beste AC/ DC Tributeband Deutschlands, Hole FullOf Love oder die Garanten für gute Laune und Reggae-Lokalmatadoren Cashma Hoody. Die Frankfurter Strasse wird Samstag und Sonntag gesperrt und von der Hugenottenhalle bis zur Fußgängerzone mit attraktiven Ständen und Buden zur Festival-Flaniermeile. Weitere Informationen unter www.opendoors-festival.de.

INFORMER im Netz: www.informer-magazine.de/Offenbach IM-OF › 06 › ALL


INFORMER MAGAZINE Offenbach / Jun 2010

FREUNDSCHAFTEN PFLEGEN,

EIN FALL FÜR DEN MÜNZFACHMANN

ANDEREN HELFEN DEN ROTARY-CLUB OFFENBACH-DREIEICH GIBT ES SEIT 40 JAHREN Gefeiert wurde standesgemäß: Zu seinem 40jährigen Bestehen Mitte März hatte der Rotary Club Offenbach-Dreieich ins Büsing-Palais geladen. Mitglieder, Ehepartner und die Freunde aus den sogenannten „Kontaktclubs“ der Offenbach-Dreieicher Rotarier in Konolfingen (Schweiz), Riom-Chatelguyon (Frankreich) und Stone (England) tanzten und amüsierten sich bei einem prächtigen Ball. Am nächsten Tag ging es nach Gelnhausen, am Nachmittag zum Spiel der Eintracht gegen die Bayern und am Abend nach Sachsenhausen. Die bodenständigen Jubiläumsaktivitäten und die vielfältigen sozialen Projekte zeigen deutlich: Rotarier stehen mit beiden Beinen fest auf der Erde.

Wie es bei den Rotariern üblich ist, ging die Gründung des Jubiläumsclubs am 17. März 1970 von einem „Mutterclub“ aus, in diesem Fall dem Rotary Club Offenbach. Heute gehören dem Rotary Club Offenbach-Dreieich 53 Mitglieder an. Eines davon ist Olaf Mayer. Der Ingenieur und Unternehmer aus Offenbach ist seit 1997 dabei, wurde allerdings schon als Junge von seinem Vater, der den Rotary Club Of-

fenbach mitbegründete, „mit der rotarischen Idee konfrontiert“. Derzeit ist er Präsident, Ende des Monats endet seine einjährige Amtszeit so wie die seiner Vorstandskollegen – bei den Rotariern gilt in der Führungsfrage das Rotationsprinzip. Der Name „Rotary“ (englisch für rotierend, drehend) entstand ursprünglich aus dem wöchentlich wechselnden Treffpunkt der Mitglieder; heute entspricht ihm eben der Brauch, die meisten Ämter im Club jährlich neu zu besetzen. Einmal pro Woche trifft man sich. Zu Beginn eines jeden Treffens hält ein Clubmitglied einen Vortrag – über seinen Beruf, sein Unternehmen, über seine Hobbys oder auch über aktuelle Themen. „Das schöne daran ist für mich die Tatsache, dass man aufgrund der unterschiedlichen Berufe unserer Mitglieder Woche für Woche einen Blick über den Tellerrand hinaus werfen kann“, sagt Mayer. Es war nämlich eine Vorgabe des Rotary-Gründers Paul Harris, dass aus jeder Berufsgruppe immer nur einer Mitglied eines Clubs werden kann, um ein möglichst breites Spektrum abzudecken. Neben dem Gedankenaustausch spielen die sozialen Projekte, die der Club mit namhaften Beträgen unterstützt oder in die Wege leitet, eine wesentliche Rolle. Dabei gehe es darum,

finanzielle Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, betont Mayer. Und das nur in der Region. „Es gibt genügend Dinge in unserem Umfeld, die wir mit unserem sozialen Engagement begleiten können.“ Zu Beginn des Jubiläumsjahres 2009/10 widmete sich der Rotary Club Offenbach-Dreieich der „Musikinitiative Offenbach“ an der Mathildenschule, einer Schule mit einem hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund. Musikalische Erziehung soll ihnen dort bessere Startchancen geben. Für minderjährige allein erziehende Mütter hat das Jugendamt der Stadt Offenbach das Projekt „Goldmarie“ ins Leben gerufen. Die Spende der Rotarier ermöglicht Kurse für die Mütter und den Kauf von Dingen, die die Kinder benötigen. Ein Projekt, das der Rotary Club OffenbachDreieich angestoßen hat, ist der Dreieicher Weihnachtskalender. Statt Schokolade winken hinter den Türchen Lose für gestiftete Preise. Jahr für Jahr kommen auf diese Weise 20.000 Euro zusammen, die an sozial tätige Organisationen, an Schulen oder Vereine in Dreieich verteilt werden. Und dann lobt der Rotary Club Offenbach-Dreieich gemeinsam mit seinem Tochterclub Dreieich-Isenburg noch einen mit 5.000 Euro dotierten Preis für soziales Engagement aus. Froh ist man beim Jubilar auch über die internationalen Kontakte, die eine wesentliche Rolle im Selbstverständnis der Rotarier spielen. Einmal im Jahr steht ein Treffen bei einem der Kontaktclubs an. Und dann gibt es ein Austauschprogramm. Für ein Jahr können Jugendliche aus der Region im Alter zwischen 14 und 16 Jahren internationale Erfahrungen sammeln. Kosten entstehen ihnen nur für den Flug.

EINE KLEINE SENSATION Dr. Jürgen Eichenauer, Leiter des Offenbacher Hauses der Stadtgeschichte (v. l.), Oberbürgermeister Horst Schneider, Gerd Petermann, Präsident des Rotary Clubs Offenbach/Main und Peter Overmann, 2. Sekretär der Offenbacher Rotarier, freuen sich über einen Coup, den das Museum gelandet hat. Auf einer Auktion ersteigerte Eichenauer das „Portrait der Sophie La Roche mit Muff“eines unbekannten Künstlers des 18. Jahrhunderts, finanziert wurde der Kauf vom Rotary Club. Die Angabe der Dargestellten beruht auf mündlicher Familienüberlieferung der Einlieferer. Bildvergleiche haben

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die Zuschreibung nicht widerlegen können. Damit liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Jugendbildnis der ersten erfolgreich schreibenden deutschen Romanschriftstellerin vor, die von 1786 bis zu ihrem Tod 1807 in Offenbach lebte. Eine Volontärin des Museums hatte das Gemälde in einem Auktionskatalog entdeckt und Eichenauer sofort informiert. „Es ist eine kleine Sensation, dass ein bislang unbekanntes Portrait von Sophie La Roche plötzlich auf dem Markt auftaucht“, sagte Eichenauer. Die Neuerwerbung ergänzt die La-Roche-Sammlung des Stadtarchivs, das einen Großteil des Briefwechsels besitzt, auf ideale Weise.

Der Fall hat sich tatsächlich so zugetragen: Bei der Renovierung des Kellers taucht eine hölzerne Schatulle auf, die aussieht, als hätte sie Captain Jack Sparrow höchstpersönlich erbeutet. Der Inhalt: natürlich Münzen. Aus dem 17. Jahrhundert. Doch das stellt Roy Hamilton-Bowen erst fest, nachdem die Jäger des verlorenen Familienschatzes den Gulden und Talern schon mit Spülmittel, Metallbürste und einem rauen Schwamm zu Leibe gerückt und danach voller Hoffnung zu ihm geeilt waren. „Die Münzen wären damals um die 40.000 Mark wert gewesen“, erzählt der Fachmann für Münzen, Briefmarken und Edelmetalle, der im Rodgauer Stadtteil Jügesheim seit 1987 das „Sammler Zentrum Rodgau“ betreibt. Doch nach der gut gemeinten Schrubbaktion blieb den Schatzgräbern nur noch der Metallwert von weniger als 1.000 Mark. Das war in dieser Dimension ein Einzelfall, an den sich Hamilton-Bowen auch nach Jahren noch erinnert. Doch dass ihm Münzen etwa aus Nachlässen angeboten werden, die ihren Sammlerwert verloren haben, weil sie unfachmännisch gereinigt wurden, kommt nicht so selten vor. Angefangen hat der Amerikaner mit Briefmarken. Damit handelt er seit 1979, hatte zunächst eine Firma in Irland, aber schon einen Kundenstamm in Deutschland. Er kam hierher, nachdem auf der grünen Insel die Mehrwertsteuer drastisch erhöht worden und in Jügesheim ein Versandgeschäft zur Übernahme ausgeschrieben war. Seit einigen Jahren ist Hamilton-Brown bestellter und vereidigter Sachverständiger für Philatelie bei der IHK Offenbach. Doch zu seinem Leidwesen hat das Interesse am Briefmarkensammeln nachgelassen. „Es fehlt an Nachwuchs“, klagt der begeisterte Philatelist. Spätestens seit der Euro-Einführung ist die Numismatik der Schwerpunkt seiner Tätigkeit. „Damals sind zigtausend Münzsammler hinzugekommen“, berichtet der 54jährige. Doch für die fachmännische Bewertung von Münzen klaffte im Kreis Offenbach lange Zeit eine Lücke. Das hat sich Anfang des Jahres geändert: Nach einem letzten Prüfungsgespräch wurde Roy Hamilton-Bowen von der IHK auch zum Sachverständigen für Numismatik bestellt und vereidigt. Damit ist er einer von wenigen in Deutschland, die beide Gebiete abdecken. Gefordert sind seine Kenntnisse vor Gericht, aber auch, wenn es gilt, die Hausratversicherung anzupassen, wenn es um die Gütertrennung nach einer Scheidung geht oder um die Bewertung von Nachlässen. Ein Fachmann ist Roy HamiltonBowen auch für Edelmetalle. „Niemals Gold verkaufen ohne ein Angebot von uns“, rät er. „Vergleichen Sie die Preise, wenn der ’fliegende Goldhändler’ kommt!“

Seit Jahresbeginn ist Roy Hamilton-Bowen nicht nur Briefmarkenexperte, sondern auch von der IHK bestellter und vereidigter Sachverständiger für Numismatik. In Jügesheim betreibt er das „Sammler Zentrum Rodgau“.

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Es rockt und tanzt im Küchenschrank Schulfest zum Abschluss der Projektwoche an der Matthias-Claudius-Schule in Rembrücken Aus Tassen trinkt man, in Töpfen kocht man, in Eimer füllt man Wasser und Kartons werden bepackt. Normalerweise. Doch Tassen, Töpfe, Eimer und Kartons können auch zu Musikinstrumenten werden. Hören konnte man dies am Präsentationstag der Projektwoche an der Matthias-Claudius-Schule im Heusenstammer Stadtteil Rembrücken. „Es rockt und tanzt im Küchenschrank“ hieß eines der originellen Projekte. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Zwar standen Deutsch, Mathe und Sachkunde während der Projektwoche nicht auf dem Stundenplan, doch ohne kreatives Engagement hätten die Grundschüler ihre Eltern, Geschwister, Omas und Opas zum Schulfest nicht mit

solch einem tollen Programm überraschen können. Neben den Haushaltsmusikern sorgten ein afrikanischer Tanz, ein Latino-Tanz mit Tüchern, artistischer Break-Dance und eine Demonstration von frisch erfunden Pausenspielideen für Begeisterung beim sachkundigen Publikum. Was „quer durch den Gemüsegarten“ alles möglich ist,

konnte man mit Riechdosen und einem Kräuterpuzzle erfahren. Besuche bei einem Schäfer und einem Imker wurden ebenso in Wort und Bild dokumentiert wie die Erkenntnisse der Kinder, die sich damit beschäftigt hatten, wie man „fit und gesund durch den Tag“ kommt. Außerdem gab es während der Projektwoche an der kleinen, aber ungeheuer aktiven Grundschule Angebote für Tennisanfänger und es wurde Tischtennis gespielt. Rechtzeitig fertig zum Schulfest war die Schülerzeitung, für die traditionell die vierte Klasse der einzügigen Grundschule zuständig ist. „Der kleine Matze“ hatten die Großen, die nach den Ferien die Schule verlassen werden, ihren professionell gestalteten Lesestoff genannt. Themen waren unter anderem das Erdbeben in Haiti und Berichte aus den einzelnen Klassen, Referate über Heusenstamm fanden Verwendung, es gab eine Witzeseite und eine Seite über den rührigen Förderverein. Drei Stunden pro Woche hatten sich die Jungen und Mädchen seit Beginn des Schuljahres damit beschäftigt, hatten recherchiert, geschrieben und mit Hilfe des INFORMER MAGAZINS auch gestaltet (siehe Exkursionsbericht auf der nächsten Seite). Dass schließlich eine „richtige“ Zeitung verkauft werden konnte, war auch dem Engagement von Eltern und Sponsoren zu verdanken. „Das ist einfach eine tolle Gruppe, die wunderbar zusammengehalten hat“, sagte Klassenlehrerin Andrea Baumann über ihre Viertklässler. „Wir gründen eine neue Schule und bleiben alle zusammen“ – diese Anregung aus der Klasse, von der Baumann berichtet, wird sich allerdings kaum verwirklichen lassen.

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Schüler-Redakteure auf Exkursion

Das sind sie, die Redakteure des „kleinen Matze“, der Schülerzeitung der Matthias-Claudius-Schule in Heusenstamm-Rembrücken. Ihre Texte hatten die Tigerenten geschrieben, nun wollten die Viertklässler wissen, wie ihr Matze den Weg zum Druck nimmt. Deshalb hatten der Rhein-MainVerlag und der INFORMER eine Exkursion organisiert.

Station eins: die Agentur „Stilecht“ in Seeheim-Jugenheim. In der Redaktion des Sonntag Morgen Magazins (SoMoMa) wurde auch der „kleine Matze“ bearbeitet. Am Bildschirm konnten die Tigerenten verfolgen, wie Fotos bearbeitet werden und was man mit einem Foto digital so alles anstellen kann.

Bitte recht freundlich: Portraits der Matze-Redakteure hatten in der Schülerzeitung noch gefehlt. Unter Anleitung von SoMoMa-Chefredakteur Andreas Giese wurde mit großer Begeisterung fotografiert. Vom Profi gab es natürlich viele Tipps, wie man ein Bild aufbaut und wie man mit der Digitalkamera umgeht.

Eine Grußseite der Tigerenten darf in einer Schülerzeitung natürlich nicht fehlen. Aber wen soll ich denn grüßen? Carsten Thum, Geschäftsführer der Rhein Main Verlag GmbH, leistet Hilfestellung. Hergestellt wurde die Seite in der Plegge Medien Verlag GmbH in Gernsheim, Satzstudio des SoMoMa und zweite Station der Exkursion durch Südhessen.

So sieht sie aus, die fertige Grußseite des „kleinen Matze“! Die handschriftlichen Texte der Kinder waren gescannt, von den Mediengestaltern bearbeitet und auf die kindgerecht gestaltete Seite platziert worden. Mit dem Resultat waren die Tigerenten und ihre Lehrerin Andrea Baumann sehr zufrieden.

Die sind unglaublich groß! Nach einem Pizza-Stopp in den Räumen des Rhein Main Verlags ging es weiter in die Druckerei des Medienhauses Südhessen, wo auch der kleine Matze gedruckt wurde. So etwas hatten die Kinder noch nicht gesehen: eine Maschine, die ein ganzes Gebäude einnimmt, und mannshohe Papierrollen.

Wir feiern die Weltmeisterschaft. Feiern Sie mit. Kick’n’Drive - Großer Fußball-WM-Tag in Ihrer Mercedes-Benz Niederlassung Frankfurt/Offenbach . Expertenrunde - Diskussion rund um die WM . Torwandschießen - Sichern Sie sich f�r jeden Treffer (von 6 Versuchen) 1.000 EURO f�r Ihren "Alten" . Wettschießen - Schießen Sie h�rter als alle Anderen und gewinnen Sie ein originales Deutschlandtrikot . B�lle raten - richtig liegen und einen Original WM-Ball gewinnen . Fotoshooting mit Eintracht-Maskottchen Attila und Vieles mehr! . Afrikanische Spezialit�ten

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AUS DER REGION

INFORMER MAGAZINE Offenbach / Jun 2010

U N S E R E

W E R B E P A R T N E R

Prioritätenliste für Ganztagsschulen Der Kreisausschuss hat eine Prioritätenliste für ganztägig arbeitende Schulen – „Ganztagsschule nach Maß“ - für das Schuljahr 2010/2011 beschlossen. „Diese Prioritätenliste melden wir an das Land Hessen“, erklärte Landrat Oliver Quilling. „Ziel ist es, diese Schulen zu Schulen mit pädagogischer Mittagsbetreuung beziehungsweise Offenen Ganztagsschulen weiterzuentwickeln.“ Gemeldet werden für das Schuljahr 2010/11 die Hans-Christian-AndersenSchule in Neu-Isenburg, die Waldschule in Obertshausen, die Brüder-GrimmSchule in Mühlheim, die Carl-Orff-Schule in Rodgau, die Geschwister-Scholl-Schule in Langen und die Aueschule in Dietzenbach.

Veranstaltungskalender für den Sommer Was ist im Sommer in der Region Offenbach los? Der aktuelle Veranstaltungskalender für Stadt und Kreis Offenbach ist erschienen. „Nicht nur die Highlights aus den einzelnen Kommunen, sondern auch die Übersicht über die Kerbtermine sind hier zu finden“, freuen sich Landrat Oliver Quilling und der Oberbürgermeister der Stadt Offenbach, Horst Schneider. Den ganzen Sommer lang bieten der Kreis und die Stadt Offenbach Kunst, Kultur und Spaß – alles live, meist im Freien und stets spannend oder unterhaltsam. Zahlreiche Feste unterhalten

und begeistern Junge und Junggebliebene. Mit dem Veranstaltungskalender lädt die Region Offenbach zur Entdeckungsreise ein. Es gibt Vielfalt, Schräges, Schönes und Hochkultur ebenso zu erleben wie die eigene Stadt neu zu entdecken. Der Veranstaltungskalender ist in allen Rathäusern der Städte und Gemeinden, im Kreishaus in Dietzenbach sowie im OF InfoCenter erhältlich. Außerdem kann er im Internet unter www.kreis-offenbach. de heruntergeladen werden.

IHK-Konjunkturumfrage: Klimaindex gestiegen Langsam, aber stetig erholt sich die Wirtschaft in Stadt und Kreis Offenbach von ihrer schwersten Krise seit Beginn der regelmäßigen Konjunkturbefragung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main vor rund 40 Jahren. Dr. Bernhard Mohr, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer: „Der Klimaindex überschritt mit 108,7 Punkten erstmals seit Januar 2009 wieder die magische Grenze von 100 Punkten. Damit stieg der Index innerhalb dieses Zeitraums um fast 40 Punkte, nachdem er allerdings in knapp 20 Monaten zuvor um mehr als 60 Punkte abgestürzt war.“ Großen Anteil an der besseren Stimmung in der Wirtschaft hätten weiterhin die Einschätzungen bezüglich der künftigen Entwicklung. Hier steige der Optimismus seit über einem Jahr deutlich an. Die aktuelle wirtschaftliche Lage lasse allerdings bei vielen Firmen noch zu wünschen übrig.

Cranberry Company Wo Cranberry und Gourmet sich treffen! Die originalen Powerbeeren aus Kanada, seit Jahren als Heilmittel bekannt, sind jetzt auch in Europa von allen Feinschmeckern hochgeschätzt. Mitte des Indian Summer werden die Cranberries geerntet und in einer exklusiven Gourmet-Linie verarbeitet. Besuchen Sie uns auf unserer Website: www.cranberrycompany.de

Weingut & Hotel Castello Ducale Erlesene und historische Weine aus dem Herzen Kampaniens - Weine, die Ihre Neugier wecken. Wir laden Sie ein, einen unvergesslichen Urlaub in den historischen Kulissen von Castello Ducale zu erleben und den Ursprung der Weine zu entdecken.

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INFORMER MAGAZINE Offenbach / Jun 2010

U N S E R E

DER ZEITSTRAHL-WEG Grube Messel: Viereinhalb Milliarden Jahre Erdgeschichte in 5000 Schritten erleben schnitt der Erdurzeit zu erwandern. Primitive Einzeller waren in diesem Abschnitt für lange Zeit die einzige Lebensform auf der Erde. Die nächsten 330 Schritte gelten dem Erdaltertum, mit dessen Beginn das Leben auf dem Planeten schlagartig an Vielfalt und Formenreichtum gewann. Weitere 200 Schritte stehen für das Erdmittelalter, das Zeitalter der Dinosaurier. Geht man 70 Schritte weiter, hat man die Erdneuzeit durchlaufen, an dessen Ende der Mensch und seine Vorfahren auf der Bildfläche erschienen. Allein der allerletzte von 5.000 Schritten steht für den kurzen Zeitraum, der die gesamte Geschichte des modernen Menschen, des Homo sapiens, ausmacht. Der Zeitstrahl-Weg wurde von der „Interessengemeinschaft zur Erhaltung der Grube Messel (IG Messel)“ eingerichtet. Für weitere Informationen liegt im Fossilien- und Heimatmuseum sowie im Besucher- und Informationszentrum ein Faltblatt aus.

Foto: Carlo-Schrodt/pixelio

Kaum jemand kann sich die Dimensionen der viereinhalb Milliarden Jahre umfassenden Erdgeschichte vorstellen. Wann haben sich etwa erste Ozeane und Kontinente gebildet, wann kamen Lebewesen dazu, seit wann wandeln Menschen auf dem Erdball und wie steht all das in Bezug zueinander? Um die wichtigsten Phasen der Entwicklung der Erde in ihrem zeitlichen Umfang anschaulich und erlebbar zu machen, wurde der „Zeitstrahl-Weg“ geschaffen. Er verbindet seit Anfang Mai die Grube Messel mit dem Fossilien- und Heimatmuseum Messel über 3,5 Kilometer, die bei einer Schrittlänge von 70 Zentimetern in 5.000 Schritten abgelaufen werden können. Dabei entspricht jeder Schritt rund 900.000 Jahren Erdgeschichte. Am Wegrand sind Stelen mit Jahresangaben aufgestellt, auf denen sich wichtige Zeitpunkte der Erdgeschichte nachlesen lassen. So muss man beinahe 4.400 Schritte gehen, um den Zeitab-

Wohlklang und außergewöhnliche Vorträge Wohlklang im Konferenzsaal der Sparkasse Offenbach mit abendlichem Metropolenblick, außergewöhnliche Reden im Metzlerschen Badetempel: Die Kammermusikreihe „Senza Piano“ und die Vortrags- und Lesungsreihe „Ariadnes Fäden“ sind in ihrer zweiten Saison. „Senza Piano – Wohlklang mit Panoramablick“: In diesem Rahmen tritt die Mannheimer Sopranistin Sabine Goetz gemeinsam mit dem Berliner Cembalisten Prof. Florian Heyerick auf (14. Juni). Mit Solobläsern der Frankfurter Oper ist das „Trio Pleyel“ besetzt, das neben Klassikern von Bach oder Mozart auch eine Uraufführung des jungen Offenbacher Komponisten Adrian Nagel musizieren wird, der im vergangenen Jahr den ersten Preis des SchülerKompositionswettbewerbs der Berliner Philharmoniker gewann (14. September). Ein Konzert der Kammermusikakademie der Fränkischen Musiktage rundet das Programm ab (8. November). In der Reihe „Ariadnes Fäden – Wege aus dem Labyrinth“ im 1798 erbauten Metzlerschen Badetempel wird die Welt erneut aus ungewöhnlichen Perspektiven beleuchtet. Prof. Dr. Albrecht

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Beutelspacher, Deutschlands wohl beliebtester Mathematiker, spricht über den Fußball als mathematisch-sportlich-kulturelles Objekt (6. Juli). Die Frankfurter Psychoanalytikerin Rotraud De Clerck referiert über die in ihren letzten Lebensjahrzehnten in Neu-Isenburg wirkende Kämpferin für soziales und feministisches Engagement, Bertha Pappenheim - identisch mit Siegmund Freuds paradigmatischer Patientin „Anna O.“. Der Schauspieler Helmut Winkelmann liest dazu originale Texte (5. Oktober). Als Weihnachtslesung mit Musik wird Leo Tolstois „Schneesturm“ zu hören sein (7. Dezember). Veranstaltet wird die Kammerkonzert- und Vortragsreihe vom Forum Kultur und Sport der Stadt Offenbach in enger Zusammenarbeit mit der Sparkasse Offenbach, die nicht nur ihren attraktiven Saal stellt, sondern auch wirtschaftlich die Hälfte der Aufwendungen trägt. Eintrittskarten sind zu 9 Euro (ermäßigt 6 Euro) vier Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung im OF-Info-Center, Salzgässchen 1, erhältlich. Telefon: 069 / 80 65-2052, E-Mail: info@ofinfocenter.de.

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STADTGESPRÄCH Ich verstehe leider nicht so viel von Fußball, aber von dem Fieber, welches sich bei einer WM verbreitet, lasse ich mich auch gerne anstecken. Ich hoffe natürlich auf eine erfolgreiche Teilnahme der deutschen Mannschaft und – das noch viel mehr – auf einen sportlichen, attraktiven und friedlichen WM-Ablauf in Südafrika. Den Organisatoren drücke ich genau so die Daumen wie den Sportlern und den Zuschauern. Ich werde die Weltmeisterschaftsspiele mit großem Interesse verfolgen. Ob ich mir ein Spiel komplett ansehe, werde ich von den beteiligten Mannschaften und natürlich von meinem Terminkalender anhängig machen.

Dagmar B. Nonn-Adams Bürgermeisterin von Seligenstadt

Klar freue ich mich auf die Weltmeisterschaft. Das ist alle vier Jahre der Höhepunkt für alle, die sich für Fußball interessieren. Ich hatte ja schon einmal das Glück als Trainer bei einer Fußball-WM direkt dabei zu sein und weiß, wie auch bei den Spielern das Fieber steigt. Ich denke, dass es eine andere WM sein wird, als z.B. 2006 in Deutschland. Das Klima, die Mentalität der Afrikaner, die Entfernungen, das ist alles nicht mit Deutschland zu vergleichen. Aber ich gehe auch davon aus, dass organisatorisch alles klappen wird und wir eine tolle WM sehen werden. Ich glaube, die deutsche Mannschaft wird auf alle Fälle das Viertelfinale erreichen, weil sie eine erfahrene Turniermannschaft ist. Die WM-Zeit wird für mich eine Kombination aus der Vorbereitung für die kommende Bundesliga-Saison und Urlaub sein. Ich werde nicht persönlich in Afrika sein, aber mir möglichst viele Spiele am Fernsehen anschauen.

Steigt das WM-Fieber?

Michael Skibbe Trainer von Eintracht Frankfurt

Nur noch wenige Tage, dann beginnt das größte Sportereignis des Jahres: Mit dem Spiel des Gastgebers gegen Mexiko wird am 11. September die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika eröffnet. Gerade weil sie nur alle vier Jahre stattfindet, ist die WM eine Veranstaltung, die Milliarden von Menschen in aller Welt elektrisiert. Auch viele, die sonst dem Fußballsport eher reserviert gegenübersteht, lassen sich begeistern. Natürlich vor allem dann, wenn das eigene Land spielt. Die deutsche Nationalmannschaft greift am 13. Juni gegen Australien ins Geschehen ein. Daumen drücken heißt es dann vorerst noch am 18. Juni gegen Serbien und am 23. Juni gegen Ghana. Der INFORMER hat Persönlichkeiten aus der Region gefragt, ob auch bei ihnen das WM-Fieber steigt.

Ja, dass WM Fieber steigt auch bei mir. Für die Vorrunde haben ich sogar die Arbeitszeiten der Spätschicht in unserem Betrieb geändert oder verkürzt, um möglichst vielen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen die Gelegenheit zu ermöglichen, die Spiele live mitzuerleben. Privat sind bereits WM-Partys mit Leinwand und Beamer fest terminiert.

„Das WM-Fieber hat mich noch nicht so ganz gepackt. Wir haben aber schon genügend Bier gebraut, auch für den eigenen Verbrauch. Die WM werde ich mir in verschiedenen Gaststätten, aber auch zuhause anschauen. Ich bin zwar nicht ein so großer Fußball-Fan, aber wenn sportliche Großereignisse wie die WM oder auch die zu Ende gegangene Eishockey-WM anstehen, dann kann ich mich dafür begeistern. Immerhin war ich früher selbst Spitzensportler und mehrere Jahre Mitglied der Nationalmannschaft im Bogenschießen.“

IHK-Präsident

Alfred Clouth

Robert Glaab

Brauereichef aus Seligenstadt

VERANSTALTUNGSKALENDER DIETZENBACH

HEUSENSTAMM

„Swing und mehr“ mit „Lady Bass & Mr. Piano“ und „Drive Vater und Sohn“, Gaststätte „Zum Hügeleck“, 09.06., 19 Uhr

Sommerausstellung des Künstlervereins Heusenstamm, Haus der Stadtgeschichte, Eckgasse 5; Vernissage am 04.06., 20 Uhr; bis 13.06., Sonn- und Feiertag 11-19 Uhr, Sa 14-19 Uhr, Di - Fr 15-17 Uhr

Jatzen und Schmatzen: Wilson de Oliveira Quartett, Galao Parkcafé, 27.06. Kirchenkonzert in St. Martin mit Werken von Händel; Martina Garth, Sopran, Wolfgang Valerius, Orgel; 28.06., 17 Uhr

DREIEICH Burgfestspiele Dreieichenhein: Auftakt mit „Der Tartüff“ nach Molière auf hessisch mit Michael Quast, 29.06. (öfftl. Generalprobe), 30.06. (Premiere), 01.07., 02.07., 05.07.jeweils 20 Uhr; „Isch glab dir brennt de Kittel!“ – Hessischer Abend mit Walter Renneisen, Ulrike Neradt und Alfons Nowacki, 03.07., 20 Uhr; „Von Verdi bis Puccini“ – Italienische Opernnacht, 04.07., 20 Uhr

Gemeinsames Chorkonzert der Evangelischen Kantorei und der Tonbridge Philharmonic Society, Junge Sinfoniker Hessen, Werke von Mendelssohn und Schubert, Pfarrkirche Maria Himmelskron, 06.06., 18 Uhr

LANGEN „So Succeso“: Brasilianische Hits, Sommerfest mit Buffet; JazzInitiative Langen, Alte Ölmühle, 19.06., 20.30 Uhr

Mozarts „Entführung aus dem Serail“ in der Harmoniemusik-Fassung, Ensemble Rhein-Main (hr-Sinfonieorchester), ev. Petrusgemeinde, Bahnstr. 46, 20.06., 17 Uhr; Einführungsvortrag um 16:30 Uhr.

trostationen, aber auch an die Ufer der Seine oder auf eine Hochzeit in Osteuropa; Mausoleum Rumpenheim, 11.06., 20.30 Uhr

MÜHLHEIM Künstlerfest der Mühlheimer Künstler-Werkstatt, Willy-BrandtHalle incl. Außenbereich, 20.06.

24. Mainuferfest zwischen Büsingpalais und Isenburger Schloss, Fest der Vereine mit buntem Kultur-, Musikund Sportprogramm, 26./27.06.

NEU-ISENBURG

RÖDERMARK

28. Neu-Isenburger Altstadtfest: Auf der Bühne am Markplatz und in den Gassen spielen von Freitag bis Sonntag viele Bands und es stehen Vorführungen der Isenburger Vereine auf dem Programm. An den Ständen wird Kunst und Kitsch, Nippes und Nützliches feilgeboten. 25. bis 27.06

Literarischer Vortrag mit Dr. Böhle: Choderlos de Laclos – „Liaisons dangereuses“, Kulturhalle Rödermark (Graf-Reinhard-Saal), 11.06., 20 Uhr

Sommerkonzert: Werke von Telemann, Vivaldi, Sammartini, Beck und J. Haydn, Ev. Kirche Gravenbruch, 27.06., 18 Uhr

Dürrenmatt: „Der Besuch der alten Dame“, Capitol Theater Offenbach, 17.06., 20 Uhr, Einführung: 19.15 Uhr

RODGAU Spargelfest des TCR Dudenhofen, Gänsbrüh, 05./06.06.

OFFENBACH

SELIGENSTADT

„Der grüne Pelikan“: phantastisches Stück für zwei Frauen und eine Geige von Birgit Schön, Theater im t-raum, Wilhelmstr. 135., 12. und 19.06., jeweils 20 Uhr

Kinder-Theater im Jakobsaal: „Die Puppe Mirabell“ - ein Theaterstück von Astrid Lindgren in deutscher Uraufführung, Klexs-Theater, Jakobsaal im St.-Josefhaus, 19.06., 15 Uhr

„Les Yeux d‘la Tête“: Die sechs Musiker aus der Seine-Metropole, schier platzend vor Energie und Spielfreunde, entführen in die Spelunken von Paris, in die ganz eigene Untergrund-Welt der Me-

Serenadenkonzert zur Mittsommernacht: Stimmungsvolle Liebes- und Abendlieder, Vox Musica Seligenstadt, Rathausinnenhof, 26.06., 20.30 Uhr

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