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PRINT-EDITION AUGUST 2016

Foto + Edit: INFORMER bildproduktion

POLIT-SPEZIAL Dr. Richard Kiessler Langjähriger NRZ-Chefredakteur

„Es war die Vorstellung von freier Presse.“ 70 JA H R E N R Z : Z E I T ( U N G S ) G E S C H I C H T E VO N D E N IDEALEN DIETRICH OPPENBERGS BIS HEUTE.

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ieben Jahrzehnte, im Prinzip seit dem Ende der Nazi-Diktatur und dem Beginn einer freien Presse in Deutschland, eine Tageszeitung herauszubringen, ist vor allem eines: eine stolze Leistung! Es ist aber harte und fortwährende Arbeit, immer unter dem Druck der Konkurrenz. Der Essener Dietrich Oppenberg, Gründer der Neuen Ruhr Zeitung und NRZ-Herausgeber bis zu seinem Tode am 24. März 2000, legte den Grundstein – und mit seinen Idealen die Messlatte hoch. Männer wie der langjährige Chefredakteur Dr. Richard Kiessler und der heutige Herausgeber Heinrich Meyer resümieren. Zeiungsgeschichte made in Essen… ab Seite 9

ESSEN HAT GEFORDERT, NRW ENTSCHIEDEN

Mehr Polizei für Essen: Rechtsfreie Räume gibt es nicht, Brennpunkte schon. Seite 13

Die Lebenslüge der Petra Hinz : Wurde die Essener Bundestagsabgeordnete politisch erpresst? Immer wieder kursierten Vermutungen in der Essener SPD über ihren frei konstruierten Lebenslauf, um nach einiger Zeit wieder in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Zufall? War Petra Hinz am Ende vielleicht doch nicht nur Täter, sondern auch Opfer zugleich? Es verdichten sich die Indizien, dass nicht jeder so ahnungslos war, wie er es vorgibt zu sein. Und jedem – vom Amts- und Mandatsträger bis zum Polit-Laien – dürfte klar sein: Das Bekanntwerden einer solchen Lüge kommt einem politischen Aus gleich. Ihr Lebenslauf-Schwindel machte Hinz für jeden Mitwisser erpressbar. Einer zumindest sagt: „Ich wusste, dass sie kein 2. Staatsexamen hat, und habe sie damit klein gehalten. Und andere haben von mir gelernt.“ … ab Seite 4

DER DEAL UM DIE FLÜCHTLINGS-IMMOBILIE

Das Millionen-Geschäft des Arndt Gabriel: Welche Rolle spielt Alan H.? Seite 14

MÄNNERDOMÄNE WOHNUNGSWIRTSCHAFT?

Bei der Essener Wohnbau eG schwingt jetzt eine Frau das technische Zepter. Seite 17

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IN DIESER AUSGABE

AUS DER REDAKTION Foto: Christoph Bubbe

Einblicke in unseren Recherche-Alltag

BUNDESWEIT: INFORMERRECHERCHE SORGTE FÜR MEDIENRUMMEL Kollege Pascal Hesse plötzlich auf allen Kanälen. ‚Hesse ist überall‘ – nicht nur für seine Polit-Kolumne, sondern auch im TV. Und seine Recherchen zum Fall Hinz hat er längst noch nicht abgeschlossen, wie der INFORMER-Redakteur durchblicken ließ. ab Seite 4

9 – 12 Titelstory

13 – 15 Politik Essen fordert, NRW hat entschieden: Mehr Polizei für die Ruhrmetropole Die Geheimsache Gabriel, Teil II: Welche Rolle spielt Alan H.? Kommentar – Essener SPD-Mandat: Gabriel lässt ruhen Polit-Kolumne – Essener SPD-Mandat: Hinz legt nieder

16 – 17 Wirtschaft & Immobilien

REGIONAL: ERINNERUNGEN AN DIE URSPRÜNGE Die NRZ ist die zweitgrößte Tageszeitung in unserer Region. Und es gibt sie schon seit 70 Jahren, genauer: seit dem 13. Juli 1946. Verglichen damit ist der INFORMER noch ein ‚Kleinkind‘: Erstausgabe Oktober 1993. Während seiner Zeit bei der Jugendpresse war INFORMER-Herausgeber Ralf Schönfeldt (r.) oft im Büro von NRZ-Gründer

4 – 6 Polit-Spezial Die Lebenslauf-Lüge der Petra Hinz: War die Essener Bundestagsabgeordnete Täter und Opfer zugleich? In eigener Sache: Wieder ein Skandal, wieder die SPD. Wir haben uns das nicht ausgesucht. Wir berichten. Kommentar – Fatales Signal: Unterm Strich bleibt die Summe der Lügen Die Neue Ruhr Zeitung – Zeitungsgeschichte made in Essen Interview Heinrich Meyer – Herausgeber der NRZ seit 2000 70 Jahre NRZ – Das Buch von Sebastian Sasse Interview Richard Kiessler – NRZ-Chefredakteur 1994–2007

Foto: Christoph Bubbe

Entspannt an unserer August-Ausgabe arbeiten, war nicht. Nach dem Aufdecken der Lebenslauf-Lüge der Bundestagsabgeordneten Petra Hinz war das mediale Interesse enorm. Fernseh-Teams – wie hier die Kollegen von N24 – gaben sich in unserer Redaktion die Klinke in die Hand – und unser

In dieser Ausgabe

Immobilien-News im August Jetzt wird‘s spacig: Living Space baut, Vivawest kauft – 3 Fragen an Claudia Goldenbeld, Geschäftsführerin Vivawest Wohnen

Dietrich Oppenberg; das letzte Mal 1989. Beim Gespräch im Konferenzraum der Neuen Ruhr Zeitung mit dem heutigen Herausgeber Heinrich Meyer (l.) brannte unserem Chef daher eine ganz private Frage auf der Seele: „Herr Meyer, darf ich mal Ihr Büro sehen?“ Er durfte. ab Seite 9

18 – 19 Gesundheit Spezial zum Thema Kopfschmerz: Hirnfrost – Erst der genüssliche Biss ins Eis, dann der Schmerz Wenn der Schmerz chronisch ist – Kliniken Essen-Mitte starten Yoga-Studie Foto: Pascal Hesse

20 – 21 Tipps & Termine

GLOBAL: KULINARISCHE WELTREISE – LEIDER OHNE UNS ... UND DOCH NICHT GANZ OHNE Am 1. Juni brachen die Essener Alice Lambert und Eike Hoffmann zu ihrer zweijährigen Reise rund um den Globus auf. Ihr Ziel: Die Welt entdecken und mit ihr auch die Essgewohnheiten anderer Länder. Für das Gastronomie-Konzept

22 – 23 Kultur-Thema des Monats Grillen, Kicken, Schlemmen und guter Jazz: Der August lässt die Qual der (Aus)Wahl ‚Mongo‘s‘ sind sie unter anderem als Food-Scouts unterwegs. Während die beiden schon auf gepackten Koffern hockten, aber noch bevor ihr Flieger abhob, traf INFORMER-Mitarbeiter Artur Hanke (l.) die beiden Weltenbummler. Und nun ist er da, der erste Reisebericht! Seite 26

Sie sind dann mal weg: Essener Paar reist zwei Jahre um den Globus ... … und der INFORMER bleibt am Ball.

26 – 27 Zu guter Letzt Der INFORMER Rück- und Ausblick: Was hat die Stadt bewegt, was wird sie bewegen?

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24 – 25 Reise

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IN DIESER AUSGABE Foto: Gerd Lorenzen

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Foto: Lars Riedel

Wo früher die Bergleute in die Teufe fuhren, lebt es sich heute wie Gott im Pott. Die Gourmetmeile ‚Metropole Ruhr‘ bittet zu Tisch.

Anpfiff für den Eggers-Cup! Das Fußball-Turnier soll ein schweres Thema ins öffentliche Bewusstsein rücken: psychisch erkrankte Jugendliche.

Foto: Christoph Bubbe

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2.000 Sitzplätze und 23 Gastronomen, die sich der Herausforderung stellen, vor Ort tausende Besucher kulinarisch zu begeistern. Kurz: Rü... Genuss pur!

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Jeder macht gerne Pläne für den Sommerurlaub, niemand für den gesundheitlichen Ernstfall oder das eigene Ableben. Doch eine schwere Krankheit oder ein Unfall kann jeden treffen. Ganz plötzlich ist der Alltag vorbei. Dann ist man vielleicht sogar nicht mehr in der Lage, über sein eigenes Leben zu entscheiden. Für einen solchen Fall sollte jeder mit einigen grundlegenden Maßnahmen schon heute vorsorgen.

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Einen umfassenden Einstieg in das Thema Vorsorge bietet die „Essener Vorsorgeveranstaltung“. Die nächste Veranstaltung findet am 5. September 2016 (Mo) um 14:00 Uhr am Universitätsklinikum Essen statt. Neben informativen Fachvorträgen von unabhängigen Experten wird es ein Forum für Fragen und Diskussionen mit Vorsorgefachleuten geben. Mit der interaktiveren Gestaltung der Veranstaltung wird den Teilnehmern in diesem Jahr mehr Gelegenheit für die Klärung individueller Anliegen geboten.

Die Plätze sind begrenzt. Bitte melden Sie sich frühzeitig bei der „3. Essener Vorsorgeveranstaltung“ unter dem Stichwort „Informer“ an: Tel.: (0201) 723-4699 Hufelandstraße 55, 45147 Essen, E-Mail: info@universitaetsmedizin.de www.universitaetsmedizin.de, Spendenkonto: DE 09 3702 05 0005 0005 0005

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POLIT-SPEZIAL

WAR PETRA HINZ

IHREN LEBENSLAUF HAT SIE GEFÄLSCHT:

VS. In ihrer Vita hat Petra Hinz gelogen: Sie hat weder Abi, noch das erste oder zweite Staatsexamen abgelegt. Juristin ist sie ebenso wenig.

VS. 1. RUNDE

DHB-POKAL FINAL4 HALBFINALS

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ür Petra Hinz ist die politische Laufbahn zu Ende. Aufgebaut ist sie auf einer unglaublichen Lebenslüge, die sie fast 30 Jahre lang zumindest vor der Öffentlichkeit geheim halten konnte. Doch ebenfalls vor den eigenen Sozialdemokraten in ihrer Partei? Hinz hat kein Abitur gemacht, sie hat nie studiert, nie das erste und nie das zweite Staatsexamen abgelegt. Und Juristin, so wie es bei der Bundestagswahl auf dem Stimmzettel stand und in ihrer Biographie beim Deutschen Bundestag bis vor wenigen Tagen nachzulesen war, ist die Hochstaplerin ebenfalls nicht. Wesentliche Elemente ihres Lebenslaufs sind erstunken und erlogen, darunter die Jahre, die Hinz als Juristin in einem großen Unternehmen tätig gewesen sein will. INFORMER-Redakteur Pascal Hesse hat die Lebenslüge der Petra Hinz aufgedeckt. Sie stellt einen bislang einmaligen Vorgang in der Bundesrepublik Deutschland dar, geht weiter als jedes Plagiat von Doktorarbeiten. Die INFORMER-Recherche hat bundesweite und internationale Wellen geschlagen. Die Frage nach dem ‚Warum?‘ hat die Abgeordnete, die nun ihr Mandat niederlegen will,

bislang nicht beantwortet. Sie ist abgetaucht, für die Presse nicht erreichbar. Wir liefern die Geschichte zur umfangreichen Recherche. Und stellen die Fragen, die geklärt werden müssen: War die Essener Bundestagsabgeordnete Täter und Opfer zugleich? Wer wusste alles von der Fake-Biographie der Petra Hinz? Und wer hat die Politikerin womöglich unter Druck gesetzt, gar die nette und bescheidene Bundestagsabgeordnete von nebenan damit politisch erpresst? Sei es in der Wochenzeitung DIE ZEIT, im SPIEGEL, im FOCUS oder der Süddeutschen Zeitung - bedeutende Medien im ganzen Land wollen wissen: Nutzten politische Mitstreiter die Lebenslüge der Petra Hinz zu ihrem politischen Vorteil? Einer, der da gar nicht erst drum herum redet, spricht gegenüber dem INFORMER Klartext. Sein Name ist wahrlich nicht unbekannt: Es ist Willi Nowack, der einst mächtige Chef der Essener SPD-Ratsfraktion. Der einstige Zampano der Essener Sozialdemokraten macht deutlich: „Es gab immer Zweifel und Gerüchte um die berufliche Qualifikation von Petra Hinz. Dies war auch vielen Personen in den Führungspositionen der Essener SPD bekannt, auch ich wusste davon.“ Nowack

Als einer der ersten bundesweiten Medien greift SPIEGEL Online den Fall Hinz auf. Zunächst nannten die Hanseaten jedoch die WAZ / NRZ als Quelle der Recherchen. Ursache war eine fehlerhafte Mitteilung, die über die Deutsche Presse-Agentur herausgegeben wurde. In Hamburg korrigierte man den Fehler jedoch schnell.

Viele große deutsche Medien haben die Recherchen zur Lebenslauf-Lüge aufgegriffen und den INFORMER als Quelle richtigerweise genannt. Darunter namhafte Vertreter wie die Süddeutsche Zeitung. Vor allem der Beitrag auf dem journalistischen Branchendienst ‚MEEDIA‘ der Handelsblatt-Verlagsgruppe machte deutlich, wer den Scoop landete.

Nicht nur schreibende Kollegen erkannten die Tragweite. Live-Schalten im TV, on Air im Radio – u. a. das ZDF ist eigens mit einem großen Team nach Essen gefahren, um für ‚ZDF heute in Deutschland‘ über die Recherche zur Lebenslauf-Lüge der Essener Bundestagsabgeordneten Petra Hinz zu berichten.


POLIT-SPEZIAL

TÄTER UND OPFER ZUGLEICH?

WURDE SIE DAMIT POLITISCH ERPRESST? nennt im Gespräch Namen. Und er wird auch seine Person betreffend deutlicher: Ihm waren so einige Schwachpunkte in der Biografie der Petra Hinz bekannt.

„Im Ortsverein Frohnhausen und auf der Unterbezirksebene hatte Petra Hinz in den 1980er Jahren ursprünglich als Jurastudentin kandidiert. Leider ohne Abi! Sie bezeichnet sich heute als Juristin. Eine ungeschützte Bezeichnung, die ohne Qualifikation verwendet werden kann.“ Ein der Redaktion bekannter Informant aus der Essener SPD Nowack: „Ich wusste damals, dass Petra kein zweites Examen hatte und habe sie damit in der Ratsfraktion klein gehalten“, erinnert sich Nowack im Gespräch mit dem INFORMER. Heute brüstet sich der Altenessener gerne als derjenige, von denen viele der heutigen Politgrößen in der Essener SPD einst gelernt haben. Das kann durchaus möglich sein. Das wirft Fragen auf: Was wusste der heutige SPDChef und NRW-Justizminister Thomas Kutschaty wirklich? Was wusste die Stellvertreterin von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in der NRW-SPD, die Essener Landtagsabgeordnete Britta Altenkamp? Was wusste der Europaabgeordnete Jens Geier? Was wusste der heutige Landtagsabgeordnete Peter Weckmann? Welche Rolle spielte Hinz‘ politischer Ziehvater Otto Reschke wirklich? In unseren Recherchen taucht rasch ein böser Verdacht auf: Nutzten einige Genossen das große Geheimnis in bestimmten Situationen aus, um Hinz „auf Linie“ zu halten? Unabhängig voneinander erzählten uns mehrere Personen aus ihrem persönlichen Umfeld von Drohun-

gen, die ihr einst den weiteren Aufstieg zur Parteivorsitzenden in Essen mehr als madig machten. Am Ende kandidierte nicht Hinz, sondern jemand anderes für den Vorsitz. Alles drohte aufzufliegen. Der Rüttenscheider Rechtsanwältin Birgit Rust, einst Vorsitzende im SPD-Ortsverein Holsterhausen, war Petra Hinz schon vor Jahren auffällig: ‚Ich war Refrendarin beim Landgericht Essen und habe sie damals gefragt: ‚Wo machst Du dein Refrendariat. Sie nannte die Stadt Siegen. Auffällig war: Sie kannte gar nichts von den Abläufen eines Studiums und eines Refrendariates.“ Otto Reschke, den Rust als Hinz‘ ‚großen Förderer‘ beschreibt, gibt sich auf Rückfrage wortkarg. Und will beantwortet die Fragen der Redaktion nur äußerst zurückhaltend und begrenzt. „Ich habe von den falschen Angaben im Lebenslauf von Frau Hinz durch die Mitteilung der Kanzlei Heinemann & Partner (...) erfahren“, schreibt der ehemalige Abgeordnete. Rechtsanwältin Rust macht jedoch deutlich: „Sie hat aus meiner Sicht nichts gemacht, was Otto Reschke nicht gewusst hatte. Sie sollte ihn politisch beerben. Ohne ihn wäre sie nie

„Ich bin überrascht, dass alle so überrascht sind.“ Birgit Rust, Rechtsanwältin aus Rüttenscheid

In eigener Sache: Ja, wir sind einseitig, sowas von einseitig!

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ugegeben, diese Ausgabe ist einseitig. Politisch betrachtet könnten wir es diesmal glatt mit dem VORWÄRTS, der Parteizeitung der SPD, aufnehmen. In unserem neuen INFORMER geht es in erster Linie um Sozialdemokraten. Unsere Titelgeschichte zur NRZ ist zugleich auch die Geschichte von Dietrich Oppenberg, einem Sozialdemokraten. Mit dabei der langjährige Chefredakteur der NRZ und ehemalige Spiegel-Korrespondent Dr. Richard Kiessler, ein Sozialdemokrat. Und da ist auf der anderen Seite auch die Lebenslüge der Petra Hinz, einer Sozialdemokratin, die es vielleicht bald nicht mehr ist. Sofern ihre Partei sie vor die Tür setzt. Außerdem gibt es einen Ratsherrn, der mit Flüchtlingsunterkünften Millionen scheffelt und – wer hätte es erwartet? – auch Sozi ist. Welches Parteibuch seine Hintermänner haben, können wir aktuell noch nicht sagen. Wenn jetzt eingefleischte Christdemokraten fragen sollten, wieso sie so unterrepräsentiert sind, dann hätte ich da eine Antwort: Die CDU in Essen ist aktuell vor allem eines – skandalös langweilig. Während sich dieser Tage viele Genossen an der Basis fast schon ein wenig mehr Langeweile von ihrer alten Tante SPD hier in Essen wünschen würden. Und hätten bestimmt gerne auf so manche

Schlagzeile der letzten Monate verzichtet. Wie etwa auf die der ehemaligen Parteichefin Britta Altenkamp, die in einer beispiellosen, öffentlichen Selbstdemontage sich und ihren eigenen Oberbürgermeister abschoss. Oder der Fall Guido Reil, ein Ratsherr aus Karnap, der mit seinen Sorgen nicht integriert werden konnte. Das wirft Fragen auf, etwa wie es dann erst mit dem eigenen Stammklientel im Essener Norden bei der nächsten Wahl laufen soll, sofern sie überhaupt noch wählen gehen? Oder hat man sie schon zugunsten der AfD abgeschrieben? Für Schlagzeilen sorgten die intransparenten Geschäfte des besagten Ratsherrn Arndt Gabriel. Nein, liebe SPD, soviel Einseitigkeit ist von uns nicht gewollt. Sie ist hausgemacht. Was wir wollen ist Glaubwürdigkeit. Deswegen schließen wir auch vor Missständen nicht die Augen. Und das sollte auch eine Volkspartei in der aktuellen Situation nicht tun. Als SPD-Mitglied kann es nur ein Ziel geben: Glaubwürdigkeit zurückgewinnen! Der Verdacht, dass wie im Fall der Petra Hinz letztlich Abhängigkeiten über politische Karrieren in Essen entschieden haben, wiegt schwer und muss schnell aufgeklärt werden. Auch wenn die Wahrheit schmerzt. Denn sonst leidet letztlich nicht nur die SPD, sondern die Demokratie. Jöran Steinsiek ANZEIGE

in den Bundestag gekommen. Davon bin ich überzeugt.“ Echte Juristen, da ist sich Rust sicher, gingen anders vor. Rust: „Auf einem Nominierungsparteitag zum Stadtrat hat man sich auch über Petra Hinz und ihren behaupteten beruflichen Werdegang unterhalten.“ Rust schmunzelt und sagt dann: „Ich bin überrascht, dass alle so überrascht sind. Dass der Lebenslauf nicht stimmig ist, muss vielen aufgefallen sein. Das war damals offenkundig.“

Live aus der Berliner Philharmonie

in der LICHTBURG

„Lebenslauf gefälscht – Hinz legt Bundestagsmandat nieder“, heißt es online bei der Tageszeitung DIE WELT. Darin eingebettet: ein Interview zur Recherche, das unser Redakteur kurz zuvor dem Sender N24 gegeben hatte. Später zieht DIE WELT sogar Parallelen zu Trump und Erdogan: Beide hätten ebenfalls Passagen ihres Lebens erfunden, an die sie mittlerweile selber glauben.

Beim WDR stehen Mitglieder der Redaktion gleich mehrfach vor der Kamera: Lokalzeit Ruhr, Aktuelle Stunde – jedes Format brachte seinen eigenen Beitrag. Und auch bei den Radiosendern des Westdeutschen Rundfunks lief der Polit-Skandal dieses Sommers über den Äther – auf WDR 2 und WDR 4 mit O-Tönen aus unserer Redaktion.

FR

26.08.

18 : 3 0 U H R

BERLINER PHILHARMONIKER LIVE IM KINO KONZERT ZUR SAISONERÖFFNUNG

„Wer ist Petra Hinz?“ Dieser Frage ging der FOCUS auf vier Seiten nach. Die Ausgabe des Nachrichtenmagazins erreichte uns kurz vor unserer eigenen Druckabgabe, in einer Nachtschicht, in der wir uns weitere Gretchenfragen zum Fall Hinz stellten: Wer wusste von der Lebenslüge? Wurde Hinz politisch unter Druck gesetzt? War die 54-Jährige am Ende Täter und Opfer zugleich?

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POLIT-SPEZIAL

DIE RECHERCHE HINTER DER STORY: Es ist der 24. Juni 2016. Eine E-Mail erreicht um 15.13 Uhr unsere Redaktion. Ihr Inhalt ist brisant, der Versender uns namentlich bekannt: „Sehr geehrter Herr Hesse, da Frau Petra Hinz, MdB, in ihrer Mail an die Genossinnen und Genossen Ehrlichkeit, Transparenz und Offenheit ankündigt, wäre doch mal interessant zu erfahren, wie sie ihre Bildungsbastel-Biografie erklären will? Im Ortsverein Frohnhausen und auf der Unterbezirksebene hatte Petra Hinz in den 1980er Jahren ursprünglich als Jurastudentin kandidiert. Leider ohne Abi! Sie bezeichnet sich heute als Juristin. Eine ungeschützte Bezeichnung, die ohne Qualifikation verwendet werden kann.“ Petra Hinz soll ihre Biografie in weiten Teilen frei erfunden haben? Die Redaktion kann das nicht recht glauben. So etwas würde doch irgendjemandem aufgefallen sein. Schließlich sitzt die 54-Jährige nicht erst seit gestern im Deutschen Bundestag. Aber: Es ist nicht der erste Hinweis dieser Art zu ihrer Person, der bei uns eingeht. Bereits vor Monaten wird uns telefonisch aus einer der Redaktion bekannten Quelle mitgeteilt: „Petra Hinz hat ihr zweites Staatsexamen nicht gemacht. Ihr Lebenslauf ist ein Fake.“ Damals ist uns der Hinweis zu unspektakulär. Wie legen ihn in die Ablage, wie so viele Hinweise, die bei uns eingehen - Material für künftige Geschichten, die noch nicht geschrieben sind. Doch jetzt ist unsere journalistische Neugier geweckt. Wir wollen herausfinden, was dran ist an dem schier unglaublichen Vorwurf. Wir wollen wissen: Ist Petra Hinz eine Hochstaplerin? Die Recherche beginnt. Es ist der 15. Juli. Bis zu diesem Tag haben wir ehemalige Schulfreunde gesucht, überprüft, wo Petra Hinz in ihrer Jugend und in ihrer Zeit als aufstrebende Nachwuchspolitikerin unterwegs war. Dann ereilt uns ein weiterer Hinweis: „Sie soll nur einen Hauptschulabschluss haben“, behauptet ein der Redaktion bekannter Informant. Wieder ist es jemand aus der Essener SPD, jemand, der offenbar noch eine Rechnung mit ihr offen hat. Auch er versichert uns: „Ich habe darüber bislang nur mit Euch darüber gesprochen. Macht was draus! Es wird Zeit, dass sie geht.“ Noch am selben Tag geht um 13.55 Uhr eine E-Mail an das Bundestagsbüro von Petra Hinz raus. Der Inhalt? Unspektakulär. Wir stellen eine Rückfrage zum den von uns erstmals in den Medien diskutierten „Offenen Brief“ von vermeintlich ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ihrem Büro. Im Brief ging es seinerzeit um Mobbing-Vorwürfe. „Sehr geehrte Frau Hinz,(...) erlauben Sie mir noch eine Rückfrage, da ich (...) auf der Webseite des Deutschen Bundestags und auf Ihrer Webseite dazu leider nicht fündig wurde:

Sie Ihr 1. Staatsexamen abgelegt? 5. Wann und an welcher Universität haben Sie Ihr Welche Schule haben Sie besucht, also wo zweites Staatsexamen abgelegt? Wir mahaben Sie Ihren Abschluss gemacht, und chen noch einmal deutlich, dass wir davon an welcher Universität haben Sie studiert ausgehen, dass Hinz den Vorwurf „schnell und ihre Staatsexamen abgelegt?“ Eigent- entkräften“ kann. Das sei schließlich auch lich sind die Fragen leicht zu beantworten. in ihrem Interesse. Wir machen aber ebenWenn man denn Antworten parat hat. Und falls deutlich, dass wir nicht klein beigeben nicht alles frei erfunden hat. werden. Es dauert keine Stunde; Petra Hinz Für den Fall, dass Petra Hinz nicht auf antwortet, um 14.36 Uhr: „Bitte ent- unsere Fragen antwortet, betont unser Ponehmen Sie weitere Informationen dem litik-Redakteur sanft: „Sofern Sie dem nicht Volkshandbuch vom Bundespräsidenten nachkommen wollen, kann ich aber auch bzw. dem Deutschen Bundestag.“ Das gerne die entsprechenden Landesjustizmachen wir nicht. Denn dort werden die prüfungsämter, die SPD-Bundestagsfrakentscheidenden Fration, den Deutschen ge nicht beantworBundestag oder tet. Und wir wissen das NRW-Justizmidurch eine Anfrage nisterium und das bei der BundestagsNRW-Schulminisverwaltung, das die terium in dieser SaLebensläufe von den che anfragen. Doch Abgeordneten selbst ich denke, dass dies zur Verfügung genicht notwendig sein stellt und ungeprüft muss, wenn an dem veröffentlicht werHinweis nichts dran den. Gut eine Stunde ist. Und davon gehe später hat Petra Hinz ich natürlich erst erneut eine E-Mail in einmal aus.“ Damit ihrem Postfach, um ist die E-Mail fertig. 15.46 Uhr. Diesmal Und geht raus, ab Die Wochenzeitung DIE ZEIT hat ebenfalls werden wir deutlinach Berlin. Nach dem Wocher, machen aber über Petra Hinz berichtet. Unser Redakeinen kleinen Fehler: teur Pascal Hesse war beim zweiseitigen chenende, am 18.Juli, Wir vergessen Hinz Artikel ‚Eine schrecklich nette SPD‘ als erreicht uns um 11.55 eine Frist zu setzen. Autor beteiligt. Auch der INFORMER fin- Uhr eine PressemitDennoch: die E-Mail det darin Erwähnung. Im ZEITraffer, dem teilung von Petra hat es in sich: „Leider Web-Video zur aktuellen ZEIT-Ausgabe, Hinz. Darin heißt es: beantworten weder relativiert der bekannte Journalist und „Ich habe (...) Thomas Kürschers Volkshand- Adolf-Grimme-Preisträger Jörg Thadeusz Kutschaty (SPD) mitbuch, 18. Wahlperiode, aus Dortmund den Inhalt der ZEIT-Aus- geteilt, dass ich meine noch die Internetseite gabe, nur nicht den Hinz-Beitrag. Der sei Bewerbung für eine des Deutschen Bundes- ein „ganz dickes, journalistisches Ding“. erneute Kandidatur tags meine Fragen zu Warum Petra Hinz der Lebenslauf-Schwin- für die SPD im BunIhrer Person.“ Wir ver- del gelang? Thadeusz: „Weil sie aus dem destagswahlkreis weisen auf den Offenen Chicago der deutschen Sozialdemokratie 120 zurückziehe.“ Brief und auf Hinwei- kommt, nämlich aus Essen.“ Zugleich stellt Hinz se, die in der Redaktion ihre Funktion als Vieingegangen sind. Dann machen wir Petra ze-Chefin der Essener Sozialdemokraten Hinz deutlich, was Sache ist: ‚(...) Demnach zur Verfügung. Wir geben umgehend eine sollen Sie weder das Abitur, noch das erste Eilmeldung über das Internet heraus. Doch oder das zweite Staatsexamen abgelegt wir wissen, warum sie sich zu diesem für haben.‘ Wir machen deutlich, dass wir viele unerwartetem Schritt gezwungen nicht glauben wollen, dass die Vorwürfe sieht. Denn wir kennen ihr Geheimnis. stimmen. Aber dass es unsere Aufgabe als Glaubt Hinz wirklich, dass wir locker Journalisten ist, selbst solchen Hinweisen lassen und unsere Fragen in die Schublade nachzugehen. Denn das Rechercheergebnis legen? Wir bleiben hartnäckig! Und setzen sei von ‚öffentlicher Bedeutung‘. ihr eine letzte Frist. Um 14.29 Uhr geht Die Tatsache, dass bei Hinz hinreichen- eine weitere E-Mail unseres Redakteurs de Informationen über ihre Ausbildung an die Abgeordnete raus. Der Inhalt: „Ich fehlen, macht uns stutzig. Daher präzisie- bitte um die Beantwortung meiner bereits ren wir unsere Fragen. Wir wollen wissen: am vergangenen Freitag gestellten Fragen 1. Wann und an welcher Schule haben Sie bis heute, 18. Juli 2016, 18 Uhr. Danach Ihre Fachhochschulreife erworben? 2. kann ich eine Antwort Ihrerseits leider Wann und an welcher Schule haben Sie Ihr nicht mehr redaktionell berücksichtigen Abitur gemacht? 3. An welchen Universi- und werde noch heute die entsprechenden täten haben Sie welche Fächer studiert? 4. Landesjustizprüfungsämter, die SPD-BunWann und an welcher Universität haben destagsfraktion, den Deutschen Bundes-

tag, das NRW-Justizministerium und das NRW-Schulministerium um Auskunft bitten.“ Um 18.39 Uhr antwortet Hinz. Es ist das letzte Mal, das wir direkt mit der Abgeordneten in Kontakt stehen. Sie erklärt: „Mit meiner heutigen Pressemitteilung stehe ich für keine Anfragen, Interviews oder Gespräche mehr zur Verfügung.“ Um 18.53 Uhr dokumentieren wir schriftlich, dass sie nun mehrfach die Chance vertan hat, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Die eigentlich avisierte Geschichte über die reumütige Abgeordnete, die nach fast 30 Jahren ihre Lebenslüge offenbart, sich erklärt und bei ihren Wählern entschuldigt, ist damit vom Tisch. Es ist der 19. Juli, der Tag, an dem die Telefone im Büro Petra Hinz nicht still stehen werden. Wir machen unsere Ankündigung wahr und schicken unsere Anfragen an Dritte raus. Denn wir wollen

„Im Auftrag unserer Mandantin (...) teilen wir mit, dass sich Frau Hinz entschieden hat, auf ihre Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag zu verzichten.“ Rechtsanwalt Dr. Henning Blatt unsere Fragen zur Biographie von Petra Hinz beantwortet wissen. Um 10.34 Uhr verlässt die erste E-Mail-Anfrage die Redaktion, adressiert an Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert. Wir erwarten seine Antwort. Und ebenso die von Sigmar Gabriel, Hannelore Kraft und Thomas Kutschaty. Doch es antwortet Dr. Henning Blatt, Rechtsanwalt in der Essener Kanzlei Heinemann & Partner. Er teilt uns um 18.42 Uhr im Auftrag seiner Mandantin Petra Hinz lang und breit mit, was Sache ist. Das Fazit der Mitteilung: Petra Hinz hat in ihrer ihre Biographie in weiten Teilen gelogen. Wir berichten umgehend über das Ergebnis unserer Recherchen im Internet auf www.informer-magazine.de sowie im sozialen Netzwerk Facebook. Später am Abend berichten nach uns die ersten nationalen Medien, zunächst WAZ und NRZ. Danach die BILD, mit denen wir gesprochen haben. Auch Radio Essen geben wir noch am Abend ein Interview zum Ergebnis unserer Recherchen. Am 20. Juli erreicht uns noch einmal eine Mitteilung von Dr. Blatt; diesmal gibt er bekannt: „Im Auftrag unserer Mandantin (...) teilen wir mit, dass sich Frau Hinz entschieden hat, auf ihre Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag zu verzichten.“ Es ist 15.05 Uhr. Die nationalen Medien berichten weiter, internationale steigen in die Berichterstattung mit ein. Unsere Telefone stehen nicht mehr still. Petra Hinz ist nicht mehr erreichbar. Ein Beitrag von Pascal Hesse, Jöran Steinsiek und Ralf Schönfeldt

Ein fatales Signal an die Wähler. Ein Kommentar von Lars Riedel

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er Lebenslauf von Petra Hinz war eine biografische Mogelpackung. Doch wie ist diese zu werten?

Moralisch daneben, das Aus der politischen Karriere verdient. Menschlich für die meisten wohl unvorstellbar, wie man 30 Jahre lang eine Lüge leben kann. Immer in dem Zwang, die Fassade aufrecht zu erhalten. Immer in der Angst aufzufliegen. Aber lässt man sowohl das menschliche Mitgefühl beiseite als auch den moralischen Zeigefinger sinken, bleibt doch der Blick auf die Politik.

Nicht auf die in Essen, nicht auf die der Sozialdemokraten, sondern auf die Politik im Allgemeinen. Es ist ein trostloser Blick. Klar, vor Petra Hinz haben schon ganz andere, in Ämter höher stehende Mandatsträger gelogen. Wenn andere einen juristischen Doktortitel ermogeln, macht dann ein erfundenes Examen den Kohl noch fett? Vielleicht nicht, in der Summe aber schon. Es ist nicht die Frage, welches Gewicht die Lüge von Petra Hinz hatte. Auch nicht, ob sie in politischen Entscheidungen eingebunden wurde, ohne das nötige Know-how mitzubringen. Es sind Fälle wie der der Hinz, die ein fatales Signal senden – ein fatales Signal

an die Wähler. Am Ende ist es nicht Frau Hinz, geboren am 10. Juni 1962 in Essen, die gelogen hat. Auch nicht die Sozialdemokratin Hinz, die mit 17 Jahren der SPD beitrat. Gelogen hat die Politikerin Hinz. So wie schon viele Volksvertreter vor ihr. „Da wundert ihr euch? Politiker sind doch allesamt ein verlogener Haufen“, so kommentierte ein ‚überzeugter‘ Nicht-Wähler unsere Recherchen. Ein allzu pauschales Urteil, das leider durch den Fall Hinz aber einmal mehr bestätigt scheint. Unterm Strich bleibt die Summe – auch die der Lügen und der verlorenen Wähler.


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Zeitungsgeschichte made in Essen Die NRZ wird 70

Dr. Richard Kiessler Langjähriger NRZ-Chefredakteur

Heinrich Meyer NRZ-Herausgeber, Geschäftsführer Stiftung Presse-Haus NRZ

Titelgeschichte: Pascal Hesse / Fotos: Christoph Bubbe

Vita: Dr. Richard Kiessler • Geboren 1944 in Aschersleben • Lebt heute in Essen-Rüttenscheid • Studium politische Wissenschaften in Tübingen, Berlin und Mannheim • Promotion zum Dr. phil. an der Universität Tübingen mit dem Thema: Guerilla und Revolution. Interne und externe Faktoren einer lateinamerikanischen Variante des Volksbefreiungskrieges • 1969/70 Forschungsaufenthalt in Kuba mit anschließendem Promotions-Stipendiat bei der Friedrich-Ebert-Stiftung • Hospitant und Volontär bei der Tageszeitung DIE WELT, der ARD-Tagesschau • Redakteur bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Düsseldorf und Bonn • Bonner Büroleiter des Deutschen Allgemeinen Sonntagsblattes • 1979 Diplomatischer Korrespondent beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel in dessen Redaktionsvertretung in Bonn • Ab 1994 Chefredakteur der Neuen Rhein / Neuen Ruhr Zeitung (NRZ) • Ab 2008 Chefredakteur in der WAZ Mediengruppe, Sonderkorrespondent Außenpolitik für die damalige WAZ Mediengruppe in Europa. • Seit 2011 freier Journalist & Publizist • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und der Deutsch-Atlantischen Gesellschaft • Mitglied des Lions Club • seit 1967 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD)

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s ist eine publizistische Erfolgsgeschichte, geschrieben in Essen — die der Neuen Rhein / Neuen Ruhr Zeitung (NRZ). Und die ihres Gründers, Verlegers und ersten Herausgebers Dietrich Oppenberg. Wir schreiben den 13. Juli 1946. An diesem Tag erscheint die erste Ausgabe der NRZ. „Damals war die Bundesrepublik noch nicht gegründet, das Rhein-Ruhr-Gebiet der Inbegriff einer durch Bergbau und Stahl geprägten Industrie-Region“, heißt es im Klappentext zu ,Mit Profil für die Region — 70 Jahre NRZ’, jüngst erschienen im Klartext-Verlag der FUNKE-Mediengruppe. Verfasst hat das Buch, eine Chronik von der Gründung der NRZ bis heute, Sebastian Sasse. Der INFORMER sprach mit dem Essener Journalisten und Historiker, der selbst seit vielen Jahren im Lokalen und für die Titelredaktion NRZ tätig ist. Und ebenso mit dem langjährigen NRZ-Chefredakteur Dr. Richard Kiessler, der jüngst für den Medien-Branchendienst ‚KRESS‘ einen Gastbeitrag unter dem Titel ,70 Jahre „NRZ“ - (K)ein Grund zum Jubel?’ verfasst hat. Und natürlich mit Heinrich Meyer, dem heutigen NRZ-Herausgeber. Er ist mehr als der Nachlassverwalter Oppenbergs. Über die Stiftung Presse-Haus NRZ führt der Verlagsmanager das Lebenswerk des Zeitungsgründers fort. Sie ist 100-prozentige Eigentümerin der von Oppenberg gegründeten Rheinisch-Westfälischen Verlagsgesellschaft mbH (RWV), die die NRZ herausgibt und über den Zeitungsverlag Niederrhein GmbH & Co. KG verlegt. Hieran hält die RWV 10,6 Prozent der Anteile; die übrigen Anteile hält die frühere WAZ- und heutige FUNKE Mediengruppe. Die Stiftung verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Das jährliche Fördervolumen beträgt derzeit rund 400.000 Euro. Meyer hat trotz seiner 68 Jahre nicht vor, dies in naher oder ferner Zukunft auch nur ansatzweise zu ändern. „Lebenslänglich NRZ“, so lautet sein Credo. Ohne die Stiftung, die NRZ und Oppenberg hätte die publizistische Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland wohl einen anderen Verlauf genommen. Die Verdienste Oppenbergs sind immens — in der Presseversorgung, bei der Aus- und Weiterbildung von Journalistinnen und Journalisten im ganzen Land, im Deutschen Presserat und ebenso beim Aufbau einer freien, unabhängigen und meinungsfreudigen Presse. 70 Jahre NRZ, das ist zugleich eine Erfolgsgeschichte made in Essen. Eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht.

Vita: Heinrich Meyer • Geboren 1948 in Scheeßel, Niedersachsen • Lebt heute in Essen-Rüttenscheid • Bis 1971 Studium der Betriebswirtschaftslehre in Hamburg, Abschluss Diplom-Kaufmann • Ab 1971 Abschlussprüfer und Steuerberater bei der Treuarbeit AG • Ab 1977 Abteilungsleiter Finanz-, Rechnungs- und Beschaffungswesen bei den Stadtwerken Essen • Ab 1981 Bereichsleiter und Prokurist Finanz- und Rechnungswesen bei den Wuppertaler Stadtwerken • Ab 1994 Geschäftsführer der Econ Verlagsgruppe bzw. ECON + LIST Verlagsgruppe • Seit 1991 Geschäftsführer der Rheinisch-Westfälischen Verlagsgesellschaft mbH • Seit 1994 Geschäftsführer der Stiftung Presse-Haus NRZ • Seit 2000 Herausgeber der NRZ (Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung) • Seit 2000 Geschäftsführer der Zeitungsverlag Niederrhein GmbH & Co. KG • Vorstandsvorsitzender der Initiative Tageszeitungen (ITZ) • Vorstandsvorsitzender der Stiftervereinigung der Presse • Vorsitzender des Verwaltungsrat des Versorgungswerks der Presse GmbH • Mitglied des Vorstands der Friedrich und Isabel Vogel-Stiftung • Mitglied des Kuratoriums Theodor-Wolff-Preis • Mitglied des Kuratoriums der Heinz-Kühn-Stiftung • Mitglied der Jury des Dietrich-OppenbergMedienpreises

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TITELSTORY

Heinrich Meyer, der Herausgeber der NRZ, denkt nicht an den Ruhestand:

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„Wie lange ich bleibe? – Lebenslänglich!“

eit 16 Jahren ist Heinrich Meyer Herausgeber der Neuen Ruhr / Neuen Rhein-Zeitung (NRZ). Mit dem Tod von NRZ-Gründer Dietrich Oppenberg im Jahr 2000 hat er diese bedeutende Funktion mit allen ihren verbundenen Privilegien aber ebenso der enormen publizistischen Verantwortung übernommen. Der INFORMER sprach mit Meyer, der als Geschäftsführer der gemeinnützigen Stiftung Presse-Haus NRZ das Erbe Oppenbergs verwaltet – und damit eine durchaus erfolgreiche Zeitungsgeschichte made in Essen. Über die Zukunft der Regionalzeitung mit dem erfrischend grünen Farbton, die in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen feiert. Herr Meyer, Sie haben seinerzeit ein großes Erbe angetreten, das Dietrich Oppenbergs. Und den Auftrag erhalten, die NRZ in die Zukunft zu überführen. Wie kam es dazu? Meyer: Oppenberg hat mich 1991 als Geschäftsführer an die Sachsenstraße geholt und mich ein Jahr später gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, Herausgeber zu werden. Er fragte mich vor allem vor dem Hintergrund, dass für ihn eine Tumor-Operation in Aachen anstand und er nicht wusste, ob und wie er danach wieder aus dem Krankenhaus herauskommen würde. Da er das Recht hatte, seinen Nachfolger zu benennen, so wie es damals in den Verträgen mit der früheren WAZ-Gruppe vereinbart wurde, hat er dies vor seiner OP getan. Er hat mich als seinen Nachfolger benannt. Als er nach vier, fünf Monaten wiederkam, habe ich ihn gefragt, ob ich ihm den Zettel zurückgeben solle, da er nun wieder handlungsfähig war. Doch das wollte er nicht und meinte: ‚Das bleibt jetzt so.‘ Damit war klar, dass er zu Lebzeiten Herausgeber bleibt, doch sobald er stirbt, ich in der nächsten logischen Sekunde Herausgeber der NRZ bin. Und so kam es dann auch, am 24. März 2000. Wie haben Sie sich kennengelernt? Meyer: Über einen gemeinsamen Bekannten, einen Wirtschaftsprüfer. Mit ihm hatte ich beruflich zu tun. Er hat Oppenberg beraten. Über ihn entstand der Kontakt, da Oppenberg damals jemanden als Finanzgeschäftsführer für den Verlag suchte. Mit Medien und Zeitungen hatte ich vorher nichts zu tun. Doch da ich von Haus aus Kaufmann bin, passte das. Da wir beide uns damals nicht persönlich kannten, lud er mich in sein Büro ein. Wir haben uns lange über Gott und die Welt unterhalten, um herauszubekommen, ob wir miteinander harmonieren. Damals merkten wir schnell, dass wir uns verstehen. Und haben gefühlt: Da ist was möglich. Wofür stand Dietrich Oppenberg als Publizist? Was war er für ein Mensch? Meyer: Oppenberg war ein Mensch mit einer klaren Haltung. Das habe ich an ihm immer sehr bewundert. Er war jemand, der versucht hat die Leute an sich zu binden und dies mit dem Synonym der NRZ-Familie bei der Leserschaft, aber auch der Redaktion geschafft hat. Er war kein Journalist, aber jemand, der ganz klar eine publizistische Vorstellung hat. Das lässt sich an den publizistischen Leitsätzen der

NRZ erkennen, an der grundsätzlichen Ausrichtung der Zeitung. Wenn man sich anschaut, was er in der Nachkriegszeit für Verdienste beim Wiederaufbau einer freien und unabhängigen Presse in Deutschland erworben hat, ist das beeindruckend. Ich habe ihn von Anfang an als einen verlässlichen Gesprächspartner kennengelernt. Wir haben seinerzeit sehr schnell eine Vertrauensbasis gefunden. Deshalb konnte ich hier ziemlich frei arbeiten. Wie sahen Oppenbergs Leitsätze aus und haben Sie diese über die Jahre verändert? Meyer: Nein, ich habe sie unverändert gelassen, weil sie letztendlich etwas akzentuieren, das weitestgehend journalistische Professionalität beinhaltet. Sie sind in einer Zeit entstanden, in der es um Redaktionsfreiheit ging, als noch Redaktionsunabhängigkeitsgesetze diskutiert wurden. Oppenberg war immer gegen gesetzliche Regelungen. Deshalb hat er die Leitsätze verfasst, damit die Redaktion wusste, in welchem Rahmen sie arbeiten kann. Und in diesem Rahmen ist sie durch den Herausgeber geschützt, bis heute. Das ist unverändert so.

nichts an den Vorwürfen dran ist. Er fragte sie, was sie davon halte. Dann hat die Frau den für mich bezeichnenden Satz gesagt: ‚Ob richtig oder falsch, ich glaube das.‘ Diese Denke ist eine Entwicklung, die es uns schwer macht, da eben manche Leute etwas glauben und bei uns lesen wollen, das nicht auf Fakten basiert. Doch unsere Rolle ist da natürlich eine andere. Wir wollen nicht das berichten, was die Leute unbedingt hören wollen, sondern das, was der Wahrheit entspricht und die Wirklichkeit abbildet. Wie würden Sie die NRZ von ihrer Ausrichtung her beschreiben? Meyer: Wir sehen uns im Schwerpunkt als eine politisch orientierte Zeitung. Wir liefern politische Erklärungen; da sind wir ganz in Oppenbergs Tradition. Wir wollen den Leser ertüchtigen, ja ihn in einen besseren Stand versetzen, dass er seine eigene politische Linie findet und bei Wahlen entscheiden kann. Wir sehen uns als Zeitung unverändert als zentrale Stelle im freiheitlich-demokratischen Gebilde, das sich Bundesrepublik Deutschland nenne. Wir erfüllen weiterhin unsere freie und unabhängige Aufgabe als Zeitung mit politischem Schwerpunkt, trotz

INFORMER-Redakteur Pascal Hesse (l.) im Gespräch mit NRZ-Herausgeber Heinrich Meyer.

Gerade in einer Zeit, in der Europa mit Problemen kämpft, eine AfD erstarkt, es Pegida und „Lügenpresse“-Vorwürfe gibt: Welche Rolle nehmen da die Medien und die NRZ ein? Meyer: Die Rolle der Medien kann man nicht mit einem Satz beschreiben. Erst einmal muss geklärt werden, was dazu gehört, über die verfassten Medien, die immer die vierte Gewalt dargestellt haben, hinaus. Mittlerweile ist bereits von der fünften Gewalt die Rede; hier rechnen wir etwa die freien Blogger dazu, die eher eine stramme Behauptung ins Netz schicken, als etwas Beweiskräftiges. Das hat natürlich einen Einfluss auf die Meinungsbildung der Menschen, auf die Leser. Die haben im Netz irgendwo etwas gelesen, das sie bei uns nicht lesen, weil wir es nicht verifizieren können. Und fragen sich: Warum schreibt die NRZ nicht darüber? Für mich gab es eine Erkenntnis, als es um dieses russische Mädchen ging, dass vermeintlich von einem Nordafrikaner in Berlin missbraucht worden sein sollte. Es gab damals einen Beitrag im deutschen Fernsehen. Dort sprach der Reporter mit einer Frau darüber, dass über diesen Fall ausführlich berichtet wurde, in Russland wie in Deutschland, und dass man herausgefunden hat, dass

Änderungen im Lese-, Nutzungs- und Freizeitverhalten der Menschen. In der Rückschau auf 70 Jahre NRZ: Würden Sie sagen, dass es Krisen gab? Meyer: Die schwierigste Situation für uns war zu erkennen, dass es nach einem besonders guten Jahr 2000 nicht mehr weiter nach oben geht. Damals haben wir unterschätzt, wie stark uns die Anzeigenerlöse wegbrechen können. Und vor allem die Rolle des Digitalen. Nicht nur von unserer Branche sind die Entwicklungen im Internet und auf dem digitalen Markt unterschätzt worden. Bis der Prozess bei mir so weit war zu akzeptieren, dass eine 400 Jahre alte und mit dem Geschäftsmodell funktionierende Tradition nicht so weitergeht, dass es nicht nur eine Delle ist, war bereits viel Zeit vergangen. Dass wir strukturelle Anpassungen vornehmen müssen, habe ich und das haben wir damals so nicht gesehen. Heute ist akzeptiert, dass die Zukunft digital ist. Wir sagen trotzdem, dass die Zeitung für uns unverändert wichtig ist. Wie lesen sie persönlich die NRZ? Meyer: Gedruckt. Ich bin, seitdem ich lesen kann auch Zeitungsleser. Ich habe einfach diese Nähe zu dem Papier. Aber das

ist natürlich eine Frage der Sozialisation. Wer heuzutage mit den gewischten Blättern auf dem Tablet aufwächst, hat einen anderen Zugang dazu. Herr Meyer, Sie sind 68 Jahre alt, ein Alter, in dem viel andere den Ruhestand genießen. Wie lange bleiben Sie der NRZ noch erhalten? Meyer: Ich mach das ja lebenslang. Lebenslänglich NRZ. Das ist eine Aufgabe, die an eine Person gebunden ist. Und ich halte mich auch deswegen immer noch fit. Wenn Sie von Oppenberg die Aufgabe erhalten die NRZ weiter in die Zukunft zu führen, dann ist das etwas mit dem Sie leben. Das ist etwas, dem sie gerecht werden müssen. Auch vor dem Hintergrund, welche Rolle dieser Mann in den 54 Jahren in dieser Zeitung gespielt hat, was er hinterlassen hat. Sie haben eine Verpflichtung. Dieses Amt hat eine inhaltliche Bedeutung. Das ist etwas, das für mich wichtig ist. Als ich dieses Amt übernommen habe, habe ich auch die Verpflichtung übernommen, die NRZ zu erhalten. Das ist die zentrale Aufgabe. Wie sehen Sie die NRZ heute und in der Zukunft? Wie soll es weitergehen? Meyer: Wir sind gut aufgestellt seit der Entscheidung 1975, künftig mit der WAZ-Gruppe gemeinsame Wege gehen, weil uns das eine verlässliche Basis gibt. Bis heute. Wir arbeiten auf der lokaler Ebene ebenso mit der Rheinischen Post zusammen und hier in Essen mit der WAZ und versuchen so aus diesen Möglichkeiten das Beste zu machen. Unsere Aufgabe als NRZ ist nach wie vor, dem Leser eine eigene erkennbare Identität deutlich zu machen. Damit sind wir noch nicht ganz fertig; da gibt es noch unterschiedliche Vorstellungen. Klar ist: Wir müssen fit sein, das journalistische Angebot auf allen Kanälen vorrätig zu halten und unseren Lesern immer dort ein Angebot unterbreiten zu können, wo sie gerade unterwegs sind. Im Digitalangebot müssen wir weiter in die Bezahlstruktur rein. Wenn eintritt, was wir derzeit planen, werden wir spätestens Anfang nächsten Jahres mit der Bezahlpflicht für bestimmte Artikel anfangen. Das halte ich für unabdingbar. Sonst können wir unser Geschäftsmodell nicht halten. Denn journalistische Arbeit und Qualität kosten Geld. Ich sehe unverändert eines, nämlich dass wir in der Zukunft auch weiterhin ein journalistisches Angebot machen und es unter der Marke NRZ anbieten werden. Und wir werden uns immer dem stellen, was Leser wollen. Lassen Sie uns einmal auf Dietrich Oppenberg zurückkommen. Was glauben Sie würde er sagen, wenn er die NRZ heute betrachten würde? Meyer: Oppenberg hat sich immer eine Weiterexistenz der Neuen rhein / Neuen ruhr Zeitung gewünscht. Er hat alles gemacht, das dieser Titel erhalten bleibt und eine wichtige Rolle spielt in der demokratischen Gesellschaft. Unser höchstes Gut ist die Glaubwürdigkeit. Sie steht über allem. Die Leute müssen sich auf uns verlassen können. Auch in der Zukunft. Das ist im Sinne Oppenbergs. Das Gespräch mit NRZ-Herausgeber Heinrich Meyer führten Pascal Hesse, Jöran Steinsiek und Ralf Schönfeldt


TITELSTORY

Die NRZ — eine Zeitung mit Profil Der Journalist und Historiker Sebastian Sasse hat die Geschichte der NRZ in einem Buch festgehalten, das viel mehr als eine reine Chronik ist.

Er setzte mit der Neuen Rhein / Neuen Ruhr Zeitung (NRZ) nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs neue publizistische Maßstäbe in Deutschland — ihr Verleger und erster Herausgeber Dietrich Oppenberg. Damals war er keine 30 Jahre alt. Der Journalist Sebastian Sasse hat sich mit dem Gründervater der Regionalzeitung und seinem publizistischen Lebenswerk befasst. Und ihre eng miteinander verwobene Erfolgsgeschichte aufgeschrieben. „Mit Profil für die Region — 70 Jahre NRZ“ heißt das soeben im Klartext Verlag erschienene Buch aus seiner Feder. Sasse beginnt 2013 mit seinen Recherchen. Zweieinhalb Jahre lang benötigt erinsgesamt. „Die Geschichte der NRZ sollte nicht alleine chronologisch erzählt werden. Es ging vor allem darum, das herauszustellen, was das Profil dieser Zeitung ausmacht — die Dinge, die bis in die heutige Zeit reichen und die in der Zukunft eine entscheidende Rolle spielen werden. Es ging bei meinen Recherchen um nicht weniger als die Identität der NRZ.“ Dabei sei es seinem Auftraggeber, dem Verlag hinter der NRZ, durchaus wichtig gewesen, dass Sasse die Historie nicht schönt. „Ich sollte keine Lobeshymne schreiben. Im Gegenteil: Ich wurde ermuntert, kritisch zu bleiben. Diese Herangehensweise ist genau das, was die NRZ ausmacht. Sie bleibt damit ihrem Profil treu.“ Die Recherche unter historischen und mediengeschichtlichen Aspekten haben Sasse viel Zeit abverlangt. „Wir hatten das Glück, dass Herr Oppenberg von der Gründung an bis zu seinem Tod vieles gesammelt und archiviert hat“, so Sasse im INFORMER-Gespräch. Verlagsunterlagen und geschäftliche Dokumente, Protokolle der Redaktionsarbeit, Leserbriefe, die Tagebücher, die Oppenberg ab 1946 geführt hatte — alles das hat

Sasse analysiert. „Gerade die Tagebücher, die Notizen Oppenbergs, die Gedanken machen alles sehr nachvollziehbar“, so der Journalist. Gleiches gelte für seine Taschenkalender und Korrespondenz. Die Zeitung selbst sei ebenfalls eine Quelle gewesen. Und Gespräche mit Zeitzeugen. Hier galt es die kritische Distanz zu bewahren. Zu seinen Interviewpartnern zählten die 2015 verstorbene frühere Bundesministerin Antje Huber (SPD). Bevor sie in der Politik Karriere macht, ist sie Sportjournalistin für die NRZ. Ein weiterer wichtiger Gesprächspartner für Sasse ist Herbert Straeten. Der frühere Vize des langjährigen NRZ-Chefs Jens Feddersen berichtet ihm über die erfolgreichsten Jahre des Verlags. Damals ist die NRZ eine der bedeutendsten Zeitungen im Land. Die politischen Entscheider in Bonn lesen sie. Als der „ewige Stellvertreter“ Feddersens geht Straeten derweil in die Verlagshistorie ein. Rund 20 Jahre hat er diesen Job inne. Weitere Zeitzeugen Sasses sind neben dem meinungsstarken und erfolgreichen früheren NRZ-Chefredakteur Dr. Richard Kiessler und seinen medial präsenten Nachfolger Rüdiger Oppers diverse Journalisten aus dem Hause NRZ. Die Probleme und Fragestellungen der Vergangenheit, sie seien heute aktueller denn je, findet Sasse. „Bei der NRZ hat man sich schon immer die Frage gestellt: Wie erreiche ich meine Leserinnen und Leser? Sie standen stets im Mittelpunkt.“ Das klare Profil der NRZ habe sie von anderen Zeitungen unterschieden, etwa von der Westfälischen Rundschau (WR), eine Traditionszeitung mit einstmals sozialdemokratischer Ausrichtung. Die WR ist heute eine Zeitung ohne Redaktion, ein Gespenst, eine publizistische Leiche. Gegen die sogenannte „WAZ-Axt“ ist der Deutsche Journalis-

ten-Verband (DJV) seinerzeit auf die Straße gegangen. Die NRZ schlägt sich hingegen wacker — trotz großer Sparzwänge und empfindlicher Personaleinsparungen der vergangenen Jahre. Sie zehrt von ihrem Profil. „Es ist ein Schatz, der vielen lange Zeit nicht bewusst war, den es aber zu heben galt“, so Sasse. Unabhängig von den technischen Entwicklungen habe Oppenberg schon 1970 bei einem Verlegerkongress vorhergesehen, dass sich das Kommunikations- und Informationsverhalten der Leserinnen und Leser ändern würde. Sasse: „Er hat eine Zukunftsvision skizziert, die seiner Zeit weit voraus war. Oppenberg sprach von immer mehr Kanälen, über die man künftig kommunizieren müsste. Er hat eine grundsätzliche Haltung eingenommen und beschrieben, dass die Rahmenbedingungen stimmen müssen und es nicht in erster Linie um die Kommunikationswege geht. Im Buch wird seine Vision ausführlich thematisiert.“

Sebastian Sasse ist Historiker, Journalist und Publizist. Seit 17 Jahren ist der Essener bundesweit für verschiedene Medien tätig. Seit zwölf Jahren arbeitet der frühere Stipendiat der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung frei für die NRZ, sowohl für die Titelredaktion als auch fürs Lokalre im Verbreitungsgebiet. Sasse hat an der Universität Duisburg-Essen Geschichte, Philosophie und Germanistik studiert. Im Auftrag der Rheinisch-Westfälischen Verlagsgesellschaft (RWV), der Herausgeberin der NRZ, hat der 36-Jährige das 304 Seiten umfassende Buch „Mit Profil für die Region — 70 Jahre NRZ“ verfasst.

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Sasse hat Oppenberg nie persönlich kennengelernt. „Ich kannte ihn nur aus Videoaufnahmen. Er hatte das große Glück, in einer bestimmten historischen Situation einfach da zu sein, Teil eines großen Umbruchs zu sein. Seine Widerstandstätigkeit im Dritten Reich brachte für ihn eine entsprechende Reputation mit sich. Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, die Lizenz der Alliierten, die NRZ herausgeben zu dürfen, das war seine Chance etwas zu bewirken, publizistisches Neuland zu betreten. Und er hat sie ergriffen“, betont der Historiker Sasse. Dazu habe er Talent bei seiner Rolle als Verleger bewiesen. „Das ist kein Ausbildungsberuf, dafür muss man brennen. ,Learning by doing’, das war sein Thema. Tatkraft und Optimismus haben ihn ausgemacht. Und so wurde sein Verlag in den 1950er Jahren, der mit einem heutigen Start-up vergleichbar ist, erfolgreich.“ Als die Zeiten wirtschaftlich schwieriger wurden, die NRZ finanziell Schlagseite erlitt, hätte Oppenberg Verlag, Zeitung und Redaktion an die WAZ, die heutige FUNKE Mediengruppe, verkaufen können. Und wäre ein gemachter Mann gewesen. „Doch er hat sich für einen anderen Weg entschieden. Er hat eine Fusion mit der WAZ vollzogen. Ihm war es wichtig, dass die NRZ erhalten bleibt und mit ihr die redaktionelle Unabhängigkeit gewährleistet ist“, so Sasse. Viele andere Regionalverlage hätten sich nicht für Oppenbergs Weg entschieden. Sie sind heute vom Erdboden verschwunden. Und mit ihr ihre Zeitungstitel. „Dadurch, dass Oppenberg die Position des Herausgebers bei der NRZ geschaffen hat, ausgestattet mit einigen Privilegien, hat er den Erhalt der NRZ für die Zukunft gesichert. Und mit ihr die publizistische Unabhängigkeit.“ Über die eng miteinander verflochtene Lebensgeschichte Oppenbergs und die der NRZ könnte Sasse zehn Bände schreiben. So viel gäbe es noch zu berichten. Doch er hat sich auf die Gründungsgeschichte konzentriert. 2046 feiert die NRZ ihr 100-jähriges Jubiläum. Dann ist Sasse 66 Jahre alt und wohl noch im Job. Ausreichend Zeit also, um sich noch einmal hinzusetzen — ins Verlagsarchiv und an den Schreibtisch. Und die nächsten neun Bände zu füllen. Ein Beitrag von Pascal Hesse


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TITELSTORY

Dr. Richard Kiessler, langjähriger Chefredakteur der NRZ, zur journalistischen Arbeit:

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„Wir müssen aufklären – selbst wenn es weh tut.“

r. Richard Kiessler hat die Neue Rhein / Neue Ruhr Zeitung (NRZ) als langjähriger Chefredakteur und Nachfolger von Jens Feddersen geprägt. „Erfrischend anders“, diesen Slogan hat er entwickelt. Herr Kiessler, die NRZ feiert ihr 70-jähriges Bestehen. Doch die Jahre seit der Jahrtausendwende spielen im Buch zum Jubiläum nur bedingt eine Rolle. Damals waren sie Chefredakteur. Hat man aus ihrer Zeit nichts Wesentliches zu berichten? Kiessler: NRW ist ein wichtiges Medienland, das von einer langen Tradition wichtiger Zeitungen lebt. Essen war auch schon vor dem Zweiten Weltkrieg ein wichtiger Medienstandort. Allerdings sind die meisten Verlagschefs dann auf die Nazis eingeschwenkt. Deshalb musste nach dem Ende des zweiten Weltkriegs die Presse hier neu aufgebaut werden. Und das geschah, wie in anderen Teilen Deutschlands, durch die Lizenz der Besatzungsmächte. Die Lizenzen wurden an Leute vergeben, die unbelastet waren. Man wollte neben dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk nach britischem Vorbild die gedruckte Presse in privater Hand lassen. Und so kam Dietrich Oppenberg als 28-Jähriger in einem ähnlich jugendlichen Alter zur NRZ, wie Rudolf Augstein zum SPIEGEL. Oppenberg war von den Nazis verfolgt worden, in ihrem Jargon der er Halbjude, weil seine Mutter Jüdin war. Er hatte trotzdem das Verlagshandwerk gelernt und bekam zu seiner Überraschung die Lizenz. Dietrich Oppenberg war deshalb so wichtig, weil er eine Vorstellung von freier Presse hatte, von unabhängiger Redaktion, von großem Spielraum für die Redakteure. War er denn wirtschaftlich erfolgreich? Kiessler: Bis zu der Phase, als die Konzentration der deutschen Presse einsetzte, hat es Oppenberg geschafft, die Zeitung wirtschaftlich über Wasser zu halten. Das begann in den 1970er Jahren. 1976 hat dann die WAZ-Gruppe die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene NRZ mehrheitlich übernommen. Damals wurden die ersten Lokalredaktionen geschlossen, beispielsweise in Wuppertal oder Krefeld. Was blieb war hauptsächlich der Niederrhein, Duisburg, Essen, Oberhausen und Mülheim. Die NRZ erschien dann im Zeitungsverlag Niederrhein zusammen mit der WAZ, wo man sich zumindest in den Großstädten überschnitt. Und man begriff sich als lebhafte Konkurrenz im eigenen Hause. Als ich 1993 nach Essen kam und 1994 Chefredakteur wurde, gab es eine lebhafte Konkurrenz zwischen beiden Redaktionen. Man hat sich nicht gegenseitig in die Karten geguckt. Und oft nicht gewusst, wenn die anderen einen Scoop hatten. Das

wurde vom Verlag gedeckt. Er nahm die Synergieeffekte mit, indem Verwaltung, Vertrieb, Druck und Anzeigen in eine Hand kamen. Das hat mich als Chefredakteur natürlich geärgert, als wir beim Vertrieb und dem, was sie damals als bescheidene Maßnahmen für PR betrachteten, das eine in rot machte und das andere in grün. Man sieht das heute immer noch an den Zeitungsständern. Damals habe ich den Slogan „erfrischend anders“ für die NRZ erfunden. Das passte. Wir sind keine Generalanzeiger-Zeitung, sondern wir öffnen uns auch alternativen Lebenswelten. Das wird im Buch ein bisschen übertrieben, als ob ich ein Grüner sei. Ich habe nur gesagt, dass wir nach dieser langen Phase von Chefredakteurs Feddersen die Fenster aufmachen müssen. Und natürlich hatte ich auch Joschka Fischer zu Gast. Dazu musste man kein Grüner sein. Ich kannte die ganzen Bonner Leute durch meine lange Tätigkeit beim SPIEGEL. Die Kontakte in die Politik kamen daher, etwa der Draht zu Gregor Gysi. Damals fragten mich die Redakteure: ‚Den laden Sie ein?‘ Und ich meinte: ‚Natürlich, die sitzen ja auch im Bundestag. Wir müssen ja nicht dessen Meinung übernehmen.‘

Dr. Richard Kiessler beim Gespräch in der INFORMER-Redaktion

Aber finanziell muss es bei der WAZ-Gruppe doch segensreich gewesen sein, oder? Kiessler: Das war damals schon ein hartes Kostensparprogramm in der WAZ-Gruppe. Es hieß immer: ‚Wir haben unser Geld nicht vom Ausgeben, sondern vom Behalten.‘ Wir haben dann immer gesagt: ‚Die Rendite wird per Lastwagen vom Hof geholt, heute mit der Schubkarre.‘ Aber an sich war es richtig: Wir waren in einem Zeitungshaus angelangt, in dem der Herausgeber nur noch 10,6 Prozent hatte, dafür aber das Recht nach wie vor den Chefredakteur zu bestellen und die Richtlinien der Zeitung vorzugeben. Diese waren bereits zu Oppenbergs Zeit wirklich sehr fortschrittlich und gut. Sie ließen der Redaktion ausreichend Freiräume. Erinnern Sie sich noch daran, als damals Willi Nowack in der NRZ für Furore sorgte?

Herzlichen Glückwunsch, liebe NRZ! Die NRZ wird 70 Jahre alt, ein Grund zum Feiern! Denn dieser runde Geburtstag ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Nicht viele regionale Tageszeitungen können eine ähnliche Erfolgsgeschichte vorweisen wie die NRZ, die ihr Gründer Dietrich Oppenberg mit großer Weitsicht und nur unter bestimmten Bedingungen 1975 in einen Zeitungsverlag mit der WAZ fusionierte. So manche Tageszeitung aus den Gründerjahren der Bundesrepublik ist längst aus den Regalen verschwunden. Oder steht heute ohne eigene Redaktion dar, so wie die „Westfälische Rundschau“ aus Dortmund, die bereits am 20. März 1946 gegründet wurde. Dass es die NRZ trotz widrigster Bedingungen geschafft hat, heute noch immer am Markt zu bestehen: Wenn ich einen Hut hätte, ich würde ihn vor ihr ziehen. Und vor den Kolleginnen und Kollegen, den Journalisten, die für ihren Beruf brennen. Und die jeden Tag aufs neue ihr Bestes

Kiessler: Die NRZ war, gerade in der Lokalberichterstattung, und da muss ich Essen gerade lobend als Beispiel erwähnen, sehr gut. In Essen war die NRZ, gerade was investigative Recherchen angeht, immer weit vor der WAZ. Auch im Fall Nowack. Gut, da gab es die Mannschaft von Wulf Mämpel, der sich eher als Lokalpatriot verstand und deshalb bis heute große Achtung und Respekt genießt. Doch unsere Jungs waren frech. Das waren Dirk Hautkapp, Theo Schumacher, Wolfgang Kintscher, Jörg Maibaum und ein paar andere junge Redakteure. Ich weiß noch, wie der alte Herr, also mein Herausgeber Oppenberg ,mir immer sagte: ‚Muss denn immer gegen die SPD geschrieben werden?‘ Damals ging die Nowack-Chose los und der Skandal um die Arbeiterwohlfahrt. Und nun spendete doch das Ehepaar Brost, dem immerhin die Hälfte der heutigen FUNKE-Gruppe gehörte, immer für die AWO. Das führte natürlich zu einem Konflikt. Aber ich habe immer gesagt: ‚Herr Oppenberg, wir können und dürfen das nicht verhindern. Die haben Dreck am Stecken. Und es ist unsere Aufgabe das aufzuklären, selbst wenn es weh tut.‘ Das hat er dann auch akzeptiert. Aber es ist ganz witzig, dass die WAZ dann oft Tage oder Wochen später irgendwelche Recherchen rauskramte, die wir zuvor in der NRZ gebracht hatten. Im Essener Rathaus hieß es immer: ‚Ja, die NRZ hat da die besseren Quellen. Doch wenn es dann irgendwann in der WAZ steht, dann wird’s gefährlich für uns.‘ Denn die WAZ-Auflage war schon damals höher. Dieser lebendige Lokaljournalismus war allerdings unterschiedlich entwickelt, wenn man die Lokalredaktionen der NRZ miteinander verglich. Und irgendwann ging‘s mit dem Internet im Hause NRZ los. Wie war das damals? Kiessler: Natürlich haben wir das Internet unterschätzt, sträflich unterschätzt. Wir haben zunächst gesagt, es sei ein rein parasitäres Medium. Aber als dann die Verleger dann meinten, und sie hatten auch keine Ahnung davon, wir würden jetzt mal online machen und stellen unsere Artikel da bereits vorab rein: Das gab natürlich einen riesigen Aufruhr in den Redaktionen. Die Kollegen sagten, dass sie ihre Artikel nicht schon einstellen können, weil die WAZ dann ja schon vorher wüsste, was am nächsten Tag in der NRZ erscheint. Wir haben dann gesagt: ‚Macht eine kurze Meldung und verweist auf den ausführlichen Beitrag in der gedruckten Ausgabe.‘ Doch das war schwierig, denn die Leute lehnten dieses Medium grundlegend ab. Nun waren wir alle auch nicht speziell dafür geschult. Daher mussten wir einen Spezialisten für Online einkaufen. Der große Fehler aller deutschen Verlegern war gleichwohl nicht rechtzeitig „paid content“,

geben, um eine qualitativ hochwertige Zeitung herauszubringen. Mein persönlicher journalistischer Werdegang ist eng verbunden mit der NRZ. In den Sommerferien der Oberstufe durfte ich seinerzeit ein sechswöchiges Praktikum in der Stadtredaktion Essen absolvieren. Damals war Dr. Richard Kiessler Chefredakteur, Ulrich Führmann Redaktionsleiter, Wolfgang Kintscher sein Stellvertreter und die NRZ Essen personell eine gut besetzte dynamische Großstadtredaktion. „Die beste der gesamten WAZ-Gruppe“, hieß es seinerzeit von vielen Seiten. Zurecht. Die NRZ, sie ist und bleibt etwas ganz Besonderes. Die Kolleginnen und Kollegen im Lokalen und in der Titelredaktion leisten Großartiges. Tag für Tag. Und mit ihnen ebenso NRZ-Herausgeber Heinrich Meyer. Ich habe ihn in meinen über acht Jahren als freier Autor und später Pauschalist in Essen als jemanden kennenlernen dürfen, der sich der publizistischen Verantwortung mehr als bewusst ist. Und sich um die

also ein Bezahlmodell, anzubieten. Hätte man das von Anfang an gemacht, zumindest selektiv, wäre es besser gewesen als diesen Kostenlos-Journalismus zu betreiben, der im Ansehen gesunken ist, weil er nunmal nichts kostet. Eine Zeitung muss man schließlich auch bezahlen. Wir hatten zwar immer moderate Abopreise, aber hier im Ruhrgebiet im Vergleich zur Rheinischen Post ärmere Leser. Wie konnte die NRZ da bis heute bestehen? Kiessler: Man hätte die NRZ nicht einfach zumachen können. Sie können am Niederrhein und in Wesel keine WAZ verkaufen. Die Leser würden alle zur Rheinischen Post wechseln. Deswegen sagen die Verleger gerne: ‚Es ist egal was drin ist, Hauptsache das Label stimmt.‘ Deswegen haben wir ja heute Zeitungen, in denen praktisch das selbe drin steht. Dort wird der Weg zur Zusammenlegung weiter fortschreiten. Manchmal gucken mich heute noch Leute aus der Stadt verdutzt an und sagen: ‚In der WAZ stand ja das gleiche wie in der NRZ.‘ Dann sage ich immer: ‚Ja habt ihr das auch schon gemerkt?‘ Die Meinungsvielfalt im lokalen Bereich ist in einer Stadt wie Essen schon ziemlich einseitig geworden, wenngleich schon mal verschiedene Kommentare drin sind. Man bemüht sich. Dennoch: Irgendwann werden Kintscher und Stenglein in einer Lokalredaktion sein. Das ist in Essen nicht anders als anderswo. Kiessler: Das liegt daran, dass wir in Deutschland immer weniger Verlegerpersönlichkeiten haben, sondern Manager. Und die achten meist nur auf die Rendite. Dazu sind sie verpflichtet, entweder aufgrund ihrer Aktionäre oder ihrer Gesellschafter. Publizistisch führt das natürlich in ein trauriges Dasein. Und das gilt leider für die Branche in ganz Deutschland. Die Meinungsvielfalt ist längst auf der Strecke geblieben. Bleibt denn wenigstens das gedruckte Wort? Kiessler: Das haptische, das sinnliche Erlebnis etwas in der Hand zu haben, das ist wichtig. Deshalb lesen wir gerne Zeitung oder Bücher und nicht unbedingt am Tablet oder am Bildschirm. Deshalb bist es wichtig, dass wir in einer völlig veränderten Medienwelt das Angebot einer gedruckten Zeitung aufrecht erhalten, denn es wird immer Leser geben, die sie haben wollen. Das Gespräch mit Ex-NRZ-Chefredakteur Dr. Richard Kiessler führten Pascal Hesse, Jöran Steinsiek und Ralf Schönfeldt Das vollständige Interview finden Sie auf www.informer-magazine.de

Sorgen und Nöte in den Redaktionen kümmert, der sich im Fall der Fälle nicht scheut, manchen Euro für mehr Qualität im Blatt zu investieren. Und das in einer immer schwieriger werdenden Zeit für gedruckte Nachrichten. Die Redaktion ist insgesamt deutlich kleiner geworden, einige eigenständige Lokalredaktionen wurden aufgegeben, die Etats für freie Mitarbeiter zum Teil drastisch gekürzt. Das war wohl notwendig, um das Überleben der NRZ zu sichern, um das Erbe Dietrich Oppenbergs nicht zu verspielen. Und um der Zeitung eine Zukunft zu bieten. Doch darunter leidet die Qualität. Das ist nicht gut. Und ein Grund, die Frage, wie stark, meinungsfreudige und unabhängige NRZ der Zukunft aussehen kann, weiter zu diskutieren. In diesem Sinne: Alles Gute, liebe NRZ! Ein Gastkommentar von Pascal Hesse in seiner Funktion als Vorsitzender im Deutschen Journalisten-Verband Essen-Mülheim-Oberhausen (DJV EMO)


POLITIK

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NRW hat entschieden: Mehr Polizei für Essen!

S ch o n de r K r e i s p a r t e it ag de r Essener Christdemokraten stand unter dem Motto ‚Sichere Stadt Essen‘. Man wolle keine Angsträume in unserer Stadt, so der Tenor. Dabei setze die CDU unter anderem auf einen besseren Schutz für die Einsatzkräfte, mehr Polizei gegen kriminelle Clans und Einbrüche, auf Videoüberwachung und Stärkung der Doppestreifen.

dung des Landes, das mit der Zuteilung von zusätzlichen Polizisten nach Essen unserer dringenden Forderung nach Verstärkung nachgekommen ist“, so CDU-Ratsherr Peter Tuppeck, der auch den Vorsitz des Kreispolizeibeirats der Städte Essen und Mülheim führt. „Unsere Polizei in Essen leistet hervorragende Arbeit. Aber gerade auch in Anbetracht der gestiegenen Anforderungen ist es wichtig, dass die Polizei Essen schnell und dauerhaft personell verstärkt wird.“

Das Land NRW verstärkt die Einsatzhundertschaft der Polizei Essen und stationiert ein drittes Mobiles Einsatzkommando.

EINSATZHUNDERTSCHAFT: WICHTIGE UNTERSTÜTZUNG IN BRENNPUNKTEN „Rechtsfreie Räume gibt es in unserer Stadt nicht“, erläutert der Essener Polizeipräsident Frank Richter. Wohl aber Brennpunkte. Und genau hier könnten die zusätzlichen Polizeikräfte eingesetzt werden. Denn wenn die Einsatzhundertschaften nicht durch größere Einsätze wie Demonstrationen, Razzien oder etwa bei Fußballspielen gebunden sind, können diese auch dem Streifendienst zugeteilt werden. Zunehmend zeigen die Kräfte der EH daher auch in sozialen Brennpunkten und bei der Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen Präsenz. Die Spezialeinheiten des MEK wiederum arbeiten verdeckt

an Observationen und dem eventuell anschließenden Zugriff und sind somit eine wichtige Unterstützung für die Kripo der Essener Behörde.

CDU: GESTIEGENE ANFORDERUNGEN ERFORDERN MEHR POLIZEIKRÄFTE Entsprechend befürworten auch die Essener Ratsfraktionen von SPD und CDU die Entscheidung des Landes. Sozialdemokraten und Christdemokraten hatten gemeinsam in Düsseldorf auf die in Essen gestiegenen Anforderungen durch neue oder veränderte Bedrohungslagen hingewiesen und die schnellstmögliche personelle Verstärkung der Polizei in Essen gefordert. „Ich freue mich und begrüße die Entschei-

Foto (l.): Christoph Bubbe / Foto (r.): Mike Henning

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ückblick: In einer Sondersitzung des Kreispolizeibeirates im vergangenen April erläuterte Polizeipräsident Frank Richter das 15-Punkte-Programm der Landesregierung. Dabei ging es auch um mehr ‚Präsenzstunden‘ – wie es in Polizei-Deutsch heißt – der Einsatzhundertschaften für den Bereich des Polizeipräsidiums Essen. Insbesondere fordern die beiden großen Ratsfraktionen von CDU und SPD, dass Essen Standort für einen weiteren Zug der Bereitschaftspolizei wird. Jetzt ist es soweit: Bis September 2017 werden in der Stadt ein vierter Zug der Einsatzhundertschaft (EH) mit 38 Bereitschaftspolizisten sowie ein drittes ‚Mobiles Einsatzkommando‘ (MEK) mit 19 Spezialkräften in Essen stationiert.

Foto: Pascal Hesse

NORDRHEIN-WESTFALEN STOCKT DIE POLIZEIKRÄFTE AUF UND ESSEN BEKOMMT 57 WEITERE BEAMTE. PETER TUPPECK (CDU), VORS. DES KREISPOLIZEIBEIRATS: „DAS LAND KOMMT DAMIT UNSERER DRINGENDEN FORDERUNG NACH VERSTÄRKUNG NACH.“

Polizeipräsident Frank Richter (l.) und Peter Tuppeck (CDU), Vors. Kreispolizeibeirat

„Diese Entscheidung war überfällig“, sagt auch Fabian Schrumpf. „Sie ist richtig und wichtig, um die Sicherheit in unserer Stadt zu stärken.“ Schrumpf ist Mitglied des Kreispolizeibeirats und ordnungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Essener Stadtrat. Wichtig sei jetzt aber, dass es sich hier tatsächlich um zusätzliche Kräfte für Essen handelt, die nicht an anderer Stelle wieder angerechnet bzw. abgezogen werden. Ein Beitrag von Lars Riedel

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Das Millionen-Geschäft des Arndt Gabriel:

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NFORMER-Recherchen bringen jetzt jetzt Details ans Licht, die weitere Fragen aufwerfen: Ist Gabriel möglicherweise nur ein Strohmann? Wer hat wirklich das Sagen und profitiert von Gabriels w-sale GmbH? Die Gesellschaft, über die der Deal mit der Flüchtlingsunterkunft an der Münchener Straße erfolgte. Doch der Reihe nach: Wir haben weiter recherchiert. Haben Unterlagen geprüft und mit Informanten gesprochen. Was uns dabei auffiel: Wichtige Passagen im Gesellschaftervertrag der w-sale Immobilien GmbH insbesondere zu den „Beteiligungs- und Gesellschaftsverhältnissen“ wurden vom Notar herausgenommen. In den Grundbüchern taucht einzig das Unternehmen w-sale auf. Unser Eindruck: Man hat sich anscheinend viel Mühe gegeben, die Dinge im Verborgenen zu halten. Es soll vermutlich nicht klar werden, wer hier wie beteiligt ist, wer welchen Einfluss ausübt. Die Aufteilung der Geschäftsanteile lassen zumindest vermuten, dass es neben eventuellen stillen Teilhabern weitere Treuhandverhältnisse und Profiteure gibt. Der am 12. Februar neu gefasste Gesellschaftervertrag der w-sale Immobilien GmbH lässt Arndt Gabriel als Geschäftsführer finanziell extrem wenig Spielraum. Der Vertrag kennt eine Vielzahl „außergewöhnlicher Geschäfte“, die Gabriel nicht alleine entscheiden darf. Hierzu bedarf es einen Beschluss der Gesellschafterversammlung. Und dieser wird bereits für Ausgaben fällig, die 1000 Euro (ohne Mehrwertsteuer) überschreiten. Das Eingehung von Verbindlichkeiten, die die Gesellschaft einmalig oder in Raten insgesamt mit über 500 Euro verpflichten, Verträge zwischen der Gesellschaft und Gesellschaftern gleich welcher Art, Abschluss von Dienstverträgen mit Angestellten, Abschluss, Änderung und Beendigung von Dauerschuldverhältnissen, insbesondere von Miet-, Pacht und Leasingverträgen - alles das darf Gabriel nicht allei-

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Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass eine Bundespolitikerin fast 30 Jahre lang ihre Wählerinnen und Wähler täuschen kann. Und zugleich sich selbst. Die schier unglaubliche Lebenslauf-Lüge der Petra Hinz (SPD), die ich für den INFORMER aufgedeckt habe. Zahlreiche Medien bundesweit und ebenso international in den USA, Frankreich, Polen, der Türkei, Italien, der Schweiz und Österreich haben das Thema aufgegriffen. Der Fall Hinz ist ein bislang einmaliger Vorgang. Die Hintergründe sind noch lange nicht geklärt. Manch langjähriger Parteifreund, Abgeordneter oder Minister dürfte politisch wohl noch ins Stolpern geraten. Zumindest aber in Erklärungsnöte. Das jemand seinen akademischen Abschluss ablegt, es dann aber mit der Promotion aus zeitlichen Gründen nicht so genau nimmt und trickst — geschenkt. Ein „Dr.“ vor dem Namen öffnet manche Türe eben schneller. Immerhin sind diese Personen Akademiker. Petra Hinz ist das nicht. Sie hat gelogen, dass sich die Balken biegen. Sie hat kein Abitur, hat über die Jahre ihre Lügen im Lebenslauf ihrem Alter entsprechend angepasst, Studienfortschritte bedacht, zwei Staatsexamen und sogar eine ganze berufliche Karriere frei erfunden. Um schlussendlich als Abgeordnete im Deutschen Bundestag

ne entscheiden. Warum das ganze, wo er doch laut dem Handelsregister Alleingesellschafter ist? Komisch, oder?

ZEITFOLGE BRINGT EIN ENTSCHEIDENDE DETAILS ZU TAGE: Anders als bisher bekannt übernimmt die damalige Firma „w-sale UG“ schon am 11. Januar für 1,25 Millionen Euro den Immobilienkomplex an der Münchener Straße. Bis zu diesem Tag ist die Firma nicht im Immobiliengeschäft tätig geworden. Am gleichen Tag beteiligen sich an der w-sale UG der SPD-Ratsherr Gabriel und ein weiterer Erwerber. Der weitere Erwerber ist der Öffentlichkeit in dieser Affäre bislang völlig unbekannt. Es handelt sich um Alan H., ein Geschäftsmann aus dem Essener Norden. Dem Vernehmen nach ist er gebürtiger Iraker. Wir sprachen mit ihm. Welche Rolle spielt Alan H. beim Millionendeal? Alan H. soll aus Sulaimaniyya stammen, einer Stadt in der heutigen autonomen Region Kurdistan. Er ist Mitwisser und offenbar Profiteur bei Gabriels Millionendeal mit der Stadt Essen. Am 11. Januar tritt der bisherige Alleingesellschafter Andreas Huster gleich mehrere seiner insgesamt sieben Anteile an der w-sale UG an Gabriel und Alan H. ab. Huster bleibt aber vorerst weiterhin an der Gesellschaft beteiligt. Laut den Verträgen, die der Redaktion vorliegen, übernimmt Gabriel an diesem Tag 50 Prozent am Unternehmen, während Alan H. und Huster mit je 25 Prozent beteiligt sind. Am selben Tag wechselt der Immobilienkomplex seinen Besitzer: Bis dato gehört er der Property One Essen GmbH. Als ihr Geschäftsführer gilt Michael Aubery Flacks, seinerzeit im Handelsregister registriert in Miami, Florida (USA). Für die w-sale UG zeichnet Andreas Huster. Ein in den Medien bislang genannter

zu landen. Das war nicht redlich, nein, Akademikerin, als Juristin. Zu wissen, ganz und gar nicht redlich gegenüber dass jeden Tag alles zu Ende sein kann den Bürgerinnen und Bürgern, die sie mit der Fassade, die man sich da aufvertreten wollte. Und die sie und ihre gebaut hat — das muss einem in der SPD ins Parlament gewählt haben. Erst Seele schmerzen. Es ist wahrlich nicht ist Petra Hinz die Ehrlichkeit erstrebenswert als Journaabhanden gekommen, nun die list mit der Verfehlung eines Glaubwürdigkeit. Die Niederanderen bundesweit in den legung ihres Mandats im DeutSchlagzeilen zu landen. Doch schen Bundestag ist daher Missstände wie diese publik konsequent, wenngleich viel zu machen, deutlich zu mazu spät und erst auf Drängen chen, dass sich Lügen nicht der Öffentlichkeit. Nun muss Thomas Kutschaty lohnt, das ist die Aufgabe von es darum gehen herauszuJournalisten und der freien finden, wer alles von ihrer Presse. Das ist im Sinne der Lebenslauf-Lüge gewusst und Gesellschaft. Petra Hinz hatdie Abgeordnete damit unte die Möglichkeit, sich zu ter Druck gesetzt hat. Die als offenbaren. Mehrfach. Ich Kümmerin bekannte Abgeordhabe sie dreimal angeschrienete war politisch erpressbar ben, ihr die Chance geboten, und in den vergangenen elf Antworten auf meine Fragen Jahren im Parlament womög- Petra Hinz zu geben. Und ihre Sicht der lich nicht alleine ihrem GewisDinge zu erzählen. Sie hat sen verpflichtet. Daher stellt sich die alle diese Chancen vertan. Daher Frage: Was wussten die ehemaligen konnte sie nicht im Parlament bleiben. und heutigen SPD-Granden wie Otto Daher war ihre Mandatsniederlegung Reschke, Britta Altenkamp, Jens konsequent. Geier und Thomas Kutschaty wirklich? Liebe Petra Hinz, ich weiß, dass Sie diese Zeilen hier lesen werden. Ich habe Sie als warmherzigen Menschen Jahrzehnte mit kennengelernt. Für viele Menschen einer Lüge leben waren sie ein Vorbild. Ich kann Ihnen Ich hoffe für Petra Hinz, dass sie sich nur das persönliche Gespräch anbieirgendwann selbst verzeihen und sich ten — irgendwann, wenn für Sie der wieder im Spiegel ansehen kann. Es ist Zeitpunkt gekommen ist, an dem Sie sicher nicht leicht, mit einer solchen reden möchten. Und ihre Geschichte Lüge über Jahrzehnte zu leben. Sie und Ihre Sicht der Dinge erzählen hat jeden Tag damit rechnen müssen, wollen. Ich habe auch dann ein offenes aufzufliegen. Der „Offene Brief“ von Ohr für Sie. Und ich verspreche Ihnen, vermeintlich ehemaligen Mitarbeitern ich werde Ihre Geschichte erzählen. In rückt damit in ein ganz anderes Licht. Essen und in den bundesdeutschen MePetra Hinz muss unter einem enormen dien. Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Stress gestanden haben, psychisch Gute und starke Nerven. Sie werden und physisch. Sie hat die ganzen Jah- sie brauchen. re allen gerecht werden wollen — als Eine Kolumne von Pascal Hesse Foto: INFORMER-Archiv

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Foto: INFORMER-Archiv

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POLITIK

Welche Rolle spielt Alan H.? Foto: INFORMER-Archiv

Kreditvertrag der Sparkasse Langenfeld wird jedoch erst Monate später geschlossen. Doch woher kommt dann das notwendige Geld für diesen Deal? Darüber wollen wir mit Alan H. sprechen. Alan H. lebt in einer Siedlung im Essener Norden. Wir klingeln. Alan H. sei nicht im Haus, heißt es. Telefonisch ist er für uns zunächst ebenfalls nicht erreichbar. Dann ruft Alan H. zurück. Er macht deutlich, dass er keinen weiteren Besuch unsererseits wünscht. Wir bieten ihm die Gelegenheit zum Gespräch, uns zu erklären, welche Rolle er im Millionendeal spielt. Alan H. bestätigt, dass er Anfang des Jahres Mitgesellschafter der Firma w-sale war. Mehr will er nicht sagen. Der Mann am anderen Ende der Leitung klingt konzentriert, er stellt viele Fragen und spricht mit einem deutlichen Akzent. Alan H. notiert sich unsere Namen: Schönfeldt, Hesse, Steinsiek. Nähere Informationen zu seinen Beteiligungsverhältnissen, seiner Rolle im Millionendeal will Alan H. zunächst nicht geben. Er würde sich melden, wenn er es für angebracht hielte. Bis heute war das nicht der Fall. Dass wir von der Presse seinen Namen kennen, wissen, dass er mit der Firma w-sale zu tun hat – das beunruhigt ihn offenbar. Und wir wissen noch mehr über ihn, andere Immobilienbeteiligungen, seine Funktion in einer weiteren GmbH. Doch egal, das ist ein Thema für eine eigene Story.Dennoch: Alan H. wünscht uns ein schönes Wochenende. Dann legt er auf. Hat er noch immer mit der Gesellschaft zu tun? Ist er Geldgeber Gabriels, Teilhaber oder hat er einen Treuhandvertrag mit dem Lokalpolitiker abgeschlossen? Diese Fragen möchte er vorerst nicht beantworten. Auch SPD-Politiker Gabriel will sich zu unseren Fragen nach weiteren Teilhabern bislang nicht äußern. Und ebenso wenig, in welcher Beziehung er und seine w-sale Immobilien GmbH zu Lennart S. stehen. Zur Erinnerung: Im Vorfeld unserer Berichterstattung über die Hintermänner und Teilhaber im Millionendeal um den Immobilienkomplex für Flüchtlinge hatten wir den Sparkassen-Mitarbeiter mit unseren Rechercheergebnissen konfrontiert. Eine Verbindung im Zusammenhang mit dem Deal an der Münchener Straße bestritt S. allerdings vehement. Er dokumentiert auf INFORMER-Rückfrage schriftlich, dass er mit dem Objekt in keiner Verbindung stehe. „Weder Verkauf noch Kauf. Ich kenne den Käufer, da er in der Siedlung wohnt, in der ich aufgewachsen bin“, so Lennart S. Dies widerspricht jedoch der Korrespondenz

SPD-Lokalpolitiker Arndt Gabriel

Gabriels zur Münchener Straße, in der Lennart S. – wie bereits berichtet – ebenfalls auftaucht. Mittlerweile soll Lennart S. nicht mehr für die Sparkasse Essen und ihre Immobilientochter tätig sein. Er habe von sich aus gekündigt – zu dem Zeitpunkt, als wir offiziell bei der Sparkasse angefragt haben. Merkwürdig. Mehr dazu gibt‘s im Internet auf: www.informer-magazine.de Ein Beitrag von Pascal Hesse, Jöran Steinsiek und Ralf Schönfeldt.

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Der Wünschewagen

Flüchtlingshilfe & interkulturelle Öffnung

Geldmacherei auf Kosten der Allgemeinheit Ein Kommentar von Pascal Hesse

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rndt Gabriel, der Lokalpolitiker hat meines Erachtens seine Glaubwürdigkeit ein für alle mal verspielt. Für 1,25 Millionen Euro hat der Essener SPD-Ratsherr mit seiner w-sale Immobilien GmbH einen Gebäudekomplex an der Münchener Straße erworben. Sicher: Das ist kein Verbrechen. Allerdings wurde die Immobilie gekauft, um diese dann für stolze fast sechs Millionen Euro wiederum an die Stadt Essen zu vermieten. Über diese aus meiner Sicht unsägliche Geldmacherei auf Kosten der Allgemeinheit hat der INFORMER ausführlich berichtet. Und ebenso darüber, dass bald Flüchtlinge in diesen Komplex einziehen sollen. Menschen, die aus Krisen- und Kriegsgebieten in Syrien und anderswo nach Europa geflohen sind. Und unsere Hilfe brauchen. Arndt Gabriel hat mitten in der Flüchtlingskrise, als Wohnraum für unsere Gäste aus aller Welt ein rares Gut war und noch immer ist, ein unmoralisches Geschäft gemacht. Und dass, obgleich er um die denkbar schwierige Situation wusste, vor der Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU), Sozial-

dezernent Peter Renzel (CDU) und der Rat der Stadt Essen standen. Denn der Sozialdemokrat Gabriel sitzt im Stadtparlament und kennt die Vorgänge und Vorlagen, in denen die Münchener Straße lange als mögliche Unterkunft bekannt war. Doch nicht nur sie alleine. Noch kurz vor dem Abschluss des Millionendeals mit der Stadt hat der 54-Jährige im Essener Norden neben dem Ex-SPD-Mann und Neu-AfD’ler Guido Reil medienwirksam gegen Flüchtlinge demonstriert. Millionen zu scheffeln, dass die Kasse nicht zu Klingeln aufhört — ist das sein Ziel? Der ach so fromme Christ sieht sich vor laufenden Kameras gerne als Opfer. Nein Herr Gabriel, Sie sind nicht das Opfer. Sie und Ihre Politik auf Kosten der Allgemeinheit und Ihrer einst so stolzen Partei sind mit dafür verantwortlich, dass Menschen hierzulande gegen Flüchtlinge wettern. Dass sie kein Vertrauen mehr haben in die Politik und die Politiker. Dass sie wahlmüde und politikverdrossen sind. Und nicht mehr an die Urnen gehen. Sie sollten sich schämen für Ihr Verhalten. Von daher: Es reicht, Herr Gabriel!

www.ruhr.asbnrw.de facebook.com/asbruhr Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Ruhr e.V. Richterstr. 20-22, 45143 Essen

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IMMOBILIEN

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IMMOBILIEN NEWS AUGUST 2016 Allbau zieht positive Bilanz für 2015

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Auch dieses Jahr präsentierte Allbau-Vorstand Dirk Miklikowski wieder positive Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr im Forum Kunst und Architektur am Kopstadtplatz: „Im Jahre 2015 konnten wir unseren Anteilseignern eine erfreuliche Bilanz mit einem Jahresüberschuss von rund 17,1 Mio. Euro vorlegen.“ Die Allbau AG erzielte zum 31. Dezember 2015 aus dem eigenen Bestand von 17.705 Wohnungen, 151 Gewerbeeinheiten und 4.609 Garagen/Tiefgaragen- und Einstellplätzen Umsatzerlöse von 103,2 Mio. Euro (2014: 112,1 Mio.). Die Leerstandsquote änderte sich zum letzten Geschäftsjahr genauso wenig (1,8 %) wie auch die Fluktuationsquote (10,4 %). Insgesamt wurden im vergan-

genen Jahr über 29,1 Mio. Euro für die Pflege und Erneuerung des Immobilienbestandes aufgewendet. Die Bilanzsumme 2015 ist aufgrund der hohen Investitionstätigkeit auf 642,5 Mio. Euro angestiegen.

Folkwang Universität der Künste feiert Richtfest

Anfang Juli feierten der Projektentwickler Kölbl Kruse, die RAG Montan Immobilien gemeinsam mit der Folkwang Universität der Künste und den beteiligten Projektpartnern auf Zollverein den Fortschritt des Neubaus. Mit der Fertigstellung des Rohbaus ist ein weiteres Zwischenziel beim Neubau der Hochschule erreicht.Im Sommer 2017 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, sodass zum Wintersemester 2017/18 der Uni-Betrieb beginnen

kann. Das 19.000 Quadratmeter große Gebäude bietet Platz für rund 500 Studierende und 70 Mitarbeiter.

Neuer Mieter im Kennedy Tower

Der modern gestaltete Kennedy Tower ist eines der markantesten Objekte in Essen. Hier hat die TÜV NORD Akademie GmbH & Co. KG jetzt eine ca. 1.315 Quadratmeter große Bürofläche angemietet. Die Vermittlung erfolgte über die Brockhoff & Partner Immobilien GmbH. Die TÜV Nord Akademie wird in den Räumlichkeiten ein Schulungszentrum für Erwachsenenbildung errichten. Bereits im September dieses Jahres soll der Einzug erfolgen. Der Kennedy Tower verfügt über 11 Etagen und rund 6.500 Quadratmeter Büround Einzelhandelsfläche.

Was tun gegen aufgeheizte Wohnungen?

Gerade nachts leiden viele Menschen unter den hohen Temperaturen. „Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks kann die Zimmertemperatur schon spürbar reduziert werden“, erklärt Nina Henckel, Pressesprecherin von Vonovia. Grundsätzlich gilt, die Hitze auszusperren. Das ist von außen wirkungsvoller als von innen. Wirkungsvoller Sonnenschutz muss nicht teuer sein. Einfach eine große Pappe auf die Maße des Fensters zuschneiden, mit Alufolie bekleben und den Sonnenschutz zum Nulltarif ins Fenster klemmen. Alle Elektrogeräte wie Deckenfluter, PC, Fernseher usw. sind zusätzliche Wärmequellen. Sie sollten, wenn nicht genutzt, direkt ausgeschaltet werden.

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Fragen an

CLAUDIA GOLDENBELD Foto: vivavest

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Claudia Goldenbeld

D re i Frage n a n C l au d i a G o l de nb el d , G e s ch ä ft s f ü h r e r i n d e r Vi v aw e s t Wohnen, zum neuen Wohnungsbauprojekt an der Müller-Breslauer-Straße in Essen-Rüttenscheid. Vivawest Wohnen kauft dort 46 schlüsselfertige Mietwohnungen vom Projektentwickler LIVING SPACE.

ENTSPANNEN

Frau Goldenbeld, wo genau wird neuer Wohnraum geschaffen?

Das gesamte Gelände der ehemaligen ‚Fabricca Italiana‘ und des Getränkemarktes ‚Trink & Spare‘ wird von LIVING SPACE neu entwickelt. Beide Gebäude sowie einige rückwärtig gelegene Wohn- und Geschäftsimmobilien sollen für die neue Projektentwicklung weichen. Auf der knapp 5.500 Quadratmeter großen Gesamtfläche werden zwei Mehrfamilienhäuser, ein Bürogebäude sowie eine Tiefgarage entstehen. Den Teil des Projektes mit 46 frei finanzierten Wohnungen und insgesamt 55 Stellplätzen übernimmt nach Fertigstellung die Vivawest Wohnen und wird sie im eigenen Bestand zur Vermietung behalten. Wie werden die Wohnungen aussehen?

Vorgesehen sind 2-3-Zimmer- Wohnungen mit Größen zwischen 52 und 109 Quadratmetern.

Das Angebot richtet sich im Wesentlichen an Singles und Paare aller Altersgruppen sowie Kleinfamilien. Energetisch entsprechen die beiden hochwertigen und barrierearmen Fünfgeschosser, die aus vier Geschossen zuzüglich Staffelgeschoss bestehen, dem KfW 70 Standard. Wann sind die Wohnungen bezugsfertig?

Der Bauantrag wurde von LIVING SPACE eingereicht. Der Baubeginn ist für das vierte Quartal 2016 vorgesehen. Die Wohnungen sind voraussichtlich im Sommer 2018 fertig. Wir freuen uns sehr, mit dem gemeinsamen Wohnungsbauprojekt einen weiteren Beitrag zur Stadtentwicklung in Essen leisten zu können. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir mit dem Projekt dem Entwicklungstrend in der Stadt und den Ansprüchen unserer Mieter gerecht werden. ANZEIGE

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Eine Frau an der Spitze einer Männerdomäne: Dr.-Ing. Jasmin Janßen ist der neue technische Vorstand der Wohnbau eG Essen

„MAN MUSS SCHON GENAU SAGEN, WAS MAN WILL.“

Das Kürzel ‚Ing.‘ ist schon fast ein fester Namensbestandteil der Familie Yildirim. Der Vater Bergbau-Ingenieur, der Bruder Elektro-Ingenieur und Jasmin Janßen, geborene Yildirim, eben promovierte Bau-Ingenieurin. „Unsere Familie hatte schon immer mehr Affinität zu Zahlen als zu Geisteswissenschaften“, sagt die Neue im Vorstand der Wohnbau eG lächelnd. Dass sie aber direkt von der Uni in die Wohnungswirtschaft landete, hätte sie so auch nicht erwartet. Ende der 90er, als die VEBA noch nicht E.ON hieß und deren Immobilientochter mit Raab Karcher zur Viterra AG verschmolz, sollte dies zum Einstieg in die Wohnungsbranche für Janßen werden. „Das Unternehmen besaß unter anderem einen Bestand von 25.000 Althaus-Wohnungen und strebte eine Bestandsanalyse an“, erinnert sich Janßen, die damals einen Dipl. und keinen Dr. vor dem Namen trug. „Klar, bei so vielen Wohnungen macht man das nicht mal eben nur mit dem eigenen Personal.“ Der Konzern wandte sich auf der Suche nach branchenkompetenten studentischen Mitarbeitern an die Ruhr-Uni Bochum; und zwar genau an die Fakultät, an der auch Jasmin Janßen tätig war. Janßen wurde die Projektleitung übertragen.

tatsächlich getroffen werden können, wie kurz die Schnittstellen sind und wie konstruktiv hier auch mit Verbesserungsvorschlägen umgegangen wird“, resümiert sie ihre ersten Wochen im Amt. Und definiert dabei auch ihren eigenen Anspruch: Nah dran zu sein am Geschehen. Mit ihrem Vorgänger bereist sie die Wohnquartiere und partizipiert von den Kenntnissen ihres Technischen Leiters. „Wenn ein Straßenname fällt, will ich sofort parat haben, um welches Objekt es geht.“ Wie viele Wohneinheiten, wie die Gegebenheiten vor Ort sind und vor allen was zu tun ist – alles Informationen, die Janßen für sich direkt im Kopf abrufen können will. „Dafür werde ich noch ein bisschen brauchen, aber mit dem direkten und intensiven Austausch, den ich hier erlebe, sollte das kein Problem sein“, davon ist die promovierte Bau-Ingenieurin überzeugt, denn: „Auch als Frau in der Wohnungswirtschaft werde ich meinen Mann stehen.“

Fotos: Christoph Bubbe

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eit einem knappen Monat hat die Essener Wohnbau eG einen neuen Technischen Vorstand. Aus Altersgründen hat Dipl.-Ing. Rainer Mertens das leitende Gremium der Wohnungsgenossenschaft verlassen. Nachfolger: Dr.-Ing Janßen – genauer gesagt, Frau Dr.-Ing. Jasmin Janßen. Sind in der Wohnungswirtschaft die Führungspositionen – allem voran im technischen Bereich – meist durch Männer besetzt, nimmt bei der Wohnbau eG mit der gebürtigen Gladbeckerin erstmals eine Frau das Heft in die Hand. Seit 1999 in der Wohnungswirtschaft tätig, weiß sie, was sie tut – und was sie will.

Dr.-Ing. Jasmin Janßen: „Um das Wohnraum-Angebot gut und vernünftig zu halten, muss man schon mit wachen Augen durch den Bestand gehen.“

Ein Beitrag von Lars Riedel

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Sei es die arbeitsintensive Zeit als Doktorandin oder die Einarbeitung der ersten Wochen bei der Wohnbau eG – die mittlerweile am Kemnader See wohnende, zweifache Stiefmama schreckt vor Arbeit nicht zurück. „Ich habe immer viel gearbeitet. So lange nicht die Familie und der Sport zu kurz kommen, ist alles in Ordnung.“ Joggen ist der Ausgleich für die Bau-Ingenieurin. „Mit dem Golfen habe ich auch angefangen. Allerdings mehr meinem Liebsten zur Liebe“, erzählt sie mit einem sympathischen Lächeln. „Ich würde nicht sagen, dass ich wirklich Golf spielen kann, eher, dass es auf dem Grün funktioniert – irgendwie.“

DIE VORLIEBE FÜR SCHNELLE, DIREKTE ENTSCHEIDUNGEN

Funktioniert hat auch ihre berufliche Laufbahn in der Wohnungsbranche. Diese führt sie unter anderem in die Regionalgesellschaft zur Deutschen Annington, wo sie für die Wohnungsbestände in Essen und Gelsenkirchen zuständig war. „Diese Station war spannend und extrem lehrreich. Das erste Projekt der Wohnbau eG für den neuen Technischen Vorstand: Es war ein operatives Geschäft, Dr. Jasmin Janßen erklärt INFORMER-Redakteur Lars Riedel, wie eine in dem direkte und schnelle EntGewerbe-Immobilie in Kettwig zu Wohnraum wird. scheidungen vor Ort getroffen werden mussten.“ Wie es jedoch Doch damit nicht genug: „Mein Lehrstuhl trat an häufiger in großen Unternehmen vorkommt, mich heran und fragte, ob ich das Projekt nicht folgte auch hier irgendwann eine Umstrukgleich dazu nutzen wolle, zu promovieren.“ Was turierung. Und diese beförderte Janßen aus sich die Bau-Ingenieurin zunächst gar nicht vor- der Regionalgesellschaft in Gelsenkirchen in stellen konnte, mündete letztlich doch in einer auf eine technische Stabsstelle nach Düsseldorf. drei Jahre befristeten 75-Prozent-Stelle. Daneben Als Prokuristin verantwortete sie hier 52.000 arbeitete sie an ihrem Doktortitel und hielt als Wohnungen, war für die Wohnraumschaffung Gastdozentin Vorträge an der Ruhruniversität. und Quartiersentwicklungen verantwortlich. Als die drei Jahre um waren, sprach Janßen mit Budget-Entscheidungen, Umbau von Gewerihren Vorgesetzten im Konzern – und blieb, nun be-Immobilien zum Wohnraum, Nutzbarkeit von allerdings in einer Vollzeitanstellung. „Promo- Grundstücken – für Janßen beruflicher Alltag. vieren und gleichzeitig Vollzeit arbeiten, ist hart, „Auch Konzernstrukturen sind sehr lehrreich. aber machbar.“ Aber letztlich muss man in einem Konzern bei Entscheidungen immer die vorgegebenen Abstimmungswege einhalten.“ Janßen wünschte ANERKENNUNG DURCH sich die schnellen und direkten Entscheidungen, GUTE ARBEIT die kurzen Wege zurück, wie sie sie aus ihrer Zeit Diese Art der Zielstrebigkeit passt zu Janßen. bei der Regionalgesellschaft erlebt hatte – und „Ich bin jemand, der nicht gern um den heißen fand sie schließlich bei der Wohnbau eG. „Es war Brei redet. Ich bin immer ziemlich direkt, aber eine Stellenausschreibung im Internet. Eigentlich dabei auch ehrlich und transparent.“ Ellbogen, hatte ich gar nicht ernsthaft gesucht, nur immer um sich in der Männer dominierten Wohnungs- wieder mal geguckt.“ Doch das Angebot der Eswirtschaft Gehör zu verschaffen, brauche sie sener Wohnungsgenossenschaft schien ihr wie nicht. „Den Respekt bekomme ich durch meine die sprichwörtliche Faust aufs Auge zu passen. Arbeit. Allerdings muss man schon genau aus- „Schon jetzt, in der kurzen Zeit, die ich erst hier bin, habe ich erlebt, wie schnell Entscheidungen drücken, was man will.“

Die Wohnbau eG Seit 1903 ist die Wohnbau eG in Essen aktiv. Die drei Genossenschaften ‚Essener Spar- und Bauverein‘, ‚Sparund Bauverein Altendorf‘ und ‚Grundstein‘ schlossen sich zunächst zur ‚Vereinigten Spar- und Baugenossenschaft eGmbH Essen Ruhr‘ zusammen. 1942 wurde diese zwangsweise mit den Genossenschaften ‚Eigene Scholle‘ und ‚Heimatdank‘ verschmolzen zu der ‚GWG Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Essen West‘. Seit 1990 trägt sie den Namen ‚Wohnbau eG‘. Zu ihrem Bestand gehören etwa 4.650 Wohnungen in 772 Häusern. Mitglieder zählt sie 6.000. Seit Januar 2016 leitet Claus-Werner Genge die Geschicke der Essener Wohungsgenossenschaft als Kaufmännischer Vorstand. Das Ziel der Wohnbau eG: „Eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung ihrer Mitglieder.“

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GESUNDHEIT – DAS KOPFSCHMERZ-SPEZIAL

Jeder Dritte kennt ihn: den Kältekopfschmerz

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b als Eis am Stiel im Freibad, mit reichlich Sahne und Schokosoße im Becher in der Eisdiele oder in der Waffel für den Stadtbummel unterwegs: Ein Eis ist die leckerste Erfrischung des Sommers. Rund 8,5 Kilogramm Speiseeies schleckt jeder Deutsche pro Jahr. Doch nicht jeder kann unbeschwert sein Eis genießen: „Laut einer kanadischen Studie leidet jeder Dritte unter dem sogenannten Kälte-Kopfschmerz“, erklärt Alfred Tatura vom KKH-Serviceteam in Essen. Dabei schießt in Sekundenschnelle ein stechender Schmerz durch den Kopf – vor allem wenn die Eiscreme besonders gierig und in großen Portionen verschluckt wurde.

Alfred Tatura vom KKH-Serviceteam Essen

Fotos: KKH

DER VOLKSMUND SPRICHT AUCH GERN VON ‚GEHIRN-VEREISUNG‘ UND BESCHREIBT DAMIT DAS GEFÜHL, NACHDEM MAN GENÜSSLICH INS SPEISEEIS GEBISSEN HAT. DOCH WAS GENAU IST DER AUSLÖSER FÜR DAS PLÖTZLICHE ZIEHEN IM KOPF? Beim Verzehr hat die kühle Köstlichkeit etwa minus vier Grad Celsius. Im Mund schmilzt das Eis zart auf der Zunge und erwärmt sich auf zirka 18 Grad. Gelangt es in den Magen, hat es fast schon unsere Körpertemperatur erreicht. Forscher gehen davon aus, dass der Kältekopfschmerz durch zu viel Blut im Gehirn ausgelöst wird. Durch den Kältereiz am Gaumen werden die Gefäße erweitert und über die Hauptschlagader warmes Blut ins Gehirn gepumpt. Der erhöhte Druck verursacht die Schmerzen.

HIRNFROST: MEDIZINISCH UNBEDENKLICH Der deshalb auch als Hirnfrost benannte Kopfschmerz kann zwar unangenehm sein, bedarf aber keiner medikamentösen oder ärztlichen Behandlung. Nur Migräne-Patienten sollten beim Eisgenuss vorsichtig sein und die süße Köstlichkeit vor allem langsam genießen. Betroffene können auch folgenden Tipp ausprobieren: Die Zunge fest an den Gaumen drücken, um ihn zügig wieder aufzuwärmen. „Bedenklich für die Gesundheit ist allenfalls die hohe Kalorienzufuhr, die so ein Eisgenuss mit sich bringt“, sagt Tatura. Eine Kugel (50 g) Schokoladeneis enthält allein 120 Kalorien. Mit Sahne, Waffeln und Soße kommen gern weitere hinzu, sodass so eine Portion eine ganze Mahlzeit ersetzen könnte.

Sommerlicher Eisgenuss: Erst kommt das Vergnügen, dann der Schmerz – jedenfalls bei jedem dritten Eisesser.

KALORIEN EHER DAS MANKO BEIM EISGENUSS Kalorienärmer und damit figurfreundlicher scheint dagegen der neueste Trend zu sein: Frozen Yogurt. Statt aus gewichtigen Zutaten wie Sahne, Milch, Eier oder Butter wird diese Sommer-Erfrischung aus Magermilchjoghurt hergestellt. „Frozen Yogurt ist eine tolle Alternative, kann mit süßen Toppings aus Schokostreuseln, Karamelstückchen und Nüssen aber genauso schnell zu einer Kalorienbombe werden“, warnt Tatura. Wer eine leichte und gesunde Va-

riante bevorzugt, solle darauf achten, dass der gefrostete Joghurt nur leicht gesüßt und mit frischen Früchten garniert wird. Auf Sahne, Soßen oder zerkleinerte Naschereien als Garnitur sollten figurbewusste Eisgenießer lieber verzichten. Einen Vorteil hat die Joghurt-Variante aber gegenüber herkömmlichem Eis: Der Joghurt enthält gesunde probiotische Kulturen, die die Verdauung regulieren und das Immunsystem stärken können. „Frozen Yogurt lässt sich auch prima mit gemixtem Magerjoghurt und Fruchtpüree für einen gesunden Eisgenuss zu Hause herstellen“, rät Tatura.

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GESUNDHEIT – DAS KOPFSCHMERZ-SPEZIAL

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Hilft Yoga Jugendlichen mit chronischen Kopfschmerzen?

Fotos: KEM

EINE STUDIE DER KLINIK FÜR NATURHEILKUNDE UND INTEGRATIVE MEDIZIN AN DEN KLINIKEN ESSEN-MITTE SOLL DAS HERAUSFINDEN. GESUCHT WERDEN DAFÜR JUGENDLICHE IM ALTER VON 12 BIS 16 JAHREN.

Bewegung und Entspannung beugen Stress vor und sollen somit auch positive Effekte auf Folgeerkrankungen wie chronische Kopfschmerzen ausüben.

S

tress und Überbelastung stellen besondere Risikofaktoren für chronische Erkrankungen dar. Die Auswirkungen auf den Körper können vielfältig sein. Eine der häufigsten Folgen sind chronische Schmerzerkrankungen. Immer mehr Kinder leiden unter Kopfschmerzen, die sie stark beeinträchtigen. Besonders auffällig sei hierbei eine altersabhängige Zuwachsrate zwischen dem 12. und 15. Lebensjahr, sagt Dennis Anheyer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl der Universität Duisburg-Essen der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin. Die Möglichkeit für das Entwickeln eines Kopfschmerztyps im Kindes- und Jugendalter würde auf insgesamt rund 54 Prozent geschätzt.

Dennis Anheyer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin Der Schulunterricht oder das Fußballspielen am Nachmittag können so für viele Schüler regelrecht zur großen Qual

werden. „Aus diesem Grund widmen wir uns in einer Studie in Kooperation mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Elisabeth-Krankenhauses Essen jungen Kopfschmerzpatienten. Wir bringen in Erfahrung, wie wirksam Yoga gegen die Beschwerden sein kann“, so der Wissenschaftliche Mitarbeiter. Während der Studie haben die Jugendlichen sowie ein Elternteil die Möglichkeit, an einem zwölfwöchigen Yoga-Programm teilzunehmen.

MIT BEWEGUNG UND ENTSPANNUNG GEGEN SCHMERZEN

„Bestimmte Arten von Kopfschmerzen können sehr oft auf Stress zurückgeführt werden. Darunter leiden auch immer mehr Kinder und Jugendliche. Dies führt dann oft zu ernsthaften Einschränkungen im Alltag und einer Verminderung der Lebensqualität“, erklärt Anheyer. Aktuelle Studien zeigen, dass besonders Bewegung und Entspannung wirksame Methoden zur Regulation und Vorbeugung von Stress darstellen und somit auch positive Effekte auf Folgeerkrankungen wie chronische Kopfschmerzen ausüben. Eine besondere Form der Kombination von sowohl Bewegung als auch Entspannung ist Yoga. „Anders als bei erwachsenen Patienten ist die Studienlage zum Einsatz von Yoga im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin bisher allerdings überschaubar. Ziel unserer Studie ist es deshalb, die bisherige Studienlage zum Thema Yoga bei kindlichem Kopfschmerz zu verbessern und damit das zusätzliche Therapieangebot jenseits einer Schmerzmedikation zu vergrößern“, so Anheyer, der selber wegen Spannungskopfschmerzen zum Yoga gekommen ist und diese damit seit vier Jahren erfolgreich bekämpft.

DIE NEUE STUDIE

An der Studie, die im September 2016 startet, können Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren teilnehmen, die an mindestens vier Tagen im Monat unter ärztlich diagnostiziertem Spannungskopfschmerz und/ oder Migräne leiden. Die Jugendlichen oder die

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EXPERTENTIPP Zahnästhetik Strahlend lächeln: das ist möglich Schöne Zähne stehen für Gesundheit – und ein strahlendes Lachen weckt Sympathien. Doch was, wenn der Alltag Spuren hinterließ, Zähne verfärbt sind oder Lücken entstanden? Dr. Jan Heermann nutzt in der ästhetischen Zahnheilkunde modenste Verfahren aus den USA. Er erläutert, welche Therapien sich kombinieren lassen: „Wenn Zähne verfärbt sind oder dun­ kel wirken, kann ein Bleaching die Zähne aufhellen. Dafür besprechen wir mit dem Patienten den gewünsch­ ten Aufhellungsgrad. Eine Behandlung genügt, die Wirkung hält mehrere Jahre. Bei starken Verfärbungen, Zahnfehlstel­ lungen oder kleinen Lücken sind Veneers oder Lumineers eine ideale Lösung. Die hauchdünnen Keramikverblendungen lassen sich „probetragen“ und werden mit einer schonenden Technik fest fixiert.

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Interessierte Jugendliche und Eltern melden sich unter der Essener Rufnummer 174 -13 152 oder per E-Mail an studien-nhk@kliniken-essen-mitte. de und hinterlassen bei Kontaktaufnahme ihren Namen, ihre Rufnummer und das Stichwort ‚Kinder-Yoga‘. Anmeldeschluss für die Teilnahme an der Studie ist der 15. August 2016.

Eltern sollten nicht bereits regelmäßig Yoga praktizieren und in der Lage sein, einfache gymnastische Übungen auszuführen. Zudem sollte ein Elternteil ebenfalls dazu bereit sein, am Yogaprogramm teilzunehmen. Die Eignung für eine Studienteilnahme wird in einem ärztlichen Gespräch überprüft.

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KULTUR – TIPPS & TERMINE

Spielzeiteröffnungsfest 10. September 2016, Im und rund ums Grillo-Theater

AU F TA K T- P R E M I E R E D E R S P I E L Z E I T 2 0 1 6 | 2 0 17 Das Prinzip Jago nach Motiven aus „Othello“ von William Shakespeare Inszenierung von Volker Lösch 1. Oktober 2016, Grillo-Theater Tickets T 02 01 81 22-200 www.schauspiel-essen.de

Metropole Ruhr: Die Gourmetmeile auf dem UNESCO Welterbe ist auch bei Dunkelheit ein Augenschmaus.

AIDA SUMMER LOUNGE Das Essener Reisebüro Kozica Reisen hat die Showkabine des neuen Kreuzfahrtschiffes AIDAprima an den Baldeneysee geholt. Noch bis zum 14. August können sich die Besucher am Seaside Beach täglich vor Ort inspirieren lassen. Das Highlight allerdings steigt am 12. August: Kurz bevor die Showkabine am Baldeney wieder ablegt, wird sie mit einer Party gebührend verabschiedet. „So haben die meisten ihren Urlaub noch nie geplant“, erklärt Mark Kozica, Geschäftsführer des Familienunternehmens. „Die Kunden können sich vorher ein Bild davon machen, wie eine Kabine auf der AIDAprima aussieht. Diese Möglichkeit gibt es bei einem normalen Beratungsgespräch nicht.“ So findet am 7.08. der AIDA Familientag statt. Während sich die Eltern in der Showkabine beraten lassen, erlebt der Nachwuchs von 10 bis 18 Uhr einen unterhaltsamen und spannenden Tag auf der AIDA-Hüpfburg, beim Kinderschminken und Malwettbewerb sowie als kleine Freibeuter bei der AIDA Schatzsuche. Party-Willige und tanzwütige Besucher kommen am 12.08. auf ihre Kosten. Bei der ‚AIDA Summer Lounge powered by Kozica Reisen‘ sorgt der bekannte DJ Paul Lomax mit seinem einzigartigen Ibiza-House-Sound für Urlaubsatmosphäre und bringt den Strand ab 18 Foto: Kozica Reisen

T H E AT E R F E ST

Zeche Zollverein verwandelt sich wieder zum Hot Spot der gehobenen Küche Foto: Christoph Bubbe

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VOM 25. BIS 28. AUGUST FINDET DIE GOURMETMEILE METROPOLE RUHR STATT

U N SE R A LLTAG , IH R F E ST Theaterfest zur Spielzeiteröffnung 11. September 2016, Aalto-Theater

Vier Tage lang präsentieren die Köche aus der Region ihr kulinarisches Können vor der eindrucksvollen Kulisse des UNSECO-Welterbes Zollverein. Wo einst die Bergleute malochten, wird heute geschlemmt. Auf dem ehemaligen Gleisboulevard von Schacht XII werden der rote Teppich ausgerollt und große, weiße Restaurantzelte aufgebaut. Schirme schützen zudem vor Sonne oder Regen. Illuminationen tauchen das Gelände in ein beeindruckendes Lichtermeer. Die Gäste stehen vor der Qual der Wahl. Die Auswahl an Gerichten ist groß. Spitzengastronomen bereiten extravagante Speisen aber auch typische ‚Bergmannsgerichte‘, wie etwa die ‚Graupensuppe nach Bergmannsart‘, zu. Ein begleitendes Bühnenprogramm mit heimischen und internationalen Künstlern sowie das große Feuerwerk am Samstagabend sorgen zusätzlich für Stimmung. „Da einige Restaurants ihren Betrieb aufgegeben haben, freuen wir uns, aus Bochum das ‚Tucholsky‘, aus Gladbeck den ‚Jammerkrug‘, aus Kettwig den ‚Schmachtenbergshof‘ und aus Dorsten den Sternekoch Björn Freitag mit dem ‚Goldenen Anker‘ begrüßen zu dürfen“, erklärt Vorstand Rainer Bierwirth von ESSEN GENIEßEN e.V. Zudem rät der Organisator, einfach mal mit dem Bus oder Taxi anzureisen und das Auto zu Hause stehen zu lassen. Schon die Fahrt zum Zechengelände wird ein Erlebnis. Öffnungszeiten: Do. + Fr. von 16.00–23.00 Uhr, Sa von 12.00–23.00 Uhr, So von 12.00–20.00 Uhr www.essen-genießen.de

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Foto: Gerd Lorenzen

Ein Beitrag von Eva Valentini

Zeche Zollverein: Wo früher die Kumpels schufteten, schwitzen Ende August die Köche am Herd.

Aalto_Informer_83x114mm_August16_Theaterfest.indd 1

07.07.2016 12:14:14

V.l.: Seaside-Geschäftsführer Holger Walterscheid und die Kozica Reisen-Geschäftsführer Uwe Wenglikowski und Mark Kozica.

TAG IM PARK FESTIVAL 2016 Der Kaiserpark in Altenessen verwandelt sich am 21. August zwischen 14 und 18 Uhr wieder in eine Freiluftbühne.

Beim ‚Tag im Park‘ mischen sich lokale und überregionale Künstler sowie Laien und professionelle Künstler. So spielten im letzten Jahr zeitgleich lokale Folkloremusiker und bekannte Jazz-Instrumentalisten. So war 2015 z. B. Jan Klare von ‚The Dorf‘ zu erleben, und neben der Trommelgruppe von Mamadou Camarra waren auch konzeptionelle Performances, etwa ‚Noga‘ von der Künstlerin Rosh Zeeba oder ‚Transatlantis-Stimmen‘ von Mizgina Rengin, zu sehen. Auch in diesem Jahr hoffen die Macher auf eine zahlreiche aktive und kreative Teilnahme, aber auch, wer ‚nur‘ gucken und flanieren will, ob Klein oder Groß, ist herzlich eingeladen, den Tag im Park zu genießen. Der Eintritt ist frei

RICHARD DEACON. DRAWINGS AND PRINTS 1968 – 2016 Ab dem 26. August widmet das Museum Folkwang Richard Deacon die erste umfassende Schau seines grafischen Werks. Anhand von 150 Werken bietet sie erstmals einen repräsentativen Überblick über das zeichnerische Schaffen des britischen Künstlers von 1968 bis heute.

Deacon zählt zu den international bedeutendsten Bildhauern seiner Generation. Seine raumgreifenden Skulpturen faszinieren durch ihre formale Kraft und Präzision. Mit den Arbeiten auf Papier steht zum ersten Mal ein bislang kaum bekannter Aspekt aus dem Schaffen des Turner-Preisträgers im Fokus einer Ausstellung. Das Zeichnen besitzt für Deacon eine zweifache Funktion: Einerseits werden Entwurfszeichnungen einzelner Skulpturen präsentiert, andererseits Zeichnungen, die völlig unabhängig vom skulpturalen Werk entstanden sind. Hinzu kommen druckgrafische Arbeiten – ein Bereich im Schaffen Deacons, der vor allem in den letzten Jahren an Bedeutung zugenommen hat. Tickets ab 7 €.


KULTUR – TIPPS & TERMINE

Auf der Essener Wiesn wird‘s mächtig bunt – Kult-Star inklusive

G r u g a h a ll e

Fotos: Gerd Lorenzen

EINE FÜR ALLE!

Mit seinem Buch ‚Kühe grasen nicht, sie sprechen mit der Erde‘ ist Piet Klocke deutschlandweit auf Lesereise.

Der Essener Comedian Piet Klocke ist am 28. August einer der Talk-Gäste bei #halbzwölf, der neuen Veranstaltungsserie auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein mit TV-Moderator Peter Großmann. Als Musiker, Kabarettist, Schauspieler und Autor hat sich Piet Klocke in den zurückliegenden drei Jahrzehnten bundesweit einen Namen gemacht. Die unvergleichliche Art zu sprechen, kombiniert mit sprachlichen Abschweifungen und der Vorliebe dafür, angefangene Sätze nicht zu beenden, sind bei den Auftritten zu seinem Markenzeichen geworden. Am 28.08. ist der 58-Jährige einer der Gäste bei #halbzwölf, der neuen Veranstaltungsserie auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein mit Peter Großmann, dem Sportmoderator des ARD-Morgenmagazins. Außerdem zu Gast: der Kabarettist und Liedermacher Christian Hirdes und Rot-Weiss-Legende Willi ‚Ente‘ Lippens. Karten gibt es für 15 €.

VOM 30. SEPTEMBER BIS 15. OKTOBER TOBT AM FLUGHAFEN DAS RÜ OKTOBERFEST

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Foto: semmel concerts

KULTURTIPPS KULTURTIPPS IM AUGUST 16

Der zweite Teil des Figuren-Tanz-Spektakels ‚Shadowland‘ kommt nach Essen.

ABENTEUER IM SCHATTENLAND Ab dem 30. August gastiert für sechs Tage das Tanz-Theater Pilobolus im Colosseum Theater in Essen. Dann heißt es: Shadowland 2.

Die neuen Abenteuer im Schattenland der US-Tanzkompanie spielen in einem Lagerhaus. Darin, in Kisten eingesperrt, sind phantastische Kreaturen von großer Schönheit – unschuldig, versteckt, gestohlen. Doch wie schon in ‚Shadowland‘ erwachsen der Geschichte noch aus dem finstersten Szenario umwerfende Bilder. Es geht um die Befreiung der Figuren. Zusammen mit der jungen Frau von der Poststelle entdeckt der Wärter unvermittelt einen Zugang zu dem Schattenleben im Inneren der Kisten, die er bewachen soll. Die beiden wagen sich in verbotene Welten. Retten sie die Gefangenen? Man wird sehen. Tickets gibt es ab 39,90 €.

Bis zum letzten September-Tag ist es noch lange hin. Das dachte sich unsere Redaktion auch, bis uns die Nachricht der Organisatoren erreichte: „Nachdem wir online den Vorverkauf fürs Rü Oktoberfest 2016 gestartet haben, waren bereits einen Monat später 90 Prozent der Tickets ausverkauft“, so die Gastronomen und Organisatoren Ted Terdisch und Werner Rzepucha. Wer also noch welche der begehrten Tickets haben will, sollte nicht auf die Abendkasse am Festzelt setzen. „Wir starten aber ab dem 1. September mit dem Vorverkauf in der Bar S6 und dem Plan B auf der Rü“, ergänzt Sven Morsbach, Geschäftsführer der Kultkneipe S6 in Stadtwald und Mitwirkender im Orga-Team des Essener Oktoberfestes. Einen Insider-Tipp für den Run auf die Wiesn-Karten gab uns Markus Lehwald, Moderator der Queernight, die am 06. Oktober im Festzelt am Flughafen Essen-Mülheim steigt. „Hierfür sind noch Kartenbestände da. Und das Gute daran: Tische lassen sich für diesen Abend fast 14 Prozent günstiger reservieren. Und wer in Oktoberfest-Tracht erscheint, bekommt von uns auch noch ein Dankeschön-Präsent.“ ‚Queer‘ ist ein sogenanntes Geusenwort. Im englischen Sprachraum früher als Schimpfwort für Personen, die von vermeindlichen Sexualnormen abweichen, kehrten homosexuelle Aktivisten das Wort ins Positive um. Heute steht ‚Queer‘ nicht nur für die homosexuelle Szene, sondern vor allem für eine gelebte, bunte Vielfalt. Und das spiegelt auch das Programm der Oktoberfest-Queernight wieder, das sich durchaus an jedermann, der Lust auf Party hat, richtet. „Im letzten Jahr kamen 700 Gäste. Das wollen wir 2016 natürlich toppen“, so Lehwald. Und dieses Ziel will man letztlich auch durch das bunte Programm erreichen: Comedy-Einlagen, Men-Stripshows und eine Travestie-Kunst der Gruppe ‚Grace Royal‘. Das absolute Highlight des Abends dürfte aber der Auftritt von Kultstar Mary Roos sein. Um welche Uhrzeit die Schlager-Ikone der 70er und 80er Jahre auftreten wird, verriet uns weder Lehwald noch Organisator Ted Terdisch. Nur soviel: „Wir freuen uns schon mächtig auf die Roos.“ Festzeltzeiten: Do. von 17.00–24.00 Uhr, Fr. von 17.00– 1.00 Uhr, Sa. + So. von 11.00–16.30 Uhr + 17.00–1.00 Uhr www.rue-oktoberfest.de Ein Beitrag von Lars Riedel Fotos: Manfred Esser

A

Auf die Tische, fertig, los: Beim Rü Oktoberfest ist Mitfeiern nicht nur erlaubt, sondern geradezu erwünscht. Ende September startet die Wiesn zum zweiten Mal am Flughafen Essen-Mülheim.

27 | 08 | 2016

Spring Break Festival Die legendäre Party aus den USA

08 | 09 | 2016

Mario Barth „Männer sind bekloppt, aber sexy!“

01 | 10 | 2016

Suberg´s Ü-30 Party „Mehr als eine Party“

15 | 10 | 2016

The Legend of Zelda „Symphony of the Goddesses“

19 | 10 | 2016

Carolin Kebekus „AlphaPussy“

21 | 10 | 2016

Lord of the Dance Dangerous Games

23 | 10 | 2016

Laura Pausini Simili

29 | 10 | 2016

SNIPES Battle of the year 2016 Die inoffizielle WM im Breakdance

30 | 10 | 2016

Mädchenklamotte – Der Mädelsflohmarkt im Foyer

06 | 11 | 2016

Schallplattenbörse im Foyer

10 | 11 | 2016

Bülent Ceylan K RONK

12 | 11 | 2016

Koncert Gwiazd Stars aus Polen 2016

11 | 12 | 2016

Wise Guys Abschiedstour! Das Beste aus 25 Jahren

15 | 12 | 2016

Eros Ramazzotti „Perfetto“

16 | 12 | 2016

257ers Weihnachtsfeier

17 | 12 | 2016

Kaya Yanar Planet Deutschland

17 | 12 | 2016

Die kleine Meerjungfrau – Musical Congress Center West

02 | 02 | 2017

Die Teddy Show „Ds passiert alles in dein Birne!“

10 | 02 | 2017

Dieter Nuhr „Nur Nuhr“

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EVENT-SPECIAL

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Welcher Wein passt am besten zum Grillfleisch?

Kicken für die Akzeptanz Fußball-Turnier mit Signalwirkung: Eggers-Stiftung setzt sich für psychisch erkrankte Jugendliche ein.

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Dipl-Önologe Roland Birr

elcher Wein nun wirklich am besten zum Fleisch vom Grill passt, darauf kennt kaum einer besser die Antwort als der gelernte Dipl.-Önologe Roland Birr. Er betreut Weingüter in Europa, Südafrika, Australien, Neuseeland und Südamerika. In seiner weltweit erfolgreichen ‚Grill to thrill‘ Show bereitet der Profi Fleisch und Fisch in ganzen Stücken auf offenen Buchenholzfeuern zu. „Das Fleisch bleibt so saftiger und schmeckt anders, als die Gäste es sonst gewohnt sind“, erklärt Birr. Zu dem eindrucksvollen Outdoor-Erlebnis werden die Weine des Abends – vom südafrikanischen Kap, dem Süden Frankreichs, Rumänien, Australien, Neuseeland und Südamerika – präsentiert und verköstigt.

Im Stadt Hotel Mintrop erlebten die Gäste bereits im Juni den gelungenen Auftakt der Grill-Show. Jetzt findet das Event in Burgaltendorf in Mintrops Land Hotel statt. A-Grade Qualitätsfleisch von Roastbeef über US Rib-eye bis LammRacks stehen an diesem Tag auf dem Speiseplan. Passend zum Grill-Event lädt die wunderschöne Kulisse des Land Hotels mit Wiesen und altem Baumbestand zum Verweilen ein. Infos: Mintrops Land Hotel Burgaltendorf, Schwarzensteinweg 81, Beginn: 26.8. um 19.00 Uhr. Kosten: 89,- Euro (inkl. aller Speisen & Weine, Wasser & Espresso).

Foto: Lars Riedel

Fotos: Mintrops

Weinexperte Roland Birr lädt am 26.8. zur ‚Grill to thrill‘ Show ins Mintrops Land Hotel.

gers-Cup, der im August bereits zum vierten Mal stattfindet. „Menschen, vor allem Jugendliche mit psychischen Erkrankungen haben leider kaum eine Lobby in unserer Gesellschaft“, erklärt Kremer. „Mit dem Fußball-Turnier wollen wir ein Signal setzen und das Thema etwas mehr ins öffentliche Bewusstsein transProf. Dr. Christian Eggers bei der Vorstellung portieren. Uns ist wichtig, dass auch Leute, der 3. Mannschaft von Rot-Weiss im Juni 2013. die weder persönlich, familiär oder beruflich betroffen sind, sehen: diese Jugendlichen sind m Jahr 1997 gründete sich unkeine bösen Menschen.“ ter Federführung von Prof. Dr. Gleichzeitig verfolgt die gemeinnützige Christian Eggers eine Stiftung, die Stiftung mit dem Eggers-Cup noch ein psychisch kranke Jugendliche unweiteres Ziel: die gesellschaftliche Teilhabe. terstützt. Ziel ist es, die jungen Menschen „Unseren jungen Menschen fällt es schwer, mit speziellen Betreuungskonzepten mit anderen in Kontakt zu kommen. Allein und Wohnmodellen pädagogisch und gehen die meisten von ihnen nicht raus.“ therapeutisch zu begleiten. Dass dies Der Spaß und Kontakt beim gemeinsamen durchaus auch mit Spaß und Freude Erlebnis ‚Fußball‘ soll hier eine Brücke passieren kann, das zeigt unter anderem bauen. Nicht zuletzt deshalb der Eggers-Cup. beteiligte sich die Eggers-StifDie Idee zu einem gemeintung schon Mitte 2013 bei der samen Kick entstand bei einem Gründung der 3. Mannschaft Benefiz-Konzert in der Lichtburg. von Rot-Weiss Essen. Und „Wir kamen mit Studenten und sportlich soll es auch weitermit Mitarbeitern aus der Lichtgehen: Mit dem Box-Club ‚Unburg ins Gespräch, die eine HobSCHLAGbar Werden‘ ist ein by-Mannschaft hatten“, erinnert Box-Projekt in Planung. „Aber sich Stiftungs-Geschäftsführer auch wir wissen, dass Sport Frank Kremer. Schnell war der jeglicher Art, nicht jedermanns Plan gefasst, sich mal auf dem Sache ist“, sagt Kremer mit Rasen zu einem gemeinsamen einem Lächeln und verweist Kick zu treffen. Und aus diesem auf das Kunstprojekt ‚UNART‘, Frank Kremer, Geschäftslockeren, sportlichen Miteinanbei dem die Jugendlichen mit führer Eggers-Stiftung der wuchs schließlich der EgKünstlern zusammenarbeiten.

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Foto: Christoph Bubbe

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4. Eggers-Cup GROSSES FUSSBALLTURNIER DER PROF. DR. EGGERS-STIFTUNG

4. August 2016

Beginn: 10:00 Uhr

BEZIRKSSPORTANLAGE AN DER SEUMANNSTRASSE Tore - Siege - Spass Integratives Fussballturnier als Begegnungsstätte Mit freundlicher Unterstützung von:

14 Mannschaften spielen um den Eggers-Pokal

Für das leibliche Wohl ist zu familienfreundlichen Preisen gesorgt


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EVENT-SPECIAL

Fotos: Gerd Lorenzen

Der Messeparkplatz im Herzen Rüttenscheids verwandelt sich auch in diesem Jahr wieder in eine Gourmet-Oase.

Auch in den Abendstunden herrscht Atmosphäre beim Schlemmer-Fest.

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ndlich: Der Sommer ist da! Und mit ihm gibt´s eine neue Auflage von ‚Rü... Genuss pur!‘ Ab dem 3. August heißt es auf dem Messeparkplatz P2: Live-Musik, sehen und gesehen werden - und natürlich schlemmen, was das Zeug hält.

gleich zwei weitere echte Premieren bei ‚Rü... Genuss pur!‘ an. Insgesamt 23 Gastronomen werden die Besucher kulinarisch verwöhnen. Und mit allein 2.000 Sitzplätzen, die den Gästen zur Verfügung stehen, werden sie an ihren Töpfen wohl auch mächtig ins Schwitzen kommen. Live-Musik, Feuerwerk, Cocktailbars und mehrere hundert Pflanzen runden die fünftägige Gourmet-Oase auf dem Messeparkplatz ab. Und es gibt auch ein Wiedersehen: Nach einem Jahr Pause ist diesmal auch wieder das Café Kötter mit seinen Leckereien mit von der Partie. Wer schlemmt, kann übrigens auch gleichzeitig was Gutes tun: Der diesjährige Charity-Partner ist die Freddy Fischer Stiftung, wie Organisator Ted Terdisch uns im Vorfeld erzählte. Besonders malerisch wird es bei ‚Rü... Genuss pur!‘ mit dem großen Feuerwerk.

„Stillstand ist für uns Rückgang“, sagt Organisator Werner Rzepucha. Und daher haben er und sein Orga-Kollege Ted Terdisch auch zum diesjährigen Schlemmer-Event im Herzen Rüttenscheids Neues zu verkünden. Rzepucha zum Beispiel freut sich auch auf Sushi und andere Köstlichkeiten aus Fernost. Denn das ‚Sa Rang Bang‘ und das ‚coa‘ sind erstmalig mit von der Partie. Mit der gehobenen Schlossküche aus dem Kettwiger Hugenpoet und der ‚NOA Kitchen Bar‘ stehen

Wenn im Schloss die Jazzer loslegen …

Live-Musik auf Schloss Hardenberg: Das ‚Plan C‘ etabliert neue monatliche Jazz-Matinee. Fotos: KVV

Premieren und ein Wieder­ sehen bei ‚Rü... Genuss pur!‘

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Die Jazz Matinee Velbert findet in der Vorburg von Schloss Hardenberg statt.

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as ‚Plan B‘ auf der Rü ist den meisten Essenern ein Begriff. Es hat aber noch eine Schwester. Die heißt – folgerichtig – ‚Plan C‘ und befindet sich in Velbert, genauer: in der Vorburg von Schloss Hardenberg. Und genau hier ist seit letzten Juli der Jazz-Teufel los.

„Im vergangenen Monat, bei unserer Premiere, waren so um die 200 Besucher da“, zeigt sich die Betriebsleiterin der Café-Bar, Katja Becker, selbst noch etwas überrascht. „Dabei hatten wir in nur zwei Wochen alles auf die Beine gestellt. Die Website zur Jazz Matinee Velbert war sogar erst seit einer Woche online.“ Die Kultur- und Veranstaltungs GmbH – kurz KVV – war ans ‚Plan C‘ herangetreten mit der Frage, ob man sich hier nicht eine

offene Jazz-Session vorstellen könne. Die Antwort: Jazz ja, eine offene Session eher weniger. „Im Hinblick auf eine wiederkehrende Reihe sollte die Nummer nicht zu experimentell werden, sondern gute, hörbare Jazz-Musik.“ Also holte man Thomas Hufschmidt, seines Zeichens Professor für Jazzpiano an der Folkwang-Hochschule, an Bord und übertrug ihm die künstlerische Leitung. Hufschmidt, der selbst bei der Jazz Matinee immer wieder in die Tasten greifen wird, holte auch gleich zum Auftakt der Reihe Emmy-Preisträgerin Soleil Niklasson aufs Schloss, die schon mit Größen wie Rod Stewart und dem legendären Oscar Brown Jr. auf der Bühne stand. Die nächste Matinee auf Schloss Hardenberg steigt am 14. August. Dann wird Inga Lühning die Zuhörer fesseln. Sie vereint erfolgreich die musikalischen Welten von Jazz und Pop. „Nur Thomas Hufschmidt kann leider an diesem Tag nicht dabei sein. Aber im September geht‘s ja weiter“, so Becker.

Zur Premiere kam die für ihr Gesangstalent mit einem Emmy ausgezeichnete Jazz-Sängerin Soleil Niklasson aufs Schloss in Velbert-Neviges. ANZEIGE

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Sie sind dann mal weg: INFORMER bleibt dabei PAAR 2 JAHRE AUF WELTREISE – AUFTRAG VOM CHEF ALS FOOD-SCOUT IM GEPÄCK beiden nicht nur im Winter, sondern auch im Dauerregen mit 20 Grad. „Sturm! Pitsch-patsch-nass sind wir erst einmal in den wärmeren Norden geflüchtet“, teilt Hoffmann der Redaktion per Skype mit.

Reiseroute: Von wegen in 80 Tagen…

Sie fanden eine anders tickende Welt. Ein Beispiel: Im Garten eines Hotels wurden Schlangen regelmäßig eingesammelt. „Zum Spielen blieb uns eine Grüne Baumotter“, wirft Lambert lachend ein. Überwältigt hat die beiden die Früchte-Vielfalt und die ungewohnte Kombination einzelner Sorten. „Unzählige Obstsäfte aus Wassermelone, Mango, Papaya, Ingwer, Minze, Karotte, Ananas, Spinat, Zitronengras – das sind die reinsten Geschmacksexplosionen: erfrischend, neu, lecker“, berichtet Hoffmann in seiner Funktion als Food-Scout. Bereit zum Abflug: Alice Lambert und Eike Hoffmann treten ihre Weltreise an.

D

ie große weite Welt lockt viele, doch nicht alle machen ihren Traum wahr: Alice Lambert und ihr Freund Eike Hoffmann gehören zu den wenigen, die es wagen. Anfang Juni verabschiedete sich das Paar gleich für 2 Jahre von Heim und Herd. Wir begleiten sie auf der spannenden Tour über alle Kontinente. Nach 4 Wochen Australien erhielten wir jetzt den ersten Bericht.

WOHNUNG VERSILBERN, CHEFAUFTRAG UND AUSTRALIEN Ein Thailand-Trip reichte irgendwann nicht mehr aus. „Als die 2 Wochen vorbei waren, merkten wir, dass wir noch sehr viel mehr sehen wollten“, sagt Alice Lambert. Idee geboren, Kosten überschlagen, Fa-

milie und Freunde informiert. Dann ging alles rasend schnell. Reiseroute planen, Möbel und Kleidung verkaufen – dank Google und Facebook alles ein Kinderspiel.

VERFOLGER-BLOG ZUM NEIDISCH WERDEN Um nicht nach der Weltreise nahezu die gleiche Zeit mit Erzählungen zu füllen, war auch die Idee eines Blogs schnell geboren. Bei travelntrain.de schreiben die beiden Globetrotter jetzt regelmäßig, geben Reisetipps, teilen Kochrezepte, stellen Sportarten vor und posten Fotos der Hotspots. „Alles ist zum Nachmachen gedacht“, erläutert Hoffmann, „wir möchten unsere Begeisterung für Reisen, gesunde Ernährung und Fitness teilen.“ Dabei sei die Mischung neu. „Das gibt es so noch nicht. Wir freuen uns, dass wir eine Lücke in den Tausenden von Reiseblogs gefunden haben.“

Auch der in Rüttenscheid ansässige Arbeitgeber wurde rechtzeitig eingeweiht: Eike Hoffmann, seit 15 Jahren als operativer Bereichsleiter für die Mongo’s Restaurantkette tätig, sprach mit seinen beiden Chefs Christian Paul Blech und Spiridon Soukas. Die waren zu Hoffmans Überraschung zwar erst geschockt und dann spontan begeistert. Soukas: „Wie wäre es, auch für uns als Food-Scout unterwegs zu sein: neue Rezepte und unbekannte Zutaten entdecken?“ Das passe zu ihm und absolut zum Mongo’s Restaurantkonzept. Denn der 39jährige Hoffmann hat durch seine Berufserfahrung ein gutes Gespür für Ernährungstrends und spannende Kompositionen auf dem Teller. Mehr noch: Seine 31jährige Freundin ist ausgebildete Ökotrophologin. Win-Win lag auf der Hand.

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Auch die Frucht Stachelanone (Soursop) gehöre dazu, die auch schon in der Krebstherapie eingesetzt werde. „Das Obst wird dem Superfood zugeordnet, weil es viel Gutes in einem Lebensmittel vereint“, erklärt Hoffmann. Auch in Indonesien, wo das Paar gerade nach rund 4 Wochen Australien angekommen ist, wird Soursop als Smoothie serviert.

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Christian Boenisch (ART-DIRECTOR)

Betty Stellmacher (VERLAGS-LEITUNG)

Foto: Peter Prengel – Stadtbildstelle Essen

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Ausblick:

DAS BEWEGT DIE STADT IN DEN NÄCHSTEN 4 WOCHEN von Lars Riedel

Jöran Steinsiek (THEMEN-REDAKTION)

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Lars Riedel (CHEF VOM DIENST)

Amela Radetinac (KULTUR / PEOPLE)

Pascal Hesse (POLITIK / WIRTSCHAFT)

Eva Valentini (PEOPLE)

Jerra Steinsiek (REISE)

Margot David (REISE)

Thorsten Richter (WIRTSCHAFT / PEOPLE)

Dennis Straßmeier (FOTO)

Gerd Lorenzen (FOTO)

Christoph Bubbe (GRAFIK / FOTO)

Sarah Stellmacher (GRAFIK)

: EU

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Der Fall Hinz schlägt Wellen, auch bei den nicht öffentlichen Biografien von Privatleuten – EUV warnt: Lebenslauf beschönigen kann strafbar sein

Artur Hanke (BERATUNG)

Der Fall der Bundestagsabgeordneten Petra Hinz, die über ihre Lebenslauf-Lüge stolperte (siehe Seiten 4–6), schlug Wellen und wird die Essener Politik auch noch weiter beschäftigen – und nicht nur die. Der Essener Unternehmensverband EUV nahm den aktuellsten Fall der Werdegangsbeschönigung zum Anlass einer Warnung: Manipulationen von Lebensläufen und Bewerbungsunterlagen kom-

Schlusstermine für die Ausgabe »September 2016« REDAKTION: 15.08.2016 & ANZEIGEN: 19.08.2016 DRUCK Ruhrnetzwerk GmbH DISTRIBUTION Briefkasten-Zustellung: Delta Werbung GmbH Auslage-Vertrieb: Direktwerbung Van Hoewijk

men häufiger vor, als viele denken. Mehr als jeder dritte Bewerber macht falsche Angaben. Die Möglichkeiten zur Manipulation sind fast unbegrenzt und die Phantasie der Kandidaten kennt keine Grenzen. Die meisten lügen bei Angaben zum früheren Job, etwaigen Erfahrungen und Erfolgen. Andere frisieren die Bewerbung bei Praktika, Bildungsabschlüssen oder gar Abschluss- und Arbeitszeugnissen. Rechtsanwalt Ulrich Kanders (Foto), Hauptgeschäftsführer des EUV: „Wir sehen in der aktuellen Diskussion um Petra Hinz, dass viele Leute ihren Lebenslauf frisieren, ohne an mögliche Konsequenzen zu denken. Denn fliegt der Schwindel auf, steht nicht nur die Karriere, sondern auch der Arbeitsplatz auf dem Spiel. Die Manipulation ist im geringsten Fall Hochstapelei, im Einzelfall sogar Urkundenfälschung.“

VERLAG Presse-Verlag Ruhr GmbH · Bredeneyer Straße 2b 45133 Essen · Geschäftsführer: Ralf Schönfeldt REDAKTION Bredeneyer Straße 23 · 45133 Essen Fon: (0201) 45 8534 45 · Fax: (0201) 45 8530 89

Rückblick:

Die INFORMER MAGAZINE Essen erscheinen 12 × jährlich jeweils vor Monatsbeginn im kombinierten Haushalts- und Auslagevertrieb. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 18 vom 01.08.2015. Vom Verlag gestaltete Anzeigen unterliegen dem Urheberrecht und dürfen ohne schriftliche Genehmigung nicht verwendet werden. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder. INFORMER MAGAZINE ist ein eingetragenes Markenzeichen der Bredeneyer Informer Verlags GmbH & Co. KG.

Fotos: Christoph Bubbe

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Die ‚lange Gourmet-Tafel‘, die zur Meilen-Eröffnung im letzten Jahr Premiere hatte, stieß auf so viel positive Resonanz, dass es für 2016 förmlich nach einer Wiederholung schrie.

Meilenmacher Rainer Bierwirth eröffnete ‚Essen... verwöhnt‘ in diesem Jahr mit Bürgermeister Rudi Jelinek.

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Auch auf der Meile gesichtet: GOP-Direktor Matthias Peiniger.

Eine muntere Tafelrunde – links LUEG-Bereichsleiter Ralf Schütte mit Familie, rechts Wohnbau eG-Vorstand Claus-Werner Genge mit Lebensgefährtin Birgit Petereit, INFORMER Jöran Steinsiek und Security-Unternehmer Mohammed Issa (v.l.).

Der Sommer hat in diesem Jahr lange auf sich warten lassen. Pünktlich zur Gourmetmeile in der Innenstadt kam die Sonne endlich raus. „In den letzten drei Jahren strömte der Regen auf uns ein und dieses Jahr strömten die Gäste zur ‚Essen… verwöhnt‘“, resümiert Meilenmacher Rainer Bierwirth. Doch es gab nicht nur Anlass zur Freude. Es hieß Abschied nehmen vom Résidence, das nur noch bis Dezember geöffnet haben wird. Als Bierwirth sich bei Berthold Bühler und seinem Team bedankte, konnte er sich eine Träne nicht verkneifen.


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Ein Ausblick auf mehr Sicherheit: Der INFORMER-Ratgeber mit Kampfkunst-Experten Sensei Alfons Pinders von i-defense Essen:

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Foto: Christoph Bubbe

Sie sind zwischen 16 und 19 Jahre alt, kennen sich aus der Schule und nennen sich ‚BigVisions‘. Und sie sind junge Filmemacher. „Unseren Youtube-Channel gibt es schon seit einem Jahr“, so Julius Wieler (Foto). „Und in dieser Zeit kann man deutlich unsere Entwicklung sehen.“ Darum geht es den Jungs: Sie üben und lernen. Und vor allem: Sie wollen weiterkommen. Ihr letztes Werk war ein Zweieinhalb-Minüter, „ein eher künstlerischer Kurzfilm, aber eben ohne eigentliche Story“, wie Julius sagt. Nun will ‚BigVisions‘ einen Film machen mit echter Handlung. Das 100-seitige Drehbuch zu ‚Zuhause‘, so der Arbeitstitel, steht bereits, auch Schauspieler sind gefunden. Nun ist man auf der Suche nach Unterstützern. „Anfahrt der Schauspieler, Verpflegung, Equipment – all das kostet Geld.“ Mit 6.000 Euro Produktionskosten rechnen Julius und seine Mitstreiter und starteten eine Crowdfunding-Aktion im Internet – eine erste Szene des Films inklusive. Nun bleiben ihnen noch ca. 4 Wochen, um dieses Ziel zu erreichen. Wer sie unterstützen will, einfach den QR-Code scannen.

Fall Hinz Die falsche Biografie der Essener Bundestagsabgeordneten Petra Hinz beschäftigte nicht nur unsere Redaktion und die Essener Politik, sondern auch unsere Leser. Einer von ihnen: Dr. Richard Kiessler. Von 1979 bis 1993 war Kiessler diplomatischer Korrespondent beim Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL in Bonn. Danach war er von 1994 bis 2007 NRZ-Chefredakteur (siehe Seite 12) und von 2007 bis 2010 Sonderkorrespondent für Außenpolitik in der heutigen FUNKE-Mediengruppe. Und: Er ist seit 1967 Mitglied der SPD. Der tiefe Fall der Petra Hinz, er offenbare das Desaster der Essener SPD. „Eine Figur wie Hinz konnte nur in einem politischen Biotop gedeihen, in dem verschlungene Seilschaften geknüpft wurden und eine Hand die andere wusch“, beurteilte Kiessler die Situation in einem Kommentar für den INFORMER. Seine Sicht auf den Fall Hinz ist nachzulesen auf www.informer-magazine.de.

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Essener Jungs starten Filmprojekt

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„Aus Liebe zu Ihrem Ford“

„Aus Liebe zu Ihrem Fo In meinen vierzig Jahren Lehrtätigkeit stellten die Frauen in den Selbstverteidigungskursen immer wieder die gleichen Fragen und schilderten ähnliche Probleme: „Was für Möglichkeiten habe ich als Frau, mich zu schützen? Mit was für Konsequenzen habe ich nach der Verteidigung zu rechnen? Wie soll mein Verhalten vor, während und nach einem Übergriff sein?“ Im Training des Selbstschutzes fallen häufig die Sätze: „Ich kann, das glaube ich, nicht. Ich kann oder möchte keinen verletzen.“ Frau denkt mehr an ihr Verhalten als an die Tat oder das Verhalten des Täters. Es kommen Zweifel auf, obwohl die Notwendigkeit des Selbstschutzes klar ist. Wichtig! Frau muss sich vergegenwärtigen: „Wenn ich mich wehre, handel ich im Recht und habe Erfolg.“ Diejenigen, die sich verteidigen, sind keine Opfer, sondern Gegner. Und Täter wollen keine Gegner!

Frau, die in Notwehr handelt, handelt im Recht – egal, was manche Männer sagen

Erst einmal: Jeder hat das Recht auf Freiheit und Sicherheit wie auch das Recht des Selbstschutzes. Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboren ist, handelt nicht rechtswidrig! Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwehren. Die Selbstverteidigung ist im Strafgesetzbuch definiert. Trotz dieser Grundlage sind Frauen unsicher und suchen nach Übergriffen häufig auch die Schuld bei sich. Dieses Verhalten wird von einigen Männern ausgenutzt und bekräftigt. Nach der Kölner Silvesternacht kommentierte der Prediger Abu-Yusuf aus Köln-Kalk die Vorfälle in einem russischem TV Sender mit den Worten: „Die Frauen in der Silvesternacht haben an den sexuellen Übergriffen selbst Schuld gehabt.“ Solche oder ähnliche Meinungen sind leider auch heutzutage nicht selten. Eine Verschärfung des Sexualstrafrechts ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, ja. Aber meine Nachbarin, 82 Jahre alt, hat es mal so formuliert: „Es muss immer erst etwas passieren, bis sich etwas ändert. So ein Grabscherparagraph bewirkt alleine nichts. Ändern würde sich etwas, wenn die Männer sich ändern. Doch das werde ich wohl nicht mehr erleben.“ Sie hat nicht ganz unrecht. Man stelle sich mal vor, bei einer öffentlichen Gerichtsverhandlung: Der Bankräuber sagte aus, er wäre von der Bank durch ihr vieles Geld zur Tat verleitet worden. Das leuchtet dem Richter ein und die beantragten sechs Jahre Strafe werden auf drei heruntergesetzt. Weiter gibt er an, dass die Bankangestellte sich nicht gewehrt hat. Das Geld wurde von ihr ohne Widerstand ausgehändigt – nur noch zwei Jahre auf Bewährung wegen eines stillschweigenden Einverständnisses. Dann sagte der Angeklagte, dass er vor der Tat mehrmals in der Bank einvernehmlich Geld abgehoben hat: Freispruch! Unvorstellbar? Bei einem Bankraub vielleicht, bei einer Vergewaltigung leider zu oft Realität.

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