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PRINT-EDITION JUNI 2016

Ein Himmelreich für gute Ideen. WEEZE UND ESSEN-MÜLHEIM: TEIL DES PROBLEMS ODER EHER TEIL DER LÖSUNG?

Wolfgang Hassa WDL Luftschiffgesellschaft

Ulrich Langenecker FFL Flugschule am Flughafen Essen-Mülheim T H E M E N S C H W E R P U N K T LU F T V E R K E H R U N D F LUG L Ä R M

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wischen Himmel und Erde gibt es vor allem eines: Turbulenzen. Parallel zum Fernweh der Menschen wachsen auch die Beschwerden über Fluglärm. Dieser ist primär dem großen Nachbarn am Rhein zuzuordnen. Und Düsseldorf will Landungen und Starts sogar noch erhöhen. Der nicht unweit gelegene Airport Weeze könnte entlasten. Was aber den Rheinländern aufstoßen dürfte. Und dann gibt es Essen-Mülheim, noch! Spätestens

ABENTEUER RUHR

Mit Wasser ein Feuer entfachen: die Begeisterung für Essen sein Fluss. Seite 6 ANZEIGE

2034 soll hier mit der Fliegerei Schluss sein. Ginge es nach Land und Kommunen sogar eher. Die Flughafengesellschaft schreibt Defizite. Dabei steckt hinter dem vermeintlich kleinen Flughafen faktisch eine große Wirtschaftskraft. Die ansässigen Unternehmen würden gerne handeln – wenn man sie ließe. Ideen, Denkanstöße und Alternativen stehen einer Diskussion gegenüber, die von verhärteten Fronten und einer großen Portion sachlicher Unkenntnis geprägt ist. … ab Seite 8

KATASTROPHENSCHUTZ UND TERRORGEFAHR

Ordnungsdezernent Christian Kromberg will die Sirenen wieder heulen lassen. Seite 14

Filmstudio Glückauf: CineScience

Sophia Schönborn vom KWI ist der digitalen Zukunft auf der Spur. Seite 22

Foto + Edit: INFORMER bildproduktion

Ludger van Bebber Airport Weeze


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IN DIESER AUSGABE

In dieser Ausgabe

AUS DER REDAKTION Einblicke in unseren Recherche-Alltag

Foto: Pascal Hesse

4 – 5 People

INFORMER-EXPEDITION I: ZU LANDE, ZU WASSER, NUR NICHT IN DER LUFT

INFORMER-EXPEDITION II: AUCH NICHT IN DER LUFT, ABER SCHON NAH DRAN

8 – 13 Titelstory Tebart seine Firma mit nur einmal acht Kanadiern gegründet. In ihnen finden jeweils vier Personen Platz. Nunmehr zählen über 50 Boote zum marinen Fuhrpark des Unternehmers, der die Kanu Jugend Essen-Süd maßgeblich unterstützt. Seite 6

14 – 15 Politik

INFORMER-EXPEDITION III: WIR HEBEN ENDLICH AB. NÄCHSTER STOPP: MEXIKO! „So geht die Reise los. Nach Mexiko, auch ohne Geld; wenn‘s sein muss mit ‘nem Floß …“ Da hat der Kollege Jöran Steinsiek ja nochmal Glück gehabt. Anders als in dem zitierten Song musste er nicht mit einem Floß den Atlantik überqueren. Wie auch? Das Floß hatte

Kolumne –SPD Essen: Wer will mitspielen? Und wer darf überhaupt? Es ist zum Heulen: Die Rückkehr Katastrophen-Sirenen Politisiert. Essen. Düsseldorf. Berlin. Brüssel. Eine Schuldenuhr, die nicht sauber tickt – 3 Fragen an Ratsherr und Finanzpolitiker Jochen Backes

16 – 17 Wirtschaft & Immobilien Existenz-Gefährder Ordnungsamt? Eine Behörde kommt auf den Hund. Immobilien-News im Juni Mit einem neuen Stadtteil gegen Wohnungsnot – 3 Fragen an den Chef im Planungsausschuss Thomas Rotter (SPD)

den Sicherheitscheck und schon war er frei, der Weg aufs Rollfeld. Es kommt nicht oft vor, dass man einen ganzen Flughafen als Foto-Set hat. Hier konnte sich der Kollege fotografisch austoben. Nur eines durfte er trotz aller Sehnsucht nicht: Persönlich in den nächsten Flieger Richtung Urlaub steigen. Es gibt halt Grenzen. ab Seite 8

18 – 19 Gesundheit Kinderpsyche – Wenn Krankheit an die Seele geht Mandel-OPs – Essens Ärzte greifen zu oft zum Skalpell

20 – 21 Tipps & Termine Opern, Theater, Konzerte – Was der Juni bringt Eine Stadt im EM-Fieber – Essen rüstet sich zum Public Viewing Selfie: Jöran Steinsiek

Für unsere Titelgeschichte scheuen wir keinen Aufwand – jedenfalls fast keinen. Auf der Jagd nach geeignetem Bildmaterial zur Story verschlug es unseren Mediengestalter Christoph Bubbe an einem frühen Abend sogar bis zum Airport Weeze. Anmelden, den Perso hinterlegen, ab durch

6 – 7 People Abenteuer Ruhr: Bezwinger der Stromschnellen Luftverkehr – Fluglärm, Defizite, Subventionen und der Schatten des großen Nachbarn vom Rhein Düsseldorf Airport – Starts und Landungen wie am Fließband Airport Weeze – Eine denkbare Alternative? Flughafen Essen-Mülheim – Viel Lärm um nichts?

Foto: Jöran Steinsiek

Für eine Video-Reportage hat‘s unseren Fotografen Dennis Straßmeier an die Ruhr verschlagen. Zusammen mit INFORMER-Redakteur Pascal Hesse hat er sich aufs heimische Gewässer getraut und war bei der Jungfernfahrt des ersten Floßes von ,Ruhr Abenteuer‘ mit dabei. Vor fünf Jahren hat Volker

Weinbegleiter Ruhr: Überbringerin des Rebensaftes

22 – 23 Kultur – Interview CineScience – Die Wissenschaft erobert die Kinoleinwand

24 – 25 Kultur – Highlight Il barbiere di Siviglia – Ein Figaro und die Macht der Musik Kolumne – Homo Sapiens 2.0: Bühne frei für Big Data

26 – 27 Reise Reiseziel Mexiko – Die Karibik rückt (preislich) näher an Europa

ja schon die Expedition I in Beschlag. Also auf zum Flughafen Köln-Bonn, ab in den Flieger und einen halben Tag später landen in Cancun. Nun sind 12 Stunden Flugzeit kein Pappenstiel. Dafür wissen wir nun aber, warum gerade Mexiko als Reiseziel in der Karibik boomt. Seite 26

28 – 29 Gesellschaft Faszination Rudelgucken – Agentur inszeniert Frankreich in Rüttenscheid Gesellschafts-Spezial: 1. Essener Wissenschaftssommer

30 – 31 Zu guter Letzt Der INFORMER Rück- und Ausblick Was hat die Stadt bewegt, was wird sie bewegen?

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IN DIESER AUSGABE

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Foto: bildmydog / Remo Bodo Tietz

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Termin-Highlights im Juni 2016

Foto: Martin Kaufhold

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Susanne Storck war viele Jahre als Redakteurin für eine Essener Zeitung tätig. Nun hat sie sich mit ihrer großen Leidenschaft selbstständig gemacht, als ,Weinbegleiter Ruhr‘.

Neues vom Amerikanischen Krebskongress – Update Chicago 2016 am 15.06.2016 von 17:30 bis 20:00 – für Ärzte

Foto: Gerd Lorenzen

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Ines Krug als Mutter in ‚Ich habe nichts zu verbergen – Mein Leben mit Big Data‘ verheißt Digitalisierung nichts Gutes – dafür hat sie Gründe ...

Die aktuellsten Erkenntnisse und Fortschritte der klinischen Krebsforschung präsentieren Ärzte und Wissenschaftler auf dem jährlich stattfindenden amerikanischen Krebskongress (ASCO) in Chicago – im Anschluss an die Tagung werden sie dann in Essen von Expertinnen und Experten des Westdeutschen Tumorzentrums (WTZ) komprimiert vorgestellt. Unter der Leitung von Professor Dr. Martin Schuler, Direktor der Inneren Klinik (Tumorforschung), deckt die Veranstaltung die Neuigkeiten der onkologischen Behandlung von Tumorerkrankungen im Bereich Kopf/Hals, der Lunge, des Verdauungstrakts, der Brust, der Urogenitalorgane sowie gynäkologischer Tumore, vorgestellt von WTZ-Spezialisten, ab. Schwerpunkte sind die Themen „Immuno-Oncology“ und „Precision Oncology“. Ort:

Philharmonie Essen, Festsaal, Huyssenallee 53, 45128 Essen

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Fußball und Herzinfarkt – Sind Sie fit für die Europameisterschaft? am 18.06.2016 von 10:00 bis 13:00 – für Patienten und Interessierte

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Als Kopf des Jahres hat der Marketing Club Ruhr den Initiator & CEO des Red Dot Design Awards, Prof. Dr. Peter Zec (rechts), bei der ,Tacken‘-Gala geehrt.

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In dieser von der Klinik für Kardiologie des Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrums (WHGZ) sowie der Deutschen Herzstiftung organisierten Informationsveranstaltung erfahren nicht nur Fußballfans Wissenswertes und Neuigkeiten zum Herzinfarkt: Welche Risikofaktoren, Präventions- und Therapiemöglichkeiten gibt es? Was passiert, wenn mein Herz zu rasen beginnt oder mein Blutdruck auf 180 steigt? Wie verhalte ich mich im Notfall richtig? Was muss ich beachten, wenn ich herzkrank und Fußballfan bin? Diese und weitere Fragen beantworten Experten des WHGZ in ihren Vorträgen. Im anschließenden Rahmenprogramm können sich die Besucher kostenlos ihren Blutdruck und Blutzucker und damit das persönliche Herzinfarktrisiko testen lassen und sich zum Thema Herzinfarkt informieren. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Universitätsklinikum Essen, Verwaltungsgebäude, Hörsaal 2. OG, Hufelandstr. 55, 45147 Essen

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„Ein Tor – ein Lächeln“ – jetzt anmelden und Weltmeister-Trikot gewinnen Pünktlich zur Fußball-EM 2016 startet ab dem 05. Juni wieder „Ein Tor – ein Lächeln“ – weitere Informationen und Anmeldung mit dem Stichwort „INFORMER“ unter 0201-723 4699.

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PEOPLE

Roland Birr

Der gelernte Dipl.-Önologe zelebriert am 24.6. seine ‚Grill to thrill‘ Show im Stadt Hotel Mintrop. Immer mehr Menschen schätzen die Kombination aus gutem Essen, edlen Weinen, dezente Unterhaltung, gepaart vor einer schönen Kulisse. In Essen brauchen sie da nicht lange zu suchen. Die Gourmet-Events der Mintrops MM Hotels vereinen alle Wünsche für Liebhaber der gehobenen Küche. Geschlemmt wird entweder draußen unter freiem Himmel, auf den Terrassen und Wiesen oder im Inneren, in den geschmackvollen Räumlichkeiten. An insgesamt sechs Terminen lädt Hotelinhaber Harald Mintrop zu drei verschiedenen Events (‚Hummer Nummer‘, ‚Grill to thrill‘, ‚Feuerwerk der Düfte & Gewürze’) in sein Stadt Hotel Magarethenhöhe und Land Hotel Burgaltendorf ein. Die Idee dazu kam ihm vor ein paar Jahren, als er Roland Birr in Bonn kennenlernte. „Seine Gourmetpräsentation

hat mich unglaublich fasziniert“, schwärmt der Hotelier. Am 24. Juni findet im Stadthotel Magarethenhöhe die ‚Grill to thrill‘ Show statt. Wie im Land der 1.000 Feuer werden auf offenen Buchenholzfeuern Fleisch und Fisch in ganzen Stücken gegrillt. In Chile, Argentinien und Südafrika ist diese Praxis üblich. A-Grade Qualitätsfleisch von Roastbeef über US Rib-eye bis Lamm-Racks stehen an diesem Tag auf dem Speiseplan. Dazu präsentiert Roland Birr die passenden Weine vom südafrikanischen Kap, dem Süden Frankreichs, Rumänien, Australien, Neuseeland und Südamerika. „Der Begriff ‚Gourmet‘ könnte den Eindruck erwecken, es gibt reduzierte Gerichte. Das Gegenteil ist aber der Fall. Die Gäste können so viel essen, wie sie möchten“, erklärt Harald Mintrop. Wichtig ist dem Gastgeber die top Qualität seiner Speisen und der perfekte Service.

Die Welt der Weine mit Foto: bildmydog / Remo Bodo Tietz

Fotos: Mintrops

GRILLEN WIE IN SÜDAMERIKA MIT WEINEXPERTE ROLAND BIRR

Infos: Mintrops Stadt Hotel Magarethenhöhe, Steile Straße 46, Beginn: 24.6. um 19.00 Uhr, Kosten: 89,- Euro (inkl. aller Speisen & Weine, Wasser & Espresso).

Als ,Weinbegleiter Ruhr‘ tourt Susanne Storck durchs Ruhrgebiet. Als sich ihr die Chance auf einen beruflichen Neuanfang bietet, macht sich die gelernte Journalistin im eher ungewöhnlichen Job als Weinberaterin selbstständig.

Ihre Leidenschaft für die Welt der Weine entdeckt Susanne Storck bei einer Radtour

Unter dem Motto ‚Abenteuerland Deutschland?‘ tourt Susanne Storck im Sommer 2007 mit dem Rad quer durch die Republik. Als sie sich aufs Fahrrad schwingt, will sie einfach mal ohne Zeitdruck Land und Leute kennen lernen. Sie fährt von Mülheim an der Ruhr am Rhein entlang bis zum Bodensee, weiter durch Bayern, Thüringen und Hessen auf dem RuhrtalRadweg nach NRW. 2.716 Kilometer legt sie zurück. Allein. Als Frau. Die bis dahin nie Sport gemacht hat. Über sieben Wochen lang ist sie unterwegs: mit 16 Kilo Gepäck. Ihr Antrieb ist pure Abenteuerlust. Damals Tageszeitungsredakteurin in Essen nimmt sich Storck eine Auszeit, um ohne Zeitdruck und Verpflichtungen unterwegs zu sein. Den Kontakt zu den Menschen stellt sie durch das schmale Reisebudget von 400 Euro sicher. Dies zwingt sie dazu, sich unterwegs als Tagelöhnerin zu verdingen und sich um günstige Übernachtungsmöglichkeiten zu kümmern. Sie hilft etwa in der Zucchini-Ernte auf einem Bauernhof, in der Obsternte bei einem Öko-Winzer. Hier wird ihre Motivation geweckt, sich näher mit der Welt der Weine zu beschäftigen.

Foto: Privat

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Ganz schön „Abgefahren“ war Susanne Storcks Tour quer durch Deutschland. Voll beladen fand sie auf ihrem Rad zur Welt der Weine.


PEOPLE

allen Sinnen erfahren Susanne Storck ist Weinliebhaberin und fasziniert von der Vielfalt der Welt der Weine. Als sich der gelernten Journalistin die Chance auf einen beruflichen Neustart bietet, zögert die Essenerin nicht lange. Als ‚Weinbegleiter Ruhr‘ bringt sie Menschen die Welt der Weine näher.

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ot oder weiß? Für Susanne Storck gibt‘s bei dieser Frage kein ‚oder‘. Ihre Leidenschaft gilt allen Weinen, jedenfalls den guten unter ihnen, denen mit Charakter. Dass diese Tropfen nicht immer gleich teuer sein müssen, weiß die ,Anerkannte Beraterin für Deutschen Wein‘ mit Zertifikat des Deutschen Weininstituts (DWI) und ,Professionelle Weinproben-Leiterin‘ mit Zertifikat der Deutschen Wein- und Sommelierschule Koblenz. Storck hat sich eingelassen auf ein Abenteuer, das bis heute nicht an Spannung verloren habe. Zwei Jahre lang eignet sich die gelernte Journalistin in Seminaren, Kursen und Praktika beim Winzer intensiv Weinwissen an. Um sich dann als ‚Weinbegleiter Ruhr‘ selbstständig zu machen. Und fortan Menschen im Ruhrgebiet die faszinierende Welt der Weine näherzubringen.

staltungen auch mit ihrem Bauchladen unterwegs, um bei den Menschen die Faszination für vergorenen Traubensaft zu wecken. In Deutschland pflegt sie persönliche Kontakte zu Winzern und Händlern. „Immer auf der Suche nach dem Besonderen, setzte ich auf Qualität und Individualität“, sagt Storck, die erfolgreich den international anerkannten Kurs ‚Wine and Spirit Education Trust- WSET Level2‘ absolviert hat. Ein Qualitätsnachweis unter Kennern. Neben ihrer Ausbildung zur Weinexpertin ist sie für einen großen Weinfachhandel tätig und berät in einem seiner Läden Kunden in allen Weinfragen.

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EINE KLEINE AUSZEIT VOM ALLTAG

„Einen nachhaltigen Eindruck hinterließ 2007 mein Aufenthalt auf zwei Weingütern an der Mosel und am Kaiserstuhl „Schmeckt mir oder schmeckt mir in Baden. Dorthin führte mich mein Weg nicht. Das ist die entspannteste Art, um auf einer abenteuerlichen Radreise durch sich die wunderbare Welt der Weine zu halb Deutschland“, erinnert sich Storck. erschließen“, macht Storck gleich zu Die Erlebnisse schildert sie in ihrem Buch Beginn der Weinverkostung deutlich. ‚Abgefahren‘, das im Verlag Sportwelt Einen Mix aus roten und weißen Tropfen erschienen ist. Sich ab und an einfach mal hat die Weinprobenleiterin vorbereitet. eine kleine Auszeit vom Alltag zu gön„Wenn keine besonderen Vorlieben ge- nen, das hat Storck damals verinnerlicht. äußert werden, stelle ich eine „Und so ermögliche ich heute gute Mischung zusammen, die denjenigen, die eine Weinprobe dann gemeinsam probiert wird.“ mit der Familie oder Freunden Genuss wird bei ihr nicht in trodurchführen wollen, eben diese ckenem Fachchinesisch ertränkt. kleine Auszeit vom Alltag.“ Und Weinproben sollen einfach Spaß ebenfalls denjenigen, für die die machen. Fachfragen beantwortet Teilnahme an einer Wein-Versie dennoch ohne große Mühe. kostung nicht unbedingt selbstUnd dabei bietet sich die Mögverständlich ist. „So biete ich lichkeit, mehr über den Cha- Susanne Storck zum Beispiel Verkostungen rakter eines jeden einzelnen in der Seniorenresidenz an, Weines zu erfahren, die eigenen Sinne, im Heim für Behinderte und sogar im das Sehen, Riechen und Schmecken auf Hospiz, wenn es gestattet und erwünscht die Probe zu stellen und so besser seinen ist“, bekräftigt Storck, die in ihrer Zeit als eigenen Weingeschmack beschreiben Redakteurin viel über soziale Themen zu können. In einer ungezwungenen geschrieben hat und schon damals gerne Atmosphäre werden die verschiedenen mit der älteren Generation und Menschen Tropfen probiert und unter den Teilneh- mit Handicap ins Gespräch gekommen mern diskutiert. Dabei wird schnell klar: ist. Ihnen und allen Weinfreunden gibt Geschmäcker sind verschieden. sie weiter, was sie in Sensorik-Seminaren des DWI gelernt hat: Degustation, geführte und experimentelle kulinarische PICKNICK, WEIN Weinproben, Weinbeschreibung, WeinUND CHARAKTER beurteilung, Weinbau, Weinbereitung, Fehlererkennung. Und was sie an der „Als Weinprobenleiterin mache ich ,Viniversitaet‘, einer Weinschule, über mich auf den Weg zu den Menschen, Rebsorten, Weinstile aus aller Welt und nicht umgekehrt. Ob im Privathaus- Weinetikettenkunde verinnerlicht hat. halt, beim Picknick im Grünen oder beim Grillfest – Weinverkostungen und Auf www.weinbegleiter-ruhr.de Weinproben sind (fast) überall möglich“, widmet sich Storck in ihrem ,Weinblog‘ erklärt Storck ihr durchaus ungewöhn- dem Thema Wein zudem von journalisliches Konzept, mit dem sie den Schritt tischer Seite: „Rosige Zeiten für Rosé“, in die Selbstständigkeit gewagt hat. Ein „Wein und Speisen“, „Das prickelt so Konzept, das es bislang in Essen noch schön - von Prosecco bis Champagner“ nicht gibt. Vom Wein über Gläser und sind nur einige ihrer Themen. Denn obDekoration bis hin zum Brot und dem gleich sie als Weinbegleiter Ruhr ihre Leigesamten Zubehör für eine gelungene denschaft zum Beruf gemacht hat, bleibt Verkostung bringt Storck alles mit – nach Susanne Storck doch weiterhin eine Hause, in die Firma oder zu Events. Die engagierte und begnadete Journalistin. Borbeckerin ist bei ausgewählten VeranEin Beitrag von Pascal Hesse Foto: bildmydog / Remo Bodo Tietz

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Moderne Gourmetküche im legeren Ambiente Schloss Hugenpoet eröffnet Restaurant ‚Laurushaus‘ In der ehemaligen Zehntscheune des sie auf Deutschlands erste Louis Roederer historischen Schlosshotels Hugenpoet, Vinothek. Die extravagante Vinothek ist Teil dem 5-Sterne-Superior Hotel in Essen- des Restaurantkonzeptes und beherbergt Kettwig, hat das neue Restaurant eine Auswahl aller verfügbaren Roederer Champagner inklusive eini‚Laurushaus‘ eröffnet. ger Raritäten. Für die LiebErika Bergheim präsentiert haber exklusiver Rauchwaren hier eine moderne Gourmetwiederum wurde im Obergeküche. Die Küchenchefin ist schoss des Hauses eigens ein seit 1997 im Schloss Hugenpoet Smokers Room eingerichtet. tätig und hat dort bereits einen Michelin Stern erkocht. Dabei Insgesamt 20 Sitzplätze Die Gastgeberinnen im legt sie den Fokus auf qualitawarten von Donnerstag- bis Laurushaus: tiv hochwertige Produkte und Samstagabend ab 18:30 Uhr Restaurantleiterin und eine geradlinige Präsentation. Sommelière Carla Veenstra auf die Gäste. An den übrigen Tagen steht das Laurushaus Ebenso wichtig wie die Speisen und Küchenchefin exklusiv für Veranstaltungen sind im Laurushaus die Weine. Erika Bergheim zur Verfügung. Und im SomSie werden von Restaurantleiterin und Sommelière Carla Veenstra mer lädt zudem die Terrasse zu entspannten persönlich ausgewählt. Besonders stolz ist Genießerstunden unter freiem Himmel ein.

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„Ich will für die Ruhr begeistern“ Foto: Pascal Hesse

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Volker Tebart setzt nicht nur auf Kanus und Kajaks, sondern ebenso auf Flöße - nach eigenem Entwurf.

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eit seiner frühen Kindheit ist Wasser sein Element, ist das Kanu sein ständiger Begleiter: Volker Tebart ist Essener, Unternehmer und Ruhri durch und durch. Er will Menschen für die Ruhr und den Kanusport begeistern. Und ist zugleich ein großer Förderer der Kanu Jugend Essen-Süd. „Ich bin schon in den Alpen Wildwasser und mit dem Kanu

Das könnte Sie auch interessieren: Ein Video vom großen Rettungseinsatz von Polizei, Feuerwehr und Waserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an Pfingstmontag auf der Ruhr in Essen-Werden verbirgt sich hinter dem QR-Code im Bild.

an seine Arbeit ist enorm, sei es bei Touren für Familien, Firmenevents, Schulklassen oder Mehrtagestouren, die er auf www.ruhr-abenteuer.de anbietet. „Eine deutsch-französische Klasse kommt jedes Jahr mit rund 80 Schülern und Lehrern an die Ruhr, ein anderer Herr feiert immer wieder seinen Geburtstag aufs Neue auf dem Wasser und lädt dazu jedes Mal bis zu 40 Leute ein“, ezählt Tebart. Mancher Kanute sei nach der Tour über die Ruhr völlig aus dem Häuschen.

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Bei der Jungfernfahrt des ersten Floßes von Volker Tebart und ,Ruhr Abenteuer‘ war der INFORMER mit dabei. Ein Video vom Stapellauf auf der Ruhr verbirgt sich hinter dem QR-Code im Bild.

über die Nordsee gefahren, habe dort Inselwanderungen gemacht, und bin sogar den kompletten Rhein mit meinem Kanu entlanggefahren“ erzählt der 46-Jährige, der seine große Leidenschaft vor einigen Jahren zum Beruf gemacht hat. Sein Unternehmen ,Ruhr Abenteuer‘ ist im Hespertal an der Velberter Stadtgrenze, versteckt tief im Wald, zuhause; sein privates Boot hat bei Haus Scheppen festgemacht. Es war seine Lebensgefährtin, die Tebart vor sechs Jahren auf die Idee brachte, sich mit seinem Hobby selbstständig zu machen. Mit acht Kanadiern, in denen jeweils vier Personen Platz finden, hat Tebart ein Jahr später angefangen: am 1. Juli 2011. Heute zählen über 50 Boote – Kanus, Kajaks, Kanadier, Rafts und Flöße – zu seinem maritinem Fuhrpark. Einige Wasserfahrzeuge hat er selbst entworfen, selbst drehen lassen – etwa seine großen Flöße, auf denen Gruppen von bis zu 20 Personen Platz finden. Und er entwickelt sie stets weiter. „Mittlerweile sind wir ziemlich groß an der Ruhr geworden, legen aber weiterhin Wert auf Qualität“, so Tebart. Der eigene Anspruch

MEHR ALS NUR EINE SCHWÄRMEREI „Die Menschen, die erstmals hierhin kommen, sind erstaunt, was die Ruhr alles zu bieten hat, sowohl das Gewässer als solches, aber ebenso die Landschaft. Wenn die Leute am Ziel ankommen, sind sie meist alle mitteilungsbedürftig. Oft ist es eine richtige Schwärmerei, die sich für die Ruhr und ihre Ufer im Ruhrtal entwickelt“, betont Tebart. Das gebe ihm immer wieder neuen Antrieb; denn die Menschen fürs faszinierende Gewässer zu begeistern, ist schließlich sein hehres Ziel. Und mitunter ein entscheidender Grund für sein soziales Engagement. „Lass uns einen Kanu-Verein gründen“, mit dieser Idee ist Tebart schon seit mehreren Jahren schwanger. Er erzählte Gordon Wenzek, einem guten Freund, Vorsitzender beim Stadtverband Essener Kinder- und Jugendverbände (SEJ) und Mitglied im Jugendhilfeausschuss der Stadt, davon, der wiederum kurzer Hand aktiv wird. Und die Idee mit jungen Leuten aus Essen umsetzt. Am 1. Juni 2015 wird der Verein

gegründet, in dem mittlerweile bereits über 30 Kinder und Jugendliche organisiert sind. Da der Verein sich bislang keine eigenen Boote, Paddel und Schwimmwesten leisten kann, stellt Tebart dem Nachwuchs sein Equipment kostenfrei zur Verfügung. „Dass aus meiner Idee so etwas Tolles entstanden ist, hätte ich nie für möglich gehalten. Allmählich nehmen die Aktivitäten des Vereins so sehr zu, dass er bald einen eigenen Anleger am Baldeneysee oder an der Ruhr benötigt“, weiß Tebart, der den jungen Leuten ebenso dabei helfen will, diesen zu bekommen. „Schließlich geht‘s darum, die Jugend für die Natur, Umweltschutz und Gewässer zu sensibilisieren, ihnen den Umgang mit Wasser und den tollen Sport weiterzugeben. Wenn ich dabei helfen kann, bin ich zufrieden“, sagt Tebart glücklich. Ein Beitrag von Pascal Hesse

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Die Kanu Jugend Essen-Süd (KJES), ein als gemeinnützig anerkannter Jugendverein, betreibt keinen Leistungssport, sondern macht alles aus Spaß an der Bewegung auf dem Wasser. Ihre Mitglieder stammen aus verschiedenen Jugendverbänden und –gruppen: Jugendrotkreuz, Jugendfeuerwehr, Naturschutzjugend und Fischereiverein Essen. Alle verbindend ist das sportliche Element, das Fahren von Kajaks und Kanadiern. Derzeitig stehen dem Verein vier ausgebildete Jugendgruppenleiter und ein Erzieher zur Seite. Mitmachen ist jederzeit möglich. Infos gibt’s unter: www.kjes.de Foto: Pascal Hesse

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Wolfgang Hassa Betriebsleiter der WDL Luftschiffgesellschaft Ulrich Langenecker Geschäftsführer der FFL Flugschule am Flughafen Essen-Mülheim

Themenschwerpunkt Luftverkehr und Fluglärm: Pascal Hesse, Eva Valentini und Lars Riedel / Fotos: Christoph Bubbe

Geht es um die Flughäfen Düsseldorf und Essen-Mülheim, melden sie sich schnell zu Wort, die Flughafengegner. Der Fluglärm der Jumbo-Jets, die in Düsseldorf starten und landen, das Defizit, das die Städte Essen und Mülheim Jahr für Jahr einfliegen. Das sind ihre Themen. Doch es gibt noch eine andere Realität, die der Zahlen. Und es gibt Alternativen, etwa in Weeze. In der Juni-Ausgabe beschäftigt sich der INFORMER genau mit diesen Themen. Und lässt diejenigen zu Wort kommen, die nicht emotional, sondern rational in Flughafenfragen argumentieren: die Möglichmacher. „Dass der Flughafen Gesellschaft Essen-Mülheim seit Jahren Defizite einfährt, bestreiten wir ja gar nicht“, betont Frank Peylo, Sprecher von „Wir sind Flughafen“, eine Gemeinschaft der Unternehmen am Flughafen und des Aero-Club Mülheim an der Ruhr. Aber: Wenn eine Stadt als Unternehmer tätig sei, müsse sie sich – wie jeder anderer Unternehmer auch – mit ihrem Betrieb identifizieren, ihm eine Zukunft bieten wollen. Doch das passiere am Standort Essen-Mülheim nicht. „Der Flugbetrieb ist immer weiter eingeschränkt worden, anstatt mit den Unternehmen und Aktiven vor Ort gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Die politischen Gegebenheiten haben der Flughafen Gesellschaft keinerlei Entwicklungsmöglichkeit gelassen, was zu den roten Zahlen führte. Das Defizit ist also hausgemacht“, so Peylo. Grundvoraussetzung für die Städte Essen und Mülheim als Gesellschafter müsste sein, überhaupt Gewinne erzielen zu wollen. Stattdessen setze man seit Jahren lieber auf rote statt auf schwarze Zahlen, zu Lasten der städtischen Haushalte, zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger. Und das trotz Alternativen. „Wir setzen seit jeher auf den Dialog mit allen Beteiligten und wollen den Flughafen gerne gemeinsam mit den Gesellschaftern

wirtschaftlich optimieren“, macht der Sprecher der Initiative deutlich. Vergangenes Jahr sei man sogar bereit gewesen, eigenes Geld in den Flughafen zu investieren, den Anteil des Landes an der Flughafengesellschaft zu übernehmen. „Aber leider ohne Erfolg. Stattdessen wurden Ratsbeschlüsse gefasst, Anteile nicht an Dritte zu verkaufen.“ Auch ohne den Flugbetrieb auszuweiten sieht Frank Peylo Möglichkeiten, die Flughafengesellschaft auf einen guten Kurs zu bringen. „Wir sehen Synergiemöglichkeiten, man muss sie nur nutzen.“ Peylo hebt die Arbeitsplätze der sechs Unternehmen am Standort Essen-Mülheim vor, darunter die WDL, und die Bedeutung der beiden Flugschulen, die eine lange Tradition und bereits Tausende von Verkehrspiloten ausgebildet haben. Die Politik solle sich gut überlegen, ob sie etwas zerschlägt, was für die Städte profitabel sein könnte. Das Fluglärm-Argument, welches immer wieder von Gegnern vorgebracht werde, versteht Peylo ebenso wenig: „Wir hatten 2014 rund 50.000 Flugbewegungen und dabei ganze 16 Beschwerden wegen Fluglärms. Vergangenes Jahr waren‘s nur noch 14 Beschwerden bei etwa 60.000 Flugbewegungen. Das Flugaufkommen nimmt also zu, die Lärmbeschwerden sinken. Das liegt mitunter daran, dass Maßnahmen wegen des Helikopter-Fluglärms ergriffen wurden.“ Hier gebe es nun klare Regeln. Peylo beklagt, dass, wenn über Fluglärm gesprochen wird, Essen-Mülheim stets in einem Atemzug mit Düsseldorf oder anderen Großflughäfen genannt würde. „Und dass, obwohl selbst die Schutzgemeinschaft Fluglärm zugeben musste, dass bei ihr vergangenes Jahr nicht eine einzige Beschwerde über Fluglärm durch den Flughafen Essen-Mülheim eingegangen sei“, bekräftigt Frank Peylo. Während die Stadt Mülheim als Gesellschafter seit Jahren zwar die Schulden der Flughafengesellschaft mitträgt, ist sie, anders als die Stadt Essen, zugleich ein großer Profiteur des Unternehmens: bei der Gewerbesteuer. Denn diese Quelle sprudelt, sei es durch

die WDL-Gruppe oder die Flugschulen, die ebenfalls am Standort Mülheim ihre Steuern zahlen. Da werden ein paar hunderttausend Euro beim Verlustausgleich schnell zu Peanuts. An dieser Stelle für etwas mehr Fairness zu sorgen, gleichsam Essen wie Mülheim an der Ruhr am Erfolg des gemeinsamen Flughafens zu beteiligen, würde die angespannte Situation sicher entspannen. Beim Aero-Club Mülheim an der Ruhr fragt man sich überdies, wie sich das Flughafendefizit von 571.623,82 Euro (für 2014) zusammensetzt. Gabriele Oesterwind, Vorsitzende des Vereins und von Berufs wegen Finanzexpertin, hat in die Bilanz geschaut. Und sie mit einem Unternehmen verglichen, das von der Bilanzsumme her sogar noch etwas größer ist, aber wirtschaftlich deutlich besser dasteht, der Flugplatzgesellschaft „Schwarze Heide“ aus Hünxe. Oesterwind auf: „Während man in Hünxe mit sechs festangestellten Mitarbeitern auskommt, sind es bei Mülheim-Essen 16 Festangestellte. Ich weiß bei bestem Willen nicht, was diese 16 Leute den ganzen Tag tun. Das ist ein eklatantes Missverhältnis. Wir haben hier schließlich kein produzierendes Gewerbe, sondern eines, das Dienstleistungen erbringt.“ Ein weniger kostspieliges, aber gleichwohl „hinterfragenswertes“ Missverhältnis wird auf Seiten des Aufsichtsrates deutlich. Und zugleich ein moralisches, wo man doch rote Zahlen schreibt. In Essen kassieren die Mitglieder des Gremiums laut Bilanz in der Spitze 1000 Euro pro Person; in Hünxe arbeiten hingegen alle Aufsichtsratsmitglieder ehrenamtlich. Für 0 Euro. Und der Bilanzverlust liegt im Vergleich dazu bei „nur“ 179.423,71 Euro. Während sich mit dem Airport Weeze eine Alternative zu Düsseldorf abzeichnet, ist der Standort Essen-Mülheim für die Flughafenanlieger alternativlos. Experten skizzieren die Faktenlage. Lesen Sie mehr dazu auf den folgenden Seiten.

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Foto: Flughafen Düsseldorf GmbH

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Christian Hinkel ist Pressesprecher der Flughafen Düsseldorf GmbH und zuständig für die Unternehmenskommunikation.

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er Flughafen Düsseldorf ist als Luftverkehrsdrehkreuz mit 22,5 Millionen Passagieren vergangenes Jahr der größte Flughafen NRWs. 70 Fluggesellschaften starten von hier aus zu über 200 Zielen in der Welt. „In einer der wirtschaftlich stärksten Regionen Europas gelegen, hat der Düsseldorfer Airport eine herausragende Bedeutung für die Erfüllung der Mobilitätsbedürfnisse der Bürger und der Wirtschaft in NRW und den südöstlichen Niederlanden“, betont Christian Hinkel, Sprecher der Flughafen Düsseldorf GmbH. Um zukunftsfähig zu bleiben, hat die Flughafen-Gesellschaft einen Antrag auf Kapazitätserweiterung gestellt. Wird er angenommen, werden die startenden und landenden Flieger in Düsseldorf in Zukunft wie am Fließband abgefertigt. Der Wunsch nach Mobilität gehört heutzutage zum Leben der Menschen dazu. NRW ist als Exportland auf internationalen Luftverkehr angewiesen. Zugleich steigt die touristische Nachfrage; Deutschland ist „Reiseweltmeister“. „Ob Urlaubsreisender, Manager oder Städtebummler – von unserem vielfältigen Streckennetz in Düsseldorf profitieren alle. Doch damit die Fluggesellschaften in Zukunft keinen Bogen um unser Bundesland machen, braucht der Airport eine Entwicklungsperspektive“, macht Hinkel deutlich. Vor diesem Hintergrund plant die Düsseldorf Flughafen GmbH

aktuell eine Kapazitätserweiterung. Das bisherige Start- und Landebahnsystem soll tagsüber nachfrageorientierter und flexibler genutzt werden können, um dem stetig steigenden Mobilitätsbedürfnis der Menschen und Wirtschaft in der Region langfristig Rechnung tragen zu können. Hinkel: „Unser Antrag sieht vor, in den Spitzenstunden über Tage die technisch mögliche Kapazität des Start- und Landebahnsystems zu nutzen und zukünftig 60 anstatt der aktuell möglichen 47 Slots (Zeitfenster für Starts und Landungen) zur Verfügung zu stellen.“ Spitzenstunden sind die am stärksten nachgefragten Zeiten, die im Wochendurchschnitt die Hälfte der Betriebsstunden über Tage nicht überschreiten dürfen (56 Stunden pro Woche).

KAPAZITÄT SOLL UM 16 PROZENT WACHSEN Im vergangenen Jahr zählte der Airport 210.000 Flugbewegungen. Theoretisch wären nach der derzeitigen Genehmigung 256.000 Flugbewegungen möglich. „Mit der neuen Genehmigung wären durch die flexiblere Nutzung unseres Zweibahnsystems theoretisch 318.000 Slots zu vergeben. Bei einer realistischen Auslastung von etwa 80 Prozent rechnen wir hierbei perspektivisch mit rund 249.500 Flugbewegungen“, so der Flughafensprecher. Damit läge Düsseldorf also immer noch deutlich unter der bereits heute theoretisch genehmigten Anzahl. Alles in allem würde die Gesamtkapazität des Airports um rund 16 Prozent wachsen.

Flughafen Düsseldorf -Starts und Landungen wie am Fließband „Belastungen durch Fluglärm, gerade in der unmittelbaren Nachbarschaft unseres Flughafens, sind nicht wegzudiskutieren. Selbstverständlich gilt es daher, unsere Nachbarn weiterhin so gut es geht vor den Auswirkungen von Fluglärm zu schützen. Darum bleibt in unserem Antrag auch die Nacht unangetastet“, macht der Sprecher der Flughafen-GmbH, deren Aufsichtsratchef der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel ist, deutlich. Der vielzitierte Angerlandvergleich bleibe gewahrt, die Flugrouten unverändert. „Und unser umfangreiches Schallschutzprogramm würde sogar noch ausgeweitet. Zusammen mit den Airlines haben wir seit 2003 bereits über 71 Millionen Euro in passive Schallschutzmaßnahmen in der Nachbarschaft investiert“, so Hinke. Weitere 20 Millionen Euro würden bei einer Erteilung der neuen Genehmigung in den Anwohnerschutz und die Instandhaltung von Lärmschutzmaßnahmen folgen. Die Lärmbelastung, da ist sich Christian Hinkel sicher, würde sich für viele einzelne Gebiete kaum wahrnehmbar ändern. Anders als Essen und Mülheim stellt sich Düsseldorf seiner Verantwortung, mit seinem Flughafen zukunftsorientiert zu planen. „Der Luftverkehr ist eine Wachstumsbranche. Wir fühlen uns daher verpflichtet, den größten Flughafen NRWs für die Bürger und die Wirtschaft marktund nachfragegerecht zu entwickeln und uns auf die künftigen Anforderungen vorzubereiten“, so Hinkel. Zu einem früheren Zeitpunkt des Verfahrens hatte die Flughafen-Gesellschaft ihre Antragsinhalte bereits zu Gunsten der Bevölkerungen angepasst, nachdem im Rahmen einer frühzeitigen Bürgerinformation entsprechende Wünsche an die Betreiber herangetragen worden waren. Hinkel: „In dem modifizierten Antrag verpflichtet sich die Flughafen Düsseldorf GmbH, die Vergabe der Slots weiterhin wie bisher gleichmäßig auf das Jahr zu verteilen.“ Die zweite Anpassung stärke die für die Bürger wichtige nachrangige Nutzung der zweiten Start- und Landebahn (Nordbahn). „Wir verpflichten uns, auch zukünftig die Nutzung der Nord-

bahn unter Berücksichtigung des aktuellen Koordinierungsstandes wöchentlich im Voraus festzulegen“, so Hinkel. Dennoch will die Flughafen-Gesellschaft eine Chance haben, Verspätungen vor allem in den Abendstunden mit einer neuen Betriebsgenehmigung weiter zu reduzieren: Sollte beispielsweise unter dem Einfluss von Streiks, Wetter oder anderen Ereignissen kurzfristig die zweite Bahn zur Vermeidung oder zum Abbau von Verspätungen genutzt werden müssen, so soll dies möglich sein. Und zwar, wenn auf einem für jedes Halbjahr neu aufzubauenden Zeitkonto ungenutzter Zwei-Bahn-Zeitabschnitte ein positiver Saldo – also ein angesammeltes Guthaben – besteht.

GESUNDHEIT SOLL NICHT LEIDEN „Lärmempfinden ist grundsätzlich subjektiv und individuell verschieden. Das ist uns durchaus bewusst. Es macht aber eine objektive Bewertung immer schwierig. In den Gutachten wurde es bestmöglich nach den gesetzlichen Vorgaben und messbaren Kriterien versucht“, entgegnet Christian Hinkel allen Flughafengegnern, die auf den Lärmschutz pochen. Das Ergebnis zeige, dass Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit durch die geplante Kapazitätserweiterung nicht zu erwarten seien. Ein Beitrag von Pascal Hesse

ZAHLEN UND FAKTEN: FLUGHAFEN DÜSSELDORF Eröffnung: 19. April 1927 Nutzfläche: 6.063.141 Quadratmeter Vorfeldflächen: 758.647 Quadratmeter Kapazität: ca. 24 Millionen Passagiere pro Jahr Check-In Counter: 139 Abfluggates: 124 Reisebüros: mehr als 40 Passagierparkplätze: 37.000 Beschäftigte: ca. 2314

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Schon im November 2010 kommentierte INFORMER-Redakteur den Fluch und Segen des hiesigen Luftverkehrs. www.informer-magazine.de/2010/11/fluglaerm/

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Airport Weeze – eine denkbare Ergänzung zu Düsseldorf?

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eit 2004 leitet der gelernte Wirtschaftsingenieur Ludger van Bebber (52) die Geschicke der Flughafen Niederrhein GmbH. Mit rund zwei Millionen Passagieren pro Jahr ist der Airport Weeze ein kleiner, aber nicht unbedeutender Regionalflughafen in privater Trägerschaft. Weeze ist nur etwa 70 km vom Düsseldorfer Flughafen entfernt. Der drittgrößte Flughafen Deutschlands mit rund 22,5 Mio. Passagieren will seine Betriebserlaubnis erweitern, was heftig diskutiert wird, Weeze könnte eine mögliche Alternative sein. Herr van Bebber, stellen Sie sich doch bitte mal folgende Situation vor: Sie sitzen ganz gemütlich im Kaminzimmer mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und Verkehrsminister Michael Groschek (SPD). Sie dürften als Experte in vertrauter Runde sagen, wie Sie die Zukunft der Luftfahrt gestalten würden. Was wäre Ihre Antwort?

Gerichtssaal verbracht. Insgesamt hat es fast neun Jahre gedauert, bis wir uns mit allen Klägern und Flughafengegnern einigen konnten. Letztlich haben wir uns mit allen Parteien an einen Tisch gesetzt und eine Konsenslinie ausgehandelt. Im Luftverkehr verweise ich da gerne auf die Niederländer als Vorbild. Wieso? Was machen die besser? Ludger van Bebber: Um auf ihr schönes Kamingespräch-Beispiel zurückzukommen: Die Niederländer schaffen erstmal Atmosphäre. Dann holen sie im Vorfeld alle Personen an einen Tisch. Der Amsterdamer Flughafen Schiphol ist ähnlich wie Düsseldorf überlastet. Es gab Überlegungen, Schiphol auszubauen. Sogar eine Landebahn im Meer war im Gespräch. Wo wollen Sie in Amsterdam auch sonst mehr Platz schaffen? Es wurde viel diskutiert. Die Niederländer haben sich entschieden, ein nationales Luftverkehrskonzept zu verabschieden und den 60 Kilometer entfernten Regionalflughafen Lelystad zu

Ludger van Bebber, Geschäftsführer Airport Weeze: „Wir können problemlos ein bis zwei Millionen Passagiere mehr im Luftverkehr abwickeln.“

Ludger van Bebber: Die Fortschreibung ist längst überfällig. Leider basiert die Fortschreibung auf einem völlig veraltetem Luftverkehrskonzept aus dem Jahr 2000. Zusätzlich gibt es jetzt die Vorgabe, dass Weeze sich nur noch im Einklang mit Düsseldorf, Köln und Münster entwickeln können soll. Das ist offensichtlich wettbewerbsverzerrend, es muss für alle die gleichen Chancen geben. Planung ist die gedankliche Vorwegnahme der Zukunft, nicht die historische Betrachtung der Vergangenheit. Also sollte der Entwurf eines LEP auf den Erkenntnissen des Jahres 2016 basieren und nicht mit Daten aus den 90er Jahren. Selbst wenn einem Ausbau von Weeze zugestimmt wird, haben die Airlines ja auch noch ein Wörtchen mitzureden. Die lassen sich bestimmt nicht einfach von einem zum anderen Flughafen verschieben.

Auf ein Wort im Flughafen-Café: Die INFORMER-Redaktion traf den Airport-CEO Ludger van Bebber (Mitte) und Flughafensprecher Holger Terhorst (r.). Kein Smalltalk, sondern ein Gespräch über die Faktenlage.

Ludger van Bebber: Zunächst würde ich sage, dass der erste wichtige Schritt bereits getan ist, man sitzt im Dialog zusammen.

erweitern. Damit war ein Teil des Drucks von Schiphol weg. Es hieß nicht entweder oder, sondern sowohl als auch. Die Lösung ist ein guter Kompromiss.

Ist das so etwas Besonderes?

Das Beispiel passt natürlich perfekt zu Düsseldorf und Weeze. Düsseldorf hat ja gerade einen Antrag auf Erweiterung der Betriebsgenehmigung gestellt, um noch mehr Starts und Landungen abwickeln zu können. Inwieweit kann Weeze eine Alternative sein? Haben Sie überhaupt noch Kapazitäten?

Ludger van Bebber: Ja. Deutschland ist kein Land, in dem große Vorhaben problemlos durchlaufen. Ich denke zum Beispiel an ‚Stuttgart 21‘. Was wir da erlebt haben, war erschreckend. Bei solchen streitigen Bauvorhaben muss man sich im Vorfeld mehr Mühe geben und den Dialog mit allen Parteien, Befürwortern, Gegner, Umweltverbänden, der Wirtschaft und so weiter suchen. Heiner Geißler wurde geholt, als das Kind schon in den Brunnen gefallen war. Er hat es dann geschafft, dass überhaupt alle wieder miteinander reden und zu Kompromissen bereit sind. Bleiben wir beim Luftverkehr. Sie bemängeln also, dass zu wenig kommuniziert wird. Sucht die Politik das Gespräch mit Ihnen? Ludger van Bebber: Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass wir lange gekämpft haben, um überhaupt eine bestandskräftige Genehmigung für den Flughafen Weeze zu bekommen. Dabei war die zentrale Frage nicht, ob wir mehr fliegen, sondern ob wir überhaupt fliegen dürfen? Wir haben fünf Jahre im

Ludger van Bebber: Wir können problemlos ein bis zwei Millionen Passagiere mehr im Luftverkehr abwickeln. Mit wenigen Terminalerweiterungen wären sogar fünf bis sechs Millionen realistisch. Im Übrigen entlasten wir den Düsseldorfer Flughafen ja schon. Wo kommen unsere Passagiere her? Aus dem Rheinland, dem Ruhrgebiet und den östlichen Niederlanden. Wenn es uns nicht gäbe, würden sie woanders fliegen, vermutlich in Düsseldorf. Kapazitäten wären also da, aber so einfach ist es in der Realität ja meistens nicht. Derzeit werden in Düsseldorf die Weichen auch für den Wohn- und Wirtschaftsstandort Niederrhein gestellt. Ziel ist die Neuaufstellung des Landesentwicklungsplans (LEP), der ja auch die Verkehrsinfrastruktur für den Luftverkehr festlegt. Was sagen Sie zu den aktuellen Plänen?

Ludger van Bebber: Natürlich lassen sich Airlines nicht wie eine Angel hinund herschieben. Ryanair ist an unserem Standort hochprofitabel und in der Lage, zwei Millionen Menschen im Jahr zu transportieren. Es gibt Geschäftsmodelle, die funktionieren hier sehr gut, andere nicht. Was meinen Sie genau? Ludger van Bebber: Ein Geschäftsmann, der seine Maschine verpasst hat und zwei Stunden später fliegen will, wird es hier schwer haben. Die Frage ist, welche Intention verfolgen Sie? Wir erreichen unter anderem die Menschen im Ruhrgebiet und der Rheinschiene. Insbesondere der Verkehr zu den Sonnenzielen nach Spanien und Italien funktioniert sehr gut. Marokko ist bei den Niederländern sehr beliebt. Menschen mit einem privatem Reiseanlaß vergleichen die Preise und lieben eine überschaubare gute Infrastruktur. Wenn Menschen beruflich fliegen, ist der Preis oftmals nicht das entscheidende Kriterium. Ein Geschäftsmann zahlt auch ohne lange nachzurechnen gerne 50 Euro mehr, wenn er dafür vier Stunden eher wieder abends zuhause ist. In Düsseldorf haben Sie einfach andere Bedingungen, eine andere Infrastruktur und ein anderes Angebot. Die großen Flughäfen haben aber auch andere Probleme. In Düsseldorf ist der Fluglärm seit Jahrzehnten ein Dauerthema. Halten Sie lärmabhängige Gebühren, die Airlines zahlen müssen, um den Lärmschutz einzuhalten, für realistisch? Ludger van Bebber: Das passiert

in Deutschland und Europa ja bereits an vielen Standorten. Flugzeuge werden klassifiziert, moderne Flotten zahlen geringere Lärmabgaben. Kommen wir noch mal zurück auf das steigende Flugaufkommen. Es gibt Prognosen, dass der Flugverkehr bis 2030 um rund 65 Prozent zunehmen wird. Eigentlich müssten doch alle Regionalflughäfen davon profitieren. Dem ist aber nicht so. Wieso schreiben Sie schwarze Zahlen und andere nicht? Ludger van Bebber: Erstmal freue ich mich über solche Prognosen. Es ist doch immer gut, in einem Markt zu arbeiten, der wächst. Dann gibt es für alle Beteiligten viel mehr Möglichkeiten. Über die Geschäftsmodelle oder Ergebnisse anderer Flughäfen äußere ich mich verständlicherweise nicht. Dann anders gefragt: Was zeichnet Ihren Flughafen denn aus? Ludger van Bebber: Wir sind sehr modern und sehr gut aufgestellt. In vielen Fällen profitieren wir wohl auch von der Gnade der späten Geburt. Uns gibt es erst seit 2003. Wir sind in einen neuen Markt reingegangen und konnten uns perfekt auf die Bedingungen einstellen. Ryanair hat bei uns mit bis zu sieben Jets eine der größten deutschen Basis-Stationen aufgebaut. Wir haben zudem das Ryanair-Prinzip auch für uns verinnerlicht. Ryanair kann Flüge günstig anbieten, weil diese Fluglinie ständig an seinen Kosten arbeitet. Das Unternehmen dreht nicht nur hart an der Geldschraube nach außen, sondern auch nach innen. Auch wir prüfen jede Anschaffung, ob sie wirklich nötig ist. Im Prinzip ist es ganz banal: Am Ende müssen die Einnahmen höher als die Ausgaben sein. So wie bei jedem anderen privaten Unternehmen auch, das langfristig erfolgreich sein möchte. Ein Beitrag von Eva Valentini

ZAHLEN UND FAKTEN: AIRPORT WEEZE Eröffnung: 1. Mai 2003 Nutzfläche Terminal: 12.795 m2 Fläche: 620 ha Kapazität: ca. 3,5 Mio. Passagiere pro Jahr Abfluggates: 11 Passagierparkplätze: 7.000 Beschäftigte am Standort Flughafen: ca. 1.000 Umsatz im Jahr 2015: 22 Mio. Euro Jahresergebniss 2015: 2,2 Mio. Euro Gewinn


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Flughafen Essen-Mülheim – Politikum, Zankapfel und Dauerbrenner.

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ässt man Düsseldorf mal außer Betracht, fallen in unserer Region zum Thema Flughäfen zwei Namen: Weeze und Essen-Mülheim. Den Standort Weeze gibt es seit 2003. Und – so sein Geschäftsführer Ludger van Bebber – er profitiert von „der Gnade der späten Geburt.“ Der Flughafen Essen-Mülheim wird seit 1919 angeflogen – und ist in Ungnade gefallen. Nicht erst seit gestern, aber heute mehr denn je. Das Land NRW fordert die Auflösung der Flughafengesellschaft und zieht dafür vor Gericht. Die Kommunen wollen wegen des defizitären Geschäfts den Flugbetrieb lieber heute als morgen einstellen, können aber nicht. Es gibt bindende Pachtverträge. Und die Bürger beschweren sich über Lärm, der jedoch in den meisten Fällen vom großen Nachbarn am Rhein stammt. Einzig die privatwirtschaftlichen Unternehmen sprechen von Vorzügen, die der Standort Essen-Mülheim biete. Doch: Nur wenige hören ihnen zu. Wir trafen Wolfgang Hassa (Betriebsleiter der WDL Luftschiffgesellschaft), Frank Peylo (Sprecher der Gemeinschaft ‚Wir sind Flughafen) und Ulrich Langenecker (Geschäftsführer der FFL Fachschule für Luftfahrzeugführer). Herr Peylo, Sie fungieren in der Gemeinschaft ‚Wir sind Flughafen‘ als Sprecher. Der Flughafen Essen-Mülheim ist ein solcher Dauerbrenner in der Politik von Land und Kommunen und auch in den Medien. Ist zu diesem Thema nicht längst alles gesagt, was es zu sagen gibt?

Frank Peylo (Sprecher der Gemeinschaft ‚Wir sind Flughafen)

Peylo: Die Gemeinschaft besteht aus sechs Firmen und vier Vereinen, die sich zusammengeschlossen haben und den Stellenwert des Flughafens nach außen darstellen möchten. Wir möchten aufklären, weil so wenig Informationen über den Flughafen den meisten wirklich bekannt sind. Gerade – leider muss man sagen – auch bei den Leuten, die über den Flughafen sehr viel diskutieren. So haben wir verschiedene Pressevertreter und Verantwortliche aus der Politik und der Verwaltung hier zu uns eingeladen, damit sie sich selbst ein Bild machen können. Dieses Angebot haben auch einige angenommen. Und dadurch ist ein öffentlicher Dialog entstanden, dem wir sehr positiv entgegensehen. Der Flughafen wird deutlich mehr wahrgenommen. Trotz alle dem ist die politische Diskussion derzeit nicht zufrieden stellend. Auch die Zahl 2024 ist nicht zufrieden stellend für die Firmen und Vereine, die hier oben arbeiten. Wir wünschen uns, die wirtschaftliche Seite des Flughafens bis 2034 gemeinsam zu optimieren und weiter im Einklang

mit der Bevölkerung hier unserer Arbeit nachgehen zu können. Herr Hassa, Ihrer Arbeit in der Funktion des Betriebsleiters der WDL gehen Sie erst seit kurzem nach. Aber mal ganz ehrlich: Wenn sie die ganzen Diskussionen mitbekommen, sehen Sie überhaupt auf langer Sicht eine Perspektive im Arbeitsplatz Flughafen? Hassa: Natürlich. Ich bin ja hier hingekommen, um zu bleiben. Ich bin 50 Jahre alt und habe noch 17 Berufsjahre vor mir. Insofern sehe ich den Flughafen Essen-Mülheim auch persönlich als Perspektive an. Ich selbst bin Inhaber einer kleinen Firma in Aachen. Und ich habe auch vor, meine eigene Firma mittelfristig nach Essen-Mülheim zu verlagern, weil ich in dem Flughafen ein unheimliches Potenzial sehe. Dieser Flughafen ist eine Perle, in der enormes Potenzial schlummert. Potenzial sagen Sie, allenfalls Nostalgie im Bezug auf den Zeppelin würde vielleicht manch anderer behaupten. Hassa: Selbst das Luftschiff hat noch viel Potenzial. Aber das gilt gleichermaßen fürs Areal, für die Gebäude, für die Infrastruktur. Wir haben den Anspruch, wirklich nach vorne zu gehen. Uns etwas einfallen zu lassen, etwas Neues zu machen. Und hier haben wir die Möglichkeiten dazu. Neues aufbauen – klingt erst einmal gut. Aber was? Hassa: Früher war es beispielsweise so: Das Luftschiff wurde benutzt als reiner Werbeträger. Es wurde ein Großkunde gesucht, mit z. B. Wicküler oder Fuji auch gefunden und teilweise für die Dauer von Jahren die Werbefläche beklebt. Diese Zeiten ändern sich. Die Taktung ändert sich. Sie ist viel höher, viel schneller. Heute sind wir in der Lage innerhalb von 24 Stunden unseren Werbepartner zu wechseln. Aber es geht noch viel mehr. Wir sind zudem in der Lage – und das ist eine Sache, die wir jetzt auch mehr forcieren wollen –, unser Luftschiff nicht nur als reinen Werbeträger und für Passagierfahrten anzubieten. Man kann so vieles machen. Sei es für Beobachtungsflüge im Umwelt- und Naturschutz. Denn wir können Sachen machen, die können die Flugzeuge nicht. Die sind zu schnell. Und Hubschrauber verwirbeln alles. Ein Luftschiff hingegen kann langsam, kann gleiten und dementsprechend ganz andere Manöver fahren. Das dürfte auch für die hier massig ansässigen Universitäten interessant sein. Oder aber auch für Fernsehaufnahmen. Man muss einfach mal kreativ sein, nicht nur sehen, was einmal war, sondern vor allem was sein kann. Und so sehe ich das mit dem ganzen Gelände hier. Nun, es gibt aber Menschen, die das bestimmt anders sehen. Nennen wir sie mal Flughafen-Gegner. Hassa: Was hat man gegen das Fliegen?

Wir fliegen alle; andauernd. Das Fliegen ist ein Teil unseres Lebens geworden. Klar gibt es eine Lärmbelästigung. Klar müssen wir gucken, leiser zu werden. Und klar bemühen wir uns auch darum. Aber was gibt es denn gegen das Fliegen zu sagen? Das war früher der Kindheitstraum. Ist es jetzt auf einmal der Kindheitsalptraum geworden? Warum können wir nicht kooperativ schauen, was man Neues machen kann? Wir müssen uns bewegen. Und wir bewegen uns auch. Aber wir können doch die anderen mitnehmen. Wir müssen doch nicht gegeneinander arbeiten. Und der Flughafen hier ist doch klasse. Dennoch regt sich immer wieder bürgerlicher Gegenwind. Vor allem wenn es um das Thema Lärmbelästigung geht. Oder sehen das die Herren hier am Tisch anders?

Ulrich Langenecker (Geschäftsführer der FFL Fachschule für Luftfahrzeugführer)

Langenecker: Wir haben keinen bürgerlichen Gegenwind in Sachen Fluglärm. Ich bin hier der Lärmschutzbeauftragte am Flughafen. Und wir hatten erst im März die letzte Sitzung der Lärmschutzkommission, deren Vorsitz ich führe. Wir hatten lediglich ganze 14 Lärmbeschwerden – und das über den Zeitraum von einem Jahr und 60.000 Flugbewegungen. Lärm kann also nicht der ausschlaggebende Faktor bei den Diskussionen um unseren Standort sein. Und der Kommission gehört auch der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Fluglärm an. Und selbst er musste in der Sitzung eingestehen, dass auch bei ihm keine einzige Beschwerde über Lärmbelästigung eingegangen ist, die durch unseren Flugbetrieb verursacht wurde. Wenn man derzeit etwas über Lärm in den Zeitungen liest, geht es nicht um Lärmbeschwerden über den Flughafen Essen-Mülheim. Es ist immer der Düsseldorfer Flugverkehr. Und bei einer Ostwindlage, wenn die Düsseldorfer eben in Richtung Osten starten müssen, fliegen Sie halt über Mülheim ab. Das stört die Bevölkerung. Aber es ist eben nicht der Flugverkehr Essen-Mülheim. Mit Ausnahme der Helikopterflüge, das gebe ich zu. Das waren übrigens zehn der 14 Beschwerden. Und in dieser Sache sind mittlerweile auch Gegenmaßnahmen ergriffen worden. Der Lärm kommt aber definitiv nicht von unseren Flugzeugen und auch nicht vom Luftschiff. Peylo: Leider werden die Lärmquellen in der öffentlichen Wahrnehmung immer wieder vermischt. Man kann auf den Internetseiten der Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm und des Netzwerkes gegen Fluglärm die Vermischung ganz deutlich sehen. Da wird über Düsseldorf gesprochen, über Kaarst, über Neuss – und das immer im gleichen Atemzug mit Essen-Mülheim. Aber das Land NRW und die Städte wollen offensichtlich raus aus dem Essen-Mülheimer Flughafengeschäft. Und das hat nichts

mit Lärm zu tun. Rechnen Sie wirklich damit, über das Jahr 2024 hinaus hier tätig sein zu können? Peylo: Es gibt hier oben bestehende Verträge – Pachtverträge mit der WDL bis 2024, mit dem Aero-Club sogar bis 2034. Trotzdem gehen die Städte hin und schlagen Ratsbeschlüsse über einen sofortigen Ausstieg vor. Spätestens da hätte die Politik reagieren und mit den Vertragspartnern das Gespräch suchen müssen. Denn genau das sind die WDL und der Aero-Club: Vertragspartner. Hassa: Mein erklärtes Ziel ist es, länger als 2024 hier mit der WDL arbeiten zu können. Im Endeffekt ist es so: Ich habe ja vorhin schon gesagt, dass ich meine eigene Firma hierhin nachholen will. Die WDL wiederum hat auch Ziele und Pläne. Und für einen Betrieb sind sieben Jahre nicht der Planungshorizont, den man braucht. Wir reden ja nicht davon, dass hier jemand nur zwei oder drei Tausend Euro investieren will. Wir haben an unserem Flughafen eine Infrastruktur. Die muss erhalten werden. Und da kann man immer überlegen: Klebe ich da jetzt nur ein Pflaster drauf oder mache ich da jetzt was Vernünftiges? Und man kann in der Luftfahrt nicht einfach immer nur pflastern. Dazu muss man aber investieren. Und das geht nur mit Planungssicherheit. Die hätten Land und Kommunen auch gerne – und zwar in puncto Haushaltskassen. Vielleicht wollen sie auch deshalb schnellst möglich die Reißleine ziehen, bevor der Flughafen zur absoluten Subventionswüste wird.

Wolfgang Hassa (Betriebsleiter der WDL Luftschiffgesellschaft)

Hassa: Wenn man eine Subventionswüste befürchtet, muss man den Unternehmen entsprechend die Möglichkeit geben, diese zu kompensieren. Relativ simpel im Endeffekt. Das heißt, ich kann als Unternehmen Geld fordern und mich selbst nicht bewegen oder ich kann genau das Gegenteil machen und sagen: „Behalte dein Geld, aber lass mich mich entwickeln. Du willst nicht, dass ich zu laut bin? Einverstanden! Aber dann sag mir, wie laut darf ich werden. Sag mir: Wie lang kann ich bleiben? Wo sind meine Grenzen? Was darf ich nehmen, was habe ich zur Verfügung? Gib mir die Rahmenbedingungen – und halte dich dann auch daran! Dann gehe ich nach vorne, dann kann ich auch die Sache in die Hand nehmen.“ Wenn mir jemand die Rahmenbedingungen nennt und gesagt wird, es geht bis 2034, dann investiere ich auch. Das ist im Geschäftsleben ein Horizont, bei dem man sagen kann: „Okay, ich nehme noch einmal Geld in die Hand.“ Und diesen Zeithorizont braucht man auch im Gespräch mit potenziellen Kooperationspartnern.


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Auch sie brauchen die Planungssicherheit. Wenn man denen mit einem nur für ein paar Jährchen gesicherten Planungsstand kommt, dann ist das einfach zu wenig. Peylo: Schlimmer noch. Dass sich andere Unternehmen nach Essen-Mülheim orientieren, wird sogar durch aktuelle Ratsbeschlüsse verboten. Hier darf sich gar kein Unternehmen ansiedeln, das flugaffin ist. Da beißt sich die Katze immer wieder selbst in den Schwanz. Es darf sich kein weiteres Fluggewerbe ansiedeln, das ist politisch nicht erlaubt und nicht gewollt. Und gleichzeitig gehen Teile der Politik hin und sagen: „Ihr bösen Flughafenanlieger! Ihr macht immer so viel Defizit.“ Langenecker: Wir sind doch bereit, uns selbst zu helfen. Wir sind doch nicht auf dem Standpunkt, dass wir mit Ihnen als Medienvertreter hier sitzen und Ihnen versuchen zu erklären, warum wir Unterstützung brauchen. Wir wollen die Infrastruktur erhalten und investieren. Und wenn es doch anders kommt, Herr Hassa? Hassa: Wenn der Flughafen weg wäre, angenommen in der nächsten Zeit wird der Schlüssel abgegeben und der Letzte macht das Licht aus: Was passiert denn dann hier? Das Gelände ist erst einmal eine Brache. Und wer hat was von einer Brache? Dann heißt es immer: „Ja, da machen wir ein ganz tolles Gewerbegebiet.“ Mit Planungsverfahren und allem Zip und Zap – das dauert Jahre. Bestehende Industrie wegschicken, das ist einfach. Aber ist es so einfach, neue Industrie zu holen? Aber was bringt es der Stadt, den Flughafen zu halten? Langenecker: Die große Diskussion in der Politik ist doch seit Jahren das Defizit. Die reden nicht mehr über den Fluglärm, sie reden nicht, dass sie gegen den Flughafen an sich sind, sondern es ist das Defizit. Dabei ist es gerade den unterschiedlichen politischen Interessen geschuldet, dass wir überhaupt so ein Defizit haben. Außerdem ist es eine Milchmädchenrechnung, die die Städte da aufmachen. In diese Rechnung fließen nur die Defizite ein, die die

Die Unternehmen und Vereine am Flughafen Essen-Mülheim suchen den Dialog. Einige nehmen ihn an, andere wollen davon nichts wissen. Die INFORMER-Redaktion hörte genau hin, was aus Sicht der Flughafenanlieger Ambach ist.

Flughafengesellschaft verursacht. Aber es redet kein Mensch mehr von den direkten und indirekten Steuern, die – zugegeben vornehmlich in die Mülheimer – Stadtkasse fließen. Hinzu kommen noch die indirekten Einnahmen aus dem Flughafengeschäft für die Städte. Ich habe Flugschüler, die hier für zwei, drei Jahre ihre Ausbildung machen. Die ziehen für diese Zeit nach Essen oder Mülheim. Und die lassen in diesem Zeitraum jeden Tag Geld hier. Ich habe Schüler aus der ganzen Bundesrepublik. Aktuell habe ich 168 Flugschüler. Ich selbst mache das seit 2002, die Schule aber gibt es seit 1963. Die FFL ist die älteste Flugschule nach der Lufthansa. Da können Sie hochrechnen, wie viele Menschen die Flugschule schon nach Essen geholt hat. Seit Gründung wurden über 6.000 Verkehrspiloten durch die FFL ausgebildet. Es werden nirgendwo mehr Verkehrspiloten ausgebildet als in Essen-Mülheim, in ganz Deutschland nicht. Peylo: Und die finanzieren den Flughafen. Das sind die tragenden Säulen. Und wenn ich ökonomisch denke, würde ich mir doch die tragenden Säulen sichern. Wenn es den Flughafen nicht mehr gäbe, was würden Sie mit Ihrer FFL machen, Herr Langenecker?

Am Standort Essen-Mülheim werden deutschlandweit die meisten Verkehrspiloten ausgebildet.

Langenecker: Ich kann vielleicht noch einen Bruchteil davon an einen anderen Flughafen verlagern. Der Standort Essen-Mülheim ist für uns allerdings alternativlos. Wohin sollen denn bitte schön 60.000 Flugbewegungen in NRW verlagert werden? Es gibt nirgends die hier vorherrschende und notwendige Infrastruktur. Wenn das so ist, warum setzt man sich nicht an einem Tisch mit Politik und Verwaltung und erklärt die Situation? Peylo: Der Dialog mit der Politik hat stattgefunden in den letzten anderthalb Jahren. Aber es gibt durchaus politische Lager, die wollen auch nicht reden. Langenecker: Die Grünen werden wir hier nie hinbekommen. Aber enttäuschend ist vor allem, dass insbesondere die CDU als eigentlich unternehmerfreundliche Partei es bisher nicht geschafft hat, sich mit uns an einem Tisch zu setzen und uns zuzuhören – weder die CDU Mülheim, noch Essen. Peylo: Die Gemeinschaft hier am Flughafen kann ja nur aufklären. Und das hat sie verstärkt auch in den letzten anderthalb Jahren getan. Wir informieren auf sachlicher Ebene und machen deutlich, was hier überhaupt passiert. Die Bilder, die in vielen Köpfen vorherrschen, sind einfach sachlich falsch. Im aktuellen Gutachten der Märkischen Revision steht z. B. drin, dass die Unternehmen hier vor Ort stärker in die Verantwortung genommen werden müssen, wenn es ums Defizit geht. Aber dazu müssen gewisse Stellschrauben verändert werden. Es darf nicht einfach heißen: „Ihr beteiligt euch jetzt an den Unkosten.“ Nein, es muss auch Entwicklungsmöglichkeiten geben, dass diese Unkosten, diese Defizite erst gar nicht entstehen. Viel Verantwortung, aber keine Handlungsspielräume? Das geht nicht! Genau deshalb müssen wir uns gerade jetzt an einem Tisch setzen und in den Dialog treten. Und ich habe die Hoffnung, dass dies jetzt auch passieren wird. Herr Hassa, Sie als der ‚Neue‘ am Flughafen Essen-Mülheim, wenn Sie sich was

wünschen dürften, was würden sie dann den Beteiligten an der ganzen Flughafen-Debatte sagen? Hassa: Flughafengesellschaft, mach deine Hausaufgaben und optimiere dich. Land und Kommunen, gebt uns das Jahr 2034 – und lasst die Menschen hier am Flughafen Essen-Mülheim ansonsten in Ruhe arbeiten. Ein Beitrag von Lars Riedel

FLUGHAFEN ESSEN-MÜLHEIM: DIE VERGANGENHEIT • wird angeflogen seit 1919 • 1925: Erhalt der Flughafenrechte • 1930: erste Linienverbindungen in europäische Hauptstädte • 1938: Namensgebung; einer der ersten europäischen Flughäfen mit einer befestigten Start-/Landebahn • 1937: 5.000 Flugbewegungen; 15.000 Fluggäste • 60er Jahre: über 50 stationierte Flugzeuge

DIE GEGENWART • 60.000 Flugbewegungen • ca. 200 Mitarbeiter (teilweise in 3. Generation) • 6 Unternehmen aus der Luftfahrtbranche: WDL Luftschiffgesellschaft mbH, TFC Käufer GmbH, FFL Fachschule für Luftfahrzeugführer GmbH, Flugzeugservice Claasen GmbH, Airmarin GmbH, Air Albatros GmbH • Firmensitz für weitere, branchenfremde Unternehmen • Sitz für 4 Vereine/Arbeitsgemeinschaften: Aero-Club Mülheim an der Ruhr e. V., Hanseatischer Fliegerclub e. V., AGFÖ Arbeitsgemeinschaft Flughafen und Ökologie, Luftfahrtverein Essen e. V. • Standort für die Ausbildung der deutschlandweit meisten Verkehrspiloten


POLITIK Foto: Peter Prengel / Stadt Essen

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Hesse ist

ÜBERALL

Das war’s dann also für Guido Reil, den Basiskämpfer aus dem Essener Norden, der eine andere, kritische Position zur Flüchtlingspolitik seiner Partei, der SPD, einnimmt. Er hat sinnbildlich nach den Sternen gegriffen, wollte Vize-Chef der Sozialdemokraten in unserer Stadt werden. Doch die Genossen haben dem Bergmann aus Karnap die Gefolgschaft beim jüngsten Parteitag verweigert. Gerade einmal 21,5 Prozent der Delegierten stimmten bei der Wahl für Reil. Der Rest war gegen ihn. Seine Reaktion wiederum ließ nicht lange auf sich warten. Und so kehrte der streitbare Ratsherr seiner Partei nach 26 Jahren den Rücken. Wohlgemerkt samt Ratsmandat im Gepäck und einem Rückkehrrecht, wie es SPD-Faktionschef Rainer Marschan formulierte. Und das trotz Reils harscher Worte in Richtung des neuen Parteivorsitzenden, NRW-Justizminister Thomas Kutschaty. Kurz vorm Parteitag hatte Reil ihn im INFORMER-Interview noch als „weichgespült“ bezeichnet (Das Video verbirgt sich hinter dem QR-Code oben im Bild). Und ihm keinerlei Führungsqualitäten zugestanden. Die klassische Arbeiterschaft, so viel dürfte eindeutig klar sein, ist bei den Essener Sozialdemokraten nunmehr eine vernachlässigbare Größe. Doch erst seit dem Parteitag? Mitnichten! Foto: Dennis Straßmeier

Wer ganz oben mitspielen darf, wer entscheidet, wo es politisch langgeht und wer ran an die Fleischtöpfe, die Mandate und Aufsichtsräte darf, das entscheiden die von ganz oben immer noch alleine. Und nicht eine dahergelaufene Basisbewegung namens ‚Zukunftswerkstatt‘. Die Basis, soviel sollte man ihr zugestehen, ist immerhin gut fürs Plakate kleben und aufhängen. Schließlich geht es doch um nicht weniger als um Geld und Macht. Zwei Faktoren, bei denen Guido Reil sich die Altvorderen nicht reinreden lassen. Verständlich, aber mitunter Grund für den Abwärtstrend bei den vergangenen Wahlen. Mitmachen (kleben und aufhängen) darf jeder, mitreden (gestalten und kassieren) aber nicht. Jedenfalls nicht, wenn sie oder er nicht weichgespült genug ist und die eigene Meinung an der Tür abgibt. Da ist die SPD kein Deut besser als manche Parteileiche der Geschichte. Getreu dem Motto: Vorwärts immer, rückwärts nimmer, hat die älteste Partei Deutschlands nicht nur in Essen die Bodenhaftung verloren. Und mit ihr einen großen Teil ihrer Basis.

Ein (un-)demokratischer Prozess

Foto: SPD Essen

Bleiben wir bei der SPD, gehen aber etwas mehr ins Detail – nach Bergerhausen. Dort wählen die Genossen in Kürze turnusgemäß ihren neuen Ortsvereinsvorstand. Eine Formalie, die normalerweise höchstens eine Vollzugsmeldung wert wäre, wenn es da nicht eine Vielzahl von Ausnahmeanträgen türkischstämmiger Mitglieder geben würde. Diese, teils wohnhaft irgendwo in NRW – in Münster, Dortmund oder sonst wo – wollen nun also in Bergerhausen ihre neue politische Heimat finden. Ein Schelm, wer da an eine Wahltaktik denkt. Und nun denkt, dass Britta Altenkamp (die immerhin bei Willi Nowack ihr politisches Handwerkszeug gelernt hat) ihre Finger im Spiel haben könnte. Denn Sinan Kumru, seineszeichen Vorstand der SPD Essen und Awo-Mitarbeiter, soll dem Vernehmen nach in Bergerhausen zum Ratsherrn aufgebaut werden. Soweit nicht verwerflich, wenn die SPD-Geschäftsstelle in Person von Geschäftsführerin Yvonne Hartig ihn dabei nicht kräftig unterstützen würde. Beide stehen Britta Altenkamp politisch nah. Sie muss versuchen, ihr durchaus beträchtliches Netzwerk zu stärken, denn eine Nominierung auf dem Parteitag gilt nach ihrem unvermeidbaren Rückzug aus dem Vorstand nicht mehr als sicher. Lutz Coenen, SPD-Vorsitzender in Bergerhausen, dürfte sich jedenfalls nicht gerade über den abrupten Zuwachs an (Neu-)Mitgliedern freuen. Denn der bringt derzeit Unruhe in den bürgerlich geprägten Ortsverein. Lutz Coenen Im Unterbezirksvorstand der SPD hat man den Anträgen bereits stattgegeben – ohne mit den Genossen vor Ort zu reden. Die, so steht‘s in den Statuten, müssten derartigen Verfahren zustimmen. Haben sie aber nicht. Und ebenso wenig vor zwei Jahren, als es bereits ähnliche Versuche gab, als eine Vielzahl türkischstämmiger Bürger auf die Idee kamen, ausgerechnet in Bergerhausen SPD-Mitglied werden zu wollen. Dann aber aufgrund nicht gezahlter Beiträge wieder aus der Partei purzelten. Ist das die neue Integrationspolitik innerhalb der hiesigen SPD – die, sich um jeden Preis eine Mehrheit sichern zu wollen? Hinter vorgehaltener Hand weiß ein jeder, wer hinter dieser Aktion steckt. Wer wieder mal den demokratischen Prozess beeinflussen, ja den Ortsverein für seine Zwecke kapern möchte. Und die lästigen Genossen, die in der ‚Zukunftswerkstatt‘ mitgemischt haben, loszuwerden. Denn sie stehen mancher parteipolitischen Karriere im Weg. Und das ist gut so. Eine Kolumne von Pascal Hesse

Ordnungsdezernent Christian Kromberg macht klar, was sich beim Bevölkerungsschutz in Essen ändert. Es ist zum Heulen: die Sirenen kommen zurück.

I

st die Stadt Essen im Katastrophenfall noch zu retten? „Wir sind gerüstet“, sagt Christian Kromberg, Beigeordneter für Allgemeine Verwaltung, Recht, öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt. Mit ihm hat sich Gerhard Grabenkamp, Vorsitzender der CDU Rüttenscheid, jüngst nicht nur einen eloquenten, sondern ebenso fachkundigen Redner für seinen ‚Kommunalpolitischen Abend‘ geholt. Und er hat thematisch zugleich ein Thema aufgegriffen, das aktueller nicht hätte sein können. Denn was den Bevölkerungsschutz angeht, ändert sich dieses Jahr einiges in Essen. So kommen nicht nur die Sirenen zurück, um die Menschen bei Jahrhundertstürmen wie ‚Ela‘, als mehr als 12.000 Menschen beim ‚Pfingst Open Air‘ nichts vom annähenden Unwetter ahnten, warnen zu können. Oder bei einem Zwischenfall im französischen Atomkraftwerk Tihange, der - je nach Wettersituation - das Ruhrgebiet und damit Essen treffen könnte. „Aber es sind nicht nur Naturkatastrophen, die uns vor besondere Herausforderungen stellen. Derzeit müssen wir uns leider verstärkt mit der Terrorismusgefahr auseinandersetzen. Nach aktuellen Einschätzungen des Gerhard Grabenkamp Verfassungsschutzes ist die Anschlagsgefahr in Deutschland so groß wie in Frankreich und in Belgien“, sagt Grabenkamp. Der sogenannte ,Islamische Staat‘ wolle hierzulande Anschläge verüben. „Hier stellt sich ganz konkret die Frage, wie die Essener Bevölkerung so schnell und so effektiv wie möglich gewarnt und geschützt werden kann.“ Die Bevölkerung im Ernstfall zu informieren, das ist ein Thema, dem sich Christian Kromberg verschrieben hat. Er greift dabei eine Idee auf, die bei älteren Generationen noch bekannten Luftschutzsirenen. Sie wurden 1992 vom Bund abgeschaltet, da sie nicht mehr zeitgemäß, ineffizient und teuer waren. „Wir brauchen 50

Sirenen, um das Stadtgebiet abzudecken“, so der Dezernent. Aktuell werde an einem Schallgutachten gearbeitet, um die dafür nötigen Standorte festzustellen. Die Kosten lägen insgesamt bei rund einer Millionen Euro, die Kromberg bereits zu drei Vierteln zusammen hat. Das Geld komme zum Teil von privater Seite, von Unternehmen, denen der Bevölkerungsschutz wichtig ist. Die Unterstützer werden jedoch erst bei der Inbetriebnahme der Sirenen genannt. 210.000 Euro spendiert zudem das Land NRW. Mit mehr als 70.000 Euro Planungskosten soll der kommunale Haushalt daher nicht belastet werden. Die ersten neuen Sirenen sollen (probehalber) noch in diesem Jahr heulen. Doch mit ein paar Sirenen ist es nicht getan. Das neue System, an dem Kromberg und seine Mitarbeiter aus der Verwaltung derzeit arbeiten, ist weitaus umfangreicher. So soll es der Stadt künftig die Möglichkeit bieten, sich im Ernstfall direkt auf die Fernseher, Radios, Mobiltelefone und das Internet der Bevölkerung aufschalten zu können. Die Sirenen, die mit immer dem gleichen Ton arbeiten werden, seien nur die erste Stufe eines weitaus komplexeren Informationssystems.

GEMEINSAME STRATEGIE MIT DEN NACHBARSTÄDTEN Die neuen Sirenen sollen zielgerichtet eingesetzt werden, zum Beispiel bei Betriebsunfällen in betroffenen Stadtteilen oder Straßenzügen. Und, wenn ein Gefahrenguttransporter auf der Autobahn verunglückt und im nahen Umkreis informiert und gewarnt werden muss. Derartige Standorte werden daher bevorzugt unter die Lupe genommen. „Aber natürlich prüfen wir auch alle möglichen anderen Stellen“, betont Kromberg. Öffentliche Gebäude wie Schulen und Privathäuser kommen daher ebenso als Sirenenstandorte in Frage. Einen Alleingang will Kromberg dabei nicht wagen. Man arbeite mit den Nachbarstädten zusammen, „damit in den Grenzgebieten im Ernstfall nicht auf einmal zwei Sirenen Lärm schlagen, oder etwa gar keine.“ Ein Beitrag von Pascal Hesse Foto: Pascal Hesse

Außer Spesen nichts gewesen

Ist die Stadt Essen im Katastrophenfall noch zu retten, Herr Kromberg?

Foto: Christoph Bubbe

Die Polit-Kolumne

CDU lädt zum ‚Rü-Talk‘

Sei es zum ‚Rü-Talk‘ oder zur Reihe ‚Kommunalpolitische Abend‘ - der CDU Ortsverband Rüttenscheid lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger regelmäßig zum Austausch ein. So steht der nächste Rü-Talk am Dienstag, 7. Juni, unter dem Motto ‚Babyboom in Essen - Betreuungs- und Schulangebote am Limit?‘. Diskussionsgast des Abends im ‚Plan B‘ an der Rüttenscheider Straße 201 ist Essens Sozialdezernent Peter Renzel. Ab 19 Uhr diskutiert er mit den Gästen über aktuelle Handlungsbedarfe rund ums Thema ‚Kita und Schule‘.

Beim ‚Kommunalpolitischen Abend‘ der CDU Rüttenscheid stand Ordnungsdezernent Christian Kromberg Rede und Antwort.


POLITIK

ESSEN. DÜSSELDORF. BERLIN. BRÜSSEL. Per Pedale im Essener Westen: CDU-Verkehrspolitiker auf dem Radschnellweg BERLIN. Anfang Mai haben sich der Essener Bundestagsabgeordneter Matthias Hauer (CDU) sowie die Verkehrspolitiker Oliver Wittke und Gero Storjohann vor Ort über den Projektfortschritt des Radschnellwegs Ruhr (RS1) informiert. Beide Politiker radelten gemeinsam mit Hauer den ersten Abschnitt des RS1 von Mülheim nach Essen – vorbei an Niederfeldsee, Kruppgürtel und Univiertel – und endeten am Sitz des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Dort empfingen sie Bürgermeister Franz-Josef Britz sowie Vize-Regionaldirektor Martin Tönnes. „Der Radschnellweg Ruhr verdient volle Unterstützung“, betont Hauer. „Wir wollen mehr Radverkehr in Essen – mit einem Anteil von fünf Prozent ist hier noch Potenzial nach oben. Der Radschnellweg kann als ein Baustein moderner Verkehrsplanung auch andere Verkehrswege entlasten. Wir brauchen den RS1 als Ergänzung – er darf nicht als Konkurrenz zur Planung anderer Verkehrswege betrachtet werden.“ FDP fordert: Tatsächliche Flüchtlingszahl als Erstattungsgrundlage DÜSSELDORF. Der Landtag hat erneut das Anliegen debattiert, die Kommunen bei den enormen Kosten für die Flüchtlingsunterbringung zu entlasten. Ab 2017 ist von rot-grüner Regierungsseite vorgesehen, monatliche Flüchtlingspauschalen nach den tatsächlich in den Städten lebenden Flüchtlingen zu zahlen und nicht nur fiktive Verrechnungssätze wie bisher. Für die FDP kommt dies aus Gründen der angespannten finanziellen Kommunal-

finanzen viel zu spät. „Auch 2016 muß ein ausreichender Ersatz der durch die Flüchtlingsunterbringung entstehenden immensen Belastungen erfolgen“, begründet Ralf Witzel, Vize-Chef der FDP-Landtagsfraktion einen Antrag seiner Fraktion im Parlament. „Derzeit ist es leider so, dass während des Jahres neu hinzugekommene Flüchtlinge bei der Kostenerstattung überhaupt nicht berücksichtigt werden. Aufgrund der explodierenden Fallzahlen ist dieses Vorgehen unhaltbar und ein Finanzdesaster für überschuldete Städte wie Essen. Ohne sachgerechtere Kostenerstattung sprengt die Flüchtlingswelle die finanzielle Handlungsfähigkeit unserer Stadt“, so Witzel. Deshalb hat sich die FDP dafür eingesetzt, die Flüchtlingskosten bereits im laufenden Jahr mit Monatspauschalen nach der Anzahl der tatsächlich in den Kommunen versorgten Flüchtlinge zu erstatten. Grüne haben Glyphosat im Urin BRÜSSEL. 48 Europaabgeordnete, vor allem der Grünen/EFA-Fraktion, haben ihren Urin auf das umstrittene Pestizid Glyphosat untersuchen lassen, darunter der für Essen zuständige Abgeordnete Sven Giegold. Sein Wert liegt mit 1,98 Mikrogramm pro Liter nur leicht über dem Durchschnitt der 48 Getesteten. Der Grenzwert des Bundesinstituts für Risikobewertung für Ackergifte im Trinkwasser beträgt 0,1 Migrogramm pro Liter. „Glyphosat ruiniert nach dem Bier jetzt die Politiker. Um Ihnen da reinen Wein einzuschenken: Nach Trinkwasser-Standards gelte ich jetzt offiziell als nicht genießbar“, betont Giegold. Dennoch: Bier sei noch stärker belastet als Politiker.

Fragen an JOCHEN BACKES Foto: Privat

POLITISIERT.

Jochen Backes ist finanzpolitischer Sprecher des EBB.

IM INTERVIEW: JOCHEN BACKES

Das Essener Bürger Bündnis hat die Schulden der Stadt Essen im Blick ESSEN. Als Kandidat ging

der frühere Christdemokrat Jochen Backes bei der vergangenen Kommunalwahl für die Alternative für Deutschland (AfD) ins Rennen – und errang mit ihr eines von drei AfD-Mandaten im Essener Stadtrat. Als die AfD ihren eurokritischen Kurs verlies und sich zu einer rechtspopulistischen Partei entwickelte, trat Jochen Backes jedoch aus. Und arbeitete fortan als fraktionsloses Ratsmitglied weiter, denn Rechtspopulismus ist nichts für den im Rat durchaus geschätzten Finanzpolitiker. Seit der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments ist Jochen Backes nach kurzer Hospitation nun Mitglied beim Essener Bürger Bündnis (EBB) und zugleich dessen finanzpolitischer Sprecher. INFORMER: Herr Backes, lassen sie uns gemeinsam auf die Uhr schauen – die Essener Schuldenuhr. Diese zeigte auf www.essen.de bis vor kurzen noch falsche Zahlen an. Können Sie sich erklären warum? Beim Blick auf die Essener Schuldenuhr war ich irritiert, weil ich mir den stündlichen Schuldenzuwachs nicht erklären konnte. Nach dem dort angegebenen Schuldenzuwachs würden die Schulden in Essen in 2016 nur um circa 117 Millionen Euro steigen. Dies wäre natürlich sehr erfreulich, entspricht aber nicht der durch den Stadtrat beschlossenen Verschuldung. Denn die ist

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deutlich höher. Da sich die Bürgerinnen und Bürger der Stadt auch durch die Schuldenuhr über die Verschuldung der Stadt Essen informieren, habe er daraufhin Stadtkämmerer Lars Martin Klieve angeschrieben und ihn um eine Erklärung gebeten. INFORMER: Was hat Ihnen denn Essens Stadtkämmerer Lars Martin Klieve geantwortet? Dass er selbst irritiert ist, da in der aktuellen Schuldenuhr alte Zahlen aus dem vergangenen Jahr auftauchten. Diese sind ja in den letzten Quartalen immer wieder angepasst worden und stimmten aus der Sicht von 2015 auch. Er hat mir mitgeteilt, dass die Verschuldung nun wieder richtig angezeigt wird. Der stündliche Schuldenzuwachs von 20.969,10 Euro musste demnach auf den aktuellen Schuldenstand von rund 3,372 Milliarden Euro mit der verbleibenden Anzahl von Tagen hochgerechnet werden. Damit ergibt sich zum Jahresende 2016 ein theoretischer Schuldenstand von 3,487 Milliarden Euro, was der aktuellen Haushaltsplanung entspricht. Das wäre ein Zuwachs aus der Summe von Investitions- und Liquiditätskrediten von rund 212 Millionen Euro. INFORMER: Also deutlich mehr als das, was angezeigt wurde. Da hat wohl jemand im Rathaus vergessen, die Uhr umzustellen. Sommer- und Winterzeit, Sie verstehen schon. Aber lassen wir die Scherze. Es geht schließlich um einen Batzen Geld. Einen sehr großen Batzen. Anfang Mai betrug die Angabe der Schuldenuhr im Blick auf den stündlichen Schuldenzuwachs noch 13.322,69 Euro. Für 2016 haben SPD, CDU, FDP und Linke eine Verdreifachung der Neuverschuldung beschlossen. Das Essener Bürger Bündnis (EBB) hat als einzige Fraktion im Rat gegen 355 Euro mehr Schulden für jede Essenerin und jeden Essener in 2016 gestimmt. Die Politik von Oberbürgermeister Thomas Kufen und den ihn tragenden Parteien zulasten unserer Kinder und Enkel lehnen das Essener Bürgerbündnis und ich persönlich ab. Ein Beitrag von Pascal Hesse


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Foto: Christoph Bubbe

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PROTEST VORM RATHAUS Die Stadt machte Grüters Hundeschule dicht und untersagte ihr, weiter Hunde auszubilden. „Ein Jahr lang ist nichts passiert. Unsere Briefe an die Stadt blieben unbeantwortet. Kunden haben sogar vorm Rathaus protestiert, damit Frau Grüter wieder arbeiten darf. Es ist eine Farce“, so Holtkamp. Aus der Not heraus ist nun Kai Schiwy Chef der Schule. Sie ist wieder geöffnet. Kunden, die Grüter und ihre Arbeit schätzen, vertrauen nun Schiwy und seinem Team, dem sie als Beraterin zur Seite steht. „Es muss weitergehen. Wir geben nicht klein bei, komme was wolle“, so Schiwy. Lesen Sie die ganze Story auf www.informer-magazine.de. Und lesen Sie, warum ein Name immer wieder auftaucht: Ulrich Winkler, beim Ordnungsamt zuständig für Tierschutz. Und was er mit Elektrohalsbändern zu tun hat. Ein Beitrag von Pascal Hesse

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einer Physiotherapeutin gewaltsam Zutritt verschafft. Holtkamp: „Die sind ohne mit der Wimper zu zucken dort einHundetrainerin gebrochen und haben die Sonja Grüter Räume durchsucht. Die Dame hat sich dagegen zur Wehr gesetzt, doch bis heute ist nichts passiert.“ In der Schule wird ein Stromhalsbandgerät gefunden, der Stein des Rechtsanwalt Anstoßes. Diese sind nach Nils Holtkamp dem Tierschutzgesetz für die Hundeerziehung verboten. „Aus gutem Grund, denn das ist Tierquälerei“, betont Grüter, die seit vieGeschäftsführer len Jahren als Ausbilderin für Hundetrainer tätig ist. Kai Schiwy Warum sie ein solches Halsband besitzt? „Weil ich den künftigen Hundetrainern zeige, welche schädliche Wirkung ein solches Band hat – mit einem Stromstoß an ihrem eigenen Arm und nicht am Hals der Hunde!“ Erklärungen von Grüters Schülern und Marie Luise Schyra, Leiterin der Paracelsus-Schule Essen, belegen, dass dieses Band, dessen Besitz nicht verboten ist, in einer der ersten Stunden der Trainerausbildung zum Einsatz kommt, „um zu zeigen, wie man es nicht machen soll.“ Holtkamp: „Eine Schutzbehauptung, so das Amt. Aber Hand aufs Herz: Wenn Frau Grüter damit Hunde ausbilden würde, hätte sie mehrere davon und nicht nur ein einziges.“

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„Sitz, Platz, Steh“, dieser Name stand bis vor einem Jahr für Qualität in der Hundeausbildung. Mit Sonja Grüter, bislang Inhaberin der Hundeschule am Dellmannsweg in Burgaltendorf, war eine Expertin ihres Fachs am Werk. Grüter ist gelernte Krankenschwester mit 12 Jahren Erfahrung in der Intensiv-Medizin, geprüfte Tierheilpraktikerin und Tierpsychologin. Alles lief gut in ihrem ,Kynologischen Zentrum Essen‘, zu dem die Hundeschule zählt. Bis zum 2. April 2015, dem schwärzesten Tag in Grüters Karriere. Und zugleich ein Paradebeispiel für Behördenwillkür par excellence, ja scheinbarbar der Versuch, eine berufliche Existenz auszulöschen. An Gründonnerstag durchsuchen mehrere Dutzend Mitarbeiter des Ordnungsamts Grüters Hundeschule und ihre Wohnung. „Da fing das erste große Manko an. Die sind zu einem Zeitpunkt aufgelaufen, der nach der Strafprozessordnung nur in extremen Notfällen statthaft ist, nämlich nach 21 Uhr. Das ist nur okay, wenn es um Mord und Totschlag geht“, beklagt Rechtsanwalt Nils Holtkamp, der Grüter rechtlich vertritt. Darüber hinaus habe der Durchsuchungsbeschluss falsche Angaben enthalten; ein Beschlagnahmungsprotokoll sei nicht vor Ort, sondern nachträglich angefertigt worden. Und mit Fotos von Hunden in Käfigen versehen worden, die bei genauerer Betrachtung einen völlig falschen Eindruck vermitteln. „Es wurden sogar meine eigenen Hunde mitgenommen, die friedlich vor dem Kamin lagen und schliefen. Insgesamt gab es keine Rechtfertigung für einen Verstoß nach dem Tierschutzgesetz, nachdem die Tiere hätten beschlagnahmt werden dürfen. Keiner der Hunde war abgemagert, verletzt oder verhaltensgestört. Ein zweiter Tierarzt war ebenfalls nicht vor Ort“, ärgert sich Grüter. Hunde, die Grüter in ihrer privaten Hundepension in privater Obhut hatte, wurden ebenfalls mitgenommen. Und ihren Besitzern erst zurückgegeben, als diese mit rechtlichen Schritten drohen. Zudem war die Polizei, obwohl von der Staatsanwaltschaft angeordnet, nicht vor Ort. Hingegen Polizisten aus Duisburg, Kollegen der früheren Lebensgefährtin Grüters, die sich ein Bild machten. Wer sie informiert und dazu geholt hat? „Das fragen wir uns bis heute“, so Holtkamp. Dass sich auf dem Schulareal Büros von Mietern befinden, was gut sichtbar beschildert zu erkennen ist, interessierte nicht. So wurde sich auch zu den Räumen

Foto: Pascal Hesse

EIN PARADEBEISPIEL FÜR BEHÖRDENWILLKÜR

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Die Schule befindet sich im Zentrum für Kynologie, in dem Tierpsychologie (Sonja Grüter), Tierphysiologie (Paula Weinert) und Tierheilpraxis (Sonja Grüter, Maxx Schwarz, Paula Weinert) angeboten werden, Verhaltensanalyse, Einzel-/ Verhaltenstraining, Gruppenkurse für Welpen und Junghunde, Erziehungs-, Vormittags- und Begleithundekurse, Sozial- und Lernspaziergänge sowie ein Ausführservice. Zur Schule gehört ein Hundeplatz. Erreichbar ist sie unter 0171 / 744 00 86 und auf www.sitzplatzsteh.de.

So sehen glückliche Tiere aus: Ihre Hunde würden die ,Hundeschule Sitz Platz Steh‘ gerne besuchen, versichern alle anwesenden Frauchen und Herrchen. Und das zum Teil schon seit vielen Jahren.


IMMOBILIEN / WOHNEN

IMMOBILIEN NEWS JUNI 2016 Schlüsselübergabe für ‚The Grid‘

Symbolisch übergab Oberbürgermeistern Thomas Kufen (CDU) Anfang Mai den Schlüssel für das neue Firmengebäude ‚The Grid‘ an die Eigentümer Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, und Jochen Thewes, Vorstandsvorsitzender der DB Schenker AG. „Ich freue mich sehr über das klare Bekenntnis der Deutsche Bahn AG und der Schenker AG zum Standort Essen. ‚The Grid‘ wird ein neues Wahrzeichen unserer Stadt und sicher viele Besucherinnen und Besucher faszinieren“, so Kufen. Der Neubau in der Kruppstraße 4, direkt am Essener Hauptbahnhof, ersetzt die acht über Essen verstreuten Standorte des Logistikunternehmens. Im neuen Hauptquartier werden 730 Mitarbeiter tätig sein; perspektivisch ist Platz für 900. Das Gebäude wurde nach Plänen der

Hamburger bn Architekten in Form eines Doppel-X errichtet.

Essener Norden profitiert vom Neubau

Die Nachfrage nach Immobilien bleibt hoch und übertrifft in den gefragten Lagen des Essener Südens das Angebot. Das Immobilienunternehmen Engel & Völkers erwartet für 2016 stabile Kaufpreise und leicht steigende Mieten in den guten und sehr guten Lagen. Die Stadtteile am östlichen Ufer des Baldeneysees bieten aufgrund der zukünftig verbesserten Anbindung an die A44 noch Wertsteigerungspotenzial. Auch die einfachen und mittleren Lagen im Norden der Stadt werden durch Neubauentwicklungen langfristig an Anziehungskraft gewinnen.

Hochhaus am Vierhofer Platz wird saniert

Die Essener Nord-City entwickelt

sich weiter positiv. Der künftige Eigentümer möchte das Hochhaus am Viehofer Platz sanieren und das Gebäude für Studierende herrichten. „Mit dem Audimax-Neubau am Rheinischen Platz ist die Universität näher an die Innenstadt herangerückt“, sagt Stefan Meyer, sachkundiger Bürger der FDP im Planungsausschuss. „Dies hat der Rektor der Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Ulrich Radtke, bewusst in Auftrag gegeben, da er sich eine engere Anbindung der Studenten an die anliegende City erhoffe. Die Sanierung dieses Objekts ist der erste Schritt, um dieses Vorhaben aufzugreifen.“ Nach Auffassung der Freien Demokraten könnten im Weiteren auch Gebäude im Weberplatz-Viertel diesem Beispiel folgen. „Das studentische Leben im Stadtgebiet könnte zukünftig noch intensiver in der Essener Nord-City beheimatet werden, davon profitieren alle Beteiligten“, so Meyer.

Neue Kosmetik-Boutique auf der Rü

Premiere in Essen: ‚Benefit Cosmetics‘ eröffnet Ende Juli die erste Filiale in Deutschland auf der Rüttenscheider Straße 103. Die Kosmetikmarke gehört zum weltweit größten Luxusgüterkonzern LVMH. Die Vermittlung erfolgte durch das Immobilienunternehmen Brockhoff & Partner. Aktuell werden in den Räumen des denkmalgeschützten Objekts umfangreiche Umbaumaßnahmen durchgeführt. „Das kreative und fröhliche Design der Marke ‚Benefit Cosmetics‘ wird ein pinker Hingucker auf der Rü sowie eine Bereicherung für die Einzelhandelsstruktur der 1a-Vorortlage in Essen-Rüttenscheid sein“, erklärt Immobilienökonomin Kristina Brockhoff. Neben hochwertiger Kosmetik wird es auch verschiedene Beauty-Services geben.

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Fragen an THOMAS ROTTER Drei Fragen an den SPD-Ratsherr Thomas Rotter, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Stadtplanung und des Aufsichtsrates der Allbau AG, zur aktuellen Wohnsituation in Essen.

Foto: Christoph Bubbe

Bezahlbarer Wohnraum wird auch in Essen immer knapper Worauf müssen sich die Mieter in naher Zukunft einstellen?

Durch die Wohnungsknappheit in Essen wird es voraussichtlich in den nächsten Jahren zu einer Herr Rotter, warum wird günsPreissteigerung im Bereich tiger Wohnraum auch im Esse- SPD-Ratsherr von Grundstücksverkäufen Thomas Rotter sowie Ein- und Mehrfamiliner Norden immer knapper? Aufgrund des festgestellten Bedarfs von enhäusern kommen. Dies ca. 18.000 Wohnungen in Essen bis zum Jahr ist bedingt durch den Zuzug von Menschen, die 2020 sind alle Stadtteile von der Wohnungs- gerne in Essen leben möchten. Sei es auf der knappheit betroffen. Da im Essener Norden Basis beruflicher Veränderungen oder durch tendentiell eher günstiger Wohnraum zur Ver- den Zuzug von Flüchtlingen. Die Politik sowie fügung steht, ist dieses Angebot auch schneller die Verwaltung haben dafür Sorge zu tragen, vergriffen. Gleichzeitig werden im Moment viele dass alle Essener Stadtteile in gleichen Teilen Flüchtlinge in Wohnungen vermittelt. Aufgrund zur Wohnraumschaffung herangezogen werden. des derzeitigen Leerstandes erfolgt dies auch Durch die zu erwartenden Preissteigerungen, im Essener Norden sowie in den anderen Stadt- im letzten Jahr bereits 20 % beim Verkauf von teilen. Generell bleibt jedoch festzustellen, dass Wohnungen, werden sich die Bodenrichtwerte vodringend neuer bezahlbarer Wohnraum für alle raussichtlich nach oben hin anpassen. Dies wird in den kommenden Jahren durch eine folgende Einkommensgruppe geschaffen werden muss.

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Anpassung des Mietspiegels zu entsprechenden Mieterhöhungen führen. Ebenfalls wird der zur Verfügung stehende Wohnraum knapper. Welche Maßnahmen ergreift die Politik, um dem entgegenzuwirken?

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Oberstes Ziel muss derzeitig die Schaffung von neuem Wohnraum sein. Bei sämtlichen Neubauvorhaben sollte ein Anteil von 30 % an öffentlich gefördertem Wohnraum geschaffen werden. Dies Mehr Sicherheit für Elektrogeräte ist in den letzten Jahren leider nicht erfolgt. Verlängerung der gesetzlichen Gewährleistung des Herstellers von 2 auf 5 Jahre Verlassen Sie sich auf Qualität und Service Aufgrund des äusserst hohen Bedarfes müssen neue Flächen zur Wohnbebauung in ganz Essen ausgewiesen werden. Dies ist eine sehr schwere Aufgabe, die es gilt, mit allen in Essen lebenden Menschen zu bewältigen. Politik muss hier Pionierarbeit leisten, wie sich in den letzten beiden Marktstraße 57 – 59 · 45355 Essen-Borbeck · Telefon 02 01 / 86 88 00 Jahren gezeigt hat. Denn nicht jeder ist mit einer www.balster-essen.de Bebauung vor seiner Haustür einverstanden. Öffnungszeiten: Montag 09:00 – 13:30 und 14:30 – 18:30 Uhr, Mittwochs bis 18:00 Uhr · Samstag: 10:00 – 14:00 Uhr und nach individueller Vere Möglich ist aus meiner Sicht auch die– Freitag: Schaffung eines neuen Stadtteils, um dem zu erwartenden Bedarf gerecht zu werden.

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GESUNDHEIT

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Stiftung hilft psychisch erkrankten Kindern GUT INFORMIERT ENTSCHEIDEN

Zahnersatz & Ästhetik: werden Alternativen besprochen? „Gut informierte Patienten haben weniger Beschwerden“, weiß Dr. Jörn Thiemer aus Erfahrung. Seit über 20 Jahren hält er Patientenseminare im gesamten Ruhr­ gebiet und führt zudem in seiner Implan­ tat­Sprechstunde zahlreiche individuelle Beratungen durch. „Wir geben dabei regelmäßig Zweit­ meinungen ab und stellen fest: Es geht den Patienten weniger ums Geld – sie wünschen sich schlicht, mit ihren Fragen, Wünschen und Bedenken gehört zu wer­ den.“ Dr. Thiemer und Dr. Heermann neh­

men sich diese Zeit. „In vielen Bereichen fühlen sich Menschen heute regelgerecht überfahren. Wir wissen jedoch, dass sich gut informierte Patienten sicherer fühlen und bessere Heilungserfolge haben – unsere vorherigen Gespräche zahlen sich also später vollständig aus.“ Zahnimplantat- & Ästhetik-Sprechstunde Außerhalb der Sprechzeiten, mit viel Zeit für individuelle Fragen, Zweitmeinungen und alternative Lösungen. Bitte verein­ baren Sie Ihren Beratungstermin!

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Oberbürgermeiser Thomas Kufen würdigt die Arbeit von Prof. Dr. Christian Eggers.

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ür die Eltern ist es die schlimmste Nachricht der Welt: Das eigene Kind ist krank. Sorgen, Ängste und Hilflosigkeit begleiten sie von nun an jeden Tag. Besonders schwierig ist die Situation, wenn es sich um psychische Erkrankungen handelt, die weder sichtbar noch für viele Menschen greifbar sind. Hier gilt es noch immer, Barrieren abzubauen, Aufklärung zu leisten und die oftmals jahrelange Therapie eng mit dem Familien- und Freundeskreis abzustimmen. Genau dort setzt die ‚Prof. Dr. Eggers Stiftung‘ an. Nach einem Klinikaufenthalt sollen weder die Patienten noch die Betroffenen alleine gelassen werden und in ein tiefes Loch fallen. Im Haus ‚Trialog’ an der Alexanderstraße werden die Jugendlichen in therapeutischen Wohngruppen betreut und langsam an ein eigenständiges Leben herangeführt. Auch Sport und Kunst werden zu einer erfolgreichen Genesung angeboten. Seit fast 20 Jahren engagiert sich die Stiftung für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche. Namensgeber ist der renommierte Kinderpsychiater und Facharzt für Kinderheilkunde Prof. Dr. Christian Eggers, dessen Spezialgebiet die Erforschung und Behandlung von schizophrenen Psychosen bildet. Die Prof. Dr. Eggers-Stiftung freut sich über Spenden, mit der Sie die Förderung von psychisch kranken Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen unterstützen. Weitere Informationen unter: www.eggers-stiftung.de

PROF. EGGERS GIBT ALLE VIER WOCHEN SEMINARE Das Engagement in Essen würdigt auch Oberbürgermeister Thomas Kufen: „Ich lernte Prof. Dr. Christian Eggers bereits vor zehn Jahren während meiner Arbeit als Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses kennen. Er ist eine beeindruckende Persönlichkeit. Der ‚große‘ Eggers hat in Essen einen Ruf erworben, der weit über die Stadtgrenzen hinausgeht und in der Fachwelt sehr anerkannt ist. Die ‚Prof. Dr. Eggers Stiftung‘ leistet einen wichtigen Beitrag, um Menschen für das Thema Schizophrenie und psychische Erkrankungen zu sensibilisieren, Hürden abzubauen und ihnen die Hilfe zukommen zu lassen, die sie benötigen. Wichtig ist für die Betroffenen, nicht alleine mit der Erkrankung dazustehen. Auch Eltern und Familienangehörige brauchen Hilfe und Unterstützung. Das hat die Stiftung erkannt und bietet entsprechende Angebote.“ Auch heute noch ist der 76-jährige Experte für das Wohl der Patienten im Einsatz. Alle vier Wochen hält der Mediziner ein Angehörigenseminar in seiner Stiftung ab. „Trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen setzt sich Prof. Eggers weiterhin unermüdlich für sein Anliegen ein, das verdient großen Respekt.“, so der Oberbürgermeister. Er folgte 1979 dem Ruf des damaligen Wissenschaftsministers Johannes Rau hierher nach Essen. Wie Prof. Dr. Christian Eggers die Kinderpsychiatrie in Essen etablierte – unseren Online-Beitrag lesen Sie hier: www.informer-magazine.de


GESUNDHEIT

Zu viele Mandel-OPs in Essen? Foto: DAK/Scholz

Studie zeigt große regionale Unterschiede bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen

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vorliegen, wird operiert“, sagt Miriam Ilzhoefer, Leiterin der DAK-Gesundheit in Essen. Verschiedene wissenschaftliche Studien belegten zudem, dass die Erhaltung der Mandeln prinzipiell vorrangig sei. „Wir raten zu einer gewissenhaften Abwägung des Für und Wider einer OP und begrüßen die vorausschauende Betrachtung bei den Medizinern“, ergänzt Ilzhoefer. Die großen regionalen Unterschiede könnten aber durchaus medizinische Gründe haben. Die Studie selbst schließt jedoch mögliche wirtschaftliche Interessen der Kliniken nicht gänzlich aus.

VIREN ODER BAKTERIEN KÖNNEN AUSLÖSER SEIN

S

chluckbeschwerden, Halsschmerzen und Fieber: Aus leichten Anzeichen wird oftmals rasch eine schmerzhafte Mandelentzündung. In den vergangenen Jahren setzte sich zunehmend jedoch eine konservative Behandlung durch, und die operative Entfernung der Mandeln erfolgte seltener. Die wenigsten Eingriffe wurden im thüringischen Sonneberg verzeichnet, die meisten im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach. Und in Essen?

Hier liegt die OP-Quote bei Kindern und Jugendlichen unter 20 Jahren allerdings ebenfalls deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Zwar noch nicht in dem Maße wie in Bad Kreuznach, aber immerhin deutlich mit 27 Prozent. Rund 450 Operationen wurden in unserer Stadt jährlich zwischen 2010 und 2012 vorgenommen. Dies teilte jetzt die DAK-Gesundheit im Hinblick auf eine Studie der Bertelsmann-Stiftung mit.

Im Bundesdurchschnitt wurden 43 von 10.000 Kindern und Jugendlichen unter 20 Jahren die Gaumenmandeln entfernt, das ergab die besagte Bertelsmann-Studie. In Essen liegt der Wert bei 54 je 10.000.

ERHALTUNG DER MANDELN VORRANGIG Ärzte raten heute jedoch zurückhaltender zur OP. „Nur wenn häufige Entzündungen oder andere medizinische Gründe

Während früher Bakterien mit dem Namen Streptokokken als Auslöser für Mandelentzündungen wegen möglicher Folgen wie Herzerkrankungen oder Rheuma gefürchtet waren, werden diese Fälle heute seltener beobachtet. Die Erkrankung kann sowohl durch Bakterien als auch durch Viren hervorgerufen werden. Daher ist vom behandelnden Arzt zu entscheiden, ob ein Antibiotikum Sinn macht. Häufig verschwinden die Beschwerden nach einigen Tagen Schonung und der Anwendung von Hausmitteln. Detaillierte und unabhängige Informationen sowie Entscheidungshilfe zur Therapie bietet das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) im Internet unter www.gesundheitsinformation.de ANZEIGE

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KULTUR – TIPPS & TERMINE

ZUSAMMEN BLAU MACHEN

M A R I A ST U A R T Trauerspiel von Friedrich Schiller

Unter dem Motto ‚Auf ins Blaue‘ lädt das Kulturpfadfest am 10. Juni zum 15. Mal zum Flanieren ein. Vom Museum Folkwang bis zur Kreuzeskirche weisen blau leuchtende Steine

Matinee 19. Juni 2016 Premiere 25. Juni 2016 Vorstellungen 2., 7. Juli 2016 Grillo-Theater

den Weg zu Plätzen, Parks und Instituti-

Foto: Olaf Ziegler

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FINALE: VEREINTE KÜNSTE Zum Saisonfinale rezitiert Schauspieler Joachim Król im ‚Sommernachtstraum‘ am 25. Juni Texte des großen Shakespeare. Begleitet von den Essener Philharmonikern und dem Aalto-Ballett. Nach fünf Tagen Parksounds gipfelt die TUP-Spielzeit in den ‚Shakespeare Variationen‘. Der Dramatiker wird dabei nicht nur durch seine eigenen Werke heraufbeschworen, auch durch die unzähligen von ihm inspirierten Werke. Märchenhafte, romantische und dramatische Szenen sollen sich in der Philharmonie und in ausgedehnten Pausen im Stadtgarten abspielen. In drei Teilen entsteht eine Collage der Jahrhunderte unter Shakespeares Einfluss. Tickets gibt es für 27,50 €.

onen, wo Künstler und Kreative tanzen, lesen, Akrobatik und Filme zeigen. Theater öffnen ihre Türen, zeigen Ballett-Training, Bands wie Banda Sanderos spielen bei der Stiftung Mercator. Künstler im Gespräch findet man beim Kunstverein Ruhr ... Und: Dieses Jahr trifft das Fest auf der Kettwiger Straße, Höhe Burgplatz, auf zehn Food Trucks mit Smoothies, Burger, Quesadillas im Angebot. Freier Zugang.

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‚EIN FOTOGRAFISCHES LEBENSWERK‘

IL B A R B IE R E DI SI V IG L I A

Zum 100. Geburstag des Fotografen Peter Keetmann, der stets aus den Gestaltungsmöglichkeiten der Kamera schöpfte, eröffnet das Museum Folkwang am 3. Juni die Retrospektive ‚Ein Fotografisches Lebenswerk‘

OPER VON GIOACCHINO ROSSINI

48 Spielorte, 2.000 Künstler, 20 Städte – am 25. Juni läutet die Glocke zur Extraschicht im Ruhrgebiet. Die eine Nacht im Jahr, in der seit 2001 der Geist der Industriekultur im Kohlenpott beschworen wird.

In Zechen, Förderanlagen, Fabriken und auf Bühnen gibt es Theater, Streetart, Poetry Slam, Licht- und Pyroinszenierungen zu sehen. In Essen sind die Zechen Zollverein und Carl sowie das Maschinenhaus dabei. Einen Sommernachtstraum verspricht Zollverein: zum Beispiel mit ‚Sonnambulo‘, der Traumwelt eines Schlafwandlers, inszeniert vom Theater Titanick. Ein Schauspiel für die Linse sind die ‚Herde der Maschinenwesen‘, die vor dem Doppelbock grast, und die

Sie führt nicht nur durch die Laufbahn des Fotografen, sondern auch entlang der

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Premiere 4. Juni 2016 Vorstellungen 9., 18., 22., 24., 26., 30. Juni; 3., 9. Juli 2016 Aalto-Theater Tickets T 02 01 81 22-200 www.theater-essen.de

IM ZEICHEN DES KOHLENPOTTS

Foto: Zollverein/Jochen Tack

Eigentlich sollte das Konzert von Anastacia ‚The Ultimate Collection Tour 2016‘ bereits im April gelaufen sein, aber es musste auf den 17. Juni verlegt werden. Jetzt gibt es noch Karten fürs Collosseum. Mit der neuen Single ‚Take This Chance‘ und ihrer Hit-Kollektion zelebriert die Interpretin ihre Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden. Auf ihrem Konzert präsentiert Anastacia sämtliche Chartbreaker. Tickets gibt es ab 55,25 €.

Peter Keetmann, ein Selfie im Jahr 1957

vielgestaltigen Karriere der Fotografie – zwischen freiem künstlerischem Schaffen und angewandter Arbeit. Die große Werkschau stellt damit eine zentrale Position der Nachkriegsfotografie zur Diskussion. Der Eintritt ist frei.

Lichtjongleure ‚Spot the Drop‘. Drei Bühnen laden anlässlich der Ausstellung ‚Rock und Pop im Pott‘ des Ruhr Museums zu Live-Musik von Rock´n´Roll bis Clubsounds ein. Kurzführungen auf dem ‚Weg der Kohle‘ und in die Arbeit der Bergleute und Koker gehören mit zum Programm. Auch das Red Dot und das Ruhr Museum sind geöffnet. Mitmachen ist das Motto auf Zeche Carl und im Maschinenhaus: ein Puzzle und Gesellschaftsspiele, anscheinend für Riesen, laden dazu ein, Workshops, in denen man sich als Beatbox ausprobieren kann, es gibt eine mobile Grafikwerkstatt, Darbietungen des Physical Theatres der Folkwang Uni und Führungen durch die Bergbaugeschichte. Karten gibt es jezt im Vorverkauf für 17 €, am Veranstaltungstag für 20 €.


KULTUR – TIPPS & TERMINE

Die Nacht der Industriekultur feiert am 25. Juni das Grillo-Theater mit der Premiere von ‚Maria Stuart‘. Fiedrich Schillers Trauerspiel, inszeniert von Anna Bergmann.

Galerie Directors Lounge

Es zeigt das dramatische Duell zweier starker Frauen: Königin Elisabeth I. von England – gespielt von Stephanie Schönfeldt – begegnet der schottischen Monarchin Maria Stuart (Janina Sachau). Auch sie hatte ebenfalls Anspruch auf den Thron erhoben. Immer stärker gerät Elisabeth unter Druck und lässt sich zu einem Treffen mit Maria überreden. Karten gibt es ab 13,20 €.

EM-SPEZIAL: FUSSBALLSOMMER!

G r u g a h a ll e

Eine neue Jahreszeit bricht an – der Fußballsommer, vielleicht auch ein kleines Sommermärchen. Am 10. Juni. startet die Europameisterschaft 2016. Bedeutet: Zusammenrotten, gespannt und bierschlürfend die Leinwand fixieren und die Mannschaft anfeuern. Hier ein paar Tipps, wo sich das gut umsetzen lässt:

EINE FÜR ALLE!

Das erste Mal seit 10 Jahren wird wieder auf dem Kennedyplatz rudelgeguckt: Auf einer 31 qm großen LED-Leinwand werden alle Spiele der deutschen und der türkischen Nationalelf gezeigt. Bei aufeinanderfolgenden Spielen gibt es Kombitickets. Der eingezäunte Bereich bietet 4.999 Fans Platz. Der Eintritt kostet 7,50 Euro – zwei Freigetränke inklusive.

25 | 06 | 2016

Spannend wird es auch auf dem Flughafen Essen/Mülheim. Dort erwartet die Zuschauer im Hangar eine 40 qm große Leinwand. Einlass ist jeweils zwei Stunden vor Anpfiff. Mindestverzehr 10 Euro.

15 | 07 | 2016 – Sommerfest 24 | 07 | 2016 an der Grugahalle

MEDIENKUNST AUF ZOLLVEREIN Vom 3. bis zum 5. Juni gastiert die experimentelle Medienkunstmesse C.A.R. – Contemporary Art Ruhr bereits im zehnten Jahr und zum vierten Mal im Sanaa-Gebäude auf Zollverein.

Ausgestellt werden Arbeiten aus den Kategorien Fotografie, Video- und Netzkunst, Installation und Performance, Klang- und Lichtkunst. Teil nehmen Galerien, Kunstprojekte, Institutionen, bereits etablierte Künstler wie Newcomer etwa der Folkwang Universität der Künste. Eintritt: 8 €.

Mario Barth „Männer sind bekloppt, aber sexy!“

01 | 10 | 2016

Suberg´s Ü-30 Party „Mehr als eine Party“

15 | 10 | 2016

The Legend of Zelda „Symphony of the Goddesses“

19 | 10 | 2016

Carolin Kebekus „AlphaPussy“

21 | 10 | 2016

Lord of the Dance Dangerous Games

23 | 10 | 2016

Laura Pausini Simili

Beginnend mit dem Eröffnungsspiel Frankreich - Rumänien in Paris verwandelt sich das ehemalige Areal der Spedition Paas (Ursula-/ Ecke Manfredstraße) in Rüttenscheid in ‚Les Halles du Futbol‘. Verantwortlich dafür, dass die Hallen und das Außengelände zur ‚11 Freunde – Die EM-Arena‘ werden, ist wie gewohnt die TAS-Kreativ-Truppe um Agenturchef und Fußballenthusiat Thomas Siepmann. Gezeigt werden alle EM-Spiele. Und beim diesjährigen Rudelgucken geht es mitunter tierisch zu – im wahrsten Sinne des Wortes. Mehr dazu auf Seite 28.

29 | 10 | 2016

SNIPES Battle of the year 2016 Die inoffizielle WM im Breakdance

30 | 10 | 2016

Mädchenklamotte – Der Mädelsflohmarkt im Foyer

06 | 11 | 2016

Schallplattenbörse im Foyer

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Kardiologen: Wie sich das Rudelgucken auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken kann? Mehr dazu auf Seite 30.

10 | 11 | 2016

Bülent Ceylan K RONK

12 | 11 | 2016

Koncert Gwiazd Stars aus Polen 2016

11 | 12 | 2016

Wise Guys Abschiedstour! Das Beste aus 25 Jahren

16 | 12 | 2016

257ers Weihnachtsfeier

17 | 12 | 2016

Kaya Yanar Planet Deutschland

17 | 12 | 2016

Die kleine Meerjungfrau – Musical Congress Center West

02 | 02 | 2017

Die Teddy Show Das neue Programm

10 | 02 | 2017

Dieter Nuhr „Nuhr Nuhr“

11 | 02 | 2017

Mantastic Sixx Paxx XXL-Tour Male Revue Show

Kultig wird‘s in der Dampfe in Borbeck. Im Schalander, im Hopfenlager und der Fassabfüllung werden alle Spiele auf Leinwänden gezeigt. Als besonderes ‚Schmankerl‘ soll es für jedes Tor der Deutschen einen Klopfer aufs Haus geben. Am Seaside Beach können sich bis zu 1.500 Fußballverrückte Seeluft um die Nase wehen lassen, während sie alle Spiele auf der Leinwand von etwa 2,5 x 3 Metern Größe verfolgen. Der Eintritt kostet wie sonst auch 3,50 Euro.

Rückblick: 34. Pfingst Open Air Werden Rock, Pop und HipHop vom Feinsten –beim Pfingst Open Air in Werden haben das Jugendamt und der Rockförderverein an Pfingstmontag erneut Beeindruckendes auf die Beine gestellt. Marcus Kalbitzer schaut imVideo, das sich hinter dem QR-Code verbirgt, aufs Festival zurück und gibt einen Ausblick auf 2017.

EM WIRKT SICH AUF GOURMETMEILE AUS Die Gourmetmeile ‚Essen verwöhnt‘ in der Essener Innenstadt findet in diesem Jahr gut einen Monat später –vom 13. bis zum 17. Juli statt. Der Grund ist ganz einfach: Die Fußball-EM fällt in den gewohnten Zeitraum, so dass einige Gastronomen und auch Gäste statt dem Fleischbällche dem Fußball frönen. Zur Weltmeisterschaft 2014 haben die Organisatoren des Vereins Essen Genießen e.V. ähnliche Erfahrungen mit König Fußball gemacht. „Viele Gäste haben uns gemailt und geschrieben, dass sie so gerne zur Gourmetmeile kommen, aber auch die Fußballspiele der deutschen Mannschaft nicht verpassen möchten. Darauf haben wir reagiert“, erklärt Vorstand Rainer Bierwirth. „Wir hoffen, dass wir im Juli unserer Nationalelf als neuen Europameister gratulieren können. Dann kommen unsere Gastronomie-Kicker aufs Spielfeld und liefern wie gewohnt eine Topleistung ab.“ Auf der Gourmetmeile ‚Essen… verwöhnt’ präsentieren bereits zum 18. Mal 19 Gastronomen aus Essen über 100 Speisen unter freiem Himmel. Es gibt eine große Auswahl an Vorspeisen, Hauptgerichten und Desserts, jeweils in kleinen Portionen und zu Preisen, die zwischen drei und zehn Euro liegen. Neu in diesem Jahr: die Sonntagstafel. Hier können die Gäste um 13 Uhr beim Restaurant ihrer Wahl ein 3-Gänge-Menü inkl. der begleitenden Weine und Mineralwasser für 29,50 €/Pers. genießen. Öffnungszeiten: Mi.–Do. 12.00 Uhr bis 22.00 Uhr, Fr. 12.00 Uhr bis 23.00 Uhr, Sa. 11.00 Uhr bis 23.00 Uhr, So. 11.00 Uhr bis 20.00 Uhr www.essen-genießen.de

Foto: Gerd Lorenzen

BÜHNE FREI! Am 27. Juni feiert der Studiengang Musical der Folkwang Universität der Künste Premiere im Theater im Rathaus. Sie zeigen ‚Hello Again‘ von Michael John LaChiusa. Wie das Original folgt die Adaption den Liebesaffären von Menschen aus allen Gesellschaftsschichten. Jede Szene spielt in einem anderen Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts. Diese Zeitreise spiegelt sich in der Musik wider: von Opernzitaten über den Swing der 40er und Rock‘n‘Roll der 50er bis zur Discomusik der 70er. Karten gibt‘s ab 23,50 €.

Spring Break Festival Die legendäre Party aus den USA

08 | 09 | 2016

Die Weststadthalle bietet gleich mehrere Leinwände und Bildschirme, auf denen die Deutschlandspiele und die Finals verfolgt werden können. Drei Stunden vor Spielbeginn kann man sich schon den besten Platz sichern. Und die Zeit dann womöglich mit dem interaktiven Tippspiel vertreiben und dabei Getränke gewinnen. Kostenloser Eintritt. Julia Murakami: ‚Exercises in Temperance‘ 2016

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KULTUR – INTERVIEW

Wissenschaft trifft Kino

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Foto: Amela Radetinac

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I

n manchen Fällen bleibt Science Fiction keine Fiktion: Wir tragen Kommunikatoren in den Taschen, nutzen ‚Hitzestrahlen‘, um Metalle zu zerschneiden und schaffen bereits erste Formen künstlicher Intelligenz. Alles schon dagewesen in ‚Star Trek‘, ‚Krieg der Welten‘ und ‚Her‘. Daraus zum Beispiel zeigen Dr. Armin Flender und Sophia Schönborn vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen Ausschnitte im Filmstudio Glückauf. Um Debatten anzustoßen. ‚Her‘ zum Beispiel ist eine hochentwickelte ‚Siri‘, in die sich ein Briefeschreiber (Joaquin Phoenix) verliebt. Neben Computerliebe geht es am 21. Juni um Selbstoptimierung und Sicherheit. Frau Schönborn, Herr Dr. Flender, das KWI zeigt die CineScience-Reihe jetzt seit fünf Jahren, was ist ihr Zweck und wodurch bewährt sie sich? Flender: Ein Kollege hat sie entwickelt und wir bespielen sie kollaborativ. Damit zeigen wir, was wir hier beforschen. Zeigen, was wir hier täglich tun.

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Schönborn: Wir gehen raus aus der Wissenschaftswelt, rein in die breite Öffentlichkeit. Wissenschaft meets Kino. Ein Ort, an den es die verschiedensten Leute zieht, nicht nur das typische Kulturpublikum – das ist das Coole daran. Flender: Auf der ersten Veranstaltung lief ‚Jud Süß‘, da waren es vermehrt Ältere. Es war ein großer Erfolg. Und als wir etwas zu Verschwörungstheorien gebracht haben, war das Publikum gemischt. Wir hatten auch schon Gewalt in Zusammenhang mit Filmen von Quentin Tarantino zum Thema – die Veranstaltung war bestens besucht. Da waren viele junge Leute da. Wie wählen sie den Stoff aus?

Schönborn: Es sind Themen, die in der Luft liegen. Konflikte, die alle spüren. Wir suchen das entscheidende Momentum und ziehen einen roten Faden. Aber wir geben keine abschließenden Antworten. Diesmal zeigen wir dazu Filme, die in der naheliegenden Zukunft spielen. Im Wissenschaftsjahr haben wir etwas zur ‚Nachhaltigkeit‘ gemacht, zur Energiewende ‚von unten‘ – verknüpft mit Science Fiction und Dokumentationen. Es macht Spaß, mit Filmen zu arbeiten. Das holt uns selbst aus dem Arbeitsalltag raus. Wir sind keine Filmwissenschaftler, wir holen uns Experten dazu. Diesmal Manfred Faßler, ein Medienwissenschaftler. Das Spannende neben der Unterhaltung und den Inhalten sind die Filmästhetik und die Stilmittel. So kriegen die Leute einen anderen, einen kulturwissenschaftlichen Blick auf den Film und gehen mit einem Aha-Effekt raus. Die kommende Veranstaltung ist dem Thema der Initiative Wissenschaftsstadt Essen gewidmet: ‚Digitales Leben‘. Wie wird der Abend bei Ihnen aussehen? Schönborn: Wir stellen unter anderem den Film ‚Her‘ erst vor, damit jeder weiß, worum es geht, und schauen uns dann Sequenzen daraus an. Da kann man sich entspannt zurücklehnen. Man will ja auch ein Filmerlebnis haben. Aber dann fällt der Vorhang und Herr Faßler beginnt das Gespräch mit dem Publikum. Vielleicht stellt er eine steile These auf. Flender: Dann diskutieren wir. Darüber, was passiert, wenn die Digitalisierung weiter geht. Was Westeuropa und Nordamerika bereit sind, von ihrer Freiheit preiszugeben. Dazu zeigen wir zum ersten Mal Ausschnitte aus einer Serie: ‚Person of Interest‘. Maschinen scannen Menschen, und eine künstliche Intelligenz errechnet, wer in Zukunft wahrscheinlich ein Verbrechen verüben wird. Das ist in LA schon Realität: Die Polizei arbeitet dort in einem Versuch mit Algorithmen, also präventiv.

Schönborn: So wie bei den ersten Volkszählungen. Und da musste man nur ein Minimum an Daten angeben, den Namen, die Adresse ... ‚Schrecklich!‘ ist häufig die erste Reaktion der Zuschauer, aber wenn man sich den Terror anschaut ... Es geht um die Frage Freiheit oder Sicherheit. Und da denken wir an Snowden, an die NSA oder den 11. September ... Was wir aber nicht machen wollen, ist zu sagen ‚O Gott, das wird uns alle überrollen‘. Wir sind keine Kulturpessimisten. Aber der Titel ‚Mensch-Maschine‘ hinterlässt ein ungutes Gefühl – mit welchem wird der Zuschauer das Kino verlassen? Flender: Ich glaube, dass ‚Her‘ verstörend wirkt – Liebe zu einem Computer aufbauen ... Aber wenn man bedenkt, dass Paarbeziehungen auch nur eine Erfindung des bürgerlichen Zeitalters ist, die sich durchgesetzt hat? Heute gucken doch alle in ihre Handys, das ist ja schon da. Ich bin drauf gespannt, wie die Leute reagieren. Ältere lehnen das sicher ab. Um die geht es in ‚Robot und Frank‘. Ein Film über einen teilweise bevormundenden Hilfsroboter und seinem Herrn ... Flender: Ja, es ist ein ambivalentes Thema. ... Aber es ist so, dass uns in Zukunft immer mehr Dinge abgenommen werden: Zum Beispiel die Betreuung von Älteren ... Schönborn: Roboter sind schließlich schon überall: in Betrieben, am Handgelenk und – wie in dem Film ‚Robot und Frank‘ – als Hilfsroboter beim Menschen zuhause. Wie gehen wir damit um? Ich glaube, dass die Leute kritisch sind. Aber was ist mit Herzschrittmachern? – Damit fängt es ja an. Und die lehnt so schnell niemand ab. Die Industrie bietet immer neue Gadgets zur Selbstoptimierung an. Der Zuschauer wird auf jeden Fall mit anderen, neuen Fragen nach Hause gehen. Vielen Dank für das Gespräch. Das Interview führte Amela Radetinac


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24 KULTUR – HIGHLIGHT ISR_Anz_Informer_83x114_2016_02 16.02.16 12:00 Seite 1 AALTO-NEUPRODUKTION UND SAISONFINALE: ‚IL BARBIERE DI SIVIGLIA‘

Die Macht der Musik überlassen Mit ‚Le Nozze di Figaro‘, dem zweiten Teil Beaumarchais‘ Figaro-Trilogie, inzenierte Gloger am Theater Augsburg 2010 seine erste Oper. Jetzt sei es für ihn so, alten lieb gewonnenen Bekannten wiederzubegegnen. Es entstanden zahlreiche weitere Inszenierungen wie an der Semperoper Dresden und am Opernhaus Zürich. Mit Wagners ‚Der Fliegende Holländer‘ eröffnete Gloger 2012 als einer der jüngsten Regisseure die Bayreuther Festspiele. Und nach seiner Arbeit in Essen geht es für ihn weiter nach London zum Royal Opera House.

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In ‚Il barbiere di Siviglia‘ arbeitet Regisseur Jan Philipp Gloger das Besondere der Figuren, ihre Motivationen, heraus. Sodass sich das Publikum auch nach 200 Jahren noch mit ihnen idenitifizieren kann.

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Der damals 23-jährige Rossini schrieb die komische Oper im Auftrag des Theaters für die Karnevalssaison – er hatte kaum zwei Monate Zeit von der Vertragsunterzeichnung bis zur Uraufführung. Cesar Sterbinis Libretto basiert auf der Schauspielkomödie ‚Le Barbier de Séville‘ von Pierre Augistin Coron de Beaumarchais, die er binnen elf Tage umwandelte. Die Oper erzählt die Geschichte eines älteren Mannes, der eine junge Frau heiraten will, welche jedoch einen Jüngeren liebt. Und mittendrin: Figaro, der Barbier von Sevilla, der dem jüngeren Paar gewitzt, ideenreich und mutig zum Glück verhilft. In einem Interview mit dem Chef-Dramaturgen des Aaltos Christian Schröder erklärte Gloger, dass dieser Stoff sehr gut auch in unsere Zeit passe: „Die Figuren sind Getriebene – von Geldgier und Geltungssucht, Eitelkeiten ... Trotzdem können sie in ihrer teilweise brutalen Fremdsteuerung witzig und darin liebenswert sein.“

GELEITET VON ROSSINI-SPEZIALIST Musikalisch geleitet werden Essener Philharmoniker von Giacomo Sagripanti – „ein richtiger Rossini-Spezialist“, wie Intendant Hein Mulders betont. In der Spielzeit 2014/15 stand der in Italien geborene Dirigent in Essen bei ‚Manon Lescaut‘ am Pult, verantwortet aber auch Produktionen in Dresden, Venedig, Moskau, Paris, Sevilla ... In seinen Händen liegt die „Übermacht der Musik“ dieser Oper, wie Gloger sagt.

Die niederländische Mezzosopranistin schloss ihr Studium am Konservatorium in Utrecht mit AusFotos: Saad Hamza

Klavier-Festival Ruhr 2016

ls eines der berühmtesten Fiaskos der Operngeschichte ging die Uraufführung 1816 von ‚Il barbiere di Siviglia‘ des Komponisten Gioacchino Rossini ein: Pfiffe, Gelächter, Missfallensrufe von Rossini-Gegnern bei seinem Auftritt im Teatro Argentino in Rom, ein Darsteller stolperte und schlug sich die Nase blutig. Zuletzt schawenzelte auch noch eine Katze über die Bühne und soll einem Sänger gar auf den Arm gesprungen sein. Doch noch im selben Jahr trat die Oper ihren Siegeszug an. Genau 200 Jahre später inszeniert sie Jan Philipp Gloger für das Aalto-Musiktheater neu. In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Die Rolle des jungen Mannes – genauer: des Grafen Almaviva, der gleich mehrere Identitäten in dem Stück annimmt – spielt der Tenor Juan José de León. Schon 2013/14 gastierte der in den USA geborene Sänger als Graf Almaviva in Rom, in Wien, Tel Aviv und auf Mallorca. Die Figur des Figaro, die in der Opernwelt für Turbolenzen sorgt wie kaum eine andere, verkörpert Georgios Iatrou, ein neues Mitglied des Essener Ensembles. Der junge Bariton stammt gebürtig aus Thessaloniki, erhielt verschiedene Stipendien und gewann 2014 bereits den 1. Preis beim ‚Schmolz und Bickenbach‘-Kammermusikwettbewerb in der Wertung Lied-Duo. Das Essener Publikum kann also einiges erwarten, wenn er zusammen mit Karin Strobos singt, welche die Rolle der umworbenen und gut behüteten Rosina spielt.

Die umworbene Rosina spielt Karin Strobos. Der 35-Jährige arbeite nah an der Musik: „Wir werden versuchen, wie es aussehen kann, wenn die Musik immer wieder Macht – auch über Körper und Bewegungen – hat. Gleichzeitig wird es eine Arbeit an Figuren geben, wie ich sie auch aus anderen Inszenierungen kenne: Wer ist dieser Mensch? Was will er? Und wie können wir uns – bei aller Übertreibung und Komödiantik – in ihm wiedererkennen?“ Gloger setzte bereits Schauspiele unter anderem am Bayerischen Staatsschauspiel München in Szene, am Deutschen Theater Berlin, bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen und am Staatsschauspiel Dresden.

Georgios Iatrou gibt den ideenreichen, gewitzten Figaro. zeichnung ab. Auch für die mehrfache Preisträgerin ist diese Partie nicht neu: Sie gastierte als Rosina schon an der Nationale Reisopera in Enschede. In Essen kennt man sie seit 2013/14 beispielsweise als Charlotte in ‚Werther‘, als Suzuki in ‚Madame Butterfly‘ und als Siébel in ‚Faust‘.

Ab dem 4. Juni im Aalto-Musiktheater. Karten gibt es ab 21,45 Euro. Am 3. Juni plaudern Fräulein Vorlaut und Miss Betterknower wie gewohnt bei einem Tässchen Tee und freiem Eintritt in der Aalto-Caféteria über Werk und Komponist.


KULTUR

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PET ER SIMO NISCHEK SAND RA HÜL L ER

HOMO SAPIENS 2.0 Die Initiative Wissenschaftsstadt Essen feiert Fortschritt und Technik, will sie hier verstärkt fördern. Zum 1. Wissenschaftsabend wurde von dem Einsatz künstlicher Intelligenz in der Medizin berichtet. Programmierte Algorithmen, die Massen von Daten durchforsten, vergleichen, verknüpfen und auswerten. Um Diagnosen und passende Therapien zu ermitteln. Hilfreiche Werkzeuge, die Leid vermeiden können. Aber „da muss man verstehen, was dahintersteckt“, so drückte es Dr. Armin Flender vom KWI zum Thema Big Data aus (mehr dazu auf S.22). Und genau das führte das Schauspiel Essen zum 1. Wissenschaftssommer noch ein letztes Mal drastisch vor Augen. „Verstörend“, hieß es mehr als einmal im Zuschauerraum. Dem häuftigsten Argument pro Datenfreigabe folgend, zeigte das Schauspiel Essen die Produktion ‚Ich habe nichts zu verbergen – Mein Leben mit Big Data‘. Nach Machart einer Sitcom, in der „alle amerikanischen ‚white-Trash‘-Klischees verwurstet werden“, zeigen die Darsteller um Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer drastisch, an wie vielen Stellen die Datenanalyse das Leben berühren kann. Big Data in einer ‚schrecklich netten Familie‘. Die Mutter panisch, Tochter Lisa unbedacht und der Vater, eine Nachempfindung des abtrünnig gewordenen Pioniers der ‚Open Source‘-Bewegung, Jaron Lanier, Verfechter des ‚frei wurzelnden Datengeflechts‘. Rafaela, die Freundin von Lisa, verkörpert dagegen das, was daraus geworden ist: Online-Anwendungen, von facebook über Zalando bis zu ... , die unendlich viel wissen wollen. Und die auch noch bereitwillig gefüttert werden. Wohingegen einfache Volkszählungen noch boykottiert wurden. „Und das ist nichts im Vergleich zu heute“, so Dramaturgin Carola Hannusch.

WISSEN IST MACHT. ODER: WER DIE DATEN HAT IST KÖNIG So drückte es Prof. Dr. Michael Forsting von der Medizinischen Fakultät aus in seinem Vortrag über die selbstlernenden Programme, die mithilfe von bereits gespeicherten Patientendaten zuverlässige Diagnosen für kommende Patienten stellen können. Algorithmen durchforsten zum Beispiel Millionen von Bildern, die Lungen(krankheiten) zeigen, vergleichen und verknüpfen die Symptome und Untersuchungsergebnisse – suchen nach gleichen Mustern. Im Fall von Krankheiten oder Kriminellen hat es also durchaus etwas Gutes, wenn Wissen geteilt wird. Auch um den Weg von A nach

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B zu finden, um sich gesund zu ernähren, zu infomieren, um Kontakte zu pflegen, einzukaufen, Meinungen auszutauschen, Abläufe effizient zu gestalten, Rat zu suchen, zu arbeiten, sich zu präsentieren ...

JEDER LIEGT ZERSTÜKKELT IN SCHUBLADEN Jaron brüllt brutal einfach heraus – in den Flügeltüren des Kühlschranks schwingend – wie Unternehmen milliardenschwer werden, indem sie Usern kostenlose Dienste anbieten: „Es sind Clickworker!“ Milliarden Daumen gehen täglich bei Facebook rauf – neuerdings auch differenziertere Emojis –, Milliarden Inhalte und Kommentare füllen die Chroniken täglich und an ‚Freunde‘ verschickte Törtchen pflastern die Wege durch die Beziehungskisten. Es wird geschwitzt, gegessen, gefeiert und geteilt. Ein Meer wertvoller, persönlicher Daten – aufschlussreich für die eigenen Belange, für Unternehmen, Regierungsbehörden, Angreifer ... Sie werden gespeichert, verarbeitet und ausgewertet. Algorithmen stellen Verbindungen her, entdecken Korrelationen, berechnen Wahrscheinlichkeiten. Der Börsenhandel perfektioniert die Mustererkennung bereits und Anbieter können schon darüber, wie man die Mouse führt, analysieren, wie man sich gerade fühlt. „Wer bist Du?, Wer sind Deine Freunde, magst Du Ponys? Wem schreibst Du? Lade ein Foto hoch. Magst Du Pizza? Kennst Du Christian? Gehst Du Joggen?“, nur einige Fragen von Rafaela. Lisa mag Löwenbabys und daher auch „diese Schuhe mit Zotteln dran von Zalando!“, mault Vater Jaron. Dazu müsste es Lisa selbst nicht angegeben haben, es reiche aus, dass es jemand aus derselben Schublade getan hat. Versprochen wird für all die Daten ‚a better world‘ ohne Krankheiten, Kriminalität, Hunger, Naturkatastrophen. Alles wird vorhersagbar und damit kontrollierbar. Bleibt nur noch ‚menschliches Versagen‘. Aber der optimiert sich ja schon fleißig, angeleitet von der Stimme der Vernunft – der App. „Kranksein ist kein Schicksal mehr.“ Als die misstrauische Mutter aussteigt, gilt sie als ‚opted out‘ – abgemeldet. Und teilt damit eine Schublade mit Terroristen. Einsortiert nach unbestechlichen mathematischen Prinzipien. Objektivität scheint gerade hoch im Kurs zu sein: Das Gefühl, fremdgesteuert zu werden, entlädt sich an Presse und Politik. Nüchterne mathematische Formeln kommen da gerade recht, um die vernünftigste Entscheidung angesischts der Fülle an Informationen zu treffen. Eine Kolumne von Amela Radetinac

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REISE

Mexiko: Karibik & Kultur Gleich mehrere Faktoren machen Fernreisen in diesem Sommer interessant – einer davon ist der Preis.

Wie man durch den tropischen Dschungel kommt? Einfach schwimmen! Im Xcaret Eco-Park ist genau dies möglich. Allerdings sind die meisten Flüsse unterirdisch.

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rlaub schon geplant? Falls nicht, lohnt es sich vielleicht, ein wenig weiter in die Ferne zu schauen! Dafür gibt es in diesem Reisesommer gleich mehrere Gründe. Nicht zuletzt auch beim Preisvergleich gegenüber den beliebten spanischen Sommerzielen der Deutschen. Einen regelrechten Boom erlebt der Urlaub in der Karibik. Spitzenreiter: Mexiko. Worin liegt der Reiz im Land der Kakteen? Das wollte der INFORMER wissen und schickte Jöran Steinsiek direkt vor Ort:

Mexikos Karibikküste bietet weit mehr als nur von Palmen gesäumte Standstrände. Das Land der Maya und Mangroven zeichnet sich auch durch seinen kulturellen Reichtum aus – nicht zuletzt durch seine archäologischen Schätze aus der Hochkultur der Maya. Daneben ist insbesondere die Halbinsel Yucatán ein einmaliges Paradies für Freunde des Tauchsports. Vor der Ostküste Yucatáns verläuft von Puerto Morelos bis hinab nach Honduras das Mesoamerikanische Barrier Riff. Es ist das zweitgrößte Korallenriff der Welt und eines der schönsten Tauchgebiete überhaupt.

Eine besondere und einzigartige Attraktion ist auf Yucatán das Höhlentauchen. Unter der Oberfläche der Halbinsel verlaufen die weltweit längsten Unterwasser-Höhlensysteme. An vielen Stellen bieten Decken-Einbrüche, die sogenannten Cenoten, Zugang zu diesen Höhlensystemen. ‚Cenote‘ bedeutet in der Maya-Mythologie soviel wie ‚heiliger Brunnen‘ und bezeichnet den Eingang zu einer parallelen Unterwelt voller Götter, Geister und Dämonen. Aber auch ohne Mystik gibt es viele gute Gründe, dass besondere Reiseziel einmal selber zu erleben.

Die Halbinsel Yucatán wird von weitläufigen, unterirdischen Flüssen durchzogen. Diese in Mexiko als Cenoten bezeichneten Höhlen werden seit einigen Jahren gern auch zum Höhlentauchen genutzt. Schwer beeindruckt von der Schönheit unterhalb des Dschungels war auch INFORMER-Journalist Jöran Steinsiek, der auf seiner Mexiko-Reise im unterirdischen ‚Rio Secreto‘ eintauchte.

An der Rivera Maya liegt Tulum, die einzige Maya-Stadt direkt am Meer. Im 13. und 14. Jahrhundert war sie einer der größten ihrer Art auf der Halbinsel Yucatán und gleichzeitig das religiöse Zentrum der damaligen Maya-Welt.

„DER PREISUNTERSCHIED VERRINGERT SICH“ Mit Stefan Suska, Presse­ sprecher von Deutschlands renommierten Reiseveranstal­ ter Alltours sprachen wir über die Reisetrends 2016 – und wo in diesem Jahr Chancen, aber auch Risiken liegen. Herr Suska, Preisaufschläge von bis zu 30 % Prozent auf der Deutschen liebsten Insel Mallorca machen eigentlich wenig Lust auf die nächste Reise. Suska: Das ist der Markt. Aber die Preise halten sich bei uns aktuell noch im Rahmen. Klar, die Nachfrage nach Reisezielen wie Mallorca sind

angesichts der politischen Lage in anderen Ländern in diesem Jahr besonders hoch. Hier hat sich alltours schon früh auf den Boom eingestellt. Daher gibt‘s derzeitig noch für alle spanischen Destinationen Angebote. Mit 22 eigenen Hotels auf Mallorca und rund 10.000 Betten sind wir hier gut aufgestellt. Was würden Sie als Reiseexperte empfehlen? Suska: Wer eins der spanischen Reiseziele favorisiert, sollte nicht lange warten. Last-Minute Angebote wie in den Vorjahren sind angesichts dieser Entwicklungen wohl eher

Weitere Mexiko-Eindrücke von Jöran Steinsiek finden Sie online auf www.informer-magazine.de

nicht zu erwarten. Gerade in der Sommersaison 2016 könnte der Blick in die Ferne eine echte Alternative sein. Hier verringern sich gerade die Preisunterschiede deutlich. Heisst konkret? Suska: Wir merken es aktuell besonders deutlich. Bei alltours liegt das Buchungsplus für Fernreisen in diesem Jahr bei über 50 %. An der Spitze dieser Entwicklung liegt übrigens Mexiko. Besonders die Halbinsel Yucatan ist sonst das beliebte Reiseziel von Touristen aus der USA. Deren Hochsaison ist im Frühjahr, zu Weihnachten und Sylvester. Insofern haben wir in unserer Hauptsaison dort genügend Kapazitäten. Ein dortiges 4-Sterne Hotel kann man dort vom Standard her guten Gewissens buchen. Die günstigen Direktflüge nach Cancun sprechen ebenfalls für Mexiko.

BINNENHAFEN VS. KARIBIK-KÜSTE: EIN RUHRI WANDERT AUS

Dirk Zimmermann folgte dem Ruf der Karibik. Was ihm in Mexiko fehlt? „Vielleicht Borussia Dortmund“, lacht der gebürtige Duisburger. Sonst hat Dirk Zimmermann in Playa del Carmen seinen wohl schönsten Platz im Leben gefunden. Hier betreibt der 45-Jährige eine Tauchschule. Mitten in dem Ort, der in nur wenigen Jahrzehnten von 200 Einwohnern zur Stadt mit dem höchsten Bevölkerungswachstum mutierte. Mittlerweile leben dort mehr als 150.000 Menschen. Viele davon sind

Aussteiger. So wie Zimmermann. Im Winter 2006 kam er nach Mexiko. Ohne eine klare Vorstellung. Gemeinsam mit seiner Frau Anna Paola, die er zwei Jahre zuvor auf den Malediven kennenlernte. Er, der Reiseleiter, sie die Tauchlehrerin. Eine echte Schicksalsgemeinschaft, in der es gleich in mehrfacher Hinsicht funkte. Tauchausbildung und der Aufbau der gemeinsamen Tauchschule ‚DIVEMEX‘ folgten. Das Tauchen an den Riffen von Cozumel oder in den zahlreichen Cenoten der Halbinsel Yucatán haben es ihm einfach angetan.

Fotos: Jöran Steinsiek

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GESELLSCHAFT SPEZIAL

Die Agentur TAS ruft zur EM die französische Republik aus – mitten in Rüttenscheid.

Fotos: TAS

République française zum Rudelgucken

Faites vos jeux – sie machen die EM mit ‚Les Halles de Futbol‘ zu ihrem Spiel (v.l.): Jörg Mellis, Inhaber Schloss Quelle Mellis GmbH und Hauptsponsor, Thomas Siepmann, Gründer und Geschäftsführer TAS Emotional Marketing GmbH und Fabian Lasarzik, Künstlerischer Leiter ‚Les Halles du Futbol‘, eingerahmt von Nina Witt (l.) und Barbara Seck (r.), die schon ganz im Frankreich-Fieber sind.

V

om 10. Juni bis zum 10. Juli werden in Frankreich 24 Nationen um den begehrten EM-Titel 2016 spielen. Die ‚11 Freunde – Die Arena‘ gründet dazu in diesem Jahr ihre eigene ‚République française‘ mitten in Rüttenscheid. Nach dem Motto ‚Les Halles du Futbol‘ wird einem ehemaligen Speditionsgelände französisches Leben eingehaucht und es werden alle Spiele der Fußball-Europameisterschaft live übertragen. „Elf Freunde müßt Ihr sein, um Siege zu erringen“, das sagte schon Trainer-Legende Sepp Herberger, richtig? Falsch! Das Zitat stammt vom ehemaligen deutschen Fußballspieler, Trainer und Sporthochschullehrer Richard Girulatis. Er prägte den Satz in seinem Lehrbuch ‚Fußball. Theorie, Technik, Taktik‘. Und wenn wir schon bei

Buchzitaten sind: „Die EM-Arena in Halle 6 übertrifft, ehrlich gesagt, alle Erwartungen. 110 qm große Leinwand, Biertische und ein ViP-Bereich, der es in sich hat. … Das hier ist die größte Schnittmenge aus Stadiongefühl und Wohnzimmeratmosphäre, die überhaupt möglich ist.“ So beschrieb Fußball-Kult-Autor Frank Goosen das 11 Freunde Public Viewing in seinem Buch ‚weil Samstag ist‘. Damals fand die EM-Arena in der Messe Essen statt. TASChef Thomas Siepmann und seine Mannen haben ein Händchen für außergewöhnliche Locations für den Volkssport Rudelgucken. Zur Erstauflage des Public Viewing bei der WM 2006, als Deutschland vor zehn Jahren ein Sommermärchen feierte, zog es die Fußballfans in Scharen in ein altes Holzlager in Rüttenscheid. Dieses Mal, zum Jubiläum, geht es in die Hallen und auf das Außengelände einer alten Spedition. „Es ist uns gelungen, eines der vielleicht

letzten Schätzchen, die wir in Rüttenscheid haben, als Location für unser Konzept zu finden und zu realisieren“, lässt Siepmann die Katze aus dem Sack. „Die Halles du Futbol werden in der Zeit vom 10. Juni bis einschließlich 10. Juli auf dem Gelände der ehemaligen Spedition Alfred Paas jeden Tag geöffnet sein.“ Die 11 Freunde Arena wird nicht umsonst das etwas andere Public Viewing genannt. „Wer beim Fußball gröhlende Massen, Vuvuzelas und Bierduschen bevorzugt, wäre bei uns an der falschen Adresse“, so Siepmann. Die ‚Les Halles du Futbol‘ sind eher etwas für den Fußball-Liebhaber, den Fußball-Connaisseur. Daher werden auch alle Spiele, nicht nur die unter Beteiligung der Deutschland-Elf, gezeigt. „Allerdings ist uns das ‚le tralala‘ (Anm. d. Red.: franz. das Drumherum) mindestens genauso wichtig. Mit Fabian Lasarzik haben wir erstmals einen künstlerischen Leiter an unserer Seite, der hier ein vielversprechendes Programm auf die Beine gestellt hat.“ Und so

werden die alten Hallen der Spedition in der Ursulastraße/Ecke Manfredstraße zu Markthallen des Fußballs. Streetart in den französischen Nationalfarben und Kunstwerke auf dem ganzen Gelände bieten original französisches Flair, Marktstände und Essener Gastronomen versorgen die Gäste mit Speisen und Getränken. Unterschiedliche kulturelle und künstlerische Darbietungen machen die französische Lebensart perfekt. „Die EM ist dieses Jahr bei unseren französischen Freunden zu Gast. Unsere Idee ist es, dieses ganz spezielle französische Lebensgefühl, diese Leichtigkeit, die unsere Nachbarn so verdammt gut drauf haben, dieses Gefühl, welches wir auch im Urlaub als ‚savoir vivre‘ kennengelernt haben, nach Essen zu transportieren.“ Täglich ist die „République française“ von 14 bis 24 Uhr geöffnet. Eintritt wird nur bei Spielen mit deutscher Beteiligung erhoben, alle anderen Partien sind kostenfrei. Tickets kosten 5,00 Euro an der Abendkasse. Sonstige Preise: • 5,00 € zzgl. Vorverkaufsgebühr (Einzeltickets mit freier Platzwahl im Stehplatzbereich bzw. die ersten Tischreihen im Outdoorbereich) • 149,00 € zzgl. Vorverkaufsgebühr (Tisch-Reservierung für max. 8 Personen inkl. 2 x 5-Liter-Fass Bier – sowohl indoor als auch outdoor) • 450,00 € zzgl. Vorverkaufsgebühr (Lounge-Reservierung für max. 15 Personen inkl. 2 x 5-Liter-Fass Bier, eine Käseplatte, zwei Flaschen Wein)

Kneifen Sie sich. Das ist kein Traum. Das EM-Orakel ‚Zizou‘, ein bretonischer Hahn, Wappentier der Èquipe Tricolore, wird den jeweiligen Sieger der Partien voraussagen.

Jedes Ticket beinhaltet die Hin- und Rückfahrt mit Bus und Bahn der EVAG. Weitere Informationen unter: 11freunde-diearena.de

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GESELLSCHAFT SPEZIAL

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und ein spannender Juni im 1. Essener Wissenschaftssommer Das war ein Auftakt nach Maß: 250 Gäste, das Who-is-who der Essener Wissenschaft und ihrer Partner, haben sich am Abend des 28. April auf dem Welterbe Zollverein versammelt. Ihr Ziel: Dem gemeinsamen Engagement für die Essener Wissenschaft Ausdruck zu verleihen. Wie wichtig die Profilierung als Wissenschaftsstadt ist, betonte der Oberbürgermeister der Stadt Essen in seinem Grußwort: „Wissenschaft in Es­ sen ist ein wichtiger Standortfaktor, der zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur positiven gesellschaftlichen Färbung viel Gutes beizutragen hat. Deswegen unterstützt die Stadt gerne und aktiv die Initiative“, so Thomas Kufen. Nach der erfolgreichen Auftaktver­ anstaltung bietet der Juni im 1. Essener Wissenschaftssommer besonders viel: Von ‚Europa und digitaler Demokratie‘ (VHS Essen) über ‚Agostino Di Scipio: Im­ plementing networks of sonic interaction‘ (Folkwang Uni) inklusive Workshop am Folgetag und der Veranstaltung ‚Comics, Webcomics, Humor im Netz‘ (KWI) bis hin zum brandheißen Thema ‚Industrie 4.0‘ reicht die Bandbreite. Apropos Industrie 4.0: Der offene Dialogabend mit Expertinnen und Ex­

perten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Po­ litik und Gesellschaft findet am 30.06. im Lighthouse ab 18 Uhr statt. Er verspricht einen Einblick in die Welt der neuen industriellen Revolution. Denn Daten und ihre strategische Vernetzung sind nach Ansicht der Fachleute eine Ratio­ nalisierungschance, die in der bisherigen Wirtschaftsgeschichte ihres Gleichen sucht. Keine industrielle Revolution – die Automation eingeschlossen – berge solche Wertschöpfungs­ und Innovati­ onspotenziale. Doch wo liegen konkrete Potenziale für die Essener Wirtschaft? Wo können sich Wissenschaft und Wirt­ schaft gegenseitig weiterbringen? Die Essener Wirtschaft – vom Konzern über Mittelstand und Handwerk – ist geprägt von traditionellen Industriestrukturen, modernen Produktions­ und Dienstleis­ tungsunternehmen und einer kraftvollen Forschungs­ und Qualifikationsland­ schaft. Aber kann sie auch von Indus­ trie 4.0 profitieren? Eine hochkarätige Besetzung geht diesen Fragen nach und garantiert Qualität bei der Beantwortung. Anmeldungen zu dieser Veranstaltung sind möglich unter www.wissenschaftsstadt-essen.de/events/industrie-4-0-zukunftsmotor-fuer-die-essener-wirtschaft ANZEIGE

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ERFOLGREICHER AUFTAKT Ein Höhepunkt der Auftaktveranstaltung am 28.04.: Prof. Dr. Michael Forsting vom UK Essen hielt einen Festvortrag zum Thema ‚Künstliche Intelligenz im Krankenhaus‘ und lieferte auf überaus unterhaltsame Weise erstaunliche Einblicke in die nächste Generation medizinischer Behandlung .

ALLE VERANSTALTUNGEN IM JUNI! DATUM/ZEIT VERANSTALTUNG

03/06/2016 Europa und die Digitale Demokratie – Ausweg aus der Politikverdrossen18:00 - 21:00 heit? / VHS Essen, Kleiner Saal, Essen 08/06/2016 Tagung „Big Data auf dem Gesundheits- und Sozialsektor“ / 12:30 - 17:30 FOM Hochschulzentrum, Essen 09/06/2016 Agostino Di Scipio: Implementing networks of sonic interaction / 19:30 Campus Essen-Werden (Kammermusiksaal), Essen 10/06/2016 Workshop mit Agostino Di Scipio / 10:00 Campus Essen-Werden (ICEM, Studio 1), Essen (Werden) 13/06/2016 24. ComIn Talk „Essen und die Region – Knotenpunkt der Digitalen Wirt18:00 - 21:00 schaft?“ / Raum Nixdorf im ComIn genius, Essen 13/06/2016 Comics, Webcomics, Humor im Netz / 18:30 - 20:30 Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI) – Gartensaal, Essen 14/06/2016 Digitalisierung im Gesundheitswesen / HFH Essen, Essen 16:00 - 20:00 15/06/2016 Think before you post – Umgang mit sozialen Netzwerken / 18:00 - 20:00 Alfried Krupp-Schulmedienzentrum (OG, Multimediaraum), Essen 20/06/2016 Park Sounds / 24/06/2016 Stadtgarten Essen, Essen 20:00 - 22:00 21/06/2016 CineScience: Mensch-Maschine – Digitales Leben in der Zukunft / 20:00 - 22:00 Filmstudio Glückauf, Essen 22/06/2016 Bildung 4.0 – Transferlernen im Zentrum beruflicher und akademischer 16:00 - 18:00 Bildung der Zukunft / FOM Hochschulzentrum, Essen 23/06/2016 Thementag Wissenschaftliche Musikpädagogik / 11:00 - 17:00 Campus Essen-Werden (Neuer Saal im Westflügel), Essen 27/06/2016 Sound Factory Orchestra / 19:30 Campus Essen-Werden (neue Aula), Essen 28/06/2016 Frische Klänge / 19:30 Campus Essen-Werden (neue Aula), Essen Den Publikationen auf der Spur. Analyse- und Interpretationsmöglich29/06/2016 keiten wissenschaftlicher Literaturnachweise. / Universität Duisburg-Essen, 15:30 - 17:00 Bibliothekssaal Campus Essen, Rotes Gebäude R11, Essen 29/06/2016 Webinar: Verändert digitale Kommunikation das Lernen? Effizienter Weg 16:00 - 17:30 zum Lernen im Informationszeitalter Die (un)sichtbaren Seiten der wissenschaftlichen Literaturversorgung. 29/06/2016 Führung durch die internen Bereiche der Universitätsbibliothek und 17:15 - 18:00 ihre Magazine. / Universität Duisburg-Essen, Bibliothek Campus Essen, Rotes Gebäude R11, Treffpunkt an der Information, Essen 29/06/2016 Akusmatik / 19:30 Campus Essen-Werden (neue Aula), Essen

T F A H C S N E S S G I N W U R H FÜ FORSC UND N E IN ESS

WWW.WISSENSCHAFTSSTADT-ESSEN.DE FACEBOOK.COM/WISSENSCHAFTSSTADTESSEN

30/06/2016 - „Braucht die Mediatisierungsforschung den Kommunikativen Konstrukti01/07/2016 vismus?“ / Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI) – Gartensaal, Essen 30/06/2016 Industrie 4.0 – Zukunftsmotor für die Essener Wirtschaft? / 18:00 - 21:00 LIGHTHOUSE ESSEN, Essen 30/06/2016 Just in Time I / 19:30 Campus Essen-Werden (neue Aula), Essen Alle Angaben ohne Gewähr, Änderungen vorbehalten, Stand Mai 2016

Das Programm des 1. Essener Wissenschaftssommers mit detaillierten Informationen zu den Veranstaltungen unter: www.wissenschaftsstadt-essen.de/essener-wissenschaftssommer/


ZU GUTER LETZT

IMPRESSUM

E-MAIL KONTAKT: vorname.nachname@informer-magazine.de

Ralf Schönfeldt (HERAUSGEBER)

Christian Boenisch (ART-DIRECTOR)

Betty Stellmacher (VERLAGS-LEITUNG)

Jöran Steinsiek (THEMEN-REDAKTION)

Foto: Peter Prengel – Stadtbildstelle Essen

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Ausblick:

Ein Ausblick auf mehr Sicherheit: Der INFORMER-Ratgeber mit Kampfkunst-Experte Sensei Alfons Pinders von i-defense Essen:

DAS BEWEGT DIE STADT IN DEN NÄCHSTEN 4 WOCHEN von Celina Kimmerle und Lars Riedel

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Lars Riedel (CHEF VOM DIENST)

Pascal Hesse (POLITIK / WIRTSCHAFT)

Eva Valentini (PEOPLE)

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Amela Radetinac (KULTUR / PEOPLE)

Margot David (REISE)

Jerra Steinsiek (REISE)

Lisa Peltzer (PEOPLE / PR)

Dennis Straßmeier (FOTO)

Hannes Schmitz (GASTRONOMIE / BUNTES)

Thorsten Richter (WIRTSCHAFT / PEOPLE)

Gerd Lorenzen (FOTO)

Christoph Bubbe (GRAFIK / FOTO)

Feiern in Rüttenscheid

Sarah Stellmacher (GRAFIK)

Artur Hanke (BERATUNG)

Luisa Feyen (OFFICE / DISTRIBUTION)

Celina Kimmerle (OFFICE)

Schlusstermine für die Ausgabe »Juli 2016« REDAKTION: 16.06.2016 & ANZEIGEN: 20.06.2016 DRUCK Ruhrnetzwerk GmbH DISTRIBUTION Briefkasten-Zustellung: Delta Werbung GmbH Auslage-Vertrieb: Direktwerbung Van Hoewijk

Zum 29. Mal präsentiert sich Rüttenscheid von einer seiner schönsten Seite: beim RÜ-Fest am 11. Juni auf über zwei Kilometern Länge. Über 240 Stände säumen die Rüttenscheider Straße, darunter viele von gemeinnützigen Vereinen und lokalen Anbietern, welche die Rü auch zu einer gastronomischen Erlebnismeile machen. Dazu kommen noch sechs Bühnen, auf denen

ganztägig Live-Musik gespielt wird. Auch dieses Jahr findet am 10. Juni von 18 bis 22 Uhr eine Vorfeier mit Live-Musik an der Bühne Martinstraße statt. Am Samstag geht es dann um 11 Uhr los bis Mitternacht. Auf After-Show-Partys kann aber noch weitergefeiert werden, bis die Wolken wieder lila sind. Und für den besonderen Kick hält das Rü-Fest auch etwas in petto: Verteilt an mehreren Orten werden diverse Fun-Sport-Aktivitäten angeboten, Bungee-Jumping etwa, eine Aussichtsfahrt über die Rüttenscheider Dächer, ein Kletterleuchtturm.

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REDAKTION Bredeneyer Straße 23 · 45133 Essen Fon: (0201) 45 8534 45 · Fax: (0201) 45 8530 89

Die INFORMER MAGAZINE Essen erscheinen 12 × jährlich jeweils vor Monatsbeginn im kombinierten Haushalts- und Auslagevertrieb. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 18 vom 01.08.2015. Vom Verlag gestaltete Anzeigen unterliegen dem Urheberrecht und dürfen ohne schriftliche Genehmigung nicht verwendet werden. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder. INFORMER MAGAZINE ist ein eingetragenes Markenzeichen der Bredeneyer Informer Verlags GmbH & Co. KG.

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ERFAHRUNG & KOMPETENZ

Sind Sie vorbereitet?

Die Vogel-Strauß-Mentalität nach dem Motto: „Mir wird schon nichts passieren.“, oder der ‚kölsche‘ Gedanke: „Es ist immer gut gegangen.“, hilft, wie man weiß, in der Selbstverteidigung nicht.

Seien Sie vorbereitet!

VERLAG Presse-Verlag Ruhr GmbH · Bredeneyer Straße 2b 45133 Essen · Geschäftsführer: Ralf Schönfeldt

www.informer-magazine.de www.facebook.com/INFORMER.Essen eMail: info@informer-magazine.de Kooperationspartner: „Die Stadtzeitung Wuppertal“

Mit den unterschiedlichsten Ausprägungen von Gewalt werden Frauen konfrontiert. Ob an öffentlichen Orten oder in den eigenen vier Wänden – es kann jede überall treffen.

In den nächsten vier Wochen beschäftigt uns alle natürlich eins – die Europameisterschaft 2016. (Tipps, wo wir das Sommermärchen dieses Jahr teilen können auf S. 21.) Weniger märchenhaft ist dabei allerdings der oft stark steigende Blutdruck – besonders während eines Elfmeterschießens. Unterschätzen sollte man das nicht: Während spannender Fußballspiele werden dreimal häufiger Herznotfälle gemeldet als in der fußballfreien Zeit. Zu dieser Gelegenheit lädt die Klinik für Kardiologie des Uniklinikums Essen zusammen mit der Deutschen Herzstiftung am 18. Juni zu einer kostenlosen Informationsveranstaltung im Verwaltungsgebäude der Unikli-

nik (Hörsaal, 2. OG) ein. Thema: ‚Herzinfarkt und Fußball‘. In dem Programm von 10 bis 13 Uhr mit Vorträgen, angefangen beim Aufwärmtraining über den Puls bei einem Tor bis zur anstrengenden Nachspielzeit, lernen Interessierte einem Herzinfarkt vorzubeugen, ihn im Ernstfall zu erkennen und richtig darauf zu reagieren. Denn noch immer gehört der Herzinfarkt zu den häufigsten Todesursachen. An speziellen Infoständen kann man das eigene Herzinfarktrisiko einschätzen lassen – Blutdruck und Blutzucker werden gemessen. In einem persönlichen Gespräch kann man sich dazu auch gleich Rat holen, wie sich das Risiko reduzieren lässt.

Bemühen Sie sich, gefährliche Situationen schnell zu erkennen, Konfrontation zu vermeiden und selbstbewusst wie auch wachsam zu sein. Dies sind maßgebliche Eigenschaften und unverzichtbare Bestandteile, um sich erfolgreich zu verteidigen. Schlag- und Tritttechniken anwenden zu können sollte nicht dazu führen, es bewusst auf eine Eskalation ankommen zu lassen, obwohl Frau vielleicht Alternativen gehabt hätte. Die Flucht, soweit sie möglich ist, verhindert bei Gefährdung, körperlichen Schaden zu nehmen. Weitere Mittel zur Verteidigung sind Kommunikation und Taktik. Eine gewandte Rednerin kann Zeit gewinnen, um zum Beispiel ihre Verteidigung zu planen oder die Situation zu deeskalieren.

Die Übersicht behalten!

Gehen Sie scheinbar auf die Forderungen des Täters ein, um die Möglichkeit zu haben, sich plötzlich und explosionsartig zu verteidigen: den Angreifer schockieren und verunsichern, aus Leibeskräften schreien und mit allem, was zur Verfügung steht, um sich schmeißen. Ablenkung - zum Beispiel den Inhalt des Portmonees auf der Straße verteilen, um fliehen zu können.

Anonymität aufheben!

Selbst ist die Frau! Holen Sie sich ihre Hilfe: Passanten werden laut angesprochen: „Hey Sie mit dem roten T-Shirt! Sie sehen doch, was hier passiert! Helfen Sie mir!“ Wenn alle Worte verhallt sind und ihre Unternehmungen erfolglos waren, kämpfen Sie mit allen Mitteln um ihre Gesundheit! Es gilt: Sie ziehen ihre Grenze. Dann wird diese bewacht und wenn nötig verteidigt.


ZU GUTER LETZT

Das bewegte unsere Leser in den letzten vier Wochen

tacken2016 2016

Foto: Dennis Straßmeier

Fotos: Gerd Lorenzen

Rückblick:

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stadtgespräche stadt gespräche

Die Nominierten und Juroren der ,Tacken 2016‘ auf einem Bild vereint.

Fotos: Gerd Lorenzen

Jedes Jahr werden die ,Tacken‘ als Preis für außergewöhnliche Marketing-Leistungen aus der Region Mülheim, Essen, Oberhausen vom Marketing Club Ruhr vergeben. Bewerben konnten sich kleine, mittelständische und große Unternehmen, Start-ups sowie Agenturen. Gewonnen haben die Essener Bäckerei Welp, die Contact GmbH mit Behrends Marketing Event & Sport GmbH sowie Ackerhelden.de. „Kopf des Jahres“ wurde Professor Dr. Peter Zec, der Initiator und CEO des Red Dot Design Awards.

Gäste der großen ,Tacken‘-Gala waren unter anderem Zahnarzt und Buchautor Dr. Detlef Schulz sowie Dagmar Rode vom Essener Bürger Bündnis (EBB).

messeessen messe „Wir haben unseren Kunden genau zugehört und setzen ihre Erwartungen an ein zeitgemäßes Messegelände konsequent um“, verspricht Messechef Oliver P. Kuhrt.

Der INFORMER mit Kuhrt auf dem Titel durfte dabei nicht fehlen – dachten sich wohl auch Messesprecherin Daniela Mühlen und OB Thomas Kufen.

Am 2. Mai starteten offiziell die Modernisierungsmaßnahmen der Messe Essen. Um sich stets auf dem Laufenden zu halten, eröffnete Messechef Oliver P. Kuhrt zusammen mit Oberbürgermeister Thomas Kufen den Info-Pavillon symbolisch für den Bau-Auftakt. In der ersten Bauphase soll im Eingangsbereich Ost ein Glasfoyer mit einer Fläche von 2.000qm und direkter Verbindung an die U-Bahn entstehen – die neue Visitenkarte des Hauses. Im Spätherbst nächsten Jahres soll sie fertiggestellt sein und mit einer großen Gala eröffnet werden.

„Essen als Zukunftstandort - abgehängt oder mit Zukunftsperspektiven?“, darüber haben NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin und Richard Kiessler, ehemals NRZ-Chefredakteur und Sonderkorrespondent der FUNKE Mediengruppe, bei der Mai-Auflage von ,Stadtgespräche‘ in der ehemaligen Kirche St. Engelbert der ,Stiftung ChorForum Essen‘ diskutiert. Musikalisch untermalt wurde der sehr gut besuchte Netzwerktreff, der auf eine Initiative des RuhrZirkels zurückgeht, von Alexander Eberle und Essens Stadtdirektor Hans-Jürgen Best vierhändig am Flügel mit Musik von Johannes Brahms. Ein Video mit vielen Bildern des Abends und einem Mitschnitt des Klavierduos Eberle & Best bei der Mai-Auflage von ,Stadtgespräche‘ verbirgt sich hinter dem QR-Code. ANZEIGE

Eingebettet in die malerische Landschaft des Südharzes liegt das Mühl Vital Resort. Direkt zur Webseite.

Bad Lauterberg: Inmitten des 800 Jahre alten Kneipp Kurorts, direkt gegenüber dem Kurpark, ist das Wellness-Hotel Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderrouten der Umgebung. In dem bereits in dritter Generation familiär geführten Mühl Vital Resort ist der Name seit nun mehr als 15 Jahren Programm. Durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung des breit gefächerten Wellness-, Spa- und Beauty-Angebots in Verbindung mit der erstklassigen und trendbewussten Gourmetküche hat das Haus in der gesamten Region Akzente setzten können. Und für diverse Shop-

ping-Erlebnisse biete sich hinter einer wunderschönen Fachwerkkulisse die Einkaufsstraße des ehemaligen Bergwerkstädtchens an. Sie befindet sich gerade einmal 150 Meter vom Hotel entfernt.

Veträumte Winkel, individueller Charme

Erst im vergangenem Jahr wurde das Mühl Vital Resort komplett renoviert und saniert. Das Hotel im Landhausstil verfügt über 87 mit warmen Farben und Hölzern versehenen Zimmer und Sui-

ten sowie eine 1.800 qm große Wellness-Oase. Hinzu kommenmehrere Bars, ein lichtdurchflutetes Café – „Sonnenwinkel“ genannt – und ein À-la-carte-Restaurant, die „Genussschmiede“. Es sind die vielen kleinen Winkel und heimeligen Rückzugsmöglichkeiten des Hotels, die zum Verweilen und Träumen einladen. Sie machen den ganz individuellen Charme des Hauses aus. Mühl Vital Resort · Ritscherstraße 1-3 37431 Bad Lauterberg im Harz Telefon: + 49 (0) 5524 . 8508-0 www.muehlvitalresort.de


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INFORMER JUNI 2016  
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