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Mit seiner Ausstellung ,Rock und Pop im Pott‘ blickt das Ruhrmuseum auf 60 Jahre Musikgeschichte im Ruhrgebiet zurück. Seite 24

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Devise? Angreifen! DIE MESSE GEHT IN DIE OFFENSIVE – UND ZWAR ÜBER DIE LOKALE DENKE HINAUS.

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r kam gut zwei Wochen, bevor der Bürgerentscheid die Modernisierungspläne der Messe Essen ordentlich verhagelte. Und schaffte es dennoch in kürzester Zeit, eine

VARIETÉ-THEATER

Seine Shows begeistern Millionen – Werner Buss, der kreative Kopf im GOP. Seite 4

UNIVERSITÄTSKLINIKUM ESSEN

Das Land NRW investiert stolze 300 Millionen Euro in den Uniklinik-Standort Essen. Seite 16

‚kleine‘, aber durchaus feine Alternative zu entwickeln. Oliver P. Kuhrt will die Messe Essen langfristig in die schwarzen Zahlen katapultieren. Sein Erfolgsrezept für die ,Messe Essen der Zukunft‘ … ab Seite 9

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Theater und Philharmonie wollen Kinder und Jugendliche begeistern. Seite 22

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IN DIESER AUSGABE

AUS DER REDAKTION

In dieser Ausgabe Foto: Christoph Bubbe

Einblicke in unseren Recherche-Alltag

ZWEI MÄNNER, EIN ELEMENT

4 – 5 People Auf der GOP-Bühne mit Werner Buss: Ein Mann mit Visionen

6 – 7 People Ex-Rot-Weisser Michael Tönnies: exzessiv, aber immer ehrlich Romy Wolf: Die Essener Autorin beschwört die Zechengeister bewegtes Leben zurück – und ließ dabei nicht viel aus, nicht einmal eine schwere Krankheit. Doch er hat sich wieder gefangen, was er leider vom Essener Fußball nicht behaupten kann. Michael Tönnies: exzessiv, aber immer ehrlich – so auch im Interview mit dem Kollegen Richter. Seite 6

8 – 12 Titelstory Die Zeichen stehen auf Angiff – Messe Essen geht in die Offensive Mit Biss durchs ‚Haifischbecken‘ – Messechef Kuhrt im Interview Ein Stück Zeitgeschichte – die Foto-Retrospektive Captain Attacke – der Kommentar zur Titelstory

14 – 15 Politik Foto: Lucia Holtkamp

Sitzen zwei Männer an einem Tisch… keine Sorge, an dieser Stelle wollen wir keinen uralten Witz erzählen. Wenn zwei Kerle an einem Tisch sitzen und es wird diskutiert und heftig gestikuliert, geht es meistens um eines: ums runde Leder. Und gerade diese beiden Herren sind dabei in ihrem Element: Sportjournalist Thorsten Richter (l.) Michael Tönnies (r.). Der Ex-Fußballprofi blickt auf ein

POLITIK IM DOPPELPACK Eine Landeshauptstadt, zwei Termine: Erst verschlug es Pascal Hesse (r.) in den Landtag zu FDP-Fraktionsvize Ralf Witzel (l.). Der kämpft gerade für den Erhalt des Bargelds – bitte nicht falsch verstehen: Erhalt in Form von Verbleib als Zahlungsmittel. Danach ging es in die NRW-Zentrale der Piraten. Erinnern Sie sich? Diese Partei sitzt auch im Landtag. Unser Redakteur wollte

Kolumne – Essens LINKE: eine ‚schöne‘ Schlammschlacht Klarmachen zum Kentern – war‘s das mit den Piraten? Politisiert. Essen. Düsseldorf. Berlin. Brüssel. Ein Liberaler kämpft fürs Bargeld – 3 Fragen an Ralf Witzel, MdL

16 – 17 Wirtschaft & Immobilien 175 Jahre Sparkasse, 175 Tausend Euro – und Essen entscheidet wohin MedMoP NRW: 300 Mio. € fürs Uniklinikum Essen Immobilien-News im Mai Auf ‚altem‘ Fundament erbaut – 3 Fragen an Herrn Kölbl und Dr. Kruse

mal nachhören, wie viel Leben noch in ihr steckt. Und wenn man schon die Termine im Doppelpack absolviert, kann man auch im selbigen aufschlagen. Lehrreich war‘s für Schülerpraktikantin Lucia Holtkamp, und gut für den Kollegen. Wer hätte sonst dieses Foto machen sollen? ab Seite 14

18 – 19 Gesundheit Segel hissen oder Schuhe schnüren – mit Sportsgeist an den Stausee Sie sind jung und helfen freiwillig – FSJler im Einsatz

20 – 21 Tipps & Termine Opern, Theater, Konzerte – was der Mai bringt

22 – 23 Kultur – Interview Foto: Christoph Bubbe

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EINFACH ABGEHOBEN, DIESER KERL! Als Medienberater beim INFORMER beweist Artur Hanke im Job eher Bodenhaftung. Da kam ihm die Möglichkeit am Flughafen Essen-Mülheim, selbst einmal mit dem Airbus A320 abzuheben, ganz gelegen. Was die Kollegen in der Redaktion bis dahin selbst nicht einmal wussten: Er hat in seinem Leben bereits einen 3-tägigen Piloten-Check bei der Lufthansa hinter sich und

24 – 25 Kultur – Highlight Musik, Koks und Kohle – Rock und Pop im Kohlenpott Kolumne – Und juckt‘s auch nicht den Ruhri, lockt es doch den Kultouri

26 – 28 Reise tatächlich auch einen Pilotenschein – wenn auch ‚nur‘ für Segelflieger. Dennoch ist es auch für uns beruhigend zu wissen, dass dieses Cockpit nur das eines Flugsimulators war. Was wir sonst noch beim Opening der CheckIn-Bar am Flughafen erlebten? Seite 30

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Unterwegs im Königreich – auf den Spuren marokkanischer Kultur Sizilien – Urlaub beim Kultkommissar Montalbano

29 Gesellschaft Gesellschafts-Spezial: 1. Essener Wissenschaftssommer

30 – 31 Zu guter Letzt Der INFORMER Rück- und Ausblick Was hat die Stadt bewegt, was wird sie bewegen?

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Foto: Ruhrmuseum

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Foto: INFORMER

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Mit dem Notfall-Ausweis der Stiftung Universitätsmedizin sorgen Sie vor: Hier sind alle wichtigen Informationen für die Rettungskräfte enthalten – im handlichen Taschenformat und auf wasser- sowie reißfestem Papier. So kann der Notfallausweis zum Lebensretter werden – auch im Ausland, da alle Angaben mit englischer Übersetzung hinterlegt sind.

Das GOP feierte im April 20-Jähriges. Das wussten Sie schon? Haben wir uns gedacht. Daher lesen Sie hier lieber unser exklusives Gespräch mit dem Kreativkopf der GOP-Bühne.

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Von Essen nach München, von Marrakesch nach Agadir – für diesen Reisebericht haben wir ganz schön Kilometer gemacht.

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PEOPLE

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Foto: Christoph Bubbe

Werner Buss auf der Showbühne im Gespräch mit INFORMER Redakteurin Eva Valentini bei der Pressekonferenz zum 20-jährigen Jubiläum im Essener GOP Varieté-Theater.

Fotos: Christoph Bubbe

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Foto: Gerd Lorenzen

Freitag, 20.05.2016, 19:30 Uhr

20 Jahre GOP Varieté-Theater Essen Als der ‚Grand Filmpalast‘ seine Pforten schloss, zog das GOP im Herbst 1996 in die Räume an der Rottstraße ein. Im Revier gibt es nun endlich wieder ein Varieté. 350 Gäste feiern bei der Premiere. Inzwischen gehört das GOP zur festen Größe in Essen. Zauberer, Jongleure, Artisten und Trapezkünstler begeistern immer wieder das Publikum, ob jung oder alt. Hinzu kommen kulinarische Genüsse aus der hauseigenen Küche. Die Shows wechseln alle zwei Monate. Im Jubiläumsjahr zeigt das GOP: ‚Machine de Cirque‘ (11.5.-10.7.), ‚Le Club‘ (21.7.-28.8), ‚Die Spaßmacher‘ (31.8.-30.10.) und ‚La Luna‘ (2.11.-31.12.). ZAHLEN UND FAKTEN: 2 Millionen Besucher in 20 Jahren mit fast 2.000 Akteuren. In dieser Zeit fanden beinahe 1,2 Millionen Menüs den Weg von der Küche zum Gast. Bis jetzt wurden rund 10.400 Fässer Bier geleert. Mit gerade mal 17 Jahren war Firehiwot-Abere-Fata-Hun (Äthiopien) der jüngste Artist und Dieter Tasso mit 80 Jahren der älteste. 160 Varieté-Programme und über 100 Sonder-Shows verzauberten das Publikum.

Der afrikanische Ballkünstler zeigt sensationelle Ausschnitte aus dem kommenden Programm ‚Le Club‘.


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dabei in ein Schaufenster mit Puppen, Figuren und Spielsachen. Auf einmal war die Idee da, wie könnte eine Nacht unter Spielzeugen aussehen? Im Programm ‚Toys‘, haben wir den Gedanken umgesetzt und Puppen zum Leben erweckt. Ich gehe mit offenen Augen und Herzen durch die Welt.“ In der hauseigenen Künstleragentur ‚GOP showconcept‘ in Hannover arbeitet ein zehnköpfiges Team unter der Leitung von Werner Buss an dem Programm für die Shows, die alle zwei Monate wechseln. Ein Stab aus Regisseuren und internationalen Choreographen führen die verschiedenen Artisten zusammen. „Jeder Artist bekommt Raum, sich charakterlich in Szene zu setzten. In der Show bilden die Künstler dann eine Gemeinschaft, so dass ein facettenreiches Gesamtkunstwerk ent-

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Foto: Gerd Lorenzen

n diesem Jahr feiert das GOP in Essen 20-jähriges Jubiläum. Über zwei Millionen Zuschauer und mehr als 160 Shows liefen allein in der Ruhrgebietsstadt über die Bühne. Und sie alle stammen aus seiner Feder: Werner Buss ist seit den Anfängen des Varieté-Theaters dabei. Mit gerade mal 29 Jahren übernimmt der gelernte Hotelkaufmann im November 1993 als jüngster Varieté-Chef Deutschlands das GOP in Hannover. Der Georgspalast (abgekürzt GOP) ist der erste Standort von mittlerweile sieben erfolgreichen Spielstätten. Seit 2007 ist Werner Buss der künstlerische Direktor der GOP Entertainment Group.

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Baden mal anders: Noch bis zum 8. Mai ist die aktuelle Show ‚WET‘ mit spektakulären Akrobatiknummern zu sehen.

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steht.“ Gedanklich ist der Kreativchef seiner Zeit immer um zwei bis drei Jahre voraus und plant bereits die Shows für 2018.

Geboren und aufgewachsen ist der heute 52-Jährige im niedersächsischen Braunlage. „Ich stamme aus einer sehr musikalischen Familie. Musik, Tanz, die Bühne, das war schon immer meine große Leidenschaft. Als ich die Familie Grote kennenlernte und den Job im GOP angeboten bekam, war das ein großer Glücksfall für mich.“ Ein Job, der ihm auf dem Leib zugeschnitten scheint. Seine gute Laune wirkt ehrlich und ansteckend, seine Lebensfreude überträgt er auf die Bühne. „Ich möchte mit meiner Arbeit Leidenschaft bei den Menschen entfachen - Freude und Zufriedenheit in strahlenden Gesichtern der Zuschauer sehen.“

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UNENTDECKTE TALENTE AUFSPÜREN Dafür reist der Kreativchef um die ganze Welt, immer auf der Suche nach neuen Talenten und hochkarätigen Künstlern. Im In- und Ausland sammelt er Ideen für die Shows, lässt sich vom bunten Treiben auf der Straße, bei Festivals oder Events inspirieren. „Ich bin eines abends in einem Pariser Viertel spazierengegangen. Mein Blick fiel

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Viel Zeit für das Privatleben bleibt da nicht. Doch wenn der 52-Jährige zur Ruhe kommt, dann sind seine Wurzeln in München bei seiner Lebensgefährtin und seinem 25-jährigen Sohn. „Ohne Wurzeln keine Flügel ist mein Motto. Ich kann mich am besten in der Natur, bei Bergwanderungen oder Skitouren entspannen. Mein Tag ist in der Regel ein wildes Abenteuer, Sport meine sichere Basis. Egal wo ich bin, meine Laufschuhe habe ich immer im Gepäck.“ Auch, wenn er zu uns nach Essen kommt. Die Ruhrgebietsstadt hat es ihm irgendwie angetan. „Ich mag die Mischung aus Internationalität und urbanem. Die Menschen sind herzlich, liebevoll und sehr direkt. Ich werde überall gesiezt. Hier werde ich gleich zur Begrüßung in den Arm genommen und geduzt. Das GOP Varieté-Theater in Essen hat von allen Häusern am ehesten den Charakter, Kult zu sein!“ Das Interview führte Eva Valentini

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EX-PROFI-FUSSBALLER MICHAEL TÖNNIES ÜBER SEIN LEBEN, DUNKLE ZEITEN UND DEN UNTERGANG DES ESSENER FUSSBALLS

Foto: Christoph Bubbe

Ein Leben auf der Kippe nimmt er bei der Analyse der Situation kein Blatt vor den Mund – weder wenn es um sein eigenes Leben geht und um seine ‚dunkelsten Gedanken‘ noch beim Ex-Klub Rot-Weiss Essen.

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Exzessiv, aber immer ehrlich: das Leben von Ex-Profi Michael Tönnies.

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CrossCoaching Lieber mal mit Profis sprechen!

r hat geraucht, getrunken und gezockt. Er war ein Aufreißer, ein Lebemann, ein Goalgetter und Publikumsliebling. Michael Tönnies verkörpert den Bundesligaprofi, der im heutigen, aalglatten Fußballgeschäft ausgestorben ist. Ein Typ, mitten aus dem Leben, mitten aus dem Pott. Der gebürtige Essener, der in 45 Spielen für RWE 31 Tore erzielte und später beim Oberligisten Schonnebeck als Manager arbeitete, hat seinen Traum gelebt – exzessiv, aber immer ehrlich. Ein echter Held ist Tönnies allerdings nicht in Essen, sondern in Duisburg. Beim MSV hat der 56-Jährige Bundesliga-Geschichte geschrieben, als er am 27. August 1991 ausgerechnet gegen den damaligen Karlsruher Keeper Oliver Kahn in nur sechs Minuten drei Tore nacheinander schoss. Rekord – bis ihn Bayerns Robert Lewandowski 2015 gegen Wolfsburg einstellte.

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Aber nicht nur der Rekord ist weg, auch der Ruhm verblasste. Tönnies stürzte ab. Privat, aber besonders gesundheitlich. 2005 kam die niederschmetternde Diagnose für den ehemaligen Kettenraucher: Lungenemphysem im Endstadium. Die Ärzte machten ihm kaum Hoffnung, nur eine Transplantation würde sein Leben retten. Tönnies dachte sogar an Selbstmord, gab aber nicht auf, sondern nahm den Kampf an. 2013 war es endlich so weit. Ein Spenderorgan wurde gefunden und erfolgreich transplantiert. Tönnies konnte im wahrsten Sinne des Wortes aufatmen und genießt sein Leben seither wieder in vollen Zügen. Über sein bewegtes Leben hat ‚Der Dicke‘

auch ein Buch geschrieben. Passend zu seinen in Spitzenzeiten rund 80 Zigaretten pro Tag heißt es ‚Auf der Kippe‘. Auf der Kippe steht aktuell auch mal wieder sein Ex-Klub RWE. Seine Heimatstadt Essen sieht sich indes nach wie vor als Fußballstadt. Kein Wunder, denn zahlreiche Fußballlegenden wie Helmut Rahn, Otto Rehhagel, Willi ‚Ente‘ Lippens oder eben Michael Tönnies kommen aus dem Herzen des Reviers. Doch der einstige Glanz ist längst verblasst. Das Aushängeschild Rot-Weiss dümpelt in der Regionalliga vor sich hin und muss sogar ums Überleben in der vierten Klasse kämpfen. Auch der ETB, ehemals die Nummer zwei in der Stadt, fristet – mit Blick auf die schönste Nebensache der Welt – ein bedeutungsloses Dasein in der Oberliga. Lediglich der FC Kray, der sich aktuell allerdings auch auf dem absteigenden Ast befindet, sowie der Emporkömmling Spvgg Schonnebeck lassen die Essener Fußballfans noch ein wenig hoffen, dass der Kampf ums runde Leder in der Ruhrmetropole nicht gänzlich zusammenbricht.

SCHONUNGSLOS EHRLICH Den Untergang der Ballkunst verfolgt auch Tönnies mit großem Bedauern. Gerade als Essener kann es der Ex-Bundesligaprofi kaum glauben, was in seiner Stadt passiert. Erstmals in Schonnebeck schnürte sich Tönnies die Schuhe und wechselte dann später zu den Rot-Weissen an die Hafenstraße. Auch nach seiner aktiven Laufbahn blieb er Essen treu, arbeitete bei seinem Heimatverein als Trainer und Manager. Nach wie vor wohnt Tönnies in Schonnebeck. Und wie es sich für einen waschechten Jungen aus‘m Pott gehört, nimmt

Michael Tönnies, blutet Ihnen das Herz, wenn Sie sehen, dass Ihr ehemaliger Verein RWE in der Regionalliga nur gegen den Abstieg spielt? Natürlich. Es ist traurig zu sehen, dass ein Verein mit so viel Potenzial einfach nicht aus den Startlöchern kommt. Dieser Verein gehört schließlich in die Bundesliga und nicht in die vierte Spielklasse. Woran liegt es, dass der Klub nicht hochkommt? Das kann und möchte ich von außen nicht beurteilen. Aber ich wundere mich, dass bei RWE keine ehemaligen Spieler eingebunden werden. Jeder Verein hat seine Identifikationsfiguren, die er auch nach deren Karrieren beschäftigt und von deren Erfahrung er profitiert. Dortmund, Schalke, Mönchengladbach, München – überall sind Ex-Spieler am Werk. Nur die Rot-Weissen verzichten darauf. Dabei haben sie beispielsweise mit Dieter Bast oder ‚Ente‘ Lippens Leute, die Sachverstand haben und helfen können. Aber der Verein hat von den ‚Alten‘ lediglich Dirk ‚Putsche‘ Helmig eingebaut, lässt ihn aber ‚nur‘ in der Jugend arbeiten. Warum verzichtet RWE bloß auf solche Typen und deren Kompetenz? Sie kennen den Fußball, das Umfeld, haben Erfahrung und einen Plan. Solche Spieler sind eine Bereicherung und würden RWE mit Sicherheit helfen. So ist es aber die falsche Politik. Schafft RWE den Klassenerhalt? Natürlich. Was macht Sie so sicher? Der Trainerwechsel hat zwar nicht den erhofften Befreiungsschlag gebracht, doch die Spieler werden es noch richten. Die Qualität ist vorhanden, lediglich das Selbstvertrauen geschwächt. Aber aus diesem Tief werden sich die Jungs herauskämpfen. Ein Sportler will immer das Optimum. Eine Aussage, die Sie als Profi aber nicht beherzigt haben. (lacht) Stimmt. Diese Einstellung musste ich erst einmal lernen. Denn die Selbstzufriedenheit ist heimtückisch und hatte mich manchmal im Griff. Ich habe gemeint, es würde auch die halbe Kraft ausreichen. Ich war einer, der nicht immer an seine Leistungsgrenze gegangen ist. Aber das kann man auch gar nicht. Das Gespräch führte Thorsten Richter. Das komplette Interview lesen Sie unter www.informer-magazine.de.


PEOPLE

DIE ‚ZECHENGEISTER‘, DIE AUTORIN ROMY WOLF RIEF

Foto: iFuB Verlag

Gespenstisches Ruhrgebiet

Obwohl es in ihrem neuen Roman gespenstisch zugeht, nutzt Romy Wolf ihre Geschichte, um auch von den alltäglichen Sorgen und Nöten der ‚Ruhris‘ damals zu erzählen.

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ür die Autorin, Übersetzerin und Redakteurin Romy Wolf ist das Ruhrgebiet mehr als Wohn- und Arbeitsort, es ist ihr Zuhause. 1982 im Herzen des Ruhrgebiets geboren, wuchs die Literaturwissenschaftlerin im Essener Süden unweit von alten Fördergerüsten und der Ruhr auf. Schon in jungen Jahren und lange bevor das Ruhrgebiet 2010 zur Kulturhauptstadt Europas wurde, übten die alten Industriekathedralen eine magische Anziehung auf sie aus. Und diese ‚Faszination Zeche‘ überträgt Wolf in ihrem neuesten Roman ‚Zechengeister‘. Der Roman entführt den Leser in das späte 19. Jahrhundert, als in den Zechen und Hüttenwerken noch rund um die Uhr gearbeitet wurde, Menschen in Heerscharen vom Land in die industrielle Region zogen und das schwarze Gold einige Menschen im Revier sehr reich machen, anderen hingegen das Leben kosten sollte. In dieser Welt, die vom Arbeiten und ständiger Gefahr geprägt ist, lebt der junge Micha, der als Hauer auf der fiktiven Zeche Alba malocht und nach dem Tod seines Vaters bei einem Bergwerksunglück seine depressive Mutter sowie seine jüngere Schwester durchbringen muss. Und als ob die schwere Plackerei und die Nöte noch nicht genug wären, ist obendrein die Angst in der Zechensiedlung allgegenwärtig. Man munkelt, der Teufel gehe um. Reihenweise fallen Menschen der ‚Narrenkrankheit‘ zum Opfer, einem todesähnlichen Schlaf, aus dem sie nicht wieder erwachen. Bergmann Micha hat indes keine Zeit für solch dummes Gerede und Aberglauben an eine übernatürliche Welt. Er hat genügend damit zu tun, den kargen Lebensunterhalt für die Familie zu verdienen. Dabei kann ausgerechnet seine zwölfjährige Schwester Neni Geister sehen, und die Geschwister sind die Einzigen, die die Narrenkrankheit aufhalten könnten.

HISTORISCHE FANTASY OHNE SCHNÖRKEL Obwohl Romy Wolf persönlich auch gerne zeitgenössische Literatur liest, schreibt sie selber hauptsächlich im Genre Fantasy, Sci-Fantasy und Horror. Ihre Geschichten enthalten oft apokalyptische Grundgedanken. Und diese finden sich auch in ‚Zechengeister‘ wieder. Es handelt sich aber um keine abgehobene Fantasy, sondern bodenständige Geschichte aus der Zeit des Kohlenpotts in einer mystischen Rahmenhandlung. Die Autorin hat den Charakteren ihres Romans Tiefe

verliehen, die weit über den okkult wirkenden Handlungsstrang hinausgeht. Mit Liebe zum geschichtlichen Detail erweckt sie die Romanfiguren zum Leben, mit all ihren Sorgen, Nöten und Lebensumständen – und fesselt auf diese Weise den Leser.

EIN KIND DES POTTS

Schon in ihrer Kindheit startete Romy Wolf den ersten Gehversuch als Romanautorin – das Werk schaffte immerhin 20 Seiten auf der elektronischen Schreibmaschine, die Romy zum elften Geburtstag angesichts ihrer Leidenschaft fürs Schreiben geschenkt bekommen hatte. Seitdem sind viele fertige und unvollendete Romane dazugekommen. Mit dem phantastisch-historischen Roman ‚Zechengeister‘ erfüllte sie sich aber einen Herzenswunsch – ihrer Heimatregion ein kleines literarisches Denkmal zu setzen und den Beweis anzutreten, dass man für gruselige und spannende deutsche Schauplätze nicht bis nach Berlin gehen muss. Auch wenn der Schauplatz des Romans fiktional ist, so zeichnet der Rest des Romans doch so authentisch wie möglich ein Bild des Ruhrgebiets vor über hundert Jahren – als die Schlöte noch brannten, die Männer schwarz vor Staub nach der Arbeit nach Hause kamen und der Mythos Ruhrgebiet geboren wurde. Eine Zeit, die die Autorin selbst nicht miterlebt hat. Ansonsten ist sie aber ein typisches Kind des Ruhrgebiets. Sie wuchs in einer Zechensiedlung aus den 1950ern auf, feierte Familiengeburtstage im Schrebergarten, holte samstags Brötchen ‚anna Bude‘ und trat als Jugendliche einem Ruderverein bei, für den sie auf dem Baldeneysee trainierte und später nicht nur dort, sondern u.a. auch auf dem Rhein-Herne-Kanal an Regatten teilnahm. Ihren Vater, der lange Zeit als Bauleiter bei einem großen, regionalen Wohnungs- und Immobilienunternehmen tätig war, begleitete sie, wann immer es ihn beruflich in alte Zechensiedlungen verschlug. Und wie alle Kinder des Ruhrgebiets besuchte sie in der Grundschule das Deutsche Bergbaumuseum. Während es viele ihrer Schulkameraden nach dem Abitur in andere Städte zog, war für Wolf klar, dass sie bleiben würde. Ein Beitrag von Lars Riedel Zechengeister Verlag in Farbe und Bunt, Juli 2015, 272 Seiten ISBN (Taschenbuch): 978-3-941864-18-4 ISBN: (E-Book): 978-3-941864-19-1

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Schwarze Zahlen im Auslandsgeschäft, die Modernisierung als nächster Trumpf.

Die Zeichen stehen auf

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Ein Beitrag von Pascal Hesse und Lars Riedel / Fotos: Christoph Bubbe

Es geht los. „Endlich“ wird mancher meinen. Die Messe Essen wird ,ertüchtigt‘ oder – um es klangvoller auszudrücken – ,modernisiert‘. Schließlich geht es um mehr als ein paar kleine Schönheitskorrekturen an den in die Jahre gekommenen, nicht mehr zeitgemäßen Hallen. „Im Herzen von Rüttenscheid entsteht auf einer Gesamtfläche von 110.000 Quadratmetern eines der modernsten Messegelände Deutschlands mit einer klaren, funktionellen Architektur. Dabei prägen maßgeblich zwei Merkmale die architektonische Neuausrichtung: Offenheit und Licht“, verdeutlicht Messechef Oliver P. Kuhrt im großen INFORMER-Interview.

Um das Angebot an Tagungs- und Kongressfläche noch einmal deutlich zu erhöhen, werden weitere Räumlichkeiten im Bereich des heutigen Foyers geschaffen. Eine stilvolle Gästelounge sowie ein VIP-Club mit eigenem Eingang und separater Zufahrt runden das neue Messekonzept ab.

Doch zunächst mehr zur Modernisierung, die sich die Stadt und die Messegesellschaft als Bauherren rund 90 Millionen Euro kosten lassen – die wegen des Bürgerentscheids 2014 um rund 33 Millionen Euro „kleine“ aber ebenso feine Lösung. Mit dem ersten Spatenstich Anfang Mai beginnen die groß angelegten Umbauarbeiten. Die neue Messe Essen wird voraussichtlich im Herbst 2019 fertig gestellt sein und ohne die bisherigen Doppelgeschosshallen auskommen.So entstehen aus 18 mitunter kleinteiligen Hallen nun insgesamt acht große mit optimierter Logistik und besserer Besucherorientierung. Im Eingangsbereich Ost der Messe Essen entstehen ein modernes Glasfoyer mit 2.000 Quadratmetern Fläche sowie neue Fassaden im Osten und Norden. Die Modernisierung des gesamten Messegeländes umfasst zudem die Energieversorgung und Klimatisierung. So wird beispielsweise neueste Belüftungstechnik dafür sorgen, dass über verschiedene Hallen hinweg eine stabile Temperatur und hohe Luftqualität herrschen. Die nördliche Hallenkante zum Grugapark wird zukünftig an der Stelle sein, die bereits heute durch die Fluchtwegtreppenhäuser der Doppelgeschosshallen in Anspruch genommen wird. Insgesamt verschiebt sich damit die nördliche Hallenkante um 8,5

Abbildung Messe Essen

Meter in Richtung Grugapark. Durch das Reduzieren der Hallenhöhe an dieser Kante auf maximal zehn Meter bleibt die Verschattung jedoch gleich. Diese Lösung wurde schon vor einigen Jahren einvernehmlich mit dem Grugapark erarbeitet. Der Zugang zum Grugapark von Osten her bleibt hingegen in gleicher Breite erhalten. Die Brücke zwischen dem Messehaus Ost und der Grugahalle wird hingegen transparenter gestaltet, wodurch der Grugapark wieder besser wahrnehmbar ist. Veranstaltungen der Messe werden von den Baumaßnahmen nicht betroffen sein, da die Arbeiten während der Messelaufzeit sowie zu Aufund Abbauzeiten weitestmöglich ruhen. Der Messeplatz Essen gehört mit 50 Messen und Ausstellungen, davon zehn Leitmessen, zu den Top-Ten-Messestandorten Deutschlands. Ein attraktiver Mix aus internationalen, nationalen und regionalen Fach- sowie Verbrauchermessen zieht jährlich rund 1,4 Millionen Gäste aus 150 Nationen in die Stadt. Damit ist die Messe Essens Tor zur Welt. Die neue Architektur verbindet die Stadt Essen mit der Messe und holt urbanes Flair und Helligkeit in den Eingangsbereich. Das Messegelände, die Tagungsräume des Congress Center Essen (CCE) sowie die Grugahalle präsentieren sich Ausstellern und Besuchern künftig auf einem einheitlich hohen technischen Niveau. Mit einer architektonisch klaren Struktur will die Messe den steigenden Anforderungen des Marktes gerecht werden. Und schaffen, was bei vielen lange Zeit nicht mehr als eine schöne Utopie galt. „Unser Ziel ist es, dass die Messe Essen schrittweise dazu beiträgt, die städtischen Zuschüsse für das Unternehmen zu reduzieren. Im Auslandsbereich schreiben wir ab kommendem Jahr erstmals schwarze Zahlen – ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, verdeutlicht Messe-Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt.

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TITELSTORY

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Kachelöfen Kamine Kaminöfen Seit zwei Jahren leitet Oliver P. Kuhrt die Geschicke an der Norbertstraße. Kachelöfen Kamine Kaminöfen Kachelöfen Kachelöfen Kamine KamineKaminöfen Kaminöfen PelletöfenKamine Gaskamine Kachelöfen Kaminöfen Pelletöfen Gaskamine Pelletöfen PelletöfenGaskamine Gaskamine Modernisierung und seine Vision für die ‚Messe Essen der Zukunft‘. Die Kachelöfen Kachelöfen Kamine Kamine Kaminöfen Kaminöfen Kaminkassetten Pelletöfen Gaskamine Kachelöfen Kamine Kaminöfen Kaminkassetten Kaminkassetten Kaminkassetten Pelletöfen Pelletöfen Gaskamine Gaskamine Schornsteinsysteme Kaminkassetten Pelletöfen Gaskamine Schornsteinsysteme Schornsteinsysteme Schornsteinsysteme Wassergeführte Kamine Kaminkassetten Kaminkassetten Schornsteinsysteme Kaminkassetten Wassergeführte Kamine Kachelöfen Kamine KaminöfenKamine Wassergeführte Wassergeführte Kamine Schornsteinsysteme Schornsteinsysteme Schornsteinsysteme Wassergeführte Kamine Pelletöfen Gaskamine Wassergeführte Wassergeführte Kamine Kamine Kamine Wassergeführte

Mit Biss durchs ‚Haifischbecken‘

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Zum 1. Januar 2014 übernahm Oliver P. Kuhrt die Geschicke an der Norbertstraße. Keine einfache Zeit, um im Chefsessel der Messe Essen Platz zu nehmen. Nur achtzehn Tage später stimmten die Essener Bürger darüber ab, ob die Messe in dem damals geplanten, auch finanziellen Umfang modernisiert werden soll oder nicht. Messe-Ertüchtigung war das Schlagwort jener Tage. Und eine knappe Mehrheit der wahlberechtigten Essener – wir erinnern uns – votierte mit einem Ja; einem Ja zum Nein zur Modernisierung. Es waren nicht einmal 1.000 Stimmen mehr, die die Pläne erst einmal auf Eis legten. Schon am zweiten Tag nach dem Bürgerentscheid hieß es, die internationale Leitmesse ‚Reifen‘ verlasse den Standort Essen. Das stimmte nur bedingt, denn die ‚Reifen‘ ist ein eigenes Produkt

sich unmittelbar nach dem Bürgerentscheid dann folgerichtig für die Unterstützung einer neuen Veranstaltung in Köln ausgesprochen. Allen Beteiligten war klar, dass es um einen direkten Wettbewerb geht, um eine terminliche Kollision mit all ihren Nachteilen für Aussteller und Besucher, die nicht gewillt sind, sich zeitgleich an zwei Fachmessen zu beteiligen. Es war ebenfalls klar, dass wir mit der ‚Reifen‘ in 2018 unter diesen Rahmenbedingungen – und dann noch in der Bauphase – gegen-

Frankfurter Lösung mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Soweit klar, Sie reagieren auf den Wettbewerb. Aber wie wird aus dem Frankfurt-Deal nun eine „exzellente Ausgangsituation“ für Essen? Wir arbeiten mit der Messe Frankfurt ja bereits seit 2014 strategisch zusammen. Die Automechanika ist der ideale Ergänzungspart zur Reifen. Inhaltlich – um es mal vereinfacht auszudrücken – liegt die Stärke der Frankfurter im Angebots-

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der Messe unserer Stadt und kann nicht einfach gehen. Aber der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV), bislang ideeller Träger der Weltmesse für Bereifungen gab bekannt, dass er ab 2018 eine Konkurrenzveranstaltung in Köln und nicht mehr die Messe Essen unterstütze. Noch im INFORMER-Interview zu seinem Amtsantritt bestätigte der damals neue Messechef Kuhrt, dass das Voting im Bürgerentscheid keinen Einfluss auf ihn in seiner Funktion haben wird. Er werde bleiben, wie das Votum auch ausgehen mag. Und er hat Wort gehalten. Heute, fast zweieinhalb Jahre später, startet sie endlich, die Messemodernisierung – mit Kuhrt als Mann an der Spitze der Messe Essen. Die ‚Reifen‘ allerdings zieht nun tatsächlich um. Herr Kuhrt, nun also doch: Die Weltleitmesse ‚Reifen‘ geht 2018 – nicht nach Köln, aber nach Frankfurt. Eine bittere Pille inmitten der derzeitigen Modernisierungs-Euphorie? Auf den ersten Blick könnte dieser Eindruck für Außenstehende so entstehen, auf den zweiten Blick wird schnell deutlich, welche entscheidenden Vorteile sich für die Messe Essen aus der engen Kooperation mit unseren Frankfurter Kollegen ergeben und welche exzellente Ausgangssituation wir uns damit geschaffen haben. Ich will gerne mal versuchen, den Hintergrund zusammenzufassen. Der BRV hat die Modernisierung zur Bedingung für die Fortführung der Zusammenarbeit gemacht und

Messechef Oliver P. Kuhrt und seine Unternehmenssprecherin Daniela Mühlen im Interview mit (v.l.) Pascal Hesse, Lars Riedel, Ralf Schönfeldt und Jöran Steinsiek aus der INFORMER-Redaktion.

Bevor Oliver P. Kuhrt Geschäftsführer der Messe Essen wurde, führte er selbst ab 2000 die Geschäfte der Koelnmesse Service GmbH und war von 2003 bis 2011 Hauptgeschäftsführer der „Koelnmesse Gruppe“ für den Bereich Marketing/ Vertrieb. Ursprünglich kommt Kuhrt aus der Hotellerie und dem Bereich Reise/ Touristik. In seiner Kölner Zeit gelang es Oliver P. Kuhrt z. B. die ‚Games Convention‘ von der Leipziger Messe abzuwerben und als ‚gamescom‘ am Messeplatz Köln zu etablieren. Der vormalige ideelle Träger, der ,Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware’ (BIU) unterstützt seit 2009 nicht mehr die ,Games Convention’, sondern das neue Kölner Format – das heute die weltweit größte Messe für interaktive Unterhaltungselektronik, insbesondere Video- und Computerspiele. über Köln Punkte verlieren würden, die einer weiteren positiven Entwicklung der Veranstaltung entgegen gestanden hätten. Wir hatten auch keine Lust auf neue Rabattschlachten, die immer nur einmal Richtung Aussteller wirken und dann verpuffen – diese Zeit liegt glücklicherweise hinter uns. Wir konnten mit der

segment Werkstatt und Service. Was ihnen fehlt, sind die Reifen. Uns fehlt im Angebot wiederum die Werkstatt, wir bieten jedoch ein volles Sortiment im Reifen- und Felgenbereich. Damit ergänzen sich zwei Weltleitmessen in idealer Form und bieten so unseren Kunden den Mehrwert, den der BRV und die Kölner Kollegen niemals bieten können – also den entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Das ist die inhaltliche Analyse. Welche positiven, messbaren Konsequenzen ergeben sich daraus für die Messe Essen in der Zukunft? Durch die Kooperation mit der Automechanika sichert die Messe Essen dauerhaft die eigenständige positive Weiterentwicklung der

Messe-Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt im Entrée des Schlosshotel Hugenpoets.


TITELSTORY

Im großen INFORMER-Interview spricht er über die lange überfällige Zeichen stehen wieder auf Angriff.

der Messe-Welt Marke ‚Reifen‘, sowohl operativ als auch wirtschaftlich. Wir werden die ‚Reifen‘ ab 2017 weltweit an 14 Standorten, von Brasilien bis Südafrika, parallel zur Automechanika auch im Ausland durchführen. Dies ist eine Verdopplung unser bisherigen Auslandsmessen, damit rutschen wir im deutschen Messevergleich ins obere Drittel der TOP 10. Überall dort, wo wir im Ausland eigene Messen durchführen, sind wir Botschafter für das Unternehmen und unsere Stadt. Wir erreichen alleine

Sicherlich hat die ReTEC noch nicht die gleiche Größe, das müssen wir einfach akzeptieren. Aber wir wollen ja auch, dass die Veranstaltungen an unserem Messestandort wachsen. Die ReTEC ist eine Investitionsgütermesse, die sich um Gebraucht-Maschinen dreht – und das ist ein spannendes Thema – gerade weil international ein sehr hohes Interesse daran besteht, in Deutschland hergestellte Maschinen zu übernehmen und zu kaufen. Die ReTEC ist die Börse für dieses Interesse. In unserem Interview zu Ihrem Amtsantritt haben Sie gesagt, Zitat: „Wenn wir die Chance für die Modernisierung bekommen, können wir bereits am nächsten Tag in die Offensive gehen, d.h. angreifen. Wenn nicht, stehen wir hinten drin im eigenen Strafraum und verteidigen den Kasten.“ Die damals geplante Modernisierung kam nicht. Die jetzige beginnt gerade erst. Woher kommt jetzt doch dieses ‚Selbstbewusstsein‘ zur Attacke?

mit der neuen, erweiterten internationalen Kooperation über 500.000 zusätzliche internationale Besucher. Um eine ähnliche Reichweite durch Werbe- und PR-Aktivitäten zu generieren, müssten wir jährlich rund 10 Millionen Euro in die Hand nehmen – das zeigt die Bedeutung dieses Vertragsabschlusses. Mit den wirtschaftlichen Eckpunkten der Kooperation schreibt die Messe Essen erstmals seit Start ihres

Die Messe Essen und die Messe Frankfurt führen 2018 gemeinsam ihre Weltleitmessen ,REIFEN’ und ,Automechanika’ erstmals parallel am Messeplatz Frankfurt durch. Zusätzlich profitieren Aussteller der ,REIFEN’ vom internationalen Netzwerk der Automechanika mit derzeit 14 weiteren Veranstaltungen in 13 Ländern.

Auslandsengagements nachhaltig schwarze Zahlen in diesem Bereich. Zudem ist es uns bereits gelungen, in den freigewordenen Terminslot in Essen eine neue Veranstaltung zu integrieren, die ReTEC. Und die ReTEC ist ein echter Ersatz?

Seit klar ist, dass wir die Modernisierung tatsächlich anpacken und sich unser Unternehmen auch organisatorisch zukunftsfähig aufgestellt hat, sind wir wieder mit dabei. Wir werden zu Ausschreibungen eingeladen und pitchen mit den anderen Messegesellschaften um Gastveranstaltungen und andere Events. Das ist nach der langen Zeit der Diskussion um den Messestandort Essen absolut keine Selbstverständlichkeit. Die erfolgreichen Akquisen der ‚Intergeo‘, der ‚all about automation‘, der ‚GastroTageWest‘, des ‚Deutschen Juristentages‘ oder des ‚fvw Kongress‘ zeigen, dass wir im positiven Sinne wieder abschlussfähig sind, Vertrauen zurück gewonnen haben und gepaart mit dem traditionell hervorragenden Serviceeinsatz des Messe Essen Teams einen ernstzunehmender Player im Messegeschäft darstellen. Wir befassen uns im Vorfeld einer jeden Ausschreibung auch sehr stark inhaltlich mit den Branchen, die sich für Essen interessieren, um den Verantwortlichen in den Verbänden die Entscheidung möglichst einfach zu machen. Aber es ist auch klar, dass neue Hallen allein keine Selbstläufer sind. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Unternehmensentwicklung, des Marketings und des Vertriebs arbeiten wir tagtäglich an der Entwicklung eigener Messeformate und auch an der Übernahme von Veranstaltungen von anderen Standorten.

mens. Wir werden daher auch zukünftig attraktive nationale und internationale Veranstaltungen an diesem Standort durchführen und dabei intelligenten Kooperationsformen mit anderen Partnern nicht aus dem Weg gehen, ob hier in Essen oder auch im Ausland. Wir danken Ihnen für das Gespräch, Herr Kuhrt.

VITA Oliver P. Kuhrt • geboren am 05.08.1963 in Frankfurt am Main, verheiratet, 2 Töchter • 1984–1985 Hotelfachschule – Bad Reichenhall

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sens s E n Tore

Spargel Gourmet Festival - auf Hof Umberg, Bottrop-Kirchhellen -

• 1985–1987 Hotel Breidenbacher Hof – Düsseldorf, Ausbildung zum Hotelkaufmann • 1989–1992 berufsbegleitendes BWL-Studium • 1987–1988 The Mayfair Regent Hotel – Chicago, Executive Management Trainee • 1988–1989 Hotel Breidenbacher Hof – Düsseldorf, Direktionsassistent • 1990–1993 Hotel Rafael – München, Direktor • 1993–1994 Grand Hotel Rose Projektentwicklungs GmbH – Wiesbaden, Geschäftsführender Direktor • 1994–1999 DB Reise & Touristik – Konzernleitung Frankfurt, Bereichsleiter Marketing Strategie & Services • 2000–2003 Koelnmesse Service GmbH – Köln, Geschäftsführer • 2003–2011 Koelnmesse Gruppe – Köln, Hauptgeschäftsführer Marketing/Vertrieb • 2011–2013 VILA VITA Hotels & Touristik Gruppe, Vorsitzender der Geschäftsführung/CEO • seit 1. Januar 2014 Geschäftsführer der Messe Essen GmbH

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Kulinarische Vorschau:

Aber modernisieren wollen Sie trotzdem.

Essen… verwöhnt

Essener Innenstadt - 13. bis 17. Juli 2016 - Die Königin unter den Gourmetmeilen -

Der bevorstehende Modernisierungsprozess ist zwingende Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit und die Fortsetzung der positiven Entwicklung unseres Unterneh-

Stadtparkfest

Food, Wine & Music - 29. bis 31. Juli 2016 - ein Winzerfest besonderer Art -

Metropole Ruhr

Zeche Zollverein - 25. bis 28. August 2016 - Gourmetmeile auf Zollverein -

Restaurant-Karussell

In ganz Essen 26.08. – 09.10.2016 - Das Original im Herbst -


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Unsere Messe – auch ein Stück Zeitgeschichte Historische Fotos: Fotoarchiv Ruhr Museum

Hoher Politbesuch: Ludwig Erhard, der zweite Bundeskanzler, besucht die Messestadt Essen.

In den 1910ern: Damals war die Ausstellungsfläche nur 5.000 m² groß. Die Messe Essen war damals dennoch die neuntgrößte Messe in Deutschland.

Die Grugahalle in den 50ern: Drei Tage nach Halleneröffnung im Oktober 1958 spielte Bill Haley. Trotz einiger demolierter Stühle und zerbrochener Scheiben: Die Grugahalle hatte ihre erste Bewährungsprobe bestanden.

Essen Motor Show 1974: Damals wie heute wurden die teils schrägen Konstruktionen von gut aussehenden Damen präsentiert.

Am Eingang Schlange stehen: Auch in den frühen Jahren der Messe Essen keine Seltenheit.

Am 21. April 1913 wurde die ‚Gewerbeschau Essen‘ gegründet, aus der später die Messe Essen entstehen sollte. Der Besucheransturm war damals gigantisch.

Die Deubau – heute DEUBAUKOM – zählt zu den großen Weltleitmessen. 1962 präsentierte sie sich erstmals dem internationalen Publikum.

Das Wirtschaftswunder kurbelte die Konsumfreude der Deutschen an – und damit auch die Verbrauchermessen. So wurden auch Boote für die ‚kleinen Leute‘ erschwinglicher. Übrigens: Der Frau am Steuer im Straßenverkehr stand Mann damals skeptisch gegen über. Am Steuer eines Boots scheint es kein Problem gewesen zu sein.

Die 70er: Nicht nur die Hosenmode war anders. Auch die Wohnwagen waren irgendwie kompakter.

Seit 1968 sorgt die Essen Motor Show für Furore – auch durch prominenten Besuch. 1976 kam WM-Held Kaiser Franz Beckenbauer zu der Ausstellung rund ums Automobil – und kassierte dafür 3.000 DM.

Ein Kommentar von Lars Riedel Captain Attacke Wenn man seit fast anderthalb Jahrzehnte als Lokaljournalist arbeitet, sieht man im Laufe der Zeit viele Geschäftsführer kommen und gehen. Gerade bei städtischen Gesellschaften. Wenn man also den neuen CEO oder Vorstandsvorsitzenden bei Amtsantritt zum Interview bittet, spukt auch immer eine Frage im Hinterkopf des Journalisten: Wie lange wird der ‚Neue‘ wohl bleiben? Im Gespräch mit dem künftigen Messechef im Dezember 2013 (Kuhrt trat sein am Amt zum 01.01.2014 an), habe ich Oliver P. Kuhrt genau mit dieser Frage konfrontiert: Was passiert, wenn die Entscheidung am 19.1. gegen die Messemodernisierung ausfällt? Sind Sie dann wieder weg? Kuhrt: „Nein. Ich habe mich mit meinem Start am 01. Januar 2014 zeitlich bewusst vor das Ergebnis des Bürgerbe-

gehrens gesetzt, auch um ein glaubhaftes Zeichen in die Belegschaft der Messe Essen zu setzen. Unabhängig von den aktuellen Diskussionen zum Thema Modernisierung der Messehallen freue ich mich auf die Aufgabe und die Möglichkeit, mit einem engagierten und professionellen Messe-Team die kommenden Herausforderungen anzugehen. Sollte die Modernisierung ausbleiben, werden wir die Köpfe nicht in den Sand stecken. Aber wir alle sollten uns bewusst sein, was dies dann für die Internationalität und das Ergebnis der Messe Essen bedeuten würde.“ So weit, so gut – und so Standard. Wie häufig hört man genau diese Aussage? Und dann läuft es doch nicht ganz so nach Wunsch und der ‚Neue‘ ist auch schon wieder Geschichte. Im Fall der Messe Essen lief es mit dem Ausgang des Bürgerentscheids alles andere als wunschgemäß. Doch Kuhrt hielt Wort. Er blieb; stellte sich den neuen Umständen, die alles andere als eine rosige Ausgangslage darstellten.

Allein dafür, dass er in dieser Situation Durchhaltevermögen bewiesen und nicht einfach aufgesteckt hat, gebührt ihm Respekt. Auch wenn man – gerade mit Blick auf das nicht üble Gehalt eines Geschäftsführers – das Übernehmen von Verantwortung in schwierigen Zeiten eigentlich erwarten können müsste, selbstverständlich scheint es deshalb noch lange nicht. Messechef Kuhrt hat noch mehr getan: Er hat die Krise nicht bloß verwaltet, er ist in den Angriff gegangen! Der vorteilhafte Frankfurt-Deal mit der Automechanika, schwarze Zahlen im Auslandsgeschäft, die erfolgreiche Akquise von Gastveranstaltungen wie die Intergeo und das damit verbundene Behaupten gegen die großen, teils internationalen Wettbwerber – Kuhrt ist ein Jäger, soviel ist klar. Er kennt sein Metier, lebt es und liebt es. Noch während unseres letzten Gesprächs im April schellt Kuhrts Handy. Die Messe Essen plant einen Ableger, einen sogenannten Spin-off der IPM in Kalkar. Per Anruf

kommt die Info: einer der ganz großen aus der Branche ist als Aussteller dabei. Und Kuhrt jubelt. „Das war wichtig. Jetzt ziehen auch andere nach.“ Ebenfalls nicht ganz unwichtig: Kuhrt freut sich ehrlich. Er mag ein Jäger im ‚Haifischbecken Messegeschäft‘ sein, aber ohne Häme gegenüber den anderen. Als der heute 52-Jährige damals mit der Koelnmesse Leipzig ‚angegriffen‘ und die ‚Games Convention‘ abgeworben hat, hätten die Leipziger mit ihm reden können. Der Weg zu einem Deal stand ihnen offen. „Das Abwerben einer bestehenden Veranstaltung macht immer mehr Spaß, trotzdem kann der kreative Kopf weiter denken.“ Sich am Markt behaupten und gegen den Wettbewerb durchsetzen, neue Veranstaltungen schaffen, bestehende akquirieren – für Kuhrt das Lebenselexier für wirtschaftlichen Erfolg. Der Essener Messechef geht auf in der Rolle des fairen, sympathischen Sportsmanns. Eine Rolle, die man ihm auch abnimmt und glaubt.


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TEPPICH MANUFAKTUR ABBASI GbR Die Abbassi-Manufaktur vereint Qualität und Fachkompetenz Reparatur und Pflege lassen antike Teppiche wieder im neuen Glanz erstrahlen Sie sind wertvoll, handgeknüpft und einzigartig persische Teppiche sind ganz besondere Kunstwerke, zeitlos schön und heute gefragter denn je. Ein kompetenter Ansprechpartner auf dem Gebiet ist Majid Abbasi. Der gelernte Teppichknüpfmeister hat das Handwerk von seinem Vater übermittelt bekommen, der wiederum von seinem. Eine Tradition, die in der AbbasiManufaktur gelebt und geliebt wird. Das Wissen um die Handwerkskunst spiegelt sich nicht nur in der Qualität der Teppiche wider, sondern auch im dazugehörigen Service.

ser-Teppiche „Wir können allen Teppichen ihren alten Glanz verleihen, egal woher sie kommen oder wie alt sie sind“, so Majid Abbasi. Das hatte seinerzeit auch die Deutsche Botschaft in London festgestellt und Majid Abbasi in die Botschaft eingeladen, um sich einen 250 Jahre alten, wertvollen Perser-Teppich anzuschauen. „Dieser hochwertige Teppich hatte natürlich im Laufe

Kompetente Pflege und Restauration

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Geschäftsführer Majid Abbasi restaurierte diesen 250 Jahre alten Teppich, der in der Deutschen Botschaft in London hängt.

der Jahre einige Gebrauchsspuren“, erinnert sich Majid Abbasi - für ihn jedoch keine unlösbare Aufgabe. „Ich habe mir den Teppich genau angeschaut und wusste,

wie ich ihn wieder auf Hochglanz bringen würde.“ Heute hängt der Teppich in der Botschaft und strahlt wie bei seiner Entstehung vor über 250 Jahren. Egal ob Spezial-Wäsche, Edel-Wäsche oder Entfernung von Flecken jeder Art, in der Manufaktur sind die Teppiche in guten Händen. „Selbstverständlich benutzen wir dazu nur naturverträgliche Produkte, um die Umwelt und die Teppiche nicht zusätzlich zu belasten. Wir haben immer aktuelle und günstige Angebote und bieten unseren Kunden bei größeren Teppichen auch einen kostenlosen Abhol- und Bring-Dienst“, erklärt Majid Abbasi. Denn schnell kann etwas verschüttet werden, der Teppich verblassen oder nach all den Jahren abgenutzt sein. Jegliche Reparatur ist für den Spezialisten ein Leichtes. „Wir bieten Klein- und Großreparaturen, Ausbesserungen von abgelaufenen Stellen, Fransenerneuerung, Kantenerneuerung und das Verschmälern und Verkürzen des Teppichs an. Nach der Reparatur reinigen wir den Teppich für unsere Kunden kostenlos!“, so der Geschäftsführer. Ein Teppich sollte alle drei bis vier Jahre gereinigt werden, da sich mit der Zeit, durch Staub und Schmutz das natürliche Fett in der Wolle löst und dieser brüchig wird.

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POLITIK

Hesse ist

ÜBERALL

Die Polit-Kolumne

Links ist nicht gleich links

Foto: Olaf Eybe / Schöner Links

Stolze zehn Jahre lang (bis 2014) war Barbara Rienas Mitglied im Kreisvorstand der Linkspartei in Essen, davon einige Jahre als Sprecherin. Nun hat die Borbecker Bezirksvertreterin ihr den Rücken gekehrt. Und samt Mandat rüber gemacht zu „Schöner Links“, der Ratsgruppe von Janina Herff und Anabel Jujol, die bei der vergangenen Kommunalwahl ebenso für Die Linke ins Rennen gingen. Und sich wegen innerparteilicher und -fraktioneller Zerwürfnissen kurz danach abspalteten. Dies hatte eine mediale Schlammschlacht zur Folge und die lautstarke Rückforderung der Mandate seitens der damals noch neuen Linken-Fraktionschefin Gabriele Giesecke. Erfolglos, wie im aktuellen Fall von Barbara Rienas, die gar nicht daran denkt, ihr Mandat in der Bezirksvertretung (BV) zurückzugeben: „Ich bin schon so lange in Borbeck politisch engagiert. Die Menschen kennen mich und haben in erster Linie mich als Person gewählt, weil sie mich und meine Arbeit schätzen. Und erst dann die Partei. Würde ich das Mandat zurückgeben, würde ich diese Wählerinnen und Wähler verraten.“ Mit Rienas kommt auch der frühere Ratsherr Dieter Stodiek zu ,Schöner Links‘, der seit der Kommunalwahl als fraktionsloses Mitglied der BV in Altenessen angehört. Seinerzeit war auch er aus der Partei ausgetreten, ohne großes Tamtam. „Zurückgefordert hat mein Mandat aber bisher niemand“, betont Stodiek. Offenbar war der lokalen Linkspartei das Altenessener Pflaster nicht allzu wichtig. Barbara Rienas

Foto: Olaf Eybe / Schöner Links

Zusammen mit Jörg Bütefür, dem ehemaligen Fraktionsgeschäftsführer der Linksfraktion im Stadtrat, und einer Gruppe weiterer Ex-Parteimitglieder hat sich mit ,Schöner Links‘ eine durchaus ernstzunehmende linke Alternative in Essen gefunden. Eine, die das Fehlen an eigenen Strukturen eher als großen Vorteil sieht, die alle Interessierten mitmachen und mitdiskutieren lässt und der es nicht um Personenkult innerhalb einer Partei gehe. Sondern um Inhalte und Veränderungen im Sinne der Menschen in der Stadt, denen es nicht so gut geht wie anderen. Neben der ,harten‘ Politik geht die Ratsgruppe mit Schuldnerund Hartz-IV-Beratung auf die Menschen zu und betreibt eine ,Foodsharing‘-Station unter dem Motto ,Teile Lebensmittel, anstatt sie wegzuwerfen!‘ in der eigenen Geschäftsstelle. Diese wird übrigens von Jörg Bütefür geleitet, der trotz seiner selbst verordneten Politikpause wohl immer noch zu den am besten vernetzten Lokalpolitikern der Stadt zählt. Wie es weiter geht mit dem – sagen wir – Pilotprojekt „Schöner Links“? Abwarten. Ob man bei der nächsten Wahl für den Rat und die Bezirke kandidieren will, hat die Gruppe noch nicht entschieden. Solche Überlegungen bräuchten Zeit, keine Schnellschüsse. Sollte sich „Schöner Links“ jedoch dazu durchringen zu kandidieren, könnte sich dies durchaus zu einem großen Problem für Gabriele Giesecke und Wolfgang Freye entwickeln, den beiden zentralen Köpfe innerhalb der Essener Linkspartei. Wenngleich ohne Amt im Kreisvorstand. Denn zu ihnen, soviel dürfte mittlerweile klar sein, suchen nach Herff, Jujol, Rienas, Stodiek, Bütefür und – nicht zu vergessen: Ex-Fraktionschef und Bürgermeister Hans-Peter Leymann-Kurtz – offenkundig immer mehr Linke eine echte politische Alternative. Jedenfalls eine schöne. Jörg Bütefür

Eine Kolumne von Pascal Hesse

Klarmachen zum Ändern – oder war’s das mit der Piratenpartei? Im Rat der Stadt Essen, im Landtag NRW, drei weiteren Landtagen sowie im Europäischen Parlament ist die Piratenpartei (noch) vertreten. Doch die jüngsten Wahlen machen klar: Der anfängliche Hype ist vorbei. Oder, um es mit den Worten des Landeschefs auszudrücken: „Wir haben die Talsohle erreicht.“

D

en Landtag NRWkonnten sie 2012 noch aus dem Stand mit 7,8 Prozent der Wählerstimmen entern; im Essener Stadtrat sitzen sie seit der Kommunalwahl mit zwei Vertretern. Doch schaut man auf die jüngsten Wahlen in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg, findet sich die Piratenpartei nur noch in der Riege der ,sonstigen‘ Parteien wieder. Für mehr als 0,4 Prozent in Baden-Württemberg reichte es nicht; in Rheinland-Pfalz waren es 0,8 Prozent und in Sachsen-Anhalt bekam man noch nicht einmal die notwendige Zahl der Unterstützerunterschriften zusammen. War’s das also

mit den Piraten in der Politik? „Mitnichten!“, sagt Patrick Schiffer, Chef der Piratenpartei NRW. Der INFORMER sprach mit dem Landesvorsitzenden über die Zukunft der politischen Freibeuter, bei denen viele die Kompetenzen ausschließlich im Bereich der Netzpolitik und bei der Digitalisierung sehen. Ob die Piraten Gefahr laufen, Schiffbruch zu erleiden? „Nee, wir werden weitermachen“, ist sich Patrick Schiffer sicher, „denn dafür sind wir hier in NRW gerade viel zu gut in Fahrt.“ 617.732 Erst- und 608.957 Zweitstimmen holte seine Partei noch bei den zurückliegenden NRW-Landtagswahlen und damit 20 Mandate. Nachdem sie zwei Abgeordnete verloren haben, besteht die Landtagsfraktion heute aus 18 Personen. Eine Zahl, von der Schiffer dennoch träumt, wenn er an die Wahl im kommenden Jahr denkt. Der Hype auf die Piraten scheint vorbei. Die anderen Parteien haben viele Piraten-Themen aufgegriffen. „Aber sehr schlecht“, so Schiffer. Die Talsohle sei erreicht. Dennoch: „Kommunal haben wir im Vergleich erstaunlicherweise noch sehr gute Ergebnisse erzielt, bis hin zu 4,5 Prozent. Das liegt mitunter auch daran, dass uns die kommunale Politik mehr liegt, weil wir vor Ort mehr Zeit und den direkten Kontakt zum Wähler haben, unsere Themen und Ideen vorzutragen.“ Das Leben im Landtag und auf Bundesebene sei sehr viel schneller und richte sich oftmals nach der herrschenden Debattenlage: „Siehe Böhmermann und Erdogan.“ Schiffer ist sich sicher, dass die Piraten in den Städten und Gemeinden, in denen sie jetzt schon stark sind, noch einmal zulegen kann: „Da kommen wir dann locker über fünf Prozent.“

DARF’S NOCH EINE STEUER-CD AUS DER SCHWEIZ SEIN? Langen Atem haben, ihre Themen noch stärker einbringen und umsetzen, „auch wenn wir relativ komplexe und erklärungsbedürftige gesellschaftliche Veränderungen fordern“, ist das Ziel seiner Partei. Gerade bei Themen rund um Netzfragen, Digitalisierung und Transparenz hätten viele Landespolitiker anderer Parteien bis heute die Materie nicht begriffen. Was Veröffentlichungen wie zu den ,Panama Papers‘ deutlich machten, sei das Fehlen an Transparenz, insbesondere in der Finanz- und Steuergesetzgebung. Schiffer: „Wir hatten in NRW ja ebenso den Fall von Steuer-CDs und die interne Diskussion: Sollen wir derartige CDs ankaufen oder klagen? Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass wir in diesem Bereich auf Landesebene einfach mehr tun müssen, damit solche Fragen überflüssig werden.“ Ein Thema, das seine Partei aktuell sehr beackere, sei das sogenannte Bargeldverbot. Es geht um die Höchstgrenzen für den Bargeldverkehr, die das von der SPD geführte NRW-Finanzministerium einführen möchte. Die Piraten lehnen diesen Vorstoß vehement ab. „Uns ist Anonymität sehr wichtig. Ich möchte nicht, dass jemand weiß, wie ich mein Geld als Privatmensch ausgebe. Ich möchte nicht – im übertriebenen Sinne – immer jeman-

Zur Person: Patrick Schiffer

Patrick Schiffer ist Jahrgang 1973, gebürtiger Belgier und als als freiberuflicher Medien- und Screendesigner sowie Projektmanager tätig, unter anderem für lokale Agenturen aus Essen. Seit vier Jahren ist er Mitglied der Piratenpartei, seit 2015 Jahr Vizevorsitzender der ,Pirate Parties International‘ und zudem seit drei Jahren Landesvorsitzender der Piraten in Nordrhein-Westfalen. Außerdem ist Schiffer Sachkundiger Bürger im Schulausschuss in seiner Wahlheimat Düsseldorf und als Redakteur für die internationale Parteizeitung ,Pirate Times‘ tätig.

den auf Schritt und Tritt hinter mir haben, der weiß, was ich wann, wo und womit bezahle. Das geht mir zu sehr in meine Intimsphäre“, macht Schiffer deutlich. Das Problem der organisierten Kriminalität löse ein Bargeldverbot nicht. Und es diene auch nicht zur Terrorismusbekämpfung, wohl aber zur Überwachung der Bevölkerung.

FÜR MEHR SICHERHEIT: POLIZEI BESSER AUSSTATTEN Um (Cyber-)Kriminalität zu bekämpfen brauche es eine gut funktionierende Polizei mit ausreichender Ausstattung und vor allem Personal. Und damit auch gute Gehälter als Anreiz für junge Anwärter. In Essen sieht Patrick Schiffer die Piraten gut aufgestellt: „Hier wird vor allem fundierte Arbeit geleistet, wenn es um Wirtschaftsthemen geht.“ Köln, Münster, Moers sieht der Landeschef der Piraten hingegen als Vorreiter in Sachen Transparenz. „Dort gibt es auf politischer Eben eine Sympathie für Themen wie Open Data, Open Governement und bundesweit gibt es Angebote wie „Frag den Staat“. Gerade in Moers, wo Open-Data-Aktivisten der rote Teppich ausgerollt wird.“ Im finanziell eher Foto: Pascal Hesse

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Patrick Schiffer ist Landesvorsitzender der Piratenpartei in NRW

klammen Ruhrgebiet sei es deutlich schwieriger, Transparenz mit modernen Methoden des Internets umzusetzen. Schiffer: „Denn Transparenz zu schaffen, ist mit Geld verbunden: Die Verwaltung muss mehr Mittel einsetzen, um Prozesse transparent zu gestalten. Daten müssen für die Bürgerinnen und Bürger aufbereitet werden, wenn man es ernst meint. Es reicht nicht, einfach eine Tabelle ins Netz zu stellen und Interessierte damit alleine zu lassen. Aber bei solchen Themen ist oft eine Grenze bei den alten Parteien erreicht, bei der sie sagen: Das ist uns nicht so wichtig. Dafür geben wir kein Geld aus.“ Letztendlich, so ist sich Schiffer sicher, spare Transparenz aber auf lange Sicht Geld. Er ist zuversichtlich, dass die Piraten bei den NRW-Wahlen erneut ins Parlament einziehen werden. „Die aktuelle Politik ist reine Symptombekämpfung. Klar, unsere Forderungen und Ideen lassen sich schwieriger verkaufen als die dumpfen Parolen der AfD. Aber sie machen Sinn. Und Politik ist eben ein wirklich schwieriges Geschäft. Dadurch, dass wir im Landtag und in den Kommunen vertreten sind, den anderen Parteien im Nacken sitzen und auf Missstände aufmerksam machen, ändern wir schon etwas.“

EIN RÜCKZIEHER „AUS WAHLTAKTISCHEN GRÜNDEN“ Eigentlich wollte der INFORMER auch mit Kai Hemsteeg, Fraktionschef der Partei-Piraten im Essener Rat, ins Gespräch kommen. Doch nachdem dieser kurz vor dem gemeinsamen Termin mit seinem Landeschef absagt, macht er dann endgültig einen Interview-Rückzieher: „Aus wahltaktischen Gründen“. Er wolle sich derzeit doch nicht zur Zukunft der Piraten äußern, jedenfalls nicht, bis die NRW-Landesliste aufgestellt ist. Hemsteeg: „Bei einem Interview zur Lage / Zukunft der Piraten befürchte ich einseitig auf Personen eingehen zu müssen und so Einfluss auf die Aufstellung zu nehmen. Daher möchte ich, derzeit von einer Stellungnahme absehen. Über Personen möchte ich nicht reden, bevor alles geklärt ist.“ Hemsteeg bittet – nicht ganz in alter Freibeutermanier – um Verständnis. Die Redaktion bedauert diese Entscheidung natürlich sehr. Ein Beitrag von Pascal Hesse


POLITIK

POLITISIERT.

ESSEN. DÜSSELDORF. BERLIN. BRÜSSEL.

„Textilbündnis bleibt Augenwischerei“ BERLIN. Das Festhalten der Bundesregierung an freiwilligen Selbstverpflichtungen für Unternehmen bei ökologischen, sozialen und menschenrechtlichen Mindeststandards als Basis für ein Textilbündnis sei zu wenig, kritisiert Niema Movassat, DIE LINKE-Abgeordneter im Deutschen Bundestag. „Drei Jahre nach dem Fabrikeinsturz von Rana Plaza hat sich die Situation der Arbeiter nicht verbessert. 1.127 Todesopfer reichen offenbar nicht,

RALF WITZEL

um die Akteure zum Umdenken zu bewegen: Modeunternehmen lassen Kleidung weiter unter menschenunwürdigen Bedingungen und ohne Arbeitsschutz produzieren, und die Bundesregierung schaut nach wie vor tatenlos zu.“ Das Entwicklungsministerium setze auf ,Masse statt Klasse‘ wenn es damit wirbt, bis 2017 bis zu 75 Prozent der deutschen Textilunternehmen zum Beitritt in ein Bündnis bewegen zu wollen, das keinerlei konkreten Inhalt habe. „EU-Kommission blockiert Reform“ BRÜSSEL. Die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA würden rechtsstaatliche Prinzipien und demokratische Mitbestimmung bedrohen, beklagt der Verein ,Mehr Demokratie‘. Mit einem Bündnis von über 500 Organisationen aus allen 28 EU-Mitgliedstaaten hat er gegen TTIP und CETA fast 3,2 Millionen Unterschriften in einer selbstorganisierten Europäischen Bürgerinitiative (EBI) gesammelt und eine Großdemonstration in Berlin organsiert, an der sich rund 250.000 Menschen beteiligt haben. Ihre Forderung ist ein Volksentscheid über CETA und TTIP, der jedoch in immer weitere Ferne rückt. „Wir haben das Recht, der EU neue Gesetzesvorschläge zu unterbreiten. Doch die Europäische Bürgerinitiative ist bislang viel zu wirkungslos. Bislang konnten wir das Europäische Parlament überzeugen, aber die Kommission lehnt es weiterhin ab, das EBI-Gesetz zu ändern. Das nehmen wir nicht hin. Wir fordern die EU Kommission dazu auf, die Änderung der EBI-Verordnung sofort einzuleiten“, heißt es vom von Ralf-Uwe Beck und Dr. Michael Efler geführten Bundesverband.

Film-Beitrag dazu: Foto: Lucia Holtkamp

Flughafenausstieg erst 2034? ESSEN. Das von den Städten Essen und Mülheim an der Ruhr in Auftrag gegebene und jetzt von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Märkische Revision erstellte Gutachten versetzt Stadt und Politik erstmalig in die Lage, über das weitere Vorgehen zum Flughafen Essen-Mülheim zu entscheiden. In der kommenden Sitzung wird der Rat um einen Beschluss gebeten, gemeinsam mit Mülheim einen Masterplan für die städtebauliche Entwicklung des Areals zu erarbeiten. „Ich bleibe dabei, alle Möglichkeiten eines geordneten und schnellstmöglichen Ausstiegs zu nutzen, um die Entwicklung des Flughafenareals voranzutreiben. Das werden wir gemeinsam mit der Politik und den Bürgerinnen und Bürgern diskutieren“, betont Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU). Laut Medienberichten schlagen die Wirtschaftsprüfer vor, dass die Städte das Flughafenareal erst ab 2034 neu entwickeln und vermarkten sollen, weil ein umgehender Ausstieg aus dem Flugbetrieb angeblich weder rechtlich umsetzbar noch wirtschaftlich sei.

Drei Fragen an

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Ralf Witzel sitzt für die Essener FDP im Landtag NRW

IM INTERVIEW: RALF WITZEL

„Bargeld bedeutet Freiheit“ DÜSSELDORF. Ralf Witzel ist Vize-Vorsitzender sowie

Sprecher für Haushalt, Finanzen und Personal der Freien Demokraten (FDP) im Landtag NRW. Der INFORMER sprach mit Witzel über die geforderte Höchstgrenzen für Bargeldzahlungen von NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). INFORMER: Wenn es nach den Ministern geht, verzichten wir bald auf Bargeld. Was halten Sie davon? Obgleich eine Bagatellgrenze bis 5.000 Euro im Gespräch ist, wäre eine Obergrenze für Bargeldzahlungen fatal. Denn Bargeld bedeutet Freiheit.Wenn es nach Walter-Borjans geht, können Sie perspektivisch vielleicht noch eine Zeitung am Kiosk oder den Supermarkteinkauf gerade eben noch bar bezahlen. Alles darüber hinaus ist dann nicht mehr möglich. Kaufen Sie Schmuck, Kunstwerke oder lediglich einen Gebrauchtwagen, muss dies bald zwangsläufig über ihr Konto laufen. Das bereitet mir allergrößte Sorge. Wir müssen diese starken Restriktionen und damit ebenso eine staatliche Totalkontrolle vermeiden. Es war eine Überraschung für mich, dass der Bundesfinanzminister nun denselben fatalen Weg einschlagen will.

INFORMER: Staatliche Totalkontrolle? Wo sehen Sie denn genau Nachteile bei einer Höchstgrenze? Wir haben dann eine Totalüberwachung des Konsumverhaltens jenseits der Bagatellgrenze. Alles, was sie kaufen, wird protokolliert, alle Bankdaten über Jahre aufgehoben. Damit wird ein komplettes Personenprofil gezeichnet, aus dem hervorgeht, wann Sie sich an welchem Ort aufgehalten, was und in welcher Größenordnung sie gezahlt haben. Jeder, der diese Daten hacken oder auslesen kann, kann Sie ausspionieren. So entstehen Bewegungsprofile von Personen, auf die völlig Fremde unberechtigterweise zugreifen können. Es hat keinen Fremden etwas anzugehen, wer mit wem wie lange wo Urlaub verbringt. Alles das wird dann aber fakturiert und entsprechend erfasst. Jeder, der das nicht will, kann sich heute noch für die Barzahlung entscheiden. Und das geht künftig womöglich nicht mehr. INFORMER: Ziel ist es doch, die Terrorismusfinanzierung auszutrocknen. Ist das nicht der richtige Weg? Mich stört die Unaufrichtigkeit, ganz abgesehen von den massiven datenschutzrechtlichen Bedenken, die ich habe. Es wird den Leuten vorgelogen, dass es hier um Terrorismusbekämpfung gehe. Das ist völliger Blödsinn! Terroristen haben heute andere Möglichkeiten, Geld von A nach B zu schaffen. Ob es Terroristen, die kein Problem damit haben Menschenleben auszulöschen, interessieren würde, ihre dubiosen Geschäftspartnern nicht mehr mit Bargeld zu bezahlen, weil sie sich jetzt ans Bargeldverbot halten müssen. Das ist genauso als ob man glauben würde, dass sich ein Junkie an ein Rauchverbot im öffentlichen Bereich hält. Völlig aberwitzig. Das genaue Gegenteil ist der Fall: Dadurch, dass alles schön dokumentiert ist, weiß der Einbrecher, der einen bestimmten Gegenstand oder ein bestimmtes Kunstwerk sucht, wo er es suchen muss und vor allem, wann. Weil wenn er das Konto der Galerie hackt, findet er schnell den Weg zu Ihnen nach Hause. Dass das Konto gehackt wurde, bekommt der Galerist vielleicht noch nicht einmal mit. Dieses Barzahlungsverbot ist daher auch ausdrücklich eine Gefahr für wachsende Kriminalität. Ein Beitrag von Pascal Hesse

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300 Millionen Euro fürs Uniklinikum

Jubiläum: Sparkasse verteilt 175.000 Euro Spenden fürs Gemeinwohl

Das Medizinische Modernisierungsprogramm (MedMoP) des Landes schlägt sich auch auf Essen nieder: Von insgesamt 2,2 Milliarden Euro für die sechs Universitätskliniken in NRW fließen bis 2020 rund 300 Millionen in den Uniklinik-Standort Essen. Drei Neubau- und drei Sanierungsprojekte sollen so umgesetzt werden.

Die Kinderklinik soll 2021 eröffnet werden.

JEDER VEREIN DARF SICH NUR EINMAL BEWERBEN Bewerbungen sind bis zum 10. Mai mit relativ wenig Formalismus und ausschließlich online unter www.sparkasse-essen. de/spendenaktion möglich. Die Essenerinnen und Essener selbst können bestimmen, wer die Spenden erhalten soll. Vom 17. Mai bis zum 30. Juni läuft eine Abstimmungsphase im Internet, in der die Vereine und gemeinnützigen Institutionen um die Gunst der Wählerinnen und Wähler werben. Werden mehr als 175 Anträge gestellt, entscheiden sie, wer den Zuschlag erhält. Im Anschluss an die Abstimmungsphase werden alle Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigt. Für die Bewerbung werden lediglich eine Projektbeschreibung, ein aktueller Freistellungsbescheid, ein Foto zum Projekt und die Daten des jeweiligen Ansprechpartners benötigt. Weitere Voraussetzungen und hilfreiche Tipps für die Bewerbung finden sich in den Teilnahmebedingungen auf der Internetseite des Wettbewerbs. Aber Achtung: Jeder Verein darf sich nur einmal bewerben, selbst wenn verschiedene Abteilungen (etwa bei Sportverbänden) Interesse an einer Förderung haben. Ein Beitrag von Pascal Hesse

„Mithilfe des MedMoP können wir wichtige Bereiche der Krankenversorgung und Forschung entscheidend verbessern“, sagt Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärtzlicher Direktor der Uniklinik Essen. Er will ihre Schwerpunkte weiterentwickeln: die Transplantation sowie die Herz- und Gefäßmedizin und die Onkologie – speziell die für Kinder.

Krebsbehandlung wie - Forschung besonders bedeutend Seit Mitte April reißen Bagger bereits das alte medizinische Klinikgebäude ab, um Platz zu machen für eine der modernsten Kinderkliniken Europas. Mit 132 Betten, Ruhezonen, OP-Sälen, Spielecken, moderner Medientechnik, Forschungsräumen – für die Humangenetik zum Beispiel –, und direkter Verbindung zur Frauenklinik wie zum Pränatalzentrum. Baukosten: 78,4 Mio. plus 15,5 Mio. für die Ersteinrichtung. Für insgesamt knapp 69 Mio. soll auf der alten

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Das bald 50 Jahre alte Gebäude der HNO-Augenklinik wird für rund 64 Mio. bis 2021 kernsaniert – auch energetisch – und erweitert. Die Pathologie und Rechtsmedizin werden ebenfalls für 51 Mio. saniert und bis 2021 um ein Laborgebäude ergänzt. Zu einer leistungsfähigen Infrastruktur, gehört für die Uniklinik auch die EDV: Zehn Millionen fließen in ein neues Rechenzentrum. Schließlich will sie mit diesen Maßnahmen die Grundlage für zukünftige medizinisch-technische Entwicklungen schaffen.

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Alte Gebäude werden saniert und ein neues errichtet für die Pathologie und Rechtsmedizin.

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Parkhausfläche ein neues Gebäude für die Nuklearmedizin und Radiopharmazie samt Forschungsetage entstehen. Ab Ende 2019 soll hier zum Beispiel die Protonenstrahlentherapie, die gerade bei der Behandlung von krebskranken Kindern sehr wichtig sei, angewandt und weiterentwickelt werden. Um die Führung bei der Stammzellherstellung in Prof. Dr. Jochen A. Werner Deutschland und Europa weiterhin sicherzustellen, soll der ehemallige Stationsbereich der Strahlenklink zu ‚Good Manufacturing-Practice-Laboren‘ bis Ende 2016 umgebaut werden. Das heißt, dass hier an der Schnittstelle von Krebsbehandlung und Transplantation die Qualitätssicherung eine zentrale Rolle spielt. Mit knapp vier Millionen Euro ist dies der kleinste Posten.

Foto: Christoph Bubbe

„Manche Gebäude sind historisch schön anzusehen, aber sie genügen nicht mehr den Standards der Hochschulmedizin“, so NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. Von den Medizinischen Fakultäten und Unikliniken werde erwartet, Kranke auf höchstem Niveau zu versorgen, die Spitzenforschung voranzutreiben und den ärztlichen Nachwuchs exzellent auszubilden.Die Investition soll dies weiterhin ermöglichen. Foto: Universitätsklinikum Essen

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Es war der 20. Januar 1841, als auf den Namen der zehnjährigen Angelica Waldthausen das erste Sparbuch „für die Zeit der Noth“ bei der Sparkasse Essen eingerichtet wurde. Das war vor 175 Jahren. Was mit wenigen Talern, Pfennigen und vom Mund abgesparten Kleinstbeträgen begann, hat sich zu einem für die Stadtgesellschaft nicht zu missenden Bankhaus entwickelt. Eines, dass sich von Anfang an sozial und gesellschaftlich engagiert. Und dies auch zu seinem großen Jubiläum tut – mit 175 Spenden à 1.000 Euro an gemeinnützige oder kirchliche Vereine, Verbände, Organisationen und Gesellschaften. „Wir sind dankbar und glücklich, dass wir seit 175 Jahren der Finanzpartner für so viele Essener sind. Und: Erfolgreiche Partnerschaften darf man nach so langer Zeit auch mal zusammen feiern! Wir möchten möglichst vielen Menschen eine Freude bereiten und dabei helfen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Essen weiter zu fördern“, betont Volker Behr, Vorsitzender des Vorstandes der SparVolker Behr, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Essen kasse Essen.

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IMMOBILIEN NEWS MAI 2016 Erste Mieter für ‚Kastanienhöfe‘ Im März hat die Allbau AG mit der Vermarktung ihrer 47 Mietwohnungen (ca. 53-160 qm Wohnfläche) im neu geschaffenen Viertel ‚Kastanienhöfe‘ begonnen. Die Grundmieten liegen zwischen 8,20 und 9,50 Euro. Die ersten Mieter können voraussichtlich im September 2016 ihre Wohnungen beziehen. „Wir sind mit dem Vermarktungsstart sehr zufrieden. Es sind schon 30 Prozent der Wohnungen in jeglicher Größenordnung vermietet,“ berichtet Allbau-Vorstand Dirk Miklikowski.

Glasfaserausbau in Essener Gewerbegebieten

In sechs Essener Gewerbegebieten steht der Ausbau der Glasfaserinfrastruktur kurz vor dem Abschluss. In den kommenden Monaten soll der Glasfaserausbau in zahlreichen weiteren Gewerbegebieten im Essener Stadtgebiet vorangetrieben werden, um Internet-Geschwindigkeiten von bis zu 100 Gbit/s zu ermöglichen – das ist bis zu 1.000-facher VDSL-Speed. Versatel und die EWG

- Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft wollen dies ermöglichen. Den Unternehmen entstehen dabei keine Baukosten: In einem Angebotszeitraum übernimmt Versatel die Kosten für die Tiefbauarbeiten, den Hausanschluss sowie die Installation und das Freischalten des technischen Equipments. Voraussetzung für die Erschließung ist, dass sich ausreichend Unternehmen in einem Gewerbegebiet für die Anbindung an das Glasfasernetz entscheiden. Nähere Informationen finden interessierte Unternehmen unter: www.versatel.de/essen.

Renovieren erlaubt?

Viele Mieter sind durchaus bereit, Renovierungen und Schönheitsarbeiten in ihrer Wohnung selbst zu übernehmen. Dürfen sie das? „Ganz so einfach ist es nicht. Es hängt davon ab, wie aufwändig die Arbeiten sind“, erläutert Nina Henckel, Pressesprecherin von Vonovia. Die Farbgestaltung von Wänden und Türen ist während der Mietzeit die Sache des Mieters.

Beim Auszug kann der Vermieter bei der Wohnungsübergabe aber verlangen, dass schrille Wände neutral gestrichen werden. Türen dürfen ebenfalls ohne Zutun des Vermieters ausgehangen werden – nur sollten sie für den nächsten Einsatz sachgerecht gelagert werden. Wer zusätzliche Steckdosen anbringen will, kann das ohne Genehmigung tun. Die Kosten dafür trägt aber der Mieter. Das Bohren von Löchern gilt als üblich und ist erlaubt. Nur muss der Mieter dafür Sorge tragen, dass die Spuren in den Wänden bei einem Auszug fachgerecht ausgebessert werden.

‚Sicherheit und Einbruchschutz‘ sorgt für großes Interesse

Insgesamt stiegen in Essen die Einbrüche um 24 Prozent. Die Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord veranstaltete deshalb für ihre Mieter einen Info-Abend zum Thema Einbruchschutz (INFORMER berichtete im April). Aufgrund der hohen Nachfrage musste der Abend in

der Aula der Gesamtschule Bockmühle stattfinden. „Wir freuen uns sehr, dass so viele Interessenten an diesem Abend gekommen sind“, meint der Vorstandsvorsitzende Juan-Carlos Pulido. „Leider sehen wir uns seit 2015 mit steigenden Einbruchszahlen konfrontiert und diese Zahlen nehmen seither nicht ab. Ich möchte vorausschicken, dass dieser Anstieg nichts mit der gewachsenen Zahl an Flüchtlingen zu tun hat. Daher sind wir mit dem Polizeipräsidium Essen in Kontakt getreten und haben uns zu diesem Vortrag entschieden, um den Bürgerinnen und Bürgern eine Plattform zu bieten, sich durch qualifizierte Personen mit dem Thema auseinander setzen zu können.“ Mit technischen Innovationen rund um Türen und Fenster, aber auch mit mehr Achtsamkeit und einfachen Kniffen könnten rund 75 Prozent der Einbrüche verhindert werden. Auch Uwe Müller, Leiter der technischen Prävention für Einbruchschutz NRW, bestätigte dies.

Büroneubau ‚Silberkuhlsturm‘ im GRUGACARREE

Herr Kölbl, wie bewerten Sie das GRUGACARREE als Unternehmensstandort? Stephan Kölbl: „Mit dem aktuellen Neubauprojekt wird die erfolgreiche Entwicklung des Areals, auf dem früher das Grugastadion und die Festwiese angesiedelt waren, abgeschlossen. Das GRUGACARRE ist eine der besten Bürolagen in Essen. Neben einer exzellenten Verkehrsanbindung bietet das Viertel in nur wenigen Gehminuten die Urbanität der Rüttenscheider Straße mit seinen zahlreichen Restaurants und Geschäften.“

Wann sind die Arbeiten am ‚Silberkuhlsturm‘ Woher stammt eigentlich der etwas ungeabgeschlossen, Herr Dr. Kruse? wöhnlich klingende Name für den Neubau? Dr. Marcus Kruse: „Im Januar dieses Jahres sind Stephan Kölbl: Die Bezeichnung ‚Silberdie Bauarbeiten für den knapp 12.000 qm Brut- kuhlsturm‘ geht zurück auf das historische Fundatogrundfläche umfassenment des Grundstücks. Im den sechsgeschossigen Sommer 2001 wurden bei Büroneubau gestartet. Erdarbeiten auf dem BauMit der Grundsteinlegung grundstück Fundamente haben wir ein wichtiges des mittelalterlichen ‚SilEtappenziel erreicht. Wir berkuhlsturms‘ freigelegt. liegen genau im Zeitplan. Die Entstehung des Turmes Die Gesamtfertigstellung Dr. Marcus Kruse (li) und Stephan Kölbl wurde auf das 15. Jahrhunsoll Ende Oktober 2017 dert datiert. In der näheren erfolgen. Im Übrigen entsteht mit der Ansiedlung Umgebung des Turmes, der sogenannten Silberkvon ista und dem Chemiekonzern Brenntag auf uhle, soll silberhaltiges Erz gefördert worden dem Nebengrundstück sowie der Verlagerung sein, das dann in dem Turm gelagert wurde. Seit der Konzernzentrale von E.ON nach Essen an 2010 liegt das Bodendenkmal geschützt unter der dem Standort in den nächsten Jahren die wohl Erde und kann daher nicht besichtigt werden. Der dichteste Ansammlung von Konzernzentralen in ‚Silberkuhlsturm‘ gilt heute als Zeugnis einer der Keimzellen des frühen Essener Bergbaus. Deutschland.“ Foto: Gerd Lorenzen

Drei Fragen an die Immobilienunternehmer Stephan Kölbl und Dr. Markus Kruse zum Büroneubau ‚Silberkuhlsturm‘. Am 20. April wurde die Grundsteinlegung gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) und dem Energiedienstleister ‚ista‘, als neuen Eigentümer, gefeiert.

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nzufriedenheit beim Blick auf die Waage kennen viele Deutsche. Laut repräsentativer Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK ist jeder Dritte unter 39 Jahre und sogar fast jeder Zweite der 40- bis 59-Jährigen mit seinem Körpergewicht unzufrieden. Gleiches gilt für die körperliche Fitness: Besonders die Altersgruppe der 50-bis 59-Jährigen (47 %) hält ihre sportliche Leistungsfähigkeit für unzureichend. „Neben Beruf und Familie kommt die körperliche

Doch schon auf die ganz klassische Weise können Sport-Einsteiger etwas für ihre Gesundheit tun und wieder mehr Wohlbefinden erlangen. Ob Laufen oder Walken – beides kann ohne Terminverpflichtung zu jeder Zeit und an jedem Ort ausgeübt werden. „Es muss auch längst kein Marathon sein, um das Herz-Kreislauf-System anzukurbeln und die Ausdauer zu verbessern. Auch Walken oder langsames Laufen steigern die körperliche Fitness. Wichtig ist die Regelmäßigkeit“, rät Tatura. Deshalb veranstaltet die KKH seit vielen Jahren die deutschlandweit beliebten KKH-Läufe, bei denen es nicht um Bestzeiten geht, sondern vielmehr um eine gesunde Lebensweise durch Bewegung. Auch 2016 ist Essen wieder unter den Laufstädten. Am 22. Mai geht es vom Vereinsheim des TVK Kupferdreh entlang des Baldeneysees zum Haus Scheppen und zurück. Dann haben die Läufer und Walker 6,6 Kilometer hinter sich gebracht. Wer es zum Einstieg etwas weniger ambitioniert angehen will, der tritt zum Walking/Nordic Walking oder Joggen auf die Distanz von 2,5 km an. Es sind aber nicht nur junge und alte Erwachsene, die zunehmend unter mangelnder Bewegung leiden. Es ist kein Geheimnis: Auch die Jugend hat in puncto Fitness ein Defizit. Daher sind auch die Kids angesprochen, sich am KKH-Lauf zu beteiligen. Die Bambinis gehen auf eine Strecke von 330 Metern, von Schülern wird schon etwas mehr abverlangt. Für sie gilt es, die 1.000 Meter zu meistern. Wer dabei sein und sich seiner persönlichen Laufherausforderung stellen will, kann sich noch bis zum 17.05. anmelden. Weitere Informationen und das Online-Anmeldeformular unter: www.kkh.de/kkh-lauf


GESUNDHEIT

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Den Schulabschluss in der Tasche – und dann? Bei der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) sind aktuell noch Stellen für ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst in Essen und Mülheim frei. Fotos: Vanessa Mels

den Menschen schätzt sie dabei sehr: „Ihre unglaublich große Dankbarkeit zu erfahren ist toll, denn das erwartet man nicht.

AUSBILDUNG IN EIGENER RETTUNGSDIENSTSCHULE

Unterwegs fürs Leben: Fabian Kreisel fährt Organtransporte.

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hre Schulzeit haben sie hinter sich gebracht, ihren Abschluss längst in der Tasche: „Doch wie soll es nun weitergehen?“, fragten sich Jaqueline Hoti und Fabian Kreisel vergangenen Sommer. Die eine möchte Betriebswirtschaftslehre und Französisch studieren, „aber noch nicht sofort nach dem Abitur; das ist ja sowieso schon verkürzt“. Der andere will zur Polizei. Bei der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) überbrücken die beiden 19-Jährigen aus Holsterhausen die Zeit bis zum neuen Lebensabschnitt – nicht aus Not heraus, sondern weil sie neue Erfahrungen sammeln wollen – mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ). Seit September vergangenen Jahres sind die zwei rund 40 Stunden in der Woche für die Johanniter unterwegs: im PKW-Einsatzdienst. Was sie dort machen, lernen und wie ein FSJ bei den Johannitern überhaupt abläuft? Der Reihe nach. Bundesweit haben bereits über 100.000 Jugendliche die Chance eines FSJ genutzt. Bei den Johannitern gibt es dabei eine große Auswahl an Einsatzbereichen. „Je nach Interesse können sich die Freiwilligen bei uns verschiedene Aufgabengebiete aussuchen. Der Einsatz ist im Jugendbereich, der Erste-Hilfe-Ausbildung, dem Krankentransport bis hin zu Hilfeleistungen im Haus-NotrufDienst oder dem Transport von

Blutkonserven und Transplantaten möglich“, erklärt Peter Tuppeck, ehrenamtlicher Vorstand der Johanniter in Essen.

lernen Jaqueline Hoti und Fabian Kreisel alles kennen. „Mich haben die Johanniter angesprochen, weil sie so erstaunlich präsent

Beim Hausnotruf ist sie die erste vor Ort: Jaqueline Hoti.

DIE JOHANNITER PRÄGEN DAS STADTBILD Die beiden FSJ’ler erinnern sich noch gut an ihre ersten Tage bei der JUH: Nach einer kleinen Vorstellungsrunde, in der sie alle neuen Kolleginnen und Kollegen, mit denen sie später zusammenarbeiten werden, erst einmal kennenlernen, folgt ein kleiner Einblick in die Zentrale an der Henricistraße. Angefangen beim Fuhrpark, über die JUH-Leitstelle bis hin zur Rettungswache und den Schulungsräumen des hauseigenen Bildungsinstituts

im Stadtgebiet sind – zunächst auf den zweiten Blick. Seitdem ich mein FSJ mache, sehe ich ständig Einsatzfahrzeuge und Kolleginnen und Kollegen in der Stadt. Die Johanniter prägen das Stadtbild und tragen zum öffentlichen Leben bei, sei es durch den Krankentransport oder etwa im Stadion Essen, wo sie ebenfalls zum Einsatz kommen“, sagt Jaqueline Hoti, die zusammen mit ihren Mit-FSJ’lern zunächst eine Ausbildung zum ,Rettungshelfer NRW‘ machte. Zwei Wochen lang dauert der medizinische Grundlagenunterricht plus Praxisprüfung. Dann folgen eine Woche auf dem Krankentransportwagen und

eine Woche auf dem Rettungswagen im Rahmen eines Rettungswachenpraktikums. „Doch bevor wir ins Praktikum dürfen, steht erst einmal eine Ortskenntnisschulung für alle FSJ’ler an. Dabei lernen wir sämtliche Hauptstraßen Essens, Autobahnkreuze in NRW und Ausfahrten in Essen und den Nachbarstädten kennen. Zwischendurch wird immer wieder geprüft“, betont Fabian Kreisel, der mit seiner Ortskenntnisschulung nach rund einer Woche fertig ist. Und damit erstmals mit auf den Wagen darf. Auf eines wird bei der JUH in jedem Bereich viel Wert gelegt: die Qualität der Ausbildung und Arbeit. Denn es handelt sich schließlich um verantwortungsvolle Aufgaben, die die FSJ’er und gleichermaßen die Bundesfreiwilligendienstleistende übernehmen. Alle Dienste der JUH sind zertifiziert.

„UNGLAUBLICH GROSSE DANKBARKEIT“ Seit ihrer Ausbildung sind beide FSJ’ler schon viel rumgekommen, innerhalb und außerhalb NRWs. „Ich fahre gerne Hausnotrufe, bin dann für die Erstversorgung zuständig, falls mal ein Teilnehmer gestürzt ist und sich nicht alleine helfen kann. Keine Fahrt gleicht der anderen. Man übernimmt viel Verantwortung, aber bisher ist bei meinen Fahrten zum Glück immer alles gut gegangen“, sagt Jaqueline Hoti. Den direkten Kontakt mit

Das, was wir leisten, ist für uns selbst nicht viel, für sie ist es die halbe Welt.“ Fabian Kreisel sind die medizinischen Transportfahrten und jene von Organen und Ärzteteams die liebsten. „Wir haben die Möglichkeit, bei einer Organspende dabei zu sein, wenn uns der Koordinator, das ist meistens der Arzt, es erlaubt. Da bekommt man Einblicke, die man sonst nicht hat – bei der Entnahme und beim Einsetzen“, so der 19-Jährige. Er empfiehlt allen Schülerinnen und Schüler sich nach dem Abitur die Zeit für ein FSJ zu nehmen: „Man lernt viel für sich selbst und geht deutlich selbstbewusster durchs Leben.“ Dem kann seine Mit-FSJ’lerin nur zustimmen: „Ich bin eigentlich sehr schüchtern, doch das habe ich durch das FSJ größtenteils abgelegt. Diese neue Selbstständigkeit habe ich hier gelernt, bei den Johannitern. Für mich war es die beste Entscheidung, mich nach dem Abitur nicht direkt ins Studium zu stürzen.“ Beide überlegen, ihr FSJ auf 18 Monate zu verlängern. Auf jeden Fall wollen sie ihre Ausbildung zum Rettungssanitäter in der hauseigenen Rettungsdienstschule der Johanniter-Unfall-Hilfe an der Henricistraße machen und der Johanniter-Unfall-Hilfe ehrenamtlich weiter erhalten bleiben. Ein Beitrag von Pascal Hesse

Für wen eignet sich der Freiwilligendienst?

Ob man sich für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) entscheidet, hängt im Prinzip nur vom Alter ab. Während das FSJ nur bis zum 27. Lebensjahr möglich ist, unterliegt der BFD keiner Altersbeschränkung. Ausbildung und Dauer sind gleich. Die Dienstzeit beläuft sich auf 12 bis 18 Monate, in Ausnahmefällen auch 24 Monate. Ein Führerschein der Klasse B ist erforderlich. Bei beiden Diensten steht den Freiwilligen, die mindestens die Vollzeitschulpflicht vollendet haben müssen, Geld nach den allgemein gültigen Kostensätzen und, bei Voraussetzung, auch ein Kindergeldanspruch zu. Der Einstieg ist zu mehreren Terminen im Jahr möglich. Aktuell gibt es noch freie Stellen. Wer Medizin studieren möchte, kann sich die Zeit bei der JUH sogar anrechnen lassen. Weitere Informationen gibt es unter (0201) 89646-107, info.essen@johanniter.de und auf www.johanniter.de/essen. Bei Interesse bitte eine Kurzbewerbung an bewerbung.essen@johanniter.


KULTUR – TIPPS & TERMINE

DEr gutE MEnsch vo n s E z u a n Parabelstück von Bertolt Brecht mit Musik von Paul Dessau

Vorstellungen 4., 12., 28., 29. Mai; 3., 10. Juni 2016 Grillo-Theater

Freier Montag, Musik auf zwei Bühnen am Fluss im Löwental – das 34. Pfingst Open Air Werden steht am 16. Mai wieder auf dem Plan. Mit Aftershowparties in der Weststadthalle und im Hotel Shanghai.

Ohne kommerziellen Schnickschnack geht‘s auf der großen Bühne zum Beispiel mit den ‚Donots‘ zur Sache, ‚Zugezogen Maskulin‘ und ‚Drangsal‘. Der Sound auf der elektronischen Wiese kommt von Martinez, live von Tim Engelhardt, Simon Hildebrandt, Dash und Ben Mudi. Der Eintritt ist frei.

CLUBMUSIK IN NEUER SERIE Nach zwei ausverkauften Testläufen im letzten Jahr geht das Clubmusik-Projekt an der Kokerei Zollverein unter dem Namen ‚MischWerk‘ in Serie. Einen „kleinen, feinen Rave“ versprechen die Organisatoren am 26. Mai (Fronleichnam) von 14 bis 2 Uhr. Den 12-Stunden-DJ-Marathon gestalten DJane Tama Sumo und der Brite Spencer Parker aus Berlin, Fort Romeau aus London und die Support-Acts Ahmet Sisman sowie Alexis Fallias, auch bekannt als ‚Le Dernier‘ vom Kollektiv Baka Gaijin. Karten gibt es im Vorverkauf für 20 €.

Foto: Melih Akyazililar

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MUCKE OHNE SCHNICKSCHNACK

Foto: MischWerk

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ALLEINERZIEHEND UND TABULOS

DD_schauspiel-essen_Informer_83x114mm_Mai2016_Der gute Mensch von Sezuan.indd14.04.2016 1 16:20:02

Die Kumpels ihres pubertierenden Sohnes nennen sie ‚Milf‘. Ihr Sohn castet ihre Männer und so offen wie sie mit ihm umgeht, packt Christiane Olivier auch in ‚Milfschnitte‘ die Themen Dating und Sex an. Am 6. Mai in der Weststadthalle.

HAPPY BIRTHDAY

Kein Wunder, dass sie keine Scham kennt, immerhin hat Olivier jahrelang Pornos synchronisiert. An der Comedy aber hat die Schauspielerin ihr Herz verloren. Ihre Programme entstammen ihrer Lebenswirklichkeit und versprechen, schonungslos ehrlich zu sein. Karten gibt es für 15 €.

Am 1. Mai feiert das Symphonische Blasorchester Essen zehnjähriges Bestehen – mit dem ‚Tag des Paukenschlags‘ in der Weststadthalle. Auf ihrem Festkonzert spielen die inzwischen 55 internationalen Musiker unter der Leitung von Desar Sulejmani Evergreens Foto: Peter Bracko

SKURRILER TOD ALS ANLASS Unter dem Titel ‚Heute Nacht waren sie wieder da – die Geister‘ präsentieren Silvia Weiskopf und Axel Holst am 11. Mai Prosa und Selbstzeugnisse des Schriftstellers Ödön von Horváth im Café Central.

Der Mann, der durch Stücke wie ‚Geschichten aus dem Wiener Wald‘, ‚Glaube Liebe Hoffnung‘ und ‚Kasimir und Karoline‘ Weltruhm erlangte, kam auf recht skurrile Weise ums Leben: Kurz nachdem ihm eine Wahrsagerin sein größtes Abenteuer in Paris vorhersagte, ging er während eines Sturms die Champs-Élysées entlang, als plötzlich ein Ast abbricht und ihn am Hinterkopf trifft. Er war sofort tot. „In seinen Werken sind solche Unglücksfälle, banal und tragisch zugleich, fast schon ein Leitmotiv“, sagt Regieassistentin Katarzyna Maria Noga und nimmt Horváths Tod zum Anlass, sein Leben und Schaffen zu beleuchten. Der Eintritt kostet 8 €.

Die L ie b e z u D e n Drei Orangen Oper vOn Sergej prOkOfjew

CLUBNACHT MAL SECHS

Vorstellungen 26. Mai; 5. Juni 2016 Aalto-Theater Tickets T 02 01 81 22-200 www.theater-essen.de

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14.04.2016 16:24:10

Als Ersatz für die Rüttenscheide r C lub n a cht , geht a m 4 . Ma i zum ersten Mal ‚Eine Nacht in Rüttenscheid‘ an den Start – mit sechs Partys. Dreimal jährlich soll das Ganze zukünftig stattfinden und dann auch Lesungen, Konzerte u.ä. umfassen. Der ehemalige INFORMER-Redakteur Karsten Kukulies legt als Joe Coseness zusammen mit Bud MH Funk, Hip Hop und Rap im 19 Down auf, DJ Fishi & Friends sind im Soli zu hören, House und Mainstream laufen in der Lucy. Schlager gibt‘s auch – im Früher oder Später. Ebenfalls mit dabei sind das Hudson‘s mit Trash, 90s und Pop, wie auch die Dancehall Station. Tickets gibt es im Vorverkauf für 10 €.

Foto: Theater Drak

der Blasmusik wie ‚Oregon‘ und ‚Robin Hood‘. Aber auch Partyhits wie ‘Don‘t stop me now‘ von Queen und ‚Celebration‘ von Kool & the Gang gehören zum Repertoire der Mitglieder im Alter von 12 bis 70 Jahren. Der Eintritt kostet 10 €.

ZAUBEREI, FILM, FIGURENTHEATER Mit ‚Georges Méliès letzter Trick‘ führt das Fidena Figurentheater zurück zum Beginn des Stummfilms. Das tschechische Theater Drak zeigt am 8. und 9. Mai die deutsche Erstaufführung im Grillo-Theater.

Georges Méliès war der erste Zauberer, der – fasziniert von der Arbeit der Brüder Lumiére – seine Tricks im Film verwendete. In der Aufführung werden Filmstreifen, Illusion und Phantasien als ultimative Waffen eingesetzt. Karten gibt es für 9,90 €.


KULTUR – TIPPS & TERMINE

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MODERNES WUNDERLAND Alice mal anders gedacht: In der Dramödie ‚Alice im Anderland‘, die am 1. Mai auf der Rü-Bühne aufgeführt wird, landet das fantasievolle Mädchen nicht in einem Kaninchenbau, sondern in einer Nervenheilanstalt. Dort lässt Stefan Altherr sie auf die Zerrbilder Lewis Carrolls Grinsekatze, Hutmacher und Herzkönigin treffen. Gesellschaftsreflektierend, satirisch und mit überraschendem Ende. Karten gibt es für 8 €.

FÜR LOKAL-PATRIOTEN „Essen ist anders“, behaupten Stefan Windprecht und Stefan Wiesenberg von den K + S Studios, und das zeigen sie in ihrem gleichnamigen Filmporträt am 8. Mai in der Lichtburg.

Sie stellen Facetten der Stadt vor, die selbst Kenner überraschen sollen. Moderator Thorsten Knippertz macht den Reiseführer und nimmt die Zuschauer mit zu charakteristischen Bauwerken, typischen Festen und hinaus in die Region. Er spricht mit den Akteuren der Stadt ebenso wie mit den ‚Ottonormalbürgern‘ auf der Kettwiger Straße. Aus 300 Stunden Material inklusive Drohnenaufnahmen und Zeitraffersequenzen konzentrieren sie eine Stunde Film – als Geschenk an die Stadt. Karten gibt es ab 6,50 €.

ROCKNACHT A

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präsentiert Ihnen die

KULTURTIPPS KULTURTIPPS IM MAI 16

Subsignal und die Black Space Riders kommen am 20. Mai ins Turock zur

‚Space Prog Rock Night 2016‘. Die Musik der progressiven Rockband Subsignal ist melancholisch, melodisch, innovativ und emotional. Das spiegelt ihr jüngstes Album ‚The Beacons of Somewhere Sometime‘. Die Black Space Riders stellen ihre neue EP ‚Refugeeum‘ vor – ein „psychedelisch-komplexer Geniestreich“, heißt es. Tickets gibt es ab 23,20 €.

GOURMET-TIPP:

Der Charme des Kohlenpotts, er lebt! Zumindest im Getränkemarkt ‚umme Ecke‘. Als die Fam. Sielemann ihren Geträn- ke-Grundausstattung permanent bereitgekemarkt am Wasserturm aufgab, ging stellt werden kann. Die findigen Betreiber mit dem Traditionsbetrieb auch wie- haben aber aus dieser Not eine Tugend der ein Stück alter Revier-Romantik. für ihre Kundschaft gemacht: Die Kunden Kunststoff-Wellpappe überdacht den gestalten den Laden selbst. Was auf der Innenhof, gehalten von Stahlträgern, Getränkeliste noch nicht vorhanden ist, die Kisten ‚auffe Pallette‘ gestapelt – wird schnell organisiert. Gestern noch ja, so war das damals. So liebten wir ein neues Getränk in einem hippen Lokal es. Und so soll es auch bitte bleiben! entdeckt, spätestens nächste Woche ist es Das dachten sich auch Tom Krusen- bei Krusenbaum. Dabei erhalten lokale baum und Tom Dziura, als sie den Ge- Revier-Produkte im Bestellvorgang einen tränkeservice Krusenbaum, ehemals kleinen zeitlichen Vorzug. Die Getränke-Jungs sind halt echte Lokalpatrioten. Sielemann, eröffneten. Sogar Disco-Urgestein Und ganz die Ruhris Klaus Koch haben die sind sie auch nicht Konbeiden Toms schon mit taktscheu – im Gegendem Pott-Charme infiteil. „Was uns im Lager ziert. Der MuPa-Betreivielleicht an Quantität ber ist prompt ins Gefehlt, machen wir mit schäft mit eingestiegen. der persönlichen Be„Es ist bestimmt nicht gegnung wett.“ Bei Kruleicht für die Herren Sielemann, andere Ge- Die 3 Jungs von nebenan: Tom Dziura, senbaum wird noch die sichter auf ihrem Hof Tom Krusenbaum und Klaus Koch (v.l.). Leergutkiste dem Kunhantieren zu sehen. Aber wir erfahren den aus‘m Kofferraum geholt oder der von Beginn an deren volle Unterstützung“, neue Kasten nach Hause gefahren, wenn sagt Dziura. Und noch bevor der erste man auf Schusters Rappen unterwegs Pinselstrich ‚anne Wand‘ war, standen ist. Generell ist es keine große Sache für auch schon die ersten Kunden vor der Tür. Firmen und privat, sich seine Getränke bequem liefern zu lassen. Soziale EinLeider ist es so, dass sich alter Charme richtungen ohne Wiederverkaufsabsicht meistens mit moderner Funktionalität – etwa das Franz Sales Haus – genießen beißt. So auch an der Markgrafenstraße diesen Service sogar ohne Lieferzuschlag. Nummer 10. Die Ladenfläche ist verhält- „Das ist für uns nicht nur sozial, es ist uns nismäßig klein, sodass nur die Geträn- wichtig.“ Krusenbaum Getränkeservice Markgrafenstr. 10 - 12 (ehemals Sielemann) Telefon: 0201 / 28 15 30 · www.krusenbaum.ruhr

Einfach beste Unterhaltung!

ZU PFINGSTEN IN DIE NACHBARSTADT

Spargel-Gourmet-Festival vom 14. bis 16. Mai auf dem Hof Umberg

Foto: Lilo Kapp / pixelio.de

Am Pfingstwochenende laden der Hof Umberg in Bottrop-Kirchhellen (Overhagener Feld 10) und ‚Essen Genießen‘ bereits zum 7. Mal zu erntefrischen Spargel-Spezialitäten und Erdbeeren ein. Gastronomen aus Essen, Gladbeck und Bottrop bereiten das edle Gemüse

und die beliebte rote Frucht in verschiedenen Kreationen zu. Geschlemmt wird in der urigen Atmosphäre des 850 Jahre alten Bauernhofs, mit altem Baumbestand, Bauerncafé und Hofladen. „Wir läuten mit dem Festival den Sommer ein. Die Kulisse ist einmalig schön, umgeben von Landschaft pur und das nur wenige Autominuten von Essen entfernt“, schwärmt Organisator Rainer Bierwirth. „Unser Spargel-Gourmet-Festival hat sich als ideales Ausflugsziel etabliert. Viele Gäste parken in

der Nähe und kommen dann mit dem Fahrrad gefahren oder gehen nach dem Schlemmen in der idyllischen Landschaft wandern“, so der Vorsitzende von ‚Essen Genießen‘ weiter.

Der witzigste Kurzurlaub auf dem Land, den es je gab!

Große Vielfalt an Gerichten und Weinen Spargel-Liebhaber stehen vor der Qual der Wahl: Neben den deutschen Klassikern wie Spargel, Schinken und Sauce Hollandaise stehen auch mediterran-türkische und griechische Kreationen auf der Speisekarte, etwa ‚Gefüllte Spargel-Ricotta Pasta mit Gambas in Hummersauce und Basilikumpesto’ vom Restaurant ‚La Turka‘. Zwar dreht sich alles um das Gemüse der Saison, es gibt aber auch einige Speisen ohne Spargel, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Begleitende Weine und Cocktails mit Erdbeeren runden das Geschmackserlebnis auf Hof Umberg ab. Zudem präsentieren regionale Aussteller Produkte aus dem Bereich Haus und Garten. Öffnungszeiten: Samstag bis Montag, 11.00 Uhr - 21.00 Uhr

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KULTUR – INTERVIEW

Nicht belehren, sondern Welten eröffnen Foto: Gerd Lorenzen

WAS DIE PHILHARMONIE ESSEN MIT DEM EDUCATION-PROGRAMM BEZWECKT, INTERVIEW MIT DER LEITERIN DES PROGRAMMS MERJA DWORCZAK.

Merja Dworczak: „Wenn wir die Menschen in jungen Jahren nicht erreichen, werden sie als Erwachsene nicht plötzlich in die Philharmonie kommen.“

E

in Konzert für Babies geben die Essener Philharmoniker am 4. Mai. Und es ist schon lange ausverkauft. ‚Wirklich? Frühförderung schön und gut, aber Säuglinge im Konzertsaal?‘ Das könnte man sich fragen, wenn man dieses Angebot – eines von vielen für Babies, Kinder und Jugendliche – im Education-Programm der Theater und Philharmonie entdeckt. Doch eigentlich geht es dabei um etwas anderes, als der Nachfrage übermotivierter Eltern nachzukommen… Frau Dworczak, was bringt es Babies, ein Konzert zu hören? Dworczak: Es soll ihnen gar nichts bringen – im Sinne von Frühförderung. Es ist eine Gelegenheit für Eltern, ins Konzert zu gehen. Die Kleinen können brabbeln, weinen oder gefüttert werden, ohne dass sich jemand daran stört. Trotzdem ist es ein hochwertiges Konzert, das Eltern nicht besuchen könnten, ohne einen Babysitter nehmen zu müssen. Ich glaube aber auch, dass es für die Babies schön ist: Sobald die Instrumente ertönen,

wird es ruhig im Saal –nicht dass alle den Atem anhalten wie bei einem Liederabend, aber sie hören aufmerksam zu. Die Essener Philharmoniker gehen aber auch zu den Kindern. In Stadtteile sozial Benachteiligter zum Beispiel. Dworczak: Ja, wir haben letztes Jahr das Projekt ‚Musik kommt um die Ecke‘ ins Leben gerufen. Einige der Philharmoniker gehen zusammen mit einem Konzertpädagogen dorthin, wo zu erwarten ist, dass die Kinder sonst nicht mit klassischer Musik in Berührung kommen. Jedes halbe Jahr besuchen sie Kitas in Vogelheim, in der Innenstadt, in Altendorf und bald auch in der Nordstadt – das wird die achte Kita sein. Was lernen die Kinder dabei? Wir sind keine Lehrer und wollen ihnen nichts ‚beibringen‘, wir dozieren nicht über Mozart. Wir wollen vermitteln, wie groß die Bandbreite der Musik ist. Die Musiker bringen Instrumente mit und üben beispielsweise Lieder mit den Kindern. Am Ende geben sie ein Konzert, nach dem die Kinder auf kleinen Geigen und Cellis rum-

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Kreisverband Essen Kreisverband Essen e.V.e.V.

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schrabbeln können. Das ist das Größte für sie. Was sie vielleicht dabei lernen ist, fünf Minuten still zuzuhören. Und konnten Sie schon Auswirkungen dieser Initiative feststellen? Dworczak: Wir wurden schon mehrfach von Eltern angesprochen, wo sie ihre Kinder unterrichten lassen können. Es ist schön, wenn sich Kinder für ein Instrument entscheiden. JEKI (Anm.d.Red.: Landesprogramm ‚Jedem Kind ein Instrument‘) zum Beispiel ist eine super Idee, aber wenn die Familie nicht hinterher ist, bringt es dem Kind auch nichts. Es muss regelmäßig üben, um ein Instrument spielen zu können. Und das macht es in den seltensten Fällen völlig selbstständig. Das Education-Programm bietet aber auch Konzerteinführungen für Kinder ab zehn. Was gehört dazu, ein Konzert angemessen zu hören? Dworczak: Damit versuchen wir, auch die Jugendlichen an die Musik heranzuführen – häppchenweise: Die erste Hälfte bleiben die Erwachsenen unter sich, während wir die Jugendlichen darauf vorbereiten, was sie in der zweiten Konzerthälfte erwartet, welche Motive vertreten sind. Dann gehen sie aufmerksamer an die Sache ran. Wollen Sie sich so ihr zukünftiges Publikum heranziehen? Dworczak: Wenn wir die Menschen in jungen Jahren nicht erreichen, werden sie als Erwachsene nicht plötzlich in die Philharmonie kommen, das ist klar. Aber das steht für uns nicht im Vordergrund – wir haben einen Bildungsauftrag. Der Musikunterricht an den weiterführenden Schulen ist oft sehr reduziert oder findet gar nicht statt. In der Pubertät heißt es dann: ‚Mama, klassische Musik ist nicht cool.‘ Mit den Jugendlichen versuchen wir in Kompositionsprojekten etwas zu entwickeln. Klassik in Kombination mit Rap zum Beispiel. Als die Jungen aus dem

Berufskolleg zum ersten mal hier waren, hörte man so etwas wie ‚Alter, hast du das gesehen‘, mehr haben sie nicht rausbekommen. Nach einem halben Jahr waren sie kaum wiederzuerkennen. Sie traten auf die Bühne und trugen das vor, was sie sich selbst ausgedacht haben, begleitet von einem Schulorchester. Und das war nichts Oberflächliches, sondern sozialkritische Texte. Wenn eine Gruppe ein Ziel verfolgt, hart arbeitet – zum Ende proben sie täglich – und etwas auf die Beine stellt, das macht etwas mit den Jugendlichen. Das ist ein Einstieg, sie verbinden etwas Positives mit der Philharmonie und sehen, dass sie nicht nur was für ‚Ommas oder Reiche‘ ist. Und vielleicht kommen sie irgendwann wieder. Dennoch sieht man in der Philharmonie meist den gleichen Typus Zuschauer. Dworczak: Das ist tatsächlich so. Ich denke, da spielt der Faktor Zeit eine große Rolle. Es kommt das Lebensalter, in dem der Job stark fordert, dann kommt der Sport und die Freunde. Konzerte stehen hinten in der Kette. Ich glaube nicht, dass die jungen Leute nicht hierhin wollen, sondern – wenn sie denn mal Zeit haben – eher mal aufs Sofa. Und wenn man nicht mit der Musik aufgewachsen ist, spürt man auch wenig Drang, in ein Konzert zu gehen. Bei vielen hält sich das Image, dass die Philharmonie etwas für die ‚Besseren‘ sei, und die Hemmschwelle bleibt groß. Für Erwachsene bieten Sie ja ebenfalls Einführungen, aber warum die Mühe? Vom kulturellen Erbe abgesehen, sollen sie doch weiter Pop oder Schlager hören. Dworczak: Genauso könnte man sagen: Warum mit Goethe auseinandersetzen, lesen wir doch alle nur noch Comic-Hefte. Hier soll niemand sitzen, der nicht will. Aber jeder sollte die Möglichkeit haben auszuwählen. Danke für das Gespräch, Frau Dworczak. Das Interview führte Amela Radetinac

„Die Kurmaßnahme des Müttergenesungswerks gab mir eine Auszeit vom hektischen 24-Stunden-Job als Mutter. Jetzt fühle ich mich wieder stark genug. Für mich und für sie.“

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BULGARIEN TRAUMURLAUB AM SCHWARZEN MEER alltours: Hotelqualität konsequent ausgebaut.

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In der Regel sind es Länder wie Spanien, Italien oder auch Griechenland, die von den Deutschen für den Jahresurlaub ausgewählt werden. Die Anreise ist kurz, bereits in wenigen Flugstunden ist das Urlaubsziel erreicht. Doch warum nicht mal etwas Neues ausprobieren? Wunderbare Urlaubsregionen bietet nämlich auch die Schwarzmeerküste – und die Flugzeit ist von Deutschland aus ebenfalls äußerst gering. Die Regionen am Schwarzen Meer sind kleine aufstrebende Urlaubsparadiese, allen voran Bulgarien.

Den Schwarzmeertrend erkennend, hat alltours sich auf die steigende Nachfrage für Bulgarienurlaube eingestellt und in diesem Sommer sowohl das Hotelprogramm als auch das Flugangebot massiv ausgebaut. Das Unternehmen bietet in fünf Ferienregionen entlang des Schwarzen Meeres – am Gold- und Sonnenstrand sowie in Albena, Obzor und Sozopol/Duni – mehr als 120 Hotels an. Das sind rund 60 % mehr als noch im

gelegenen Ferienparadies Albena. Der Bade- und Kurort befindet sich im Nordosten Bulgariens – nur etwa 13 km nördlich vom Goldstrand sowie 30 km von der Hafenstadt Varna entfernt. Meer, Sand, Grün und Ruhe – schon die Thraker nannten diese Region ‚Das Frühlingstal‘. Für Millionen Touristen ist heutzutage Albena der Ort für einen perfekten Urlaub – bevorzugt wegen des goldgelben, flach

alltours bietet in Bulgarien mehr als 120 Hotels an. Darunter das familienfreundliche, am flach abfallenden Sandstrand gelegene Hotel Blue Orange Beach (****) in Sozopol.

BULGARIEN: GEHEIMTIPP UND TRAUMZIEL – ÜBER 12O ALLTOURS-EIGENE HOTELS IN FÜNF REGIONEN Die Schwarzmeerküste gilt als Geheimtipp und Traumziel immer mehr deutscher Urlauber. Hier gibt es Traumstrände und Badewetter sogar bis Ende Oktober. Zudem sind die Preise deutlich geringer als anderswo, sodass hier explizit ein preiswerter Urlaub verbracht werden kann. So boomen beim deutschen Reiseveranstalter alltours in diesem Sommer die Urlaubsreisen ans Schwarze Meer. Dafür sorgen vor allem Familien und junge Gäste. Gründe für die starke Nachfrage sieht das Unternehmen in der seit Jahren konsequent ausgebauten Hotelqualität und den günstigen Nebenkosten. In Bulgarien ist die Kaufkraft des Euro am stärksten innerhalb der Europäischen Union. Wer also auf der Suche nach einem bezahlbaren Urlaub ist und eine Alternative zum Mittelmeerurlaub sucht, der sollte unbedingt das Land auf der östlichen Balkanhalbinsel mit ins Visier nehmen.

Vorjahressommer. Außerdem hat der Reiseanbieter sich entschieden, das Reiseziel Bulgarien ab sofort auch zur Individualanreise, sprich sowohl per Flug als auch mit dem Auto oder der Bahn anzubieten.

FERIENPARADIES ALBENA – NUR EIN BEISPIEL Einen ganz deutlichen Buchungszuwachs verzeichnet alltours im direkt an der Schwarzmeerküste

abfallenden Sandstrandes, des sanften Meeres, der sauberen Luft, der von der Landschaft eingehüllten Hotels und der bekannten traditionellen Gastfreundlichkeit. Gerade bei Familien ist diese Region daher sehr beliebt. Insbesondere für Kinder und Jugendliche gibt es dort sehr viele Unterhaltungs- und Freizeitangebote. Die Hotels haben sich mit den entsprechenden Zimmerkategorien und speziellen Angeboten auf Familien eingestellt. Und

viele Ferienanlagen bieten zudem wahlweise auch all-inclusive-Verpflegung an.

HOHE QUALITÄT, GERINGE NEBENKOSTEN Die aufgrund des starken Euros günstigen Nebenkosten sind für viele Familien ebenfalls ein starkes Buchungsargument. Laut dem Beratungsunternehmen Statistika erhielten deutsche Urlauber im vergangenen Jahr für 100 Euro in Bulgarien Waren und Dienstleistungen im Wert von 207 Euro. Das zeigt sich auch bei den Preisen für eine Pauschalreise. So kann eine vierköpfige Familie in der Hochsaison die 14-tägige Flugurlaubsreise ins Hotel Blue Orange Beach (4*) schon ab 2.525 Euro (Unterbringung im Familienzimmer und mit all-inclusive-Verpflegung) buchen. Das Vier-Sterne-Hotel liegt in Sozopol, einer Kleinstadt an der südlichen bulgarischen Schwarzmeerküste – genauer an der Südseite der Bucht von Burgas –, und ist nur durch Dünen vom kilometerlangen, feinen Sandstrand getrennt. Generell haben die bulgarischen Hotelbetreiber in den vergangenen Jahren die Qualität und den Service deutlich ausgebaut. Rund 83 % der Hotelangebote von alltours verfügen über mindestens vier Sterne. Das gilt auch für den bei jungen Gästen beliebten Sonnenstrand mit seinem quirligen Nachtleben und der großen Partyszene. Im Mai und Juni feiern hier tausende von frisch gebackenen Abiturienten aus ganz Europa das Ende der Schulzeit. Auch sie schätzen vor allem das günstige Preisniveau bei gleichzeitig hoher Qualität.

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KULTUR – HIGHLIGHT

RUHRMUSEUM: ROCK UND POP IM POTT

G r u g a h a ll e

Paul Panzer „Invasion der Verrückten“

25 | 06 | 2016

Spring Break Festival Die legendäre Party aus den USA

15 | 07 | 2016 – Sommerfest 24 | 07 | 2016 an der Grugahalle 08 | 09 | 2016

Mario Barth „Männer sind bekloppt, aber sexy!“

01 | 10 | 2016

Suberg´s Ü-30 Party „Mehr als eine Party“

15 | 10 | 2016

The Legend of Zelda „Symphony of the Goddesses“

19 | 10 | 2016

Carolin Kebekus „AlphaPussy“

21 | 10 | 2016

Lord of the Dance Dangerous Games

23 | 10 | 2016

Laura Pausini Simili

29 | 10 | 2016

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30 | 10 | 2016

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Mädchenklamotte – Der Mädelsflohmarkt im Foyer

06 | 11 | 2016

Schallplattenbörse im Foyer

10 | 11 | 2016

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12 | 11 | 2016

Koncert Gwiazd Stars aus Polen 2016

11 | 12 | 2016

Wise Guys Abschiedstour! Das Beste aus 25 Jahren

17 | 12 | 2016

Kaya Yanar Planet Deutschland

02 | 02 | 2017

Die Teddy Show Das neue Programm

10 | 02 | 2017

Dieter Nuhr „Nuhr Nuhr“

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Foto: Ruhrmuseum/Single-Cover

Musik und Kohle

1980: Die Hagener Band ‚The Stripes‘ veröffentlicht die Single ‚Tell me your name‘. Bandmitglieder: Nena, Rainer Kitzmann, Rolf Brendel und Frank Röhler.

A

ls der erste Star des Rock‘n‘Roll Bill Haley & His Comets 1958 in der gerade neu eröffneten Grugahalle spielte, hatte sich die revolutionäre Musik bereits im Ruhrgebiet durchgesetzt: Der Film ‚Rock around the clock‘ brachte sie zwei Jahre zuvor ins Nachkriegsdeutschland und trieb die Amerikanisierung der Jugend – nach Mickey Mouse und James Dean – weiter voran. Mit der Ausstellung ‚Rock und Pop im Pott‘ blickt das Ruhrmuseum von diesen Anfängen auf 60 Jahre Musikgeschichte im Ruhrgebiet zurück. Und die war sehr lebendig: Nach Bill Haley gaben 1965 auch die Rolling Stones zum ersten Mal ein Konzert in der Grugahalle, auf ihrer Bravo-Blitztournee machten die Beatles ein Jahr darauf Halt in Essen. Die legendären Essener Songtage nahmen 1968 ihren Anfang – es war das erste Rock- und Popfestival in Deutschland und gleichzeitig der Beginn der Politfestivals und Protestsongs. Die Jugend lehnte sich gegen das Establishment auf und brachte die Punk-Bewegung hervor, welche zum Symptom der Strukturkrise in den 70er und 80er Jahren wurde.

NEUE FORMEN DER ROCKMUSIK In dieser Zeit brachten die Rockpalastnächte Stars wie ‚The Who‘, ‚ZZ Top‘, ‚Depeche Mode‘ und ‚Santana‘ in den Pott. Mit ihnen hatte die Rockmusik neue Facetten ausgebildet. Die Studenten der damals neuen Hochschulen im Ruhrgebiet fanden eigene Ausdrucksformen in ihren Wohngemeinschaften und Kommunen: den Krautrock. Benannt nach den deutschen ‚Sauerkrauts‘. New Wave und die Neue Deutsche Welle folgten. Wie es sich für eine Region der Schwerindustrie gehört, verband sie sich fest mit den harten Klängen des Heavy-Metal mit den Vorbildern in Großbritannien und Kalifornien. Bis heute nimmt die Szene immer weiter zu. Erwähnt seien hier die Bands Kreator, Sodom, Range, die ihre Wurzeln im

Ruhrgebiet haben. Die Zuwanderer brachten schließlich auch Rap und Hip Hop in den Pott.

gend heute tatsächlich nur noch im Museum zu Gesicht bekommt. Das Tonband und den Kassettenrekorder zum Beispiel, aber auch Plattenspieler, die heute wieder en vogue sind, frühere Radios, erste CD-Player bis hin zu den aktuellen Medien der Unterhaltungselektronik. Neben Gitarre, Bass, Schlagzeug, Mikrofon und Synthesizer zeigt das Museum auch Modeutensilien und Accessoires der Rock- und Popmusik-Szene, wie sie damals zum guten Ton gehörten. Fotos von Szenetreffs und Konzerthallen, wo sie getragen wurden, runden das Bild ab.

EINE AUSSTELLUNG, DIE WÄCHST Der Soundraum bildet das Herz der Ausstellung: Zu Musik von Nena bis Grönemeyer, von Extrabreit bis Geier Sturzflug, zu Rock‘n‘Roll, Pop, Metal und Hip Hop darf auch getanzt werden.

SOUVENIRS DER ZEITGESCHICHTE All diese Entwicklungen und Meilensteine in 60 Jahren aus 60 Jahren Rock- und Popgeschichte Foto: Ruhrmuseum dokumentiert das Ruhrmuseum mit Fotos und Filmausschnitten, Plakaten und Eintrittskarten, Schallplatten und Fanartikeln, Instrumenten und Bühnenoutfits.

Die Ausstellung strebt an, das gesamte Ruhrgebiet mit Platten, Demobändern und CDs, die hier entstanden sind, widerzuspiegeln. So fordert das Ruhrmuseum alle Bands und Interpreten, die noch nicht vertreten sind, auf, ihre Tonträger als Leihgabe mitzubringen.

Dazu gehören natürlich auch die verschiedenen Abspielgeräte, mit denen die älteren Generationen aufgewachsen sind und die die Ju-

Ab dem 5. Mai im Ruhrmuseum. Der Eintritt kostet 7 Euro, alle unter 18 haben freien Eintritt.

Foto: Ruhrmuseum/Plakat der Salinos

Die „Verblödungskampagne“ fing schon 1980 an – wohin sie geführt hat, sehen wir ja heute.


KULTUR

KULTOURI Was sucht man in anderen Städten? Nicht vordringlich die Einkaufszentren, mal abgesehen vom Roermondbesuch. Und auch nicht die Bars – außer vielleicht beim Junggesellenabschied in Prag. Die meisten

der Arbeitslosigkeit und Armut zu versorgen, die der Strukturwandel gerissen hat. Schon ironisch, dass gerade diese Entwicklung immer mehr Touristen und Unternehmen in die Stadt führt. Vielleicht ist es gerade dieses Gebeuteltsein, das Innovatives fördert. Wie oft denkt man, es wäre nichts mehr zu essen im Haus und kreiert dann aus den letzten

pilgern jährlich zur ehemals größten Steinkohlezeche Europas. Nicht zu vergessen die Kulturlandschaft des Deilbachtals, welche bis zu den Ursprüngen der Industrialisierung führt und einen guten Startpunkt für die Route Industriekultur bildet. Seit dem Strukturwandel blickt aber auch auch die Kunst in Essen inzwischen auf eine 30-jährige Entwicklung zurück. Damals gab es neben dem Grillo-Theater nur vielleicht noch zwei weitere Veranstalter, erinnert Bomheuer. Heute warten die Essener mit 21 Theatern auf und Orte wie die Zeche Carl und das Maschinenhaus wissen Kunst und Kultur zu verbinden.

INTERNATIONALER RUF

sind neugierig auf die Kunst und die Kulturgeschichte der Stadt. Um die Menschen und auch sich selbst besser kennenzulernen und zu verstehen. Wenn es also heißt, dass Essen über 1,41 Millionen Übernachtungsgäste in 2015 hatte – mehr als im Jahr der Kulturhauptstadt – dann scheint es sich herumzusprechen, wie aufschlussreich und bemerkenswert Stadt, Region und die Menschen darin sind. Einem Ruhrgebietsmenschen ist das meist nicht bewusst. Zum einen ist Essen hochverschuldet, zum anderen ist er selbst wahrscheinlich (noch) dabei , die Wunden

Resten ein erstaunlich gutes und vor allem neues Gericht, das viele gern probieren wollen.

ATTRAKTIVE INDUSTRIEKULISSE Dass ein großer Teil der Übernachtungen und der geplanten Hotelneubauten auf die Konten des Ruhr Museums und der Zeche Zollverein gehen, davon ist Kulturdezernent Andreas Bomheuer überzeugt. Viele wüssten noch nicht, wie attraktiv die Industriekulisse ist und seien dann sehr überrascht. Etwa 1,5 Millionen Menschen

„Wenn in der Lichtburg Premiere gefeiert wird, gehen die Übernachtungszahlen nach oben“, weiß Bomheuer, obwohl die Stadt die Wechselwirkungen nicht systematisch analysiert. Doch auch mit bloßem Auge lässt sich erkennen, dass die kulturellen Unterhaltungsangebote über Stadt und Region hinausstrahlen. Ein großer Pubikumsmagnet – erst recht seit dem freien Eintritt – ist natürlich das Museum Folkwang, das mit renommierten Künstlern und Kunsthäusern aus der ganzen Welt zusammenarbeitet und nicht nur die professionellen Kunstkritiker aus ganz Deutschland in den hiesigen Museumshallen begrüßen kann. Der internationale Ruf verschiedener Häuser in Essen werde dem Kulturdezernenten beipsielsweise auch deutlich, wenn er sich die Autokennzeichen im Parkhaus der Theater und Philharmonie anguckt: Nicht selten kommen sie aus Antwerpen oder Brüssel. Mal abgesehen von den um-

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liegenden Städten, welche nach der letzten Umfrage knapp 40 Prozent ausmachen. Zwölf Prozent kommen von außerhalb, die Hälfte aus der Stadt. „Gute lokale Verankerung“ schließen die städtischen Institutionen daraus.

KUNST UND KULTUR BILDEN GEMEINSCHAFT Wie der deutsche Kulturrat hervorhebt, sind Kunst und Kultur „ein zentraler Lebensnerv von Städten“, die eine Basis bilden für eine kreative Auseinandersetzung mit der Geschichte und der Zukunft der Stadt. Auch Bomheuer betont, wie wichtig sie für die Identifikation der Einwohner, ihrer Gemeinschaftsbildung und ihres Zusammenhalts sind. Ob man nun gemeinsam den Denkmalpfad entlangwandert und sich seiner Geschichte erinnert, ob man zusammen im Theater lacht und weint, oder gemeinschaftlich eine Performance auf die Beine stellt. Gerade zu Zeiten starker Einwanderung und schwieriger wirtschaftlicher Verhältnisse ist das besonders bedeutsam. Natürlich soll die Kunst nicht funktionalisiert werden – Projekte werden subventioniert, wenn sie sich mit der hiesigen Geschichte, den Normen und Werten auseinandersetzen. Doch trotz der positiven Einflüsse der Kunst und Kulturgeschichte auf die lokale Wirtschaft, die Bevölkerungs- wie Gesellschaftssentwicklung wird nicht mehr in diese Bereiche investiert: Das ließe der Stadthaushalt nicht zu. Ob man da mal nicht am falschen Ende spart. Eine Kolumne von Amela Radetinac


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REISE

DER INFORMER AUF DEN SPUREN MAROKKANISCHER KULTUR

Nein, wir brauchen keine Nachhilfe in Mathematik. Und auch die Uhr können wir schon seit einigen Jährchen lesen. Nicht selten liest man, das Reiseziel Marrakesch sei mit einer dreistündigen Flugzeit erreicht. Tatsächlich sind es aber vier Stunden, auch wenn die Ortszeit bei der Landung das anders sieht. Des Rätsels Lösung ist denkbar einfach: Marokko liegt eine Stunde hinter unserer heimischen Zeitzone. Aber nun gut, erster Stopp auf unserer Reise: die Kunst- und Kulturstadt Marrakesch am Fuße der Gebirgskette des Hohen Atlas‘.

ROSEN IN DER SAHARA Ihren Beinamen ‚rote Stadt‘ verdankt Marrakesch den vielen in verschiedenen Rottönen gestrichenen Gebäuden. Sie findet man sowohl in der Altstadt, der Medina von Marrakesch, als auch in den modernen Stadtgebieten. Liebevoll sprechen die Einheimischen bei ihren Häusern auch von den ‚Rosen von Marrakesch‘. Ganz oben auf unserer Liste der Sehenswürdigkeiten stand das UNESCO-Welterbe. Wir besuchten die Koutoubia-Moschee, die Kasbah, die Agdal-Gärten und den Menara-Garten. Und auch einen Besuch der Suqs, einem arabischen Marktviertel inmitten der Stadt, haben wir uns nicht entgehen lassen. Die Djemaa el Fna, ein mittelalterlicher Marktplatz, stand ebenfalls auf unserem eng getakteten Plan. Marrakesch ist allein schon eine Reise wert, doch wir wollen weiter. Unser Ziel: Agadir, die ‚weiße Stadt‘.

Foto: INFORMER

Vier Stunden im Bus – was für uns aus dem Ruhrgebiet nach einem Alptraum im ÖPNV klingt, ist in Marokko ein lohnendes Abenteuer. An Langeweile war nicht zu denken, die atemberaubende Kulisse des Atlas-Gebirges, ein 2.300 Kilometer langes Hochgebirge, das sich über Marokko, Algerien und Tunesien erstreckt, ist einfach zu beeindruckend. Hier mal eine kleine Siedlung, dort ein kleiner Tümpel; vor allem aber Arganbäume, soweit das Auge

Das Stadtleben auf den Straßen von Marrakesch.

reicht. Aus ihnen wird das wertvolle – und in unserem Breitengraden extrem teure – Argan-Öl gewonnen, dem eine pflegende Wirkung für Haut und Haar nachgesagt wird.

AGADIR: DIE WEISSE STADT AM MEER Die Hafenstadt im Süden Marokkos ist auch unter dem Namen ‚weiße Stadt am Meer‘ bekannt, denn im Gegensatz zu Marrakesch sind hier die Häuser alle strahlend weiß gehalten. Agadir lockt jedes Jahr mehr und mehr Badeurlauber an den gut acht Kilometer langen Feinsandstrand. Die Hauptstadt der Region Souss-Massa Foto: INFORMER

E

ine andere Kultur entdecken, der westlichen Welt für ein paar Tage entfliehen, eintauchen in ein orientalisches Königreich – längst hat sich Marokko im Nordwesten Afrikas zu einem echten Geheimtipp für Urlaubsreife gemausert. Mit dem Reiseanbieter FTI und dem deutschen Reisesender sonnenklar.TV besuchte die INFORMER-Redaktion das Land in der westlichen Sahara. Abheben in München, drei Stunden später landen in Marrakesch. Nach nur vier Stunden Flug haben wir marokkanischen Boden unter den Füßen – klingt komisch, ist aber so.

INFORMER-Herausgeber Ralf Schönfeldt ‚Test-Tourist‘ unterwegs in Marrakesch.

ist zugleich die modernste Metropole des gesamten Königreichs. Mit seiner bewegten Geschichte hat Agadir jedoch auch für die Touristen etwas zu bieten, die gern die Vergangenheit eines Landes erkunden. Zwar war Marokko unter französischer Kolonialherrschaft, doch auch die Deutschen waren Anfang des 20. Jahrhunderts Teil der Stadthistorie. Mit dem ‚Panthersprung nach Agadir‘ löste Kaiser Wilhelm II. 1911 die zweite sogenannte Marokkokrise aus. Vorbei sind die Zeiten kolonialer Muskelspielchen. Seit 1956 ist Marokko unabhängig und gemäß Verfassung von 1992 eine konstitutionelle Monarchie. Und auch Agadir selbst blüht in seiner Freiheit auf – und zwar im wörtlichen Sinne. Die ‚Jardin de Olhao‘ ist ein öffentlicher Garten inmitten der Stadt und absolut einen Ausflug wert. Oder aber man durchstreift den 33.800 Hektar großen Nationalpark Souss-Massa südlich der Stadttore. Eine Altstadt, die sogenannte Medina, sucht man in der ‚weißen Stadt‘ allerdings vergebens. Sie wurde durch ein Erdbeben im Jahr 1960 vollständig zerstört. 15 Sekunden reichten dem Beben damals aus, um ein Trümmerfeld zu hinterlassen. Es gibt heute so gut wie keine Überreste mehr zu besichtigen, bei den Stadtrundfahrten wird lediglich der einstige Standort gezeigt. Doch ein Mann aus Italien, genauer gesagt aus Sizilien, hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Altstadt an einem anderen Ort in der Nähe von Agadir originalgetreu wieder zu errichten. Er heißt Coco Polizzi und ist der Gestalter und gleichzeitig auch Besitzer der ‚neuen‘ Medina von Agadir. Auch diese neue Altstadt ist ein sehr lohnenswerter kleiner Ausflug, den die Reisenden auch gut in eigener Regie – etwa mit dem Taxi – veranstalten können. Ebenfalls ein Hingucker ist die Kasbah von Agadir – oder das, was nach dem Beben 1960 davon übrig geblieben ist. Einst maß die Festung in etwa 240 Metern Höhe über dem Meeresspiegel über 400 Meter in der Länge und 150 Meter in der Breite. Heute ist nur noch wenig vom Bauwerk in luftiger Höhe zu sehen; die Aussicht dagegen ist unverändert – und machte uns sprachlos.

Den Atem verschlug es uns jedes Mal auf den Märkten – sowohl in Marrakesch als auch in Agadir. Völlig unbedrängt von den Händlern schlendern wir durch die engen Gassen, vorbei an zahllosen Ständen, lassen uns benebeln von den vielen exotischen Gerüchen. Probieren hier, probieren dort. Aufdringlich wird hier keiner, im Gegenteil: Auf dem Markt, wie eigentlich in ganz Marokko, sind die Menschen mehr als freundlich und zuvorkommend. Einzig auf eine Geflogenheit sollte der Reisende achten: Bevor man einen Einheimischen fotografiert, gilt es ihn vorab um Erlaubnis zu fragen. Dies gebietet der Respekt. Nachgefragt wird aber kaum ein Marokkaner ‚Nein‘ sagen, denn eines sind die Einheimischen ganz gewiss: gastfreundlich! Sowieso fühlen wir uns in ganz Marokko mehr als wohl – ob als Mann oder als Frau. Vorurteile, man müsse als Reisender Angst um seine eigene Sicherheit haben, können wir nicht bestätigen. Insofern Foto: INFORMER

Abendliches Treiben auf der Djemaa el Fna, dem historischen Marktplatz in Marrakesch.

UNBEDRÄNGT AUF DEN MÄRKTEN STÖBERN

Botschafter für die Marke Sonnenklar.TV: Moderatoren-Legende Harry Wijnvoord und Model-Managerin Veronique Kern.

kann man sich als Urlauber ganz entspannt erholen und sich bedenkenlos auf die Entdeckung einer ganz anderen Kultur als der unseren einlassen. Und das zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis in einer touristisch super erschlossenen Region. Ein Beitrag von Lisa Peltzer, Lars Riedel und Ralf Schönfeldt

Foto: FTI

Foto: sonnenklar.TV

Unterwegs im Königreich

Unser Hoteltipp in Agadir Im März dieses Jahres wurde das Vier-Sterne-Hotel LABRANDA Les Dunes D’or nach umfassender Sanierung neu eröffnet. Rund zehn Millionen Euro investierte der Betreiber und Reiseveranstalter, die FTI Group, in das 436 Zimmer große, direkt am Meer von Agadir gelegene Haus. Auf die Urlauber warten ein eigener Strandabschnitt, eine weitläufige Gartenanlage, ein neu gestalteter Spa-Bereich sowie vier Restaurants mit regionaler wie internationaler Küche und drei Bars. In verschiedenen Kidsclubs kommt auch der Nachwuchs voll auf seine Kosten. Auf Wunsch organisiert das Team der Destination Management Company ‚Meeting Point Morocco‘ individuelle Ausflüge und Rundreisen. Sieben Nächte mit all-inclusive-Verpflegung und Flug kosten ab 499 Euro pro Person. Buchungen können online auf www.fti.de, unter Tel. 089-710451498 sowie im Reisebüro erfolgen.


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REISE

Bella Sicilia - auf Montalbano‘s Spuren nach Comiso Traumhafte Strände, idyllische Bilderbuchstädtchen und antike Bauten – so kennen wir Sizilien. Warum aber besonders die Küstenregion im Südosten der Insel für Krimifans eine Reise wert ist, hat für die INFORMER Magazine kürzlich Jöran Steinsiek erkundet.

Wer gerne auf eigenen Wegen diesen noch unberührten Teil Siziliens entdecken möchte, kann mittlerweile auf über 600 Bed-and-Breakfast-Häuser, meist familiär geführte Gästehäuser und Hotels zurückgreifen. Mit der neuen Flugroute nach Comiso steigt allerdings auch die Nachfrage spürbar an. Anschläge in Ägypten oder der Türkei sorgen bei vielen Urlaubssuchenden für einen Blick nach Alternativen. Da dürfte der günstige Flug ab Düsseldorf-Weeze (hin und zurück für unter 40 Euro) gerade passend kommen. Ein Beitrag von Jöran Steinsiek

E

zio Palazzolo ist gut gelaunt. Eigentlich kann man sich den freundlichen Direktor des örtlichen Fremdenverkehrsverbandes nur schwer anders vorstellen. Der smarte Sizilianer mit dem sonnigen Lächeln hat in diesen Tagen besonderen Grund zur Freunde. Im Sommerflugplan hat erst jüngst die Ryanair ab Weeze zweimal wöchentlich Comiso in den Flugplan aufgenommen. Ein ehemaliger Militärstützpunkt ist seit 2013 das neue internationale Tor zur Küstenregion, in der die Straße von Messina und das Ionische Meer aufeinandertreffen. Der Teil Siziliens, an den die großen Touristenströme bislang größtenteils vorbei flossen. ANZEIGE

VEREIN DER FREUNDE & FÖRDERER KLINIKEN ESSEN-MITTE / EVANG. HUYSSENS-STIFTUNG

Mord und Korruption, Informanten und INFORMER – in Montalbanos berühmten Arbeits­ zimmer hat Jöran Steinsiek für unsere Redak­ tion schon mal Platz genommen – zur Probe!

Dabei ist die Iblei-Küstenregion in und um Ragusa mit ihren Jahrtausende alten Städten, 150 Kilometer Strand und zahllose

idyllische Dörfern auch Schauplatz und Filmkulisse von Italiens Kultkommissar Salvo Montalbano. Der etwas schrullige Commissario aus Andrea Camilleri´s Romanen ist mittlerweile das (Werbe-)Gesicht der Region. Für die kommenden Besucher hat Tourismus-Direktor Palazzolo schon passende Montalbano-Pakete parat. Da darf der Besuch von Montalbanos fiktiven Küstenstädtchen Vigàta, im realen Leben das schnuckelige Fischerdörfchen Punta Seca, genauso wenig fehlen wie ein Besuch im Rathaus von Sicicli. Aus dem prunkvollen Amtszimmer des Bürgermeisters wird noch heute regelmäßig die Fernsehkulisse für das Dienstzimmer von Montalbanos Chef, Inspektor Luca Bonetti Alderighi.

Mit ihren Jahrtausende alten Städten und idyllischen Dörfern eignet sich die Iblei­Küsten­ region immer wieder auch als Filmkulisse.


GESELLSCHAFT SPEZIAL

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ALLE VERANSTALTUNGEN IM MAI! DATUM/ZEIT VERANSTALTUNG 10/05/2016 Digital durch Essen Borbeck 15:00 - 16:30 Veranstalter: KGS Dionysiusschule Essen

10/05/2016 18:00 - 19:30

Big Data Reloaded: Das Internet der Dinge und die Zukunft des e-Commerce FOM Hochschulzentrum, Essen / Veranstalter: FOM Hochschule

13/05/2016 Der Google-Patient und der Arzt-on-Demand 16:00 - 17:30 FOM Hochschulzentrum, Essen / Veranstalter: FOM Hochschule

Alexander Schubert: Supramodal Parser

DIGITALE WELTEN

im Essener Wissenschaftssommer „Willkommen in der Wissenschaftsstadt Essen“, heißt es auf der Homepage der Initiative. ‚Willkommen‘ sagen auch die vielen Institutionen, Akteure und Forscher/innen, die mit dabei sind. Der erste Wissenschaftssommer ist gestartet. Und im Mai zeigt sich bereits die bunte Vielfalt der Essener Forschung: Von ‚audiovisuellen Konzepten und Körperbildern‘ über ‚Google-Patienten‘, ‚digitale Ethik‘, ‚Internet in China‘ oder ‚Borbeck digital‘ sind in verschiedensten Veranstaltungen spannende Themen für alle zugänglich. Essens Wissenschaft öffnet ihre Tore – und beim Leitthema ‚digitales Leben‘ macht im Mai neben der Universität Duisburg-Essen, Folkwang Universität, der FOM Hochschule, der VHS, dem Grillo-Theater und Schauspiel Essen mit der Dionysiusschule in Essen-Borbeck auch der Nachwuchs mit. Denn heute ist bereits ein Großteil des Lebens digital. Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft – kaum ein Bereich ist noch ohne digitale Strategien, Technologien und Innovationen denkbar. BIG DATA – EIN GROSSES THEMA

Kaum ein Wort sorgt für so viele Fragezeichen, Angstschweiß und gleichzeitig für Funkeln in den Augen – je nachdem, wen man fragt. Umso besser, dass sich viele Institutionen mit diesem Thema auch im Rahmen des 1. Essener Wissenschaftssommers befassen. So geht das Konfuzius-Institut der Universität Duisburg-Essen in der Veranstaltung ‚Internet in China: IT-Autarkie und Informationskontrolle‘ mit dem IT-Jounalisten Hauke Gierow Chinas Ansatz zur Internetregulierung nach. Dabei wird der Unterschied zu Deutschland mehr als offensichtlich. Doch es geht nicht nur um Zensur, sondern um eine gesteuerte Form der Informatisierung des Landes. Westliche Ansichten verstehen diese Besonderheiten jedoch oft nicht. Einen anderen Akzent setzt die FOM Hochschule mit ‚Der Google-Patient und der Arzt-on-Demand‘. Das eher konservative Gesundheitswesen wird durch die Digitalisierung in Zukunft stark beeinflusst. Sowohl Krankenversicherungen, Leistungserbringer als auch Patienten stehen vor neuen Potenzialen und Herausforderungen. Ist das die schöne neue Patientenwelt oder ein Horrorszenario? Ebenfalls aus dem Forschungsbereich der FOM ist ‚Big Data Reloaded: Das Internet der Dinge und die Zukunft des e-Commerce‘. Dazu

hält Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer, Leiter des Kompetenzfeldes Business Intelligence im ifes Institut für Empirie & Statistik, einen Vortrag an der FOM. Wie beeinflussen diese neuen Technologien den digitalen Konsum, die Art, wie wir kaufen und verkaufen? Dem nicht unheiklen Thema der großen Datensammlung nähert sich Autor und Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer im Grillo-Theater Essen mit ‚Ich habe nichts zu verbergen – Mein Leben mit Big Data‘ eher künstlerisch. Da sitzt schon mal ein verbiesterter Google-Guru auf dem Wohnzimmersofa, während die fleischgewordene Windows-Assistentin Hautkontakt zur desinteressiert-internetsüchtigen Tochter aufnimmt. Groteske Comedy-Elemente fließen so mit Dokumentarischem und (Science-Fiction-)Literatur zu einer pointierten Szenenfolge zusammen – ohne dabei den belehrendend Zeigefinger zu heben. Die Grenzen aber zerlaufen zwischen real existenter Technologie und wahnwitzigen Zukunftsvisionen. KOMPOSITIONEN, ETHIK UND BORBECK

In der Ex Machina Werkstatt der Folkwang Universität bringt Alexander Schubert mit ‚Supramodal Parser – Audiovisuelle Konzepte und Körperbilder in multimedialer Komposition‘ einen musikalischen und auch szenischen Ansatz aus der Rave- und Technokultur in den Diskurs. Mit dem Komponisten gibt es auch einen spannenden Workshop. Der Vortrag ‚REDEN VON MORGEN – Digitale Ethik: Besser leben mit dem Internet?!‘ behandelt ein neueres Feld der Medienethik. Die Digitale Ethik fragt danach, wie der Mensch in der zunehmend digitalisierten Gesellschaft die Medien selbstbestimmt und reflektiert einsetzen kann. Viele Angebote der schönen Medienwelt bieten uns Bequemlichkeit (Online-Shopping), neue Informationsquellen (Suchmaschinen, Blogs) oder Austausch und Selbstdarstellung (soziale Netzwerke). Der Vortrag , den das Schauspiel Essen im Café Central bietet, stellt Lösungsansätze aus medienethischer Sicht vor und diskutiert mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wie man die digitalen Medien für ein gelingendes Leben einsetzen kann. Prof. Dr. Oliver Zöllner lehrt seit 2006 Medienforschung und Digitale Ethik an der Hochschule der Medien in Stuttgart und leitet dort das Institut für Digitale Ethik (IDE). Last but not least geht es ‚Digital durch Essen Borbeck‘ – mit dem Smartphone oder Tablet. Spuren, die Geschichten erzählen, gilt es mithilfe der App BIPARCOURS zu entdecken, denn: Wissenschaft, Neugier und Bildung kennen in Essen keine Grenzen. Das Programm des 1. Essener Wissenschaftssommers mit detaillierten Informationen zu den Veranstaltungen unter: www. wissenschaftsstadt-essen.de/ essener-wissenschaftssommer/

19/05/2016 Audiovisuelle Konzepte und Körperbilder in multimedialer 19:30 Komposition / Campus Essen-Werden (Kammermusiksaal), Essen Veranstalter: Folkwang Universität der Künste

Workshop mit Alexander Schubert

20/05/2016 Campus Essen-Werden (ICEM, Studio 1), Essen (Werden) 10:00 Veranstalter: Folkwang Universität der Künste

20/05/2016 19:30 - 22:10

„Ich habe nichts zu verbergen – Mein Leben mit Big Data“ Grillo-Theater, Essen / Veranstalter: Schauspiel Essen

REDEN VON MORGEN - „Digitale Ethik: Besser leben 22/05/2016 mit dem Internet?!“ 11:00 - 13:00 Schauspiel Essen, Café Central, Essen Veranstalter: Schauspiel Essen / VHS Essen

eLearning in der Weiterbildung

23/05/2016 Learning Lab der Universität Duisburg-Essen (S06 S00 A46), Essen 13:30 - 18:00 Veranstalter: Universität Duisburg Essen / VHS Essen

Internet in China: IT-Autarkie und Informationskontrolle

30/05/2016 Uni Duisburg-Essen, Glaspavillon 18:30 - 20:00 Veranstalter: Universität Duisburg-Essen

Alle Angaben ohne Gewähr, Änderungen vorbehalten, Stand April 2016

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ZU GUTER LETZT

IMPRESSUM

E-MAIL KONTAKT: vorname.nachname@informer-magazine.de

Christian Boenisch (ART-DIRECTOR)

Betty Stellmacher (VERLAGS-LEITUNG)

Jöran Steinsiek (THEMEN-REDAKTION)

Ausblick:

DAS BEWEGT DIE STADT IN DEN NÄCHSTEN 4 WOCHEN von Celina Kimmerle und Lars Riedel

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Amela Radetinac (KULTUR / PEOPLE)

Pascal Hesse (POLITIK / WIRTSCHAFT)

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Gerd Lorenzen (FOTO)

Luisa Feyen (OFFICE / DISTRIBUTION)

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Lars Riedel (CHEF VOM DIENST)

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Ralf Schönfeldt (HERAUSGEBER)

Foto: Peter Prengel – Stadtbildstelle Essen

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Christoph Bubbe (GRAFIK / FOTO)

Fehden der libanesischen Familienclans

Ein Thema, das nicht nur die Stadt, sondern auch den Polizeipräsidenten Frank Richter (im Bild) in den nächsten Wochen bewegen wird. Diese Fehden existieren zwar schon seit Jahren, beinahe Jahrzehnten, aber im vergangenen Monat haben sie ein neues Ausmaß erreicht. Die Bemühungen der Stadt, den Norden Essens aufzuwerten, werden durch Ereignisse der eskalierenden Gewalt untergraben. Auch Oberbürgermeister Thomas Kufen äußerte sich in einer Stellungnahme zu den Ereignissen: „Die jetzt offensichtlich zu Tage ge-

Celina Kimmerle (OFFICE)

Schlusstermine für die Ausgabe »Juni 2016« REDAKTION: 16.05.2016 & ANZEIGEN: 20.05.2016 DRUCK Ruhrnetzwerk GmbH DISTRIBUTION Briefkasten-Zustellung: Delta Werbung GmbH Auslage-Vertrieb: Direktwerbung Van Hoewijk VERLAG Presse-Verlag Ruhr GmbH · Bredeneyer Straße 2b 45133 Essen · Geschäftsführer: Ralf Schönfeldt

Rückblick:

www.informer-magazine.de www.facebook.com/INFORMER.Essen eMail: info@informer-magazine.de Kooperationspartner: „Die Stadtzeitung Wuppertal“ Die INFORMER MAGAZINE Essen erscheinen 12 × jährlich jeweils vor Monatsbeginn im kombinierten Haushalts- und Auslagevertrieb. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 18 vom 01.08.2015. Vom Verlag gestaltete Anzeigen unterliegen dem Urheberrecht und dürfen ohne schriftliche Genehmigung nicht verwendet werden. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder. INFORMER MAGAZINE ist ein eingetragenes Markenzeichen der Bredeneyer Informer Verlags GmbH & Co. KG.

Frische Küche, entspannte Atmosphäre, nette Leute und jede Menge Flugzeuge – damit wirbt das ,checkin Cafe & Bar‘ am Flughafen Essen/Mülheim. Zur Neueröffnung im Hauptgebäude gönnten sich die Betreiber um Geschäftsführer Frank Jakob und Betriebsleiter Danielo Gaballo eine große Party. Während an der Bar und im Bistrobereich Herzhaftes für den Magen und Spritziges für die Seele warten, lädt die Terrasse bei gutem Wetter zum Verweilen ein, natürlich mit freiem Blick auf das Flugfeld.

„Bildung ist ein Grundrecht. Nicht alle Kinder haben Zugang zu diesem Grundrecht. Finanziell können sich viele Familien Bücher nicht leisten. Auch im digitalen Zeitalter der eBooks ein Problem, denn auch ein Tablet kostet. Wenn das Lesen wieder mehr Raum einnehmen würde, wäre das ein Gewinn für die Kinder und für unsere Gesellschaft. Denn Bücher regen zum Denken an, bieten Anlass für Gespräche und fördern so den Zusammenhalt – und zwar über Generationen hinweg.“ Helfen auch Sie mit! Verein Kinderbuch Patenschaft e.V. · Ruhrtalstrasse 52–60 · 45239 Essen www.kinderbuch-patenschaft.de · 0172-429 29 72 · info@kinderbuch-patenschaft.de

INFORMER-Herausgeber Ralf Schönfeldt und Medienberater Artur Hanke im Gespräch mit Multi-Gastronom Ted Terdisch.

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Fotos: Gerd Lorenzen

Hauptgeschäftsführer Architektenkammer NRW, Präsident Club Kohlenwäsche & Kinderbuchpate

checkin check Musikalisch sorgte das Duo aus Benny Nauschütz und Joyce van de Pol für ein stilvolles Ambiente.

Ein gutes Buch ist mehr als ein Datensatz. Es iSt etwas Bleibendes!

Markus Lehrmann,

Das Bewegte unsere Leser in den letzten 4 Wochen

Fotos: Christoph Bubbe

REDAKTION Bredeneyer Straße 23 · 45133 Essen Fon: (0201) 45 8534 45 · Fax: (0201) 45 8530 89

tretene Form von Selbstjustiz ist ein Ausdruck von mangelndem Respekt und Vertrauen in Polizei und gesellschaftliche Ordnung. Diese Art von Parallelgesellschaft ist völlig inakzeptabel.“ Das oberste Ziel sei es nun, diese Spirale der Gewalt zu stoppen, sodass sich die Essener Bewohner wieder sicher fühlen können. Deshalb lädt die SPD-Fraktion am 9. Mai auch den Polizeipräsidenten und die Stadtspitze zu einem Gespräch. „Wir werden darauf drängen, dass sich möglichst schnell und für die Bevölkerung spürbar etwas tut“, erklärt auch SPD-Ratsherr Hans-Ulrich Krause, ordnungspolitischer Sprecher. Bessere Integration und eine schnellere Klärung der Bleiberechte auf der einen, Bestrafung und Abschiebung derjenigen, die sich nicht an die gesellschaftlichen Spielregeln halten, auf der anderen Seite – so die Wahl der Mittel. Aber das Wie zu klären, wird uns sicherlich noch Wochen beschäftigen.

Das Zitat der bedeutenden Choreografin Rosalia Chladek „Tanzen ist Zeichnen im Raum“ kehrt die Künstlerin Ilse Straeter mit ihren Werken um: „Zeichnen ist Tanz auf dem Papier.“

Stippvisite auf der Rüttenscheider Kunstmeile: Oberbürgermeister Thomas Kufen (vorne) und IGR-Chef Dr. Rolf Krane.

Unter dem Titel ‚rüart‘ stellten rund 50 lokale Künstler ihre Werke einem breiten Publikum vor. In Schaufenstern, Cafés und Bars entlang der Rü und ihren Nebenstraßen gab es über eine Woche lang Gemälde, Fotografien und Skulpturen zu entdecken. Nach erfolgreichem Auftakt 2015 war es bereits die zweite Rüttenscheider Kunstmeile, die von der Interessengemeinschaft IGR in Kooperation mit dem Forum Kunst und Architektur veranstaltet wird. Ziel: Kunst in den öffentlichen Raum zu bringen und den Kontakt zu den Künstlern zu fördern.


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Deutscher Fan-Meister 2016

Bereits zum fünften Mal sucht Sky in der jährlichen Meisterschaft der deutschen Bundesliga-Fanclubs den deutschen Fan-Meister. Nach Ablauf der Bundesliga-Saison schnüren die Fans die Fußballschuhe und kämpfen als Vertreter ihres Lieblingsteams um den Titel. Ausgetragen wird der Sky Fan Cup 2016 am 28. Mai in Essen. Insgesamt 24 Teams werden am Tag des Finals der UEFA Champions League um die begehrte Trophäe kämpfen. Zahlreiche Vereine der ersten und zweiten Bundesliga werden jeweils ein Fan-Team als Vertreter ihrer Clubs nach Essen schicken. Zudem wird der Titelverteidiger, der Borussia Dortmund Fanclub „Ostborussen“, und ein Gastgeber-Team aus Essen an den Start gehen. Der Sky Fan Cup 2016 wird am 28. Mai ab 09:00 Uhr auf der Sportanlage Ardelhütte in Essen ausgetragen. Weitere Informationen zum Sky Fan Cup und Impressionen aus den vergangenen Jahren finden Sie unter sky.de/fancup .

„Aus Liebe zu Ihrem Fo Die Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. Es passiert am Arbeitsplatz, in der U-Bahn, auf Partys, im eigenen Heim oder auf dem Weg nach Hause. Im Alltag sind Frauen den unterschiedlichsten Übergriffen und Bedrohungen ausgesetzt. Die Antwort darauf ist die physische und psychische Stärkung. Wer vorbeugt, ist gegen Übergriffe gewappnet. Durch das Erlernen funktioneller, einfacher Selbstschutztechniken werden vorbeugende Fähigkeiten ausgebildet. Die mentale Vorbereitung baut Hemmschwellen und Angst ab. Frau wird selbstbewusster und weiß, sich zu wehren – denn jeder hat das Recht, sich zu schützen.

Die Würde des Menschen: unantastbar!

Foto: Pascal Hesse

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Tolerant und weltoffen hat sich die Stadt Essen anlässlich zweier Demonstrationen im Südviertel präsentiert. Die NPD zog mit rund 100 Demonstranten durch die Straßen, während das Bündnis ,Essen stellt sich quer‘ deutlich mehr als 500 Gegendemonstranten mobilisierte, darunter OB Kufen: „Unsere Stadt ist Heimat für viele Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft, Religion und Kultur. Auf die gemeinsame Heimat und den Zusammenhalt sind wir stolz. Extremisten aus welcher politischen oder ideologischen Ecke sind unerwünscht!“ Zunächst versammelten sich Demonstranten beider Lager am Hauptbahnhof. Begleitet wurde der anschließende NPD-Aufzug durch starke Polizeikräfte. Nachdem Gegendemonstranten versuchten, durch Sitzblockaden den Aufzugweg zu blockieren, musste die Polizei mit der Reiterstaffel eingreifen. Insgesamt blieb es aber friedlich. Das Konzept der Polizei ging auf.

Petra, 44 Jahre alt, ging nach der Firmenfeier zum Parkplatz, um nach Hause zu fahren. Alles war an diesem Abend gut, nur Kai hatte etwas zu viel getrunken und nervte. „Eigentlich ist er ein lieber und leiser Vertreter“, ging es ihr noch durch den Kopf, als sie, an ihrem Wagen angekommen, seine Stimme vernahm. „Bringst du mich nach Hause?“, rief er ihr grinsend entgegen, eine Flasche Wein in der Hand haltend. Ihr Magen verkrampfte sich. Erst wollte sie „Ja“ sagen. Doch es warnte sie etwas und sie sagte laut: „Nein! Ich kann dich nicht mitnehmen.“ Kais Gesicht verzerrte sich plötzlich und er rannte, die Flasche wie eine Kriegskeule über dem Kopf schwingend, auf sie zu und schrie laut: „Du Schlampe! Dir werde ich es zeigen!“ Petra schmiss reflexartig ihre Handtasche in sein Gesicht und ließ einen geraden Tritt in den Unterleib folgen, so dass Kai mit einem lauten Aufschrei zu Boden ging.

Im Notfall kann alles zur Waffe werden – ein Blick in die Tasche genügt Petra trainiert seit einem Jahr x-defense, was sich an diesem Tag auszahlte. Alles kann zur Waffe werden! Ein Blick in die Handtasche verschafft einem eine Übersicht: ob Schlüssel, Handy oder Kugelschreiber – sie verstärken die Schlagtechnik. Der Gegenstand sollte in der Hand stabilisiert werden und gezielt auf die Vitalzentren wie Nasenbein oder Schläfe geführt werden. Die Handtasche an sich ist ebenso eine ideale Waffe und kann zur Verteidigung wie im oben beschriebenen Fall eingesetzt werden. Gegenstände oder Wertsachen sind ersetzbar – die Gesundheit nicht.

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