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10 – 11 | 2010

DESIGN > ANGEWANDTE KUNST > FORMGESTALTUNG Nr. 20 | Ausgabe Deutschschweiz > Deutschland

KÜCHE – KINDER – COCOONING


www.funny-potato.com/blog/cocooning-time

INHALT

EDITORIAL

<<< TITELBILD: Cocooning Time, 2009; © jonathan@funny-potato.com

04 ESSAY Wahre Härtetests muss Design „unter dem“ Kind bestehen. Der Kinderstuhl mit den niedlichen, verspielten Streben sieht nach drei Wochen „Bestuhlung“ aus wie eine Tropfsteinhöhle, Stalagniten aus Haferflockenbrei, biologisch-dynamische Stalaktiten aus Birne-Pastinake bilden phantastische Formationen. Die Hausfrau weint und steigt auf aerodynamisches Plastik ohne Nut und Feder um. Auch muss Vieles weichen, was dem Kindlein schaden könnte, es sei denn man liebt diese Schadenfrohvideos von Kindern, die vom Tisch fallen, in den Kühlschrank klettern oder zur Friteuse klettern während sie mit der Elektrik liebäugeln.

Noch alle Tassen im Schrank? Zwischen Gadget und Gaga: Eine kleine Psychologie der Kuche

08 THEMA Kinder, Kuche, Cocooning Back to the roots oder können auch Männer Haushalt?

14 PERSONA Funktion bildet die Form Inform im Gespräch mit Dieter Rams

17 TEXT Neu erschienene Bücher

Mit Kindern ist kreatives Chaos unumgänglich und gutes Design (nicht nur in der Küche) sollte schon während der Geburtskurse als Nerventonikum verschrieben und der Mutterpass mit entsprechenden Werbebuttons versehen werden.

18 EXPO Eine »Frankfurter Kuche« im Berliner Museum der Dinge

21 ARTEFAKT – KINDER Was das andere, das offizielle Design angeht, das heißt das Design der Kochshows, der alten Einbauküche, der Singles, der Hochglanzkataloge, also das Design aller Küchen, die die Neurosen ihrer Besitzer zu spiegeln haben, so lautet das Fazit unseres Essays über die Psychopathologie der modernen Küche: Design wird mit Dasein verwechselt. Sprich: was fehlt ist „Leben in der Bude.“ Vandalistische Kinderhorden, nervende Schwiegereltern, Nachbarn, die fortwährend Eier ausleihen. Warum Küche und Wohnungen so oft in der Zurschaustellung von Tertiärtugenden oder dem nur scheinbar dazu im Gegensatz stehenden Cocooning mit starkem Nestgeruch enden ist ein Problem zwischen Privatem und Öffentlichen, was man von Innen nach Außen lässt und umgekehrt, zwischen dem, was man will (wenn man es weiß) und dem, was es gibt.

Gut gefunden

23 ARTEFAKT Gut gefunden

24 INSTITUTION La Maison des Petits Ein Designhaus fur Kinder von Matali Crasset

29 SCHMUCKTENDENZEN ZÜRICH Katharina Schreck Fabulöser Schmuck

31 CONCOURS Ausschreibungen | Wettbewerbe

32 TIPPS Empfehlenswert Viel „Leben in der Bude“ wünschen Ihnen

49 AGENDA Termine von Oktober bis November 2010 Regina Claus Björn Barg

55 Impressum 03


ESSAY

> Noch alle Tassen im Schrank? |

Zwischen Gadget und Gaga: Eine kleine Psychologie der Küche

Noch vor 100 Jahren erschienen politische „Pamphlete wider das verkochte und verbügelte Leben der Frauen“. Die Küche wurde darin als „Galeerenstrafanstalt“ beschrieben. Heute blättern wir in Designbroschüren, die den „neuen Lebensraum Küche“, die puristische „Werkbank“ und das „unverwechselbare Ambiente“ feiern. Überall wird gekocht, sogar im Fernsehen. Aus der Fronarbeit ist wie durch ein Wunder die reine Lust geworden und die schönen Menschen, die in diesen schönen Küchen um die Wette kochen, schwingen den Kochlöffel, als ginge es um das Jüngste Gericht. Partys enden neuerdings nicht mehr in der Küche, sie beginnen gleich dort. Auffallend oft sind es Männer, die ihre Küchen getunt haben wie früher den Sportwagen. Natürlich ist die Arbeitsplatte aus „satiniertem Glas“, der Wokbrenner hat mindestens 5000 PS und das Sushi-Messer wurde vom letzten Samurai handgeschmiedet. Ich ertappe mich bei privaten Einladungen immer öfter dabei, unauffällig nach den versteckten Kameras zu suchen, wenn sich die Gastgeber benehmen als ginge es um das Casting für ein TV-Kochduell. Doch was sagen diese neuen Selbstdarstellerküchen über uns aus? Haben wir noch alle Tassen im Schrank? Designerküchen und Kochshows sind normalerweise kein Forschungsgegenstand für Anthropologen. Sie reisen lieber in abgelegene Gegenden der Welt und studieren die Bräuche der letzten Ureinwohner. Doch wenn der Ethnologe Professor Dr. Wulf Schiefenhövel die Spezies der Zacherl und Lafers im Fernsehen betrachtet, erinnert ihn das an das Gebaren der Hominiden des Pleistozän. „Da spricht uns etwas im Stammhirn an. Meine Hypothese ist, dass sich diese Sendungen einklinken an unsere archaischen Bilder des gemeinsamen Speisebereitens am Feuer.“ Niemand weiß genau, wann diese seltsame Prägung zu Gebratenem begann. Schiefenhövel, der seit den sechziger Jahren auf dem Gebiet forscht, vermutet, dass wir „seit rund 300.000 Jahren biopsychisch auf das Feuer geprägt sind, seit es zum ersten Mal gelang, durch Reibung an Holz, Glut zu entfachen. Wir riechen gern Feuer, das erweckt sofort eine ganze Menge von Assoziationen; da sind Menschen, da bin ich aufgehoben, der Geruch von Gegartem, von Essen.“ In allen Kulturen war die Feuerstelle der Mittelpunkt des Lebens, Spuren davon finden sich noch bis weit in die Neuzeit in der Lage der Küche in den Häusern. Der Evolutionsbiologe vom Max-Planck-Institut in Erling-Andechs, lebt seit mehr als vierzig Jahren immer mal wieder bei einem Eingeborenenstamm im Hochland von Papua Neuguinea. Die Eipo kennen keine Elektroquirls und auch Eismaschinen sind ihnen fremd. Sie bereiten die Speisen noch so zu wie seit Anbeginn. Die Frauen kochen. „Die Männer kommen erst ins Spiel, wenn es um große Zeremonien geht. Sie machen Pudding aus karamellisierter Kokosmilch.“ Fast wie beim Showkochen heute. Bei den Eipo hat sich ein interessanter Schöpfungsmythos über die Geburt der Küche erhalten. In Liebesgedichten wird der Akt des Feuermachens zur Metapher für Geschlechtsverkehr. „Eine Liane wird durch rhythmische Bewegung entfacht. Das steht symbolisch für den Orgasmus, aus dem eine große Flamme wird.“

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Statt Sex und Sinnlichkeit herrschte bei uns lange Sagrotan. Der Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich schrieb 1965 über den spießbürgerlichen „Wohnfetischismus“: Blankgeputzte Küchen würden nur Ungemütlichkeit erschaffen. Das sei eine „in eine Tugend umgedeutete Krankheit. Die Krankheit nämlich, mit menschlichen Kontakten nicht ins Klare zu kommen und stattdessen reine Böden zu schaffen”. Was eine Wohnung zur Heimat mache, seien „nicht schöne Möbel, nicht die Kunst des Architekten, sondern die menschlichen Beziehungen, die an einen Ort geknüpft sind”. Und heute? Für die Wohnpsychologin Antje Flade hat der soziale Raum der Küche eine Umwertung erfahren. „Sie ist wieder sichtbar geworden und liegt geographisch nicht mehr irgendwo am Rande eines Flurs als kleine Kammer, wo die Haussklavin niedere Dienste verrichtet, sondern rückt zurück ins Zentrum.“ Die krasse Arbeitsteilung „die Frau am Herd, der Ehemann hinaus ins feindliche Leben, spukt wohl nur noch in wenigen Köpfen“, sagt die Darmstädter Grundlagenforscherin. „Jetzt sind es vermehrt die Männer, die an diesem Ort zu finden sind. Die neue Wohnküche wird als Kommunikationsmittel genutzt, um sich anderen gegenüber darzustellen. Die blitzenden Supermöbel sagen auch: Seht her wie wichtig mir dieser Raum ist.“ Antje Flade gehört nicht zu den esoterischen Gurus, die sich als Wohnberater ausgeben und junge Paare nach dem Einzug mit verbundenen Augen die Küche ablecken lassen: „Was in diesem Raum würden Sie mit der Zunge berühren?“ Oder: „Welches Küchenobjekt wären sie gerne?“ Geht die Liebe statt durch den Magen jetzt durch die Küche? Entscheidet die Kücheneinrichtung über Lust oder Leid der Zweisamkeit? Die seriöse Wohnpsychologie schweigt über solche Phänomene. „Nicht alle Vorgänge in der Küche lassen sich rational erklären“, sagt die Psychologin Flade. Immerhin gibt es Untersuchungen darüber, dass Räume meist nur einer Person gehören. Wenn ein Ehepaar auf die Frage „Wem gehört die Küche?” antwortet, „uns beiden gemeinsam“, dann gehört sie keinem. Die Frage, wem ein Raum ge-

Lilly Reich (1885 – 1947), Appartement für eine Person – Wohnzimmer mit Kitchenette, 1931; Foto: The Museum of Modern Art, New York; Mies van der Rohe Archive.


Otl Aichers Studie „Die Küche zum Kochen“ ist bis heute wegweisend für die Öffnung der Küche zum allgemeinen Wohnbereich; Fotos: mit freundlicher Genehmigung des Ökobuch Verlags, Staufen bei Freiburg 2006 (2. Aufl. des 1982 erstmals erschienenen Buches).

hört, ist entscheidend für das Wohlbefinden. In der konventionellen Küche gibt es oft nur einen Arbeitsplatz, den meist die Hausfrau dominiert und somit alle anderen Familienmitglieder zu Rangierangestellten ihrer Ordnung degradiert. Psychologen haben für den Drang des Menschen, sich einzurichten, den Begriff „Aneignung“ geprägt. Das zentrale Thema der Aneignung ist, Symbole zu schaffen für den eigenen Selbstwert nach außen: Symbole der Identität. Was gibt uns das Gefühl, zu Hause zu sein? „Der erste Eindruck spricht bei einer Wohnung: Hier fühle ich mich wohl“, sagt Antje Flade. „Jeder Raum hat eine Wohnseele. Bei der Küche ist diese auf charmante Weise chaotisch. Dieser Raum wird als lustvoll empfunden. Wenn es dort aber nur kalt blinkt und blitzt, dann geht das Anregende verloren.“ Warum drängen sich bei Partys die Menschen selbst in kleinste Küchen? „Der Abstand zwischen Personen definiert ihr Verhalten“, sagt die Wohnpsychologin. „Persönliche Distanzen liegen bei 1,20 Meter, ab 45 cm spricht man schon von intimer Kommunikation. Die Nähe macht aus der Küche einen informellen Ort.“

herren geben vor Dreisterneköche zu sein, in Wirklichkeit wird das Essen vom Catering Service durch den Hinterausgang angeliefert. 2. Platzangst: 8-Quadratmeter Wohnküche. Zehn Gäste auf neun Stühlen spielen einen Abend lang „Reise nach Jerusalem“. Wie gut, dass Rüdiger, der neue Freund der Gastgeberin auch noch seinen Collie mitgebracht hat. 3. Putzzwang: Mattschwarze Optik im Krematoriumschick. Nein, hier kocht nicht die Trauerhilfe Denk, die Gattin hat es gerne ordentlich. 4. Autismus/Depression: Junggesellenküche. Sieht unaufgeräumt aus wie bei Schimanski, der morgens verkatert nach Essbaren sucht, zwei Eier findet, aber keine saubere Pfanne. Also schlägt er sie ins Glas und würgt sie runter. 6. Hysterie: Living Kitchen mit verschärften Redezwang an der Kochinsel. „Zeig mir Deinen Kochlöffel und ich sag dir wie lang er ist.“ 7. Fetischismus: Offene Küche, die an einen OPSaal für plastische Chirurgie erinnert. Gadgetverliebte Männer leben ihre Neurosen aus: „Meine Tomate muss sich freuen, wenn sie im zartrauen Schnitt eines frisch gewetzten Messers zerteilt wird.“

C.G. Jung hat davon gesprochen, dass „unsere Wohnungen ein symbolischer Spiegel unseres inneren Selbst“ wären. Also gut, legen wir die Küche auf die Couch, hier ein Psychogramm der sieben nervigsten Krisenherde. 1. Borderline: Non-Plus-Ultraküche mit allem Schnickschnack. Die Haus-

Wäre die moderne Küche ein Patient, ich glaube, sie litte unter Aufmerksamkeitssyndrom. Das gestörte Verhältnis des modernen Menschen zur Küche basiert vor allem auf einem Missverständnis. Der Verwechs>>> lung von Dasein mit Design. Es lässt sich nicht mehr

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Kein Architekturmodell Mies van der Rohes, sondern Puppenhaus für Kinder mit architektonisch anspruchsvollen Eltern: die Villa Sibis mit Pool und Poolhaus; Foto: desiary.de

genau sagen, wann die Neurose begann, es hatte mit Größenwahn zu tun und dem Zeitgeist des Maschinenzeitalters, menschliches Verhalten zu normieren. Der legendäre Architekt Frank Lloyd Wright dokumentierte mit Stoppuhr und Maßband die rund 360 täglichen Handgriffe und 425 Bewegungsabläufe einer Hausfrau vom Kochen bis zum Abwaschen. Wright träumte von einer Optimierung der Abläufe wie beim Fließband. 1926 erfand die Architektin Margarete Schütte-Lihotzky mit der Frankfurter Küche die moderne Einbauküche. Ihr Hausfrauenlabor war ein revolutionärer Akt mit evolutionär fatalen Folgen für die Psyche bis heute. Wohnpsychologisch eine Katastrophe. Erste Zweifel meldete schon damals der Sozialwissenschaftler Ludwig Neundörfer an: „Der Haupteinwand gegen diese Art von Küche ist der, dass die Menschen meistens anders wirtschaften, als hier vorgesehen ist.“ Spielende Kinder, Hunde, Großmütter wie noch in der Wohnküche des Biedermeier wurden die nächsten 50 Jahre nicht mehr in der Küche gesehen, oder wenn, waren sie der Störfaktor. „Heutige Küchen mit ihrer Designklarheit verströmen eine Ästhetik der Passivität und Repräsentation. Sie sind schön, aber aktionslos.“ Otl Aicher schrieb das vor 27 Jahren. Der legendäre Schöpfer der Piktogramme für die Olympischen Spiele 1972 und Mitbegründer der Ulmer Hochschule für Gestaltung und Design holte das Leben in die Küche zurück. Seine 1982 als Buch erschienene Studie „Die Küche zum Kochen. Das Ende einer Architekturdoktrin“ beschrieb eine „Living Kitchen“, in der wieder „gemeinsam gearbeitet werden kann an einem Ort selbstverständlicher Kommunikation“. In der vom Joch der Dekoration befreiten Küche „wird wieder gekocht und deshalb geschnitten, geputzt, geteilt, geschabt, zerkleinert, gehackt, geschält. Der Adel der Küche liegt nicht mehr in der Aufgeräumtheit, Sauberkeit, sondern in ihrer Verfügbarkeit. Sie darf wieder aussehen wie alte Küchen, mit sichtbaren Kochlöffeln und Pfannen.“ Aicher träumte von einer „Ästhetik der Aktion“, die „den Reiz und die Stimulanz des Chaos“ hat. Was er uns eigentlich sagen wollte: In der Küche das Design einfach mal sein zu lassen. Müssen wir uns im Jahr 2010 über den Patienten Küche ernsthafte Sorgen zu machen? Nein. Gegen die meisten Neurosen

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In Zusammenarbeit mit Designer Hadi Teherani stellte Poggenpohl auf der Eurocucina und dem Salone Internazionale del Mobile 2010 die Küche + Artesio® vor. Sie beherzigt das Motto: „Die Küche wächst in den Wohnraum.“; Foto: Poggenpohl

gibt es gute Medikamente, bei Depressionen soll Licht helfen und sogar mit schizophrenen Schüben weiß die moderne Psychiatrie umzugehen. Nach ein paar Sitzungen auf der Couch reichten womöglich auch ein paar Stangen Dynamit, um den ganzen Designquatsch in einer Art Urknalltherapie weg zu

sprengen. Was übrig bliebe wäre eine Feuerstelle, so wie vor ein paar hunderttausend Jahren, als die seltsame Geschichte der Beziehung des Menschen zur Küche begann. Michael Cornelius

Der Spazio Vivo (1968) des Italieners Virgilio Forchiassin war eine mobile Kücheneinheit aus Stahl und Sperrholz; Hersteller: Snaidero, Italien; Foto: The Museum of Modern Art, New York

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THEMA

> Kinder, Küche, Cocooning |

Back to the roots oder können auch Männer Haushalt?

Am Anfang war die Feuerstelle, um die die Frauen herum hockten und das Essen zubereiteten, während die Männer durch die Wälder jagten. Solche Vorstellungen frühzeitlichen Kochens und geschlechtlicher Arbeitsteilung sagen vermutlich mehr aus über uns, als über die beschriebene Zeit: Zu lückenhaft ist die frühe Geschichte des Kochens und der Küche und bietet damit eine Projektionsfläche für Begründung heutiger Rollenverhältnisse: Kinder, Küche, Cocooning – Wer ertappt sich hierbei denn nicht, an ein Frauenthema zu denken? Auch im Jahre 2010 sind Kindererziehung, Hausarbeit und die Herstellung von Gemütlichkeit ja noch mehrheitlich die Sache von Frauen, Männer betätigen sich lieber außer Haus. Im Design der Küchen der letzten 100 Jahre manifestiert sich jedoch ein Wandel des Frauen- und Männerbilds: Auch wenn Hausmänner (noch) rar sind, ihre Küchen sind schon erfunden. Die Frau ist aus dem Einbauküchenkerker befreit, der Mann erobert die Kücheninsel. Mit der Entweiblichung oder Vermännlichung der Küche – ganz wie man will – geht ein Trend zur Repräsentation einher. Küchen sind heute nicht mehr abgetrennte Bereiche der Koch- und Backtätigkeit, sondern rücken (wieder) ins Zentrum des Wohnens. Die Grenze zum Wohnraum wird durchlässiger oder ist gar nicht mehr vorhanden. Die architektonische Entgrenzung von Räumen hat ihr Pendant in gesellschaftlichen Veränderungen, denn Kochen wird als Arbeit und Freizeit empfunden, geht über die reine Bedürfnisbefriedigung des Sattwerdens hinaus. Dass die Party stets in der Küche endet, ist ein alter Hut, den die Hersteller erkannt und Küchen zu Luxusobjekten umgebaut haben. Der oft diagnostizierte Rückzug ins Private der eigenen vier Wände, seit längerem bekannt als Cocooning, ist somit ein Rückzug in eine Teilprivatheit oder Halböffentlichkeit. Der Kokon, bildlicher Pate des ausgemachten Trends, ist heute eher ein gläserner und das nicht ohne Grund: Die Repräsentation spielt sich heute auch im Inneren von Wohnräumen ab und scheint bis in deren Herz, der Küche, vorgedrungen zu sein. Das Zurschaustellen der Küche symbolisiert die Zurschaustellung des eigenen Lebens und erfüllt damit einen ähnlichen Zweck, wie der Besitz einer Luxuslimousine oder eines teuren Anzugs: Seht her, welch' schönen Dinge ich mir leisten kann. Aber nun der Reihe nach. Von der Bauern- zur Frankfurter Küche „Raus aus meiner Küche!“ – so oder anders verteidigten meist Mütter oder Omas ihr knapp bemessenes Terrain der engen Einbauküche gegen einfallende Kinder. Auch von Essensdüften angelockte Haustiere und Ehemänner bekamen dies zu spüren und es ist vermutlich weniger dem Umstand des Alleinseinwollens der Küchenchefin geschuldet, als der Tatsache, dass die klassische Einbauküche als Ein-PersonenArbeitsplatz konzipiert war. Mit dem Hinausjagen von Störern wurde somit nur das vollzogen, was die Gestaltung und Größe der Küche vorgab. Die Einbauküche ist Ausdruck der häuslichen Arbeitsteilung und Rationalisierung der Küchenarbeit zu einer möglichst schnellen, effizienten Essensproduktion (und deren Beseitigung beim Abwasch).

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Prototyp dieser Vision der Küche als weibliches Kochlabor war die sogenannte „Frankfurter Küche“, entworfen von der Architektin Margarete Schütte-Lihotzky für ein groß angelegtes Wohnungsbauprogramm in Frankfurt und ausgestellt auf der Werkbundausstellung „Die Wohnung“ im Jahre 1927 in Stuttgart. Mit ihrem Fokus auf Arbeitserleichterung, Platzsparen und technologischer Modernisierung war Schütte-Lihotzky nicht allein, wie ein zur Ausstellung herausgegebener Text der Architektin Erna Meyer beweist: „Im Mittelpunkt der Rationalisierung des Haushalt-Betriebes steht das Problem der Küche. […] Bei allen Küchen der Hallenschau konnte den Nöten unserer Zeit entsprechend kein anderer Gedanke im Mittelpunkt stehen als: Kraft- und Zeitersparnis so eindringlich wie möglich jedem Ausstellungsbesucher vor Augen zu führen, und zwar nicht bloß als ein fernes nur in einer Ausstellung zu verwirklichendes Ziel, sondern vielmehr als für weite Kreise durchaus erreichbar.“ Ob Frankfurter, Stuttgarter oder Münchner Küche – das Ziel effizienten Arbeitens einer einzelnen Person stand bei allen damaligen Entwürfen dieser Zeit im Vordergrund. Aus heutiger Sicht wird dies oft als „Einkerkerung“ der Frau und Reduktion auf die Rolle als Hausfrau bezeichnet – damals bezweckt

In den Dreißiger Jahren musste eine Küche vor allem praktisch sein: Poster von 1930 für eine Ausstellung im Gewerbemuseum Basel, gestaltet von Helene Haasbauer-Wallrath; Foto: The Museum of Modern Art, New York


bulthaup ist mit der Küchenwerkstatt b2 auf Männerfang und will Küchengestaltung damit „radikal neu“ denken. Arbeitsplatte, Schubladen und Regale werden ersetzt durch Küchenwerkbank, Feuer- und Wasserstelle und Werkschränke; Foto: bulthaup

wurde jedoch genau das Gegenteil: Mit einer auf Arbeitsrationalität ausgerichteten Küche sollte der Frau, die sowieso den ganzen Haushalt schmiss, ein Instrument zur Seite gestellt werden, mit dem die Arbeiten schnell umgesetzt werden konnten, so dass noch Zeit für anderes als Haushalt und Kindererziehung blieb. Spüle, Gasherd, die Kochkiste oder der Drehstuhl galten als wichtige Errungenschaften auf dem Weg zu einer Erleichterung und Professionalisierung der Hausarbeit. Welch prägenden Einfluss die Frankfurter Küche auf die Entwicklung des Küchendesigns des 20. Jahrhunderts hatte, zeigt die aktuelle Ausstellung „Counter Space“ im Museum of Modern Art in New York, die sich mit dem Einzug modernen Denkens in die häusliche Sphäre befasst. Die Küche als isolierter, vom übrigen Wohnen abgetrennter Arbeitsraum ist jedoch eine relativ junge Erfindung: Im Bauernhaus war die Küche lange der einzige beheizte Raum, in ihr wurde gekocht, gegessen, sich aufgehalten. Die Küche war der zentrale Ort des Hauses, am Küchentisch saßen meist alle zusammen, kein Platz war da für eine Trennung nach Familienzugehörigkeit oder Status. Dies wurde erst möglich in bürgerlichen Haushalten, die durch die Trennung von Küche und Ess- oder Wohnzimmer gekennzeichnet waren. Der Küchentisch war der Essplatz des Personals, von dem sich die bürgerlichen Familie auch räumlich distanzierte. Die Trennung in einen repräsentativen und einen dienenden Teil der Wohnung war ein Kern bürgerlichen Wohnens und wurde zu einem Ideal, dem auch weniger betuchte Kreise nacheiferten. Mit ihrer Abwertung zu einem reinen Arbeitsraum

verlor die Küche ihre zentrale Position und wurde in entlegenere Ecken des Hauses abgedrängt. Die reine Arbeitsküche sollte das Konzept der bürgerlichen Wohnform auch für die Arbeiter und das Kleinbürgertum verfügbar machen. Die Hausfrau musste jedoch mit weniger Platz und ohne Bedienstete auskommen. Verteidiger der Frankfurter Küche sehen in ihr, deren Erfinderin übrigens Kommunistin war und als Gegnerin des Naziregimes von 1940-45 im Gefängnis saß, einen Ansatz, der das Wohnen der Arbeiterschaft und die Arbeitsbedingungen der Hausfrauen verbessern wollte. Von der amerikanischen Wohnküche zu Otl Aichers Küchenwerkbank Mit dem Fokus auf Entlastung, Effizienz und Professionalisierung der Küchenarbeit geriet die soziale Dimension der Küche aus dem Blick: Durch die enge Bauweise war sie kein Ort der Zusammenkunft mehr, wie zuvor in bäuerlichen oder proletarischen Haushalten. Abgemildert wurde die Form der Separierung des Kochens und Backens in der amerikanischen Wohnküche, in der Platz für einen Tisch und damit weitere Anwesende ist. Trotzdem wird auch in dieser nicht selten an der Küchenzeile gegen die Wand gearbeitet, so dass der Raum für Kommunikation und gemeinsames Arbeiten beschränkt bleibt. In Italien erkannte der Küchenhersteller Boffi schon Anfang der 1960er den wechselseitigen Zusammenhang von Küchen>>> design und den dazugehörigen Lebensformen und

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Joe Colombos „Minikitchen“ für Boffi von 1963; Foto aus: Yearbook Kitchen / Bath 2011/12 (siehe Rezension S. 25).; Mit freundlicher Genehmigung des Edel-Verlags

propagierte den Wandel der Küche zu einem Raum der menschlichen Begegnung. Die „Minikitchen“ von Joe Colombo aus dem Jahr 1963 war die erste Küche, die die Grenze zwischen Wohnraum und Küche (wieder) verschwimmen ließ. Sie ist ein Vorreiter des Küchenblocks, der sich heute in vielen Küchen wiederfindet. Eingebettet ist die „Minikitchen“ in das Konzept des „Liquid Space“, das Räume nicht voneinander in Funktionseinheiten trennt, sondern fließende Übergänge schafft. Die Nachteile einer „Entzauberung“ des Kochens zu einer einsamen und auf Produktivität ausgerichteten Tätigkeit benannte der Ulmer Gestalter Otl Aicher, der mit seinem Entwurf des Küchenblocks, in der Mitte des Raums von allen Seiten zugänglich, den kommunikativen Aspekt des Kochens wieder in den Mittelpunkt rückte. Die kleine Ein-Personen-Küche kritisierte er scharf: „Immer allein zu arbeiten, läßt sehr wohl den Eindruck entstehen, man sei Objekt der Arbeit, ihr Sklave, statt ihr Subjekt. Die Arbeitsplatzstudien können nicht um den Sachverhalt herumkommen, dass es für das Arbeiten nicht nur rationale mechanische Kriterien gibt, sondern auch psychologische. Eine Frau in der heutigen Küche muss sich ausgesperrt vorkommen. Deshalb ist eine Küche mit einer Arbeitsfläche für eine Person ein Indiz für eine schikanöse Männerwelt.“ Aicher honorierte durchaus das soziale Anliegen der Frankfurter Küche, ein „Wohnen für alle“ zu erschaffen, doch in der nach arbeitsökonomischen Kriterien entworfenen Einbauküche sah er einen Satellit der industriellen Nahrungsproduktion, in dem vor allem Konserven und andere Fertigprodukte aufgewärmt wurden und das Wissen und die Wertschätzung von Lebensmitteln verloren ging. Aichers Gegenentwurf, die Küche als Koch- und Backwerkstatt zu begreifen ging einher mit der Kritik an allzu spezialisierten Rollenmustern der modernen Gesellschaft. Statt Hausfrau, Lohnarbeiter und Spielkind sah er die Küche als Hauptort der Zusammenkunft. Aichers Küche sollte nicht eine des Anschauens, sondern eine der Zusammenarbeit sein, im Vordergrund standen daher funktionale und soziale, we-

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Die Neuauflage von 2005. Foto aus: Yearbook Kitchen/Bath 2011/12 (siehe Rezension S. 25). Mit freundlicher Genehmigung des Edel-Verlags.

niger ästhetische Begründungen für die Gestaltung seiner Küchen. Die zentrale Einheit seines Entwurfs, der Küchenblock, holte die Arbeit von der an der Wand installierten Küchenzeile zurück ins Zentrum der Küche und sollte auch Männer und Kinder wieder in die Speisezubereitung einbeziehen. Die Küchenwerkbank, vorgestellt 1988, vollendete Aichers Programmatik einer „Küche zum Kochen“ mit der er das „Ende einer Architekturdoktrin“, nämlich jener der Ein-PersonenKüche eingeläutet sah.

Auch die Wohnküche folgt somit einer Rationalisierung, wenngleich vielleicht nicht jener, die die Erfinder der Einbauküchen im Sinn hatten. Hier kann alles, und vor allem gleichzeitig getan werden: Kochen, Kinder-Beaufsichtigen und Arbeiten am Laptop – häusliches Multitasking war schon immer gefragt und gerade die Bauernküche, die als historisches Vorbild für die Gleichzeitigkeit vieler häuslicher Tätigkeiten gelten kann, ist sicher alles andere als ein disfunktionaler Ort.

Profigerät und Porsche-Design – Männer lernen kochen Die Vision Aichers findet sich auch in aktuellen Entwürfen des Küchenherstellers bulthaupt wieder, in dessen Auftrag er sein Konzept entwickelte. Die Küche „b2“ orientiert sich mit ihren Bestandteilen einer Arbeitsbereichs, einer Koch- und Wasserstelle sowie eines Werkschranks an der Philosophie der Werkstatt und scheint daher besonders für Männer entworfen, die auch beim Hobbykochen eine professionelle Arbeitsumgebung verlangen. Zugeklappt orientiert sich „b2“ an der minimalistischen Ästhetik klassischen Küchendesigns und wird zu einem Assecoir der Inneneinrichtung.

Was kommt? Eine Gesellschaft, die Flexibilität der Individuen einfordert, kommt auch an umzugskompatiblen Einrichtungsgegenständen nicht vorbei – eine rollbare Miniküche ist nicht nur in einem Single-Haushalt installierbar, sondern auch schnell wieder eingepackt und in der neuen Wohnung platziert. Sperrige und maßangefertigte Einbauküchen versprühen dagegen eine Brise Verbindlichkeit und Unveränderlichkeit. Zur Zeit im Trend scheint aber auch eine Rückbesinnung auf alte Werte und Nachhaltigkeit. Vielleicht steht uns damit eine Renaissance des Rechts auf Privatheit bevor, vielleicht werden Küchen wieder Orte der Familie, des Persönlichen, aus denen wenn nicht Freunde, dann doch Bekannte herausgehalten werden (zumindest für Schlafzimmer gilt der Grundsatz der Privatheit ja auch heute noch).

Oft in Verbindung mit einer Theke sind heutige Küche offener geworden und von ihrer Beschränkung auf ein reines Arbeitslabor befreit. Damit sind sie jedoch auch ihrer Unsichtbarkeit beraubt, denn konnte in der abgetrennten Kleinküche das nackte Chaos herrschen, während sich die Gäste im Essoder Wohnzimmer aufhielten, ist die heutige Küche teil des repräsentativen Raums. Damit einher geht die Tendenz bestehender gesellschaftlicher Grenzen und Rollenmuster. Die Gegensätze von Arbeit und Freizeit, weiblicher und männlicher Rolle oder auch Privatheit und Öffentlichkeit spiegeln sich in der Architektur und Gestaltung von Behausungen, am Besten ablesbar an der sich öffnenden Küche. Dort wird gekocht, gebacken und abgewaschen, aber sich auch getroffen, zusammen gegessen oder auch Büroarbeit verrichtet. Ein Großteil des häuslichen Lebens kann sich hier abspielen, Arbeit und Freizeit sind dabei nur schwer zu trennen.

Und auch Otl Aichers Kritik scheint noch aktuell, denn viele Küchenhersteller orientieren sich noch immer an der Einbauküche mit ihren verschlossenen Fronten und ihrem kühlen Design, das nicht zur Benutzung einlädt, sondern Angst vor dem Dreckigmachen weckt. Das „echte“ Leben und die dazugehörigen Menschen wirken in solch durchgestylten Arrangements wie Fremdkörper, die die Ordnung stören (vielleicht erklärt sich auch so, warum die meisten Hersteller auf die Abbildung von Personen weitgehendst verzichten). Wohlfühlen scheint hier nicht ohne Weiteres möglich. Eins ist aber sicher: Die Küche hat ihren Ort im Zentrum der Wohnung zurückerobert und steht ab sofort auch Männern >>> zur Benutzung frei. Christof Heim

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Auf die (ironische?) Spitze getrieben hat die völlige Trennung von Koch- und Wohnbereich der italienische Designer Colani mit seiner (nie in Serie gegangenen) Kugelküche, aus der die Hausfrau über Bordfunk mit ihrer Familie verbunden sein sollte.

Literatur: – Erna Meyer: Das Küchenproblem auf der Werkbundausstellung, 1927 – Otl Aicher: Die Küche zum Kochen. Das Ende einer Architekturdoktrin, 1982 – Michael Andritzky (Hg.): Oikos. Von der Feuerstelle zur Mikrowelle. Haushalt und Wohnen im Wandel, 1992

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Elfi Miklautz u.a. (Hg.): Die Küche. Zur Geschichte eines architektonischen, sozialen und imaginativen Raums, 1999 Antonia Surmann: Gute Küchen – wenig Arbeit. Deutsches Küchendesign im westeuropäischen Kontext 1909 – 1989, 2010

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PERSONA

> Funktion bildet die Form |

Inform im Gespräch mit Dieter Rams

Dieter Rams; Foto: Norbert Miguletz

Er ist eine Art unfreiwilliger Popstar der Branche: Dieter Rams, Jahrgang 1932, der in den letzten zwanzig Jahren einfach aufgehört hat, zu altern (was seine Designs schon immer konnten), war 40 Jahre für den Elektrogerätehersteller Braun als Gestalter tätig, davon seit 1961 als Chefdesigner eines Teams, mit dem er den „Geist des Labors“ in die Gestaltung von Elektrogeräten einführte. Mit konsequentem Schnörkelverzicht brachte er mit seinen Leuten damit das Wesen der Dinge zur Darstellung und hat mit diesem Minimalismus bis heute unzählige nachrückende Designer ästhetisch geprägt. Das Museum für Angewandte Kunst Frankfurt zeigte nun von Mai bis September 2010 als letzte Station nach Museen in Osaka, Tokio und London die Ausstellung „less and more. Das Designethos von Dieter Rams“, die ein halbes Jahrhundert Arbeit an der Form der Dinge Revue passieren liess. Insgesamt 500 Exponate waren auf 1000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zu sehen, darunter neben HiFi-Anlagen, Kameras, Uhren und Systemmöbeln von Vitsoe, auch BraunKüchengeräte, die über Jahrzehnte den Hausfrauen das Leben leichter machten und formal fast unverbesserlich waren. Zur Ausstellungseröffnung standen die Journalisten Schlange. Auch Inform-Autorin Nike Breyer durfte – als erste – eine Reihe von Fragen stellen. Guten Tag Herr Rams, Sie haben sich in den letzten 18 Jahren kein bisschen verändert. Dieter Rams (lacht): Das muss an der Brille liegen. Die trage ich seit meinem 6. Lebensjahr, zuerst als Kassenbrille. Später habe ich das gleiche Modell in London wieder gefunden, eine Laborbrille. Die gefiel mir. Seitdem bin ich diesem Modell treu geblieben. Heute möchte ich nicht über Mode mit Ihnen sprechen, sondern über Küche und Design. Ich steige direkt ein: Eine Produktlegende ist bis heute die Küchenmaschine KM 32 von Braun. Was war das Besondere?

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Also zuerst: Die 32 war schon das Nachfolgemodell mit Verbesserungen. Das Ursprungsmodell war die KM 3. War das Programm, dass Braun keine Produktnamen verwendete, sondern Buchstaben und Ziffern? Das stimmt so nicht ganz. Das war zwar meine Intention. Ich war gegen diese furchtbaren Fantasie-Namen. Aber im Verkauf hat man doch Namen bevorzugt. Bei Radiogeräten, aber auch bei Haushaltsgeräten gab's die natürlich immer noch … Multimix zum Beispiel, war ein Bestandteil vom Mixer, der bei der Küchenmaschine mit dabei war. Die lief ja unglaublich lange im Programm. Ja, das sind keine Geräte, die technisch sehr anspruchsvoll sind. Sie bestehen aus Motor und Getriebe. Da hat sich nicht viel geändert, vielleicht im Schalterbereich. Der war dann elektronisch, nicht mehr mechanisch. Auch die Motoren wurden leiser. Küchengeräte sind eher wie Möbel … da ist normalerweise keine Hightechnologie im Spiel. Wie sind Sie vorgegangen? Haben Sie mit Recherchen zum Bedarf der Hausfrau begonnen, mit einer Gebrauchsstudie? Nein, es gab ja schon von den Technikern entwickelte Einzelgeräte. Nur hatten die keinen formalen Zusammenhalt, wie das dann bei der Küchenmaschine der Fall war. Die war formal geschlossen, obwohl sie mehrere Funktionen beinhaltete. Der Körper war so gestaltet, dass man einen Rührarm aufsetzen konnte, dann war sie mit der Schüssel eine Rührma-

KM 3; Foto: Braun ©


schine. Setzte man das Mixglas auf, war sie ein Zerkleinerer. War das eine Designentscheidung oder eine Technikerentscheidung? Die Funktionen waren nicht neu, sie wurden nur zusammengefasst. Heute würde man sowas als Redesign bezeichnen. Design baut selten von Null auf. Fast immer ist etwas vorhanden. In dem genannten Fall war es die formale Schlüssigkeit, die dazu kam und damals dafür sorgte, dass die Küchenmaschine zu einem Begriff wurde – vor allem durch ihre Schlichtheit, durch unsere generelle Gestaltauffassung der Konzentration aufs Wesentliche. Damit lief sie fast unverändert bis kurz nach der Jahrhundertwende. Später kamen dann auch Geräte dazu, die speziell für unterschiedliche Märkte entwickelt wurden, etwa für Spanien. Spanien war ja schon ein Markt, bevor es zur EU gehörte. Es gab auch eine Braun-Fabrik in Barcelona. In der Designmetropole Spaniens. Das passt. Da gab es dann eigene technische Entwicklungen speziell für den spanischen Markt, zum Beispiel die Zitronenpresse. Ich werden nie vergessen, ich bin auch ein bisschen stolz darauf, dass man diese Presse in jeder Tapa in Barcelona angetroffen hat und man jederzeit einen auf der Braun-Presse gepressten frischen Orangensaft trinken konnte. Braun hat also für unterschiedliche Küchenkulturen unterschiedliche Geräte entwickelt? Genau, aber ohne gestalterische Kompromisse zu machen. Die Zitronenpresse war so logisch. Die wurde später auch hierzulande ein sehr erfolgreiches Produkt. Oder denken Sie an den Stabmixer, auch ein Gerät, das für Spanien entstanden ist. Wie das? Wegen der Mayonnaise (lacht). Die muss geschlagen werden. Design muss dabei immer mit den Vorgaben der Ingenieure kongruent sein und Produkte gerade innerhalb der Küche leicht verständlich machen. Man liest vor dem Kochen ein Rezept, aber keine Gebrauchsanleitung. Trotz der hundertsten Kaffeemaschine gibt es also noch Herausforderungen. Enorm, das ist nur nicht so spektakulär. Design darf nicht – oft auch von den Medien angeschoben – immer in die spektakuläre Ecke rutschen. In der Architektur ist man der dekonstruktivistischen Exzesse langsam müde. Gibt es auch im Design eine Rückwendung zum Wesentlichen? Dass das schon ein Trend ist, traue ich mich nicht, zu behaupten. Aber ich sehe Anzeichen für eine Entwicklung in diese Richtung. Ist das auch eine japanische Ästhetik? In der Tat arbeitet Fukasawa, ein Japaner, sehr stark in diese Richtung, unter anderem mit der Kette Muji … Deshalb war die Braun Ausstellung „less and more“ auch in Japan ein großer Erfolg. Dabei freut mich besonders, dass offensichtlich auch die Jungen meinen, der alte Rams hat doch nicht ganz unrecht. Vielleicht habe ich in meinem Vorleben auch in Japan gelebt (lacht). Japanische Kultur hat mich immer sehr interessiert. Das Interview führte Nike Breyer

Abb. rechts: Katalog des Haushaltsprogramms 1967; Foto: Braun ©

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224 S. | Edel Verlag | dt. engl. | EUR 39,95 | SFR 62,90

Die Küche ist für viele heute der zentrale Raum des familiären Zusammenseins. Früher ein Ort, der der Aufbewahrung und Zubereitung von Speisen diente, verdrängt die Küche mehr und mehr das klassische Esszimmer. Sie wird größer und wohnlicher. Hier kommt man zusammen, hier trifft man sich mit Freunden, um gemeinsam zu kochen oder einen gemütlichen Abend zu verleben. Die Küchenhersteller tragen dieser Entwicklung Rechnung. Das Jahrbuch präsentiert die innovativen Highlights der wichtigsten internationalen Messen, zeigt die neuesten Trends auf und ist damit ein hochwertiger Entscheidungshelfer, wenn es um die Ausstattung einer Küche oder eines Bades auf höchstem Niveau geht. Die Bandbreite beeindruckt. In meist ganzseitigen Abbildungen werden Designerküchen und -bäder vorgestellt. Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Von cool bis rustikal. Küchen mit Lounge-Charakter und Bäder, bei denen ästhetischer Minimalismus Programm ist. Eines der ausgefallensten Beispiele ist Alnos „Marecucina“, deren nautische Formen und Materialien an eine Luxusyacht erinnern. Das Jahrbuch enthält zudem ein Exklusiv-Interview mit dem schillernden ägyptischen Designer Karim Rashid und ein Porträt des italienischen Unternehmens Boffi. [WEI]

TEXT

JAHRBUCH 2011/12 | YEARBOOK 2011/12 KÜCHE / BAD | KITCHEN / BATH

RAUM FÜR KINDER | 20 KREATIVE PROJEKTE FÜR DRINNEN UND DRAUSSEN Sam Scarborough | 128 S. | Hauptverlag | EUR 24,90 | SFR 39,90

Auch wenn Kinder die durchkomponierten Einrichtungsideen ihrer Eltern glücklicherweise immer wieder durch Filzstiftornamentik oder Legosteinfallen ersetzen durch Legosteintretminen, so müssen sie sich doch im Großen und Ganzen dem elterlichen Wohnstil unterordnen. Dieses Buch versucht, die goldene Mitte für beide Parteien zu finden, Stichwort: stilvolle Spielecke. Refugien und Spielinseln für Kinder schaffen und sich schön Einrichten müssen sich nicht ausschließen. Wie das gehen kann, wird in einer Art Bastelbuch – für Erwachsene wohlgemerkt! – veranschaulicht und soll zum Nachmachen anregen. Wenn Ihr Kind dieses Buch in die Finger bekommt, können Sie sich auf einige Umdekorierungen gefasst machen. [RC]

DIE NEUEN URBANISTEN | SO WOHNEN DIE KREATIVEN IN BARCELONA, BERLIN, LONDON, NEW YORK, PARIS, TOKYO Francesca Gavin | 208 S. | DVA Architektur | EUR 39,95 | SFR 66,90

„Wenn man etwas für sich selbst macht, gibt es nur einen Maßstab: den eigenen.“ Der New Yorker Künstler und Filmemacher Van Neistat artikuliert hier keine Tautologie, sondern eine Wohn- und Einrichtungsphilosophie. Ein Kokon wird erst gemütlich, wenn er Spuren des Selbst abbildet. In diesem inspirierenden, den eigenen Voyeurismus bedienenden Katalog werden 30 Privatwohnungen Kreativer aus aller Welt gezeigt. Diese Wohnentwürfe sind oft chaotisch, sehr einfallsreich, voller Popkultur-Nippes und das Schönste ist: sie ermutigen den Leser unmittelbar, sein eigenes persönliches Stilmix-Chaos zu rehabilitieren und alle – gescheiterten – Versuche, die Wohnung im minimalistischen Clean Chic zu designen, ad acta zu legen. Das entspannt mehr als eine Feng Shui-Beratung und man darf sich der kreativen Bohème zugehörig fühlen. [RC]

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EXPO

> Eine »Frankfurter Küche« |

im Berliner Museum der Dinge

Seit Frühsommer 2010 ist eine so genannte »Frankfurter Küche« in die Schausammlung des Werkbundarchiv – Museum der Dinge in Berlin integriert. Das Museum widmet sich der Produktkultur des 20. und 21. Jahrhunderts und zeigt mit diesem Küchenmodell ein kulturgeschichtlich wichtiges Zeugnis für die Übertragung von industriellen, d.h. rationalisierten Arbeitsvorgängen in den Bereich des privaten Haushalts. Dies ist ein zentraler Aspekt für die moderne Architektur und Alltagskultur der 1920er Jahre.

Eisenbahn, wurde auf der Basis taylorisierter Arbeitsabläufe geplant und war rationell und funktional gestaltet. Sie sollte als reine Arbeitsküche in Verbindung mit einem durch eine Schiebetür abtrennbaren Wohnzimmer genutzt werden und ein »Kochbetrieb« oder »Kochlaboratorium« sein. Allerdings gibt es nicht die Frankfurter Küche, sondern das Modell erfuhr in der Phase seiner Realisierung in verschiedenen Frankfurter Siedlungen bis 1930 diverse Veränderungen.

Die Wiener Architektin Margarete Schütte-Lihotzky hat die Küche 1926 als einen Typus entworfen, der 10.000-fach in zahlreichen Varianten in den Frankfurter Siedlungen realisiert wurde. Schütte-Lihotzky arbeitete im Auftrag des Frankfurter Stadtbaurats Ernst May, der in sich die Position des gestaltenden Architekten und die des politisch-kommunalen Managers für das Neue Frankfurt der 1920er Jahre vereinigte. Angesichts der steigenden Bevölkerungszahlen und der städtischen Wohnungsnot nach dem 1. Weltkrieg ging es bei diesem Wohnungsbauprogramm um günstigen, effizient und sparsam genutzten Wohnraum mit einer einfachen, preiswerten Ausstattung für große Bevölkerungszahlen. Das vor allem von der SPD unterstützte Siedlungsbauprogramm war politisch motiviert und hatte zum Ziel, die möglichen technischen und hygienischen Standards der Zeit (fließendes Wasser, Gas- und Elektro-Energie) auch unteren Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen. Das Programm wurde durch eine spezielle moderne Öffentlichkeitsarbeit vermittelt, in deren Rahmen z.B. auch die Küche erfolgreich auf der Frankfurter Frühjahrsmesse 1927 vorgestellt wurde.

Das in die Schausammlung des Werkbundarchiv – Museum der Dinge integrierte Exemplar der »Frankfurter Küche« stammt aus einem Zweifamilien-Reihenhaus im Heidenfeld 24 in der Römerstadt-Siedlung, die 1927/28 entstanden ist. In den Küchen der Römerstadt-Siedlung fehlten die in anderen Frankfurter Küchen vorhandene Schiebetür und die Kochkiste; sie waren mit Kombinationen aus Elektro- und Kohleherd ausgestattet. Die Küchenmöbel waren ursprünglich blaugrün gestrichen und wurden im Laufe ihrer Nutzung creme-weiß überstrichen.

Die Typisierung, d.h. die Entwicklung eines standardisierten Modulsystems, ermöglichte zum einen die Reduzierung der benötigten Grundfläche und zum anderen eine serielle Fertigung und damit die Senkung der Herstellungskosten. Die »Frankfurter Küche« fand eine große Verbreitung und wurde zum Vorbild für die moderne Einbauküche. In der Konzeption war sie orientiert an den Speisewagenküchen der

Die Küche wird unrestauriert aufgestellt, da die Nutzungsund Veränderungsspuren wie bei den meisten in diesem Museum ausgestellten Objekten sichtbar bleiben sollen; nur die Beschläge an den Möbeln wurden von Farbe befreit und einige fehlende Teile ergänzt. Das Ensemble ist eine ideale Ergänzung der Schausammlung des Museums, da sich am Beispiel der »Frankfurter Küche« die Leitbegriffe der 1920er Jahre veranschaulichen lassen: Sachlichkeit, Funktionalität und vor allem Standardisierung. Der Begriff der Standardisierung bezog sich nicht nur auf die Produktionstechnik, sondern spiegelt auch die ideologische Überzeugung der Aktivisten von Bauhaus und Werkbund wider, durch eine gleichförmige Gestaltung der alltäglichen Dinge zur Nivellierung der Klassengegensätze beizutragen. Der künstlerische Entwurf des standardisierten Objekts diente der Veredelung und garantierte die Endgültigkeit der richtigen Form.

„Frankfurter Küche“ in der Schausammlung des Werkbundarchiv – Museum der Dinge, aus der Siedlung Römerstadt, Frankfurt, 1927/28; Foto: Armin Herrmann

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„Frankfurter Küche“ in der Schausammlung des Werkbundarchiv – Museum der Dinge, aus der Siedlung Römerstadt, Frankfurt, 1927/28; Foto: Armin Herrmann

Die »Frankfurter Küche« gehört zu den von Werkbund und Bauhaus geprägten Modellen für ein »Neues Leben« des »Neuen Menschen«, die in den 1920er Jahren eine starke Konjunktur erlebten. In diesen Bestrebungen ist eine Abgrenzung von historisch bestimmten Identitäts-anteilen zu erkennen. Bruno Taut lehnt in seiner Schrift »Die neue Wohnung« die Präsenz von Erinnerungsstücken und von jeglichem 'historischen Plunder' ab. Die wissenschaftliche Haushaltsexpertin der 1920er und 1930er Jahre Erna Meyer schreibt: „Jetzt geht´s ums Ganze; der neue Mensch sucht seine neue Haut!“ (E. M., Wohnungsbau und Hausführung, 1927, S. 89). Das 'sinnlose Chaos' der Welt sollte durch eine 'planvolle Ordnung' ersetzt werden. Die Vorstellung vom gesetzmäßigen Aufbau der Wirklichkeit entspricht einer durch den industriellen Produktionsprozess bedingten prinzipiellen Funktionalität und Rationalität. In diese sollten sich sowohl die Gegenstände als auch die Menschen eingliedern.

Die Folgen dieser reformatorischen Ansätze insbesondere im Siedlungsbau wurden in den 1970er und 1980er Jahren im Kontext der Debatten um den sozialen Wohnungsbau kritisch hinterfragt. Ebenso kritisch ist das Frauenbild zu betrachten, das im Konzept der Frankfurter Küche deutlich wird. Durch eine rein funktionale Arbeitsküche sollte zwar die Hausarbeit erleichtert werden, aber ohne die Zuweisung dieses Arbeitsbereichs an die Frauen in Frage zu stellen. Renate Flagmeier

Werkbundarchiv – Museum der Dinge Oranienstraße 25 | D-10999 Berlin | www.museumderdinge.de Der Ankauf der Frankfurter Küche wurde gefördert durch die Stiftung Preussische Seehandlung in Berlin. Der Einbau der Küche wurde maßgeblich durch die Partnerschule des Museums, die marcel-breuer-schule (OSZ) in Berlin Weißensee, unterstützt.

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KINDER

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ARTEFAKT

Die Grundidee des modularen Kindermöbels TUKLUK ist sicherlich vielen noch aus der eigenen Kindheit sehr vertraut, wer hat nicht Höhlen gebaut, um sich zu verbergen und eine eigene kleine Welt zu schaffen? Die dreieckigen Polstermodule greifen dieses Grundbedürfnis von Kindern auf und fördern auf einfache Weise ihre kognitiven und motorischen Fähigkeiten. Darüber hinaus lassen sich die Dreiecke zu unterschiedlichsten nützlichen Gebilden wie Turnmatten oder Raumteilern verbinden. Benedikt Kirsch und Katharina Schildgen haben TUKLUK entworfen und eine Magnetlösung entwickelt, die gewährleistet, dass die Dreiecke zusammenhalten und sich beliebig aneinanderreihen lassen. Ein rundum stimmiges und innovatives Produkt, wie auch die Jury des „Wiener Zukunftspreises für Forschung und Innovation“ befand und TUKLUK mit einem 1. Platz auszeichnete. TUKLUK wird der Unternehmensphilosophie nach bevorzugt im Designfachhandel zu finden sein. Ein solches Geschäft mit Produkten für Kinder von höchsten qualitativen und gestalterischen Ansprüchen ist d.nik in Berlin, das TUKLUK mit Begeisterung in seinem Sortiment führt. [FOR] d.nik | Wörther Str. 14 | 10405 Berlin | www.d.nik-berlin.de | www.tukluk.eu

Bauen Nach dem Motto „Spielsachen sind Möbel für Kinder“ entwickelt und fertigt das junge Unternehmen Tau Kinderprodukte mit Sitz in Potsdam besonders formschöne Spielmöbel für Kinder. Der Designer Jörn Stelzer vereint in der Serie Puzzlemöbel, zu der die Klassiker Wippe, Schlitten, Stelzen und Schubkarre gehören, auf wunderbare Weise Lernen, Spielen und cleveres Design. Eltern und Kinder werden auf kreative Art animiert, gemeinsam aus den einzelnen Puzzleteilen ein Spielmöbel zu schaffen. Die Puzzlemöbel werden in einer Fläche geliefert und enthalten alle Teile, die für den Aufbau benötigt werden. Tau Kindermöbel sind aus Birkenfurnierschichtholz gefertigt, das beidseitig mit einem farbigen Phenol-Harz-Film beschichtet ist. Das feste und zugleich flexible Material überlebt auch wilde Spiele ob drinnen oder draußen. [FOR] Tau Kinderprodukte Jörn A. Stelzner | Dennis-Gabor-Str. 2 | D-14469 Potsdam | www.tau.de

Ob Schildkrötenpanzer, Wippe, Helm, Sitz oder Barbieschleuder – Bilibo regt Kinder von 2 – 7 Jahren zum Spielen an und bietet unendlich viele Spiel- und Einsatzmöglichkeiten. Zudem ist er unverwüstlich und zum Spielen drinnen, draußen oder im Wasser geeignet. Neben ergonomischen und funktionalen Anforderungen erfüllt Bilibo auch formal höchste Ansprüche. Kein Wunder, hat das von Industriedesigner Alex Hochstrasser entwickelte Objekt schon unzählige Preise erhalten. Bilibo ist erhältlich in Spielzeuggeschäften und ausgesuchten Designshops. [BH] Infos unter: www. bilibo.com

GUT GEFUNDEN

Alle Fotos: Hersteller

Barbieschleudern

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Ritterstr. 12 – 14 10969 Berlin Tel 030 440 37 170 www.capetimes.de

Cape Times Interior Design from South Africa

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Di – Fr 11 – 18 Uhr Sa 11 – 16 Uhr und nach Vereinbarung


ARTEFAKT

Entspannen Der Sessel mit dem passenden Namen odú (ungarisch Höhle) wurde von dem Designerduo Elke (Flo) Florian und Sascha Akkermann, die hinter dem Label confused-direction stehen, für Atelier Schneeweiss entworfen. Mit einer Oberfläche aus glasfaserverstärktem Kunststoff und einer weichen Polsterung im Innern verbinden sich Stabilität und Klarheit mit Eigenschaften wie Geborgenheit und Eigenständigkeit. Für Florian und Akkermann spielt der Wohlfühlfaktor eine große Rolle; so steht neben dem ästhetischen Anspruch der individuelle Nutzen im Vordergrund. Daher lässt sich odú allein durch die Verlagerung des Körpergewichts von einer aufrecht sitzenden in eine liegende Position bringen. Die einzelnen Sitzschalen erinnern in Form und Funktion nicht nur an ganz ursprüngliche elementare Zustände, sondern erfüllen das Bedürfnis nach tiefer Entspannung, Beruhigung und Geborgenheit auf verblüffende Weise. Über Atelier Schneeweiss ist das Sitz-/Liegemöbel odú, mit den Maßen 110 x 56 x x80 cm, in verschiedenen Farben erhältlich. [FOR] flo florian . sascha akkermann | Werftweg 15 | 26135 Oldenburg www.confused-direction.de | www.atelier-schneeweiss.de

Würzen Die designprämierten UnikatGewürzmühlen von Alexander Ortlieb überzeugen durch Form und Funktion. Die Mühlen und die Muskatreibe „Gracile“ entstehen in reiner Handarbeit und werden aus heimischen und europäischen Hölzern gefertigt, deren Holzmaserungen und die unterschiedliche Oberflächengestaltung sie zum unverwechselbaren Unikat werden lassen. Ausgestattet mit einem hochwertigen Keramikmahlwerk von Zassenhaus eignen sie sich hervorragend zum Mahlen von Salz, Pfeffer oder Gewürzmischungen. Durch ihre matt lackierte Oberfläche halten die Mühlen auch dem Gebrauch in der Küche bestens stand. Die UnikatGewürzmühlen gibt es, neben anderen ausgewählten Produkten für ein schönes Zuhause, exklusiv bei „Collage“ in Freiburgs Altstadt. [FOR] collage – schönes für zuhause | Konviktstr. 45 | D-79098 Freiburg | www.collage-shop.de

Alle Fotos: Hersteller

Jetzt, wo die feuchte Jahreszeit kommt, ist der Teppich Vera von Pappelina ideal für den Eingangsbereich. Der dünne Teppich aus Polyesterfasern und PVC ist waschbar und deshalb gerade für Begehungen durch verschlammte Gummistiefelhorden der richtige Empfang. Es gibt ihn quadratisch und länglich in diversen Maßen und in vielen schönen bunten, aber auch gedeckten Farben. Für jedes Interieur wird sich ein passendes Modell finden. Die schwedische Firma Pappelina steht für grafische und einfache Muster. Die Teppiche werden nach umweltschonenden Kriterien in Schweden gefertigt. Sie enthalten keine Weichmacher oder Schwermetalle und setzen im Brandfall keine giftigen Gase frei. Gislaved Folie, der Plastiklieferant von Pappelina, ist ebenfalls umweltzertifiziert nach ISO 14001. [RC] http://www.pappelina.com/ Erhältlich bei Seipp Wohnen in Waldshut und Tiengen Bismarckstr. 35 | D-79761 Waldshut & Schaffhauser Str. 36 | D-79761 Tiengen wohnen@seipp.com

GUT GEFUNDEN

Reinkommen

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INSTITUTION

> La Maison des Petits |

Ein Designhaus für Kinder von Matali Crasset

Das Projekt Centquatre basiert auf der Annahme, dass die Auseinandersetzung mit Kunst in allen Altersgruppen die Weltoffenheit, Neugier und das Vermögen, sich zu emanzipieren begünstigt. Deshalb bietet das Centquatre Eltern einen Kunstort, den sie mit ihren Kindern besuchen können und Kindern eine qualitativ hochwertig gestaltete Umgebung, was bei kulturellen Einrichtungen – leider – nicht oft der Fall ist. Damit will das Centquatre Kunst für alle Bevölkerungsschichten zugänglich machen, denn es sieht sich in der Pflicht auf die sozialen Realitäten im Nordosten von Paris zu reagieren. Dieser ist geprägt von einer jungen multikulturellen Bevölkerung in prekären Lebenssituationen und einem defizitären Angebot öffentlicher Räume, insbesondere für Kinder. Ein Viertel der Bevölkerung der Quartiere Stalingrad, Riquet und Curial ist unter 19 Jahre alt; über ein Viertel der ansässigen Familien sind alleinerziehend, über ein Viertel aller Familien sind kinderreich und 36% der Kinder gehören den untersten Einkommensgruppen an. Damit auch Kinder eines Viertels mit solchen soziodemografischen Rahmenbedingungen mit Kunst sozialisiert und in ihrer Kreativität gefördert werden können, hat das Centquatre das Maison des Petits bei Matali Crasset in Auftrag gegeben. Hier können sich Eltern mit ihrem Kind kostenlos für einige Stunden an einem friedlichen, schönen Ort aufhalten, Stillen, Wickeln, hochwertige Bücher und Spielsachen nutzen, die nach den Kriterien Ästhetik und Originalität ausgesucht

Der zur den Kindertoiletten führende Bereich mit Kinderwaschbecken ist in den für Matali Crasset typischen leuchtenden Farben gestaltet; Foto: ©Jérôme Spriet Matali Crasset; Foto: Benjamin Chelly

Es ist kein Hort und kein Museum, sondern möchte Kindern und ihren Eltern Zugang zu Kunst und der eigenen Kreativität gewähren: das „Maison des Petits“ ist Kindern von null bis fünf Jahren gewidmet. Entworfen hat diesen besonderen Ort die französische Produktdesignerin Matali Crasset. Verschieden große, bewegliche Pilzformationen bilden darin Subareale, die kindlichen Größenordnungen entsprechen und modulare Orte fürs Spielen bieten. Für ältere Kinder gibt es das „Kleine Haus“, mit Bereichen für Rituale des Alltags wie Ausruhen, Waschen, Spielen und Lesen. Die Eltern können das Treiben am Tisch sitzend beobachten. Für die ganz kleinen Besucher hat Matali Crasset den runden „Nabelbereich“ gestaltet: hier können Eltern und Kinder sich gemeinsam auf gleicher Höhe aufhalten, überdacht von einem überdimensionalen Schirm, der weiche Lichtverhältnisse schafft und Intimität erzeugt. Ein Riesenpilz hat einen Kindereingang, der zu den Kindertoiletten und Waschbecken führt und einen Erwachseneneingang, wo Windeln gewechselt, Mahlzeiten aufgewärmt und gegessen werden können. Das Maison des Petits ist untergebracht in der Kunsteinrichtung Centquatre im Nordosten von Paris, die zahlreiche Künstlerateliers beherbergt, sich aber auch als öffentlicher Raum der Begegnung versteht. Durch die Fenster können die Kinder wechselnden Gastkünstlern bei der Arbeit zusehen.

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Der grüne „Nabelbereich“ im Hintergrund ist für die kleinsten Besucher des Maison des Petits gedacht. Die blauen Pilze für die Kleinkinder können modular mit Tischen, Spielzeugen und Baldachinen ausgestattet und beliebig gruppiert werden; Foto: ©Edouard Caupeil

werden, und sie haben Zugang zu professioneller Unterstützung, wenn sie dies wünschen. Jenseits aller institutionellen, pädagogischen oder medizinischen Strukturen hat das Maison des Petits auch den Anspruch, der Isolation junger Familien entgegen zu wirken. Es versteht sich deshalb auch als psychosoziale Anlaufstelle, wo man Eltern gegenüber ein offenes Ohr hat und professionelle ErzieherInnen und PsychologInnen sich ihrer Fragen annehmen.

Schön wäre es, wenn das Maison des Petits Modellcharakter hätte und in Städten mit ähnlichen sozialen Ausgangslagen Nachahmung fände. In Paris ist dies möglich dank großzügiger Mäzene und der Unterstützung der Kommune – ohne Investitionen aus öffentlichen Kassen wird die ästhetische und kreative Früher>>> ziehung Sache privilegierter Kinder bleiben.

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– Ihr Spezialist für Naturlederwaren –

SONNEN-LEDER GmbH | D-78351 Ludwigshafen / Bodensee | Tel. + 49-7773-93291-0 | info@ | www.sonnenleder.de

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Das Dach des "Nabelbereichs" erzeugt eine intime Lichtatmosphäre und dämmt die Geräuschkulisse; Foto: © Jérôme Spriet

Matali Crasset Die französische Produktdesignerin (Jahrgang 1965, geboren in der Champagne) entwirft selten einzelne Produkte, sondern erarbeitet Szenografien, in denen diese Produkte vorkommen. Denn unser Leben besteht aus einer Aneinanderreihung von Sequenzen – diese versucht Matali Crasset zu typologisieren. Dabei legt sie stets Wert auf Modularität, Aneignung, Flexibilität und Vernetzung – und vermeidet klare Zu- oder Anweisungen für die Nutzung von Produkten. Crasset arbeitete unter anderem bei Denis Santachiara und Philippe Starck und leitete das Design Center des Elektronikherstellers Thomson bevor sie sich mit ihrer eigenen Firma im Norden von Paris selbständig machte. Zu ihren Kunden gehören Hersteller wie Artemide, Dornbracht, Authentics, Alessi. Die Mutter zweier Schulkinder entwirft auch immer wieder Produkte für Kinder, z.B. die Babytrage Polygloo für Pinpon, ein Kinderzimmer für Espace Loggia oder den Kinderschreibtisch „La foret des boites“ für Balouga. Matali Crassets Handschrift ist durch die Benutzung knalliger Farben gekennzeichnet. Sie bedauert, dass sich Erwachsene aus Angst vor Geschmacklosigkeiten so wenig zur Farbe bekennen. Neben Produktdesign hat Matali Crasset zahlreiche Messestände und Rauminstallationen konzipiert und Großprojekte wie die Innenräume des HI Hotels in Nizza oder das Innen- und Außendesign des Stedelijk

Museum in s‘-Hertogenbosch in den Niederlanden realisiert. Ihre Arbeiten sind im Museum of Modern Art in New York und im Centre Pompidou in Paris zu sehen. Regina Claus

La Maison des Petits | LE 104 CENT QUATRE Hall Curial | 5 rue Curial | F-75019 Paris | www.104.fr www.matalicrasset.com Di – Fr 15 – 18 h, Wochenende 11 – 19 h Der Eintitt ist kostenlos, eine Reservierung nicht erforderlich. Die Kinder müssen in Begleitung eines Erwachsenen sein.

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> Katharina Schreck |

Fabulöser Schmuck

Die Zeichnungen und Bilder von Katharina Schreck wecken Erinnerungen an Kindertage, erzählen mit Schalk und Poesie neue und alte Geschichten. Ein Glück, dass diese Zeichnungen nicht nur auf Papier erhältlich sind. Katharina Schrecks scheue Rehe, Prinzessinnen, verkommene Hasen und sonstige (Un-)Tiere tummeln sich auch als kleine, reizende Schmuckstücke auf unseren Körpern. Bemerkenswert ist auch die Fertigung der Schmuckstücke. Verspielt und unkompliziert kommen sie daher. Funktion und Technik bleiben diskret im Hintergrund. Die Objekte bestehen aus einem einzigen, mit dem Laser aus Edelstahlblech geschnittenen Stück. Durch falten, klappen oder

Katharina Schreck wurde 1974 in Konstanz geboren. Nach ihrer Ausbildung als Goldschmiedin verbrachte sie ihre Gesellenjahre in verschieden Werkstätten am Bodensee. 2002 bis 2006 studierte sie an der Hochschule Pforzheim, Studiengang „Schmuck und Objekte der Alltagskultur“.

schmieden wird das Stück Blech zum lebendigen, fast schon dreidimensionalen Schmuckstück. Schließlich verzaubert gezielt eingesetzte Farbe dieses in ein Geschichten erzählendes Kleinod. Die Arbeit von Katharina Schreck ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch bei serieller Fertigung die Seele eines Schmuckstücks erhalten bleiben kann. Durch letztes Hand anlegen bei der Farbe und der endgültigen Form erhält jedes Stück seinen individuellen Charakter und Katharina Schrecks unverwechselbaren Charme. Bruna Hauert

SCHMUCKTENDENZEN ZH

präsentiert von

Seit 2006 arbeitet Katharina Schreck als selbständige Designerin. friends of carlotta | Galerie für Schmuck und Objekte | Bruna Hauert Neumarkt 22 | CH-8001 Zürich | T +41 44 2618707 | www.foc.ch Di – Fr 12 – 14 h, 15 – 18.30 h, Sa 11 – 16 h

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> Zielgruppe: Studentinnen / Studenten von internationalen Design-Ausbildungseinrichtungen und Nachwuchsdesigner Kategorien: Alle Arten von Entwürfen, die Formholz verwenden Homepage: www.beckercontest.com Bewerbungsschluss: 31.01.2011

Bremer Designpreis

> Zielgruppe: Mitglieder der Design- und Kreativwirtschaft und ihre Auftraggeber aus dem Einzelhandel Kategorien: Einzelhandel Homepage: www. wwh-bremen.de Bewerbungsschluss: 31.10.2010

Danner Preis 2010

> Zielgruppe: Kunsthandwerker / innen aus Bayern Kategorien: Arbeiten aus allen Bereichen des Kunsthandwerks Homepage: www.danner-stiftung.de Bewerbungsschluss: 11.11.2010

Deutsche Materialeffizienz Preis

> Zielgruppe: Unternehmen und Forschungseinrichtungen Kategorien: Materialeffizienz Homepage: www.demea.de Bewerbungsschluss: 14.10. 2010

Die schönsten deutschen Bücher

> Zielgruppe: Buchgestalter / innen, Verlage, Privatpresse, Fachhochschulen sowie sämtliche an der Buchproduktion beteiligte Institutionen und Firmen. Kategorien: 8 Sachgruppen von Allgemeine Literatur bis hin zu Kinder- und Jugendbücher Homepage: www.stiftung-buchkunst.de Bewerbungsschluss: 31.10.2010

geschossen + gedruckt 2011

> Zielgruppe: Werbefotografen, Nachwuchsfotografen und Studenten Kategorien: Innovative, kreative, mutige und handwerklich herausragende Werbefotos Homepage: www.geschossen-und-gedruckt.de Bewerbungsschluss: 31.12.2011

Heinze Architekten AWARD

> Zielgruppe: Architekten und Planer Kategorien: Neubauten und Umbaumaßnahmen / Umfangreichere Modernisierungen Homepage: www. award. heinze.de Bewerbungsschluss: 15.11.2010

iF packaging award

> Zielgruppe: Hersteller, Entwickler & Designer Kategorien: 6 VerpackungsKategorien Homepage: www.ifdesign.de Bewerbungsschluss: 03.12. 2010

iF material award

> Zielgruppe: Hersteller, Designer, Architekten, Entwickler und Konstrukteure Kategorien: Material, Product und Process Homepage: www.ifdesign.de Bewerbungsschluss: 03.12.2010

INDEX Design Challenge 2010: Designing for Education

> Zielgruppe: Designer weltweit Kategorien: Design to improve life Homepage: www.index.dk Bewerbungsschluss: 26.11.2010

Kulturplakatwettbewerb „guteplakate.de“

> Zielgruppe: Kulturveranstalter & kulturelle Institutionen deutschlandweit Kategorien: Kulturplakate aller Genres Homepage: www.guteplakate.de Bewerbungsschluss: 01.11.2010

Swatch Young Illustraters Award

> Zielgruppe: Illustratoren, freie Künstler, Grafiker, Animationskünstler, Buchkünstler sowie Studenten und Auszubildende Kategorien: Illustrative und grafische Kunst Homepage: www.illustrative.de Bewerbungsschluss: 22.10. 2010

„SYSTEMS: Think Forward“ Innovationswettbewerb 2010 / 2011

> Zielgruppe: Studierende von Hochschulen und Fachhochschulen für Design, Gestaltung, Architektur und Innenarchitektur Kategorien: neuartiges Innenbeschattungsprodukt Homepage: www.creationbaumann.com Bewerbungsschluss: 31.10.2010

Talents 2011

> Zielgruppe: Fotografen unter 35 Jahre Kategorien: Thema: Cinematic Thinking Homepage: www.co-berlin.com Bewerbungsschluss: 31.12. 2010

Wolda – Worldwide Logo Design Annual

> Zielgruppe: Grafik Designer, Studios und Agenturen weltweit Kategorien: Logo Homepage: www.wolda.org Bewerbungsschluss: 31.01. 2011

CONCOURS

BECKERCONTEST 2011

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Basel (CH)

> ARMOIRE Conceptstore freitags 12 – 18.30 h Design und Handwerk vom Scheitel bis zur Sohle verbinden sich in den Produkten von ARMOIRE. Bewusst haben sich die drei Basler Labels La Cri, Noelle Harris und It’s Lauber für eine eigene kleine Plattform in ihrer Werkstatt entschieden. Die bekannte Situation „man steht vor dem eigenen Kleiderschrank und findet nichts zum Anziehen“, wird hier auf wundersame Weise umgekehrt. Ein Kleiderschrank, der sich immer wieder von Neuem füllt und wo es Spannendes zu entdecken gibt. L’Armoire magique! Armoire ist eine Möglichkeit, die eigene Garderobe zu erneuern, zu ergänzen oder zu erweitern. Die Kundin wird in einer Welt von Stoffen, Volumen und Farben geduldig beraten – einem Conceptstore entsprechend immer nur freitags von 12 – 18.30 h. Das Wochenende kann kommen!

concept – fashion – art – shop by coming soon Klybeckstr. 8 | CH-4057 Basel http://reh4.ch/by-coming-soon IT’S LAUBER – contact@itslauber.com – itslauber.com La Cri – lacri@gmx.ch Noelle Harris – contact@noelleharris.ch – noelleharris.ch

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> Hajo Rose: Bauhaus Foto Typo Ein vergessener Bauhäusler? Ausstellung bis 8. November

Hajo Rose war durch und durch Bauhäusler: Zeit seines Lebens vertrat er die Methoden des Bauhauses, als Künstler, Fotograf und Dozent. „Endlich ein Haus aus Stahl und Glas“, mit diesen Worten begann er 1930 sein Studium in Dessau. Der jüngsten Bauhaus-Generation angehörend, erwarb Hajo Rose als einer der letzten das Abschlussdiplom, noch vor der erzwungen Schließung der Schule. In diesem Jahr wäre er 100 Jahre alt geworden, aus diesem Anlass zeigt das Bauhaus-Archiv Berlin bis zum 8. November die erste Retrospektive des Bauhäuslers. Hajo Roses Werk ist vielfältig und reicht von Gebrauchsgrafik bis zu freien künstlerischen Werken. Parallel dazu entstand ein umfangreiches fotografisches Oeuvre. Einige dieser Aufnahmen zählen heute zu den Ikonen der Bauhausfotografie. Seine Fotografien wirken auf den ersten Blick wie Momentaufnahmen, sind aber überlegt komponiert und sorgfältig inszeniert. Rose experimentierte mit komplizierten Verfahren, zum Beispiel aus übereinander gelagerten Glasplatten oder Collagen. Diese Experimentierfreude findet sich auch in vielen typografischen Arbeiten wieder, zum Beispiel die Stoffdruckmuster, die er mit der Schreibmaschine gestaltete. Hajo Roses Biographie ist ein besonderes Beispiel für die Migrationsgeschichte nach 1933: Er emigrierte zunächst in die Niederlande. Für viele Künstler war Amsterdam Zufluchtsort und Durchgangsstation auf ihrem Weg nach England oder die USA: Rose arbeitete dort als Werbegrafiker und unterrichtete an der „Nieuwe Kunstschool“. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er auch als Lehrer in Dresden und Leipzig tätig. Das Bauhaus war in der DDR lange Zeit als formalistisch und bürgerlich-dekadent verschrien und so kam es 1958 zum Bruch: Nach wiederholter Kritik der Schulleitung an Roses vom Bauhaus geprägten Lehrmethoden verließ er demonstrativ die SED. Dies lieferte den endgültigen Anlass für seine Entlassung. Danach blieb ihm jede Tätigkeit als Lehrer verwehrt. Als einer der wenigen freiberuflichen Grafiker lebte er weiterhin in der DDR. Im Alter von 79 Jahren verstarb Hajo Rose – kurz vor dem Mauerfall.

Abb. oben: Hajo Rose, Reklamefoto für Jenaer Glas, 1933 – 34; Silbergelatinepapier

Bauhaus-Archiv Berlin | Klingelhöferstr. 14 | D-10785 Berlin

20,6 x18 cm; Bauhaus-Archiv Berlin; © VG Bild-Kunst, Bonn

www.bauhaus.de | Mi – Mo 10 – 17 h

TIPPS

Berlin (D)

Abb. unten: Hajo Rose, Hochspringer vor dem Prellerhaus, 1930; Silbergelatinepapier 36,8 x 31,2 cm; Bauhaus-Archiv Berlin; © VG Bild-Kunst, Bonn

Hajo Rose, Selbstportrait; Bauhaus-Archiv Berlin; © VG Bild-Kunst, Bonn

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A N N E- M A R T I N E P E R R I A R D Heinrichstr. 177, 8005 Z端rich www.annemartineperriard.ch

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> Green Living Showroom Nach fast zehnjähriger Erfahrung mit seinem Team von Handwerkern, Designern, Licht-, Raum- und Wandgestaltern hat Christian Voss den Schritt gewagt und im April diesen Jahres das Berliner Label „Green Living“ mit Showroom in der Kulturbrauerei gegründet. Konsequenterweise wurde das Angebotsspektrum um Planung und Umsetzung kompletter Einrichtungen und Renovierungen erweitert. In den Ausstellungsräumen von Green Living kann man neben Einrichtungsgegenständen und Wohnaccessoires namhafter Designer auch Kunstwerke und Entwürfe (noch) unbekannter Gestalter entdecken. Allen gemein ist eine faire und umweltfreundliche Produktion, über die Green Living nach gründlicher Recherche in der Lage ist, detailliert Auskunft zu geben. Dass sich Design und Ökologie nicht ausschließen, zeigt sich spätestens bei einem Besuch des Showrooms in der Kulturbrauerei. Die Lösungen für eine konsequent nach ökologischen Gesichtspunkten gestaltete Wohnumgebung mit gesunder Raumluft und daraus resultierenden Wohlbefindens erläutern und planen die Fachkräfte von Green Living individuell nach den Bedürfnissen des Kunden. Mit dem Grundsatz „Design denken – grün handeln“ erfüllt Green Living den Wunsch nach Langlebigkeit und bleibenden Werten unter umweltunbedenklichen Gesichtspunkten und wird daher mit Aufträgen aus In-und Ausland betraut. [FOR] Green Living Schönhauser Allee 36 (Kulturtbrauerei) | D-10435 Berlin | www.green-living-berlin.de Mo – Fr 10 – 20 h, Sa 11 – 16 h mammalampa wise one floor

hochglänzend weiß lackierte Oberflächen und in seiner Ursprünglichkeit belassenes gebrauchtes Material bringt er vermeintlich Gegensätzliches wunderbar schlicht zusammen. Jedes Möbelstück aus dieser Serie erzählt seine Geschichte in einem Dialog zwischen den Generationen. Demzufolge gehören zum Kundenkreis von studio-ziben auch Menschen unterschiedlicher Altersgruppen. Mariusz Malecki reagiert auf die Wünsche seiner Kunden und macht neben Wohnungseinrichtungen auch Maßanfertigungen und Auftragsarbeiten. [FOR] studio-ziben | Danziger Str. 22 | D-10435 Berlin | www.studio-ziben.de

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> studio-ziben Möbeldesign Der Jungdesigner Mariusz Malecki zeigt in seinem Laden am Prenzlauer Berg seit 2009 außergewöhnliches Möbeldesign. Die Entwürfe des gebürtigen Polen sind in ihrer Gestaltung zeitlos, dabei praktisch und multifunktional. Sein Werdegang vom Designer für eine polnische Möbelfirma, mit der er heute temporär noch zusammenarbeitet, bis zu seinem eigenen Label studio-ziben spiegelt sich wunderbar in den Exponaten des Ladens wider. Waren die frühen Entwürfe wie er selbst betont vom Bauhaus inspiriert und in ihrer Gestaltung geradlinig und reduziert, zeigt sich in den neueren Möbelstücken zunehmend das Interesse für alte Materialien. Die gestalterischen Einflüsse von Mosaik, Patchwork und Collage wurden zu den prägenden Merkmalen seiner aktuellen Konzeptionen. Mariusz Malecki bezieht seine Inspiration nicht selten direkt von der Straße und recycelt alte Holzbretter, Sperrmüllmöbel oder ausrangierte Fenster. Durch

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> MAYER.Peacecollection Showroom

> Planet Modulor – Material interplanetarisch

Nicht nur von den Kreativen in und um Berlin wird die für April 2011 geplante Neueröffnung von Modulor, des Berliner Spezialisten für Materialien, mit großer Spannung erwartet. Im ehemaligen Bechsteinhaus am Moritzplatz entsteht zur Zeit das neue Zentrum für professionelle Gestalter: „Planet Modulor – eine Haltung und ein ‚guter Ort‘ – der vieles vereint. Ein Marktplatz für Materialien und Ergänzendes aller Art, die frei zugängliche Modulorbibliothek (Sondermaterialien und Muster), Werkstätten, Ateliers, dazu passende Läden“, umschreibt Geschäftsführer Andreas Krüger das Konzept. Planet Modulor wird alles bieten, was man sich an einem Treffpunkt für Kreative aller Gattungen mitten in der Stadt vorstellt, von Theater, Galerie, Café bis zu Verlagen, Buchhandlung und Kindergarten. Die Vision von einem angenehmen Ort, zu dem man ohne weitere Bedingungen Zutritt hat, sich aufhalten und umschauen kann, Dinge findet, von denen man gar nicht wusste, dass es sie gibt, Menschen trifft, die offensichtlich Ähnliches suchen, ein Platz, an dem man lernen, lehren, tätig werden kann und zu alledem die Kinder auch noch gut betreut weiß, nimmt sichtbar Formen an. Zusätzlich will Planet Modulor ein Ort werden, der den dort agierenden Menschen Raum gibt nicht nur Zuschauer ihres Lebens oder Konsumenten zu sein, sondern teilzuhaben und in möglichst geringem Maße andere für sich entscheiden zu lassen. Vielversprechend sind daher bereits die Hausbegehungen, die über die Baustelle führen. [FOR] Modulor Projekt GmbH | Gneisenaustr. 43 | D-10761 Berlin coop2010@planetmodulor.de | www.planetmodulor.de | www.modulor.de

Die außergewöhnlichen Entwürfe von MAYER.peacecollection sind bestimmt von Prozessen der Umwandlung. Recycling spielt für Christine Mayer, den kreativen Kopf von MAYER.peacecollection, eine entscheidende Rolle. Jedes Kleidungsstück wird so zu einem individuellen Einzelstück mit Charakter und Geschichte. Von den zwei Kollektionen, welche die aus dem Schwarzwald stammende Christine Mayer jährlich entwirft, lassen sich die einzelnen Teile wunderbar kombinieren, denn sie verbindet eine gewisse Wildheit gepaart mit Zeitlosigkeit und einer selbstbewussten Unabhängigkeit von modischem Anspruch. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass sich internationale Künstler- und Schauspielerinnen mit den Kollektionen besonders gut und gerne identifizieren. Die Gegensätzlichkeit in den Entwürfen von Christine Mayer macht ihre Mode so spannend, denn trotz eines robusten Looks ist die feminine Linie immer erkennbar. Neben dem Erfolg auf internationaler Bühne und Kostümausstattungen für Opern und Theaterinszenierungen ist für Christine Mayer soziales Engagement ein wesentlicher Bestandteil ihres Schaffens; darum hat sie 2007 die MAYER.peacecollection ins Leben gerufen, mit der sie Kinderhilfsprojekte unterstützt. All Ihr kreatives Schaffen spiegelt gleichsam die ihr eigene Lebensphilosophie wieder: „Es geht bei allem, was wir tun, um Liebe, und alles, was wir geben, fließt vielfach zurück“. Ein Erlebnis ganz besonderer Art ist daher auch ein Besuch im MAYER. showroom in Berlin Mitte. [FOR]

Düsseldorf (D)

> Design Börse Düsseldorf 28. November 2010 Das ist noch besser als die schönsten Blumen! 145 Aussteller aus ganz Europa verwandeln den Düsseldorfer Blumengroßmarkt in ein Paradies für Designklassiker des 20. Jahrhunderts. Kastrup Cased Vases

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MAYER.showroom Große Hamburger Str. 1 | 10115 Berlin | www.mayer-berlin.com

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Hutwerkstatt München Hans-Sachs-Str. 13 | D-80469 München T. 089 260 58 60 | www.eisenblaetter-triska.de

pulpo Riesgässchen 9 79539 Lörrach T. +49 (0)7621 168 01 03

STAN, Stehlampe. Dank des extralangen textilummantelten Kabels und des 180 ° schwenkbaren Lampenschirms folgt Stan Ihren individuellen Lichtbedürfnissen. Design: Hersteller: Masse: UVP: Awards:

Samuel Treindl pulpo 1056 x 330 mm 249,00 EUR Lucky Strike Design Award 2010

www.pulpoproducts.com

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Architektenmöbel, seltene Glasobjekte der 30er bis 50er Jahre des letzten Jahrhunderts von venini, Seguso oder Kosta und Holmegaard sind auf dieser Messe ebenso im Angebot wie Leuchten, Sofas, Stühle, Schmuck von ausgesuchten Designern oder Keramik und Wohntextilien der 30er bis 90er Jahre. Am Publikumstag der 12. Design Börse Düsseldorf können Design-interessierte Besucher, Experten wie Schnäppchenjäger auf 4000 qm fündig werden. Unter den Anbietern sind namhafte internationale DesignGalerien, aber auch private Sammler stellen ihre Stücke zum Verkauf aus. Dabei ist für jeden Geldbeutel etwas zu finden. Und das Beste: alles ist kaufbar und kann gleich mitgenommen werden. Für die passende musikalische Untermalung sorgt auch in diesem Jahr DJ Ralf Ilgner alias Gärtner der Lüste. [WEI]

In diesem Jahr werden über 100 Aussteller aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Ungarn, Russland, Frankreich, Slowenien und Kroatien präsent sein. Durch erweiterte Kooperationen mit regionalen als auch nationalen Institutionen werden zudem auf der Messe und im Rahmenprogramm deutliche Akzente gesetzt. Erstmalig wird der ArtDesign Award in den Kategorien Design, Kunst und Mode vergeben. Diese Auszeichnung soll über die nächsten Jahre einen roten Faden für ausgezeichnete Gestaltung in Vorarlberg bilden und zugleich ein spezifisches ArtDesign-Archiv für die Gestaltungsgeschichte der Messe werden. [WEI] Montforthaus Leonhardsplatz | A-6800 Feldkirch | www.artdesignfeldkirch.at

Blumengroßmarkt-Hallen

Fr 10 – 19 h, Sa 10 – 22 h, So 10 – 19 h

Großmarkt Ulmenstr. 275 | D-40468 Düsseldorf | www.designboerse.info So 11 – 18 h

Feldkirch (A)

Karlsruhe (D)

> artundform auf der INVENTA

> ArtDesign Feldkirch

Anmeldefrist für Aussteller

25. bis 7. November 2010 Die ArtDesign Feldkirch hat sich mehr und mehr vom Geheimtipp zu einer viel beachteten Plattform für Kunst und Design entwickelt. 6.500 Besucher kamen im letzten Jahr. Die Messe setzt auf Interdisziplinarität. Sie verknüpft die Bereiche der angewandten und bildenden Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, Design, Mode, innovative Produktgestaltung sowie Architektur und forciert damit den Austausch innerhalb der Kulturschaffenden Szene. Label ZOJAS; Foto: Christiano Tekirdali

Vom 17. – 20.Februar 2011 bietet die artundform in Karlsruhe bereits zum 8. Mal interessierten Künstlern, Kunsthandwerkern und Designern die Möglichkeit, sich im Rahmen der Messe INVENTA - Art of Living zu präsentieren. Bewerbungen sind bereits möglich. Da eine begrenzte Anzahl an Ständen zur Verfügung steht, ist eine frühzeitige Anmeldung ratsam. www.inventa.info

München (D) + Stuttgart (D)

> Dekumo Plattform für Design, Kunst und Mode 26. bis 28. November und 3. bis 5. Dezember 2010 Passend zur Vorweihnachtszeit geht die DEKUMO in Stuttgart in die siebte Runde und in München in die zweite. Die Messe gibt engagierten Designern und Produzenten, vom Anfänger bis zu bereits etablierten Ateliers, die Möglichkeit, sich einem großen Publikum zu bezahlbaren Konditionen zu präsentieren. Eine perfekte Gelegenheit, direkt mit den Designern ins Gespräch zu kommen und dabei etwas passendes für den weihnachtlichen Gabentisch zu finden. Das Team um die Initiatoren Björn Peters und Oliver Scholz hat für diese außergewöhnliche Verkaufsmessen im Stadtraum originelle und zentral gelegene Räumlichkeiten gefunden. Besondere Sorgfalt wird auch dieses Mal auf die Gestaltung der Ausstellungsflächen gelegt. [WEI] Tonhalle München Grafinger Str. 6 | D-81671 München 26. bis 28. November Fr 14 – 22 h, Sa 11 – 20 h, So 11 – 20 h Kulturarena Stuttgart / Ex-Theaterhaus in Wangen Ulmer Str. 241 | D-70327 Stuttgart 3. bis 5. Dezember Fr 14 – 22 h, Sa 11 – 20 h, So 11 – 20 h www.dekumo.de

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Potsdam (D)

> Designpreis Brandenburg 2010 Unter dem Motto „Design stärken – Trends setzen“ vergibt das Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg in diesem Jahr bereits zum siebten Mal den Designpreis Brandenburg. Die enge Beziehung zwischen Design und Wirtschaft macht sich der Wettbewerb 2010 zum Thema. Zur Teilnahme aufgerufen waren Designerinnen und Designer, Designbüros, Agenturen wie auch Institutionen und Unternehmen, die Dienstleistungen, Unternehmensstrategien oder innovative Produkte entwickelt und am Markt eingeführt haben. Bei der Preisverleihung im Rahmen der Potsdamer Design – Gespräche am 15. November können die ausgezeichneten Arbeiten aus allen Bereichen des Produkt- sowie des Kommunikationsdesigns bewundert werden. Zusätzlich werden mit dem Juniordesignpreis herausragende Nachwuchsdesignerinnen und -designer prämiert. [FOR]

eklektischer Think Tank und seismografisches Get Together. Elf thematische Ausstellungen rund um den Begriff der „Teleportation“ verhandeln, was mit Sicherheit in den nächsten Jahren relevant sein wird. Bewusst bedient sich Hauptkuratorin Constance Rubini dieses Begriffs aus der Science Fiktion, um die kommissarischen Betreuer der elf Szenografien vermeintlich Unmögliches jenseits aller Marktzwänge denken und antizipieren zu lassen. Darunter sind keine Geringeren als Konstantin Gricic, dessen Szenografie „Teleport, a visual Comfortation“ heißt oder Dunne & Raby, die sich zu „Between Reality and the Impossible“ austoben dürfen. Constance Rubini betreut den thematischen Schwerpunkt „Die mobile Stadt“. Auch Grafik-, Web- und Sounddesign haben an der Biennale eine eigene Plattform. Erklärtes Ziel der Biennale ist die Vernetzung von Angewandter Forschung, Designmilieus und Unternehmen. Hauptschauplatz ist die 12.000 qm große Cité du Design, eine ehemalige Waffenfabrik, doch längst erstreckt sich die Biennale über weitere Satelliten in der Stadt. Das Rahmenprogramm vertieft Themen wie „Die französische Designwirtschaft“ oder „Mobilität und Wohnen an Kreativstandorten“. Für Leute, die sich auf hohem Niveau über virulente Designdiskurse informieren wollen, lohnt sich die Reise nach Saint-Etienne auf jeden Fall. [RC] Ancienne Manufacture d’Armes

www.designpreis-bb.de

St. Etienne (F)

> 7è Biennale Internationale Design [2010] 20. November – 5. Dezember 2010

F-42000 Saint-Etienne | www.biennale2010.citedudesign.com | www.citedudesign.com

Schönenwerd (CH)

> in&out Messe für Schweizer Angewandte Kunst und Design 29. bis 31. Oktober 2010

Die Designbiennale St. Etienne ist für Designer das Event in Europa – weder Messe mit Produktneuheiten noch museale Ausstellung, sondern

Bereits zum fünften Mal findet Ende Oktober 2010 die Trendmesse und Ver-

kaufsausstellung für Schweizer Designerinnen und Designer im BallyLab in Schönenwerd nahe Aarau statt. Vertreten sind insgesamt 92 Aussteller aus Bereichen wie Möbel, Mode und Accessoires oder auch Schmuck. Die Organisatorinnen Brigitte Hürzeler und Maja Baumann bleiben dem bewährten in&out Konzept treu und setzen bewusst auf Qualität statt Quantität. Die intime Atmosphäre der Messe erlaubt es den Besuchern die Schweizer Designschaffenden, darunter etablierte Aussteller wie Neueinsteiger, persönlich kennenzulernen und sich direkt vor Ort ausführlich von ihnen beraten und begeistern zu lassen. in&out BallyLab | Parkstr. 1a | CH-5012 Schönenwerd | www.in-out-design.ch Fr 12 – 22 h, Sa 10 – 20 h, So 10 – 18 h

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Winterthur (CH)

> Simone Gugger Schmuckgestaltung

> DESIGNGUT Messe für nachhaltiges Design 1. bis 3. Oktober 2010 Initiantin der neuen Messe DESIGNGUT, die in diesem Herbst zum ersten Mal stattfindet, ist die Kostümbildnerin Christina Müller, die dank ihres eigenen Accessoires-Labels Stromline gut in der Schweizer Designszene vernetzt ist. Ihre Vision war es, eine Messe auf die Beine zu stellen, die auf gute Gestaltung und auf Nachhaltigkeit setzt. Ziel der dreitägigen DESIGNGUT ist es, jungen Designern eine attraktive Plattform und den direkten Kontakt zum Publikum zu bieten. Die Aussteller sind Designschaffende aus den Bereichen Mode, Accessoires, Schmuck, Keramik und Möbeldesign aus der Schweiz. Sie fertigen Objekte, die einerseits eine hohe Design- und Materialqualität aufweisen und zudem möglichst nachhaltig produziert werden. Keine Massenware, sondern „Produkte mit Seele“ wie die Messeleitung betont. Die Aussteller machen detaillierte Angaben über Materialherkunft, Produktionsstandort, Produktionsweise und über allgemeine Kriterien ihrer Kollektionen. Die Besucher finden an der DESIGNGUT somit erstmals hochwertige Objekte mit exakter Produktdeklaration, die direkt am Stand ersichtlich ist. [WEI]

Wo einst Zahnräder gefertigt wurden, stellt Simone Gugger seit über 10 Jahren Schmuck her. Im industriellen Ambiente des Maag Areals im Zürcher Kreis 5 befindet sich das Atelier der Schmuckgestalterin in direkter Nachbarschaft zu allerlei anderen kreativen Kleinstbetrieben. Die lichtdurchfluteten hohen Räume sind ihr Versuchslabor, Produktionsstätte und Verkaufslokal in einem.

Casinotheater Stadthausstr. 119 | CH-8400 Winterthur | www.designgut.ch Fr 14 – 22 h, Sa 10 – 22 h, So 10 – 17 h

Zürich (CH)

> Designomat Statt Zigaretten 19. November 2010 Einen Abend voller Überraschungen verspricht die Eröffnung der ersten Kollektion des Designomat am 19. November. Dabei wird ein herkömmliches Zigarettenautomaten-Modell zum Gefäß für eine außergewöhnliche Kollektion von Designobjekten, die dann – anstelle der Glimmstängel – in Zürich verkauft und aus den Automaten gezogen werden können. Nachdem über 40 Designkonzepte eingereicht wurden, hat die Jury für die Eröffnungsstaffel eine Auswahl von 10 DesignerInnen getroffen. Um für Nachschub in den Automaten zu sorgen, können weitere Vorschläge fortlaufend eingeschickt werden. Zum Start werden die Automaten in den folgenden Kategorien bestückt: Accessoire (Jen Atz & Senta Gautschi, Zotta Design), Fashion (Anja Zimmermann, noll8), Textildesign (Alice Zurbuchen, Maya Däster & Sara Grütter), Trend (Manuel Gübeli, Institut für Spass & Ernst), Animation (Fabienne Meyer, Shlomit Avishai & Corinne Germann), Web (Gustavo Salami, Silvan Groher & Christoph Hess, Kublé AG), Produkt (Aki Müller Yamauchi, Japanproxy), Illustration (Isabel Jakob), Fotografie (Stefan Wülser & Christoph Zürcher, Openminds) und Grafik (Lisa Bedogni). Die genauen Standorte der Designomaten werden auf der Homepage www.designomat.ch bekanntgeben. Parallel dazu wird die Website ab November 2010 über spannende Geschehnisse rund um die Automaten berichten und ungewohnte Einblicke in den Designalltag geben. [WEI] DESIGNOMAT Redaktion Tellstr. 3 | CH-8004 Zürich | mail@designomat.ch | www.designomat.ch

Simone Gugger entwirft und fertigt Ringe, Manschettenknöpfe, Ohr- und Halsschmuck, welche sie in Kleinserie herstellt. Dadurch ist es ihr möglich, auf Kundenwünsche einzugehen, was besonders bei Eheringen gerne in Anspruch genommen wird. Ihr neuestes Stück heisst ‚en train’ und greift das Thema der Beziehung als gemeinsame Reise auf. Beim genaueren Hinsehen entpuppt sich der schlichte Ehering als Eisenbahnschiene, welche in endlosem Schwung um den Finger führt. Erhältlich sind die Ringe in allen gängigen Goldlegierungen sowie in Platin und Palladium. Simone Gugger Hardstr. 219 / K1 | Maag Areal | CH-8005 Zürich www.simonegugger.ch

> Blickfang Designmesse 19. bis 21. November 2010 Die Designmesse BLICKFANG erfindet sich neu. Mit zahlreichen Neuerungen wartet die größte Designveranstaltung im deutschen Sprachraum in diesem Jahr auf. Rund 200 Aussteller werden vom 15. bis zum 17. Oktober in Wien und vom 19. bis 21. November 2010 in Zürich ihre neuesten Produkte und Kreationen aus den Bereichen Möbel, Leuchten, Mode und Schmuck präsentieren. Design-Workshops, das in Zukunft zweimal jährlich erscheinende BLICKFANG View-Magazin und die BLICKFANG Edition ergänzen das Angebot. Eine kuratierte Sonderschau wird sich mit dem Design-Nachwuchs im Möbelbereich befassen. >>>

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DESIGNMAGAZIN

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Ich bestelle INFORM O ABO (5 Ausgaben im Jahr) zum Preis von 28,– EUR /Jahr (D) O ABO (5 Ausgaben im Jahr) zum Preis von 32,– EUR /Jahr (CH/EU)

beginnend mit der Ausgabe (Monat) ...................................................... Vor- und Nachname: …………………………….................................. Postanschrift: ........................................................................................... Telefon: .................................................................................................... Email: ...................................................................................................... Datum / Unterschrift: ................................................................................ Kto.-Nr.: ................................................................................................... BLZ: ......................................................................................................... Ich bezahle O gegen Rechnung | O per Bankeinzug Bitte senden Sie das ausgefüllte Formular per Post an: INFORM Designmagazin, Stichwort: ABO, Sandstraße 17, D-79104 Freiburg oder per Fax an: + 49 (0) 7 61 8 81 74 79 Dieses Abo-Bestellformular finden Sie auch unter www.inform-magazin.com Widerrufsrecht Ich kann diese Vereinbarung innerhalb von 2 Wochen bei art-media-edition Verlag, Sandstr. 17, D-79104 Freiburg schriftlich widerrufen. Die Frist ist durch die rechtzeitige Absendung des Widerrufs gewährt. Ich bestätige dies mit meiner zweiten Unterschrift:

Datum / Unterschrift: ...............................................................................

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> Maria van Rensen | Atelierumzug ab 1. Oktober 2010 Maria van Rensens anspruchsvolle Mode wird von Kennerinnen weit über ihren Standort Zürich hinaus geschätzt. Nach fünf erfolgreichen Jahren in der Gablerstrasse in Zürich-Enge ist die Damenschneiderin seit 1. Oktober in der Dolderstrasse 18 zu finden. Van Rensens feminin bis sportlich anmutenden Entwürfe werden im Atelier als Einzelstücke oder in Kleinserie produziert und sind untereinander kombinierbar. Bei einem Besuch des neuen Ateliers kann gleich die wundervolle Herbst-Winter-Kollektion anprobiert werden, die – wie jedes Jahr – auch wieder an der Zürcher Blickfang zu sehen sein wird. [RC] Maria van Rensen Dolderstr.18 | CH-8032 Zürich | www.mariavanrensen.ch Maria van Rensen, Jupe Shirt

Stephen Burks

Gezeigt werden Arbeiten von internationalen Jung-Talenten und viel versprechenden Gestaltern, die mit ihren Kollektionen und Produkten – oftmals noch Prototypen – die Möglichkeit erhalten, sich erstmals einem größeren Publikum zu präsentieren. Eine namhafte Jury, der auch Mateo Kries, Chefkurator des Vitra-Design-Museum, und Marva Griffin, Gründerin des Salone Satellite Milano, angehören, wählen hierfür ihre Favoriten. Neu ist auch der „Curator of the Year“, eine herausragende Persönlichkeit aus der Designszene, welche die BLICKFANG auf allen fünf Märkten – also in Stuttgart, Wien, Tokio, Basel und Zürich – unterstützen wird. Mit Stephen Burks konnte einer der zurzeit renommiertesten Industrial Designer als Kurator gewonnen werden. Seine Aufgabe wird es nun sein, ein Jahr lang die fünf Messen zu beraten und im jeweiligen BLICKFANG-Land einen Gestalter aus der lokalen Designlandschaft als Co-Kurator zu nominieren. Für die Schweiz fiel die Wahl Burks z.B. auf Pierre Keller, Direktor der Ecole cantonale d’art de Lausanne (ECAL). Bereits zum vierten Mal in Folge ist die BLICKFANG zudem am 6. und 7. November 2010 mit einer Sonderschau bei der 13. Ausgabe des Designers’ Saturday in Langenthal zu Gast. In den Werkhallen der Gastgeberfirma Girsberger zeigen rund 15 Designer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Arbeiten. [WEI]

> Ines Boesch & Co BLICKFANG Wien

Laden

MAK – Österreichisches Museum für Angewandte Kunst / Gegenwartskunst Weiskirchnerstr. 3 | A-1010 Wien 15. bis 17. Oktober 2010 | Fr 12 – 22 h, Sa 12 – 22 h, So 11 – 19 h BLICKFANG Zürich Kongresshaus | Claridenstr. 5 | CH-8022 Zürich 19. bis 21. November 2010 | Fr 11 – 22 h, Sa 11 – 22 h, So 11 – 19 h www.blickfang.com

In einem kleinen charmanten Ladenlokal in der Weggengasse sind die unverkennbaren Kreationen der Designerin Ines Boesch erhältlich. Mehr als zehn Jahre entwarf Ines Boesch die gesamte Produktpalette des Labels „En Soie“ bis sie 2002 den Sprung in die Selbständigkeit wagte und seither erfolgreich ihre Kreationen als Unikate und in Kleinstserien unter eigenem Namen präsentiert. Die prägnante gestalterische Handschrift der Designerin zeichnet sich durch einen stetig wachsenden Fundus von märchenhaften Motiven, barocken Ornamenten und Vichy-Karos aus. >>>

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Die Karomuster in immer neuen wunderbaren Farbvariationen sind mittlerweile zum eigentlichen Markenzeichen von Ines Boesch geworden. Die bedruckten Stoffe und Foulards, die handbemalten Keramiken und Schmuckstücke überzeugen nicht nur gestalterisch, sondern auch durch eine sorgfältige handwerkliche Verarbeitung edler Naturmaterialien wie Keramik, Kaschmir, Seide, Gold und Halbedelsteine. Ausgangspunkt der Arbeiten sind von Hand gezeichnete Motive, aus denen Ines Boesch stilsicher und mit großer kreativer Kontinuität die einzelnen Produkte entwickelt. Alle Entwürfe werden von Hand ausgeführt und prägen das fertige Produkt, verleihen ihm eine ganz spezielle Ausstrahlung und machen es einzigartig. Aufs Schönste verbinden sich so in den Kreationen Kunst und Handwerk. Überzeugen Sie sich selbst bei einem Besuch in der Weggengasse und tauchen Sie ein in die sinnliche Welt von Ines Boesch. [FOR] Ines Boesch & Co | Weggengasse 6 | CH-8001 Zürich | www.inesboesch.ch Mo 12 – 18.30 h, Di – Fr 10.30 – 18.30 h, Sa 10.30 – 17 h

Ines Boesch, Becher M-Deckel, 2009

79098 Freiburg | Oberlinden 13 | Tel. + 49 761 3 59 35

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Deutsches Design

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Esther Miesch – Filzmützen 12.10. – 20.11. Anna Schmid Schmuck Doris Hirst – Seidentücher 23.11. – 24.12. Anna Schmid Schmuck Schneidergasse 14 | CH-4001 Basel | T +41 61 2616670 www.anna-schmid-schmuck.ch Di – So 13.30 – 18.30 h, Sa 10 – 17 h Hurzelmeier. Meisterwerke der komischen Periode bis 24.10. Karikatur & Cartoon Museum Wortbilder. Comics aus China 25.10. – 5.11. Karikatur & Cartoon Museum St. Alban-Vorstadt 28 | CH-4052 Basel T +41 61 2263360 | www.cartoonmuseum.ch Mi – Sa 14 – 17 h, So 10 – 17 h Zwischenräume bis 15.5.2011 Sonderausstellung im Museum der Kulturen Münsterplatz 20 | CH-4051 Basel T +41 61 2665600 | www.mkb.ch Di – So 10 – 17 h Werkstatt 7 Grünzeug und blumiges, Keramik, Metall, Papier,Schmuck,Textil und „neues Dings“ 13. – 14.11. Lohnhof 9 | CH-4051 Basel | www.werkstatt7.ch Sa 11 – 19 h, So 11 – 17 h Ausstellung im Werkhof Handwerkskunst in Glas, Holz, Keramik, Metall und Papier 26. – 28.11. Hardstr. 92 (Areal Straumann Hipp) | CH-4052 Basel Fr 17 – 20 h, Sa 11 – 20 h, So 11 – 17 h Berlin (D) Peter Lindbergh . On Street Photographs and Films . 1980 – 2010 bis 9.1.2011 C/O Berlin-International Forum For Visual Dialogues Talents 21 . DarkWhite Markus Klingenhäger – Christin Krause 2.10. – 30.11. C/O Berlin-International Forum For Visual Dialogues Vattenfall Fotopreis für Berlin 2010 5.10. – 2.11. C/O Berlin-International Forum For Visual Dialogues Fred Herzog . Pionier der Farbe Retrospektive 6.11. – 9.1.2011 C/O Berlin-International Forum For Visual Dialogues im Postfuhramt Oranienburger Str. 35 – 36 | D-10117 Berlin T +49 30 28091925 | www.co-berlin.com Mo – So 11 – 20 h Die Sammlung Bauhaus Originale der Klassischen Moderne bis 31.12. Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung Hajo Rose – Bauhaus Foto Typo bis 8.11. Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung Klingelhöferstr. 14 | D-10785 Berlin | www.bauhaus.de Mi – Mo 10 – 17 h

me Collectors Room Berlin Ouyang Chun – PAINTING THE KING ab 2.10. Auguststr. 68 | D-10117 Berlin T +49 30 86008510 | www.me-berlin.com Di – So 12 – 18 h Service Design Konferenz 2010 Berlin – Connecting the Dots 13. + 14.10. Kalkscheune | Johannisstr. 2 | D-10117 Berlin T +49 30 59004340 www.service-design-network.org strahlend grau – herbert hirche zum 100. geburtstag bis 25.10. Werkbundarchiv-Museum der Dinge Oranienstr. 25 | D-10999 Berlin T+49 30 92 10 63 11 | www.museumderdinge.de Fr – Mo 12 – 19 h IDZ – Internationales Designzentrum Berlin Design & Company: Tagesworkshops 4. + 5.10. IDZ Berlin Werk 5 8.10. IDZ Berlin | Exkursion Design & Company . Tagesworkshop 8.11. IDZ-Internationales Designzentrum Berlin Reinhardstr. 52 | D-10117 Berlin T +49 30 28095111 | www.idz.de Mo – Fr 10 – 18 h Realstadt Wünsche als Wirklichkeit 2.10. – 28.11. ehemaliges Kraftwerk Mitte | Köpenicker Str. 29 – 30 D-10179 Berlin | www.realstadt.de täglich 10 – 20 h Zeughausmesse für Angewandte Kunst 9. – 12.12. Deutsches Historisches Museum | Schlüterhof im Zeughaus Unter den Linden 2 | D-10117 Berlin | www.zeughausmesse.de Do 13 – 18 h, Fr, Sa 10 – 19 h, So 10 – 18 h Bremen (D) Stille Stars – Extreme Materialien und ihre Anwendung 29.10. – 27.2.2011 Wilhelm Wagenfeld Haus-Design im Zentrum Am Wall 209 | D-28195 Bremen T +49 421 33 88116 | www.wwh-bremen.de Di 15 – 21 h, Mi – So 10 – 18 h Brüssel (B) Daniel Von Weinberger : Plastique c`est chic bis 29.10. SITE DU GRAND-HORNU MAC´s-Musée des Arts Contemporaines Grand-Hornu Images 82, Rue Sainte-Louise | B-7301 Hornu T + 32 65 652121 | www.grand-hornu-images.de Düsseldorf (D) Design Börse Düsseldorf Internationale Designklassiker des 20. Jahrhunderts 28.11. Blumengroßmarkt-Hallen | Großmarkt Ulmenstr. 275 | D-40468 Düsseldorf T +49 173 7148555 | www.designboerse.info So 11 – 18 h

AGENDA

Basel (CH) Schweizerisches Architekturmuseum SAM Steinenberg 7 | CH-4051 Basel T +41 61 2611428 | www.sam-basel.org Di, Mi, Fr 11 – 18 h, Do 11 – 20.30 h, Sa, So 11 – 17 h

ECHT – 12. Tage der Typografie 5. – 7.11. Akademie Druck + Medien NRW Bublitzer Str. 26 | D-40599 Düsseldorf T +49 221 999000 | www.typotage.typosition.de Feldkirch (A) ArtDesign Feldkirch 5. – 7.11. Montforthaus | Leonhardsplatz | A-6800 Feldkirch T +43 5522 73467 | www.artdesignfeldkirch.at Fr 10 – 19 h, Sa 10 – 22 h, So 10 – 19 h Frankfurt a. M. (D) Frankfurter Buchmesse 2010 6. – 10.10. Messegelände Ludwig-Erhard-Anlage 1 | D-60327 Frankfurt a.M. www.buchmesse.de Internationaler Hochhauspreis 2010 5.11. Deutsches Architekturmuseum in Kooperation mit dem Museum für Angewandte Kunst MAK Schaumainkai 17 | D-60594 Frankfurt a.M. T +49 69 212 36689 | www.dam-online.de Di, Do – So 11 – 18 h, Mi 11 – 20 h Traditión Argentina – Argentinische Silberschmiedekunst bis 28.11. Museum für Angewandte Kunst Frankfurt Visión Argentina – Argentinisches Produktdesign bis 30.1.2011 Museum für Angewandte Kunst Frankfurt Dutch Domestics – Gestaltungsexperiment aus den Niederlanden 22.10. – 14.11. Museum für Angewandte Kunst Frankfurt Schaumainkai 17 | D-60594 Frankfurt a.M. T +49 69 21234037 www.museumfuerangewandtekunst.frankfurt.de Di, Do – So 10 – 17 h, Mi 10 – 21 h Argentinische Comics. „Nos tocó hacer reir“ bis 31.10. Museum für Kommunikation Dialog im Stillen 7.10. – 28.2.2011 Museum für Kommunikation Spiel mit mir! Der Klassiker Kinderpost Museum für Kommunikation Schaumainkai 53 | D-60596 Frankfurt a.M. T +49 69 60600 | www.museumsstiftung.de Di – Fr 9 – 18 h, Sa, So 11 – 19 h Freiburg (D) Straßen – Szenen Arbeiten von Linda Colsh (B) bis 7.10. Galerie quilt star Zeichen – Arbeiten von Ramona Conconi 22.10. – 26.11. quilt star | Monika Schiwy Schnewlinstr. 5a | D-79098 Freiburg T +49 761 4002680 | www.quiltstar.de Mo 15 – 18 h, Di, Do, Fr 9 – 12 h, 15 – 18 h Hamburg (D) hello handmade Markt 31.10. Kampnagel Jarrestr. 20 | D-22303 Hamburg www.hello-handmade.com So 10 – 18 h

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REFLEX

Sendra

SHOES Chie Mihara Vic Matie OXS d-79098 freiburg schusterstr. 30– 32 phone 0761 30258 ch-4051 basel theaterstr. 16 phone 061 2815131

Tentazione

www.reflex-shoes.de

Pantanetti

ETCETERA-ANTIK Maureen Winterhager DESIGNER MODESCHMUCK & ACCESSOIRES VINTAGE & AVANTGARDE Grünwälderstrasse 10 D-79098 Freiburg Tel. 07 61 3 83 99 23 www.etceterantik.com 50

Alberto Fermani


Hanau (D) Deutsches Goldschmiedehaus Hanau Altstädter Markt 6 | D-63450 Hanau | T +49 6181 256556 www.gfg-hanau.de | gfg-hanau@t-online.de Di – So 11 – 17 h Heidelberg (D) Pippin Drysdale und Helen Britton ab 3.10. Galerie Heller Vincent Potier ab 21.11. Galerie Heller Friedrich-Ebert-Anlage 2 | D-69117 Heidelberg T +49 6221 619090 | www.galerie-heller.de Di – Fr 11 – 13 und 14 – 18 h, Sa 11 – 18 h Modebummel durch drei Jahrhunderte bis 4.2011 Textilsammlung Max Berk | Kurpfälzisches Museum GRACE KELLY – Fotografien von Howell Conant, Milton H. Greene und Philippe Halsmann bis 27.6. Kurpfälzisches Museum Brahmsstr. 8 | D-69118 Heidelberg-Ziegelhausen T +49 6221 800317 | www.museum-heidelberg.de Mi, Sa, So, 13 – 18 h Husseren-Wesserling (F) Saic – Velcorex | Die Leidenschaft für Samt bis 2.1.2011 Parc de Wesserling | Ecomusée Textile F-68470 Husseren-Wesserling T +33 389382808 | www.parc-wesserling.fr Mo – So 10 – 18 h Karlsruhe (D) Das fremde Abendland? Orient begegnet Okzident von 1800 bis heute bis 9.1.2011 Museum beim Markt Karl-Friedrich-Str. 6 | D-76133 Karlsruhe T +49 721 9266578 | www.landesmuseum.de Di – Do 11 – 17 h, Fr – So 10 – 18 h Kassel (D) Monitoring Medienkunstausstellung 10. – 14.11. Kasseler Kunstverein e.V. Fridericianum Friedrichsplatz 18 | D-34117 Kassel | T +49 561 71169 www.kasselerkunstverein.de Mi – So 11 – 18 h Krefeld (D) Stickereien des Mittelalters und der Renaissance bis 9.1.2011 Deutsches Textilmuseum | Andreasmarkt 8 | D-47809 Krefeld T +49 2151 9469450 | www.krefeld.de/textilmuseum Di – So 11 – 17 h Kronberg (D) Braun HiFi – Ursprung einer DesignKultur! BraunSammlung der Braun GmbH Westerbach Center | Westerbachstr. 23c | D-61476 Kronberg T +49 6173 302244 | www.braunsammlung.info Di – Fr 11 – 17 h, Sa, So 11 – 18 h Langenthal (CH) Designers`Saturday 6. + 7.11. D`S Design Center AG | Designer`s Saturday Mühlenweg 23 | CH-499 Langenthal T +41 6 9230333 | www.designerssatuirday.ch Sa 9 – 18.30 h, So 10 – 18 h

Lausanne (CH) In vino veritas a project by Matali Crasset bis 10.10. Mudac Musée de design et d'arts appliquées contemporains Place de la cathédrale 6 | CH-1005 Lausanne T +41 21 3152530 | www.mudac.ch Di – So 11 – 18 h Leipzig (D) GRASSIMESSE | Internationale Verkaufsmesse für angewandte Kunst 29.10. – 31.10. GRASSI | Museum für Angewandte Kunst Gefangenes Licht bis 17.10. GRASSI | Museum für Angewandte Kunst Silber + Gold pur 27.11. – 16.1.2011 GRASSI | Museum für Angewandte Kunst Johannisplatz 5 – 11 | D-04103 Leipzig T +49 341 2229100 | grassimuseum@leipzig.de Di – So 10 – 13 h, Mi + Do 10 – 20 h Luzern (CH) DeSForM Design & Semantics of Form & Movement 6. Internationaler Workshop 3. – 5.11. Hochschule Luzern-Design und Kunst Sentimatt 1/Dammstr. | CH-6003 Luzern T +41 41 2285464 | www.desform.org Mannheim (D) Nano! Nutzen und Visionen einer neuen Technologie bis 3.10. Technoseum | Museumsstr. 1 | D-68165 Mannheim T +49 621 42989 | www.technoseum.de täglich 9 – 17 h Mulhouse (F) Rêve de Cachemire, cachemires de rêve Le châle cachemire imprimé, un joyau textile alsacien bis 31.10. Musée de l'Impression sur Etoffes Rue Jean-Jacques Henner 14 | BP 1468 F-68072 Mulhouse | T +33 389468300 www.musee-impression.com Di – So 10 – 12 und 14 – 18 h München (D) Creative Paper Conference 2010 14. + 15.10. Alte Kongresshalle München Theresienhöhe 15 | D-80339 München www.creative-paper.de Danner-Rotunde. Schmuck. Kuratiert von Karl Fritsch Neue Dauerausstellung Die Neue Sammlung - The International Design Museum Adyton. Victor Hausladen ab 17.10. Die Neue Sammlung - The International Design Museum Barer Str. 40 | Pinakothek der Moderne | D-80333 München T +49 89 23805360 | www.pinakothek.de Di – So 10 – 18 h, Do 10 – 20 h Schreinermöbel bis 9.10. Galerie Handwerk Max-Joseph-Str. 4 | D-80333 München T +49 89 595584 | www.hwk-muenchen.de/galerie Di, Mi, Fr 10 – 18 h, Do 10 – 20 h, Sa 10 – 13 h

Geschichten der Rekonstruktion – Konstruktion der Geschichte bis 31.10. Architekturmuseum der Technischen Universität München Arcisstr. 21 | D-80333 München www.architekturmuseum.de Das Oktoberfest 1810 – 2010 bis 31.10. Münchner Stadtmuseum-Sammlung Fotografie St.-Jakobs-Platz 1 | D-80331 München T +49 89 233 22370 | www.stadtmuseum-online.de Dekumo Plattform für Design, Kunst und Mode 26. – 28.11. Tonhalle München Grafinger Str. 6 | D-81671 München | www.dekumo.de Fr 14 – 22 h, Sa 11 – 20 h, So 11 – 20 h Nürnberg (D) Shoes. Zaha Hadid ab 6.10. Neues Museum für Kunst und Design Nürnberg und Die Neue Sammlung-The International Design Museum Klarissenplatz | D-90402 Nürnberg | T +49 911 240200 www.nmn.de | www.die-neue-sammlung.de Di – Fr 10 – 20 h, Sa, So 10 – 18 h Webkongress Erlangen: Lösungen – von der Theorie zur Praxis 7. + 8.10. Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Fachbereich Wirtschaftswissenschaft Lange Gasse 20 | D-90403 Nürnberg | T +49 9131 8527031 www.webkongress.uni-erlangen.de Pforzheim (D) Zu Petticoat und Wespentaille – Modeschmuck der 1950er Jahre bis 14.11. Schmuckmuseum Pforzheim Glanz der Macht – Kaiserliche Pretiosen aus der Wiener Kunstkammer In Kooperation mit dem Kusthistorischen Museum Wien 3.12.2010 – 3.2.2011 Schmuckmuseum Pforzheim Jahnstr. 42 | D-75173 Pforzheim | T +49 7231 392126 www.schmuckmuseum-pforzheim.de Di – So, feiertags 10 – 17 h Potsdam (D) Designpreis Brandenburg Potsdamer Designgespräch und Preisverleihung 15.11. Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg | Heirich-Mann-Allee 107 D-14473 Potsdam | T +49 331 97996666 www.designpreis-bb.de Regensburg (D) Grafik Designschau Regensburg – dere.10 5. – 21.11. Kunst-und Gewerbeverein Ludwigstr. 6 | D-93047 Regensburg | T +49 941 89059450 www.grafikdesignschau.de Mo – Sa 16 – 19 h, So 14 – 19 h Schönenwerd (CH) in & out Raum für Schweizer Design 29. – 31.10. Parkstr. 1a | CH-5012 Schönenwerd T +41 62 8221313 | www.in-out-desig.ch Fr 12 – 22 h, Sa 10 – 20 h, So 10 – 18 h

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RHEINGOLD Gold der Nibelungen Goldschmiedekunst Mythos und Symbol für Liebe & Treue

Atelier I. + W. Knetsch | Oberlinden 3 | 79098 Freiburg | Tel. 0761 / 2859410 | Mi – Fr 10 – 18 Uhr, Sa 10 – 17 Uhr

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Saint Etienne (F) Cité du design | Design Biennale 20.11. – 5.12. 3, rue Javelin Pagnon | F-42000 Saint-Étienne www.citedudesign.co tägl. 11 – 18 h St. Gallen (CH) Achtung frisch gestrickt bis 30.1.2011 Textilmuseum | Vadianstr. 2 | CH-9000 St.Gallen T +41 71 2221744 | www.textilmuseum.ch Mo – So 10 – 17 h Werkstoffarchiv Sitterwerk | Sittertalstr. 34 | CH-9014 St. Gallen T +41 71 2788709 | www.sitterwerk.ch Mi, So 14 – 18 h Staufen (D) Renate und Hans Heckmann – Keramik aus fünf Jahrzehnten bis 30.11. Keramikmuseum Staufen Wettelbrunnerstr. 3 | D-79219 Staufen | T +49 7633 6721 Mi – Sa 14 – 17 h, So 11 – 13 und 14 – 17 h Stuttgart (D) Focus Open 2010 | Internationaler Designpreis Baden-Württemberg und Mia Seeger Preis 16.10. – 28.11. Konferenz im Design Center Stuttgart Focus Open 2010: Einblicke 18.10. – 31.10. Design Center Stuttgart Design zählt: Mercedes-Benz Design at School 20.11. 2010 – 22.01.2011 Design Center Stuttgart VDID Forum: Design (ir)rational 8.11. Design Center Stuttgart | Haus der Wirtschaft Design-Bibliothek | Willi-Bleicher-Str. 19 | D-70174 Stuttgart T +49 711 1232536 | www.design-center.de Mo – Sa 11 – 18 h Empompi Colori Installati – Ausstellungen Staatsexamina 13.10, 10h Kurzfilmabend „Ausblicke und Einblicke“ – Studentische Filmprojekte 20.10., 19h Durch die Stuttgartnacht 2010 23.10., 19– 2h Irene Müller, Zürich: (Ver-)Handlungssache 25.10., 19h Jour Fixe: Will Alsop, London. Working in the Dark 26.10., 19h Totora 2010 – Vortrag Prof. Teodorescu 3.11., 19h Cereals 9: Christoph Girardet: „Oh – Oh! I begin to see – the light! Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart Am Weißenhof 1| D-70191 Stuttgart | www.abk-stuttgart.de Dekumo | Plattform für Design, Kunst und Mode 3.– 5.12. Kulturarena Stuttgart/Ex-Theaterhaus in Wangen Ulmer Str. 241 | D-70327 Stuttgart | www.dekumo.de Fr 14–22h, Sa 11–20h, So 11–20h Ulm (D) Hochschule für Gestaltung Ulm HfG – Archiv Ulm | Basteistr. 46 | D-89073 Ulm T +49 731 1614370 | www.hfg-archiv.ulm.de Di – So 11 – 17 h

Weil am Rhein (D) Rudolf Steiner – Die Alchemie des Alltags Eine Ausstellung des Vitra Design Museums in Kooperation mit dem Kunstmuseum Wolfsburg und Kunstmuseum Stuttgart bis 4.2011 Vitra Design Museum Frank O. Gehry Since 1997 2.10.2010 – 13.3.2011 Vitra Design Museum Charles-Eames-Str. 1 | D-79576 Weil am Rhein T +49 7621 7023700 | www.design-museum.de Mo – So 10 – 18 h, Mi 10 – 20 h, Führungen: Sa, So 11 h

Ruth Erdt: Die Lügner 2.10.2010 – 13.2.2011 Fotostiftung Schweiz-Winterthur Hugues de Wurstemberger Pauline Pierre 2.10.2010 – 13.2.2011 Fotostiftung Schweiz-Winterthur Grüzenstr. 45 | CH-8400 Winterthur | T +41 52 2341030 www.fotostiftung.ch täglich 11 – 18 h, Mi 11 – 20 h

Wien (A) Blickfang Wien 2010 Designmesse für Möbel, Mode, Schmuck 15. – 17.10. MAK - Österreichisches Museum für Angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien Weiskirchnerstr. 3 | A-1010 Wien | www.blickfang.com Fr, Sa 12 – 22 h, So 11 – 19 h

Wolfsburg (D) Rudolf Steiner und die Kunst der Gegenwart bis 3.10. Kunstmuseum Wolfsburg Hollerplatz 1 | D-38440 Wolfsburg T +49 536 26690 | www.kunstmuseum-wolfsburg.de Mi – So 11 – 18 h, Di 11 – 20 h

Wunschmaschinen „Alltag – eine Gebrauchsanweisung“ bis 28.1.2011 Technisches Museum Wien Mariahilfer Str. 212 | A-1140 Wien T +43 1 899980 | museumsbox@tmw.at Mo – Fr 9 – 18 h, Sa, So 10 – 18 h

Technorama Technorama | Technoramastr. 1 | CH-8404 Winterthur T +41 52 2440844 | www.technorama.ch Di – So 10 – 17 h

Zürich (CH) Blickfang Zürich 2010 20. – 22.11. Designmesse für Möbel, Mode und Schmuck Kongresshaus Zürich | Claridenstr. 5 | CH-8002 Zürich www.blickfang.com Fr, Sa 11 – 22 h, So 11 – 19 h

Vienna Design Week 1. – 10.10. Neigungsgruppe Design Margaretenstr. 96 / 1 | A-1050 Wien | T +43 1 9314356 www.viennadesignweek.at

buzzi e buzzi 4x2 3.11. – 3.2.2011 ETH Zürich | gta Ausstellungen Institut für Geschichte und Theorie der Architektur Hönggerberg | CH-8093 Zürich | www.ausstellungen.gta.ethz.ch

Wiesbaden (D) Deutscher Marken & Designkongress Adding Value by Design 18. + 19.11. Museum Wiesbaden Friedrich-Ebert-Allee 2 | D-65185 Wiesbaden T +49 611 3352250 www.german-design-council.de

Alles Schrift – Typografische Plakate bis 10.12. Museum für Gestaltung Zürich | Plakatraum Limmatstr. 55 | CH-8005 Zürich | T +41 43 4466767 www.museum-gestaltung.ch Di – Fr, So 13 – 17 h

Winterthur (CH) Designgut 1. – 3.10. Schweizerische Designmesse für nachhaltige Produkte Casinotheater Winterthur Stadthausstr. 119 | CH-8400 Winterthur www.designgut.ch Fr 14 – 22 h, Sa 10 – 22 h, So 10 – 17 h Farbe: Spiel und Obsession bis 28.11. Gewerbemuseum Winterthur Kirchplatz 14 | CH-8400 Winterthur | T +41 52 2675136 www.gewerbemuseum.ch Di – So 10 – 17 h, Do 10 – 20 h Stefan Burger – Under the Circumstances bis 14.11. Fotomuseum Winterthur Larry Sultan / Mike Mandel – Evidence bis 14.11. Fotomuseum Winterthur Mark Morrisroe – Retrospective 27.11.2010 – 13.2.2011 Fotomuseum Winterthur Grüzenstr. 44 + 45 | CH-8400 Winterthur T +41 52 2341060 | www.fotomuseum.ch täglich 11 – 18 h, Mi 11 – 20 h

Kronleuchter – Juwelen des Lichts 2.12.2010 – 3.4.2011 Museum Bellerive René Burri – Vintage Prints – Le Corbusier bis 7.11. Museum Bellerive Höschgasse 3 | CH-8008 Zürich | T +41 43 4464469 www.museum-bellerive.ch Di – So 10 – 17 h Charlotte Perriand bis 24.10 Museum für Gestaltung Zürich | Halle MAKE UP – Design der Oberfläche bis 2.1.2011 Museum für Gestaltung Zürich | Galerie Showcase II – Scientific Visualization bis 17.10. Museum für Gestaltung Zürich | Vestibül Ausstellungsstr. 60 | CH-8005 Zürich T +41 43 4466767 www.museum-gestaltung.ch Di – Do 10 – 20 h, Fr – So 10 – 17 h

Alle Terminangaben ohne Gewähr

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Kurfürstendamm 210 | 10719 Berlin | T. 030 - 8811445 | www.olbrish.de | storeberlin@olbrish.de Mo – Fr 11 – 19 Uhr | Sa 11 – 18 Uhr

IMPRESSUM

INFORM Designmagazin | Sandstr. 17 | D-79104 Freiburg | inform@inform-magazin.com | T +49 761 89759494 | F +49 761 8817479 art-media-edition Verlag Freiburg | Sandstr. 17 | D-79104 Freiburg | www.art-media-edition.com • Herausgeber: Björn Barg | barg@inform-magazin.com • Anzeigenreservation: inform@inform-magazin.com | T +49 761 89759494 • Chefredaktion: Björn Barg | barg@inform-magazin.com; Regina Claus | claus@inform-magazin.com • Mitarbeitende dieser Ausgabe: Nike Breyer | breyer@inform-magazin.com | Regina Claus | claus@inform-magazin.com; Henny Fleischmann | fleischmann@inform-magazin.com; Tanja von Forster | vonforster@inform-magazin.com; Christof Heim | heim@inform-magazin.com; Florian Weiland weiland@inform-magazin.com • Gastbeiträge von: Michael Cornelius; Renate Flagmeier; Bruna Hauert (friends of carlotta, Zürich) • Gestaltung und Grafik: Piotr Iwicki | mail@iwicki.com • Erscheinungsweise: 5 mal im Jahr • Auflage: 8.000 Stück • Titelrechte: Jeder Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit Erlaubnis des Verlages und der Redaktion gestattet. • Alle Angaben ohne Gewähr • INFORM Designmagazin 12 – 01 | 2010 / 2011 erscheint am 1.12.2010 Schwerpunktthema: Bücher • Anzeigenschluss: 10.11.2010

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