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PETER GOWLAND'S GIRLS* 9. Oktober 2016 bis 29. Januar 2017 ZEPHYR | Raum für Fotografie, Mannheim www.zephyr-mannheim.com

kunstraumKARLSRUHE 14 Schwarzwald-Bilder Der Schwarzwald in der bildenden Kunst 30 Karl Hubbuch Der Zeichner

kunstraumFRANKENTHAL 15 Regina Reim Neue informelle Arbeiten im Kunsthaus Frankenthal

kunstraumLANDAU 19 Shopping Mall Alles schön im Vorbeigehen

kunstraumMANNHEIM

kunstraumHEMSBACH

4 Glamour should be personal Peter Gowland’s Girls*

25 Dimensionen Bernd Gerstner und Roland Schmitt

8 Dietmar Brixy – Tomorrow Verblüffende Zukunftsvisionen im Alten Pumpwerk

kunstraumLADENBURG

13 Mehr als nur schöner Schein! Mannheim im Zeitalter des Barock 21 New Religion Die Kunst als Religion der modernen Welt 23 Adieu Tristesse Figuration in den 60er Jahren aus der Sammlung Hurrle

26 230 Lichtjahre Hellmut Bruch, Inge Dick, Gerhard Frömmel

kunstraumBRÜHL 27 Josef Walch Paper Art anlässlich des 70. Geburtstags des Künstlers 37 Räume erschließen Arbeiten von Riki Strassler und Manfred Kieselbach

28 I am not a look-alike François Brunelle

kunstraumLUDWIGSHAFEN-MANNHEIM

31 Johannes Höller Strandspaziergang

29 Timelines Zeit als Gegenstand der Kunst

kunstraumKAISERSLAUTERN

35 Kunst am Bau Konstantin Voit und Skafte Kuhn

6 Mit dem Messer gezeichnet Georgia Russell und das Skalpell

kunstraumHEIDELBERG

kunstraumLEIMEN 29 Teaching Artists 10 Positionen

10 Weitsicht Spitzenwerke zeitgenössischer Fotografie

kunstraumVIERNHEIM

17 Japan zu Gast Kanjirô Moriyama und Fumio Matsutani

31 Brigitte Simon Metas und Fantas

25 Meisterwerke Bruce Barnbaum

kunstraumSCHWETZINGEN 33 artSchwetzingen Künstlermesse feiert 5. Geburtstag

27 Rolf Altena Malerei und Keramik

kunstraumSCHRIESHEIM

editorial

33 Fritz Stier déjà-vu

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

kunstraumWALLDORF

freuen Sie sich auf einen kunstreichen Herbst - entdecken Sie interessante Künstler, beeindruckende Arbeiten und vielleicht ja auch neue Kunsträume in der Region. Das Fotofestival OFF//Foto 2016 beispielsweise mit rund 50 Ausstellungsorten ermöglicht in jedem Fall aufregende Perspektiven. Oder verlängern Sie einfach den Sommer noch etwas und tauchen ein in die Glamourwelt von Peter Gowland; zu sehen ab 9. Oktober im ZEPHYR | Raum für Fotografie in Mannheim. Wir wünschen Ihnen viel Freude dabei! Ihr Redaktionsteam von kunstraumMETROPOL

35 Laima und alien invaders René Stanger und Nemanja Sarbajic

kunstraumWEINHEIM 37 Karl Heinz Treiber Die Ruhe vor dem Sturm

kunstraumRHEIN-NECKAR 39 OFF//FOTO 2016 Fotoherbst mit rund 50 Fotografie-Ausstellungen 40 AUSSTELLUNGEN in den kunsträumen der REGION 43 kunstraumMETROPOL IM ABO 51 Impressum

kunstraumMETROPOL 3


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kunstraumMANNHEIM Dem Amerikaner ging es bei seiner Arbeit vor allem um die Technik, ein ausgewogen ästhetisches Bild zu kreieren. Hierfür bediente er sich neben den kompromisslosen Gestaltungsregeln Kameras, die er selbst entwickelte und vermarktete. So stammt die legendäre Gowlandflex aus seinen Händen. Rund 600 Stück der 4“x 5“ Doppelobjektiv Kamera verkaufte Peter Gowland selbst. Einflussreiche Fotografen wie die amerikanische Porträtistin Annie Leibovitz zählen zu den stolzen Besitzern der Gowlandflex, die die Fotografie wahrhaftig fühlbar macht. Nach dem Prinzip „Weniger ist mehr“ bevorzugte Gowland seine Technik so einfach wie nur möglich auszurichten und fast alles in eigener Regie zu erschaffen.

GLAMOUR SHOULD BE PERSONAL PETER GOWLAND’S GIRLS* – DIE WELTWEIT ERSTE AUSSTELLUNG ÜBER DEN GLAMOURUND PIN-UP-FOTOGRAFEN AB OKTOBER 2016 IM ZEPHYR – RAUM FÜR FOTOGRAFIE Perfekt inszeniert: Das Lächeln sitzt, die Haare wehen im Wind, das Sonnenlicht umschmeichelt die glatte Haut während der wohlproportionierte Körper sich diagonal über das gesamte Bildfeld streckt. Der Flirt mit dem Betrachter ist filmreif. Die verführerischen und fesselnden Bildkompositionen des Fotografen Peter Gowland (1916 – 2010) folgen strikten Formeln. Im Fokus steht die pralle Weiblichkeit in ihrer zeitgemäß idealisierten Form. Als berühmter Pin-up-Fotograf schoss Gowland über 1000 Magazincovers und arbeitete Jahrzehnte so stilprägend wie kein anderer in seinem Genre. Zum 100-jährigen Jubiläum des Amerikaners gewährt ZEPHYR – Raum für Fotografie als erste Kunstinstitution auf der Welt einen umfassenden Einblick in das Gesamtwerk Gowlands. Als Sohn der Schauspieler Gibson Gowland und Sylvia Andrew war Peter Gowland zeitlebens umgeben von Darstellern, Filmsets und dem Glamour von Hollywood. Einige Male schaffte auch er es als Double oder Statist vor die Kamera. Seine Haupttätigkeit entdeckte er jedoch hinter der Fotokamera. Hier an der sonnigen Westküste Amerikas gab es schließlich unzählige Portfolios und Sedcards zu fotografieren. Die Liste der Berühmtheiten, die vor Gowlands Linse traten, ist lang und zählt neben Schauspielern auch Tänzer und Models. Allesamt verführerische Schönheiten, wie sie in Hochglanzmagazinen zu bestaunen sind. Der Fotograf rückte sie alle in das rechte Licht. Den richtigen Umgang mit Szenografie, den passenden Lichteinstellungen und der harmonischen Bildkomposition schaute er sich beim Film ab und wusste sie gekonnt auf seine Fotografie anzuwenden. Gowlands durchdachte Bildkompositionen sprühen vor lauter Hollywoodglamour und Verführung. 4 kunstraumMETROPOL

Im aufregend vielseitigen und schönen Südkalifornien lebte der Fotograf ein bodenständiges und familiäres Leben. Alice Gowland arbeitete eng an seiner Seite. Durch ihre Kontakte zu Magazinen verschaffte sie ihrem Mann große Aufträge und fand stets die passenden Wörter, um seine Bilder verkaufsfördernd zu beschreiben. Zudem sorgte sie als Stylistin für das makellose Auftreten der Models vor der Kamera, die Korrektur der Posen und die passenden Requisiten. Mehr als 60 Jahre war das Ehepaar ein perfekt aufeinander abgestimmtes Team, das sich privat und beruflich ergänzte: Alice als Autorin und Peter als Fotograf. Gemeinsam kreierten sie Fantasien. Bereits zu Beginn seiner Karriere bezeichnete die New York Times Peter Gowland als „America’s No. 1 Pin-Up Photographer” und siedelte seine Bilder später im „Irgendwo zwischen Verführung und Kunst“ an. Seine „Girls“ finden sich am Strand und Pool, versteckt hinter Spitzen und Vorhängen oder draußen in der Natur. Er inszenierte und fotografierte sie im Studio oder an den Stränden von Los Angeles bis Malibu. Und wenn Gowland seine Fotoshootings nicht draußen abhielt, dann in seinem Studio zu Hause. Dazu inspiriert hat ihn ein Paar aus Deutschland, das Peter Gowland während seines dreizehnmonatigen Dienstes in Fürstenfeldbruck kennenlernte und das hier ein Fotostudio besaß. Der angesparte Verdienst durch die Army ermöglichte es dem Kalifornier nach seiner Rückkehr in die Heimat, gemeinsam mit seiner Frau diesen Traum zu realisieren. Betrachtet man das Gesamtwerk der Gowlands, so trug das Ehepaar zur Entstehung des Mythos Kaliforniens als ewig sonniges Nachkriegsparadies der Moderne bei. Ihr Stil verbindet die weibliche Schönheit mit natürlicher Frische, reizender Pose und eleganter Gestaltung. Aus ihrem Erfolgsrezept machten Alice und Peter Gowland kein Geheimnis, sondern teilten ihre Erfahrungen und Techniken in Büchern, Videos und auf ihrer Website. So nimmt die ausführliche Internetpräsenz der Gowlands den Besucher mit auf eine spannende Reise durch ihr Leben. Neben Werbebildern erhält man sogar die Möglichkeit, Fotokameras und Zubehör zu erwerben. Die Texte sind humorvoll und persönlich. Gowland hinterlässt damit einen wertvollen Nachlass. Es scheint, als würde man durch das Tagebuch eines Weltstars blättern, der sich und das Hollywoodbusiness nicht allzu ernst nahm. Diese humorvolle Leichtigkeit und Nähe ist ebenso in den Bildern wiederzuerkennen: Auch wenn Gowlands Fotografien vor Schönheit nur so glänzen, so besteht fast immer ein Blickkontakt zwischen dem Model und der Kamera, um eine persönliche Beziehung zwischen Bild und Betrachter zu erschaffen.


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Venetia Stevenson, Peter Gowland, ca. 1955-1960

„Peter Gowland’s Girl’s*“ präsentiert mit rund 200 Werken die aufregendsten, elegantesten und gewagtesten Bilder einer beeindruckenden Pin-up-Fotografenkarriere. Diese stammen aus Gowlands Nachlass, der zehntausende Prints und Dias umfasst. Die Ausstellung zeigt Stars wie Joan Collins oder Jayne Mansfield, Gowlands Arbeit für „Playboy“, „Modern Photography“ oder „Rolling Stone“ sowie seine Bilder für ungezählte Kalender und Zeitschriften der 40er bis 70er Jahre. Zur Ausstellungseröffnung

geben die Tochter und Enkelin, Ann Macmillan und Lauren Kahler, im Gespräch mit Kurator Thomas Schirmböck private Einblicke in das Leben des legendären Fotografenpaares. Julia Laukert M.A. • Peter Gowland’s Girls 9. Oktober 2016 bis 29. Januar 2017 ZEPHYR | Raum für Fotografie, Mannheim www.zephyr-mannheim.com kunstraumMETROPOL 5


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kunstraumKAISERSLAUTERN Britta Buhlmann, die gemeinsam mit Anette Reich die spektakuläre Ausstellung kuratiert hat, interpretiert Russells Schaffensprozess als besondere Form sich frei auszudrücken – zu zeichnen. Sie erläutert die Arbeit der Künstlerin wie folgt: „Ihre Art der Freiheit hat etwas Anarchisches. Dennoch korrespondieren Geste und Haltung auf faszinierende Weise mit den Inhalten der jeweils gestalteten Formen. Immer wieder gelingt es Russell auf unterschiedliche Weise, Widersprüche in einem Werk in Einklang zu bringen und gleichzeitig eine spezifische Spannung des „sowohl als auch“ aufzubauen. Dabei entstehen Fragen. Was kann ein Buch, das seines sprachlichen Inhalts beraubt und in ein luftiges Objekt aus Papierstreifen verwandelt ist, denn überhaupt noch aussagen? Ein fragmentiertes Buch, das leise Hinweise gibt, was es einmal war, aber jetzt nicht mehr ist. Ein Objekt, reduziert auf seine Materialität, aus der etwas Neues entstanden ist: gleichermaßen das Gewesene wie ein Neues, individuell Eigenes, einer zunächst artfremden Kategorie, das als plastisches Werk Bestand hat.“

Georgia Russell, Présage, 2014

MIT DEM MESSER GEZEICHNET GEORGIA RUSSELL UND DAS SKALPELL Ihr Stil ist einzigartig! Ihre Papierskulpturen atemberaubend schön und zugleich bezaubernd geheimnisvoll. Die schottische Künstlerin Georgia Russell hat den Zeichenstift gegen das Skalpell eingetauscht und verwandelt oder besser filetiert Bücher, Zeitungen, Magazine, Fotografien, Bibeln und Partituren durch filigrane und grazile Schnitte zu ausdrucksstarken Papierskulpturen, die sie auf beeindruckende Weise in Bewegung und in eine neue räumliche Dimension bringt. Akkurat mit scharfem Skalpell dringt Russell in 6 kunstraumMETROPOL

das Papier ein und damit auch in die Geschichte des Papiermediums. „Durch den Vorgang in oder durch etwas zu schneiden, befreie ich etwas anderes“, beschreibt Russell ihre Arbeit. Dabei will sie nicht zerstören, sondern verwandeln, das Wesen des Ursprungsmaterials sichtbar machen und neues Leben einhauchen. Die Absolventin des Royal College of Art in London lebt und arbeitet heute in Méru nahe Paris, dem Ort, der sie zu ihrer außergewöhnlichen Kunst inspiriert hat – Les Bouquinistes am Ufer der Seine.

Im Ergebnis sind Russells Arbeiten Skulpturen – oder, da sie nicht ausschließlich Bücher, sondern auch bemalte Papierbögen oder vergrößerte Fotografien benutzt, dreidimensionale Bilder, auch wenn sie ihre Methode, das Material zu bearbeiten, selbst „zeichnen“ nennt. Georgia Russell zeichnet mit dem Messer. Aus Buchseiten oder anderen Papieren schneidet sie mit dem Skalpell, das sie wie einen Stift über ihr Material bewegt, feine Streifen und bringt das verbleibende Papier in Bewegung. Sinnliche Beispiele hierfür sind „Revolution I“ und „Revolution II“ Publikation, die von Russell in Objekte verwandelt werden, deren feine Papierstreifen heftig bewegt in gegenläufige Richtungen streben. Sie sind unter einer Glasglocke geborgen, die sie wie ein Mantel umschmeichelt und verhindert, dass der Aufruhr der Streifen die weitere Umgebung erfasst und mitreißt. Oder auch die großformatige, aus alten schottischen Bibeln gefertigte, und mit dem Verweis „Totem“ ausgestattete Figurengruppe „Belief“, die einerseits auf die Unzerstörbarkeit der Glaubensinhalte hinzuweisen, andererseits aber auch tief liegende archetypische Erinnerungen anzudeuten scheint, die die unterschiedlichen Kulturen verbinden.


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Im Vorfeld zur Ausstellung „Mit dem Messer gezeichnet“ im Museum Pfalzgalerie in Kaiserslautern sprach kunstraumMETROPOL mit der außergewöhnlichen Künstlerin. n Frau Russell, Ihre Arbeiten sind einfach faszinierend, ja fast mystisch. Welche Geschichten erzählen Ihre Werke? Mir ist es besonders wichtig, dass die Bucharbeiten eine ganz eigene Energie oder „Persönlichkeit“ besitzen. Sie zelebrieren vor allem die Kraft des Schaffens und der Historie. n Statt Pinsel und Spachtel ist das Skalpell ihr Hauptarbeitswerkzeug. Wie entstehen Ihre Skulpturen aus Papier? Das Skalpell nutze ich, um eine Geste über einer bereits existierenden zu zeichnen, sei es auf Notenpapier, einem Buch, einer Fotografie oder neuerdings auch meiner eigenen Malerei. n Welche Bedeutung haben die verwendeten Farben? Für mich sind Farben ein unendlich schönes Mysterium! In meinen Arbeiten verwende ich sie, um einen Wandel von Zeit oder Emotionen zum Ausdruck zu bringen. n „Mit dem Messer gezeichnet“ ist Ihre erste Museumsausstellung. Welchen Stellenwert hat diese Schau für Sie? Ich fühle mich sehr geehrt, meine erste Museumausstellung in Deutschland hier im mpk zu haben. Ich bewundere die Arbeit von Britta Buhlmann und Annette Reich. In den letzten zwanzig Jahren haben sie eine überraschend starke Sammlung aufgebaut, von deutschen Expressionisten bis hin zu großformatigen Werken zeitgenössischer amerikanischer Kunst, und dabei niemals die Künstlerinnen außen vor gelassen. Ich freue mich sehr, ein Teil dieser unglaublich ausgewählten Museumssammlung zu sein. Georgia Russell, Belief IV, 2013

• Georgia Russell bis 15. Januar 2017 Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern www.mpk.de kunstraumMETROPOL 7


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kunstraumMANNHEIM

DIETMAR BRIXY – TOMORROW VERBLÜFFENDE ZUKUNFTSVISIONEN IM ALTEN PUMPWERK Brixys Herbstausstellungen in seinem „Alten Pumpwerk Neckarau“ sind schon lange vom Geheimtipp zum Pflichttermin avanciert. In den letzten Jahren als Kooperation mit der Berliner Galerie Tammen & Partner kreiert, präsentiert das Künstlerhaus nicht nur die expressive Kunst des Mannheimer Malers im Spirit und mit Biss der Hauptstadt, sondern verströmt extrem Zeitgeist. Für 2016 verheißt das: gesellschaftskritischen Kunst-Sinn. Unter dem Motto „Tomorrow“ erstaunen Gastgeber Dietmar Brixy und Gastkünstlerin Sabine Ostermann mit intensiven und irritierenden Zukunftsentwürfen. Überraschen das Publikum mit großem Welttheater von höchster Spannungsdichte. Getragen von einer ganz speziellen, „tiefschichtigen“ Denk-, Fühl-, und Ausdrucksweise: Von Brixys opulentem Materialbilderlebnis und Ostermanns neu interpretierter Linolschnitt-Kunst.

Sabine Ostermann, Rondell, Linolschnitt/Alkydfarbe, 195 x 130 cm, 2016

Zweifelsfrei: Der Ausstellungstitel „Tomorrow“ suggeriert ein sowohl kompaktes als auch konfuses Phänomen. Ein hoffnungsvolles Morgen. Ein vages Morgen danach. Und gewiss auch einen „Blick zurück nach Vorn“. Gerade auf diesem ambivalenten Terrain bewegen sich Brixy und Ostermann meisterhaft. Formal und inhaltlich. Dass die Reliefkunst dabei gemeinsamer Nenner und Ausdrucksträger ist, erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Erscheint die Wahl des Mediums (Ölmalerei hier, Linolschnitt dort) zunächst zu konträr. Gerade aber das Herausschälen, Negieren, Stehenlassen im plastischen Ringen um Linie, Details und Struktur sowie differenzierter Licht- und Schattenwirkungen, bildet das bildkünstlerische Kommittment. Freilich mit völlig anderer, jedoch gleichermaßen frappanter Wirkungsästhetik. Kombiniert mit einer gattungsumspannenden Bild-Poesie im gestalterischen Davor und Dahinter, Dazwischen und Darüber. Nicht zuletzt weil sich in den aktuell gezeigten Werken beider Künstler eine gehörige Portion lyrischer, epischer und dramatischer Elemente findet. Trotz aller stark der Abstraktion und spannungsreichen Materialbildästhetik verpflichteten Malerei bei Brixy. Wegen des gesellschaftskritischen Potentials des handwerklich enorm anspruchsvollen Arbeitsprozesses bei Ostermann. Beide Künstler fordern unseren Betrachterblick. Setzen unser dezidiertes Sich-Versenken in ihre gestisch überbordenden Szenarien frei und so das Durchdringen deren vernetzter Rätselstruktur. Denn über allem schwebt die Frage: „Wie hat er, hat sie das denn wieder gemacht?“

• Brixy - Tomorrow 23. September bis 15. Oktober 2016 Altes Pumpwerk, Mannheim-Neckarau www.brixy.de 8 kunstraumMETROPOL

Sabine Ostermanns poetische Gesellschaftskritik im Linolschnitt stellt das alles überspannende Thema „Netzwerk(en)“ unserer Konsumgesellschaft dar und meint aufs engste verwobene Verhaltensmuster, Irrwege und wiederkehrende Kreisläufe, aus denen ein Entrinnen müßig, wenn nicht gar unmöglich ist. Alt und Neu wird bildimmanent mit Raffinesse verknüpft: Weil es die Künstlerin


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Dietmar Brixy, Tomorrow, Öl auf Nessel, 120 x 180 cm, 2016

am Motiv von Klöppelwerk und Quasten aufknöpft, und damit am feinmaschig gesponnenem Dekor oder der Bündelung von Seidenfäden, Kordeln. Weil sie es an Themen wie merkwürdige Akrobatik, Ich-bezogene Phantasmen sowie menschliche Seilschaften aufhängt. Weil sie es über die aktuelle Brisanz des Sich-Verhedderns in Netzwerken und mit stereotypen Verhaltensmustern verknüpft. Und schlussendlich über einsame Umlaufbahnen wie diffuse Räumlichkeiten abspult. Ein ewiger Reigen. Mit wechselnden Kostümen und austauschbaren Protagonisten. Im Hier und Jetzt. Im Damals wie in weiter Ferne. Traumhaft realistisch gewandet sich diese Satire. Eine Satire, die nicht für die herkömmliche Vervielfältigung des Linolschnitt-Drucks konzipiert ist, sondern bewusst jedes Artefakt als Unikat, als malerisch bearbeitetes Flach-Relief apostrophiert. Ganz ausgezeichnet spricht diese Kunst mit der neuen Werkreihe „Tomorrow“ von Dietmar Brixy. Es ist dies ein gewaltiger Zukunftsentwurf und furioser „Blick zurück nach Vorn“, mit dem ihm eine echte Überraschung gelingt! Brixys malerische Passion, die wie immer um Farbmaterialität, Auftragstechnik und Wirkungsästhetik rankt und mit Raumtiefen, Farbmassenverschiebungen und Formfindungen innerhalb der erruptiv-expressiven Schichtenmalerei spielt – hat einen unerwarteten Wendepunkt erreicht und damit neue „Peaks“ gesetzt.

Denn fasziniert und irritiert stehen wir jetzt vor atemberaubenden Weltuntergangs- und Weltentstehungsszenarien. Stets vereint zu einem einzigen, immens dichten, abstrakten Naturschauspiel. Ganz gleich ob auf der kleinen Leinwand oder im Riesenformat: Wir können nur so staunen über Brixys meisterhaften Umgang mit der Farbmaterie. Die er zu gurgelnder Biomasse gestaltet hat. Zu pulsierender Lava. Zu sich drohend auftürmender Tornado-Gebärde. Zu wütendem Eismeer. In diesem furiosen Kampf der Elemente, der einer nie gekannten Farb-Licht-Werdung Platz macht, sind Verkrustungen aufgebrochen. Formt sich diffus Zerbrechliches zu malstofflich Neuartigem. Kehrt Ruhe ein, im stürmischen Farbspurenmeer. Leuchten virtuose Farbmodulationskosmen und verheißen Hoffnungsvolles. Das Besondere: Im expressiven Sog von infernalisch-gewaltiger Endzeitentwürfen und Bildern des Neuanfangs erkennen wir Brixys Reise zum künstlerischen Selbst. Eine Discovery, die er in den letzten Jahren mit der Serie „Discover“ (2012-14) gestartet hat und mit der er unter dem Motto „Surprise“ (2015/16) auf neues Terrain gestoßen ist: Auf konzeptionell überbordende Bild-Ballungs-Räume, in denen immer wieder in kreisender Bewegung die archaische „Urkraft Malerei“ herandonnert. Ein kraftvolles Strudeln als Vorbote von „Tomorrow“? Das sich aus der diffusen Eden-Landschaft der „Discover“Bilder materialisieren musste? Einem Urknall gleich, dessen nachhallende Wirkung wir in den neuen Arbeiten nun vor Augen haben? Dr. Melanie Klier kunstraumMETROPOL 9


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kunstraumHEIDELBERG aus. So stehen Andreas Gurskys großformatige Panoramabilder für das Bildgenre „Zivilisation in Landschaften“. Dabei beruht sein künstlerisches Foto-Ergebnis letzten Endes nicht auf der reinen Wiedergabe des realen Abbildes, sondern einer mittels Montagen künstlich geschaffenen Wirklichkeit, erzeugt durch mühevolle Arbeit am Computer. Das gezeigte HeidelbergMotiv gehört zu einer Reihe von Stadtüberblicken, welche der Künstler aus der Ferne – also „von weitem“ – eingefangen hat. Candida Höfer hingegen dokumentiert bevorzugt menschenleere Innenräume von öffentlichen Einrichtungen (u.a. Bibliotheken, Konzertsäle und Museen), deren durch die Leere verstärkte fotografische Wirkung über deren eigentliche funktionale Bedeutung weit hinausgeht, als ob die Zeit für immer stehen geblieben wäre.

Ulrike Rosenbach, art is a criminal action, 1969/2013

WEITSICHT SPITZENWERKE ZEITGENÖSSISCHER FOTOGRAFIE Große Geldinstitute sind bekannt für ihr engagiertes Mäzenatentum in Sachen Kunst. Indes bleiben ihre eigenen Sammlungen meist nur den Mitarbeitern zugänglich. Da tut es gut, wenn ein Finanzdienstleister wie die MLP AG Teile seiner Kunstsammlung in Kooperation mit einem Museum der Region einem größeren kunstinteressierten Publikum zugänglich macht. In einer Sonderausstellung präsentiert das Kurpfälzische Museum Heidelberg vier Monate lang aktuelle Fotokunst vom Feinsten: Darunter Arbeiten von inzwischen zu internationalen Shooting-Stars gereiften Absolventen der berühmten „Düsseldorfer Fotoschule“ des Künstlerehepaares Bernd († 2007) und Hilla Becher († 2015), das zu Lebzeiten 10 kunstraumMETROPOL

allein viermal auf der „documenta“ in Kassel vertreten war. Becher-Schüler, wie die hier gezeigten Andreas Gursky (*1955) und Candida Höfer (*1944), glänzen inzwischen durch große Ausstellungen in namhaften Galerien und Museen in Europa und Übersee. Gursky hat zuletzt mit dem Ankauf seines monumentalen „Kanzler-Bildes“ durch das Museum Frieder Burda bundesweit für Aufsehen gesorgt. Die dargebotene künstlerische Fotografie greift viele Stilrichtungen und Genres auf und zeichnet sich durch eine hohe Variationsbreite an Aufnahme- und Bearbeitungstechniken sowie künstlerischen Bildinhalten

Ulrike Rosenbach (*1943), Meisterschülerin bei Joseph Beuys, zählt zu den ersten Künstlerinnen, die sich der Neuen Medien bedienten: Weniger über das Medium Analog-Foto, sondern mittels Videokunst transportiert sie seither ihre meist politischfeministisch motivierte künstlerische Aussage. So ist denn auch eine ihrer größten und eindrucksvollsten Medienarbeiten für die Videowand im Bonner Haus der Geschichte dem „Bild der Frau in der Nachkriegszeit“ gewidmet. Ihre preisgekrönten Performance-Arbeiten sichern ihr zudem einen festen Platz in der internationalen Avantgarde. In der Ausstellung zeigt sich die Künstlerin in gleicher Revolver-Pose und Montur neben dem jungen Elvis Presley stehend, dessen Abbild sie vom WarholSiebdruck „Double Elvis“ adaptiert hat. Die 1969 entstandene Arbeit „art is a criminal action“ wirbt zudem als Plakat-Eyecatcher und Leitmotiv für die Ausstellung. Für den Maler, Bildhauer und Fotokünstler Günther Förg (1952-2013) war die Fotografie gleichberechtigtes unverzichtbares Medium, um die Architektur, welche für sein gesamtes Werk prägend war, aus seinem künstlerischen Blickwinkel zu dokumentieren. Inhaltlich thematisieren seine fotografischen Arbeiten vor allem herausragende Architekturbeispiele des 20. Jahrhunderts, angefangen von der Moderne in Moskau bis zur Bauhausarchitektur in Israel. Bei deren Wiederentdeckung bediente


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Hanno Otten, Lichtbild 149, 2003

er sich einer speziellen Fototechnik, welche seine charakteristischen hochformatigen Bilder geradezu unverwechselbar macht. Der Schweizer Foto- und Videokünstler Beat Streuli (*1957), der immer wieder mit seinen „Window“-Installationen auf Fassaden öffentlicher Gebäude für Furore sorgt, ist vor allem durch seine subtilen Aufnahmen von Straßen – und der sie bevölkernden anonymen Stadtbewohner – bekannt, welche er in zahlreichen Großstädten rundum die Welt (von Sydney bis New York) eindrucksvoll dokumentierte. Durch die Verwendung eines „weitsichtigen“ Teleobjektivs gelingen ihm beeindruckende authentische Porträts von Personen, indem diese sich völlig unbeobachtet fühlen. Markantes Erkennungsmerkmal für die Malerin, Grafikerin und Designerin Astrid Klein (*1951), Professorin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, sind ihre vor allem ab Ende der 1970er bis in die 1990er Jahre entstandenen FotoCollagen auf Papier (Fotobase), denen später Installationen mit Leuchteffekten (z.B. unter Zuhilfenahme von Leuchtstofflampen, Bewegungsmeldern und Insektenfängern) aber auch mit Glasspiegeln folgten. Ab 2000 arbeitet sie vermehrt auf Leinwand, auf der sie u.a. mit Pigmenten, Alabaster und Bergkristall experimentiert. Ihre Ausstellungsarbeit gibt uns einen künstlerischen Einblick in das „private“ Leben des Schriftstellers Oscar Wilde.

Hanno Otten (*1954) setzt sich in seinen Arbeiten medienübergreifend mit Farben auseinander, denn so O-Ton Otten: „Farbe ist der visuelle Schlüssel zum Verständnis unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit. Gerade das interessiert mich an dem Thema Farbe, dass sich hier künstlerische, gesellschaftliche und kulturelle Aspekte und Komponenten treffen.“ Seit Mitte der 1990er-Jahre arbeitet er intensiv mit sogenannten Fotogrammen, einer Technik, welche Bilder nicht mittels Kamera und Negativen entstehen lässt, sondern durch bloßen Einfall von Licht auf lichtempfindliches Papier. Das ausgestellte „Lichtbild 149“ spiegelt Ottens komplexen Bild-Ansatz wider. Die Fotos der deutsch-ägyptische Multimedia-Künstlerin Susan Hefuna (*1962) wirken wie beim Vorbeigehen aufgenommene Schnappschüsse. Ihre aktuellen Aufnahmen von Stadtansichten (u.a. Kairo) und Straßenkreuzungen, Landschaften (z.B. Nil-Delta) und Menschen wollen für einen Moment die Innerlichkeit einer dynamischen Realität dokumentarisch festhalten. Gleichzeitig sollen die von der Künstlerin nachträglich mit einer alten Lochkamera bearbeiteten Aufnahmen den Betrachter stimmungsmäßig ins 19. Jahrhundert zurückversetzen. Alle acht in der Ausstellung gezeigten Künstlerinnen und Künstler wurden für ihr Schaffen mit namhaften Kunstpreisen und Stipendien ausgezeichnet. Sie genießen zudem allesamt internationales Renommee, werden

weltweit ausgestellt und sind in bedeutenden (Museums-)Sammlungen vertreten. Viele von ihnen haben oder hatten eine Professur an einer staatlichen Hochschule oder vergleichbaren Einrichtungen inne und geben so ihr Wissen und ihre Erfahrung an künftige Künstlergenerationen weiter. Die Fotokunst, welche bislang auf dem MLP-Campus in der Großen Kreisstadt Wiesloch zu sehen war, ist über die Jahre verblasst. Sie wurde daher unmittelbar vor ihrer Ausleihe nach Heidelberg mit Einverständnis der Künstler neu produziert, um die Exponate dem Museumsbesucher wieder in optimaler Frische und Strahlkraft präsentieren zu können. Insgesamt werden 36 Spitzenwerke zeitgenössischer Fotografie gezeigt. Ein attraktives Begleitbuch (KehrerVerlag) lässt das Gesehene zu Hause in aller Ruhe Revue passieren. Die bis auf Günther Förg noch lebenden Künstlerinnen und Künstler wurden eigens zur Vernissage eingeladen. Man darf gespannt sein, wer von ihnen die Ausstellungseröffnung durch seine Anwesenheit bereichert. Roland Heinzmann M.A.

• Weitsicht 29. September 2016 bis 29. Januar 2017 Kurpfälzisches Museum, Heidelberg www.museum-heidelberg.de kunstraumMETROPOL 11


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MEHR ALS NUR SCHÖNER SCHEIN! MANNHEIM IM ZEITALTER DES BAROCK Vor genau 300 Jahren, im Jahr 1716, wurde Carl Philipp von Pfalz-Neuburg Kurfürst von der Pfalz. Zu einer der folgenreichsten Entscheidungen dieses mächtigen Mannes, der in seinen letzten Jahren streng katholisch geworden war, gehörte 1720 die Verlegung der Kurpfälzer Residenz von Heidelberg nach Mannheim. Diese Entscheidung wurde im Sommer 1720 mit der Grundsteinlegung für das Mannheimer Schloss baugeschichtlich besiegelt. Mit dem Umzug dieses Fürsten begann für Mannheim ein „Goldenes Zeitalter“, das unter dem Nachfolger von Carl Philipp, Carl Theodor von Pfalz-Sulzbach, seinen absoluten Höhepunkt erlebte. Im Januar 1778 endete diese glückliche Epoche jäh. Carl Theodor trat die Nachfolge des bayrischen Kurfürsten Maximilian III. Joseph an und zog von Mannheim nach München. Mannheim hat also allen Grund, im Barock die Quelle seiner Identitätsbildung zu sehen und dieser Epoche mit einer großen Ausstellung zu gedenken, die bis Februar 2017 in den Reiss-Engelhorn-Museen stattfindet. Mit dieser Schau setzen die Mannheimer Museen ihre langjährige Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Museum Wien fort, woher zahlreiche hochkarätige Gemälde von Rembrandt und Anthonis van Dyck kommen, die den hauseigenen Bestand an bedeutenden Barockwerken ergänzen. Darüber hinaus sind in der Region die Bauwerke und Kulturstätten noch erhalten. Das Schloss, die Jesuitenkirche und der Schwetzinger Schlosspark (Sommersitz des Kurpfälzischen Hofs) sind Zeugnisse der Bedeutung dieses Kurfürstenhofs im 18. Jahrhundert, dem es gelang, sich ziemlich lange Zeit aus allen kriegerischen Wirren der Epoche herauszuhalten.

Peter Paul Rubens/Jan Boeckhorst, Bildnis einer lesenden Frau, 1. Hälfte 17. Jahrhundert Unterschiedlichste Aspekte werden beleuchtet Die Ausstellung ist in mehreren Themenkomplexen aufgebaut, die einzelne Aspekte dieser widerspruchsvollen Zeitepoche beleuchten. Bisher widmeten sich Ausstellungen zum Barock vornehmlich einzelnen Künstlerpersönlichkeiten oder Genres. Bei der aktuellen Mannheimer Ausstellung geht es darum, ein Gesamtbild zu gewinnen, das sich aus ganz gegensätzlichen Grundgefühlen, wie zur Schau gestellter Frömmigkeit und Frivolität, Friedenssehnsucht und brutale Kriege, Aufbau und Zerstörung ganzer Städte und Landschaften, Entdeckerfreude und Inquisition speist. Der Geist dieser Epoche kommt in allen gesellschaftlichen Sphären zum Ausdruck, im ausladenden Repräsentationsbau, in den ländlichen Palästen des Rokokos und in den theatralischen Rauminszenierungen des Kirchenbaus.

Wo aber der Geist des Barock bis heute noch am authentischsten spürbar ist, das ist die Musik, die von den üppigen Chorälen eines Johann Sebastian Bach über die verspielten Opern Mozarts bis zu den strengen Kompositionen Händels reicht. Gerade hinsichtlich der Entwicklung neuer Musikstile war der Mannheimer Hof bahnbrechend. „Mannheimer Schule“ ist auch heute noch unter Klassikliebhabern in aller Welt ein Schlüsselbegriff für die Entstehung eines neuen Musikstils am Ende des Barockzeitalters. Helmut Orpel

• Barock - Nur schöner Schein bis 19. Februar 2017 Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim www.rem-mannheim.de kunstraumMETROPOL 13


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kunstraumKARLSRUHE Hans Thoma, Mein Heimattal, 1918

sich in der am Nordwestrand des Schwarzwaldes gelegenen Residenzstadt Karlsruhe. Hier wurden die politischen und wirtschaftlichen Geschicke der Bewohner dieser Region gesteuert, beispielsweise mit dem Beschluss, Straßen und Eisenbahnstrecken zu bauen, um das unwegsame Gebiet besser zu erschließen.

SCHWARZWALD-BILDER DER SCHWARZWALD IN DER BILDENDEN KUNST VON DER ROMANTIK BIS ZUM ERSTEN WELTKRIEG Klingende Namen wie die der Bäderstädte Baden-Baden und Bad Herrenalb oder der historischen Zähringerstadt Freiburg, verwunschene, sagenumwobene Plätze wie der Mummelsee, wild-romantische Landschaften wie die Triberger Wasserfälle oder die Ravennaschlucht und herausragende Berggipfel wie der Feldberg oder die Hornisgrinde stehen für den Schwarzwald und rufen unterschiedlichste Assoziationen hervor. Es sind Orte, die auch Künstler aufsuchten und in ihren Zeichnungen und Gemälden festhielten. Dicht mit Bäumen bestandene Waldpartien, weitläufige Weideflächen in Höhenlagen, romantische Flusspartien, vielfältige Trachten und Situationen aus dem Alltagsleben gaben den Malern immer wieder Anregungen für charakteristische Kompositionen. 14 kunstraumMETROPOL

Die Ausstellung „Schwarzwald-Bilder“ führt Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken und historische Fotografien aus zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen zu einem eindrucksvollen, faszinierenden Panorama zusammen. Die Landschaft des größten deutschen Mittelgebirges war im 18. Jahrhundert noch in zahlreiche kleine Territorien aufgeteilt, die unter der Herrschaft von Feudalherren und Klöstern standen. Erst mit der Gründung des Großherzogtums Baden im Jahr 1806 wurde ein großer Bereich des Schwarzwaldes Teil des neuen souveränen Staates. Von da an gehörte das Bergland ausschließlich zwei Herrschaftsgebieten an: dem Großherzogtum Baden und dem Königreich Württemberg. Der Regierungssitz von Baden befand

1854, zwei Jahre nach seinem Regierungsantritt, gründete der Regent Friedrich von Baden (seit 1856 Großherzog) eine Kunstschule in Karlsruhe, aus der die spätere Akademie hervorging. Sie entwickelte sich rasch zu einem weithin ausstrahlenden Zentrum der Landschaftsmalerei in Deutschland, das viele herausragende Talente anzog. Bereits Johann Wilhelm Schirmer, angesehener Landschaftsmaler aus Düsseldorf und erster Direktor der neuen Schule, reiste mehrfach zu Studienzwecken in den Schwarzwald. Sein aus Bernau gebürtiger Schüler Hans Thoma wählte immer wieder Motive aus seiner Heimat und lud Kommilitonen wie Emil Lugo oder Eugen Bracht dorthin ein. Auch die Schüler von Gustav Schönleber – Friedrich Kallmorgen, Gustav Kampmann und Karl Biese – hielten sich bevorzugt im Schwarzwald auf, um dort in der freien Natur zu arbeiten und sich von den atmosphärischen Stimmungen im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten ispirieren zu lassen. Zu sehen sind Werke von Karl Biese, Eugen Bracht, Walter Conz, Gustave Courbet, Hermann Daur, Adolf Des Coudres, Alma Erdmann, Carl Ludwig Fahrbach, Otto Fikentscher, Carl Ludwig Frommel, Christian Haldenwang, Wilhelm Hasemann, Albert Haueisen, Friedrich Kallmorgen, Gustav Kampmann, Albert Kappis, Ludwig Knaus, Carl Kuntz, Christian Landenberger, Max Lieber, Curt Liebich, Emil Lugo, Hermann Pleuer, Victor Puhonny, Max Roman, Johann Wilhelm Schirmer, Otto Scholderer, Hans Thoma, Wilhelm Trübner, Benjamin Vautier d. Ä., Hans Richard von Volkmann, Anton von Werner und vielen anderen. (red) • Schwarzwald-Bilder 3. Dezember 2016 bis 26. Februar 2017 Städtische Galerie Karlsruhe www.staedtische-galerie.de


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kunstraumFRANKENTHAL

REGINA REIM NEUE INFORMELLE ARBEITEN IM KUNSTHAUS FRANKENTHAL Welche Künstler fallen einem ein, wenn man an informelle Malerei in Deutschland denkt? Die Namen liegen geradezu auf der Zunge: Sie reichen von K.O. Götz (* 1914) über Emil Schumacher (1912 – 1999) bis hin zum Multitalent Hans Platschek (1923 – 2000). Auch wenn viele das „Informell“ für ein abgeschlossenes Kapitel der Kunstgeschichte halten, es erfindet sich – allen Unkenrufen zum Trotz – in vielschichtiger Weise immer wieder neu. Dass das „Informell“ auch heute noch die Kraft hat, auf dem Kunstmarkt zu bestehen, zeigen die schwungvollen, von einer geradezu tänzerischen Leichtigkeit und Musikalität geprägten Arbeiten der rheinland-pfälzischen Künstlerin Regina Reim (*1965). Informelle Ansätze finden sich aber auch bei anderen zeitgenössischen Künstlern wie beispielsweise Gerhard Richter (*1932), der sich in kein bestimmtes Stilschema zwängen lässt. Was aber hat Regina Reim sonst noch mit Gerhard Richter gemein? Antwort: Die klassische Musik! Neben der gestischen Malerei in Richters vielschichtigem Lebenswerk sind es vor allem die „Goldberg-Variationen“ von Johann Sebastian Bach, welche beide Künstler verbinden. Während Richter in den 1980er-Jahren besagte Schallplatten (LP) einseitig in informeller Manier mit Ölfarben bemalte (insgesamt 124 Stück), hat Regina Reim ihre musikalische Erfahrung aus intensivem Spielen und Hören der 30 Variationen – welche Bach 1742 dem begnadeten Cembalisten Johann Gottlieb Goldberg geschrieben hat – zu einen eindrucksvollen Radierzyklus (31 Radierungen, 60 x 40 cm) verarbeitet. Dabei gelang es ihr „für jede (Goldberg)Variante eine freie Symbolform zu finden und eine Synthese aus grafischer Linearität und moderner Geste zu schaffen.“ (Ulrike HauserSuida 2009). Schon 2000 hatte sie sich an Johannes Brahms „Ein deutsches Requiem“

Regina Reim, o.T., Acryl auf Leinwand, 2015 versucht und dessen virtuose Klangfigurationen in einen 50-teiligen Bilderzyklus (50 quadratische Arbeiten 30 x 30 cm) in die Bildsprache des 21. Jahrhunderts übersetzt. Mit ihren neuesten Arbeiten zur Werkreihe „Passacaglia“ gelang Regina Reim gar ein optischer Quantensprung: Entstanden sind eigenständige Gebilde, nicht Malerei, nicht Grafik, nicht Skulptur! „Das klassisch auf schwerem Bütten in 3-Platten-Technik gearbeitete Druckwerk erfährt eine faszinierende Metamorphose in die dritte Dimension. Die organisch wirkenden Formen – aus ihrer Verhaftung befreit – werden zu in den Raum hineinwachsenden Gebilden. Leicht und mit deutlicher Präsenz streben sie dem Betrachter entgegen und lassen die Verbindung zwischen Tanz, Musik und Bilderwelt einen neuen Höhepunkt erfahren.“ (Regina Reim 2016). Aber auch wenn sich die Künstlerin nicht speziell mit klassischen Musikwerken bildnerisch auseinandersetzt, so wohnt doch in ihrer vibrierenden Malerei eine Musika-

lität mit inne, welche spürbar auf den Betrachter überzuspringen vermag. Die in Speyer beheimatete Künstlerin wurde für ihr vielseitiges Werk, das neben Radierungen und Leinwänden auch die Hinterglasmalerei miteinbezieht, mehrfach mit Arbeitsstipendien (u.a. 2000 FrankreichStipendium des Westfälischen Landesmuseums Münster) und Kunstpreisen (u.a. 2003 Haueisen-Preis des Landkreises Germersheim) ausgezeichnet. Sie ist mit ihren Arbeiten überregional präsent und wurde bereits von mehreren Galerien auf zahlreichen Kunstmessen (u.a. in Düsseldorf, Frankfurt, Straßburg und immer wieder auf der artKARLSRUHE) gezeigt. Das Bundesland Rheinland-Pfalz ehrte sie im Frühjahr 2016 mit einer beeindruckenden Einzelausstellung in der Landesvertretung in Berlin. Roland Heinzmann M.A. • Regina Reim 3. Dezember 2016 bis 8. Januar 2017 Kunsthaus Frankenthal www.kunsthaus-frankenthal.de kunstraumMETROPOL 15


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Kanjiro Moriyama, 2016

Fumio Matsutani, 2016

JAPAN ZU GAST KANJIRÔ MORIYAMA UND FUMIO MATSUTANI Japan ist anders. Wo die künstlerische Moderne Europas den mutwilligen Traditionsbruch betont, vollzieht der Ferne Osten eine behutsam-grazile Wendung, die das Hergebrachte lieber kunstvoll verwandelt, als dass sie mit ihm bricht. Die neue Ausstellung „Black and White“ der Galerie Marianne Heller in Heidelberg mit Steinzeugskulpturen der Künstler Kanjirô Moriyama und Fumio Matsutani macht jenes besondere Verhältnis zur Herkunft auf höchstem Niveau anschaulich. Als fügten sich dünne Keramikplatten zusammen, fast berührungslos, flüchtig nur formbildend – so wirken die Arbeiten des 1984 in Koishiwara (ein Zentrum der Volkskunst-Töpferei) geborenen, bis heute dort lebenden Kanjirô Moriyama. Nach Studien an der Arita Technical High School und der Saga Universität blieb er zwar vor Ort, nicht aber der getöpferten Gebrauchsware treu. Unter dem Einfluss einer avancierten zeitgenössischen Keramikkunst, löste er den gedrehten Gefäßkörper von aller Funktion, dekomponierte ihn und fügt ihn zu einer eigengesetzlichen Komposition neu zusammen. Kanjirô Moriyama dreht aus einheimischen Tonen zunächst große Zylinderformen, die er sodann in Teile zerschneidet, um aus diesem Plattenmaterial seine Objekte zu bilden. In mehreren hohen Bränden überzieht Mattglasur die nur scheinbar lose Konstruktion verfestigend – bislang in Schwarz, hier nun in mattem Weiß. Ungeachtet seiner Jugend ist Kanjirô Moriyama für seine Arbeiten bereits vielfach ausgezeichnet worden.

Auch der 1975 in Tobe geborene Fumio Matsutani entstammt einem Ort alter keramischer Tradition, wo er zwar heute noch lebt, doch ohne die Produktion von Porzellangeschirr im Familienbetrieb weiterzuführen. Nach dem Studium an der Kyoto Saga University of Arts wandte sich der Eigenwillige gänzlich einer keramischen Plastik zu, die einer ungewöhnlichen Wirkungsästhetik folgt. Wie windgeschliffene Formen streben die großen, spitzovalen Gebilde mit weich schwingenden Kanten von kleiner Basis aufwärts. Eine Mischung schwarzbrauner, stark reduzierter Eisenglasuren mattiert die Oberflächen, aber erst näheres Zusehen bemerkt die Textur aus feinsten Ritzlinien, die zudem allen Glanz hindert und die Steinzeugobjekte zu regelrechten Lichtschluckern, Modellen Schwarzer Löcher macht. Fumio Matsutani hat sich, als Gegenprogramm zum lichten Porzellan, das Steinzeug als Formmaterial gewählt, dem er in einem geradezu meditativen Arbeitsprozess den gesamten Körper überziehende Ritzungen zufügt. Für das Werk beider Künstler gilt: Faszinierende handwerkliche Perfektion und formale Eleganz, deren Zusammenspiel alles andere als traditionell ist und gleichwohl auf Tradition basiert. Doch wie verschieden im Ergebnis: Eben „Black and White“! (red) • Japan zu Gast 9. Oktober bis 20. November 2016 Galerie Marianne Heller, Heidelberg www.galerie-heller.de kunstraumMETROPOL 17


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9. Oktober bis 20. November 2016

JAPAN ZU GAST Kanjirô Moriyama & Fumio Matsutani „Black and White“

Galerie Marianne Heller Friedrich-Ebert-Anlage 2, Am Stadtgarten D-69117 Heidelberg

Öffnungszeiten: Di - Fr 11 - 13 Uhr & 14:30 - 18 Uhr, Sa 11 - 18 Uhr und nach Vereinbarung Tel.: +49(0) 6221 - 61 90 90, www.galerie-heller.de


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kunstraumLANDAU

Werner Degreif, Getränkemarkt (Detail), 2016

SHOPPING MALL ALLES SCHÖN IM VORBEIGEHEN Werner Degreifs zeichnerische Arbeit erschließt bekannte und im Wesentlichen banale Räume, die wir plötzlich mit anderen Augen sehen. Auslagen in Baumärkten, Supermärkten und 1-€Shops, die wir im Vorübergehen nur partiell wahrnehmen und auch nur partiell wahrnehmen können, sehen wir, in leicht gekippter Perspektive, meist in Schwarz-Weiß, das die Objekte seltsam unwirklich erscheinen lässt.

Die großformatigen Wandzeichnungen, im Wesentlichen für Innenräume konzipiert, aber immer wieder auch im Außenraum angebracht, stellen wiederum Alltagsszenen dar. Supermarktszenen mit Kassen, Einkaufswägen und Rolltreppen, ein Laden mit weitgehend leeren Lagerregalen, der Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses, Wasch- und Toilettenräume, der Innenraum eines Kaufhauses, die beengte Situation in einem russischen Untersuchungsgefängnis etc.

Wie oft geschieht es, dass wir durch die Stadt gehen, einen neu eröffneten Laden erblicken und uns fragen müssen: war das immer schon da oder was war da eigentlich vorher? Wir alle orientieren uns an bestimmten Eckpunkten in der Topografie unserer Stadt und bilden uns ein, wir würden alles en détail kennen, bis uns das Gegenteil bewiesen wird. Der Blick schweift über den Weg, der vor uns liegt und doch nehmen wir nur in Teilen wahr, was dort geschieht. Werner Degreif nimmt seine Umwelt, und wer wollte bestreiten, dass jeder seine eigene Umwelt hat, mit anderen Augen wahr. Er bemerkt Dinge, die uns im Traum nicht auffallen würden, verändert diese temporär, verpasst ihnen eine eigene Persönlichkeit und macht sie damit erst auch für uns sichtbar.

Das Besondere an diesen wandfüllenden Arbeiten sind jedoch die gekippten Perspektiven, die die Räume auf den Besucher zustürzen lassen oder sich (manchmal gleichzeitig) von ihm wegbiegen. Mit Kohle, Kreide oder Acrylfarben angefertigt, hinterlassen die Bilder einen jeweils gänzlich unterschiedlichen Eindruck. Mal mit minimalistischer Zurückhaltung, mal in opulenter Farbigkeit gefasst, erweitern die Arbeiten den Raum, in dem sie präsentiert werden und das reicht vom Hauptbahnhof Wolfsburg bis zu Museumsräumen. Gemeinsam ist ihnen eine flächendeckende Form, der man schwer entrinnen kann. Unwillkürlich sucht man Halt in einem Raum, der aus den Fugen geraten scheint. Oft werden hier Reminiszenzen an im Raum Vorhandenes oder auch Vergangenes inszeniert – Degreif bezieht sich immer auf den Ort, lässt wie in einer Vision in einer vergrößerten Nahsicht Dinge zum Vorschein kommen, fokussiert im Vorübergehen den Blick und verändert so eine Wahrnehmung, die zwischen Fokus und Überblick changiert. So überwältigend die Arbeiten sind, halten sie doch auch Abstand zum Betrachter, zeigen offenkundig Räume, deren Betreten dem Betrachter verwehrt ist, ganz en passant. Dr. Martin Stather • Alles schön im Vorbeigehen 13. November bis 23. Dezember 2016 Galerie M am Deutschen Tor, Landau www.galerie-m-landau.de

Die Wandzeichnungen nehmen im Werk von Werner Degreif eine herausragende Stellung ein. Das beginnt im Jahr 1999 im italienischen Dorf Casagnole Monferato mit weißen Schattenrissen (Makulaturtapeten) von Ampelanlagen auf Hausfassaden. Ampeln sind in unserer automobilen Welt ein gewohnter und für Autofahrer lästiger Anblick. Nur: in diesem speziellen italienischen Ort gibt es gar keine Ampeln. Degreif betätigt sich also sozusagen als Kulturimporteur und verpasst dem anarchischitalienischen laissez-faire ein geregeltes, deutsches Stop and Go.

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NEW RELIGION DIE KUNST ALS RELIGION DER MODERNEN WELT

Rene Gagnon, Pawn Shop, 2010, Siebdruck

Es ist ein neuer Blick auf ein altes Thema. Es gehört zur kreativen Strategie der Street- und Urban Art, bildkulturelle Vakanzen zu besetzen und die Macht der Motive im kollektiven Bewusstsein säkular zu befragen. Die Künstler holen sich ihre Motive aus der tradierten christlichen Ikonographie und interpretieren sie im Kontext unserer Lebenswirklichkeit. Hinterfragt wird die bildhafte Macht der traditionellen Zeichen. Nicht im Sakrament Sinne, sondern vielmehr als Folie für gleichnishafte Gegenüberstellungen von Lebenswirklichkeit und religiöser Verkörperung. Die Ergebnisse sind heiter bis ironisch, es zeigen sich kritische bis sympathisierende Motivfindungen, die vielen merkwürdig vertraut und doch womöglich irritierend vorkommen mögen. Sind wir also mitten in einer Rückkehr religiöser und sakraler Motive in der gegenwärtigen Kunst? Was wir sehen hat wenig mit den doktrinären Bildern vergangener Tage zu tun, eher ist es eine Reaktion auf den säkularen und universellen Kunstbegriff des 19. Jahrhunderts in Westeuropa. In der Kunst entstand ein deutlicher Mangel an Kreuzen, Engeln, Lämmern, Heiligen und biblischen Szenen. Vielleicht auch deswegen, weil die Museen die Tempel der Neuzeit und die Kunstwerke die neuen Reliquien sind. Die Kunst als Religion der modernen Welt. Mit den Anfängen der modernen Kunst verschwindet die religiöse Ikonographie. Die Street- und Urban Art widmet sich seit längerem verstärkt dieses Themas. Die Ergebnisse zeigt die Galerie Kasten in ihrer aktuellen Ausstellung mit Arbeiten von Banksy, Blek le Rat, DOLK, El Mac, Faile, Shepard Fairey, FAKE, GOIN, Icy & Sot, K-Guy, Frank Kozik, Miss Bugs, Rene Gagnon, Slava Ostap, Cosmo Sarson, Marcos Torres u.v. a. (red) • new religion bis 23. Dezember 2016 Galerie Kasten, Mannheim www.galerie-kasten.de www.signedprints.de Banksy, Toxic Mary, 2003, Siebdruck kunstraumMETROPOL 21


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ADIEU TRISTESSE FIGURATION IN DEN 60ER JAHREN AUS DER SAMMLUNG HURRLE Als der Sammler Rüdiger Hurrle im Juli 2010 sein Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach eröffnen konnte, war und ist dies eine deutliche Bereicherung der Museumslandschaft am Oberrhein mit einer eigenwilligen Sammlung von Kunstwerken mit den Schwerpunkten Neue Figuration und Künstlergruppen. Sechs Jahre danach, im Spätjahr 2016, zeigt der Sammler im Mannheimer Kunstverein eine große Schau mit Malerei und Plastik der Neuen Figuration der 60er Jahre mit Arbeiten von Antes, Küchenmeister, Kitzel, Schumacher, Stöhrer, Schanz, Prem, Fischer, Sturm, Jorn, Baerwind, Winnewisser, Loth, K.O.Götz, Brodwolf, Krieg, Beck, Pfahler und vielen anderen mehr. Nach dem Krieg war die figürliche Kunst, als Instrument der Nazis, zu Unrecht pauschal verleumdet worden. Abstrakter Expressionismus und Konkrete Kunst wurden bevorzugt, da sie als freiheitliche Kunst gesehen wurde, die von den Nationalsozialisten als „entartet“ gebrandmarkt worden waren. Wer sich auf die Gegenständlichkeit der Vorkriegszeit berief, war als konservativ verschrien. Gegen diesen breiten Strom wandten sich seit den 1950er Jahren Künstlerinnen und Künstler, die in ihrer Kunst auf eine Verknüpfung von Gegenständlichkeit und abstrakten Formulierungen setzten. Daraus entstanden beispielsweise eine narrative Figuration und eine Form von kritischem Realismus, der die Gegenständlichkeit postulierte, ohne auf alte Formen der Darstellung zurück zu greifen. Im Mittelpunkt der Gestaltung stand eine Malerei, die sich von den Beschränkungen der figürlichen Malerei der Vorkriegszeit befreien und eine Synthese mit mehr abstrakten Konzepten der Malerei versuchte. Bereits 1959 erschien der Essay des Malers und Kunstschriftstellers Hans Platschek, „Neue Figurationen“, der das Kunstwollen einer neuen Generation von Künstlern benannte.

Gerlinde Beck, Imaginäre Gesellschaft, 1961 Georg Karl Pfahler, Ohne Titel, 1960

Dabei subsummiert die „Neue Figuration“ eine Vielzahl künstlerischer Ansätze und Strategien. Insofern ist sie weniger als Bewegung als ein Sammelbecken von Konzepten zu verstehen, das eine allgemeine Gegenbewegung zur drohenden Dominanz ungegenständlicher Tendenzen in den 50er und frühen 60er Jahren darstellte. Die Auswahl von malerischen und plastischen Arbeiten aus der Sammlung Hurrle verfolgt diesen Weg der Kunst vom Anfang der 60er Jahre und zeigt herausragende Positionen in einer umfassenden Schau im Mannheimer Kunstverein, eine Wiederentdeckung, die lohnende Einblicke in das Kunstgeschehen der 60er Jahre im deutschen Südwesten verspricht. Dr. Martin Stather • Sammlung Hurrle bis 20. November 2016 Mannheimer Kunstverein www.mannheimer-kunstverein.de kunstraumMETROPOL 23


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kunstraumHEMSBACH

Bruce Barnbaum, basin mountain approaching storm

Bernd Gerstner und Roland Schmitt, Verhältnis

MEISTERWERKE

DIMENSIONEN

Bruce Barnbaum

Bernd Gerstner und Roland Schmitt

„Durch meine Liebe zur Landschaft kam ich zur Photographie.“ Bruce Barnbaums Domäne ist die Landschaftsfotografie. Klassisch in schwarz-weiß, in der Tradition von Ansel Adams, dessen Rat und Unterweisung ihn schon früh beeinflusst haben. Sein Engagement für die Erhaltung und den Ausbau der großartigen Naturparks im amerikanischen Südwesten gehen Hand in Hand mit seinem fotografischen Werk. Im Laufe seiner fotografischen Entwicklung hat Bruce Barnbaum sich zunehmend der Abstraktion zugewandt, abstrakten Formen, die er sowohl in der Natur als auch in „urbanen Landschaften“ findet und in Szene setzt.

Der Titel ist gleichzeitig ein Hinweis auf die Arbeitsweise von Bernd Gerstner und Roland Schmitt. Durch das Einarbeiten von Holzelementen und groben Erdstrukturen entsteht eine neue Dimension in der Bildoberfläche, dabei werden ausschließlich Naturmaterialien wie Erde und Holz verwendet.

Ausgebildet wurde Bruce als Mathematiker an der UCLA in Los Angeles. Der abrupte Bruch vom Programmieren zur Fotografie fand 1970 statt, und bis heute betrachtet er seine Arbeit als sein Hobby. Bruce, der schwarz-weiß ausschliesslich analog fotografiert, gilt als einer der großen Meister in der Anfertigung von schwarz-weiß Silbergelatine Handabzügen weltweit, sein Gespür für Komposition und Lichtgestaltung ist einmalig. Die Arbeiten Bruce Barnbaums werden weltweit in Galerien gezeigt und sind Bestandteil vieler öffentlicher und privater Sammlungen. Seine Bilder haben auch Eingang in die „Gernsheim Collection“ gefunden, die als Sammlung der bedeutendsten Werke der Fotografie gilt. Auch als Autor und Lehrer hat sich Bruce Barnbaum international einen Namen gemacht, seine Workshops sind legendär, seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt. „The Art of Photography“ gilt als eines der prägenden Bücher für eine Generation von Fotografen. Carsten Evers • Bruce Barnbaum 1. Oktober bis 5. November 2016 Heidelberg Images Fotogalerie www.heidelberg-images.com

Um die maximale Bildwirkung zu erreichen, wird mit den Malgründen und den eingesetzten Bestandteilen experimentiert. Abdrücke von Erdoberflächen auf Holzplatten zeigen bei der weiteren Bearbeitung ein besonderes Farbenspiel. Die Farbharmonie von Erde und Holz spiegelt die archaische Einfachheit der Naturmaterialien wider. Durchbrüche im Holz verstärken den Eindruck der Verbundenheit und Einheit der verwendeten Materialien. Der Blick des Betrachters folgt den Vertiefungen und Farblinien bis hin zu den Hauptelementen und den eingearbeiteten Hölzern. Für ihn werden immer mehr Details erkennbar. So dringt er selbst in das Werk und den Schaffensprozess der Arbeit mit ein. Die eigentliche Kunst im gemeinsamen Werk ist, sich auf die Ideen und Gedankenwelt des jeweils anderen einzulassen und sich mit eigener Intention fließend einzubringen. (red)

• Bernd Gerstner und Roland Schmitt 17. November 2016 bis 13. Januar 2017 Galerie im Schloss, Hemsbach www.hemsbach.de kunstraumMETROPOL 25


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kunstraumLADENBURG das mittags zart gelblich erscheint. In den anderen drei Jahreszeiten sind die Rot- und Gelbanteile intensiver und somit wesentlich farbiger. „Mit dem Einfachsten das Wesentliche auszudrücken“ ist die Maxime von Hellmut Bruch, der seine Bildideen mit dem Material Edelstahl und mit transparentem, farbigem und fluoreszierendem Acrylglas bildnerisch umsetzt. Die „Fibonacci-Folge“ und der „Goldene Schnitt“ sind die Proportionsverhältnisse, die er für seine innerbildlichen Linien und geometrischen Figuren, meist Kreis und Quadrat, wählt. Seine Werke beruhen auf der Ordnung und Harmonie dieser mathematischen und in der Natur vorkommenden Regel, die er mit dem Phänomen Licht in Korrelation bringt. Die Immaterialität des Lichts wird an seinen Objekten je nach künstlerischer Intention und der daraus resultierenden Materialwahl zur Reflektion, zur Durchdringung und zum Leuchten gebracht. Besonders deutlich ist das bei seinen Arbeiten aus fluoreszierendem Acrylglas, wo das Licht an den Schnittkanten mit strahlender Leuchtkraft austritt.

Hellmut Bruch, Konzentrische Doppelprogression, 2010

230 LICHTJAHRE Hellmut Bruch, Inge Dick, Gerhard Frömmel Die Galerie Linde Hollinger zeigt unter dem Titel „230 Lichtjahre“ eine Ausstellung mit drei zeitgenössischen Positionen aus Österreich. Von Inge Dick wird eine Auswahl an Fotostills zu sehen sein, die aus ihrem Filmprojekt „jahres licht weiss“ stammen. In jeder der vier Jahreszeiten hat die Künstlerin einen Film über mehrere Tage hinweg gedreht und damit die Licht- und Farbveränderungen auf einer weißen Wand in ihrem Atelier am Mondsee eingefangen. Faszinierend und verblüffend ist es, welche Farbigkeit das natürliche Licht aufweist und wie es sich sowohl mit den Tages- als auch mit den Jahreszeiten verändert. Unfassbar sind allein die Blau- und Grautöne im Winter, ergänzt durch ein schwaches rötliches Weiß am Morgen,

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Wie gebannt steht der Besucher auch vor Gerhard Frömels Arbeiten. Die auf geometrische Figuren formal reduzierten Bildobjekte sind ‚offene‘ plastische Arbeiten auf zwei Ebenen. Je nach Standort bilden sie ein geschlossenes Ganzes und wirken zweidimensional oder sie scheinen sich zu verschieben und werden zu dreidimensionalen, räumlichen Konstruktionen aus verschiedenen Teilen. Gerhard Frömels Werke sind passiv-kinetisch, d.h. sie erfordern die ‚aktive‘ Beteiligung des Betrachters. Letztendlich entziehen sie sich einer vollständigen Wahrnehmung. Der Betrachter setzt Schritt für Schritt ein ‚Bildgeschehen‘ in Gang und wird schließlich erstaunt sein, wie viele verschiedene Perspektiven ihm ein einzelnes Objekt bieten kann. Vom 1. Oktober 2016 bis 26. Februar 2017 ist ebenfalls eine großangelegte Gruppenausstellung der drei Künstler im Museum Angerlehner in Thalheim bei Wels in Oberösterreich zu sehen. Dirk Martin • 230 Lichtjahre 22. Oktober bis 26. November 2016 Galerie Linde Hollinger, Ladenburg www.galerielindehollinger.de


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kunstraumHEIDELBERG

kunstraumBRÜHL

Rolf Altena, o. T., Keramik, 2016

Josef Walch, Rad I (Papier gegossen), 2016

ROLF ALTENA

JOSEF WALCH

Malerei und Keramik

Paper Art anlässlich des 70. Geburtstags des Künstlers

Der Mikrokosmos der Malerei von Rolf Altena spiegelt den Makrokosmos der Natur wieder. Auf verschiedenen Papieren, Leinwand oder keramischen Arbeiten schreibt er zeichenhafte Chiffren nieder, die die Ursprünglichkeit des Unbewussten, von Kinderzeichnungen und der Kulturen von Naturvölkern verschmelzen lassen. Selbstmächtig wie die uns umgebende Natur wachsen seine bildnerischen Werke und deren schemenhaft gezeigten Protagonisten, Physiognomien und Fratzen, als könnten sie gar nicht anders. Jedweder verbalen Begrifflichkeit entzogen, fordern sie ein Sehen ein, das die Welt jenseits naturwissenschaftlicher Erklärungsmodelle und historischer Deutungen wahrnimmt und damit ihre elementaren Geheimnisse und deren zauberische Kraft zu bewahren weiss.

Josef Walch hat 1967-1971 an der Karlsruher Kunstakademie Malerei und Grafik bei Peter Dreher, Heinrich Klumbies und Fritz Klemm studiert. Bedeutend für ihn waren Begegnungen mit Otto Piene, Joseph Beuys und Wolf Vostell im Rahmen von „Gastspielen“ an der Karlsruher Akademie. Nach dem Studium der Kunstwissenschaft an der Universität Karlsruhe und den Staatsexamen arbeitete er lange als Kunstpädagoge, bevor er 1994 als Professor für Kunstvermittlung/ Kunstdidaktik an die Kunsthochschule Halle/Saale Burg Giebichenstein berufen wurde, wo er 2012 emeritierte.

Indem Rolf Altena den Akt der Bildschöpfung in Analogie zu allgemein naturschöpferischen Prozessen setzt, behauptet er nicht nur die beiden Bereichen gemeinsam zugeeignete überzeitliche Wirkung, sondern überrascht sich selbst – abseits jeden Akademismus und zeitgenössischer Kunstmarktstrategien – mit jedem Tag und jedem Bildwerk immer wieder neu. Rolf Altena sagt über seine Kunst: „Malen ist spontaner Akt. Das hört sich zunächst ganz simpel an, aber ich begreife immer mehr, dass es das Allerwichtigste ist. Es entlässt einen ja nicht aus der Ordnung, im Gegenteil: Es verlangt höchste Präzision. Man muss sich ganz konzentrieren und gegenwärtig mit den Mitteln umgehen. Man braucht ein formales Vokabular, aus dem man schöpfen kann.“ Clemens Ottnad

• Rolf Altena 12. November bis 18. Dezember 2016 Kunstraum Vincke-Liepmann, Heidelberg wwww.kunstraum-vincke-liepmann.de

1999 war Walch Gastprofessor an der Ohio State University in Columbus/Ohio, wo er erstmals intensiv mit der Paper Art in Kontakt kam, die in den USA - entdeckt von Künstlern der Pop Art - eine bedeutende Rolle spielt. Die Arbeit mit der flüssigen Papiermasse, dem Pulp, steht seitdem im Mittelpunkt seiner Arbeit. Ein breites Werk an Papiermalerei, Papierobjekten und Künstlerbüchern ist inzwischen entstanden. Heute arbeitet er phasenweise in der Werkstatt von John Gerard (Rheinbach), wo die farbigen geschöpften und gegossenen Papiere entstehen, die im Schwetzinger Atelier weiter verarbeitet werden. Das Ausloten der formalen und inhaltlichen Möglichkeiten dieses fragilen, alltäglichen, aber gleichzeitig immer wieder aufs Neue faszinierenden Materials sieht er als stetige Herausforderung und spricht von der „Zerreißprobe“ zwischen Künstler und Material. „Panta Rhei - alles fließt“, so Josef Walch, sei ein wunderbares und treffendes Motto für diese künstlerische Arbeit. Seit mehr als zehn Jahren ist Walch regelmäßig in Ausstellungen in der Region und überregional vertreten. Besprechungen dieser Ausstellungen betonen immer wieder die überzeugende, spielerische Einfachheit der Arbeiten, ihr poetisches Moment. (red) • Josef Walch 21. Oktober bis 6. November 2016 Villa Meixner Brühl, www.josefwalch.de kunstraumMETROPOL 27


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kunstraumMANNHEIM

François Brunelle, Michael Malone und Charles Hall-Chasen

I AM NOT A LOOK-ALIKE François Brunelle Angeblich hat jeder Mensch mindestens einen Doppelgänger – die Vorstellung, dass jemand, mit dem man nicht verwandt ist, aussieht wie man selbst und ein völlig anderes Leben lebt, ist irritierend. Im Jahr 2000 hat der kanadische Fotograf François Brunelle begonnen, Doppelgänger zu fotografieren. Ihm ist wichtig, dass es nicht Doppelgänger von Prominenten sind, sondern einfach Menschen, die sich ähnlich sehen. „In a way we are all the same, living the living human experience. The photos of the look-alikes are a visual demonstration of that.“ (François Brunelle) Einige dieser Doppelgänger kennen sich seit Jahren und sind befreundet, einige haben sich vor der Kamera von François Brunelle zum ersten Mal gesehen. François Brunelle nimmt seine Porträts bewusst in schwarz-weiß auf, damit der Betrachter nicht durch die unterschiedlichen Hauttöne abgelenkt wird. Es sind weder Stylisten noch Visagisten am Werk. Jeder soll so kommen, wie er ist. Die einzige Vorgabe gilt der Garderobe, diese soll ohne Muster in hellen oder dunklen Farben sein, damit das Auge des Betrachters sich auf das Wesentliche, die Gesichter, konzentrieren kann. In Zeiten, in denen der „neue Mensch“ diskutiert wird - der Mensch, der designed wird oder sich designen lässt - ist es besonders spannend zu beobachten, was passiert, wenn sich Menschen treffen, die sich - obwohl nicht verwandt - von Natur aus ähnlich sehen. François Brunelle hat seit dem Jahr 2000 mehr als 200 dieser „Paare“ fotografiert. Im Club Speicher7 werden davon 33 gezeigt. (red)

• François Brunelle 5. November 2016 bis April 2017 Club Speicher7, Mannheim www.clubspeicher7.com


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kunstraumLUDWIGSHAFEN-MANNHEIM

kunstraumLEIMEN

Herlinde Koelbl, Angela Merkel (1991-2008)

Mario Urlaß, artificial nature, 2015

TIMELINES

TEACHING ARTISTS

Wahrnehmung des Verstreichens von Zeit

10 Positionen

Die beiden diesseits und jenseits des Rheins liegenden Ausstellungshäuser für zeitgenössische Kunst, der Kunstverein Ludwigshafen und Port25 in Mannheim widmen sich in einem gemeinsamen Ausstellungsprojekt dem Thema Zeit. Zeit ist ein nur schwer beschreibbares Phänomen, von welchem jedoch eine große Faszination ausgeht - sie ist ein Rätsel, ein Paradoxon, die Grundlage allen Seins. Im sprachlichen Gebrauch operieren wir tagtäglich mit dem Begriff Zeit, zumeist ohne genauer darüber nachzudenken, was Zeit im eigentlichen Sinn bedeutet. Die Beschreibung des Medienkünstlers Nam June Paik, der sich in seinen Texten und Videoarbeiten intensiv mit Zeit auseinandersetzte, macht die Unfassbarkeit des Begriffes deutlich: „Zeit ist der am schwersten zu definierende Begriff in unserem Leben, weil sie unser Leben selbst ist. Sie zu zeigen oder über sie nachdenken ist bereits ein Paradoxon.“ Im Unterschied zu den für einen Laien nur schwer verständlichen wissenschaftlichen Analysen von Zeit, bietet die bildende Kunst einen eigenen Zugang zu diesem Thema, indem sie sinnlich und ästhetisch nachvollziehbar macht, was sich hinter dem Begriff Zeit verbergen kann. Der Blick durch die Kunst auf die Zeit, bildet nicht zuletzt eine Atempause innerhalb der anhaltenden Beschleunigung, der wir im Alltag ausgesetzt sind. Eine Atempause, die eine Alternative zur üblichen Kontrolle von Zeitknappheit durch weitere Beschleunigung bietet und

die letztlich zur Unterdrückung von Zeitlichkeit führt. Die Ausstellung zeigt visuelle Modelle, die dazu dienen, bestimmte semantische Zusammenhänge von Zeit zu veranschaulichen und sinnlich wahrnehmbar zu machen: So geht es beispielsweise um das Sichtbarmachen künstlerischer Arbeitsprozesse in Verbindung mit Lebenszeit. Darunter fallen künstlerische Langzeitprojekte, die entweder bereits abgeschlossen sind oder immer noch andauern. Ein weiterer Aspekt ist das Erfassen von Zeit über spezifische Formen der Zeitmessung und Zeitrechnung. Es werden verschiedene Formen von Zeitabläufen vorgestellt, die beispielsweise die Veränderung einer Person oder eines Gegenstandes zur Folge haben. Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler der Ausstellungen sind: Siegfried Anzinger, Claudia Desgranges, Peter Dreher, Holger Endres, Patrycja German, Karin Hoerler, Byung Chul Kim, Herlinde Koelbl, Jürgen Krause, Pia Linz, Karin Sander, Jens Risch, Jan Schmidt, Claus Stolz, Konstantin Voit. Mit unterschiedlichen künstlerischen Praxen richten sie den Blick auf ein komplexes Thema, das die Wahrnehmung für das Verstreichen von Zeit ins Zentrum ihrer künstlerischen Produktion stellt. B. Auer, S. Kleinsorge • Timelines 17. September bis 6. November 2016 Kunstverein Ludwigshafen/Port25, Mannheim www.kunstverein-ludwigshafen.de www.port25-mannheim.de

Das an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg vertretene Konzept der Künstlerischen Bildung sieht die eigenen ästhetischen Erfahrungen, die eigenen künstlerischen Auseinandersetzungen und Positionierungen als essenzielle Grundlage für kunstpädagogisches Denken und Handeln an. Im Rahmen des Kunstpädagogikstudiums wird dieser Ansatz einerseits wissenschaftlich, andererseits künstlerisch fundiert gelehrt und gelebt. Die Lehrenden sind dabei zugleich Künstler, treiben permanent die eigene künstlerische Arbeit voran. Dies ist als Basis für eine künstlerisch orientierte Lehre zu begreifen, versteht sich zugleich als autonome Form, Kunst zu machen. Die Ausstellung 10 Positionen ermöglicht Einblicke in die künstlerische Praxis der Dozierenden. 10 verschiedene inhaltliche Fokussierungen in diversen medialen Transformationen. 10 unterschiedliche Herangehensweisen – experimentelle, klassische, spielerische, konzeptionelle oder partizipatorische. 10 Positionen, humorvoll, sinnlich, politisch, irritierend, erzählerisch, alle ernsthaft in der künstlerischen Auseinandersetzung und Haltung. Das mediale Spektrum der Ausstellung umfasst Zeichnung, Druckgrafik, Malerei, Collage, Fotografie, Objekte, Skulpturen und Video. (red) • Teaching Artists 23. November 2016 bis 15. Januar 2017 Tiefenbacher Heidelberg www.kunstverein-leimen.de kunstraumMETROPOL 29


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kunstraumKARLSRUHE

Karl Hubbuch, Aufmarsch, (Detail) 1932-33

KARL HUBBUCH Der Zeichner

Studie zu „Nationalkomitee Freies Deutschland“, 1969, Aquarell, WVZ A 100

DÖBELE KUNST MANNHEIM ZEIGT AB 15.09.2016

WERNER TÜBKE eine Werkauswahl Originalzeichnungen und Aquarelle von 1957 bis 2002 Werner Tübke (1929 - 2004) und sein Werk sind ein mehrdeutig besetzter Begriff. Umfang, Vielfalt und Wirkung lassen eine Gleichgültigkeit nicht zu. Sein Monumentalbild im Panorama Museum in Bad Frankenhausen unterstreicht die Legende. Döbele Kunst Mannheim Hedwig & Johann Döbele Leibnizstraße 26, 68165 Mannheim Tel.: +49(0) 621 79943078 Mobil: +49(0) 174 1663050 jd@doebele-kunst.de, www.doebele-kunst.de

Wie kein anderer Künstler seiner Zeit hat Karl Hubbuch den Ruf seiner Heimatstadt Karlsruhe als bedeutender Kunststadt geprägt und weit über die Grenzen hinausgetragen. Neben George Grosz und Otto Dix zählt er zu den prominenten Vertretern des Verismus und der Neuen Sachlichkeit in Deutschland. Diese Künstler hatten sich – desillusioniert von den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs und hellwach gegenüber den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der Weimarer Republik – einer genau beobachtenden Bildsprache zugewandt. Hubbuchs kritischer Realismus wurde in Deutschland vor allem durch die Teilnahme des Künstlers an der epochalen Ausstellung »Neue Sachlichkeit« 1925 in der Mannheimer Kunsthalle und durch seine Lehrtätigkeit an der Karlsruher Kunstakademie (damals Badische Landeskunstschule genannt) bekannt. 1933 wurde er als erster Professor der Landeskunstschule vom NSRegime entlassen. Als die Kunstakademie im Herbst 1947 ihren Betrieb wieder aufnahm, gehörte er zu den wiederberufenen Lehrkräften. Gemälde und Zeichnungen von seiner Hand sind international in zahlreichen namhaften Museen vertreten. Mit über 300 Werken und einer Vielzahl an wichtigen Autographen und historischen Dokumenten besitzt die Städtische Galerie Karlsruhe einen der größten Bestände an Arbeiten und Archivalien von Karl Hubbuch. Zum 125. Geburtstag des am 21. November 1891 in Karlsruhe geborenen Künstlers wird eine Auswahl aus der eigenen Sammlung präsentiert. Unter den etwa 85 Exponaten aus den Jahren 1919 bis 1970 sind auch zahlreiche in jüngster Vergangenheit erworbene Zeichnungen und Druckgrafiken zu entdecken. (red) • Karl Hubbuch 27. Oktober 2016 bis 22. Januar 2017 Städtische Galerie Karlsruhe www.staedtische-galerie.de


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kunstraumVIERNHEIM

kunstraumMANNHEIM

Brigitte Simon, Meta 2 (Ausschnitt), 2016

Johannes Höller, Strandspaziergang, 2015

BRIGITTE SIMON

JOHANNES HÖLLER

Metas und Fantas

Strandspaziergang

Ausgangspunkt sind drei Waldfotografien, künstlerisch mit dem Computer bearbeitet. Nachdem die Farbaufnahmen in den SchwarzWeiß-Modus überführt wurden, erfolgt ihr Wandel durch Konturierung und neue Farbeingaben, wobei einzelne Strukturzonen erhalten bleiben, während andere verschwinden. Eine Collage aus der Tiefe entsteht, die sich aus Schichten zusammensetzt.

Johannes Höllers Arbeit ist eine fotografische Untersuchung am Rande der Komfortzone. Seine Bilder zeigen seinen Prozess des Suchens, des Einordnens in Zusammenhänge. Er gibt keine Antworten, sondern bietet seinen Fragen eine Plattform sich darzustellen. Er geht Themen nach, die ihm begegnen und bietet dem Betrachter seiner Bilder an, den Verarbeitungsprozess nachzuvollziehen, sich eigene Gedanken zu machen und sich selbst in einer Fragestellung zu erkennen. Meist sind dies unangenehme, unbequeme Fragen. Wie ist es blind zu sein? Wie fühlt sich ein Transsexueller? Wie ist es, die Heimat zu verlassen und in ein fremdes Land zu flüchten?

METAS steht für Metamorphose und zeigt den stetigen Wandel im Naturraum Wald. Dabei geht nichts verloren, denn selbst beim Verfall sind es winzigste Elemente, die neue Gestalt entwickeln können. Wer in diese Welt eintaucht, der spürt die Energie, die überall wirkt, überspringt und eigene Kreativität anstoßen kann: Die Strukturen der Baumrinde oder des überwachsenen Waldbodens, das Farbenspiel der Tages- und Jahreszeiten, die Modulation des Raums durch Licht und Schatten - alles erweckt und schärft die Sinne. Wachstum und Formenreichtum scheinen intensiviert, so dass ihre Explosivität spürbar wird. Den Kontrast bilden unifarbene Flächen als Lichtungen und Ruhezonen, die für die Grundfarbrichtung relevant sind. Brigitte Simon lotet den natürlichen Wandel aus und wird selbst zu jemand, der wandelt und umwandelt. FANTAS steht für Fantasiegestalt. Der Wald kann Geborgenheit geben, aber auch Wildnis sein. Schattenwürfe, bizarre Baumstümpfe und Wurzeln säumen den Weg. Sie lassen uns wunderbar fantasieren. Die Bilder bedienen sich der strukturierten Vegetation und schöpfen aus der subjektiven Umgestaltung und der Anreicherung durch irreale Wesen. Der Betrachter bewegt sich im Raum des Fantastischen. Objektives, Subjektives und Irreales haben sich verbunden. (red) • Brigitte Simon 14. Oktober bis 4. Dezember 2016 KulturScheune Viernheim www.viernheim.de

In seiner aktuellen Arbeit „Strandspaziergang“ untersucht er die ästhetische Seite des Müllproblems. Der Natur ist es ziemlich egal, was wir ins Meer kippen. Sie tut, was sie immer tut – zerreibt, zerlegt, zersetzt. Integriert den Plastikmüll in ihre Kreisläufe und lässt dabei wunderschöne Kompositionen entstehen. Zeigt man dem Betrachter die gewohnten ekligen Seiten des Mülls, reagiert er mit Abwehr, sucht Ausreden oder zeigt auf andere, die noch viel schlimmer handeln. „Strandspaziergang“ nähert sich dem Thema von einer scheinbar schönen Seite und gibt ihm die Möglichkeit, sich selbst als Teil natürlicher Kreisläufe zu erkennen. Er kann verstehen, dass ihm das weggeworfene Plastik irgendwann wieder begegnen wird und er seine Verantwortung nicht abgeben kann. Nach der Ausbildung zum Fotograf, Arbeit in Fotostudios, Kunststudium, einem kurzen Ausflug in die Werbung und zahlreichen Assistenzen bei verschiedenen Fotografen – lebt und arbeitet Johannes Höller seit 2015 in Mannheim. (red) • Strandspaziergang 21. Oktober bis 16. November 2016 [Kunst]Projekte, Mannheim www.kunstprojekte.eu kunstraumMETROPOL 31


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I AM NOT A LOOK-ALIKE

François Brunelle bis April 2017 Vernissage: 5. November, 18:00 Uhr Mo – Fr 08:00 bis 20:00 Uhr Wochenende nach Vereinbarung. Bitte beachten Sie Hinweise zu den Öffnungszeiten auf unserer Homepage.

Rheinvorlandstraße 7 • 68159 Mannheim Clubspeicher7.com

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kunstraumSCHWETZINGEN

kunstraumSCHRIESHEIM

Jessen Oestergard, Wasserzaun, 2015

Fritz Stier, Sirenen (Videostill)

artSCHWETZINGEN

FRITZ STIER

Künstlermesse feiert 5. Geburtstag

déjà-vu

Im kommenden Jahr kann die KünstlerInitiative Schwetzingen KIS e.V. ihr 10-jähriges Bestehen feiern. Dem Künstlerverein um den Fotografen Jessen Oestergaard und den Papierkünstler Prof. Josef Walch gehören Künstlerinnen und Künstlern aus der ganzen Metropolregion an. Schon im Jahr der Gründung wurde die erste eigene Kunst- und Künstlermesse erfolgreich realisiert. Im BiennaleRhythmus veranstaltet, hat sich dieses Format für die Künstlergruppe inzwischen zum Erfolgsmodell entwickelt und lockt ein breites Kunstpublikum und Sammler an drei Tagen nach Schwetzingen.

Fritz Stiers Videoarbeiten sind von einer verstörenden, poetischen Qualität, die den Betrachter niemals unbeteiligt lassen. Es sind inszenierte Vorgänge, in denen jedoch vordergründig so gut wie nichts geschieht; meist wird die Zeit gedehnt, jede noch so kleine Bewegung festgehalten. Traum- oder oft eher Alptraumsequenzen werden ins Bild umgesetzt und wie im Traum bewegt sich die Wahrnehmung aufs Äußerste geschärft, wie durch eine in Zeitlupe versetzte zähe Flüssigkeit. Das Medium Video wird von Stier gezielt als Medium mit eigenem Zeitablauf und größtmöglicher Vermittlung von Wirklichkeitssimulation genutzt.

Dabei ist das Besondere an der artSchwetzingen der intensive Kontakt zwischen Publikum und Künstler, die Möglichkeiten ausführlicher Gespräche über die eigene Arbeit als Form direkter Kunstvermittlung, aber auch das Gewinnen neuer Käuferschichten, insbesondere sehr jungen Sammlerinnen und Sammlern. Das ist in den zurückliegenden Jahren sehr gut gelungen. Bei der 5. artSchwetzingen stellen Tom Feritsch, Traudel Hagmann, Heiko Hofmann, Markus Kaesler, Ina Lorenz, Oliver Mezger, Jessen Oetsergaard, Karin Posmyk, Matthias Schöner, Rainer Selg, Viktor Sobek, Josef Walch und Felicitas Wiest ihre Arbeiten aus. Gezeigt werden Malerei, Grafik, Fotografie,Plastik und Objektkunst. Zur Eröffnung am 11. November wird Prof. Dr. Jochen Hörisch (Mannheim) zum Thema „Kunst und Geld“ sprechen. (red)

• 5. artSchwetzingen 11. bis 13. November 2016 Lutherhaus Schwetzingen www.kis-schwetzingen.de

Wir alle erleben immer wieder radikale Veränderungen in unserem Leben, manchmal von uns selbst ausgelöst, dann wieder durch äußere Einflüsse bewirkt. Indem der Künstler den Mikrokosmos solcher Zustände und ihrer Veränderung beobachtet und dokumentiert, schärft er unseren Blick für das Wesentliche im Leben – das Leben selbst in all seinen Ausdrucksformen und Unwägbarkeiten. Seine Arbeiten feiern das Wunder des Lebens, berühren zentrale Schnittstellen im Leben eines Jeden. Stiers Methodik ist ein meditatives sich Nähern an eine äußere und innere Form der Existenz. Auch wenn Spannungsmomente eine gewichtige Rolle in den Arbeiten spielen ist ihnen dennoch eine Form der Gelassenheit zu eigen, die die Dinge zulässt und ein Bild des Menschen schafft, das ihn mit sich selbst versöhnt – wenn wir das für uns zulassen. Dr. Martin Stather

• Fritz Stier 25. September bis 30. Oktober 2016 Museum Théo Kerg, Schriesheim www.kk-schriesheim.de kunstraumMETROPOL 33


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kunstraumLUDWIGSHAFEN

kunstraumWALLDORF

Konstantin Voit, „!“, Wandarbeit ca. 13,5 x 7 m, 2016

René Stanger, Schwarmformation, (Ausschnitt), 2016

KUNST AM BAU

LAIMA UND ALIEN INVADERS

Konstantin Voit und Skafte Kuhn

René Stanger und Nemanja Sarbajic

Konstantin Voit ist Maler und Sammler. Über 10.000 Schablonen hat der Polke-Schüler und Absolvent der Hamburger Hochschule für bildende Künste in den vergangenen 20 Jahren zusammengetragen. In seiner ‚Malfabrik‘ entstehen seit 1995 Hunderte Kunstwerke auf der Basis einfacher Kindermalschablonen, die zum Markenzeichen des Künstlers geworden sind.

René Stanger und Nemanja Sarbajic, geschult an den vielen Ismen postmoderner Strömungen, vertreten Positionen einer jungen zeitgenössischen Kunst, die formal virtuos und experimentierfreudig Inhalte reflektieren, mit denen die Künstler im Alltag, in den Medien und in der Politik konfrontiert werden. In Verbindung moderner Mythen mit archaischen Kulten, den Werken klassischer Kunst und dem vielfältigen Bildmaterial unserer medialen Realität wird in oft widersprüchlichen collageartigen Materialkombinationen und mit zum Teil expressiven Übermalungen, in Zeichnungen und in der Malerei ironisch Realität überprüft oder ernsthaft hinterfragt.

Die älteste ihm bekannte Schablone stammt aus dem Jahre 1873: Eine Stanzung aus Paris, mit der sämtliche Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen mit dem Bleistift nachgefahren werden können. Diese Schablone diente als Grundlage für seinen Entwurf zur Neugestaltung der Erich Kästner-Grundschule in der Innenstadt von Ludwigshafen. Zehn Künstlerinnen und Künstler wurden im vergangenen Jahr zu dem bundesweiten Wettbewerb eingeladen, acht reichten Entwürfe ein. Voit überzeugte das Preisrichtergremium, dem René Zechlin, Leiter des Wilhelm-Hack-Museums, vorstand, durch die Vielgestaltigkeit seiner Ausführungen sowie den spielerischpädagogischen Ansatz – passend zu einer Schule, die von Kindern aus insgesamt 35 Nationen geprägt wird. Zusammen mit seinem Künstlerkollegen Skafte Kuhn bemalte Voit seit dem Frühjahr insgesamt drei Außenwände der grundsanierten Schule sowie die beiden Treppenhäuser und den 15 m hohen Fahrstuhlschacht. Letzteren ziert mittlerweile ein aus 120 verfremdeten Flaggen bestehendes Ensemble, das mit Symbolen aus seiner Schablonensammlung kombiniert wurde, so dass vielfältige Bezüge und Interpretationen entstehen. Lehrreich. Witzig. Bunt. (red) • Kunst am Bau Eröffnung, 4. November 2016, 12:00 Uhr Erich Kästner-Schule, Ludwigshafen www.malfabrik.de

René Stanger recherchiert die Komplexität künstlerischer Ausdrucksformen darüber hinaus mit den Mitteln der Rauminstallation, mit Mixed Media Objekten und in dem Medium des Videofilms. Beide Künstler lieben literarische Anspielungen, poetische Verfremdungen und Irritationen – für Nemanja Sarbajic, ist die menschliche Figur wichtiger Ausdrucksträger. Reduziert oder deformiert verlässt sie die Welt der klassischen Harmonie und Schönheit. Beide Künstler arbeiten in unterschiedlichen Ateliergemeinschaften, Stanger in der „Plattform für neue Kunst größer Null“ und Sarbajic im Atelier Nordbecken, die sie als Orte der Diskussion und des künstlerischen Austauschs sehen und die auch als Ausstellungsräume zur Verfügung stehen, in denen mit anderen Künstlern der Diskurs über die Funktion heutiger Kunst intensiv geführt wird. Hartmuth Schweizer

• Laima und alien invaders 11. November 2016 bis 8. Januar 2017 Galerie Alte Apotheke, Walldorf Verein Kunst für Walldorf e.V. kunstraumMETROPOL 35


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Riki Strassler, Chaos/Beginn (Detail), 2017

kunstraumBRÜHL

kunstraumWEINHEIM

Manfred Kieselbach, Entwurf, 2014

Karl Heinz Treiber, Relaxing Valkyres, 2013

RÄUME ERSCHLIESSEN

KARL HEINZ TREIBER

Arbeiten von Riki Strassler und Manfred Kieselbach in der Villa Meixner

Die Ruhe vor dem Sturm

Farbräume, in Rot, Gelb, Blau und Grün, mit geometrischen Figuren durchsetzt und mit weißen Balken und Pfeilen getrennt, so dass einzelne Räume entstehen, wie Zimmer in einem Haus. Diese Farbräume von Riki Strassler sind miteinander verbunden, beziehen sich auf einander, bilden zusammen ein größeres Ganzes.

Bildern ist, dass man romantische Verklärtheit erwartet, diese Erwartung jedoch letztendlich nicht bedient wird. Riki Strassler beobachtet die Natur genau und lässt sich von ihr immer wieder inspirieren.

Anlässlich seines sechzigsten Geburtstages dokumentiert die Ausstellung „Die Ruhe vor dem Sturm“ neue Arbeiten des Hirschberger Künstlers Karl Heinz Treiber, die sich in vielfältiger Weise dem Thema Natur nähern.

Kieselbachs Gruppenplastiken scheinen wie aus einem Stück – da passt in der Mehrzahl kein Blatt Papier zwischen die Einzelfiguren. Als Masse treten sie auf, eine verschworene Gemeinschaft, z.B. in der Arbeit „Demonstration“. Nur ein paar Fahnen ragen aus der bewegten Menge heraus, nehmen die Bewegung der Gruppe auf. Große Menschenansammlungen als bildhauerisches Thema sind eine Rarität in der Kunst. Manfred Kieselbach hat sich damit immer wieder auseinandergesetzt. Die Tiefenstaffelung, die Nähe der Menschen zueinander und eine beinahe tachistische Bewegtheit der Oberfläche der Bronzen sind die Charakteristika dieser Arbeiten. Ineinanderzufließen scheinen die Menschen, die Körperlichkeit ist eine skizzenhafte. Wie aus großer Ferne, aus der Einzelheiten kaum mehr auszumachen scheinen, wirken die Figuren, und doch sind sie niemals für sich, sondern innerhalb der Gruppe Teil und aufeinander angewiesen. Dr. Martin Stather

„Ich arbeite in Bildzyklen; meine Arbeiten sind weltumfassend und dennoch sehr persönlich.“ Mit dieser Aussage versucht Karl Heinz Treiber sein Werk zu beschreiben. Seine Familie, seine meist weiblichen Modelle und gelegentlich er selbst stehen im Mittelpunkt seiner Bildzyklen der jüngeren Werkphase.

Manfred Kieselbachs Menschen sind aus einfachen Kuben heraus entstanden. Individualität ist nicht ihr Ding, die Menschen sind anonym, in prototypischer Nacktheit wiedergegeben und spiegeln ein Allgemeines im Menschlichen, das sich zwar individuell auszuprägen vermag, jedoch erst im Gemeinsamen zum Menschsein findet. Bei den Bildern von Riki Strassler haben wir den Eindruck von Auszeit und ewiger sommerlicher Frische – wenn es denn ein Arkadien gäbe, das so viele Maler sich vorstellten, hier haben wir eines. Ein paradiesischer Garten, zumindest oberflächlich betrachtet. Aber – im Leben ist immer auch der Tod mit einbegriffen, alles Leben ist endlich, ersteht jedoch in einem weiteren Zyklus von Neuem. Leuchtende Farben und ein warmes Licht lassen einem das Herz aufgehen. Großartig ist die Behandlung des Lichtes in Strasslers Bildern, lichtdurchflutet treten uns diese Farbräume gegenüber, das Spiel von Licht und Schatten lässt ein lebendiges Bild einer imaginären und vielleicht doch realen Welt entstehen. Das Merkwürdige an diesen

• Riki Strassler und Manfred Kieselbach 11. November bis 4. Dezember 2016 Villa Meixner, Brühl

Odysseus, das Dante-Inferno, Gedanken zu Ernst Jünger, Wagners Ring, Aktdarstellungen sowie monumentale Berg-, Architekturund Industriebilder dokumentieren Teile seines Oeuvres. Kleinformatige Leinwände diskutieren die Kompositionen, bevor sie sich im jüngeren Werk meist auf großformatigen Leinwänden entfalten. Die Bildzyklen werden in mehreren Leinwänden durchdekliniert; auf längere Phasen mit Aktdarstellungen folgen strenge Architekturbilder, die dann wieder in eine losgelöste Landschaftsmalerei übergehen. In vielen Bildern überschneiden sich die Themen; Mensch, Architektur und Landschaft verschmelzen zu einer Symbiose. (red) • Karl Heinz Treiber 21. Oktober bis 4. Dezember 2016 GRN-Klinik Weinheim www.grn.de kunstraumMETROPOL 37


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Anatolij GRISCHKO Die Werke von Anatolij Grischko sind vielschichtig aufgebaut. Seine Kompositionen scheinen von dem Willen beherrscht, die Zwänge des illusionären dreidimensionalen Bildraums, der von der Renaissance an bis zum Ende des 19. Jahrhunderts die westeuropäische Malerei beherrschte, zu überwinden. Die osteuropäische Kunst, die für die Werke des in der Ukraine geborenen Künstlers mindestens ebenso bedeutend ist wie die des Westens, folgte hier einer anderen Tradition. Im Gegensatz zum dreidimensionalen Bildraum verkörpern die Ikonen dort ein diametral entgegengesetztes Gestaltungsprinzip, das auf der Wirkung von energetisch aufgeladenen Farbräumen aufgebaut ist. Indem Grischko, der beide künstlerische Traditionen kennt, hier eine Synthese schafft, werden neue Seherlebnisse möglich. Randgebiet, 2015

Auf den ersten Blick erinnern diese Resultate sehr stark an die Spiegelsäle des 17. Jahrhunderts. Wie bei solchen architektonischen Wunderkammern, scheinen auch die einzelnen Facetten in den Bildern Grischkos von dunklen Flecken durchsetzt, deren Konturen die gespiegelte Realität nur noch schemenhaft wiedergibt. Hier wie dort ist der phänomenale Eindruck der geheimnisvollen Farbkraft geblieben und erinnert entfernt an das Erlebnis in den barocken Räumen von Versailles, wo sich unterschiedliche Licht- und Schattenspiele in den einzelnen Partien überlagern und gleichzeitig durch einen gemeinsamen Grundton miteinander verbinden. Dabei entstehen durchaus Parallelen zu unserer Realitätswahrnehmung, die ja ebenfalls räumlich und zeitlich entfernt liegende Fragmente zu einem einheitlichen Kontinuum verbindet. Dabei ist das Bilderleben keinesfalls statisch, sondern ergibt sich im Auge des Betrachters immer wieder neu. Kennzeichnend für Grischkos Farbauftrag ist der flüchtige Pinselduktus. Dadurch entstehen Farbspuren, die man im Sinne von rasch vergänglichen Lichtphänomenen deuten kann.

Glaskugel, 2015

Jenseits der dritten Dimension Anatolij Grischko Bilder und Glasobjekte 27. Oktober bis 4. Dezember 2016 Kreisarchiv Ladenburg www.rhein-neckar-kreis.de/kultur www.anatolijgrischko.com

Gerade aufgrund dieser so aufgefassten Technik ist es kein Wunder, dass parallel zu den Bilderfolgen, die Titel, wie „Sprung im Viereck“ tragen, seit 2003 auch Glasobjekte entstehen, die genau diese Reflexe in einem anderen Medium zur Wirkung bringen. Bei diesem Medium handelt es sich um Floatglas, das hier in unterschiedlicher Stärke, bis zu einer Dicke von 19 Millimetern, zum Einsatz kommt. Die einzelnen Objekte sind dabei sehr unterschiedlich und auch die Oberfläche des Glases ist mit verschiedenen Mitteln gestaltet. So gibt es sandgestrahlte Partien und es gibt Objekte, in die farbiges Glas eingearbeitet wurde. Diese Objekte bilden ein reizvolles Pendent zur Malerei des Künstlers und verändern durch die Eigenschaft der Lichtbrechung die Wirkung der Farbe im Raum. Wie bei den Bildern sollte man sich auch hier von der Ausstrahlung der Objekte bezaubern lassen. Dr. Helmut Orpel


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kunstraumRHEIN-NECKAR

OFF//FOTO 2016 VIELFÄLTIGER FOTOHERBST MIT RUND 50 FOTOGRAFIE-AUSSTELLUNGEN Mit der zweiten Ausgabe von OFF//FOTO, das nun jährlich stattfindet, etabliert sich ein weiteres Fotofestival an Rhein und Neckar, das die Region zu einem der lebendigsten Orte für zeitgenössische Fotografie macht. 2016 vereint das Festival rund 50 Ausstellungsorte, also mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Das Spektrum reicht von kleinen Off-Spaces und Kulturinitiativen über Kunstgalerien bis hin zu öffentlichen Museen. Somit garantiert das Festival wieder ein Höchstmaß an künstlerischer Vielfalt. Erstmals gibt es in diesem Jahr die Lange Nacht der Fotografie (4.11.) und das OFF//FOTO-Weekend (5. und 6.11.), an dem alle Ausstellungsorte zur gleichen Zeit geöffnet haben. Das spannende Programm umfasst neue Bilder von Studierenden verschiedener Kunsthochschulen, talentierten Amateuren, professionellen Fotografen und international renommierten Künstlern wie etwa Seichii Furuya (Port25), Peter Schlör (Tankturm) und Andrea Diefenbach (Strümpfe), die ihre berührende Arbeit „Land ohne Eltern“ zeigt. Technikbegeisterten Fotofreunden sei ein Besuch der Hebelhalle empfohlen, in der Bilder von Lochkamera-Fotografen gezeigt

werden. Auf alte Fotoverfahren wie GummiBichromat-Druck und Lith-Printing ist der Ludwigshafener Günther Wilhelm spezialisiert. Den einstmals üblichen Handabzug pflegen auch Bruce Barnbaum (Images Fotogalerie) und die Mitglieder des Kalamari Klubs in Heidelberg. Auf eine Reise in die Vergangenheit nimmt Wolf Schwarz die Besucher des Mannheimer Temple Store mit. In stimmigen Schwarzweißbildern dokumentierte der Fotograf 1965 den Pariser Arbeitsalltag. Barbara Hohenadl verzichtete ebenfalls auf Farbe, als sie ein Dorf in der französischen Charente porträtierte (Atelier Hohenadl). Nina R. Urban beschäftigte sich mit Lebensformen in der Mannheimer Neckarstadt-West (Community art Center) und Petra Arnold mit dem Heimatbegriff (Tankturm). Klassischen Sujets wie dem Spiel mit Strukturen und Spiegelungen widmen sich unter anderem Miriam Böhm in der Scharpf-Galerie und Annette Schrimpf im Teamparcours, während Maria Maier bei ArtPriori die Grenzen von Fotografie und Malerei erkundet. Horst Kistner inszeniert surreale Traumwelten bei be art in Heidelberg, das European Molecular Biology Laboratory überrascht in der Heidelberger Stadtbücherei mit 3-DAnsichten von Mikroorganismen und Sylvia

Ballhause erinnert mit ihren großformatigen Aufnahmen an die grandiose Schönheit alter Filmpaläste (theuer + scherr). Mit gesellschaftlichen Problemen beschäftigten sich Fotografen wie Melek Kilic und Mine Ünal. Das Duo untersucht in seinem Projekt Gewalt gegen Frauen (Laboratorio17). Johannes Hoeller nimmt sich auf poetische Weise des Mülls an (Kunst Projekte) und Frank Göldner macht gar Staub zum Thema seiner Ausstellung (Ten Gallery). Spuren täglicher Arbeit in der Pflege und Betreuung von bedürftigen Menschen dokumentierte hingegen sehr eindrücklich Petra Feldmann (Uhland Atelier). Sinn für Humor beweisen die Schüler der Ludwigshafener Berufbildenden Schule für Technik 2, die Gerichte in Szene setzen, die für Herz und Kreislauf gesund sind (Rheingalerie). Sehr komisch gestalten sich auch François Brunelles Bilder von Paaren, die wie Zwillinge aussehen, tatsächlich aber überhaupt nicht verwandt sind (Club Speicher7). Ein wenig Promi-Glamour versprühen schließlich die Fotos von Staatsbesuchen in Speyer (Pfalzmuseum). (red) • OFF//FOTO 2016 7. Oktober bis 27. November 2016 www.off-foto.info

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AUSSTELLUNGEN BAD BERGZABERN

BRUCHSAL

Kunsthalle Darmstadt

Südpfälzische Kunstgilde e.V.

Kunstverein “Das Damianstor” Bruchsal e.V.

Steubenplatz 1, Darmstadt Di, Mi, Fr 11-18h, Do 11-21h, Sa, So, Feiertage 11-17h 3. Okt. 2016 bis 8. Jan. 2017 Gruppenausstellung: Schnitt Schnitt

Artgalerie im Schloss, Schlossgasse 3, Bad Bergzabern Mi-Fr 16-18h, So 15-18h bis 25. Sept. 2016 Edelgard Lösch (Malerei und Skulptur)

Schönbornstraße 11, Bruchsal Sa 14-17h, So 11-17h bis 9. Okt. 2016 Mituko Mori

BAD DÜRKHEIM

BRÜHL

Kunstverein Bad Dürkheim e.V.

Villa Meixner

Burgkirche, Leiningerstraße, Bad Dürkheim Di-Fr 14-16:30h, Sa, So 11-16h 8. Okt. 2016 Anna Klüssendorf (Malerei) Vernissage, 25. Sept. 2016, 11:15h

Schwetzinger Straße 24, Brühl Sa 15-17:30h, So 14-17:30h 26. Okt. bis 6. Nov. 2016 Josef Walch: Farbe bekennen... (Paper Art) Vernissage, 21. Okt. 2016, 19h 10. Nov. bis 4. Dez. 2016 Manfred Kieselbach, Riki H.T. Strassler (Plastiken und Bilder) Vernissage, 10. Nov. 2016, 19h

BAD RAPPENAU Künstlergruppe WieArt Rhein-Neckar Wasserschloss, Hinter dem Schloss 1, Bad Rappenau So 11-18h bis 6. Nov. 2016 Das andere ich 27. Nov. 2016 bis 22. Jan. 2017 Dunkel.Licht (Malerei, Skulptur, Keramik, Objekt, Fotografie)

RenaN & Klaus Maschanka Wasserschloss, Hinter dem Schloss 1, Bad Rappenau So 14-18h bis 6. Nov. 2016 RenaN & Klaus Maschanka: Narrative Strukturen (Malerei)

BENSHEIM Galerie am Markt Marktplatz Bensheim Sa und So 11-17h

BRETTEN Melanchthon-Akademie Bretten Melanchthonhaus, Menlanchthonstraße 1-3, Bretten Di-Fr 14-17h, Sa, So 11-13h und 14-17h bis 11. Dez. 2016 Reformatoren im Bildnis Verschlüsselte Botschaften

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BUCHEN Kunstverein Neckar-Odenwald Kulturforum Vis-à-Vis Kellereistraße 23, Buchen Di-Fr, So 14-17h bis 3. Okt. 2016 Kathrin Ganser, Sarah Straßmann: JITTER 9. Okt. bis 4. Dez. 2016 Gertrude Reum: Panta rhei . Gertrude Reum 90

DOSSENHEIM Galerie Julia Philippi Heidelberger Straße 31, Dossenheim Mi, Do, Fr 15-19h u. n. Vereinbarung 23. Sep. bis 25. Nov 2016 Simone Demandt, Matthias Schleifer: So groß wie die Welt in klein Vernissage, 22. Sept. 2016, 19h

EBERBACH Galerie ARTgerecht Friedrich-Ebert-Straße 2, Eberbach Di-Fr 15-18h, Sa 11-14h bis 19. Nov. 2016 Ingrid W. Jäger, Werner Zeh, Günter Braun (Plastiken, Malerei, Skulpturen)

EDENKOBEN Galerie Neumühle

DARMSTADT

Klosterstraße 173, Edenkoben Mi-Fr 10-12h u. 15-18h, Sa 10-12h u. 15-17h, So 15-17h bis 30. Okt. 2016 Ute Ziegker-Baqué (Werkschau)

Designhaus Darmstadt

Max Slevogt-Galerie

Eugen-Bracht-Weg 6, Darmstadt Fr 15-19h, Sa u. So 11-19h

Schloss Villa Ludwigshöhe, Villastraße 64, bei Edenkoben Di-So 9-17h bis 27. Nov. 2016 Max Slevogt: Blickwechsel (Wiederentdeckungen aus Slevogts Nachlass) bis 27. Nov. 2016 Neue Bilder aus alten Bruchstücken. Künstlerischer Aufbruch nach 1945 in Rheinland-Pfalz 30. Okt. 2016 bis 9. April 2017 Christoph M. Loos: Stabat Mater

Hessisches Landesmuseum Friedensplatz 1, Darmstadt Di, Do, Fr 10-18h, Mi 10-20h, Sa, So 11-17h bis 16. Okt. 2016 CHIC! Mode im 17. Jahrhundert 27. Okt. 2016 bis 22. Jan. 2017 Gestaltete Sehnsucht: Reiseplakate um 1900 2. Dez. 2016 bis 26. März 2017 Tony Cragg: Unnatural Selection (Skulpturen)

EDINGEN-NECKARHAUSEN

Galerie der Schaderstiftung

Schloss Neckarhausen

Goethestraße 1, Darmstadt, Fr-So 10-17h 14. Okt. 2016 bis 5. März 2017 Susanna Hertrich, Hannes Wiedemann: Human Upgrade

Hauptstraße, Neckarhausen Sa, So 11-18h


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kunsträume der REGION bis 3. Okt. 2016 GEDOK Heidelberg e.V.: Stadt-Land-Fluss (Malerei, Skulptur, Keramik, Grafik, Textil, Schmuck)

MMK 2

GROSSKARLBACH Sieben Mühlen Kunst- und Kulturverein e.V.

FRANKENTHAL

Taunustor 1, Frankfurt 14. Okt. 2016 bis 19. Febr. 2017 Willem de Rooij

ART-IST-GALERIE Riedel

Schirn Kunsthalle

Wingertstraße 6, Frankenthal geöffnet nach Vereinbarung

Römerberg Frankfurt Di, Fr-So 10-19h, Mi, Do 10-22h bis 3. Okt. 2016 Kunst für alle 23. Sept. 2016 bis 8. Jan. 2017 Rosa Barba 13. Okt. 2016 bis 8. Jan. 2017 Ulay: Life-sized 28. Okt. 2016 bis 22. Jan. 2017 Giacometti-Naumann

Die Treidler Frankenthal e.V. Kunsthaus Frankenthal Hans-Kopp-Straße 22, Frankenthal täglich außer Mo 14-18h, Do 14-20h 9. Okt. bis 6. Nov. 2016 Martina Diederich, Irmgard Weber, Katharina Worring: Konzept: Malerei

Kunsthaus Frankenthal Hans-Kopp-Straße 22, Frankenthal täglich außer Mo 14-18h, Do 14-20h bis 30. Sept. 2016 Perronkunstpreis 9. bis 18. Dez. 2016 Kunsthandwerkermarkt 2. bis 31. Dez. 2016 Regina Reim: Neue informelle Arbeiten (Malerei)

Städel Museum

FRANKFURT

29. Sept. bis 6. Nov. 2016 David Claerbout

Bernhard Knaus Fine Art Niddastraße 84, Frankfurt Di-Fr 13-18h, Sa 11-15h bis 29. Okt. 2016 Lena von Gödeke: Critical Mess

Museum für Moderne Kunst (MMK 1 und 3) Domstraße 10 und 3, Frankfurt Di-So 10-18h, Mi 10-20h bis 6. Nov. 2016 Laure Prouvest: all behind, we’ll go deeper deep down and she will say bis 31. Dez. 2016 25 Jahre MMK Museum für moderne Kunst Neue Sammlungspräsentation bis 15. Jan. 2017 Fiona Tan: Geografie der Zeit 26. Nov. 2016 bis 5. Febr. 2017 Florian Hecker: Formulations

Schaumainkai 63, Frankfurt Di, Mi, Sa, So 10-18h, Do, Fr 10-21h bis 25. Sept. 2016 Schaufenster des Himmels: Der Altenberger Altar und seine Bildauslastung bis 23. Okt. 2016 Georg Baselitz: Die Helden

Weltkulturen Museum

Altes Rathaus, Kändelgasse 4, Großkarlbach So 14-16h 9. bis 30. Okt. 2016 Emil Szymannsky (1903-1983): Licht und Farbe

HEDDESHEIM Kulturbetriebe Schluckspecht & La Petite Galerie Oberdorfstraße 17, Heddesheim Mo-Sa ab 19h bis 30. Okt. 2016 Bernd Gerstner, Roland Schmitt: Zeitsprung

Kunstverein Heddesheim Altes Rathaus, Fritz-Kessler-Platz, Heddesheim So 14-17h bis 9. Okt. 2016 Karl Schwarzenberg: Numerische Kunst

HEIDELBERG be art - galerie für fotografie Ladenburger Str. 31, Heidelberg Mi-Fr 13-18h, Sa 13-16h 8. Okt. bis 27. Nov. 2016 Horst Kistner: 52 stories (Fotografie) Vernissage, 8. Okt. 2016

Schaumainkai 29-37, Frankfurt täglich 11-18h bis 9. Okt. 2016 Geschichten erzählen Geschichte 17. Nov. 2016 bis 27. Aug. 2017 Der rote Faden. Gedanken Spinnen Muster Bilden.

boeckercontemporary

FREINSHEIM

Edition Staeck

Galerie Zulauf

Ingrimstraße 3, Heidelberg Di-Fr 10-18h, Sa 10-13h

Gottfried-Weber-Straße 5, Freinsheim Mi-Fr 14-18:30h, So 11-18h bis 23. Okt. 2016 Domenico Grenci: I’ll be your mirror

GERMERSHEIM Kunstverein Germersheim e.V. Zeughausstraße, Germersheim Sa 15-18h, So 14-18h bis 10. Okt. 2016 Gudrun Emmert, Anne Haring, Carola Ruf, Mathias Weis (Malerei, Skulptur, Mischtechniken, Installation)

Viktoriastraße 12, Heidelberg Di-Fr 11-15h

breidenbach studios Hebelstraße 18, Heidelberg Do 17-20h, Fr, Sa 17-23h, So 11-15h

Galerie Grewenig/Nissen Pfarrgasse 1, Heidelberg Mi, Do, Fr 15-18h, Sa 11-13h bis 8. Okt. 2016 Anna Reker: RaumVisionen

Galerie Kunst 2 Lutherstrasse 37, Heidelberg Di-Do 11-15h, Sa 11-15h

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Die Einzelausstellung zeigt Arbeiten, welche in den letzten vier Jahren im Umfeld des Dezernat 16 in Heidelberg entstanden sind. Seit Anfang 2013 befindet sich dort – neben den Räumen anderer Kreativer – das Studio von Marius Ohl. Gezeigt werden Malereien, eine zeichnerische Wandarbeit und der Film „SOME WORDS“, der in Zusammenarbeit mit Servet Akgöbek entstanden ist.

Zur Eröffnung erscheint ein Katalog mit Texten von Stefan Hohenadl (Kulturamt Heidelberg) und Servet Akgöbek, herausgegeben von KON·NEX Art e.V. Heidelberg. Die Vernissage ist am Samstag, den 17.12.2016 um 19:00 Uhr. Herr Marlon Meierhöfer wird zur Ausstellungseröffnung eine Einführung in das Werk des Künstlers halten. Live-Musik: Klezmeron (Geige, Klarinette, Akkordeon und Bass). Am Sonntag, den 18.12.2016 findet ab 11:00 Uhr eine Podiumsdiskussion in den Ausstellungshallen zu den Wechselwirkungen von Kunst und Wirtschaft statt. Geöffnet ist bis 20:00 Uhr. Am Montag, den 19.12.2016 und Dienstag, den 20.12.2016 ist die Ausstellung ebenfalls von 11:00 - 20:00 Uhr geöffnet. Ab Mittwoch, den 21.12.2016 bis Freitag, den 23.12.2016 von 12:00 - 18:00 Uhr werden die Arbeiten noch in der Leitstelle zu sehen sein. Ort: Hallen im Dezernat 16 und in der Leitstelle, Emil-Meier-Straße 16 in 69115 Heidelberg

www.dezernat16.de https://de-de.facebook.com/leitstelle16/ www.marius-ohl.de


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kunsträume der REGION Galerie Marianne Heller Friedrich-Ebert-Anlage 2, Heidelberg Di-Fr 11-13h und 14-18h, Sa 11-16h 9. Okt. bis 20. Nov. 2016 Janjiro Moriyama, Fumio Matsutani: Japan zu Gast (Skulpturen)

Galerie p13 Pfaffengasse 13, Heidelberg Mi-Sa 11-13h u. 14:30-18h, Sa 14:30-17h, So 14:30-17h bis 6. November 2016 Birgit Fischötter: liquid air Vernissage, 18. Sept. 2016, 18h 27. Nov. 2016 bis 8. Jan. 2017 Maria Kropfitsch, Evelyn Weinzierl: neue Arbeiten

GEDOK Galerie Heidelberg Römerstraße 22, Heidelberg Mi, Fr 17-20h, Sa 11-14h bis 16. Okt. 2016 Ullie Göttert, Angelika Karoly, Petra Nödel, Gudrun-Holder Ortner, Hildegard Parekh, Brigitte Satori-Constantinescu, Vera Bonsen: Glanzvoll 22. Okt. bis 27. Nov. 2016 Birgit Sommer, Anette Blaschke, Elsa Becke: Zeitspuren Vernissage, 22. Okt. 2016, 19h

bis 20. Nov. 2016 Rodrigo Hernández: I Am Nothing 3. Dez. 2016 bis 12. Febr. 2017 David Polzin: Sammelstelle für Körperkontaktstoffe Eröffnung, 2. Dez. 2016

Künstlerbund Rhein-Neckar und Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma Schloss Heidelberg, Ottheinrichsbau, Heidelberg täglich 13-17h 9. bis 30. Okt. 2016 Gruppenausstellung: Frei Sein

Kunst im Breitspiel Rechtsanwaltskanzlei Tiefenbacher Im Breitspiel 9, Heidelberg Mo-Do 9-17h, Fr 9-15h 24. Nov. 2016 bis 15. Jan. 2017 Susanne Bauernschmitt, Daniel T. Braun, Susanne Catrein, Berna Gülerbasli, Holger Erbach, Maren Knies, Enrico Liebig, Sebastian Schäuffele, Martin Schöneich, Mario Urlaß: Teaching Artists: 10 Positionen Vernissage, 23. Nov. 2016, 18h

Kunstraum Vincke-Liepmann

Uferstr. 79 (am Wehrsteg zwischen Neuenheim und Wieblingen), Heidelberg So 12-18h u. zu den Atelieröffnungszeiten (während der Winterpause geschlossen)

Häusserstraße 25, Heidelberg Do, Fr 15-19h, Sa, So 11-15h bis 23. Okt. 2016 Franziska Schemel: Momente (Bildobjekte) 12. Nov. bis 18. Dez. 2016 Rolf Altena (Malerei und Keramik) Vernissage, 12. Nov. 2016, 19h

Haus am Werderplatz

Kurpfälzisches Museum

Haus am Wehrsteg

Werderplatz 10, Heidelberg 25. Sept. bis 16. Okt. 2016 Susanne Schmitt: Teegeschirr (Raku) Eröffnung, 25. Sept. 2016, 11h 5. Nov. bis 6. Dez. 2016 Stefan Zöllner: Introvision Eröffnung, 5. Nov. 2016, 19h

kunstraumABO

Hauptstraße 97, Heidelberg Di-So 10-18h 29. Sept 2016 bis 29. Jan. 2017 Förg, Gursky, Hefuna, Höfer, Klein, Otten, Rosenbach, Streuli: Weitsicht (Spitzenwerke zeitgenössicher Fotografie aus der Kunstsammlung MLP)

kunstraumMETROPOL Nie mehr verpassen dank Abo! kunstraumMETROPOL, das Kunstmagazin der Metropolregion Rhein-Neckar bietet regelmäßig Informationen zu zeitgenössischer Kunst in Heidelberg, Ludwigshafen und Mannheim, um nur einige „hotspots“ zu nennen. Ausstellungsbesprechungen, Interviews

Heidelberger Forum für Kunst

Leitstelle im Dezernat 16

mit Kunstschaffenden und Kunstvermitt-

Heiliggeiststraße 21, Heidelberg Di-So 14-18h bis 23. Okt. 2016 Mathis und Michael Bacht, Anette und Gisela Hachmann, Frank und Manfred Kästner, Joß und Werner Schaub, Helen und Lynn Schoene: ... in der art ... 29. Okt. bis 4. Dez. 2016 Thomas Köhler, Roswitha Pape, Werner Schaub, Lynn Schoene, Hartmuth Schweizer, Mario Urlaß: Über Bienen Vernissage, 28. Okt. 2016, 20h 11. bis 23. Dez. 2016 Lauter Minis Vernissage mit Kunsta(u)ktion, 11. Dez. 2016, 11h pünktlich

im Kreativwirtschaftszentrum Emil-Meier-Straße 16, Heidelberg Mo-Fr 12-18h und siehe Veranstaltungskalender Vernissage OFF//FOTO, 4. Nov. 2016, 19h 17. bis 23. Dez. 2016 geöffnet 18. bis 20. Dez 2016, 11-20h, 21.-23. Dez 2016, 12-18h Marius Ohl: Der Obergrund (Arbeiten von 2013 bis 2016) Vernissage, 17.Dez. 2016, 19h

lern, Künstlerporträts, Ausstellungsemp-

Museum Haus Cajeth

kunstraumMETROPOL liegt in ausge-

Heidelberg Images Fotogalerie Plöck 32a, Heidelberg Di-Fr 11-18h, Sa 11-16h 1. Okt. bis 5. Nov. 2016 Bruce Barnbaum: Meisterwerke (auch geöffnet zur Langen Nacht der Fotografie am 3. Nov. 2016, 19-23h, 4. bis 5. Nov. 2016 14-18h)

Heidelberger Kunstverein Hauptstraße 97, Heidelberg Di, Mi, Fr 12-19h, Do 15-22h, Sa 11-19h bis 20. Nov. 2016 Silvia Bächli, Geta Brătescu, Andrea Tippel: Das Lineal der Gerechtigkeit

Haspelgasse 12, Heidelberg Mo-Sa 11- 17h bis 5. Nov. 2016 Egon Hassbecker & seine Maler aus dem Osten Europas: Auf der Suche nach Arsén Pohribný 25. Nov. 2016 bis 25. Febr. 2017 Bis zum Absatz des Stiefels. Egon Hassbeckers italienische Entdeckungen

OFF//FOTO 2016 7. Okt. bis 27. Nov. 2016 über 40 Fotografie-Ausstellungen in Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen Vernissage, 6. Okt. 2016, 19h, Café Leitstelle, Heidelberg Lange Nacht der Fotografie, 4. Nov. 2016, 19-23h OFF//FOTO Weekend, 5. und 6. Nov. 2016 Alle Austellungen und Orte unter: www.off-foto.info

fehlungen und eine umfassende Übersicht über Kunsttermine in einem Quartal ermöglichen die schnelle Orientierung über aktuellen Kunstaktivitäten in der Metropolregion.

wählten Museen und Kunsträumen aus und ist im Abo erhältlich: Dann erhalten Sie regelmäßig die Ausgaben direkt in Ihren Briefkasten. Es kostet 20,- Euro und umfasst vier Ausgaben inkl. Versand. Bei Interesse senden Sie bitte eine E-Mail mit Angabe der Lieferadresse und dem Zeitpunkt, ab dem Ihr Abo beginnen soll an: redaktion@kunstraum-metropol.de

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AUSSTELLUNGEN Sammlung Prinzhorn Voßstraße 2, Heidelberg Di, Do-So 11-17h, Mi 11-20h bis 15. Jan. 2017 Paul Goesch: Zwischen Avantgarde und Anstalt

Skulpturenpark - Orthopädische

Universitätsklinik Schlierbacher Landstraße 200a, Heidelberg, täglich geöffnet 16. Okt. 2016, 11h Künstlergespräch und Führung mit Werner Porkorny bis Okt. 2016 Werner Pokorny

Stadtbücherei Heidelberg Willibald-Kramm-Preis-Stiftung in der Stadtbücherei Poststraße 15, Heidelberg Di-Fr 10-20h, Sa 10-16h bis 28. Sept. 2016 Rolf Buwing 4. Dez. 2016 bis 25. Jan. 2017 Andrzej Urbanski Vernissage, 4. Dez. 2016, 11h

17. Nov. 2016 bis 13. Jan. 2017 Bernd Gerstner, Roland Schmitt: DIMENSIONEN Vernissage, 17. Nov. 2016, 19h

HEPPENHEIM Kunstverein Heppenheim Bahnhofstraße 1, Heppenheim So 16-18h, nach Vereinb. unter info@kunstverein-heppenheim.de bis 21. Okt. 2016 Erika Krause: landeinwärts Eröffnung, 23. Sept. 2016, 19h

Dr. Engelhard, Weimar und Kollegen | Reibold Guthier & Partner Weiherhausstrasse 8b, Heppenheim 7. Okt. bis 8. Nov. 2016 Sepp Tremper, Wolf D. Eichhorn: Augenblicke (Fotografien) Vernissage, 7. Okt. 2016, 18h

HIRSCHBERG Rathausgalerie Kulturförderverein Hirschberg e.V.

JOCKGRIM Kunstverein Zehnthaus Jockgrim Ludwigsstraße 26-28, Jockgrim Fr 20-22h, Sa 15-17h, So 11-17h bis 25. Sept. 2016 Jörg Heieck, Gabriele Domay (Fotografien, Papierarbeiten)

KAISERSLAUTERN Museum Pfalzgalerie Museumsplatz 1, Kaiserslautern Di 11-20h, Mi-So 10-17h bis 6. Nov. 2016 Powerplay: Geballte Kunst und starke Bilder (Gemälde, Plastik und Graphik aus eigenem Bestand) bis 15. Jan. 2017 Georgia Russell: Mit dem Messer gezeichnet. (Skulpturen, Bildkörper) 19. Nov. 2016 bis 31. Jan. 2017 Sophie Casado: Schicht um Schicht (Papierobjekte und Zeichnungen) Eröffnung, 18. Nov. 2016, 19h

Brahmsstraße 8, Heidelberg-Ziegelhausen Mi, Sa, So 13-18h bis 8. Jan. 2017 Modebummel durch drei Jahrhunderte

Großsachsener Straße 14, Hirschberg Mo, Mi, Do, Fr 8-12h, Di, Do auch 14-18h 23. Sept. bis 30. Okt. 2016 Oliver-Selim Boualam & Lukas Marstaller (BNAG), Lisa Diandra Krüger, Max Negrelli, Adam Slowik, Felix Stumpf, Sascha Thoma, Hannah Zeller: Prospect Hirschberg eine Ausstellung zwischen Kunst und Design Vernissage, 23. Sept. 2016, 19h

WOW Gallery

HOCKENHEIM

Badischer Kunstverein Karlsruhe

Emil-Maierstraße 9, Heidelberg Do 20-22h, Fr 20-23h

Kunstverein Hockenheim

Waldstraße 3, Karlsruhe Di-Fr 11-19h, Sa, So, Feiertag 11-17h 30. Sept. bis 27. Nov. 2016 Falke Pisano: The value in mathematics How do we learn? Dóra Maurer, Kurt Kren: Relative Schwingungen Eröffnung, 29. Sept. 2016, 19h

Textilsammlung Max Berk (Kurpfälzisches Museum)

HEILBRONN Kunsthalle Vogelmann Allee 28, Heilbronn bis 25. Sept. 2016 Sam Shaw. Hollywood 6. Nov. 2016 bis 19. Febr. 2017 Matt Mullican

HEMSBACH Galerie im Schloss Schlossgasse 41, Hemsbach Mo, Mi 7:30-17h, Di 7:30-15:30h, Do 7:30-19h, Fr 7:30-13h bis 4. Nov. 2016 Helga von Jena: Spiel der Farben

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Galeriehaus Späth, Karlsruher Str. 40, Hockenheim 30. Sept. 2016, 20-23h Gisela Späth (Malerei), Tatjana Hartmann-Odemer (Klangschalenmusik): Kunst und Klang in der Nacht der Musik 16. Okt. bis 5. Nov. 2016 Ansgar Skiba: Mit Silberstift und Feder Gisela Späth: Von Natur aus Wasserturm, Wasserturmanlage 1, Hockenheim 16. Okt. bis 5. Nov. 2016 Zipora Rafaelov: Garten-Cutout

Galerie Wack Morlautererstraße 80, Kaiserslautern Mo-Fr 14-19h, Sa 11-16h u. nach Vereinb. bis 8. Okt. 2016 Bernhard Aubertin 15. Okt. bis 1. Dez. 2016 Leo Breuer

KARLSRUHE

Fraunhofer IOSB Fraunhofer Straße1, Karlsruhe zu besichtigen nach tel. Anmeldung unter 0721-6091 333 bis 15. Dez. 2016 Pável Miguel, Wolfgang Kopf: Krieg und Frieden


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kunsträume der REGION Galerie Knecht und Burster

Galerie Linde Hollinger

Baumeisterstraße 4, Karlsruhe Mi-Fr 14-19h, Sa 11-16h bis 8. Okt. 2016 Eberhard Eckerle, Sibylle Schlageter (Malerei, Zeichnung und Skulptur) 15. Okt. bis 5. Nov. 2016 Rolf Zimmermann (Malerei und Zeichnung) 12. Nov.bis 23. Dez. 2016 Hans Baschang, Isa Dahl, Armin Göhringer, Wolfgang Henning, Alfonso Hüppi, Thaddäus Hüppi, Bodo Kraft, Uwe Lindau, Irmela Maier, Simon Pfeffel, Markus F. Strieder, Voré, Daniel Wagenblast, Manfred Woitischek, Ulrich J. Wolff, Ekle Wree

Rheingaustraße 34, Ladenburg Do-Fr 15-19h, Sa 13-17h bis 12. Okt. 2016 Bernhard Sandfort zum 80sten Geburtstag: Metastasische und Dialogische Malerei Künstler der Galerie: Die Kunst der Serie 22. Okt. bis 26. Nov. 2016 Hellmut Bruch, Inge Dick, Gerhard Frömel: 80-75-75, 230 Lichtjahre Vernissage, 22. Okt. 2016, 16h 26. Nov. bis 19. Dez. 2016 Künstler der Galerie: art shoppen

Galerie Schrade

Hauptstraße 9, Ladenburg Sa, So 11-18h 21. Okt. bis 18.Nov. 2016 Laura Deberle, Anette Meyer: Wahl und Zufall (Fotokunst)

Zirkel 34 – 40, Karlsruhe Di-Fr 11-13h und 14-18h, Sa 11-16h

Staatliche Kunsthalle Hans-Thoma-Straße 2, Karlsruhe Di, Mi, Fr-So 10-18h, Do 10-21h bis 30. Sept. 2016 Erich Heckel: Das besondere Blatt bis 8. Jan. 2017 Albrecht Dürer & William Kentridge: Double Vision

Städtische Galerie Karlsruhe Lorenzstraße 27, Karlsruhe Mi-Fr 10-18h, Sa-So 11-18h bis 16. Okt. 2016 Axel Philipp: Interview bis 30. Okt. 2016 Fotokunst aus der Sammlung 27. Okt. 2016 bis 22. Jan. 2017 Karl Hubbuch: Der Zeichner Vernissage, 26. Okt. 2016, 19h 3. Dez. 2016 bis 26. Febr. 2017 Schwarzwald-Bilder: der Schwarzwald in der bildenden Kunst von der Romantik bis zum Ersten Weltkrieg Vernissage, 2. Dez. 2016, 19h

ZKM – Zentrum für Kunst und Medien Lorenzstraße 19, Karlsruhe Mi-Fr 9-18h Sa, So 11-18h bis 30. Okt. 2016 Milan Grygar: Sound on Paper bis 13. Nov. 2016 Aby Warburg: Mnemosyne Bilderatlas bis 31. Dez. 2016 ZKM_Gameplay bis 8. Jan. 2017 William Kentridge: More sweetly Play the Dance 22. Okt. 2016 bis 29. Jan. 2017 Kunst in Europa 1945-1968 Eröffnung, 21. Okt. 2016, 19:30h 5. Nov. 2016 bis 12. März 2017 Frei Otto: Denken in Modellen Eröffnung, 4. Nov. 2016, 20h 11. Dez. 2016 bis 23. April 2017 Albrecht Kunkel: Quest (Fotografien 1989-2009) Eröffnung, 10. Dez. 2016, 19h 26. Nov. 2016 bis 30. April 2017 Beat Generation Eröffnung 25. Nov. 2016, 19h 11. Dez. 2016 bis 5. März 2017 Leibniz’ Lager Eröffnung, 10. Dez. 2016, 19h

LADENBURG Atelier Leicht & Selig Haupstraße 64, Ladenburg Di-Do 17-19h, Sa 14-17h

Domhof - Kunstverein Ladenburg

Kreisarchiv Ladenburg Trajanstraße 66, Ladenburg Mo-Do 9-16h, Fr 9-13, So 13.11. u. 4.12.2016 14-17h 27. Okt. bis 4. Dez. 2016 Anatolij Grischko: Auf zwei Ebenen Vernissage, 27. Okt. 2016, 19h

Lobdengau Museum Amtshof 1, Ladenburg Mi, Sa 14-17h, So 11-17h

LANDAU Galerie M am Deutschen Tor Neustadter Straße 8, Landau Mi 18-21h, Fr, Sa 15-18h 13. Nov. bis 23. Dez. 2016 Werner Degreif Vernissage, 13. Nov. 2016, 11h

Galerie Z Kaufhausgasse 9, Landau Di-Fr 10-12, 15-18h, Sa 10-14h bis 16. Okt. 2016 Armin Mueller-Stahl (Malerei und Grafik)

Galerie Katrin Hiestand Stadthausgasse 11, Landau Di-Fr 10-16h, Sa 10-15h bis 29. Okt. 2016 Künstlerinnen und Künstler der Galerie: Schaulager (Malerei, Fotografie, Skulptur) 11. Nov. 2016 bis Ende Jan. 2017 Silke Schmidt (Holzschnitte und Papierarbeiten)

Kunstverein Villa Streccius e.V. Südring 20, Landau Di-Mi 17-20h, Do-So 14-17h bis 16. Okt. 2016 Thomas Brenner, Katja Rohsmanith, To Kühne, hendrik an de Pol, Iiu Susiraja: irritierend heiter (Fotografie) 17. Dez. 2016 bis 29. Jan. 2017 Grundformen: Kubus und Quadrat als Block und Fläche Vernissage, 16. Dez. 2016, 20h

Städtische Galerie Villa Streccius e.V. Südring 20, Landau Di-Mi 17-20h, Do-So 14-17h 29. Okt. bis 3. Dez. 2016 Katja Aufleger, Lars Breuer, Thomas Judisch, Thomas Straub: o.T. (Verweis) Eröffnung, 28. Okt. 2016, 20h

Strieffler-Haus Löhlstrasse 3, Landau Fr-So 14-17h während der Ausstellungen

bis 30. Okt. 2016 Rendevous mit dem Nierentisch Das fünfziger-Jahre-Gefühl

LAUDENBACH Kunstkreis Laudenbach e.V. Raathaus-Galerie, Untere Straße 2, Laudenbach Mo-Fr 8-12h, Mo, Di, Do 14-16h, Mi 14-18h 25. Sept. bis 25. Nov. 2016 Birgit Metzler: Bildspiele Vernissage, 25. Sept. 2016, 11h 4. Dez. 2016 bis 20. März 2017 Jahresausstellung der Kunstkreis-Künstler: Starkes Schwarz Vernissage, 4. Dez. 2016, 11h

LEIMEN Kunstverein Leimen Kurpfalzzentrum, Römerstraße 1, Leimen Mo, Mi, Do, Fr 8-12h und 13-16h (außer Fr), Di 14-18:30h 25. Sept. bis 23. Okt. 2016 2. Ausstellung Vernissage, 25. Sept. 2016, 15h Rechtsanwaltskanzlei Tiefenbacher Im Breitspiel 9, Heidelberg Mo-Do 9-17h, Fr 9-15h 24. Nov. 2016 bis 15. Jan. 2017 Susanne Bauernschmitt, Daniel T. Braun, Susanne Catrein, Berna Gülerbasli, Holger Erbach, Maren Knies, Enrico Liebig, Sebastian Schäuffele, Martin Schöneich, Mario Urlaß: Teaching Artists: 10 Positionen Vernissage, 23. Nov. 2016, 18h

LINGENFELD Kunstverein Lingenfeld Rathaus, Hauptstraße 58, Lingenfeld Sa 15-17h, So 10-12h und 15-17h bis 25. Sept. 2016 Grete Werner-Wesner, Stanford Fata: Grenzgänge (Zeichnungen, Malerei, Steinskulpturen) 20. Nov. bis 4. Dez. 2016 Gerdi König: Die Sicht der Dinge nach Innen (Malerei) Eröffnung, 20. Nov. 2016, 11h

LUDWIGSHAFEN Ernst-Bloch-Zentrum Walzmühlstraße 63, Ludwigshafen Di, Mi 14-17h, Do 14-20h

Galerie Lauth Mundenheimer Straße 252, Ludwigshafen Mo-Fr 9-13h und 14:30-18:30h, Sa 10-13h ab 6. Okt. 2016 Alexandra Atares, Urban Hüter, Emilia Neumann: smiling like a yellow spot

Kunstverein Ludwigshafen Bismarkstraße 44-48, Ludwigshafen Di-Fr 12-18h, Sa, So 11-18h bis 6. Nov. 2016 Siegfried Anzinger, Claudia Desgranges, Peter Dreher, Holger Endres, Patrycja German, Karin Hoerler, Byung Chul Kim, Herlinde Koelbl, Jürgen Krause, Pia Linz, Karin Sander, Jens Risch, Jan Schmidt, Claus Stolz, Konstantin Voit: Timelines 19. Nov. 2016 bis 15. Jan. 2017 Björn Drenkwitz: Das Floss Vernissage, 18. Nov. 2016, 19h

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kunsträume der REGION OFF//FOTO 2016

MAINZ

Club Speicher7

7. Okt. bis 27. Nov. 2016 über 40 Fotografie-Ausstellungen in Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen Vernissage, 6. Okt. 2016, 19h, Café Leitstelle, Heidelberg Lange Nacht der Fotografie, 4. Nov. 2016, 19-23h OFF//FOTO Weekend, 5. und 6. Nov. 2016 Alle Austellungen und Orte unter: www.off-foto.info

Galerie D. van der Koelen in der CADORO

Rheinvorlandstraße 7, Mannheim Mo-Fr 8-20h 5. Nov. 2016 bis April 2017 François Brunelle: I am not a Look-Alike

Rudolf-Scharpf-Galerie Hemshofstraße 54, Ludwigshafen Do, Fr 15-18h, Sa, So, Feiertage 13-18h 24. Sept. bis 4. Dez. 2016 Miriam Böhm: wie fast Vernissage, 23. Sept. 2016, 19h 11. Dez. 2016 bis 5. Febr. 2017 Quattrologe20plus - ein deutsch-russisches Kulturprojekt Vernissage, 10. Dez. 2016, 19h

Wilhelm-Hack-Museum Berliner Straße 23, Ludwigshafen Di, Mi, Fr 11-18h, Do 11-20h, Sa, So 10-18h bis 23. Okt. 2016 Helga Philipp, Marc Adrian, Richard Kriesche, u.a.: Abstract Loop bis 31. Okt. 2016 Hack-MuseumsgARTen - Ein Garten für alle! 13. Nov. 2016 bis 15. Jan. 2017 Pop Up! bis 22. Jan. 2017 Kabinettstücke: “Kleine Welten”. Grafiken und Zeichnungen der Avantgarde bis 5. Juni 2017 Abstraktionen - Werke aus der Sammlung von Popowa bis Nicolai

MAIKAMMER Bildunsgzentrum BGRCI Haus Maikammer, Obere Mühle 1, Maikammer Mo-Do 9-12h und 14-18h 28. Okt. 2016 bis 24. Febr. 2017 Jenny Passet: Forte und Piano (Malerei) Vernissage, 28. Okt. 2016, 19h

Zentrum für Kunst und Wissenschaft August-Horch-Straße 4, Mainz Mi 10-16h, Sa 11-16h bis 24. Sept. 2016 Jenner Zimmermann: Gegen den Strom (Acht Porträts indischer Frauen & Bilder aus dem indischen Leben)

Kunst im Abgeordnetenbüro Kaiser-Friedrich-Straße 3, Mainz Mo-Fr 9-18h

Landesmuseum Mainz Große Bleiche 49-51, Mainz Di 10-20h, Mi-So 10-17h bis 9. Okt. 2016 Emil Nolde und die Brücke der Künstler bis 30. Okt. 2016 Herbert Piel: Ankunft: Rheinland Pfalz (Fotografie) bis 6. Nov. 2016 Mainz - ein Blick viele Ansichten (Fotografien, Pläne, Stiche, Gemälde, Modelle) bis 27. Nov. 2016 Erwin Wortelkamp: Skulpturen drinnen/draußen bis 23. April 2017 Rheinhessen - eine Kulturreise durch 2 Jahrtausende

MANNHEIM Atelier DIETMAR BRIXY Altes Pumpwerk Neckarau, Aufeldstraße 19, Mannheim Fr 15-19h, Sa 11-15h während der Ausstellung und nach Vereinbarung 23. Sept. bis 15. Okt. 2016 Brixy: Tomorrow, Sabine Ostermann (Linolschnitte)

arthea – galerie am rosengarten Stresemannstraße 4, Mannheim Di, Do, Fr 14-18.30h, Sa 12-16h bis 23. Sept. 2016 Karl Schwarzenberg Achtung: Ausstellung im Palais Lanz, Erzbergerstraße 18, Mannheim

C-HUB Kreativzentrum

Die Strümpfe - The Supper-Artclub Jungbuschstraße 3, Mannheim Fr-Sa 20-2h (an den ersten drei Wochenenden)

Döbele Kunst Mannheim Leibnizstraße 26, Mannheim geöffnet nach Terminabsprache seit 15. Sept. 2016 Werner Tübke (Originalzeichnungen und Aquarelle)

Druckwerkstatt Mannheim Kulturzentrum Alte Feuerwache Brückenstraße 2-4,Mannheim

Einraumhaus Dammstraße 1, Mannheim Fr u. Sa 16-19h 23. Sept. bis 16. Okt. 2016 Lars Breuer, Sebastian Freytag, Guido Münch: Konsortium Eröffnung 23. Sept. 2016, 19h 21. Okt. bis 20. Nov. 2016 L’oiseau presenté: Gunna Schmidt, Nicola Stäglich, Anke Völk Eröffnung, 21. Okt. 2016, 19h 9. Dez. 2016 bis 15. Jan. 2017 Quattrologe Eröffnung, 9. Dez. 2016, 19h

Galerie Art Priori Hafenstraße 25-27, Mannheim 15. Okt. bis 23. Nov. 2016 Maria Maier: Raumstrukturen Vernissage, 15. Okt. 2016, 18h 4. bis 6. Nov. 2016 (Foto-Weekend) Christoph Dingler: Raumstrukturen Mannheims 26. Nov. 2016 bis 18. Jan. 2017 Michael Lauterjung, Folkert Rasch, R.J. Kirsch, Franz Baumgartner, Bettina von Witzleben, Marika Vicari, Jernej Forbici, Uwe Langmann, Bettina Lüdicke, Andreas Hentrich: Werkschau Vernissage, 26. Nov. 2016, 18h

Hafenstraße 25-27, Mannheim Mo-Fr 9-17h

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AUSSTELLUNGEN Galerie C7 C7, Mannheim Do 16h und jeden 1. Sonntag im Monat, im Anschluss an den Talk Fotografie der Reiss-Engelhorn-Museen ab 16h

Galerie Grandel S4, 23, Mannheim Di-Fr 14-19h, Sa 10-16h bis 29. Okt. 2016 Cordula Güdemann: Die Freiheit der Schiffe (Malerei) 5. Nov. bis 17. Dez. 2016 Susanne Egle: look closer (Objekte und Fotoarbeiten)

Galerie im Tulla Tullastraße 25, Mannheim Mo-Do 8-16h, Fr 8-13h außer in den Ferien 8. Okt. 2016, 14h Benefiz-Auktion für kulturelle Bildung und geflüchtete Kinder mit über 100 Arbeiten von ca. 50 Künstlern, darunter Otmar Alt, Waldemar Otto, Jan von Holleben, Martin Noel, Sati Zech, Christian Rothmann, Uwe Esser, Marotz Götze, Günter Grass, Otmar Hörl, Horst Janssen, Tony Cragg, Günther Förg, Günther Uecker, Karl-Heinz Thiel, Klaus Staeck, Helge Leiberg, A.R. Penck, Felix Droese, Sigmar Polke

Galerie Kasten Werderstraße 18, Mannheim Di-Fr 14-19h, Sa 12-15h bis 23. Dez. 2016 Bansky, Blek le Rat, El Mac, Shepard Fairey, FAKE, GOIN, Icy&Sot, K-Guy, Frank Kozik, Miss Bugs, Rene Gagnon, Slava Ostap, Cosmo Sarson, Marcos Torres, u.a.: New Religion

Galerie Peter Zimmermann Leibnizstrasse 20, Mannheim Di-Fr 12:30-18h, Sa 11-14h bis 29. Okt. 2016 Xavier Deshoulières: Jungle

Kunsthalle Mannheim Moltkestraße 9, Mannheim Di-So u. Feiertage 11-18h bis 23. Okt. 2016 Sovak: clear vision[s]

11. Nov. bis 8. Jan 2017 Fritz Schwelger Vernissage, 10. Nov. 2016, 19h bis 8. Jan. 2017 ARCHE. Die Sammlung kehrt zurück bis 8. Jan. 2017 Michaela Melián: Mannheim Chair (Klanginstallation)

OFF//FOTO 2016

Künstlernachlässe Mannheim im Rathaus E5, Mannheim Dauerausstellung: Arbeiten aus dem Depot

[Kunst] Projekte Monica Ruppert Lange Rötterstraße 68, Mannheim geöffnet nach telefonischer Absprache bis 14. Okt. 2016 Katja Schwinn und Christin Trautmann geöffnet 28.10., 2., 9., 16.11.2016 16-19h, 4.11.2016 Lange Nacht der Fotografie, 5.-6.11.2016 Foto-Wochende 21. Okt. bis 16. Nov. 2016 Johannes Höller: Strandspziergang (Fotografie) Vernissage, 21. Okt. 2016, 19h

Mannheimer Kunstverein

7. Okt. bos 27. Nov. 2016 über 40 Fotografie-Ausstellungen in Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen Vernissage, 6. Okt. 2016, 19h, Café Leitstelle, Heidelberg Lange Nacht der Fotografie, 4. Nov. 2016, 19-23h OFF//FOTO Weekend, 5. und 6. Nov. 2016 Alle Austellungen und Orte unter: www.off-foto.info

PORT25 - Raum für Gegenwartskunst Hafenstraße 25-27, Mannheim Di-So 12-18h bis 6. Nov. 2016 Siegfried Anzinger, Collaboration_Patrycja Germann / Holger Endres, Claudia Desgranges, Peter Dreher, Karin Hoerler, Byung Chul Kim, Herlinde Koelbl, Jürgen Krause, Ae Hee Lee, Pia Linz, Oscar Muñoz, Jens Risch, Jan Schmidt, Claus Stolz, Konstantin Voit: Timelines 20. Nov. 2016 bis 15. Jan. 2017 Simone Demandt & Margret Eicher: Common Cause Eröffnung, 19. Nov. 2016

Augustaanlage 58, Mannheim Di-So 12-17h bis 20. Nov. 2016 Sammlung Hurrle: Adieu Tristesse - Die neue Figuration (Malerei) 4. Dez. 2016 bis 15. Jan. 2017 Absolventen der Hochschule Mannheim, Fakultät für Gestaltung: fortgeschrieben

RAW Galerie

März Galerie Mannheim

REM - Forum internationale Photographie

Augartenstraße 68, Mannheim Mi-Fr 15-19h, Sa 13-17h bis 22. Okt. 2016 Siegfried Kreitner (Minimalkinetik), Rita Rohlfing (Wandobjekte und Fotografie)

märz Galerie Mannheim – cube 4x4x4 und raumX Augartenstraße 68 (Rückgebäude), Mannheim Mi-Fr 15-19h, Sa 13-17h bis 22. Okt. 2016 Serena Amrein: >anzeichnen< (Bodeninstallation, Schlagschnurarbeiten)

Heinrich-Lanz-Straße 4, Mannheim Do-Sa 16-21h

REM Reiss-Engelhorn-Museen Zeughaus C5, Mannheim, Di-So 11-18h bis 19. Febr. 2017 Barock - Nur schöner Schein? Zeughaus C5, Mannheim Di-So 11-18h

REM - Zephyr-Raum für Fotografie Bassermannhaus C4, 9, Mannheim Di-So 11-18h 9. Okt. 2016 bis 29. Jan. 2017 Peter Gowland’s Girls*

REM - Museum Weltkulturen D 5, Mannheim, Di-So 11-18h bis 30. Juli 2017 Ägypten - Land der Unsterblichkeit bis 30. Juli 2017 Versunkene Geschichte. Archälogie an Rhein und Neckar

SABINE FUNKE - MALEREI o.T. 2016 Acryl/Holz 100x90 cm

15. OKTOBER - 3. DEZEMBER 2016

48 kunstraumMETROPOL

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG: SAMSTAG 15. OKTOBER 18.OO UHR DIE KÜNSTLERIN IST ANWESEND galerie kautsch • mauerstr.11 • 0151-11619359 64720 michelstadt • www.galerie-kautsch.de


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kunsträume der REGION Sebastian Fath | Contemporary Werderstraße 38,Mannheim Do-Fr 14-19h, Sa 12-16h 24. Sept. bis 29. Okt. 2016 Victor Bonato: Spieglein, Spieglein an der Wand

3., 4., 10. und 11. Dez. 2016, 14-18h Editionen der VPK 2016 aus acht Ateliers; Schätze aus dem Archiv der Vereinigung Pfälzer Künstler; Verleihung der Picasso-Medaille

SEEHEIM-JUGENHEIM Museum Stangenberg Merck

Technoseum – Landesmuseum für Technik und Arbeit

Villa Böhm (Maximilianstraße 25/Villenstraße 16b), Neustadt, Do, Fr 15-18h, Sa, So 11-13h u. 15-18h

Museumsstraße 1, Mannheim

14. bis 30. Okt. 2016 Daniel Oderermatt: Ankunft (neue Arbeiten) Vernissage, 14. Okt. 2016, 19h

im Haus auf der Höhe, Helene-Christaller-Weg 13, Seeheim-Jugenheim Mi-Fr 15-19h, Sa, So, Feiertage 11-18h bis Nov. 2016 Heidy Stangenberg-Merck: Seestücke - Sehstücke bis April 2017 Susanne Altzweig: Form und Farbe (Keramik)

PIRMASENS

SPEYER

Forum Alte Post

Feuerbachhaus Kulturhaus Pablo e.V.

TEN Gallery T6, 10, Mannheim Do-Sa 15-20h 30. Sept. bis 25. Nov. 2016 Frank Göldner: dust to dust Vernissage, 30. Sept. 2016, 19h

Uhland Atelier Uhlandstraße 26a, Mannheim Do-Fr 16-21h

Palais Lanz Erzbergerstraße 18, Mannheim bis 23. Sept. 2016 Karl Schwarzenberg: Numerische Kunst

zeitraumexit e.V. Hafenstraße 68, Mannheim Do-Fr 17-21h, Sa-So 14-18h bis 16. Okt. 2016 Zeichnungen Outsider Art International 15. Okt. bis 11. Nov. 2016 Abstrakte Comics Vernissage, 14. Okt. 2016, 19h

MICHELSTADT Galerie Kautsch Mauerstraße 11, Michelstadt Mi-Fr 15-18h, Sa 12-16h bis 1. Okt. 2016 Dirk Salz: Neue Arbeiten 15. Okt. bis 3. Dez. 2016 Sabine Funke (Malerei) Eröffnung, 15. Okt. 2016, 18h

MOSBACH Kunstverein Neckar-Odenwald-Kreis Altes Schlachthaus am Stadtpark Unterm Haubenstein, Mosbach Sa, So, Feiertage 14-18h bis 23. Okt. 2016 Elisabeth Mühlen: Spiegel und Spiel

NEUSTADT Galerie UP ART CONTEMPORARY Villa Knöckel, Quellenstraße 32, Neustadt

Kunstverein Neustadt

Poststraße 2, Pirmasens Di-So/Feiertage 11-18h bis 31. Jan. 2017 Stipendiaten-Ausstellung des Künstlerhauses Schloss Balmoral und des Landes Rheinland-Pfalz: Seepferdchen und Flugfische

ROCKENHAUSEN Arbeitskreis Kahnweilerhaus Kahnweilerhaus, Markptplatz 7, Rockenhausen Do-So 15-17h bis 30. Okt. 2016 Regina Reim: Etching Cutouts (Radierung, Malerei)

SAARBRÜCKEN Deutsches Zeitungsmuseum Am Abteihof 1, Saarbrücken/Wadgassen Di-So 10 bis 16h bis 9. Okt. 2016 H.-G. Rauch: Journalismus - Medien - Technik (Karikaturen, Zeichnungen) bis 15. Jan. 2017 Pop-up-Bücher und Papiermechanik

Moderne Galerie Bismarckstraße11-19, Saarbrücken Di, Do, So 10-18h, Mi 10-22h bis 8. Jan. 2017 Max Eastly, Martin Riches: Two Measures of Time (Sound Installation, Sound Machines) bis 16. Jan. 2017 Zwischen zwei Horizonten: Deutsche und französische Avantgarden aus dem Saarlandmuseum zu Gast im Centre Pompidou in Metz

Galerie Josef Nisters Bahnhofstraße 29, Speyer Di-Fr 14-18h, Sa 11-15h bis 22. Okt. 2016 Manfred Gipper: Zeitsprünge (Malerei)

Hans-Purrmann-Haus Kleine Greifengasse 14, Speyer Di-Fr 15-17h, Sa, So 11-13h

Historisches Museum der Pfalz Domplatz 4, Speyer, Di-So 10-18h bis 8. Jan. 2017 Die Entstehung des Rheinkreises 200 Jahre Bezirkstag Pfalz 2. Okt. 2016 bis 23. April 2017 Maya - das Rätsel der Königsstädte bis 24. Sept. 2017 1914-1918. Die Pfalz im ersten Weltkrieg 12. Nov. 2016 bis 24. Sept. 2017 Weltbühne Speyer. Die Ära der großen Staatsbesuche

Kunstverein Speyer

St. Johanner Markt 24, Saarbrücken Di-Fr 12-18h, Sa,So, Feiertage 11-18h

Kulturhof Flachsgasse 3, Speyer Do-So 11-18h 25. Sept. bis 30. Okt. 2016 Wilhelm Beestermöller, Joseph Stephan Wurmer: Waldstücke (Holzskulpturen, Fotoübermalungen) Vernissage, 25. Sept. 2016, 11h 11. bis 13. und 18. bis 20. Nov. 2016 Kunstmarkt 11. Dez. 2016 bis 22. Jan. 2017 Patricia Waller: Menschen, Tiere, Sensationen (Häkelobjekte) Vernissage, 11. Dez. 2016, 11h

SCHRIESHEIM

Typographisches Kabinett

Stadtgalerie Saarbrücken

Mi, So 12-18h u. nach Vereinbarung bis 23. Okt. 2016 Olaf Quantius, Indra., Felix Rehfeld, Nicola Hanke, Birgit Luxemburger, Ann Katrin Schreiner, Hilli Hassemer: COLOURFOOL (Positionen zeitgenössischer Malerei) 6. Nov. bis 18. Dez. 2016 PHOTOMANIA (Positionen zeitgenössischer Fotografie)

Museum Théo Kerg

gute aussichten

Palais Hirsch Schlossplatz 2, Schwetzingen Mi-So 14-18h

Haardter Schloss, Mandelring 35, Neustadt Besichtigung nur nach Anmeldung bis 29. Jan. 2017 Karolin Back, Thomas Neumann: heimspiel7

Allerheiligenstraße 9, Speyer Di-Fr 16-18h, Sa, So 11-13h

SCHWETZINGEN

Kulturhof Flachsgasse 3, Speyer Do-So 11-18h 25. Sept. bis 16. Okt. 2016 Birgit Reichert: Handpressendrucke 23. Okt. bis 20. Nov. 2016 Bettina Haller: Handpressendrucke 27. Nov. 2016 bis 22. Jan. 2017 Heinz Becker: Handpressendrucke

Kunstverein Schwetzingen

Städtische Galerie

Talstraße 52, Schriesheim geöffnet bei Sonderausstellungen Mi 17-19h, Sa, So 14-17h, sonst nur So 14-17h Dauerausstellung Théo Kerg 25. Sept. bis 30. Okt. 2016 Fritz Stier: déjà vu (Videoarbeiten)

Künstlerinitiative Schwetzingen KIS e.V.

Herrenhof Mußbach

Lutherhaus Schwetzingen, Mannheimer Straße 36, Schwetzingen

An der Eselshaut 18, Neustadt-Mußbach So und Feiertag 11-18h, Mi 18-20h, Sa 14-18h 30. Okt. bis 20. Nov. 2016 Kunst trotz(t) Armut

11. bis 13. Nov. 2016 5. artSCHWETZINGEN Vernissage, 11. Nov. 2016, 19h; 12. Nov. 2016, 11-21h

Kulturhof Flachsgasse 3, Speyer Do-So 11-18h bis 6. Nov. 2016 Anja Harms, Eberhard Müller-Fries: Uraltes Wehn vom Meer (Buchskulpturen) 18. Nov. 2016 bis 22. Jan. 2017 Bernhard Jäger (Bilder, Zeichnungen, Holzschnitte, Buchkunst) Vernissage, 18. Nov. 2016, 18h

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AUSSTELLUNGEN

Vernissage, 11.11.2016, 19 Uhr. Einführung: Prof. Dr. Jochen Hörisch: Kunst und Geld

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IMPRESSUM

kunsträume der REGION TIEFENTHAL

WEINHEIM

Kunst Kabinett Tiefenthal

GRN-Klinik

Bahnhofstraße 1, Tiefenthal Sa, So 11-18h bis 2. Okt. 2016 Anka Kröhnke: Collagen

Röntgenstraße 1, Weinheim 21. Okt. bis 4. Dez. 2016 Karl Heinz Treiber: Die Ruhe vor dem Sturm Vernissage, 21. Okt. 2016, 18h

VIERNHEIM

Kunsthaus Klüber

Kunstraum Gerdi Gutperle

Hauptstraße 58, Weinheim Di-Fr 10-13h, 14-18:30h, Sa 10-15h

Heidelberger Straße 9, Viernheim Fr-So 14-18h bis 13. Nov. 2016 Kuno Vollet, Dirk Groß: Dynamik Gold Stille 25. Nov. 2016 bis 5. Febr. 2017 Heinz Rupp, Karl Heinz Treiber: Das Wirken des Menschen

Kunstscheune Viernheim Satonévriplatz 1, Viernheim Di 10-17h, Mi 14-17h, Do 10-13h u. 15-19h, Fr 14-17h, Sa 10-12h 14. Okt. bis 4. Dez. 2016 Brigitte Simon: Metas und Fantas

RathausGalerie Viernheim Kettlerstraße 3, Viernheim Mo-Do 8-17h, Fr 8-13h 30. Sept. bis 16. Dez. 2016 Jürgen Brühmüller: Menschen, Mythen, Mysterien (Malerei und Collagen) Vernissage, 30. Sept. 2016, 19h

VÖLKLINGEN Weltkulturerbe Völklingerhütte Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur Völklingen/Saarbrücken täglich 10-19h bis 6. Nov. 2016 Steve McCurry: Buddhismus: Fotografien 1985 bis 2013 bis 19. Febr. 2017 Buddha: Sammler öffnen ihre Schatzkammern 220 Meisterwerke buddhistischer Kunst aus 2000 Jahren

Museum der Stadt Weinheim Amtsgasse 2, Weinheim Di-Do, Sa 14-17h, So 10-17h

Volksbank Weinheim Bismarckstraße 1, Weinheim Mo-Fr 8:30-16h, Do 8:30-18h bis 4. Nov. 2016 Grenzland | Traumland“ 49° 32` 20“ N, 8° 41` 15“ O“ (Gemälde und Skulpturen)

WORMS EWR-Turbinenhalle Klosterstraße 23, Worms Di-So 14-18h, Do 14-20h 3. bis 30. Okt. 2016 Das neue Worms Eröffnung, 2. Okt. 2016, 11h

Nibelungenmuseum Fischerpförtchen 10, Worms Di-Fr 10-17h, Sa, So, Feiertag 10-18h Dauerausstellung: Wagners “Ring”

Kunstverein Worms Renzstraße 7-8, Worms Sa, So 15-18h

Museum Heylshof Stephansgasse 9, Worms Di-Sa 14-17h, So und feiertags 11-17h

Museum der Stadt Worms Andreasstift, Weckerlingplatz 7, Worms Di-So 10-17h

Alle Termine ohne Gewähr.

WALLDORF Künstlergruppe Walldorf Rathaus, Nußlocher Straße 45, Walldorf Mo, Di, Do 7:30-14:00h, Mi 7:30-18:30h, Fr 7:3013:00h 26. Okt. bis 22. Nov. 2016 Gruppenausstellung: 1,- € Starthilfe Vernissage, 26. Okt. 2016, 19h Laurentiuskapelle, Schlossplatz, Walldorf Sa und So 14-17h 23. Nov. bis 4. Dez. 2016 Auguste Meyer und Hedwig Ruder (Malerei) Vernissage, 23. Nov. 2016, 19h

Kunst für Walldorf e.V. Alte Apotheke, Haupstraße 47, Walldorf So 15-18h 12. Nov. 2016 bis 8. Jan. 2017 Nemanja Sarbajic, René Stanger: Laima und Alien Invadors Vernissage, 11. Nov. 2016, 19h

SAP SE Internationales Schulungszentrum Dietmar-Hopp-Allee 20, Building 5, Walldorf Mo-Fr 10-20h 21. Okt. 2016 bis 24. Febr. 2017 Un Paseo De Arte Latino - Junge Künstler aus Lateinamerika Vernissage, 20. Okt. 2016, 19h

Bildnachweise: Model: Candi Elkins aus „Peter Gowland Girl’s, Vol. 6“ Silbergelatineprint, 20 x 35 cm, ca. 1960-65 © Peter Gowland / Zephyr / Model: Venetia Stevenson, Farbdia, 6 x 6 cm, ca. 1955-1960, © Peter Gowland / Zephyr / Georgia Russell, Belief IV, 2013, Zerschnittenes Buch, Metallstange, Holz, 200 x 60 x 60 cm, Courtesy Galerie Karsten Greve, St. Moritz – Paris – Köln, Foto: Gilles Mazzufferi, © Georgia Russell / Georgia Russell, Présage, 2014, Zerschnittene Drucke und Pastell auf Kozopapier, Plexiglas, 160 x 140 x 17 cm, Courtesy Galerie Karsten Greve, St. Moritz – Paris – Köln, Foto: Gilles Mazzufferi, © Georgia Russell / Brixy: Tomorrow, 2016, Öl auf Nessel, 120 x 180 cm, Foto: Peter Schlör. Sabine Ostermann: Rondell, 2016, Linolschnitt, 195 x 130 cm, Foto: Lorenz Kienzle / Ulrike Rosenbach, „Art is a Criminal Action“, 1969/ 2013 (c) VG Bild-Kunst Bonn 2016 / Hanno Otten Lichtbild 149_2003_C-Print (courtesy) Artist / Bildnis einer lesenden Frau, Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim, Peter Paul Rubens / Jan Boeckhorst, 1. Hälfte 17. Jahrhundert, Öl auf mehrteiliger Eichenholztafel; 64,8 x 55,7 cm, © rem, Foto: Jean Christen / Hans Thoma, Mein Heimattal, 1918, Städtische Galerie Karlsruhe, Inv.Nr. 60-2229_Foto Heinz Pelz, Karlsruhe / Regina Reim, o.T., Acryl auf Leinwand, 150 x 150 cm, 2015, Foto: Regina Reim / Beck, Imaginäre Gesellschaft

1961, Copyright Sammlung Hurrle, Durbach, Pfahler, Ohne Titel, 1960, Copyright Sammlung Hurrle, Copyright VG Bildkunst / Werner Degreif, Getränkemarkt, 2016, Kohle auf Papier. Die Maße sind ungefähr: 90 x 110 cm und 90 x 100 cm, Foto: Werner Degreif / Banksy, Toxic Mary, 2003, Siebdruck / Rene Gagnon, Pawn Shop, 2010, Siebdruck, Galerie Kasten / Kanjiro Moriyama, 2016, Fumio Matsutani, 2016, Fotos Galerie Heller, Heidelberg / Bruce Barnbaum, basin mountain approaching storm / Bernd Gerstner/Roland Schmitt, Verhältnis, Öl auf Leinwand Fotograf: Bernd Gerstner / Hellmut Bruch, Konzentrische Doppelprogression, 2010 orangenes, fluores. Acrylglas, 89 x 89 x 0,3 cm / ø 68 cm, Abb. Linde Hollinger /Rolf Altena, o. T. Keramik, 2016, Foto: Rolf Altena / Josef Walch, Rad I (Papier gegossen), 2016, Foto: Jessen Oestergaard (c) Josef Walch / François Brunelle, MichaelMalone und CharlesHall-Chasen-018 / Herlinde Koelbl, Angela Merkel (1991-2008) aus "Spuren der Macht", 50 x 60 cm, s/w Fotografie © Herlinde Koelbl / Prof. Mario Urlaß, artificial nature, Objekte/Lavasand, 2015 / Karl Hubbuch, Aufmarsch, 1932-33, Inv.Nr. 76_032, Städtische Galerie Karlsruhe, © Karl Hubbuch Stiftung, Freiburg/Br., Foto Heinz Pelz Karlsruhe / Brigitte Simon, Meta 2, Digitaldruck auf Leinwand, 70 x 80cm, 2016 (Ausschnitt) / Johannes Höller, Strandspaziergang_01, 2015 / Jessen Oestergard, Wasserzaun, 2015, Auflage 3, aus der Serie „Down By the River“ / Fritz Stier, Sirenen“(Videostill) / Riki Strassler, Chaos/Beginn (Ausschnitt), 2017, Foto Phillip Richdale / Manfred Kieselbach, Entwurf für ein Denkmal - Bronze/ 2014, Foto: Strassler / Karl Heinz Treiber, Relaxing Valkyres, Acryl auf Leinwand, 110 x 150 cm, 2013, Foto: Karl Heinz Treiber / KonstantinVoit,„!“,Wandarbeit ca.13,5x 7m, 2016, Foto, Yoshi Toscani / Grafiken in der Anzeige VG Bild-Kunst, Bonn / René Stanger, Schwarmformation, (Ausschnitt), 2016, Bildrechte René Stanger und Nemanja Sarbajic / A. Grischko, Randgebiet, Acryl auf Maltuch, 120x100 cm, 2015 / A. Grischko Selbstportrait, A. Grischko / Skulptur - Glaskugel, 2015, alle Fotos Sonja Telcher

Impressum Herausgeber: art-media-edition-Verlag Insel 3, D-79098 Freiburg Geschäftsführung: Björn Barg Projektleitung und Redaktion: Wort.Bild.Kultur. UG (haftungsbeschränkt) redaktion@kunstraum-metropol.de www.kunstraum-metropol.de Druck: ColorDruck Solutions GmbH 69181 Leimen/Germany Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe: Barbara Auer, Carsten Evers, Roland Heinzmann M.A., Stefanie Kleinsorge, Dr. Melanie Klier, Julia Laukert M.A., Dirk Martin, Helmut Orpel, Clemens Ottnad, Hartmuth Schweizer, Dr. Martin Stather. Wir danken Louisa Krämer für die Übersetzung des Interviews: ‘Mit dem Messer gezeichnet’. Auflage 7.000 / kunstraumMETROPOL liegt in ausgewählten Museen und Kunsträumen aus und ist im Abo erhältlich

Nächste Ausgabe: Januar, Februar, März 2017, Anzeigenschluss: Fr. 25.11.2016 Erscheinungstermin: ca. 21 Tage nach Anzeigenschluss kunstraumMETROPOL 51


FINAL_kM_4Q_2016_ausgeschossen.qxp_Metropol 08.09.16 15:01 Seite 52

NEW kunstraumMETROPOL 4Q 2016  

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