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Atelier & Künstler 2016 Susana Reberdito, Bodegón y Sa Calobra II, 1997

APRIL MAI JUNI

2016

DAS KUNSTMAGAZIN DER METROPOLREGION RHEIN-NECKAR


ATELIER & KÜNSTLER 2016 Ausstellungsprojekt zur Kreiskulturwoche im Rhein-Neckar-Kreis 10. April bis 19. Juni 2016 (Kunst am Grünen Hang bis Februar 2017) Dilsberg, Edingen-Neckarhausen, Hemsbach, Sinsheim Susana Reberdito, Bodegón y Sa Calobra II, 1997

kunstraumSCHWETZINGEN 4 Schwetzingen by Horst Hamann Eine Ausstellung der Stadt Schwetzingen zum Jubiläumsjahr 2016 29 Eva Clemens – Paradiesseits

kunstraumMANNHEIM 12

Die Spuren der verdeckten Gewalt Fotograf Edmund Clark bilanziert die dunklen Seiten der Macht

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Lothar Quinte – Ein deutscher Maler der Avantgarde

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Brigitte Zieger – Kollektives Gedächtnis

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Thomas Kutschker – fragmented realities

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Roland Schappert – DU

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21. Galerientage Galerienverband Rhein-Neckar im Mannheimer Kunstverein

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Christine Trautmann – Designkreationen

kunstraumHEIDELBERG 16

Werner Pokorny – Stahlskulpturen

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Jean-François Fouilhoux Le Geste – Porzellan & Seladon

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Helmut Dirnaichner Des Meeres eine Hälfte ~ Erde...

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GRÜN – Kunstaktionen im Stadtraum Heidelberg

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Harald Wolff – seltsam verständlich

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Frank Michael Zeidler Paare - Arbeiten auf Papier

kunstraumRHEIN-NECKAR 6 Atelier & Künstler Ausstellungsprojekt zur Kreiskulturwoche im Rhein-Neckar-Kreis 31 Kunst am Grünen Hang Landschaftsraum Kommandantenhaus Dilsberg

kunstraumIM GESPRÄCH 7 Landrat Stefan Dallinger zu Atelier & Künstler 2016

kunstraumKAISERSLAUTERN 8 André Kertész Der poetisch-melancholische Flaneur 19 Natur pur – Gemälde und Graphik aus eigenem Bestand

kunstraumKARLSRUHE 10 Friedrich Kallmorgen (1856–1924) Malerei zwischen Realismus und Impressionismus

editorial Liebe Leserinnen, liebe Leser, neben einem umfassenden Überblick über das imposante und extrem vielfältige Kunstgeschehen in unserer Region, richtet die aktuelle Ausgabe von kunstraumMETROPOL ihren Fokus speziell auch auf die Kunstschaffenden des Rhein-Neckar-Kreises. Beispiel hierfür ist die Auswahl des jetzigen Covers, das eine ausgewählte Arbeit der spanischen, aber in Walldorf lebenden und arbeitenden Künstlerin Susana Reberdito zeigt - zu sehen vom 24. April bis 19. Juni in der Ausstellung Atelier & Künstler im Schloss von EdingenNeckarhausen. Ihr Björn Barg, Herausgeber

kunstraumEDENKOBEN 17

Max Slevogt – Blickwechsel

kunstraumEBERBACH 23

Manfred Binzer – Universe, Stupid

kunstraumGERMERSHEIM 25

Thomas Putze vogelfrei - Skulptur, Installation, Zeichnung

kunstraumLANDAU 27

Geckeis & Walz Eine Dynamik, die alleine schwer zu halten ist

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in meiner Art – Kunstverein Villa Streccius

kunstraumWEINHEIM 30

[ BUSCHWERK ] – No oil on canvas

kunstraumSCHRIESHEIM 33

Plasma Hartmuth Schweizer und Fritz Eicher

kunstraumLADENBURG 33

Spurensuche Markus Strieder, Renate Balda, Ursula Haupenthal

kunstraumHEMSBACH 35

Yasmin Karpinski – Iconic Paintings

kunstraumVIERNHEIM 37

Jurate Batura Lemke – Malerei und Zeichnungen

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kunsträume der REGION

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kunstraumMETROPOL IM ABO

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Impressum

kunstraumMETROPOL 3


kunstraumSCHWETZINGEN Das Kompendium an Fotografien spiegelt die Atmosphäre und Sicht des jungen und des erwachsenen Horst Hamann wider und berichtet von seiner ganz persönlichen (Wieder)Entdeckung von mystischen Orten und magischen Momenten. Bekannte und verborgene Motive haben durch die Sicht des Fotografen eine neue Dimension erhalten. Eine beträchtliche Zahl von Fotografien lassen mit ihren tiefen Horizonten, den Mauerdurchblicken oder der Wiedergabe der allmächtigen Natur mittels dramatischer Himmelskonstellationen eine romantisch geprägte Sichtweise erkennen. Bei einigen Fotografien zeigt sich Hamanns charakteristische Monumentalisierung, hervorgerufen durch ein Ablichten von Motiven - in der Regel natürliche oder gebaute Arkadenbögen - aus der Froschperspektive. Hier erzielen klar definierte Schlagschatten der Natur- oder Architekturmotive ein Abbild perfekter Harmonie.

SCHWETZINGEN BY HORST HAMANN EINE AUSSTELLUNG DER STADT SCHWETZINGEN ZUM JUBILÄUMSJAHR 2016

Schwetzingen feiert 2016 seine erste Erwähnung im Lorscher Codex im Jahre 766 und blickt folglich auf mindestens 1250 Jahre Geschichte zurück. Ein besonderes Jubiläumsjahr bedingt besondere Projekte mit besonderen Personen, ein Postulat, das sich maßgeblich in dem Ausstellungsprojekt „Schwetzingen by Horst Hamann“ manifestiert. Der gebürtige Kurpfälzer, im nahen Mannheim aufgewachsen, wurde von der Magie und Mystik des Schlossgartens erfasst, und dies nicht erst heute. Kindheits- und Jugenderinnerungen wurden in dem knapp eineinhalbjährigen Wirken wach, und die starke Anziehungskraft dieses einzigartigen Gartenensembles stellte sich auch nach Jahrzehnten wieder ein. Damals wie heute bietet es Horst Hamann ein Refugium und liefert ihm eine schier unendliche Fülle an Motiven. Die wieder erweckte Begeisterung schlug sich in Fotografien nieder, die den Schlossgarten, dessen Architekturen und Skulpturen facettenreich zu jeder Tages- und Jahreszeit präsentieren, wobei Motive der Stadt das Bild abrunden. Der Schwetzinger Schlossgarten gilt als eine der bedeutendsten europäischen Gartenschöpfungen des 18. Jahrhunderts. Er versinnbildlicht wie kaum eine andere Gartenanlage die Vielgesichtigkeit und Vielschichtigkeit jener Zeit der Wandlungen und Umbrüche, Traditionen und Fortschritte. Damals wie heute bildet die Sommerresidenz das uneingeschränkte geographische und ideelle Zentrum der Stadt Schwetzingen. Somit fand der Kosmopolit Horst Hamann, der in den Metropolen der Welt das Tempo und eine damit verbundene positive Energie zu schätzen lernte, in der Beschaulichkeit der kurpfälzischen Kleinstadt eine ähnliche Ruhe und Entschleunigung wie im Schlossgarten. Auf diese Entdeckung der Langsamkeit hat sich Hamann eingelassen, und es entstanden Fotografien, die eine Bandbreite von romantisch-pittoresker Darstellung bis hin zur charakteristischen Monumentalität seiner Verticals erkennen lassen. 4 kunstraumMETROPOL

Am Beginn des Schwetzinger Projektes war Horst Hamann davon überzeugt, dass sich in der Fotoreihe ein horizontales Format durchsetzen wird. Das Erstaunen war groß, dass ihn der Weg wieder zu seinem charakteristischen Bildformat der Vertikale führte. Fast unmerklich und vor allem rein intuitiv schlich sich der Formatwechsel im Laufe der Arbeit ein und übernahm letztendlich wieder die dominante Position. Unwillkürlich hat sich jener legendäre Prozess wiederholt, der sich 1991 in New York ereignete, als er urplötzlich seine Kamera um 90 Grad drehte. Dies war die Geburtsstunde seiner „Verticals“, die Horst Hamann zu internationaler Bekanntheit führten und ihm die Bezeichnung des Erfinders der vertikalen Fotografie einbrachten. Die Benennung „Genie der Komposition“ wurde ihm in einer Ausstellungsrezension der New York Times attestiert. Horst Hamann konstruiert nicht, er sieht in seiner Umwelt die idealen Proportionen, den idealen Blickwinkel und den Moment der idealen Lichtverhältnisse, die jene charakteristische Perfektion eines harmonischen Zusammenspiels von Linienbezügen und deren Rhythmisierung, von einem punktgenauen Einfangen von Glanzlichtern und tiefen Schlagschatten ausmachen. Diese Gabe bestätigt sich auch in den Schwetzinger Fotografien. Der vollkommene Blick für die perfekte Komposition, Ausgewogenheit und edle Proportionen resultieren in atemberaubenden Fotografien. Horst Hamann konfrontiert uns mit seinen perfekt austachierten Kompositionen und eröffnet neue Blicke auf Alt Bekanntes. Er entlarvt Unentdecktes, scheinbar Unbedeutendes und stellt es per Fotografie ins dauerhafte Rampenlicht. Das immaterielle Phänomen von Licht, Schatten, Atmosphäre und Wolken wird festgehalten und in ein dramaturgisches Beziehungsgeflecht des Natur- und Kunstschönen gebunden. Letztendlich deckt Horst Hamann kongenial das auf, was die (Garten)architekten des 18. Jahrhunderts oder des 20. und 21. Jahrhunderts in Schwetzingen konzeptionell anlegten, und bringt es mit höchst ästhetischer, kultivierter Fotografie zur Vervollkommnung. Dr. Barbara Gilsdorf • Schwetzingen by Horst Hamann 29. April bis 5. Juni 2016 Orangerie, Schloss Schwetzingen www.schwetzingen2016.de Horst Hamann, Katholische Kirche St. Maria, Schwetzingen


kunstraumRHEIN-NECKAR

ATELIER & KÜNSTLER AUSSTELLUNGSPROJEKT ZUR KREISKULTURWOCHE IM RHEIN-NECKAR-KREIS

Vanessa May, Verspielt, 2015, MDF Beton Am 10. April ist es soweit: Um 11 Uhr wird an diesem Sonntag Landrat Stefan Dallinger im Kommandantenhaus auf dem Dilsberg die Kreiskulturwoche eröffnen. Mit der Reihe „Atelier & Künstler“ bietet sie den Kunstschaffenden der Region wieder ein angemessenes Forum. Die beim Auftakt auftretenden Künstler sind Ana Laibach, Maria Kropfitsch und Claudia Urlaß. Kuratorin Barbara Auer hält die einführende Rede. (Zur selben Zeit wird auch das neue Projekt „Kunst am Grünen Hang“ mit einer

Installation von Ulrike Thiele aus der Taufe gehoben. Es spricht Kuratorin Julia Philippi.) Die Ausstellung im Kommandantenhaus läuft bis 5. Juni, die erstmalig veranstaltete „Kunst am Grünen Hang“ ist bis Februar 2017 zugänglich. Auch die Vernissage der von Hans Gercke kuratierten Schau in der Stiftskirche Sunnisheim in Sinsheim mit Arvid Boecker, Vanessa May und Silvia Szabó findet am 10. April statt - um 16 Uhr - und ist bis 5. Juni zu sehen. Hier wie auch auf dem Dilsberg sind drei Künstlergespräche geplant.

Die vom einstigen Landrat Jürgen Schütz angekurbelte und von seinem Nachfolger Stefan Dallinger fortgesetzte Tradition der 1989 ins Leben gerufenen Kreiskulturwoche hat den Stellenwert der Kultur im RheinNeckar-Kreis erheblich gestärkt, und die seit 1991 veranstaltete Reihe „Atelier & Künstler“ bietet den Kunstschaffenden der Metropolregion die Möglichkeit, ihre Arbeiten in einer jurierten Schau an unterschiedlichen Stätten zu zeigen. Am 24. April um 11 Uhr startet im Schloss Edingen-Neckarhausen eine Ausstellung mit acht Teilnehmern, die kuratiert von Hans-Jürgen Buderer, Positionen der Malerei und Objektkunst vorstellt (bis 19. Juni). Ebenso lange ist auch Harald Priems ortsbezogene Werkschau in der ehemaligen Synagoge Hemsbach (Kuratorin: Julia Philippi) zu sehen, die am selben Tag um 16 Uhr beginnen wird. Für die Präsentation des anspruchsvollen Kunstangebots garantieren das Dilsberger Kommandantenhaus und die einstige Stiftskirche Sunnisheim in Sinsheim – seit Jahren herausragende Stätten. Zunächst war „Atelier & Künstler“ jährlich veranstaltet worden, und die Kreativen des Rhein-NeckarKreises gaben an unterschiedlichen Orten Einblicke in ihr Schaffen, über das in einem umfassenden Katalog zusätzlich informiert wurde. Auch nachdem Stefan Dallinger 2012 Landrat geworden war, wollten die Juroren Hans-Jürgen Buderer, Hans Gercke, Barbara Auer und Julia Philippi das Ausstellungskonzept fortsetzen, zugleich aber modifizieren. Landrat und Kreistag beschlossen deshalb aufgrund dieser Anregung das Event nur noch im Zwei-Jahres-Rhythmus durchzuführen und den Schwerpunkt abwechselnd auf die Musik oder die Bildende Kunst zu legen. Von nun an sollte die Ausschreibung zur Bewerbung vom Rhein-Neckar-Kreis auf die Metropolregion ausgeweitet werden.

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imGESPRÄCH LANDRAT STEFAN DALLINGER ZU ATELIER & KÜNSTLER 2016 Seit inzwischen 25 Jahren richtet die jurierte Kunstausstellung „Atelier & Künstler“ den Fokus auf die Künstlerinnen und Künstler des Rhein-NeckarKreises und der Metropolregion und zeigt regelmäßig einen beeindruckenden Querschnitt des Kunstschaffens in der Region.

Claudia Urlaß, Kugel, 2012, Objekt umhüllt mit Wäschetrocknerflusen Zudem erhoffte man sich von einer strengeren Jurierung eine höhere Qualität der Kunstveranstaltungen, und es wanderte nicht mehr das Objekteangebot, sondern der Besucher bewegte sich von einem Ort zum nächsten. Die ausgewählten Stätten wurden zum Teil speziell für die Kreiskulturwoche geschaffen. Außerdem steigerte die reduzierte Künstlerzahl die Qualität des Angebots. Neu ist auch die Betreuung der Teilnehmer durch einen Kurator, der zugleich als Juror Verantwortung trägt. Zu den vier Ausstellungsorten zählen das Kommandantenhaus Dilsberg und die Stiftskirche Sunnisheim als Fixpunkte. Die zwei weiteren variieren. Die Erfahrungen bestätigen, dass mehr als vier Orte kaum zu verkraften sind, zumal jetzt die „Kunst am Grünen Hang“ hinzu kommt. Die Beiträge werden juriert, und zur Jury zählt - abgesehen von den vier Experten - auch ein Teilnehmer der letzten Ausstellung. Wie streng die Regeln sind, beweist der Blick auf die letzte Kreiskulturwoche, als von

105 Bewerbern nur fünfzehn am Projekt beteiligt wurden. Der Katalog erscheint seit 2014 in Form einer Kassette mit individuellen Einzelheften jedes Künstlers und einem Extraheft, in dem das Gesamtprojekt beschrieben wird. Die diesjährige Reihe von „Atelier & Künstler“ zeigt wieder anregende künstlerische Positionen an vier außergewöhnlichen Orten, für deren effektvolle Präsentation insbesondere der Dilsberg mit seinem harmonischen Zusammenklang von Natur und Architektur bestens geeignet ist. So verspricht auch das aktuelle Event spannende Dialoge zwischen Kunstwerk und Ambiente. Heide Seele

• Atelier & Künstler 10. April bis 19. Juni 2016 Dilsberg, Edingen-Neckarhausen, Hemsbach, Sinsheim www.rhein-neckar-kreis.de/kultur

Herr Dallinger, welches Potenzial sehen Sie in der Region, insbesondere mit Blick auf die zeitgenössische Kunst? So unglaublich lebendig und vielfältig unsere Region mit ihren interessanten Städten und Gemeinden sowie der innovativen Wirtschaft ist, so sehr liegt das Potenzial in der kulturellen Vielfalt. Denn überall setzen sich die Künstlerinnen und Künstler ja intensiv mit den Fragen der Zeit auseinander. Ich bin davon überzeugt, dass Kunst Veränderungsprozesse in Gang setzen kann. Es ist wichtig, dass sie uns im Zeitalter der scheinbaren Verfügbarkeit allen Wissens mit ihrer Kraft und gleichzeitig Sensibilität anregt, den tiefen Blick hinter die Dinge zu wagen, genau hinzuschauen und nachzudenken über Prozesse und Ereignisse.

Welche Bedeutung hat für Sie das Projekt „Atelier & Künstler“? „Atelier & Künstler“ ist zu einem Markenzeichen des Rhein-Neckar-Kreises geworden. Das Projekt wird nicht nur bundesweit beachtet, sondern umfasst nach 25 Jahren und jetzt dem 10. Katalog eine unglaubliche Zahl von Künstlerinnen und Künstlern aus der Metropolregion Rhein-Neckar. So wie traditionelle Kunstformen sich immer mehr entgrenzen, macht schöpferische Kraft ja nicht an Verwaltungsgrenzen halt. Zudem ist es viel mehr als ein Katalog, denn Ausstellungen, Künstlergespräche und KunstRundreisen gemeinsam mit den Kuratoren bieten vielfältige Gelegenheiten für die direkte Begegnung zwischen Kunstschaffenden und Kunstinteressierten. Wichtig ist es auch zur individuellen Kulturförderung, denn wer von seiner Kunst leben muss, braucht Menschen, die diese Kunst sehen können, schätzen lernen und erwerben. (kM) kunstraumMETROPOL 7


kunstraumKAISERSLAUTERN den nackten Körper vor einem Zerrspiegel verfremdete und fragmentierte. 1916 gewann er bereits den ersten Preis für ein Selbstporträt, 1917 wurden Bilder von ihm veröffentlicht.

ANDRÉ KERTÉSZ

Wie viele seiner ungarischen Fotografen-Kollegen – Berko, Brassaï, Capa, Moholy-Nagy, Munkácsi – verließ er wegen der politischen Unruhen und der Folgen der Ungarischen Revolution seine Heimat. So werden Kertész Schaffensperioden den Orten zugeordnet, an denen er lebte: Ungarn, Frankreich, USA.

Frankreich – Die künstlerisch schöpferischste Zeit 1925 ließ er sich in Paris nieder, wo er elf Jahre blieb und sich endgültig für die Fotografie entschied. Er bezeichnete diese Zeit selbst als die glücklichste und künstlerisch schöpferischste. Seine Arbeiten erschienen in Illustrierten wie Vu, The Sunday Times (London), Berliner Illustrierte Zeitung und Uhu. Er widmete sich der Straßen- und Alltagsfotografie, immer durchdrungen von einem humanistischen Blick. Wiederkehrende Motive sind öffentliche Plätze oder auch Parkanlagen wie Les Tuilleries, die Jardins de Luxemburg und der Parc de Versailles, Häuserfassaden, Blicke auf und über die Dächer, die Ufer der Seine, Schausteller, Arbeiter, Obdachlose, Markthändler, Kinder und in den Cafés sitzende Müßiggänger. Kertész veröffentlichte seine ersten Fotobücher: Enfants, Paris vu par André Kertész (1934), Nos Amies les Bêtes (1936) und Les Cathédrales du Vin (1937). Es folgten Einzel- und Gruppenausstellungen, so eine Einzelausstellung in der Galerie Au Sacre du Printemps in Paris (1927) und bedeutende Gruppenausstellungen wie Exposition de Photographie in der Galerie L’Epoque in Brüssel (1928), Film und Foto Internationale Ausstellung in Stuttgart André Kertész, La fourchette, 1928 (1929) und Das Lichtbild, eine Wanderausstellung in Essen und München (1929). Kurz nach dessen AnDer 1894 in Budapest geborene André Kertész zählt zu den wichkunft in den USA präsentierte der damalige Fotokurator Beaumont tigsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Als Sohn eines jüdischen Newhall in seiner legendären Ausstellung Photography 1839–1937 Buchhändlers absolvierte er bis 1912 eine Ausbildung bei der im Museum of Modern Art in New York (1937) die experimentelle Handelsakademie und begann bei der Börse zu arbeiten. In dieser „Distorsionen“-Serie von Kertész. Zeit erwarb er seine erste Kamera und eignete sich als Autodidakt selber die Grundlagen der Fotografie an. Bereits diese Stationen bewiesen, dass Kertész zu der Avantgarde zählte, die später unter Begriffen bekannt wurde wie das Neue Ungarn – Erste Erfahrungen in der Fotografie Sehen, die Neue Sachlichkeit und die Experimentelle Fotografie. Er begann damit, den ländlichen Umraum mit seinen Bewohnern zu In der Pariser Zeit ermutigte Kertész seine Kollegen Brassaï und fotografieren: Bauern, Zigeunerkinder, Musiker. Von 1914 bis 1918 Robert Capa, sich mit Fotografie auseinanderzusetzen. Er hatte dokumentierte Kertész das Kriegsgeschehen. Er wurde 1914 zur auch Kontakte zum engeren Kreis der Avantgardekünstler und Armee einberufen und hatte auch an der Front eine Voigtländer in porträtierte Piet Mondrian, Marc Chagall, André Loth, Constantin der Tasche. Er wurde verletzt. Bei der Rehabilitation im Sanatorium Brancusi, die Schriftstellerin Colette und den Kreis der Surrealisten. entstand sein berühmtes Bild Unterwasser-Schwimmer (1917), auf In dieser Zeit entstanden zwei Bilder, die zu den Inkunabeln der dem der Körper unter der reflektierenden Wasseroberfläche bizarre modernen Fotografie zählen: Die schön ausgeleuchtete „Gabel“ Formen annimmt und es ist in gewisser Weise eine Vorwegnahme (La Fourchette, 1929), aufgenommen während eines Essens mit der „Swimming Pool“-Serie (1978-80) des Pop-Art-Malers David Künstlerfreunden im Atelier von Fernand Léger, als ein reines Hockney. In den frühen 1930er Jahren führte Kertész diese Idee mit Kompositionsspiel aus Kurven und Diagonalen, die eine lapidare seinen sogenannten Körper-„Distorsionen“ weiter aus, indem er

DER POETISCH-MELANCHOLISCHE FLANEUR DER FOTOGRAFISCHEN MODERNE

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André Kertész, Café du Dôme, Paris, 1925 „konstruktivistische“ Bildkomposition bilden, changierend zwischen Neuem Sehen, Neuer Sachlichkeit und Surrealismus. Es war ein rätselhaftes Motiv, korrespondierend mit den philosophischen Strömungen jener Zeit, sei es mit Husserls phänomenologischen Untersuchungen „Zurück zu den Dingen“ oder Heideggers späterer existenzialer Ausführung in seinem Hauptwerk „Sein und Zeit“ über den „Aufstand der Dinge“. Die Gabel liegt auf einem Tellerrand, Stiel und Zinken werfen einen scharfen Schlagschatten, der sich in die weiße Tischfläche einzubrennen scheint wie später die Silhouette eines Menschen auf einer Wand nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki 1945. Unzählige Male ist dieses Foto später reproduziert worden, es war erstmals 1929 in der legendären Ausstellung „Film und Foto“ in Stuttgart zu sehen. Eine weitere Ikone ist sein Bild Satiric Dancer (1926), für das er im Atelier des Bildhauers István Beöthy die ungarische Tänzerin und Kabarettistin Magda Förstner in solchen Bewegungsposen auf einem Sofa fotografiert, dass eine direkte Korrespondenz zur Formensprache der Skulpturen und Zeichnungen des Bildhauers im Zimmer entsteht.

Beide Bilder werden, wenn sie Abzüge aus den 1930er Jahren sind, heute je nach Erhaltungszustand zwischen einer und zwei Millionen US-Dollar gehandelt. USA – Die Neue Welt als „absolute Tragödie“ 1936 ging Kertész nach New York mit der Absicht, ein Jahr lang für die amerikanische Fotografenagentur Keystone zu arbeiten. Nachdem aber der Terror aus Nazideutschland Frankreich erreichte, blieb Kertész bis zu seinem Lebensende in New York und arbeitete als freischaffender Fotograf für Illustrierten wie American Magazine, Collier’s, Coronet, Harper’s Bazaar, House and Garden, Look, Town and Country und Vogue. Zeitweise hatte er Exklusivverträge beim Keystone Studio und beim Condé Nast Verlag. Das Leben in Amerika bezeichnete er selbst als eine „absolute Tragödie“. Die fremde Sprache, der Druck der Auftraggeber, die harte Konkurrenz, der er als Freischaffender ausgesetzt war, haben ihn immer als Außenseiter empfinden lassen. Er konnte sich nicht in der Neuen Welt so richtig heimisch fühlen. Zeitweise mussten er und seine Frau äußerst bescheiden leben. Wegen seiner vielen Auftragsarbeiten kam er erst kunstraumMETROPOL 9


kunstraumKARLSRUHE

FRIEDRICH KALLMORGEN (1856–1924) MALEREI ZWISCHEN REALISMUS UND IMPRESSIONISMUS Friedrich Kallmorgen zählt zu den führenden Künstlerpersönlichkeiten Deutschlands im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. 1856 in Altona bei Hamburg geboren, fiel seine zeichnerische Begabung bereits als Kind auf und wurde durch privaten Unterricht gefördert. 1875 begann er mit dem Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie, das er zwei Jahre später an der Karlsruher Kunstschule bei Hans Frederik Gude und Gustav Schönleber fortsetzte, um sich zum Landschaftsmaler auszubilden. Bereits in dieser Phase unternahm er ausführliche Studienreisen, die ihn nach Nord- und Süddeutschland führten, aber auch nach Amsterdam und an die holländische Küste – zeitlebens sein wichtigstes Ziel für Freilichtstudien.

André Kertész, Paris, 1926

ab den 1960ern wieder dazu, sich seinem fotokünstlerischen Werk zu widmen. Damals stellte sich in Amerika und Europa auch seine internationale Anerkennung als ein Wegbereiter der modernen Fotografie ein. André Kertész, das große Vorbild Henri Cartier Bresson sagte über ihn: „Wir alle verdanken Kertész etwas.“ Für Cartier Bresson war er seine „poetische Quelle“. Und Brassaï konstatierte seinem Landsmann: „André Kertész hat zwei Vorzüge, die Voraussetzungen für einen großen Fotografen sind: eine unstillbare Neugierde auf die Welt, auf Menschen, auf das Leben und ein präzises Sehen für Formen.“ Kertész, der poetisch-melancholische Flaneur, der mit seiner Kamera Außenwelt und Innenwelt verband, zeigte die Realität nicht als reine Abbildung, sondern, um mit ihm selbst zu sprechen, als „Empfindung“. Die Bilder Kertész halten eine zerronnene Zeit fest, sein konzentriertes Sehen kondensiert das Leben und filtert das Besondere im Alltäglichen heraus. Dr. Claude W. Sui

• André Kertész Budapest – Paris – New York Fotografie 16. April bis 12. Juni 2016 Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern www.mpk.de 10 kunstraumMETROPOL

Kallmorgens ausgeprägte Reisefreudigkeit sollte bis zu seinem Lebensende anhalten. Immer waren Skizzenblock und Malutensilien dabei, um Inspirationen fremder Orte, Landschaften und atmosphärische Stimmungen, Stadtimpressionen und Szenen aus dem Alltagsleben der Menschen in Zeichnungen und Ölstudien festzuhalten. Sie bildeten den Fundus, aus dem der Künstler – seit Mitte der 1880er Jahre mit stetig wachsender Anerkennung und beachtlichen Ausstellungserfolgen – für seine Atelierbilder und Auftragswerke schöpfen konnte. 1882 heiratete er die Blumen- und Stilllebenmalerin Margarethe Hormuth-Eber, eine Privatschülerin Ferdinand Kellers. Sechs Jahre später erfüllte sich die junge Familie einen lang gehegten Wunsch und erwarb ein Hanggrundstück in Grötzingen, auf dem bis Mai 1889 der Sommersitz „Haus Hohengrund“ entstand. Kallmorgen wurde so zum Initiator der Grötzinger Malerkolonie, denn bald siedelten weitere Künstler und Künstlerinnen in das idyllisch gelegene Dorf an der Pfinz über. Darüber hinaus wirkte er seit 1896 als Gründungsmitglied und erster Präsident des sezessionistischen Karlsruher Künstlerbundes, der u. a. die lithografische Produktion ausbaute, um den Künstlern Erwerbsmöglichkeiten und den Bürgern Zugang zu preisgünstigem, aber hochwertigem Wandschmuck zu verschaffen. Friedrich Kallmorgen blieb seiner badischen „Heimat“ bis zu seinem Tod eng verbunden, auch als er 1902 einem Ruf als Professor für Landschaftsmalerei in der Nachfolge von Eugen Bracht an der Berliner Kunstakademie folgte. Er hielt sich weiterhin regelmäßig in seinem Grötzinger Sommerhaus auf, auch als er 1918 die Lehrtätigkeit in Berlin beendete und seinen Wohnsitz in Heidelberg nahm. 1924 verstarb Friedrich Kallmorgen in Grötzingen. In seinem malerischen Werk bevorzugte der Künstler die Verbindung von Genre und Landschaft, eine Kombination, die in allen


Friedrich Kallmorgen, Holländische Fischerkinder, 1908

Schaffensphasen eine signifikante Rolle spielt und in zahlreichen Varianten realisiert wurde. Szenen aus der alltäglichen Arbeitswelt und dem Leben der Bauern auf dem Lande gehören ebenso dazu wie dörfliche Idyllen oder Stadtlandschaften mit Motiven aus Karlsruhe, Berlin und Hamburg. Aufgelöste Konturen in großzügig skizzierender Pinselführung, duftige Tonigkeit und ein pastoser Farbauftrag kennzeichnen seinen aufgelockerten, vom französischen Impressionismus beeinflussten Malstil. Kallmorgens besonderes Gespür für atmosphärische Stimmungen und seine koloristische Begabung hinterließen bereits beim zeitgenössischen Publikum tiefen Eindruck. In der genauen Beobachtung und virtuos wiedergegebenen Wirkung des Lichts im Wechsel der Tages- oder Jahreszeiten und in der unmittelbaren Umsetzung eines Natureindrucks entwickelte er eine wahre Meisterschaft – seien es die warm-goldenen Töne eines Laubwaldes im Herbst, das frische, saftige Grün der Natur im Frühling, die funkelnden Reflexe der Sonnenstrahlen auf dem Schnee an einem klaren Wintertag, der graue Dunst über der Elbe oder das kühl-fahle Dämmerlicht an einem anbrechenden regnerischen Morgen. Obwohl Friedrich Kallmorgen längst einen herausragenden Platz in der Kunstlandschaft des deutschen Südwestens einnimmt, fand die letzte große Einzelausstellung zum malerischen Werk in Karlsruhe noch zu Lebzeiten des Künstlers 1922 im Badischen Kunstverein statt. Erstmals wird nun sein Werdegang mit etwa 220 Exponaten aus allen Schaffensphasen und mit dem Schwerpunkt auf seiner

Malerei vorgestellt. Sie stammen zu einem großen Teil aus der Sammlung Kaletta, ergänzt durch weitere Leihgaben aus privatem und öffentlichem Besitz. Der Rundgang durch die im Erdgeschoss und im zweiten Obergeschoss des Museums eingerichtete Ausstellung führt durch acht Abteilungen, in denen das Frühwerk, die Holland-Motive, die Jahre in Karlsruhe und Grötzingen, die faszinierend vielgestaltigen Reiseinspirationen, die Hamburg-Bilder sowie druckgrafische Arbeiten des Künstlers thematisiert werden. Außerdem ermöglicht die Schau spannende Begegnungen mit Werken von Margarethe HormuthKallmorgen. Durch den Verkauf ihrer Gemälde und den Unterricht, den sie seit 1884 mehreren privaten Malschülerinnen erteilte, trug die 1857 in Heidelberg geborene Künstlerin – in bürgerlichen Kreisen damals keineswegs üblich – zum Lebensunterhalt der Familie bei. 1898 wurde sie in den Vorstand des Karlsruher Malerinnenvereins berufen und von 1900 bis zum Umzug nach Berlin hatte sie einen Lehrauftrag für Blumen- und Stilllebenmalerei an der weit überregional renommierten Malerinnenschule in Karlsruhe inne. Dr. Ursula Merkel • Friedrich Kallmorgen 19. März bis 26. Juni 2016 Städtische Galerie, Karlsruhe kunstraumMETROPOL 11


kunstraumMANNHEIM

DIE SPUREN DER VERDECKTEN GEWALT FOTOGRAF EDMUND CLARK BILANZIERT DIE DUNKLEN SEITEN DER MACHT

Edmund Clark nimmt mit seiner Fotografie eine Sonderstellung ein. Er bedient sich künstlerischer Präsentationsformen, um dokumentarische Inhalte zu vermitteln. Mit seinen Fotografien, die zurzeit im Zephyr - Raum für Fotografie in Mannheim zu sehen sind, verfolgt der Absolvent des London College of Communications eine aufklärerische Absicht. Wie der Titel „Terror Incognitus“ nahelegt, geht es hierbei um verborgene Bereiche, nämlich um den geheimen Terror des US-amerikanischen Geheimdienstes CIA. Nach außen hin wird dessen brutale Verletzung von Menschenrechten und Rechtsnormen mit dem Argument begründet, dass dadurch die westliche Kultur vor dem Terror fundamentalistischer Gotteskrieger geschützt würde. Es ist leider allzu bekannt, dass es solche verdeckten Operationen mit grausamen Folgen für die Betroffen nicht erst seit dem Terror der Islamisten gibt. Die Operationen gegen die gewählte Regierung von Salvador Allende in Chile 1973 und gegen die Sandinisten in Nicaragua sind hier nur zwei Beispiele, die für sich selbst sprechen. Edmund Clark, The Mountains of Majeed, Bagram Airbase, Afghanistan Fotografie ist ein Medium, dem man gemeinhin eine große Objektivität zubilligt. Bei näherem Hinsehen wird jedoch rasch offensichtlich, wie anfällig gerade dieses Medium für unterschiedlichste Manipulationen ist. Sowohl in Fotoreportagen aller Art und erst recht in der Werbung sind Verschleierungen und Verzerrungen mit beschönigenden Bildern allzu offensichtlich. Sie verfolgen den Zweck, die Emotionen in eine bestimmte Richtung zu lenken. Die Objektivität eines Bildes ergibt sich also nicht aus dem Medium, sondern aus der Absicht des Fotografen.

• Edmund Clark Terror Incognitus bis 29. Mai 2016 ZEPHYR | Raum für Fotografie, Mannheim www.zephyr-mannheim.com 12 kunstraumMETROPOL

Im Krieg gegen den Terror können sich die heutigen Agenten des CIA also auf eine „gut eingearbeitete“ Organisation stützen. Den Spuren, die diese Organisation dabei hinterlassen hat, reiste Edmund Clark nach, dokumentierte sie detektivisch und baute seine Fundstücke zu einer eindrucksvollen Ausstellung zusammen. Außerdem ist zur Ausstellung im New Yorker Aperture Verlag das Buch „Negative Publicity: Artefacts of Extraordinary Rendition“ erschienen, das sowohl Fotografien als auch Texte von Clarks Rechercheur Crofton Black enthält. Das Projekt „Terror Incognitus“ führte den mutigen Fotografen sogar mitten hinein ins Zentrum des Terrors, nämlich in das Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba, wo heute noch, trotz des Wahlversprechens von Barack Obama dieses Foltergefängnis aufzulösen, fast hundert angeblich höchst gefährliche Terroristen außerhalb jeglicher Rechtsordnung den perfidesten Torturen ausgesetzt sind. Knüpft an Fotofestival an Die fotografischen Arbeiten aus dem Folterzentrum Guantánamo von Clark sind in der Metropolregion nicht unbekannt, denn sie waren im vergangenen Jahr beim 6. Fotofestival im Kunstverein Ludwigshafen zu sehen. Dort waren sie Anziehungspunkte im Ausstellungsbereich „Gewalt und Zerstörung“, eine von sieben Stationen des Festivals.


Edmund Clark, The Mountains of Majeed, Bagram Airbase, Afghanistan

Neu hingegen sind die Aufnahmen, die Clark rund um die Bagram Air Base in Afghanistan gemacht und zu einer Serie mit dem Titel „Mountains of Majeed“ zusammengefasst hat. Die wirkungsvolle Ausstellungsarchitektur im Zephyr- Raum für Fotografie verstärkt die bedrückende Aussagekraft, die von den dort ausgestellten Fotografien selbst ausgeht, beträchtlich und führt vor Augen, wie hoffnungslos die Lage für einen Menschen ist, der in die Fänge dieser Maschinerie hineingeraten ist. Durch die ausstellungsdramaturgische Einarbeitung von Dokumentationsmaterial bis hin zu Zellengrundrissen geheimer Gefängnisse werden die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung in das Geschehen einbezogen. Sie selbst werden so zu einem Teil jenes weltweit verzweigten Systems geheimer Gefängnisse und Transportsysteme, die zwischen den verschiedenen neuralgischen Orten bestehen. In der Art dieser Dramaturgie und in der aufklärerischen Absicht, die damit verfolgt wird, knüpft die Ausstellung „Terror Incognitus“ an ein Ausstellungsprojekt an, das die beiden Kuratoren Thomas Schirmböck und Sylvia Ballhause im Juli 2014 mit den Arbeiten

von Tommaso Bonaventura, Alessandro Imbraico und Fabio Severo verwirklicht hatten. Dieses Ausstellungsprojekt trug den Titel „TAT/ORT, (un)heimliche Spuren der Mafia“. Auch dabei ging es um Orte, geheime Verbindungen und Verbrechen, die ihre unverwischbaren Spuren in der realen und sozialen Landschaft hinterlassen haben. Auch in der neuen Ausstellung geht die Wirkung von den fotografierten Orten aus, die auf den ersten Blick manchmal sogar wildromantisch erscheinen. Direkte Brutalität kommt hier selten vor. Es ist eben jener Genius Loci, der hier bildwirksam festgehalten und in der Ausstellung dreidimensional rekonstruiert wurde. Dabei scheuten sich die Ausstellungsmacher auch nicht, eine Säule aus echtem Nato-Stacheldraht mit einzubauen. Wie auch bei der Vorgängerausstellung „TAT/ORT, (un)heimliche Spuren der Mafia“ gibt es zu „Terror Incognitus“ ein Handbuch, das erhellende Informationen zu den einzelnen Bildern enthält. Nummern auf dem Fußboden bei den jeweiligen Exponaten erleichtern dabei die Orientierung. Helmut Orpel kunstraumMETROPOL 13


SCHWETZINGEN BY HORST HAMANN 29. April – 05. Juni 2016 Ausstellung der Stadt Schwetzingen zum Jubiläumsjahr 2016 Schloss Schwetzingen, Orangerie Mo – Fr: 14.00 – 18.00 Uhr Sa / So u. Feiertage: 11.00 – 18.00 Uhr Eintritt frei, Schlossgarteneintritt Weitere Informationen: jubilaeum2016@schwetzingen.de www.schwetzingen2016.de

Mit freundlicher Unterstützung von:


kunstraumMANNHEIM

LOTHAR QUINTE

Lothar Quinte, ohne Titel (13/II), 1966

EIN DEUTSCHER MALER DER AVANTGARDE

Mit der fulminanten Renaissance der ZERO-Bewegung auf dem internationalen Kunstmarkt, rückt auch der Maler Lothar Quinte wieder mehr in den Fokus des Sammlerinteresses. Lothar Quinte (1923 – 2000) gehörte zu den herausragenden Vertretern einer neuen Avantgarde, die in den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts begannen, die bundesdeutsche Kunstszene aufzumischen. Weg von der gegenständlichen Malerei, hin zu Farbe und Licht hieß damals die Devise. Beachtung fanden vor allem seine „Fächer- und Kreisbilder“ der 1960er und frühen 1970er-Jahre, mit denen er an die Internationale Avantgarde anknüpfen konnte. Heute stehen eher sein „Schlitzbilder“ im Fokus des kunstgeschichtlichen Interesses. Quinte hat während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts viele Stilrichtungen (u.a. die formlose Malerei des Informel) kommen und gehen sehen und durchaus manche überseeischen Einflüsse (von der Pop-Ära bis zur Hardedge-Malerei) in seinen Bildern verarbeitet, ohne dass dabei Individualität und Stringenz, welche sein gesamtes künstlerisches Schaffen auszeichnen, gelitten hätten.

Jedes Bild ein optisches Ereignis Ob „Schleier-, Dripping- oder Glasbilder“ oder die eher monochromen Arbeiten seines Spätwerkes, immer war es sein Bestreben die optische Wirkung der verwendeten Farben und Formen als Bildinhalte in den Fokus des Betrachters zu stellen. Trotz seiner mitunter gestischen Malweise wollte er sich nicht als abstrakter Maler bezeichnet wissen. Originalton Quinte: „Ich abstrahiere nicht, ich schaffe absolute Kunst.“ Und weiter: „In der Malerei interessiert mich einzig und allein das optische Ereignis. Für meine Arbeit bedeutet das, jedes Bild so zu konzipieren, dass es zum eindeutigen optischen Gegenstand wird – nichts daran (ist) auswechselbar und ohne Story.“ Dieser Leitsatz Lothar Quintes ist – nomen est omen – Quintessenz und Vermächtnis zugleich, die alle seine Schaffensperioden auszeichnen. Eine auf Initiative seiner Witwe, der Malerin und Performance-Künstlerin Sibylle Wagner (*1952), posthum gestaltete Webseite stellt die einzelnen Werkphasen ab den 1950erJahren in Zehnjahresabschnitten exemplarisch vor. Experimente mit Glas Neben Leinwänden, Gouachen und einem umfangreichen grafischen Werk (zwischen

1964 und1976 entstanden allein 241 Editionen an Serigrafien) hat Quinte ein Künstlerleben lang mit Glas als Bildträger experimentiert. Und schon lange bevor mit Gerhard Richter (Kölner Dom 2007) und IMI Knoebel (Notre Dame de Reims 2011) zwei Protagonisten der deutschen Gegenwartskunst Kirchenfenster gestaltet haben, hat Lothar Quinte sein nuancenreiches Farbenspiel auf Glasfassaden und Fenster von Gotteshäusern gebannt, u.a. im Dom zu Lübeck (1964), in Stuttgart (1966) und Hamburg (1968), zuletzt kurz vor seinem Tode (2000) als Gemeinschaftswerk mit Sibylle Wagner in der Kapelle von Champenay/Elsass. Zwischen 1956 und 2000 wurden allein 35 (!) Kirchenfenster-Projekte realisiert, von denen die 280 m² große, deckenhohe Glasfassade um den Chorraum der Stephanuskirche in Köln-Riehl (1965) durch ihren Himmel und Erde verbindenden gläsernen Leuchtschacht fasziniert. Darüber hinaus ging Quinte allein bei Ausschreibungen für 68 Wandgestaltungen an/in öffentlichen Gebäuden erfolgreich hervor. Roland Heinzmann M.A. • Lothar Quinte 30. April bis 4. Juni 2016 Sebastian Fath Contemporary, Mannheim www.fath-contemporary.de kunstraumMETROPOL 15


kunstraumHEIDELBERG

Werner Pokorny, Wheel, 2014

WERNER POKORNY STAHLSKULPTUREN Mit den Werken des in Mosbach geborenen Künstlers Werner Pokorny präsentiert der Skulpturenpark Heidelberg 2016 einen der wichtigsten Bildhauer Südwestdeutschlands. Bereits seit 1996 steht am 'Eingang' zum ursprünglich belassenen Landschaftsgarten hinter der Orthopädie in Schlierbach Pokornys 3,20 m hohe CortenstahlArbeit 'Haus mit durchbrochener Form' von 1994. Für die aktuelle Einzelpräsentation werden ab Sommer 2016 elf weitere großformatige Stahlarbeiten die verschiedenen Orte des vorderen Gartencarrées mit ihrer archaischen Präsenz bereichern.

WERNER

POKORN Y SKULPTURENPARK HEIDELBERG JUNI BIS OKTOBER 2016 ERÖFFNUNG, 19. JUNI 2016, 11:00 UHR Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg Schlierbacher Landstr. 200A • 69118 Heidelberg

Verein der Freunde und Förderer des Skulpturenparks Heidelberg e.V. www.skulpturenpark-heidelberg.de

In seiner von hohem Wiedererkennungswert geprägten Formsprache setzt sich Pokorny mit dem Gegensatzpaar Natur / Zivilisation auseinander – das spiegelt sich auch in der Wahl seiner bevorzugten Materialien: Holz und Cortenstahl. Als immer wiederkehrendes Element begegnet das Motiv oder besser die Form des Hauses. Das Haus gehört im Oeuvre von Pokorny also einerseits zum rekurrierenden Formvokabular und schafft den angesprochenen hohen Wiedererkennungswert, es begegnet aber andererseits immer wieder in neuem Kontext oder entsprechender Variation: einmal von archaischer Geschlossenheit und hermetischer Strenge, dann offen als Tor oder Durchgang oder in spielerische Bewegung geraten als 'Welle'. Somit wird das Haus, ähnlich wie das Gefäß zu einer vieldeutigen und ambivalenten Metapher, die stehen kann für Schutz, Enge, Durchlässigkeit, Uniformität oder Individualität. Es kann Festigkeit und Stabilität ebenso ausdrücken wie Dynamik und instabile Kippmomente und steht in seiner elementaren Einfachheit eben auch immer für die angesprochene grundlegende Dualität zwischen Natur und Zivilisation und damit für universelle Fragen menschlicher Existenz. (Kristina Hoge) • Werner Pokorny 19. Juni bis Oktober 2016 Skulpturenpark Heidelberg www.skulpturenpark-heidelberg.de


kunstraumEDENKOBEN

MAX SLEVOGT BLICKWECHSEL Max Slevogt (1868-1932) gehört mit Max Liebermann und Lovis Corinth zu den drei großen Künstlern des sog. „deutschen Impressionismus“. Berühmt wurde er vor allem durch seine Landschaftsbilder, die fast alle während der Sommeraufenthalte in seiner „Wahlheimat“ – der Pfalz – entstanden. Und genau dort hat sein Werk seit 1980 einen festen Platz. In der nach ihm benannten und vom Landesmuseum Mainz betreuten Galerie auf Schloss Villa Ludwigshöhe in Edenkoben werden regelmäßig seine Werke auf immer wieder neue Weise präsentiert: Mal alleine, mal in der Gegenüberstellung zu Zeitgenossen. Aber auch andere Künstler mit besonderem Bezug zur Pfalz werden hier ausgestellt. Das landschaftlich außergewöhnlich schön gelegene Gebäude ist auf diese Weise zu einem der interessantesten kulturellen Anziehungspunkte der Südpfalz geworden. 2016 können die Besucherinnen und Besucher gleich drei Sonderausstellungen erleben: Vom 20. März bis zum 5. Mai wird noch einmal für wenige Wochen die Retrospektive zu Rolf Müller-Landau (1903-1956) zu sehen sein. Auch dieser Künstler fühlte sich der Pfalz in besonderem Maße verbunden. Und so nahm er die Stadt Landau, in der er lange lebte und arbeitete, sogar in seinen Namen auf. Müller-Landau gehört zu den wichtigsten Malern der Nachkriegszeit im Deutschen Südwesten. Stets setzte er sich mit den aktuellen Strömungen seiner Zeit auseinander und ließ sich durch diese für seine eigenen Arbeiten inspirieren. Zudem legte er sich nicht auf einen Stil fest, malte zunächst figurativ und später abstrakt. Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich in der Ausstellung auf einen bunten Querschnitt durch sein gesamtes Schaffen freuen.

Max Slevogt, Selbstbildnis en face um 1899

Gezeigt werden Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik aus dem umfangreichen künstlerischen Nachlass, die die Erben des Künstlers im letzten Jahr dem Land Rheinland-Pfalz als Schenkung überreichten. Ab dem 15. Mai bis zum 27. November stehen dann in der Ausstellung „Blickwechsel“ erstmals die weniger bekannten Werke Max Slevogts im Mittelpunkt. Zudem wird unveröffentlichtes Material aus dem 2014 durch das Land Rheinland-Pfalz mit Hilfe der Kulturstiftung der Länder erworbenen graphischen Nachlass ausgestellt. Unfertige Studien, frühe Arbeiten aus seiner Akademiezeit in München, Selbst- und Familienbildnisse, von denen sich Slevogt nie trennte, Skizzenbücher, Illustrationen aber auch Gebrauchsgraphiken wie etwa Speisekarten, stellen sein Œuvre durch eine andere Perspektive dar. Gezeigt wird zugleich die große Band-

breite und Vielseitigkeit der Themen und Techniken des Malers und Graphikers Max Slevogt. Ab dem 21. August bis zum 27. November wird parallel dazu in einem eigenen kleinen Ausstellungsbereich unter dem Motto „Neue Bilder aus alten Bruchstücken“ der künstlerische Aufbruch nach 1945 in Rheinland-Pfalz thematisiert. Die große Stilvielfalt dieser Zeit und das Ringen nach neuen Bildlösungen finden u.a. in Werken von Edvard Frank, Fred Fathwinter, Werner Gilles, Otto Greis, HAP Grieshaber, Rolf Müller-Landau und Emy Roeder ihren Ausdruck. (red)

• Blickwechsel 15. Mai bis 27. November Schloss Villa Ludwigshöhe, Edenkoben www.schloss-villa-ludwigshoehe.de kunstraumMETROPOL 17


kunstraumKAISERSLAUTERN

Albert Haueisen, Blick vom Atelier des Künstlers auf die Rheinebene, 1911

NATUR PUR GEMÄLDE UND GRAPHIK AUS EIGENEM BESTAND „Kinder jauchzen in den Weinbergen am Fuße des Limburghügels. Ich reiße einen Rebenpfahl aus, der mich beim Steigen unterstützen soll. Nachtfahrt durch die Berge nach Kaiserslautern. Seltsame Landschaftsbilder. Wasserflächen. Man weiß nicht, sind es Seen oder Flüsse. Im Dunkel des Gestrüpps bemerke ich auf den Hügeln häßliche phantastische Ruinen, alte zerfallene und vom Efeu verunstaltete Burgen, die nach den Sagen von Geistern bewohnt sind.“

• Pfälzer Landschaften 11. Mai bis 14. August 2016 Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern www.mpk.de

So hat Victor Hugo 1839 in einem Brief an einen Freund seine Eindrücke der Pfälzer Landschaften romantisch beseelt beschrieben. Heute sind die Burgen restauriert, Rebenpfähle sollte man tunlichst nicht ausreißen und die Landschaftsbilder werden etwas nüchterner (und dennoch begeistert) beschrieben: Vom Altrhein mit seinen urtümlichen Auen über die fruchtbare Agrarlandschaft der Vorderpfalz erreicht man die klimatisch begünstigte Weinstrasse und den imposanten Haardtrand mit seinen unzähligen Burgen. Hier beginnt das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands, der Naturpark Pfälzerwald mit seinen bizarren Felslandschaften, die sich bis in den Pfälzischen Westrich ziehen. Das Nordpfälzer Bergland mit dem Donnersberg schließlich ist eine entschleunigt wirkende Kulturlandschaft, die sogenannte Alte Welt. Viele faszinierende Facetten bieten die Landschaften der Pfalz – und überaus facettenreich haben sie auch die Künstler ins Bild gesetzt: Heinrich Jakob Fried,

Albert Haueisen, Max Slevogt, Peter Koch, Siegfried von Leth, August und Eugen Croissant, Daniel Wohlgemuth, Kurt Schapper, Sigrid Schewior, Jörg Heieck und viele andere waren und sind dem Reiz der Pfälzer Landschaften auf der Spur… ihre Gemälde, Aquarelle und Fotografien spiegeln die Sinnenfreuden dieser bezaubernden und unverwechselbaren Region. Durch die bildkünstlerische Verarbeitung von Landschaft und Naturphänomenen kann mit historischen Beispielen auch die Veränderung der Naturwahrnehmung vor Augen geführt und überhaupt die Umgestaltung der Landschaft mittels menschlicher Eingriffe dokumentiert werden. Die Ausstellung wird von einem reichbebilderten Katalog begleitet, der das Landschaftsbild der Pfalz nachhaltig vermittelt und seine künstlerische Dimension aufzeigt. Eine solche Publikation ist bislang nicht verfügbar und ein Desiderat in der Literatur über Pfälzer Kunst und Künstler. Durch dieses Katalogbuch gewinnt das Projekt besonders auch eine nachhaltige Wirkung. Heinz Höfchen kunstraumMETROPOL 19


Galerie Marianne Heller zeigt

Jean-Franรงois Fouilhoux Porzellan & Seladon

Le Geste 24. April bis 19. Juni 2016

Galerie Marianne Heller Friedrich-Ebert-Anlage 2, Am Stadtgarten D-69117 Heidelberg ร–ffnungszeiten Di - Fr 11 - 13 Uhr & 14:30 - 18 Uhr, Sa 11 - 18 Uhr und nach Vereinbarung So, 19. Juni 11 - 18 Uhr Tel.: +49(0) 6221 - 61 90 90, www.galerie-heller.de


kunstraumHEIDELBERG

kunstraumMANNHEIM

Jean-François Fouilhoux, Cavale, 2016

Brigitte Zieger, Anonymous Sculptures-Sleeping Biker, 2011

JEAN-FRANÇOIS FOUILHOUX

BRIGITTE ZIEGER

Le Geste – Porzellan & Seladon

Kollektives Gedächtnis

Seit bald zwei Jahrzehnten widmet sich der zurückgezogen in seinem Atelier in Mont-près-Chambord arbeitende Franzose Jean-François Fouilhoux (*1947) ausschließlich dem Seladon, einer ursprünglich aus Ostasien stammenden Glasurmaterie, jadegleich von zartlicht hellgrünem bis cremedicht olivfarbenem Ton, einst begehrt an Herrscherhöfen.

Figuren, die einem irgendwie vertraut erscheinen, heroische Gesten und Frauen, wo man sich gemeinhin Männer vorstellt – Brigitte Ziegers künstlerischer Kosmos ist facettenreich und voller Überraschungen. Die gebürtige Mannheimerin, die seit vielen Jahren in Paris lebt und arbeitet, arbeitet im plastischen Bereich, aber auch etwa mit Zeichnung und Video. Aus einer idyllischen Wandtapete, die miniaturisierte Waldmuster zeigt, taucht plötzlich ein Panzer auf und fährt auf den Betrachter zu, ungeheuer ästhetische Explosionen entpuppen sich als zarte Zeichnungen mit Lidschatten. Im Ausstellungsraum stehen schwarze Plastiken, Monumente journalistischer Alltagskultur, die uns allen vertraut sind: da gibt es den schlafenden Motorradfahrer, die Frau, die, mit einer Blume in der ausgestreckten Hand, sich einer Reihe von Militärpolizisten gegenüber sieht und den Mann, der eine Reihe anrückender Panzer stoppt, Bilder, die zu Ikonen journalistischer Berichterstattung geworden sind, seltsam gesichtslos und auch noch im Halbguss ausgeführt – von hinten hohl. Statt auf öffentlichen Plätzen findet man Denkmäler heute eher im Netz, abrufbar jederzeit für jeden. Das kollektive Gedächtnis und damit auch Unterbewusstsein, ist im Internet abgelegt.

Zu Beginn seiner Keramikerlaufbahn hatte Fouilhoux Formen aus Steinzeug und Porzellan gedreht: Perfekte Volumina, angetan mit farbigen Glasuren aus dem hohen Brand. Mit seiner Konzentration auf jene grünliche Wundermaterie dann prägte er eine eigene keramische Handschrift, in Form und Glasur so einzig, dass man von einer unnachahmlichen Aura seiner Arbeiten sprechen muss. Zunächst blieb er noch der Idee des Gefäßes verpflichtet, baute und formte fortan aber Schalenformen, ungleichmäßig gezogene, wie von steten Naturkräften gerissene Gebilde. Der Schritt zur gänzlich freien Form lag nahe: Wie aus eisigen Schneiden montierte Rahmenformen entstanden, lotrecht oder verzogen, von schier schwereloser Statik, bis zu den heutigen Bändern, geschnitten aus der Masse, der schnörkelnden Geste der Hand folgend wie dreidimensionale Schriftzüge einer unlesbaren Kalligraphie, durch die Leere des Raumes sich windend und biegend – erstarrte GestenzüDie Arbeiten der Serie „Counter Memories“ zeigen, als Drucke, ge eines großen Keramikmagiers aus Porzellan und Seladon. Flachreliefs von antiken männlichen Statuen und Friesen, bei denen die Silhouetten mit Frauenfiguren überschrieben wurden, silbrig Mit ihrer ersten Sonderausstellung 2016 präsentiert die Heidelberger glänzend wie Quecksilber, das in alle Vertiefungen kriecht. Ein Galerie Marianne Heller den großen französischen Keramikkünstler schleichender Prozess, der auf die Vorstellungs- und Gedankenwelt Jean-François Fouilhoux nach langer Zeit wieder exklusiv in Deutschder Betrachter zielt und nachhaltige Wirkung entfaltet. (red) land – ein Fest für alle Freunde und Freundinnen keramischer Kunst! (red)

• Jean-François Fouilhoux 24. April bis 19. Juni 2016 Galerie Marianne Heller, Heidelberg www.galerie-heller.de

• Brigitte Zieger 17. April bis 29. Mai 2016 Mannheimer Kunstverein www.mannheimer-kunstverein.de kunstraumMETROPOL 21


kunstraumHEIDELBERG

kunstraumEBERBACH

Helmut Dirnaichner, Apulische Erde (2003)

Manfred Binzer, bewegt, 2015 (Ausschnitt)

HELMUT DIRNAICHNER

MANFRED BINZER

Des Meeres eine Hälfte ~ Erde…

Universe, Stupid

Seit den 70er Jahren ist Helmut Dirnaichner elementaren Aussagen in konsequent gegenstandsloser Kunst auf der Spur. Reduktion, Konzentration auf wesentliche Bildelemente, eine Aufforderung zum genauen Hinsehen und kontemplativen Verweilen kennzeichnen seit jeher sein Werk. Auf der Suche nach Ursprung und Körper der Farbe stieß er auf Erden, Steine und Mineralien. Ihre Leuchtkraft, aber auch ihre Geschichte (Menschheits-, Kultur- und Erdgeschichte) sind in seinen Werken aufbewahrt.

Manfred Binzers Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld zwischen gestischer Form, freier Farbsetzung, Zufall und kalkulierter Form, für die er ein stets diffiziles Gleichgewicht im Bild findet. Die Einzelelemente des Bildes teilen sich mit, reagieren aufeinander und bilden das Gerüst für eine Komposition, die auf der Farbe aufbaut und die Elemente verbindet. Zonen größerer und geringerer Dichte, übereinander liegende, lasierende Farbschichten durchdringen sich so gegenseitig in der Gestaltung des Bildraumes und bilden ein kompositionelles Geflecht, das Fläche und Raum gleichermaßen besetzt.

„Vom Material zur Materie“ betitelte Ulrich Bischoff 1993 seinen Aufsatz in einer Monographie über Helmut Dirnaichner. „Das Leichte und das Schwere“ ist auch heute noch ein Grundton seiner Arbeit: Der massive Stein der Skulptur „Basalt Zinnober“ steht den schwebenden Blättern im Mobile „Konstellation“ von 2015 und der Zartheit der Aquarelle mit Lapislazuli und Azurit aus dem Jahr 2002 gegenüber. Er schöpft mit Erde und Zellulose aus dem gebogenen Olivenzweig, der ein Oval ergibt. Dann wieder schafft die Plastizität des im Mörser zerstossenen Steins Schatten, Lichtreflexion und differenzierte Strukturen, die auf Mikro- und Makrokosmos verweisen. Elementare, dezidierte Formen wie Raute, Kreis, Rechteck kontrastieren mit unregelmäßigen Schöpfrändern, die den Moment der Auflösung, des immer neu geschaffenen Schöpfens einfangen und festhalten. Die rote apulische Erde ist ebenso wie das leuchtende Blau des Lapislazuli eine Konstante in seinem Werk. (C.D.) • Helmut Dirnaichner 8. April bis 14. Mai 2016 Galerie Grewenig | Nissen, Heidelberg www.galerie-grewenig.de

Beherrschender Eindruck ist jedoch ein Streben nach Einfachheit und Harmonie, das durchaus voller Spannung ist, aber ganz auf die Qualitäten der Farben setzt, die miteinander im Tiefenraum des Bildes agieren… Alles ist in Veränderung begriffen, im Fluss einer steten Anverwandlung an etwas Neues, noch Unbekanntes. Der Prozess des Lebens schlechthin ist hier thematisiert, der keinen Stillstand kennt, wohl aber eine kontemplative Betrachtung. Wer nach einem nächtlichen Schlaf morgens erwacht, ist nicht mehr der Gleiche, der abends sein Bett aufgesucht hat. Wie in einem Zeitraffer begegnen uns in Binzers Arbeiten einzelne Formen und Erscheinungen, die aufblühen und vergehen, sich entfalten und zerfallen, erscheinen und wieder verschwinden. Martin Stather • Manfred Binzer 24. April bis 6. Juli 2016 Galerie ARTgerecht, Eberbach www.galerie-artgerecht.de kunstraumMETROPOL 23


kunstraumGERMERSHEIM

kunstraumHEIDELBERG

Thomas Putze, Galgenvogel, (Detail) 2014

THOMAS PUTZE

GRÜN

vogelfrei - Skulptur, Installation, Zeichnung

Kunstaktionen im Stadtraum Heidelberg

Auf fast 700 Quadratmeter Ausstellungsfläche des Zeughauses in Germersheim nistet sich Thomas Putze mit seinen tierisch menschlichen Skulpturen und fliegenden Ideen auf Papier und Leinwand ein. Die Gewölbe werden in ein öffentlich zugängliches und veränderbares Atelier umgewandelt. Eine große Installation aus Ästen, die zu begehbaren Kuppelstrukturen vor Ort zusammengebunden werden, bietet neben Kleinplastiken aus vielfältigen Materialien auch den Besuchern Platz, sich mit einzubringen.

Grün – hiermit assoziiert man allgemein Frische, Potenz und Wachstum. Es sucht sich stets seine Fugen und Ritzen. Es ist kultivier- und beherrschbar, birgt aber auch das Potential sich schier ungebremst und frei auszudehnen und zu wuchern. Auf Kunst stehen? Können Sie bei »grün« wortwörtlich. Frei zu Grün assoziieren - das war der Grundgedanke der Kuratoren Karin KopkaMusch, Marius Mrotzek und Dirk Welz. Ob monochrom, polychrom, vom Pigment oder der Wellenlänge her gedacht, oder auch vom kulturgeschichtlichen Stellenwert aus betrachtet.

Im Laufe der Ausstellung lädt Putze, der auch Bildhauerei an der Freien Kunstakademie Baden Württemberg in Nürtingen unterrichtet, zu einem Workshop ein, bei dem mit Fundmaterial dem ambivalenten Thema der Freiheit nachgespürt wird. „Vogelfrei” klingt nach unbeschwerter Bewegungsfreiheit, meint aber auch die Bedrohung eines Lebens als Ausgesetzter. Es bereitet Vergnügen, Skulpturen herzustellen und noch mehr Vergnügen, wenn sich das Publikum anstecken lässt, es kommt aber genauso oft vor, dass der Funke nicht überspringt und der Künstler mit seinen tonnenschweren Ateliererzeugnissen allein wie in einer Festungsanlage sitzt. Freiheit äußert sich hier in Form von Beziehungslosigkeit. Putze selbst reflektiert ein Wechselbad zwischen übersteigerter Hochachtung, in der seinem Dasein geradezu mystische Dimensionen unterstellt werden und dagegen einen Umgang mit seiner Kunst bzw. Person, die an Verachtung grenzen, und das von demselben Menschen. Diese Ambivalenz soll trotz seiner unvermeidlichen Humorigkeit im Ausstellungsbild auftauchen. So wird es neben aller Arten von frei schweifenden Phantasieprodukten auch ein- bzw. ausgrenzende Gitterstrukturen geben, die aber nicht rein negativ sind, sondern gleichzeitig als Display für die rücksichtslos sprudelnde Putzsche Kunstproduktion dienen. Man darf gespannt sein und man darf sich einspannen lassen! (red) • Thomas Putze 8. Mai bis 5. Juni.2016 Kunstverein Germersheim im Zeughaus www.kv-ger.de.vu

15 KünstlerInnen aus Heidelberg, Stuttgart, Münster, Osnabrück und Berlin haben sich mit „grün“ beschäftigt und zeigen im April ihre Arbeiten. Die Ausstellung findet in der ehemaligen Turnhalle des DEZERNAT16, Heidelbergs Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum, statt. Die Künstlerin Florina Leinß etwa wird den Hallenboden mit einem System von sich kreuzenden und von einander wegstrebenden Linien versehen. Sie fügt den vorhandenen Spielfeldern ein weiteres hinzu und forscht nach den Spielräumen zwischen festgelegtem Regelwerk. Der Besucher ist eingeladen, dieses Netz aus Linien durch das Betreten selbst zu erfahren. Doch beschränkt sich die Ausstellung nicht nur auf einen Ort. »grün« wächst auch nach draußen. Der „Mobile Raum“ (3,2×2x2 m, grün lackiertes Vierkantstahlrohr) der Künstlerin Nicola Falley, die 2015 den Kunst am Bau Wettbewerb der Uni Heidelberg gewann, wird an verschiedenen Orten temporär platziert und trifft dort auf die Akademisten des „Heidelberger Frühling“, die ihn akustisch mit Leben erfüllen werden. (red)

• grün 31. März bis 30. April 2016 Dezernat16 (ehemalige Feuerwache), Heidelberg www.gruen.konnex-art.org kunstraumMETROPOL 25


Eva Clemens Paradiesseits

9. April - 1. Mai 2016 Im Palais Hirsch, Schwetzingen Zeitgenössische Kunst in den schönsten Räumen der Stadt

www.kunstverein-schwetzingen.de mit freundlicher Unterstützung von Regierungspräsidium Karlsruhe Stadt Schwetzingen


kunstraumLANDAU

kunstraumMANNHEIM

Geckeis & Walz, Powerslam, Raumansicht

Thomas Kutschker, Kollisionen 04, 2015

GECKEIS & WALZ

THOMAS KUTSCHKER

Eine Dynamik, die alleine schwer zu halten ist

fragmented realities

Unter dem Titel POWERSLAM präsentiert die Galerie M am Deutschen Tor in Landau Arbeiten des Künstlerduos Geckeis & Walz. Die Soloschau versammelt Videoarbeiten, Mehrfachprojektionen und deren räumliche Präsentationen im Spiel von Dynamik und Spannung.

Das Bild, ob Foto oder Video weckt bei Thomas Kutschker Zweifel an der perfekt anmutenden Reproduktion der Wirklichkeit. Er dekonstruiert das Abbild als Neuschöpfung des Apparates, als Imagination, die durch Algorithmen und Software vor unseren Augen Gestalt annimmt.

In dem kreativen Pool des Mainzer Atelierhauses Waggonfabrik schaffen Sabrina Geckeis und Judith Walz Rauminstallationen. Im 31. Lebensjahr blicken sie auf neun Jahre Teamwork zurück. Spontan schlossen sie sich während des Bildhauerei- und Medienkunststudiums zusammen, da sie ähnliche Ziele verfolgten und gemeinsam patente Lösungen für akute ästhetische Fragen erarbeiten konnten. Die gegenseitige Bereicherung spiegelt sich in einem technisch komplexen, kompositionell harmonischen Oeuvre wider, das mit puristischer Bildsprache Phänomene des Zeitgeistes modellhaft offenlegt. „Durch den gegenseitigen Austausch entsteht eine Dynamik, die alleine schwer zu halten ist.“ Dieses konstruktive Zusammenspiel wird auch in POWERSLAM sinnfällig. Denn Powerslam bezeichnet auf Vertrauen basierende Imitationen gefährlicher Kampftechniken im Wrestling. Eine gleichnamige Installation inszeniert multiperspektivisch, audiovisuell und zum Anfassen Körperlichkeit, Kontakt und Spannung. Zum Wrestling gehören abgesprochene Griffe. Gleichermaßen interagieren in dem Video Legen die Künstlerinnenhände nonverbal. Das Entwicklungspotential des Einzelnen im Kollektiv demonstriert die Projektion Allez, allez! raumgreifend. Die Schau vereinigt Werke der ersten Stunde bis zum Status quo. Sabine Idstein

Seine künstlerische Strategie lässt sich zwischen dokumentarischem Sammeln und der Inszenierung von Realität verorten. Darüber hinaus finden sich wissenschaftlich anmutende Vorgehensweisen in seinem Schaffen, wie das Sezieren und Zerlegen eines 6 Sekunden langen Handyvideos einer brennenden Kerze in die 150 Einzelbilder. Aus dem Fluss von 25 Bildern pro Sekunde entstehen Einzelbilder, eingefrorene Momentaufnahmen einer Kerze und auch der Technik, der uns eine bewegte Kerze vorgaukelt. Das Video „Dear T. in B.”,1988 zeigt delirierende Bildwelten aus immer wieder kopiertem VHS-Material. In „Me, Myself and I in the Age of Download”, 2010 wird die digital aufgenommene Szene 42 Mal (!) durch den Kreislauf aus Up- und Download geschickt. Das Ergebnis ist überraschend – der Mythos vom verlustfreien Kopieren dahin. "digital scapes", 2015 überträgt diese Vorgehensweise auf das fotografische Bild. Wenn Kutschker die Kameratechnik daran hindert ihren „Job” zu machen, führt das zu irritierenden Landschaftsaufnahmen. Bildfragmente werden kopiert, um den Mangel an Information zu kaschieren. In den „digital scapes” wird auch der Zeitraum festgehalten, den der Apparat benötigt, das Panorama aufzunehmen. Kutschkers sich wandelnde Arbeitsweise lebt vom Spiel mit - und der Frage nach der Authentizität und der Konstruiertheit von Bildwelten. Der renommierte Filmemacher und Fotograf Thomas Kutschker aus Mannheim lebt und arbeitet in Berlin und Köln. (red)

• Geckeis & Walz 24. April bis 29. Mai 2016 Galerie M am Deutschen Tor, Landau www.galerie-m-landau.de

• Thomas Kutschker 3. Juni bis 1. Juli 2016 [Kunst]PROJEKTE, Mannheim www.kunstprojekte.eu kunstraumMETROPOL 27


kunstraumSCHWETZINGEN

kunstraumMANNHEIM

Eva Clemens, Malve, 2005

Roland Schappert, Schwere Unzucht, 2015

EVA CLEMENS

ROLAND SCHAPPERT

Paradiesseits

DU

Die Malerin Eva Clemens stammt aus einer Künstlerfamilie und wuchs an der südlichen Weinstraße auf. Hier ging sie zunächst bei ihrem Vater in die Lehre, ehe sie ab 1997 in Berlin-Weissensee und Leipzig auch eine akademische Ausbildung absolvierte. Hier wird nach wie vor eine figurative Kunst gepflegt, aus der unter anderem die heute weltberühmte Leipziger Schule hervorging. Hier konnte Eva Clemens ihre schon immer gegenständliche und expressive Malerei weiter entwickeln. Ihre Themen waren und sind der Mensch und die Schönheit der Natur, sehr klassische Interessen, die eine rein ästhetische Auffassung vermuten lassen. Doch Eva Clemens sieht ihre Arbeit nicht als l‘art pour l’art, sondern als durchaus politisches Engagement. Denn ihre Bilder zeigen die Pracht und Schönheit von Blumen und Früchten wie auch das individuelle Charisma der Menschen in einer Welt, die die Natur zunehmend zerstört und die Menschen in ihrer Freiheit und in ihrem Frieden bedroht. Schaut man auf die Bilder der Eva Clemens, sieht man eine gleichermaßen sensible wie kraftvolle Art zu malen, die sich in mehrschichtigen Lasuren eine Leuchtkraft der Farben erarbeitet. Zeichnerische Konturen geben der Farbe ihre Form, amorphe Texturen und abstrakte Hintergründe der Leinwand oder dem Papier eine organische Vitalität. In dieser Ausstellung zeigt sie viele

florale Motive, wobei Rot oder Pink Lieblingsfarben zu sein scheinen. Ihre roten Rosen, Tulpen, Malven, Freesien oder Gladiolen sind in sehr direkten Nahaufnahmen festgehalten und entfalten einen erotischen Duft. Kühl und konstruktiv dagegen erscheint die blaue Blüte eines Rittersporns. Rosa blühen die Seerosen in der Serie der Wassergärten, die natürlich an die Seerosenbilder des Claude Monet erinnern. Eva Clemens nähert sich in dieser Serie mit ihren lieblichen Farben in der Tat einem impressionistischen Sfumato, das freilich auch etwas Morbides besitzt. Auch die Serie von Bildnissen mit den Titeln „Baroque Babes“ und „Masquerade“ mutet französisch an und illustriert fiktive Figuren des Rokoko aus dem 18. Jahrhundert. Das aggressive Rot muss hier oft einem zarteren Rosa weichen, das zusammen mit den blassen Inkarnaten und weiß gepuderten Perücken laszive Porträts erzeugt. So spürt und sieht man in allen Bildern der Eva Clemens eine durchaus barocke Lust an prächtigen Farben und erotischen Formen und Figuren, eine Lebenslust und Sinnlichkeit, die auch im 21. Jahrhundert sehr gut tun kann. Dr. Dietmar Schuth • Eva Clemens 9. April bis bis 1. Mai 2016 Palais Hirsch, Schwetzingen www.kunstverein-schwetzingen.de

Roland Schapperts Projekt DU auf Einladung des Einraumhauses in Mannheim beschäftigt sich mit der Verschränkung persönlicher, poetischer und sozialer Aspekte zum Thema Identität und Selbstfindung. Der Konzeptkünstler fertigte im Dezember 2015 zehn Wandmalereien im Einraumhaus an, die er vor der Eröffnung seiner Ausstellung fast vollständig übermalte. Zu sehen sind während der Ausstellungszeit neben den Übermalungen zehn Fotodrucke mit Ansichten der Wandarbeiten im unfertigen Zustand vom Dezember 2015 sowie gedruckte Kugelschreiber-Kommentare auf den Fotodrucken. Die Vorderseite der Außenfassade des Einraumhauses zeigt den Schriftzug DU und die Rückseite, die einem Parkplatz und sozialen Brennpunkt zugewandt ist, BIST FÜR DICH BEST FÜR MICH. ln einem weiteren Schritt des Projektes werden ausgewählte Mitspieler des Kunstbetriebes eingeladen, einen Schriftzug der übermalten Wandmalereien sowie einen Kugelschreiber-Kommentar auszuwählen und mit einem persönlichen Kommentar zu versehen. Diese Fortschreibungen sollen in eine abschließende Publikation einfließen. (red) • Roland Schappert 29. April bis 29. Mai 2016 Einraumhaus, Mannheim www.einraumhaus.com kunstraumMETROPOL 29


kunstraumMANNHEIM

kunstraumWEINHEIM

[ BUSCHWERK ], What happened to us?, 2015

21. GALERIENTAGE

[ BUSCHWERK ]

Galerienverband Rhein-Neckar im Mannheimer Kunstverein

No oil on canvas

Unter dem Titel „Kreuz und Quer“ präsentieren die 12 Galerien des Galerienverbandes ausgesuchte Werke von 20 Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Malerei, plastischen Arbeiten und Grafik. Die Galerientage sind als konzentrierter Blick in das zeitgenössische Kunstgeschehen am Beispiel der Galerienszene im Rhein-Neckar-Dreieck konzipiert, sie lassen auch den immerwährenden Spagat zwischen der Verpflichtung zur zeitgenössischen Aktualität in der Kunst und dem Anspruch auf Kontinuität in ihrer Vermittlung sichtbar werden.

Der Mannheimer Künstler [ BUSCHWERK ] wurde 1971 in Würzburg geboren und wuchs in Ludwigshafen auf. Auf das Studium der Anglistik und Romanistik an der Universität Mannheim folgten verschiedene Tätigkeiten im HR-Bereich. Nach 15 Jahren erfolgte dann der bewusste Bruch mit der klassischen Erwerbsbiographie – seither arbeitet er als freischaffender Künstler. Obwohl reiner Autodidakt, entwickelte er schnell seinen eigenen Stil zwischen Popart, Streetart und Dada. Inzwischen umfasst sein Spektrum auch Collagen, Assemblagen, Installationen, Malerei und Plastiken. Plakative, zeitgeistige Bildersprache, poppige Farbwahl und die Verwendung von Schrift sind kennzeichnend für seine Arbeiten und erleichtern vielen ungeübten Betrachtern die Rezeption.

Galeriearbeit ist oft genug ein Lebenswerk. Umso tragischer, wenn ein Eckpfeiler aus der Gemeinschaft unversehens wegbricht. Unsere vor kurzem verstorbene Kollegin Ursula Keller wird fehlen. Trotzdem wird die Galerie Keller ein letztes Mal an den Galerientagen teilnehmen. In Memoriam wird Kim Behm ihren Beitrag kuratieren. Es ist unsere Form der Hommage an eine aktive Kollegin und des respektvollen Abschiedes gleichermaßen. Die Galerientage haben damit etwas von ihrer Unbefangenheit der letzten Jahre verloren. Die Freude an der Kunst wird bleiben. (red) • 21. Galerientage 8. April bis 10. April 2016 Mannheimer Kunstverein www.galerienverband-rhein-neckar.de

30 kunstraumMETROPOL

„Meine Herangehensweise an die Arbeit“, so [ BUSCHWERK ], hat sicher etwas Kindliches. Spielerisch, spontanen Impulsen folgend und lustorientiert. Wenn die Betrachter mit meinen Arbeiten in der gleichen Weise umgehen, bereitet mir das große Freude.“ Sein Motto als Künstler: „Die Kunst und ihre Betrachter sind frei!“ (red) • [ BUSCHWEK ] 15. April bis 12. Juni 2016 GRN-Klinik Weinheim www.grn.de


kunstraumRHEIN-NECKAR

kunstraumHEIDELBERG

Ulrike Thiele, „Letzter Stand: schwebend …“, 2016 (Modell)

Harald Wolff, ohne Titel, 2015 (Aussschnitt)

KUNST AM GRÜNEN HANG

HARALD WOLFF

Landschaftsraum Kommandantenhaus Dilsberg

seltsam verständlich

Mit „Kunst am Grünen Hang – Landschaftsraum Kommandantenhaus Dilsberg“ wird im Kontext von „Atelier & Künstler 2016” erstmals ein weiteres Ausstellungsprojekt realisiert. Dieser alle zwei Jahre stattfindenden und daher temporär begrenzten „Kunst am Grünen Hang“ liegt der konzeptionelle Gedanke zugrunde, den architekturhistorisch bedeutenden und regionaltouristisch frequentierten Ort der Feste Dilsberg als Kulisse zu nutzen, um ein zeitgenössisches Verständnis von Kunst im öffentlichen Landschaftsraum als eine sensible gestalterische Reaktion auf Landschaftssituationen und unterschiedliche geografische Lagen zu demonstrieren. Mit der Mosbacher Künstlerin Ulrike Thiele startet das neue Projekt. Ihre skulpturale Installation „LETZTER STAND: schwebend … - Von Steinen und Mauern auf dem Dilsberg“ wird sich als eine Art „fiktive Baustelle“ in das Gelände und das mittelalterliche Ensemble auf dem Dilsberg „einfügen“. In der Auseinandersetzung mit diesem Außenraum hat Thiele sich mit der wechselvollen Geschichte der Feste Dilsberg befasst, sich in der Umgebung der Burg, im Ort, auf „Spurensuche“ begeben und möglicherweise verbaute Mauerreste fotografisch festgehalten. Bewegt von der Frage, wie sie diese gefundenen Steinquader und Fragmente von Mauern gedanklich und virtuell an ihren Ursprungsort wieder neu verorten kann, wählte sie ein System, in das bedruckte Planen in eine Konstruktion aus originalem Baugerüstmaterial eingehängt werden. Ulrike Thiele versteht Baustellen als Zeichen von Veränderungsprozessen mit Ab- und Aufbauphasen, die im besten Fall beim Betrachter Neugierde erwecken. (red)

Harald Wolffs Kunst gibt Verweise, welche die beruhigende Banalität des Alltäglichen evozieren, die Ordnung, die Einfachheit des Gegenwärtigen. Schon will man Dargestelltes bewundern, was man ganz natürlich um sich herum erblickt, was den Stoff des Lebens ausmacht, wovon man weiß, dass es überall auf der Oberfläche dieser Erde existiert, die so klein geworden ist, so bequem zu erforschen, dass sie bald keine Überraschungen und Geheimnisse mehr bietet. Aber dann! Irgendetwas gibt einem ein Zeichen, stört einen, hält einen fest. Was das Denken anfangs leichthin freigelegt hatte von seinen Absichten, wird unversehens zweifelhaft. Der erste Augenschein löst sich auf, dem Blick wird Angst. Der Überlagerung des Bildes über die Worte setzt nach und nach eine Widersprüchlichkeit ein, die wanken macht und den Tintengeruch einer Welt ausbreitet, die widersteht, sich entzieht.

• Kunst am Grünen Hang 10. April 2016 bis Februar 2017 Kommandantenhaus Dilsberg, Neckargemünd-Dilsberg www.rhein-neckar-kreis.de/kultur

Diese inszenierten Figuren - oder besser diese Beine, Büsten, Köpfe in diesen offen-geschlossenen Räumen; diese ganz gewöhnlichen Situationen - oder besser diese Ansammlungen von Zeichen, Hinweisen, Dingen - lassen die beunruhigende Vorstellung aufkommen, dass der Mensch, wenn er hinter die Darstellung dringen und die Gegenwärtigkeit bewohnen, ihre Form und Materie, ihren Ursprung und Sinn teilen wollte, zum Eindringling wird. Man glaubt eine Welt vor sich zu sehen, wo man in Frieden ausruhen, meditieren, sein Erstaunen verbreiten kann, aber was man auch tut, man erkennt sich nicht mehr in dem pikturalen und graphischen Spiegel, wo man vergeblich der Schönheit nachjagt. Michel Mathieu • Harald Wolff 4. Juni bis 17. Juli 2016 Kunstraum Vincke-Liepmann, Heidelberg www.kunstraum-vincke-liepmann.de kunstraumMETROPOL 31


Fritz Eicher, Algenreaktoren II, Guckkasten, 2016

kunstraumSCHRIESHEIM

kunstraumLADENBURG

Hartmuth Schweizer, Feige, Schimmelkultur, 2015

Markus Strieder, Skulptur, Stahl geschmiedet

PLASMA

SPURENSUCHE

Hartmuth Schweizer und Fritz Eicher

M. Strieder, R. Balda, U. Haupenthal

In der Idee interdisziplinärer Arbeit sehen Fritz Eicher und Hartmuth Schweizer die Möglichkeit Verfahren zu nutzen, die über die klassischen künstlerischen Abbildungsund Darstellungsmethoden hinaus Fragestellungen sichtbar machen, die nur an der Grenze zwischen Wissenschaft und Kunst auftreten können. Die von beiden hier vorgestellte künstlerische Praxis in der Arbeit mit organischen Materialien, aber auch mit ursprünglich kunstfernen Objekten und Installationen kann den Betrachter für Wahrnehmungen sensibilisieren, die traditionelle ästhetische Kategorien der Kunst in Frage stellen. Seit Jahren beteiligt sich deswegen der Künstler Fritz Eicher am ökologischen Diskurs, reflektiert die Architektur und entdeckt nachhaltige Nahrungsmittel, die häufig noch nicht in unser gemeinsames Bewusstsein gedrungen sind. Durch seine Pilz-Herbarien, Algen-Reaktoren und seine, aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse optimierten Bienenhäusern, stellt er ein Beziehungsgeflecht zur natürlichen Umwelt, zum eigenen Körper her. Im Dunkel des Raumes leuchten biolumineszente Pilze, es werden Räume mit unendlichen Reihungen von grüner „Algen-

suppe“ inszeniert. In seinem Gartenkunstprojekt „Anthropozän (NATUR IS OVER), 2013“ studierte der Künstler das erstaunliche Wachstum von Pflanzen, das unter dem Eingriff des Menschen stattfindet. Ähnlich betrachtet Hartmuth Schweizer natürliche Prozesse. Bei ihm stehen Schimmelkulturen für das Leben und seine zyklische Kraft der Erneuerung. In Sammlungen verschiedenster Naturmaterialien wird die Bedeutung chaogener Muster im Zerfall lebender Strukturen untersucht und in laborähnlichen Installationen sichtbar gemacht. Hautähnliche und knochenartige Materialien verweisen auf zoomorphe Zusammenhänge und stehen exemplarisch für die ursprüngliche, naturhafte Existenz, in der wir uns selbst wiederfinden. (red)

• Fritz Eicher- Hartmuth Schweizer 24. April bis 29. Mai 2016 Museum Théo Kerg, Schriesheim www.kk.schriesheim.de

Markus Strieder arbeitet mit dem Material Stahl. Er verwendet nur zwei Techniken: das Schmieden und das Walzen. Er ist der Auffassung, dass der Reichtum an Ausdruck in der Beschränkung auf dieses Material und in einer minimalen Bearbeitung liegen. Seine ausgestellten Tuschezeichnungen sind auf formale Strukturen reduziert. Aus der Fläche heraus scheinen sich Volumina und Räumlichkeit zu bilden. Renate Balda ist neben ihren monochromen Malereien mit Objektfotografien vertreten. Sie wählt dafür eine Aufsicht-Perspektive und erzielt dadurch eine zweidimensionale Darstellung. Was genau die Fotografien zeigen, ist für den Betrachter rein spekulativ. Ursula Haupenthal bringt bei Performances Membrane aus Titan zum Schwingen. Titandioxyd-Pulver, das an einer der Kanten aufgelegt ist, rieselt auf einen Passepartoutkarton. So entstehen informelle Bilder, deren Formen und Linien sich ästhetisch und materialspezifisch auf der Fläche ausbreiten. Dirk Martin • Spurensuche 19. März bis 30. April 2016 Galerie Linde Hollinger, Ladenburg www.galerielindehollinger.de kunstraumMETROPOL 33


STEPHAN MARIENFELD – OBJEKTE – 2. APRIL – 14. MAI 2016 AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG: SAMSTAG 2. APRIL 18.00 UHR DER KÜNSTLER IST ANWESEND

BONDAGE ALU, Aluminium/Seil, 70 cm Ø, 7er Edition

galerie kautsch • mauerstr.11 • 0151-11619359 64720 michelstadt • www.galerie-kautsch.de


kunstraumHEIDELBERG

kunstraumHEMSBACH

Frank Michael Zeidler, Grafitpaare, 2012

Yasmin Karpinski, Muhammad Ali, (Detail)

FRANK MICHAEL ZEIDLER

YASMIN KARPINSKI

Paare - Arbeiten auf Papier

Iconic Paintings

Seit vielen Jahren ist es im Heidelberger Forum für Kunst Tradition, die Werke einer international bekannten Künstlerpersönlichkeit zu präsentieren, darunter Jochen Gerz, Via Lewandovski, KEHL, Salomé oder Thom Barth. Diesmal werden Arbeiten von Frank Michael Zeidler gezeigt, der in Potsdam lebt und arbeitet, dessen Werke in vielen Museen betrachtet werden können. Bekannt sind neben seinen Arbeiten auf Papier und Leinwand oder den druckgrafischen Werken auch seine Kunst am Bau Projekte, u.a. an der Deutschen Botschaft Helsinki oder dem Schloss Heemstede in Utrecht. Das Grundprinzip von Paaren ist das Zusammentreffen zweier Komponenten. Sie können sich gegenseitig ergänzen, sich gegenseitig erklären oder sich gegenseitig bedingen. Wie auch immer ihr Verhältnis miteinander aussieht, Frank Michael Zeidler zeigt mit seinen bildnerischen Arbeiten auf Papier zumeist zwei gleich große Stücke, die er gleichberechtigt nebeneinander präsentiert. Beide Teile sind grundsätzlich in einem Arbeitszug hergestellt worden und stellen eine Einheit dar. Die Verwendung von unterschiedlichen Bearbeitungstechniken

oder einfachen formalen Unterschieden unterstreicht die jeweiligen Eigenheiten der einzelnen Teile und es definiert in der Gegenüberstellung ein bildnerisches Paarverhältnis. Die Ausstellung zeigt Arbeiten auf Papier mit Bleistift und Grafit gezeichnet oder Arbeiten auf Büttenpapier mit Acrylfarbe gemalt. Frank Michael Zeidler ist nicht nur ein international bekannter Künstler, sondern auch in vielfältiger Art in Künstlerorganisationen aktiv, im Deutschen Künstlerbund, in der Internationalen Gesellschaft für Bildende Kunst, im Verwaltungsrat und im Sozialwerk der VG BILD-KUNST. Zur Eröffnung am Freitag, den 29. April, 20 Uhr spricht der Kunsthistoriker Dr. Christmuth Präger und führt ein in Frank Michael Zeidlers abstrakt gestische Arbeiten. (red)

• Paare – Arbeiten auf Papier 29. April bis 29. Mai 2016 Heidelberger Forum für Kunst www.heidelberger-forum-fuer-kunst.de

Pop Art is back. Gesichter, die berühren. Fotos, die eine Geschichte erzählen. Augenblicke, in denen sich Sehnsucht, Freude oder Glamour spiegeln. Pop-Ikone Madonna mit ihrem lasziven und zugleich selbstbewussten Blick. Grace Jones als lauerndes Raubtier, exzentrisch und unnahbar. Brigitte Bardots unverkennbare Silhouette, Muhammad Ali kurz nach dem Kampf – Triumph und Erschöpfung sprechen aus seinen Augen. Die Frankfurter Künstlerin Yasmin Karpinski ist seit jeher fasziniert von diesen bekannten Bildern, die, wie sie sagt „so viel mehr sind als bloße Aufnahmen berühmter Menschen. Sie lassen den Geist ihrer Zeit erkennen, gewähren den Blick hinter die Fassade, wecken Emotionen. Es sind nicht die Details, sondern die großen, reduzierten Formen, die den Bildern ihre visuelle Kraft geben. Die Herausforderung dabei ist, in der Einfachheit der Fläche den emotionalen Charakter zu behalten.“ (rjr)

• Yasmin Karpinski 19. Mai bis 15. Juli 2016 Galerie im Schloss, Hemsbach www.hemsbach.de kunstraumMETROPOL 35


kunstraumMANNHEIM

kunstraumVIERNHEIM

kunstraumLANDAU

Christine Trautmann, Unikat aus Fell und Kunststoff, 2015

J. Batura Lemke, Thank you and goodbye (Detail), 2015

Villa Streccius, Landau

CHRISTINE TRAUTMANN

JURATE BATURA LEMKE

IN MEINER ART

Designkreationen

Malerei und Zeichnungen

Mitgliederausstellung des Kunstvereins

Bereits zum zweiten Mal präsentiert Christine Trautmann ihre Designkreationen in der Lanz-Villa.

Für die Künstlerin ist die Natur eine unerschöpfliche Inspirationsquelle. Die Konzentration auf das Detail steht im Vordergrund, aber bei aller Detailtreue wird die Realität rätselhaft gestaltet.

Mit über 440 Mitgliedern, darunter zahlreichen Künstlern, ist der Kunstverein Villa Streccius einer der größten in RheinlandPfalz.

Die ungewöhnlichen Objekte sind tragbare Taschen, sie sind handgemachte Unikate mit spannendem Innenleben und außergewöhnlichen Ergänzungen an Materialien. Hauptsächlich werden hochwertiges Leder (sämisch gegerbtes Hirschleder), Kalbsleder und Lammvelours verwendet aber auch schöne Pelze werden recycelt. Die Objektkünstlerin entwirft und entwickelt ihre Auftragsarbeiten mit dem Kunden gemeinsam im Atelier auf der Friesenheimer Insel. Am Präsentationsabend werden Prototypen gezeigt und das Materialrepertoire wird mit Neuentdeckungen der aktuellen Pariser Stoffmesse in die florale Richtung erweitert. Die Lanz-Villa ist mit dem üppig schmuckvollen Empfangssaal ein wunderbarer Ausstellungsort für die vielfältigen Arbeiten. Die Veranstaltung wird mit dem Verlosen einer Tasche unter den Besuchern abgerundet. (red)

• Christine Trautmann Präsentationsabend 8. April 2016 ab 19 Uhr Lanz-Villa, Mannheim www.trautmann-works.de

Viele ihrer Bilder haben mystische Ausstrahlung und fordern den Betrachter zur Deutung heraus. Das Motiv bestimmt die angewandte Technik, dem zufolge entsteht eine Vielfalt an Techniken: akribische Tuschezeichnungen, expressive Ölgemälde, originelle Collagen und Mischtechniken. J. Batura Lemke ist Kanadierin, 1948 als Kind litauischer Flüchtlinge in Würzburg geboren, lebte sie in Australien und Kanada. Seit 1979 ist sie in Lampertheim-Hüttenfeld zu Hause. Sie absolvierte ihr Kunst- und Pädagogikstudium in Toronto, Kanada. Neben ihrer Kunst leitete sie diverse Malund Zeichenkurse. Bis 2015 war sie Kunsterzieherin am Litauischen Gymnasium in Lampertheim-Hüttenfeld. Seit 1967 waren ihre Arbeiten in über 20 Einzelausstellungen, u.a. in Toronto, Vilnius, Berlin, Ladenburg, Mannheim, Lampertheim zu sehen und sie beteiligte sich an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland. Arbeiten von Lemke finden sich auch in privaten und öffentlichen Sammlungen. (red) • Jurate Batura Lemke bis 22. April 2016 KulturScheune Viernheim www.viernheim.de

Im Turnus von zwei bis drei Jahren stellt der Verein Arbeiten seiner Künstlermitglieder, die in den letzten drei Jahren entstanden sind, aus und gibt auf diese Weise einen Überblick über deren aktuelles Schaffen. In der Ausstellung „In meiner Art” nehmen diesmal 54 von ihnen teil und präsentieren Malerei, Zeichnung, Grafik, Skulptur und Fotografie in den historischen Räumen der Villa Streccius. Bis zu drei Arbeiten pro Künstler konnten eingereicht werden, aus denen eine Jury mindestens eines ausgewählt hat. Bewusst wurde auf eine thematische Eingrenzung verzichtet, um das Spektrum an verschiedenen Stilrichtungen, Gattungen und nicht zuletzt an Originalität der Künstlermitglieder vorzustellen. (red)

• In meiner Art 14. Mai bis 26. Juni 2016 Kunstvereins Villa Streccius, Landau www.kunstverein-landau.de kunstraumMETROPOL 37


AUSSTELLUNGEN BAD DÜRKHEIM

Kunsthalle Damstadt

Galerie Alte Turnhalle

Steubenplatz 1, Darmstadt Di-Fr 11-18h, Sa, So 11-17h

Dr. Kaufmannstraße 4, Bad Dürkheim 20. Mai bis 20. Juni 2016 Thomas Waites, Michael Kretz, Albino Menotzzi, Pellegrino Vignali, Richard Schwaab, Mario Urlaß, u.a.: tier : gut mensch : böse (Mensch und Tier zwischen Faszination, Magie und Entfremdung. Internationale Ausstellung behinderter und nichtbehinderter Künstler.)

Kunstverein Bad Dürkheim e.V. Burgkirche, Leiningerstraße, Bad Dürkheim Di, Mi, Fr 14-16:30h, Do 17-19:30h, Sa, So 11-16h 22. Mai bis 4. Juni 2016 Tanja Fender: Hinter dünner Wand (Skulptur, Arbeiten auf Papier) Vernissage, 22. Mai 2016, 11:15h

BAD RAPPENAU

bis 17. April 2016 Florian Süssmayr: Bilder für deutsche Museen (2) bis 17. April 2016 Daniel Stubenvoll: Pyramids 22. bis 24. April 2016 Darmstädter Tage für Fotografie bis 24. Juli 2016 Masha Tupitsyn: Love Sounds (Soundinstallation) 22. April bis 24. Juli 2016 Christoph Klauke: Double Portraits

Jakobuskirche und Ökumenisches Gemeindezentrum Pilgerpfad, Jakobusplatz 1, Christuskirche Mörsch, Frühlingsstraße 27, Frankenthal Do 17-20h, So 15-18h www.kirchen-ft.de 13. Mai bis 26. Juni 2016 Fritz Stier: Silent people (Jakobuskirche) Matthias Strugalla: Zeichnungen (Christuskirche Mörsch) Michael Volkmer (Zwölfapostelkirche) Irmgard Weber (Ökumenisches Gemeindezentrum Pilgerpfad) Eröffnung, 13. Mai 2016, 19h, Zwölfapostelkirche

Kunsthaus Frankenthal

1. Mai bis 24. Juli 2016 Malerei als Film

Hans-Kopp-Straße 22, Frankenthal Di-So 14-18h, Do 14-20h

22. April bis 19. Nov. 2016 Das Tor, der Zaun und die Stadt (Ausstellung zur Generalsanierung der Kunsthalle Darmstadt)

bis 3. April 2016 Anja Niedringhaus: At War 10. April bis 8. Mai 2016 Jesús Algovi: Bild - Sprache - Objektkunst

Künstlergruppe WieArt Rhein-Neckar

DOSSENHEIM

Wasserschloss, Hinter dem Schloss 1, Bad Rappenau So 11-18h

Galerie Julia Philippi Heidelberger Straße 31, Dossenheim Mi, Do, Fr 15-19h

3. April bis 29. Mai 2016 Metamorphose (Malerei, Skulptur, Keramik, Objekt, Fotografie)

bis 15. April 2016 Claudia Brieske: los_treten (Zeichnungen, Skizzen und Storyboards für Video- und Klanginstallationen)

19. Juni bis 17. Juli 2016 Kultursommer 2016: “Der Sommer unseres Vergnügens” - Schräge Vögel

Hinter dem Schloss 1, Bad Rappenau So 13-18h

EBERBACH

Museum für Moderne Kunst (MMK 1 und 3)

Galerie ARTgerecht

17. April bis 22. Mai 2016 Dieter Kollmannsberger, Christian Schott, Werner Mönch, Don Cutter, Jens Grundschock: Gugge Ltd. (Skulpturen, Malerei, Installation) Vernissage, 17. April 2016, 11h

Friedrich-Ebert-Straße 2, Eberbach Di-Fr 15-18h, Sa 11-14h

Domstraße 10 und 3, Frankfurt Di-So 10-18h, Mi 10-20h

Wasserschloss

13. Mai bis 10. Juni 2016 Susanne Maurer (Malerei) Vernissage, 13. Mai 2016, 18:30h

FRANKFURT

MMK 2

bis 2. April 2016 Ramona und Rolf Müller-Hamleh, Hilla Wolf-Wagner, Hildegard Schmitz Anje Teuber und Alexander Rolof: ARTvent (Skulpturen, figurative Plastik, Tapisserie, Malerei)

Taunustor 1, Frankfurt

Kulturforum Vis-à-Vis der Stadt Buchen Kellereistraße 23, Buchen Di-Fr, So 14-17h

ab 17. April 2016 Manfred Binzer (Skulpturen und Malerei) Vernissage, 17. April 2016, 15h

Römerberg Frankfurt Di, Fr-So 10-19h, Mi+Do 10-22h

10. April bis 16. Mai 2016 Heike Jeschonnek: gestrandet (Zeichnungen in Wachs)

EDENKOBEN

bis 12. Juni 2016 Joan Miró

Galerie Neumühle

Städel Museum

BUCHEN Kunstverein Neckar-Odenwald

22. Mai bis 26. Juni 2016 Mitgliederausstellung: Fremd bin ich eingezogen ...

DARMSTADT Designhaus Darmstadt Eugen-Bracht-Weg 6, Darmstadt Fr 15-19h, Sa u. So 11-19h

Klosterstraße 173, Edenkoben Mo, Di nach Vereinbarung, Mi-Fr 10-12h u. 1518h, Sa 10-12h u. 15-17h, So 15-17h bis 24. April 2016 Heinz Friedrich 1. Mai bis 26. Juni 2016 Künstler der Galerie

Max Slevogt-Galerie

bis 11. Sept. 2016 Das imaginäre Museum: Werke aus dem Centre Pompidou, der Tate und dem MMK

Schirn Kunsthalle

Schaumainkai 63, Frankfurt Di, Mi, Sa, So 10-18h, Do, Fr 10-21h bis 5. Juni 2016 Maniera: Pontormo, Bronzino und das Florenz der Medici

Weltkulturen Museum Schaumainkai 29-37, Frankfurt täglich 11-18h

26. Juni bis 17. Juli 2016 unkown ground - Vom Fremden und Eigenen Vernissage, 26. Juni 2016, 11h

Schloss Villa Ludwigshöhe, Villastraße 64, bei Edenkoben Di-So 9-17h

bis 24. Juli 2016 A Labour of Love: Kunst aus Südafrika - die 80er jetzt

Hessisches Landesmuseum

bis 1. Mai 2016 Rolf Müller-Landau: Retrospektive

FREINSHEIM

15. Mai bis 27. Nov. 2016 Max Slevogt: Blickwechsel

Gottfried-Weber-Straße 5, Freinsheim Mo-Fr 14-18:30h, So 11-18h bis 10. April 2016 Michel Meyer, Hans Scheib (Malerei, Skulptur)

Friedensplatz 1, Darmstadt Di, Do, Fr 10-18h, Mi 10-20h, Sa, So 11-17h bis 24. April 2016 Albrecht Dürer: Meisterwerke der Druckgraphik bis 11. Mai 2016 Verborgene Schönheit- Kunstformen der Natur 29. Juni bis 21. Sept. 2016 Gestaltete Sehnsucht. Reiseplakate um 1900

Galerie der Schaderstiftung Goethestraße 1, Darmstadt Fr-So 10-17h 15. April bis 4. Sept. 2016 Larissa Fassler, Mirko Martin: Transit: Ströme (DIALOGE 04)

EDINGEN-NECKARHAUSEN Schloss Neckarhausen Hauptstraße, Neckarhausen Sa, So 14-18h

GERMERSHEIM

24. April bis 19. Juni 2016 Atelier&Künstler: Anna Bludau-Hary, Natascha Brändli, Günter Hutter, Thomas Marks, Hildegard Peetz, Susana Reberdita, Beate Sellin, Helga von Jena Eröffnung, 24. April 2016, 11h ,

Zeughausstraße, Germersheim Sa 15-18h, So 14-18h 8. Mai bis 5. Juni 2016 Thomas Putze: vogelfrei (Skulptur, Installation, Zeichnung) Vernissage, 8. Mai 2016, 11h

FRANKENTHAL

HEDDESHEIM

Kultursommerprojekt Frankenthal 2016

Kulturbetriebe Schluckspecht & La Petite Galerie

Zwölfapostelkirche, Carl-Theodor-Straße 2,

38 kunstraumMETROPOL

Galerie Zulauf

Kunstverein Germersheim e.V.

Oberdorfstraße 17, Heddesheim Mo-Sa ab 19:00 Uhr


kunsträume der REGION 5. Juni bis 30. Oktober 2016 Bernd Gerstner, Roland Schmitt: Zeitsprung Vernissage, 5. Juni 2016, 19h

HEIDELBERG be art - galerie für fotografie

Heidelberger Forum für Kunst

Ladenburger Str. 31, Heidelberg Mi-Fr 13-18h, Sa 13-16h bis 28. April 2016 Hans-Jürgen Graf Grote: Freezing Colours (experimentelle Fotografien)

Heiliggeiststraße 21, Heidelberg Di-So 14-18h bis 24. April 2016 Ursula Böhler, Raingard Tausch, Felicitas Wiest, Fritz Stier: Den Fluss anhalten 29. April bis 29. Mai 2016 Frank Michael Zeidler: Paare - Arbeiten auf Papier Vernissage, 29. April 2016, 20h 3. Juni bis 10. Juli 2016 Flucht und Vertreibung (Fotografien von Flüchtlingen, die sie während ihrer Flucht aufgenommen haben) Vernissage, 3. Juni 2016, 20h

boeckercontemporary Viktoriastraße 12, Heidelberg Di-Fr 11-15h 22. April bis 20. Mai 2016 Jürgen Knubben: Vertikale Variation Vernissage, 22. April 2016, 19h 10. Juni bis 10. Juli 2016 Stephan Bambury, Ivar Valgardsson, Christiane Schlosser, Michael Rouillard: Farbe Vernissage, 10. Juni 2016, 19h

Dezernat 16 Emil-Maier-Straße 16 (alte Feuerwache), Heidelberg 31. März bis 30. April 2016 Grün (Kunstaktionen im Stadtraum Heidelberg und Ausstellung) 1. Aktion, 31. März 2016, 18h

Galerie im Augustinum Jaspersstraße 1, Heidelberg täglich 8-20h bis 18. April 2016 Peter Daunhauser, Marianne Deike, Theresia Gaa, Rita Hausen, Gottfried Keim, Hedwig Ruder, Andrea Tewes (Künstlergruppe Walldorf): Faszination Farbe 20. April bis 6. Juli 2016 Monika Koch, Heiner Tettenborn: Afghanistan von innen Finissage mit Diavortrag, 5. Juli 2016; 19.30h

Galerie Grewenig/Nissen Pfarrgasse 1, Heidelberg Mi, Do, Fr 15-18h, Sa 11-13h 8. April bis 14. Mai 2016 Helmut Dirnacher: Des Meeres eine Hälfte ~ Erde…

Galerie Kunst 2 Lutherstrasse 37, Heidelberg Di-Do 11-15h, Sa 11-15h bis 8. April 2016 Tessa Wolkersdorfer: in my Place (Malerei)

Galerie Marianne Heller Friedrich-Ebert-Anlage 2, Heidelberg Di-Fr 11-13h und 14:30-18h, Sa 11-18h bis 17. April 2016 Chitaka Hashimoto, Yoshihiko Murata, Naomi Kamata, Seichiro Fujino, Ken Noguchi, Katsuji Kamata: Lackkunst junger japanischer Künstler 24. April bis 19. Juni 2016 Jean François Fouilhoux: Le Geste (Porzellan & Seladon)

Galerie p13 Pfaffengasse 13, Heidelberg Mi-Sa 11-13h u. 14:30-18h, Sa 14:30-17h, So 14:30-17h bis 30. April 2016 Friedemann Hahn: neue Arbeiten 8. Mai bis 26. Juni 2016 Jan Holthoff, Bruno Kurz: Malerei Vernissage, 8. Mai 2016, 17h

GEDOK Galerie Heidelberg Römerstraße 22, Heidelberg Mi, Fr 17-20h, Sa 14-14h

kunstraumABO

bis 9. April 2016 M. Elsmeyer Strimpf, Sabine Friebe-Minden, Agnes Pschorn, Sabine Siegmeyer, Isolde Ott, Ruth Groß, Hyun Hyesung, Danuta Latta: Zellerneuerung

Heidelberger Kunstverein Hauptstraße 97, Heidelberg Di, Mi, Fr 12-19h, Do 15-22h, Sa, So 11-19h bis 10. April 2016 Michael Baers, Hera Büyüktaşçıyan, Cevdet Erek, Michaela Melián, Bassam Ramlawi und Mounira, Al Sohl, Zişan, Iz Öztat und Mustafa Erdem Özler mit Baçoy Koop: Land ohne Land Johanna Hoth: Arrangement. Positionen zur Haager Konvention in Heidelberg Yvon Chabrowski, Corinne Chotycki und Jörg Naier, Antje Engelmann, Wilhelm Klotzek, Lena Inken Schaefer, Sarah Schumann, Peter Woelck und Sati Zech: Jahresgaben 2015 23. April bis 11. Juni 2016 Uli Fischer: Was ich schon immer sagen wollte Neues und Ungesehenes aus der Sammlung Prinzhorn

Kommandantenvilla Mark Twain Village, Rheinstraße, Heidelberg Sa, So 12-18h 10. April bis 8. Mai 2016 Susanne Bauernschmitt, Stanford Fata, Caroline Laengerer, Petra Lindenmeyer, Ada Mee, Claus Messmer, Klaus Meyer, Sigrid Münch-Metzner, Isabell Riederer, Regine Scharf, Grete WernerWesner, Anna Debora Zimmermann: Zäsur Vernissage, 10. April 2016, 11h Rahmenprogramm siehe: www.zaesur.jimdo.com

kunstraumMETROPOL Nie mehr verpassen dank ABO

kunstraumMETROPOL, das Kunstmagazin der Metropolregion Rhein-Neckar bietet regelmäßig Informationen zu zeitgenössischer Kunst in Heidelberg, Ludwigshafen und Mannheim, um nur einige „hotspots“ in der Metropolregion Rhein-Neckar zu nennen. Ausstellungsbesprechungen, Interviews mit Kunstschaffenden und Kunstvermittlern, Künstlerporträts, Ausstellungsempfehlungen und eine umfassende Über-

Kunst im Breitspiel

sicht über Kunsttermine in einem Quar-

Rechtsanwaltskanzlei Tiefenbacher Im Breitspiel 9, Heidelberg während der Büroöffnungszeiten

tal ermöglichen die schnelle Orientie-

20. April bis 28. Juli 2016 Philine Maurus-Bujard: Überblick (Preisträgerin des Willibald-Kramm-Stiftungspreises) Preisverleihung, 20. April 2016, 18h

der Metropolregion.

Kunstraum Vincke-Liepmann

erhältlich: Sie erhalten regelmäßig die

Häusserstraße 25, Heidelberg Do, Fr 15-19h, Sa, So 11-15h bis 17. April 2016 Petra Blocksdorf: Arbeiten auf Papier 4. Juni bis 17. Juli 2016 Harald Wolff: seltsam verständlich (Arbeiten auf Papier) Vernissage, 4. Juni 2016, 19h

Kurpfälzisches Museum

rung über aktuelle Kunstaktivitäten in

kunstraumMETROPOL ist auch im Abo Ausgaben direkt in Ihren Briefkasten. Es kostet 20,- Euro und umfasst vier Ausgaben inkl. Versand. Bitte senden Sie bei Interesse eine E-Mail mit Angabe der Lieferadresse

Hauptstraße 97, Heidelberg Di-So 10-18h bis 12. Juni 2016 Reiselust - Vom Pilger zum Pauschaltourist

und dem Zeitpunkt ab dem Ihr Abo

Museum Haus Cajeth

redaktion@kunstraum-metropol.de

beginnen soll an:

Haspelgasse 12, Heidelberg Mo-Sa 11- 17h

kunstraumMETROPOL 39


AUSSTELLUNGEN bis 2. Juni 2016 Pellegrion Vignali, Cholud Kassem: Eine Begegnung ihrer Kunst

Sammlung Prinzhorn Voßstraße 2, Heidelberg Di, Do-So 11-17h, Mi 11-20h bis 10. April 2016 Dubuffets Liste

Skulpturenpark - Orthopädische

Universitätsklinik Schlierbacher Landstraße 200a, Heidelberg, täglich geöffnet 19. Juni bis Okt. 2016 Werner Pokorny Eröffnung, 19. Juni 2016, 11h

Textilsammlung Max Berk (Kurpfälzisches Museum) Brahmsstraße 8, Heidelberg-Ziegelhausen Mi, Sa, So 13-18h bis 29. Mai 2016 Von Schmetterlingen und Drachen (Textile Schätze südchinesicher Bergvölker)

HEMSBACH Ehemalige Synagoge Mittelgasse 16, Hemsbach Sa, So 14-18h 24. April bis 19. Juni 2016 Atelier&Künstler: Harald Priem Eröffnung, 24. April 2016, 16h

Galerie im Schloss Schlossgasse 41, Hemsbach Mo, Mi 7:30-17h, Di 7:30-15:30h, Do 7:30-19h, Fr 7:30-13h 7. April bis 6. Mai 2016 Ursula Weskott: Radierungen Vernissage, 7. April 2016, 19h 19. Mai bis 15. Juli 2016 Yasmin Karpinski: ICONIC PAINTING Vernissage, 19. Mai 2016, 19h

HEPPENHEIM Kunstverein Heppenheim Bahnhofstraße 1, Heppenheim So 16-18h, nach Vereinbarung unter info@kunstverein-heppenheim.de 29. April bis 29. Mai 2016 Felix Schramm: Interface (Installation)

bis 17. April 2016 Die Künstlerguppe Tripol: Marita Mattheck, Sabine Amelung, Jürgen Hatzenbühler (Malerei, Objekte, Fotografie) 8. Mai bis 5. Juni 2016 Anette Janle, Peter Spiegel: Schichtungen Vernissage, 8. Mai 2016, 11h

Städtische Galerie Karlsruhe

KAISERSLAUTERN

ZKM – Museum für neue Kunst

Museum Pfalzgalerie Museumsplatz 1, Kaiserslautern Di 11-20h, Mi-So 10-17h bis 3. April 2016 Vere Mercer: Stillleben bis 24. April 2016 Elementares: Sitzen, Stehen, Liegen (Skulpuren) Verborgenes - Bestandsprode III 16. April bis 12. Juni 2016 André Kertész: Budapest - Paris - New York (Fotografie) Eröffnung, 15. April 2016, 19h 11. Mai bis 17. Juli 2016 Pfälzer Landschaften: Natur pur (Gemälde und Grafiken aus dem Bestand) Eröffnung, 10. Mai 2016, 19h 19. Juni bis 14. Aug. 2016 Pfalzpreis für Bildende Kunst 2016 Eröffnung, 19. Juni 2016, 11h

Galerie Wack Morlautererstraße 80, Kaiserslautern Di-Fr 14-19h, Sa 11-16h bis 9. April 2016 István Haász: Pastelle

KARLSRUHE Badischer Kunstverein Karlsruhe Waldstraße 3, Karlsruhe Di-Fr 11-19h, so 11-17h bis 3. April 2016 Hannah Weinberger: You’ll be there when I’ll be here Concerning concrete Poetry 22. April bis 12. Juni 2016 Melanie Dorfer, Jörg Sobott: Debütanten-Ausstellung

Fraunhofer IOSB

HERXHEIM

Fraunhofer Straße1, Karlsruhe bis 21. April 2016 Elke Weickelt, Michael Stadter: Meine Geschichte (Malerei, Zeichnung, Bildhauerei)

Museum Herxheim

Galerie Knecht und Burster

Untere Haupstraße 153, Herxheim Do-Fr 14-19h, Sa, So 11-18h bis 3. April 2016 Christian Uhl: Menschen bei der Arbeit

Großsachsener Straße 14, Hirschberg Mo, Mi, Do, Fr 8-12h, Di, Do auch 14-18h bis 17. April 2016 Johanna Jo Höhn (Malerei, Collage) Thomas Putze (Skulptur, Objekte, Performance)

Baumeisterstraße 4, Karlsruhe Mi-Fr 14-19h, Sa 11-16h bis 16. April 2016 Lutz Wolf: 70-er Jahre 30. April bis 11. Juni 2016 Melanie Richter: Malerei Eröffnung, 30. April 2016, 19h 18. Juni bis 16. Juli 2016 Alfonso Hüppi, Pavel Schmidt: Malerei, Zeichnung, Skulptur Eröffnung, 18. Juni 2016, 19h

HOCKENHEIM

Galerie Schrade

HIRSCHBERG Rathausgalerie

Kunstverein Hockenheim Zehntscheune, Untere Mühlstraße 4, Hockenheim Mi-Fr 15-17h, Sa 10-13 9. bis 30. April 2016 Claudia Hauptmann: Blickkontakt (Malerei) Vernissage, 9. April 2016, 16h

JOCKGRIM Kunstverein Zehnthaus Jockgrim Ludwigsstraße 26-28, Jockgrim Fr 20-22h, Sa 15-17h, So 11-17h

40 kunstraumMETROPOL

Lorenzstraße 27, Karlsruhe Mi-Fr 10-18h, Sa-So 11-18h bis 17. April 2016 Katja Colling: Stober Pullober bis 26. Juni 2016 Friedrich Kallmorgen (1856-1924) Lorenzstraße 19, Karlsruhe Mi-Fr 9-18h Sa, So 11-18h bis 17. April 2016 GLOBALE: das neue Kunstereignis im digitalen Zeitalter - 300 Tage Global Games Virtual Sound Gallery: eine Klang Ausstellung in allen ZKM | Museen rosalie: Marathon der Tiere bis 1. Mai 2016 Global Control and Censorship Die Infosphäre des 19. Jahrhunderts 10. April bis 21. Aug. 2016 Pan Gonkai: Der Modernisierungsweg der Chinesischen Kunst Eröffnung, 9. April 2016 16. April bis 21. Aug. 2016 Reset Modernity! Eröffnung, 15. April 2016, 20h Territorial Agency: Museum of oil 16. April bis 1. Aug. 2016 Armin Linke: The Appearance of That Which cannot be Seen 17. April bis 21. Aug. 2016 Der Wiener Kreis: Formalisierung des Denkens bis 21. Aug. 2016 Allahs Automaten bis 4. Sept. 2016 New Sensorium. Exciting from Failures of Modernization 18. Juni bis 16. Okt. 2016 Aby Warburg: Mnemosyne Bilderatlas

LADENBURG Galerie Linde Hollinger Rheingaustraße 34, Ladenburg Mi-Fr 13-18h, Sa 13-17h bis 30. April 2016 Markus Strieder, Renate Balda, Ursula Haupenthal: spurensuche. material - oberfläche - klang 30. Juni bis 2. Juli 2016 Rita Ernst: Buchpräsentation mit Ausstellung

Kreisarchiv Ladenburg Trajanstraße 66, Ladenburg Mo-Do 9-16h, Fr 9-13, So 20.3. und 17.4. 14-17h bis 17. April 2016 Felicitas Wiest: So nah - so fern

Kunstverein Ladenburg

Zirkel 34 – 40, Karlsruhe Di-Fr 11-13h und 14-18h, Sa 11-16h

in Kooperation mit dem Lobdengau-Museum Amtshof 1, Ladenburg Mi, Sa 14-17h, So 11-17h bis 3. April 2016 Eberhard Bitter: Dabei liegt der einzige Halt im Loslassen

Staatliche Kunsthalle

Lobdengau-Museum

Hans-Thoma-Straße 2, Karlsruhe Di, Mi, Fr-So 10-18h, Do 10-21h bis 10. Juli 2016 Elger Esser: zeitigen bis 14. Aug. 2016 formlos: Kunst nach 1945

Amtshof 1, Ladenburg Mi, Sa 14-17h, So 11-17h bis 17. April 2016 Der gehobene Schatz bis 20. Juni 2016 Dagoberts Ladenburg: Überreste des frühen Mittelalters


kunsträume der REGION LANDAU Galerie M am Deutschen Tor Neustadter Straße 8, Landau Mi, Fr, Sa 15-18h 24. April bis 29. Mai 2016 Geckeis & Walz: Powerslam (Video Sound Installation) Vernissage, 24. April 2016, 11h

Galerie Z Kaufhausgasse 9, Landau Di-Fr 10-12, 15-18h, Sa 10-14h bis 16. April 2016 Stefan Szczesny

Galerie Katrin Hiestand Stadthausgasse 11, Landau Di-Fr 10-16h, Sa 10-15h bis 24. April 2016 Gábor A. Nagy: Generic Code 29. April bis Ende Juni 2016 Ingrid Sperrle, Peter Dorn: Oxydation und Papierarbeiten (Dialogausstellung)

Kunstverein Villa Streccius e.V. Südring 20, Landau Di-Mi 17-20h, Do-So 14-17h 14. Mai bis 26. Juni 2016 in meiner Art (Mitgliederausstellung) Vernissage, 13. Mai 2016, 20h

Strieffler-Haus Löhlstrasse 3, Landau Fr-So 14-17h während der Ausstellungen 17. April bis 29. Mai 2016 HAP Grieshaber

LUDWIGSHAFEN Ernst-Bloch-Zentrum Walzmühlstraße 63, Ludwigshafen Di, Mi 14-17h, Do 14-20h

Galerie Lauth Mundenheimer Straße 252, Ludwigshafen Mo-Fr 9-13h und 14:30-18:30h, Sa 10-13h

Kunstverein Ludwigshafen Bismarkstraße 44-48, Ludwigshafen Di-Fr 12-18h, Sa, So 11-18h bis 10. April 2016 Şakir Gökçebağ: Reorientation 23. April bis 26. Juni 2016 Maziar Moradi: Ich werde deutsch Vernissage, 22. April 2016, 19h

Rudolf-Scharpf-Galerie Hemshofstraße 54, Ludwigshafen Do, Fr 15-18h, Sa, So 13-18h bis 19. Juni 2016 Annika Hippler: 405 - 780 Nanometer (Luminogramme + Lichtinstallationen) 2. Juli bis 11. Sept. 2016 Rudolf Scharpf: Zeichnungen, Monotypien Vernissage, 1. Juli 2016, 19h

Wilhelm-Hack-Museum Berliner Straße 23, Ludwigshafen Di, Mi, Fr 11-18h, Do 11-20h, Sa, So 10-18h bis 28. März 2016 Wie leben? - Zukunftsbilder von Malewitsch bis Fujimoto bis 1. Mai 2016 Quellen des Lebens: Vom Ursprünglichen in der Kunst des Espressionismus bis zur Nachkriegszeit 30. April bis 26. Juni 2016 Bernd Ribbeck Vernissage, 29. April 2016, 19h

14. Mai bis 4. Sept. 2016 Kabinettstücke: Variationen Vernissage, 13. Mai 2016, 19h 14. Mai bis 11. Sept. 2016 Zoom: Ernst-Ludwig Kirchner Urteil des Paris/Fünf Badende an einem Stein Vernissage, 13. Mai 2016, 19h 16. April bis 31. Okt. 2016 Hack-museumsgARTen - Ein Garten für alle! Eröffnung, 15. April 2016, 17:30h 14. Mai 2016 bis Sommer 2017 Abstraktionen - Werke aus der Sammlung von Popowa bis Nicolai Vernissage, 13. Mai, 2016, 19h

Galerie im Tulla

MAINZ

Kanzlei MAS&P Rechtsanwälte

Kunst im Abgeordnetenbüro Kaiser-Friedrich-Straße 3, Mainz Mo-Fr 9-18h

Landesmuseum Mainz Große Bleiche 49-51, Mainz Di 10-20h, Mi-So 10-17h seit 19. Nov. 2014 Mit Nüchternheit und Phantasie. Deutsche Graphik des Barocks und Rokokos. bis 6. Nov. 2016 Mainz - ein Blick viele Ansichten (Fotografien, Pläne, Stiche, Gemälde, Modelle) bis 27. Nov. 2016 Erwin Wortelkamp: Skulpturen draußen/drinnen.

MANNHEIM

Tullastraße 25, Mannheim Mo-Do 8-16h, Fr 8-13h außer in den Ferien bis 6. April 2016 Indra., Jan von Holleben: Homo Ludens (Malerei, Zeichnungen, Fotografie)

Galerie Kasten Werderstraße 18, Mannheim Di-Fr 14-19h, Sa 12-15h

Galerie Peter Zimmermann Leibnizstrasse 20, Mannheim Di-Fr 12:30-18h, Sa 11-14h Kaiserring 48-50, Mannheim Mo-Fr 8-18h bis 15. Juli 2016 Angelika Zülsdorf: Reise mit Rosa (Malerei)

Kunsthalle Mannheim Moltkestraße 9, Mannheim Di-So u. Feiertage 11-18h bis 3. April 2016 Abstrakt nach ‘45. Die Künstlersammlung Harry Kögler 22. April bis 14. Aug. 2016 Hannah Höch: Revolutionärin der Kunst Eröffnung, 21. April 2016, 19h bis 8. Jan. 2017 ARCHE. Die Sammlung kehrt zurück

Atelier DIETRMAR BRIXY

Künstlernachlässe Mannheim

Altes Pumpwerk Neckarau, Aufeldstraße 19, Mannheim nach Vereinbarung

im Rathaus, E5, Mannheim Mo-Do 7:30-16:30h, Fr 7:30-15h Daueraustellung: Arbeiten aus dem Depot

arthea – galerie am rosengarten

[Kunst] Projekte Monica Ruppert

Stresemannstraße 4, Mannheim Di, Do, Fr 14-18.30h, Sa 12-16h bis 2. April 2016 Karl Schwarzenberg, Susanne Zuehlke, Ina von Jan, Ingeborg van Look, Werner Neuwirth, Bruno Kurz, Hannes Helmke: Schöne Aus- und Ansichten

Lange Rötterstraße 68, Mannheim geöffnet 10., 17., 24.6. und 1.7.2016, 16-19h und nach telefonischer Absprache 3. Juni bis 1. Juli 2016 Thomas Kutschker: fragmented realities (Fotografien, Videoarbeiten) Vernissage, 3. Juni 2016, 19h

BANANA Gallery G7, 17, Mannheim Di + Do 17-20h, Mi 12-17h, Fr 19-23h

Einraumhaus Dammstraße 1, Mannheim Fr + Sa 16-19h 29. April bis 29. Mai 2016 Roland Schappert: DU Eröffnung, 29. April 2016, 19h 17. Juni bis 10. Juli 2016 Maria Tackmann Eröffnung, 17. Juni 2016, 19h

Galerie C7 C7, Mannheim Do 16h und jeden 1. Sonntag im Monat, im Anschluss an den Talk Fotografie der Reiss-Engelhorn-Museen ab 16h

Galerie Falzone D, 16, Mannheim Di-Fr 14-18h, Sa 11-15h

Galerie Grandel S4, 23, Mannheim Di-Fr 14-19h, Sa 10-16h bis 2. April 2016 Karin Brosa: Schöne Aussichten (Malerei, Grafik) 23. April bis 28. Mai 2015 Hildegard Moritz, Moritz Baumgartl: Malerei 4. Juni bis 16. Juli 2017 Jochen Schambeck: draw up (Arbeiten auf Papier)

Mannheimer Kunstverein Augustaanlage 58, Mannheim Di-So 12-17h 8. bis 10. April 2016 Galerientage Eröffnung, 8.4.2016, 19-22h | art&cocktails 9.4.2016, 12-22h | art&brunch 10.4.2016, 12-17h 17. April bis 29. Mai 2016 Brigitte Zieger: What if …? (Plastik, Zeichnung, Video) 9. bis 12. Juni 2016 Fakultät für Gestaltung der Hochschule Mannheim: Werkschau 19. Juni bis 3. Juli 2016 Lions Art 2016

märz Galerie Mannheim – cube 4x4x4 und raumX Augartenstraße 68 (Rückgebäude), Mannheim Do-Fr 16-18h, Sa 12-16h bis 9. April 2016 Doris Erbacher, Jean Mauboulès, Ben Muthofer: Objekte Stahl und Draht, Zeichnungen, Wandobjekte, Dreieckssysteme 4. Juni bis 23. Juli 2016 Gert Riel, Françoise Malaprade, Yves Popet: Kartenreliefs, Installationen, Wandobjekte, Pastelle und Bilder

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AUSSTELLUNGEN PORT25 - Raum für Gegenwartskunst Hafenstraße 25-27, Mannheim Di -So 12-18h 9. April bis 19. Mai 2016 Andrea Esswein, Hubi M. Wolfgang Sautermeister, Hanna Woll: Figur - Körper - Existenz Eröffnung, 8. April 2016

bis 20. Mai 2016 Horst Hamann: 5 Stationen

Saarlandmuseum

zeitraumexit e.V.

Bismarckstraße11-19, Saarbrücken Di, Do, So 10-18h, Mi 10-22h

Hafenstraße 68, Mannheim

Moderne Galerie

MICHELSTADT

Bismarckstraße11-19, Saarbrücken Di, Do, So 10-18h, Mi 10-22h

Galerie Kautsch Mauerstraße 11, Michelstadt Mi-Fr 15-18h, Sa 12-16h

bis 24. April 2016 Gregor Hildebrandt: Sterne streifen die Fluten

C5, Mannheim, Di-So 11-18h bis 16. Mai 2016 ZART & RAU. Neues Glas aus der Sammlung Peter und Traudl Engelhorn des mudac Lausanne

2. April bis 14. Mai 2016 Stephan Marienfeld: Objekte Eröffnung 2. April 2016, 20h

bis 24. April 2016 Im neuen Haus die neue Kunst: 40 Jahre Moderne Galerie

MOSBACH

Stadtgalerie Saarbrücken

REM - Forum internationale Photographie

Kunstverein Neckar-Odenwald-Kreis

REM Reiss-Engelhorn-Museen Zeughaus

Zeughaus C5, Mannheim Di-So 11-18h seit 25. Jan. 2015 Kosmos Kunst - Meisterstücke aus der Sammlung Kunst- und Kulturgeschichte

REM - Zephyr-Raum für Fotografie Bassermannhaus C4, 9, Mannheim Di-So 11-18h bis 29. Mai 2016 Edmund Clark: TERROR INCOGNITUS

REM - Museum Weltkulturen D 5, Mannheim, Di-So 11-18h bis 24. April 2016 Die DUCKOMENTA - Weltgeschichte neu ENTdeckt bis 30. Juli 2016 Ägypten - Land der Unsterblichkeit bis 30. Juli 2016 Versunkene Geschichte - Archälogie an Rhein und Neckar

Sebastian Fath | Contemporary Werderstraße 38,Mannheim Do-Fr 14-19h, Sa 12-16h bis 16. April 2016 Kai Richter: Skulptur Flavin Judd, Kelly, Lewitt, Mangold, Marden, Ryman, Sandback, Serra, Smith: Amerikanische Druckgrafik 30. April bis 4. Juni 2016 Lothar Quinte: Malerei und Arbeiten auf Papier Marc Angeli: Malerei

Strümpfe - The Supper-Artclub Jungbuschstraße 3, Mannheim Fr-Sa 20-2h (an den ersten drei Wochenenden) bis 29. April 2016 Sibylle Feucht: Interface Error

TEN Gallery T6, 10, Mannheim Mi-Sa 15-20h bis 22. April 2016 Deborah Musso: Urbano 4. Mai bis 17. Juni 2016 Maria Kropfitsch, Filip Antonijevic, 4th Raik, Thorsten Leidert, Markus Sprengler: Aktive Intoleranz - Eine Ausstellung über Diktatoren. Vernissage, 4. Mai 2016, 19h

Trautmann-Works Lanz-Villa, Erzbergerstraße 18, Mannheim 8. April 2016, 19h Christine Trautmann

Uhland Atelier Uhlandstraße 26a, Mannheim Do-Fr 16-21h

Universität Mannheim Schloss, Mannheim

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Altes Schlachthaus am Stadtpark Unterm Haubenstein, Mosbach Sa, So, an Feiertagen 14-18h 24. April bis 29. Mai 2016 Martin Maeller: materialist 5. Juni bis 10. Juli 2016 Elisabeth Bader: Skulpturen

St. Johanner Markt 24, Saarbrücken Di-Fr 12-18h, Sa,So, Feiertage 11-18h bis 24. April 2016 Heribert Friedl: Passager Takehito Koganezawa: Paint it black

SCHRIESHEIM Museum Théo Kerg

Kommandantenhaus Burgfeste Dilsberg

Talstraße 52, Schriesheim Mi 17-19h, Sa, So 14-17h Dauerausstellung Théo Kerg

Burghofweg 3a, Neckargemünd Sa, So 14-18h

24. April bis 29. Mai 2016 Fritz Eicher, Hartmuth Schweizer: Plasma

10. April bis 5. Juni 2016 Atelier & Künstler: Ana Laibach, Maria Kropfitsch, Claudia Urlaß 10. April 2016 bis Febr. 2017 Kunst am Grünen Hang: Ulrike Thiele Eröffnung, 10. April 2016, 11h

SCHWETZINGEN

NECKARGEMÜND

NEUSTADT Galerie UP ART CONTEMPORARY Villa Knöckel - Quellenstraße 32, Neustadt Mi-So 15-18h u. nach Vereinbarung bis 24. April 2016 Dorthe Goeden, Hyun Gyoung Kim: Papierschnitt, Skulptur, Zeichnung

gute aussichten Haardter Schloss, Mandelring 35, Neustadt nur n. Vereinb./ info@guteaussichten.org bis 8. Mai 2016 Andrea Grützner: Erbgericht Eduard Zent: Moderne Tradition

Herrenhof Mußbach An der Eselshaut 18, Neustadt-Mußbach So und Feiertag 11-18h, Mi 18-20h, Sa 14-18h 3. bis 24. April 2016 Kunst ist weiblich Vernissage, 3. April 2016, 11:15h 8. bis 29. Mai 2016 Dominik Schmitt, Benjamin Burkard, Daniel Odermatt, Josef Rosalia Hein: 4 der Besten im Südwesten Vernissage, 8. Mai 2016, 11:15h 5. bis 26. Juni 2016 Neustadt als Stadt der Künste Vernissage, 5. Juni 2016, 11:15h

PIRMASENS Forum Alte Post

Schloss Schwetzingen, Orangerie Schloss Schwetzingen, Südzirkel, Schwetzingen Mo-Fr 14-18h, Sa, So, Feiertage 11-18h bis 24. April 2016 Blumengeister - Les Fleurs Animées 29. April bis 5. Juni 2016 Schwetzingen by Horst Hamann

Kunstverein Schwetzingen Palais Hirsch Schlossplatz 2, Schwetzingen Mi-So 14-18h 9. April bis 1. Mai 2016 Eva Clemens: Paradiesseits Orangerie Schwetzinger Schloss, Schwetzingen 18. Juni bis 24. Juli 2016 Suezzo - oder wer hat Angst vorm schwarzen Mann (Gruppenausstellung anl. der 1250 Jahrfeier der Stadt)

SEEHEIM-JUGENHEIM Museum Stangenberg Merck im Haus auf der Höhe, Helene-Christaller-Weg 13, Seeheim-Jugenheim Mi-Fr 15-19h, Sa, So, Feiertage 11-18h bis 3. April 2016 Gudrun Cornford: Figurative Glasreliefs bis Sept. 2016 Heidy Stangenberg-Merck: Reise nach Italien 10. April 2016 bis April 2017 Susanne Altzweig: Form und Farbe (Keramik) Eröffnung 10. April 2016, 11h

SINSHEIM Stiftskirche Sunnisheim Stiftstraße 15, Sinsheim Sa, So 14-18h

SAARBRÜCKEN

10. April bis 5. Juni 2016 Atelier & Künstler: Arvid Boecker, Vanessa May, Silvia Szabó Eröffnung, 10. April 2016, 16h

Deutsches Zeitungsmuseum

SPEYER

Poststraße 2, Pirmasens Di-So/Feiertage 11-18h

Am Abteihof 1, Saarbrücken/Wadgassen Di-So 10 bis 16h bis 5. Juni 2016 Going West! Der Blick des Comics Richtung Westen

Feuerbachhaus Allerheiligenstraße 9, Speyer Di-Fr 16-18h, Sa, So 11-13h

Galerie Josef Nisters Bahnhofstraße 29, Speyer Di-Fr 14-18h, Sa 11-15h


kunsträume der REGION Historisches Museum der Pfalz

Kunsthaus Klüber

Domplatz 4, Speyer, Di-So 10-18h bis 31. Juli 2016 Detektive, Agenten & Spione

Hauptstraße 58, Weinheim Di-Fr 10-13h, 14-18:30h, Sa 10-15h

Kunstverein Speyer

Amtsgasse 2, Weinheim Di-Do, Sa 14-17h, So 10-17h

Kulturhof Flachsgasse 3, Speyer Do-So 11-18h bis 24. April 2016 Grigori Dor: Barocktikum (Malerei) 8. Mai bis 26. Juni 2016 XYLON Deutschland, 2015/16: Druckreif (Druckgraphik) Vernissage, 8. Mai 2016, 11h

VIERNHEIM Kunstraum Gerdi Gutperle Heidelberger Straße 9, Viernheim Fr-So 14-18h bis 5. April 2016 Große Jahresausstellung: Es werde ... 29. April bis 3. Juli 2016 Jürgen Heinz, Uwe Krafczik: Bewegung im Raum (Moving Sculpture, Malerei) Vernissage, 29. April 2016, 19h

KulturScheune Viernheim Satonévriplatz 1, Viernheim Di 10-17h, Mi 14-17h, Do 10-13h u. 15-19h, Fr 14-17h, Sa 10-12h bis 22. April 2016 Jurate Batura Lemke (Malerie und Zeichnungen)

Kunstverein Viernheim KunsthausViernheim, Rathausstraße 36, Viernheim Do, Fr 15-18h, Sa 10-13h bis 9. April 2016 Michael Schuster: Cut Outs (Lichtgestalten)

VÖLKLINGEN Weltkulturerbe Völklingerhütte Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur Völklingen/Saarbrücken täglich 10-19h bis 3. April 2016 Schädel - Ikone. Mythos. Kult. 25. Juni 2016 bis 19. Febr. 2017 Sammler öffnen ihre Schatzkammern: 220 Meisterwerke buddhistischer Kunst aus 2000 Jahren

WALLDORF Künstlergruppe Walldorf Alte Apotheke, Hauptstraße 47 Walldorf 4., 5., 11. und 12. Juni 2016, 14-17h 2. bis 12. Juni 2016 Dieter Köster, Martin Lutz: gewässert und geölt Vernissage, 2. Juni 2016, 19h

Museum der Stadt Weinheim

bis 10. April 2016 Menschen im Krieg 1914-1918 am Oberrhein

Volksbank Weinheim Bismarckstraße 1, Weinheim Mo-Fr 8:30-16h, Do 8:30-18h bis 6. Mai 2016 Kunstförderverein Weinheim e.V.: Retrospektive: 30 Jahre - 30 Künstler 9. Mai bis 3. Juni 2016 Werner Heisenberg Gymnasium 7. Juni bis August 2016 Collection Baumgartner

WORMS Nibelungenmuseum Fischerpförtchen 10, Worms Di-Fr 10-17h, Sa, So, Feiertag 10-18h seit 8. Nov. 2014 Wagners “Ring”

Kunstverein Worms Renzstraße 7-8, Worms Sa, So 15-18h bis 10. April 2016 Konstantin Voit: Gut zu Fischen, nett zu Vögeln

Museum Heylshof Stephansgasse 9, Worms Di-So 11-17h

Museum der Stadt Worms Andreasstift, Weckerlingplatz 7, Worms Di-So 10-18h bis 29. Mai 2016 PARIS - BERLIN - WORMS. Schaufensterfiguren & Kaufhäuser im Wandel 18. Juni bis 18. Sept. 2016 Der Große Krieg im Kleinformat. Künstler sehen den ersten Weltkrieg Vernissage, 17. Juni 2016, 19h

ZEUTERN BunterHund-UWeiha e.v. Alte St. Martinskirche, Zeutern Sa 16-20h, So 11-18h 16., 17., 23. und 24. April 2016 Helga-Sofie Pinnetta, Roland Adelhelm: abstrakt & real

Alle Termine ohne Gewähr.

SAP AG Internationales Schulungszentrum Dietmar-Hopp-Allee 20, Walldorf Mo-Fr 10-20h, 12-17h 22. April bis 31. Juli 2016 Evan Roth, Viktoria Binschtok, Adrian Sauer, Johanna Reich, John Gerrard, Philipp Schaerer, Software Studies Initiative, Scottie Chih-Chieh Huang: Big Data goes Art Vernissage 21. April 2016, 19h

WEINHEIM GRN-Klinik Röntgenstraße 1, Weinheim täglich 14-19h 15. April bis 12. Juni 2016 (BUSCHWERK) (No oil on Canvas) Klammern müssen eckig sein!!! Eröffnung 15. April 2016, 18h

Bildnachweise: Susana Reberdito: Bodegón y Sa Calobra II, 1997, Öl auf Leinwand, 200 x 200 cm, Foto Dorothea Burkhardt /Vanessa May, Verspielt 2015, MDF Beton,176 x 110 x 95 cm, Foto Dorothea Burkhardt / Claudia Urlaß, Kugel, 2012, Objekt umhüllt mit Wäschtrocknerflusen, Durchmesser 100 cm, Foto Dorothea Burkhardt / Katholische Kirche St. Maria, Schwetzingen©Horst Hamann, Orangerie, Schloss Schwetzingen,(c) H_Haman_ 1554PSbw _Sn, Edition Panorama, aus dem Bildband „Schwetzingen by Horst Hamann“ / André Kertész, La fourchette, 1928, Silbergelatineabzug, Privatsammlung Berlin. Copyright The Estate of André Kertész, New York / André Kertész, Café du Dôme, Paris, 1925, Silbergelatineabzug, Privatsammlung Berlin. Copyright the Estate of André Kertész / André Kertész Paris,1926, Silbergelatineabzug,

Privatsammlung Berlin. Copyright The Estate of André Kertész, New York / Friedrich Kallmorgen, Holländische Fischerkinder, 1908, Sammlung Rolf Kaletta, Hannover/ Hamburg, Foto: Heinz Pelz / 2x Edmund Clark: The Mountains of Majeed Bagram Airbase, Afghanistan, From 'The Mountains of Majeed' reflecting on the end of the war in Afghanistan. / Lothar Quinte, ohne Titel (13/II), 1966, Acryl auf Leinwand, 70 x 100 cm, Fotonachweis: Sebastian Fath Contemporary / Werner Pokorny, Wheel 2014, 2014, Corten, 300 x 300 x 78cm, (Standort hier: Ausstellung "Blickachsen" Bad Homburg, 2015)/ Turm II, Fotos: Werner Pokorny / pr_DSC2557-1, Max Slevogt, Selbstbildnis en face, Bleistift und Aquarell auf Papier, 152 x 131 mm, ©Slevogt-Archiv/Grafischer Nachlass, Schloss Villa Ludwigshöhe / Albert Haueisen, Blick vom Atelier des Künstlers auf die Rheinebene, 1911, Öl auf Leinwand, mpk, Gemäldesammlung, Foto und © mpk / Jean-François Fouilhoux, Cavale, 2016, Foto des Künstlers / Manfred Binzer bewegt, 200 x 125cm , Oel Lw., 2015, Foto: Künstler / Brigitte Zieger, Anonymous Sculptures-Sleeping Biker, 2011Abbildung Brigitte Zieger / Thomas Putze: Galgenvogel, 2014, Weide, Tusche, Strick, 69x22x24 cm, Foto: Thomas Putze / Thomas Kutschker, "Kollisionen 04" 2015, C-Print, 50x67cm, Foto des Künstlers / Foto: Neven Allgeier / GRÜN Kunstaktionen im Stadtraum Heidelberg, Plakat: Dirk Welz /Eva Clemens, Malve - Mt auf Butten - 80 x 120 - 2005, Freigabe Eva Clemens / Roland Schappert, Schwere Unzucht, 2015, Foto: copyright Rolan Schappert / [ BUSCHWERK ], [ WHAT HAPPENED TO US? ], Sprühfarbe, Stencil und Edding auf Acrylgrundierung, 40 x 80 x 4 cm (3D-Leinwand), 2015, Foto: Künstler / Ulrike Thiele, Letzter Stand: Schwebend..., Von Steinen und Mauern aufdem Dilsberg", 2015/16, mehrteilige Installation, mixed Media, Modellansicht, Einzelelement: ca. 250 x 300 x 450 cm, Foto Dorothea Burkhardt / Harald Wolff, ohne Titel, 2015 (Detail), Alle Rechte liegen bei Harald Wolff / Abbildungen: Fritz Eicher: Algenreaktoren II, Guckkasten, 2016, Schweizer CIMG1373: Hartmuth Schweizer: Feige, Schimmelkultur, 2015 / HOLLINGER / Frank Michael Zeidler, grafitpaare-ZKII-493, Zeichnung, Bleistift Grafit, 31 x 44 cm, 2012 / Yasmin Karpinski, Muhammad Ali /Cassius Clay, (Detail) (Copyright by pure-art-studio.com, Yasmin Karpinski) / J. Batura Lemke, Thank you and goodbye / Christine Trautmann, Tasche, Foto copyright: C.Trautmann / J. Batura Lemke, Thank you and goodbye / Villa Streccius. Foto Christine Schon / Abbildung Markus Strieder /

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