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OKTOBER NOVEMBER DEZEMBER

2015

Sebastian Schrader, Die Probe, (Ausschnitt) 2011

DAS KUNSTMAGAZIN DER METROPOLREGION RHEIN-NECKAR


AUFGESCHOBEN Malerei von Sebastian Schrader im Mannheimer Kunstverein (S. 9) 29. November 2015 bis 10. Januar 2016 Mannheimer Kunstverein

Sebastian Schrader, Die Probe (Ausschnitt) 2011

kunstraumIM GESPRÄCH 12 PORT25 – Raum für Gegenwartskunst

kunstraumLADENBURG 14

Material in Bewegung Anne Blanchet, Anne Böhnke, Madeleine Dietz, Michael Reiter

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Caroline Laengerer – Bilder und Objekte

kuratorsMIND 15

kunstraumLUDWIGSHAFEN 4 Wie leben? Zukunftsbilder gestern und heute Eine Themenausstellung im Wilhelm-Hack-Museum

kunstraumKAISERSLAUTERN 6 Vera Mercer Tierstillleben zwischen barocker Opulenz und Morbidezza

kunstraumHEIDELBERG 8 Reife Früchte - junges Gemüse Stillleben im Dialog

Dr. Jörg Garbrecht – Der feine Schimmer Zu Pfau und Perlmutt im Jugendstil

kunstraumKARLSRUHE 16

ars viva 2016 Flaka Haliti, Hanne Lippard, Calla Henkel & Max Pitegoff

kunstraumEDENKOBEN 19

Kunst am Puls der Zeit Rolf Müller-Landau – eine Retrospektive

kunstraumBAD RAPPENAU 21

Denkanstöße Von Hand 3 - Kunstspuren hüben wie drüben und Kunst, die keine Krenzen kennt

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Ken Mihara – Mindscapes - Imaginäre Landschaften

17

Claus Bury – Große Holzskulptur für Skulpturenpark

kunstraumSINSHEIM

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Terrain – Neue Werke von Lynn Schoene

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Wolfgang Troschke – Zeichnungen und Druckgraphik

kunstraumMANNHEIM 9 Aufgeschoben Malerei von Sebastian Schrader im Mannheimer Kunstverein 10 Adresse A4,6 – Künstlerinnen und Künstler in der Alten Sternwarte

Die kleine Form 2 – 20 Jahre Kulturstiftung Rhein-Neckar-Kreis e.V.

kunstraumHEMSBACH 23

DAN T. FAHLBUSCH Objekte – Collagen – Reliefs

artistsMIND 23

Myriam Holme – Im Gespräch

25 Hells Angels – Petra Arnold 25 Zwei polnische Künstlerinnen Anna Gawlikowska und Karolina Jarmolinska 33

Anna Comellas – Die rote Linie

kunstraumLANDAU 26

Strukturen des Privaten – Vom Verschwinden und Bewahren

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GartenTräume – Faszinierende Gartengeschichten

kunstraumSCHRIESHEIM

editorial

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

kunstraumWEINHEIM

dieser Kunstherbst verspricht für die Metropolregion spannend zu werden. Der neue Kunstraum Port25, mit dem Konzept der Kuratorin Stefanie Kleinsorge wird der hiesigen Kunstszene einen sicherlich starken Auftrieb geben. (siehe hierzu auch unser Interview auf S. 12ff) Ein weiteres „must be“: die Ausstellung „Wie leben“ des Wilhelm-Hack-Museums mit hochkarätigen Leihwerken. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen unseres Magazins.

LAND ENDS – Melissa Moore featuring Wunderkammer

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Bilder aus südlichen Gärten Ölmalerei von Brigitte Hofherr

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Andreas Lau und Nele Waldert – Malerei und Skulptur

kunstraumVIERNHEIM 35

Vom Suchen und Finden – Holzobjekte und Malerei

kunstraumMETROPOLREGION 35

OFF//FOTO 2015 – Zeitgenössische fotografische Positionen

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kunsträume der REGION

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Impressum

Björn Barg, Verleger

kunstraumMETROPOL 3


kunstraumLUDWIGSHAFEN

WIE LEBEN? ZUKUNFTSBILDER GESTERN UND HEUTE EINE THEMENAUSSTELLUNG IM WILHELM-HACK-MUSEUM LUDWIGSHAFEN

Die kontextuelle Verschiebung von Kunst, Design und Architektur aufzuzeigen, das ist Ziel des groß angelegten Ausstellungsprojekts „Wie leben? Zukunftsbilder gestern und heute“, das dabei neue Perspektiven künstlerischen Schaffens geschichtlichen Aspekten gegenüberstellt und in diesem Zusammenhang auch gesellschaftspolitische Fragen erörtern will. Die Intention der Ausstellungsmacher ist es, „mit der Zusammenstellung wesentlicher Zukunftsentwürfen eine Kulturgeschichte zu zeichnen, deren Zukunft auch in der Vergangenheit liegt“. Gezeigt werden Gemälde, Skulpturen, Installationen, Modelle, Rekonstruktionen von Interieurs, Möbel, Fotografien und Videos von namhaften Künstlern, Designern und Architekten. Die Sonderschau wurde von der BASF SE im Rahmen von BASF 150 initiiert und finanziell ermöglicht.

4 kunstraumMETROPOL

Wie wollen wir arbeiten? Wie wollen wir leben? Und wie gestalten wir die Welt? An diesen Fragen orientierten sich die Kuratoren bei der Auswahl und Zusammenstellung der Exponate. Der zeitliche Bogen reicht von der russischen Avantgarde bis ins heutige digitale Zeitalter. Das intendierte Spannungsverhältnis der verschiedenen Gattungen reflektiert, über einen Zeitraum von etwa hundert Jahren hinweg, die Integration aktueller internationaler Strömungen und zeitgenössischer Kunstproduktionen in das Ausstellungskonzept sowie deren Rekurs auf maßgebliche historische Positionen. Das erklärte Ziel dieser Ausstellung sei es, anhand ausgewählter Beispiele retrospektiv die Entwicklung von Kunst-, Kulturund Industriegeschichte nachzuzeichnen, wie sie etwa an der Gruppe des niederländischen De Stijl oder an akademischen Einrichtungen wie dem Bauhaus oder der Ulmer Schule modellhaft dargestellt werden kann. Die Synergien zwischen Kunst und Industrie werden in den Fokus genommen, wenn durch offensichtliche Relationen unter der Prämisse einer ganzheitlichen Gestaltung des Lebens die Disziplinen Architektur, Design und Kunst miteinander verknüpft werden und dadurch Innovationen aufgezeigt werden können, die eine Neudefinition und diver-

gente Gestaltung der Zukunft implizieren. Darüber hinaus wollen die Kuratoren der sich daraus ergebenden Frage nachgehen, ob es eine ‚Ästhetik der Zukunft‘ gegeben hat und gibt. Um die industrielle Arbeitswelt zu illustrieren sind beispielsweise fotografische Arbeiten von Bernd und Hilla Becher und Robert Häusser zu sehen. Der gesellschaftliche Wandel zur modernen Industriegesellschaft wird unter anderem mit einer Auswahl von Porträts aus dem Mappenwerk ‚Menschen des 20. Jahrhunderts‘ von August Sander anschaulich gemacht. Radikale Forderungen einer Umgestaltung der Lebens- und Arbeitswelt werden an Werken der russischen Konstruktivisten ablesbar, wenn sie sich programmatisch im Sinne der Revolution als „Konstrukteure einer neuen Wirklichkeit“ verstanden. Werke von Konrad Klapheck werden als kritisches Statement für die zunehmende Technisierung gewertet. Die amerikanische Künstlerin Mierle Laderman Ukeles vertritt die institutionskritische Position der konzeptkünstlerischen Avantgarde Ende der 1960er Jahre, wenn sie in ihrem ‚Manifesto for Maintenance Art‘ aus feministischer Sicht die Trennung der Lebenswelten einer Hausfrau, Mutter und Künstlerin hinterfragt. Antje Ehmann und Harun Farocki haben 2011 das Projekt


‚Eine Einstellung zur Arbeit‘ gestartet, das einen Einblick in die aktuelle globale Arbeitswelt gewährt. Der Untersuchungsgegenstand ist die ‚Arbeit’: bezahlte oder unbezahlte, materielle oder immaterielle, traditionsreiche sowie die gänzlich neue, was weltweit von verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern in ein bis zwei minütigen Videoclips festgehalten wurde. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt der Ausstellung ist die Architekturentwicklung in den letzten knapp hundert Jahren. Unterschiedliche Ansätze sollen diskursiv und kritisch-reflexiv behandelt werden. Realisierte und nicht realisierte Konzeptionen von El Lissitzky, Gerrit Rietveld, Le Cobusier und Walter Jonas werden exemplarisch aus einer Vielzahl architektonischer Ideen aufgegriffen. Die verschiedenen Möglichkeiten, neue Raumkonzepte sowohl geometrisch als auch organisch zu entwerfen, sind wesentliche Aspekte modernen und zeitgenössischen Bauens, wie sie an Entwürfen und Bauten von Architekten wie Bruno Taut, Hermann Finsterlin, Ludwig Mies van der Rohe, Arata Isozaki und Sou Fujimoto nachvollzogen werden können. Das Design ist „die Schnittstelle zwischen Lebens- und Arbeitsbedingungen und den Zukunftsvisionen in der Architektur“, so das Kuratorenteam. Die Mitte des 20. Jahrhunderts habe eine Generation von Designern hervorgebracht, die die Grenzüberschreitung und das Experiment wie nie zuvor zelebrierten hätten. In der Ausstellung wird ein besonderes Augenmerk auf die Verwendung neuer Materialen, insbesondere von Kunststoff, gerichtet, wobei von kuratorischer Seite konstatiert wird, dass dadurch ein neues Lebensgefühl entstanden sei, was in späteren Jahren eine Auseinandersetzung mit sozialkritischen Gestaltungsentwürfen zur Folge hatte. Eine gegenseitige Beeinflussung von Industrie und künstlerischem Schaffen lasse sich an Werken von Künstlern und Designern wie Piet Mondrian, Theo van Doesburg, Verner Panton, Gerhard Richter oder Tobias Rehberger exemplifizieren. Neben Werken aus der hauseigenen Sammlung sind es Leihgaben namhafter Museen und Sammlungen, unter anderem des Architekturmuseums in Frankfurt am

El Lissitzky, Proun 23 N (B 111), 1920/21

Main, des Vitra Design Museums in Weil am Rhein, des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg und des Centre Pompidou in Paris, die in der Ludwigshafener Sonderschau zu sehen sind. Das Ausstellungsprojekt ‚Wie leben?’ demonstriert facettenreich, welchem Wandel die freie und angewandte Kunst, besonders in den Bereichen Architektur und Design, über Jahrzehnte hinweg erlebte und welche künstlerischen Interventionen und Innovationen heute und zukünftig unseren Alltag prägen. Dirk Martin

• Wie leben? Zukunftsbilder gestern und heute 5. Dezember 2015 bis 28. Februar 2016 www.wilhelmhack.museum kunstraumMETROPOL 5


kunstraumKAISERSLAUTERN

VERA MERCER TIERSTILLLEBEN ZWISCHEN BAROCKER OPULENZ UND MORBIDEZZA Vera Mercer (geb. 1936 in Berlin) porträtierte in den 1960er Jahren in Paris die Schriftsteller Samuel Beckett, Eugéne Ionesco, Jean Tardieu und Norman Mailer sowie auch bildende Künstler, die Geschichte geschrieben haben oder noch schreiben sollten wie Marcel Duchamp, Andy Warhol, Jean Tinguely, Niki de SaintPhalle, Robert Filliou oder Daniel Spoerri. Mit letzterem war sie verheiratet, er verschaffte ihr den Zugang zur Künstlerszene. In dieser Zeit fing Mercer an, die kurz vor dem Abriss stehenden alten Pariser Markthallen fotografisch zu dokumentieren. Hierbei fand sie ihre Motive unter Nahrungsmitteln wie Gemüse, Früchten oder Fleisch, die sie später zu Foto-Tableaux im Studio arrangieren wird. Vera Mercer, Peaches and Apples, Paris 2014

Vera Mercer, Mushroom, Omaha 2013

• Vera Mercer. Stillleben 28. November 2015 bis 3. April 2016 Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern www.mpk.de 6 kunstraumMETROPOL

Bereits in den Anfängen der Fotografie war das arrangierte Tierstillleben neben der Architektur- und Landschaftsfotografie ein dankbares Motiv. Die damals noch langen Belichtungszeiten begünstigten das Ablichten unbewegter Objekte. Im 20. Jahrhundert wurde das Motiv von Schlachtszenen und arrangierten Kadavern weitergeführt, wie etwa in der Fotodokumentation Les abattoirs de la Villette von Eli Lotar, um 1927, darunter ein Bild mit an einer Wand aufgereihten Schweinefüßen; die Zeitschriften der Surrealisten publizierten sie. Robert Häussers Stillleben Fisch auf Holz von 1955 vereint eindrucksvoll die Oberflächenstrukturen des Tieres mit den Holzmaserungen des Hintergrunds. Otto Steinerts Stillleben mit Fisch von 1958 zeigt eine Flunder, kombiniert mit an der Wand hängenden Modellierwerkzeugen. Steinert verfolgt hier in seiner „subjektiven“ Sichtweise eine strenge Schwarz-Weiß-Komposition unter Einbindung der Strukturverläufe von Tier und Material. Robert Mapplethorpe hat 1984 einen Fasan in Schwarz/Weiß fotografiert, der an einer dünnen Schnur kopfüber von der Decke hängt, wie ein Mobile oder ein Pendel des Todes. Die Ausstellung im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern widmet sich einem in dieser Tradition stehenden Werkkomplex von Vera Mercer, den Stillleben, die seit 2006 in Paris und Omaha entstanden sind. Es sind großformatige Fotografien, die an stimmungsvolle Gemälde alter Meister erinnern. Mittels Kerzenlichts, wie es bereits Stanley Kubrik in seinem Film Barry Lyndon einsetzte, wird der Gegenstand in einen magisch-atmosphärischen Schein gehüllt, ähnlich wie auf niederländischen Gemälden. Mitten in Blumen, Früchten, Gläsern, Schalen, abgebrannten Kerzen auf metallenen Leuchtern, Stoffdraperien oder Spiegeln befinden sich Tierkörper, ganz oder zerlegt. Vögel, Hasen, Fische, abgetrennte Köpfe oder die Beine eines Schweins werden in opulenter Weise präsentiert.


Vera Mercer, Guinea Hen, Paris, 2014

Die hedonistische, kulinarische Sichtweise siegt über den Vanitasgedanken, zuweilen könnte man sich auch an eine sehr sublime Werbeästhetik für Kochbücher erinnert fühlen. So nimmt es nicht Wunder, dass Mercers Bilder als Großformate in einigen von ihr mitgegründeten, exklusiven Restaurants in Omaha architektonische Bestandteile des Innendekors sind. Sie, ihr Ex-Mann Spoerri wie auch ihr zweiter Mann betrieben Gourmetrestaurants. Kochen wird nun ebenfalls zu den Künsten gezählt und damit geadelt, wie es der Spanier Ferran Adrià auf der Kasseler documenta XII durchsetzte. So spielen in dem dänischen, Oscarprämierten Film Babettes Fest aus dem Jahr 1987 von Gabriel Axel Faszination und Sinnlichkeit der Kochkunst eine fundamentale Rolle, sogar streng religiöse Vorstellungen werden, zumindest für einen Augenblick, außer Kraft gesetzt für das Schwelgen in einem Gaumengenuss. Ein Übermaß im Zelebrieren dieses Genusses führt jedoch geradewegs zu einer der sieben Todsünden, in die Völlerei, die Gefräßigkeit, Maßlosigkeit und Selbstsucht mit sich bringt.

Das große Fressen von Marco Ferreri aus dem Jahre 1973 führt dies drastisch vor Augen. Doch schon vor 2000 Jahren entlarvte Petronius Arbiter in seinem Satyricon mit der Schilderung des Gastmahls des Trimalchio das maßlose Fressen als Kennzeichen einer neureichen, dekadenten Gesellschaft, die jedes Wertegefühl verloren hat. Die Tier- oder Küchen-Stillleben von Mercer beleben die barocke Opulenz des Genres wieder und verleugnen auch nicht die ihm schon von Beginn an inhärente Grausamkeit, sei sie auch noch so sehr in den ästhetischen Reiz grandioser Morbidezza gehüllt. Sicher stoßen diese Bilder jeden Tierschützer, Vegetarier oder gar Veganer ab, denn sie zeigen sehr deutlich, dass mancher Gaumengenuss nur um den Preis des Tötens zu haben ist, allzu leicht wird er zu einem „Genuss ohne Gewissen“. Mercers Bilder im Gourmettempel bringen so vielleicht doch die Vanitasmahnung wieder mit sich. Die Fotografin Vera Mercer lebt und arbeitet heute in Paris und Omaha im Staat Nebraska. Dr. Claude W. Sui kunstraumMETROPOL 7


kunstraumHEIDELBERG

F. Lucas Cranach, Der Sündenfall, 1525, G2443

Cornelius Völker, Apfel, 2002

REIFE FRÜCHTE - JUNGES GEMÜSE STILLLEBEN IM DIALOG Die große Herbst-/Winterausstellung des Kurpfälzischen Museums Heidelberg zu einem der ältesten Themen der Kunstgeschichte stellt ausgewählte Stillleben aus den eigenen Sammlungen, ergänzt durch auswärtige Leihgaben, einer Auswahl an Werken der Sammlung für Fruchtmalerei und Skulptur des Heidelberger Unternehmers Dr. Rainer Wild gegenüber. Diese hat sich auf die Darstellung von Früchten aus dem 20. und 21. Jahrhunderts spezialisiert und enthält u. a. Arbeiten von Ai Weiwei, Georg Baselitz, Fernando Botero, Nathalie Djurberg, Jan Fabre, Karin Kneffel, Thomas Scheibitz, Marc Quinn und Andy Warhol. Gezeigt werden ca. 100 Exponate: Gemälde, Aquarelle, Gouachen, Zeichnungen, Porzellan, Skulpturen und Videoarbeiten punktuell didaktisch präsentiert als direkte Gegenstücke - zu den hauptsächlichen Themenschwerpunkten Apfel, Trauben, Zitrusfrüchte, Pfirsich, Beeren, Gemüse, Spargel und Melonen. Durch die Gegenüberstellung vergleichbarer Bildinszenierungen, z. B. horizontal auf Tischen oder vertikal vor Landschaftsausschnitten, und Bildmotiven aus fast fünf Jahrhunderten soll auf formale wie inhaltliche Gemeinsamkeiten, aber auch auf die deutlichen Unterschiede der jeweiligen künstlerischen Intentionen aufmerksam gemacht werden. Wölbt sich bei dem 1525 von Lucas Cranach d.Ä. gemalten Sündenfall noch ein üppiger Apfelbaum der Erkenntnis über Adam und Eva, so wirkt Cornelius Völkers fast 500 Jahre später gemalter 8 kunstraumMETROPOL

Apfelbutzen fast wie ein ironisch-witziger Kommentar zur langen Bedeutungstradition dieses Fruchtmotivs. Bruno Peinados knallroter Kunststoffapfel setzt diese heitere Kommentierung fort, bringt allerdings das Thema Vergänglichkeit, das nahezu allen alten Stillleben zugrundeliegt, auch im 21. Jahrhundert auf fast comichafte Weise wieder zur Anschauung. So wird erkennbar, wie veränderte Lebensrealitäten der Künstler auch veränderte Sichtweisen auf jahrhundertealte Bildmotive produzieren, künstlerische Ausdrucksweisen und Strategien sich wandeln. Analog zur gesellschaftlichen Entwicklung vollzieht sich auch die Herauslösung des Stillleben-Sujets aus den überkommenen religiösen Darstellungen des Spätmittelalters. Porträts und Genredarstellungen der Barockzeit mit ihren jeweiligen unterschiedlichen metaphorischen Aufladungen feiern Genuss und Glanz und verweisen gleichzeitig anspielungsreich auf die Vergänglichkeit alles Irdischen. Neue Stilllebenthemen zielen auf Politik, Erotik, Werbung oder Magie; Skulpturen und Videoarbeiten erobern den Raum und setzen die Objekte in Bewegung. Zur Ausstellung erscheint ein Kalender mit 24 Bildmotiven aus beiden Sammlungen. (red) • Reife Früchte - junges Gemüse 18. Oktober 2015 bis 31. Januar 2016 Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg www.museum-heidelberg.de


kunstraumMANNHEIM

Sebastian Schrader, Die Probe, 2011

AUFGESCHOBEN MALEREI VON SEBASTIAN SCHRADER IM MANNHEIMER KUNSTVEREIN Ein unbestimmter Raum, malerisch strukturiert durch Flächen, die sich wie mit der Malerrolle in verschiedenen Helligkeitsstufen überschneiden. Eine Art Bühnenraum entsteht dadurch, der sich nach rechts im Dunkel verliert, der Fussboden ist mit diversen Gegenständen zum Hintergrund abgegrenzt. Drei Männer sind zu sehen, zwei davon tragen einen dritten unter den Achseln und an den Beinen. Die Szenerie ist zeitgenössisch, die Kleidung entspricht aktuellen jugendlichen Standards, die gerne auch mal etwas ältere Menschen tragen. Kunsthistorisch ist das Thema besetzt – auch wenn man denken könnte, dass hier zwei Saufkumpane ihrem angetrunkenen Kumpel helfen, erinnert das Set doch deutlich an Kreuzabnahmen oder Grablegungen Christi, die auch in früheren Zeiten bereits in jeweils zeitgenössischer Gewandung präsentiert wurden. Für das 21. Jahrhundert allerdings ist diese Art der Präsentation deutlich ungewöhnlich. Allerdings klingen die Themen nur an, sind nie 1:1 in die Jetztzeit übertragen. Sie sind jeweils mit Brüchen verbunden, die Leerstellen hinterlassen und Fragen zur aktuellen Kultur aufwerfen.

Sebastian Schraders Werk ist insgesamt als ungewöhnlich zu bezeichnen. Seine Kompositionen sind sorgfältig aufgebaut, oft durch Studien und Skizzen vorbereitet. Der malerische Duktus changiert vom Realismus hin zu einer flächigen Abstraktion, lässt die Körperlichkeit partienweise im Hintergrund versinken. Gekennzeichnet ist diese Malerei durch einen klassischen Kolorismus, der stark mit Lokalkolorit arbeitet, Figur und Umfeld damit unauflöslich zusammenbindet. Malerische Utensilien sind oft auf seinen Bildern zu finden: Farbeimer, Abtönfarben (beides eher Material für Anstreicher), aber auch Terpentinflaschen und Fläschchen mit Binder und Farbtuben, dazu noch ein Sixpack Bier und eine Supermarkttüte, Versatzstücke des malerischen und sozialen Alltags. Und dann die Helden klassischer Kultur. Hamlet probt in Latzhose und T-Shirt mit ferngelenktem Porsche Carrera fürs Kinderzimmer im Arm und Bierverpackung als Krone auf dem Kopf sein „Sein oder

Nichtsein“, Posing fürs nächste Selfie? Oblomow (nach den Romanen von Iwan Gontscharow) sitzt, mit den Insignien der herrschenden Klasse versehen, (Krone und Porsche) als willensschwacher Neurotiker in Verdoppelung auf dem Boden und hält seinen Mittagsschlaf, ein Selbstporträt des Künstlers, das darüber hinaus Allgemeingültigkeit besitzt. Schraders Malerei steht für eine offene Kunst, die Themen anschneidet, Festlegungen auf eine bestimmte Aussage hin jedoch vermeidet. Sie ermöglicht dem Betrachter einen eigenen Standpunkt, eine Beziehung zum Bild zu finden und damit sowohl über die Malerei als auch sein eigenes Leben zu reflektieren. Eine großartige Kunst, die in jedem Bild von Neuem entdeckt werden will. Martin Stather

• Aufgeschoben 29. November 2015 bis 10. Januar 2016 Mannheimer Kunstverein www.mannheimer-kunstverein.de kunstraumMETROPOL 9


kunstraumMANNHEIM

Franz Schömbs, Der erste Tag, 1952

ADRESSE A4,6 KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER IN DER ALTEN STERNWARTE MANNHEIM Die Alte Sternwarte Mannheim im Quadrat A4, 6 ist eines der ältesten noch existierenden Bauwerke des Barocks in Mannheim. Hier betrieb man astronomische Forschung, die zu einem Markenzeichen der Ära des Kurfürsten Carl Theodor wurde. Weniger bekannt dagegen ist, dass seit 1908 dort immer wieder Künstler lebten und arbeiteten, bis der Turm 1958 endgültig zu einem städtischen Atelierhaus umgewidmet wurde. Mit einer Ausstellung geben die Künstlernachlässe Mannheim nicht nur einen Überblick über die Kunstwerke und die persönlichen Lebensgeschichten der Künstlerinnen und Künstler, sondern beleuchten und erinnern auch an ein Stück Zeit-, Kultur- und Stadtgeschichte Mannheims. Da ist zum einen Paul Berger-Bergner (1904 – 1978) wieder zu entdecken – ein Künstler der sogen. „verschollenen Generation“. In Prag geboren, studierte er u. a. in Dresden bei Robert Sterl. Während den wirtschaftlich schwierigen Jahren der Weimarer Republik fand er sein künstlerisches Lebensthema: das Leiden des modernen Menschen, bedingt durch die gesellschaftlichen 10 kunstraumMETROPOL

und politischen Verhältnisse. Die Kunsthalle Mannheim besitzt aus dieser Zeit die sehr beeindruckende Arbeit Gaskind (1931). 1947 kam er nach Mannheim und wurde Leiter der Mal- und Zeichenklassen der Freien Akademie Mannheim: Eine ganze Generation von Malerinnen und Malern in der Rhein-Neckar-Region verdankt ihm wesentliche Impulse bei der Ausbildung und der Entwicklung einer eigenen Bildsprache. Franz Schömbs (1909 – 1976) war als Künstler und Mensch ein Avantgardist, der zwischen allen Stühlen saß. Schömbs beschäftigte sich seit den 30er Jahren mit dem Sichtbarmachen zeitlicher Abläufe und der Bewegung in der Malerei und konzipierte dafür sogar eigene Bildformate, wie die Springwerke. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg nutzte er den Film als Medium für seine Ideen und entwickelte in seiner Zeit in der Sternwarte (1947 – 1957) im vierten Obergeschoss ein eigenes Aufnahmeverfahren. 1948 entstand dort der erste 8-mm-Film Opuscula: Eine farbige Bewegungskomposition abstrakter Motive, die sich gegenseitig durchdringen. Dafür wurden Bildstreifen von Formen und Mustern mit einer mathematisch genau berechneten Abfolge über einen Kasten gekurbelt, in dessen Mitte ein Spiegel die Bildstreifen mischte und diese dann von einer Kamera aufgenommen wurden.


Hans Nagel, Kleines Paar, 1956

Karl Trummer, Junges Mädchen, o.J.

1957 ging er nach München, weil er dort weitere Filmprojekte realisieren konnte; 1958 hatte der Film Geburt des Lichts Premiere – doch das Publikum war diesen abstrakten Ideen noch nicht gewachsen und reagierte mit Buh-Rufen und Pfeifkonzerten. Seine Filme und der filmische Nachlass befinden sich seit 1994 im Filmarchiv des Filmmuseums in Frankfurt am Main.

und ab 1965 die Röhrenplastiken, erst aus Stahl und später dann aus Kunststoff. Seine abstrakten Arbeiten waren damals nicht unumstritten, immer wieder gab es heftige, öffentliche Diskussionen darum.

Hans Nagel (1926 – 1978) zog 1958, nach der Renovierung in das fünfte Obergeschoss der Sternwarte. Er ist der Mannheimer Künstler, von dem es die meisten Arbeiten im öffentlichen Raum dieser Stadt zu sehen gibt. Eine der schönsten und am besten erhaltenen ist die Röhrenplastik Turm (1972) in der Augustaanlage gegenüber dem Kunstverein. Nagel hat allerdings in seinem Atelier nie bildhauerisch gearbeitet, dazu nutzte er den Anbau der Sternwarte und ein Atelier bei der Firma Knauer Stahlbau auf der Friesenheimer Insel. 1955 schaffte er seine erste öffentliche Plastik Mutter und Sohn aus Sandstein in der Ochsenpferchsiedlung (Mannheim Neckarstadt West). Es folgten weitere große, architekturbezogene Plastiken und Wandgestaltungen wie etwa die Figurengruppe aus Steinguss im Hof der Hochschule Mannheim (1961) oder die Reliefwand aus Beton im Innenhof des ehemaligen Gesundheitsamtes (1962), heute Universität Mannheim. Etwa ab 1963 entstanden dann die Montagen aus Eisenschrott

Auch der Bildhauer Karl Trummer (1906 - 1957) gehörte zum Umfeld „Freie Akademie Mannheim“. Er übernahm 1937 die Kunstschule von Albert E. Henselmann, der mit seiner Familie ins Exil ging. Trummers Arbeiten sind der figürlichen Bildhauerei verpflichtet, oft mit einer starken Tendenz zur Abstraktion. Er arbeitete in Bronze, Stein und Holz. Seine Figuren sind von der Heroisierung des menschlichen Körpers in der NS-Zeit weit entfernt und zeigen oft den Einfluss expressionistischer Holzskulpturen. Sie haben viele archaisierende Stilelemente. Trummer lebte nach 1945 von öffentlichen Aufträgen oder kleinplastischen Arbeiten, er gestaltete z. B. den Eingangsbereich zu den beiden großen Hörsälen im Ehrenhof Ost der heutigen Universität und ist heute kaum mehr bekannt. Silvia Köhler • A4,6 Künstlerinnen und Künstler in der Alten Sternwarte Mannheim 10. Oktober 2015 bis 7. November 2015 www.kuenstlernachlaesse-mannheim.de kunstraumMETROPOL 11


imGESPRÄCH bietet. Die Ausstellungen von Port25 sind konzeptionell auf KünstlerInnen der Metropolregion ausgerichtet. Ergänzend werden internationale Positionen zu sehen sein, die inhaltliche Diskussionen und virulente Themen über die jeweilige künstlerische Praxis vertiefen und erweitern. Wo werden Sie Schwerpunkte und Akzente setzen?

Jeannette Fabis, ohne Titel, 2011

Barbara Hindahl, Dirt Fiction, 2015

PORT25 RAUM FÜR GEGENWARTSKUNST Außen eine alte Backsteinfassade, von der Geschichte gezeichnet. Denkmalgeschützt. Mit Blick auf den Rhein. Innen moderne, helle Räume. Luftig und hoch. Graue Betonwände, teilweise farbig getüncht. Eine gewollte und gelungene Verbindung von alt und neu zu etwas ganz Neuem, dem Port25 – Raum für Gegenwartskunst, direkt gegenüber des ebenfalls neuen Kreativwirtschaftszentrums c-hub inmitten Mannheims Szeneviertel Jungbusch. Die Leitung des neuen Galerieraums hat Stefanie Kleinsorge übernommen. In der Metropolregion ist die studierte Kunsthistorikerin keine Unbekannte, mit weitreichenden Erfahrungen durch ihre leitenden Tätigkeiten für das Fotofestival 2013 und den Heidelberger Kunstverein. kunstraumMETROPOL hat sie nach der erfolgreichen Eröffnung und wohl kuratierten Premierenausstellung „Schönheit des Alltäglichen“ zum Interview getroffen.

• Barbara Hindahl & Jeannette Fabis 28. November 2015 bis 17. Januar 2016 Port25 - Raum für Gegenwartskunst www.port25-mannheim.de 12 kunstraumMETROPOL

Frau Kleinsorge, nochmals herzlichen Glückwunsch zu dieser grandiosen Eröffnung Mitte Juli! Der Auftakt mit über 600 interessierten Gästen ist wirklich mehr als geglückt und man spürt nach wie vor die Aufbruchstimmung und eine schier unbändige Lust auf etwas Neues liegt in der Luft. Wie sieht das künstlerische Gesamtkonzept von Port25 für die kommenden zwei Jahre aus? Vielen Dank für die Glückwünsche. Tatsächlich bin ich mit der positiven Resonanz seitens der Presse und des Publikums mehr als zufrieden. Nun geht es darum, die Anerkennung im Vorfeld durch ein gutes und spannendes Programm auch dauerhaft zu verdienen. Ich habe den Auftrag die Bildende Kunst in der Region zu pflegen und die hiesige Kunstszene in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Konkret bedeutet dies, einen Szenestandort zu entwickeln und zu etablieren. Das soll auf zwei Ebenen geschehen: zum einen durch Ausstellungen, zum anderen durch ein Diskussions- und Rahmenprogramm, dass den verschiedenen in der Region aktiven Kunst- und Kulturschaffenden mehr als nur eine Bühne

Mein Ausstellungsprogramm ist bis Juli 2017 in groben Zügen ausgearbeitet. Nach der ersten Ausstellung an der Schnittstelle zwischen Kunst und Design, wird das Fotofestival zu Gast sein. Danach werden zwei zeichnerische Positionen gegenübergestellt und im kommenden Frühjahr eine Gemeinschaftssaustellung mit dem Ludwigshafener Kunstverein zum Thema des Prozesshaften realisiert. Es geht mir nicht darum, meinen persönlichen Geschmack und meine Vorlieben im Ausstellungsraum umzusetzen, sondern um einen Austausch mit der Szene und mit einer interessierten Öffentlichkeit. Port25 soll ähnlich wie die bisherige Stadtgalerie auch ein Raum für regionale Künstler sein, um diese zu unterstützen und zu fördern. Wie kann das gelingen? Nach dem Fotofestival, für das Port25 einer der sieben Ausstellungsorte sein wird, folgt Ende November die Gemeinschaftsausstellung der Frankfurter Künstlerin Jeanette Fabis und Barbara Hindahl, die ja in Mannheim lebt und arbeitet. Ist sie ein erstes Beispiel für die Sichtbarmachung der Künstler der Metropolregion? Barbara Hindahl ist in der Region keine Unbekannte. Mit Jeannette Fabis, die in Heidelberg aufgewachsen ist und an der HBK in Hamburg studiert hat, hole ich eine Künstlerin, die zur Ausbildung die Region verlassen hat, hierher zurück und erweitere zugleich den Aktionsradius von Port25 bis nach Frankfurt. Nach der Gruppenausstellung „Schönheit des Alltäglichen“ ist die Doppelausstellung also bereits die zweite Ausstellung, die ihr Augenmerk auf KünstlerInnen der Region richtet. Fabis und Hindahl – wie kam es zu dieser Konstellation? Was ist der spannende Moment der gezeigten künstlerischen Positionen im Zwiegespräch?


Beide Künstlerinnen arbeiten schon seit langem mit dem Medium der Zeichnung. Ebenso kalkulieren sowohl Fabis als auch Hindahl in ihren künstlerischen Prozessen mit dem Zufall. Fabis verwendet Lineal und harte Bleistifte, Materialien die üblicherweise für technische Zeichnungen verwendet werden. Hindahl widmet sich in altmeisterlicher Tradition der naturgetreuen Wiedergabe von Flecken und dreidimensionalem Schmutz. Die beiden Künstlerinnen kennen sich schon lange und sind auch jenseits der Ausstellung im Dialog über Gemeinsamkeiten und Differenzen in ihrer Arbeit. Welche weiteren Ausstellungen sind konkret in Planung? Neben den oben bereits erwähnten Projekten plane ich weitere Ausstellungen in denen zwei künstlerische Positionen einander gegenübergestellt werden, ebenso Kollaborationen mit den Institutionen vor Ort sowie eine Ausstellung, die sich um die Förderung des künstlerischen Nachwuchses bemüht. Zwei Jahre sind schnell vorbei … Frau Kleinsorge, Sie kennen sich bestens aus in der Region und sind hervorragend vernetzt mit den Künstlerinnen und Künstlern und den verschiedenen Institutionen hier in der Rhein-Neckar-Region. Wie schätzen Sie persönlich die weitere Entwicklung der Kunst- und Kulturszene ein und wo liegen die Potentiale? Potentiale sehe ich in dem positiven Zusammenspiel der einzelnen Akteure in der Region: Institutionen, Off-Scene, Festivalregion, Galerien und einzelne Künstler organisieren sich in Netzwerken, z. B. für Fotografie, für Zeitgenössische Kunst oder dem Künstlernetzwerk Kunstflug. Momentan ist eine energiegeladene Zeit: Neubauten für Kunst und Kultur entstehen, Think Tanks planen die Kulturstrategien von morgen und Künstler formieren sich zu einer politisch handlungsfähigen Gruppe. Wenn diese Gemengelage weiterhin das Klima in der Region bestimmt, dann wird sie auch für Kulturschaffende von außerhalb zunehmend attraktiv. Erlauben Sie uns abschließend die Frage, wo Sie in zwei Jahren sein möchten?

Port25, Mannheim Ich bin sehr glücklich, während dieser von mir postulierten Aufbruchphase Teil der Entwicklung zu sein. Es wäre schön, wenn ich im Juli 2017 sagen könnte, dass Port25 dazu beigetragen hat, die Region als Kulturstandort attraktiv zu machen, der sich mit Zentren wie Leipzig, Frankfurt oder Karlsruhe messen kann.

Wir danken für das Gespräch und sind sicher, dass die Region neugierig Ihre Arbeit erwartet!

Das Interview führte kunstraumMETROPOL kunstraumMETROPOL 13


kunstraumLADENBURG

Anne Blanchet, Anne Böhnke (oben) Madeleine Dietz, Michael Reiter (unten)

MATERIAL IN BEWEGUNG ANNE BLANCHET, ANNE BÖHNKE, MADELEINE DIETZ, MICHAEL REITER Die ausgestellten Wandobjekte, Malereien und Skulpturen bieten einen Blick auf die Vielfalt innovativer Gestaltungsmöglichkeiten in der zeitgenössischen ungegenständlichen Kunst. Die Wahl und Bearbeitung verschiedener Materialien im Zusammenspiel mit der Darstellung von Licht, Bewegung und Raum wird von den vorgestellten Künstlerinnen und Künstlern auf unterschiedliche Art und Weise bildnerisch umgesetzt.

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Anne Blanchet, die in Genf lebt und arbeitet, verwendet für ihre Wandobjekte „Light Drawings“ mattes Plexiglas. Licht und Schatten ‚zeichnen’ in diesem transluzenten Material die eingeschnittenen Linien nach. Die Wirkung ist verblüffend: ein völlig planer Bildkörper erscheint optisch dreidimensional. Blanchet erzielt mit einer reduzierten Bearbeitung des Materials die Illusion eines Bildraumes aus Linien und Flächen. An den Einschnitten wird der Lichtfluss unterbrochen und an der Leerstelle entstehen Verschattungen, die virtuelle Raumwirkungen hervorrufen. Es ist das Licht, das die Flächen und Linien in ständiger Bewegung hält und sie immer wieder von neuem modelliert. Blanchet setzt diese immateriellen Phänomene bewusst als künstlerisches Mittel ein und versetzt dadurch den Betrachter in ein Erstaunen darüber, dass er diese optische Täuschung oft erst auf den zweiten Blick wahrnimmt.

Anne Böhnke, die zum ersten Mal mit mehreren Werken präsentiert wird, setzt Farbe und Form in Bewegung. Ihre subtile und nuancierte Farbgestaltung entwickelt sie auf Bildträgern unterschiedlicher Formung, so dass aufgrund der besonderen Formgebung und des Farbverlaufs das Bildobjekt eine innere und äußere Spannung von allen Seiten besitzt und in Wechselwirkung zur umgebenden Wand tritt. Böhnke thematisiert neben der Farbdynamik die offene Bildform, indem sie durch die Schaffung von Negativformen im Bildzentrum die Begrenzung fließend hält. Die Künstlerin setzt ihre Farben in einen weichen Kontrast, wodurch sich im Farbraum eine Ahnung von Plastizität entfaltet. Die Farben scheinen zu pulsieren und zu atmen, so dass sie den Eindruck einer Bewegung hin zum Betrachter erwecken und von diesem umso intensiver erlebt werden.


kuratorsMIND Madeleine Dietz ist mit neuen Arbeiten und einer Installation vertreten. Ihre Skulpturen und Bildobjekte entwickelt die Künstlerin aus der Dichotomie von Erde und Stahl, was zu ihrem Markenzeichen geworden ist. Erde, die von der Künstlerin feucht verarbeitet wird, macht den Gestaltungsprozess und die damit verbundene künstlerische Intervention für den Betrachter nachvollziehbar. Aber auch die in der Erde innewohnende Energie wird mit der Trocknung und der damit verbundenen materiellen Haltbarkeit offensichtlich. Den amorphen Werkstoff Erde bindet Dietz in minimalistisch konstruierte Körper ein, die sie aus Stahlplatten zusammensetzt. Doch nicht nur die natürlichen und künstlichen Materialien, sondern auch ihre geometrische Formgebung und Proportionierung harmonisieren oder intensivieren das Gegensätzliche.

DR. JÖRG GARBRECHT, KURATOR

Michael Reiters neue Serie an Bildobjekten bietet einen ungewohnten Blick auf den Bildbegriff, wenn er quadratische Holztafeln, deren Oberfläche er mit einem lockeren und dynamischen Duktus monochrom bemalt, vom Bildrand her einschneidet und die so entstandenen Teilflächen leicht nach außen biegt, so dass das Ausgangsmaterial sichtbar ist. Reiter setzt die Gesamtfläche unter Spannung. Mit diesem Eingriff veranschaulicht der Künstler zum einen den Prozess der Bildgestaltung und zum anderen lässt er die Beschaffenheit und die Eigenschaften des Materials erkennbar werden. Reiter erzielt durch die Gegenüberstellung von bemalter Vorder- und unbehandelter Rückseite eine Simultanität der Wahrnehmung beider Flächen als minimale Bewegung in den Raum hinein. Deutlicher wird diese gestalterische Absicht bei Reiters Spiralen: die Fläche wird konzentrisch aufgeschnitten und so weit wie möglich in den Realraum gezogen. Dirk Martin

Nach über 100 Jahren kehren führende Künstler der damaligen Zeit jetzt in den elegant sanierten Jungendstilbau der Mannheimer Kunsthalle zurück und lassen die Epoche wiederaufleben. Kurator dieser wunderbaren Schau ist Dr. Jörg Garbrecht.

• Licht - Bewegung - Raum bis 24. Oktober 2015 Galerie Linde Hollinger, Ladenburg www.galerielindehollinger.de

DER FEINE SCHIMMER Zu Pfau und Perlmutt im Jugendstil Mit einer bezaubernden Ausstellung rund um das Motiv des Pfaus und den Werkstoff Perlmutt knüpft die Mannheimer Kunsthalle an ihren Gründungsmythos - an die Internationale Raumkunst-Ausstellung 1907 - an und feiert die Variationsfreude und den Schönheitssinn des Jugendstils. Der Pfau war mit seinem prächtig schillernden Gefieder und seiner lang geschwungenen Federschleppe ein Lieblingstier der Jugendstilkünstler – in der Ausstellung beeindruckend repräsentiert durch Kazimierz Stabrowskis Ölgemälde Frau vor einem Glasfenster (Pfau). Ebenso begeisterten sie sich für die zarten Regenbogenfarben des Perlmutts mit seinem schimmernden Glanz.

Herr Garbrecht: „Der feine Schimmer“ erinnert an die erste Jugendstil-Ausstellung 1907, mit der die Mannheimer Kunsthalle damals eröffnet wurde. Welche Bedeutung hat diese Verbindung für die Ausstellung? Auch die heutige Schau lädt zum Lustwandeln durch eine große Vielfalt von Kunstobjekten. Jugendstilkünstler durchdrangen gestalterisch jeden Lebensbereich. Im „Feinen Schimmer“ gibt es viel neu zu entdecken, kostbare und skurrile Gegenstände des täglichen Lebens, aber auch große Setzungen: Vom Eisbären aus Porzellan bis zum Korallenholz-Sessel, vom Feenmärchen über das Skiurlaubsplakat bis zum Bugatti. Wie schon 1907 haben wir die Fülle von Exponaten in spannenden Themenräumen inszeniert. Was ist das Besondere an der Ausstellung? Dem vielerforschten Jugendstil fügen wir mit assoziativer Lust eine schimmernde, lokale Facette hinzu. Eingestreut zeigen einige Objekte aus der heutigen Zeit, dass Pfauenauge und Perlmuttschimmer nach wie vor eine veredelnde Rolle spielen. Besonders ist auch der Zeitpunkt: Vor Eröffnung der neuen Kunsthalle Mannheim schauen wir noch einmal auf die Wurzeln dieses formidablen Bürgermuseums.

Kazimierz Stabrowski, Frau vor einem Glasfenster (Pfau), 1908 Wie lange haben Sie diese außergewöhnliche Ausstellung vorbereitet? Viele anspruchsvolle Projekte laufen bei uns im Haus parallel. Das erste Konzept entstand vor rund 18 Monaten. Im Verlauf bildete sich ein fantastisches Projektteam von Kolleginnen und Kollegen, mit dem diese ambitionierte Schau realisiert werden konnte. Welches sind Ihre persönlichen Highlights der Schau? Die Wahl fällt schwer, jedes der 120 Exponate fasziniert mich in Gestalt und Geschichte. Eine grandiose Kuriosität ist das historische Kochbuch, das die Zubereitung von Pfauen beschreibt. Und dass der Besucher ein Stück UNESCO-Weltkulturerbe in die Hand bekommt, ist wohl auch nicht ganz alltäglich... (lacht). Das Interview führte kunstraumMETROPOL • Der feine Schimmer bis 17. Januar 2016 Kunsthalle Mannheim www.kunsthalle-mannheim.de kunstraumMETROPOL 15


kunstraumKARLSRUHE

Hanne Lippard, Nuances of No, 2013

ARS VIVA 2016 Flaka Haliti, Hanne Lippard, Calla Henkel & Max Pitegoff Der ars viva-Preis wird seit 1953 jährlich an junge, in Deutschland lebende Künstler vergeben, deren Arbeiten richtungsweisendes Potenzial und hohe künstlerische Qualität aufweisen. Aus 43 vorgeschlagenen Künstlern wählte die Jury zwölf Finalisten aus, die ihre Werke in ihren Ateliers und in den KW Institute for Contemporary Art in Berlin präsentierten. Als diesjährige ars vivaPreisträger wurden Flaka Haliti, Hanne Lippard und Calla Henkel & Max Pitegoff gekürt. Die 1982 in Prishtina geborene Künstlerin Flaka Haliti beschäftigt sich in ihren medienanalytischen Arbeiten mit gesellschaftlichen Strukturen. Themen wie Liebe, Freiheit, Intimität, Nähe und Distanz beziehen sich auf ihre unmittelbare Erfahrungswelt. Die 1984 in Milton Keynes geborene Künstlerin Hanne Lippard arbeitet in ihren text- und zeitbasierten Arbeiten, Performances, Kurzfilmen und Tonstücken mit ihrer Stimme als Gestaltungsmittel. Inspiriert durch Wörter aus Literatur, Pop-Kultur, alltäglicher und bürokratischer Sprache entstehen rhythmisierte Textfragmente. Calla Henkel & Max Pitegoff, geboren 1988 in Minneapolis und 1987 in Buffalo, realisieren in dem von ihnen gegründeten New Theater in Berlin kooperationsbasierte Inszenierungen. In ihren fotografischen Arbeiten rücken sie das Soziale und Private in den Fokus, das in seiner Erscheinungsform gleichzeitig die Konvention eines bestimmten, zeitgenössischen Lebensstils suggeriert. Die Auszeichnung mit dem ars viva-Preis ist mit drei Ausstellungen an namhaften Kunstinstitutionen im In- und Ausland sowie der Herausgabe eines zweisprachigen Katalogs und einer Künstleredition verbunden. Die Künstler erhalten ein Preisgeld in Höhe von je 5.000 Euro. (red) • ars viva 2016 10. Oktober 2015 bis 17. Januar 2016 Städtische Galerie Karlsruhe www.karlsruhe.de/b1/kultur/kunst_ausstellungen


kunstraumHEIDELBERG

Ken Mihara, Mindscapes, 2015

Claus Bury, Gegenläufig (Detail), 2007

KEN MIHARA

CLAUS BURY

Mindscapes - Imaginäre Landschaften

Große Holzskulptur für Skulpturenpark

Die Arbeit des japanischen Keramikers Ken Mihara (*1958) wurzelt in der traditionellen Keramik seiner Heimat: Ausgebildet bei Kenji Funaki – Schüler Shoji Hamadas und einer der hervorragendsten Mingei-Töpfer – hätte es nahe gelegen, sich in die Volkskunst-Keramik der Mingei-Bewegung einzureihen. Doch Ken Mihara ging einen anderen Weg: Seine so komplex wie einfach erscheinenden Keramiken stehen zwischen Tradition und Avantgarde, zwischen Gefäß und Plastik, sie gemahnen mit ihren steinigen Oberflächen von unnachahmlich nuancierter Chromatik an die Altehrwürdigkeit holzofengebrannter Gefäße der Wabi-SabiÄsthetik wie an minimalistische Skulpturen der Moderne. Mit ungemeinem Feingefühl für Materie wird hier Wölbung gegen Fläche, Kante gegen Volumen, harter Winkel gegen weiche Linie gesetzt. Dabei reicht die Vereinigung von Handwerk und Experiment hier bis in den Arbeitsprozess: Wohl verwendet der Keramiker Tone, die er unweit seiner Werkstatt selbst abgräbt, seine Formen aber brennt er 40 Stunden in einem Gas-Ofen, nachdem er sie mit Kaolin-Engoben überzogen hat. Ken Mihara schleift diese Brandkruste nach dem Brand vollständig ab, um dann ein zweites Mal für 40 Stunden zu brennen, „to unlock the inner memory of the clay“.

Die nur so entstehenden matt-rauhen Oberflächen mit scheinbar natürlicher, nie gesehener flechtenartiger Farbigkeit verleihen den Arbeiten eine monumentale Zeitlosigkeit. Mit seiner neuesten, in der Galerie von Marianne Heller vorgestellten Werkgruppe – „kai/mindscape“ genannt und übersetzbar mit „Vorstellungswelt“ oder „geistiger Landschaft“ – verlässt Ken Mihara vollends die Formwelt des Symmetrischen: Raffiniert gewundene und gefaltete, spitz aufragende Gebilde kombinieren Statik und Bewegung – Symbolbilder unablässigen, in sich kreisenden Denkens. Die über lange Zeit geduldig entwickelte einzigartige und in seiner Heimat vielfach ausgezeichnete Qualität seiner Arbeiten hat ein Maß an Reife und Vollkommenheit erreicht, dass es kaum wunder nimmt, wenn Referenz-Museen wie das Nationalmuseum für Moderne Kunst in Tokio, das New Yorker Metropolitan Museum of Art oder das Victoria and Albert Museum in London inzwischen Keramiken Ken Miharas zu ihrem Bestand zählen. (red) • Mindscapes 18. Oktober bis 22. November 2015 Galerie Marianne Heller, Heidelberg (in Kooperation mit Yufuku Gallery, Tokio) www.galerie-heller.de

Stolz und majestätisch reckt sich die monumentale Holzskulptur Gegenläufig von Claus Bury im Heidelberger Skulpturenpark gen Himmel. Nach einer weiten Reise durch mehrere deutsche Museen hat das schiffsähnliche Gebilde nun im Garten- und Landschaftspark der orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg in Schlierbach als Dauerleihgabe seine endgültige Heimat gefunden. Claus Bury, der heute unbestritten zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern zählt, hat sich mit seiner Arbeit Gegenläufig erneut dem Thema Rumpf von Schiffen mit Spanten und Verstrebungen auseinandergesetzt und im Jahr 2007 das beeindruckende, zweiteilige Werk mit einer Länge von über dreizehn und einer Höhe von nahezu drei Metern aus Holz entstehen lassen. Seit Juli bereichert die große Holzskulptur den Skulpturenpark, der mit 26 Freilandexponaten bedeutender deutscher und internationaler Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts, darunter Werke von Werner Porkorny, Jochen Kitzbihler, Vera Röhm und Herbert Mehler, auf dem weitläufigen Gelände zum Entdecken einlädt. Noch bis zum 25. Oktober sind zusätzlich, die im Rahmen des Wettbewerbs „Junge Kunst – Junge Künstler“ ausgezeichneten Arbeiten der Nachwuchskünstler Sebastian Kuhn, Philipp Morlock und Marten Georg Schmid zu sehen. (red) • Skulpturenpark Heidelberg www.skulpturenpark-heidelberg.de kunstraumMETROPOL 17


kunstraumEDENKOBEN

KUNST AM PULS DER ZEIT ROLF MÜLLER-LANDAU – EINE RETROSPEKTIVE Er war besonders experimentierfreudig, arbeitete abstrakt sowie figurativ und probierte alle Techniken von der Ölmalerei, dem Aquarell und druckgraphischen Verfahren aus: der pfälzische Künstler Rolf Müller-Landau (1903 – 1956). Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz präsentiert in der Max SlevogtGalerie auf Schloss Villa Ludwigshöhe in Edenkoben eine Retrospektive zu dem Maler und Graphiker, die es ermöglicht, die gesamte Bandbreite seines Werkes darzustellen. „Rolf Müller-Landau zählt zu den wichtigsten Malern der Nachkriegszeit im deutschen Südwesten. Dass sein künstlerischer Nachlass an das Land Rheinland-Pfalz geschenkt wurde, ist eine große Geste und eine Bereicherung für das Land. Die Schenkung ist die umfangreichste ihrer Art an ein staatliches Museum in Rheinland-Pfalz und dafür bin ich der Familie Müller sehr dankbar“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer anlässlich der Ausstellungseröffnung im August. Rolf Müller-Landau, Kartenschlägerin,1950 Die Kinder des Künstlers, Bärbel Müller und Dr. Albrecht Müller, hatten sich dazu entschlossen, den künstlerischen Nachlass ihres Vaters dem Land Rheinland-Pfalz zu überlassen. Im Rahmen der Ausstellung wird eine repräsentative Auswahl der insgesamt 201 Werke gezeigt. Der Nachlass umfasst Arbeiten aus allen Schaffensphasen Rolf Müller-Landaus. 76 Gemälde und 125 Zeichnungen auf Papier belegen die stilistische und thematische Vielfalt seiner Kunst. Darunter finden sich Themen aus der Mythologie und Religion, aber auch Stillleben, Landschaften oder Portraits. Besonders faszinierend sind Müller-Landaus selbst entwickelte Farbmonotypien. Dabei handelt es sich um Druckgraphiken, die auf der Monotypie-Technik basieren – eine Verbindung zwischen Malerei, Grafik und Zeichnung. Gemälde von Müller-Landau gehören schon seit Jahrzehnten zum Bestand des Landesmuseums Mainz und der Kunstkammer des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und

Kultur. Sie werden in Büros und Besprechungsräumen der Staatskanzlei und anderer Landesbehörden präsentiert. Mit der Max Slevogt-Galerie kommt nun ein weiterer Ort hinzu. Auch nach Ende der Sonderausstellung werden dort Werke des Künstlers dauerhaft zu sehen sein. Zudem erscheint in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie der Pfalz eine aktualisierte Neuauflage des Bandes „Rolf Müller-Landau. Leben und Werk“. Die Publikation stellt den Künstler und Menschen Rolf Müller-Landau vor und wirft darüber hinaus einen Blick auf dessen Freundeskreis und die damaligen Lebensverhältnisse. (red) • Rolf Müller-Landau bis 22. November 2015 Schloss Villa Ludwigshöhe, Edenkoben www.gdke-rlp.de kunstraumMETROPOL 19


kunstraumBAD RAPPENAU Ausstellung von elf Künstlerinnen und Künstlern der Kraichgauer Kunstwerkstatt Sinsheim. Ihre ausgestellten Arbeiten - über 50 Werke und einige 3-D Objekte - spiegeln auf besondere Weise ihre Vitalität, Lebensfreude und Persönlichkeit wieder. Die Arbeiten sind Ausdruck authentischer Erlebnisse, Träume und Phantasien, die unter Einsatz verschiedenster Techniken und Materialien eindrucksvoll auf Papier oder in eine Form gebracht sind. Inspiriert vom täglichen Leben und Wahrnehmungen aus den Medien hat jeder Künstler seinen ganz eigenen unverkennbaren Stil entwickelt, der über die Grenzen des Kraichgaus hinaus Beachtung findet. Bereits in zahlreichen Ausstellungen in Europa wurden Arbeiten aus der Kunstwerkstatt gezeigt und sind in bedeutenden Sammlungen vorwiegend der Outsider Art vertreten. Hans Schön, Möwen mit untergehender Sonne, 2014

DENKANSTÖSSE VON HAND 3 – KUNSTSPUREN HÜBEN WIE DRÜBEN UND KUNST, DIE KEINE KRENZEN KENNT Das Leben geht oft wundersame Wege. Und so kommt es, dass zwei doch sehr unterschiedliche Ausstellungen nicht nur ungewöhnliche Kunst zeigen, sondern auf wunderbare Weise einen Denkanstoß geben. Da ist zunächst Reinhard Besserer, kein Künstler, aber ein leidenschaftlicher Sammler. Seit über 20 Jahren sammelt er wie besessen Künstlerkataloge oder genauer gesagt er sammelt Begegnungen mit Künstlern. Denn jeder Katalog ist mit einer individuellen Widmung für Besserer versehen, darunter persönliche Worte, Zeichnungen, Skizzen, Collagen oder auch kleine geformte Gegenstände.

Die Variationsbreite ist groß und kein Eintrag gleicht dem anderen – immer verbunden mit einer Geschichte, die Besserer im Zuge seiner Leidenschaft gemeinsam mit den Künstlern erlebt hat. Inzwischen ist seine Sammlung auf über 1.400 Publikationen angewachsen. Eine stolze Zahl, insbesondere wenn man bedenkt, dass Besserer als charmante Gegenleistung die Unikate mit einer Flasche edlen Champagner honoriert. Die inzwischen dritte Ausstellung einer Auswahl von 77 seiner Künstlerkataloge Von HAND 3 im Wasserschloss Bad Rappenau erlaubt einen interessanten Einblick in seine Sammelleidenschaft und die schier unendliche Kreativität der Künstler. Zusätzlich trägt sie den Untertitel Kunstspuren hüben und drüben und spielt auf die badisch-württembergische Grenze zwischen Bad Rappenau und Sinsheim an, die in so manchen Köpfen noch nicht gefallen scheint. Aber Kunst kennt keine Grenzen – und so zeigt Besserers Ausstellung bedeutende Künstler sowohl von hüben als auch von drüben und schlägt gleichzeitig eine Brücke zur parallelen

Dank der fast trotzigen Idee Besseres, eine Brücke über ehemalige Bundeslandgrenzen zu schlagen, ist es so auch gelungen eine wunderbare Verbindung und einen Dialog zwischen den akademisch gelebten Kunstformen Besserers beeindruckender Katalogwelt und der ausdruckstarken Kunst aus der Kraichgauer Kunstwerkstatt zu schaffen. Um so passender der selbst gewählte Titel der Ausstellung „Kunst Kennt Keine Krenzen” – absichtlich mit Schreibfehler. Der Betrachter ist eingeladen, das variantenreiche Spektrum der kleinen Kunstwerke aus der Katalogsammlung zu entdecken, darunter spezielle Widmungen von Werner Porkorny, Franz Bernhard, Gunther Stilling und Otmar Alt, und sich auf die Formen- und Farbenvielfalt sowie die auffallende Liebe zum Detail der Outsider Art u. a. von Hans Schön, Marvin Schadwinkel, dem „Picasso des Kraichgaus“ Andreas Kretz einzulassen. Für den Leiter der Kunstwerkstatt Dipl.Grafikdesigner Georg Philipski jedenfalls ist die Auseinandersetzung mit dieser Kunstform keine Grenzerfahrung mehr. Die Welt durch ihre Augen zu sehen, ist für ihn eine der reichsten Erfahrungen seines Lebens. (kM)

• Von Hand 3 – Kunstspuren hüben drüben • Kunst kennt keine Krenzen 27. September bis 25. Oktober 2015 Wasserschloss Bad Rappenau www.kraichgauer-kunstwerkstatt.com kunstraumMETROPOL 21


kunstraumSINSHEIM

Werner Pokorny, durchbrochene Form und Linien, 2000

DIE KLEINE FORM 2 20 Jahre Kulturstiftung Rhein-Neckar-Kreis e.V. Anlässlich des 20. Geburtstages der Kulturstiftung Rhein-NeckarKreis e.V. im Jahr 2015 zeigen Rhein-Neckar-Kreis und Kulturstiftung in der Ausstellung „Die kleine Form 2“ Werke von Günter Braun, CLAPEKO van der Heide, Sabine Classen, Barbara Dobberstein, Gudrun Eberle-Vater, Tom Feritsch, Gerlinde Fertig, Gerd Flößer, Jürgen Goertz, Loraine Heil, Andreas Helmling, Klaus Horstmann-Czech, Knut Hüneke, Hans-Michael Kissel, Michael Lingrên, Emil Maul, Hans Münch, Werner Pokorny, Gertrude Reum, Erich Sauer, Pieter Sohl, Katharina Weidauer und Otto Wesendonck – allesamt Künstlerinnen und Künstler, die seit 1992 Arbeiten für die Kleinplastikserie im Rahmen der Kulturarbeit des Rhein-Neckar-Kreises geschaffen haben. Ihre Arbeiten reichen vom klassischen Bronzeguss über die Bildhauerei bis zu dreidimensionalen Objekten und sind auf kein bestimmtes Thema oder Motiv beschränkt. Aber es bleibt nicht bei einer Zwischenbilanz, denn die Künstlerinnen und Künstler stellen dem retrospektiven „Blick zurück“ auch ganz neue Arbeiten gegenüber. Schon mit Beginn der Ausstellungsarbeit im Rahmen der „Kreiskulturwoche“ des Rhein-Neckar-Kreises zogen kleinere Plastiken und Skulpturen eine besondere Aufmerksamkeit auf sich. Daraus entstand 1992 die Idee, in jedem Jahr einen Künstler oder eine Künstlerin zu bitten, ein Werk in einer kleinen Auflage zu schaffen, das im Rahmen der Künstlerförderung an interessierte Sammler abgegeben wurde. So eröffnete sich die Möglichkeit, ein Original von denjenigen zu Hause zu haben, die sich sonst monumental im Licht der Öffentlichkeit finden. Ein besonderer Reiz, der von Kunstfreunden schnell entdeckt wurde. (red)

• Die kleine Form 2 29. November bis 20. Dezember 2015 Stiftskirche Sunnisheim, Sinsheim www.rhein-neckar-kreis.de/kultur


kunstraumHEMSBACH

artistsMIND

Myriam Holme, Von donnerloser Wucht, 2011

Dan T. Fahlbusch, Mon und Mona Im Gespräch mit

DAN T. FAHLBUSCH

MYRIAM HOLME

Objekte – Collagen – Reliefs Die Arbeiten von Dan T. Fahlbusch werden stark von den Kunstrichtungen „Arte povera“ und „Objet trouvé“ beeinflusst. So verwendet er bei seinen Arbeiten in erster Linie unbearbeitete, einfache Materialien wie Holz und Metalle. Daneben Stein, Papier und Textilien, aus denen bevorzugt abstrakte Arbeiten entstehen. Die Objekte im Raum, teilweise lebensgroß, assoziieren Klarheit und Harmonie, Ironie und tiefere Bedeutung. Die Wandobjekte, Collagen und Reliefs gewinnen ihre Ausdruckskraft durch tiefe Materialstrukturen und feine handwerkliche Qualität. Der aus Göttingen stammende Dan T. Fahlbusch lebt und arbeitet seit 1985 in Heppenheim als Materialgestalter und Bildhauer, seit 2006 in seinem Atelier im Heppenheimer Künstlerhaus, Graben 17. Als bildender Künstler ist Dan T. Fahlbusch Schüler von Ute Lechner, Hans Thuner und Christian Traubel. Zudem absolvierte er ein klassisches Musikstudium und ist als Cellist und Pädagoge tätig. Neben seiner Ausstellung in der Hemsbacher „Galerie im Schloss“ waren Dan T. Fahlbusch’s Werke bereits in Barcelona, Köln, Weinheim und Heppenheim zu sehen. (rjr) • Dan T. Fahlbusch 19. November 2015 bis 15. Januar 2016 „Galerie im Schloss“, Hemsbach www.hemsbach.de

Erstmalig wird die Mannheimer Künstlerin Myriam Holme (*1971) in der RudolfScharpf-Galerie in der Region in einer Einzelausstellung zu sehen sein. Ihre Arbeiten lassen sich als komplexe Materialkombinationen beschreiben, denn Holme experimentiert mit verschiedensten Techniken und Materialien, sodass regelmäßig spannende Gesamtkompositionen entstehen. Was inspiriert Sie zu Ihren außergewöhnlichen Objekten? Die Frage nach der Inspiration ist ja eine ganz allgemeine, eine ständige, eine durch und durch menschliche! Eine die vielleicht als Künstler im Atelier gar keine Rolle spielt. Im Atelier entstehen die Arbeiten aus dem Arbeitsprozess heraus, aus dem Erfahrungsschatz, der durch die tägliche Beschäftigung mit Kunst gewachsen ist. Die grundlegende Frage nach Inspiration betrifft die Zeit, die nicht im Atelier verbracht wird und beantwortet sich nicht nur in konkreten Gegebenheiten wie Literatur, Poesie, Kommunikation, sondern auch in abstrakten Gegebenheiten wie Beobachtungen und Erfahrung von Welt.

und Raum, in dem die Wahrnehmung die Richtung weist, ein Zustand, der keine Fragen aufkommen lässt, sondern nur Antworten anbietet. Das Wort Schaffensprozess beinhaltet ja bereits den Prozess, etwas Zwingendes und damit einen natürlichen Weg; einen Weg der sich selbst bedingt. Für mich ein Moment des " in-der-Welt-Seins", ein sinnerfüllter Moment. Was möchten Sie mit Ihren Arbeiten ausdrücken? Es geht nicht um den Ausdruck des Werkes, es wird nichts impliziert. Es geht um ein Angebot an den Betrachter, sich auf Wahrnehmungsprozesse einzulassen, sie nachzuvollziehen, sie mitzugehen und als neugewonnener Erfahrungsschatz mit in seine Welt zu tragen. Arbeiten mit direkter Botschaft, das Individuum als Betrachter ignorierend interessieren mich nicht, ich möchte einen Dialog anbieten. Das Interview führte kunstraumMETROPOL

Was bedeutet Ihnen der Schaffensprozess? Der Schaffensprozess ist bereits das eigentliche Ziel, nicht das vollendete Werk. Es ist ein Zustand, der losgelöst von Zeit

• Myriam Holme 3. Oktober bis 6. Dezember 2015 Rudolf-Scharpf-Galerie, Ludwigshafen www.wilhelmhack.museum kunstraumMETROPOL 23


kunstraumMANNHEIM

Petra Arnold, Bikeweek, o.J.

Anna Gawlikowska, Hope, 2014

HELLS ANGELS

ZWEI POLNISCHE KÜNSTLERINNEN

Petra Arnold

Anna Gawlikowska und Karolina Jarmolinska

Seit Jahren arbeitet Petra Arnold an einem ungewöhnlichen Projekt. Sie begleitet fotografisch die Hells Angels - Chapter Luxemburg. Die Ergebnisse ihrer umfangreichen Exkursionen sind nun erstmals in einer Fotoausstellung zu sehen.

Anna Gawlikowskas Arbeiten bestechen durch ihre klare graphische Ausdrucksweise, verdichtet in Nahaufnahmen und Anschnitten von Gesichtern. Diese kraftvolle Direktheit gestattet dem Betrachtenden kein Ausweichen. Der im Fokus liegende Blick der Abgebildeten ist häufig unausweichlich fordernd und provozierend. Aufgebrochen wird die Reduktion durch Ornamente auf den Gesichtern – inspiriert von Tätowierungen, Bemalungen der Maori, Indianer, Afrikaner – graphische Muster, die Stärke verleihen, insbesondere im magisch spirituellen Sinn. Ihre Wahl des Linolschnittes manifestiert diese Intention schon im Schaffungsprozess durch die dafür notwendige Konzentration und Präzision – kein Schnitt ist sekundär korrigierbar.

Petra Arnold gibt Einblicke in eine andere Welt, die uns fremd und gleichermaßen vertraut erscheinen. Sie zeigt Hells Angels beim Grillen, auf Partys, bei Stripshows oder beim Sonnenbaden: Petra Arnold wartet ab, wählt aus und fängt ungewöhnliche Facetten der Bruderschaft ein - analog und vorwiegend in schwarz-weiß. Porträts, schwere Harley Motorräder, Stimmungen, Symbole und Tattoos nimmt sie auf und zeichnet so ihr eigenes Bild auch jenseits der gängigen Klischees. Es sind Momentaufnahmen und Zeitdokumente, die dem ursprünglichen HellsAngels-Mythos erstaunlich nahekommen. Die Ausstellung ist Teil der OFF//FOTO Initiative 2015. Im zeitlichen Kontext des 6. Fotofestivals Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg werden an 17 Orten 22 Ausstellungen vorgestellt. Mehr unter www.off-foto.info (red)

• Hells Angels bis 7. November 2015 Galerie Kasten, Mannheim www.galerie-kasten.de

In Karolina Jarmolinskas Arbeiten dominieren Verwischtheit und Zerkratztheit. Das immer währende anthropologisch existentielle Thema Tod und Zeit – obgleich vielfach tabuisiert – ist das immer wiederkehrende zentrale Sujet der Kunstgeschichte seit Anbeginn – so auch für Karolina Jarmolinska. Sie beobachtet Menschen und schafft Momentaufnahmen, die den Mensch über den Augenblick hinaus reflektieren. Besondere Anziehungskraft übt ihre eigens entwickelte Technik aus, wodurch ihre Bilder an alte Photographien erinnern, die wiederum selbst zu einer Metapher für Erinnerungen, Vergänglichkeit und Vergangenem geworden sind. Die Farbigkeit ist zurückgenommen – wie bereits verblasst. Momentaufnahmen, die in den Anfängen der Photographie aufgrund langer Belichtungszeiten nicht möglich waren – im Erscheinungsbild eben dieser Entstehungszeit. (red) • Anna Gawlikowska und Karolina Jarmolinska 9. Oktober bis 6. November 2015 [Kunst] Projekte Monica Ruppert, Mannheim www.kunstprojekte.eu kunstraumMETROPOL 25


kunstraumLANDAU

Sandra Heinz, Hochzeitskleid von R. (Detail) 2015

STRUKTUREN DES PRIVATEN Vom Verschwinden und Bewahren „Vom Verschwinden und Bewahren - Strukturen des Privaten“ heißt das gemeinsame Ausstellungsprojekt der beiden Künstlerinnen Sandra Heinz und Anne Janoschka, das vom 16. Oktober bis zum 29. November in der Städtischen Galerie Villa Streccius in Landau zu sehen sein wird. Ein wesentliches Merkmal der künstlerischen Arbeit von Sandra Heinz ist es, Dinge unseres Alltags und die damit verbundenen Erinnerungen zu bewahren. In den letzten Jahren sind dies vor allem aussortierte Textilien, die einen engen personalen Bezug haben und deren feine Strukturen und Texturen die grafischen Arbeiten der Künstlerin charakterisieren. Mit textilen Objekten geht sie auch in den Raum. In der Ausstellung werden einige auf die Räume der Villa Streccius bezogene neue Arbeiten gezeigt. Anne Janoschka geht mit ihren realistisch gemalten Interieurs der Frage nach, was Privatheit heute bedeutet, welche privaten Rückzugsräume uns in einer vernetzten, digitalisierten Gesellschaft noch zur Verfügung stehen. Hier spielen auch Erinnerungsräume eine Rolle. Wie funktioniert Erinnerung? Drei großformatige Arbeiten, erstmals in der ViIla Streccius zu sehen, beschäftigen sich mit diesem Thema. In ihrer Osteuropaserie geht es um Orte, die aus der Zeit gefallen sind, die für uns Jahrzehnte lang nur schwer zugänglich waren und zu ästhetischen Entdeckungsreisen auffordern. (red)

• Vom Verschwinden und Bewahren 16. Oktober bis 21. November 2015 Städtische Galerie Villa Streccius, Landau www.landau.de


kunstraumSCHRIESHEIM

kunstraumHEIDELBERG

Melissa Moore, Feedback, 2013

Lynn Schoene, Occupy – Chip & Felt, 2015

LAND ENDS

TERRAIN

Melissa Moore - featuring Wunderkammer

Neue Werke von Lynn Schoene

Land Ends setzt sich aus Landschaften, Stillleben und Performance zusammen, die sich allesamt auf eine starke, ästhetische Faszination für eine ferne Insel zentrieren - ein Ort der alternativen Architektur und des Denkens. Hornby Island befindet sich mitten in einer Inselgruppe an der Westküste Kanadas, deren Geschichte „First Nations“, Pionier Landwirtschaft und kommunale Geschichte umschließt. Die Insel verkörpert ein idealistisches Ethos, dessen gegenkulturelle Atmosphäre großteils durch die ‚zurück zum Land‘Visionäre der 1960er und 1970er Jahre geprägt wurden. Sie ist für ihre ungewöhnlichen Bauweisen wohlbekannt, und ihre handgefertigten Häuser drücken den Wunsch aus, sich gegen grassierendes Konsumverhalten und Umweltverschmutzung zu stellen. Bezaubert durch erfindungsreiche Arrangements von Werkzeugen und Talismane werden einfache Holzhäuschen blühend voll mit gehorteten, lebensnotwendigen Gütern dokumentiert.

Terrain per Definition eine Landstrecke mit ihren natürlichen Eigenschaften: dicht bewachsen, uneben, unwegsam, gar mit militärischen Vorteilen. Ein Gebiet, das es zu erobern gilt? Terrain - auch Titel und Thema der aktuellen Ausstellung der Künstlerin Lynn Schoene. In der Tat geht es ihr darum, mit ihren Reliefs aus selbst hergestellten Waben- und wellenförmigen Bänderstrukturen allerlei Fundstücke und Gebrauchsgegenstände, gar die eigenen bemalten Leinwände zu erobern und zu besetzen. „Occupy“ wäre der Begriff, den Lynn Schoene in der Heimatsprache wählen würde. Ihre Fundstücke - teils auf dem Londoner Portobello Road Market erbeutet -, Hutschachteln, alternde Landkarten, gar Pläne für eine doppelte ThamesBrücke, die nie realisiert wurden – werden erobert und mit ihrem bekannten und unübersehbaren, Signet übersät, so dass kein Zweifel besteht, wer hinter diesem Werk steckt.

Die Fotoserie der britischen Fotokünstlerin Melissa Moore fokussiert aber auch auf die magische Landschaft der Insel, die die Siedler genauso prägte, wie die Siedler ihre Umgebung: die selbst gebauten Häuser, die Bäume und die Felsen scheinen alle ‚dieselbe Sprache zu sprechen‘. In Land Ends zieht sich die agierende Figur in den Bildern das wahre Gewebe der Insel und sein Wesen wie ein Echo über.

In ihrer Performance hinterfragt die Künstlerin Helen Schoene den Begriff des Körpers als Schwelle zwischen Innen und Außen, Eigenem und Fremdem. „Ich sehe niemals das, was ich die Anderen sehen lasse und dies zeigt sich immer ohne mein Wissen, egal was ich tue“ (J.-L. Nancy). Der performative Erscheinungsraum des Körpers erschließt sich als terra incognita: Ein unerforschtes, fremdes Land, das sich zwar nicht erobern, wohl aber in dem Blick der Anderen – der Zuschauer – vermessen lässt. (red)

Als Gast hat Melissa Moore den Kanadischen Künstler Michael Campbell eingeladen, dessen Objekte aus Strandgut und Fundstücken - eine Art Wunderkammer - die Ausstellung in Vitrinen ergänzen. (red) • Land Ends 27. September bis 1. November 2015 Museum Théo Kerg, Schriesheim www.kk-schriesheim.de

• Terrain 15. Oktober bis 21. November 2015 Galerie Grewenig | Nissen, Heidelberg www.galerie-grewenig.de kunstraumMETROPOL 27


kunstraumWEINHEIM

kunstraumLANDAU

Brigitte Hofherr, NE1 (Detail), 2015

Marc Junghans, fauna floralis, 2013

BILDER AUS SÜDLICHEN GÄRTEN GARTENTRÄUME Ölmalerei von Brigitte Hofherr

Faszinierende Gartengeschichten

Pflanzen erobern sich stets die Aufmerksamkeit von Brigitte Hofherr – immer und egal, wo sie sich befindet! So liegt es nahe, dass Botanik als wiederkehrendes Thema in ihrer Malerei auftaucht. Durch mehrfachen Farbauftrag entstehen meist großformatige Arbeiten, die dem Betrachter die Illusion von Volumen und Tiefe sowie scheinbarer Transparenz in großer Farbdichte zeigen – Objekte in manchmal irritierender Vergrößerung.

Gärten sind Metaphern der Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies. Sie zaubern das Bild eines ästhetischen Rückzugsortes, sind Seelenspiegel und facettenreiches Motiv der Künste vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Heute meint das Thema Garten geografischen Raum im weitesten Sinne und eröffnet damit unterschiedlichste künstlerische Auseinandersetzungen, die sich vom arkadischen Idyll bis hin zur spielerischen oder kritischen Reflexion der Veränderung und Zerstörung von Lebensräumen erstrecken.

Auf der Suche nach Bildmotiven hält sie den flüchtigen Moment des Schönen in Fotografien fest – sie gesteht, dass sie sich diesem Reiz kaum entziehen kann und viel Zeit mit Beobachten verbringt. Auf der Leinwand entsteht dann etwas aus dem Foto, aus dem Eingeprägten und aus dem, was die Objektfaszination in ihr bewirkt. Ihre farbenprächtigen Arbeiten werden unter dem Titel „Aus südlichen Gärten” im Rahmen der Kreiskulturwochen des RheinNeckar-Kreises in der GRN-Klinik in Weinheim ausgestellt und laden ein, am Sommer noch gedanklich etwas fest zu halten. Brigitte Hofherr, 1960 in Mannheim geboren, ist seit 1996 freischaffend als Malerin tätig. Ihre Bilder waren in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen und finden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen, wie beispielsweise im DKFZ Heidelberg, bei der Stadt Darmstadt und im Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises. (red)

• Aus südlichen Gärten 16. Oktober bis 29. November 2015 Uhr GRN-Klinik Weinheim www.grn.de

Die Ausstellung „GartenTräume“ im Museum Strieffler-Haus beschreibt das weite Spektrum aktueller Positionen: 26 Künstler aus Deutschland, Polen, der Schweiz und Österreich präsentieren ihre ganz persönlichen „GartenTräume“, die sich durch subtile Irritation und Verfremdung nicht selten als Alpträume entpuppen. Künstlich generierte Natur von Regula Dettwiler, das traurige Rosenparadies im Video von Ursula Palla, Ruth Habermehls und Heide Hatrys Vexierspiele mit dem schönen Schein oder die ästhetisch verbrämten Vanitas-Geschichten in den Fotos von Marc Junghans - Facetten eines faszinierenden Gartenbildes. Thomas G. Tempel inszeniert die augenzwinkernde Hommage an Dürers Kleines Rasenstück und Christopher Lehmpfuhl sorgt für gestische Gartenfreude. Die Farbwelten von Ann Reder und Klaus Fußmann schenken meditative Momente, Martina Geist bannt flüchtiges Gartenglück im Holzschnitt und in Angela Flaigs filigranen SamenAssemblagen lebt die grandiose Schöpferkraft von Mutter Natur. Wer sie bewahren will, folgt am besten Voltaires kluger Maxime: „Il faut cultiver son jardin“. Karin Leydecker • GartenTräume bis 18. Oktober 2015 Strieffler-Haus, Landau www.strieffler-haus.de kunstraumMETROPOL 29


ANDREAS LAU & NELE WALDERT 13. Oktober bis 4. November 2015 Eröffnung Samstag, den 10.10. 2015 um 15 Uhr

Kunsthaus Klüber • Weinheim 69469 Weinheim | Hauptstr.58 | Germany Tel. 06201-16790 Öffnungszeiten: Di-Fr 10-13 & 14-18.30 Uhr | Sa 10-15 Uhr und nach Vereinbarung. www.kunsthaus-klueber.de • info@kunsthaus-klueber.de


kunstraumHEIDELBERG

kunstraumLADENBURG

Wolfgang Troschke, o. T., Lithographie und Siebdruck, 2011

Caroline Laengerer, Wachsende Ringe (Detail), 2015

WOLFGANG TROSCHKE

CAROLINE LAENGERER

Zeichnungen und Druckgraphik

Bilder und Objekte

Wolfgang Troschke befasst sich in seiner Druckgraphik und seinen malerisch-zeichnerischen Arbeiten auf Leinwand und Papier mit der Entstehung von bildnerischer Bedeutung, von räumlichem, nicht erzählendem oder symbolischem Sinn in abstrakter und dennoch nicht gegenstandsloser Bildlichkeit, in der man Zeichen wie Kreuze, Schiffe, Mitren, Schilde, Kreise oder Körbe zu erkennen glaubt, was jedoch irreführend ist, wollte man daraus einen möglichen Bildinhalt interpretieren. Vielmehr geht es Troschke um die Entdeckung von Freiräumen, im Sinne Kandinskys um die Suche nach einem Klang in den Bildern und um die Möglichkeit, seine Werke nach ihrem jeweiligen Abschluss allein zu lassen: „Ein Bild muss nicht schön sein,“ sagt Troschke, „aber es wird jeden, der sich darauf einlässt, an einem bestimmten Punkt bringen, und es verlangt, sich auf eine Verunsicherung einzulassen, auf die Mühe, sich einzusehen. (…) Der Freiraum, in dem ich mich am wohlsten fühle, ist da, wo ich das nicht selber artikulieren kann: ein Konzentrationsraum, in dem eine Balance geschaffen wird, die auch wieder aufgehoben wird.“ Andreas Beaugrand

Unter dem Titel „Bilder und Objekte" werden vom 22. Oktober bis 5. Dezember 2015 in den Galerieräumen des Kreisarchivs Ladenburg Werke der Heidelberger Künstlerin Caroline Laengerer zu sehen sein.

• Wolfgang Troschke 14. November bis 20. Dezember 2015 Kunstraum Vincke-Liepmann, Heidelberg wwww.vincke-liepmann.de

Dabei verleihen leuchtende Farben und schlichte, archaische Formen, vergleichbar mit Waben oder Zellen, der Ausstellung eine sehr leichte, lebendige Ausstrahlung. Fasziniert glaubt man sich Metallischem, Rostigem oder Versteinertem gegenüber oder fühlt sich in die Irre geführt, wenn man begreift, dass simple Materialien und Texturen mit Sand, Stöcken, Papier, Zellulose oder Naturpigmenten dem Werk zugrunde liegen. Oft entstehen meterhohe Plastiken; eine Art Zufallsarchitektur gibt den Objekten eine Wachstumsrichtung. In einem spannenden, materiellen Grenzgang wird gebaut, gemischt, gepresst, bemalt, so selbstverständlich und klar, als wäre beispielsweise der kristalline Schein eines „Kugelfossils" durch den langen Weg der Erosion entstanden. Eine geheimnisvolle Aura animiert den Betrachter, das Rätsel zu lösen und genau zu beobachten. (red) • Caroline Laengerer 22. Oktober bis 5. Dezember 2015 Kreisarchiv Ladenburg www.rhein-neckar-kreis.de/kultur kunstraumMETROPOL 31


Andreas Lau, Halbakt, 2015

kunstraumWEINHEIM

kunstraumMANNHEIM

Nele Waldert, Mann mit Holzbein, 2015

A. Comellas, Aquell llarg fill vermell (Detail)

ANDREAS LAU UND NELE WALDERT

ANNA COMELLAS

Malerei und Skulptur

Die rote Linie

Sehgewohnheiten und Wahrnehmungen werden in der aktuellen Ausstellung der Weinheimer Galerie Klüber völlig auf den Kopf gestellt. Die Arbeiten der präsentierten Künstler Nele Waldert und Andreas Lau erscheinen zwar auf den ersten, flüchtigen Blick für den Betrachter in Farbe, Form und Anmutung schnell begreifbar, doch schon im nächsten Moment offenbaren sie eine Irritation und verlangen näheres, genaueres Hinsehen. Das ist ihr verbindendes Element, denn sie zwingen zum Abweichen vom kollektiven Bildbewusstsein, sie öffnen neue Perspektiven, fordern heraus, ohne aggressiv zu sein und stellen schließlich Fragen nach dem tatsächlich Gesehenen. Die Düsseldorfer Bildhauerin Nele Waldert stellt den Mensch in den Fokus ihrer Arbeit – oder besser den Mann, denn ihre aus Gips gegossenen Skulpturen sind durchweg männlich. Jung, still, ja fast schon melancholisch, mit geschlossenen Augen und ohne Mimik treten sie in Erscheinung und doch haben sie etwas Befremdliches – Reharme, einen Glasbauch, ein knorriges Holzbein oder auch mal Rehfüsse. Sie selbst beschreibt den Schaffensprozess ihrer Plastiken als eine Art Stillstand ihrer Gedanken. Sie baue daraus begehbare Bilder, in denen Unbewegtes in Bewegung gerate, indem sie Altes mit Neuem und Bekanntes mit Fremden verbinde. Moderne Materialien

kombiniert sie mit traditioneller Bildhauerei und verflechtet so geschickt die Vergangenheit mit der Gegenwart. „Ich rufe ein Repertoire an kollektivem kulturgeschichtlichen Wissen auf, das für jeden in unserem Kulturkreis lesbar ist.“

Die Wandobjekte der Spanierin Anna Comellas bestechen durch ihren Materialmix: Graphische Techniken kombiniert sie mit Metall, Farbe, Fotografie und Holz, übereinander geschichtet bildet das Japanpapier die finale transparente Schicht.

Auch der in Karlsruhe lebende Künstler Andreas Lau spielt mit den durch Erfahrung und Bildung geprägten unterschiedlichen Wahrnehmungen der Betrachter und beschäftigt sich in seinen Arbeiten immer wieder mit der Hinterfragung von Sehgewohnheiten. Was sieht man wirklich auf einem Bild? Wieviel Information benötigt der Betrachter, um das Bild zu verstehen? Er zerlegt seine Motive in Punkte oder Linien, zergliedert die Darstellung in einzelne Elemente und löst das Bild auf. Der entstehende Flimmer-Effekt zieht den Betrachter wie in einem unsichtbaren Sog gezogen in den Bann und zwingt ihn zu einem Realisierungsprozess, um dem Auge die Wahrnehmung von etwas Gewohntem zu ermöglichen. Dabei geht es Andreas Lau bei seinen Werken vor allem um die Auslotung der malerischen Mittel und Möglichkeiten sowie um die Frage, wie das Genre der Malerei in der heutigen medial geprägten Welt überhaupt noch darstellbar ist. (kM)

Das Holz, ein natürliches Material, verwandelt sich durch dessen Schnitt und Maserung in ein Bild des Meeres. Es gibt zwei Schlüsselelemente: Zweidimensionalität durch Malerei und Fotografie, Dreidimensionalität durch Metall, Steine und Holz. Das erlaubt ihr auch aus zwei ästhetischen Elementen zu schöpfen: Der Eindruck von Gewicht, von Schwere durch streng geometrische Strukturen und der Eindruck von Leichtigkeit, durch Bilder, die den Betrachter eine poetische Welt andeuten.

• Andreas Lau und Nele Waldert 13. Oktober bis 4. November 2015 Kunsthaus Klüber, Weinheim www.kunsthaus-klueber.de

• Anna Comellas bis 31. Oktober 2015 Galerie Keller, Mannheim www.galeriekeller.de

Die Lektüre ist Inspirationsquelle für die neue Serie von zwölf Werken. Das Buch an sich wird zusätzlich in seiner formalen Ausprägung aufgegriffen. Die abstrakten Wandarbeiten öffnen dem Betrachter den Blick in eine andere Welt, vergleichbar der Vorstellung, die im Kopf des Lesers entstehen kann. Wirklichkeit, Wunsch, Vision beim Betrachten der Arbeiten Anna Comellas verschwimmen die Welten. (red)

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kunstraumVIERNHEIM

kunstraumMETROPOLREGION

Dagmar Kopnarski und Roland Schmitt, o.T., 2015

VOM SUCHEN UND FINDEN

OFF//FOTO 2015

Holzobjekte und Malerei

Zeitgenössische fotografische Positionen in der Metropolregion

Eigentlich arbeiten die Künstler Dagmar Kopnarski und Roland Schmitt ganz unterschiedlich und haben auf den ersten Blick nur die Leidenschaft für die Kunst gemeinsam. Er, gelernter Schreiner und Tischler, beschäftigt sich mit natürlich gewachsenem Holz; sie, Psychologin, mit Stiften und Farben. Er liebt es dezent, leise, zurückgenommen, sie hingegen bevorzugt leuchtende Farben, klare Linien und konkrete Formen. Und doch verbindet sie so viel mehr – die Suche und das Finden in ihrem eigenen individuellen Schaffensprozess.

Mannheim und die Metropolregion Rhein-Neckar ist eine starke Festival- und Kulturregion. Ob Theater, Musik, Kino oder Kunst – das Spektrum ist bemerkenswert vielfältig und interessant. Insbesondere als Standort für den künstlerischen und wissenschaftlichen Diskurs der Fotografie hat die Region inzwischen einen bedeutenden Stellenwert eingenommen, manifestiert durch das Fotofestival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg und das Zephyr – Raum für Fotografie der Reiss-Engelhorn Museen, die regelmäßig international renommierte Künstler zeigen.

Stets auf der Jagd nach außergewöhnlichen Formen, Verwachsungen oder besonderen Zeichnungen sägt Roland Schmitt zunächst für ihn interessante Holzblöcke auf. Gefundene Anomalien arbeitet er heraus und kombiniert sie mit Glas, Edelstahl oder Kupfer, so dass skurrile Holzobjekte entstehen. Dabei versteht er sich lediglich als Komponist, denn für ihn ist der eigentliche Künstler die Natur selbst. Auch Dagmar Kopnarski lässt sich ähnlich wie Schmitt von der Umwelt und vorhandenen Gegebenheiten inspirieren, wenn auch eher auf immaterieller Ebene. Sie sammelt Eindrücke, Emotionen und Stimmungen, die dann während des Malprozesses auf der Leinwand nach und nach wieder Form und Gestalt annehmen. Dabei hält sie mit ihren detailreich gezeichneten Tieren und Phantasiefiguren einen besonderen Moment fest.

Doch die Region bietet und kann viel mehr! Immer wieder präsentieren Galerien und Ausstellungsräume der freien Szene junge Talente, bisher noch unbekannte Künstler und außergewöhnliche Formate. Das neue Festival OFF//FOTO setzt genau hier an und möchte mit seiner Ausrichtung dieses enorme Potential zeitgenössischer Fotografie sichtbar machen, auf eigenständigem Niveau reflektieren und langfristig die Metropolregion Rhein-Neckar als Ort für Fotografie positionieren. Die Premiere ist auf jeden Fall gelungen, eine Reise durch die verschiedenen Kunsträume unbedingt empfehlenswert und deren Fortsetzung hoffentlich keine Frage.

Und so visualisiert schließlich die einzige Gemeinschaftsarbeit in der Ausstellung die enge Verbindung der beiden Künstler, denn in seinen gesuchten Wachstumsspuren des Holzes hat sie drei putzige Erdmännchen gefunden... (red)

• Vom Suchen und Finden 4. Dezember 2015 bis 29. Februar 2016 Kulturscheune Viernheim www.viernheim.de

Von den vier Mannheimer Kunsträumen Einraumhaus c/o, Ten Gallery, Strümpfe-The Supper-Artclub, und Uhland Atelier organisiert werden im Rahmen von OFF//FOTO an 17 Orten 22 Ausstellungen u. a. von Andrea Esswein, Irina Ruppert, Michele Buda, Walter Spagerer, Florian Merdes, Petra Arnold, Sylvia Ballhause, Jürgen Katzenbühler und Claus Stolz, um nur einige zu nennen, gezeigt. Motive, Perspektiven sowie eingesetzte Techniken sind entsprechend vielfältig und laden den Betrachter zum Entdecken, Reflektieren und Hinterfragen ein. Eine begleitende Broschüre und Webseite helfen bei der Orientierung. (kM) • OFF//FOTO 2015 bis 15. November 2015 Metropolregion Rhein-Neckar www.off-foto.info kunstraumMETROPOL 35


kunsträume der REGION BAD DÜRKHEIM

Herrenhaus Edenkoben

Kunstverein Bad Dürkheim e.V.

Klosterstraße 175, Edenkoben Sa, So 14-18h und nach Vereinbarung 22. Nov. bis 13. Dez. 2015 Ryo Ozeki: Malerei Vernissage 22. Nov. 2015, 17h

Burgkirche, Leiningerstraße, Bad Dürkheim Di-Fr 14-16:30h, Sa, So 11-16h bis 3. Okt. 2015 Christian Awe (Berlin): Vitamin Sea

BAD RAPPENAU Künstlergruppe WieArt Rhein-Neckar Wasserschloss, Hinter dem Schloss 1, Bad Rappenau So 11-18h bis 25. Okt. 2015 Ewig lockt… 8. Nov. 2015 bis 10. Jan. 2016 Enthüllungen

Sammlung Reinhard Besserer und KraichgauKunstwerkstatt Wasserschloss, Hinter dem Schloss 1, Bad Rappenau So 14-17h 27. Sept. bis 18. Okt. 2015 Von Hand 3 | Kunst kennt keine Krenzen Eröffnung 27. Sept. 2015, 16h

BRUCHSAL Kunstverein “Das Damianstor” Bruchsal e.V. Schönbornstraße 11, Bruchsal Sa 14-17h, So 11-17h bis 10. Okt. 2015 Franziska Schemel: Auswege

DARMSTADT Hessisches Landesmuseum Friedensplatz 1, Darmstadt Di, Do, Fr 10-18h, Mi 10-20h, Sa, So 11-17h bis 4. Okt. 2015 Gebrochenes Licht

Kunsthalle Steubenplatz 1, Darmstadt Di-Fr 11-18h, Sa, So 11-17h bis 11. Okt. 2015 John Gerrard: Exercise (computeranimierte Filmeund Bilder)

DOSSENHEIM Galerie Julia Philippi Heidelberger Straße 31, Dossenheim momentan nur nach Vereinbarung

EBERBACH Galerie ARTgerecht Friedrich-Ebert-Straße 2, Eberbach Di-Fr 15-18h, Sa 11-14h bis 13. Nov. 2015 Christel Fahrig-Holm: Spiegelwelten (Ölmalerei) 29. Nov. 2015 bis 3. April 2016 Künstler der Galerie: ARTvent (Gals, Holz, Textil, Keramik, Metall, Malerei) Vernissage 29. Nov. 2015, 15h

EDENKOBEN Galerie Neumühle Klosterstraße 173, Edenkoben Mi-Fr 10-12h u. 15-18h, Sa 10-12h und 15-17h, So 15-17h bis 4. Okt. 2015 Romano Buratti: Italienischer Spätsommer

kunstraumABO

Max Slevogt-Galerie Schloss Villa Ludwigshöhe, Villastraße 64, bei Edenkoben Di-So 9-17h bis 22. Nov. 2015 Rolf Müller-Landau (1903-1956) - Retrospektive

FRANKENTHAL Die Treidler Frankenthal e.V. Kunsthaus Frankenthal Hans-Kopp-Straße 22, Frankenthal täglich außer Mo 14-18h, Do 14-20h

Kunsthaus Frankenthal Hans-Kopp-Straße 22, Frankenthal täglich außer Mo 14-18h, Do 14-20h bis 11. Okt. 2015 4. Ausstellung der Arbeitgemeinschaft Pfälzer Künstler: Grafik, Kleinplastik

kunstraumMETROPOL Nie mehr verpassen dank ABO kunstraumMETROPOL, das Kunstmaga-

FRANKFURT

zin der Metropolregion Rhein-Neckar

Bernhard Knaus Fine Art

bietet regelmäßig Informationen zu

Niddastraße 84, Frankfurt Di-Fr 13-18h, Sa 11-15h bis 14. Nov. 2015 Harald Kröner: gracehoper ab 19. Nov. 2015 Kyungwoo Chun Eröffnung 19. Nov. 2015, 19h

Museum für Moderne Kunst (MMK 1 und 3) Domstraße 10 und 3, Frankfurt Di-So 10-18h, Mi 10-20h 14. Okt. bis 15. Nov. 2015 Absolventen der Städelschule2015: Parked Like Serious Oysters 17. Okt. 2015 bis 31. Jan. 2016 William Forsythe: The Fact of Matter

MMK 2 Taunustor 1, Frankfurt bis 14. Febr. 2016 Kostas Murkudis und die Sammlung des MMK: Tuchfühlung

Schirn Kunsthalle Römerberg Frankfurt Di, FR-So 10-19h, Mi+Do 10-22h 9. Okt. 2015 bis 17. Jan. 2016 Daniel Richter: Hello, I love you 30. Okt. 2015 bis 7. Febr. 2016 Sturm-Frauen. Künstlerinnen der Avantgarde in Berlin 1910-1932 20. Nov. 2015 bis 7. Febr. 2016 Heather Phillipson

Städel Museum Schaumainkai 63, Frankfurt Di, Mi, Sa, So 10-18h, Do, Fr 10-21h bis 18. Okt. 2015 Hunger nach Bildern. Figurative Malerei der 80er Jahre in Deutschland 7. Okt.2015 bis 24. Jan. 2016 Dialog der Meisterwerke 5. Nov. 2015 bis 24. Jan. 2016 John Baldessari: The Städel Paintings

zeitgenössischer Kunst in Heidelberg, Ludwigshafen und Mannheim, und anderen „hotspots“ in der Metropolregion Rhein- Neckar zu nennen. Ausstellungsbesprechungen, Interviews mit Kunstschaffenden und Kunstvermittlern, Künstlerporträts, Buchrezensionen, Ausstellungsempfehlungen und eine umfassende Übersicht über Kunsttermine in einem Quartal ermöglichen die schnelle Orientierung über aktuelle Kunstaktivitäten in der Metropolregion. kunstraumMETROPOL ist auch im Abo erhältlich: Sie erhalten regelmäßig die Ausgaben direkt in Ihren Briefkasten. Es kostet 20,- Euro und umfasst vier Ausgaben inkl. Versand. Bitte senden Sie bei Interesse eine E-Mail mit Angabe der Lieferadresse und dem Zeitpunkt ab dem Ihr Abo beginnen soll an: redaktion@kunstraum-metropol.de

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AUSSTELLUNGEN Weltkulturen Museum

Galerie Kunst 2

Kunstraum Vincke-Liepmann

Schaumainkai 29-37, Frankfurt täglich 11-18h bis 18. Okt. 2015 EL HADJI SY: Painting, Performance, Politics 3. Dez. 2015 bis 24. Juli 2016 A Labour of Love: Kunst aus Südafrika die 80er jetzt

Lutherstraße 37, Heidelberg Di-Do 11-15h, Sa 11-15h 25. Sept. bis 7. Nov. 2015 Britta Hondl: bild - schnitt (Scherenschnitt, Malerei, Zeichnung) Eröffnung: 25. Sept. 2015, 19h 20. Nov 2015 bis 29. Jan. 2016 Sabine Tresst: matière sauvage (Malerei) Eröffnung: 20. Nov. 2015, 19h

Häusserstraße 25, Heidelberg Do, Fr 15-19h, Sa, So 11-15h bis 18. Okt. 2015 Barbara Armbruster (Malerei, Zeichnung, Installation) 14. Nov. bis 20. Dez. 2015 Wolfgrang Troschke: Arbeiten auf Papier und Lithographien Vernissage 14. Nov. 2015, 19h

Galerie Marianne Heller

Kurpfälzisches Museum

FREINSHEIM Galerie Zulauf Gottfried-Weber-Straße 5, Freinsheim Mo-Fr 14-18:30h, So 11-18h bis 25. Okt. 2015 Markus Lüpertz (Skulptur, Malerei, Grafik) Nov. bis Dez. 2015 Förderprojekt Junge Kunst: Fortgeschrittene und Meisterschüler der Akademie der schönen Künste Warschau

GERMERSHEIM Kunstverein Germersheim e.V. Zeughausstraße, Germersheim Sa 15-18h, So 14-18h bis 4. Okt. 2015 Tom Feritsch, Lynn Schoene, Hartmuth Schweizer: Stille Armada (Skulpturen, Papier) 6. bis 29. Nov. 2015 Manfred Enders, Klaus Fischer, Klaus Fresenius, Christine Hach, Manfred Plathe, Maike Porz: Kunst in den Gewölben: Figur 6.0 (Fotografie, Malerei, Grafik, Zeichnung, Skulptur) Vernissage 6. Nov. 2015, 18-24h

HEIDELBERG be art - galerie für fotografie Ladenburger Str. 31, Heidelberg Mi-Fr 12-18h, Sa 12-16h

boeckercontemporary Viktoriastraße 12, Heidelberg Di-Fr 11-15h bis 18. Okt. 2015 John Bunker, Katrin Mäurich, Karl Bielik, Matthews Macaulay, Claudia Böse: From England with Love

breidenbach studios Hebelstraße 18, Heidelberg Do 17-20h, Fr+Sa 17-23h, So 11-15h 30. Okt. bis 14. Nov. 2015 Torsten Mitsch: Zu tief drin. (OFF//FOTO) Vernissage 30. Okt. 2015, 20h

Galerie im Augustinum Jaspersstraße 1, Heidelberg taglich 8-20h bis 16. Dez. 2015 Bernhard Malin: Von Absicht bis Zufall (Wandobjekte, Mosaike, Skulpturen) ab 18. Dez. 2015 bis 23. Febr. 2016 Sven Erik-Sonntag: Ästhetisches Chaos oder berechenbare Kunst (Computergrafiken) Vernissage 18. Dez. 2015, 18h

Galerie Grewenig/Nissen Pfarrgasse 1, Heidelberg Mi, Do, Fr 15-18h, Sa 11-13h 15. Okt. bis 21. Nov. 2015 Lynn Schoene: TERRAIN Eröffnung 15. Okt. 2015, 18h 4. Dez. 2015 bis 16. Jan. 2016 Künstler der Galerie: Skizzen & Skulpturen

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Friedrich-Ebert-Anlage 2, Heidelberg Di-Fr 11-13h und 14-18h, Sa 11-18h 18. Okt. bis 22. Nov. 2015 Ken Mihara: Mindscapes Vernissage 18. Okt. 2015, 11:30h

Galerie p13 Pfaffengasse 13, Heidelberg Mi-Sa 11-13h u. 14:30-19h, Sa 14:30-18h, So 14:30-17h bis 11. Okt. 2015 Marten Georg Schmid: Bis zur Mitte und weiter... (Zeichnung, Objekte, Skulptur) Finissage u. Künstlergespräch 11. Okt. 2015, 15h 18. bis 25. Okt. 2015 Jessen Oestergaard: Essais Photographiques Instantanés (Fotografische Sofortbilder aus der Dordogne-Region; anl. der Französichen Woche) (OFF//FOTO) Vernissage 18. Okt. 2015, 17h 29. Okt. bis 29. Nov. 2015 Susanna Reberdito: neue Arbeiten Vernissage 29. Okt. 2015, 19h

GEDOK Galerie Heidelberg Römerstraße 22, Heidelberg Mi, Fr 17-20h, Sa 14-17h bis 17. Okt. 2015 Agnes Pschorn, Liliana Geiss, Ullie Göttert, Christel Fahrig-Holm, Ruth Groß, Elsbeth Lang, Isolde Ott, Sabine Friebe-Minden, Brig.Constantinescu, Barbara Brink: Spiegelungen, Spieglein, Spieglein 24. Okt. bis 28. Nov. 2015 Neuaufnahmen der GEDOK: neu eingetroffen Vernissage 24. Okt. 2015, 19h 5. Dez. 2015 bis 3. Jan. 2016 art GEDOK Vernissage 5. Dez. 2015, 19h

Heidelberger Forum für Kunst Heiliggeiststraße 21, Heidelberg Di-So 14-18h bis 11. Okt. 2015 Martin Manegold, Peer Gessing, Reiner Coblenzer, Werner Schaub: In der Schwebe (Installation) 17. Okt. bis 15. Nov. 2015 Favoritenausstellung: Das 6. Fotofestival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg zu Gast Vernissage 16. Okt. 2015, 20h 22. Nov. bis 20. Dez. 2015 Lauter Minis: Große Verkaufsaktion mit mehr als 500 Originalpostkarten und Kleinplastiken Vernissage und Kunsta(u)ktion 22. Nov. 2015, pünktlich um 11h

Heidelberger Kunstverein Hauptstraße 97, Heidelberg Di-Fr 12-19h, Sa 11-19h bis 15. Nov. 2015 6. Fotofestival Mannheim - Ludwigshafen - Heidelberg

Hauptstraße 97, Heidelberg Di-So 10-18h 18. Okt. 2015 bis 31. Jan. 2016 Reife Früchte - junges Gemüse. Stillleben im Dialog Vernissage 18. Okt. 2015, 11h

Leitstelle im Dezernat 16 im Kreativwirtschaftszentrum Emil-Meier-Straße 16, Heidelberg Mo-Fr 12-18h u. siehe Veranstaltungskalender bis 22. Okt. 2015 Jamie Brentano und die Entwicklung einer Idee: Im Biberbau bin ich zu Hause (OFF//FOTO)

Metropolink Festival für urbane Kunst, Heidelberg bis 2. Okt. 2015 im öffentlichen Raum www.metropolink-festival.net

Museum Haus Cajeth Haspelgasse 12, Heidelberg Mo-Sa 11- 17h bis 9. Jan. 2016 Schau an der schönen Gärten Zier (Blüten, Blumen, Beete, Bäume)

Sammlung Prinzhorn Voßstraße 2, Heidelberg Di, Do-So 11-17h, Mi 11-20h bis 15. Nov. 2015 6. Fotofestival Mannheim - Ludwigshafen - Heidelberg 17. Dez. 2015 bis 10. April 2016 Dubuffets Liste

Skulpturenpark - Orthopädische Universitätsklinik Schlierbacher Landstraße 200a, Heidelberg, täglich geöffnet bis 25. Okt. 2015 Junge Kunst

Stadtbücherei Heidelberg Poststraße 15, Heidelberg Di-Fr 10-20h, Sa 10-16h 3. Nov. 28. Nov. 2015 Contacts: Kontaktabzüge im Dialog zweier Kulturen (OFF//FOTO) Vernissage 3. Nov. 2015, 19h

Textilsammlung Max Berg (Kurpfälzisches Museum) Brahmsstraße 8, Heidelberg-Ziegelhausen Mi, Sa, So 13-18h bis 10. Jan. 2016 6. Europäische Quilt-Triennale

WOW Gallery Emil-Maierstraße 9, Heidelberg Do 20-22h, Fr 20-23h


kunsträume der REGION HEMSBACH Galerie im Schloss Schlossgasse 41, Hemsbach Mo-Mi 7:30-17h, Do 7:30-19h, Fr 7:30-13h bis 2. Okt. 2015 Künstlerkooperative extract: L.O.CK.ST.OFF (Freie, abstrakte und realistische Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur) 15. Okt. bis 6. Nov. 2015 KunstplatzHemsbach: Die andere Seite der Bildhauer Vernissage 15. Okt. 2015, 19h 19. Nov. 2015 bis 15. Jan. 2016 Dan T. Fahlbusch: Objekte-Collagen-Reliefs Vernissage 19. Nov. 2015, 19h

28. Nov. 2015 bis 3. April 2016 Vere Mercer: Stillleben Eröffnung 27. Nov. 2015, 19h

Galerie Wack Morlautererstraße 80, Kaiserslautern Di-Fr 14-19h, Sa 11-16h bis 2. Okt. 2015 Dieter Villinger: neue Arbeiten

KARLSRUHE Galerie Knecht und Burster Baumeisterstraße 4, Karlsruhe Mi-Fr 14-19h, Sa 11-16h bis 17. Okt. 2015 Wolfgang Henning: Malerei, Zeichungen

HEPPENHEIM

Galerie Schrade

Kunstverein Heppenheim

Zirkel 34 – 40, Karlsruhe Di-Fr 11-13h und 14-18h, Sa 11-16h bis 24. Okt. 2015 Reiner Seliger: Kreide, Glas und Ziegel 30. Okt. bis 24. Dez. 2015 CLAPEKO van der Heide: Neue Arbeiten (Malerei und Objekte)

Bahnhofstraße 1, Heppenheim So 16-18h, nach Vereinb. unter info@kunstverein-heppenheim.de ab 2. Okt 2015 Joep Van Lifeland: Videothek Seefeld ab 6. Nov. 2015 Hans-Jörg Mayer

HIRSCHBERG Rathausgalerie

Staatliche Kunsthalle Hans-Thoma-Straße 2, Karlsruhe Di, Mi, Fr-So 10-18h, Do 10-21h

Großsachsener Straße 14, Hirschberg Mo, Mi, Do, Fr 8-12h, Di, Do auch 14-18h 16. Okt. bis 22. Nov. 2015 Armin Liebscher, Laura Cernan: Strangers in Paradise - tropische Bildwelten Vernissage 16. Okt. 2015, 19h

Staatliche Majolika Keramik Manufaktur

HOCKENHEIM Zehntscheune, Untere Mühlstraße 4, Hockenheim Mi-Fr, So 15-17h, Sa 10-13 17. Okt. bis 7. Nov. 2015 Helga von Jena, Hildegard Peetz, Rita Rössling, Stefan Umhey: Künstlergruppe Punkt (Malerei, Installationen, Objekte, Zeichnungen, Aquarelle, Plastiken, Lyrik) Vernissage 17. Okt. 2015, 16h

Lorenzstraße 27, Karlsruhe Mi-Fr 10-18h, Sa-So 11-18h bis 4. Okt. 2015 Friedrich Weinbrenner (1766-1826) 10. Okt. 2015 bis 17. Jan. 2016 Flaka Haliti, Hanne Lippard, Calla Henkel, Max Pitegoff: ars viva 2016 14. Nov. 2015 bis 21. Febr. 2016 Werkschau der Professorinnen und Professoren der Staatlichen AKademie der Bildenden Künste Karlsruhe

JOCKGRIM

ZKM – Museum für neue Kunst

Kunstverein Zehnthaus Jockgrim

Lorenzstraße 19, Karlsruhe Mi-Fr 9-18h Sa, So 11-18h bis 18. Okt. 2015 Bodenlos/Groundless: Vilém Flusser & die Künste 2. Okt. bis 29. Nov 2015 Seismographic Sounds bis 31. Jan. 2016 Infosphäre bis 31. Jan. 2016 Armin Linke: The Appearance of That Which cannot be Seen bis 31. Jan. 2016 Fabrizio Tamburini: Beyond Einsteins’s Dreaming: Riding the Photons 31. Okt. 2015 bis 28. Febr. 2016 Exo-Evolution Eröffnung 30. Okt. 2015, 19h 31. Okt. 2015 bis 28. Febr. 2016 The future is Here Eröffnung 30. Okt. 2015, 19h 31. Okt. 2015 bis 28. Febr. 2016 Allahs Automaten Eröffnung 30. Okt. 2015, 19h

Kunstverein Hockenheim

Ludwigsstraße 26-28, Jockgrim Fr 20-22h, Sa 15-17h, So 11-17h 27. Sept. bis 18. Okt. 2015 Albert-Haueisen-Preis Vernissage und Preisverleihung 27. Sept. 2015, 11h 25. Okt. bis 22. Nov. 2015 Der Bildhauer Karl-Heinz Deutsch (Werkschau anlässlich seines 75. Geburtstags) Vernissage 25. Okt. 2015, 11h

KAISERSLAUTERN Museum Pfalzgalerie Museumsplatz 1, Kaiserslautern Di 11-20h, Mi-So 10-17h bis 1. Nov. 2015 Norbert Kricke, Emil Schumacher: Über Materie in die Unendlichkeit bis 15. Nov. 2015 Schönheit gebunden (Künstlerbücher aus der Graphischen Sammlung des mpk) bis 10. Jan. 2016 Katharina Hinsberg: Itinerar

Ahaweg 6-8, Karlsruhe bis 11. Okt. 2015 Die Majolika im Botanischen Garten Di-So u. an Feiertagen 10-16:45h

Städtische Galerie Karlsruhe

bis 6. März 2016 Exo-Evolution und neue Werkzeuge bis 17. April 2016 GLOBALE: das neue Kunstereignis im digitalen Zeitalter - 300 Tage bis 17. April 2016 Global Games bis 17. April 2016 Virtual Sound Gallery: eine Klang Ausstellung in allen ZKM|Museen 3. Okt. 2015 bis 1. Mai 2016 Global Control and Censorship Eröffnung 3. Okt. 2015, 19:30h

LADENBURG Atelier Leicht & Selig Haupstraße 64, Ladenburg Di-Do 17-19h, Sa 14-17h 11. Okt. bis 7. Nov. 2015 Michael Lerche: Spurensuche (Skulptur, Malerei) Vernissage 11. Okt. 2015, 16h

Galerie Linde Hollinger Rheingaustraße 34, Ladenburg Mi-Fr 13-18h, Sa 13-17h bis 24. Okt. 2015 Anne Blanchet, Anne Böhnke, Madeleine Dietz, Michael Reiter: Licht - Bewegung - Raum (Wandobjekte, Skulpturen, Installationen) Finissage 24. Okt. 2015, 16h 7. Nov. bis 12. Dez. 2015 Künstler der Galerie und Neuentdeckungen: Grande et Jeune Vernissage 7. Nov. 2015, 16h 28. Nov. bis 13. Dez. 2015 Art Shoppen

Kreisarchiv Ladenburg Trajanstraße 66, Ladenburg Mo-Fr 9-16h, So 14-17h 22. Okt. bis 5. Dez. 2015 Caroline Laengerer: Bilder und Objekte Vernissage 22. Okt. 2015, 19h

LANDAU Galerie M am Deutschen Tor Neustadter Straße 8, Landau Mi, Fr, Sa 15-18h 15. Nov. bis 19. Dez. 2015 Rees | Ginter: East West Wanderer Vernissage 15. Nov. 2015, 11h

Galerie Katrin Hiestand Stadthausgasse 11, Landau Di-Fr 10-16h, Sa 10-15h bis 16. Okt. 2015 Künstlerinnen und Künstler der Galerie: Schaulager ab 23. Okt. 2015 Cesa Wendt, Anna-Lena Fröhlich: Vage Existenzen (Zeichnungen, keramische Objekte)

Landesgartenschau bis 18. Okt. 2015

Städtische Galerie Villa Streccius e.V. Südring 20, Landau Di-Mi 17-20h, Do-So 14-17h 17. Okt. bis 21. Nov. 2015 Sandra Heinz, Anne Janoschka: Vom Verschwinden und Bewahren - Strukturen des Privaten Vernissage 16. Okt. 2015, 20h

kunstraumMETROPOL 39


AUSSTELLUNGEN Strieffler-Haus Löhlstraße 3, Landau Fr-So 14-17h während der Ausstellungen bis 18. Okt. 2015 GartenTräume

Villa Streccius e.V. Südring 20, Landau Di-Mi 17-20h, Do-So 14-17h bis 4. Okt. 2015 gemalte Legenden. gezeichnete Helden 5. Dez. 2015 bis 17. Jan. 2016 Ring und Thitz: zwei Künstler unter einem Dach Vernissage 4. Dez. 2015, 20h

LEIMEN Kunstverein Leimen Kurpfalzzentrum, Römerstraße 1, Leimen Mo, Mi, Do, Fr 8-12h und 13-16h (außer Fr), Di 14-18:30h bis 18. Okt. 2015 Dietmar Brixy, Stefan Kunze, Martin Becker: Wahlheimat - Vertraute Landschaft Finissage 18. Okt. 2015, 15h 15. Nov. bis 13. Dez. 2015 Elsa Hagelskamp, Katja Hess: UNTERWEGS (Malerei, Installation) Vernissage 15. Nov. 2015, 15h

LINGENFELD Kunstverein Lingenfeld Rathaus Lingenfeld Sa 15-17h, So 10.12h und 15-17h bis 27. Sept. 2015 Joachim Kinkel: Fotografie

LUDWIGSHAFEN Ernst-Bloch-Zentrum Walzmühlstraße 63, Ludwigshafen Di, Mi 14-17h, Do 14-20h

Galerie Lauth Mundenheimer Straße 252, Ludwigshafen Mo-Fr 9-13h u. 14:30-18:30h, Sa 10-13h

Kunstverein Ludwigshafen Bismarkstraße 44-48, Ludwigshafen Di-Fr 12-18h, Sa, So 11-18h bis 15. Nov. 2015 6. Fotofestival Mannheim - Ludwigshafen - Heidelberg 29. Nov. bis 13. Dez. 2015 Mit dem Auge des Kindes Vernissage 28. Nov. 2015, 15h

Rhein-Galerie Im Zollhof 4, Ludwigshafen Mo-Sa 10-20h 5. bis 25. Okt. 2015 Wolk on the “Right Side”, I Love Lu, Menschen in Ludwigshafen (OFF//FOTO) Vernissage 5. Okt. 2015, 17h

Rudolf-Scharpf-Galerie Hemshofstraße 54, Ludwigshafen Do, Fr 15-18h, Sa, So 13-18h 3. Okt. bis 6. Dez. 2015 Myriam Holme Vernissage 2. Okt. 2015, 19h

Wilhelm-Hack-Museum Berliner Straße 23, Ludwigshafen Di, Mi, Fr 11-18h, Do 11-20h, Sa, So 10-18h 40 kunstraumMETROPOL

seit 20. März 2015 hack-museumsgARTen bis 8. Nov. 2015 Material und Möglichkeit - Werke aus der Sammlung bis 8. Nov. 2015 Kabinettstücke: “Plastik, c’est chic” Neue Stoffe für die Kunst bis 15. Nov. 2015 6. Fotofestival Mannheim - Ludwigshafen - Heidelberg bis 15. Nov. 2015 László Moholy-Nagy: Konstruktion (Glasarchitektur) 5. Dez. 2015 bis 28. Febr. 2016 Wie leben? Zukunftsbilder Gestern und Heute Vernissage 4. Dez. 2015, 19h

LOBBACH Manfred-Sauer-Stiftung Neurott 20, Lobbach täglich 8 bis 22h 1. Nov. 2015 bis 10. Jan. 2016 Jenny Passet, Margit Berger: Tanz der Farben und Formen (Bilder und Skulpturen) Vernissage 1. Nov. 2015, 11h

MAINZ Kunst im Abgeordnetenbüro Kaiser-Friedrich-Straße 3, Mainz Mo-Fr 9-18h bis 30. Okt. 2015 Valentina Jaffé: Aquarellmalerei

Landesmuseum Mainz Große Bleiche 49-51, Mainz Di 10-20h, Mi-So 10-17h seit 19. Nov. 2014 Mit Nüchternheit und Phantasie. Deutsche Graphik des Barocks und Rokokos. bis 25. Okt. 2015 Ritter! Tod! Teufel? Franz von Sickingen und die Reformation bis Okt. 2016 Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner und die Künstler der Brücke: Ein Stück norddeutscher Himmel

MANNHEIM Atelier DIETRMAR BRIXY Altes Pumpwerk Neckarau, Aufeldstraße 19, Mannheim Fr 15-19h, Sa 11-15h bis 18. Okt. 2015 Surprise: Dietmar Brixy (Malerei), Patricia Waller (Häkelobjekte)

arthea – galerie am rosengarten Stresemannstraße 4, Mannheim Di, Do, Fr 14-18.30h, Sa 12-16h bis 3. Okt. 2015 Hermann Lederle: Adaption 10. Okt. bis 11. Nov. 2015 Ina von Jan, Gabriele Zappe, Hannes Helmke: Objekt-Malerei-Skulptur 20. Nov. bis 20. Dez. 2015 Bruno Kurz, Thomas Reifferscheid: Greenland meets Down Under (neue Leinwandarbeiten, Steinskulpturen) Vernissage 20. Nov. 2015, 19h

BANANA Gallery G7, 17, Mannheim Di + Do 17-20h, Mi 12-17h, Fr 19-23h 9. bis 31. Okt. 2015 Leif-Erik Schmitt: Leif/Series/#1 (OFF//FOTO) Vernissage 9. Okt. 2015, 19h

C-HUB Kreativzentrum Hafenstraße 25-27, Mannheim Mo-Fr 9-17h 16. Okt. bis 15. Nov. 2015 Das Bild als Gegenüber - Interregionaler Dialog mit dem Ruhrgebiet (OFF//FOTO) Vernissage 16. Okt. 2015, 19h

Club Speicher7 Rheinvorlandstraße 7, Mannheim Mo-Fr 8-22h bis Nov. 2015 Nora Soos, Ferenc Farkas: We love Budapest

Strümpfe - The Supper-Artclub Jungbuschstraße 3, Mannheim Fr-Sa 20-2h (an den ersten drei Wochenenden) bis 3. Okt. 2015 Andrea Esswein: Kopigraphien 9. Okt. bis 15. Nov. 2015 Irina Ruppert: Soldaten 008-0129 (OFF//FOTO) Vernissage 9. Okt. 2015, 20h

Einraumhaus Dammstraße 1, Mannheim Fr + Sa 16-19h bis 15. Nov. 2015 Page Impressions (OFF//FOTO)

Freie Kunstakademie Mannheim U3,1 - Herschelbad, Mannheim Mo-Do 14-18h bis 12. Nov. 2015 FOTO MMXV FKAM (Arbeiten von 17 Studierenden des 1. bis 7. Semesters) (OFF//FOTO)

Galerie C7 C7, Mannheim Do 16h und jeden 1. Sonntag im Monat, im Anschluss an den Talk Fotografie der Reiss-Engelhorn-Museen ab 16h bis 30. Nov. 2015 Andreas Neumann: Soralis, Walter Spagerer: Scannographie, Florian Merdes: Projekt Visitenkarte und Conversion, Brigitte Bauhoff und Uli Bormuth: AbRiss - GroßstadtPoesie (OFF//FOTO)

Galerie Grandel S4, 23, Mannheim Di-Fr 14-19h, Sa 10-16h bis 24. Okt. 2015 Sylvia Ballhause, Jürgen Hatzenbühler, Claus Stolz: Movement, Energy and Presence - a Challenged Perception (OFF//FOTO) 7. Nov. bis 19. Dez. 2015 CW Loth, Wolfram Scheffel: Farbe - Fläche Raum (Skulptur, Malerei) Eröffnung 7. Nov. 2015, 18h

Galerie im Tulla Tullastraße 25, Mannheim Mo-Do 8-16h, Fr 8-13h außer in den Ferien bis 30. Okt. 2015 Karl Schwarzenberg: Luftraum (Malerei)


kunsträume der REGION Galerie Kasten

März Galerie Mannheim

Werderstraße 18, Mannheim Di-Fr 14-19h, Sa 12-15h bis 7. Nov. 2015 Petra Arnold: Gentleman’s Ride (OFF//FOTO)

Augartenstraße 68, Mannheim Mi-Fr 14-18h, Sa 12-16h bis 24. Okt. 2015 Gisela Hoffmann, Kumiko Kurachi, Dominik Stauch: fläche und raum Christoph Dalhausen (Objekte) 7. Nov. bis 12. Dez. 2015 Edda Jachens, Nicola Rae, Günther Walter: Farbklang

Galerie Keller Rheindammstraße 50, Mannheim Fr 14-18h, Sa 12-16h bis 31. Okt. 2015 Anna Comellas: Die rote Linie 21. Nov. bis 30. Dez. 2015 Peter Lang

Galerie Peter Zimmermann Leibnizstraße 20, Mannheim Di-Fr 12:30-18h, Sa 11-14h bis 10. Okt. 2015 Klaus Staudt, Ewerdt Hilgemann, Kuno Gonchior, Günther Uecker: Accrochage

Kanzlei MAS&P Rechtsanwälte Kaiserring 48-50, Mannheim Mo-Fr 8-18h 24. Sept. 2015 bis 15. Jan. 2016 Susanne Neiß: Hinter den Spiegeln

Kunsthalle Mannheim Moltkestraße 9, Mannheim Di-So u. Feiertage 11-18h bis 15. Nov. 2015 6. Fotofestival Mannheim - Ludwigshafen - Heidelberg bis 17. Jan. 2016 Der feine Schimmer: Zu Pfau und Perlmutt im Jugendstil 27. Nov. 2015 bis 6. Febr. 2016 Spur und Geste. Graphik des Informal. Vernissage 26. Nov. 2015, 19h bis 1. Mai 2016 ARCHE. Die Sammlung kehrt zurück

Künstlernachlässe Mannheim Alte Sternwarte, Mannheim Fr 15-19h, Sa-So 12-17h 10. Okt. bis 7. Nov. 2015 A4,6 Künstlerinnen und Künstler in der alten Sternwarte Vernissage 10. Okt. 2015, 17h

[Kunst] Projekte Monica Ruppert Lange Rötterstraße 68, Mannheim geöffnet 16., 23. Okt. und 6. Nov. 2015 jeweils 16-19h und nach telefonischer Absprache 9. Okt. bis 6. Nov. 2015 Anna Gawlikowska, Karolina Jarmolinska: zwei polnische Künstlerinnen Vernissage 9. Okt. 2015, 19h

Mannheimer Kunstverein Augustaanlage 58, Mannheim Di-So 12-17h bis 18. Okt. 2015 Nguyen Xuan Hui (Malerei) bis 15. Nov. 2015 Rüdiger Krenkel: Kuste 25. Okt. bis 22. Nov. 2015 Thomas Duttenhöfer und Klasse (Ausstellungsprojekt der Hochschule Mannheim) 29. Nov. 2015 bis 14. Jan. 2016 Sebastian Schrader: Aufgeschoben (Malerei) Kuratoriumspreisträger 2015

märz Galerie Mannheim – cube 4x4x4 und raumX Augartenstraße 68 (Rückgebäude), Mannheim Do-Fr 16-18h, Sa 12-16h bis 24. Okt. 2015 Christoph Dahlhausen: Shining (Installation) 7. Nov. bis 12. Dez. 2015 Jean Francois Dubreuil

OFF//FOTO 2015 bis 15. Nov. 2015 an 17 Orten 22 Ausstellungen Programm unter: www.off-foto.info und hier in der Übersicht siehe OFF//FOTO

PORT25 - Raum für Gegenwartskunst Hafenstraße 25-27, Mannheim 28. Nov. 2015 bis 17. Jan. 2016 Barbara Hindahl & Jeanette Fabis

RAW Galerie Heinrich-Lanz-Straße 4, Mannheim Do-Sa 16-21h bis 12. Nov. 2015 IRREVERSIBLE: Die Ästhetik von Konsequenzen (OFF//FOTO)

REM Reiss-Engelhorn-Museen Zeughaus

[7P] [7] ORTE [7] PREKÄRE FELDER 6. Fotofestival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg bis 15. Nov. 2015 [7.1] WILHELM-HACK-MUSEUM High-Tech, Logistik & Migration

C5, Mannheim, Di-So 11-18h 29. Nov. 2015 bis 16. Mai 2016 ZART & RAU. Neues Glas aus der Sammlung Peter und Traudl Engelhorn des mudac Lausanne

[7.2] KUNSTVEREIN LUDWIGSHAFEN Gewalt und Zerstörung

REM - Forum internationale Photographie

[7.3] ZEPHYR - RAUM FÜR FOTOGRAFIE Urbanismus & Real Estate

Zeughaus C5, Mannheim Di-So 11-18h seit 25. Jan. 2015 Kosmos Kunst - Meisterstücke aus der Sammlung Kunst- und Kulturgeschichte bis 6. März 2016 Nicole Simon: Fotografische Highlights

REM - Zephyr-Raum für Fotografie Bassermannhaus C4, 9, Mannheim Di-So 11-18h bis 15. Nov. 2015 6. Fotofestival Mannheim - Ludwigshafen - Heidelberg

REM - Museum Weltkulturen D 5, Mannheim, Di-So 11-18h seit 22. Febr. 2015 Wilde Völker an Rhein und Neckar Franken im frühen Mittelalter bis 10. Jan. 2016 Ägypten - Land der Unsterblichkeit bis 24. April 2016 Die DUCKOMENTA - Weltgeschichte neu ENTdeckt

[7.4] KUNSTHALLE MANNHEIM Geld und Gier [7.5] PORT25 RAUM FÜR GEGENWARTSKUNST Wissen, Ordnung, Macht [7.6] SAMMLUNG PRINZHORN Ich-Fest & Selbst-Stress [7.7] HEIDELBERGER KUNSTVEREIN Kommunikation und Kontrolle Öffnungszeiten: täglich außer montags 11-18h www.fotofestival.info


AUSSTELLUNGEN Sebastian Fath | Contemporary

SAARBRÜCKEN

SEEHEIM-JUGENHEIM

Werderstraße 38,Mannheim Do-Fr 14-19h, Sa 12-16h bis 17. Okt. 2015 Andrea Kocks (Wandinstallation, Papierarbeiten), Hermann Abrell (frühe Arbeiten), Ludwig Wilding (kinetische Objekte) 29. Okt. bis 28. Nov. 2015 Jan Maarten Voskuil (neue Arbeiten), Dirk Rathke (kleine Wandarbeiten), Fred Sanback (Papierarbeiten) Vernissage 29. Okt. 2015

KuBa - Kulturzentrum am EuroBahnhof

Museum Stangenberg Merck

Europaallee 25, Saarbrücken Di-Fr 10-15h bis 30. Okt. 2015 (KuBa Galerie) Helmut Butzbach: Dunkelzeit - Als die Engel noch Modell saßen bis 11. Okt. 2015 (KuBa Kantine) Künstlerinnen und Künstler des KuBa und Gäste: Herbstsalon 2015

Helene-Christaller-Weg 13, Seeheim-Jugenheim Mi-Fr 15-19h, Sa, So, Feiertage 11-18h bis Mai 2016 Gudrun Cornford: Figurative Glasreliefs Mitte Sept. 2015 bis Sept. 2016 Heidy Stangenberg-Merck: Reise nach Italien

Saarlandmuseum

Stiftstraße 15, Sinsheim Sa-So 13-16h 29. Nov. bis 20. Dez. 2015 Die kleine Form 2: Kleinpastikserie 1992-2015 Kulturstiftung Rhein-Neckar- Kreis

TEN Gallery T6, 10, Mannheim Do-Sa 16-20h bis 14. Nov. 2015 Michele Buda: INVEL (Fotografie) (OFF//FOTO) 28. Nov. 2015 bis 16. Jan. 2016 Alex Knüttel: Do you know the Wobbles Vernissage 28. Nov. 2015, 20h

Uhland Atelier Uhlandstraße 26a, Mannheim Do-Fr 16-21h bis 13. Nov. 2015 Dominic Jan Geis: Teheran - An Ocean of Dreams (Fotografie) (OFF//FOTO)

Universität Mannheim Schloss, Mannheim bis 20. Mai 2016 Horst Hamann: 5 Stationen

zeitraumexit e.V. Hafenstraße 68, Mannheim bis 26. Sept. 2015: Wunder der Prärie

MICHELSTADT Galerie Kautsch Mauerstraße 11, Michelstadt Mi-Fr 15-18h, Sa 12-16h 10. Okt. bis 22. Nov. 2015 Christiane Conrad, Matthias Lutzeyer: dick aufgetragen ab 28. Dez. 2015 Künstler der Galerie: Acchrochage

NEUSTADT Galerie UP ART CONTEMPORARY Villa Knöckel - Quellenstraße 32, Neustadt Mi-So 15-18h u. nach Vereinbarung bis 17. Okt. 2015 Anja Luithle: Im Spiegel ist Sonntag (Malerei, Zeichnung, Skulptur, Installation) 8. Nov. bis 13. Dez. 2015 Alexandra Deutsch, Flora Hitzing

Herrenhof Mußbach An der Eselshaut 18, Neustadt-Mußbach So und Feiertag 11-18h, Mi 18-20h, Sa 14-18h bis 25. Okt. 2015 “art imaginär 2015” Phantastische und visionäre Kunst 8. bis 29. Nov. 2015 4 Generationen Rumpf - eine pfälzische Künstlerfamilie

Kunstverein Neustadt Villa Böhm (Maximilienstraße 25/Villenstraße 16b), Neustadt Do, Fr 15-18h, Sa, So 11-13h u. 15-18h 42 kunstraumMETROPOL

Bismarckstraße11-19, Saarbrücken Di, Do, So 10-18h, Mi 10-22h

Moderne Galerie Bismarckstraße11-19, Saarbrücken Di, Do, So 10-18h, Mi 10-22h bis 14. Febr. 2016 Meisterwerke der Moderne und der Gegenwart bis 1. Nov. 2015 Max Slevogt: Ali Baba und Sindbad 3. Okt. 2015 bis 14. Febr. 2016 Franz Gertsch Vernissage 2. Okt. 2015, 19h 17. Okt. 2015 bis Anfang 2016 Raphael Hefti Vernissage 16. Okt. 2015, 19h 21. Nov. 2015 bis 24. April 2016 Gregor Hildebrandt Vernissage 20. Nov. 2015, 19h

Stadtgalerie Saarbrücken St. Johanner Markt 24, Saarbrücken Di, Do, So 10-18h, Mi 10-22h bis 18. Okt. 2015 Jeannice Keller, Renée Levi, Patricia Murwaski, Angeleika Schori, Claire Zumstein: HIGH FIVE RENÉE ab 6. Nov. 2015 Moris: Mexican Installations ab 6. Nov 2015 Gianfranco Foschino: Hidden Stories

SCHRIESHEIM Museum Théo Kerg Talstraße 52, Schriesheim Mi 17-19h, Sa, So 14-17h 27. Sept. bis 1. Nov. 2015 Melissa Moore: Lands end

SCHWETZINGEN Schloss Schwetzingen Schloss Schwetzingen, Südzirkel, Schwetzingen Mo-So, Feiertage 10-17h

Kunstverein Schwetzingen Palais Hirsch Schlossplatz 2, Schwetzingen Mi-So 14-18h Schlosskapelle Schwetzinger Schloss Öffnungszeiten wie Weihnachtsmarkt 28. Nov. bis 20. Dez. 2015 Thomas Hildenbrand: Engel Vernissage 28. Nov. 2015, 16h

Künstlerinitiative Schwetzingen Orangerie Schlossgarten Schwetzingen Mi-Fr 13-18h, Sa/So 11-18h bis 27. Sept. 2015 GARTEN3 GESTALTEN

SINSHEIM Stiftskirche Sunnisheim

SPEYER Galerie Josef Nisters Bahnhofstraße 29, Speyer Di-Fr 14-18h, Sa 11-15h bis 17. Okt. 2015 Künstler der Galerie: Poesie des Lichts

Historisches Museum der Pfalz Domplatz 4, Speyer, Di-So 10-18h bis 10. Jan. 2016 Leben nach Luther. Eine Kulturgeschichte des evangelischen Pfarrhauses bis 17. Jan. 2016 Weil wir Mädchen sind ... Mädchenwelten in Afrika, Asien und Lateinamerika bis 15. April 2018 Richard Löwenherz

Kunstverein Speyer Kulturhof Flachsgasse 3, Speyer Do-So 11-18h bis 1. Nov. 2015 70 Jahre Pfälzer Sezession 13. bis 15. Nov. 2015 2. Galerientage Mannheimer Galerienverband Eröffnung 13. Nov. 2015, 19-22h, Sa und So 11-18h 22. Nov. 2015 bis 10. Jan. 2016 Manfred Fuchs: Licht, Farbe, Impressionen (Bilder 2013 - 2015)

VIERNHEIM Kunstraum Gerdi Gutperle Heidelberger Straße 9, Viernheim Fr-So 14-18h bis 17. Nov. 2015 Beatrice Harder, Falk Kastell: Human Landscapes 2 1. Dez. 2015 bis 3. April 2016 Große Jahresausstellung: Es werde ...

Kulturscheune Viernheim Satonévriplatz 1, Viernheim Di 10-17h, Mi 14-17h, Do 10-13 u. 15-19h, Fr 14-17, Sa 10-12h 4. Dez. 2015 bis 29. Febr. 2016 Dagmar Kopnarski, Roland Schmitt: Vom Suchen und Finden (Holzobjekte, Malerei) Vernissage 4. Dez. 2015, 19h

Kunstverein Viernheim KunsthausViernheim, Rathausstraße 36, Viernheim bis 3. Okt. 2015 Karin Pietschmann: Radierungen und Zeichnungen


kunsträume der REGION VÖLKLINGEN

WIESLOCH

Bildnachweise:

Weltkulturerbe Völklingerhütte Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur

Akademie im Park (Haus 74)

El Lissitzky, Proun 23 N (B 111), 1920/21, Tempera, Bleistift, Leimfarbe und Materialauftrag auf Holz, 59 x 45,7 x 2,4 cm, Sammlung Wilhelm-Hack-Museum / Vera Mercer, Peaches and Apples, Paris 2014, Size: 99 cm x 159,56 cm, digital image printed on Hahnemuhle Watercolor Paper, Vera Mercer, , Mushroom, Omaha 2013, Size: 149, 86 x 198,12 cm, 9 digital images, printed on Hahnemuhle Watercolor Paper, Vera Mercer, Guinea Hen, Paris 2014, Size: 160 cm x 218,95 cm, 9 digital images, printed on Hahnemuhle Rag Paper / Lucas Cranach d.Ä, „Sündenfall“, 1525 / © KMH / Cornelius Völker, „Apfel“, 2002 / © Sammlung für Fruchtmalerei und Skulptur / Sebastian Schrader, Die Probe, 2011, coypright: Sebastian Schrader / Franz Schömbs, Der erste Tag, 1952, Öl auf Hartfaser, 123 x 169 cm, Hans Nagel, Kleines Paar (FW40), 1956, Teakholz, 46 x 15,5 x 11,5cm, Karl Trummer, Junges Mädchen, o.J., Holz Alle Fotos: Künstlernachlässe Mannheim / Fabis, Lineatur, ohne Titel, 2011, Bleistift und Buntstift auf Papier, 21 x 29,7 cm aus der Serie „Lineaturen”, Barbara Hindahl, SBarbara Hindahl, Dirt Fiction, 2015, Port25, Foto: Wort.Bild.Kultur UG (haftungsbeschränkt) / / Anne Blanchet, Anne Böhnke, Madeleine Dietz, Michael Reiter, Fotos Linde Hollinge / Kazimierz Stabrowski, Frau vor einem Glasfenster (Pfau), 1908, Öl auf Leinwand, © National Museum Warschau / Hanne Lippard, Nuances of No, Artist book published by Broken Dimanche Press, Berlin, 2013 / Ken Mihara, Mindscapes, 2015 Foto Galerie Heller / Claus Bury , Gegenläufig, 2007, Foto: Achim Sendelbach / Rolf Muller-Landau, Kartenschlägerin, um 1950, © GDKE Rheinland-Pfalz – Landesmuseum Mainz (Foto: Ursula Rudischer) / Hans Schön, Möwen mit untergehender Sonne, 2014Foto: Georg Philipski / Werner Pokorny, durchbrochene Form und Linien, 2000, Corten-Stahl, Foto: Dorothea Burkhardt / Dan T. Fahlbusch, Mon und Mona, Foto: Künstler / Myriam Holme, Von donnerloser Wucht, 2011, Stahl, Holz, Aluminium, Beize, Papier, Acrylfarbe, Installationsansicht Galerie Kadel Willborn, Karlsruhe / Petra Arnold, Bikeweek, o.J., Foto Petra Arnold / Anna Gawlikowska, Hope, 2014, Linolschnitt, 73 x 72 cm, Foto: Anna Gawlikowska / Sandra Heinz, Hochzeitskleid von R. (Detail )2015, Scan©Sandra Heinz / Melissa Moore, Feedback, 2013, Foto: Melissa Moore / Lynn Schoene, Occupy – Chip & Felt, Mischtechniken/objet trouvé, 2015, Foto Künstler / Brigitte Hofherr NE1, Ölfarbe auf Gewebe, 140 x 100 cm, 2015, Quelle: Brigitte Hofherr / Marc Junghans, fauna floralis, 2013 , 100 x 100, Ultrachrome K3 Pigmentdruck auf Hahnemühle PhotoRag aufkaschiert auf Alu-Dibond, Auflage 10 + 2 E.A / Wolfgang Troschke, o. T., Lithographie und Siebdruck, 2011, 75 x 60 cm, 2011, Foto: Wolfgang Troschke / Caroline Laengerer, Wachsende Ringe (Detail), 2015, Foto: Caroline Laengerer / Nele Waldert, Mann mit Holzbein, 2015, Foto: Nele Waldert, Andreas Lau, Halbakt, 2015, Bildmaterial von Andreas Lau / Anna Comellas „Aquell llarg fill vermell“, Acryl, Holzschnitt, Digitalbild auf Japanpapier, 100 x 124 cm / D. Kopnarski u. R. Schmitt, o.T. 2015, Foto: Wort.Bild. Kultur UG (haftungsbeschränkt) / Off//FOTO 2015, © Fabian Wippert / Rico Scagliola & Michael Meier, Filmstill aus Double Extension Beauty Tubes, 2010, 360° Multimedia Installation, © Rico Scagliola & Michael Meier. Collection Fotomuseum Winterthur

Völklingen/Saarbrücken täglich 10-19h bis 1. Nov. 2015 UrbanArt Biennale® 2015 bis 3. April 2016 Schädel - Ikone. Mythos. Kult.

WALLDORF

Psychiatrisches Zentrum Nordbaden Heidelberger Straße 1a, Wiesloch Mo-Fr 9-17h

WORMS Nibelungenmuseum Fischerpförtchen 10, Worms Di-Fr 10-17h, Sa, So, Feiertag 10-18h seit 8. Nov. 2014 Wagners “Ring”

Kunst im Rathaus

Kunstverein Worms

Nußlocher Straße 45, Walldorf geöffnet zu den üblichen RathausÖffnungszeiten 26. Nov. bis Ende 2015 Monika Klein und Horst Busse (Grafik, Skulptur) Vernissage 26. Nov. 2015, 19h

Renzstraße 7-8, Worms Mi 18-20h, Fr-So 15-18h bis 11. Okt. 2015 Björn Schülke: Kinetische Objekte

Künstlergruppe Walldorf Rathaus, Nußlocher Straße 45, Walldorf Mo, Di, Do 7:30-14:00h, Mi 7:30-18:30h, Fr 7:30-13:00h bis 21. Okt. 2015 Gottfried Keim zum 80. Geburtstag: Kunst für einen guten Zweck Altes Rathaus, Hauptstraße 19, Walldorf Sa, So 11-20h 17. bis 18. Okt. 2015 Kerweausstellung Laurentiuskapelle, Schlossplatz, Walldorf Sa 14-17h, So 11-17h 28. und 29. Nov. und 5. und 6. Dez. 2015 Eva-Maria Huber, Ille Hums, Metchild FichtUnger, Hannelore Kunath: BILD (G) SCHICHTEN Vernissage 23. Nov. 2015, 19h

Museum Heylshof Stephansgasse 9, Worms Di-So 11-17h bis 27. Sept. 2015 Kai Wiesinger, Franziska Stünkel, Elias Wessel: Sichtbarkeiten 10. Okt. bis 30. Dez. 2015 Gregory Dembowsky: Lebenslinie (Malerei) Vernissage 10. Okt. 2015, 16h

Museum der Stadt Worms Andreasstift, Weckerlingplatz 7, Worms Di-So 10-17h bis 27. Sept. 2015 Kai Wiesinger, Franziska Stünkel, Elias Wessel: Sichtbarkeiten

Alle Termine ohne Gewähr.

WEINHEIM GRN-Klinik Röntgenstraße 1, Weinheim 16. Okt. bis 29. Nov. 2015 Brigitte Hofherr: Aus südlichen Gärten (Ölmalerei auf Gewebe) Vernissage 16. Okt. 2015, 18h

Kunsthaus Klüber Hauptstr. 58, Weinheim Di-Fr 10-13h, 14-18:30h, Sa 10-15h 13. Okt. bis 4. Nov. 2015 Andreas Lau und Nele Waldert Vernissage 10. Okt. 2015, 15h

Museum der Stadt Weinheim Amtsgasse 2, Weinheim Di-Do, Sa 14-17h, So 10-17h 29. Sept. 2015 bis 3. Jan. 2016 150 Jahre Max und Moritz

Impressum Herausgeber: art-media-edition-Verlag, Insel 3, D-79098 Freiburg, Tel. +49 (0) 761/ 8 81 74 76, Geschäftsführung: Björn Barg Projektleitung/Redaktion: Wort.Bild.Kultur. UG (haftungsbeschränkt) redaktion@kunstraum-metropol.de Druck: ColorDruck Solutions GmbH, 69181, Leimen, Auflage 7.000 kunstraumMETROPOL liegt in ausgewählten Museen und Kunsträumen aus und ist im Abo erhältlich. Siehe S. 37.

Volksbank Weinheim Bismarckstraße 1, Weinheim Mo-Fr 8:30-16h, Do 8:30-18h bis 5. Nov. 2015 Sebastian Gahntz 10. Nov. 2015 bis 15. Jan. 2016 Janes Haid-Schmallenberg

Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe: Dirk Martin, Dr. Claude W. Sui, Dr. Martin Stather, Silvia Köhler, Ingrun Salzmann, Rainer J. Roth, Dr. Karin Leydecker, Andreas Beaugrand

Volkshochschule Weinheim

Nächste Ausgabe: Januar, Februar, März 2016 Anzeigenschluss: Do. 26.11.2015 Erscheinungstermin: 21 Tage nach Anzeigenschluss

Luisenstraße 1, Weinheim Mo-Fr 9:30 bis 12:30h, Mo, Mi, Do 16-18:30h bis 4. Dez. 2015 Thomas Theis: Innen ist außen - Die Landschaft als Porträt von Befindlichkeiten

kunstraumMETROPOL 43


kunstraumMETROPOL 4Q 2015  

Das Kunstmagazin der Metropolregion Rhein-Neckar